[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet energiesparender und ressourcenschonender, eine
Betriebsflüssigkeit (insbesondere Wasser) führender Geräte, wie insbesondere Waschmaschinen,
Waschtrockner oder Geschirrspülmaschinen.
[0002] Im Rahmen dieser Beschreibung ist unter Waschflüssigkeit ein flüssiges Prozessmedium
zu verstehen, beispielsweise bei einer Waschmaschine die Waschlauge und/oder in nachfolgenden
Spülgängen das entsprechende Spülwasser. Mit umfasst sind mit diesem Begriff aber
auch in anderen flüssigkeitsführenden Haushaltsgeräten verwendete Medien, beispielsweise
das Reinigungs- und Spülwasser einer Geschirrspülmaschine.
[0003] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zwischenspeichern von Betriebsflüssigkeit
in einem Haushaltsgerät mit einem Flüssigkeitsspeicher mit einem rohrförmigen Speicherraum,
in den die Betriebsflüssigkeit durch eine Eintrittsöffnung zur vorübergehenden Speicherung
eintritt und aus dem die Betriebsflüssigkeit bedarfsweise aus einer Austrittsöffnung
wieder austritt, und mit einer Reinigungseinrichtung.
[0004] Es sind verschiedene Vorrichtungen bekannt, um den Betrieb von Haushaltsgeräten im
Hinblick auf den Energiebedarf und/oder die Kostensituation zu optimieren:
So offenbart die DE 36 28 595 A1 eine Anbringung eines Wasserspeichers an der Seite des Laugenbehälters einer Waschmaschine
zur Speicherung der gebrauchten, erwärmten Lauge. Neu zufließendes Frischwasser wird
so an der Innenwand des Laugenbehälters entlang geleitet, dass sich das Frischwasser
erwärmt. Anschließend wird die dadurch abgekühlte gebrauchte Lauge abgeführt.
[0005] Die
DE 10 2005 055 648 A1 beschreibt eine Waschmaschine mit einem Wasserspeicher, bei der durch Bereitstellung
von Informationen über die aktuellen Energiekosten der Erwärmungsprozess für das Warmwasser
in dem Wasserspeicher kostenoptimiert gesteuert wird.
[0006] Die
DE 10 2009 028 357 A1 offenbart einen Wasserspeicher, in den bedarfsweise Waschlauge einer Waschmaschine
über einen Filter abgezweigt werden kann, um bei einem weiteren Programmdurchlauf
einen Teil des erforderlichen Frischwassers zu ersetzen.
[0007] Die
DE 10 2008 041 955 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur Vorerwärmung des Betriebswassers für ein wasserführendes
Haushaltsgerät, um der Umgebung eines Wärmespeichers Wärmeenergie zu entziehen und
dem Betriebswasser zuzuführen. Dazu muss das Betriebswasser allerdings über einen
vergleichsweise langen Zeitraum der erhöhten Umgebungstemperatur ausgesetzt und damit
zwischengespeichert sein, bevor es in das Haushaltsgerät eingespeist wird. Dazu ist
der Wasserspeicher vergleichsweise groß ausgeführt und weist parallel zueinander orientierte
Trennwände auf, die einen mäanderförmigen Strömungskanal für das Betriebswasser bilden.
[0008] Die vorgenannten Schriften adressieren allerdings nicht das Problem der Wiederaufbereitung
der zwischengespeicherten und wiederzuverwendenden Betriebsflüssigkeit in dem jeweiligen
Flüssigkeitsspeicher.
[0009] Die Lehre der
DE 197 09 085 C2 sieht vor diesem Hintergrund vor, dass die Betriebsflüssigkeit (Waschflüssigkeit
und/oder Spülflüssigkeit) einer Waschmaschine in einen Auffangbehälter entleert und
nach einer Aufbereitung durch ein Umkehrosmose-, Mikro-, Ultra-, oder Nanofiltrationsverfahren
und Zwischenspeicherung in einem Flüssigkeitsspeicher wieder verwendet wird. Dabei
wird die Betriebsflüssigkeit in einem Kreuzstromfilter behandelt. Zur Reinigung des
Speicherbehälters und zur eventuellen Ergänzung des Permeats ist ein Leitungswasseranschluss
an den Speicherbehälter geführt. Diese bekannte Vorrichtung ist vergleichsweise aufwändig
und es verbleibt eine gewisse Gefahr, dass die Spülung des Flüssigkeitsspeichers mit
Leitungswasser nicht in jedem Fall die erwartete Sauberkeit bzw. Rückstandsfreiheit
bewirkt.
[0010] Aus der
DE 103 22 241 A1 ist eine Vorrichtung zum Zwischenspeichern von Betriebsflüssigkeit in einem Haushaltsgerät
der eingangs genannten Art bekannt. Diese Vorrichtung dient insbesondere zum kontinuierlichen
Entfernen unlöslicher Verschmutzungen aus der Betriebsflüssigkeit eines Haushaltsgeräts
und umfasst dazu einen Wirbelstromabscheider. Dabei besteht die bekannte Vorrichtung
aus einem geraden, zylindrischen Rohr mit einer im oberen Bereich tangential einmündenden
Eintrittsöffnung für die zu reinigende Betriebsflüssigkeit, einem im unteren Ende
des Rohres angebrachten Auslauf zum Ablauf der abgeschiedenen Schmutzpartikel und
einer ebenfalls am oberen Rohrende mittig angebrachten Austrittsöffnung, durch die
die von Verschmutzungen abgereicherte Betriebsflüssigkeit den Wirbelstromabscheider
verlässt.
[0011] Auch bei dieser Vorrichtung verbleibt die Befürchtung, dass der Flüssigkeitsspeicher
nicht in jedem Fall in völlig gereinigtem Zustand ist und sich insbesondere Ablagerungen
(zum Beispiel sog. Biofilme) an den Innenwänden des Flüssigkeitsspeichers anlagern.
[0012] Das Dokument
DE 10 2009 028 274 A1 wird als nächstliegender Stand der Technik angesehen und offenbart den Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0013] Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Schaffung
einer Vorrichtung zum Zwischenspeichern von Betriebsflüssigkeit in einem Haushaltsgerät,
die eine umfassende Reinigung nicht nur der Betriebsflüssigkeit, sondern insbesondere
auch der ablagerungskritischen, mit der Betriebsflüssigkeit in Kontakt kommenden Oberflächen
des Flüssigkeitsspeichers sicherstellt, der zudem bei individuell anpassbarem und
optimiertem Bauraum ein möglichst großes Fassungsvermögen aufweisen soll.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung, der beigefügten Zeichnung, sowie den abhängigen Patentansprüchen.
[0015] Demnach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Reinigungseinrichtung ein Reinigungsmittel
umfasst, das sich beim Reinigungsvorgang zwischen der Eintrittsöffnung und der Austrittsöffnung
des rohrförmigen Speicherraums bewegt.
[0016] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht damit darin, dass bei der kanal- oder
rohrförmigen Speichergeometrie äußerst effektive Maßnahmen zur Wasseraufbereitung
bzw. zur Innenreinigung des Speichers eingesetzt werden können, ohne dass aufwändige
Vorkehrungen dafür getroffen werden müssen, dass tatsächlich alle zu reinigenden Bereiche
des Speichers erreicht werden. Insbesondere ist es nicht erforderlich, für eine zusätzliche
Durchmischung im Speicher zu sorgen.
[0017] Der Begriff "rohrförmig" ist im Rahmen der Erfindung derart auszulegen, dass er einen
Speicherraum beschreibt, in dem eine Fließrichtung definiert ist, entlang der das
Reinigungsmittel von der Eintrittsöffnung zur der Austrittsöffnung fließen kann, welcher
Speicheraum entlang der Fließrichtung langgestreckt ist und in jeder quer zur Fließrichtung
erstreckten Ebene wesentlich geringer ausgedehnt ist als entlang der Fließrichtung.
Die Form jedes solchen Querschnitts ist dabei nicht festgelegt; insbesondere muss
ein solcher Querschnitt nicht notwendig kreisförmig, elliptisch oder sonstwie rund
sein.
[0018] Dadurch, dass das Reinigungsmittel sich relativ zu den Innenwänden des Speichers
bzw. entlang der und durch die gespeicherte Betriebsflüssigkeit arbeitet, ist eine
umfassende und intensive Reinigung gewährleistet. Besonders bevorzugt kann der Flüssigkeitsspeicher
anschließend wenigstens teilentleert werden, um die abgetragenen Verunreinigungen
zu entfernen. Dazu kann bevorzugt eine Flüssigkeitsmenge abgepumpt und beispielsweise
in die Kanalisation entsorgt werden.
[0019] Eine im Hinblick auf die optimale Ausnutzung zur Verfügung stehenden Bauraumes und
die Schaffung eines besonders hohen Speichervolumens bevorzugte Ausgestaltung der
Erfindung sieht vor, dass der rohrförmige Speicherraum zwischen der Eintrittsöffnung
und der Austrittsöffnung wenigstens eine Kehre aufweist. Dabei ist unter einer Kehre
allgemein eine Biegung, aber auch Knick, eine Krümmung, ein Bogen, eine Schleife und
dergleichen zu verstehen.
[0020] Fertigungstechnisch und hinsichtlich der flexiblen Verlegung und insbesondere auch
der nachträglichen Anpassung an eine bauraumoptimierte, platzsparende Form ist vorgesehen,
dass der Flüssigkeitsspeicher von einem flexiblen Schlauch, beispielsweise einem Schlauch
aus Gummi, biegbarem Kunststoff o.ä., gebildet ist. Dabei kann der Speicherraum des
Flüssigkeitsspeichers besonders bevorzugt spiralförmig gewunden sein und dabei einen
in vertikaler Richtung zunehmenden Anstieg bzw. zunehmendes Gefälle aufweisen. Besonders
bevorzugt befindet sich die Eintrittsöffnung oder die Austrittsöffnung im Spiralzentrum
und im Wesentlichen senkrecht zur Spiralfläche.
[0021] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung kann der Flüssigkeitsspeicher auch einen mäanderförmig
ausgebildeten Speicherraum aufweisen, wodurch eine kastenförmige Außenkontur des Speichers
bei maximal ausgenutztem Speichervolumen ermöglicht ist.
[0022] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Reinigungsmittel
ein Reinigungsgas ist, das den Speicherraum zwischen der Eintrittsöffnung und der
Austrittsöffnung durchströmt. Der Gasfluss durch den Flüssigkeitsspeicher kann dabei
vorzugsweise durch Niveauunterschiede bzw. ein Gefälle/Anstieg der Flüssigkeitsspeicherrohre
bzw. des Speicherraums gefördert sein, ohne dass es zusätzlicher Fördereinrichtungen
zur relativen Bewegung des Reinigungsgases in Bezug auf die zu reinigenden Wände des
Speicherraums bedarf.
[0023] Dazu wird bevorzugt das Reinigungsgas im niedrigsten Niveau des Speicherraums eingeleitet.
[0024] Eine besonders effektive Reinigung ist möglich, wenn das Reinigungsgas Ozon ist.
[0025] Zusätzlich oder alternativ kann nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
das Reinigungsmittel wenigstens einen mechanischen Reinigungskörper umfassen. Derartige,
auch als so genannte Molche bezeichnete, Komponenten können nach der Erfindung die
Speicherinnenfläche besonders gut erreichen, da diese bevorzugt mit gleichbleibendem
Querschnitt rohrinnenseitig ausgestaltet ist, und somit für eine besonders effektive
Reinigung sorgen. Als Reinigungselemente kommen beispielsweise Bürsten oder Kugeln
infrage, die sich während des Reinigungsvorgangs durch den rohrförmigen Speicherraum
bewegen, beispielsweise durch einen direkten oder indirekten mechanischen Antrieb
gezogen oder geschoben werden.
[0026] Die nicht verzweigte, rohrförmig/längliche Ausbildung des Speichervolumens ermöglicht
in einer vorteilhaften Fortbildung der Erfindung auch, dass das Reinigungsmittel von
Luftstößen und/oder Fluid-Druckwellen gebildet ist, die sich entlang der Rohrlängsachse
ausbreiten. Diese auch als "Luft-Wasser-Spülen" zu bezeichnende Reinigungsmethode
sieht vor, dass bei geringem Druck definierte Luft- und/oder Betriebsflüssigkeitsstöße
(Wasserdruckstöße) in den Speicher gegeben werden, die sich mit hohem Reinigungseffekt
fortpflanzen bzw. zwischen der Eintrittsöffnung und der Austrittsöffnung wandern.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung weiter erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch ein Haushaltsgerät mit einer Vorrichtung,
Fig. 2 eine erste mögliche Ausgestaltung eines Flüssigkeitsspeichers und
Fig. 3 eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit eines Flüssigkeitsspeichers.
[0028] Figur 1 zeigt als einen beispielhaften Realisierungsfall der vorliegenden Erfindung
ein wasserführendes Haushaltsgerät in Form einer Waschmaschine 1, in deren Gehäuse
2 in an sich bekannter Weise ein Laugenbehälter 3 mit einer darin befindlichen horizontal
angeordneten, drehbar gelagerten und nicht näher gezeigten Wäschetrommel 4 zur Aufnahme
der zu behandelnden (zu waschenden bzw. zu spülenden) Wäsche angeordnet ist. Man erkennt
in der Waschmaschine 1 angedeutet eine erfindungsgemäße Vorrichtung 7 zum Zwischenspeichern
von Betriebsflüssigkeit 8 - nämlich der Waschlauge bzw. des Spülwassers - mit einem
rohrförmigen Flüssigkeitsspeicher 10. Der Flüssigkeitsspeicher 10 ist als im Wesentlichen
zylindrisches Rohr 12 mit einem ersten Ende 14 und einem zweiten Ende 15 ausgestaltet.
Das Rohr weist in diesem Ausführungsbeispiel etwa nach halber Länge nur eine einzige
Biegung oder Kehre 16 auf. Selbstverständlich ist die Rohrgeometrie, insbesondere
die Länge und Querschnittsfläche, sowie der Verlauf und die Anzahl der Biegungen oder
Kehren des Rohres 12 gemäß dem jeweils erforderlichen Speichervolumen und dem zur
Verfügung stehenden Bauraum angepasst. Das so bemessene Rohrinnenvolumen bildet einen
Speicherraum 17. Der Speicherraum hat damit je nach Anzahl der Kehren 16 eine entsprechende
Mäanderform. An dem Ende 14 ist eine Eintrittsöffnung 20 vorgesehen, in die eine nur
andeutungsweise gezeigte, von einer Laugenpumpe 21 beaufschlagte und vom Laugenbehälter
3 kommende Ablaufleitung 22 mündet.
[0029] Am anderen Ende 15 ist eine Austrittsöffnung 24 vorgesehen, aus der bedarfsweise
die zwischengespeicherte Betriebsflüssigkeit 8 mittels einer weiteren Pumpe 26 wieder
in den Laugenbehälter 3 zurück pumpbar ist. Je nach Auslegung kann auch eine einzige
Pumpe zum Fördern der Betriebsflüssigkeit in den und aus dem Speicherraum 17 vorgesehen
sein.
[0030] Ferner ist eine Reinigungseinrichtung 28 schematisch angedeutet, die ein mechanisches
[0031] Reinigungselement 30 in Form einer Bürste 31 aufweist. Die Bürste 31 kann, wie im
Einzelnen nicht näher dargestellt, beispielsweise mittels einer Zug- oder Schubeinrichtung
von einem Antrieb 32 entlang der Rohrhauptachse 33 zwischen Eintrittsöffnung 20 und
Austrittsöffnung 24 bzw. umgekehrt bewegt werden. Sie entfernt dabei Rückstände 34,
die sich z.B. in Form von so genannten Biofilmen oder Schichten auf der Innenseite
35 des Speicheraumes ablagern.
[0032] Zusätzlich oder alternativ kann eine Quelle 50, insbesondere ein Vorratsbehälter
50 oder ein Generator 50, für ein gasförmiges Reinigungsmedium, nämlich ein Reinigungsgas
52, vorgesehen sein. Besonders bevorzugt wird als Reinigungsgas 52 Ozon 53 in der
Quelle 50 erzeugt. Über eine Ventilsteuerung 55 kann bedarfsweise Ozon 53 im Bereich
der Eintrittsöffnung 14 eingelassen werden. Dies erfolgt vorzugsweise am (strömungstechnisch
gesehen) niedrigsten Niveau 56 (höchster statischer Druck) des Flüssigkeitsspeichers
10 bzw. Speicherraumes 17, so dass das Reinigungsgas 52 ohne weitere Maßnahmen selbst
bis zum Ende 15 bzw. der Austrittsöffnung 24 aufsteigend wandert und dabei reinigend
und/oder desinfizierend wirkt.
[0033] Figur 2 zeigt schematisch in Aufsicht eine Ausgestaltung eines Flüssigkeitsspeichers
58 mit einem Speicherraum 59 in Spiralform 60. Durch einen Pfeil 61 ist der Eintritt
der zu speichernden Betriebsflüssigkeit (z.B. Wasser) in eine Eintrittsöffnung 62
angedeutet, von der aus die Betriebsflüssigkeit durch die Spiralform 60 bis zu einer
Austrittsöffnung 64 gelangt, die sich in diesem Ausführungsbeispiel aus der Zeichenebene
senkrecht nach oben erstreckt. Um bedarfsweise auch hier eine möglichst effektive
und selbsttätige Reinigung durch eine Einblaseinrichtung 65 zum Einblasen eines Reinigungsgases
66 (in Figur 2 im Einzelnen nicht dargestellt) vorzusehen, kann die Spiralform in
Richtung auf die Austrittsöffnung 64 zu leicht ansteigen. Das Reinigungsgas 66 bewegt
sich demgemäß aus dem Bereich der Eintrittsöffnung 62 zur Austrittsöffnung 64. Bevorzugt
ist hier der Flüssigkeitsspeicher 58 von einem flexiblen Schlauch 67 gebildet. Ein
Vorteil der Verwendung eines flexiblen Schlauches oder Rohres besteht unter anderem
darin, dass auch zu einem relativ späten Fertigungszeitpunkt noch eine Gestaltveränderung
oder Gestaltanpassung an den verfügbaren Bauraum bzw. an die Einbaubedingungen erfolgen
kann. Der Flüssigkeitsspeicher kann aber auch als einteiliges oder mehrteiliges Spritzgussbauteil
ausgeführt sein.
[0034] Figur 3 zeigt schließlich eine Abwandlung eines ebenfalls schlauchförmigen Flüssigkeitsspeichers
mit einem Schlauch 70, der in mehreren Windungen gewickelt ist. Er kann dabei beispielsweise
um ein anderes in dem Haushaltsgerät vorhandenes Bauteil oder eine Baugruppe herumgewickelt
sein. Auch hier ist eine bevorzugte Ausgestaltung dahingehend vorgesehen, dass die
durch einen Pfeil 74 symbolisierte Betriebsflüssigkeit (Waschflüssigkeit) 75 in eine
Eintrittsöffnung 76 eintritt und aus einer Austrittsöffnung 77 wieder austritt, die
hier senkrecht ausgerichtet ist. Nur schematisch sind als mechanische Reinigungselemente
Kugeln 80, 81 angedeutet, die beispielsweise über einen flexiblen Strang, ein Band
oder eine Spindel miteinander verbunden und von einem nur angedeuteten Antrieb 84
entlang der Innenerstreckung des Schlauchs 70 bewegt werden können, um etwaige Ablagerungen
oder Verunreinigungen 85 im Inneren des Flüssigkeitsspeichers bzw. an den Innenwänden
des Speicherraumes 86 zu lösen bzw. zu entfernen.
[0035] Ergänzend oder alternativ kann noch eine Druckerzeugungseinrichtung 87 vorgesehen
sein, die z.B. eingangsseitig, also in der Nähe der Eintrittsöffnung 76 (wie durch
ein Wellensymbol symbolisiert) Druckwellen oder Druck/Stoßwellen 88 in der Betriebsflüssigkeit
erzeugt, die sich durch den gesamten Flüssigkeitsspeicher bzw. dessen Speicherraum
86 fortpflanzen und so Ablagerungen 85 an den Innenwänden gewissermaßen absprengen
oder abreißen.
[0036] Auch wenn die Erfindung hier am Beispiel einer Waschmaschine erläutert wurde, ist
sie gleichermaßen vorteilhaft auch bei anderen wasserführenden Geräten zur Reinigung
von Gegenständen, wie z.B. Waschtrockner oder Spülmaschinen, anwendbar.
Bezugszeichen
[0037]
- 1
- Waschmaschine
- 2
- Gehäuse
- 3
- Laugenbehälter
- 4
- Wäschetrommel
- 7
- Vorrichtung
- 8
- Betriebsflüssigkeit
- 10
- Flüssigkeitsspeicher
- 12
- Rohr
- 14
- Ende
- 15
- Ende
- 16
- Kehre
- 17
- Speicherraum
- 20
- Eintrittsöffnung
- 21
- Laugenpumpe
- 22
- Ablaufleitung
- 24
- Austrittsöffnung
- 26
- Pumpe
- 28
- Reinigungseinrichtung
- 30
- Reinigungselement
- 31
- Bürste
- 32
- Antrieb
- 33
- Rohrhauptachse
- 34
- Rückstände
- 35
- Innenseite
- 50
- Quelle, insbesondere Vorratsbehälter oder Generator
- 52
- Reinigungsgas
- 53
- Ozon
- 55
- Ventilsteuerung
- 56
- Niveau
- 58
- Flüssigkeitsspeicher
- 59
- Speicherraum
- 60
- Spiralform
- 61
- Pfeil
- 62
- Eintrittsöffnung
- 64
- Austrittsöffnung
- 65
- Einblaseinrichtung
- 66
- Reinigungsgas
- 67
- Schlauch
- 70
- Schlauch
- 74
- Pfeil
- 75
- Betriebsflüssigkeit
- 76
- Eintrittsöffnung
- 77
- Austrittsöffnung
- 80, 81
- Kugeln
- 84
- Antrieb
- 85
- Verunreinigung
- 86
- Speicherraum
- 87
- Druckerzeugungseinrichtung
- 88
- Druckwelle
1. Wasserführendes Haushaltsgerät zur Reinigung von Gegenständen mit einer Vorrichtung
zum Zwischenspeichern von Betriebsflüssigkeit (8), wobei die Betriebsflüssigkeit (8)
eine Waschflüssigkeit ist, und wobei die Vorrichtung einen Flüssigkeitsspeicher (10)
mit einem rohrförmigen Speicherraum (17), in den die Betriebsflüssigkeit (8) durch
eine Eintrittsöffnung (20) zur vorübergehenden Speicherung eintritt und aus dem die
Betriebsflüssigkeit (8) bedarfsweise aus einer Austrittsöffnung (24) wieder austritt,
und eine Reinigungseinrichtung (28) zur Innenreinigung des Speicherraums (17) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Speicherraum (17) von einem flexiblen Schlauch aus einem flexiblen
Material gebildet ist, und dass die Reinigungseinrichtung (28) wenigstens ein Reinigungsmittel
(30) umfasst, das sich beim Reinigungsvorgang zwischen der Eintrittsöffnung (20) und
der Austrittsöffnung (24) entlang des rohrförmigen Speicherraums (17) durch die gespeicherte
Betriebsflüssigkeit (8) bewegt.
2. Haushaltsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicherraum (17) zwischen der Eintrittsöffnung (20) und der Austrittsöffnung
(24) wenigstens eine Kehre (16) aufweist.
3. Haushaltsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicherraum (59) spiralförmig gewunden ist.
4. Haushaltsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicherraum (17) mäanderförmig ausgebildet ist.
5. Haushaltsgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel ein Reinigungsgas (52) ist, das den Speicherraum (59) zwischen
der Eintrittsöffnung (62) und der Austrittsöffnung (64) durchströmt.
6. Haushaltsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsgas (52) im niedrigsten Niveau (56) des Speicherraums (59) in diesen
eintritt.
7. Haushaltsgerät nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsgas (52) Ozon (53) ist.
8. Haushaltsgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel wenigstens einen mechanischen Reinigungskörper (80, 81) umfasst.
9. Haushaltsgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel von Luftstößen und/oder Fluid-Druckwellen (88) gebildet ist.
1. Water-conducting household appliance for cleaning objects, having a device for the
temporary storage of operating liquid (8), wherein the operating liquid (8) is a washing
liquid, and wherein the device has a liquid reservoir (10) with a tubular storage
space (17), into which the operating liquid (8) enters through an inlet aperture (20)
for temporary storage and from which the operating liquid (8) exits again as required
from an outlet aperture (24), and a cleaning device (28) for internal cleaning of
the storage space (17), characterised in that the tubular storage space (17) is formed by a flexible hose made of a flexible material,
and that the cleaning device (28) comprises at least one cleaning means (30) which
during the cleaning process moves through the stored operating liquid (8) between
the inlet aperture (20) and the outlet aperture (24) along the tubular storage space
(17).
2. Household appliance according to claim 1, characterised in that the storage space (17) has at least one turn (16) between the inlet aperture (20)
and the outlet aperture (24).
3. Household appliance according to claim 1 or 2, characterised in that the storage space (59) is wound in a spiral shape.
4. Household appliance according to claim 1 or 2, characterised in that the storage space (17) is designed to be meandering in shape.
5. Household appliance according to at least one of the preceding claims, characterised in that the cleaning means is a cleaning gas (52) which flows through the storage space (59)
between the inlet aperture (62) and the outlet aperture (64).
6. Household appliance according to claim 5, characterised in that the cleaning gas (52) enters the storage space (59) at the lowest level (56) of said
storage space (59).
7. Household appliance according to claim 5 or 6, characterised in that the cleaning gas (52) is ozone (53).
8. Household appliance according to at least one of the preceding claims, characterised in that the cleaning means comprises at least one mechanical cleaning body (80, 81).
9. Household appliance according to at least one of the preceding claims, characterised in that the cleaning means is formed by air blasts and/or fluid pressure waves (88).
1. Appareil ménager à circulation d'eau destiné au nettoyage d'objets, comprenant un
dispositif de stockage intermédiaire de liquide de service (8), le liquide de service
(8) étant un liquide de lavage, et le dispositif présentant un réservoir de liquide
(10) muni d'un espace de stockage tubulaire (17) dans lequel le liquide de service
(8) entre par une ouverture d'entrée (20) pour le stockage intermédiaire et hors duquel
le liquide de service (8), en cas de besoin, sort de nouveau d'une ouverture de sortie
(24), et présentant un dispositif de nettoyage (28) pour le nettoyage intérieur de
l'espace de stockage (17), caractérisé en ce que l'espace de stockage tubulaire (17) est formé par un tuyau flexible constitué d'une
matière flexible, et en ce que le dispositif de nettoyage (28) comprend au moins un moyen de nettoyage (30) qui,
lors de l'opération de nettoyage, se déplace le long de l'espace de stockage tubulaire
(17) entre l'ouverture d'entrée (20) et l'ouverture de sortie (24) en traversant le
liquide de service stocké (8).
2. Appareil ménager selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espace de stockage (17) présente au moins un tournant (16) entre l'ouverture d'entrée
(20) et l'ouverture de sortie (24).
3. Appareil ménager selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'espace de stockage (59) est enroulé en forme de spirale.
4. Appareil ménager selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'espace de stockage (17) est réalisé en forme de méandres.
5. Appareil ménager selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de nettoyage est un gaz de nettoyage (52) qui traverse l'espace de stockage
(59) entre l'ouverture d'entrée (62) et l'ouverture de sortie (64).
6. Appareil ménager selon la revendication 5, caractérisé en ce que le gaz de nettoyage (52) entre dans l'espace de stockage (59) au niveau (56) le plus
bas de celui-ci.
7. Appareil ménager selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le gaz de nettoyage (52) est de l'ozone (53).
8. Appareil ménager selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de nettoyage comprend au moins un corps de nettoyage mécanique (80, 81).
9. Appareil ménager selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de nettoyage est formé des par des coups d'air et/ou de ondes de choc de
fluide (88).