(19)
(11) EP 2 547 812 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.05.2016  Patentblatt  2016/19

(21) Anmeldenummer: 11708030.9

(22) Anmeldetag:  10.03.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D01H 5/86(2006.01)
D01H 5/88(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2011/053624
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2011/113744 (22.09.2011 Gazette  2011/38)

(54)

STRECKWERK MIT FÜHRUNGSTISCH FÜR EIN FÜHRUNGSRIEMCHEN

DRAWING FRAME HAVING A GUIDE TABLE FOR A GUIDE APRON

BANC D'ETIRAGE AVEC TABLE DE GUIDAGE POUR UNE LANIERE DE GUIDAGE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 16.03.2010 DE 102010011489

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.01.2013  Patentblatt  2013/04

(73) Patentinhaber: Maschinenfabrik Rieter AG
8406 Winterthur (CH)

(72) Erfinder:
  • SCHÄFFLER, Gernot
    73116 Wäschenbeuren (DE)
  • BAUER, Manfred
    73312 Geislingen/Steige (DE)

(74) Vertreter: Baudler, Ron 
Canzler & Bergmeier Patentanwälte Partnerschaft mbB Friedrich-Ebert-Straße 84
85055 Ingolstadt
85055 Ingolstadt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 034 060
DE-A1- 3 932 614
DE-A1- 4 438 946
DE-A1-102004 053 505
DE-C- 700 601
JP-U- H03 115 674
US-A- 3 055 060
DE-A1- 2 310 105
DE-A1- 4 122 881
DE-A1- 19 547 462
DE-A1-102005 008 860
DE-U- 1 835 763
US-A- 2 942 307
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Streckwerk zum Verziehen eines Faserverbandes einer Arbeitsstelle einer Textilmaschine mit zwei in Transportrichtung hintereinander angeordneten Walzenpaaren, die jeweils eine antreibbare Unterwalze enthalten, wobei der in Transportrichtung ersten Unterwalze ein Führungsriemchen zugeordnet ist, das diese Unterwalze und einen zwischen der ersten und der zweiten Unterwalze angeordneten Führungstisch umschlingt.

    [0002] Ein Streckwerk dieser Art ist aus der DE 10 2005 045 876 A1 bekannt. Bei dem bekannten Streckwerk ist ein als "Umlenkelement" bezeichneter Führungstisch an einem feststehenden Rahmenteil des Streckwerks angebracht. Die Unterwalzen sind im Rahmen des Streckwerks gelagert. Der Führungstisch ist in seiner Position in Bezug auf die Unterwalzen veränderbar, damit die Spannung des Unterriemchens eingestellt werden kann.

    [0003] In der US 3,055,060 A, DE 44 38 946 A1 sowie JP H03 115674 U ist ein Lagerschlitten offenbart, welcher entlang einer Linearführung verschiebbar und mittels einer Schraube fixiert ist.

    [0004] Die DE 700 601 C1 offenbart ein Streckwerk, das in Längsrichtung einer Stanze geöffnet wird. Das Führungsriemchen wird mit einer von der Lagerung unabhängigen Feder gespannt.

    [0005] Die DE 10 2004 053 505 A1 sowie die nächstkommende DE 39 32 614 A1 offenbaren zwar ein Streckwerk, dessen Unterwalzen jeweils mit Hilfe eines separat steuerbaren Antriebs angetrieben werden, aber nichts zu der Lagerung der Unterwalzen und dem Spannen der Führungsriemchen.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Streckwerk und die Gleichmäßigkeit des verzogenen Faserverbandes zu verbessern.

    [0007] Die Aufgabe wird bei dem Streckwerk der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die erste Unterwalze in einem in Transportrichtung verschiebbaren Lagerschlitten und die zweite Unterwalze in einem Lagerbock gelagert ist, und dass der Führungstisch an dem Lagerbock der zweiten Unterwalze fixiert ist.

    [0008] Das erfindungsgemäße Streckwerk hat den Vorteil, dass die Position des Führungstisches in Bezug auf die zweite Unterwalze fixiert ist und sich nicht mehr ändern kann. Bei der Herstellung des Lagerbocks für die zweite Unterwalze kann die Position des Führungstisches mit sehr geringen Toleranzen festgelegt werden. Das Unterriemchen lässt sich dadurch sehr dicht an der Unterwalze vorbeiführen.

    [0009] Bei schnell laufenden Streckwerken, bei denen insbesondere die dem Führungsriemchen nachgeordnete Unterwalze mit einer hohen Umfangsgeschwindigkeit rotiert, entsteht an dieser Unterwalze eine Schleppströmung. Die schnell rotierende Oberfläche der Unterwalze nimmt durch ihre Rotation Luft mit und fördert sie in den Bereich der Verzugszone, in dem der Faserverband aus dem Riemchenaggregat austritt. Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass die Unterwalze üblicherweise an ihrer Umfangsfläche eine Riffelung aufweist.

    [0010] Damit das Unterriemchen nicht an der wesentlich schneller laufenden Unterwalze streift und dadurch beschädigt wird, ist nur ein minimaler Spalt zwischen der Oberfläche des Führungsriemchens und der Unterwalzenoberfläche notwendig, der vorteilhafterweise nur einige zehntel Millimeter beträgt. Durch diesen geringen Abstand kann die von der Unterwalze erzeugte Schleppströmung weitestgehend von dem Faserverband ferngehalten werden.

    [0011] Ein verschlissenes Führungsriemchen muss ausgetauscht werden. Das neue Führungsriemchen wird dadurch gespannt, dass der Lagerschlitten der ersten Unterwalze mit einer definierten Kraft entgegen der Transportrichtung verschoben wird. Die Verschiebung des Lagerschlittens kann dabei die herstellungsbedingten Toleranzen der Umfangslänge des Führungsriemchens ausgleichen. Der Führungstisch bleibt in unveränderter Position, so dass der Spalt zwischen dem neuen Führungsriemchen und der Unterwalze wieder exakt genauso klein ist wie vorher. Dies ist ein bedeutender Vorteil.

    [0012] Es hat sich nämlich überraschend gezeigt, dass selbst kleine Veränderungen in diesem Bereich zu einer Änderung der Strömungsverhältnisse im Bereich zwischen Führungsriemchen und zweitem Walzenpaar führen, wo der Faserverband ungeführt ist und dort den Verzug, insbesondere die Gleichmäßigkeit des verzogenen Faserverbandes, beeinträchtigen können.

    [0013] Es ist ein Rahmen vorgesehen, der das Streckwerk trägt. Der Rahmen kann ein Einzelrahmen für ein einzelnes Streckwerk oder ein gemeinsamer Rahmen für mehrere benachbarte Streckwerke sein. Der Lagerbock und der Lagerschlitten sind jeweils ein Bauteil mit einer Aufnahme für ein Lager zur Lagerung der jeweiligen Unterwalze. Der Lagerschlitten ist entlang einer Linearführung, beispielsweise einer Schiene, verschiebbar. Die Linearführung ist bevorzugt stationär am Rahmen befestigt. Der Lagerschlitten kann beispielsweise mit einer oder mehreren Schrauben am Rahmen fixiert werden. Indem der Schraube ein Langloch oder eine Nut zugeordnet werden, kann eine Verschiebemöglichkeit des Lagerschlittens realisiert werden. Der Lagerbock ist bevorzugt stationär am Rahmen befestigt oder in den Rahmen integriert, insbesondere wenn es sich bei der in dem Lagerbock gelagerten Unterwalze um die Ausgangsunterwalze des Streckwerks handelt. Es kann alternativ jedoch vorgesehen sein, dass die Position des Lagerbocks zusammen mit dem Führungstisch in Bezug auf den Rahmen oder ein dem Ausgangswalzenpaar nachgeordnetes Luftdüsenaggregat verstellbar ist. Eine verstellbare Position des Lagerbocks ist auch vorteilhaft, wenn der in dem Lagerbock gelagerten Unterwalze eine weitere Unterwalze nachgeordnet ist. Das erfindungsgemäße Streckwerk ist ein für eine einzelne Arbeitsstelle einer Textilmaschine separat antreibbares Einzelstreckwerk. Bevorzugt ist, dass die erste Unterwalze im Lagerschlitten und die zweite Unterwalze im Lagerbock fliegend gelagert sind. Das Streckwerk ist besonders geeignet für eine schnell laufende Spinnmaschine, beispielsweise eine Luftspinnmaschine, oder eine Maschine zum Spinnstricken, bei der der vom Streckwerk gelieferte Faserverband direkt einer Strickvorrichtung zugeführt wird.

    [0014] Zwischen dem Lagerschlitten und dem Lagerbock ist eine Spanneinrichtung zum Spannen des Führungsriemchens angeordnet. Die Spanneinrichtung kann bevorzugt durch eine zwischen Lagerschlitten und Lagerbock angeordnete Druckfeder gebildet werden. Bei einem Wechsel des Führungsriemchens lässt sich dadurch sehr einfach die gewünschte Spannung des Führungsriemchens einstellen. Die Befestigungen des Lagerschlittens brauchen lediglich leicht gelöst werden und der Lagerschlitten wird durch die Spanneinrichtung so weit verschoben, dass das Führungsriemchen die gewünschte Spannung aufweist.

    [0015] In Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn der Führungstisch ein austauschbares Element enthält, welches zur Anpassung der Führungsgeometrie des Führungsriemchens in der Verzugszone austauschbar ist. Der Führungstisch weist vorteilhafterweise eine Aufnahme für das austauschbare Element auf. Die Aufnahme ist bevorzugt U-förmig, T-förmig oder schwalbenschwanzförmig, um eine gute Positionierung des austauschbaren Elementes zu gewährleisten. Das austauschbare Element kann unterschiedliche Geometrien aufweisen, die einen veränderten Riemchenlauf in der Verzugszone bewirken. Hierdurch lässt sich das Streckwerk an die Art des zu verziehenden Faserverbandes anpassen. Unterschiedliche austauschbare Elemente sind vorteilhafterweise so gestaltet, dass sich der Abstand des Führungsriemchens zu der Oberfläche der zweiten Unterwalze nicht ändert, so dass sich die Strömungsverhältnisse auch beim Auswechseln des austauschbaren Elements nicht ändern.

    [0016] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.

    [0017] Es zeigen:
    Figur 1
    eine schematische Seitenansicht eines teilweise dargestellten Doppelriemchen-Streckwerks gemäß der Erfindung,
    Figur 2
    eine Draufsicht in Richtung des Pfeils II der Figur 1 auf das Streckwerk, wobei die Oberwalzen und das Oberriemchen zur Verdeutlichung weggelassen wurden, und
    Figur 3
    eine Ansicht in Richtung des Pfeils III der Figur 1, wobei auch hier die Oberwalzen weggelassen wurden.


    [0018] In den Figuren 1 bis 3 ist ein Doppelriemchenstreckwerk 1 dargestellt. Das Streckwerk 1 enthält zwei Walzenpaare 2 und 3, die jeweils aus einer Unter- und einer Oberwalze bestehen. Das Streckwerk 1 kann in nicht dargestellte Weise weitere Walzenpaare aufweisen, die dem Walzenpaar 2 vorgeordnet und/oder dem Walzenpaar 3 nachgeordnet sind. Das Walzenpaar 2 besteht aus einer Unterwalze 4 und einer Oberwalze 5. Das Walzenpaar 3 besteht aus einer Unterwalze 6 und einer Oberwalze 7, die in an sich bekannter Weise einen Bezug aus einem gummielastischen Material aufweist. Die Oberwalzen 5, 7 sind durch eine nicht dargestellte Belastungseinrichtung an die Unterwalzen 4, 6 angedrückt. Die Walzen 4, 5 sind durch jeweils ein Führungsriemchen 8, 9 umschlungen. Das Unterriemchen 8 umschlingt außerdem einen Führungstisch 10. Das Oberriemchen 9 wird von einem Oberriemchenkäfig 11 geführt. Die Unterwalzen 4, 6 sind jeweils mit einem Antrieb 12, 13 verbunden und dadurch antreibbar, wie es in Figur 2 schematisch angedeutet ist.

    [0019] Ein zu verziehender Faserverband 14 aus Stapelfasern wird in Transportrichtung A dem ersten Walzenpaar 2 zugeführt. Das zweite Walzenpaar 3 rotiert mit wesentlich höherer Umfangsgeschwindigkeit als das erste Walzenpaar 2. Dadurch wird der Faserverband 14 auf eine geringere Feinheit verzogen. Im dargestellten Fall ist der Faserverband 14 an der Klemmlinie 15 des zweiten Walzenpaares 3 fertig verzogen und wird einem Luftdüsenaggregat 16 zugeführt, das dem Faserverband 14 seine Spinndrehung erteilt. Das fertige Garn wird im Anschluss an das Luftdüsenaggregat in nicht dargestellter Weise aufgespult. Die Antriebe 12, 13 sind separat steuerbar, so dass sich Verzug und Liefergeschwindigkeit des Faserverbandes 14 unabhängig von anderen Arbeitsstellen variieren lassen.

    [0020] Die Unterwalze 6 erzeugt durch ihre Rotation in Richtung des Pfeils B eine Schleppströmung, die Luft in den Keilspalt vor der Klemmlinie 15 fördert. Der zu verziehende Faserverband 14 ist in diesem Bereich, wenn er die Führungsriemchen 8, 9 verlassen hat und noch nicht in der Klemmlinie 15 gehalten wird, ungeführt und sehr empfindlich. Der Führungstisch 10 ist deshalb so angeordnet, dass durch seine Umlenkkante 17 das Führungsriemchen 8 möglichst dicht an der Oberfläche der Unterwalze 6 vorbeigeführt wird. Der Spalt 18 zwischen dem Führungsriemchen 8 und der Unterwalze 6 beträgt weniger als 0,5 mm. Die Schleppströmung wird dadurch weitgehend vom Faserverband 14 ferngehalten.

    [0021] Die Unterwalzen 4 und 6 sind beide fliegend gelagert. Die Unterwalze 4 ist in einem Lagerschlitten 19 gelagert. Der Lagerschlitten 19 sitzt auf einer Stanze oder einem Rahmen 20 des Streckwerks 1 und ist in Transportrichtung A entlang einer Linearführung 30 verschiebbar. Die Linearführung 30 wird durch eine Schiene gebildet, auf der der Lagerschlitten 19 sitzt. Zur Fixierung des Lagerschlittens 19 ist eine Schraube 21 vorgesehen. In der Linearführung 30 ist der Schraube 21 ein Langloch oder eine Nut 31 zugeordnet. Nach Verschiebung des Lagerschlittens 19 in die gewünschte Position wird der Lagerschlitten 19 durch die Schraube 21 fixiert. Die Unterwalze 6 ist in einem Lagerbock 22 gelagert, der ebenfalls am Rahmen 20 befestigt ist. Im dargestellten Fall ist das zweite Walzenpaar 3 das Ausgangswalzenpaar des Streckwerks 1, so dass eine Verschiebbarkeit des Lagerbocks 22 in Transportrichtung A oder eine Einstellbarkeit in Bezug auf den Rahmen 20 nicht unbedingt erforderlich ist.

    [0022] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Führungstisch 10 an dem Lagerbock 22 fixiert ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass der Spalt 18 möglichst klein ist, ohne das jedoch eine Berührung zwischen Unterriemchen 8 und Unterwalze 6 stattfindet. Aufgrund der sehr hohen Relativgeschwindigkeit zwischen Unterwalze 6 und Führungsriemchen 8 würde das Führungsriemchen 8 extrem schnell zerstört, wenn es die Unterwalze 6 berühren würde.

    [0023] Der Führungstisch 10 enthält ein austauschbares Element 23, das die Führungsgeometrie des Führungsriemchens 8 in der Verzugszone definiert und das auch die-Umlenkkante 17 enthält. Je nach Material des zu verziehenden Faserverbandes 14 kann es vorteilhaft sein, die Führungsriemchen 8, 9 und damit den Faserverband 14 entlang einer anderen Bahn durch die Verzugszone zwischen den Walzenpaaren 2 und 3 zu führen. Der Führungstisch enthält eine U-förmige Aufnahme 24 für das austauschbare Element 23. Es ist gewährleistet, dass das Element 23 gegen ein anderes Element mit einer anderen Führungsgeometrie in sehr einfacher Weise ausgetauscht werden kann und dass das neue Element 23 zuverlässig und sicher in seiner vorgesehenen Position auf der U-förmigen Aufnahme 24 positioniert wird. Beim Austausch des Elements 23 wird sichergestellt, dass die Umlenkkante 17, deren Position die Größe des Spaltes 18 definiert, immer denselben Abstand zur Oberfläche der Unterwalze 6 aufweist. Die Führungsgeometrie in der Verzugszone lässt sich dadurch verändern, ohne dass die Gefahr besteht, dass der Faserverband 14 vor der Klemmlinie 15 durch undefinierte Luftströmungen beeinträchtigt wird.

    [0024] Um ein von Zeit zu Zeit notwendiges Wechseln des Führungsriemchens 8 sehr einfach zu gestalten, ist zwischen dem Lagerschlitten 19 und dem Lagerbock 22 eine Spanneinrichtung 25 zum Spannen des Führungsriemchens 8 angeordnet. Die Spanneinrichtung 25 besteht bevorzugt aus einer Druckfeder, die sich am Lagerbock 22 abstützt und die nach einem leichten Lösen der Schraube 21 den Lagerschlitten 19 entgegen der Transportrichtung A drückt, so dass das Führungsriemchen 8 mit definierter Kraft gespannt wird. Damit im Betrieb keine periodisch schwankende Verschiebebewegung des Lagerschlittens 19 auftritt, wird der Lagerschlitten 19 im Betrieb durch die Schraube 21 am Rahmen 20 fest fixiert.

    Bezugszeichen



    [0025] 
    1
    Streckwerk
    2
    erstes Walzenpaar
    3
    zweites Walzenpaar
    4
    erste Unterwalze
    5
    Oberwalze
    6
    zweite Unterwalze
    7
    Oberwalze
    8
    Führungsriemchen (Unterriemchen)
    9
    Führungsriemchen (Oberriemchen)
    10
    Führungstisch
    11
    Oberriemchenkäfig
    12
    Antrieb
    13
    Antrieb
    14
    Faserverband
    15
    Klemmlinie
    16
    Luftdüsenaggregat
    17
    Umlenkkante
    18
    Spalt
    19
    Lagerschlitten
    20
    Rahmen
    21
    Schraube
    22
    Lagerbock
    23
    austauschbares Element
    24
    Aufnahme
    25
    Spanneinrichtung
    30
    Linearführung
    31
    Langloch
    A
    Transportrichtung
    B
    Rotationsrichtung Unterwalze 6



    Ansprüche

    1. Streckwerk (1) zum Verziehen eines Faserverbandes (14) einer Arbeitsstelle einer Textilmaschine mit zwei in Transportrichtung (A) hintereinander angeordneten Walzenpaaren (2, 3), die jeweils eine antreibbare Unterwalze (4; 6) enthalten, wobei der in Transportrichtung (A) ersten Unterwalze (4) ein Führungsriemchen (8) zugeordnet ist, das diese Unterwalze (4) und einen zwischen der ersten (4) und der zweiten (6) Unterwalze angeordneten Führungstisch (10) umschlingt, und es sich bei dem Streckwerk (1) um ein separat antreibbares Einzelstreckwerk handelt, dessen Unterwalzen (4; 6) jeweils mit Hilfe eines separat steuerbaren Antriebs (12; 13) antreibbar sind, so dass sich der Verzug und die Liefergeschwindigkeit des Faserverbandes (14) unabhängig von anderen Arbeitsstellen variieren lassen, dadurch gekennzeichnet, dass

    - die erste Unterwalze (4) in einem in Transportrichtung (A) verschiebbaren Lagerschlitten (19) gelagert ist, und

    - die zweite Unterwalze (6) in einem Lagerbock (22) gelagert ist, dass

    - der Führungstisch (10) an dem Lagerbock (22) der zweiten Unterwalze (6) fixiert ist und dass

    - zwischen dem Lagerschlitten (19) und dem Lagerbock (22) eine Spanneinrichtung (25) zum Spannen des Führungsriemchens (8) angeordnet ist.


     
    2. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Unterwalze (4) im Lagerschlitten (19) fliegend gelagert ist.
     
    3. Streckwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Unterwalze (6) im Lagerbock (22) fliegend gelagert ist.
     
    4. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungstisch (10) eine Aufnahme (24) für ein austauschbares Element (23) enthält, welches zur Anpassung der Führungsgeometrie des Führungsriemchens (8) in der Verzugszone austauschbar ist.
     
    5. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Lagerbocks (22) zusammen mit dem Führungstisch (10) in Bezug auf einen Rahmen (20) oder ein Luftdüsenaggregat (16) verstellbar ist.
     


    Claims

    1. A drafting unit (1) for drafting a fibre strand (14) of a working station of a textile machine comprising two roller pairs (2, 3) arranged one downstream of the other in transport direction (A), each of which comprises a driveable bottom roller (4; 6), wherein a guiding apron (8) is assigned to the first bottom roller (4) in transport direction (A), said guiding apron (8) looping this bottom roller (4) as well as a guiding table (10) which is arranged between the first (4) and second (6) bottom roller, and wherein said drafting unit (1) is a single drafting unit which can be driven separately and the bottom rollers (4; 6) of which can each be driven by means of a separately controllable drive (12; 13), so that the draft and the delivery speed of the fibre strand (14) can be varied independently of other working stations, characterized in that

    - the first bottom roller (4) is supported in a bearing carriage (19) which is movable in transport direction (A) and

    - the second bottom roller (6) is supported in a bearing block (22) and that

    - the guiding table (10) is fixed to the bearing block (22) of the sec ond bottom roller (6) and that

    - between the bearing carriage (19) and the bearing block (22), a tensioning device (25) for tensioning the guiding apron (8) is ar ranged.


     
    2. A drafting unit according to claim 1, characterized in that the first bottom roller (4) is supported in the bearing carriage (19) in an overhung position.
     
    3. A drafting unit according to claim 1 or 2, characterized in that the second bottom roller (6) is supported in the bearing block (22) in an overhung position.
     
    4. A drafting unit according to any one of the claims 1 to 3, characterized in that the guiding table (10) comprises a take-up (24) for a replaceable element (23), which element is exchangeable for the purposes of adaptation of the guiding geometry of the guiding apron (8) in the drafting zone.
     
    5. A drafting unit according to any one of the claims 1 to 4, characterized in that the position of the bearing block (22) together with the guiding table (10) is adjustable in relation to a frame (20) or to an air jet aggregate (16).
     


    Revendications

    1. Banc d'étirage (1) pour l'étirage d'un ensemble de fibres (14) d'un poste de travail d'une machine textile, avec deux paires de cylindres (2, 3) disposées l'une après l'autre dans le sens de transport (A), qui comportent respectivement un cylindre inférieur (4 ; 6) entraînable, sachant qu'une lanière de guidage (8) est attribuée au premier cylindre inférieur (4) dans le sens de transport (A), qui entoure ce cylindre inférieur (4) et une table de guidage (10) disposée entre le premier cylindre inférieur (4) et le second cylindre inférieur (6), et que le banc d'étirage (1) est un banc d'étirage individuel entraînable séparément, dont les cylindres inférieurs (4 ; 6) peuvent être entraînés respectivement à l'aide d'un entraînement commandable séparément (12 ; 13) de sorte que l'étirage et la vitesse de livraison de l'ensemble de fibres (14) puissent être variés indépendamment des autres postes de travail, caractérisé en ce que

    - le premier cylindre inférieur (4) est monté sur un palier coulissant (19) déplaçable dans le sens de transport (A), et

    - le second cylindre inférieur (6) est monté sur un sabot d'appui (22), que

    - la table de guidage (10) est fixée sur le sabot d'appui (22) du second cylindre inférieur (6) et qu'

    - un dispositif de tension (25) est disposé entre le palier coulissant (19) et le sabot d'appui (22) pour tendre la lanière de guidage (8).


     
    2. Banc d'étirage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier cylindre inférieur (4) est monté flottant sur le palier coulissant (19).
     
    3. Banc d'étirage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le second cylindre inférieur-(6) est monté flottant sur le sabot d'appui (22).
     
    4. Banc d'étirage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la table de guidage (10) comporte un logement (24) pour un élément remplaçable (23), qui est remplaçable pour adapter la géométrie de guidage de la lanière de guidage (8) dans la zone d'étirage.
     
    5. Banc d'étirage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la position du sabot d'appui (22) est réglable avec la table de guidage (10) par rapport à un cadre (20) ou un dispositif à buses d'air (16).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente