[0001] Die Erfindung betrifft ein Streckwerk zum Verziehen eines Faserverbandes einer Arbeitsstelle
einer Textilmaschine mit zwei in Transportrichtung hintereinander angeordneten Walzenpaaren,
die jeweils eine antreibbare Unterwalze enthalten, wobei der in Transportrichtung
ersten Unterwalze ein Führungsriemchen zugeordnet ist, das diese Unterwalze und einen
zwischen der ersten und der zweiten Unterwalze angeordneten Führungstisch umschlingt.
[0002] Ein Streckwerk dieser Art ist aus der
DE 10 2005 045 876 A1 bekannt. Bei dem bekannten Streckwerk ist ein als "Umlenkelement" bezeichneter Führungstisch
an einem feststehenden Rahmenteil des Streckwerks angebracht. Die Unterwalzen sind
im Rahmen des Streckwerks gelagert. Der Führungstisch ist in seiner Position in Bezug
auf die Unterwalzen veränderbar, damit die Spannung des Unterriemchens eingestellt
werden kann.
[0004] Die
DE 700 601 C1 offenbart ein Streckwerk, das in Längsrichtung einer Stanze geöffnet wird. Das Führungsriemchen
wird mit einer von der Lagerung unabhängigen Feder gespannt.
[0005] Die
DE 10 2004 053 505 A1 sowie die nächstkommende
DE 39 32 614 A1 offenbaren zwar ein Streckwerk, dessen Unterwalzen jeweils mit Hilfe eines separat
steuerbaren Antriebs angetrieben werden, aber nichts zu der Lagerung der Unterwalzen
und dem Spannen der Führungsriemchen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Streckwerk und die Gleichmäßigkeit
des verzogenen Faserverbandes zu verbessern.
[0007] Die Aufgabe wird bei dem Streckwerk der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass
die erste Unterwalze in einem in Transportrichtung verschiebbaren Lagerschlitten und
die zweite Unterwalze in einem Lagerbock gelagert ist, und dass der Führungstisch
an dem Lagerbock der zweiten Unterwalze fixiert ist.
[0008] Das erfindungsgemäße Streckwerk hat den Vorteil, dass die Position des Führungstisches
in Bezug auf die zweite Unterwalze fixiert ist und sich nicht mehr ändern kann. Bei
der Herstellung des Lagerbocks für die zweite Unterwalze kann die Position des Führungstisches
mit sehr geringen Toleranzen festgelegt werden. Das Unterriemchen lässt sich dadurch
sehr dicht an der Unterwalze vorbeiführen.
[0009] Bei schnell laufenden Streckwerken, bei denen insbesondere die dem Führungsriemchen
nachgeordnete Unterwalze mit einer hohen Umfangsgeschwindigkeit rotiert, entsteht
an dieser Unterwalze eine Schleppströmung. Die schnell rotierende Oberfläche der Unterwalze
nimmt durch ihre Rotation Luft mit und fördert sie in den Bereich der Verzugszone,
in dem der Faserverband aus dem Riemchenaggregat austritt. Dieser Effekt wird dadurch
verstärkt, dass die Unterwalze üblicherweise an ihrer Umfangsfläche eine Riffelung
aufweist.
[0010] Damit das Unterriemchen nicht an der wesentlich schneller laufenden Unterwalze streift
und dadurch beschädigt wird, ist nur ein minimaler Spalt zwischen der Oberfläche des
Führungsriemchens und der Unterwalzenoberfläche notwendig, der vorteilhafterweise
nur einige zehntel Millimeter beträgt. Durch diesen geringen Abstand kann die von
der Unterwalze erzeugte Schleppströmung weitestgehend von dem Faserverband ferngehalten
werden.
[0011] Ein verschlissenes Führungsriemchen muss ausgetauscht werden. Das neue Führungsriemchen
wird dadurch gespannt, dass der Lagerschlitten der ersten Unterwalze mit einer definierten
Kraft entgegen der Transportrichtung verschoben wird. Die Verschiebung des Lagerschlittens
kann dabei die herstellungsbedingten Toleranzen der Umfangslänge des Führungsriemchens
ausgleichen. Der Führungstisch bleibt in unveränderter Position, so dass der Spalt
zwischen dem neuen Führungsriemchen und der Unterwalze wieder exakt genauso klein
ist wie vorher. Dies ist ein bedeutender Vorteil.
[0012] Es hat sich nämlich überraschend gezeigt, dass selbst kleine Veränderungen in diesem
Bereich zu einer Änderung der Strömungsverhältnisse im Bereich zwischen Führungsriemchen
und zweitem Walzenpaar führen, wo der Faserverband ungeführt ist und dort den Verzug,
insbesondere die Gleichmäßigkeit des verzogenen Faserverbandes, beeinträchtigen können.
[0013] Es ist ein Rahmen vorgesehen, der das Streckwerk trägt. Der Rahmen kann ein Einzelrahmen
für ein einzelnes Streckwerk oder ein gemeinsamer Rahmen für mehrere benachbarte Streckwerke
sein. Der Lagerbock und der Lagerschlitten sind jeweils ein Bauteil mit einer Aufnahme
für ein Lager zur Lagerung der jeweiligen Unterwalze. Der Lagerschlitten ist entlang
einer Linearführung, beispielsweise einer Schiene, verschiebbar. Die Linearführung
ist bevorzugt stationär am Rahmen befestigt. Der Lagerschlitten kann beispielsweise
mit einer oder mehreren Schrauben am Rahmen fixiert werden. Indem der Schraube ein
Langloch oder eine Nut zugeordnet werden, kann eine Verschiebemöglichkeit des Lagerschlittens
realisiert werden. Der Lagerbock ist bevorzugt stationär am Rahmen befestigt oder
in den Rahmen integriert, insbesondere wenn es sich bei der in dem Lagerbock gelagerten
Unterwalze um die Ausgangsunterwalze des Streckwerks handelt. Es kann alternativ jedoch
vorgesehen sein, dass die Position des Lagerbocks zusammen mit dem Führungstisch in
Bezug auf den Rahmen oder ein dem Ausgangswalzenpaar nachgeordnetes Luftdüsenaggregat
verstellbar ist. Eine verstellbare Position des Lagerbocks ist auch vorteilhaft, wenn
der in dem Lagerbock gelagerten Unterwalze eine weitere Unterwalze nachgeordnet ist.
Das erfindungsgemäße Streckwerk ist ein für eine einzelne Arbeitsstelle einer Textilmaschine
separat antreibbares Einzelstreckwerk. Bevorzugt ist, dass die erste Unterwalze im
Lagerschlitten und die zweite Unterwalze im Lagerbock fliegend gelagert sind. Das
Streckwerk ist besonders geeignet für eine schnell laufende Spinnmaschine, beispielsweise
eine Luftspinnmaschine, oder eine Maschine zum Spinnstricken, bei der der vom Streckwerk
gelieferte Faserverband direkt einer Strickvorrichtung zugeführt wird.
[0014] Zwischen dem Lagerschlitten und dem Lagerbock ist eine Spanneinrichtung zum Spannen
des Führungsriemchens angeordnet. Die Spanneinrichtung kann bevorzugt durch eine zwischen
Lagerschlitten und Lagerbock angeordnete Druckfeder gebildet werden. Bei einem Wechsel
des Führungsriemchens lässt sich dadurch sehr einfach die gewünschte Spannung des
Führungsriemchens einstellen. Die Befestigungen des Lagerschlittens brauchen lediglich
leicht gelöst werden und der Lagerschlitten wird durch die Spanneinrichtung so weit
verschoben, dass das Führungsriemchen die gewünschte Spannung aufweist.
[0015] In Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn der Führungstisch ein austauschbares
Element enthält, welches zur Anpassung der Führungsgeometrie des Führungsriemchens
in der Verzugszone austauschbar ist. Der Führungstisch weist vorteilhafterweise eine
Aufnahme für das austauschbare Element auf. Die Aufnahme ist bevorzugt U-förmig, T-förmig
oder schwalbenschwanzförmig, um eine gute Positionierung des austauschbaren Elementes
zu gewährleisten. Das austauschbare Element kann unterschiedliche Geometrien aufweisen,
die einen veränderten Riemchenlauf in der Verzugszone bewirken. Hierdurch lässt sich
das Streckwerk an die Art des zu verziehenden Faserverbandes anpassen. Unterschiedliche
austauschbare Elemente sind vorteilhafterweise so gestaltet, dass sich der Abstand
des Führungsriemchens zu der Oberfläche der zweiten Unterwalze nicht ändert, so dass
sich die Strömungsverhältnisse auch beim Auswechseln des austauschbaren Elements nicht
ändern.
[0016] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels.
[0017] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht eines teilweise dargestellten Doppelriemchen-Streckwerks
gemäß der Erfindung,
- Figur 2
- eine Draufsicht in Richtung des Pfeils II der Figur 1 auf das Streckwerk, wobei die
Oberwalzen und das Oberriemchen zur Verdeutlichung weggelassen wurden, und
- Figur 3
- eine Ansicht in Richtung des Pfeils III der Figur 1, wobei auch hier die Oberwalzen
weggelassen wurden.
[0018] In den Figuren 1 bis 3 ist ein Doppelriemchenstreckwerk 1 dargestellt. Das Streckwerk
1 enthält zwei Walzenpaare 2 und 3, die jeweils aus einer Unter- und einer Oberwalze
bestehen. Das Streckwerk 1 kann in nicht dargestellte Weise weitere Walzenpaare aufweisen,
die dem Walzenpaar 2 vorgeordnet und/oder dem Walzenpaar 3 nachgeordnet sind. Das
Walzenpaar 2 besteht aus einer Unterwalze 4 und einer Oberwalze 5. Das Walzenpaar
3 besteht aus einer Unterwalze 6 und einer Oberwalze 7, die in an sich bekannter Weise
einen Bezug aus einem gummielastischen Material aufweist. Die Oberwalzen 5, 7 sind
durch eine nicht dargestellte Belastungseinrichtung an die Unterwalzen 4, 6 angedrückt.
Die Walzen 4, 5 sind durch jeweils ein Führungsriemchen 8, 9 umschlungen. Das Unterriemchen
8 umschlingt außerdem einen Führungstisch 10. Das Oberriemchen 9 wird von einem Oberriemchenkäfig
11 geführt. Die Unterwalzen 4, 6 sind jeweils mit einem Antrieb 12, 13 verbunden und
dadurch antreibbar, wie es in Figur 2 schematisch angedeutet ist.
[0019] Ein zu verziehender Faserverband 14 aus Stapelfasern wird in Transportrichtung A
dem ersten Walzenpaar 2 zugeführt. Das zweite Walzenpaar 3 rotiert mit wesentlich
höherer Umfangsgeschwindigkeit als das erste Walzenpaar 2. Dadurch wird der Faserverband
14 auf eine geringere Feinheit verzogen. Im dargestellten Fall ist der Faserverband
14 an der Klemmlinie 15 des zweiten Walzenpaares 3 fertig verzogen und wird einem
Luftdüsenaggregat 16 zugeführt, das dem Faserverband 14 seine Spinndrehung erteilt.
Das fertige Garn wird im Anschluss an das Luftdüsenaggregat in nicht dargestellter
Weise aufgespult. Die Antriebe 12, 13 sind separat steuerbar, so dass sich Verzug
und Liefergeschwindigkeit des Faserverbandes 14 unabhängig von anderen Arbeitsstellen
variieren lassen.
[0020] Die Unterwalze 6 erzeugt durch ihre Rotation in Richtung des Pfeils B eine Schleppströmung,
die Luft in den Keilspalt vor der Klemmlinie 15 fördert. Der zu verziehende Faserverband
14 ist in diesem Bereich, wenn er die Führungsriemchen 8, 9 verlassen hat und noch
nicht in der Klemmlinie 15 gehalten wird, ungeführt und sehr empfindlich. Der Führungstisch
10 ist deshalb so angeordnet, dass durch seine Umlenkkante 17 das Führungsriemchen
8 möglichst dicht an der Oberfläche der Unterwalze 6 vorbeigeführt wird. Der Spalt
18 zwischen dem Führungsriemchen 8 und der Unterwalze 6 beträgt weniger als 0,5 mm.
Die Schleppströmung wird dadurch weitgehend vom Faserverband 14 ferngehalten.
[0021] Die Unterwalzen 4 und 6 sind beide fliegend gelagert. Die Unterwalze 4 ist in einem
Lagerschlitten 19 gelagert. Der Lagerschlitten 19 sitzt auf einer Stanze oder einem
Rahmen 20 des Streckwerks 1 und ist in Transportrichtung A entlang einer Linearführung
30 verschiebbar. Die Linearführung 30 wird durch eine Schiene gebildet, auf der der
Lagerschlitten 19 sitzt. Zur Fixierung des Lagerschlittens 19 ist eine Schraube 21
vorgesehen. In der Linearführung 30 ist der Schraube 21 ein Langloch oder eine Nut
31 zugeordnet. Nach Verschiebung des Lagerschlittens 19 in die gewünschte Position
wird der Lagerschlitten 19 durch die Schraube 21 fixiert. Die Unterwalze 6 ist in
einem Lagerbock 22 gelagert, der ebenfalls am Rahmen 20 befestigt ist. Im dargestellten
Fall ist das zweite Walzenpaar 3 das Ausgangswalzenpaar des Streckwerks 1, so dass
eine Verschiebbarkeit des Lagerbocks 22 in Transportrichtung A oder eine Einstellbarkeit
in Bezug auf den Rahmen 20 nicht unbedingt erforderlich ist.
[0022] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Führungstisch 10 an dem Lagerbock 22 fixiert
ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass der Spalt 18 möglichst klein ist, ohne das
jedoch eine Berührung zwischen Unterriemchen 8 und Unterwalze 6 stattfindet. Aufgrund
der sehr hohen Relativgeschwindigkeit zwischen Unterwalze 6 und Führungsriemchen 8
würde das Führungsriemchen 8 extrem schnell zerstört, wenn es die Unterwalze 6 berühren
würde.
[0023] Der Führungstisch 10 enthält ein austauschbares Element 23, das die Führungsgeometrie
des Führungsriemchens 8 in der Verzugszone definiert und das auch die-Umlenkkante
17 enthält. Je nach Material des zu verziehenden Faserverbandes 14 kann es vorteilhaft
sein, die Führungsriemchen 8, 9 und damit den Faserverband 14 entlang einer anderen
Bahn durch die Verzugszone zwischen den Walzenpaaren 2 und 3 zu führen. Der Führungstisch
enthält eine U-förmige Aufnahme 24 für das austauschbare Element 23. Es ist gewährleistet,
dass das Element 23 gegen ein anderes Element mit einer anderen Führungsgeometrie
in sehr einfacher Weise ausgetauscht werden kann und dass das neue Element 23 zuverlässig
und sicher in seiner vorgesehenen Position auf der U-förmigen Aufnahme 24 positioniert
wird. Beim Austausch des Elements 23 wird sichergestellt, dass die Umlenkkante 17,
deren Position die Größe des Spaltes 18 definiert, immer denselben Abstand zur Oberfläche
der Unterwalze 6 aufweist. Die Führungsgeometrie in der Verzugszone lässt sich dadurch
verändern, ohne dass die Gefahr besteht, dass der Faserverband 14 vor der Klemmlinie
15 durch undefinierte Luftströmungen beeinträchtigt wird.
[0024] Um ein von Zeit zu Zeit notwendiges Wechseln des Führungsriemchens 8 sehr einfach
zu gestalten, ist zwischen dem Lagerschlitten 19 und dem Lagerbock 22 eine Spanneinrichtung
25 zum Spannen des Führungsriemchens 8 angeordnet. Die Spanneinrichtung 25 besteht
bevorzugt aus einer Druckfeder, die sich am Lagerbock 22 abstützt und die nach einem
leichten Lösen der Schraube 21 den Lagerschlitten 19 entgegen der Transportrichtung
A drückt, so dass das Führungsriemchen 8 mit definierter Kraft gespannt wird. Damit
im Betrieb keine periodisch schwankende Verschiebebewegung des Lagerschlittens 19
auftritt, wird der Lagerschlitten 19 im Betrieb durch die Schraube 21 am Rahmen 20
fest fixiert.
Bezugszeichen
[0025]
- 1
- Streckwerk
- 2
- erstes Walzenpaar
- 3
- zweites Walzenpaar
- 4
- erste Unterwalze
- 5
- Oberwalze
- 6
- zweite Unterwalze
- 7
- Oberwalze
- 8
- Führungsriemchen (Unterriemchen)
- 9
- Führungsriemchen (Oberriemchen)
- 10
- Führungstisch
- 11
- Oberriemchenkäfig
- 12
- Antrieb
- 13
- Antrieb
- 14
- Faserverband
- 15
- Klemmlinie
- 16
- Luftdüsenaggregat
- 17
- Umlenkkante
- 18
- Spalt
- 19
- Lagerschlitten
- 20
- Rahmen
- 21
- Schraube
- 22
- Lagerbock
- 23
- austauschbares Element
- 24
- Aufnahme
- 25
- Spanneinrichtung
- 30
- Linearführung
- 31
- Langloch
- A
- Transportrichtung
- B
- Rotationsrichtung Unterwalze 6
1. Streckwerk (1) zum Verziehen eines Faserverbandes (14) einer Arbeitsstelle einer Textilmaschine
mit zwei in Transportrichtung (A) hintereinander angeordneten Walzenpaaren (2, 3),
die jeweils eine antreibbare Unterwalze (4; 6) enthalten, wobei der in Transportrichtung
(A) ersten Unterwalze (4) ein Führungsriemchen (8) zugeordnet ist, das diese Unterwalze
(4) und einen zwischen der ersten (4) und der zweiten (6) Unterwalze angeordneten
Führungstisch (10) umschlingt, und es sich bei dem Streckwerk (1) um ein separat antreibbares
Einzelstreckwerk handelt, dessen Unterwalzen (4; 6) jeweils mit Hilfe eines separat
steuerbaren Antriebs (12; 13) antreibbar sind, so dass sich der Verzug und die Liefergeschwindigkeit
des Faserverbandes (14) unabhängig von anderen Arbeitsstellen variieren lassen,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die erste Unterwalze (4) in einem in Transportrichtung (A) verschiebbaren Lagerschlitten
(19) gelagert ist, und
- die zweite Unterwalze (6) in einem Lagerbock (22) gelagert ist, dass
- der Führungstisch (10) an dem Lagerbock (22) der zweiten Unterwalze (6) fixiert
ist und dass
- zwischen dem Lagerschlitten (19) und dem Lagerbock (22) eine Spanneinrichtung (25)
zum Spannen des Führungsriemchens (8) angeordnet ist.
2. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Unterwalze (4) im Lagerschlitten (19) fliegend gelagert ist.
3. Streckwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Unterwalze (6) im Lagerbock (22) fliegend gelagert ist.
4. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungstisch (10) eine Aufnahme (24) für ein austauschbares Element (23) enthält,
welches zur Anpassung der Führungsgeometrie des Führungsriemchens (8) in der Verzugszone
austauschbar ist.
5. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Lagerbocks (22) zusammen mit dem Führungstisch (10) in Bezug auf
einen Rahmen (20) oder ein Luftdüsenaggregat (16) verstellbar ist.
1. A drafting unit (1) for drafting a fibre strand (14) of a working station of a textile
machine comprising two roller pairs (2, 3) arranged one downstream of the other in
transport direction (A), each of which comprises a driveable bottom roller (4; 6),
wherein a guiding apron (8) is assigned to the first bottom roller (4) in transport
direction (A), said guiding apron (8) looping this bottom roller (4) as well as a
guiding table (10) which is arranged between the first (4) and second (6) bottom roller,
and wherein said drafting unit (1) is a single drafting unit which can be driven separately
and the bottom rollers (4; 6) of which can each be driven by means of a separately
controllable drive (12; 13), so that the draft and the delivery speed of the fibre
strand (14) can be varied independently of other working stations,
characterized in that
- the first bottom roller (4) is supported in a bearing carriage (19) which is movable
in transport direction (A) and
- the second bottom roller (6) is supported in a bearing block (22) and that
- the guiding table (10) is fixed to the bearing block (22) of the sec ond bottom
roller (6) and that
- between the bearing carriage (19) and the bearing block (22), a tensioning device
(25) for tensioning the guiding apron (8) is ar ranged.
2. A drafting unit according to claim 1, characterized in that the first bottom roller (4) is supported in the bearing carriage (19) in an overhung
position.
3. A drafting unit according to claim 1 or 2, characterized in that the second bottom roller (6) is supported in the bearing block (22) in an overhung
position.
4. A drafting unit according to any one of the claims 1 to 3, characterized in that the guiding table (10) comprises a take-up (24) for a replaceable element (23), which
element is exchangeable for the purposes of adaptation of the guiding geometry of
the guiding apron (8) in the drafting zone.
5. A drafting unit according to any one of the claims 1 to 4, characterized in that the position of the bearing block (22) together with the guiding table (10) is adjustable
in relation to a frame (20) or to an air jet aggregate (16).
1. Banc d'étirage (1) pour l'étirage d'un ensemble de fibres (14) d'un poste de travail
d'une machine textile, avec deux paires de cylindres (2, 3) disposées l'une après
l'autre dans le sens de transport (A), qui comportent respectivement un cylindre inférieur
(4 ; 6) entraînable, sachant qu'une lanière de guidage (8) est attribuée au premier
cylindre inférieur (4) dans le sens de transport (A), qui entoure ce cylindre inférieur
(4) et une table de guidage (10) disposée entre le premier cylindre inférieur (4)
et le second cylindre inférieur (6), et que le banc d'étirage (1) est un banc d'étirage
individuel entraînable séparément, dont les cylindres inférieurs (4 ; 6) peuvent être
entraînés respectivement à l'aide d'un entraînement commandable séparément (12 ; 13)
de sorte que l'étirage et la vitesse de livraison de l'ensemble de fibres (14) puissent
être variés indépendamment des autres postes de travail,
caractérisé en ce que
- le premier cylindre inférieur (4) est monté sur un palier coulissant (19) déplaçable
dans le sens de transport (A), et
- le second cylindre inférieur (6) est monté sur un sabot d'appui (22), que
- la table de guidage (10) est fixée sur le sabot d'appui (22) du second cylindre
inférieur (6) et qu'
- un dispositif de tension (25) est disposé entre le palier coulissant (19) et le
sabot d'appui (22) pour tendre la lanière de guidage (8).
2. Banc d'étirage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier cylindre inférieur (4) est monté flottant sur le palier coulissant (19).
3. Banc d'étirage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le second cylindre inférieur-(6) est monté flottant sur le sabot d'appui (22).
4. Banc d'étirage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la table de guidage (10) comporte un logement (24) pour un élément remplaçable (23),
qui est remplaçable pour adapter la géométrie de guidage de la lanière de guidage
(8) dans la zone d'étirage.
5. Banc d'étirage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la position du sabot d'appui (22) est réglable avec la table de guidage (10) par
rapport à un cadre (20) ou un dispositif à buses d'air (16).