Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein System zur Wegeerfassung und ein Verfahren zum Betreiben
eines solchen Systems.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Kurierdienste sind zum Liefern oder Abhoien von Waren auf ein zuverlässiges Kartenmaterial
angewiesen, um diese Liefer- oder Abholfahrten mit möglichst wenig Zeitaufwand oder
Materialaufwand durchführen zu können. Abhol- und Lieferfahrten betreffen alle Arten
von Fahrten, wo entweder ein Lieferobjekt einem Empfänger zu seinem Lieferort geliefert
wird oder ein Lieferobjekt von einem Absender an seinem Abholort abgeholt wird. Gerade
in Gebieten mit nicht aktuellen oder nicht vorhandenen Wegeverzeichnissen kann die
Auslieferung oder Abholung eines Objektes von einem bestimmten Wohnort des Empfängers/Absenders
problematisch oder gar unmöglich sein. In manchen Gebieten der Erde sind manchmal
gar keine üblichen Wegeverzeichnisse verfügbar, sondern der Kurierdienst hat eventuell
nur recht vage Wegbeschreibung zum Erreichen des Wohnortes des Empfängers/Absenders
zur Verfügung. Diese Beschreibung kann eventuell mehrdeutig sein und führt erst zusammen
mit Auskünften der Bevölkerung vor Ort zum Erreichen des Wohnortes über dem Lieferdienst
möglicherweise nicht bekannte Wege. Es wäre daher von großer Hilfe, ein System zur
Verfügung zu haben, mit dem für solche schwer auffindbaren Orte ein Kartenmaterial
oder Wegeverzeichnis erstellt und ständig aktualisiert werden kann, so dass einerseits
Anfahrwege für einen Kunden wiedergefunden werden könnten oder die Information über
vorhandene Wege zu einem schnelleren Erreichen eines neuen Adressenortes an oder entlang
dieser Wege ermöglicht wird.
[0003] DE 600 20 008 T2 offenbart ein System zur Sammlung von Daten für eine geographische Datenbank. Das
Datenbanksammelsystem weist dabei die Fähigkeit auf, Sprachbefehle eines zusätzlich
mitfahrenden Rechercheurs zu erkennen, um das Sammeln und Kennzeichnen von Daten zu
erleichtern bzw. zu ermöglichen, während durch einen geographischen Datenbereich gefahren
wird. Das Datensammelsystem enthält ein Positionsbestimmungssystem, das kontinuierlich
die Position des Datensammelsystems bestimmt, wenn das Datensammelsystem längs der
Straßen in einem geographischen Gebiet transportiert wird. Mittels Spracherkennung
können Texte zur späteren Erläuterung in der Karte eingegeben werden. Bei Empfang
einer Bestätigung vom Ortsrechercheur speichert das Datensammelsystem einen Text zusammen
mit der zeitlich letzten vom Positionsbestimmungssystem erhaltenen Position ab. Die
vom Datensammelsystem erhaltenen Daten können in der geographischen Datenbank ergänzt
oder modifiziert werden.
[0004] EP 1 939 589 A1 offenbart ein Karteninformationserzeugungssystem, mit dem neue Straßen als neue Karteninformation
zu einer bereits vorhandenen Karte in einem Navigationsgerät hinzugefügt werden. Es
enthält dazu einen Jnformationssammelbereich zum Sammeln von Fahrortinformation, die
einen Fahrort eines Fahrzeugs betreffen, das entlang eines Wegs fährt, der nicht in
einem Straßennetzwerk von Karteninformation enthalten ist, und einen Neustraßeninformationserzeugungsbereich
zum Erzeugen neuer Straßeninformationen, die den Weg betreffen, der nicht in dem Straßennetzwerk
enthalten ist, basierend auf den Fahrortinformationen, die von dem Informationssammelbereich
gesammelt werden. Dabei werden die Daten in einem Informationsgruppierungsbereich
aus einer Mehrzahl von Fahrortinformationen, die einen identischen Weg betreffen,
zu einer gemeinsamen Fahrortinformation für diesen Weg zusammengefasst, woraus der
Neustraßeninformationserzeugungsbereich eine neue Straßeninformation erzeugt, die
einen einzelnen neuen Weg betrifft. Um zwischen Daten, die für einen gemeinsamen Weg
zusammengefasst werden sollen, und Daten, die unterschiedliche aber nahe beisammen
liegenden Wege betreffen, unterscheiden zu können, wird in einem Distanzberechnungsbereich
eine durchschnittliche Trennungsdistanz als ein Durchschnittswert einer Trennungsdistanz
zwischen Positionskoordinaten bei vorbestimmten Distanzintervallen entlang linearer
Näherungen der Fahrorte der mehreren Fahrortinformationen bestimmt und die Daten,
die innerhalb einer vorbestimmten Distanz liegen, zu einem gemeinsamen Weg zusammengefasst.
US 2007/0129082 A1 offenbart einen automatischen Kartenersteller, der für die Erstellung von Karten
in einem bisher nicht kartographierten Gebiet, zur Ergänzung unvollständiger Karten
oder zur Berichtigung von vorliegenden Karten verwendet werden kann. Dazu sind mobile
Geräte mit einer Ortsbestimmungstechnologie ausgerüstet, die entlang der Straßen fahren
und ihre Position zu der entsprechenden Kartenerstellungsapplikation übermitteln.
Wenn die Position des mobilen Gerätes innerhalb einer aktiven Kartenregion ist, kann
das Kartenerstellungsgerät das mobile Gerät anweisen, seine Position häufiger zur
Aufzeichnung der Route des mobilen Geräts zu übermitteln. Wenn die Route so festgestellt
ist, wird aufgrund der gewonnenen Daten eine neue Karte mit dieser Route erstellt.
Damit ist die verfügbare Karteninformation für spätere Verwendungen aufgefrischt.
DE 101 61 969 A1 offenbart ein System und ein Verfahren zur Aufnahme und Wiedergabe eines optimierten
Einsatzplanes für Servicefahrzeuge, wie beispielsweise Müllfahrzeuge, Lieferfahrzeuge
etc. Hierbei umfasst das Servicefahrzeug ein Navigationssystem, eine Datenverarbeitungsanlage
und eine Dateneingabevorrichtung sowie eine Datenausgabevorrichtung, die jeweils über
Schnittstellen Daten miteinander austauschen können.
US 5 214 757 A offenbart ein automatisches transportables System zur Kartographierung mit Hilfe
von GPS-Informationen in einer Datenbank für geographische Informationen mit einer
Datenübertragung in Realzeit. Hierbei können Positionsinformationen in Realzeit mittels
GPS aufgenommen werden, was Nutzern ermöglicht, den Weg, den sie augenblicklich beschreiten,
nachzuvollziehen.
Zusammenfassung der Erfindung
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung ein System bereitzustellen, mit dem ein Kartenmaterial
oder Wegeverzeichnis erstellt oder aktualisiert werden kann, um ein schnelleres Erreichen
eines Ortes an oder entlang dieser Wege anhand des erstellten oder aktualisierten
Kartenmaterials zu ermöglichen.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein System zur Erstellung von Kartenmaterial oder
eines Wegeverzeichnisses umfassend mindestens ein Positionsbestimmungsgerät, ein Computersystem
und ein Navigationssystem, das dazu vorgesehen ist, während einer Bewegung des Positionsbestimmungsgeräts
für mehrere Positionen entlang eines oder mehrerer Wege zumindest die Geokoordinaten
der jeweiligen Position und deren jeweilige Messzeiten zu bestimmen und als eine chronologische
Folge der Geokoordinaten gemäß der dazugehörigen Messzeiten an ein Computersystem
mit Datenspeicher zur Speicherung zu übertragen, wobei das Computersystem dazu ausgestaltet
ist, die von mindestens einem der Positionsbestimmungsgeräte bestimmte chronologische
Folge der Geokoordinaten in eine elektronische Karte der Version n einzutragen und
in der Karte die Geokoordinaten entlang ihrer chronologischen Folge zu einer Wegstrecke
zu verbinden und die elektronische Karte zusammen mit der Wegstrecke entlang der Folge
der Geokoordinaten als elektronische Karte der Version n+1 zu speichern, wobei das
Positionsbestimmungsgerät ein Triggermittel umfasst, dessen Betätigung die Messung
der Geokoordinaten an den Punkten der Betätigung auslöst, wobei die Geokoordinaten
in der Folge der Geokoordinaten, die durch das Betätigen des Triggermittels gemessen
wurden, besonders gekennzeichnet sind und dass das Positionsbestimmungsgerät ein Übertragungsmittel
umfasst, das die Folge der Geokoordinaten inklusive der durch Betätigung des Triggermittels
erhaltenen Geokoordinaten unverzüglich nach der Messung über ein Mobilfunknetz an
das Computersystem überträgt, wobei dass das Computersystem dazu ausgestaltet ist,
nach der Speicherung die neueste Version der elektronischen Karte an das Navigationssystem
zu übermitteln, und wobei das Navigationssystem dazu ausgestaltet ist, die übermittelte
elektronische Karte einer Routenberechnung zu Grunde zu legen und/oder in einem Anzeigeelement
des Navigationssystems anzuzeigen.
[0007] Wege bezeichnen hier jede Art von Straßen, Routen, Pfaden, oder anderen Wegen, die
gewöhnlich von Personen oder Fahrzeugen benutzt werden, um von einer Startposition
zu einer Zielposition zu gelangen und sich somit zur effektiven Fortbewegung im Gegensatz
zu einer Querfeldeinroute anbieten, um eine Wegstecke möglichst schnell zurückzulegen.
Die Wege können beispielsweise für motorisierte Fahrzeuge wie beispielsweise Autos,
Lastkraftwagen oder Motorräder, für von Personenkraft betriebene Fahrzeuge wie beispielsweise
Fahrräder oder Karren oder für Fußgänger vorgesehen sein. Die Erfassung von Wegen,
die bisher entweder unvollständig oder gar nicht auf Karten erfasst sind, erleichtert
dem Nutzer solcher mit den neu erfassten Wegen erweiterten Karten das schnelle Erreichen
eines Zielortes, da der Nutzer zum einen eine größere Auswahl an Wegen zur Verfügung
gestellt bekommt und zum anderen eventuell überhaupt erst Informationen erhält, wie
er einen Zielort erreichen kann.
[0008] Zur Erfassung von neuen Wegen wird das Positionsbestimmungsgerät entlang eines von
einem Nutzer des Systems beschrittenen Weges mitgeführt. Das erfindungsgemäße System
kann mit einem einzelnen oder mit mehreren Positionsbestimmungsgeräten betrieben werden.
Je nach verwendetem Fahrzeug kann das Positionsbestimmungsgerät in oder an dem Fahrzeug
befestigt sein oder der Nutzer kann das Positionsbestimmungsgerät am Körper mit sich
führen. In einer Ausführungsform ist das Positionsbestimmungsgerät ein portables Gerät,
damit beispielsweise ein mit einem Fahrzeug nicht befahrbarer Weg zu Fuß mittels des
von einer Person (Nutzer) mitgeführten portablen Positionsbestimmungsgeräts auch bestimmt
werden kann. Gegebenenfalls ist ein Zielort nur über einen Fußweg erreichbar oder
es kann mit dem Fussweg eine wesentliche Verkürzung der Wegstrecke zum Zielort erreicht
werden, In einer Ausführungsform ist das Positionsbestimmungsgerät daher für den Betrieb
mittels Batterien ausgestattet. Diese Geräte können unabhängig von einer Stromversorgung
durch ein beliebiges Gelände bewegt werden, um dort die Geokoordinaten bestimmen zu
können.
[0009] Das Positionsbestimmungsgerät bezeichnet hier jede Art von Gerät, das geeignet ist,
die Geokoordinaten an einem bestimmten Ort zu bestimmen, Mit den Geokoordinaten (geographische
Breite und geographische Länge) lässt sich die Lage jedes Punktes auf der Erde beschreiben.
Die Erde wird dabei in 360 Längengrade und 180 Breitengrade aufgeteilt. Diese Geokoordinaten
können mit Hilfe eines globale Navigationssatellitensystems (GNSS) weltweit mit entsprechenden
Empfangsgeräten auf der Erde und in der Luft durch den Empfang der Signale von Navigationssatelliten
bestimmt werden. Beispiele für bereits betriebene oder in Zukunft verfügbare Satellitennavigationssysteme
sind das Galileo-System der Europäischen Union, das amerikanische Globale Positionsbestimmungssystems
GPS, das russische GLONASS oder das chinesische Compass-G2. Das Positionsbestimmungsgerät
gemäß der vorliegenden Erfindung ist in der Lage, zumindest die Signale eines der
voranstehenden Satellitennavigationssysteme zu empfangen und daraus Geokoordinaten
zu bestimmen. In einer Ausführungsform umfasst das Positionsbestimmungsgerät einen
GPS-Mikrocontrollerchip. GPS-Mikrokontrollerchips interpretieren Signale von GPS-Satelliten
und bestimmen die Position des GPS-Empfängers, also des Positionsbestimmungsgeräts
und damit dessen Geo-Position.
[0010] Damit aus den Geokoordinaten später eine Wegstrecke definiert und in eine Karte eingetragen
werden kann, müssen die Geokoordinaten in der zeitlich richtigen Reihenfolge angeordnet
(sortiert, aufbewahrt) werden, d. h. die Messzeit für die Geokoordinaten (üblicherweise
die Zeit, an der das Satellitensignal empfangen wurde, aus dem die Geokoordinaten
bestimmt wurden) bestimmt die Reihenfolge der Geokoordinaten in der chronologische
Folge der Geokoordinaten. Das Positionsbestimmungsgerät umfasst daher vorzugsweise
einen handelsüblichen Prozessor und ein Speichermedium (z. B. einen Festkörperspeicher)
zur chronologischen Ordnung der Geokoordinaten zur Erstellung der Folge der Geokoordinaten
und zur Speicherung der Folge bis zur Übertragung der Folge an das Computersystem.
Der Fachmann ist in der Lage, die richtigen Hardwarekomponenten dafür auszusuchen
und ein entsprechendes Programm zur Erstellung und Abspeicherung der chronologischen
Folge der entlang des Weges bestimmten Geokoordinaten in einem geeigneten Datenformat
im Rahmen der vorliegenden Erfindung bereitzustellen.
[0011] Der Ausdruck "zum Computersystem übertragen" kann dabei eine sofortige Übertragung
beispielsweise mittels einer Mobilfunkverbindung zu dem Computersystem oder eine spätere
Übertragung über eine zwischen dem Positionsbestimmungsgerät und dem Computersystem
hergestellte Datenverbindung bezeichnen. Zumindest im letzteren Fall umfasst das Positionsbestimmungsgerät
einen geeigneten Datenspeicher zumindest zum zwischenzeitlichen Speichern der Folge
der Geokoordinaten
[0012] Das Computersystem kann jedes für die Anwendung in dem erfindungsgemäßen System geeignete
Computersystem sein, beispielsweise ein serverbasiertes Computersystem. Der Datenspeicher
kann beispielsweise eine Datenbank sein. In einer Ausführungsform ist das Computersystem
mit Datenspeicher ein "Datenwarenhaus (Data Warehouse)", das die Geokoordinaten auch
externen Diensten, beispielsweise Kartendienste zur Herstellung digitaler Karten,
Rettungsdienst oder anderen staatlichen Organen wie die Polizei, für eine spätere
Nutzung zur Verfügung stellt. Diese externen Dienste können beispielsweise über eine
geeignete Schnittstelle auf das Data Warehouse zugreifen.
[0013] Der Begriff "elektronische Karte" bezeichnet eine Landkarte oder Straßenkarte, die
in digitaler Form vorliegt. Weltweite digitale Land- oder Straßenkarten sind beispielsweise
im Internet verfügbar. Der Nachteil dieser Karten ist ihr oftmals veralteter Status.
Dennoch kann eine solche digitale Karte, vorzugsweise mit möglichst neuem Erstellungsdatum,
als Ausgangspunkt für eine mit dem erfindungsgemäßen System zu ergänzende Karte dienen.
Die Karten sind in der Regel mit Längen- und Breitengraden versehen, so dass das Computersystem
die neu bestimmten Geokoordinaten in diese Karten direkt eintragen kann. Die Ausgangskarte
ohne eingetragene Folgen an Geokoordinaten möge die Versionsnummer n=1 besitzen. Wird
eine Folge an Geokoordinaten in die elektronische Karte eingetragen, so wird diese
Karte mit zusätzlichen Wegeinformationen als Version n=2 abgespeichert. Die Version
2 stellt nun die neueste Version der elektronischen Karte dar. Zukünftige Eintragungen
von Folgen an Geokoordinaten führt dann zu den Kartenversionen 3, 4, 5, ... usw. Entsprechend
sind die Versionen 3, 4, 5, ... jeweils vor Eintragung der nächsten Folge der Geokoordinaten
die neuesten Versionen der elektronischen Karte. Der Begriff "in die Karten eintragen"
kann dabei eine Einfügung von Geokoordinatendaten in den Datensatz sein, aus dem die
Karte erstellt wird oder kann eine Überlagerung des Datensatzes der digitalen Karte
mit den Datensätzen der Folge der Geokoordinaten sein. Die Überlagerung wird dabei
erst bei einer Darstellung der Karte mit den zusätzlichen Folgen an Geokoordinaten
auf einem Bildschirm zur Anzeige der elektronischen Karte sichtbar. Der ergänzte Datensatz
zur Karte oder die überlagerten Datensätze werden dann als neue Version der elektronischen
Karte abgespeichert. In einer Ausführungsform umfasst das Computersystem geeignete
Druckmittel zum Ausdrucken der elektronischen Karte, damit gegebenenfalls von den
Nutzern des Systems auch Karten in Papierform zur Wegfindung und Wegbenutzung verwendet
werden können. Damit eine Folge an Geokoordinaten auf der Karte einen sichtbaren Weg
darstellt, wird die Folge der Geokoordinaten chronologisch von einer Geokoordinate
zur zeitlich gesehen nächsten Geokoordinate mit einer Markierung, beispielsweise einer
Wegelinie, zu einer Wegstrecke verbunden. Die Wegstrecke verläuft entlang der chronologische
Folge der Geokoordinaten und stellt somit sichtbar den mit dem Positionsbestimmungsgerät
verfolgten Weg dar. Der Fachmann ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung in der Lage,
ein entsprechendes Programm zur Verfügung zu stellen, das eine Darstellung der Folge
der Geokoordinaten auf einem Bildschirm als Wegestrecke ermöglicht. Vorzugsweise werden
die dargestellten Wegstrecken mit einer Zeitinformation versehen, die vorzugsweise
zusammen mit der elektronischen Karte dargestellt wird. Anhand der Zeitinformation
kann die Aktualität der Wegeinformation festgestellt werden. Als Wegeinformation wird
die Bereitstellung der elektronischen Karte für einen Nutzer bezeichnet.
[0014] Ein solches System führt zu einer Optimierung des erneuten Erreichens von Orten (beispielsweise
mit einem Kurierfahrzeug), da nach einer Wegeerfassung über die entlang eines bisher
nicht verzeichneten Weges bestimmten Geokoordinaten der Weg nun auf dem Kartenmaterial
(die elektronische Karte) vorhanden ist und ab diesem Zeitpunkt für die Erreichung
eines Punktes auf diesem Wege oder für die Erreichung eines beliebigen Punktes unter
Benutzung dieses Weges verwendet werden kann. Gerade in Regionen mit sich kontinuierlich
verändernden Wegeverhältnissen, beispielsweise Großstadtregionen in Indien, verbessert
dieses System deutlich die Effektivität beim Aufsuchen eines Zielortes. Durch das
erfindungsgemäße System wird eine Person oder ein Kurierdienst in die Lage versetzt,
für die Ansteuerung eines Zielortes ein aktuelles Wegenetz zu benutzen, wodurch beispielsweise
eine schnellere, einfachere oder effektivere Abholung / Lieferung von Lieferobjekten
im Falle eines Kurierdienstes als Nutzer des erfindungsgemäßen Systems möglich ist.
Das in der vorliegenden Erfindung beanspruchte System ist mittels der Eingaben der
Geokoordinaten ein lernendes System. Kurierdienste können hier alle Arten von Kurierdiensten,
z.B. DHL oder andere Kurierdienste, sein. Kurierfahrzeuge mit einem solchen Positionsbestimmungsgerät
können Fahrtzeuge aller Art sein, üblicherweise Transporter oder Trucks. In alternativen
Ausführungsformen können die Kurierfahrzeuge auch Fahrräder sein. Gegebenenfalls erfolgt
der Kurierdienst zu Fuß. Die Abhol- oder Lieferobjekte, die mit den Abhol- oder Lieferfahrten
transportiert werden, können Objekte aller Art sein, beispielsweise Pakete, Briefe,
Behälter oder andere Objekte.
[0015] Das Positionsbestimmungsgerät umfasst ein Übertragungsmittel zur Übertragung der
Folge der Geokoordinaten an das Computersystem. In einer Ausführungsform ist das Übertragungsmittel
eine Datenschnittstelle, wobei das System eine mit dem Computersystem verbundene Auslesestation
zum Auslesen der Folge der Geokoordinaten aus dem Positionsbestimmungsgerät über die
Datenschnittstelle umfasst. Diese Schnittstelle kann eine handelsübliche Computerschnittstelle
geeignet zum Übertragen von Daten sein. Diese Auslesestation kann beispielsweise das
Positionsbestimmungsgerät aufnehmen, wobei die Auslesestation eine Schnittstelle zumindest
als Dateneingang besitzt, die mit der entsprechenden Schnittstelle des Positionsbestimmungsgeräts
verbunden wird. Somit können Geokoordinaten aus dem Positionsbestimmungsgerät an das
Computersystem zur Speicherung in einem Datenspeicher, beispielsweise einer Datenbank,
übermittelt werden. In anderen Ausführungsformen erlauben die Schnittstellen eine
Übertragung von Daten, beispielsweise der elektronischen Karte vom Computersystem
an das Positionsbestimmungsgerät.
[0016] Das Übertragungsmittel, vorzugsweise ein Mobilfunkgerät, ist dazu geeignet, die Folge
von Geokoordinaten über ein Mobilfunknetz an das Computersystem zu übertragen und
das Computersystem ist geeignet, die Folge der Geokoordinaten über das Mobilfunknetz
zu empfangen. Durch die drahtlose Verbindung können ohne Zeitverlust neue Folgen an
Geokoordinaten in die elektronische Karte eingetragen werden. Der Zeitverlust bis
zur Rückkehr des Positionsbestimmungsgeräts an eine Auslesestation kann vermieden
werden. Hierbei können die Geokoordinaten unverzüglich nach der Messung an das Computersystem
übertragen werden und die Folge an Geokoordinaten wächst im Computersystem chronologische
an, bis keine Geokoordinaten mehr übertragen werden. Diese kontinuierliche Übertragung
kann beispielsweise mittels eines Endsignals vom Positionsbestimmungsgerät abgeschlossen
werden (beispielsweise durch Betätigung eines entsprechenden Knopfs oder Schalters),
so dass das Computersystem die Information erhält, dass die Folge an Geokoordinaten
vollständig ist und die Wegstrecke entsprechend eingetragen werden kann. Bei dieser
Form der Übertragung können mehrere Positionsbestimmungsgeräte Geokoordinaten an das
Computersystem übertragen. Deshalb besitzen die Geokoordinaten in einer Ausführungsform
zusätzlich einen Identifikationscode, der das Positionsbestimmungsgerät eindeutig
bezeichnet, von dem sie an das Computersystem übertragen wurden. Das gleiche gilt
auch für das Endsignal. Der Identifikationscode kann beispielsweise den Geokoordinaten
als sogenannter Header bei der Übertragung vorangestellt sein.
[0017] Die Geokoordinaten können für unterschiedliche Positionen in einem beliebigen Zeittakt
bestimmt werden. In einer Ausführungsform stellen die Messzeiten für die Geokoordinaten
eine periodische Folge von Messzeiten dar. Durch eine periodische Bestimmung von Geokoordinaten
wird sichergestellt, dass die entsprechenden Positionen nahe genug beieinander sind,
um eine realistische Abbildung der Wegstrecke zu erreichen. Beispielsweise werden
die Geokoordinaten alle 10s, bevorzugt alle 5 s, mehr bevorzugt alle 1s für die jeweiligen
Positionen bestimmt.
[0018] In einer Ausführungsform umfasst das Positionsbestimmungsgerät ein Triggermittel,
das zur Auslösung der Bestimmung der Geokoordinaten an der Position vorgesehen ist,
an der das Triggermittel betätigt wird. Die Betätigung des Triggermittels löst ein
Triggersignal für das Positionsbestimmungsgerät aus, was die Bestimmung der Geokoordinaten
an diesem Punkt zur Folge hat. Das Triggermittel könnte beispielsweise eine Tastatur,
ein Bestätigungsknopf oder das Setzen eines Häkchens in einem Eingabebildschirm im
Positionsbestimmungsgerät sein. In einer Ausführungsform sind die Geokoordinaten in
der Folge der Geokoordinaten, die durch das Betätigen des Triggermittels bestimmt
wurde, besonders gekennzeichnet. Die besondere Kennzeichnung kann beispielsweise in
der Hinzufügung eines Triggercodes als Zusatz zu den Geokoordinatendaten erfolgen.
Der Fachmann kann diese Geokoordinaten im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch auf
andere Weise kennzeichnen. Das Bestätigen des Triggermittels kann beispielsweise an
besonderen Wegpunkten erfolgen, beispielsweise beim Passieren von Kreuzungen, beim
Wechsel von einer Straßenart zu einer anderen Straßenart oder beim wegebedingten Wechsel
von einem Fahrzeug auf ein anderes Fortbewegungsmittel. Somit sind diese speziellen
Positionen (Punkte) aus der regelmäßig bestimmten Menge an Geokoordinaten hervorgehoben,
da sie für eine Wegeinformation besondere Positionen (Punkte) darstellen. In einer
weiteren Ausführungsform hebt das Computersystem die besonders gekennzeichneten Geokoordinaten
in der elektronischen Karte als besondere hervor. Damit werden die besonderen Positionen
(Punkte) für einen Nutzer der elektronischen Karte sichtbar und die damit verbundene
Information kann zu einer besseren Routenwahl oder Routengestaltung durch den Nutzer
führen.
[0019] In einer Ausführungsform umfasst die elektronische Karte der Version n z x mindestens
n+x-1 in sie eingetragene Folgen an Geokoordinaten. Je mehr Folgen an Geokoordinaten
in die elektronische Karte eingetragen sind, desto besser ist die damit verbundene
Wegeinformation und desto effektiver kann eine Route entlang der bekannten Wegstrecken
geplant werden.
[0020] Das System umfasst mindestens ein Navigationsgerät, wobei das Computersystem dazu
ausgestaltet ist, nach der Speicherung die neueste Version der elektronischen Karte
an das Navigationssystem zu übermitteln, und wobei das Navigationssystem dazu ausgestaltet
ist, die übermittelte elektronische Karte einer Routenberechnung zu Grunde zu legen
und/oder in einem Anzeigeelement des Navigationssystems anzuzeigen. Über die Anzeige
der neuesten Version der elektronischen Karte wird das Erreichen eines Ortes erleichtert.
Hierbei kann das Positionsbestimmungsgerät eine Komponente des Navigationsgeräts sein.
Aus dem Satellitensignal, das das Navigationssystem zum Navigieren empfängt, kann
das Positionsbestimmungsgerät die Geokoordinaten zu einer Folge von Geokoordinaten
zusammenstellen. In einer Ausführungsform kann das Navigationsgerät ein Smartphone
mit Navigationsapplikation sein.
[0021] Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Betrieben eines erfindungsgemäßen
Systems, umfassend die Schritte
- Bestimmen der Geokoordinaten mehrerer Positionen entlang eines oder mehrerer Wege
und deren jeweiliger Messzeiten mittels mindestens eines dort entlang bewegten Positionsbestimmungsgeräts,
- Messen der Geokoordinaten durch Betätigen eines Triggermittels am Positionsbestimmungsgerät
an den Punkten der Betätigung,
- Kennzeichnen der Geokoordinaten in der Folge der Geokoordinaten, die in Folge des
Betätigens des Triggermittels bestimmt wurden,
- Übertragen einer gemäß der Messzeiten gebildeten chronologischen Folge der Geokoordinaten
an ein Computersystem mit Datenspeicher zur Speicherung der chronologischen Folge,
wobei das Positionsbestimmungsgerät ein Übertragungsmittel umfasst, das die Folge
der Geokoordinaten inklusive der durch Betätigung des Triggermittels erhaltenen Geokoordinaten
unverzüglich nach der Messung über ein Mobilfunknetz an das Computersystem überträgt,
- Eintragen der von mindestens einem Positionsbestimmungsgerät bestimmten chronologischen
Folge der Geokoordinaten in eine elektronische Karte der Version n,
- Verbinden der Geokoordinaten in der Karte entlang ihrer chronologischen Folge zu einer
Wegstrecke,
- Speichern der elektronischen Karte zusammen mit der Wegstrecke entlang der Folge der
Geokoordinaten als elektronische Karte der Version n+1.
- Übermitteln der neuesten Version der gespeicherten elektronischen Karte an das Navigationssystem
durch das Computersystem, wobei das Navigationssystem die übermittelte elektronische
Karte einer Routenberechnung zu Grunde legt und/oder in einem Anzeigeelement des Navigationssystems
anzeigt.
[0022] In einer Ausführungsform des Verfahrens umfasst dieses des Weiteren den Schritt des
Hervorhebens der besonders gekennzeichneten Geokoordinaten in der elektronischen Karte
durch das Computersystem.
[0023] Das Computersystem übermittelt nach der Speicherung die neueste Version der elektronischen
Karte an das Navigationssystem, damit das Navigationssystem die übermittelte elektronische
Karte einer Routenberechnung zu Grunde legt und/oder in einem Anzeigeelement des Navigationssystems
anzeigt. Das Navigationssystem umfasst dazu geeignete Mittel zum Empfang der Daten
der elektronischen Karte, beispielsweise über ein Datenkabel oder eine kabellose Datenverbindung
(z. B. eine Mobilfunkverbindung, eine WLAN-Verbindung oder andere geeignete kabellose
Verbindungen).
Kurze Beschreibung der Abbildungen
[0024] Diese und andere Aspekte der Erfindung werden im Detail in den Abbildungen wie folgt
gezeigt.
- Fig. 1:
- ein Anwendungsbeispiel für das erfindungsgemäße System.
- Fig.2:
- ein Beispiel einer chronologischen Folge an Geokoordinaten.
- Fig.3:
- eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems.
- Fig.4
- ein Beispiel für eine elektronische Karte, in die Wegstrecken gemäß des erfindungsgemäßen
Systems und Verfahrens eingetragen sind.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0025] Figur 1 zeigt schematisch mehrere Wege W1, W2, W3, über die entlang des gestrichelten
Pfeils das Positionsbestimmungsgerät 2 des Systems 1 entlang des beschrittenen Weges
B bewegt wurde. Das Positionsbestimmungsgerät 2 ist hier ein portables Gerät, um auch
die Geokoordinaten entlang von Fußwegen bestimmen zu können. Die Wege W1 und W2 stellen
hier Fahrstraßen dar, während W3 ein Feldweg ist. Entlang des beschrittenen Weges
B wurden an Positionen P1 - P7 zu den Messzeiten Z1 - Z7 die dazugehörigen Geokoordinaten
G1 - G7 bestimmt. Dabei wurden die Messungen an den Positionen P3-T und P5-T durch
Betätigen des Triggermittels 22 (beispielsweise durch Drücken eines Triggerknopfes)
des Positionsbestimmungsgeräts 2 ausgelöst. Die Position P3-T stellt als Kreuzungspunkt
eine besondere Position dar, dessen hervorgehobene Darstellung in der elektronischen
Karte von Vorteil ist. Ebenso ist die Position P5-T eine besondere Position, da hier
sowohl eine Kreuzung vorliegt, als auch die Beschaffenheit des Weges sich ändert (Fahrtstraße
- Feldweg). Die Geokoordinaten G1 - G7 können anhand der Messzeiten Z1 - Z7 in einer
chronologischen Folge F an Geokoordinaten G1 - G7 dargestellt werden, die an das Computersystem
3 übertragen wird.
[0026] Figur 2 zeigt die Folge F der Geokoordinaten G1 - G7, die für die Positionen P1 -
P7 chronologisch nach den Messzeiten Z1 - Z7 geordnet ist. Die Geokoordinaten G3 zur
Position P3 wurden, wie schon in Figur 1 beschrieben, an einem besonderen Punkt (Kreuzungspunkt
der Wege W1 und W2) bestimmt und sind daher für eine spätere hervorgehobene Darstellung
in der elektronischen Karte in der Folge F besonders mit "BK" gekennzeichnet. Die
Angaben in der Folge F können zu jeder Position P1 - P7 als Datenstring mit Geokoordinaten,
Positionsbezeichnung, Messzeit und gegebenenfalls einem Kennzeichnungscode BK vorliegen.
[0027] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Systems 1, das mindestens ein Positionsbestimmungsgerät 2 umfasst, das während einer
Bewegung B des Positionsbestimmungsgeräts 2 für mehrere Positionen P1 - P7 entlang
der Wege W1 - W3 die Geokoordinaten G1 - G7 zu den jeweiligen Positionen P1 - P7 und
deren jeweilige Messzeiten Z1 - Z7 bestimmt. Diese Reihe an Daten wird als eine chronologische
Folge F der Geokoordinaten G1 - G7 an ein Computersystem 3 mit Datenspeicher 31 zur
Speicherung übertragen U. Die Übertragung U wird über ein Übertragungsmittel 21 des
Positionsbestimmungsgerätes 2 durchgeführt. In Figur 3 sind zwei verschiedene Ausführungsformen
des Übertragungsmittels 21 gezeigt. Zum einen ist das Übertragungsmittel 21 eine Datenschnittstelle,
die mit einer entsprechenden Schnittstelle 33 einer mit dem Computersystem 3 verbundenen
Auslesestation 32 verbunden ist. Beispielsweise wird das Positionsbestimmungsgerät
2 mit der Schnittstelle 21 in die Auslesestation 32 gestellt, so dass eine Datenverbindung
zwischen dem Positionsbestimmungsgerät 2 und der Auslesestation 32 hergestellt ist,
über die die Folge F der Geokoordinaten an das Computersystem 3 übertragen U wird.
Alternativ ist das Übertragungsmittel 21 ein Mobilfunkgerät, so dass die Folge F von
Geokoordinaten über ein Mobilfunknetz 5 an das Computersystem 3 übertragen wird. Das
Computersystem 3 ist dabei geeignet ausgestaltet, die Folge F der Geokoordinaten über
das Mobilfunknetz 5 zu empfangen. Das Positionsbestimmungsgerät 2 umfasst des Weiteren
ein Triggermittels 22, das zur Auslösung der Bestimmung der Geokoordinaten an der
Position P3-T, P5-T vorgesehen ist, an der das Triggermittel 22 betätigt wird. Das
System 1 umfasst des Weiteren ein Navigationsgerät 23, an das das Computersystem 3
nach der Speicherung die neueste Version der elektronischen Karte 4 (siehe Figur 4)
übermittelt. Das Navigationssystem 23 ist dabei dazu ausgestaltet, die übermittelte
elektronische Karte 4 einer Routenberechnung zu Grunde zu legen und/oder in einem
Anzeigeelement des Navigationssystems 23 anzuzeigen. Hier ist das Navigationsgerät
im Positionsbestimmungsgerät 2 angeordnet, damit ein Nutzer des Systems 1 nur ein
portables Gerät mit sich führen muss, was die Handhabung vereinfacht. Die Geokoordinaten
werden dabei aus dem Satellitensignal 61 eines Satellitennavigationssystems 6 bestimmt.
Es ist insbesondere von Vorteil, wenn das Positionsbestimmungsgerät 2 das Satellitensignal
61 über das Navigationsgerät 23 gleichsam zum Navigieren entlang einer Wegstrecke
W3 verwenden kann.
[0028] Fig.4 zeigt ein Beispiel für eine elektronische Karte 4, in die als Beispiel drei
Wegstrecken WS1, WS2, WS3 nach dem erfindungsgemäßen System 1 und dem erfindungsgemäßen
Verfahren eingetragen sind. Die elektronische Karte 4 zeigt als gestrichelte Linien
zur Orientierung Längen- und Breitengarde L1, L2, B1, B2 an. Das Computersystem 3
ist für eine Ergänzung der elektronischen Karte 4 dazu ausgestaltet, die vom dem mindestens
einen Positionsbestimmungsgerät 2 bestimmte chronologische Folge F der Geokoordinaten
in die elektronische Karte 4 der Version n einzutragen, die bereits Wegstrecken WS1
und WS2 von früheren übertragenen Folgen F an Geokoordinaten beinhaltet. In die Karte
4 dieser Version n werden die Geokoordinaten G1 - G7 entlang ihrer chronologischen
Folge F eingetragen und zu einer Wegstrecke WS3 mittels der gezeigten Line verbunden.
Die in der Folge F mit BK besonders gekennzeichneten Geokoordinaten zu den Positionen
P3-T und P5-T sind in der elektronischen Karte 4 als schwarze Kreise besonders hervorgehoben.
Die nun um die Wegstrecke WS3 ergänzte elektronische Karte 4 wird vom Computersystem
3 als Version n+1 abgespeichert und den Nutzern für eine Routenplanung zur Verfügung
gestellt.
[0029] Die hier gezeigten Ausführungsformen stellen nur Beispiele für die vorliegende Erfindung
dar und dürfen daher nicht einschränkend verstanden werden. Alternative durch den
Fachmann in Erwägung gezogene Ausführungsformen sind gleichermaßen vom Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung umfasst.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
[0030]
- 1
- erfindungsgemäßes System
- 2
- Positionsbestimmungsgerät
- 21
- Übertragungsmittel
- 22
- Triggermittel
- 23
- Navigationsgerät
- 3
- Computersystem
- 31
- Datenbank
- 32
- Auslesestation
- 4
- elektronische Karte
- 5
- Mobilfunknetz
- 6
- Satellitennavigationssystem
- 61
- Satellitensignal
- G1,...,G7
- Geokoordinaten
- P1,..., P7
- Positionen, an denen die Geokoordinaten bestimmt wurden
- P3-T, P5-T
- Positionen bei Betätigung des Triggermittels
- Z1,... ,Z7
- Messzeiten der Geokoordinaten an den jeweiligen Positionen
- B1, B2
- Breitengrade auf der elektronischen Karte
- BK
- besondere Kennzeichnung für Geokoordinaten
- F
- chronologischen Folge an Geokoordinaten
- L1, L2
- Längengrade auf der elektronischen Karte
- U
- Übertragen der Folge an Geokoordinaten an das Computersystem
- W1 - W3
- Wege
- WS1 - WS3
- Wegstrecken
1. Ein System (1) zur Erstellung von Kartenmaterial oder eines Wegeverzeichnisses umfassend
mindestens ein Positionsbestimmungsgerät (2), ein Computersystem und ein Navigationssystem,
das dazu vorgesehen ist, während einer Bewegung (B) des Positionsbestimmungsgeräts
(2) für mehrere Positionen (P1, ... , P7) entlang eines oder mehrerer Wege (W1, W2,
W3) zumindest die Geokoordinaten (G1, ... , G7) der jeweiligen Position (P1, ... ,
P7) und deren jeweilige Messzeiten (Z1, ... , Z7) zu bestimmen und als eine chronologische
Folge (F) der Geokoordinaten (G1, ... , G7) gemäß der dazugehörigen Messzeiten (Z1,
... , Z7) an ein Computersystem (3) mit Datenspeicher (31) zur Speicherung zu übertragen
(U), wobei das Computersystem (3) dazu ausgestaltet ist, die von mindestens einem
der Positionsbestimmungsgeräte (2) bestimmte chronologische Folge (F) der Geokoordinaten
(G1, ... , G7) in eine elektronische Karte (4) der Version n einzutragen und in der
Karte (4) die Geokoordinaten (G1, ... , G7) entlang ihrer chronologischen Folge (F)
zu einer Wegstrecke (WS1, WS2, WS3) zu verbinden und die elektronische Karte (4) zusammen
mit der Wegstrecke (WS1, WS2, WS3) entlang der Folge (F) der Geokoordinaten (G1, ...
, G7) als elektronische Karte (4) der Version n+1 zu speichern
dadurch gekennzeichent,
dass das Positionsbestimmungsgerät (2) ein Triggermittel (22) umfasst, dessen Betätigung
die Messung der Geokoordinaten an den Punkten (P3-T, P5-T) der Betätigung auslöst,
wobei die Geokoordinaten (G3, G5) in der Folge der Geokoordinaten (G1, ... , G7),
die durch das Betätigen des Triggermittels (22) gemessen wurden, besonders gekennzeichnet
(BK) sind und dass das Positionsbestimmungsgerät (2) ein Übertragungsmittel (21) umfasst,
das die Folge (F) der Geokoordinaten (G1, ... , G7) inklusive der durch Betätigung
des Triggermittels erhaltenen Geokoordinaten unverzüglich nach der Messung über ein
Mobilfunknetz (5) an das Computersystem (3) überträgt, wobei dass das Computersystem
(3) dazu ausgestaltet ist, nach der Speicherung die neueste Version der elektronischen
Karte (4) an das Navigationssystem (23) zu übermitteln, und wobei das Navigationssystem
(23) dazu ausgestaltet ist, die übermittelte elektronische Karte (4) einer Routenberechnung
zu Grunde zu legen und/oder in einem Anzeigeelement des Navigationssystems (23) anzuzeigen.
2. Das System (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionsbestimmungsgerät (2) ein portables Gerät ist.
3. Das System (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsmittel (21) eine Datenschnittstelle ist und dass das System (1) eine
mit dem Computersystem (3) verbundene Auslesestation (32) zum Auslesen der Folge (F)
der Geokoordinaten (G1, ... , G7) aus dem Positionsbestimmungsgerät (2) über die Datenschnittstelle
(21) umfasst.
4. Das System (1) nach einem der voranstehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Messzeiten (Z1, ... , Z7) für die Geokoordinaten (G1, ... , G7) eine periodisch
Folge von Messzeiten (Z1, ... , Z7) darstellen.
5. Das System (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Computersystem (3) die besonders gekennzeichneten Geokoordinaten (G3, G5) in
der elektronischen Karte (4) als besonders hervorhebt.
6. Das System (1) nach einem der voranstehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Karte (4) der Version n + x mindestens n+x-1 in sie eingetragene
Folgen (F) an Geokoordinaten umfasst.
7. Ein Verfahren zum Betreiben eines Systems (1) nach Anspruch 1, umfassend die Schritte
- Bestimmen der Geokoordinaten (G1, ... , G7) mehrerer Positionen (P1, ... , P7) entlang
eines oder mehrerer Wege (W1, W2, W3) und deren jeweiliger Messzeiten (Z1, ... , Z7)
mittels mindestens eines dort entlang bewegten Positionsbestimmungsgeräts (2),
- Messen der Geokoordinaten (G3, G4) durch Betätigen eines Triggermittels (22) am
Positionsbestimmungsgerät (2) an den Punkten (P3-T, P5-T) der Betätigung,
- Kennzeichnen (BK) der Geokoordinaten (G3, G5) in der Folge (F) der Geokoordinaten
(G1, ... , G7), die in Folge des Betätigens des Triggermittels (22) bestimmt wurden,
- Übertragen (U) einer gemäß der Messzeiten (Z1, ... , Z7) gebildeten chronologischen
Folge (F) der Geokoordinaten (G1, ... , G7) an ein Computersystem (3) mit Datenspeicher
(31) zur Speicherung der chronologischen Folge (F), wobei das Positionsbestimmungsgerät
(2) ein Übertragungsmittel (21) umfasst, das die Folge (F) der Geokoordinaten (G1,
... , G7) inklusive der durch Betätigung des Triggermittels (22) erhaltenen Geokoordinaten
(G3, G4) unverzüglich nach der Messung über ein Mobilfunknetz (5) an das Computersystem
(3) überträgt,
- Eintragen der von mindestens einem Positionsbestimmungsgerät (2) bestimmten chronologischen
Folge (F) der Geokoordinaten (G1, ... , G3) in eine elektronische Karte (4) der Version
n,
- Verbinden der Geokoordinaten (G1, ... , G7) in der Karte entlang ihrer chronologischen
Folge (F) zu einer Wegstrecke (W1, W2, W3),
- Speichern der elektronischen Karte (4) zusammen mit der Wegstrecke (W1, W2, W3)
entlang der Folge (F) der Geokoordinaten (G1, ... , G7) als elektronische Karte (4)
der Version n+1.
- Übermitteln der neuesten Version der gespeicherten elektronischen Karte (4) an das
Navigationssystem (23) durch das Computersystem (3), wobei das Navigationssystem (23)
die übermittelte elektronische Karte (4) einer Routenberechnung zu Grunde legt und/oder
in einem Anzeigeelement des Navigationssystems (23) anzeigt.
8. Das Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren des Weiteren den Schritt des Hervorhebens der besonders gekennzeichneten
Geokoordinaten (G3, G5) in der elektronischen Karte (4) durch das Computersystem (2)
umfasst.
1. A system (1) for producing map material or a street directory comprising at least
one positioning device (2), a computer system and a navigation system, said system
(1) being configured in such a way that, for several positions (P1 ... P7) along one
or more routes (W1, W2, W3), during a movement (B) of the positioning device (2),
it determines at least the geo-coordinates (G1 ... G7) of the appertaining position
(P1 ... P7) and their appertaining measuring times (Z1 ... Z7), and it transmits (U)
them as a chronological sequence (F) of the geo-coordinates (G1 ... G7) on the basis
of the associated measuring times (Z1 ... Z7) to a computer system (3) equipped with
a data storage unit (31) for storage purposes, whereby the computer system (3) is
configured to enter the chronological sequence (F) of the geo-coordinates (G1 ...
G7) determined by at least one of the positioning devices (2) into an electronic map
(4) of version n, and to connect the geo-coordinates (G1 ... G7) to a route (W1, W2,
W3) according to their chronological sequence (F) in the map (4), and also configured
to store the electronic map (4) together with the route (WS1, WS2, WS3) according
to the sequence (F) of the geo-coordinates (G1 ... G7) as an electronic map (4) of
version n+1,
characterized in that
the positioning device (2) comprises a triggering means (22) whose actuation triggers
the measurement of the geo-coordinates at the actuation points (P3-T, P5-T), whereby
the geo-coordinates (G3, G5) in the sequence of the geo-coordinates (G1 ... G7), which
were measured in response to the actuation of the triggering means (22), are specially
marked (BK), and in that the positioning device (2) comprises a transmission means (21) that transmits the
sequence (F) of the geo-coordinates (G1 ... G7), including the geo-coordinates (G3,
G4) obtained through the actuation of the triggering means (22), to the computer system
(3) via a mobile telecommunications network (5) immediately after the measurement,
whereby the computer system (3) is configured in such a way that, after the storage,
the latest version of the electronic map (4) is transmitted to the navigation system
(23), and whereby the navigation system (23) is configured to utilize the transmitted
electronic map (4) of a route calculation as the basis and/or to display it in a display
element of the navigation system (23).
2. The system (1) according to claim 1, characterized in that the positioning device (2) is a portable device.
3. The system (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the transmission means (21) is a data interface, and in that the system (1) comprises a read-out station (32) connected to the computer system
(3) in order to read the sequence (F) of the geo-coordinates (G1 ... G7) out of the
positioning device (2) via the data interface (21).
4. The system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the measuring times (Z1 ... Z7) for the geo-coordinates (G1 ... G7) represent a periodic
sequence of measuring times (Z1 ... Z7).
5. The system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the computer system (3) highlights the specially marked geo-coordinates (G3, G5)
in the electronic map (4) as being special.
6. The system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the electronic map (4) of version n+x comprises at least n+x-1 sequences (F) of geo-coordinates
entered therein.
7. A method for operating a system (1) according to claim 1, comprising the following
steps:
• determining the geo-coordinates (G1 ... G7) of several positions (P1 ... P7) along
one or more routes (W1, W2, W3) as well as their appertaining measuring times (Z1
... Z7) by means of at least one positioning device (2) that is moved along there,
• measuring the geo-coordinates (G3, G4) by actuating the triggering means (22) on
the positioning device (2) at the actuation points (P3-T, P5-T),
• marking (BK) the geo-coordinates (G3, G5) in the sequence of the geo-coordinates
(G1 ... G7), which were measured in response to the actuation of the triggering means
(22),
• transmitting (U) a chronological sequence (F) of the geo-coordinates (G1 ... G7)
formed on the basis of the measuring times (Z1 ... Z7) to a computer system (3) equipped
with a data storage unit (31) in order to store the chronological sequence (F), whereby
the positioning device (2) comprises a transmission means (21) that transmits the
sequence (F) of the geo-coordinates (G1 ... G7), including the geo-coordinates obtained
through the actuation of the triggering means, to the computer system (3) via a mobile
telecommunications network (5) immediately after the measurement,
• entering the chronological sequence (F) of the geo-coordinates (G1 ... G3) determined
by at least one positioning device (2) into an electronic map (4) of version n,
• connecting the geo-coordinates (G1 ... G7) in the map according to their chronological
sequence (F) to a route (W1, W2, W3),
• storing the electronic map (4) together with the route (W1, W2, W3) according to
the sequence (F) of the geo-coordinates (G1 ... G7) as an electronic map (4) of version
n+1,
• transmitting the latest version of the stored electronic map (4) to the navigation
system (23) by means of the computer system (3), whereby the navigation system (23)
uses the transmitted electronic map (4) of a route calculation as the basis and/or
displays it in a display element of the navigation system (23).
8. The method according to claim 7, characterized in that the method comprises the additional step of highlighting the specially marked geo-coordinates
(G3, G5) in the electronic map (4) by means of the computer system (3).
1. Système (1) pour créer du matériel cartographique ou un répertoire de chemins, comprenant
au moins un appareil de détermination de position (2), un système informatique et
un système de navigation prévu pour déterminer au moins les géocoordonnées (G1, ....,
G7) de la position respective (P1, ..., P7) et leurs temps de mesure respectifs (Z1,
..., Z7) pendant un mouvement (B) de l'appareil de détermination de position (2) pour
plusieurs positions (P1, ..., P7) le long d'un ou de plusieurs chemins (W1, W2, W3)
et les transmettre (U), en tant que suite chronologique (F) des géocoordonnées (G1,
..., G7), selon les temps de mesure associés (Z1, ..., Z7) à un système informatique
(3) avec mémoire de données (31) pour le stockage, le système informatique (3) étant
conçu pour enregistrer sur une carte électronique (4) de la version n la suite chronologique
(F) des géocoordonnées (G1, ..., G7) déterminée par au moins l'un des appareils de
détermination de position (2) et relier les géocoordonnées (G1, ..., G7) sur la carte
(4) en suivant leur suite chronologique (F) pour obtenir un trajet (WS1, WS2, WS3)
et sauvegarder la carte électronique (4) avec le trajet (WS1, WS2, WS3) en suivant
la suite (F) des géocoordonnées (G1, ..., G7) en tant que carte électronique (4) de
la version n+1,
caractérisé en ce que
l'appareil de détermination de position (2) comprend un moyen de déclenchement (22)
dont l'actionnement déclenche la mesure des géocoordonnées aux points (P3-T, P5-T)
de l'actionnement, les géocoordonnées (G3, G5) étant repérées (BK) de manière particulière
dans la suite des géocoordonnées (G1, ..., G7) qui ont été mesurées par l'actionnement
du moyen de déclenchement (22), et en ce que l'appareil de détermination de position (2) comprend un moyen de transmission (21)
qui transmet au système informatique (3), via un réseau radio mobile (5), dès après
la mesure, la suite (F) des géocoordonnées (G1, ..., G7), y compris les géocoordonnées
obtenues par actionnement du moyen de déclenchement, le système informatique (3) étant
conçu pour transmettre la version la plus récente de la carte électronique (4) au
système de navigation (23) après la sauvegarde, et le système de navigation (23) étant
conçu pour prendre la carte électronique transmise (4) comme base d'un calcul d'itinéraire
et/ou pour l'afficher dans un élément d'affichage du système de navigation (23).
2. Système (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'appareil de détermination de position (2) est un appareil portable.
3. Système (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le moyen de transmission (21) est une interface de données et en ce que le système (1) comprend une station de lecture (32) reliée au système informatique
(3) pour extraire la suite (F) des géocoordonnées (G1, ..., G7) de l'appareil de détermination
de position (2) via l'interface de données (21).
4. Système (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les temps de mesure (Z1, ..., Z7) des géocoordonnées (G1, ..., G7) constituent une
suite périodique de temps de mesure (Z1, ..., Z7).
5. Système (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système informatique (3) met en évidence comme particulières, sur la carte électronique
(4), les géocoordonnées (G3, G5) repérées comme particulières.
6. Système (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la carte électronique (4) de la version n+x comprend au moins n+x-1 suites (F) de
géocoordonnées enregistrées dessus.
7. Procédé d'exploitation d'un système (1) selon la revendication 1, comprenant les étapes
suivantes :
- déterminer les géocoordonnées (G1, ..., G7) de plusieurs positions (P1, ..., P7)
le long d'un ou de plusieurs chemins (W1, W2, W3) et de leurs temps de mesure respectifs
(Z1, ..., Z7) au moyen d'au moins un appareil de détermination de position (2) qui
se déplace en les suivant ;
- mesurer les géocoordonnées (G3, G4) par actionnement d'un moyen de déclenchement
(22) sur l'appareil de détermination de position (2) aux points (P3-T, P5-T) de l'actionnement,
- repérer (BK) les géocoordonnées (G3, G5) dans la suite (F) des géocoordonnées (G1,
..., G7) qui ont été déterminées suite à l'actionnement du moyen de déclenchement
(22) ;
- transmettre (U) une suite chronologique (F) des géocoordonnées (G1, ..., G7) formée
selon les temps de mesure (Z1, ..., Z7) à un système informatique (3) avec mémoire
de données (31) pour le stockage de la suite chronologique (F), l'appareil de détermination
de position (2) comprenant un moyen de transmission (21) qui transmet au système informatique
(3), via un réseau radio mobile (5), dès après la mesure, la suite (F) des géocoordonnées
(G1, ..., G7), y compris les géocoordonnées obtenues par actionnement du moyen de
déclenchement (22) ;
- enregistrer la suite chronologique (F) des géocoordonnées (G1, ..., G3) déterminée
par l'au moins un appareil de détermination de position (2) sur une carte électronique
(4) de la version n,
- relier les géocoordonnées (G1, ..., G7) sur la carte en suivant leur suite chronologique
(F) pour obtenir un trajet (W1, W2, W3) ;
- sauvegarder la carte électronique (4) avec le trajet (WS1, WS2, WS3) en suivant
la suite (F) des géocoordonnées (G1, ..., G7) en tant que carte électronique (4) de
la version n+1 ;
- transmettre, au moyen du système informatique, la version la plus récente de la
carte électronique sauvegardée (4) au système de navigation (23), le système de navigation
(23) prenant la carte électronique transmise (4) comme base d'un calcul d'itinéraire
et/ou l'affichant dans un élément d'affichage du système de navigation (23).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le procédé comprend en outre l'étape de mise en évidence, sur la carte électronique
(4), par le système informatique (2), des géocoordonnées (G3, G5) repérées de manière
particulière.