(19)
(11) EP 2 467 903 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.05.2016  Patentblatt  2016/20

(21) Anmeldenummer: 10776271.8

(22) Anmeldetag:  12.08.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 13/504(2006.01)
H01R 43/18(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2010/000960
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2011/020465 (24.02.2011 Gazette  2011/08)

(54)

VERBINDUNGSBAUTEIL FÜR ELEKTRISCHE LEITER SOWIE VERFAHREN ZUR UMMANTELUNG EINES SOLCHEN VERBINDUNGSBAUTEILES

CONNECTING COMPONENT FOR ELECTRICAL CONDUCTORS AND METHOD FOR SHEATHING SUCH A CONNECTING COMPONENT

ÉLÉMENT DE RACCORDEMENT POUR CONDUCTEURS ÉLECTRIQUES ET PROCÉDÉ DE GAINAGE D'UN ÉLÉMENT DE RACCORDEMENT DE CE TYPE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 19.08.2009 DE 102009038062

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.06.2012  Patentblatt  2012/26

(73) Patentinhaber: Harting Electric GmbH & Co. KG
32339 Espelkamp (DE)

(72) Erfinder:
  • NASS, Andreas
    31606 Warmsen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 3 248 715
GB-A- 2 061 635
DE-A1-102006 056 258
US-B1- 6 428 357
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verbindungsbauteil mit mindestens einem nach außen wirkenden Kupplungselement in dem Kontaktelemente angeordnet sind, die innerhalb eines das Verbindungsbauteil bildenden ersten Gehäuse miteinander verbindbar sind, zur Kontaktierung von mindestens einem mit komplementären Kupplungselementen und Kontakten ausgebildeten Steckverbinder, wobei das erste Gehäuse aus mindestens zwei Schalenelementen einen Hohlraum bildet, in dem elektrische Bauteile angeordnet sind.

    [0002] Ein derartiges Verbindungsbauteil wird benötigt, um eine Kupplung von mindestens zwei elektrischen Kabeln oder Leitungen mit deren Steckerverbinder zu ermöglichen. Auch ist ein solches Verbindungsbauteil nötig, um eine oder mehrere Verzweigungen in einem Verbindungspunkt zweier Kabel oder Leitungen einzubringen. Dabei ist die volle elektrische und mechanische Funktionsfähigkeit der sich im Verbindungsbauteil befindlichen Kupplungen zu gewährleisten. Zudem sollen die Verbindungen vor Umwelteinflüssen wie zum Beispiel Feuchtigkeit und Verschmutzung geschützt werden.

    Stand der Technik



    [0003] Eine aus der Praxis bekannte Vorgehensweise ist es, die gesamte Baugruppe mit Anschlüssen, Verbindungen und inneren Bauteilen mit einem aushärtenden Vergussmaterial zu einem Block zu vergießen oder zu umspritzen.

    [0004] Die US 6,428,357 beschreibt einen elektrischen Steckverbinder mit einem Grundgehäuse, das in einem ersten Arbeitsgang mit einem thermoplastisch, elastischem Material umspritzt wird.
    Erst mit einem zweiten Arbeitsgang wird eine endgültige und formgetreue Umspritzung inklusive einer Zugentlastung für ein angeschlossenes elektrisches Kabel vorgenommen.

    [0005] Aus der DE 10 2006 056 258 A1 ist eine Baugruppe aus elektrischen und elektronischen Bauteilen bekannt, die mit einem aushärtenden, elektrisch isolierenden Vergussmaterial in einem Gehäuse vergossen ist und sich dadurch auszeichnet, dass an dem Gehäuse mindestens ein von außerhalb des Gehäuses zugänglicher, sich zumindest geringfügig in das Gehäuse erstreckender Anschluss vorgesehen ist, der elektrisch mit der Baugruppe verbunden und von innen gemeinsam mit der Baugruppe Vakuumvergossen ist.

    [0006] Aus der DE 32 48 715 A1 ist ein elektrisches Schaltgerät bekannt, mit einem Gehäuse, in dem mindestens ein Verbindungsmittel und elektrische Schaltelemente tragender Aufnahmekörper angeordnet ist, aus dem mit zugehörigen Verbindungsmitteln verbundene Stecker abgedichtet herausragen, und dass der den Aufnahmekörper mit sämtlichen Schaltelementen und Steckeranschlüssen aufnehmende Gehäuseteil zumindest teilweise mit einer Gießmasse gefüllt ist.

    [0007] Das Umspritzen von Steckverbindern ist durchaus Stand der Technik, dabei werden kontaktierende Elemente mit elektrischen Leitern bzw. elektrischen Kabeln, in eine entsprechende Form eingefügt und mit einem elektrisch nichtleitenden, isolierenden Kunststoff umspritzt. Zu diesem Spritzvorgang sind Kunststoffe erforderlich, die je nach Kunststoff bei etwa 180 - 400 °C mit einem Druck von 15 - 400 bar in eine entsprechende Form mit den darin gehaltenen Elementen eingespritzt werden.

    [0008] Nachteilig wirkt sich bei diesen Verfahren aus, dass beim Vergießen und Füllen oder Umspritzen von gesamten Baugruppen ein großes Volumen an Vergussmaterial verwendet werden muss. Dies kann zu Entlüftungsproblemen im Niederdruckspritzverfahren führen, wenn eine ausreichende Entlüftung des Werkzeuges aufgrund einer komplexen Kontur des Bauteiles nicht möglich ist.
    Das große Luftvolumen, das durch die eingespritzte Vergussmasse verdrängt wird, kann unter Umständen nicht entweichen und es entstehen unvermeidbare Lufteinschlüsse die zu funktionalen und/oder optischen Einschränkungen führen können.
    Ebenso ist eine Verformung solch großer Materialvolumina durch Schwindungsvorgänge während des Abkühlprozesses nicht auszuschließen.
    Ein weiterer Nachteil bei einem massiven Verguss solcher Baugruppen kann sein, dass die Funktionsfähigkeit einzelner, mechanischer Bauteile durch ein Eindringung von Vergussmasse eingeschränkt oder nicht mehr gegeben ist.

    Aufgabenstellung



    [0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verbindungsbauteil zu beschreiben, bei dem in einem mit Kupplungselementen ausgestatteten Gehäuse elektrische und / oder elektronische Bauteile und deren Verbindungen angeordnet sind, die vor Umwelteinflüssen zu schützen sind, in dem eine Ummantelung aus einem Kunststoff in einem einzigen Arbeitsgang zu einer endgültigen, gebrauchsfertigen Formgebung aufbringbar ist.

    [0010] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die zwei Schalenelemente an ihrer Verbindungsebene mittels einer Labyrinthdichtung miteinander verbunden sind, und dass die Labyrinthdichtung zumindest teilweise als Öffnung ausgebildet ist, so dass bei einer Ummantelung des ersten Gehäuses mit einer Vergussmasse, Anteile der Vergussmasse gezielt durch die vorgesehene Öffnung in den Hohlraum der Schalenelemente eindringen kann.

    [0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 - 4 angegeben.

    [0012] Die Aufgabe wird weiterhin verfahrensmäßig dadurch gelöst, dass in einem ersten, aus zwei Schalen gebildeten, inneren Gehäuse elektrische Bauteile und Kontaktelemente eingefügt sind, die mit aus dem Verbindungsbauteil nach außen wirkenden Kupplungselementen verbunden sind, zur Kontaktierung mit einem oder mehreren entsprechend geformten Steckverbindern, dass das erste, innere Gehäuse in ein dieses umgebendes, zweites Gehäuse eingefügt wird, wobei das erste, innere Gehäuse beabstandet von dem zweiten Gehäuse gehalten ist, und wobei die Kupplungselemente frei aus dem zweiten Gehäuse herausragen, dass das erste Gehäuse mit einer den Raum zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuse auffüllenden Vergussmasse in einem Arbeitsgang umgossen wird, wobei kleine Mengen der eingefüllten Vergussmasse in Öffnungen in einer die beiden Schalen verbindenden Labyrinthdichtung, in den Hohlraum des inneren Gehäuses gelangen kann, dass nach dem Auffüllen und Aushärten das zweite umgebende Gehäuse entfernt wird, wobei das erste Gehäuse mit dem umgebenden Gehäusemantel der aufgefüllten Vergussmasse eine Einheit bilden, wobei kleinste Details, eingebracht in die Oberfläche des zweiten Gehäuse, auf dem umgebenden Gehäusemantel wiedergegeben werden und nach dem Aushärten eine bearbeitungsfreie, endgültige Form des Verbindungsbauteiles vorliegt.

    [0013] Eine vorteilhafte Ausgestaltung für das Verfahren ist im Anspruch 6 und 7 beschrieben.

    [0014] Bei der Erfindung handelt es sich um ein Verbindungsbauteil, welches benötigt wird, um zwei oder mehr elektrische Leiter oder Kabel miteinander zu verbinden. Das Verbindungsbauteil weist mindestens zwei Kupplungselemente mit darin gehaltenen Kontaktelementen auf, eine Vorrichtung zur Kontaktierung der Kontaktelemente untereinander und ein Gehäuse, welches die Kupplungselemente aufnimmt.

    [0015] Die anzuschließenden elektrischen Leiter verfügen an ihren Verbindungsenden über Steckergehäuse mit darin gehaltenen Kontaktelementen, die komplementär zu den Kontaktelementen im Verbindungsbauteil sind. Die Kontaktierung der Kontaktelemente geschieht durch eine Verbindung des jeweiligen, komplementären Steckers mit den Kupplungselementen im Verbindungsbauteil.
    Das Gehäuse, welches den Körper des Verbindungsbauteiles bildet, besteht aus mehreren Teilen, vorzugsweise aus zwei Einzelteilen. Das erste Gehäuse stellt einen Grundkörper dar, und wird von einem äußerer Gehäusemantel umhüllt, wobei der äußere Gehäusemantel die endgültige Form des Verbindungsbauteiles darstellt.

    [0016] Das Gehäuse wird vorzugsweise aus zwei vorgefertigten Gehäuseteilen zusammengesetzt. In Aussparungen der vorgefertigten Gehäuseteile werden die Kupplungselemente zum Anschluss der anzuschließenden Leiter eingesetzt. Die sich in den Kupplungselementen befindlichen Kontaktelemente werden in dem Hohlraum, den die zwei vorgefertigten Gehäuseteile bilden, miteinander verbunden und elektrisch kontaktiert.

    [0017] In einer bevorzugten Ausbildungsform sind die vorgefertigten Gehäuseteile mit Rastmitteln versehen, die verhindern, dass nach dem Zusammenfügen der einzelnen Gehäuseteile, diese wieder auseinander fallen.

    [0018] Der äußere Gehäusemantel, welcher einen Schutz vor Umwelteinflüssen für das Verbindungsbauteil bildet, wird nach dem Zusammenfügen der inneren Gehäuseteile direkt auf das erste Gehäuse aufgebracht.
    Hierzu wird zweckmäßig die gesamte Struktur des ersten, inneren Gehäuses von außen mit dem Gehäusemantel aus einem niedrig viskosen Kunststoff umgossen. Lediglich die aus dem ersten Gehäuse herausragenden Kupplungselemente werden ausgespart um eine Kontaktierung dieser zu gewährleisten.

    [0019] Der Gehäusemantel besteht vorzugsweise aus einem niederviskosen, reaktiven Kunststoff, der um das erste, innere Gehäuse gegossen wird - also den Hohlraum zwischen dem äußeren und dem inneren Gehäuse.
    Hier hat sich Polyurethan als besonders geeignet erwiesen, da durch die niedrige Viskosität und das gute Fliessvermögen dünne Wandstärken sowie Unterschiede der Wanddicken und eine gute Abformbarkeit von Gehäusebesonderheiten, wie z.B. für ein Logo erzielen lässt.
    Ein weiterer Vorteil von Polyurethan ist die schnelle Reaktionszeit, die benötigt wird um das Verfahren wirtschaftlich durchführen zu können.
    Die Reaktionszeit kann nochmals erheblich verkürzt werden, wenn das sogenannte RIM-Verfahren (Reaction Injection Moulding) zum Einsatz kommt, da mittels dieses Verfahrens die Abbindezeit nur wenige Sekunden beträgt.

    [0020] Im Gegensatz zu den weiter oben beschriebenen Verfahren wird bei der hier vorgestellten Verfahrensweise für das Umgießen eines Gehäuses vorteilhaft mit Polyurethan lediglich ein Temperaturbereich von 60° C - 90°C, bevorzugt 80°C und ein geringer Überdruck von 1 - 5 bar, bevorzugt 3 bar benötigt. Dieser Temperatur- und Druckbereich erweist sich vor Allem im Hinblick auf zu verbauende elektronische Bauteile als besonders vorteilhaft.

    [0021] In einer zweckmäßigen Ausbildungsform verfügen die vorgefertigten Gehäuseteile an ihrer Verbindungsebene über eine Labyrinthstruktur. Diese verhindert normalerweise das Einringen von Vergussmasse beim Vergießen des ersten Gehäuses mit dem äußeren Gehäusemantel.
    Dabei kann die Labyrinthstruktur eine vorteilhafte Konstruktion mit Öffnungen umfassen, die ein kontrolliertes Eindringen der Vergussmasse ins Gehäuseinnere bewirken, so dass beim Gießvorgang Lufteinschlüsse innerhalb des Gehäusemantels vermieden werden.

    [0022] Bei den zu verbindenden Kontaktstrukturen kann es sich neben elektrischen Verbindungen auch um Lichtwellenleiter oder auch um pneumatische oder sonstige Verbindungen handeln, die zur Übertragung jeglicher Signale vorzusehen sind.

    [0023] Dementsprechend sind die im Verbindungsbauteil verwendeten Kontakt- und Kupplungselemente entsprechend der Art des zu übertragenden Mediums zu wählen.
    Weiterhin kann vorgesehen sein, eine direkte Kabelanbindung an das Verbindungsbauteil anzufügen.

    Ausführungsbeispiel



    [0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
    Fig.1
    eine perspektivische Ansicht eines montierten, ersten Gehäuses mit Kupplungselementen;
    Fig. 2
    eine perspektivische Ansicht eines geöffneten, aus zwei Halbschalen gebildeten ersten Gehäuses;
    Fig. 3
    eine Detailansicht einer Labyrinth-Verbindung;
    Fig. 4
    eine Detailansicht eines Kupplungselementes und des ersten Gehäuses;
    Fig. 5
    ein erstes und zweites Gehäuse, teilweise geschnitten mit eingelagerter Vergussmasse;
    Fig. 6
    ein mit einem Gehäusemantel umgossenes Verbindungsbauteil,
    Fig. 7a
    ein Verbindungsbauteil mit einem angefügten elektrischen Kabel in einer Schnittdarstellung, und
    Fig. 7b
    das Verbindungsbauteil aus Fig. 7a in einer perspektivischen Darstellung.


    [0025] In der Fig.1 ist ein Verbindungsbauteil zur Kontaktierung von mit Kontaktelementen versehenen elektrischen Leitern dargestellt.

    [0026] Das Verbindungsbauteil zeigt ein erstes Gehäuse 1, das hier aus zwei Schalenelementen 3, 5 gebildet ist und in deren Innenraum lediglich eine Verbindung der hier gezeigten drei Kupplungselementen 10 enthalten ist oder auch eine elektrische/elektronische Schaltung, mit einer Verbindung an die nach außen wirkenden Kupplungselemente 10, in denen wiederum Kontaktelemente 12 angeordnet sind. Außerdem sind hier noch Befestigungsöffnungen 18 an einigen Eckbereichen des Gehäuses erkennbar.

    [0027] Die Fig. 2 zeigt das Verbindungsbauteil, wobei die beiden Schalenelemente 3, 5 des ersten Gehäuses 1 geöffnet sind, so dass ein Blick auf die hier an drei Seiten des Gehäuses eingefügten Kupplungselemente 10 und auf eventuelle hier nicht gezeigte innere Verbindungen möglich ist.
    Daraus ist zunächst ableitbar, dass auch in Zusammenhang mit den eingefügten Kupplungselementen 10 das erste Gehäuse 1 keine absolute Dichtheit gegenüber der Außenwelt aufweist.
    Das erste Gehäuse 1 hat die Aufgabe eine grobe Form zu halten, auf die ein endgültiger Gehäusemantel 20 aufgegossen wird.

    [0028] Eine detaillierte Darstellung aus dem Verbindungsbereich der beiden Schalenelemene des Gehäuses ist in der Fig. 3 gezeigt.
    Dabei sind die beiden Schalenelemente 3, 5 mittels einer so genannter Labyrinthdichtung 7 an ihren Berührungskanten miteinander verbunden, so dass zum einen eine gewisse Stabilität und zum anderen zunächst ein einfaches Eindringen der später zu umgießenden Masse verhindert wird.
    Jedoch kann diese Labyrinthdichtung so konzipiert sein, auch gezielt Vergussmasse ins Gehäuseinnere gelangen zu lassen.
    Nahezu unvermeidbar sind jedoch Öffnungen zwischen dem Gehäuse 1 und den Kupplungselementen 10, wie dies in einer Detailansicht der Fig. 4 gezeigt ist. Ein derartiger Spalt 14 zwischen dem Kragen 9 und dem Kupplungselement 12 kann gezielt für eine Entlüftung der Vergussmasse 20 eingesetzt werden, um Lufteinschlüsse im Bereich des Gehäusemantels beim Vergießen zu vermeiden.

    [0029] In der Fig. 5 ist ein erstes Gehäuse 1 und ein zweites Gehäuse 16 in gestaffelten Schnitten dargestellt, so dass das innere erste Gehäuse 1 ersichtlich ist, der umgossene Gehäusemantel 20 sowie das zum Umgießen erforderliche äußere, zweite Gehäuse 16. Das äußere Gehäuse 16 ist als Werkzeugteil ausgebildet, mit hier nicht gezeigten entsprechenden Verbindungen zu der zu umgießenden Masse.

    [0030] Ein mit der Vergussmasse 20 fertig umgossenes Verbindungsbauteil, das keinerlei Nacharbeitung mehr erfordert, ist in der Fig. 6 gezeigt, wobei das Gehäuse 1 Kupplungselemente 10 mit Verriegelungsbügeln 13 aufweist, sowie ebenfalls ummantelte Halteösen 18.

    [0031] In einer weiteren Ausbildung kann vorgesehen sein, das Verbindungsbauteil beim Umgießen des ersten Gehäuses 1 direkt mit einer Kabelanbindung 24 auszugestalten, also eine konfektionierte Stecker-Kabel-Verbindung in einem Arbeitsgang zu erstellen.
    Dazu ist in der Fig. 7a und 7b ein derartiges Beispiel gezeigt. Hierbei ist zusätzlich an dem ersten als Steckverbinder geformten Gehäuse 1, ein Teil des angefügten Kabels 22 mit einem Knickschutz 24 umgeben, der ebenfalls zusammen in einem Verguss-Arbeitsgang angefertigt wird.

    Bezugszeichenliste



    [0032] 
    1
    erstes Gehäuse
    2 3
    Schalenelement 1, (Gehäuseteile)
    4 5
    Schalenelement 2
    6 7
    Labyrinthdichtung (zum gezielten Einlass von Vergussmasse)
    8 9
    Kragen für Kupplungselement
    10
    Kupplungselement (Stecker, Buchse)
    11
    Kontaktkammer
    12
    Kontaktelemente
    13
    Verriegelungsbügel
    14
    Spalt zwischen Kragen und Kupplungselement (Entlüftung)
    15
      
    16
    zweites Gehäuse (Gieß-Gehäuse Werkzeug)
    17
      
    18
    Halteösen
    19
      
    20
    Gehäusemantel (Gießmasse)
    21 22
    elektr. Kabel
    23 24
    Anbindung (Kabelhalterung)



    Ansprüche

    1. Verbindungsbauteil mit mindestens einem nach außen wirkenden Kupplungselement (10) in dem Kontaktelemente (12) angeordnet sind, die innerhalb eines das Verbindungsbauteil bildenden ersten Gehäuse (1) miteinander verbindbar sind, zur Kontaktierung von mindestens einem mit komplementären Kupplungselementen und Kontakten ausgebildeten Steckverbinder,
    wobei das erste Gehäuse (1) aus mindestens zwei Schalenelementen (3, 5) einen Hohlraum bildet, in dem elektrische Bauteile angeordnet sind,
    und wobei das erste Gehäuse (1) einen äußeren Gehäusemantel (20) umfasst, welcher durch eine Ummantelung mit einer Vergussmasse gebildet ist
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die zwei Schalenelemente (3,5) an ihrer Verbindungsebene mittels einer Labyrinthdichtung (7) miteinander verbunden sind, und dass die Labyrinthdichtung zumindest teilweise als Öffnung ausgebildet ist, so dass bei der Ummantelung des ersten Gehäuses (1) mit der Vergussmasse, Anteile der Vergussmasse gezielt durch die vorgesehene Öffnung in den Hohlraum der Schalenelemente eindringbar sind.
     
    2. Verbindungsbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusemantel (20) aus einem Polyurethan-Kunststoff besteht.
     
    3. Verbindungsbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalenelementen (3, 5) des ersten Gehäuses miteinander verrastet oder verschraubt sind.
     
    4. Verbindungsbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Gehäuse (1) die Anbindung eines elektrischen Kabels (22) vorgesehen ist.
     
    5. Verfahren zur Herstellung eines Verbindungsbauteiles, wobei in einem ersten, aus zwei Schalen (3,5) gebildeten, inneren Gehäuse (1) elektrische Bauteile und Kontaktelemente eingefügt sind, die mit aus dem Verbindungsbauteil nach außen wirkenden Kupplungselementen (10) verbunden sind, zur Kontaktierung mit einem oder mehreren entsprechend geformten Steckverbindern,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das erste, innere Gehäuse (1) in ein dieses umgebendes, zweites Gehäuse (16) eingefügt wird, wobei das erste, innere Gehäuse (1) beabstandet von dem zweiten Gehäuse (16) gehalten ist, und wobei die Kupplungselemente (10) frei aus dem zweiten Gehäuse (16) herausragen,
    dass das erste Gehäuse (1) mit einer den Raum zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuse (16) auffüllenden Vergussmasse in einem Arbeitsgang umgossen wird, wobei kleine Mengen der eingefüllten Vergussmasse in Öffnungen in einer die beiden Schalen verbindenden Labyrinthdichtung, in den Hohlraum des inneren Gehäuses gelangen können,
    dass nach dem Auffüllen und Aushärten das zweite umgebende Gehäuse (16) entfernt wird, wobei das erste Gehäuse (1) mit dem umgebenden Gehäusemantel (20) der aufgefüllten Vergussmasse eine Einheit bilden, wobei kleinste Details, eingebracht in die Oberfläche des zweiten Gehäuse, auf dem umgebenden Gehäusemantel (20) wiedergegeben werden und nach dem Aushärten eine bearbeitungsfreie, endgültige Form des Verbindungsbauteiles vorliegt.
     
    6. Verfahren zur Herstellung eines Verbindungsbauteiles, nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
    dass beim Gießvorgang geringe Massenanteile der Vergussmasse gezielt in dazu vorgesehene Öffnungen des ersten Gehäuses (1) eindringen können, wobei die Öffnungen durch eine Beabstandung der Labyrinthdichtung (7) zwischen den Gehäusehälften (3,5) an deren Verbindungsebene gebildet sind, so dass eine ausreichende Entlüftung der eingespritzten Vergussmasse durch einen Schlitz (14) zwischen dem Kragen (9) und dem Kupplungselement (10) des Gehäuses (1) erfolgt, so dass Lufteinschlüsse in dem umgebenden Gehäusemantel (20) vermieden werden.
     
    7. Verfahren zur Herstellung eines Verbindungsbauteiles, nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
    dass bei dem Gießvorgang mit einem RIM-Verfahren gearbeitet wird, wobei eine Polyurethanmischung als Vergussmasse benutzt wird, die zur Verarbeitung einen Temperaturbereich von 60° - 90° aufweist, bei einer bevorzugten Temperatur von 80°C und mit einem Überdruck von 1 - 5 bar, bevorzugt bei 3 bar in einem einzigen Verguss-Arbeitsgang verarbeitet wird.
     


    Claims

    1. Connection component having at least one coupling element (10) which acts on the outside and in which contact elements (12) are arranged, it being possible for the said contact elements to be connected to one another within a first housing (1) which forms the connection component, for contact to be made by at least one plug connector which is formed with complementary coupling elements and contacts,
    wherein the first housing (1) which is composed of at least two shell elements (3, 5) forms a hollow space in which electrical components are arranged,
    and wherein the first housing (1) comprises an outer housing casing (20) which is formed by sheathing with an encapsulation compound,
    characterized
    in that the two shell elements (3, 5) are connected to one another by means of a labyrinth seal (7) in their connection plane, and in that the labyrinth seal is at least partially in the form of an opening, so that, when the first housing (1) is sheathed with the encapsulation compound, portions of the encapsulation compound can penetrate into the hollow space of the shell elements through the provided opening in a targeted manner.
     
    2. Connection component according to Claim. 1, characterized in that the housing casing (20) is composed of a polyurethane plastic..
     
    3. Connection component according to Claim 1, characterized in that the shell elements (3, 5) of the first housing are latched or screwed to one another.
     
    4. Connection component according to Claim 1, characterized in that the connection of an electrical cable (22) is provided on the first housing (1).
     
    5. Method for producing a connection component, wherein electrical components and contact elements are inserted into a first inner housing (1) which is formed from two shells (3, 5), the said electrical components and contact elements being connected to coupling elements (10) which act on the outside from the connection component, for contact to be made by one or more correspondingly shaped plug connectors,
    characterized
    in that the first, inner housing (1) is inserted into an second housing (16) which surrounds the said first inner housing, wherein the first, inner housing (1) is held at a distance from the second housing (16), and wherein the coupling elements (10) project freely out-of the second housing (16),
    in that the first housing (1) is encapsulated with an encapsulation compound, which fills the space between the first and the second housing (16), in one working step, wherein small quantities of the filled encapsulation compound in openings in a labyrinth seal which connects the two shells can enter the hollow space in the inner housing,
    in that, after filling and curing, the second surrounding housing (16) is removed, wherein the first housing (1) forms a unit with the surrounding housing casing (20) of the filled encapsulation compound, wherein the smallest details in the surface of the second housing are reproduced on the surrounding housing casing (20) and, after curing, the connection component has a final shape without any machining.
     
    6. Method for producing a connection component according to Claim 5, characterized
    in that, during the casting process, small portions by mass of the encapsulation compound can penetrate openings in the first housing (1) which are provided for this purpose in a targeted manner, wherein the openings are formed by spacing of the labyrinth seal (7) between the housing halves (3, 5) in their connection plane, so that the injected encapsulation compound is adequately ventilated through a slot (14) between the collar (9) and the coupling element (10) of the housing (1), so that air pockets in the surrounding housing casing (20) are avoided.
     
    7. Method for producing a connection component according to Claim 5 or 6, characterized
    in that, during the casting process, a RIM method is used, wherein the encapsulation compound used is a polyurethane mixture which, for processing purposes, is in a temperature range of from 60°-90°, processing being performed at a preferred temperature of 80°C and at an overpressure of 1-5 bar, preferably at 3 bar, in a single encapsulation working step.
     


    Revendications

    1. Élément de raccordement doté d'au moins un élément de couplage (10) agissant vers l'extérieur dans lequel des éléments de contact (12) sont disposés pouvant être reliés entre eux à l'intérieur d'un premier carter (1) formant l'élément de raccordement, afin de mettre en contact au moins un connecteur enfichable réalisé avec des éléments de couplage et des contacts complémentaires ;
    le premier carter (1) composé d'au moins deux éléments d'enveloppe (3, 5) formant un espace creux dans lequel des composants électriques sont disposés ; et
    le premier carter (1) comprenant une enveloppe de carter extérieure (20) formée par un gainage avec une masse fondue ;
    caractérisé en ce que :

    les deux éléments d'enveloppe (3, 5) sont reliés entre eux au niveau de leur plan de liaison au moyen d'un joint en labyrinthe (7) et que le joint en labyrinthe est réalisé au moins en partie sous la forme d'une ouverture, de sorte qu'en cas de gainage du premier carter (1) avec la masse fondue, des fractions de la masse fondue peuvent être introduites de façon ciblée à travers l'ouverture prévue dans l'espace creux des éléments d'enveloppe.


     
    2. Élément de raccordement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enveloppe de carter (20) est en matière plastique de polyuréthane.
     
    3. Élément de raccordement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments d'enveloppe (3, 5) du premier carter sont vissés ou encliquetés entre eux.
     
    4. Élément de raccordement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'accolage d'un câble (22) électrique est prévu au niveau du premier carter (1).
     
    5. Procédé de fabrication d'un élément de raccordement, des composants électriques et éléments de contact étant insérés dans un premier carter (1) intérieur formé de deux enveloppes (3, 5), ces composants et éléments étant reliés aux éléments de couplage (10) agissant vers l'extérieur hors de l'élément de raccordement, pour réaliser la mise en contact avec un ou plusieurs connecteurs enfichables formés de façon correspondante ;
    caractérisé en ce que :

    le premier carter (1) intérieur est inséré dans un deuxième carter (16) entourant celui-ci, le premier carter (1) intérieur étant maintenu à une certaine distance du deuxième carter (16) et les éléments de couplage (10) saillant librement hors du deuxième carter (16) ;

    le premier carter (1) étant fondu en un couloir de coulée de travail avec une masse fondue remplissant l'espace entre le premier et le deuxième carter (16), de petites quantités de la masse fondue remplie pouvant arriver dans les ouvertures dans un joint en labyrinthe reliant les deux enveloppes, dans l'espace creux du carter intérieur ;

    le deuxième carter (16) environnant est retiré après le remplissage et le durcissement, le premier carter (1) formant une unité avec l'enveloppe de carter (20) environnante de masse fondue remplie, des détails très précis pouvant être réalisés sur l'enveloppe de carter (20) environnante, dans la surface du deuxième carter, et une forme définitive non façonnée de l'élément de raccordement étant obtenue après le durcissement.


     
    6. Procédé de fabrication d'un élément de raccordement selon la revendication 5, caractérisé en ce lors du processus de coulée, des fractions réduites de masse parmi la masse fondue peuvent être introduites de façon ciblée dans les ouvertures du premier carter (1) prévues à cette fin, les ouvertures étant formées par un éloignement du joint en labyrinthe (7) entre les moitiés de carter (3, 5) au niveau du plan de liaison, de sorte qu'une aération suffisante de la masse fondue injectée se produit à travers une fente (14) entre le col (9) et l'élément de couplage (10) du carter (1), de façon à éviter des entrées d'air dans l'enveloppe de carter (20) environnante.
     
    7. Procédé de fabrication d'un élément de raccordement selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce lors du processus de coulée, on travaille avec un procédé RIM, un mélange de polyuréthane servant de masse fondue, ledit mélange étant travaillé en un couloir de coulée de travail unique présentant pour le traitement une plage de température de 60° - 90°, avec une température préférée de 80°C et avec une surpression de 1 - 5 bar, de façon préférée de 3 bar.
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente