[0001] Die Erfindung betrifft einen Kosmetik- oder Haarpflegeapplikator, vorzugsweise in
Gestalt eines Mascara-Applikators mit einem Borstenbesatz aus spritzgegossenen Borsten
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0003] Applikatoren mit spritzgegossenen Borsten haben erhebliche Vorteile, da die Positionierung
und Ausrichtung der Borsten durch die Spritzgussform genau vorgegeben werden kann.
Die Positionierung und Anordnung der Borsten hängt daher nicht von Zufälligkeiten
ab, wie das bei einer Bürste mit einer Seele aus verdrillten Drähten der Fall ist,
die zwischen sich einzeln Filamente halten.
[0004] Der Nachteil von Bürsten mit spritzgegossenen Borsten ist bisher der, dass für jeden
Bürstentyp eine eigene Spritzgussform erstellt werden muss. Dies ist teuer, denn die
feinen Kavitäten für das Spritzgießen der Borsten müssen präzise in den Stahl der
Form hineinerodiert oder gelasert werden, was erhebliche Zeit in Anspruch nimmt.
[0005] Demgegenüber ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit anzugeben, unterschiedliche
Kosmetikapplikatoren mit einem Borstenbesatz aus gespritzten Borsten zu erzeugen,
ohne jede einzelne Form für den betreffenden Kosmetikapplikator erneut mit den feinen
Kavitäten für das Spritzgießen der Borsten versehen zu müssen.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0007] Erfindungsgemäß sind die Borsten einstückig an einem Borstenträger angespritzt. Dieser
Borstenträger ist aber nicht von Haus aus Bestandteil des betreffenden Kosmetikapplikators.
Vielmehr ist es so, dass das Griffstück des Kosmetikapplikators eine Aussparung aufweist,
in die der fertig gespritzte und somit bereits vollständig mit Borsten versehene Borstenträger
oder zumindest sein Befestigungsabschnitt so eingesetzt werden können, dass der Borstenträger
einen festen Verbund mit dem Griffstück eingeht. Dabei ragen zumindest seine Borsten
und auch ein Teil des Borstenträgers selbst, frei durch ein Fenster der Aussparung
in dem Griffstück nach außen.
[0008] Auf diese Art und Weise ist es möglich, mit ein und demselben Werkzeug Borstenträger
und daran angespritzte Borsten zu fertigen, die universell einsetzbar sind, die nämlich
in Aussparungen der unterschiedlichsten Griffstücke verschiedener Applikatoren eingesetzt
werden können.
[0009] Auf diese Art und Weise muss das teure, weil sehr filigrane Werkzeug zur Herstellung
des Borstenträgers und daran angespritzten Borsten nur ein einziges Mal gefertigt
werden. Hiermit können dann unterschiedliche Applikatoren bestückt werden, die ihrerseits
mit wesentlich vereinfachten Spritzgussformen gespritzt werden können, da diese Spritzgussformen
der einzelnen Applikatoren eben nicht die feinen Kavitäten für das Spritzgießen der
Borsten aufweisen müssen.
[0010] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Aussparung in
dem Griffstück des Kosmetikapplikators so ausgestaltet ist, dass sie zu dem Fenster
hin, durch das zumindest die Borsten frei nach außen ragen, enger wird - nämlich derart,
dass der Borstenträger oder zumindest sein Verankerungsabschnitt durch Formschluss
daran gehindert werden, die Aussparung durch das Fenster zu verlassen. Dabei ist die
Aussparung vorzugsweise nach Art einer Schwalbenschwanznut ausgestaltet, also in Gestalt
einer im Wesentlichen quadratischen oder rechteckigen Nut, deren Seitenwände leicht
zur Öffnung der Nut hin, die diese mit der Umgebung verbindet, geneigt sind. Selbstverständlich
kann alternativ auch eine T-Nut verwendet werden, d. h. eine Nut, die einen Querschnitt
eines auf den Kopf gestellten großen T aufweist. Mit Hilfe solcher Nuten ist eine
sehr zuverlässige Befestigung des Borstenträgers oder des an ihm ausgebildeten Befestigungsabschnitts
gegenüber dem Griffstück des Kosmetikapplikators möglich.
[0011] Idealerweise weist die Aussparung, vorzugsweise in einer Ebene senkrecht zu dem besagten
Fenster eine stirnseitige Einschuböffnung auf, also eine Einschuböffnung, die in einer
im Wesentlichen senkrecht zu der Ebene des Fensters angeordneten Ebene liegt und durch
die der Borstenträger oder sein Befestigungsabschnitt in die Aussparung eingeschoben
werden kann. Dies vereinfacht die Montage wesentlich, ohne die sichere Verbindung
zwischen dem Borstenträger und dem Griffstück zu beeinträchtigen.
[0012] Erfindungsgemäß weist der Borstenträger einen Borstenverankerungsabschnitt auf und
einen Befestigungsabschnitt. Dabei ist der Borstenverankerungsabschnitt in Richtung
senkrecht zur Längsachse des Borstenträgers breiter als der Befestigungsabschnitt.
Auf diese Art und Weise ist zur sicheren Befestigung des Borstenträgers an dem Griffstück
nur eine vergleichsweise kleine Aussparung nötig, dennoch kann hiermit ein Besatz
aus einer relativ großen Anzahl von Borsten befestigt werden, da auf dem gegenüber
dem Befestigungsabschnitt breiteren Borstenverankerungsabschnitt viele Borsten Platz
finden. Insbesondere wo das Griffstück, an dem der oder die Borstenträger zu befestigen
sind, in dem Bereich, in den die Borstenträger angebracht werden, rund ist, wird hierdurch
eine übermäßige Schwächung des Griffstücks verhindert, so dass dies nach wie vor eine
recht gute Stützwirkung auf die einzelnen Borstenträger ausüben kann.
[0013] Vorzugsweise weist der Borstenverankerungsabschnitt eine Gestalt auf, die in etwa
einer Pilzkappe entspricht. Die Borsten sind auf dem konvexen Teil der Pilzkappe aufgestellt.
Auf diese Art und Weise lässt sich ein aufgefächerte Borstenbesatz bzw. ein Borstenbesatz
mit einer teilzylindrischen Hüllkontur darstellen.
[0014] Erfindungsgemäß ist der Borstenverankerungsabschnitt so gestaltet, dass er sich bündig
in die Oberfläche des ihn aufnehmenden Griffstücks einfügt, sobald der Befestigungsabschnitt
des Borstenträgers vollständig in die Aussparung eingeschoben ist. Auf diese Art und
Weise fügt sich der Borstenträger mit seinen Borsten bei Bedarf übergangslos in das
Griffstück ein, so dass nirgendwo größere Spalten oder Absätze zu verzeichnen sind,
in oder an denen sich Kosmetikmasse absetzen und beispielsweise ein Nährboden für
Bakterien bilden kann oder an denen die Kosmetikmasse antrocknet und später in Gestalt
störender Krümel abfällt.
[0015] Idealerweise weist das Griffstück an den das Fenster, durch das die Borsten nach
außen ragen, begrenzenden Rändern leistenartige Dichtflächen zur Anlage gegen die
dem Borstenbesatz abgewandte Rückseite des Borstenverankerungsabschnitts auf. Diese
Dichtleisten tragen dazu bei, zu verhindern, dass Kosmetikmasse hinter den Borstenverankerungsabschnitt
kriecht und sich dort absetzt. Auch dies erhöht die hygienische Qualität des so hergestellten
Applikators. Vorzugsweise sind der Borstenträger und die Aussparung dabei so aufeinander
abgestimmt, dass sich der Borstenverankerungsabschnitt im bestimmungsgemäß montierten
Zustand des Borstenträgers elastisch vorgespannt gegen die leistenartigen Dichtflächen
anlegt. Auf diese Art und Weise wird eine zuverlässige Dichtung erreicht.
[0016] Im Rahmen einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Befestigungsabschnitt
und die Aussparung so aufeinander abgestimmt sind, dass sich die Flanken des Befestigungsabschnitts
und vorzugsweise sowohl die Flanken als auch die dem Borstenbesatz abgewandte Stirnseite
des Befestigungsabschnitts elastisch vorgespannt an die Wände der Aussparung anlegen.
Es ist also so, dass der Befestigungsabschnitt Übermaß gegenüber der ihn aufnehmenden
Aussparung aufweist. Auf diese Art und Weise wird verhindert, dass , durch die Kapillarwirkung,
Kosmetikmasse bis in die Spalte zwischen der Aussparung und dem hiervon aufgenommenen
Befestigungsabschnitt hineingezogen wird. Auch dies erhöht die hygienische Qualität
der Bürste, da verhindert wird, dass sich ein unkontrollierter Nährboden für bakterielles
Wachstum bildet. Dies ist insbesondere dort wichtig, wo ein Kosmetikapplikator ggf.
als Mascaraapplikator eingesetzt wird.
[0017] Im Rahmen einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Borstenträger
und das Griffstück durch Verschweißen oder Punktierung miteinander verbunden und/oder
relativ zueinander gesichert sind. Unter Punktierung versteht man z. B. das Eindrücken
eines heißen Dorns in die miteinander zu verbindenden Teile, die dann im Bereich des
Kanals, den sich der heiße Dorn in dem Kunststoff bahnt, entweder miteinander verschweißt
werden und/oder formschlüssig miteinander zum Eingriff gebracht werden, weil die Materialien
aufgrund der materialverdrängenden Wirkung des Dorns ineinander gedrückt werden.
[0018] Besonders günstige Anwendungseigenschaften ergeben sich wenn die Borsten und vorzugsweise
auch der Borstenträger aus einem Material gefertigt sind, dass weicher und/oder elastischer
ist, als das Material des Griffstücks. Vorzugsweise weisen der Borstenträger und das
Griffstück korrespondierende Rastorgane auf. Diese Rastorgane sind vorzugsweise so
ausgestaltet, dass der Borstenträger an einem Griffstück einrastet, sobald er im Zuge
seines Einschiebens in die Aussparung des Griffstücks seine bestimmungsgemäß endgültige
Position innerhalb der Aussparung erreicht hat.
[0019] Auf diese Art und Weise kann die Montage vereinfacht werden. Eine zusätzliche Punktierung
der Verschweißung wird in manchen Fällen sogar vermieden.
[0020] Die freie Oberfläche des Borstenträgers, die die Borsten trägt, weist vorzugsweise
die Gestalt eines Zylindermantelabschnitts oder eines Kegelmantelabschnitts auf. Auf
diese Art und Weise ergibt sich ein nach außen aufgefächerter Borstenbesatz, der sehr
günstige Anwendungseigenschaften aufweist.
[0021] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Borstenträger,
in Richtung seiner Längsachse gesehen, mehrere Reihen aus vorzugsweise jeweils entlang
einer Linie hintereinander aufgestellten Borsten trägt. Die regelmäßige Aufstellung
der Borsten ist von Vorteil, da sich dann durch Wahl der Abstände der einzelnen Borsten,
deren Durchmesser und deren genaue Position die Anwendungseigenschaften des Borstenbesatzes
genau einstellen lassen.
[0022] Vorzugsweise schließen die Mittellinien der Borsten der beiden äußersten Borstenreihen
des Borstenbesatzes zwischen sich einen Winkel von mehr als 30°, vorzugsweise von
mehr als 40° und idealerweise von mehr als 60° ein. Auch dies trägt dazu bei, einen
weit aufgefächerten, sehr anwenderfreundlichen Borstenbesatz zu erzielen.
[0023] Vorteilhafterweise weisen die Borsten eine Borstenlänge < 4,5 mm und idealerweise
< 2,5 mm auf. Mit Hilfe derartig kleiner Borsten lässt sich sehr fein applizieren,
insbesondere dann, wenn Mascaramasse zu applizieren ist.
[0024] Günstig ist, wenn die Borsten eine zumindest im Wesentlichen, vorzugsweise vollständig
kegelige oder pyramidenförmige Mantelfläche aufweisen. Derartige Borsten verjüngen
sich in Richtung zu ihrem freien Ende hin und zeigen daher für die Applikation sehr
vorteilhafte Biegeeigenschaften.
[0025] Im Regelfall werden die Borsten des Borstenbesatzes zumindest überwiegend derart
elastisch sein, dass sich ihre Spitze gegenüber der Position, die sie speziell im
unbelasteten Zustand einnimmt, rein elastisch federnd um einen Weg auslenken lässt,
der mindestens 20 %, besser mindestens 30 % und idealerweise sogar mindestens 40 %
der Borstenlänge beträgt. Anders als starre Stifte, Höcker, Spitzen oder dergleichen,
die hart sind, nicht ausweichen und daher sehr unbefriedigende Anwendungseigenschaften
aufweisen, sind derart flexible Borsten weich und bilden ein von den Anwendern oder
Anwenderinnen als sehr angenehm empfundenes Borstenfeld, das ohne Weiteres mit den
haptischen Eigenschaften von Bürsten mit gedrehten Borsten mithalten kann.
[0026] Im Rahmen einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Borstenträger
aus einem Körper aus einem ersten Kunststoff besteht, der den Befestigungsabschnitt
und den Borstenverankerungsabschnitt ausbildet, während die Borsten aus einem zweiten
Kunststoff bestehen, der an den Körper angespritzt oder noch besser durch den Körper
hindurch gespritzt ist. Auf diese Art und Weise können für jeden Teil des Borstenträgers
die Kunststoffe verwendet werden, die die benötigten Anwendungseigenschaften am besten
sicherstellen - für den Befestigungsabschnitt kann ein vergleichsweise zäher, fester
Kunststoff verwendet werden, der einen optimalen Verbund zu dem Griffstück des Applikators
herstellt, während für die eigentlichen Borsten ein sehr weicher, flexibler, aber
dennoch hinreichend knickbeständiger Kunststoff verwendet werden kann, der dem eigentlichen
Borstenfeld seine charakteristischen Anwendungseigenschaften gibt. Gerade das Hindurchspritzen
einer zweiten Kunststoffmasse durch eine zunächst aus einer ersten Kunststoffmasse
geformten Hülse oder dergleichen führt zu einer optimalen Verbindung des Borstenträgers
aus dem ersten Kunststoff und den eigentlichen Borsten aus der zweiten Kunststoffmasse.
[0027] Die Erfindung lässt sich auch sehr gut dazu einsetzen, um den Anwendern bzw. Anwenderinnen
sehr preisgünstig die Möglichkeit zu eröffnen, sich einen Applikator nach individuellen
Bedürfnissen und Vorlieben zusammenzustellen. Zu diesem Zweck wird ein Griffstück
geliefert, das eine entsprechende Ausnehmung zur Aufnahme eines Borstenträgers mit
seinen Borsten bildet. Gleichzeitig werden unterschiedliche Borstenträger mit unterschiedlichen
Borsten geliefert, so dass das Griffstück nach Bedarf und Vorliebe mit einem entsprechenden
Borstenbesatz versehen werden kann.
[0028] Weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten, Vorteile und Wirkungsweisen ergeben sich aus
dem nachfolgend anhand der Figuren beschriebenen Ausführungsbeispiel.
[0029] Es zeigen:
Figur 1: denjenigen Abschnitt des erfindungsgemäßen Kosmetikapplikators, der zur Aufnahme
des Borstenträgers vorgesehen ist (Borstenträger hier noch nicht eingesetzt);
Figur 2: den gleichen Teil des Kosmetikapplikators wie Figur 1, aber mit inzwischen
eingesetztem Borstenträger;
Figur 3: den Borstenträger in Einzeldarstellung;
Figur 4: eine Detailabbildung des Borstenträgers und seiner Borsten, eingesetzt in
ein Griffstück, vergleiche auch Figur 6;
Figur 5: die Frontalansicht eines mit einem Borstenträger und daran befestigten Borsten
versehenen Kosmetikapplikators;
Figur 6: eine Seitenansicht des Kosmetikapplikators gemäß Figur 5;
Figur 7: zeigt den von den bisherigen Figuren 1 bis 6 dargestellten Kosmetikapplikator
in seiner Bereitschaftsposition, eingeschoben in einen Kosmetikvorratsbehälter;
Die Figuren 8 und 9 verdeutlichen, wie der zuvor beschriebene Kosmetikapplikator in
den zugehörigen Vorratsbehälter eingeschoben wird;
Figur 10 veranschaulicht die Flexibilität der Borsten, die für die Erfindung zum Einsatz
kommen.
[0030] Die Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen im Rahmen der Erfindung zum Einsatz
kommenden Borstenträger 1.
[0031] Wie man recht schön anhand dieser Figur und anhand der Figur 4 erkennen kann, besitzt
dieser Borstenträger eine Längsachse L. Senkrecht zu dieser Längsachse L weist der
Borstenträger bei diesem Ausführungsbeispiel einen pilzförmigen Querschnitt auf.
[0032] Der Teil, den man als Stiel des Pilzes interpretieren kann, bildet den Befestigungsabschnitt
2 des Borstenträgers, während der Teil, den man als Pilzkappe interpretieren kann,
den Borstenverankerungsabschnitt 3 des Borstenträgers bildet, vgl. Fig. 4.
[0033] An dem Borstenverankerungsabschnitt 3 des Borstenträgers sind, vorzugsweise einstückig,
Borsten la angespritzt. Wie man sieht, bilden diese Borsten ein Borstenfeld aus mehreren,
hier nämlich vier Reihen aus jeweils entlang einer Linie hintereinander angeordneten
Borsten. Generell kann man sagen, dass der Ansatz von drei bis acht Borstenreihen
ideal ist. Vorzugsweise sind die Borsten nebeneinander befindlicher Borstenreihen
nicht parallel zueinander angeordnet. Stattdessen schließen die Mittellinien der Borsten
benachbarter Borstenreihen vorzugsweise einen bestimmten Winkel zwischen sich ein,
so dass sich ein Borstenbesatz ergibt, der auf der Seite der Borstenenden eine Hüllkontur
besitzt, die vorzugsweise einem Zylindermantelabschnitt entspricht. Es ist günstig,
wenn die Mittellinie der Borsten der beiden äußersten Reihen des Borstenbesatzes (gesehen
entlang der Mittellinie L des Borstenbesatzes) einen Winkel α von mehr als 30° und
vorzugsweise mehr als 40°, im Idealfall mehr als 60° zwischen sich einschließen. Die
Borsten haben vorzugsweise eine Borstenlänge BL von ≤ 7 mm
[0034] und idealerweise < 4 mm. Die einzelnen Borsten sind nicht im Wesentlichen starr,
es handelt sich also um echte Borsten, nicht um Stifte oder dergleichen. Idealerweise
sind die einzelnen Borsten derart elastisch, dass sich ihre Spitze gegenüber der Position,
die die Spitze im unbelasteten Zustand einnimmt, rein elastisch federnd und ohne wesentliche
bleibende Verformung um einen Weg W auslenken lässt, der mindestens 25% der Borstenlänge
beträgt, vgl. Fig. 9. Idealerweise beträgt dieser Weg sogar mindestens 35% oder in
gewissen Fällen sogar mindestens 45% der Borstenlänge. Die Borsten haben dabei vorzugsweise
überall entlang ihrer freien Länge (abgesehen von der wurzelnahen Verrundung) einen
Durchmesser ≤ 7/10 mm und besser ≤ 5/10mm.
[0035] Ein ideales Material zur Herstellung der Borsten und ggf. auch des Borstenträgers
ist zum Beispiel der unter dem Handelsnamen "Grilflex" vertriebene Kunststoff oder
seine Substitute mit vergleichbaren Anwendungseigenschaften. Wie anhand der Figuren
zu erkennen ist, weisen die einzelnen Borsten eine leicht keglige Mantelfläche auf,
mit einem Kegelwinkel ß von etwa 1,5°, vgl. Figur 9. Generell lässt sich sagen, dass
der Kegelwinkel zweckmäßigerweise zwischen 0,5° und 3° liegen sollte.
[0036] Der Kosmetikapplikator gemäß des hier geschilderten Ausführungsbeispiels besteht
neben dem Borstenträger mit seinen Borsten aus einem Griffstück. Das Griffstück ist
bei diesem Ausführungsbeispiel sehr vorteilhaft aufgebaut, denn es handelt sich um
ein Griffstück, dass dann zusammen mit dem Borstenträger und seinen Borsten einen
Applikator mit neuartigen Anwendungseigenschaften und einem neuartigen haptischen
Verhalten bildet.
[0037] Das Griffstück besteht aus einer Griffplatte 4, vgl Fig. 5. Diese Griffplatte 4 zeichnet
sich dadurch aus, dass sie zwei große Hauptflächen 5 besitzt und drei kleine Seitenflächen
6. Die Fläche jeder einzelnen der großen Hauptflächen ist um mindestens den Faktor
5 größer als die Fläche jeder einzelnen kleinen Seitenfläche.
[0038] An die Griffplatte 4 schließt sich ein Haltearm 7 an, an den ein Applikatorträger
8 angebunden ist. Der Applikatorträger 8 ist so an den Haltearm 7 angebunden, dass
er mit seiner Längsachse·LA im Wesentlichen senkrecht zu der Längsachse LG des Griffstücks
als eine Art Kragarm von dem Haltearm 7 absteht, vgl. Figur 5. Auf der Seite des Haltearms
7 ist der Applikatorträger 8 mit einem Dichtungsabschnitt 9 versehen, der gegenüber
dem Applikatorträger 8 einen vergrößerten Durchmesser aufweist und vorzugsweise sogar
leicht keglig ausgeführt ist. Dieser Dichtungsabschnitt 9 kommt bestimmungsgemäß mit
dem Abstreifer, der hier nicht gezeigt ist, in Kontakt. Dieser Abstreifer ist in dem
Bereich der Öffnung des Kosmetikvorratsbehälters eingesetzt, über die das Kosmetikum
mit Hilfe des Borstenträgers 1 entnommen wird. Sobald der Applikator in seine bestimmungsgemäße
Verstauposition am hier nicht gezeigten Kosmetikvorratsbehälter gebracht worden ist,
verspannt sich der Dichtungsabschnitt 9 elastisch gegen einen korrespondierenden Abschnitt
des nicht gezeigten Abstreifers und dichtet so den Kosmetikvorratsbehälter zuverlässig
ab, so dass kein Kosmetikum auslaufen kann. Vorzugsweise ist der Abstreifer dabei
aus einem Material gefertigt, das weicher bzw. elastischer ist als das Griffstück
bzw. sein Dichtungsabschnitt 9. Selbstverständlich kann die gleiche Funktion auch
dadurch bewirkt werden, dass nicht ein entsprechender Abschnitt des Abstreifers selbst
mit dem Dichtungsabschnitt 9 in Interaktion tritt, sondern eine separat in der Nähe
des Abstreifers eingesetzte Dichtung.
[0039] Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass die Erfindung sich bei dem derartigen
Kosmetikapplikator, wie er hier im Rahmen dieses Ausführungsbeispiels gezeigt wird,
besonders vorteilhaft bemerkbar macht. Die Erfindung kann aber genauso gut auch im
Zusammenhang mit herkömmlich aufgebauten Kosmetikapplikatoren zum Einsatz kommen,
d. h. im Zusammenhang mit Kosmetikapplikatoren, die ein zylindrisches Griffstück haben,
von dem ein länglicher schlanker Stiel absteht, an dessen dem Griffstück abgewandten
Ende ein Borstenbesatz angebracht ist.
[0040] Auch für solche Applikatoren gilt das nachfolgend Gesagte sinngemäß.
[0041] Wie man am Besten anhand der Figur 1 sieht, weist das Griffstück, genauer gesagt
sein Applikatorträger 8, eine Aussparung 10 auf, in die der Borstenträger derart eingesetzt
ist, dass er einen festen Verbund mit dem Griffstück eingeht. Dabei ragen seine Borsten
frei durch das Fenster 11 der Aussparung 10 nach außen. Wie man am besten anhand der
Figur 4 sieht, ist die Aussparung 10 hier so gestaltet, dass sich ihre Seitenwände
zu dem Fenster 11 hin verjüngen. Auf diese Art und Weise ergibt sich hier, in dem
konkreten Ausführungsbeispiel, eine Ausspa- rung 10, die einer Schwalbenschwanznut
entspricht. Der Befes- tigungsabschnitt 2 des Borstenträgers besitzt ein Querschnittsprofil,
das dem Querschnittsprofil der Aussparung entspricht bzw. das vorzugsweise sogar etwas
größer ist als die Aussparung 10. Auf diese Art und Weise wird der Borsten-träger
bzw. sein Befestigungsabschnitt durch Formschluss daran gehindert, die Aussparung
10 durch das Fenster 11 zu verlassen. Dadurch, dass das Querschnittsprofil des Befestigungsabschnitts
2 etwas größer ist als der Querschnitt der schwalbenschwanzartigen Aussparung, legen
sich die Seitenwände und vorzugsweise auch die dem Borstenbesatz abgewandte Stirnfläche
des Befestigungsabschnitts mit einer elastischen Vorspannung gegen die Wände der Aussparung
10 an. Auf diese Art und Weise wird verhindert, dass im Laufe der Zeit Kosmetikum
in die Spalte zwischen dem Befestigungsabschnitt 2 des Borstenträgers und den Wänden
der Aussparung 10 eindringt und dort beispielsweise einen Nährboden für Bakterien
bildet.
[0042] Die Montage erfolg hier so, dass der Borstenträger 1 bzw. sein Befestigungsabschnitt
2 in Richtung der Längsachse LA des Applikatorträgers 8 (vgl. Figur 1) durch die hierfür
vorgesehene Einschuböffnung 12 an der Stirnseite des Applikatorträgers in die Aussparung
10 eingeschoben wird.
[0043] Ein Wiederherausrutschen des Borstenträgers bzw. seines Befestigungsabschnitts durch
die Einschuböffnung 12 nach außen wird hier dadurch verhindert, dass eine Punktierung
des Applikatorträgers 8 vorgenommen wird, so wie hier durch die Punktierungskreise
13 angedeutet, vgl. Figur 2. Eine solche Punktierung findet dergestalt statt, dass
mit hohem Druck mit einem Stift, der gegebenenfalls auch beheizt sein kann, auf die
zu punktierende Stelle gedrückt wird, worauf diese sich in einwärtiger Richtung verformt
und dauerhaften Form- bzw. Reibschluss zwischen den beiden miteinander zu verbindenden
Teilen erzeugt. Alternativ kann auch ein Einkleben oder Verschweißen vorgesehen sein,
das Punktieren ist lediglich am schnellsten.
[0044] Wie man am Besten anhand der Figur 1 sieht, wird das Fenster 11, durch das die Borsten
mit ihrem Borstenverankerungsabschnitt nach außen ragen, durch leistenartige Dichtflächen
14 begrenzt.
[0045] Wie man schön anhand der Figur 4 sieht, dienen diese leistenartigen Dichtflächen
dazu, um gegen die Rückseite des Bostenverankerungsabschnitts anzuliegen und hiergegen
abzudichten.
[0046] Aus diesem Zweck ist es vorzugsweise so, dass die Aussparung und der Borstenträger
bzw. sein Verankerungsabschnitt so dimensioniert sind, dass die Rückseite des Borstenverankerungsabschnitts
elastisch gegen die leistenartigen Dichtflächen 14 verspannt wird.
[0047] Es leuchtet ohne Weiteres ein, dass man mit Hilfe der Erfindung auch ein sehr zweckmäßiges
Kosmetikapplikatorsystem schaffen kann. Die Art der hier für den Borstenträger verwendeten
Befestigung kann nämlich gegebenenfalls so sein, dass die Möglichkeit besteht, mit
ein und demselben Griffstück unterschiedliche Borstenträger zu verbinden.
[0048] Beispielsweise kann es so sein, dass das Griffstück sowie unterschiedliche Borstenträger,
die sich vorzugsweise in ihrer Farbe unterscheiden und dadurch unterschiedliche Eigenschaften
signalisieren, separat, d.h. nicht montiert ausgeliefert werden. Der Benutzer oder
die Benutzerin kann dann denjenigen Borstenträger auswählen, dessen Borstenbesatz
ihm/ihr am besten gefällt und den Borstenträger dann in den Applikator einschieben,
um einen fertigen Applikator zur Hand zu haben. Ein solcher Montagevorgang nach Belieben
des Benutzers oder der Benutzerin kann einmalig sein, nämlich vor der ersten Ingebrauchnahme
des Kosmetikapplikators. Alternativ kann das System natürlich auch so gestaltet sein,
dass immer wieder ein Wechsel möglich ist, je nachdem, welche Art von z.B. Mascara
die Benutzerin tagesaktuell auflegen will, d.h. je nachdem ob es mehr Curling sein
soll oder ob mehr Volumen, damit ein auffälligeres Aussehen der Wimpern erzielt werden
soll.
[0049] Bei einem solchen System ist es besonders vorteilhaft, wenn die Aussparung 10 und
der Borstenträger 1 so aufeinander abgestimmt sind, dass der Borstenträger 1 in dem
Moment in der Aussparung 10 mit dem Griffstück verrastet, in dem er seine bestimmungsgemäße,
anwendungsbereite Position erreicht hat. Die Verrastung kann dabei so ausgebildet
sein, dass sie sich rückgängig machen lässt oder sie kann so ausgebildet sein, dass
sie den Borstenträger nach dessen erstmaligem Einrasten unlösbar mit dem Griffstück
verbindet.
[0050] Sind der Applikator und der Vorratsbehälter derart konstruiert, wie bei diesem von
den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel, dann ermöglicht es diese besondere Art
der Konstruktion, den Applikatorträger 8 durch eine Bewegung, die im Wesentlichen
senkrecht zur Längsachse LG des Griffstücks verläuft, in einen Kosmetikbehälter einzuschieben,
wie ihn die Figur 8 zeigt.
[0051] Sobald der Applikatorträger 8 fast vollständig in den Kosmetikbehälter 2 eingeschoben
ist, beginnt sein Dichtungsabschnitt 9 in einen entsprechenden Abschnitt des im Durchtritt
15 des Vorratsbehälters gehaltenen Abstreifers 16 einzugreifen und sich so gegenüber
dem entsprechenden Abschnitt des Abstreifers elastisch zu verspannen, so dass einerseits
der Vorratsbehälter 2 zuverlässig abgedichtet wird und andererseits der Applikatorträger
8 an dem Vorratsbehälter 2 in mehreren Richtungen festgelegt wird. Diese Festlegung
ist reibschlüssig und/oder formschlüssig.
[0052] Selbstverständlich kann zwischen dem entsprechenden Abschnitt des Abstreifers und
dem Dichtungsabschnitt 9 des Applikatorträgers 8 eine Verrastung vorgesehen sein.
[0053] Aufgrund der speziellen Ausgestaltung bei diesem Ausführungsbeispiel bilden der Dichtungsabschnitt
9 und der entsprechende Teil des Abstreifers ein Lager. Dieses Lager erlaubt es, den
Applikator in Richtung des Pfeils S2 gegenüber dem Vorratsbehälter 17 zu verschwenken.
[0054] Wie am besten anhand der Figuren 7 bis 9 zu sehen ist, ist der Vorratsbehälter 17
so ausgestaltet, dass er zwei unterschiedliche Abschnitte umfasst. Er umfasst nämlich
einen gut zu erkennenden hohlen Abschnitt: 17a zur Bevorratung von Kosmetikum und
einen davon, vorzugsweise nach Art einer Fahne abstehenden, vorzugsweise nicht hohlen
Abschnitt 17b zur Festlegung des Applikators im mündungsfernen bzw. vom Durchtritt
15 entfernten Bereich des Vorratsbehälters 17.
[0055] Durch die bereits beschriebene Schwenkbewegung kann der Applikatorgriff entlang des
Pfeils S2 solange an den Abschnitt 17b des Vorratsbehälters heranbewegt werden, bis
er vorzugsweise flächig gegen diesen anliegt.
[0056] Wie man anhand der Figur 9 sieht, ist der Applikator mit einer Ausnehmung 18 versehen.
Der Abschnitt 17b des Vorratsbehälters ist mit einem Zapfen 19 bzw. einem vergleichbaren
Rastelement versehen. Der Zapfen 19 legt sich in die Ausnehmung 18 ein. Auf diese
Art und Weise kommt es zu einer zumindest reibschlüssigen Festlegung des Applikators
an dem Vorratsbehälter 17 in einem zweiten Bereich, der von dem ersten Bereich vollständig
beabstandet ist. Idealerweise tritt nicht nur eine reibschlüssige Festlegung auf,
sondern es ist zumindest auch Formschluss beteiligt oder die Festlegung ist sogar
überwiegend bzw. ausschließlich formschlüssig. Auf diese Art und Weise wird der Applikator
so an dem Vorratsbehälter 17 festgelegt, dass er weder so schwenken kann, dass er
sich unbeabsichtigt von dem Vorratsbehälter 17 löst, noch dass er so relativ zum Vorratsbehälter
verschoben werden kann, dass der Dichtungsabschnitt 12 außer Eingriff mit dem entsprechenden
Abschnitt des Abstreifers kommt, gegen den der Dichtungsabschnitt 9 dichtet.
[0057] Anzumerken ist noch, dass es vorteilhaft sein kann, den Borstenträger mit Kanälen
oder Bohrungen zu versehen, die ihn vollständig durchdringen. In diesem Fall kann
der Borstenträger mit seinen Borsten dazu eingesetzt werden, um das Applikationsorgan
von innengespeisten Aufträgern zu bilden. Es handelt sich um solche Aufträger, die
beispielsweise einen elastisch zusammendrückbaren Pump-Griff, der in flüssigkeitsleitender
Verbindung mit dem Bereich steht, in dem der Borstenträger befestigt ist. Ein Druck
auf den Handgriff, der z. B. ballonartig sein kann, lässt dann das gewünschte Volumen
an Kosmetikmasse über die Kanäle in den Borstenträger bis in den Bereich der Borsten
hinein austreten. Auf diese Art und Weise erhält man einen besonders anwendungsfreundlichen
Applikator. Eine solche Weiterbildung des Applikators ist besonders hilfreich bei
Haarfärbe- oder Strähnchenapplikatoren.
[0058] Selbstverständlich ist für eine solche Spezialanwendung die Abdichtung des Borstenträgers
in seinem Sitz von großer Bedeutung. Wie diese Abdichtung vorgenommen werden kann,
wurde bereits oben beschrieben. Hierauf wird verwiesen.
[0059] Abhängig von dem Kosmetikapplikator, der durch die aufgestellten Ansprüche beansprucht
wird, wird auch Schutz für einen Kosmetikapplikator beansprucht, der folgende zusätzliche
Merkmale aufweist:
[0060] Kosmetikapplikator, der sich dadurch auszeichnet, dass die Borsten la eine Borstenlänge
≤ 4,5 mm, vorzugsweise ≤ 3 mm aufweisen.
[0061] Abhängig davon wird auch Schutz für einen Abstreifer beansprucht, der folgende zusätzliche
Merkmale aufweist: Kosmetikapplikator, der sich dadurch auszeichnet, dass die Borsten
la eine zumindest im Wesentlichen, vorzugsweise vollständig kegelige oder pyramidenförmige
Mantelfläche aufweisen.
[0062] Abhängig davon wird auch Schutz für einen Abstreifer beansprucht, der folgende zusätzliche
Merkmale aufweist:
[0063] Kosmetikapplikator, der sich dadurch auszeichnet, dass die Borsten la des Borstenbesatzes
zumindest überwiegend derart elastisch sind, dass sich ihre Spitze gegenüber der Position,
die die Spitze im unbelasteten Zustand einnimmt, rein elastisch federnd um einen Weg
W auslenken lässt, der mindestens 20 %, besser mindestens 30 % und idealerweise mindestens
40 % der Borstenlänge BL beträgt.
Bezugzeichenliste
[0064]
- 0
- Griffstück
- 1
- Borstenträger
- 1a
- Borsten
- 2
- Befestigungsabschnitt des Borstenträgers
- 3
- Borstenverankerungsabschnitt des Borstenträgers
- 4
- Griffplatte bzw. Dichtflächen
- 5
- Große Hauptfläche der Griffplatte
- 6
- Kleine Seitenfläche der Griffplatte
- 7
- Haltearm
- 8
- Applikatorträger
- 9
- Dichtungsabschnitt
- 10
- Aussparung
- 11
- Fenster der Aussparung
- 12
- Einschuböffnung
- 13
- Punktierungskreis
- 14
- Leistenartige Dichtfläche
- 15
- Durchtritt, der das Innere des Vorratsbehälters mit der Umgebung verbindet
- 16
- Abstreifer
- 17
- Vorratsbehälter
- 18
- Ausnehmung am Applikator
- 19
- Zapfen am Vorratsbehälter
- BL
- Borstenlänge
- β
- Kegelwinkel Borstenmantel
- α
- Winkel zwischen den Mittellinien der Borsten der äußersten Borstenreihen (Borstenreihen
parallel zur Längsachse)
- L
- Längsachse des Borstenträgers
- LA
- Längsachse des Applikatorträgers
- LG
- Längsachse des Griffstücks
- W
- Weg
1. Kosmetik-, Haarpflege- oder Haarfärbeapplikator, vorzugsweise in Gestalt eines Mascaraapplikators,
mit einem Griffstück (0) und einem Besatz aus spritzgegossenen Borsten (1a), wobei
die Borsten (1a) einstückig an einen Borstenträger (1) angespritzt sind und das Griffstück
(0) eine Aussparung (10)aufweist, in die der gesamte fertig gespritzte Borstenträger
(1) oder zumindest sein Befestigungsabschnitt (2) so eingesetzt werden können, dass
der Borstenträger (1) einen festen Verbund mit dem Griffstück (0) eingeht, während
zumindest seine Borsten (la) frei durch ein Fenster (11) der Aussparung (10) nach
außen ragen, wobei der Borstenträger (1) einen Borstenverankerungsabschnitt (3) aufweist
und einen Befestigungsabschnitt (2), wobei der der Borstenverankerungsabschnitt in
Richtung senkrecht zur Längsachse (L) des Borstenverankerungsabschnitts (3) breiter
ist als der Befestigungsabschnitt (2), wobei der Borstenverankerungsabschnitt (3)
so gestaltet ist, dass er sich bündig in die Oberfläche des ihn aufnehmenden Griffstücks
einfügt und dabei ein Teil des Borstenverankerungsabschnitts frei durch das besagte
Fenster nach außen ragt.
2. Kosmetikapplikator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (10) so gestaltet ist, dass sie zu dem Fenster (11) hin, durch das
die Borsten (la) frei nach außen ragen, enger wird, derart, dass der Borstenträger
(1) oder zumindest sein Befestigungsabschnitt (2) durch Formschluss daran gehindert
werden, die Aussparung (10) durch das Fenster (11) zu verlassen, wobei die Aussparung
(10) vorzugweise nach Art einer Schwalbenschwanz-Nut ausgestaltet ist.
3. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (10) eine Einschuböffnung (12) aufweist, die in einer im Wesentlichen
senkrecht zu der Ebene des Fensters (11) angeordneten Ebene liegt und durch die der
Borstenträger (1) in die Aussparung eingeschoben werden kann.
4. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenträger (1) in Richtung senkrecht zu seiner Längsachse (L) vorzugsweise
einen pilzförmigen Querschnitt aufweist.
5. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffstück an das Fenster (11), durch das die Borsten nach außen ragen, begrenzenden
Rändern leistenartige Dichtflächen (14) zur Anlage gegen die dem Borstenbesatz abgewandte
Rückseite des Borstenverankerungsabschnitts (3) aufweist, wobei der Borstenträger
(1) und die Aussparung (10) vorzugsweise so aufeinander abgestimmt sind, dass sich
der Borstenverankerungsabschnitt (3) in bestimmungsgemäß montiertem Zustand des Borstenträgers
(1) elastisch vorgespannt gegen die leistenartigen Dichtflächen (14) anlegt.
6. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (2) und die Aussparung (10) so aufeinander abgestimmt sind,
dass sich die Flanken des Befestigungsabschnitts und vorzugsweise die Flanken und
die dem Borstenbesatz abgewandte Stirnseite des Befestigungsabschnitts (2) elastisch
vorgespannt an die Wände der Aussparung (10) anlegen.
7. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenträger (1) und das Griffstück (0) durch Einkleben, Verschweißen oder Punktierung
(vgl. Punktierungskreise 13) miteinander verbunden oder relativ zueinander gesichert
sind.
8. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (la) und vorzugsweise auch der Borstenträger (1) aus einem Material gefertigt
sind, das weicher und/oder elastischer ist, als das Material des Griffstücks (0).
9. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenträger (1) und das Griffstück (0) korrespondierende Rastorgane aufweisen,
die derart ausgestaltet sind, dass der Borstenträger (1) am Griffstück (0) einrastet,
sobald er im Zuge seines Einschiebens in die Aussparung (10) des Griffstücks (0) seine
bestimmungsgemäß endgültige Position innerhalb der Aussparung (10) erreicht hat.
10. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die freie Oberfläche des Borstenträgers (1), die die Borsten (1a) trägt, im Wesentlichen
die Gestalt eines Zylindermantelabschnitts oder eines Kegelmantelabschnitts aufweist.
11. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenträger in Richtung seiner Längsachse (L) gesehen mehrere Reihen aus vorzugsweise
jeweils entlang einer Linie hintereinander aufgestellten Borsten (la) trägt.
12. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittellinien der Borsten (la) der beiden äußersten Borstenreihen des Borstenbesatzes
zwischen sich einen Winkel (α) von mehr als 30°, vorzugsweise von mehr als 40° und
idealerweise von mehr als 60° einschließen.
13. Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenträger (1) aus einem Körper aus einem ersten Kunststoff besteht, der den
Befestigungsabschnitt (2) und den Borstenverankerungsabschnitt (3) ausbildet, während
die Borsten (la) aus einem zweiten Kunststoff bestehen, der an den Körper angespritzt
oder durch den Körper hindurchgespritzt ist.
14. Kosmetikapplikatorsystem bestehend aus einem Kosmetikapplikator nach einem der vorhergehenden
Ansprüche und mindestens einem zusätzlichen mit Borsten (la) besetzten Borstenträger
(1), wobei die Borstenträger (1) und das Griffstück (0) so aufeinander abgestimmt
sind, dass der Benutzer oder die Benutzerin dazu in der Lage ist einen Borstenträger
(1) auszuwählen und mit dem Griffstück (0) zu verbinden, wobei die Borstenträger (1)
und das Griffstück (0) vorzugsweise so gestaltet sind, dass sie gegeneinander verrasten,
sobald der Borstenträger (1)seine bestimmungsgemäße, anwendungsfertige Position in
dem Griffstück (0) einnimmt und wobei die Borstenträger (1) vorzugsweise unterschiedliche
Farben aufweisen.
15. Kosmetikeinheit mit einem Kosmetikapplikator oder einem Kosmetikapplikatorsystem nach
einem der vorhergehenden Ansprüche und einem Kosmetikvorratsbehälter (17), dessen
Entnahmeöffnung bzw. Durchtritt (15) von dem Kosmetikapplikator verschlossen wird,
solange sich der Kosmetikapplikator in seiner Parkposition befindet.
1. Cosmetic, hair-care or hair-dyeing applicator, preferably in the form of a mascara
applicator, with a handle piece (0) and a trimming of injection-moulded bristles (1
a), in which context the bristles (1 a) have been injected onto a bristle carrier
(1) in one piece and the handle piece (0) manifests a recess (10) into which the entire,
ready-moulded bristle carrier (1) or at least its fitting section (2) can be inserted
such that the bristle carrier (1) enters into a fixed combination with the handle
piece (0), whereas at least its bristles (1 a) freely protrude to the outside through
a window (11) in the recess (10), whereas the bristle carrier (1) manifests a bristle
anchoring section (3) and a fitting section (2), whereas the bristle anchoring section
is wider than the fitting section (2) in the direction of vertical to the longitudinal
axis (L) of the bristle anchoring section (3), whereas the bristle anchoring section
(3) has been designed such that it integrates flush into the surface of the part of
the handle piece accommodating it and a part of the bristle anchoring section freely
protrudes to the outside through the said window.
2. Cosmetic applicator according to Claim 1, wherein the recess (10) has been designed
such that it becomes narrower towards the window (11) through which the bristles (1
a) freely protrude to the outside such that the bristle carrier (1) or at least its
fitting section (2) are prevented from leaving the recess (10) through the window
(11) by a tight fit, in which context the recess (10) has been designed in the shape
of a dovetail groove.
3. Cosmetic applicator according to one of the aforementioned claims, wherein the recess
(10) manifests an insertion opening (12), which is on a level essentially arranged
vertical to the level of the window (11) and through which the bristle carrier (1)
can be inserted into the recess.
4. Cosmetic applicator according to one of the aforementioned claims, wherein the bristle
carrier (1) preferably manifests a mushroom-shaped cross-section in the direction
vertical to its longitudinal axis (L).
5. Cosmetic applicator according to one of the aforementioned claims, wherein the handle
piece manifests slat-like sealing surfaces (14) on edges neighbouring the window (11)
through which the bristles protrude to the outside for contact against the reverse
of the bristle anchoring section (3) turned away from the bristle trimming, in which
context the bristle carrier (1) and the recess (10) have preferably been aligned to
one another such that the bristle anchoring section (3) has elastically pre-tensed
contact against the slat-like sealing surfaces (14) when the bristle carrier (1) has
been fitted as intended.
6. Cosmetic applicator according to one of the aforementioned claims, wherein the fitting
section (2) and the recess (10) have been aligned to one another such that the flanks
of the fitting section and preferably the flanks and the front side of the fitting
section (2) turned away from the bristle trimming have elastically pre-tensed contact
against the walls of the recess (10).
7. Cosmetic applicator according to one of the aforementioned claims, wherein the bristle
carrier (1) and the handle piece (0) have been connected to one another or have been
secured relative to one another by gluing, welding or puncturing (cf. puncturing circuits
13).
8. Cosmetic applicator according to one of the aforementioned claims, wherein the bristles
(1a) and preferably also the bristle carrier (1) have been produced from a material
which is softer and/or more elastic than the material of the handle piece (0).
9. Cosmetic applicator according to one of the aforementioned claims, wherein the bristle
carrier (1) and the handle piece (0) manifest corresponding engagement elements designed
such that the bristle carrier (1) engages on the handle piece (0) as soon as it has
reached its planned final position within the recess (10) in the course of being inserted
into the recess (10) of the handle piece (0).
10. Cosmetic applicator according to one of the aforementioned claims, wherein the free
surface of the bristle carrier (1), which carries the bristles (1 a), essentially
manifests the shape of a cylinder jacket section or a cone jacket section.
11. Cosmetic applicator according to one of the aforementioned claims, wherein the bristle
carrier, when looked at in the direction of its longitudinal axis (L), carries a plurality
of rows of bristles (1 a), preferably positioned behind one another along one line.
12. Cosmetic applicator according to one of the aforementioned claims, wherein the middle
lines of the bristles (1a) of the two outside lines of bristles of the bristle trimming
include an angle (α) of more than 30°, preferably of more than 40° and ideally of
more than 60° between them.
13. Cosmetic applicator according to one of the aforementioned claims, wherein the bristle
carrier (1) comprises a body of a first plastic material which forms the fitting section
(2) and the bristle anchoring section (3), whereas the bristles (1 a) comprise a second
plastic material which has been injected onto or through the body.
14. Cosmetic applicator system comprising a cosmetic applicator according to one of the
aforementioned claims and at least one additional bristle carrier (1) provided with
bristles (1 a), in which context the bristle carriers (1) and the handle piece (0)
have been aligned to one another such that the user is in a position to choose a bristle
carrier (1) and to connect it with the handle piece (0), in which context the bristle
carriers (1) and the handle piece (0) have preferably been designed such that they
engage against one another as soon as the bristle carrier (1) has reached its intended
position ready for application in the handle piece (0) and the bristle carriers (1)
preferably manifest differing colours.
15. Cosmetic unit with a cosmetic applicator or a cosmetic applicator system according
to one of the previous claims and a cosmetic reservoir (17), the removal opening or
passage (15) of which is locked by the cosmetic applicator as long as the cosmetic
applicator is in its parking position.
1. Applicateur de cosmétiques, soins ou colorants capillaires, de préférence, sous forme
d'applicateur de mascara, avec un manche (0) et une garniture de poils moulés par
injection (1a), les poils (1a) étant injectés solidairement sur un support de brosse
(1) et le manche (0) présentant un évidement (10), dans lequel tout le support de
brosse (1) entièrement moulé par injection, ou au moins sa section de fixation (2),
peuvent être insérés de sorte que le support de brosse (1) soit relié solidement au
manche (0) tandis qu'au moins ses poils (1a) dépassent librement vers l'extérieur
par une ouverture (11) de l'évidement (10), le support de brosse (1) présentant une
section d'ancrage des poils (3) et une section de fixation (2), celle de la section
d'ancrage des poils (3) étant, dans le sens perpendiculaire à l'axe longitudinal (L)
de la section d'ancrage des poils (3), plus large que la section de fixation (2),
la section d'ancrage des poils (3) étant conçue de telle manière à s'insérer à fleur
dans la surface du manche qui la supporte et à ce qu'une partie de la section d'ancrage
des poils (3) dépasse librement vers l'extérieur par ladite ouverture.
2. Applicateur de cosmétiques conformément à la revendication n°1, caractérisé par le fait que l'évidement (10) est conçu de telle manière à se rétrécir vers l'ouverture (11),
par laquelle les poils (1a) dépassent librement vers l'extérieur de telle sorte que
le support de brosse (1), ou au moins sa section de fixation (2), soient empêchés,
par ajustement de forme, de quitter l'évidement (10) par l'ouverture (11), l'évidement
(10) étant conçu, de préférence, selon une rainure à queue d'aronde.
3. Applicateur de cosmétiques conformément à l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'évidement (10) présente un orifice d'insertion (12) qui est situé dans un niveau
disposé essentiellement perpendiculairement au niveau de l'ouverture (11) et par lequel
le support de brosse (1) peut être inséré dans l'évidement.
4. Applicateur de cosmétiques conformément à l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le support de brosse (1) présente, dans le sens perpendiculaire à son axe longitudinal
(L), de préférence une section en forme de champignon.
5. Applicateur de cosmétiques conformément à l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le manche présente, au niveau de l'ouverture (11), par laquelle les poils dépassent
vers l'extérieur, des bords délimitants de surfaces d'étanchéité de type baguette
(14) vers la disposition contre la face arrière tournée vers la garniture de brosse
de la section d'ancrage des poils (3), le support de brosse (1) et l'évidement (10)
étant, de préférence, adaptés l'un à l'autre de telle manière à ce que la section
d'ancrage des poils (3) soit élastiquement précontrainte contre les surfaces d'étanchéité
de type baguette (14), le support de brosse (1) étant monté de façon conforme.
6. Applicateur de cosmétiques conformément à l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la section de fixation (2) et l'évidement (10) sont adaptés l'un à l'autre de telle
manière à ce que les flancs de la section de fixation et, de préférence, les flancs
et la face frontale dirigée vers la garniture de brosse (2) soient élastiquement précontraints
sur les parois de l'évidement (10).
7. Applicateur de cosmétiques conformément à l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le support de brosse (1) et le manche (0) sont assemblés par collage, assemblage
ou pointage (cf. cercles de pointage 13) ou relativement bloqués l'un par rapport
à l'autre.
8. Applicateur de cosmétiques conformément à l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les poils (1a) et, de préférence, également le support de brosse (1) sont fabriqués
à partir d'un matériau qui est plus mou et/ou plus élastique que le matériau du manche
(0).
9. Applicateur de cosmétiques conformément à l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le support de brosse (1) et le manche (0) présentent des organes d'enclenchement
correspondants qui sont conçus de telle manière à ce que le support de brosse (1)
s'enclenche sur le manche (0) dès qu'il a atteint sa position définitive conforme
à l'intérieur de l'évidement (10) lors de son insertion dans l'évidement (10) du manche
(0).
10. Applicateur de cosmétiques conformément à l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la surface libre du support de brosse (1) qui supporte les poils (1a), présente essentiellement
la forme d'une section d'enveloppe cylindrique ou d'une section d'enveloppe conique.
11. Applicateur de cosmétiques conformément à l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le support de brosse supporte, vu dans le sens de son axe longitudinal (L), plusieurs
rangées composées, de préférence, de poils implantés les uns derrière les autres le
long d'une ligne.
12. Applicateur de cosmétiques conformément à l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les lignes médianes des poils (1a) des deux rangées de poils les plus extérieurs
de la garniture de brosse incluent, entre elles, un angle (α) de plus de 30°, de préférence
de plus de 40° et idéalement de plus de 60°.
13. Applicateur de cosmétiques conformément à l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le support de brosse (1) se compose d'un corps composé d'une première matière plastique
qui forme la section de fixation (2) et la section d'ancrage des poils (3) tandis
que les poils (1a) se composent d'une deuxième matière plastique qui est injectée
sur le corps ou à travers le corps.
14. Système applicateur de cosmétiques composé d'un applicateur de cosmétiques conformément
à l'une des revendications précédentes et au moins d'un support de brosse (1) supplémentaire,
garni de poils (1a), le support de brosse (1) et le manche (0) étant adaptés l'un
à l'autre de telle sorte que l'utilisateur ou l'utilisatrice puisse sélectionner un
support de brosse (1) et l'assembler avec le manche (0), le support de brosse (1)
et le manche (0) étant conçus, de préférence, de telle manière à s'enclencher l'un
contre l'autre dès que le support de brosse (1) adopte sa position prête à l'utilisation
conforme dans le manche (0) et le support de brosse (1) présentant, de préférence,
divers coloris.
15. Unité cosmétique avec un applicateur de cosmétiques ou un système applicateur de cosmétiques
conformément à l'une des revendications précédentes et un réservoir de cosmétiques
(17), dont l'orifice de prélèvement et/ou le passage (15) de l'applicateur de cosmétiques
est fermé hermétiquement tant que l'applicateur de cosmétiques est dans sa position
de repos.