[0001] Die Erfindung betrifft eine Farbdüse, die in einen Glockenteller eines Rotationszerstäubers
einsetzbar ist.
[0002] Figur 1 zeigt einen herkömmlichen Rotationszerstäuber 1, der beispielsweise in einer
Lackieranlage zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen eingesetzt werden
kann. Der Rotationszerstäuber 1 weist eine hohle Turbinenwelle 2 auf, die von einer
Turbine angetrieben wird und an ihrem freien Ende einen Glockenteller 3 trägt, wobei
der Glockenteller 3 mit der Turbinenwelle 2 verschraubt ist. In der hohlen Turbinenwelle
2 verläuft hierbei ein hohles Farbrohr 4, durch das der zu applizierende Lack zu dem
Glockenteller 3 gefördert wird. An der Stirnseite des Farbrohrs 4 ist eine auswechselbare
Farbdüse 5 angebracht, die mit ihrem Düsenkopf axial durch den Glockenteller 3 ragt
und den Lackstrom auf eine Verteilerscheibe 6 richtet. Darüber hinaus weist der Rotationszerstäuber
1 einen Lenkluftring 7 auf, der über zahlreiche Lenkluftdüsen 8 verfügt, die über
den Umfang verteilt angeordnet sind und einen Lenkluftstrom axial von hinten z.B.
auf eine Mantelfläche 9 des Glockentellers 3 richten, um den von dem Glockenteller
3 abgegebenen Sprühstrahl zu formen. Der Rotationszerstäuber 1 ermöglicht auch einen
Reinigungsbetrieb, indem über das Farbrohr 4 und den darin verlaufenden Farbkanal
10 statt des Lacks ein Spülmittel zugeführt wird, das dann die Innenfläche des Glockentellers
3 und die Verteilerscheibe 6 reinigt.
[0003] Nachteilig an dieser bekannten Konstruktion ist zum Einen, dass die äußere Mantelfläche
9 des Glockentellers 3 nicht mit Spülmittel gereinigt werden kann. Zum Anderen besteht
ein Nachteil dieser Konstruktion darin, dass kein Kurzspülen möglich ist, bei dem
der Lack bis zu der Farbdüse 5 ohne Unterbrechung angedrückt bleibt und nur der Glockenteller
3 kurz zwischengespült wird, um Lackantrocknungen zu vermeiden.
[0004] Figur 2 zeigt eine ebenfalls bekannte herkömmliche Konstruktion eines Glockentellers
3, die teilweise mit der vorstehend beschriebenen Konstruktion gemäß Figur 1 übereinstimmt,
so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen
wird, wobei für entsprechende Einzelheiten die selben Bezugszeichen verwendet werden.
Eine ähnliche Konstruktion ist auch bekannt aus
US 6 341 734 B1.
[0005] Eine Besonderheit dieser bekannten Konstruktion besteht darin, dass die Farbdüse
5 zusätzlich zu dem durchgehenden Farbkanal 10 einen Spülmittelkanal 11 aufweist,
der in einem Spülmittelauslass in der vorderen Stirnseite der Farbdüse 5 endet und
das Spülmittel im Wesentlichen axial auf die Verteilerscheibe 6 richtet. Die Trennung
des Spülmittelkanals 11 von dem Farbkanal 10 ermöglicht das vorstehend beschriebene
Kurzspülen, da der Lack auch während des Spülvorgangs bis zu der Farbdüse 5 angedrückt
bleiben kann. Eine weitere Besonderheit dieser bekannten Konstruktion besteht darin,
dass auch die Mantelfläche 9 des Glockentellers 3 gespült werden kann. Hierzu zweigt
von dem gemeinsamen Spülmittelkanal 11 eine Spülmittelbohrung 12 ab, die das Spülmittel
durch einen weiteren Spülmittelkanal 13 in dem Glockenteller 3 in einen ringförmigen
Außenspülraum des Glockentellers 3 leitet, von wo das Spülmittel dann auf die äußere
Mantelfläche 9 des Glockentellers 3 gelangt. Diese Außenspülung ist an sich auch aus
EP 0 715 896 A2 bekannt und muss deshalb nicht näher beschrieben werden.
[0006] Nachteilig an dieser bekannten Konstruktion ist die Tatsache, dass bei einem zu geringen
Spülmitteldruck nur die Rückseite der Verteilerscheibe 6, welche der Farbdüse 5 gegenüber
liegt, gereinigt wird, wohingegen eine Verteilerscheibenaufnahme 15 Verschmutzungen
behält, da die Spülmittelturbulenzen und der Rückprall des Spülmittels von der Verteilerscheibe
6 nicht ausreichend sind, um auch die Verteilerscheibenaufnahme 15 vollständig mit
Spülmittel zu reinigen.
[0007] Figur 3 zeigt ebenfalls eine bekannte Konstruktion eines Glockentellers 3, die teilweise
mit den vorstehend beschriebenen herkömmlichen Glockentellern 3 übereinstimmt, so
dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen
wird, wobei für entsprechende Einzelheiten die selben Bezugszeichen verwendet werden.
[0008] Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass der Spülmittelkanal
11 in Spülmittelauslässe mündet, die gegenüber der vorderen Stirnseite der Farbdüse
5 axial nach hinten versetzt sind.
[0009] Nachteilig an dieser Konstruktion mit axial zurückgesetzten Spülmittelauslässen ist
jedoch die ungenügende Reinigung der Mittelbohrung der Verteilerscheibenaufnahme 15
und der Farbdüse 5.
[0010] Schließlich ist zum Stand der Technik noch hinzuweisen auf
US 2008/0277496 A1. Auch aus dieser Druckschrift ist jedoch nicht bekannt, gezielt einen Ringspalt zwischen
einer Farbdüse und einer ringförmig umgebenden Verteilerscheibenaufnahme zu spülen.
[0011] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine entsprechend verbesserte Farbdüse
zu schaffen.
[0012] Vorzugsweise soll die erfindungsgemäße Farbdüse ein Kurzspülen ermöglichen und darüber
hinaus eine befriedigende Reinigungswirkung innerhalb des gesamten Glockentellers
erreichen und zwar sowohl an der Verteilerscheibe, der Farbdüse, der äußeren Mantelfläche
des Glockentellers und der Verteilerscheibenaufnahme, falls diese nicht Teil des Glockentellers
ist.
[0013] Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Farbdüse gemäß dem Hauptanspruch gelöst.
[0014] Die Erfindung beruht auf der technisch-physikalischen Erkenntnis, dass die in der
Farbdüse stirnseitig angeordneten Spülmittelauslässe zwar die Verteilerscheibe in
befriedigender Weise reinigen können, nicht dagegen den Ringspalt zwischen der Farbdüse
und der umgebenden Verteilerscheibe.
[0015] Weiterhin beruht die Erfindung auf der technisch-physikalischen Erkenntnis, dass
ein axiales Zurücksetzen der Spülmittelauslässe zu einer Verschlechterung der Reinigungswirkung
an der Verteilerscheibe führt.
[0016] Die Erfindung umfasst deshalb die allgemeine technische Lehre, in der Farbdüse getrennte
Spülmittelauslässe vorzusehen, die einerseits die Verteilerscheibe und andererseits
den Ringspalt zwischen der Farbdüse und der umgebenden Verteilerscheibenaufnahme (d.h.
in der Regel dem Glockenteller) reinigen sollen, was eine gleichzeitige Reinigung
ermöglicht.
[0017] Die erfindungsgemäße Farbdüse umfasst deshalb zunächst in herkömmlicher Weise einen
gemeinsamen Spülmittelkanal zur Durchleitung eines Spülmittels zum Spülen des Glockentellers.
Dieser Spülmittelkanal mündet in einen ersten Spülmittelauslass, der zum Spülen der
Verteilerscheibe dient und das Spülmittel im Wesentlichen axial nach vorne auf die
Verteilerscheibe des Glockentellers richtet. Darüber hinaus weist die erfindungsgemäße
Farbdüse einen zweiten Spülmittelauslass auf, der im montierten Zustand der Farbdüse
in den Ringspalt zwischen der Verteilerscheibenaufnahme und der Farbdüse ausmündet,
um diesen Ringspalt mit dem Spülmittel zu reinigen. Die erfindungsgemäße Farbdüse
weist also einen gemeinsamen Spülmittelkanal auf, der in der Farbdüse verzweigt und
getrennte Spülmittelauslässe mit dem Spülmittel speist.
[0018] Zusätzlich zu den beiden vorstehend beschriebenen Spülmittelauslässen zum Spülen
der Verteilerscheibe bzw. zum Spülen des Ringspalts zwischen der Farbdüse und der
Verteilerscheibenaufnahme weist die Farbdüse vorzugsweise einen dritten Spülmittelauslass
auf, der ebenfalls von dem gemeinsamen Spülmittelkanal mit dem Spülmittel gespeist
wird und eine Außenspülung ermöglicht, wie beispielsweise in
EP 0 715 896 A2 beschrieben ist, so dass diese Druckschrift der vorliegenden Beschreibung hinsichtlich
der konstruktiven Details der Außenspülung in vollem Umfang zuzurechnen ist.
[0019] In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung verzweigt der gemeinsame Spülmittelkanal
also in mindestens drei verschiedene Spülmittelauslässe, die unterschiedliche Bereiche
des Glockentellers spülen sollen. So dient der erste Spülmittelauslass an der Stirnseite
der Farbdüse primär zum Spülen der Verteilerscheibe und der Glockentellerinnenfläche.
Der zweite Spülmittelauslass dient dagegen hauptsächlich zum Spülen des Ringspalts
zwischen der Farbdüse und der umgebenden Verteilerscheibenaufnahme. Der dritte Spülmittelauslass
dient dagegen hauptsächlich zur Außenspülung, d.h. zur Spülung der äußeren Mantelfläche
des Glockentellers.
[0020] Die erfindungsgemäße Farbdüse ist hierbei vorzugsweise so konstruiert, dass der über
den gemeinsamen Spülmittelkanal zugeführte Spülmittelstrom in mehrere Teilströme aufgeteilt
wird, die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen und den jeweiligen Spülmittelauslässen
zugeführt werden.
[0021] So gibt der erste Spülmittelauslass für die Spülung der Verteilerscheibe und der
Innenfläche des Glockentellers vorzugsweise einen Anteil von 3/7-5/7 des gesamten
Spülmittelvolumenstroms ab, was in der Regel einem Spülmittelvolumenstrom von 360-440
ml/min entspricht. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung gibt der erste
Spülmittelauslass einen Anteil von 4/7 des gesamten Spülmittelstroms ab. Dies ist
vom Spülmitteldruck und der Verschlauchung abhängig und kann daher von dem o. g. Wertebereich
sowohl nach oben als auch nach unten abweichen.
[0022] Der zweite Spülmittelauslass für die Spülung des Ringspalts zwischen der Verteilerscheibenaufnahme
und der Farbdüse gibt dagegen vorzugsweise einen Anteil von weniger als 2/7 der gesamten
Spülmittelmenge ab, was einer Spülmittelmenge von bis zu 110 ml/min entspricht. In
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung gibt der zweite Spülmittelauslass
einen Anteil von 1/7 der gesamten Spülmittelmenge ab.
[0023] Der dritte Spülmittelauslass für die Außenspülung gibt dagegen vorzugsweise einen
Anteil von 1/7-3/7 an der gesamten Spülmittelmenge ab, was einer Spülmittelmenge von
180-220 ml/min entspricht. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Anteil für
die Außenspülung 2/7 der gesamten Spülmittelmenge.
[0024] Der gesamte Spülmittelmenge liegt hierbei vorzugsweise im Bereich von 10-40ml.
[0025] Die vorstehend erwähnte Aufteilung des Spülmittelstroms auf die verschiedenen Teilströme
wird vorzugsweise durch eine entsprechende konstruktive Gestaltung und Dimensionierung
der Spülmittelauslässe bzw. der vorgelagerten Spülmittelbohrungen erreicht.
[0026] So weist der zweite Spülmittelauslass für die Spülung des Ringspalts zwischen der
Farbdüse und der umgebenden Verteilerscheibenaufnahme vorzugsweise einen Durchmesser
auf, der kleiner ist als 1 mm, 0,7 mm, 0,5 mm oder sogar kleiner als 0,35 mm. Dadurch
wird erreicht, dass über den zweiten Spülmittelauslass nur eine relativ geringe Spülmittelmenge
abgezweigt wird, so dass für die Spülung der restlichen Bereiche des Glockentellers
genügend Spülmittel verbleibt.
[0027] Weiterhin ist zu erwähnen, dass der zweite Spülmittelauslass für die Spülung des
Ringspalts zwischen der Verteilerscheibenaufnahme und der Farbdüse vorzugsweise in
einem bestimmten axialen Abstand hinter der Vorderseite der Farbdüse angeordnet ist.
Der zweite Spülmittelauslass ist also vorzugsweise gegenüber der vorderen Stirnseite
der Farbdüse axial zurückversetzt, wobei der axiale Abstand zu der Vorderseite der
Farbdüse vorzugsweise im Bereich von 4-5 mm liegt. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung beträgt der Abstand zwischen der Vorderseite der Farbdüse und dem zweiten
Spülmittelauslass 4,5 mm +/- 0,2 mm. Damit wird gewährleistet, dass mehr als die Hälfte
der Innenfläche der Verteilerscheibenaufnahme gereinigt wird und keine Spülmittel
nach hinten in Richtung des Farbrohrs oder zu den Außenspülbohrungen gelangt.
[0028] Ferner ist zu erwähnen, dass der zweite Spülmittelauslass das Spülmittel vorzugsweise
schräg nach vorne und nach außen ausgibt, wobei der Spülmittelauslass einen bestimmten
Austrittswinkel in Bezug auf die Drehachse des Glockentellers aufweist. Der Austrittswinkel
des zweiten Spülmittelauslasses liegt vorzugsweise im Bereich von 0-15°, wobei der
Austrittswinkel in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Wesentlichen
3° beträgt. Es besteht jedoch im Rahmen der Erfindung auch die Möglichkeit, dass der
Austrittswinkel 0° ist.
[0029] In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der gemeinsame Spülmittelkanal einen
stromaufwärts gelegenen Leitungsabschnitt und einen stromabwärts gelegenen Leitungsabschnitt
auf, wobei der stromaufwärts gelegene Leitungsabschnitt einen größeren Leitungsquerschnitt
aufweist als der stromabwärts gelegene Leitungsabschnitt. Der gemeinsame Spülmittelkanal
erweitert sich also vorzugsweise mit einer Stufe, wobei der zweite Spülmittelauslass
für die Spülung des Ringspalts zwischen der Verteilerscheibenaufnahme und der Farbdüse
vorzugsweise aus dem stromaufwärts gelegenen Leitungsabschnitt des gemeinsamen Spülmittelkanals
abzweigt, d.h. aus dem Leitungsabschnitt mit dem größeren Leitungsquerschnitt. Hierzu
ist auch zu erwähnen, dass der zweite Spülmittelauslass für die Spülung des Ringspalts
vorzugsweise an dem Übergang von dem stromaufwärts gelegenen größeren Leitungsabschnitt
zu dem stromabwärts gelegenen kleineren Leitungsabschnitt des gemeinsamen Spülmittelkanals
abzweigt, was sich als strömungstechnisch günstig erwiesen hat.
[0030] Alternativ besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass der zweite Spülmittelauslass
für die Spülung des Ringspalts zwischen der Verteilerscheibenaufnahme und der Farbdüse
aus dem stromabwärts gelegenen Leitungsabschnitt des gemeinsamen Spülmittelkanals
abzweigt.
[0031] Der dritte Spülmittelauslass für die Außenspülung zweigt dagegen vorzugsweise aus
dem stromaufwärts gelegenen Leitungsabschnitt des gemeinsamen Spülmittelkanals ab,
wo der Spülmittelkanal einen größeren Leitungsquerschnitt aufweist.
[0032] Der erste Spülmittelauslass für die Spülung der Verteilerscheibe ist dagegen vorzugsweise
an der Stirnseite der Farbdüse und/oder am Ende des stromabwärts gelegenen Leitungsabschnitts
angeordnet.
[0033] Weiterhin ist zu erwähnen, dass in der Farbdüse in der Regel ein Beschichtungsmittelkanal
in axialer Richtung verläuft, um das zu applizierende Beschichtungsmittel durchzuleiten,
wobei der Beschichtungsmittelkanal vorzugsweise über die gesamte Länge der Farbdüse
axial durchgeht und in einer Auslassbohrung in der vorderen Stirnseite der Farbdüse
endet. Auch der Beschichtungsmittelkanal ist vorzugsweise in einen stromaufwärts gelegenen
Leitungsabschnitt mit einem größeren Leitungsquerschnitt und einen stromabwärts gelegenen
Leitungsabschnitt mit einem kleineren Leitungsquerschnitt unterteilt, wobei der stromabwärts
gelegene Leitungsabschnitt mit dem kleineren Leitungsquerschnitt in der Farbdüse exzentrisch
verlaufen kann, um seitlich genügend Platz für den ersten Spülmittelauslass zu lassen.
[0034] Alternativ besteht die Möglichkeit, dass der stromaufwärts gelegene Leitungsabschnitt
des Beschichtungsmittelkanals einen kleineren Leitungsquerschnitt aufweist als der
stromabwärts gelegene Leitungsabschnitt.
[0035] Ferner besteht auch die Möglichkeit, dass sich der Beschichtungsmittelkanal konisch
verjüngt oder erweitert.
[0036] Es wurde bereits vorstehend erwähnt, dass der erfindungsgemäß vorgesehene zweite
Spülmittelauslass dazu dient, den Ringspalt zwischen der Farbdüse und der umgebenen
Verteilerscheibenaufnahme zu spülen. Hierzu ist zu erwähnen, dass die erfindungsgemäße
Farbdüse zwei zylindrische Düsenabschnitte aufweist, zwischen denen ein konischer
Düsenabschnitt angeordnet ist, wobei der von dem zweiten Spülmittelauslass gereinigte
Ringspalt den konischen Düsenabschnitt ringförmig umgibt. Der konische Düsenabschnitt
der Farbdüse kann hierbei einen Konuswinkel aufweisen, der beispielsweise im Bereich
von 20-30° liegen kann. Weiterhin ist zu erwähnen, dass der konische Düsenabschnitt
absatzfrei in den distalen zylindrischen Düsenabschnitt übergeht, wohingegen an dem
Übergang von dem konischen Düsenabschnitt zu dem proximalen zylindrischen Düsenabschnitt
ein Absatz auftreten kann.
[0037] Der im Rahmen der Erfindung verwendete Begriff eines Ringspaltes stellt also auf
einen Ringspalt ab, der einen konischen Düsenabschnitt der Farbdüse umgibt. Hierbei
mündet der zusätzliche zweite Spülmittelauslass aus der Mantelfläche des konischen
Düsenabschnitts aus, um das Spülmittel direkt in den Ringspalt abzugeben.
[0038] Ferner ist zu erwähnen, dass die Erfindung nicht auf die vorstehend beschriebene
erfindungsgemäße Farbdüse als einzelnes Bauteil beschränkt ist. Die Erfindung umfasst
vielmehr auch einen Glockenteller mit einer darin befindlichen Farbdüse sowie einen
kompletten Rotationszerstäuber mit einem derartigen Glockenteller.
[0039] Ferner ist zu erwähnen, dass die Verteilerscheibe bei dem erfindungsgemäßen Glockenteller
ein fester Bestandteil des Glockentellers sein kann. Es besteht jedoch alternativ
auch die Möglichkeit, dass die Verteilerscheibe als separates Bauteil ausgebildet
ist und in dem Glockenteller montiert wird.
[0040] Schließlich umfasst die Erfindung auch eine Lackieranlage mit mindestens einem solchen
Rotationszerstäuber, der die erfindungsgemäße Farbdüse enthält.
[0041] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
oder werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Querschnittsansicht eines herkömmlichen Glockentellers mit einer Farbdüse ohne
einen zusätzlichen Spülmittelkanal,
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht eines herkömmlichen Glockentellers mit einer Farbdüse mit
einem separaten Spülmittelkanal, der auch eine Außenspülung ermöglicht,
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht eines herkömmlichen Glockentellers mit axial zurückgesetzten
Spülmittelauslässen,
- Fig. 4A
- eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Farbdüse,
- Fig. 4B
- die erfindungsgemäße Farbdüse gemäß Fig. 4A mit der schematisch dargestellten umgebenden
Verteilerscheibenaufnahme.
[0042] Die in den Fig. 4A und 4B dargestellte erfindungsgemäße Farbdüse 5 stimmt teilweise
mit den eingangs beschriebenen herkömmlichen Farbdüsen 5 überein, so dass zur Vermeidung
von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entsprechende
Einzelheiten die selben Bezugszeichen verwendet werden.
[0043] Die Farbdüse 5 weist einen axial durchgehenden Farbkanal 10 auf, der aus zwei hintereinander
angeordneten Leitungsabschnitten 10.1, 10.2 besteht. Der stromabwärts gelegene Leitungsabschnitt
10.2 des Farbkanals 10 weist in diesem Ausführungsbeispiel einen kleineren Leitungsquerschnitt
auf als der stromaufwärts gelegene Leitungsabschnitt 10.1 des Farbkanals, was jedoch
in der Praxis auch anders realisiert werden kann. Darüber hinaus ist der stromabwärts
gelegene Leitungsabschnitt 10.2 des Farbkanals 10 in dem vorderen Teil der Farbdüse
5 exzentrisch angeordnet, um dort genügend Platz für die Führung des Spülmittelkanals
11 zu lassen.
[0044] Auch der Spülmittelkanal 11 weist einen stromaufwärts gelegenen Leitungsabschnitt
11.1 und einen stromabwärts gelegenen Leitungsabschnitt 11.2 auf, wobei der stromabwärts
gelegene Leitungsabschnitt 11.2 einen kleineren Leitungsquerschnitt aufweist als der
stromaufwärts gelegene Leitungsabschnitt 11.1.
[0045] Der stromabwärts gelegene Leitungsabschnitt 11.2 des Spülmittelkanals 11 mündet schließlich
in einen Spülmittelauslass 16, der in der vorderen Stirnseite der Farbdüse 5 angeordnet
ist und einen ersten Spülmittelstrom S1 im Wesentlichen axial ausgibt, wobei der erste
Spülmittelstrom S1 im Wesentlichen dazu dient, die Verteilerscheibe 6 und die Innenflächen
des Glockentellers 3 mit dem Spülmittel zu reinigen.
[0046] Weiterhin zweigt von dem stromaufwärts gelegenen Leitungsabschnitt 11.1 des Spülmittelkanals
11 eine Spülmittelbohrung 17 ab, die in einen zweiten Spülmittelauslass 18 mündet,
wobei der zweite Spülmittelauslass 18 einen zweiten Spülmittelstrom S2 ausgibt, der
im Wesentlichen zum Spülen eines Ringspalts 19 (vgl. Fig. 4B) zwischen der Farbdüse
5 und der umgebenden Verteilerscheibenaufnahme 15 dient.
[0047] Der zweite Spülmittelauslass 18 ist hierbei gegenüber der vorderen Stirnseite der
Farbdüse 5 um einen Abstand a = 4,5 mm axial zurückversetzt. Damit wird gewährleistet,
dass mehr als die Hälfte der Innenfläche der Verteilerscheibenaufnahme 15 gereinigt
wird und kein Spülmittel nach hinten gelangt.
[0048] Weiterhin ist zu erwähnen, dass der zweite Spülmittelauslass 18 einen bestimmten
Austrittswinkel α = 3° gegenüber einer Drehachse 20 des Glockentellers 3 aufweist.
[0049] Schließlich zweigt von dem stromaufwärts gelegenen Leitungsabschnitt 11.1 des Spülmittelkanals
11 eine weitere Spülmittelbohrung 21 ab, die in einem weiteren Spülmittelauslass 22
ausmündet. Über den Spülmittelauslass 22 wird ein dritter Spülmittelstrom S3 abgegeben,
der zur Außenspülung des Glockentellers 3 dient.
Bezugszeichenliste:
[0051]
- 1
- Rotationszerstäuber
- 2
- Turbinenwelle
- 3
- Glockenteller
- 4
- Farbrohr
- 5
- Farbdüse
- 6
- Verteilerscheibe
- 7
- Lenkluftring
- 8
- Lenkluftdüsen
- 9
- Mantelfläche
- 10
- Farbkanal
- 10.1
- Leitungsabschnitt des Farbkanals
- 10.2
- Leitungsabschnitt des Farbkanals
- 11
- Spülmittelkanal
- 11.1
- Leitungsabschnitt des Spülmittelkanals
- 11.2
- Leitungsabschnitt des Spülmittelkanals
- 12
- Spülmittelbohrung
- 13
- Spülmittelkanal
- 14
- Außenspülraum
- 15
- Verteilerscheibenaufnahme
- 16
- Spülmittelauslass
- 17
- Spülmittelbohrung
- 18
- Spülmittelauslass
- 19
- Ringspalt
- 20
- Drehachse
- 21
- Spülmittelbohrung
- 22
- Spülmittelauslass
- S
- Spülmittelstrom
- S1
- Erster Spülmittelstrom
- S2
- Erster Spülmittelstrom
- S3
- Dritter Spülmittelstrom
1. Farbdüse (5), die in einen Glockenteller (3) eines Rotationszerstäubers einsetzbar
ist und im eingesetzten Zustand einen Ringspalt (19) zwischen der Farbdüse (5) und
einer Verteilerscheibenaufnahme (15) des Glockentellers (3) bildet, mit
a) einem in der Farbdüse (5) verlaufenden gemeinsamen Spülmittelkanal (11) zur Durchleitung
eines Spülmittels zum Spülen des Glockentellers (3),
b) einem ersten Spülmittelauslass (16), der von dem gemeinsamen Spülmittelkanal (11)
mit dem Spülmittel gespeist wird und im Wesentlichen axial nach vorne auf eine Verteilerscheibe
(6) des Glockentellers (3) gerichtet ist,
c) einem zweiten Spülmittelauslass (18), der von dem gemeinsamen Spülmittelkanal (11)
mit dem Spülmittel gespeist wird,
d) einem distalen Düsenabschnitt mit einer im Wesentlichen zylindrischen Außenkontur,
e) einem proximalen Düsenabschnitt mit einer im Wesentlichen zylindrischen Außenkontur,
und
f) einem mittleren konischen Düsenabschnitt, der in axialer Richtung zwischen dem
proximalen zylindrischen Düsenabschnitt und dem distalen zylindrischen Düsenabschnitt
angeordnet ist und sich konisch in Richtung des distalen Düsenabschnitts verjüngt,
wobei der Übergang von dem mittleren Düsenabschnitt auf den distalen zylindrischen
Düsenabschnitt im Wesentlichen absatzfrei ist,
dadurch gekennzeichnet,
g) dass der zweite Spülmittelauslass (18) im montierten Zustand in den den kischen Düsenabschnitt
umgebenden Ringspalt (19) zwischen der Verteilerscheibenaufnahme (15) und der Farbdüse
(5) ausmündet, um den Ringspalt (19) mit dem Spülmittel zu reinigen.
2. Farbdüse (5) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass der Glockenteller (3) einen Außenspülraum (14) aufweist, um eine Außenspülung des
Glockentellers (3) mit dem Spülmittel zu ermöglichen, und
b) dass die Farbdüse (5) einen dritten Spülmittelauslass (22) aufweist, der von dem gemeinsamen
Spülmittelkanal (11) mit dem Spülmittel gespeist wird, und
c) dass der dritte Spülmittelauslass (22) das Spülmittel in den Außenspülraum (14) leitet.
3. Farbdüse (5) nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass der gemeinsame Spülmittelkanal (11) eine bestimmte Gesamtmenge des Spülmittels zuführt,
wobei die Gesamtmenge insbesondere im Bereich von 10-40ml liegt,
b) dass der erste Spülmittelauslass (16) für die Spülung der Verteilerscheibe (6) konstruktionsbedingt
einen bestimmten Anteil an der Gesamtmenge des Spülmittels abgibt, wobei dieser Anteil
im Bereich von 3/7 bis 5/7 und oder im Bereich von 360-440ml/min liegt,
c) dass der zweite Spülmittelauslass (18) für die Spülung des Ringspalts (19) zwischen der
Verteilerscheibenaufnahme (15) und der Farbdüse (5) konstruktionsbedingt einen bestimmten
Anteil an der Gesamtmenge des Spülmittels abgibt, wobei dieser Anteil kleiner als
2/7 ist und/oder im Bereich von 90-110ml/min liegt, und/oder
d) dass der dritte Spülmittelauslass (22) für die Außenspülung konstruktionsbedint einen
bestimmten Anteil an der Gesamtmenge des Spülmittels abgibt, wobei dieser Anteil im
Bereich von 1/7 bis 3/7 und/oder im Bereich von 180ml-220ml/min liegt.
4. Farbdüse (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Spülmittelauslass (18) für die Spülung des Ringspalts (19) zwischen der
Verteilerscheibenaufnahme (15) und der Farbdüse (5) einen Durchmesser aufweist, der
kleiner ist als 1mm, 0,7mm, 0,5mm oder sogar kleiner als 0,35mm.
5. Farbdüse (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass der zweite Spülmittelauslass (18) für die Spülung des Ringspalts (19) zwischen der
Verteilerscheibenaufnahme (15) und der Farbdüse (5) in einem bestimmten axialen Abstand
(a) hinter der Vorderseite der Farbdüse (5) angeordnet ist, und
b) dass der Abstand (a) größer ist als 2mm, 3mm, 4mm oder 4,3mm, und/oder
c) dass der Abstand (a) kleiner ist als 7mm, 6mm, 5mm, 4,7mm, und/oder
d) dass der Abstand (a) im Wesentlichen 4,5mm beträgt.
6. Farbdüse (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass das Spülmittel schräg nach vorne und nach außen aus der zweiten Spülmittelauslass
(18) ausgegeben wird, und/oder
b) dass das Spülmittel mit einem bestimmten Austrittswinkel (α) in Bezug auf die Drehachse
des Glockentellers (3) nach aus dem zweiten Spülmittelauslass (18) austritt, und
c) dass der Austrittswinkel (α) kleiner als 25°, 20°, 15°, 10° oder 5° ist, insbesondere
im Wesentlichen 3°.
7. Farbdüse (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Spülmittelkanal (11) einen stromaufwärts gelegenen Leitungsabschnitt
(11.1) und einen stromabwärts gelegenen Leitungsabschnitt (11.2) aufweist, wobei der
stromaufwärts gelegenen Leitungsabschnitt (11.1) einen größeren Leitungsquerschnitt
aufweist als der stromabwärts gelegene Leitungsabschnitt (11.2).
8. Farbdüse (5) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Spülmittelauslass (18) für die Spülung des Ringspalts (19) zwischen der
Verteilerscheibenaufnahme (15) und der Farbdüse (5) aus dem stromaufwärts gelegenen
Leitungsabschnitt (11.1) des gemeinsamen Spülmittelkanals (11) abzweigt.
9. Farbdüse (5) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Spülmittelauslass (18) für die Spülung des Ringspalts (19) zwischen der
Verteilerscheibenaufnahme (15) und der Farbdüse (5) am Übergang zwischen dem stromaufwärts
gelegenen Leitungsabschnitt (11.1) und dem stromabwärts gelegenen Leitungsabschnitt
(11.2) aus dem gemeinsamen Spülmittelkanal (11) abzweigt.
10. Farbdüse (5) nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Spülmittelauslass (22) für die Außenspülung aus dem stromaufwärts gelegenen
Leitungsabschnitt (11.1) des gemeinsamen Spülmittelkanals (11) abzweigt.
11. Farbdüse (5) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Spülmittelauslass (16) für die Spülung der Verteilerscheibe (6) an der
Stirnseite der Farbdüse (5) und/oder am Ende des stromabwärts gelegenen Leitungsabschnitts
(11.2) angeordnet ist.
12. Farbdüse (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass in der Farbdüse (5) ein Beschichtungsmittelkanal (10, 10.1, 10.2) axial verläuft,
um ein zu applizierendes Beschichtungsmittel durchzuleiten, und/oder
b) dass der Beschichtungsmittelkanal (10, 10.1, 10.2) über die gesamte Länge der Farbdüse
(5) axial durchgeht, und/oder
c) dass der Beschichtungsmittelkanal (10, 10.1, 10.2) einen stromaufwärts gelegenen Leitungsabschnitt
(10.1) und einen stromabwärts gelegenen Leitungsabschnitt (10.2) aufweist, wobei der
stromaufwärts gelegenen Leitungsabschnitt (10.1) einen größeren Leitungsquerschnitt
aufweist als der stromabwärts gelegene Leitungsabschnitt (10.2), und/oder
d) dass der stromabwärts gelegene Leitungsabschnitt (10.2) des Beschichtungsmittelkanals
(10) in der Farbdüse (5) in Bezug auf die Drehachse (20) des Glockentellers (3) exzentrisch
verläuft ist, und/oder
e) dass der Beschichtungsmittelkanal (10, 10.1, 10.2) konisch verläuft.
13. Farbdüse (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) dass der Ringspalt (19), in den der zweite Spülmittelauslass (18) ausmündet, den
mittleren konischen Düsenabschnitt der Farbdüse (5) umgit, und/oder
b) dass der mittlere konische Düsenabschnitt einen Konuswinkel aufweist, der größer
ist als 2°, 5° oder 8°,
c) dass der mittlere konische Düsenabschnitt einen Konuswinkel aufweist, der kleiner
ist als 30°, 20°, 15° oder 10°, und/oder
d) dass die Außenkontur am Übergang von dem proximalen Düsenabschnitt auf den distalen
Düsenabschnitt einen Absatz aufweist.
14. Farbdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen konischen Düsenabschnitt, der von dem zu spülenden Ringspalt (19) umgeben ist,
wobei der zweite Spülmittelauslass (18) aus dem konischen Düsenabschnitt ausmündet
und das Spülmittel direkt in den umgebenden Ringspalt (19) abgibt.
15. Glockenteller (3) für einen Rotationszerstäuber mit
a) einer Verteilerscheibenaufnahme (15),
b) einer Verteilerscheibe (6), die an der Verteilerscheibenaufnahme (15) befestigt
ist,
c) einer Farbdüse (5), die in die Verteilerscheibenaufnahme (15) eingesetzt ist,
d) einem Ringspalt (19) zwischen der Farbdüse (5) und der umgebenden Verteilerscheibenaufnahme
(15),
dadurch gekennzeichnet,
e) dass die Farbdüse (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.
16. Rotationszerstäuber (1) mit einem Glockenteller (3) nach Anspruch 15.
17. Lackieranlage zur Lackierung von Kraftfahrzeugkarosseriebauteilen mit einem Rotationszerstäuber
(1) nach Anspruch 16.
1. A paint nozzle (5), which can be inserted into a bell cup (3) of a rotary atomizer
and, when in the inserted state, forms an annular gap (19) between the paint nozzle
(5) and a distributor disc receptacle (15) of the bell cup (3), with
a) a common rinsing agent channel (11) which runs in the paint nozzle (5) for conducting
a rinsing agent for rinsing the bell cup (3),
b) a first rinsing agent outlet (16), which is supplied with the rinsing agent by
the common rinsing agent channel (11) and is directed essentially axially forwards
onto a distributor disc (6) of the bell cup (3),
c) a second rinsing agent outlet (18), which is supplied with the rinsing agent by
the common rinsing agent channel (11),
d) a distal nozzle section with an essentially cylindrical outer contour,
e) a proximal nozzle section with an essentially cylindrical outer contour, and
f) a central nozzle section, which is arranged in the axial direction between the
proximal nozzle section and the distal nozzle section and tapers conically in the
direction of the distal nozzle section, wherein the transition from the central nozzle
section to the distal nozzle section is essentially step-free,
characterized in that
g) the second rinsing agent outlet (18), when in the mounted state, opens into the
annular gap (19) surrounding the conical nozzel section between the distributor disc
receptacle (15) and the paint nozzle (5) in order to clean the annular gap (19) with
the rinsing agent.
2. The paint nozzle (5) according to Claim 1,
characterized in that
a) the bell cup (3) has an external rinsing chamber (14) in order to allow external
rinsing of the bell cup (3) with the rinsing agent, and
b) the paint nozzle (5) has a third rinsing agent outlet (22), which is supplied with
the rinsing agent by the common rinsing agent channel (11), and
c) the third rinsing agent outlet (22) conducts the rinsing agent into the external
rinsing chamber (14).
3. The paint nozzle (5) according to Claims 1 and 2,
characterized in that
a) the common rinsing agent channel (11) supplies a certain total quantity of the
rinsing agent, wherein the total quantity is in particular in the range of 10 - 40
ml,
b) the first rinsing agent outlet (16) for rinsing the distributor disc (6) outputs
a certain proportion of the total quantity of rinsing agent owing to its design, wherein
this proportion is in the range of 3/7 to 1/7 or in the range of 360-440 ml/min,
c) the second rinsing agent outlet (18) for rinsing the annular gap (19) between the
distributor disc receptacle (15) and the paint nozzle (5) outputs a certain proportion
of the total quantity of rinsing agent owing to its design, wherein this proportion
is less than 1/7 and/or in the range of 90 - 110 ml/min, and/or
d) the third rinsing agent outlet (22) for external rinsing outputs a certain proportion
of the total quantity of rinsing agent owing to its design, wherein this proportion
is in the range of 1/7 to 3/7 and/or in the range of 180 ml - 220 ml/min.
4. The paint nozzle (5) according to one of the preceding claims, characterized in that the second rinsing agent outlet (18) for rinsing the annular gap (19) between the
distributor disc receptacle (15) and the paint nozzle (5) has a diameter which is
smaller than 1 mm, 0.7 mm, 0.5 mm or even smaller than 0.35 mm.
5. The paint nozzle (5) according to one of the preceding claims,
characterized in that
a) the second rinsing agent outlet (18) for rinsing the annular gap (19) between the
distributor disc receptacle (15) and the paint nozzle (5) is arranged at a certain
axial distance (a) behind the front of the paint nozzle (5), and
b) the distance (a) is greater than 2 mm, 3 mm, 4 mm or 4.3 mm, and/or
c) the distance (a) is less than 7 mm, 6 mm, 5 mm, 4.7 mm,
and/or
d) the distance (a) is essentially 4.5 mm.
6. The paint nozzle (5) according to one of the preceding claims,
characterized in that
a) the rinsing agent is output obliquely forwards and outwards from the second rinsing
agent outlet (18), and/or
b) the rinsing agent exits from the second rinsing agent outlet (18) at a certain
exit angle (α) in relation to the axis of rotation of the bell cup (3), and
c) the exit angle (α) is less than 25°, 20°, 15°, 10° or 5°, in particular essentially
3°.
7. The paint nozzle (5) according to one of the preceding claims, characterized in that the common rinsing agent channel (11) has an upstream duct section (11.1) and a downstream
duct section (11.2), wherein the upstream duct section (11.1) has a greater duct cross
section than the downstream duct section (11.2).
8. The paint nozzle (5) according to Claim 7, characterized in that the second rinsing agent outlet (18) for rinsing the annular gap (19) between the
distributor disc receptacle (15) and the paint nozzle (5) branches off from the upstream
duct section (11.1) of the common rinsing agent channel (11).
9. The paint nozzle (5) according to Claim 7 or 8, characterized in that the second rinsing agent outlet (18) for rinsing the annular gap (19) between the
distributor disc receptacle (15) and the paint nozzle (5) branches off from the common
rinsing agent channel (11) at the transition between the upstream duct section (11.1)
and the downstream duct section (11.2).
10. The paint nozzle (5) according to claim 2 and one of Claims 7 to 9, characterized in that the third rinsing agent outlet (22) for external rinsing branches off from the upstream
duct section (11.1) of the common rinsing agent channel (11).
11. The paint nozzle (5) according to one of Claims 7 to 10, characterized in that the first rinsing agent outlet (16) for rinsing the distributor disc (6) is arranged
at the end face of the paint nozzle (5) and/or at the end of the downstream duct section
(11.2).
12. The paint nozzle (5) according to one of the preceding claims,
characterized in that
a) a coating agent channel (10, 10.1, 10.2) runs axially in the paint nozzle (5) in
order to conduct a coating agent to be applied, and/or
b) the coating agent channel (10, 10.1, 10.2) passes axially through the entire length
of the paint nozzle (5), and/or
c) the coating agent channel (10, 10.1, 10.2) has an upstream duct section (10.1)
and a downstream duct section (10.2), the upstream duct section (10.1) having a greater
duct cross section than the downstream duct section (10.2), and/or
d) the downstream duct section (10.2) of the coating agent channel (10) runs eccentrically
in the paint nozzle (5) in relation to the axis of rotation (20) of the bell cup (3),
and/or
e) the coating agent channel (10, 10.1, 10.2) runs conically.
13. The paint nozzle (5) according to one of the preceding claims,
characterized in that
a) the annular gap (19) into which the second rinsing agent outlet (18) opens surrounds
the central conical nozzle section of the paint nozzle (5), and/or
b) the central conical nozzle section has a cone angle which is greater than 2°, 5°
or 8°,
c) the central conical nozzle section has a cone angle which is less than 30°, 20°,
15° or 10°, and/or
d) the outer contour has a step at the transition from the proximal nozzle section
to the distal nozzle section.
14. The paint nozzle according to one of the preceding claims, characterized by a conical nozzle section which is surrounded by the annular gap (19) to be rinsed,
wherein the second rinsing agent outlet (18) opens out of the conical nozzle section
and outputs the rinsing agent directly into the surrounding annular gap (19).
15. A bell cup (3) for a rotary atomizer, having
a) a distributor disc receptacle (15),
b) a distributor disc (6), which is fastened to the distributor disc receptacle (15),
c) a paint nozzle (5), which is inserted into the distributor disc receptacle (15),
d) an annular gap (19) between the paint nozzle (5) and the surrounding distributor
disc receptacle (15), characterized in that
e) the paint nozzle (5) is formed according to one of the preceding claims.
16. A rotary atomizer (1) having a bell cup (3) according to Claim 15.
17. A painting installation for painting motor vehicle body parts, having a rotary atomizer
(1) according to Claim 16.
1. Buse de peinture (5), qui peut être insérée dans un plateau à cloche (3) d'un pulvérisateur
rotatif et qui forme, lorsqu'elle est insérée, un interstice annulaire (19) entre
la buse de peinture (5) et un logement de rondelle de répartition (15) du plateau
à cloche (3), avec
a) un canal de produit de rinçage (11) commun s'étendant dans la buse de peinture
(5) pour la circulation d'un produit de rinçage pour le rinçage du plateau à cloche
(3),
b) une première sortie de produit de rinçage (16), qui est alimentée en produit de
rinçage par le canal de produit de rinçage commun (11) et qui est orientée de manière
globalement axiale vers l'avant en direction d'une rondelle de répartition (6) du
plateau à cloche (3),
c) une deuxième sortie de produit de rinçage (18), qui est alimentée en produit de
rinçage par le canal de produit de rinçage commun (11),
d) une portion de buse distale avec un contour extérieur globalement cylindrique,
e) une portion de buse proximale avec un contour extérieur globalement cylindrique
et
f) une portion de buse centrale, qui est disposée dans une direction axiale entre
la portion de buse cylindrique proximale et la portion de buse cylindrique distale
et se rétrécit de manière conique en direction de la portion de buse distale, la transition
entre la portion de buse centrale et la portion de buse cylindrique distale est globalement
sans épaulement,
caractérisée en ce que
g) la deuxième sortie de produit de rinçage (18) débouche, lorsqu'elle est montée,
dans l'interstice annulaire (19) entourant la portion de buse conique entre le logement
de rondelle de répartition (15) et la buse de peinture (5), afin de nettoyer l'interstice
annulaire (19) avec le produit de rinçage.
2. Buse de peinture (5) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
a) le plateau à cloche (3) comprend un espace de rinçage extérieur (14) afin de permettre
un rinçage extérieur du plateau à cloche (3) avec le produit de rinçage et
b) en ce que la buse de peinture (5) comprend une troisième sortie de produit de rinçage (22),
qui est alimentée en produit de rinçage par le canal de produit de rinçage commun
(11) et
c) en ce que la troisième sortie de produit de rinçage (22) conduit le produit de rinçage vers
l'espace de rinçage extérieur (14).
3. Buse de peinture (5) selon les revendications 1 et 2,
caractérisée en ce que
a) le canal de produit de rinçage commun (11) introduit une quantité totale déterminée
de produit de rinçage, la quantité totale étant de l'ordre de 10 à 40 ml,
b) la première sortie de produit de rinçage (16) distribue, du fait de sa construction,
pour le rinçage de la rondelle de répartition (6), une part déterminée de la quantité
totale de produit de rinçage, cette part étant de l'ordre de 3/7 à 5/7 et/ou de l'ordre
de 360 à 440 ml/min,
c) la deuxième sortie e produit de rinçage (18) distribue, du fait de sa construction,
pour le rinçage de l'interstice annulaire (19) entre le logement de rondelle de répartition
(15) et la buse de peinture (5), une part déterminée de la quantité totale de produit
de rinçage, cette part étant inférieure à 2/7 et/ou de l'ordre de 90 à 110 ml, et/ou
d) la troisième sortie de produit de rinçage (22) distribue, du fait de sa construction,
pour le rinçage extérieur, une part déterminée de la quantité totale de produit de
rinçage, cette part étant de l'ordre de 1/7 à 3/7 ou de l'ordre de 180 à 220 ml.
4. Buse de peinture (5) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la deuxième sortie de produit de rinçage (18) pour le rinçage de l'interstice annulaire
(19) entre le logement de rondelle de répartition (15) et la buse de peinture (5)
présente un diamètre inférieur à 1mm, 0,7 mm, 0,5 mm voire inférieur à 0,35 mm.
5. Buse de peinture (5) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
a) la deuxième sortie de produit de rinçage (18) pour le rinçage de l'interstice annulaire
(19) entre le logement de rondelle de répartition (15) et la buse de peinture (5)
est disposée à une distance axiale (a) déterminée derrière le côté avant de la buse
de peinture (5) et
b) la distance (a) est supérieure à 2 mm, 3 mm, 4 mm ou 4,3 mm et/ou
c) la distance (a) est inférieure à 7 mm, 6 mm, 5 mm, 4,7 mm et/ou
d) la distance (a) est globalement de 4,5 mm.
6. Buse de peinture (5) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
a) le produit de rinçage sort de manière oblique vers l'avant et vers l'extérieur
hors de la deuxième sortie de produit de rinçage (18) et/ou
b) le produit de rinçage sort de la deuxième sortie de produit de rinçage (18) avec
un angle de sortie (α) déterminé par rapport à l'axe de rotation du plateau à cloche
(3) et
c) l'angle de sortie (α) est inférieur à 25°, 20°, 15°, 10° ou 5°, plus particulièrement
globalement de 3°.
7. Buse de peinture (5) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le canal de produit de rinçage commun (11) comprend une portion de conduite disposée
en amont (11.1) et une portion de conduite disposée en aval (11.2), la portion de
conduite disposée en amont (11.1) présentant une section transversale supérieure à
la portion de conduite disposée en aval (11.2).
8. Buse de peinture (5) selon la revendication 7, caractérisée en ce que la deuxième sortie de produit de rinçage (18) pour le rinçage de l'interstice annulaire
(19) entre le logement de rondelle de répartition (15) et la buse de peinture (5)
bifurque, à partir de la portion de conduite disposée en amont (11.1) du canal de
produit de rinçage commun (11).
9. Buse de peinture (5) selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que la deuxième sortie de produit de rinçage (18) pour le rinçage de l'interstice annulaire
(19) entre le logement de rondelle de répartition (15) et la buse de peinture (5)
bifurque au niveau de la transition entre la portion de conduite disposée en amont
(11.1) et la portion de conduite disposée en aval (11.2) du canal de produit de rinçage
commun (11).
10. Buse de peinture (5) selon la revendication 2 ou selon l'une des revendications 7
à 9, caractérisée en ce que la troisième sortie de produit de rinçage (22) pour le rinçage extérieur bifurque
à partir de la portion de conduite disposée en amont (11.1) du canal de produit de
rinçage commun (11).
11. Buse de peinture (5) selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisée en ce que la première sortie de produit de rinçage (16) pour le rinçage de la rondelle de répartition
(6) au niveau du côté frontal de la buse de peinture (5) et/ou à l'extrémité de la
portion de conduite est disposée en aval (11.2).
12. Buse de peinture (5) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
a) dans la buse de peinture (5), s'étend axialement un canal de produit de revêtement
(10, 10.1, 10.2), afin de transporter un produit de revêtement à appliquer et/ou
b) le canal de produit de revêtement (10, 10.1, 10.2) traverse toute la longueur de
la buse de peinture (5) dans la direction axiale et/ou
c) le canal de produit de revêtement (10, 10.1, 10.2) comprend une portion de conduite
disposée en amont (10.1) et une portion de conduite disposée en aval (10.2), la portion
de conduite disposée en amont (10.1) présentant une section transversale supérieure
à la portion de conduite disposée en aval (10.2) et/ou
d) la portion de conduite disposée en aval (10.2) du canal de produit de revêtement
(10) s'étend dans la buse de peinture (5) de manière excentrique par rapport à l'axe
de rotation (20) du plateau à cloche (3) et/ou
e) le canal de produit de revêtement (10, 10.1, 10.2) présente une forme conique.
13. Buse de peinture (5) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
a) l'interstice annulaire (19), dans lequel débouche la deuxième sortie de produit
de rinçage (18), entoure la portion de buse conique centrale de la buse de peinture
(5) et/ou
b) la portion de buse conique centrale présente un angle de cône supérieur à 2°, 5°
ou 8°,
c) la portion de buse conique centrale présente un angle de cône inférieur à 30°,
20°, 15° ou 10° et/ou
d) le contour extérieur présente, au niveau de la transition entre la portion de buse
proximale et la portion de base distale, un épaulement.
14. Buse de peinture selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par une portion de buse conique qui est entourée par l'interstice annulaire (19) à rincer,
la deuxième sortie de produit de rinçage (18) débouchant hors de la portion de buse
conique et distribuant le produit de rinçage directement dans l'interstice annulaire
(19) qui l'entoure.
15. Plateau à cloche (3) pour un pulvérisateur rotatif avec
a) un logement de rondelle de répartition (15),
b) une rondelle de répartition (6), qui est fixée au logement de rondelle de répartition
(15),
c) une buse de peinture (5), qui est insérée dans le logement de rondelle de répartition
(15),
d) un interstice annulaire (19) entre la buse de peinture (5) et le logement de rondelle
de répartition (15) qui l'entoure,
caractérisé en ce que
e) la buse de peinture (5) est conçue selon l'une des revendications précédentes.
16. Pulvérisateur rotatif (1) avec un plateau à cloche (3) selon la revendication 15.
17. Installation de peinture pour la peinture de composants de carrosseries de véhicules
avec un pulvérisateur rotatif (1) selon la revendication 16.