(19)
(11) EP 2 339 893 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.05.2016  Patentblatt  2016/20

(21) Anmeldenummer: 10195494.9

(22) Anmeldetag:  16.12.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H05B 3/68(2006.01)

(54)

Gargerätevorrichtung

Cooking device

Dispositif d'appareil de cuisson


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 28.12.2009 ES 200931286

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.06.2011  Patentblatt  2011/26

(73) Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Franco Gutierrez, Carlos
    50017 Zaragoza (ES)
  • Llorente Gil, Sergio
    50009 Zaragoza (ES)
  • Paesa García, David
    50015 Zaragoza (ES)
  • Sagües Blázquiz, Carlos
    50018 Zaragoza (ES)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 489 479
DE-A1- 10 021 608
DE-A1- 19 821 439
GB-A- 2 432 212
WO-A1-2010/139598
DE-A1- 10 353 299
DE-A1-102008 014 268
US-B1- 6 462 316
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Aus der DE 10 2005 045 872 A1 ist ein Kochfeld bzw. eine Kochmuldenvorrichtung bekannt, die unter einer Kochfeldplatte einen Strahlungsheizkörper aufweist. An dem Strahlungsheizkörper sind an verschiedenen Orten zwei Temperatursensoren angeordnet. Eine Differenz zwischen von den beiden Temperatursensoren erhaltenen Temperatursignalen wird im zeitlichen Verlauf überwacht und ausgewertet, um Informationen über einen Betrieb des Kochfelds zu erhalten bzw. Rückschlüsse über Vorgänge auf der Kochfeldplatte, beispielsweise ein Leerkochen eines aufgestellten Kochgefäßes, zu ziehen.

    [0002] Ferner ist aus der DE 199 06 115 C1 ein Verfahren und eine zugehörige Vorrichtung zum Erkennen eines Leerkochens von Geschirr bekannt. Bei dem Verfahren werden abhängig von einem dreistufigen Vergleich zwischen einer Kochzonentemperatur und einer Abschalttemperatur eines Schutztemperaturbegrenzers Kriterien auf Basis einer ersten und einer zweiten zeitlichen Ableitung eines Temperatursignals von einer Betätigung von Steuer- und Regelorganen sowie einer Energiezufuhr angegeben.

    [0003] Die DE 198 21 439 A1 offenbart eine sensorgesteuerte Garungseinheit mit Selbstkalibrierung.

    [0004] Die GB 2 432 212 A offenbart ein Verfahren zur Erkennung eines Kochzustands in einem Teekessel.

    [0005] Die US 6 462 316 B1 beschreibt ein System zur automatischen Kochfeldtemperaturregelung.

    [0006] Die DE 10 2008 014 268 A1 zeigt eine Vorrichtung zur Steuerung eines Kochfelds.

    [0007] Die EP 1 489 479 A1 zeigt eine Vorrichtung zur Erkennung abnormaler Temperaturanstiege in Gargerätevorrichtungen.

    [0008] Die DE 100 21 608 A1 offenbart ein Verfahren zur Steuerung eines Heizelements einer elektrischen Heizeinrichtung für Flüssigkeiten.

    [0009] Die DE 103 53 299 A1 beschreibt ein Verfahren zur Reglung einer Heizeinrichtung zur Nahrungsmittelzubereitung.

    [0010] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine Gargerätevorrichtung mit einer hohen Bediensicherheit bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.

    [0011] Es wird eine Gargerätevorrichtung, insbesondere eine Kochmuldenvorrichtung, mit einer Überwachungseinheit, die zur Überwachung wenigstens einer Temperatur- und/oder Leistungskenngröße vorgesehen ist, vorgeschlagen, wobei die Überwachungseinheit dazu vorgesehen ist, ein Verbleiben der Temperatur- und/oder Leistungskenngröße in einem bestimmten Bereich über eine bestimmte Zeitspanne als Bedingung zum Auslösen wenigstens eines Warnsignals zu nutzen. Die Überwachungseinheit ist in zumindest einem Betriebsmodus dazu vorgesehen, nach einer ersten Zeitspanne ein Warnsignal an einen Bediener auszugeben und bei Ausbleiben eines Bestätigungssignals nach einer weiteren Zeitspanne ein weiteres Warnsignal, in Form eines Steuersignals, zu senden, um ein Heizmittel abzuschalten. Unter einer "Überwachungseinheit" soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Auswerteeinheit verstanden werden, die vorzugsweise eine Recheneinheit, eine Speichereinheit und ein in der Speichereinheit gespeichertes Betriebsprogramm aufweist. Vorzugsweise umfasst die Überwachungseinheit auch eine
    Steuer- und/oder Regeleinheit, um abhängig von einer Auswertung eine Aktion veranlassen zu können. Unter einem bestimmten "Bereich" bezogen auf eine Temperaturkenngröße soll insbesondere ein ein Temperaturband, vorzugsweise kleiner als 10°C und besonders bevorzugt kleiner als 7°C, charakterisierender Bereich verstanden werden. Unter einem bestimmten "Bereich" bezogen auf eine Leistungskenngröße soll insbesondere ein eine gemittelte Leistung charakterisierender Bereich verstanden werden, der sich insbesondere bei einem entsprechenden Temperaturband, kleiner als 10°C und vorzugsweise kleiner als 7°C, ergibt. Unter einer "bestimmten Zeitspanne" soll insbesondere eine Zeitspanne größer als 2 min und vorzugsweise größer als 5 min verstanden werden. Unter einem "Warnsignal" soll sowohl ein Signal an einen Bediener, wie ein optisches, akusti-sches und/oder taktiles Signal, als auch vorzugsweise ein Signal an ein Gerätebestandteil, wie insbesondere ein Steuer- und/oder Regelsignal, verstanden werden. Ferner soll unter "vorgesehen" insbesondere speziell ausgelegt, ausgestattet und/oder programmiert verstanden werden. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass ein Verbleiben einer Temperatur- und/oder Leistungskenngröße in einem bestimmten Bereich über eine bestimmte Zeitspanne ein Indiz für ein Vorliegen einer abnormalen Situation ist, wodurch die Bediensicherheit vorteilhaft erhöht und Energie eingespart werden kann.

    [0012] Um Fehlauslösungen vorteilhaft vermeiden zu können, ist die Überwachungseinheit dazu vorgesehen, neben dem Verbleiben der Temperatur- und/oder Leistungskenngröße in einem bestimmten Bereich über eine bestimmte Zeitspanne wenigstens eine weitere Bedingung zum Auslösen des Wamsignals zu nutzen, wie vorzugsweise ein Ausbleiben einer Topfbewegung, ein Ausbleiben einer Bewegung vor der Gargerätevorrichtung, ein Ausbleiben einer Schaltbewegung und/oder besonders vorteilhaft ein bestimmter Betriebsmodus. Dabei weist die Gargerätevorrichtung vorzugsweise wenigstens eine Sensoreinheit zur Erfassung entsprechender Kenngrößen auf. Grundsätzlich ist jedoch auch denkbar, dass die Überwachungseinheit Informationen von dritten Sensoren außerhalb der Gargerätevorrichtung nutzt.

    [0013] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Gargerätevorrichtung eine Temperaturautomatikeinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, eine Temperaturkenngröße zumindest teilautomatisiert und vorzugsweise vollautomatisiert auf eine bestimmte Größe zu regeln, wodurch die Bediensicherheit weiter erhöht werden kann, und zwar insbesondere, wenn die Überwachungseinheit dazu vorgesehen ist, als weitere Bedingung eine Aktivierung eines Garautomatikmodus zu nutzen. Dabei soll unter einem "Garautomatikmodus" insbesondere ein Modus verstanden werden, bei dem eine Temperaturkenngröße auf eine bestimmte Sollgröße geregelt wird und/oder auf einen bestimmten Sollgrößenverlauf, wie insbesondere bei einem automatisierten Garprogramm.

    [0014] Sind die Überwachungseinheit und die Temperaturautomatikeinheit zumindest teilweise einstückig ausgebildet, d.h. weisen die Überwachungseinheit und die Temperaturautomatikeinheit insbesondere eine zumindest teilweise gemeinsame Recheneinheit und/oder Speichereinheit und/oder eine zumindest teilweise gemeinsame Sensoreinheit auf, können zusätzliche Bauteile, Bauraum, Montageaufwand und Kosten eingespart werden.

    [0015] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Überwachungseinheit dazu vorgesehen ist, als weitere Bedingung wenigstens ein Erreichen wenigstens eines Grenzwerts wenigstens einer Kenngröße zu nutzen, wodurch Fehlsignale vorteilhaft vermieden werden können. Grundsätzlich sind verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Grenzwerte denkbar, wie Leistungsgrenzwerte und/oder besonders vorteilhaft Temperaturgrenzwerte. Besonders bevorzugt ist eine weitere Bedingung ein Grenzwert, der eine Gartemperatur von über 50°C charakterisiert.

    [0016] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Gargerätevorrichtung wenigstens eine Einstelleinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, wenigstens eine Bedingungsgröße einzustellen, wodurch eine vorteilhafte Anpassung an vorliegende Randparameter erreicht werden kann. Unter einer "Bedingungsgröße" soll dabei insbesondere der bestimmte Bereich der Temperatur- und/oder Leistungskenngröße und/oder die bestimmte Zeitspanne, in der die Temperatur- und/oder Leistungskenngröße in dem bestimmten Bereich verbleiben muss, verstanden werden. Die Einstelleinheit kann zu einer manuellen Einstellung durch einen Bediener vorgesehen sein und/oder kann vorteilhaft dazu vorgesehen sein, wenigstens eine Bedingungsgröße abhängig von wenigstens einer Kenngröße zumindest teilautomatisiert und vorzugsweise vollautomatisiert einzustellen, wodurch eine besonders komfortable, vorteilhafte Anpassung erreicht werden kann. Grundsätzlich sind verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Kenngrößen denkbar, abhängig von denen die Einstelleinheit eine zumindest teilautomatisierte Einstellung durchführt. Besonders vorteilhaft stellt die Einstelleinheit jedoch wenigstens eine Bedingungsgröße abhängig von einem ausgewählten Automatikprogramm, einem vorliegenden Gargutgewicht und/oder abhängig von wenigstens einer eingestellten Solltemperatur, die insbesondere automatisiert eingeregelt wird, ein.

    [0017] Ist die Überwachungseinheit dazu vorgesehen, zumindest zwei verschiedene Warnsignale abhängig von der Zeit auszugeben, kann die Bediensicherheit weiter erhöht und es können Fehlsignale zumindest reduziert werden.

    [0018] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

    [0019] Es zeigen:
    Fig. 1
    einen schematisch dargestellten Ausschnitt einer Gargerätevorrichtung,
    Fig. 2
    einen Verfahrensablauf der Gargerätevorrichtung aus Fig. 1,
    Fig. 3
    einen ersten Temperaturverlauf bei einem ersten Garvorgang über der Zeit und
    Fig. 4
    einen zweiten Temperaturverlauf bei einem zweiten Garvorgang über der Zeit.


    [0020] Figur 1 zeigt eine von einer Kochmuldenvorrichtung gebildete Gargerätevorrichtung mit einer Kochfeldplatte 14 mit Kochstellen 16 und unter den Kochstellen 16 der Kochfeldplatte 14 angeordneten Heizmitteln 18. Die Kochmuldenvorrichtung umfasst eine Überwachungseinheit 10, die zur Überwachung einer Temperaturkenngröße TK vorgesehen ist (Figuren 1 bis 4). Die Temperaturkenngröße TK wird von einer erfassten Gartemperatur, d.h. insbesondere von einer Gargeschirrtemperatur, gebildet. Zur Erfassung der Temperaturkenngröße TK weist die Kochmuldenvorrichtung je Kochstelle 16 eine unter der Kochfeldplatte 14 angeordnete Sensoreinheit 20 mit zwei Temperatursensoren auf. Altemativ oder zusätzlich könnte auch eine zumindest teilweise oberhalb der Kochfeldplatte 14 angeordnete Sensoreinheit 22 vorgesehen sein, die mittels Infrarot eine Temperaturkenngröße erfasst, wie dies in Figur 1 angedeutet ist. Die Überwachungseinheit 10 weist eine Auswerteeinheit mit einer Recheneinheit 24, einer Speichereinheit 26 und einem in der Speichereinheit 26 gespeicherten Betriebsprogramm auf und ist einstückig mit einer Temperaturautomatikeinheit ausgebildet, die dazu vorgesehen ist, die Temperaturkenngröße TK auf eine bestimmte Sollgröße, und zwar auf eine Solltemperatur TS zu regeln. Die Überwachungseinheit 10 und die Temperaturautomatikeinheit weisen eine Einstelleinheit 12 auf, die dazu vorgesehen ist, Bedingungsgrößen manuell, von einem Bediener, und abhängig von Kenngrößen automatisiert einzustellen. Die Einstelleinheit 12 umfasst eine Recheneinheit, eine Speichereinheit und ein in der Speichereinheit gespeichertes Betriebsprogramm, wobei die Recheneinheit und die Speichereinheit einstückig mit der Recheneinheit 24 und der Speichereinheit 26 der Überwachungseinheit 10 ausgeführt sind. Zusätzlich weist die Einstelleinheit 12 eine Bedieneinheit 40 auf. Ferner dient die Einstelleinheit 12 zu einer Einstellung der gewünschten Solltemperatur TS, auf die eine Regelung stattfinden soll und zur Auswahl eines bestimmten Garprogramms. Die Temperaturautomatikeinheit stellt eine Garprogrammautomatikeinheit dar, die verschiedene Garprogramme mit unterschiedlichen Temperaturverläufen aufweist.

    [0021] Die Überwachungseinheit 10 ist dazu vorgesehen, ein Verbleiben der Temperaturkenngröße TK in einem bestimmten Bereich TB über eine bestimmte Zeitspanne tP1, tP2 als Bedingung zum Auslösen von Wamsignalen W1, W2 zu nutzen (Figuren 2 bis 4). Ferner ist die Überwachungseinheit 10 dazu vorgesehen, als weitere Bedingungen eine Aktivierung eines Garautomatikmodus 28 und ein Überschreiten eines Grenzwerts G der Temperaturkenngröße TK zu nutzen.

    [0022] Figur 3 zeigt einen ersten Temperaturverlauf bei einem ersten Garvorgang über der Zeit t. Ist von einem Bediener ein Garautomatikmodus 28 eingestellt, wird von der Temperaturautomatikeinheit eine Heizleistungseinstellung 30 zur Regelung der Temperaturkenngröße TK auf die Solltemperatur TS durchgeführt (Figuren 2, 3 und 4). Wird während des Garautomatikmodus 28 zu Zeitpunkten t1, t2, t3, t4 Gargut in ein auf der Kochstelle 16 befindliches Gargeschirr 34 gebracht, sinkt die Temperaturkenngröße TK, aufgrund der kurzfristig erhöhten Wärmeaufnahme vom Gargut jeweils kurzfristig ab, bis die Temperaturautomatikeinheit die Temperaturkenngröße TK wieder auf die Solltemperatur TS geregelt hat. Liegt die Solltemperatur TS über dem Grenzwert G von 50°C, wird von der Überwachungseinheit 10 in einer Prüfung 32 geprüft, ob die Temperaturkenngröße TK über die Zeitspanne tP1 von 5 min in dem Bereich TB verbleibt, der von einem Temperaturband von 10°C gebildet ist, d.h. Solltemperatur TS +/- 5°C. Findet nach einer Regelung auf die Solltemperatur TS jeweils vor Ablauf der Zeitspanne tP1 ein kurzfristiger Abfall der Temperaturkenngröße TK statt, wird dies von der Überwachungseinheit 10 als regulärer Garbetrieb gewertet und es wird kein Warnsignal W1, W2 ausgegeben (Figuren 2 und 3).

    [0023] Findet innerhalb der Zeitspanne tP1, die jeweils nach Einreglung auf die Solltemperatur TS startet, kein Abfall der Temperaturkenngröße TK statt, so dass die Temperaturkenngröße TK aus dem Bereich TB bzw. dem Temperaturband austritt, wird dies von der Überwachungseinheit 10 als abnormaler Betrieb, wie beispielsweise ein Leerkochen, gewertet und es wird von der Überwachungseinheit 10 nach der Zeitspanne tP1 das erste Wamsignal W1 ausgegeben (Figuren 2 und 4). Das erste Wamsignal W1 wird dabei von einem optischen und akustischen Signal gebildet, das mittels einer Ausgabeeinheit 36 der Überwachungseinheit 10 ausgegeben wird (Figur 1). Anschließend wird in einer Prüfung 38 von der Überwachungseinheit 10 überprüft, ob von einem Bediener innerhalb der Zeitspanne tP2, ausgehend von dem ersten Warnsignal W1, mittels der Einstelleinheit 12 ein Bestätigungssignal eingegeben wird, mittels dessen von dem Bediener bestätigt wird, dass es sich um einen von ihm gewünschten Betrieb handelt. Liegt ein Bestätigungssignal innerhalb der Zeitspanne tP2 vor, wird die Heizleistungseinstellung 30 zur Regelung der Temperaturkenngröße TK fortgeführt und erneut die Prüfung 32 durchgeführt (Figur 2). Liegt kein Bestätigungssignal innerhalb der Zeitspanne tP2 vor, wird von der Überwachungseinheit 10 das zweite Warnsignal W2 ausgegeben (Figur 4). Das zweite Warnsignal W2 ist ein Steuersignal an das Heizmittel 18, mittels dessen das Heizmittel 18 abgeschaltet wird. Die Überwachungseinheit 10 gibt abhängig von der Zeit t die zwei unterschiedlichen Warnsignale W1, W2 aus.

    [0024] Abhängig von dem ausgewählten Garprogramm stellt die Einstelleinheit 12 automatisiert Bedingungsgrößen, wie den Grenzwert G, die Zeitspannen tP1, tP2 und den Bereich TB, ein, d.h. abhängig von dem ausgewählten Garprogramm weisen die Bedingungsgrößen unterschiedliche Werte auf. Zusätzlich können die Bedingungsgrößen mittels der Einstelleinheit 12 manuell von einem Bediener direkt eingestellt werden.

    Bezugszeichen



    [0025] 
    10
    Überwachungseinheit
    12
    Einstelleinheit
    14
    Kochfeldplatte
    16
    Kochstelle
    18
    Heizmittel
    20
    Sensoreinheit
    22
    Sensoreinheit
    24
    Recheneinheit
    26
    Speichereinheit
    28
    Garautomatikmodus
    30
    Heizleistungseinstellung
    32
    Prüfung
    34
    Gargeschirr
    36
    Ausgabeeinheit
    38
    Prüfung
    40
    Bedieneinheit
    TK
    Temperaturkenngröße
    TB
    Bereich
    tP1
    Zeitspanne
    tP2
    Zeitspanne
    W1
    Warnsignal
    W2
    Warnsignal
    G
    Grenzwert
    t1-t4
    Zeitpunkt
    TS
    Solltemperatur
    G
    Grenzwert



    Ansprüche

    1. Gargerätevorrichtung, insbesondere Kochmuldenvorrichtung, mit einer Überwachungseinheit (10), die zur Überwachung wenigstens einer Temperatur- und/oder Leistungskenngröße (TK) vorgesehen ist, wobei die Überwachungseinheit (10) dazu vorgesehen ist, ein Verbleiben der Temperatur- und/oder Leistungskenngröße (TK) in einem bestimmten Bereich (TB) über eine bestimmte Zeitspanne (tP1, tP2) als Bedingung zum Auslösen wenigstens eines Warnsignals (W1, W2) zu nutzen,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Überwachungseinheit (10) in zumindest einem Betriebsmodus dazu vorgesehen ist, nach der Zeitspanne (tP1) ein Warnsignal (W1) an einen Bediener auszugeben und bei Ausbleiben eines Bestätigungssignals nach einer weiteren Zeitspanne (tP2) ein weiteres Warnsignal (W2), in Form eines Steuersignals, zu senden, um ein Heizmittel (18) abzuschalten.
     
    2. Gargerätevorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Überwachungseinheit (10) dazu vorgesehen ist, neben dem Verbleiben der Temperatur- und/oder Leistungskenngröße (TK) in dem bestimmten Bereich (TB) über der bestimmten Zeitspanne (tP1, tP2) wenigstens eine weitere Bedingung zum Auslösen des Warnsignals (W1, W2) zu nutzen.
     
    3. Gargerätevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
    gekennzeichnet durch
    eine Temperaturautomatikeinheit, die dazu vorgesehen ist, eine Temperaturkenngröße (TK) zumindest teilautomatisiert auf eine bestimmte Größe zu regeln.
     
    4. Gargerätevorrichtung nach Anspruch 2 und 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Überwachungseinheit (10) dazu vorgesehen ist, als weitere Bedingung eine Aktivierung eines Garautomatikmodus (28) zu nutzen.
     
    5. Gargerätevorrichtung zumindest nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Überwachungseinheit (10) und die Temperaturautomatikeinheit zumindest teilweise einstückig ausgebildet sind.
     
    6. Gargerätevorrichtung zumindest nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Überwachungseinheit (10) dazu vorgesehen ist, als weitere Bedingung wenigstens ein Erreichen wenigstens eines Grenzwerts (G) wenigstens einer Kenngröße (TK) zu nutzen.
     
    7. Gargerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    gekennzeichnet durch
    wenigstens eine Einstelleinheit (12), die dazu vorgesehen ist, wenigstens eine Bedingungsgröße einzustellen.
     
    8. Gargerätevorrichtung nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Einstelleinheit (12) dazu vorgesehen ist, die wenigstens eine Bedingungsgröße abhängig von wenigstens einer Kenngröße zumindest teilautomatisiert einzustellen.
     
    9. Gargerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Überwachungseinheit (10) dazu vorgesehen ist, zumindest zwei verschiedene Warnsignale (W1, W2) abhängig von der Zeit (t) auszugeben.
     
    10. Verfahren zur Überwachung eines Vorgangs mit einem Gargerät, insbesondere mit einer Gargerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens eine Temperatur- und/oder Leistungskenngröße (TK) überwacht wird, wobei ein Verbleiben der Temperatur- und/oder Leistungskenngröße (TK) in einem bestimmten Bereich (TB) über eine bestimmte Zeitspanne (tP1, tP2) als Bedingung zum Auslösen wenigstens eines Warnsignals (W1, W2) genutzt wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass nach der Zeitspanne (tP1,) ein Warnsignal (W1) an einen Bediener ausgegeben wird und bei Ausbleiben eines Bestätigungssignals nach einer weiteren Zeitspanne (tP2) ein weiteres Warnsignal (W2), in Form eines Steuersignals, gesendet wird, um ein Heizmittel (18) abzuschalten.
     


    Claims

    1. Cooking device, in particular hob device, having a monitoring unit (10), which is provided to monitor at least one temperature characteristic and/or performance characteristic (TK), wherein the monitoring unit (10) is provided to utilise the remaining temperature characteristic and/or performance characteristic (TK) in a preset range (TB) over a preset time period (tP1, tP2) as a condition for triggering at least one warning signal (W1, W2),
    characterised in that
    the monitoring unit (10) is provided in at least one operating mode to output a warning signal (W1) to an operator after the time period (tP1) and in the absence of a confirmation signal after a further time period (tP2) to send a further warning signal (W2) in the form of a control signal, in order to switch off a heating means (18).
     
    2. Cooking device according to claim 1,
    characterised in that
    the monitoring unit (10) is provided to utilise, in addition to the remaining temperature characteristic and/or performance characteristic (TK) in the preset range (TB) over the preset time period (tP1, tP2), at least one further condition to trigger the warning signal (W1,W2).
     
    3. Cooking device according to claim 1 or 2,
    characterised by
    an automatic temperature control unit which is provided to regulate a temperature characteristic (TK) to a preset variable in an at least partially automatic manner.
     
    4. Cooking device according to claim 2 and 3,
    characterised in that
    the monitoring unit (10) is provided to utilise an activation of an automatic cooking mode (28) as a further condition.
     
    5. Cooking device at least according to claim 3,
    characterised in that
    the monitoring unit (10) and the automatic temperature control unit are designed to be at least partially integral.
     
    6. Cooking device at least according to claim 2,
    characterised in that
    the monitoring unit (10) is provided to utilise at least one attainment of at least one limit value (G) of at least one characteristic (TK) as a further condition.
     
    7. Cooking device according to one of the preceding claims,
    characterised by
    at least one setting unit (12), which is provided to set at least one condition variable.
     
    8. Cooking device according to claim 7,
    characterised in that
    the setting unit (12) is provided to set the at least one condition variable at least partially automatically as a function of at least one characteristic.
     
    9. Cooking device according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the monitoring unit (10) is provided to output at least two different warning signals (W1, W2) as a function of the time (t).
     
    10. Method for monitoring a procedure with a cooking device, in particular with a cooking apparatus according to one of the preceding claims, in which at least one temperature characteristic and/or performance characteristic (TK) is monitored, wherein the remaining temperature characteristic and/or performance characteristic (TK) are utilised in a preset range (TB) over a preset time period (tP1, tP2) as a condition for triggering at least one warning signal (W1, W2),
    characterised in that
    after the time period (tP1) a warning signal (W1) is output to an operator and in the absence of a confirmation signal after a further time period (tP2) a further warning signal (W2) is sent in the form of a control signal, in order to switch off a heating means (18).
     


    Revendications

    1. Dispositif d'appareil de cuisson, en particulier dispositif de table de cuisson, avec une unité de surveillance (10) prévue afin de surveiller au moins une caractéristique de puissance et/ou de température (TK), dans lequel l'unité de surveillance (10) est prévue afin d'utiliser un maintien de la caractéristique de puissance et/ou de température (TK) dans une plage déterminée (TB) durant un intervalle de temps déterminé (tP1 , tP2) comme condition de déclenchement d'au moins un signal d'avertissement (W1 , W2), caractérisé en ce que l'unité de surveillance (10) est prévue, dans au moins un mode d'exploitation, afin d'émettre après l'intervalle de temps (tP1) un signal d'avertissement (W1) envers un utilisateur et d'envoyer, sous forme de signal de commande, un signal d'avertissement supplémentaire (W2) en l'absence d'un signal de confirmation après un intervalle de temps supplémentaire (tP2), afin de couper un moyen de chauffe (18).
     
    2. Dispositif d'appareil de cuisson selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de surveillance (10) est prévue, outre le maintien de la caractéristique de puissance et/ou de température (TK) dans la plage déterminée (TB) durant l'intervalle de temps déterminé (tP1 , tP2), afin d'utiliser au moins une condition supplémentaire afin de déclencher le signal d'avertissement (W1 , W2).
     
    3. Dispositif d'appareil de cuisson selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par une unité automatique de température prévue afin de réguler une caractéristique de température (TK) au moins de manière partiellement automatisée selon une grandeur déterminée.
     
    4. Dispositif d'appareil de cuisson selon la revendication 2 et 3, caractérisé en ce que l'unité de surveillance (10) est prévue afin d'utiliser comme condition supplémentaire une activation d'un mode de cuisson automatique (28).
     
    5. Dispositif d'appareil de cuisson au moins selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de surveillance (10) et l'unité automatique de température sont au moins partiellement exécutées en une seule pièce.
     
    6. Dispositif d'appareil de cuisson au moins selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'unité de surveillance (10) est prévue afin d'utiliser comme condition supplémentaire au moins une atteinte d'au moins une valeur limite (G) d'au moins une caractéristique (TK).
     
    7. Dispositif d'appareil de cuisson selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par au moins une unité de réglage (12) prévue afin de régler au moins une caractéristique de condition.
     
    8. Dispositif d'appareil de cuisson selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'unité de réglage (12) est prévue afin de régler au moins de manière partiellement automatisée l'au moins une caractéristique de condition en fonction d'au moins une caractéristique.
     
    9. Dispositif d'appareil de cuisson selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de surveillance (10) est prévue afin d'émettre au moins deux signaux d'avertissement différents (W1, W2) en fonction du temps (t).
     
    10. Procédé de surveillance d'un processus avec un appareil de cuisson, en particulier avec un dispositif d'appareil de cuisson selon l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins une caractéristique de température et/ou de puissance (TK) est surveillée, dans lequel un maintien de la caractéristique de température et/ou de puissance (TK) dans une plage déterminée (TB) durant un intervalle de temps déterminé (tP1, tP2) est utilisé comme condition pour le déclenchement d'au moins un signal d'avertissement (W1, W2), caractérisé en ce que, après l'intervalle de temps (tP1) un signal d'avertissement (W1) est émis envers un utilisateur et un signal d'avertissement supplémentaire (W2) est envoyé, sous forme de signal de commande, en l'absence d'un signal de confirmation après un intervalle de temps supplémentaire (tP2), afin de couper un moyen de chauffe (18).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente