[0001] Die Erfindung betrifft ein Verbindungsbauteil mit mindestens einem nach außen wirkenden
Kupplungselement in dem Kontaktelemente angeordnet sind, die innerhalb eines das Verbindungsbauteil
bildenden ersten Gehäuse miteinander verbindbar sind, zur Kontaktierung von mindestens
einem mit komplementären Kupplungselementen und Kontakten ausgebildeten Steckverbinder,
wobei das erste Gehäuse aus mindestens zwei Schalenelementen einen Hohlraum bildet,
in dem elektrische Bauteile angeordnet sind.
[0002] Ein derartiges Verbindungsbauteil wird benötigt, um eine Kupplung von mindestens
zwei elektrischen Kabeln oder Leitungen mit deren Steckerverbinder zu ermöglichen.
Auch ist ein solches Verbindungsbauteil nötig, um eine oder mehrere Verzweigungen
in einem Verbindungspunkt zweier Kabel oder Leitungen einzubringen. Dabei ist die
volle elektrische und mechanische Funktionsfähigkeit der sich im Verbindungsbauteil
befindlichen Kupplungen zu gewährleisten. Zudem sollen die Verbindungen vor Umwelteinflüssen
wie zum Beispiel Feuchtigkeit und Verschmutzung geschützt werden.
Stand der Technik
[0003] Eine aus der Praxis bekannte Vorgehensweise ist es, die gesamte Baugruppe mit Anschlüssen,
Verbindungen und inneren Bauteilen mit einem aushärtenden Vergussmaterial zu einem
Block zu vergießen oder zu umspritzen.
[0004] Die
US 6,428,357 beschreibt einen elektrischen Steckverbinder mit einem Grundgehäuse, das in einem
ersten Arbeitsgang mit einem thermoplastisch, elastischem Material umspritzt wird.
Erst mit einem zweiten Arbeitsgang wird eine endgültige und formgetreue Umspritzung
inklusive einer Zugentlastung für ein angeschlossenes elektrisches Kabel vorgenommen.
[0005] Aus der
DE 10 2006 056 258 A1 ist eine Baugruppe aus elektrischen und elektronischen Bauteilen bekannt, die mit
einem aushärtenden, elektrisch isolierenden Vergussmaterial in einem Gehäuse vergossen
ist und sich dadurch auszeichnet, dass an dem Gehäuse mindestens ein von außerhalb
des Gehäuses zugänglicher, sich zumindest geringfügig in das Gehäuse erstreckender
Anschluss vorgesehen ist, der elektrisch mit der Baugruppe verbunden und von innen
gemeinsam mit der Baugruppe Vakuumvergossen ist.
[0006] Aus der
DE 32 48 715 A1 ist ein elektrisches Schaltgerät bekannt, mit einem Gehäuse, in dem mindestens ein
Verbindungsmittel und elektrische Schaltelemente tragender Aufnahmekörper angeordnet
ist, aus dem mit zugehörigen Verbindungsmitteln verbundene Stecker abgedichtet herausragen,
und dass der den Aufnahmekörper mit sämtlichen Schaltelementen und Steckeranschlüssen
aufnehmende Gehäuseteil zumindest teilweise mit einer Gießmasse gefüllt ist.
[0007] Das Umspritzen von Steckverbindern ist durchaus Stand der Technik, dabei werden kontaktierende
Elemente mit elektrischen Leitern bzw. elektrischen Kabeln, in eine entsprechende
Form eingefügt und mit einem elektrisch nichtleitenden, isolierenden Kunststoff umspritzt.
Zu diesem Spritzvorgang sind Kunststoffe erforderlich, die je nach Kunststoff bei
etwa 180 - 400 °C mit einem Druck von 15 - 400 bar in eine entsprechende Form mit
den darin gehaltenen Elementen eingespritzt werden.
[0008] Nachteilig wirkt sich bei diesen Verfahren aus, dass beim Vergießen und Füllen oder
Umspritzen von gesamten Baugruppen ein großes Volumen an Vergussmaterial verwendet
werden muss. Dies kann zu Entlüftungsproblemen im Niederdruckspritzverfahren führen,
wenn eine ausreichende Entlüftung des Werkzeuges aufgrund einer komplexen Kontur des
Bauteiles nicht möglich ist.
Das große Luftvolumen, das durch die eingespritzte Vergussmasse verdrängt wird, kann
unter Umständen nicht entweichen und es entstehen unvermeidbare Lufteinschlüsse die
zu funktionalen und/oder optischen Einschränkungen führen können.
Ebenso ist eine Verformung solch großer Materialvolumina durch Schwindungsvorgänge
während des Abkühlprozesses nicht auszuschließen.
Ein weiterer Nachteil bei einem massiven Verguss solcher Baugruppen kann sein, dass
die Funktionsfähigkeit einzelner, mechanischer Bauteile durch ein Eindringung von
Vergussmasse eingeschränkt oder nicht mehr gegeben ist.
Aufgabenstellung
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verbindungsbauteil zu beschreiben,
bei dem in einem mit Kupplungselementen ausgestatteten Gehäuse elektrische und / oder
elektronische Bauteile und deren Verbindungen angeordnet sind, die vor Umwelteinflüssen
zu schützen sind, in dem eine Ummantelung aus einem Kunststoff in einem einzigen Arbeitsgang
zu einer endgültigen, gebrauchsfertigen Formgebung aufbringbar ist.
[0010] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die zwei Schalenelemente an ihrer Verbindungsebene
mittels einer Labyrinthdichtung miteinander verbunden sind, und dass die Labyrinthdichtung
zumindest teilweise als Öffnung ausgebildet ist, so dass bei einer Ummantelung des
ersten Gehäuses mit einer Vergussmasse, Anteile der Vergussmasse gezielt durch die
vorgesehene Öffnung in den Hohlraum der Schalenelemente eindringen kann.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 - 4 angegeben.
[0012] Die Aufgabe wird weiterhin verfahrensmäßig dadurch gelöst, dass in einem ersten,
aus zwei Schalen gebildeten, inneren Gehäuse elektrische Bauteile und Kontaktelemente
eingefügt sind, die mit aus dem Verbindungsbauteil nach außen wirkenden Kupplungselementen
verbunden sind, zur Kontaktierung mit einem oder mehreren entsprechend geformten Steckverbindern,
dass das erste, innere Gehäuse in ein dieses umgebendes, zweites Gehäuse eingefügt
wird, wobei das erste, innere Gehäuse beabstandet von dem zweiten Gehäuse gehalten
ist, und wobei die Kupplungselemente frei aus dem zweiten Gehäuse herausragen, dass
das erste Gehäuse mit einer den Raum zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuse auffüllenden
Vergussmasse in einem Arbeitsgang umgossen wird, wobei kleine Mengen der eingefüllten
Vergussmasse in Öffnungen in einer die beiden Schalen verbindenden Labyrinthdichtung,
in den Hohlraum des inneren Gehäuses gelangen kann, dass nach dem Auffüllen und Aushärten
das zweite umgebende Gehäuse entfernt wird, wobei das erste Gehäuse mit dem umgebenden
Gehäusemantel der aufgefüllten Vergussmasse eine Einheit bilden, wobei kleinste Details,
eingebracht in die Oberfläche des zweiten Gehäuse, auf dem umgebenden Gehäusemantel
wiedergegeben werden und nach dem Aushärten eine bearbeitungsfreie, endgültige Form
des Verbindungsbauteiles vorliegt.
[0013] Eine vorteilhafte Ausgestaltung für das Verfahren ist im Anspruch 6 und 7 beschrieben.
[0014] Bei der Erfindung handelt es sich um ein Verbindungsbauteil, welches benötigt wird,
um zwei oder mehr elektrische Leiter oder Kabel miteinander zu verbinden. Das Verbindungsbauteil
weist mindestens zwei Kupplungselemente mit darin gehaltenen Kontaktelementen auf,
eine Vorrichtung zur Kontaktierung der Kontaktelemente untereinander und ein Gehäuse,
welches die Kupplungselemente aufnimmt.
[0015] Die anzuschließenden elektrischen Leiter verfügen an ihren Verbindungsenden über
Steckergehäuse mit darin gehaltenen Kontaktelementen, die komplementär zu den Kontaktelementen
im Verbindungsbauteil sind. Die Kontaktierung der Kontaktelemente geschieht durch
eine Verbindung des jeweiligen, komplementären Steckers mit den Kupplungselementen
im Verbindungsbauteil.
Das Gehäuse, welches den Körper des Verbindungsbauteiles bildet, besteht aus mehreren
Teilen, vorzugsweise aus zwei Einzelteilen. Das erste Gehäuse stellt einen Grundkörper
dar, und wird von einem äußerer Gehäusemantel umhüllt, wobei der äußere Gehäusemantel
die endgültige Form des Verbindungsbauteiles darstellt.
[0016] Das Gehäuse wird vorzugsweise aus zwei vorgefertigten Gehäuseteilen zusammengesetzt.
In Aussparungen der vorgefertigten Gehäuseteile werden die Kupplungselemente zum Anschluss
der anzuschließenden Leiter eingesetzt. Die sich in den Kupplungselementen befindlichen
Kontaktelemente werden in dem Hohlraum, den die zwei vorgefertigten Gehäuseteile bilden,
miteinander verbunden und elektrisch kontaktiert.
[0017] In einer bevorzugten Ausbildungsform sind die vorgefertigten Gehäuseteile mit Rastmitteln
versehen, die verhindern, dass nach dem Zusammenfügen der einzelnen Gehäuseteile,
diese wieder auseinander fallen.
[0018] Der äußere Gehäusemantel, welcher einen Schutz vor Umwelteinflüssen für das Verbindungsbauteil
bildet, wird nach dem Zusammenfügen der inneren Gehäuseteile direkt auf das erste
Gehäuse aufgebracht.
Hierzu wird zweckmäßig die gesamte Struktur des ersten, inneren Gehäuses von außen
mit dem Gehäusemantel aus einem niedrig viskosen Kunststoff umgossen. Lediglich die
aus dem ersten Gehäuse herausragenden Kupplungselemente werden ausgespart um eine
Kontaktierung dieser zu gewährleisten.
[0019] Der Gehäusemantel besteht vorzugsweise aus einem niederviskosen, reaktiven Kunststoff,
der um das erste, innere Gehäuse gegossen wird - also den Hohlraum zwischen dem äußeren
und dem inneren Gehäuse.
Hier hat sich Polyurethan als besonders geeignet erwiesen, da durch die niedrige Viskosität
und das gute Fliessvermögen dünne Wandstärken sowie Unterschiede der Wanddicken und
eine gute Abformbarkeit von Gehäusebesonderheiten, wie z.B. für ein Logo erzielen
lässt.
Ein weiterer Vorteil von Polyurethan ist die schnelle Reaktionszeit, die benötigt
wird um das Verfahren wirtschaftlich durchführen zu können.
Die Reaktionszeit kann nochmals erheblich verkürzt werden, wenn das sogenannte RIM-Verfahren
(Reaction Injection Moulding) zum Einsatz kommt, da mittels dieses Verfahrens die
Abbindezeit nur wenige Sekunden beträgt.
[0020] Im Gegensatz zu den weiter oben beschriebenen Verfahren wird bei der hier vorgestellten
Verfahrensweise für das Umgießen eines Gehäuses vorteilhaft mit Polyurethan lediglich
ein Temperaturbereich von 60° C - 90°C, bevorzugt 80°C und ein geringer Überdruck
von 1 - 5 bar, bevorzugt 3 bar benötigt. Dieser Temperatur- und Druckbereich erweist
sich vor Allem im Hinblick auf zu verbauende elektronische Bauteile als besonders
vorteilhaft.
[0021] In einer zweckmäßigen Ausbildungsform verfügen die vorgefertigten Gehäuseteile an
ihrer Verbindungsebene über eine Labyrinthstruktur. Diese verhindert normalerweise
das Einringen von Vergussmasse beim Vergießen des ersten Gehäuses mit dem äußeren
Gehäusemantel.
Dabei kann die Labyrinthstruktur eine vorteilhafte Konstruktion mit Öffnungen umfassen,
die ein kontrolliertes Eindringen der Vergussmasse ins Gehäuseinnere bewirken, so
dass beim Gießvorgang Lufteinschlüsse innerhalb des Gehäusemantels vermieden werden.
[0022] Bei den zu verbindenden Kontaktstrukturen kann es sich neben elektrischen Verbindungen
auch um Lichtwellenleiter oder auch um pneumatische oder sonstige Verbindungen handeln,
die zur Übertragung jeglicher Signale vorzusehen sind.
[0023] Dementsprechend sind die im Verbindungsbauteil verwendeten Kontakt- und Kupplungselemente
entsprechend der Art des zu übertragenden Mediums zu wählen.
Weiterhin kann vorgesehen sein, eine direkte Kabelanbindung an das Verbindungsbauteil
anzufügen.
Ausführungsbeispiel
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- eine perspektivische Ansicht eines montierten, ersten Gehäuses mit Kupplungselementen;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines geöffneten, aus zwei Halbschalen gebildeten ersten
Gehäuses;
- Fig. 3
- eine Detailansicht einer Labyrinth-Verbindung;
- Fig. 4
- eine Detailansicht eines Kupplungselementes und des ersten Gehäuses;
- Fig. 5
- ein erstes und zweites Gehäuse, teilweise geschnitten mit eingelagerter Vergussmasse;
- Fig. 6
- ein mit einem Gehäusemantel umgossenes Verbindungsbauteil,
- Fig. 7a
- ein Verbindungsbauteil mit einem angefügten elektrischen Kabel in einer Schnittdarstellung,
und
- Fig. 7b
- das Verbindungsbauteil aus Fig. 7a in einer perspektivischen Darstellung.
[0025] In der Fig.1 ist ein Verbindungsbauteil zur Kontaktierung von mit Kontaktelementen
versehenen elektrischen Leitern dargestellt.
[0026] Das Verbindungsbauteil zeigt ein erstes Gehäuse 1, das hier aus zwei Schalenelementen
3, 5 gebildet ist und in deren Innenraum lediglich eine Verbindung der hier gezeigten
drei Kupplungselementen 10 enthalten ist oder auch eine elektrische/elektronische
Schaltung, mit einer Verbindung an die nach außen wirkenden Kupplungselemente 10,
in denen wiederum Kontaktelemente 12 angeordnet sind. Außerdem sind hier noch Befestigungsöffnungen
18 an einigen Eckbereichen des Gehäuses erkennbar.
[0027] Die Fig. 2 zeigt das Verbindungsbauteil, wobei die beiden Schalenelemente 3, 5 des
ersten Gehäuses 1 geöffnet sind, so dass ein Blick auf die hier an drei Seiten des
Gehäuses eingefügten Kupplungselemente 10 und auf eventuelle hier nicht gezeigte innere
Verbindungen möglich ist.
Daraus ist zunächst ableitbar, dass auch in Zusammenhang mit den eingefügten Kupplungselementen
10 das erste Gehäuse 1 keine absolute Dichtheit gegenüber der Außenwelt aufweist.
Das erste Gehäuse 1 hat die Aufgabe eine grobe Form zu halten, auf die ein endgültiger
Gehäusemantel 20 aufgegossen wird.
[0028] Eine detaillierte Darstellung aus dem Verbindungsbereich der beiden Schalenelemene
des Gehäuses ist in der Fig. 3 gezeigt.
Dabei sind die beiden Schalenelemente 3, 5 mittels einer so genannter Labyrinthdichtung
7 an ihren Berührungskanten miteinander verbunden, so dass zum einen eine gewisse
Stabilität und zum anderen zunächst ein einfaches Eindringen der später zu umgießenden
Masse verhindert wird.
Jedoch kann diese Labyrinthdichtung so konzipiert sein, auch gezielt Vergussmasse
ins Gehäuseinnere gelangen zu lassen.
Nahezu unvermeidbar sind jedoch Öffnungen zwischen dem Gehäuse 1 und den Kupplungselementen
10, wie dies in einer Detailansicht der Fig. 4 gezeigt ist. Ein derartiger Spalt 14
zwischen dem Kragen 9 und dem Kupplungselement 12 kann gezielt für eine Entlüftung
der Vergussmasse 20 eingesetzt werden, um Lufteinschlüsse im Bereich des Gehäusemantels
beim Vergießen zu vermeiden.
[0029] In der Fig. 5 ist ein erstes Gehäuse 1 und ein zweites Gehäuse 16 in gestaffelten
Schnitten dargestellt, so dass das innere erste Gehäuse 1 ersichtlich ist, der umgossene
Gehäusemantel 20 sowie das zum Umgießen erforderliche äußere, zweite Gehäuse 16. Das
äußere Gehäuse 16 ist als Werkzeugteil ausgebildet, mit hier nicht gezeigten entsprechenden
Verbindungen zu der zu umgießenden Masse.
[0030] Ein mit der Vergussmasse 20 fertig umgossenes Verbindungsbauteil, das keinerlei Nacharbeitung
mehr erfordert, ist in der Fig. 6 gezeigt, wobei das Gehäuse 1 Kupplungselemente 10
mit Verriegelungsbügeln 13 aufweist, sowie ebenfalls ummantelte Halteösen 18.
[0031] In einer weiteren Ausbildung kann vorgesehen sein, das Verbindungsbauteil beim Umgießen
des ersten Gehäuses 1 direkt mit einer Kabelanbindung 24 auszugestalten, also eine
konfektionierte Stecker-Kabel-Verbindung in einem Arbeitsgang zu erstellen.
Dazu ist in der Fig. 7a und 7b ein derartiges Beispiel gezeigt. Hierbei ist zusätzlich
an dem ersten als Steckverbinder geformten Gehäuse 1, ein Teil des angefügten Kabels
22 mit einem Knickschutz 24 umgeben, der ebenfalls zusammen in einem Verguss-Arbeitsgang
angefertigt wird.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- erstes Gehäuse
- 2 3
- Schalenelement 1, (Gehäuseteile)
- 4 5
- Schalenelement 2
- 6 7
- Labyrinthdichtung (zum gezielten Einlass von Vergussmasse)
- 8 9
- Kragen für Kupplungselement
- 10
- Kupplungselement (Stecker, Buchse)
- 11
- Kontaktkammer
- 12
- Kontaktelemente
- 13
- Verriegelungsbügel
- 14
- Spalt zwischen Kragen und Kupplungselement (Entlüftung)
- 15
-
- 16
- zweites Gehäuse (Gieß-Gehäuse Werkzeug)
- 17
-
- 18
- Halteösen
- 19
-
- 20
- Gehäusemantel (Gießmasse)
- 21 22
- elektr. Kabel
- 23 24
- Anbindung (Kabelhalterung)
1. Verbindungsbauteil mit mindestens einem nach außen wirkenden Kupplungselement (10)
in dem Kontaktelemente (12) angeordnet sind, die innerhalb eines das Verbindungsbauteil
bildenden ersten Gehäuse (1) miteinander verbindbar sind, zur Kontaktierung von mindestens
einem mit komplementären Kupplungselementen und Kontakten ausgebildeten Steckverbinder,
wobei das erste Gehäuse (1) aus mindestens zwei Schalenelementen (3, 5) einen Hohlraum
bildet, in dem elektrische Bauteile angeordnet sind,
und wobei das erste Gehäuse (1) einen äußeren Gehäusemantel (20) umfasst, welcher
durch eine Ummantelung mit einer Vergussmasse gebildet ist
dadurch gekennzeichnet,
dass die zwei Schalenelemente (3,5) an ihrer Verbindungsebene mittels einer Labyrinthdichtung
(7) miteinander verbunden sind, und dass die Labyrinthdichtung zumindest teilweise
als Öffnung ausgebildet ist, so dass bei der Ummantelung des ersten Gehäuses (1) mit
der Vergussmasse, Anteile der Vergussmasse gezielt durch die vorgesehene Öffnung in
den Hohlraum der Schalenelemente eindringbar sind.
2. Verbindungsbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusemantel (20) aus einem Polyurethan-Kunststoff besteht.
3. Verbindungsbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalenelementen (3, 5) des ersten Gehäuses miteinander verrastet oder verschraubt
sind.
4. Verbindungsbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Gehäuse (1) die Anbindung eines elektrischen Kabels (22) vorgesehen
ist.
5. Verfahren zur Herstellung eines Verbindungsbauteiles, wobei in einem ersten, aus zwei
Schalen (3,5) gebildeten, inneren Gehäuse (1) elektrische Bauteile und Kontaktelemente
eingefügt sind, die mit aus dem Verbindungsbauteil nach außen wirkenden Kupplungselementen
(10) verbunden sind, zur Kontaktierung mit einem oder mehreren entsprechend geformten
Steckverbindern,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste, innere Gehäuse (1) in ein dieses umgebendes, zweites Gehäuse (16) eingefügt
wird, wobei das erste, innere Gehäuse (1) beabstandet von dem zweiten Gehäuse (16)
gehalten ist, und wobei die Kupplungselemente (10) frei aus dem zweiten Gehäuse (16)
herausragen,
dass das erste Gehäuse (1) mit einer den Raum zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuse
(16) auffüllenden Vergussmasse in einem Arbeitsgang umgossen wird, wobei kleine Mengen
der eingefüllten Vergussmasse in Öffnungen in einer die beiden Schalen verbindenden
Labyrinthdichtung, in den Hohlraum des inneren Gehäuses gelangen können,
dass nach dem Auffüllen und Aushärten das zweite umgebende Gehäuse (16) entfernt wird,
wobei das erste Gehäuse (1) mit dem umgebenden Gehäusemantel (20) der aufgefüllten
Vergussmasse eine Einheit bilden, wobei kleinste Details, eingebracht in die Oberfläche
des zweiten Gehäuse, auf dem umgebenden Gehäusemantel (20) wiedergegeben werden und
nach dem Aushärten eine bearbeitungsfreie, endgültige Form des Verbindungsbauteiles
vorliegt.
6. Verfahren zur Herstellung eines Verbindungsbauteiles, nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass beim Gießvorgang geringe Massenanteile der Vergussmasse gezielt in dazu vorgesehene
Öffnungen des ersten Gehäuses (1) eindringen können, wobei die Öffnungen durch eine
Beabstandung der Labyrinthdichtung (7) zwischen den Gehäusehälften (3,5) an deren
Verbindungsebene gebildet sind, so dass eine ausreichende Entlüftung der eingespritzten
Vergussmasse durch einen Schlitz (14) zwischen dem Kragen (9) und dem Kupplungselement
(10) des Gehäuses (1) erfolgt, so dass Lufteinschlüsse in dem umgebenden Gehäusemantel
(20) vermieden werden.
7. Verfahren zur Herstellung eines Verbindungsbauteiles, nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
dass bei dem Gießvorgang mit einem RIM-Verfahren gearbeitet wird, wobei eine Polyurethanmischung
als Vergussmasse benutzt wird, die zur Verarbeitung einen Temperaturbereich von 60°
- 90° aufweist, bei einer bevorzugten Temperatur von 80°C und mit einem Überdruck
von 1 - 5 bar, bevorzugt bei 3 bar in einem einzigen Verguss-Arbeitsgang verarbeitet
wird.
1. Connection component having at least one coupling element (10) which acts on the outside
and in which contact elements (12) are arranged, it being possible for the said contact
elements to be connected to one another within a first housing (1) which forms the
connection component, for contact to be made by at least one plug connector which
is formed with complementary coupling elements and contacts,
wherein the first housing (1) which is composed of at least two shell elements (3,
5) forms a hollow space in which electrical components are arranged,
and wherein the first housing (1) comprises an outer housing casing (20) which is
formed by sheathing with an encapsulation compound,
characterized
in that the two shell elements (3, 5) are connected to one another by means of a labyrinth
seal (7) in their connection plane, and in that the labyrinth seal is at least partially
in the form of an opening, so that, when the first housing (1) is sheathed with the
encapsulation compound, portions of the encapsulation compound can penetrate into
the hollow space of the shell elements through the provided opening in a targeted
manner.
2. Connection component according to Claim. 1, characterized in that the housing casing (20) is composed of a polyurethane plastic..
3. Connection component according to Claim 1, characterized in that the shell elements (3, 5) of the first housing are latched or screwed to one another.
4. Connection component according to Claim 1, characterized in that the connection of an electrical cable (22) is provided on the first housing (1).
5. Method for producing a connection component, wherein electrical components and contact
elements are inserted into a first inner housing (1) which is formed from two shells
(3, 5), the said electrical components and contact elements being connected to coupling
elements (10) which act on the outside from the connection component, for contact
to be made by one or more correspondingly shaped plug connectors,
characterized
in that the first, inner housing (1) is inserted into an second housing (16) which surrounds
the said first inner housing, wherein the first, inner housing (1) is held at a distance
from the second housing (16), and wherein the coupling elements (10) project freely
out-of the second housing (16),
in that the first housing (1) is encapsulated with an encapsulation compound, which fills
the space between the first and the second housing (16), in one working step, wherein
small quantities of the filled encapsulation compound in openings in a labyrinth seal
which connects the two shells can enter the hollow space in the inner housing,
in that, after filling and curing, the second surrounding housing (16) is removed, wherein
the first housing (1) forms a unit with the surrounding housing casing (20) of the
filled encapsulation compound, wherein the smallest details in the surface of the
second housing are reproduced on the surrounding housing casing (20) and, after curing,
the connection component has a final shape without any machining.
6. Method for producing a connection component according to Claim 5, characterized
in that, during the casting process, small portions by mass of the encapsulation compound
can penetrate openings in the first housing (1) which are provided for this purpose
in a targeted manner, wherein the openings are formed by spacing of the labyrinth
seal (7) between the housing halves (3, 5) in their connection plane, so that the
injected encapsulation compound is adequately ventilated through a slot (14) between
the collar (9) and the coupling element (10) of the housing (1), so that air pockets
in the surrounding housing casing (20) are avoided.
7. Method for producing a connection component according to Claim 5 or 6, characterized
in that, during the casting process, a RIM method is used, wherein the encapsulation compound
used is a polyurethane mixture which, for processing purposes, is in a temperature
range of from 60°-90°, processing being performed at a preferred temperature of 80°C
and at an overpressure of 1-5 bar, preferably at 3 bar, in a single encapsulation
working step.
1. Élément de raccordement doté d'au moins un élément de couplage (10) agissant vers
l'extérieur dans lequel des éléments de contact (12) sont disposés pouvant être reliés
entre eux à l'intérieur d'un premier carter (1) formant l'élément de raccordement,
afin de mettre en contact au moins un connecteur enfichable réalisé avec des éléments
de couplage et des contacts complémentaires ;
le premier carter (1) composé d'au moins deux éléments d'enveloppe (3, 5) formant
un espace creux dans lequel des composants électriques sont disposés ; et
le premier carter (1) comprenant une enveloppe de carter extérieure (20) formée par
un gainage avec une masse fondue ;
caractérisé en ce que :
les deux éléments d'enveloppe (3, 5) sont reliés entre eux au niveau de leur plan
de liaison au moyen d'un joint en labyrinthe (7) et que le joint en labyrinthe est
réalisé au moins en partie sous la forme d'une ouverture, de sorte qu'en cas de gainage
du premier carter (1) avec la masse fondue, des fractions de la masse fondue peuvent
être introduites de façon ciblée à travers l'ouverture prévue dans l'espace creux
des éléments d'enveloppe.
2. Élément de raccordement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enveloppe de carter (20) est en matière plastique de polyuréthane.
3. Élément de raccordement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments d'enveloppe (3, 5) du premier carter sont vissés ou encliquetés entre
eux.
4. Élément de raccordement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'accolage d'un câble (22) électrique est prévu au niveau du premier carter (1).
5. Procédé de fabrication d'un élément de raccordement, des composants électriques et
éléments de contact étant insérés dans un premier carter (1) intérieur formé de deux
enveloppes (3, 5), ces composants et éléments étant reliés aux éléments de couplage
(10) agissant vers l'extérieur hors de l'élément de raccordement, pour réaliser la
mise en contact avec un ou plusieurs connecteurs enfichables formés de façon correspondante
;
caractérisé en ce que :
le premier carter (1) intérieur est inséré dans un deuxième carter (16) entourant
celui-ci, le premier carter (1) intérieur étant maintenu à une certaine distance du
deuxième carter (16) et les éléments de couplage (10) saillant librement hors du deuxième
carter (16) ;
le premier carter (1) étant fondu en un couloir de coulée de travail avec une masse
fondue remplissant l'espace entre le premier et le deuxième carter (16), de petites
quantités de la masse fondue remplie pouvant arriver dans les ouvertures dans un joint
en labyrinthe reliant les deux enveloppes, dans l'espace creux du carter intérieur
;
le deuxième carter (16) environnant est retiré après le remplissage et le durcissement,
le premier carter (1) formant une unité avec l'enveloppe de carter (20) environnante
de masse fondue remplie, des détails très précis pouvant être réalisés sur l'enveloppe
de carter (20) environnante, dans la surface du deuxième carter, et une forme définitive
non façonnée de l'élément de raccordement étant obtenue après le durcissement.
6. Procédé de fabrication d'un élément de raccordement selon la revendication 5, caractérisé
en ce lors du processus de coulée, des fractions réduites de masse parmi la masse
fondue peuvent être introduites de façon ciblée dans les ouvertures du premier carter
(1) prévues à cette fin, les ouvertures étant formées par un éloignement du joint
en labyrinthe (7) entre les moitiés de carter (3, 5) au niveau du plan de liaison,
de sorte qu'une aération suffisante de la masse fondue injectée se produit à travers
une fente (14) entre le col (9) et l'élément de couplage (10) du carter (1), de façon
à éviter des entrées d'air dans l'enveloppe de carter (20) environnante.
7. Procédé de fabrication d'un élément de raccordement selon la revendication 5 ou 6,
caractérisé en ce lors du processus de coulée, on travaille avec un procédé RIM, un
mélange de polyuréthane servant de masse fondue, ledit mélange étant travaillé en
un couloir de coulée de travail unique présentant pour le traitement une plage de
température de 60° - 90°, avec une température préférée de 80°C et avec une surpression
de 1 - 5 bar, de façon préférée de 3 bar.