| (19) |
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(11) |
EP 2 264 264 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.05.2016 Patentblatt 2016/20 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.06.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schließeinrichtung sowie Schlüssel für eine Schließeinrichtung
Locking device and key for a locking device
Dispositif de verrouillage et clé pour un dispositif de verrouillage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
18.06.2009 DE 102009025993
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.12.2010 Patentblatt 2010/51 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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14159332.7 / 2746500 |
| (73) |
Patentinhaber: C. Ed. Schulte Gesellschaft mit beschränkter
Haftung Zylinderschloßfabrik |
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42551 Velbert (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Lienau, Jürgen
42579, Heiligenhaus (DE)
- Wallberg, Thomas
42489, Wülfrath (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grundmann, Dirk et al |
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Rieder & Partner
Patentanwälte - Rechtsanwalt
Corneliusstrasse 45 42329 Wuppertal 42329 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 146 030 DE-B3-102004 021 580 DE-U1- 9 409 290 US-A- 4 402 201
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EP-A2- 1 577 469 DE-U- 7 035 739 DE-U1- 29 818 143 US-A1- 2009 071 210
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Schlüssel gemäß Gattungsbegriff des Anspruches 1 und eine
Schließeinrichtung bestehend aus einem Schließzylinder und einem derartigen passenden
Schlüssel.
[0002] Die nicht vorveröffentlichte
EP 2146030 A1 beschreibt einen Flachschlüssel mit Codierausnehmungen, die von in Einsteckrichtung
des Schlüssels hintereinanderliegenden Wandungsabschnitten mit verschiedener Steigung
ausgebildet sind. Eine einlaufseitige Gleitflanke geht unter Ausbildung einer Rundung
in eine Positionierflanke über. Letztere geht über eine Rundung mit einem größeren
Radius in eine Auslaufflanke über.
[0003] Die
US 2009/0071210 A1 beschreibt einen Schlüssel, der gleichzeitig Mittel aufweist, mit denen ein Glasbruch
erzeugbar ist. Ansonsten besitzt der Schlüssel eine Reide und einen Schaft, wobei
der Schaft mit Kodierausnehmungen versehen ist und eine Spitze aufweist, in deren
Bereich die Umrisskonturlinie des Schaftes Abschnitt mit unterschiedlicher Steigung
aufweist.
[0004] Die
DE 298 18 143 U1 beschreibt einen Sicherheitsschlüssel und den Zuhaltungsstift eines zugehörigen Schließzylinders.
Die Breitseitenfläche des flachen Schlüsselschaftes des Sicherheitsschlüssels besitzt
eine Vielzahl von topfförmigen Codierungsaussparungen. Jede Codierungsaussparung besitzt
eine vom Topfboden ausgebildete Stützflanke, an der sich das stumpfe Stirnende eines
stirnseitig angefasten Zuhaltungsstiftes abstützen kann. Die Stützfläche geht in eine
konkav ausgerundete Gleitfläche über. Diese Rundung geht in eine stärker geneigte
Schrägflanke über. Letztere geht in eine konkav ausgerundete Gleitfläche mit geringerer
Steigung über. Die konkav ausgerundete Gleitfläche läuft in einer Breitseitenfläche
des Schlüsselschaftes aus. Hierdurch ist ein knickstellenfreier Verlauf einer Gleitflanke
mit unterschiedlich stark zur Einsteckrichtung des Schlüssels in den Schlüsselkanal
des Schließzylinders geneigten Abschnitten gegeben.
[0005] Eine Codierungsausnehmung mit knickstellenfreiem Verlauf einer Abschnitte unterschiedlicher
Steigung aufweisenden Gleitflanke beschreibt auch die
DE 20 2006 005 188 U1. Hier wird die Wandung der Codierungsaussparung von einem Kreisbogenabschnitt ausgebildet,
der durch den Einsatz eines Rundfräsers mit gleichbleibendem Fräsradius gefertigt
wird.
[0006] Die
DE 10 2004 021580 B3 beschreibt einen Flachschlüssel mit Codierungsausnehmungen mit geradlinig verlaufenden
Gleitflanken. Die Flanken benachbarter Codierungsausnehmungen gehen unter Ausbildung
eines spitzen Winkels ineinander über. Der Öffnungswinkel der beiden eine Codierungsausnehmung
ausbildenden Gleitflanken liegt bei etwa 106°. Der Öffnungswinkel ist bevorzugt größer
als 90°, um beim Herausziehen des Schlüssels aus dem Schlüsselkanal die in Horizontalrichtung
wirkende Kraftkomponente gering zu halten. Je flacher der Winkel der Gleitflanke verläuft,
desto geringer sind die Kräfte in Horizontalrichtung, die erforderlich sind, um die
Zuhaltungsstifte in Axialrichtung zu verlagern. Flach verlaufende Gleitflanken haben
aber den Nachteil, dass unmittelbar benachbart liegende Codierungsausnehmungen nur
einen relativ geringen Unterschied hinsichtlich ihrer Einschnitttiefe aufweisen können.
Die Codierung eines Flachschlüssels wird durch unterschiedlich tief eingeschnittene
Gleitflanken erreicht. Die Gleitflanken können sich in einem Schnittpunkt treffen,
wie es bspw. bei der
DE 10 2004 021 580 B3 der Fall ist. Die Gleitflanken können aber auch in eine Stützflanke übergehen, wie
es bei der
DE 298 18 143 U1 der Fall ist. In jede Codierungsausnehmung wird beim Einschieben des Schlüssels in
den Schlüsselkanal eines Schließzylinders ein Zuhaltungsstift einsortiert. Die Zuhaltungsstifte
besitzen verschiedene Längen, wobei die Einschnitttiefe der zugehörigen Codierungsausnehmung
so an die Länge des jeweiligen Zuhaltungsstiftes angepasst ist, dass die Zuhaltungsstifte
bei vollständig eingeschobenem Schlüssel nicht über die Bewegungsfuge des Schließzylinders
hinaus in eine Gehäusestiftbohrung ragen bzw. in der Gehäusestiftbohrung gelagerte
Gehäusestifte nicht in die Kernstiftbohrung hineinragen.
Um die Permutationsvielfalt zu erhöhen, müssen die maximalen Unterschiede der Einschnitttiefen
benachbarter Codierungsausnehmungen möglichst groß sein. Bei flach verlaufenden Gleitflanken
erfordert dies eine große Beabstandung benachbarter Zuhaltungsstifte in Erstreckungsrichtung
des Schlüsselkanals. Dies würde die Baulänge des Schließzylinders erhöhen, was unerwünscht
ist. Erhöht man die Steigung der Gleitflanken auf bspw. 90°, so wird gleichzeitig
die in Schlüsselabzugsrichtung, also in Erstreckungsrichtung des Schlüsselkanals wirkende
Kraftkomponente größer. Dies kann zum Verklemmen eines Zuhaltungsstiftes innerhalb
der Stiftbohrung führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Schlüssel und einen
zugeordneten Schließzylinder gebrauchsvorteilhaft weiterzubilden, wobei insbesondere
unter Beibehaltung einer möglichst kurzen Baulänge des Schließzylinders die Permutationsvielfalt
erhöht werden soll.
Gelöst wird die Aufgabe durch den im Anspruch 1 angegebenen Schlüssel und die im Anspruch
3 angegebene Schließeinrichtung. Die übrigen Unteransprüche stellen vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung dar.
[0007] Beim erfindungsgemäßen Schlüssel bildet die Wandung der Codierungsausnehmungen eine
erste Gleitflanke aus, an der in einer ersten Bewegungsphase beim Herausziehen des
Schlüssels die Spitze eines Kopfes eines Zuhaltungsstiftes entlang gleitet, und eine
sich an die erste Gleitflanke in einem Übergangsbereich anschließende zweite Gleitflanke,
an der der kopf in einer zweiten Bewegungsphase beim Herausziehen des Schlüssels entlang
gleitet und welche gegenüber der ersten Gleitflanke bezogen auf die Bewegungsrichtung
des Schlüssels steiler verläuft. Erfindungsgemäß verlaufen die Gleitflanken im Wesentlichen
geradlinig. Bei einer Schließeinrichtung sind die Maße der sich an eine Rundung der
Spitze anschließenden Konusfläche und der ersten Gleitflanke derart aufeinander abgestimmt,
dass der Übergangsbereich in der Anlagestellung von der Konusfläche überdeckt wird.
Die beiden sich in einem realen oder gedachten Punkt schneidenden Gleitflanken, an
denen der Kopf des Zuhaltungsstiftes in einer ersten Bewegungsphase beim Herausziehen
des Schlüssels aus dem Schlüsselkanal entlang gleitet, können einen Öffnungswinkel
besitzen, der relativ groß ist, bspw. wie beim Stand der Technik 106° beträgt. An
dieser ersten Gleitflanke gleitet die gerundete Spitze des Zuhaltungsstiftes entlang,
wenn der Zuhaltungsstift von einer Ruheposition durch Beschleunigen in Bewegung gesetzt
wird. An diese Beschleunigungsflanke schließt sich eine zweite Gleitflanke an, die
steiler verläuft. Die beiden jeweils einer Codierungsaussparung zugeordneten zweiten
Gleitflanken können einen Öffnungswinkel besitzen, der wesentlich kleiner ist, bspw.
90° beträgt. Die flach verlaufende erste Gleitflanke hat lediglich die Aufgabe, die
Haftreibung beim in Bewegung Versetzen des Zuhaltungsstiftes zu überwinden. Die vom
Betrag her geringere Gleitreibung verursacht eine geringere Kraftkomponente in Abzugsrichtung,
so dass die diesbezügliche Gleitflankensteigung größer sein kann. Der Bereich der
ersten, schwach geneigten Gleitflanke ist somit auf den Bereich beschränkt, in dem
der Kernstift beschleunigt wird. Dieser Bereich kann geringer sein als der Radius
bzw. der Durchmesser des Kernstiftes. Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der
beiden Gleitflächen wird somit ein "Sanftanlauf" der Kernstifte erreicht. Der Übergangsbereich
der beiden Gleitflanken, die dort unter Ausbildung eines Schnittpunktes, also einer
Knickstelle, ineinander übergehen können, liegt im Bereich der Konusfläche. Diese
überdeckt den Übergangsbereich. Die Gleitflanken verlaufen im Wesentlichen geradlinig.
Hierdurch ist eine optimale Raumausnutzung gegeben. Der Konuswinkel liegt im Bereich
des Öffnungswinkels der zweiten Gleitflanken und ist bevorzugt geringfügig kleiner
als dieser Öffnungswinkel. Die Fertigung der Codierungsausnehmungen kann mit einem
Scheibenfräser erfolgen. Der Scheibenfräser besitzt ein V-förmiges Scheibenprofil,
wobei die beiden V-Schenkel Abschnitte unterschiedlicher Steigung aufweisen. Die mit
einem derartigen Scheibenfräser unterschiedlich tief eingeschnittenen Codierungsausnehmungen
sind somit im Wesentlichen gleich gestaltet. Die ersten Gleitflanken erstrecken sich
immer über denselben Erstreckungsabschnitt des Schlüsselschaftes. In einer Weiterbildung
der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest ein Zuhaltungsstift eine Konusfläche
aufweist, deren Konuswinkel größer ist als der Öffnungswinkel der zweiten Gleitflanke.
Dieser Zuhaltungsstift liegt nicht mit seiner gerundeten Spitze an einer Stützflanke
bzw. ersten Gleitflanke an. Vielmehr liegt der Kopf dieses Zuhaltungsstiftes mit einem
Übergangsbereich zwischen einer zweiten Konusfläche, die einen geringeren Öffnungswinkel
aufweist, und der sich an die Spitze anschließenden Konusfläche an der zweiten Gleitflanke
an. Dies geht zwar einher mit größeren Beschleunigungskräften. Die unterschiedlichen
Konuswinkel erhöhen aber den Schutz gegen Schlagpicken. Der Schlüssel kann ein Flachschlüssel
mit einer brustseitig eingeschnittenen Codierungsausnehmung sein, wie er von der
DE 10 2004 021 580 B3 beschrieben wird. Der Schlüssel kann aber auch ein Flachschlüssel mit von einem Fingerfräser
in die Breitseitenfläche eingefrästen Codierungsausnehmungen sein, wie er grundsätzlich
in der
DE 298 18 143 U1 beschrieben wird. In beiden Fällen ist es möglich, dass sich die spitzenseitige Rundung
des Zuhaltungsstiftes auf einer parallel zur Erstreckungsrichtung des Schlüsselschaftes
verlaufenden Stützflanke abstützt.
[0008] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schlüssel gemäß Stand der Technik mit angedeutetem Zuhaltungsstift,
- Fig. 2
- einen Längsquerschnitt durch eine Hälfte eines Doppelschließzylinders, bei dem in
den Schlüsselkanal des Zylinderkerns ein erfindungsgemäßer Schlüssel eingesteckt ist,
- Fig. 3
- vergrößert den Ausschnitt III in Fig. 2, wobei die gerundete Spitze 8 des Zuhaltungsstiftes
6 im Scheitelbereich einer Codierungsausnehmung 10 abgestützt ist,
- Fig. 4
- eine Darstellung gemäß Fig. 3 bei einer ersten Bewegungsphase beim Herausziehen des
Schlüssels aus dem Schlüsselkanal, wobei der Zuhaltungsstift 6 durch Entlanggleiten
an der ersten Gleitflanke 12 beschleunigt wird,
- Fig. 5
- eine Folgedarstellung, wobei der Zuhaltungsstift 6 an der steiler geneigten zweiten
Gleitfläche 14 entlang gleitet,
- Fig. 6
- eine Darstellung gemäß Fig. 3, wobei ein Zuhaltungsstift 6 an den ersten Gleitflächen
12 einer nur gering tief eingeschnittenen Codierungsausnehmung 10 anliegt,
- Fig. 7
- den Ausschnitt VII in Fig. 2 vergrößert,
- Fig. 8
- einen Flachschlüssel mit Breitseitenausnehmungen gemäß Stand der Technik,
- Fig. 9
- einen Querschnitt gemäß der Linie IX - IX in Fig. 8,
- Fig. 10
- einen vergrößerten Querschnitt durch zwei benachbarte Codierungsausnehmungen an einem
erfingdungsgemäß weitergebildeten Schlüssel gemäß Figuren 8 und 9 in Ruhestellung
der Zuhaltungsstifte 6,
- Fig. 11
- eine Darstellung gemäß Fig. 10 vor einer ersten Bewegungsphase, wobei der Schlüssel
lediglich geringfügig so weit aus dem Schlüsselkanal herausgezogen ist, dass die gerundete
Spitze 8 des Kopfes 7 an einer ersten Gleitflanke 12 anliegt,
- Fig. 12
- eine Folgedarstellung gemäß Fig. 11, wobei der Schlüssel weiter aus dem Schlüsselkanal
herausgezogen ist, so dass die gerundete Spitze des Zuhaltungsstiftes an der ersten
Gleitflanke 12 entlang gleitet,
- Fig. 13
- eine Darstellung gemäß Fig. 12, wobei der Zuhaltungsstift in einer zweiten Bewegungsphase
an der steileren zweiten Gleitflanke 14 entlang gleitet,
- Fig. 14
- eine Ausgestaltung einer Schlüsselspitze.
[0009] Der in Fig. 1 dargestellte, zum Stand der Technik gehörende Schlüssel 2 besitzt eine
Schlüsselreide 22 und einen sich an die Schlüsselreide 22 anschließenden Schlüsselschaft
21. Der Schlüsselschaft 21 besitzt eine breite Führungsrippe und eine Vielzahl von
Profilrippen. Der Schlüsselkanal des Zylinderkernes eines zugehörigen Schließzylinders
besitzt ein entsprechendes Querschnittsprofil. Der Schlüsselschaft 21 besitzt insgesamt
sechs Codierungsausnehmungen 10, zu denen jeweils ein Kernstift gehört, wobei die
der Spitze benachbarte Codierungsausnehmung die Tiefe Null besitzt. Die Codierungsausnehmungen
werden von V-förmigen Einschnitten ausgebildet, die scharfkantig ineinander übergehen.
[0010] Die in den Figuren 2 bis 7 dargestellte erfindungsgemäße Weiterbildung des in der
Fig. 1 dargestellten Schlüssels besitzt ebenfalls V-förmige Codierungsausnehmungen
10. In den Scheitelbereichen der Codierungsausnehmungen 10 stützen sich die gerundeten
Spitzen 8 der Köpfe 7 von Kernstiften 6 ab. Die Kernstifte 6 sind zudem von Plättchen
23 unterlegt und in Kernstiftbohrungen 5 gleitend gelagert. Bei eingestecktem passenden
Schlüssel 2 fluchten die den Köpfen gegenüberliegenden Stirnseiten der Kernstifte
6 bzw. im Ausführungsbeispiel die Stirnseiten der Plättchen 23 mit der Trennebene
zwischen Zylinderkern 3 und Bohrung des Schließzylindergehäuses 1. Hierdurch wird
verhindert, dass Gehäusestifte 25, die jeweils in einer Gehäusebohrung 24 gelagert
sind, von der Kraft einer Zuhaltungsfeder 26 die Trennungsebene kreuzend in die Stiftbohrung
5 hineinragen. Ebenso wenig ragen die Kernstifte 6 bzw. im Ausführungsbeispiel die
Plättchen 23 in die Gehäusebohrung 24. Der Zylinderkern 3 lässt sich somit mittels
des Schlüssels drehen. Die Schlüsselspitze greift in eine nicht dargestellte Kupplung,
um ein nicht dargestelltes Schließglied zwecks Betätigung eines Schlosses zu drehen.
Die Codierungsausnehmungen 10 besitzen ein erstes Gleitflankenpaar 12, welches sich
in einem Scheitelpunkt 12' schneidet. Wesentlich ist, dass die ersten Gleitflanken
12 geradlinig verlaufen. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen realen Schnittpunkt
12'. Die ersten Gleitflanken 12 können sich aber auch in einem gedachten Schnittpunkt
schneiden, wenn sie bspw. zuvor in eine parallel zur Schlüsselschafterstreckung verlaufende
Stützflanke übergehen. Im Ausführungsbeispiel stützt sich die gerundete Spitze 8 des
Kopfes 7 des Kernstiftes 6 an den beiden ersten Gleitflanken 12 ab. In einer nicht
dargestellten Variante kann sich die Rundung der Spitze 8 aber auch an einer Stützflanke
abstützen.
[0011] Mit der Bezugsziffer 13 ist eine Knickstelle dargestellt. Es handelt sich hier um
einen Übergangsbereich, in dem die erste Gleitflanke 12 in eine zweite Gleitflanke
14 übergeht, die eine größere Steigung in Bezug auf die Erstreckungsrichtung des Schlüsselschaftes
21 besitzt. Der Übergangsbereich 13 wird von der Konusfläche 9 des Kopfes 7 übergriffen.
Der bezogen auf die Verlagerungsrichtung des Kernstiftes 6 axiale Abstand des Übergangsbereiches
13 zur Spitze 8 des in der Codierungsausnehmung 10 positioniert gehaltenen Kernstiftes
6 ist geringer als die axiale Länge des Kopfes 7, die sich aus der axialen Länge der
Spitze 8 und der axialen Länge der Konusfläche zusammensetzt. Der Abstand des Übergangsbereiches
13 von der durch die Spitze 8 gehenden Zentrumsachse des in der Codierungsausnehmung
10 positionierten Kernstiftes 6 ist geringer als der Radius des zylindrischen Schaftabschnittes
des Kernstiftes 6. Infolge dessen ist das Abstandsmaß zweier sich gegenüberliegender
Übergangsbereiche 13 einer Codierungsausnehmung 10, in der sich die Spitze 8 gleichzeitig
an zwei ersten Gleitflanken 12 abstützt, auch geringer als der Durchmesser des Kernstiftes
6.
[0012] Im Ausführungsbeispiel beträgt der Öffnungswinkel α der beiden ersten Gleitflanken
12 etwa 106°. Der Öffnungswinkel der zweiten Gleitflanken 14 beträgt etwa 90°. Der
Konuswinkel γ der Konusfläche 9 beträgt im Ausführungsbeispiel etwa 86°. Der Konus
ist derart gestaltet, dass der Durchmesser seiner Basisfläche, mit der sich der Konusabschnitt
9 an den zylindrischen Schaftabschnitt des Kernstiftes 6 anschließt, mindestens viermal
so groß ist wie der Kopfdurchmesser des Konusabschnittes 9, an dem sich die Rundung
der Spitze 8 anschließt. Im Ausführungsbeispiel beträgt das Durchmesserverhältnis
etwa Sechs. Die Maße sind jedenfalls so gewählt, dass sich die Rundung der Spitze
8 an der ersten Gleitfläche 12 abstützt und der Übergangsbereich 13 im Bereich der
Konusfläche 9 liegt.
[0013] Die Funktionsweise ist die Folgende: Wird ausgehend von der aus Fig. 3 dargestellten
Ruhestellung der Schlüssel 2 nach links aus dem Schlüsselkanal herausgezogen, so gleitet
die Spitze 8 zunächst - wie dies in der Fig. 4 dargestellt ist - an der flacher verlaufenden
ersten Gleitflanke 12 entlang. Die Haftreibung wird in dieser ersten Bewegungsphase
überwunden und der Kernstift 6 zusammen mit den von ihm beaufschlagten Plättchen 23
und Gehäusestift 25 in Achsrichtung beschleunigt. An diese Beschleunigungsphase schließt
sich eine zweite Bewegungsphase an, in der lediglich die Gleitreibung der Spitze 8
an der Gleitflanke zu überwinden ist. In dieser zweiten Bewegungsphase passiert die
Spitze 8 den Übergangsbereich 13 und gleitet an der zweiten, steileren Gleitfläche
14 entlang. Da der Konuswinkel γ geringfügig kleiner ist als der Öffnungswinkel β
der zweiten Gleitflanken 14 verbleibt zwischen Konusfläche 9 und zweiter Gleitflanke
14 ein kleiner Spalt, der aber durch eine geringfügige Verkippung des Kernstiftes
6 ausgeglichen werden kann, so dass der Kernstift 6 in Linienanlage an der zweiten
Gleitflanke 14 entlang gleiten kann.
[0014] Die Fig. 6 zeigt einen nur in einer geringfügig tief eingeschnittenen Codierungsausnehmung
10 einliegenden Kernstift 6. Hier ist nur die erste Gleitflanke 12 vorhanden, die
unter Ausbildung einer spitzen Zacke in die zweite Gleitflanke 14 einer benachbarten
Codierungsausnehmung übergeht.
[0015] Die Fig. 7 zeigt einen Schlüssel mit einer Einkerbungsgeometrie zur Ausbildung einer
Codierungsausnehmung 10, wie sie zuvor unter Bezugnahme auf die Figuren 3 bis 5 beschrieben
worden ist. Hier liegt ein Kernstift 16 in der Codierungsausnehmung 10, der eine Konusfläche
19 besitzt, die einen Konuswinkel γ von 102° besitzt. An diese erste, in die gerundete
Spitze 18 des Kopfes 17 übergehende Konusfläche 19 schließt sich unter Ausbildung
eines Übergangsbereiches 20' eine zweite Konusfläche 20 an, die einen kleineren Konuswinkel
von etwa 86° besitzt. Der Kopf 17 dieses Kernstiftes 16 liegt im Übergangsbereich
20' an der zweiten Gleitflanke 14 an. Dieser Kernstift 16 wird beim Herausziehen des
Schlüssels stärker beschleunigt als die anderen Kernstifte.
[0016] Durch eine abgestufte Anpassung der Kernstiftwinkel γ an die Einschnittwinkel α,
β wird ein sanftes Anheben der Kernstifte mit unterschiedlichen Beschleunigungen erreicht.
Der wechselnde Einsatz von Kernstiften mit durchgehenden bzw. abgestuften Konusflächen
19, 20 führt zu verschiedenen Beschleunigungsmodellen. Die abgestufte Einschnittform
des Schlüssels in Kombination mit den Stiftwinkeln ergibt einen erhöhten Bedienungskomfort
beim Einführen und Abziehen des Schlüssels. Durch die unterschiedlichen Beschleunigungsvarianten
ergibt sich ein erhöhter Schutz gegen Schlagpicken.
[0017] Die Figuren 8 und 9 zeigen einen Flachschlüssel des Standes der Technik, bei dem
die Codierungsausnehmungen 10 von topfförmigen Einfräsungen in der Schlüsselbreitseite
gebildet sind. Ein derartiger Schlüssel wird bspw. von der eingangs genannten
DE 298 18 143 U1 beschrieben.
[0018] Wie der Fig. 10 zu entnehmen ist, stützen sich die gerundeten Spitzen 8 der Zuhaltungsstifte
6 an Stützflanken 11 ab. Die Stützflanken 11 bilden den Boden der Codierungsausnehmungen
10. Die Stützflanken 11 besitzen eine kreisförmige Kontur und werden von auf einer
Innenkonusfläche verlaufenden ersten Wandungszone begrenzt. Diese erste Wandungszone
bildet zwei sich gegenüberliegende erste Gleitflanken 12 aus. Der Öffnungswinkel α
des die ersten Gleitflanken 12 ausbildenden Innenkonus beträgt im Ausführungsbeispiel
etwa 106°.
[0019] Die erste Innenkonusfläche geht in eine zweite Innenkonusfläche über. Die zweite
Innenkonusfläche bildet zwei sich gegenüberliegende zweite Gleitflanken 14 aus. Der
Innenkonuswinkel β der zweiten Innenkonusfläche beträgt etwa 90°, so dass sich eine
Übergangszone 13 ausbildet in Form einer Knicklinie. Der Übergangsbereich 13 besitzt
gegenüber der Stützflanke 11 einen Abstand in Achsrichtung des Kernstiftes 6, welcher
geringer ist als der Abstand zwischen Spitze 8 und Basisfläche des Konus 9 des Kopfes
7.
[0020] Die vom zweiten Innenkonus ausgebildete zweite Gleitflanke 14 geht in eine Breitseitenfläche
des Schlüsselschaftes 21 über.
[0021] Der Konuswinkel der Konusfläche 9 beträgt auch hier etwa 86°. Der Durchmesser der
Basisfläche des Konus 9 ist hier mehr als doppelt so groß wie der Durchmesser des
Übergangsbereiches der Konusfläche in die Spitze 8.
[0022] Wird der Schlüssel 2, wie in der Fig. 11 gezeigt, geringfügig aus dem Schlüsselkanal
4 herausgezogen, so berührt die gerundete Spitze 8 die erste Gleitflanke 12. Der Übergangsbereich
13 wird dabei mit einem Abstand von der Konusfläche 9 überfangen. Ein weiteres Herausziehen
des Schlüssels 2 aus dem Schlüsselkanal 4 führt zu dem in Fig. 12 dargestellten Bewegungszustand.
In dieser Bewegungsphase wird der Kernstift 6 durch Entlanggleiten der gerundeten
Spitze 8 an der schwächer steigenden ersten Gleitflanke 12 beschleunigt. Daran anschließend
passiert die gerundete Spitze 8 den Übergangsbereich 13 und erreicht die in Fig. 13
dargestellte zweite Bewegungsphase, in welcher die Spitze 8 an der zweiten, stärker
geneigt verlaufenden Gleitflanke 14 entlang gleitet.
[0023] Die Fig. 14 zeigt einen Spitzenbereich eines Flachschlüssels. Eine Gleitschräge 27,
an der eine Konusfläche 9 eines Kernstiftes 6 unter Linienanlage beim Hereinschieben
des Schlüssels 2 in den Schlüsselkanal 4 entlang gleitet, besitzt einen Steigungswinkel
ε bezogen auf die Bewegungsrichtung des Kernstiftes 6 von etwa 45°.
[0024] An diese Gleitschräge 27 schließt sich ein Flankenabschnitt 29 der Schlüsselspitze
28 an, der bezogen auf die Bewegungsrichtung S des Kernstiftes 6 um einen Winkel Δ
von etwa 37° geneigt ist. Dies führt zu einer verkürzten Schlüsselspitze, die aber
gleichwohl in der Lage ist, den Schlüssel mit einem Schließ glied zu kuppeln, indem
sie in einen Kupplungsschlitz eintaucht.
[0025] Das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt einen 31,5 mm langen
Zylinder mit sechs Stiften. Alternativen dazu sind 27,5 mm lang und besitzen fünf
Stifte oder sind länger und besitzen sieben oder mehr Stifte.
1. Schlüssel (2) für eine Schließeinrichtung mit Codierungsausnehmungen (10), die jeweils
zwei sich gegenüberliegende Wandungen ausbilden, an denen die Spitze (8) eines Kopfes
(7) eines Zuhaltungsstiftes (6) beim Hereinschieben des Schlüssels (2) in einen Schlüsselkanal
(4) oder beim Herausziehen des Schlüssels (2) aus dem Schlüsselkanal (4) entlang gleitet
wobei die Wandung eine erste Gleitflanke (12) ausbildet, an der der Kopf (7) in einer
ersten Bewegungsphase beim Herausziehen des Schlüssels (2) entlang gleitet, und eine
sich an die erste Gleitflanke (12) in einem Übergangsbereich (13) anschließende zweite
Gleitflanke (14) ausbildet, an der der Kopf (7) in einer zweiten Bewegungsphase beim
Herausziehen des Schlüssels (2) entlang gleitet und welche gegenüber der ersten Gleitflanke
(12) bezogen auf die Bewegungsrichtung des Schlüssels (2) steiler verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflanken (12,14) im Wesentlichen geradlinig verlaufen.
2. Schlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungswinkel zweier sich gegenüberliegender erster Gleitflanken (12) einer
Codierungsausnehmung (10) etwa 106° beträgt und der Öffnungswinkel zweier sich gegenüberliegender
zweiter Gleitflanken (14) derselben Codierungsausnehmung (10) etwa 90° beträgt, wobei
der Schlüssel insbesondere ein Flachschlüssel ist und die Codierungsausnehmungen von
brustseitig eingeschnittenen Kerben gebildet sind.
3. Schließeinrichtung, bestehend aus einem Schließzylinder (1) und einem passenden Schlüssel
(2), nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Schließzylinder (1) einen Zylinderkern (3)
mit einem Schlüsselkanal (4) zum Einstecken des Schlüssels (2) und mit in den Schlüsselkanal
(4) mündenden Stiftbohrungen (5) aufweist, in welchen Stiftbohrungen (5) Zuhaltungsstifte
(6) gelagert sind, die einen Kopf (7) mit einer Spitze (8) und einer sich an die Spitze
(8) anschließenden Konusfläche (9) ausbilden, der in eine Codierungsausnehmung (10)
des Schlüssels (2) eingreift und sich dort mit der Spitze (8) an einem Abschnitt der
Wandung der Codierungsausnehmung (10) abstützt, wobei der Kopf (7) des Zuhaltungsstiftes
(6) vor der durch das Herausziehen des Schlüssels (2) aus dem Schlüsselkanal (4) bewirkten
Axialverlagerung des Zuhaltungsstiftes (6) in der Stiftbohrung (5) in einer Anlagestellung
an der ersten Gleitflanke (12) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Maße der sich an eine Rundung der Spitze (8) anschließenden Konusfläche (9) und
der ersten Gleitflanke (12) derart auf einander abgestimmt sind, dass der Übergangsbereich
(13) in der Anlagestellung von der Konusfläche (9) überdeckt ist.
4. Schließeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei erste Gleitflanken (12) und jeweils zwei zweite Gleitflanken (14) einen
Öffnungswinkel (α, β) zwischen sich einschließen, wobei der Öffnungswinkel (α) der
ersten Gleitflanken (12) wesentlich größer ist als der Konuswinkel (γ) und der Öffnungswinkel
(β) der zweiten Gleitflanken (14) nahezu gleich dem Konuswinkel ist, oder der Konuswinkel
(γ) geringfügig kleiner ist als der Öffnungswinkel (β) der zweiten Gleitflanken (14)
und insbesondere ca. 86° beträgt, wobei der Öffnungswinkel (α) der ersten Gleitflanken
(12) insbesondere etwa 106° beträgt und der Öffnungswinkel (β) der zweiten Gleitflanken
(14) insbesondere etwa 90° beträgt.
5. Schlüssel nach Anspruch 2 oder Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder
4, dadurch gekennzeichnet, dass die unterschiedlich tief eingeschnittenen Codierungsausnehmungen (10) ansonsten gleich
gestaltete erste und zweite Gleitflanken (12,14) aufweisen.
6. Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer weiteren Stiftbohrung (15) ein Zuhaltungsstift (16) gelagert
ist, dessen Kopf (17) eine sich an die Spitze (18) anschließende Konusfläche (19)
aufweist, deren Konuswinkel (γ) größer ist als der Öffnungswinkel (β) der zweiten
Gleitflanken (14).
7. Schließeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein sich an die Konusfläche (19) anschließender Randabschnitt (20') des Kopfes (17)
an der zweiten Gleitflanke (14) anliegt.
8. Schlüssel nach Anspruch 1, 2 oder 5 oder Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche
3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierungsausnehmung (10) eine brustseitige Kerbe eines Flachschlüssels oder
eine topfförmige Breitseitenvertiefung insbesondere eines Wendeflachschlüssels (2)
ist.
9. Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei in den Schlüsselkanal (4) eingestecktem Schlüssel (2) der Zuhaltungsstift (6)
durch gleichzeitige Anlage der Rundung der Spitze (8) an zwei sich in einem Punkt
12' schneidenden ersten Gleitflanken (12) auf Position gehalten ist.
10. Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei in den Schlüsselkanal (4) eingeschobenem Schlüssel (2) der Zuhaltungsstift (6)
durch Anlage der Rundung der Spitze (8) an einer Stützflanke (11) der Codierungsausnehmung
(10) auf Position gehalten ist.
11. Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel eine schräg zur Einsteckrichtung des Schlüssels (2) verlaufenden Gleitschräge
(27) am einsteckseitigen Ende des Schlüssels (2) aufweist, welche beim Einstecken
des Schlüssels (2) gegen den Kopf (7) eines der Zuhaltungsstifte (6) stößt und an
welcher der Kopf (7) des Zuhaltungsstiftes (6) bei einer gleichzeitigen Axialverlagerung
des Zuhaltungsstiftes (6) in der Stiftbohrung (5) entlang gleitet und an die sich
eine Schlüsselspitze (28) anschließt, wobei die Gleitschräge (27) flacher verläuft
als der sich unmittelbar daran anschließende Flankenabschnitt (29) der Schlüsselspitze
(28).
12. Schließeinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel der Gleitschräge (27) und der Konuswinkel des Zuhaltungsstiftes derart
aufeinander abgestimmt sind, dass die Konusfläche (9) im Wesentlichen über ihre gesamte
axiale Länge von der Gleitschräge (27) beaufschlagt wird.
13. Schlüssel nach einem der Ansprüche 1, 2, 4, 5 oder 8, mit einer schräg zur Erstreckungsrichtung
des Schlüsselschaftes verlaufenden Gleitschräge (27) am freien Ende des Schlüsselschaftes
(21), an die sich eine Schlüsselspitze (28) anschließt, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschräge (27) bezogen auf die Erstreckungsrichtung des Schlüsselschaftes
(21) flacher verläuft als der sich unmittelbar daran anschließende Flankenabschnitt
(29) der Schlüsselspitze (28).
14. Schließeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 12 oder Schlüssel nach einem der
Ansprüche 1, 2, 5, 8 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Gleitflanken (14) ohne Verminderung ihrer Steigung im Wesentlichen scharfkantig
in zweite oder erste Gleitflanken benachbarter Codierungsausnehmungen (10) oder in
eine parallel zur Schlüsseleinsteckrichtung verlaufende Wandung des Schlüsselschaftes
übergehen.
1. Key (2) for a locking device, with coding recesses (10), which respectively form two
opposing walls on which the tip (8) of a head (7) of a tumbler pin (6) slides along
when the key (2) is pushed into a key channel (4) or when the key (2) is withdrawn
from the key channel (4), the wall forming a first sliding flank (12), on which the
head (7) slides along in a first phase of movement during the withdrawal of the key
(2), and a second sliding flank (14), which follows on from the first sliding flank
(12) in a transitional region (13) and on which the head (7) slides along in a second
phase of movement during the withdrawal of the key (2) and which is steeper than the
first sliding flank (12) with respect to the direction of movement of the key (2),
characterized in that the sliding flanks (12, 14) are substantially straight.
2. Key according to Claim 1, characterized in that the apex angle of two opposing first sliding flanks (12) of a coding recess (10)
is approximately 106° and the apex angle of two opposing second sliding flanks (14)
of the same coding recess (10) is approximately 90°, the key being in particular a
flat key and the coding recesses being formed by notches cut in on the front edge.
3. Locking device, comprising a locking cylinder (1) and a matching key (2) according
to Claim 1 or 2, the locking cylinder (1) having a cylinder core (3) with a key channel
(4) for insertion of the key (2) and with pin holes (5) opening out into the key channel
(4), in which pin holes (5) tumbler pins (6) are mounted, the pins forming a head
(7) with a tip (8) and a conical surface (9) which follows on from the tip (8), the
head engaging in a coding recess (10) of the key (2) and being supported there by
the tip (8) on a portion of the wall of the coding recess (10), the head (7) of the
tumbler pin (6) engaging against the first sliding flank (12) before the axial displacement
of the tumbler pin (6) in the pin hole (5) that is brought about by withdrawing the
key (2) from the key channel (4), characterized in that the dimensions of the conical surface (9) following on from a rounding of the tip
(8) and of the first sliding flank (12) are made to match one another in such a way
that the transitional region (13) is covered by the conical surface (9) in the abutting
position.
4. Locking device according to Claim 3, characterized in that each two first sliding flanks (12) and each two second sliding flanks (14) respectively
form between them a respective apex angle (α, β), the apex angle (α) of the first
sliding flanks (12) being substantially greater than the cone angle (γ), and the apex
angle (β) of the second sliding flanks (14) being virtually equal to the cone angle,
or the cone angle (γ) being slightly less than the apex angle (β) of the second sliding
flanks (14) and, in particular, being about 86°, the apex angle (α) of the first sliding
flanks (12) being in particular approximately 106°, and the apex angle (β) of the
second sliding flanks (14) being in particular approximately 90°.
5. Key according to Claim 2, or locking device according to either of Claims 3 and 4,
characterized in that the coding recesses (10), which are cut in to different depths, otherwise have first
and second sliding flanks (12, 14) of the same configuration.
6. Locking device according to any of Claims 3 to 5, characterized in that mounted in at least one further pin hole (15) is a tumbler pin (16), the head (17)
of which has a conical surface (19), which follows on from the tip (18) and the cone
angle (γ) of which is greater than the apex angle (β) of the second sliding flanks
(14).
7. Locking device according Claim 6, characterized in that a peripheral portion (20') of the head (17) that follows on from the conical surface
(19) engages against the second sliding flank (14).
8. Key according to Claim 1, 2 or 5, or locking device according to any of Claims 3 to
7, characterized in that the coding recess (10) is a notch on the front edge of a flat key or a cup-shaped
depression on the broad side, in particular of a reversible flat key (2).
9. Locking device according to any of Claims 3 to 8, characterized in that, with the key (2) inserted into the key channel (4), the tumbler pin (6) is kept
in position by simultaneous abutment of the rounding of the tip (8) against two first
sliding flanks (12) intersecting at a point (12').
10. Locking device according to any of Claims 3 to 9, characterized in that, with the key (2) pushed into the key channel (4), the tumbler pin (6) is kept in
position by abutment of the rounding of the tip (8) against a supporting flank (11)
of the coding recess (10).
11. Locking device according to any of Claims 3 to 10, characterized in that the key has a sliding slope (27), sloping in relation to the direction of insertion
of the key (2), at the insertion end of the key (2), which slope butts against the
head (7) of one of the tumbler pins (6) when the key (2) is inserted and on which
slope the head (7) of the tumbler pin (6) slides along with simultaneous axial displacement
of the tumbler pin (6) in the pin hole (5) and which slope is followed by a key tip
(28), the sliding slope (27) extending at a shallower slope than the flank portion
(29) of the key tip (28) that follows on directly from it.
12. Locking device according to Claim 11, characterized in that the angle of the sliding slope (27) and the cone angle of the tumbler pin are made
to match one another in such a way that the conical surface (9) is acted upon by the
sliding slope (27) substantially over its entire axial length.
13. Key according to any of Claims 1, 2, 4, 5 and 8, with a sliding slope (27), sloping
in relation to the direction of extent of the key shank, at the free end of the key
shank (21), which slope is followed by a key tip (28), characterized in that, with respect to the direction of extent of the key shank (21), the sliding slope
(27) extends at a shallower slope than the flank portion (29) of the key tip (28)
that follows on directly from it.
14. Locking device according to any of Claims 3 to 12 or key according to any of Claims
1, 2, 5, 8 and 13, characterized in that, without reducing their slope, the second sliding flanks (14) merge into second or
first sliding flanks of adjacent coding recesses (10), or into a wall of the key shank
running parallel to the direction of key insertion, substantially with sharp edges.
1. Clé (2) pour un dispositif de verrouillage avec des crans de codage (10) lesquels
forment chacun deux parois opposées le long desquelles glisse la pointe (8) d'une
tête (7) de goupille (6) lors de l'insertion de la clé (2) dans un canal de clé (4)
ou lors de l'extraction de la clé (2) hors du canal de clé (4), dans laquelle la paroi
forme un premier flanc de glissement (12) le long duquel la tête (7) glisse pendant
une première phase de déplacement lors de l'extraction de la clé (2) et un deuxième
flanc de glissement (14) se raccordant au premier flanc de glissement (12) dans une
zone de transition (13) et le long duquel glisse la tête (7) pendant une deuxième
phase de déplacement lors de l'extraction de la clé (2), le deuxième flanc de glissement
(14) s'étendant avec une pente plus raide que le premier flanc de glissement (12)
par rapport à la direction de déplacement de la clé (2), caractérisée en ce que les flancs de glissement (12, 14) s'étendent sensiblement en ligne droite.
2. Clé selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'angle d'ouverture de deux premiers flancs de glissement opposés (12) d'un cran
de codage (10) est d'environ 106° et l'angle d'ouverture de deux deuxièmes flancs
de glissement opposés (14) du même cran de codage (10) est d'environ 90°, dans laquelle
la clé est plus particulièrement une clé plate et les crans de codage sont formés
par des encoches découpées frontalement.
3. Dispositif de verrouillage, constitué d'un cylindre de serrure (1) et d'une clé correspondante
(2) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le cylindre de serrure (1) présente
un noyau de cylindre (3) avec un canal de clé (4) pour l'insertion de la clé (2) et
des logements de goupilles (5) qui débouchent dans le canal de clé (4) dans lesquels
sont logées des goupilles (6) qui forment une tête (7) avec une pointe (8) et une
surface conique (9) se reliant à la pointe (8), laquelle engage un cran de codage
(10) de la clé (2) et y prend appuie avec la pointe (8) sur une portion de la paroi
du cran de codage (10), dans lequel la tête (7) de la goupille (6) vient dans une
position d'appui contre le premier flanc de glissement (12) par l'effet du déplacement
axial de la goupille (6) dans le logement de goupille (5) provoqué par l'extraction
de la clé (2), caractérisé en ce que les dimensions de la surface conique (9) qui rejoint un arrondi de la pointe (8)
et du premier flanc de glissement (12) sont adaptées mutuellement de manière à ce
que, dans la position d'appui, la zone de transition (13) soit couverte par la surface
conique (9).
4. Dispositif de verrouillage selon la revendication 3, caractérisé en ce que deux premiers flancs de glissement (12) et deux deuxièmes flancs de glissement (14)
forment respectivement entre eux un angle d'ouverture (α, β), dans lequel l'angle
d'ouverture (α) des premiers flancs de glissement (12) est sensiblement plus grand
que l'angle du cône (γ) et l'angle d'ouverture (ß) des deuxièmes flancs de glissement
(14) est sensiblement égal à l'angle du cône, ou l'angle du cône (γ) est légèrement
plus petit que l'angle d'ouverture (ß) des deuxièmes flancs de glissement (14) et
est en particulier d'environ 86°, l'angle d'ouverture (α) des premier flancs de glissement
(12) étant en particulier d'environ 106° et l'angle d'ouverture (ß) des deuxièmes
flancs de glissement (14) étant en particulier d'environ 90°.
5. Clé selon la revendication 2 ou dispositif de verrouillage selon la revendication
3 ou 4, caractérisé en ce que les crans de codage (10) découpés à des profondeurs différentes présentent par ailleurs
des premiers et des deuxièmes flancs de glissement (12, 14) conformés de manière identique.
6. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce qu'une goupille (16) est logée dans au moins un logement de goupille additionnel (15)
et dont la tête (17) présente une surface conique (19) se reliant à la pointe (18),
laquelle à un angle de cône (γ) plus grand que l'angle d'ouverture (ß) des deuxièmes
flancs de glissement (14).
7. Dispositif de verrouillage selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une portion de bord (20') de la tête (17) qui suit la surface conique (19) est en
appui contre le deuxième flanc de glissement (14).
8. Clé selon la revendication 1, 2 ou 5 ou dispositif de verrouillage selon l'une des
revendications 3 à 7, caractérisé en ce que le cran de codage (10) est une encoche frontale d'une clé plate ou un évidement en
forme de pot ménagé dans le coté large en particulier d'une clé plate réversible (2).
9. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications 3 à 8, caractérisé en ce que, lorsque la clé (2) est insérée dans le canal de clé (4), la goupille (6) est maintenue
en position par appui simultané de l'arrondi de la pointe (8) contre deux premiers
flancs de glissement (12) qui se coupent en un point (12').
10. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications 3 à 9, caractérisé en ce que, lorsque la clé (2) est insérée dans le canal de clé (4), la goupille (6) est maintenue
en position par appui de l'arrondi de la pointe (8) contre un flanc d'appui (11).
11. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications 3 à 10, caractérisé en ce que la clé présente à son extrémité d'insertion un pan incliné de glissement (27) s'étendant
de manière inclinée par rapport à la direction d'insertion de la clé (2), lequel pan
incliné de glissement (27) bute contre la tête (7) de l'une des goupilles (6) lors
de l'insertion de la clé (2) et le long duquel glisse la tête (7) de la goupille (6)
lors d'un déplacement axial simultané de la goupille (6) dans le logement de goupille
(5), une pointe de clé (28) se reliant au pan incliné de glissement (27) lequel s'étend
de manière plus plate que la portion de flanc contiguë (29) de la pointe de clé (28).
12. Dispositif de verrouillage selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'angle du pan incliné de glissement (27) et l'angle du cône de la goupille sont
adaptés mutuellement de manière à ce que la surface conique (9) soit contactée sensiblement
sur toute sa longueur axiale par le pan incliné de glissement (27).
13. Clé selon l'une des revendications 1, 2, 4, 5 ou 8, ayant à l'extrémité libre de la
tige de clé (21) un pan incliné de glissement (27) s'étendant de manière inclinée
par rapport à la direction d'extension de la tige de la clé et auquel se relie une
pointe de clé (28), caractérisé en ce que, par rapport à la direction d'extension de la tige de clé (21), le pan incliné de
glissement (27) s'étend de manière plus plate que la portion de flanc contiguë (29)
de la pointe de clé (28).
14. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications 3 à 12 ou clé selon l'une
des revendications 1, 2, 5, 8 ou 13, caractérisé en ce que les deuxièmes flancs de glissement (14) rejoignent sensiblement par des arêtes vives
sans diminution de leur pente des deuxièmes ou premiers flancs de glissement de crans
de codage (10) voisins ou une paroi de la tige de clé qui s'étend parallèlement à
la direction d'insertion de la clé.
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