(19)
(11) EP 2 602 392 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.05.2016  Patentblatt  2016/20

(21) Anmeldenummer: 12195731.0

(22) Anmeldetag:  05.12.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04B 1/61(2006.01)
E04C 2/292(2006.01)

(54)

Verbundplatte

Composite plate

Plaque composite


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 09.12.2011 DE 202011109831 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.06.2013  Patentblatt  2013/24

(73) Patentinhaber: Tremco illbruck Produktion GmbH
92439 Bodenwöhr (DE)

(72) Erfinder:
  • Kroner, Peter
    40789 Monheim am Rhein (DE)
  • Komma, Markus
    93128 Regenstauf (DE)
  • Köppl, Alfred
    92431 Neunburg v.W. (DE)
  • Lutz, Guido
    51519 Odenthal (DE)

(74) Vertreter: Bittner, Bernhard et al
Hannke Bittner & Partner Patent- und Rechtsanwälte Prüfeninger Strasse 1
93049 Regensburg
93049 Regensburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 957 213
WO-A1-88/01326
EP-A1- 2 309 090
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Verbundplatte, die im Verbund mit gleichartigen Verbundplatten in einer Plattenebene zur Erstellung einer Wand, Wandfüllung oder Wandabdeckung bzw. eines Daches oder einer Dachabdeckung geeignet ist, an zumindest zwei einander gegenüberliegenden Rändern zueinander komplementäre Verbindungsmittel zur Verbindung mit benachbarten Verbundplatten aufweist und mit denselben jeweils unter Ausbildung eines Spaltes mit einem gegen Luft und/oder Feuchtigkeit dichtenden Labyrinth verbindbar ist, wobei zur Abdichtung des Spaltes zumindest an einem Rand der Verbundplatte ein Dichtungsband lagefixiert angeordnet ist.

    [0002] Hierbei wird als Labyrinth eine konstruktive Maßnahme verstanden ist, mittels derer der Spaltverlauf zumindest in einem Bereich in Längsrichtung des Randes umlenkt. Das heißt, dass das Labyrinth zumindest eine Seitenwand aufweist, die eine zumindest etwa senkrecht zur Plattenebene stehende Spaltebene durchragt. Bei einem Verbund aus Verbundplatten der eingangs genannten Art liegen gleiche Verbundplatten randseitig über den Dichtungsstreifen an. Zur Verbesserung einer Luftdichtigkeit kann der Spalt durch die Seitenwand nach außen hin abgeschirmt werden. Die Seitenwand wird beispielsweise durch einen Vorsprung gebildet, der sich von der Verbundplatte in Verbundrichtung von dem Rand weg erstreckt und die benachbarte Verbundplatte unter Abdeckung des Spaltes außenseitig übergreift. Die Abdeckung des Spaltes nach außen erfolgt in der Regel an beiden Außenseiten der Verbundplatte. Durch diese Maßnahmen kann bereits eine gute Dichtigkeit insbesondere gegen Luftzug durch den Spalt, eine Fugendurchlässigkeit, erzielt werden. Diese ist üblicherweise mittels eines Fugenprüfstandes in einem Prüfverfahren nach DIN EN 1026 ermittelbar und wird durch einen sogenannten a-Wert ausgedrückt. Eine Verbundplatte ist aus der EP-A-O 957 213 bekannt.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist, eine gattungsgemäße Verbundplatte bereitzustellen, mittels derer im Verbund mit benachbarten gleichen Verbundplatten eine verbesserte Fugendurchlässigkeit mit einem a-Wert kleiner 0,1 m3/(hm daPa)n erzielbar ist.

    [0004] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen werden in den Unteransprüchen beschrieben. Die gestellte Aufgabe wird bereits dadurch gelöst, dass das Dichtungsband in Längsrichtung in mindestens zwei parallele Dichtungsstreifen, einen ersten Dichtungsstreifen und einen zweiten Dichtungsstreifen, geteilt ist, wobei der erste Dichtungsstreifen aus einem offenporigen Schaum und der zweite Dichtungsstreifen aus einem geschlossenporigen Schaum gefertigt sind und der offenporige Schaum eine mittels eines Frank-Prüfgerätes 21443 ermittelte Luftdurchlässigkeit aufweist, die mindestens doppelt so groß wie die des geschlossenporigen Schaums ist.

    [0005] Die Ermittelung der Luftdurchlässigkeit des Schaums erfolgt allgemein im Rahmen der Erfindung nach den Prüfbedingungen gemäß DIN EN ISO 9237 mit einem Versuchskörper (vollständig entspannt) mit rechtwinkligen plattenartigen Abmessung mit größeren Außenseitenflächen mit jeweils 100 cm2 Prüffläche und einer Schaumdicke von 10 mm sowie eine Druckdifferenz von 0,5 mbar zwischen den beiden Außenseitenflächen.

    [0006] Durch diese vorgeschlagene Maßnahme ist, wie eigene Versuche belegen, ein gemäß der DIN EN 1026 ermittelter, eine gesteigerte Dichtigkeit der Fuge mit dem Dichtungsband zwischen den verbundenen Verbundplatten charakterisierender Fugendurchlasskoeffizient a von kleiner 0,1 m3/(hm daPa)n oder ggf. auch kleiner 0,05 m3/(hm daPa)n erzielbar. Das Dichtungsband weist somit mit den Dichtungsstreifen über seine Breite einen Luftdurchlässigkeitsgradienten auf. Dieser Luftdurchlässigkeitsgradient kann bei einer jeweils über die Breiten der Dichtungsstreifen jeweils gleichbleibenden Luftdurchlässigkeit durch einen Sprung im Übergang zwischen den Dichtungsstreifen aufweisen.

    [0007] Diese erfindungsgemäße Maßnahme ist bei der Herstellung der Verbundplatte verfahrenstechnisch unaufwendig realisierbar, indem die beiden Dichtungsstreifen während der Herstellung beispielweise jeweils unter Abrollen von einer Großrolle kontinuierlich an einem bandartigen Verbundplattenvorprodukt festgelegt werden können, das dann in üblicher Weise beispielsweise über eine mitlaufende Trennvorrichtung auf eine gewünschte Länge zur Verbundplatte abgelängt wird.

    [0008] Vorzugsweise ist die Luftdurchlässigkeit des offenporigen Schaums größer/gleich 100 l/m2sec, insbesondere größer/gleich 150 l/ m2sec. Es wird ferner eine Obergrenze hinsichtlich der Luftdurchlässigkeit vorgeschlagen, die kleiner oder gleich 600-800 l/ m2sec oder kleiner/gleich 1.000 l/ m2sec sein kann. Die Luftdurchlässigkeit des geschlossenporigen Schaums kann kleiner/gleich 75 l/m2 sec, vorzugsweise kleiner/gleich 50 l/m2sec oder kleiner/gleich 15-30 1/ m2sec sein, insbesondere auch kleiner/gleich 5-10 l/ m2sec. Die Luftdurchlässigkeit des geschlossenporigen Schaums kann praktisch Null bzw. unter Prüfbedingungen nicht messbar sein, gegebenenfalls größer/gleich 1-2 l/m2 sec, oder größer/gleich 3-5 l/m2sec, beispielsweise größer/gleich 10-15 l/ m2sec sein. Die genannten Luftdurchlässigkeitswerten können auch alle Zwischenwerte, insbesondere solche aufweisen, die in Einer-Schritten die oben genannten Untergrenzen von 100 l/m2sec oder 150 l/m2sec bis vorzugsweise 600 l/ m2sec überschreiten bzw. die oben genannten Obergrenzen von 75 l/m2 sec, 50 l/m2sec oder 30 l/ m2sec bis zu 5 l/m2 sec hin unterschreiten. Hier wird der Begriff Offenporigkeit oder Geschlossenporigkeit synonym mit dem Begriff Offenzelligkeit oder Geschlossenzelligkeit verwendet.

    [0009] Das Verhältnis der Luftdurchlässigkeiten des zweiten (geschlossenporigen) zu dem ersten (offenporigen) Streifen kann ≥ 1,5-2 oder ≥ 3-5 betragen, ggf. auch ≥ 10-20 oder ≥ 25-50. Das Verhältnis der Luftdurchlässigkeiten des zweiten (geschlossenporigen) zu dem ersten (offenporigen) Streifen kann ≤ 750-1000 oder vorzugsweise ≤ 250-500 betragen, beispielsweise auch ≤ 100-200.

    [0010] Abhängig von den Breiten der Dichtungsstreifen können unterschiedliche Dichtwirkungen bzw. Lustdurchlässigkeiten erzielt werden. Da ein offenporiger Schaum in der Regel preiswerter als ein geschlossenporiger Schaum ist, ist es in dieser Hinsicht von Vorteil, den Anteil des offenporigen Schaums optimieren, ohne dass die Fugendurchlässigkeit heraufgesetzt wird. Beispielsweise kann der erste Dichtungsstreifen mindestens so breit wie der zweite Dichtungsstreifen ausgebildet sein. Bevorzugt wird, dass der erste Dichtungsstreifen mindestens doppelt so breit wie der zweite Dichtungsstreifen ausgebildet ist. Das heißt, die Breite des ersten Dichtungsstreifens kann ca. 50% bzw. 66 % der Gesamtbreite des Dichtungsbandes betragen. Die Breite des zweiten Dichtstreifens kann größer/gleich 5-10% der Gesamtbreite des Dichtbandes betragen, oder auch größer/gleich 5-10% der Gesamtbreite beider Dichtungsstreifen, wenn diese an dem Dichtband lateral beabstandet angeordnet sind, vorzugsweise sind die beiden Dichtstreifen jedoch nicht seitlich voneinander beabstandet angeordnet, was allgemein im Rahmen der Erfindung gelten kann. Wie groß die Anteile letztlich sind, hängt auf von der möglichen Gesamtbreite des Dichtungsbandes ab, wobei bei einem breiten Dichtungsband die Breite des offenporigen Schaums größer als die des offenporigen Schaums bei einem schmalen Dichtungsband sein kann. Es kann eine weitere Abstufung des prozentualen Anteils der Breite des ersten Dichtungsstreifens an der Gesamtbreite des Dichtungsbandes in 1-Prozent-Schritten von 50% bis 95% erfolgen. Hierbei kann, um bei Steigerung des Prozentsatzes der Breite des ersten Dichtungsstreifens an der Gesamtbreite des Dichtungsbandes dennoch einen a-Wert kleiner/gleich 0,1 beizubehalten, die Luftundurchlässigkeit des zweiten Dichtungsstreifens weiter erhöht werden. Beispielsweise kann zur Erhöhung der Luftundurchlässigkeit eine luftundurchlässige Schicht insbesondere zwischen den beiden Dichtungsstreifen, vorgesehen sein. Die Dichtungsstreifen können hierzu beispielsweise an ihren einander zugewandten schmalen Längsseiten miteinander verklebt sein. Aus Gründen einer einfacheren Herstellung wird vorgeschlagen, dass die beiden Streifen an zueinander gewandten Längsseiten unverklebt sind. Eine erhöhte Feuchtigkeitsundurchlässigkeit kann beispielsweise durch verzögerte Rückstellung des ersten und/oder zweiten Dichtungsstreifens erzielt werden. Diese verzögerte Rückstellung kann beispielsweise durch Imprägnierung des betreffenden Dichtungsstreifens vor Einsatz der Verbundplatte erzielt werden

    [0011] Günstig wegen insbesondere einer verbesserten Feuchtigkeitsundurchlässigkeit in einer Richtung von Außen nach Innen kann der offenporige Dichtungsstreifen bezüglich dieser Richtung vor dem geschlossenporigen Schaum angeordnet sein. In Verwendung der Verbundplatte bei einem Gebäude kann daher vorgesehen sein, dass der geschlossenporige Schaumstoff Gebäude innenseitig angeordnet ist. Als geschlossenporiger Schaum kann vorteilhaft ein PVC-Schaum eingesetzt werden, der nicht homogen imprägnierbar ist.

    [0012] Das Dichtungsband ist vorzugsweise wasserdampfdiffusionsdurchlässig. Hierdurch ist die Fuge zwischen benachbarten Verbundplatten insgesamt wasserdampfdiffusionsdurchlässig. Vorzugsweise ist der Wasserdampfdiffusions(WDD)-Widerstand des zweiten Dichtungsstreifens (9.2) bei Kompression des Dichtungsbandes auf 40% dessen Höhe bei vollständig frei entspanntem Zustand um den Faktor 1,5 bis 1.000 oder bis 2.500 größer als der des ersten Dichtungsstreifens (9.1). Der WDD-Widerstand des zweiten Dichtungsstreifens ist vorzugsweise um den Faktor ≥ 2-3 oder den Faktor ≥ 5-10 größer als der des ersten Streifens, beispielsweise bis zu einem Faktor von 50-100 oder 200-500 oder darüber hinaus.

    [0013] Der WDD-Widerstand des ersten (offenzelligen) Dichtstreifens kann jeweils ≥ 0,05 m oder ≥ 0,1 m oder ≥ 0,5-1 m betragen, er kann ≤ 25-50 m oder ≤ 10-15 sein, beispielsweise im Bereich von 0,05-25 m, vorzugsweise im Bereich von 0,1-10 m, besonders bevorzugt im Bereich von 0,1-5 m liegen (Widerstand jeweils bezogen auf die Dicke einer äquivalenten Luftschicht).

    [0014] Die Vergleichswerte von Luftdichtigkeit und/oder der WDD-Widerstand können jeweils bei 20°C und 50% rel. Luftfeuchtigkeit bestimmt sein.

    [0015] Das Dichtungsband kann sich über die gesamte Länge des Randes erstrecken. Beide Dichtungsstreifen können in Einbaulage in die Verbundplatte an zugewandten Längsseiten zumindest abschnittsweise aneinander anliegend und/oder sich zumindest abschnittsweise überlappend angeordnet sein. Um eine Verdickung im Bereich der Überlappung zu vermeiden, können die sich überlappenden Ränder der Dichtungsstreifen angefast sein. Mittels der Überlappungen kann eine weitere Luftbarriere geschaffen werden.

    [0016] Die beiden Dichtungsstreifen können unter Ausbildung eines Zwickels aneinander anliegen oder sich unter Ausbildung eines Hohlraumes zumindest abschnittsweise überlappen. In beiden Fällen kann in Dichtungslage ein zusätzlicher wärmedämmender Hohlraum geschaffen werden.

    [0017] Die beiden einander zugewandten Schmalseiten der beiden Dichtungsstreifen sind vorzugsweise nicht miteinander verklebt, besonders bevorzugt auch nicht teilweise, was wesentliche fertigungstechnische Vorteile hat aber insbesondere angesichts der vergleichsweise geringen Höhe der Dichtbänder eine definierte und reproduzierbare Luftdurchlässigkeit in Richtung der Fugentiefe bzw. durch die Fuge bei montierten Verbundplatten gewährleistet. das Dichtungsband gewährleistet bzw. Die beiden einander zugewandten Schmalseiten der beiden Dichtbänder liegen vorzugsweise bei freier (unmontierter), insbesondere bei im Verbund montierter Verbundplatte aneinander an, wodurch eine definierte Bandanordnung in der Fuge gewährleistet ist. Gegebenenfalls können die beiden Schmalseiten auch (geringfügig) voneinander beabstandet sein, beispielsweise um weniger als 10-25% der Breite des schmaleren der beiden Dichtstreifen oder um weniger als 3-5% der Breite desselben.

    [0018] Das Dichtungsband erstreckt sich vorzugsweise über praktisch die gesamte Fugentiefe, so dass die Fuge besonders bevorzugt nur durch das genannte Dichtungsband praktisch vollständig abgedichtet wird.

    [0019] Zur Festlegung des Dichtungsbandes mit den Dichtungsstreifen kann der zugeordnete Rand der Verbundplatte eine klebrige Anlagefläche zur Festlegung des Dichtungsbandes aufweisen. Verbundplatten werden häufig mit einer steifen Außenhaut in der Regel aus Metall versehen, die als Form für einzubringenden Hartschaum dient. Der Hartschaum kann beispielsweise ein PU-Schaum sein. Wegen des Hartschaums, insbesondere PU-Schaums, muss die vorzugsweise metallne Außenhaut nicht notwendig tragend sein. Zur kontinuierlichen Herstellung der Verbundplatte kann eine zweischalige Außenhaut vorgesehen sein, wobei auf einer bandförmigen ersten Schale innenwandig Hartschaum aufgetragen wird, der beginnt auszuhärten. In einem kontinuierlichen Herstellungsprozess kann nachfolgend zu dem Auftragen des Hartschaums die entsprechend bandförmige zweite Schale über den aufgebrachten Hartschaum gebracht und in einem bestimmten Abstand zur ersten Schale gehalten werden. Hierbei kann vorgesehen sein, dass die Außenhaut nicht eine Anlagefläche für das Dichtungsband bildet, sondern dieselbe durch den Hartschaum gebildet wird, der, insbesondere als PU-Schaum, während seines Aufschäumens und Aushärtens so klebrig ist, dass das ebenfalls kontinuierlich zugeführte Dichtungsband an der Anlagefläche verklebt. Die in dieser Zeit mit dem Dichtungsband eingegangene Verbindung bleibt auch nach der Aushärtung bestehen. Somit kann die Verbundplatte in Sandwichbauweise mit dem Hartschaum, wie PU-Schaum, als Kern ausgebildet sein, wobei die Anlagefläche eine Außenseite des Kerns ist.

    [0020] Die Dichtungsstreifen können auf einem gemeinsamen dünnen flexiblen Träger, wie Vlies, Papier oder Folie, insbesondere Kunststofffolie, lagefixiert, insbesondere verklebt sein. Damit kann der Träger mit den darauf lagefixierten Dichtungsstreifen in einem Verfahrensschritt auf der Anlagefläche der Verbundplatte festgelegt, insbesondere verklebt werden. Das Dichtungsband ist also vorzugsweise aufrollbar.

    [0021] Beide Dichtungsstreifen oder einer der Dichtungsstreifen können jeweils zu einer verzögerten Rückstellung imprägniert sein. Insbesondere ist der offenporige und/oder der geschlossenporige Dichtungsstreifen nicht zur verzögerten Rückstellung imprägniert. Der offenporige und/oder der geschlossenporige Dichtungsstreifen kann - jeweils unabhängig voneinander - mit einer Brandschutzimprägnierung und/oder Imprägnierung zur Verbesserung der Schlagregendichtigkeit versehen sein, gegebenenfalls unabhängig voneinander nur mit einer oder beiden derselben. Gegebenenfalls sind der offenporige und/oder der geschlossenporige Dichtungsstreifen nicht imprägniert.

    [0022] Der offenporige und/oder der geschlossenporige Dichtungsstreifen können - unabhängig voneinander - im freien, druckunbeaufschlagten Zustand ein Höhe im Bereich von 1-20 mm, vorzugsweise im Bereich von 2-15 mm oder im Bereich von 3-15 mm aufweisen, z.B. im Bereich von 4-12 mm. Im freien druckunbeaufschlagten Zustand können beide Dichtungsstreifen dieselbe Höhe aufweisen, ggf. einen Höhenunterschied von ≤ 30-50% oder ≤ 10-20% zueinander, auf Basis des Dichtungsstreifens der größeren Höhe.

    [0023] Bevorzugt sind die Dichtungsstreifen so ausgebildet, dass sie in Dichtungslage, in der sie in Verbindungslage der Verbundplatte mit einer benachbarten Verbundlage dichtend an dieser benachbarten Verbundplatte anliegen, eine verminderte Dicke im Vergleich zu ihrer Dicke in einem unbelasteten Zustand aufweisen.

    [0024] Die Verbundplatte kann über eine Steckverbindung, wie Nut-Feder-Verbindung, mit der benachbarten Verbundplatte verbindbar sein. Hierbei kann die Nut ein U-Profil mit zwei außenseitig an der Verbundplatte angeordneten Schenkeln aufweisen, die bei den verbundenen Verbundplatten unter Ausbildung des Labyrinths den Spalt außen beidseitig überdecken. Vorteilhaft können in der Feder zur Nut hin geöffnete Schlitze vorgesehen sein, die es ermöglichen, dass die Feder unter partieller Schließung der Schlitze in die Nut passgenau leicht eingeklemmt wird, so dass die Spaltbreite an den Schenkeln zumindest abschnittweise gegen Null geht. Dies kann wiederum den Fugendurchlasskoeffizient a vorteilhaft verkleinern.

    [0025] Das Dichtungsband kann zweckmäßig in der Nut vormontiert angeordnet sein. Die kann einen Nutengrund aufweisen, an dem das Dichtungsband vorzugsweise unter Anpassung an das Profil des Nutengrundes festgelegt sein kann. Die Nut kann beispielsweise ein Profil mit vorzugsweise geraden Seitenkanten, wie ein V-förmiges, U-förmiges oder Z-förmiges Profil, aufweisen.

    [0026] Die einander gegenüberliegenden und zueinander komplementären Ränder der Verbundplatte können jeweils ein L-förmiges Profil mit einem sich zumindest in etwa in Plattenebene wegerstreckenden Vorsprung zur außenseitlichen Überdeckung des Spaltes in Verbindungslage der Verbundplatte mit einer dem Rand jeweils zugeordneten Verbundplatte aufweisen. Hierbei kann der Vorsprung des einen Randes an der einen Außenseite der Verbundplatte und der des anderen Randes an der anderen Außenseite derselben angeordnet sein. Damit können zwei gleiche Verbundplatten in Verbindungslage unter Ausbildung eines Z-förmigen Spaltes sich jeweils mit ihrem Vorsprung wechselseitig übergreifend angeordnet sein. Hierbei kann unter Krafteinwirkung der Spalt in Höhe der Vorsprünge bezüglich seiner Breite zumindest abschnittsweise nahezu gegen Null gehen. Vorzugsweise weisen die Randprofile jeweils einen zumindest etwa senkrecht zur Verbundebene angeordneten mittleren Abschnitt zur Festlegung des Dichtungsbandes auf.

    [0027] Im Montagezustand, also bei zusammengesteckten Verbundplatten, kann das Dichtungsband auf 25-55% seiner Ausgangshöhe bei vollständig frei entspanntem Zustand zusammengedrückt sein, vorzugsweise auf 30-50% oder 35-45%.

    [0028] Die Verbundplatten können eine Höhe von ≥ 4-6 m oder ≥ 8-10 m aufweisen, bspw. bis 10-15 m oder darüber hinaus. Das Dichtungsband erstreckt sich hierbei und allgemein im Rahmen der Erfindung über praktisch die gesamte Höhe der Verbundplatten (ggf. bis auf etwaige Anschlussbereiche, die in der Regel ≤ 2-5% oder ≤ 0,5-1% der Höhe der Verbundplatte ausmachen. Aufgrund der großen Höhe sind also beträchtliche Kräfte erforderlich, um das Dichtungsband zur Abdichtung zu komprimieren und die Verbundplatten bestimmungsgemäß zueinander zu positionieren, was die erfindungsgemäßen Verbundplatten in besonderem Maße ermöglichen, unter Bereitstellung von wasserdampfdurchlässigen Fugen.

    [0029] Die zur Erzeugung des Wandaufbaus miteinander verbundenen bzw. zusammengesteckten Verbundplatten sind vorzugsweise miteinander baugleich. Der Wandaufbau kann den gesamten oder nur einen Teil eines Gebäudewandaufbaus darstellen. Vorzugsweise ist der Wandaufbau Teil einer Gebäudeaußenwand, ggf. auch nicht hierauf beschränkt.

    [0030] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand dreier in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsformen der Verbundplatte näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der Verbundplatte,
    Fig. 2
    eine Draufsicht zwei randseitig miteinander verbundene Verbundplatten in der ersten Ausführungsform gemäß Figur 1,
    Fig. 3
    eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Verbundplatte,
    Fig. 4
    eine Draufsicht zwei randseitig miteinander verbundene Verbundplatten in der zweiten Ausführungsform gemäß Figur 3 und
    Fig. 5
    eine Seitenansicht auf zwei verbindungsbereite Verbundplatten einer dritte Ausführungsform.


    [0031] In den Figuren 1 und 3 wird jeweils eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Verbundplatte 1 mit größeren, im Verbund V nach Außen weisenden, parallel zu bzw. in einer Plattenebene P angeordneten größeren Seitenflächen 2 und umlaufenden Rändern 3 gezeigt. Hier sind an zwei einander gegenüberliegenden Rändern 3 der Verbundplatte 1 zueinander komplementäre Verbindungsmittel 4 vorgesehen. In den Figuren 2 und 4 wird jeweils eine Draufsicht auf zwei randseitig miteinander verbundene Verbundplatten 1 in einer ersten Ansicht gemäß Figur 1 bzw. in einer zweiten Ausführungsform gemäß Figur 3, jeweils als Ausschnitt des Verbundes V aus gleichen Verbundplatten 1, dargestellt. Figur 5 zweigt in einer Seitenansicht zwei verbindungsbereite Verbundplatten einer dritte Ausführungsform. Die Verbundplatte 1 ist im Verbund V mit gleichartigen Verbundplatten 1 in Plattenebene E zur Erstellung einer Wand, Wandfüllung oder Wandabdeckung bzw. eines Daches oder einer Dachabdeckung geeignet. Die Plattenebene E ist in den Figuren 1-5 gleich der Bildebene.

    [0032] Wie in Figuren 1 und 3 ersichtlich, ist an einer Anlagefläche 5 einer der Ränder 3 der Verbundplatte 1 ein Dichtungsband 6 festgelegt, das sich in einer Längsrichtung 1 senkrecht zur Plattenebene E über den gesamten Rand 3 erstreckt. Die Anlagefläche 5 erstreckt sich hier senkrecht zur Plattenebene E und in Längsrichtung 1. In der in den Figuren 2 und 4 gezeigten Verbindungsposition liegen die Verbundplatten 1 unter Ausbildung eines Spaltes 7 mit einem hier insbesondere gegen Luft dichtenden Labyrinth 8 aneinander an. In dem Spalt 7 ist das Dichtungsband 6 angeordnet, das gegen den Rand 3 ohne Dichtungsband 6 dichtend anliegt.

    [0033] Das Dichtungsband 6 weist zwei parallele in Längsrichtung 1 verlaufende Dichtungsstreifen, einen ersten Dichtungsstreifen 9.1 und einen zweiten Dichtungsstreifen 9.2 auf, wobei der erste Dichtungsstreifen 9.1 aus einem offenporigen Schaum und der zweite Dichtungsstreifen 9.2 aus einem geschlossenporigen Schaum gefertigt sind. (Die Offenporigkeit des offenporigen Schaums ist in den Figuren grafisch durch kreisartige Zeichen angedeutet). Der offenporige Schaum weist eine mittels eines Frank-Prüfgerätes ermittelte Luftdurchlässigkeit auf, die hier mit 150 l/m2 sec dreimal so groß wie die mittels des Frank-Prüfgerätes ermittelte Luftdurchlässigkeit von 50 l/m2 sec des geschlossenporigen Schaums ist. Ferner ist der erste Dichtungsstreifen 9.1 breiter als der zweite Dichtungsstreifen 9.2 ausgebildet.

    [0034] Dank dieser Maßnahmen wird ein gemäß der DIN EN 1026 ermittelter Fugendurchlasskoeffizient a von kleiner 0,1 m3/(hm daPa)n erzielt. In den Figuren 2 und 4 ist eine Außenseite A und eine Innenseite I vermerkt, um hierüber bei einem Wasserdampfdiffusionsgefälle von Außen A nach Innen I ein insbesondere gegen Feuchtigkeit günstige Anordnung der Dichtungssteifen 9.1, 9.2 anzudeuten, wobei günstigerweise der offenporige Schaum nach Außen A und der geschlossenporige Schaum nach Innen I orientiert angeordnet ist.

    [0035] Der WDD-Widerstand des zweiten Dichtungsstreifens (9.2) bei Kompression des Dichtungsbandes auf 40% dessen Höhe bei vollständig frei entspanntem Zustand ist hier um den Faktor 30 größer ist als der des ersten Dichtungsstreifens (9.1). Der WDD-Widerstand des ersten Dichtstreifens beträgt hier 1 m.

    [0036] Die beiden Dichtungsstreifen weisen im nicht-druckbeaufschlagten Zustand dieselbe Höhe auf. Die beiden Dichtungsstreifen sind an ihren einander zugewandten Schmalseiten nicht klebend bzw. nicht mit einem Haftmittel miteinander verbunden. Die zugewandten Schmalseiten der beiden Dichtungsstreifen liegen aneinander an.

    [0037] Die Verbundplatte 1 ist hier in üblicher Sandwichbauweise aus nicht tragenden metallnen Außenschalen hergestellt, die mit PU-Schaum als Kern so ausgeschäumt sind, dass eine Außenseite des PU-Schaums die Anlagefläche 5 bildet. Die Oberfläche des PU-Schaums bleibt auch KURZ nach Aushärtung des PU-Schaums noch so klebrig, so dass das Dichtungsband 6 ohne zusätzlichen Klebstoff auf der Anlagefläche 5 festgeklebt werden kann. Während des Aufschäumens ist das PU-Gemisch sehr klebrig. Die in dieser Zeit mit dem Dichtungsband 6 eingegangene Verbindung bleibt auch nach der Aushärtung bestehen. Die beiden Dichtungsstreifen 9.1, 9.2 sind auf einem gemeinsamen Träger 10, hier aus einem Vlies, festgeklebt, wobei die beiden Dichtungsstreifen 9.1, 9.2 schmalseitig aneinandergrenzen, ohne dort verklebt zu sein. Die in dieser Zeit des Aufschäumens mit dem Dichtungsband 6 bzw. dem Träger 10 eingegangene Verbindung bleibt auch nach der Aushärtung des Pu-Schaums bestehen.

    [0038] Beide Dichtungsstreifen 9.1, 9.2 sind hier ohne Rückstellung ausgebildet, d.h. sie weisen in der Verbindungsposition der Verbundplatte 1 mit der benachbarten Verbundplatte 1' eine verminderte Dicke im Vergleich zu ihrer Dicke in einem unbelasteten Zustand (Figuren 1 und 3) auf.

    [0039] Die Verbundplatte 1 ist in ihrer ersten Ausführungsform gemäß Figuren 1 und 2 für eine Steckverbindung 11 in Form einer Nut-Feder-Verbindung mit Nut 12 und Feder 13 als Verbindungsmittel 4 ausgelegt. Hierbei weist ein Rand 3 der Verbundplatte 1 die Nut 12 mit als Anlagefläche 5 ausgebildeten Nutengrund 12.1 und Schenkeln 12.2 und der diesem gegenüberliegende Rand 3 die Feder 13 auf. Das Dichtungsband 6 erstreckt sich über die gesamte Breite des Nutengrundes 12.1. Der erste Dichtungsstreifen 9.1 des Dichtungsbandes 6 ist hier doppelt so breit wie der zweite Dichtungsstreifen 9.2 ausgebildet.

    [0040] Nut 12 und Feder 13 greifen unter Ausbildung eines U-förmigen Spaltes 7 (Figur 2) so ineinander, dass das Dichtungsband 6 dichtend stirnseitig an der Feder 13 angreift. Ferner liegt die Feder 13 innenseitlich unter leichter Vorspannung dichtend an den Schenkeln 12.2 an. Hierzu sind in der Feder 13 stirnseitige Schlitze 14 vorgesehen, die eine geringfügige Querkontraktion der Feder 13 ermöglichen.

    [0041] In der zweiten Ausführungsform der Verbundplatte 1 weisen beide Ränder ein L-förmiges Profil mit einem sich in Längsrichtung 1 erstreckenden seitlichen Vorsprung 15 und einer senkrecht zur Längsrichtung angeordneten Stirnseite 16 als Verbindungsmittel 4 auf, wobei an der Stirnseite 16 an einem der Ränder 3 der Verbundplatte 1 das Dichtungsband 6 angeordnet ist. Hierbei erstreckt sich das Dichtungsband 6 über die gesamte Breite der Stirnseite 16. Der erste Dichtungsstreifen 9.1 ist hier dreimal so breit wie der zweite Dichtungsstreifen 9.2 ausgebildet. Die beiden Vorsprünge 15 der beiden Ränder 3 sind bezüglich der größeren Seitenflächen 2 der Verbundplatte 1 wechselseitig zueinander angeordnet. Zum bündigen Abschluss des Verbundes V ist an den Rändern 3 jeweils noch eine Aussparung 17 zur Aufnahme des Vorsprunges 15 vorgesehen. Hierdurch liegen die an den Rändern 3 aneinander gefügten Verbundplatten 1 in der Verbindungsposition unter Ausbildung eines Z-förmigen Spaltes 7 aneinander an.

    [0042] In Figur 5 sind in einer schematischen Seitenansicht zwei Verbundplatten 1 in einer dritten Ausführungsform gezeigt, die hier noch unverbunden und beabstandet zueinander angeordnet und zum Verbund hier horizontal ineinander steckbar sind. Hierzu weisen die beiden Verbundplatten 1 mit ihren zueinander komplementären Rändern 6 zueinander. An dem hier rechten Rand 3 ist ein Vorsprung 15 und an dem hier linken Rand 3 eine dem Vorsprung 15 angepasste Aussparung 17 zur Aufnahme des Vorsprunges 15 vorgesehen.

    [0043] Im Unterschied zu den beiden anderen Ausführungsformen der Verbundplatte 1 weisen die Ränder 3 hier ein trapezartiges Profil auf. An der hier linken Verbundplatten 1 eine bogenartige Abdeckung 18 vorgesehen, die in der hier nicht gezeigten Verbindungsposition einen entsprechend ausgebildeten Vorsprung 19 an der hier rechten Verbundplatte 1 unter Ausbildung eines im Wesentlichen trapezartigen Spaltes übergreift. Ein derartiges Profil ist insbesondere für eine Dachabdeckung geeignet.

    [0044] Um die Abdeckung 18 gegenüber dem Vorsprung 19 abzudichten, ist innenseitig der Abdeckung 18 ein weiteres Dichtungsband 20 vorgesehen, das hier als vorkomprimiertes Dichtungsband 20 ausgebildet ist. Dieses Dichtungsband 20 ist dampfdiffusionsoffen ausgebildet, damit, nach erfolgter Steckverbindung der beiden Verbundplatten 1, Wasserdampf aus dem Spaltbereich zwischen den beiden Dichtungsbändern 6, 20 durch das weitere Dichtungsband 20 nach außen heraus diffundieren kann. In der hier gezeigten Ausführungsform der Verbundplatte 1 ist dieses weitere Dichtungsband 20 nach den IFBS Richtlinien 4.02 Bauphysik "Fugendichtheit im Stahlleichtbau" z.B. gemäß illac 30/2 dampfdiffusionsoffen ausgebildet.

    [0045] Das Dichtband ist in Einbaulage auf 40% seines Ausgangsvolumens komprimiert, bei einer Verbundplattenhöhe von 10 m.

    Bezugszeichenliste



    [0046] 
    1
    Verbundplatte
    2
    Seitenfläche
    3
    Rand
    4
    Verbindungsmittel
    5
    Anlagefläche
    6
    Dichtungsband
    7
    Spalt
    8
    Labyrinth
    9.1
    erster Dichtungsstreifen
    9.2
    zweiter Dichtungsstreifen
    10
    Träger
    11
    Steckverbindung
    12
    Nut
    12.1
    Nutengrund
    12.2
    Schenkel
    13
    Feder
    14
    Schlitz
    15
    Vorsprung
    16
    Stirnseite
    17
    Aussparung
    18
    Abdeckung
    19
    Vorsprung
    20
    Dichtungsband
    A
    Außen
    E
    Plattenebene
    I
    Innen
    V
    Verbund
    l
    Längsrichtung



    Ansprüche

    1. Verbundplatte (1), die im Verbund (V) mit gleichartigen Verbundplatten (1) in einer Plattenebene (E) zur Erstellung einer Wand, Wandfüllung oder Wandabdeckung bzw. eines Daches oder einer Dachabdeckung geeignet ist, an zumindest zwei einander gegenüberliegenden Rändern (3) zueinander komplementäre Verbindungsmittel (4) zur Verbindung mit benachbarten Verbundplatten (1') aufweist und mit denselben jeweils unter Ausbildung eines Spaltes (7) mit einem gegen Luft und/oder Feuchtigkeit dichtenden Labyrinth (8) verbindbar ist, wobei zur Abdichtung des Spaltes (7) zumindest an einem Rand (3) der Verbundplatte (1) ein Dichtungsband (6) lagefixiert angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsband (6) in Längsrichtung (1) in mindestens zwei parallele Dichtungsstreifen (9, einen ersten Dichtungsstreifen (9.1) und einen zweiten Dichtungsstreifen (9.2), geteilt ist, wobei der erste Dichtungsstreifen (9.1) aus einem offenporigen Schaum und der zweite Dichtungsstreifen (9.2) aus einem geschlossenporigen Schaum gefertigt sind und der offenporige Schaum eine mittels eines Frank-Prüfgerätes ermittelte Luftdurchlässigkeit aufweist, die mindestens doppelt so groß wie die des geschlossenporigen Schaums ist.
     
    2. Verbundplatte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdurchlässigkeit des offenporigen Schaums größer/gleich 100 l/m2 sec und bevorzugt kleiner/ gleich 600 l/m2 sec ist.
     
    3. Verbundplatte (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdurchlässigkeit des geschlossenporigen Schaums kleiner/gleich 75 l/m2 sec ist.
     
    4. Verbundplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Dichtungsstreifen (9.1) mindestens so breit wie der zweite Dichtungsstreifen (9.2) ausgebildet ist.
     
    5. Verbundplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserdampfdiffusionswiderstand des zweiten Dichtungsstreifens (9.2) bei Kompression des Dichtungsbandes auf 40% dessen Höhe bei vollständig frei entspanntem Zustand um den Faktor 1,5 bis 1.000 größer ist als der des ersten Dichtungsstreifens (9.1).
     
    6. Verbundplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsstreifen (9.1, 9.2) bezüglich einer Querrichtung senkrecht zur Plattenebene (E) zumindest abschnittsweise an zugewandten Längsseiten aneinander anliegend und/oder sich zumindest abschnittsweise überlappend angeordnet sind.
     
    7. Verbundplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsstreifen (9.1, 9.2) unter Ausbildung eines Zwickels aneinander anliegen oder sich unter Ausbildung eines Hohlraumes zumindest abschnittsweise überlappen.
     
    8. Verbundplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der das Dichtungsband (6) aufweisende Rand (3) der Verbundplatte (1) während des Herstellprozesses eine klebrige Anlagefläche (5) zur Festlegung des Dichtungsbands (6) aufweist.
     
    9. Verbundplatte (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie in Sandwichbauweise mit einem Hartschaum als Kern ausgebildet ist, wobei die Anlagefläche (5) eine Außenseite des Kerns ist.
     
    10. Verbundplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsstreifen (9.1, 9.2) auf einem gemeinsamen dünnen flexiblen Träger (10) wie Vlies, Papier oder Folie lagefixiert sind.
     
    11. Verbundplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Dichtungsstreifen (9.1, 9.2) in Dichtungslage, in der sie in Verbindungslage der Verbundplatte (1) mit einer benachbarten Verbundlage (1') dichtend an dieser benachbarten Verbundplatte (1) anliegen, eine verminderte Dicke im Vergleich zu seiner Dicke in einem unbelasteten Zustand aufweisen.
     
    12. Verbundplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsstreifen (9.1, 9.2) an einander zugewandten Längsseiten unverklebt sind.
     
    13. Verbundplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundplatte (1) mit einer benachbarten Verbundplatte (1') über eine Steckverbindung (10) unter Ausbildung eines Spaltes oder über Anlage an eine benachbarte Verbundplatte (1') und unter Ausbildung eines Z-förmigen Spaltes (7) zwischen den Verbundplatten (1) verbindbar ist.
     
    14. Verbundplatte (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt (7) bezüglich des Profilverlaufes jeweils einen senkrecht zur Verbundebene (E) angeordneten mittleren Abschnitt zur Festlegung des Dichtungsbandes (6) aufweisen.
     
    15. Wandaufbau hergestellt aus zumindest zwei oder mehreren miteinander zusammengesetzten Verbundplatten nach einem der Ansprüche 1 bis 14 mit jeweils zwischen benachbarten Verbundplatten komprimiertem Dichtungsband.
     


    Claims

    1. Composite panel (1) which, combined (V) with identical composite panels (1) in a panel plane (E), is suitable for creating a wall, wall filling or wall covering or a ceiling or a ceiling covering respectively, has on at least two mutually opposite edges (3) mutually complementary connection means (4) for connecting to adjacent composite panels (1') and can be connected thereto in each case so as to form a gap (7) with a labyrinth (8) that seals against air and/or moisture, wherein a sealing tape (6) is arranged in a fixed position at least on one edge (3) of the composite panel (1) in order to seal the gap (7), characterized in that the sealing tape (6) is divided in the longitudinal direction (I) into at least two parallel sealing strips (9), a first sealing strip (9.1) and a second sealing strip (9.2), wherein the first sealing strip (9.1) is made of an open-pore foam and the second sealing strip (9.2) is made of a closed-pore foam and the open-pore foam has an air permeability, determined by means of a Frank testing device, that is at least twice as great as that of the closed-pore foam.
     
    2. Composite panel (1) according to claim 1, characterized in that the air permeability of the open-pore foam is greater than/equal to 100 l/m2 sec and preferably less than/equal to 600 l/m2 sec.
     
    3. Composite panel (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the air permeability of the closed-pore foam is less than/equal to 75 l/m2 sec.
     
    4. Composite panel (1) according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the first sealing strip (9.1) is at least as wide as the second sealing strip (9.2).
     
    5. Composite panel (1) according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the water vapour diffusion resistance of the second sealing strip (9.2) when the sealing tape is compressed to 40% of its height in the fully relaxed state is greater than that of the first sealing strip (9.1) by a factor of 1.5 to 1000.
     
    6. Composite panel (1) according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the sealing strips (9.1, 9.2) are arranged such as at least in sections to bear against one another at facing longitudinal sides and/or such as at least in sections to overlap one another relative to a transverse direction perpendicular to the panel plane (E).
     
    7. Composite panel (1) according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the sealing strips (9.1, 9.2) bear against one another to form a gusset or at least in sections overlap one another to form a cavity.
     
    8. Composite panel (1) according to any one of claims 1 to 7, characterized in that the edge (3) of the composite panel (1) having the sealing tape (6) has during the production process a tacky bearing face (5) for the attachment of the sealing tape (6).
     
    9. Composite panel (1) according to claim 8, characterized in that it is formed in a sandwich construction with a hard foam as the core, wherein the bearing face (5) is an outer side of the core.
     
    10. Composite panel (1) according to any one of claims 1 to 9, characterized in that the sealing strips (9.1, 9.2) are fixed in position on a common, thin, flexible carrier (10) such as nonwoven, paper or film.
     
    11. Composite panel (1) according to any one of claims 1 to 10, characterized in that at least one of the sealing strips (9.1, 9.2), in the sealing position in which it bears sealingly against an adjacent composite panel (1') when the composite panel (1) is connected to said adjacent composite panel (1'), has a reduced thickness in comparison to its thickness in an unloaded state.
     
    12. Composite panel (1) according to any one of claims 1 to 11, characterized in that the sealing strips (9.1, 9.2) are non-bonded on mutually facing longitudinal sides.
     
    13. Composite panel (1) according to any one of claims 1 to 12, characterized in that the composite panel (1) can be connected to an adjacent composite panel (1') via a plug-in connection (10), thereby forming a gap, or by bearing against an adjacent composite panel (1') and thereby forming a Z-shaped gap (7) between the composite panels (1).
     
    14. Composite panel (1) according to claim 13, characterized in that the gap (7) has in each case, relative to the profile course, a middle section which is arranged perpendicular to the composite plane (E) and which is intended for the attachment of the sealing tape (6).
     
    15. Wall structure produced from at least two or more composite panels assembled together according to any one of claims 1 to 14, with a sealing tape compressed in each case between adjacent composite panels.
     


    Revendications

    1. Panneau composite (1), le composé (V) avec des panneaux composites (1) similaires dans un plan de structure du panneau (E) étant adapté à l'élaboration d'une paroi, d'une fourrure de paroi ou d'un revêtement de paroi ou un toit ou une couverture de toit respectivement, sur au moins deux bords (3) opposés l'un à l'autre comprenant des moyens de liaison (4) complémentaires permettant de le relier à des panneaux composites (1') adjacents, de même respectivement pour former une fente (7) avec un joint d'étanchéité par rapport à l'air et/ou à l'humidité à un labyrinthe (8), dans lequel un ruban d'étanchéité (6), pour assurer l'étanchéité de la fente (7), étant disposée en position fixe au moins sur un bord (3) du panneau composite (1), caractérisé en ce que le ruban d'étanchéité (6) est divisée dans la direction longitudinale (L) dans au moins deux rubans d'étanchéité (9) parallèles, un premier ruban d'étanchéité (9.1) et un deuxième ruban d'étanchéité (9.2), le premier ruban d'étanchéité (9.1) étant composé d'une mousse à pores ouverts et le deuxième ruban d'étanchéité (9.2) étant composé d'une mousse à pores fermés et la mousse à pores ouverts présentant une perméabilité à l'air déterminée au moyen d'un appareil d'essai Frank qui est au moins deux fois supérieure à celle de la mousse à pores fermés.
     
    2. Panneau composite (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la perméabilité à l'air de la mousse à pores ouverts est supérieure ou égale à 100 l/m2 et de préférence inférieure ou égale à 600 l/m2 sec.
     
    3. Panneau composite (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la perméabilité à l'air de la mousse à pores fermés est inférieure ou égale à 75 l/m2 sec.
     
    4. Panneau composite (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le premier ruban d'étanchéité (9.1) est au moins aussi large que le deuxième ruban d'étanchéité (9.2).
     
    5. Panneau composite (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la résistance à la diffusion de la vapeur d'eau du deuxième ruban d'étanchéité (9.2), lors d'une compression de la bande d'étanchéité à 40 % de sa hauteur dans un état entièrement et librement relâché, est supérieure d'un facteur 1,5 à 1 000 à celui du premier ruban d'étanchéité (9.1).
     
    6. Panneau composite (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les rubans d'étanchéité (9.1, 9.2) sont disposés par rapport à une direction transversale perpendiculairement au plan de structure du panneau (E), sont au moins sur certaines sections en regard des côtés longitudinaux adjacents les uns aux les autres et/ou au moins en sections en chevauchement.
     
    7. Panneau composite (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les rubans d'étanchéité (9.1, 9.2) reposent les uns à côté des autres en formant un coin ou se chevauchent au moins sur certaines sections en formant une cavité.
     
    8. Panneau composite (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le bord (3) du panneau composite (1), lequel bord comprend la bande d'étanchéité (6), présente pendant le processus de production une surface d'appui adhésive (5) permettant la fixation de la bande d'étanchéité (6).
     
    9. Panneau composite (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'il présente une construction en sandwich comprenant une mousse dure en guise de noyau, la surface d'appui (5) étant une face extérieure du noyau.
     
    10. Panneau composite (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les rubans d'étanchéité (9.1, 9.2) sont fixés en position sur un mince support (10) flexible commun tel qu'un non-tissé, du papier ou une feuille.
     
    11. Panneau composite (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'au moins un des rubans d'étanchéité (9.1, 9.2), dans la position d'étanchéité, dans laquelle lorsque le panneau composite (1) est relié à un panneau composite (1') adjacent, lesdits rubans reposent de manière étanche à côté de ce panneau composite (1) adjacent, présente une épaisseur réduite en comparaison de son épaisseur lorsqu'il se trouve dans un état non sollicité.
     
    12. Panneau composite (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les rubans d'étanchéité (9.1, 9.2) ne sont pas collés sur les côtés longitudinaux tournés les uns vers les autres.
     
    13. Panneau composite (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le panneau composite (1) peut être relié à un panneau composite (1') adjacent par l'intermédiaire d'une liaison enfichable (10), avec formation d'une fente ou par appui sur un panneau composite (1') adjacent et avec formation d'une fente (7) en forme de Z entre les panneaux composites (1).
     
    14. Panneau composite (1) selon la revendication 13, caractérisé en ce que la fente (7) présente par rapport au tracé du profilé respectivement une section centrale disposée perpendiculairement au plan de structure du panneau (E) et servant à la fixation de la bande d'étanchéité (6).
     
    15. Structure murale produite à partir d'au moins deux panneaux composites ou plus assemblés les uns aux autres selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, comprenant respectivement une bande d'étanchéité comprimée entre les panneaux composites adjacents.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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