(19)
(11) EP 2 608 964 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.05.2016  Patentblatt  2016/20

(21) Anmeldenummer: 11757763.5

(22) Anmeldetag:  17.08.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B41M 3/14(2006.01)
B44F 1/10(2006.01)
B42D 25/29(2014.01)
B42D 15/00(2006.01)
B44C 1/24(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2011/004142
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2012/025206 (01.03.2012 Gazette  2012/09)

(54)

SICHERHEITSELEMENT MIT AUSGERICHTETEN MAGNETPIGMENTEN

SECURITY ELEMENT COMPRISING ORIENTED MAGNETIC PIGMENTS

ÉLÉMENT DE SÉCURITÉ À PIGMENTS MAGNÉTIQUES ORIENTÉS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 25.08.2010 DE 102010035313

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.07.2013  Patentblatt  2013/27

(73) Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH
81677 München (DE)

(72) Erfinder:
  • FRANZ, Peter
    85567 Pienzenau/Bruck (DE)
  • PLASCHKA, Reinhard
    86938 Schondorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 880 866
DE-A1-102006 006 501
WO-A1-2005/077668
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und andere Datenträger, mit einer Farbschicht mit magnetisch ausgerichteten Magnetpigmenten, die ein erstes Motiv in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung bilden, das beim Kippen des Sicherheitselements einen dynamischen Bewegungseffekt zeigt. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Sicherheitselements sowie einen Datenträger oder ein Sicherheitspapier mit einem solchen Sicherheitselement.

    [0002] Datenträger, wie Wert- oder Ausweisdokumente, aber auch andere Wertgegenstände, wie etwa Markenartikel, werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen versehen, die eine Überprüfung der Echtheit des Datenträgers gestatten und die zugleich als Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen. Die Sicherheitselemente können beispielsweise in Form eines in eine Banknote eingebetteten Sicherheitsfadens, einer Abdeckfolie für eine Banknote mit Loch, eines aufgebrachten Sicherheitsstreifens, eines selbsttragenden Transferelements oder auch in Form eines direkt auf ein Wertdokument aufgebrachten Merkmalsbereichs ausgebildet sein.

    [0003] Eine besondere Rolle bei der Echtheitsabsicherung spielen Sicherheitselemente, die betrachtungswinkelabhängige visuelle Effekte zeigen, da diese selbst mit modernsten Kopiergeräten nicht reproduziert werden können. Für diesen Zweck werden seit einiger Zeit auch magnetisch ausrichtbare Effektpigmente eingesetzt, die magnetisch in Form eines darzustellenden Motivs ausgerichtet sind.

    [0004] EP 1 880 866, offenbart ein Sicherheitselement mit den Merkmales des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

    [0005] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitselement der eingangs genannten Art anzugeben, das eine hohe Fälschungssicherheit mit guter Erkennbarkeit und leichter Verifizierbarkeit verbindet. Diese Aufgabe wird durch das Sicherheitselement mit den Merkmalen des unabhängigen Erzeugnisanspruchs gelöst. Ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Sicherheitselements sowie ein Datenträger und ein Sicherheitspapier mit einem solchen Sicherheitselement sind in den nebengeordneten Ansprüchen angegeben. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

    [0006] Gemäß der Erfindung ist bei einem gattungsgemäßen Sicherheitselement das erste, dynamische Motiv der magnetisch ausgerichteten Magnetpigmente mit einem zweiten Motiv in Form einer Prägestruktur kombiniert, die erhabene Prägeelemente mit Flanken unterschiedlicher Orientierung aufweist, so dass die auf Flanken unterschiedlicher Orientierung angeordneten Magnetpigmente einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren, und das zweite Motiv beim Kippen des Sicherheitselements einen Kippeffekt zeigt.

    [0007] Durch die Kombination eines ersten Motivs mit dynamischem Bewegungseffekt und eines zweiten Motivs mit Kippeffekt wird der Aufmerksamkeits- und Wiedererkennungswert und somit die Fälschungssicherheit des Sicherheitselements deutlich erhöht. Darüber hinaus wird durch das zweite Motiv in Form einer Prägestruktur mit erhabenen Prägeelementen ein taktiles Sicherheitsmerkmal bereitgestellt, das die Fälschungssicherheit des Sicherheitselements ebenfalls erhöht, da das zweite Motiv in Form einer Prägestruktur, wie auch das einen dynamischen Bewegungseffekt zeigende erste Motiv selbst mit modernsten Kopiergeräten nicht reproduziert werden können.

    [0008] Bei dem ersten Motiv in Form eines Musters, Zeichens oder einer Codierung handelt es sich um ein optisch variables Sicherheitsmerkmal, das einen dynamischen Bewegungseffekt zeigt.

    [0009] Bei dem erfindungsgemäßen zweiten Motiv in Form einer Prägestruktur handelt es sich ebenfalls um ein optisch variables Sicherheitsmerkmal, das beim Kippen des Sicherheitselements einen Kippeffekt zeigt. Unter "Kippeffekt" wird im Rahmen der vorliegenden Anmeldung ein Effekt verstanden, bei dem ein Betrachter aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln einen unterschiedlichen Bildeindruck des betrachteten Motivs wahrnimmt. Beispielsweise wird ein Betrachter des zweiten Motivs des erfindungsgemäßen Sicherheitselements je nach Betrachtungswinkel einen anderen Farb- oder Helligkeitseindruck des zweiten Motivs wahrnehmen. Der Kippeffekt des zweiten Motivs des erfindungsgemäßen Sicherheitselements ist darauf zurückzuführen, dass die erhabenen Prägeelemente Flanken mit unterschiedlicher Orientierung aufweisen, so dass die auf Flanken unterschiedlicher Orientierung angeordneten Magnetpigmente einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren. Beim Verkippen des Sicherheitselements wird die Orientierung der Flanken und der darauf angeordneten Magnetpigmente verändert, so dass der Betrachter den vorstehend beschriebenen Kippeffekt wahrnimmt. Der erfindungsgemäße Kippeffekt kann mit allen Magnetpigmenten erzielt werden, die einfallendes Licht, also elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich von ca. 380 nm bis 780 nm, zumindest teilweise reflektieren, was für den überwiegenden Teil der verfügbaren Magnetpigmente der Fall ist.

    [0010] In einer bevorzugten Gestaltung sind die Magnetpigmente nicht-sphärisch, insbesondere plättchenförmig ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass die Magnetpigmente zum einen verhältnismäßig gut magnetisch ausgerichtet werden können und zum anderen die Magnetpigmente auf den Flanken der Prägeelemente in der Regel so angeordnet sind, dass sich ein besonders guter Kippeffekt zeigt. Dies wird weiter unten mit Bezug auf die Figuren noch näher erläutert.

    [0011] Ferner ist es bevorzugt, dass die Magnetpigmente gefärbt und/ oder optisch variabel sind. Dabei ist anzumerken, dass eine Unterscheidung zwischen gefärbten und optisch variablen Magnetpigmenten nicht immer eindeutig ist, da z.B. bestimmte gefärbte, insbesondere goldfarbene Magnetpigmente zu einem gewissen Grad optisch variabel sind. Ohne an eine Erklärung gebunden zu sein, zeigen diese Magnetpigmente vermutlich deshalb in gewissem Umfang ein optisch variables Erscheinungsbild für einen Betrachter, da es produktionstechnisch in der Regel nicht möglich ist, Magnetpigmente mit nach allen Richtungen gleicher, d.h. isotroper Farbe zu erzeugen.

    [0012] Bei den optisch variablen Magnetpigmenten sind Pigmente mit einem Interferenzschichtaufbau besonders bevorzugt. Mit besonders großem Vorteil können Magnetpigmente mit einem Interferenzschichtaufbau eingesetzt werden, der mehrere Schichten und einen ausgeprägten Farbkippeffekt zeigt. Diese auch als (mehrschichtige) Dünnschichtelemente bezeichneten Pigmente weisen zumindest eine magnetische Schicht auf und enthalten im Übrigen einen Mehrschichtaufbau zur Erzeugung eines Farbkippeffektes. Solche Pigmente werden beispielsweise von der Sicpa S.A. unter dem Markennamen OVMI® vertrieben.

    [0013] Die optisch variablen Magnetpigmente mit Interferenzschichtaufbau können, wie in der EP 1366 380 A2 beschrieben, hergestellt werden. Insoweit wird die Offenbarung der EP 1366 380 A2 zur Herstellung und zu den Eigenschaften solcher Pigmente in die vorliegende Beschreibung aufgenommen. Alternativ können die Magnetpigmente auch nasschemisch hergestellte Mehrschichtpigmente sein.

    [0014] Alternativ können die Magnetpigmente aber auch auf Basis von hochreinem Eisenpulver gebildet und insbesondere aus reduzierend behandeltem Carbonyleisenpulver hergestellt sein. Vorteilhafte plättchenförmige Eisenpigmente können insbesondere der Druckschrift EP 1 251 152 B1 entnommen werden, deren Offenbarung zur Herstellung und Eigenschaften solcher Pigmente in die vorliegende Beschreibung aufgenommen wird.

    [0015] In einer bevorzugten Gestaltung liegen die Magnetpigmente als eine Mischung verschiedener, vorzugsweise plättchenförmiger Magnetpigmente vor.

    [0016] Das Verhältnis des größten zum kleinsten Durchmesser der plättchenförmigen Magnetpigmente beträgt mit Vorteil mehr als 5:1, bevorzugt mehr als 10:1. Besonders bevorzugt liegt dieses Verhältnis zwischen 40:1 und 400:1. Der größte Durchmesser der plättchenförmigen Magnetpigmente beträgt mit Vorteil mehr als 2 µm, bevorzugt mehr als 5 µm, besonders bevorzugt mehr als 10 µm und ganz besonders bevorzugt mehr als 15 µm. Plättchenförmige Magnetpigmente, insbesondere im bevorzugten Größenbereich und im bevorzugten Durchmesser-zu-Dicken-Bereich können durch ein externes Magnetfeld relativ zur Schichtebene der Farbschicht nach Wunsch orientiert werden. Bei hohem Durchmesser-zu-Dicken-Verhältnissen lassen sich hohe Kontraste zwischen transluzenten und deckenden Schichtbereichen einstellen.

    [0017] Die ausgerichteten plättchenförmigen Magnetpigmente bilden für das menschliche Auge ein effektvolles dreidimensional anmutendes Erscheinungsbild, das im Rahmen dieser Beschreibung als "3D-Effekt" oder "3D-Eindruck" bezeichnet wird. Das dreidimensionale Erscheinungsbild ist dabei mit einem dynamischen Bewegungseffekt verbunden, bei dem sich die Position des erzeugten Motivs beim Kippen des Sicherheitselements oder beim Wechsel der Betrachtungs- oder Beleuchtungsrichtung zu bewegen scheint.

    [0018] In einer bevorzugten Gestaltung sind die vorzugsweise plättchenförmigen Magnetpigmente durch einen Magneten, insbesondere durch einen Kugelmagneten oder durch mehrere beabstandete Kugelmagnete in Form eines zentrosymmetrischen Motivs ausgerichtet. Mit besonderem Vorteil sind die bevorzugt plättchenförmigen Magnetpigmente im Inneren des zentrosymmetrischen Motivs im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche der Farbschicht ausgerichtet, und sind außerhalb des zentrosymmetrischen Motivs mit einem scharfen Übergang im Wesentlichen parallel zur Oberfläche der Farbschicht ausgerichtet.

    [0019] Die Ausrichtung erfolgt in einer bevorzugten Variante durch genau einen Kugelmagneten in Form des ersten Motivs.

    [0020] In einer anderen ebenfalls vorteilhaften Erfindungsvariante sind die Magnetpigmente durch mehrere beabstandete Kugelmagnete in Form des ersten Motivs ausgerichtet. Die mehreren Kugelmagnete können dabei beim Ausrichtungsschritt in direktem Kontakt miteinander stehen oder durch Abstandhalter voneinander getrennt sein. Die Kugelmagnete können mit so großem Abstand angeordnet sein, dass sich ihre Magnetfelder gegenseitig praktisch nicht beeinflussen. Es ist jedoch auch möglich, die Überlagerung der Magnetfelder der Einzelkugeln gezielt zur Erzeugung attraktiver Ausrichtungen zu nutzen. In allen Varianten können gleichzeitig auch Kugelmagnete unterschiedlichen Durchmessers zur Anwendung kommen.

    [0021] Eine weitere Möglichkeit, die Ausrichtung der Magnetpigmente gezielt zu steuern, besteht darin, den Abstand des Kugelmagnets oder der Kugelmagnete zur Farbschicht des Sicherheitselements geeignet einzustellen. Je geringer dieser Abstand ist, desto größer ist die Trennschärfe von orientierten zu nicht-orientierten Bereichen. Der ausgeprägteste 3D-Effekt wird hingegen bei geringfügig größeren Abständen erzielt. Bei der Ausrichtung können auch mehrere Kugelmagnete in unterschiedlichen Abständen zur Farbschicht angeordnet sein und so Motivteile mit unterschiedlich starker Ausprägung des 3D-Effekts und unterschiedlicher Trennschärfe erzeugen.

    [0022] In einer weiteren bevorzugten Gestaltung sind die bevorzugt plättchenförmigen Magnetpigmente in Form eines Motivs ausgerichtet, das zwei Bereiche aufweist, in denen die Magnetpigmente im Wesentlichen parallel zu zwei in unterschiedliche Richtungen zeigende Ebenen, vorzugsweise mit einem scharfen Übergang zwischen den Bereichen, ausgerichtet sind.

    [0023] Gemäß einer anderen bevorzugten Gestaltung liegt die Ausrichtung der vorzugsweise plättchenförmigen Magnetpigmente in Form eines Motivs vor, das einen Bereich enthält, in dem die Magnetpigmente relativ zur Oberfläche der Farbschicht bogenförmig ausgerichtet sind. Derartige Ausrichtungen/ Motive können insbesondere der WO 2004/007095 A2 entnommen werden, deren Offenbarung zur Herstellung und Eigenschaften solcher Ausrichtungen/Motive in die vorliegende Beschreibung aufgenommen wird.

    [0024] In einer vorteilhaften Erfindungsvariante ist das zweite Motiv zumindest teilweise im Bereich des ersten Motivs angeordnet. Diese überlappende Anordnung von erstem und zweitem Motiv ergibt ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement mit einem außerordentlich hohem Fälschungsschutz, da die optisch variablen Effekte des ersten und zweiten Motivs, d.h. des dynamischen Bewegungseffekts bzw. des Kippeffekts, synergistisch zusammenwirken. Obwohl die optisch variablen Effekte des ersten und zweiten Motivs für sich genommen bereits nicht durch z.B. Farbkopierer reproduzierbar sind, wird durch die überlappende Anordnung des ersten und zweiten Motivs eine Nachahmung mit z.B. Farbkopierern unmöglich gemacht. Die sich überlappenden Bereiche des ersten und zweiten Motivs ergeben nämlich eine derart komplexe Überlagerung des dynamischen Effekts des ersten Motivs und des Kippeffekts des zweiten Motivs, dass jeder Fälschungsversuch zum Scheitern verurteilt ist. Abgesehen von der erhöhten Sicherheit gegen Nachahmung ist ein solches Design mit sich zumindest teilweise überlappendem ersten und zweiten Motiv auch für den Betrachter relativ ansprechend, was den Wiedererkennungswert eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements und damit letztlich ebenfalls die Fälschungssicherheit erhöht.

    [0025] Selbstverständlich ist es auch möglich, dass das zweite Motiv im Wesentlichen vollständig innerhalb des Bereichs des ersten Motivs angeordnet ist.

    [0026] Darüber hinaus können erstes und zweites Motiv zur Erhöhung der Fälschungssicherheit auch registergenau zueinander angeordnet werden. Eine solche Anordnung von erstem und zweitem Motiv mit perfekter Passerung "vernäht" die Motive der Farbschicht gleichsam miteinander. Wird die Prägestruktur des zweiten Motivs darüber hinaus auch noch im Bereich des umgebenden Substrats z.B. eines Wertdokument oder Sicherheitspapiers fortgeführt, auf dem das erfindungsgemäße Sicherheitselement angeordnet ist, wird das Sicherheitselement auch mit dem umgebenden Substrat "vernäht".

    [0027] In einer ebenfalls vorteilhaften Erfindungsvariante stehen das erste und zweite Motiv in einem Sinnzusammenhang bzw. bilden ein zusammengehörendes Gesamtmotiv. Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung wird unter "Sinnzusammenhang" ein Zusammenhang verstanden, den der Betrachter dem Sinn nach herstellt. Beispielsweise könnte das erste Motiv zentrosymmetrisch in Form einer Sonne ausgebildet sein, während das zweite Motiv in Form von sich von der Sonne weg erstreckenden Sonnenstrahlen ausgebildet ist. Ein weiteres Beispiel für zwei in einem Sinnzusammenhang stehende Motive wäre eine Kugel für ein Motiv und ein an die Formgröße der Kugel angepasstes zweites Motiv in Form eines Gefäßes. Auch in diesem Fall könnte die Kugel durch ein Motiv mit dynamischen Bewegungseffekt und das Gefäß durch ein Motiv mit Kippeffekt ausgebildet sein, wobei selbstverständlich auch die umgekehrte Zuordnung von dynamischen Bewegungseffekt und Kippeffekt zu den Motiven möglich ist. D.h., das Gefäß könnte als erstes Motiv mit dynamischem Bewegungseffekt und die Kugel als zweites Motiv mit Kippeffekt ausgebildet sein.

    [0028] In einer weiteren vorteilhaften Erfindungsvariante ist es ferner bevorzugt, wenn das erste und zweite Motiv ein zusammengehörendes Gesamtmotiv bilden. Auch in diesem Fall kann wieder auf die vorstehend beschriebenen Beispiele "Sonne/Sonnenstrahlen" und "Kugel/Gefäß" verwiesen werden. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, beispielsweise einen Gegenstand oder ein Erzeugnis, z.B. ein Haus, einen Tisch, ein Auto oder ein Notenblatt, durch die Anordnung des erfindungsgemäßen ersten und zweiten Motivs auszubilden. Dazu können sich erstes und zweites Motiv mit Vorteil überlappen. Allerdings ist es zur Ausbildung eines solchen Gesamtmotivs nicht erforderlich, dass das zweite Motiv zumindest teilweise im Bereich des ersten Motivs angeordnet ist.

    [0029] In einer bevorzugten Erfindungsvariante ist vorgesehen, dass die erhabenen Prägeelemente der Prägestruktur linienförmig ausgebildet sind. Unter einer Linie wird im Weiteren gemäß der im Taschenbuch der Mathematik, Bronstein, Semendjajew, 25. Auflage, angeführten Definition eine Verbindung zweier Punkte verstanden. Selbstverständlich ist gemäß dieser Definition neben einer geraden Verbindung auch eine nicht geradlinige, d.h. gekrümmte, geschwungene oder spiralförmige Verbindung zweier Punkte im zwei- oder dreidimensionalem Raum mit umfasst. Auf die vorliegende Erfindung übertragen bedeutet dies, dass unter linienförmigen Prägeelementen alle dreidimensionalen Elemente verstanden werden, deren Projektionen in die Ebene des optisch variablen Elements eine Linie gemäß obiger Definition bilden.

    [0030] Erfindungsgemäß bevorzugt sind linienförmige Prägelemente, die gerade ausgebildet sind. Denkbar sind aber auch gekrümmte, spiralförmige und anders ausgebildete Prägeelemente.

    [0031] Die linienförmigen Prägeelemente weisen mit Vorteil eine Breite von 10 µm bis 500 µm, bevorzugt von 20 µm bis 180 µm und ganz besonders bevorzugt von 30 µm bis 150 µm auf.

    [0032] Zu der bevorzugten Breite der linienförmigen Prägeelemente ist noch anzumerken, dass diese über die Länge eines Prägeelements nicht notwendigerweise konstant oder im Wesentlichen konstant zu sein braucht. Vielmehr kann es sogar bevorzugt sein, die Breite der Prägeelemente in einer vorgegebenen Art und Weise zu modulieren. Ein solches Prägeelement weist entlang seiner Länge dann z.B. eine kontinuierlich veränderte Breite auf, was den Wiedererkennungswert und damit die Fälschungssicherheit des erfindungsgemäßen Sicherheitselements weiter erhöht. Sofern die Prägeelemente nach einer oder beiden Seiten in ihrer Breite verändert werden, wird von einem "halbseitigen bzw. beidseitig moduliertem Prägeelement" gesprochen. Darüber hinaus ist noch anzumerken, dass eine ein- bzw. beidseitige Modulierung sowohl kontinuierlich als auch in Form einer oder mehrerer Stufen entlang des Prägeelements erfolgen kann.

    [0033] Die linienförmigen Prägeelemente weisen an ihrer Basis mit Vorteil einen Abstand von 0 µm bis 300 µm, bevorzugt von 0 µm bis 50 µm auf.

    [0034] Ferner weisen die linienförmigen Prägeelemente bevorzugt eine Länge von mehr als 150 µm, besonders bevorzugt von mehr als 1000 µm auf.

    [0035] Die Höhe der Prägeelemente beträgt ca. 10 µm bis 300 µm, bevorzugt ca. 20 µm bis 200 µm und ganz besonders bevorzugt ca. 30 µm bis 120 µm.

    [0036] Sofern für die Prägestruktur eine Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente vorgesehen ist, beträgt die Liniendichte ca. 10 Linien/cm bis 1000 Linien/cm, bevorzugt 20 Linien/cm bis 300 Linien/cm, und ganz besonders bevorzugt 40 Linien/cm bis 150 Linien/cm.

    [0037] Die das zweite Motiv bildende Prägestruktur kann mit Vorteil mehrere Bereiche aufweisen, in denen jeweils eine Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente angeordnet ist. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die Vorsehung mehrerer Bereiche mit jeweils einer Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter Prägeelemente zur Erzeugung ansprechender Kippeffekte besonders geeignet ist. Die Zahl der Bereiche beträgt dabei mit Vorteil mehr als acht.

    [0038] Besonders bevorzugt ist ferner ein Sicherheitselement, bei dem sich die Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente benachbarter Bereiche derart in unterschiedliche Richtungen erstreckt, dass das zweite Motiv beim Kippen des Sicherheitselements einen zweiten dynamischen Bewegungseffekt zeigt. Der für diese speziellen Ausführungsformen vom Betrachter wahrnehmbare zweite dynamische Bewegungseffekt ist somit ein Spezialfall des erfindungsgemäß für das zweite Motiv beanspruchten allgemeinen Kippeffektes. Sicherheitselemente, die einen zweiten dynamischen Bewegungseffekt des zweiten Motivs und den dynamischen Bewegungseffekt des ersten Motivs gleichzeitig zeigen, sind außerordentlich fälschungssicher und darüber hinaus auch für einen Betrachter sehr ansprechend.

    [0039] Besonders ansprechende und bevorzugte dynamische Bewegungseffekte des zweiten Motivs lassen sich insbesondere dadurch erzeugen, dass der Winkel zwischen den Richtungen zweier benachbarter Bereiche mit im Wesentlichen parallel angeordneten linienförmigen Prägeelementen zwischen 1° und 15°, besonders bevorzugt zwischen 3° und 10° beträgt. Der Betrachter nimmt bei solchen Ausführungsformen beim Kippen des Sicherheitselements eine verhältnismäßig fein abgestufte Bewegung durch das zweite Motiv wahr.

    [0040] Für Ausführungsformen mit erstem und zweitem dynamischen Bewegungseffekt ist es ferner bevorzugt, wenn er erste dynamische Bewegungseffekt des ersten Motivs eine erste Bewegungsrichtung und der zweite dynamische Bewegungseffekt des zweiten Motivs eine zweite Bewegungsrichtung definieren und der Winkel zwischen erster und zweiter Bewegungsrichtung 45° bis 90°, bevorzugt 70° bis 90° und ganz besonders bevorzugt im Wesentlichen 90° beträgt. Die letztgenannte Ausführungsform mit einem Winkel im Wesentlichen von 90° zwischen erster und zweiter Bewegungsrichtung lässt sich besonders gut mit einem ersten dynamischen Bewegungseffekt erzielen, wie er beispielsweise in der Druckschrift WO 2004/007095 A2 beschrieben ist. Der Betrachter einer solchen Ausführungsform kann dann eine Bewegung in der ersten Bewegungsrichtung und eine im Wesentlichen senkrecht dazu angeordnete Bewegung in Richtung der zweiten Bewegungsrichtung wahrnehmen, was vielfältige Designvarianten mit hohem Wiedererkennungswert und damit großem Fälschungsschutz ermöglicht.

    [0041] Die Farbschicht kann eine über ein an sich bekanntes Druckverfahren hergestellte Druckschicht sein, wobei derzeit eine Farbschicht bevorzugt ist, die als Siebdruckschicht ausgebildet ist.

    [0042] Um die Fixierung der ausgerichteten Magnetpigmente zu ermöglichen, ist die Farbschicht mit den Magnetpigmenten zweckmäßig auf Basis eines UV-härtenden Farbsystems gebildet, wobei reine UV-Systeme, UV/wasserbasierte Systeme oder auch UV/lösemittelbasierte Systeme in Betracht kommen.

    [0043] Die Farbschicht kann neben den magnetisch ausgerichteten Magnetpigmenten auch Farbstoffe, Lumineszenzstoffe oder weitere Pigmente, insbesondere farbige Pigmente, lumineszierende oder optisch variable Pigmente, beispielsweise auf der Basis von flüssigkristallinen Polymeren hergestellte Pigmente, oder irisierende Perlglanzpigmente, wie sie z.B. von der Merck KGaA unter der Bezeichnung "Iriodin®" vertriebenen werden, enthalten. Darüber hinaus kann die Farbschicht aber auch z.B. weitere magnetische, insbesondere weichmagnetische Pigmente enthalten. Alle Zusatzstoffe können maschinenlesbare Eigenschaften aufweisen.

    [0044] Bevorzugt ist ferner eine Ausführungsform, bei der die Farbschicht auf einer Untergrundschicht angeordnet ist, die farbig oder optisch variabel ist, oder die magnetische Eigenschaften aufweist. Insbesondere kann die Untergrundschicht eine farbige oder optisch variable oder magnetisch codierte KennZeichnung aufweisen. Eine solche Kennzeichnung kann auch mit dem ersten und/oder zweiten Motiv visuell in Wechselwirkung treten und beispielsweise mit dem ersten und/ oder zweiten Motiv in einem Sinnzusammenhang stehen oder ein zusammengehörendes Motiv bilden.

    [0045] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann weiter mit einer oder mehreren Schutzschichten für den Einsatz als Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und andere Datenträger ausgestattet werden, z.B. mit einem transparenten Schutzlack.

    [0046] Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements zur Absicherung von Sicherheitspapieren, Wertdokumenten und anderen Datenträgern, bei dem
    • auf ein Substrat eine Farbschicht mit magnetisch ausrichtbaren Magnetpigmenten aufgebracht wird,
    • die Magnetpigmente magnetisch in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung ausgerichtet und in ihrer Ausrichtung fixiert werden, wodurch ein erstes Motiv mit einem dynamischen Bewegungseffekt erzeugt wird, und
    • mittels eines Prägewerkzeuges in der Farbschicht eine Prägestruktur mit erhabenen Prägeelementen derart erzeugt wird, dass die Prägeelemente Flanken unterschiedliche Orientierung aufweisen, und die auf den Flanken unterschiedlicher Orientierung angeordneten Magnetpigmente einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren, so dass das zweite Motiv beim Kippen des Sicherheitselements einen Kippeffekt zeigt.


    [0047] In einer bevorzugten Verfahrensvariante wird eine Farbschicht auf Basis eines UV-härtenden Farbsystems verwendet und die ausgerichteten Magnetpigmente werden durch UV-Härten der Farbschicht fixiert. Die Farbschicht wird vorzugsweise im Siebdruck verdruckt, auch wenn grundsätzlich andere Druckverfahren, wie etwa Flexodruck, Offsetdruck oder Stichtiefdruck, infrage kommen.

    [0048] In einer ebenfalls bevorzugten Verfahrensvariante wird als Prägewerkzeug eine nicht farbführende Tiefdruckplatte, insbesondere eine nicht farbführende Stichtiefdruckplatte, verwendet und die Prägestruktur als sogenannte "Blindprägung" in der Farbschicht erzeugt. Grundsätzlich ist es allerdings auch denkbar, als Prägewerkzeug eine farbführende Tiefdruckplatte einzusetzen, insbesondere eine farbführende Stichtiefdruckplatte, wodurch das Sicherheitselement mit erfindungsgemäßer Prägestruktur und gleichzeitig einem weiteren Farbauftrag im Bereich der Prägestruktur erzeugt wird. Denkbar wäre hier z.B. der Einsatz von transluzenten, d.h. durchscheinenden Farben, die mit der Farbe der die Magnetpigmente enthaltenden Farbschicht eine Mischfarbe erzeugen.

    [0049] Die Erfindung umfasst schließlich auch einen Datenträger oder ein Sicherheitspapier mit einem Sicherheitselement der beschriebenen Art, wobei das Sicherheitselement sowohl in einem opaken Bereich des Datenträgers als auch zumindest teilweise in oder über einem transparenten Fensterbereich oder einer durchgehenden Öffnung des Datenträgers angeordnet sein kann. Bei dem Datenträger kann es sich insbesondere um ein Wertdokument, wie eine Banknote, insbesondere eine Papierbanknote, eine Polymerbanknote oder eine Folien-Papier-Verbundbanknote handeln, oder um eine Ausweiskarte, wie etwa eine Kreditkarte, eine Bankkarte, eine Barzahlungskarte, eine Berechtigungskarte, einen Personalausweis oder eine Pass-Personalisierungsseite handeln. Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße Sicherheitselement auch zur Sicherung von Produkten jeglicher Art, also zur sogenannten Produktsicherung verwendet werden. Z.B. können mit dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement Verpackungen, z.B. Arzneimittelverpackungen, insbesondere Faltkartons oder Faltschachteln, gegen Nachahmung geschützt werden. Neben dem Produktschutz kann das erfindungsgemäße Sicherheitselement auch für den Markenschutz mit Vorteil verwendet werden.

    [0050] Insgesamt bietet die vorgeschlagene Kombination eines ersten Motivs mit dynamischem Bewegungseffekt mit einem zweiten Motiv mit Kippeffekt in einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement insbesondere die folgenden Vorteile:
    • komplexe Herstellung; die Bedruckstoffe, Farben und Prägewerkzeuge sind nicht ohne Weiteres auf dem freien Markt verfügbar;
    • gute Erkennbarkeit der relevanten Sicherheitseffekte ohne Hilfsmittel;
    • Erhöhung des Anteils der Wertschöpfung in der Druckerei, da durch die Prägestruktur ein zusätzlicher Designeffekt mit deutlich erhöhter Sicherheit erreicht wird; und
    • Erhöhung der Sicherheit des Datenträgers durch Kombinationseffekte und eine mit anderen Verfahren nicht ohne Weiteres erreichbarer Passergenauigkeit.


    [0051] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen. Die verschiedenen Ausführungsbeispiele sind nicht auf die Verwendung in der konkret beschriebenen Form beschränkt, sondern können auch untereinander kombiniert werden.

    [0052] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement,
    Fig. 2
    eine Aufsicht auf das erfindungsgemäße Sicherheitselement der Fig. 1,
    Fig. 3
    schematisch die Ausrichtung der noch beweglichen Magnetpigmente eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements im Feld eines Kugelmagneten,
    Fig. 4
    einen Querschnitt durch das Sicherheitselement der Fig. 2 entlang der Linie A-A,
    Fig. 5
    eine Aufsicht auf ein anderes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherheitselements,
    Fig. 6
    eine Aufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherheitselements, und
    Fig. 7
    eine Aufsicht auf noch ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherheitselements.


    [0053] Die Erfindung wird nun am Beispiel von einem Sicherheitselement für Banknoten erläutert. Fig. 1 zeigt dazu eine schematische Darstellung einer Banknote 10, die mit einem in Fig. 2 genauer dargestellten Sicherheitselement 12 mit einem ersten und zweiten Motiv versehen ist.

    [0054] Mit Bezug auf Fig. 2 weist das Sicherheitselement 12 eine Farbschicht 20 mit magnetisch ausgerichteten, plättchenförmigen Magnetpigmenten auf, die durch einen Kugelmagneten in Form einer verhältnismäßig scharf abgegrenzten kreisförmigen Kennzeichnung 22 ausgerichtet sind. Dabei ist anzumerken, dass die Farbschicht 20 im Wesentlichen vollflächig auf dem in Fig. 2 nicht weiter dargestellten Substrat angeordnet ist. Die kreisförmige Kennzeichnung 22 zeigt ein dreidimensional anmutendes Erscheinungsbild und einen dynamischen Bewegungseffekt, bei dem sich die Position der Kennzeichnung 22 auf dem Sicherheitselement 12 beim Kippen des Sicherheitselements oder beim Wechsel der Betrachtungs- oder Beleuchtungsrichtung zu bewegen scheint, und daher ein dynamisches Motiv bildet.

    [0055] Das dynamische Motiv 22 ist mit einem zweiten Motiv 38 in Form einer Prägestruktur 32 kombiniert, die erhabene Prägeelemente 34a, 34b, 34c mit Flanken 35, 36 aufweist. Wie sehr gut aus Fig. 4 ersichtlich ist, weisen die Flanken 35, 36 der Prägeelemente 34d eine unterschiedliche Orientierung auf, so dass die auf den Flanken unterschiedlicher Orientierung angeordneten Magnetpigmente 44 einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren und damit das zweite Motiv 38 beim Kippen des Sicherheitselements einen Kippeffekt zeigt.

    [0056] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 sind sowohl das erste als auch das zweite Motiv zentrosymmetrisch, im vorliegenden Fall kreisförmig ausgebildet. Erstes Motiv 22 und zweites Motiv 38 sind dabei aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht überlappend gezeichnet. Es versteht sich, dass in der Praxis in der Regel ein gewisser Überlapp zwischen erstem und zweiten Motiv vorgesehen ist, um durch das synergistische Zusammenwirken des dynamischen Bewegungseffekts und des Kippeffekts von erstem bzw. zweitem Motiv den Fälschungsschutz zu erhöhen.

    [0057] Das Sicherheitselement gemäß Fig. 2 weist demnach ein erstes Motiv 22 mit dynamischem Bewegungseffekt und ein zweites Motiv 38 mit einer taktilen Prägestruktur 32 auf. Erstes Motiv 22 und zweites Motiv 38 wirken zusammen und bilden ein zusammengehörendes zentrosymmetrisches Gesamtmotiv.

    [0058] Der Betrachter kann das Sicherheitselement 12 auch leicht auf Echtheit überprüfen, da die Kombination aus dynamischem Motiv 22 und fühlbarem Motiv 38 ohne Hilfsmittel geprüft werden kann.

    [0059] Schließlich lassen sich, wie nachfolgend genauer ausgeführt, durch die Erzeugung des zweiten Motivs 38 besondere Effekte in dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement erzeugen, die auf andere Weise nicht oder nur schwer erzielt werden können.

    [0060] Mit Bezug auf die Figuren 2 bis 4 wird zunächst die Ausrichtung der Magnetpigmente 44 der Farbschicht 20 mit einem Kugelmagneten 30 näher beschrieben. Fig. 4 zeigt dabei einen Querschnitt durch das Sicherheitselement der Fig. 2 entlang der Linie A-A, während Fig. 3 schematisch die Ausrichtung der noch beweglichen Magnetpigmente 44 im Feld eines Kugelmagneten 30 zeigt.

    [0061] Bei den Magnetpigmenten 44 kann es sich beispielsweise um plättchenförmige Eisenpigmente handeln, die aus reduzierend behandeltem Carbonyleisenpulver hergestellt sind und die mit einem hohen Verhältnis von Plättchendurchmesser zu Plättchendicke erzeugt werden können. Ebenfalls in Betracht kommen nasschemisch hergestellte Pigmente mit einem Träger aus Mica oder Glimmer und einer Außenhülle aus Eisenoxid (Fe3O4), die den Magnetpigmenten ihre magnetischen Eigenschaften verleiht. Derartige Pigmente werden beispielsweise von der Merck KGaA unter der Bezeichnung Colorona Blackstar(R) angeboten werden. Durch Veränderung der Eisenoxid-Schichtdicke können hier unterschiedliche Farbtöne erzielt werden (z.B. grün, blau, rot). Für den Sicherheitsdruck sind auch im Wesentlichen deckende Pigmente mit Farbkippeffekt, beispielsweise unter der Bezeichnung Colorcrypt(R), oder im Wesentlichen deckende Pigmente mit einer einheitlichen Farbe erhältlich. Beispielsweise kann ein goldfarbenes, magnetisch ausrichtbares Magnetpigment Al2O3 umfassen, das mit Fe2O3 und MgO beschichtet ist.

    [0062] Im Ausführungsbeispiel wird zur Herstellung des Sicherheitselements 12 auf ein Substrat 40 eine Farbschicht 20 auf Basis eines UV-härtenden Farbsystems aufgebracht, die die gewünschten magnetisch ausrichtbaren, plättchenförmigen Magnetpigmente 44 enthält. Das Aufdrucken der Farbschicht 20 erfolgt dabei vorzugsweise im Siebdruck.

    [0063] Dann wird das Substrat 40 mit den in der Farbschicht 20 noch beweglichen Magnetpigmenten 44 in geringem Abstand über einen Kugelmagneten 30 gebracht (Fig. 3). Die sphärisch verlaufenden magnetischen Feldlinien 31 des Kugelmagneten 30 richten in einem definierten Bereich 42 die Magnetpigmente 44 im Wesentlichen senkrecht zur Substratoberfläche aus, während die Vorzugsorientierung der Magnetpigmente 44 außerhalb des Bereichs 42 im Wesentlichen parallel zur Substratoberfläche verläuft. Die so ausgerichteten Magnetpigmente 44 werden durch Härten des UV-Lacks in ihrer Orientierung dauerhaft fixiert, wie in dem Querschnitt der Fig. 4 gezeigt.

    [0064] Auf diese Weise entsteht eine zentrosymmetrische, kreisförmige Kennzeichnung 22, die in ihrem Inneren einen im Wesentlichen einheitlich ausgerichteten Bereich 24 (Fig. 2) enthält, in dem die Magnetpigmente 44 im Wesentlichen senkrecht zur Substratoberfläche stehen. In einem schmalen Übergangsbereich 26 geht der innere Bereich 24 in den Umgebungsbereich 21 der Kennzeichnung über, in dem die Magnetpigmente der Farbschicht 20 im Wesentlichen parallel zu deren Oberfläche ausgerichtet sind. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Umgebungsbereich 21 mit im Wesentlichen parallel zur Substratoberfläche ausgerichteten Magnetpigmenten 44 in Fig. 2 nur zwischen Bereich 26 und 37a eingezeichnet, obwohl eine solche, bezüglich der Substratoberfläche parallele Ausrichtung der Magnetpigmente 44 in allen Bereichen der Farbschicht 20 vorliegt, in denen die Magnetpigmente 44 nicht durch das Magnetfeld des Kugelmagneten 30 ausgerichtet wurden. D.h., insbesondere in dem den Bereich 37c umgebenden Bereich der Farbschicht 20 sind die Magnetpigmente 44 vor Einbringung einer erfindungsgemäßen Prägestruktur im Wesentlichen parallel zur Substratoberfläche ausgerichtet.

    [0065] Nach der Ausrichtung und Fixierung der Magnetpigmente 44 wird in der Farbschicht 20 mittels eines Prägewerkzeugs eine Prägestruktur 32 mit erhabenen Prägeelementen 34a, 34b, 34c, von denen in Fig. 4 der besseren Übersichtlichkeit wegen nur die Prägeelemente 34a gezeigt sind, erzeugt. Als Prägewerkzeug kommt mit Vorteil eine nicht farbführende Stichtiefdruckplatte zum Einsatz, d.h. eine Stichtiefdruckplatte, in der die eingravierten und zur Prägung vorgesehenen Vertiefungen keine Farbe aufweisen. Durch das Einwirken einer solchen nicht farbführenden Stichtiefdruckplatte wird das Substrat 40 einschließlich der darauf angeordneten Farbschicht 20 in die Vertiefungen gepresst, so dass im Ergebnis die in Fig. 4 gezeigten erhabenen Prägeelemente 34a erzeugt werden. Die auf das Substrat bezogene Höhe H der Prägeelemente 34a beträgt ca. 30 µm bis 120 µm, so dass diese Prägeelemente 34a ein fühlbares Relief bilden. Mittels der nicht farbführenden Stichtiefdruckplatte wird die Prägestruktur 32 mit allen erhabenen Prägeelementen erzeugt, die das zweite Motiv 38 bilden. Die Prägestruktur 32 ist in Fig. 2 als eine drei Teilprägestrukturen 32a, 32b und 32c umfassende Prägestruktur 32 dargestellt, die in den Bereichen 37a, 37b, 37c angeordnet sind. In der Praxis ist die eingebrachte Prägestruktur 32 des zweiten Motivs 38 üblicherweise in deutlich mehr Bereichen angeordnet, insbesondere in mehr als 8 Bereichen, wodurch ein besonders eindrucksvoller Kippeffekt in Form eines dynamischen Bewegungseffektes erzeugt werden kann. Die Ausbildung eines solchen Kippeffektes wird nun mit Bezug auf Fig. 2 und Fig. 4 näher erläutert.

    [0066] Die Prägestruktur 32a ist in dem Bereich 37a angeordnet, der sich gemäß Fig. 2 unmittelbar an den Umgebungsbereich 21 des ersten Motivs 22 anschließt. Wie bereits erwähnt, werden erstes und zweites Motiv zur Erhöhung der Fälschungssicherheit in der Regel zumindest teilweise überlappend angeordnet, was aber aus Gründen der Übersichtlichkeit in Fig. 2 und Fig. 4 nicht weiter dargestellt ist. Die Prägestruktur 32a umfasst die erhabenen Prägeelemente 34a, welche als gerade Linien ausgeführt sind. In dem ersten Bereich 37a des zweiten Motivs 38 sind neben den in Fig. 4 im Querschnitt gezeigten Prägeelementen 34a eine Vielzahl an im Wesentlichen parallel angeordneten linienförmigen Prägeelementen angeordnet. Wie aus Fig. 4 weiter ersichtlich ist, grenzen die Prägeelemente 34a direkt aneinander, d.h. der Abstand an der Basis der Prägeelemente beträgt in diesem Fall 0 µm.

    [0067] Die Prägeelemente 34a weisen etwa die in Fig. 4 im Querschnitt gezeigte Form auf. Es versteht sich, dass der in Fig. 4 gezeigte Querschnitt der Prägeelemente 34a nur schematisch ist. Unabhängig davon weisen die Prägeelemente 34a stets Flanken unterschiedliche Orientierung auf, auf denen Magnetpigmente angeordnet sind. Beispielsweise weist ein Prägeelement 34a eine Flanke 36 auf, die sich von der mit dem Bezugszeichen 36B bezeichneten Basis des Prägeelements 34a bis zu dem mit dem Bezugszeichen 36Z bezeichneten Zenit des Prägeelements 34a erstreckt. Entsprechend weist das Prägeelement 34a eine Flanke 35 unterschiedlicher Orientierung auf, die sich von der Basis des Prägeelements 35B bis zum Zenit 36Z erstreckt. Es versteht sich, dass die Ausdehnung sowie der Beginn und das Ende einer Flanke in Fig. 4 idealisiert dargestellt sind. Unabhängig davon gilt für alle erfindungsgemäßen Prägestrukturen, dass die Prägeelemente Flanken unterschiedlicher Orientierung aufweisen.

    [0068] Die auf den unterschiedlich orientierten Flanken 35 und 36 angeordneten Magnetpigmente sind daher ebenfalls unterschiedlich orientiert. Im Ergebnis werden die auf der Flanke 35 angeordneten Magnetpigmente 44B daher Licht, das aus einer vorgegebenen Richtung einfällt, anders reflektieren wie die auf der unterschiedlich orientierten Flanke 36 angeordneten Magnetpigmente 44C. Ein Betrachter, der beispielsweise aus der Betrachtungsrichtung C auf die im zugewandten Flanken 36 der Prägeelemente 34a des ersten Bereichs 37a des zweiten Motivs 38 blickt, wird die Flanken 36 mit einer anderen Farbe bzw. anderen Helligkeit wahrnehmen als die Flanken 35 der Prägeelemente 34a. Dieser unterschiedliche Bildeindruck, d.h. diese unterschiedliche Wahrnehmung der Farben und/ oder Helligkeit der Flanken 35 und 36 ist auf die unterschiedliche Reflexion der auf diesen Flanken angeordneten Magnetpigmente 44B bzw. 44C zurückzuführen.

    [0069] Wechselt der Betrachter die Betrachtungsrichtung von der Richtung C über die im Wesentlichen senkrechte Betrachtungsrichtung A bis zur Betrachtungsrichtung B, wird sich der Farb- und/oder Helligkeitseindruck für die Flanken 35 und 36 verändern. D.h., der Betrachter nimmt beim Kippen des Sicherheitselements einen dem zweiten Motiv 38 zugeordneten Kippeffekt wahr.

    [0070] Dieser für den ersten Bereich 37a des zweiten Motivs 38 beschriebene Kippeffekt wird in entsprechender Weise vom Betrachter auch für die in Fig. 4 nicht weiter dargestellten Bereiche 37b und 37c des zweiten Motivs 38 beobachtet.

    [0071] Wie in Fig. 2 gezeigt, erstreckt sich die Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente 34a des Bereichs 37a in eine Richtung 39a. Die Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente der Prägestruktur 32b des benachbarten Bereichs 37b erstreckt sich hingegen in Richtung 39b, während sich die Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente des Bereichs 37c in Richtung 39c erstreckt. Im Beispiel gemäß Fig. 2 beträgt der Winkel zwischen den Richtungen 39a und 39b etwa 10°. Auch der Winkel zwischen den Richtungen 39b und 39c der benachbarten Bereiche 37b und 37c beträgt in etwa 10°. Beim Kippen des Sicherheitselements 12 kann der Betrachter des zweiten Motivs mit den Bereichen 37a, 37b und 37c somit einen Kippeffekt wahrnehmen, der als ein dynamischer Bewegungseffekt über die Bereiche 37a bis 37c ausgebildet ist. Ein solcher dynamischer Bewegungseffekt des zweiten Motivs 38 ist für den Betrachter mit einem hohen Wiedererkennungswert verbunden und wirkt mit dem dynamischen Bewegungseffekt des ersten Motivs 22 synergistisch zusammen, so dass ein solches Sicherheitselement aufgrund dieses Kombinationseffektes einen außerordentlich hohen Fälschungsschutz aufweist.

    [0072] Mit Bezug auf Fig. 5 wird nun eine weitere bevorzugte Ausführungsform beschrieben. Die Farbschicht 20 weist wiederum ein dynamisches erstes Motiv 52 und ein zweites Motiv 68 mit Kippeffekt auf. Der Kippeffekt des Motivs 68 entspricht im Wesentlichen dem Kippeffekt des Motivs 38 der Fig. 2. Wie auch in Fig. 2 sind in Fig. 5 ebenfalls nur drei Bereiche 67a, 67b und 67c des zweiten Motivs 68 gezeigt, wohingegen in der Praxis zur Erzielung eines besonders eindrucksvollen dynamischen Effekts wesentlich mehr Bereiche, insbesondere mehr als 8 Bereiche vorgesehen sein können.

    [0073] Im Unterschied zum ersten Motiv 22 der Fig. 2 handelt es sich bei dem in Fig. 5 dargestellten ersten Motiv 52 nicht um ein zentrosymmetrisches Motiv, sondern um ein Motiv mit einer Symmetrie, wie sie insbesondere in der Druckschrift WO 2004/007095 A2 beschrieben ist. Beispielsweise kann es sich bei dem dynamischen Motiv 52 um ein Motiv mit bogenförmig ausgerichteten Magnetpigmenten handeln, wobei wie in der Ausführungsform der Fig. 2 auch bei der Ausführungsform der Fig. 5 ein innerer Bereich 54 eingezeichnet ist, in dem die Magnetpigmente im Wesentlichen senkrecht zur Substratoberfläche orientiert sind. In dem Übergangsbereich 56 geht der innere Bereich 54 in den Umgebungsbereich 51 über, in dem die Magnetpigmente der Farbschicht 20 im Wesentlichen parallel zur Substratoberfläche ausgerichtet sind. Der Umgebungsbereich 51 umfasst somit alle Bereiche der Farbschicht 20, in denen die Magnetpigmente durch den externen Magneten nicht ausgerichtet wurden und erstreckt sich somit im Wesentlichen über diejenigen Farbschichtbereiche, die außerhalb des zweiten Motivs 52 liegen.

    [0074] Während das erste dynamische Motiv 52 eine Bewegung in Richtung 59 definiert, ist die Prägestruktur und insbesondere die Orientierung der Prägeelemente in den Bereichen 67a, 67b und 67c so gewählt, dass sich ein dynamischer Bewegungseffekt des zweiten Motivs in Richtung 69 ergibt. Somit beträgt der Winkel zwischen erster Bewegungsrichtung 59 und zweiter Bewegungsrichtung 69 in der Ausführungsform gemäß Fig. 5 etwa 70° bis 80°. Auch bei dem Sicherheitselement gemäß Fig. 5 überlappen sich erstes und zweites Motiv bereichsweise, so dass erster und zweiter dynamischer Bewegungseffekt sich in synergistischer Weise zu einem außerordentlich hohen Wiedererkennungswert für den Betrachter verbinden. Somit weist auch die spezielle Ausführungsform der Fig. 5 die bereits erwähnten Vorteile der Erfindung, insbesondere eine außerordentlich hohe Fälschungssicherheit, auf.

    [0075] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 6 dargestellt. Die Farbschicht 20 weist wiederum ein dynamisches erstes Motiv 52 und ein zweites Motiv 78 mit Kippeffekt auf. Bei dem ersten Motiv 52 handelt es sich um ein Motiv mit einer Symmetrie, wie sie insbesondere in der Druckschrift WO 2004/007095 A2 beschrieben und bereits mit Bezug zu Fig. 5 näher erläutert wurde. Das erste Motiv 52 umfasst also einen inneren Bereich 54, in dem die Magnetpigmente im Wesentlichen senkrecht zur Substratoberfläche orientiert sind, und einen Übergangsbereich 56, in dem der innere Bereich 54 in den Umgebungsbereich 51 übergeht, in dem die Magnetpigmente der Farbschicht 20 im Wesentlichen parallel zur Substratoberfläche ausgerichtet sind. Auch in dieser Ausführungsform umfasst der Umgebungsbereich 51 alle Bereiche der Farbschicht 20, in dem die Magnetpigmente durch den externen Magneten nicht ausgerichtet wurden.

    [0076] Im Unterschied zum zweiten Motiv 68 der Fig. 5 handelt es sich bei dem in Fig. 6 dargestellten zweiten Motiv 78 um ein Motiv in der in Fig. 6 dargestellten Form. Das zweite Motiv 78 umfasst demnach die Bereiche 77a, 77b, 77c, 77d, 77e, in denen die Prägestruktur angeordnet ist. Wie bereits mit Bezug auf Fig. 2 und Fig. 5 erläutert, sind in den Bereichen 37a bis 37e in entsprechender Weise jeweils eine Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente der Prägestruktur vorgesehen, wobei sich die Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente eines jeden Bereichs in eine Richtung erstreckt und der Winkel zwischen den Richtungen benachbarter Bereiche derart gewählt ist, dass beim Kippen des Sicherheitselements 72 der Betrachter des zweiten Motivs 78 einen Kippeffekt wahrnehmen kann. Dabei ist der Kippeffekt des zweiten Motivs 78 als ein dynamischer Bewegungseffekt über die Bereiche 77a bis 77e ausgebildet, der eine Bewegung in Richtung 79 definiert. Somit beträgt der Winkel zwischen erster Bewegungsrichtung 59 und zweiter Bewegungsrichtung 79 in der Ausführungsform gemäß Fig. 6 etwa 90°. Ein solches erfindungsgemäßes Sicherheitselement zeichnet sich dadurch aus, dass ein dynamischer Bewegungseffekt mit linearer Bewegungsrichtung 59 bzw. 79 auf technisch vollkommen unterschiedliche Weise erreicht wird, nämlich zum einen durch die geeignete Ausrichtung der Magnetpigmente des ersten Motivs 52 und durch die Vorsehung der erfindungsgemäßen Prägestrukturen im Bereich des zweiten Motivs 78. Die Erzielung eines linearen dynamischen Bewegungseffektes durch verschiedene Techniken gemäß der Ausführungsform der Fig. 6 macht diese Erfindungsvariante außerordentlich fälschungssicher, da ein Fälschungsversuch einen erheblichen apparativen Aufwand erfordert. Des Weiteren ist eine Variante gemäß Fig. 6 auch für den Betrachter sehr ansprechend und darüber hinaus leicht auf ihre Echtheit zu überprüfen.

    [0077] Schließlich zeigt Fig. 7 eine Ausführungsform, bei der das erfindungsgemäße Sicherheitselement 82 ein erstes Motiv 52 und ein zweites Motiv 88 umfasst, wobei das erste Motiv 52 z.B. wieder als dynamisches Motiv mit bogenförmig ausgerichteten Magnetpigmenten ausgebildet sein kann, und das zweite Motiv 88 in Form einer Ziffer oder eines Buchstabens ausgebildet ist. In Fig. 7 ist das durch Prägung der Farbschicht 20 erhaltene zweite Motiv 88 in Form der Ziffer "1" dargestellt, wobei diese Ziffer lediglich zur Illustration dient und selbstverständlich beliebige andere Ziffern, Zahlen, Buchstaben etc. vorgesehen sein können. Das zweite Motiv weist eine Vielzahl an Bereichen 87a bis 87p auf, in denen jeweils eine Vielzahl an im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente vorgesehen ist, wobei sich die Prägeelemente eines Bereichs in eine vorgegebene Richtung erstrecken. Der Winkel zwischen den Richtungen zweier benachbarter Bereiche ist dabei so gewählt, dass das zweite Motiv 88 beim Kippen des Sicherheitselements 82 eine Bewegung in Richtung 89 zeigt.

    [0078] Das dynamische erste Motiv 52 zeigt wiederum einen Bewegungseffekt in Richtung 59, während das zweite Motiv 88 in Form einer Prägestruktur mit erhabenen Prägeelementen eine Bewegung in Richtung 89 zeigt, die bevorzugt im Wesentlichen senkrecht zur Richtung 59 orientiert ist. Das zweite Motiv 88 ist aufgrund der das Motiv bildenden Prägestruktur als taktiles Humanmerkmal ausgestaltet und lässt sich somit über den dynamischen Bewegungseffekt visuell als auch über seine Taktilität haptisch erfassen. Neben dem insbesondere durch den ersten und zweiten Bewegungseffekt realisierten hohen Fälschungsschutz wird die Sicherheit auch durch die taktile Überprüfungsmöglichkeit des Sicherheitselements durch den Mann oder die Frau auf der Straße weiter erhöht.

    [0079] Es versteht sich, dass ein taktiles zweites Motiv 88 auch bei den in Fig. 1 bis Fig.6 beschriebenen Sicherheitselementen vorgesehen ist und die Ausbildung des zweiten Motivs in Form von Ziffern, Buchstaben etc. selbstverständlich auch in den Varianten der Fig. 1 bis Fig. 6 vorgesehen sein kann. Auch ist es bei allen gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen möglich, dass nur ein Teil des zweiten Motivs taktile Bereiche in Form einer Ziffer, eines Buchstabens etc. aufweist, und der andere Teil des zweiten Motivs z.B. als Motiv mit zentrosymmetrischer Symmetrie gemäß der in Fig. 2 und Fig. 5 gezeigten Ausführungsform ausgebildet ist.

    [0080] Abschließend ist noch anzumerken, dass die durch die Vielzahl der Prägeelemente definierten Richtungen 39a, 39b, 39c (Fig. 2), 69 (Fig. 5), 79 (Fig. 6), 89 (Fig. 7) sowie die durch den dynamischen Bewegungseffekt des ersten Motivs definierte Richtung 59 (Fig. 5, 6 und 7) selbstverständlich auch in der der in den Figuren gezeigten Richtung entgegengesetzten Richtung vom Betrachter wahrgenommen werden kann.

    Bezugszeichenliste



    [0081] 
    10
    Banknote
    12
    Sicherheitselement
    20
    Farbschicht
    21
    Umgebungsbereich
    22
    erstes Motiv
    24
    innerer Bereich
    26
    Übergangsbereich
    30
    Kugelmagnet
    31
    Feldlinien
    32,32a, 32b, 32c
    Prägestruktur
    34, 34a
    Prägeelemente
    35,36
    Flanken der Prägeelemente
    37a, 37b, 37c
    Bereiche des zweiten Motivs
    38
    zweites Motiv
    39a, 39b, 39c
    Richtungen der Anordnung der Prägeelemente
    40
    Substrat
    44, 44B, 44C
    Magnetpigmente
    51
    Umgebungsbereich
    52
    erstes Motiv
    54
    innerer Bereich
    56
    Übergangsbereich
    59
    Bewegungsrichtung erstes Motiv
    62
    Sicherheitselement
    67a, 67b, 67c
    Bereiche des zweiten Motivs
    68
    zweites Motiv
    69
    Bewegungsrichtung zweites Motiv
    72
    Sicherheitselement
    77a bis 77e
    Bereiche des zweiten Motivs
    78
    zweites Motiv
    79
    Bewegungsrichtung zweites Motiv
    82
    Sicherheitselement
    87a bis 87p
    Bereiche des zweiten Motivs
    88
    zweites Motiv
    89
    Bewegungsrichtung des zweiten Motivs



    Ansprüche

    1. Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und andere Datenträger, mit einer Farbschicht mit magnetisch ausgerichteten Magnetpigmenten, die ein erstes Motiv in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung bilden, das beim Kippen des Sicherheitselements einen dynamischen Bewegungseffekt zeigt, dadurch gekennzeichnet, dass das erste, dynamische Motiv mit einem zweiten Motiv in Form einer Prägestruktur kombiniert ist, die erhabene Prägeelemente mit Flanken unterschiedlicher Orientierung aufweist, so dass die auf Flanken unterschiedlicher Orientierung angeordneten Magnetpigmente einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren und das zweite Motiv beim Kippen des Sicherheitselements einen Kippeffekt zeigt.
     
    2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetpigmente nicht-sphärisch, insbesondere plättchenförmig ausgebildet sind.
     
    3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetpigmente gefärbt und/ oder optisch variabel sind, wobei die Magnetpigmente insbesondere als farbkippende Dünnschichtelemente mit einem Interferenzschichtaufbau ausgebildet sind.
     
    4. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetpigmente auf Basis von hochreinem Eisenpulver gebildet sind.
     
    5. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetpigmente durch einen Magneten, insbesondere durch einen Kugelmagneten oder durch mehrere beabstandete Kugelmagnete, in Form eines zentrosymmetrischen ersten Motivs ausgerichtet sind.
     
    6. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Motiv zumindest teilweise im Bereich des ersten Motivs angeordnet ist und/ oder dass das erste und zweite Motiv in einem Sinnzusammenhang stehen oder ein zusammengehörendes Gesamtmotiv bilden.
     
    7. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erhabenen Prägeelemente der Prägestruktur linienförmig, insbesondere gerade oder gekrümmt, ausgebildet sind, wobei die linienförmigen Prägeelemente bevorzugt eine Breite von 10 µm bis 500 µm, besonders bevorzugt 20 µm bis 180 µm und ganz besonders bevorzugt von 30 µm bis 150 µm aufweisen.
     
    8. Sicherheitselement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägestruktur eine Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente aufweist, wobei die linienförmigen Prägeelemente an ihrer Basis einen Abstand von 0 µm bis 300 µm, bevorzugt 0 µm bis 150 µm und ganz besonders bevorzugt von 0 µm bis 50 µm aufweisen.
     
    9. Sicherheitselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägestruktur mehrere Bereiche aufweist, in denen jeweils eine Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente angeordnet ist, wobei die Zahl der Bereiche bevorzugt mehr als acht beträgt.
     
    10. Sicherheitselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente benachbarter Bereiche derart in unterschiedliche Richtungen erstreckt, dass das zweite Motiv beim Kippen des Sicherheitselements einen zweiten dynamischen Bewegungseffekt zeigt, wobei der Winkel zwischen den Richtungen zweier benachbarter Bereiche bevorzugt zwischen 1° und 15°, besonders bevorzugt zwischen 3° und 10° beträgt.
     
    11. Sicherheitselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste dynamische Bewegungseffekt des ersten Motivs eine erste Bewegungsrichtung und der zweite dynamische Bewegungseffekt des zweiten Motivs eine zweite Bewegungsrichtung definieren und der Winkel zwischen erster und zweiter Bewegungsrichtung 45° bis 90°, bevorzugt 70° bis 90° und besonders bevorzugt im Wesentlichen 90° beträgt.
     
    12. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbschicht mit den Magnetpigmenten durch eine Siebdruckschicht und/oder auf Basis eines UV-härtenden Farbsystems gebildet ist, und/ oder dass die Farbschicht neben den magnetisch ausrichtbaren Magnetpigmenten weitere Pigmente, insbesondere farbige Pigmente, optisch variable Pigmente und/oder weichmagnetische Pigmente enthält, und/oder dass die Farbschicht auf einer Untergrundschicht angeordnet ist, die farbig oder optisch variabel ist oder die magnetische Eignenschaften aufweist, insbesondere dass die Untergrundschicht eine farbige, optisch variable oder magnetisch codierte Kennzeichnung aufweist.
     
    13. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements nach einen der Ansprüch 1 bis 12, zur Absicherung von Sicherheitspapieren, Wertdokumenten und andere Datenträgern, bei dem

    - auf ein Substrat eine Farbschicht mit magnetisch ausrichtbaren Magnetpigmenten aufgebracht wird,

    - die Magnetpigmente magnetisch in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung ausgerichtet und in ihrer Ausrichtung fixiert werden, wodurch ein erstes Motiv mit einem dynamischen Bewegungseffekt erzeugt wird, und

    - mittels eines Prägewerkzeugs in der Farbschicht eine Prägestruktur mit erhabenen Prägeelementen derart erzeugt wird, dass die Prägeelemente Flanken unterschiedlicher Orientierung aufweisen und die auf den Flanken unterschiedlicher Orientierung angeordneten Magnetpigmente einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren, so dass das zweite Motiv beim Kippen des Sicherheitselements einen Kippeffekt zeigt.


     
    14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Farbschicht auf Basis eines UV-härtenden Farbsystems verwendet wird und die ausgerichteten Magnetpigmente durch UV-Härten der Farbschicht fixiert werden, wobei die Farbschicht bevorzugt im Siebdruck verdruckt wird, und/ oder dass als Prägewerkzeug eine nicht farbführende Tiefdruckplatte, insbesondere eine nicht farbführende Stichtiefdruckplatte, verwendet wird und die Prägestruktur als Blindprägung in der Farbschicht erzeugt wird.
     
    15. Datenträger oder Sicherheitspapier mit einem Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12 oder mit einem nach wenigstens einem der Ansprüche 13 bis 14 hergestellten Sicherheitselement.
     


    Claims

    1. A security element for security papers, value documents and other data carriers, having an ink layer having magnetically aligned magnetic pigments that form, in the form of patterns, characters or a code, a first motif that displays a dynamic movement effect when the security element is tilted, characterized in that the first, dynamic motif is combined with a second motif in the form of an embossing pattern that comprises raised embossing elements having sides of differing orientation such that the magnetic pigments arranged on sides of differing orientation reflect incident light differently and the second motif displays a tilt effect when the security element is tilted.
     
    2. The security element according to claim 1, characterized in that the magnetic pigments are developed to be non-spherical, especially lamellar.
     
    3. The security element according to claim 1 or 2, characterized in that the magnetic pigments are dyed and/or optically variable, the magnetic pigments especially being developed to be color-shifting thin-film elements having an interference layer structure.
     
    4. The security element according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that the magnetic pigments are formed on the basis of ultra-pure iron powder.
     
    5. The security element according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the magnetic pigments are aligned by a magnet, especially by a sphere magnet or by multiple spaced-apart sphere magnets in the form of a centrosymmetric first motif.
     
    6. The security element according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the second motif is arranged at least partially in the region of the first motif and/or in that the first and second motif are associated in meaning or form a unified complete motif.
     
    7. The security element according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that the raised embossing elements of the embossing pattern are developed to be linear, especially straight or curved, the linear embossing elements preferably having a width of 10 µm to 500 µm, particularly preferably 20 µm to 180 µm and very particularly preferably of 30 µm to 150 µm.
     
    8. The security element according to claim 7, characterized in that the embossing pattern comprises a plurality of linear embossing elements arranged substantially in parallel, the linear embossing elements having, at their base, a spacing of 0 µm to 300 µm, preferably 0 µm to 150 µm and very particularly preferably of 0 µm to 50 µm.
     
    9. The security element according to claim 8, characterized in that the embossing pattern comprises multiple regions, in each of which is arranged a plurality of linear embossing elements arranged substantially in parallel, the number of regions preferably being more than eight.
     
    10. The security element according to claim 9, characterized in that the plurality of linear embossing elements arranged substantially in parallel in adjacent regions extends in different directions in such a way that, when the security element is tilted, the second motif displays a second dynamic movement effect, the angle between the directions of two adjacent regions preferably being between 1° and 15°, particularly preferably between 3° and 10°.
     
    11. The security element according to claim 10, characterized in that the first dynamic movement effect of the first motif defines a first movement direction, and the second dynamic movement effect of the second motif defines a second movement direction, and the angle between the first and second movement direction is 45° to 90°, preferably 70° to 90° and particularly preferably substantially 90°.
     
    12. The security element according to at least one of claims 1 to 11, characterized in that the ink layer having the magnetic pigments is formed by a screen printing layer and/or on the basis of a UV-curing ink system, and/or in that the ink layer includes, in addition to the magnetically alignable magnetic pigments, further pigments, especially colored pigments, optically variable pigments and/ or soft-magnetic pigments, and/or in that the ink layer is arranged on a background layer that is colored or optically variable or that has magnetic properties, especially in that the background layer comprises a colored, optically variable or magnetically encoded marking.
     
    13. A method for manufacturing a security element according to one of claims 1 to 12, for securing security papers, value documents and other data carriers, in which

    - an ink layer having magnetically alignable magnetic pigments is applied to a substrate,

    - the magnetic pigments are magnetically aligned in the form of patterns, characters or a code and are fixed in their alignment, thus producing a first motif having a dynamic movement effect, and

    - by means of an embossing die, an embossing pattern having raised embossing elements is produced in the ink layer in such a way that the embossing elements have sides of differing orientation, and the magnetic pigments arranged on the sides of differing orientation reflect incident light differently, such that the second motif displays a tilt effect when the security element is tilted.


     
    14. The method according to claim 13, characterized in that an ink layer on the basis of a UV-curing ink system is used and the aligned magnetic pigments are fixed by UV-curing the ink layer, the ink layer preferably being printed in screen printing, and/or in that a non-ink-receptive gravure plate, especially a non-ink-receptive intaglio plate, is used as the embossing die, and the embossing pattern is produced in the ink layer as a blind embossing.
     
    15. A data carrier or a security paper having a security element according to at least one of claims 1 to 12 or having a security element manufactured according to at least one of claims 13 to 14.
     


    Revendications

    1. Élément de sécurité pour papiers de sécurité, documents de valeur et autre supports de données, comportant une couche de couleur avec pigments magnétiques orientés magnétiquement, qui forment un premier motif sous la forme de motifs, dessins ou un codage, qui lors du basculement de l'élément de sécurité montre un effet de mouvement dynamique, caractérisé en ce que le premier motif dynamique est combiné avec un deuxième motif sous la forme d'une structure gaufrée, qui présente des éléments de gaufrage en relief avec des flancs d'orientation différents, de sorte que les pigments magnétiques disposés en orientation différente sur les flancs réfléchissent différemment la lumière incidente et le deuxième motif montre un effet de basculement lors du basculement de l'élément de sécurité.
     
    2. Elément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que les pigments magnétiques sont conçus de manière non sphérique, notamment en forme de petites plaques.
     
    3. Élément de sécurité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les pigments magnétiques sont colorés et/ou variables optiquement, dans lequel les pigments magnétiques notamment sont conçus comme des éléments de couches minces à basculement de couleur avec une structure de couche d'interférence.
     
    4. Élément de sécurité selon au moins une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les pigments magnétiques sont formés à base de poudre de fer très pure.
     
    5. Élément de sécurité selon au moins une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les pigments magnétiques sont orientés par un aimant, notamment par un aimant sphérique ou par plusieurs éléments sphériques espacés, sous la forme d'un premier motif centrosymétrique.
     
    6. Élément de sécurité selon au moins une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le deuxième motif est disposé au moins partiellement au niveau du premier motif et/ou le premier et le deuxième motif sont dans un rapport cohérent ou forment un motif total cohérent.
     
    7. Élément de sécurité selon au moins une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les éléments de gaufrage en relief de la structure de gaufrage sont conçus en forme linéaire, notamment droite ou incurvée, dans lequel les éléments de gaufrage linéaire présentent de préférence une largeur de 10 µm à 500 µm, de manière particulièrement préférée 20 µm à 180 µm et de manière la plus préférée 30 µm à 150 µm.
     
    8. Élément de sécurité selon la revendication 7, caractérisé en ce que la structure de gaufrage présente une pluralité d'éléments de gaufrage linéaire disposés essentiellement parallèlement, dans lequel les éléments de gaufrage linéaire présentent sur leur base un espacement de 0 µm à 300 µm, de préférence 0 µm à 150 µm et de manière particulièrement préférée de 0 µm à 50 µm.
     
    9. Élément de sécurité selon la revendication 8, caractérisé en ce que la structure de gaufrage présente plusieurs zones, dans lesquelles respectivement une pluralité d'éléments de gaufrage linéaire disposés essentiellement parallèlement est disposée, dans lequel le nombre des zones et de préférence supérieure à huit.
     
    10. Élément de sécurité selon la revendication 9, caractérisé en ce que la pluralité d'éléments de gaufrage linéaire disposés essentiellement parallèlement de zones voisines s'étend dans des directions différentes de telle sorte que le deuxième motif lors du basculement de l'élément de sécurité montre un deuxième effet de mouvement dynamique, dans lequel l'angle entre les directions de deux zones voisines est de préférence compris entre 1° et 15°, de manière particulièrement préférée entre 3° et 10°.
     
    11. Élément de sécurité selon la revendication 10, caractérisé en ce que le premier effet de mouvement dynamique du premier motif définit une première direction de mouvement et le deuxième effet de mouvement dynamique du deuxième motif une deuxième direction de mouvement et l'angle entre la première et la deuxième direction de mouvement est compris entre 45° et 90°, préférence 70° et 90° et de manière particulièrement préférée est essentiellement de 90°.
     
    12. Élément de sécurité selon au moins une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la couche de couleur avec les pigments magnétiques est formée par une couche de sérigraphie et/ou un système de couleur durcissant aux UV et/ou la couche de couleur contient à côté des pigments magnétiques orientés magnétiquement d'autres pigments, notamment des pigments colorés, des piments variable optiquement et/ou des pigments faiblement magnétiques et/ou la couche de couleur est disposée sur une couche de fond, qui est coloré ou variable optiquement ou présente des propriétés magnétiques, notamment en ce que la couche de fond présente une caractérisation colorée, variable optiquement ou codée magnétiquement.
     
    13. Procédé de fabrication d'un élément de sécurité selon une des revendications 1 à 12 pour sécuriser des papiers de sécurité, documents de valeurs et d'autres supports de données, dans lequel

    - sur un substrat une couche de couleur avec des pigments magnétiques orientés magnétiquement est appliquée,

    - les pigments magnétiques sont orientés magnétiquement sous la forme de motifs, dessins ou un codage et sont fixés dans leur orientation, moyennant quoi un premier motif avec un effet de mouvement dynamique est généré, et

    - au moyen d'un outil de gaufrage dans la couche de couleur une structure gaufrée est générée avec des éléments de gaufrage de telle sorte que éléments de gaufrage présentent des flancs à orientation différente et les pigments magnétiques disposés en orientation différente sur les flancs réfléchissent différemment la lumière incidente, de sorte que le deuxième motif montre un effet de basculement lors du basculement de l'élément de sécurité.


     
    14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que une couche de couleur à base d'un système de couleur durcissant aux UV est utilisée et les pigments magnétiques orientés sont fixés par durcissement UV de la couche de couleur, dans lequel la couche de couleur est imprimée de préférence par sérigraphie et/ou comme outil de gaufrage une plaque d'impression non colorante, notamment une plaque de surimpression en relief non colorante est utilisée et la structure de gaufrage est générée comme un estampage dans la couche de couleur.
     
    15. Support de données ou papier de sécurité comportant un élément de sécurité selon au moins une des revendications 1 à 12 ou comportant un élément de sécurité fabriqué selon au moins une des revendications 13 à 14.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente