[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente
und andere Datenträger, mit einer Farbschicht mit magnetisch ausgerichteten Magnetpigmenten,
die ein erstes Motiv in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung bilden, das
beim Kippen des Sicherheitselements einen dynamischen Bewegungseffekt zeigt. Die Erfindung
betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Sicherheitselements
sowie einen Datenträger oder ein Sicherheitspapier mit einem solchen Sicherheitselement.
[0002] Datenträger, wie Wert- oder Ausweisdokumente, aber auch andere Wertgegenstände, wie
etwa Markenartikel, werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen versehen,
die eine Überprüfung der Echtheit des Datenträgers gestatten und die zugleich als
Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen. Die Sicherheitselemente können beispielsweise
in Form eines in eine Banknote eingebetteten Sicherheitsfadens, einer Abdeckfolie
für eine Banknote mit Loch, eines aufgebrachten Sicherheitsstreifens, eines selbsttragenden
Transferelements oder auch in Form eines direkt auf ein Wertdokument aufgebrachten
Merkmalsbereichs ausgebildet sein.
[0003] Eine besondere Rolle bei der Echtheitsabsicherung spielen Sicherheitselemente, die
betrachtungswinkelabhängige visuelle Effekte zeigen, da diese selbst mit modernsten
Kopiergeräten nicht reproduziert werden können. Für diesen Zweck werden seit einiger
Zeit auch magnetisch ausrichtbare Effektpigmente eingesetzt, die magnetisch in Form
eines darzustellenden Motivs ausgerichtet sind.
[0004] EP 1 880 866, offenbart ein Sicherheitselement mit den Merkmales des Oberbegriffs des Anspruchs
1.
[0005] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitselement
der eingangs genannten Art anzugeben, das eine hohe Fälschungssicherheit mit guter
Erkennbarkeit und leichter Verifizierbarkeit verbindet. Diese Aufgabe wird durch das
Sicherheitselement mit den Merkmalen des unabhängigen Erzeugnisanspruchs gelöst. Ein
Verfahren zur Herstellung eines derartigen Sicherheitselements sowie ein Datenträger
und ein Sicherheitspapier mit einem solchen Sicherheitselement sind in den nebengeordneten
Ansprüchen angegeben. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0006] Gemäß der Erfindung ist bei einem gattungsgemäßen Sicherheitselement das erste, dynamische
Motiv der magnetisch ausgerichteten Magnetpigmente mit einem zweiten Motiv in Form
einer Prägestruktur kombiniert, die erhabene Prägeelemente mit Flanken unterschiedlicher
Orientierung aufweist, so dass die auf Flanken unterschiedlicher Orientierung angeordneten
Magnetpigmente einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren, und das zweite Motiv
beim Kippen des Sicherheitselements einen Kippeffekt zeigt.
[0007] Durch die Kombination eines ersten Motivs mit dynamischem Bewegungseffekt und eines
zweiten Motivs mit Kippeffekt wird der Aufmerksamkeits- und Wiedererkennungswert und
somit die Fälschungssicherheit des Sicherheitselements deutlich erhöht. Darüber hinaus
wird durch das zweite Motiv in Form einer Prägestruktur mit erhabenen Prägeelementen
ein taktiles Sicherheitsmerkmal bereitgestellt, das die Fälschungssicherheit des Sicherheitselements
ebenfalls erhöht, da das zweite Motiv in Form einer Prägestruktur, wie auch das einen
dynamischen Bewegungseffekt zeigende erste Motiv selbst mit modernsten Kopiergeräten
nicht reproduziert werden können.
[0008] Bei dem ersten Motiv in Form eines Musters, Zeichens oder einer Codierung handelt
es sich um ein optisch variables Sicherheitsmerkmal, das einen dynamischen Bewegungseffekt
zeigt.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen zweiten Motiv in Form einer Prägestruktur handelt es sich
ebenfalls um ein optisch variables Sicherheitsmerkmal, das beim Kippen des Sicherheitselements
einen Kippeffekt zeigt. Unter "Kippeffekt" wird im Rahmen der vorliegenden Anmeldung
ein Effekt verstanden, bei dem ein Betrachter aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln
einen unterschiedlichen Bildeindruck des betrachteten Motivs wahrnimmt. Beispielsweise
wird ein Betrachter des zweiten Motivs des erfindungsgemäßen Sicherheitselements je
nach Betrachtungswinkel einen anderen Farb- oder Helligkeitseindruck des zweiten Motivs
wahrnehmen. Der Kippeffekt des zweiten Motivs des erfindungsgemäßen Sicherheitselements
ist darauf zurückzuführen, dass die erhabenen Prägeelemente Flanken mit unterschiedlicher
Orientierung aufweisen, so dass die auf Flanken unterschiedlicher Orientierung angeordneten
Magnetpigmente einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren. Beim Verkippen des
Sicherheitselements wird die Orientierung der Flanken und der darauf angeordneten
Magnetpigmente verändert, so dass der Betrachter den vorstehend beschriebenen Kippeffekt
wahrnimmt. Der erfindungsgemäße Kippeffekt kann mit allen Magnetpigmenten erzielt
werden, die einfallendes Licht, also elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich
von ca. 380 nm bis 780 nm, zumindest teilweise reflektieren, was für den überwiegenden
Teil der verfügbaren Magnetpigmente der Fall ist.
[0010] In einer bevorzugten Gestaltung sind die Magnetpigmente nicht-sphärisch, insbesondere
plättchenförmig ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass die Magnetpigmente zum einen
verhältnismäßig gut magnetisch ausgerichtet werden können und zum anderen die Magnetpigmente
auf den Flanken der Prägeelemente in der Regel so angeordnet sind, dass sich ein besonders
guter Kippeffekt zeigt. Dies wird weiter unten mit Bezug auf die Figuren noch näher
erläutert.
[0011] Ferner ist es bevorzugt, dass die Magnetpigmente gefärbt und/ oder optisch variabel
sind. Dabei ist anzumerken, dass eine Unterscheidung zwischen gefärbten und optisch
variablen Magnetpigmenten nicht immer eindeutig ist, da z.B. bestimmte gefärbte, insbesondere
goldfarbene Magnetpigmente zu einem gewissen Grad optisch variabel sind. Ohne an eine
Erklärung gebunden zu sein, zeigen diese Magnetpigmente vermutlich deshalb in gewissem
Umfang ein optisch variables Erscheinungsbild für einen Betrachter, da es produktionstechnisch
in der Regel nicht möglich ist, Magnetpigmente mit nach allen Richtungen gleicher,
d.h. isotroper Farbe zu erzeugen.
[0012] Bei den optisch variablen Magnetpigmenten sind Pigmente mit einem Interferenzschichtaufbau
besonders bevorzugt. Mit besonders großem Vorteil können Magnetpigmente mit einem
Interferenzschichtaufbau eingesetzt werden, der mehrere Schichten und einen ausgeprägten
Farbkippeffekt zeigt. Diese auch als (mehrschichtige) Dünnschichtelemente bezeichneten
Pigmente weisen zumindest eine magnetische Schicht auf und enthalten im Übrigen einen
Mehrschichtaufbau zur Erzeugung eines Farbkippeffektes. Solche Pigmente werden beispielsweise
von der Sicpa S.A. unter dem Markennamen OVMI
® vertrieben.
[0013] Die optisch variablen Magnetpigmente mit Interferenzschichtaufbau können, wie in
der
EP 1366 380 A2 beschrieben, hergestellt werden. Insoweit wird die Offenbarung der
EP 1366 380 A2 zur Herstellung und zu den Eigenschaften solcher Pigmente in die vorliegende Beschreibung
aufgenommen. Alternativ können die Magnetpigmente auch nasschemisch hergestellte Mehrschichtpigmente
sein.
[0014] Alternativ können die Magnetpigmente aber auch auf Basis von hochreinem Eisenpulver
gebildet und insbesondere aus reduzierend behandeltem Carbonyleisenpulver hergestellt
sein. Vorteilhafte plättchenförmige Eisenpigmente können insbesondere der Druckschrift
EP 1 251 152 B1 entnommen werden, deren Offenbarung zur Herstellung und Eigenschaften solcher Pigmente
in die vorliegende Beschreibung aufgenommen wird.
[0015] In einer bevorzugten Gestaltung liegen die Magnetpigmente als eine Mischung verschiedener,
vorzugsweise plättchenförmiger Magnetpigmente vor.
[0016] Das Verhältnis des größten zum kleinsten Durchmesser der plättchenförmigen Magnetpigmente
beträgt mit Vorteil mehr als 5:1, bevorzugt mehr als 10:1. Besonders bevorzugt liegt
dieses Verhältnis zwischen 40:1 und 400:1. Der größte Durchmesser der plättchenförmigen
Magnetpigmente beträgt mit Vorteil mehr als 2 µm, bevorzugt mehr als 5 µm, besonders
bevorzugt mehr als 10 µm und ganz besonders bevorzugt mehr als 15 µm. Plättchenförmige
Magnetpigmente, insbesondere im bevorzugten Größenbereich und im bevorzugten Durchmesser-zu-Dicken-Bereich
können durch ein externes Magnetfeld relativ zur Schichtebene der Farbschicht nach
Wunsch orientiert werden. Bei hohem Durchmesser-zu-Dicken-Verhältnissen lassen sich
hohe Kontraste zwischen transluzenten und deckenden Schichtbereichen einstellen.
[0017] Die ausgerichteten plättchenförmigen Magnetpigmente bilden für das menschliche Auge
ein effektvolles dreidimensional anmutendes Erscheinungsbild, das im Rahmen dieser
Beschreibung als "3D-Effekt" oder "3D-Eindruck" bezeichnet wird. Das dreidimensionale
Erscheinungsbild ist dabei mit einem dynamischen Bewegungseffekt verbunden, bei dem
sich die Position des erzeugten Motivs beim Kippen des Sicherheitselements oder beim
Wechsel der Betrachtungs- oder Beleuchtungsrichtung zu bewegen scheint.
[0018] In einer bevorzugten Gestaltung sind die vorzugsweise plättchenförmigen Magnetpigmente
durch einen Magneten, insbesondere durch einen Kugelmagneten oder durch mehrere beabstandete
Kugelmagnete in Form eines zentrosymmetrischen Motivs ausgerichtet. Mit besonderem
Vorteil sind die bevorzugt plättchenförmigen Magnetpigmente im Inneren des zentrosymmetrischen
Motivs im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche der Farbschicht ausgerichtet, und
sind außerhalb des zentrosymmetrischen Motivs mit einem scharfen Übergang im Wesentlichen
parallel zur Oberfläche der Farbschicht ausgerichtet.
[0019] Die Ausrichtung erfolgt in einer bevorzugten Variante durch genau einen Kugelmagneten
in Form des ersten Motivs.
[0020] In einer anderen ebenfalls vorteilhaften Erfindungsvariante sind die Magnetpigmente
durch mehrere beabstandete Kugelmagnete in Form des ersten Motivs ausgerichtet. Die
mehreren Kugelmagnete können dabei beim Ausrichtungsschritt in direktem Kontakt miteinander
stehen oder durch Abstandhalter voneinander getrennt sein. Die Kugelmagnete können
mit so großem Abstand angeordnet sein, dass sich ihre Magnetfelder gegenseitig praktisch
nicht beeinflussen. Es ist jedoch auch möglich, die Überlagerung der Magnetfelder
der Einzelkugeln gezielt zur Erzeugung attraktiver Ausrichtungen zu nutzen. In allen
Varianten können gleichzeitig auch Kugelmagnete unterschiedlichen Durchmessers zur
Anwendung kommen.
[0021] Eine weitere Möglichkeit, die Ausrichtung der Magnetpigmente gezielt zu steuern,
besteht darin, den Abstand des Kugelmagnets oder der Kugelmagnete zur Farbschicht
des Sicherheitselements geeignet einzustellen. Je geringer dieser Abstand ist, desto
größer ist die Trennschärfe von orientierten zu nicht-orientierten Bereichen. Der
ausgeprägteste 3D-Effekt wird hingegen bei geringfügig größeren Abständen erzielt.
Bei der Ausrichtung können auch mehrere Kugelmagnete in unterschiedlichen Abständen
zur Farbschicht angeordnet sein und so Motivteile mit unterschiedlich starker Ausprägung
des 3D-Effekts und unterschiedlicher Trennschärfe erzeugen.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Gestaltung sind die bevorzugt plättchenförmigen Magnetpigmente
in Form eines Motivs ausgerichtet, das zwei Bereiche aufweist, in denen die Magnetpigmente
im Wesentlichen parallel zu zwei in unterschiedliche Richtungen zeigende Ebenen, vorzugsweise
mit einem scharfen Übergang zwischen den Bereichen, ausgerichtet sind.
[0023] Gemäß einer anderen bevorzugten Gestaltung liegt die Ausrichtung der vorzugsweise
plättchenförmigen Magnetpigmente in Form eines Motivs vor, das einen Bereich enthält,
in dem die Magnetpigmente relativ zur Oberfläche der Farbschicht bogenförmig ausgerichtet
sind. Derartige Ausrichtungen/ Motive können insbesondere der
WO 2004/007095 A2 entnommen werden, deren Offenbarung zur Herstellung und Eigenschaften solcher Ausrichtungen/Motive
in die vorliegende Beschreibung aufgenommen wird.
[0024] In einer vorteilhaften Erfindungsvariante ist das zweite Motiv zumindest teilweise
im Bereich des ersten Motivs angeordnet. Diese überlappende Anordnung von erstem und
zweitem Motiv ergibt ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement mit einem außerordentlich
hohem Fälschungsschutz, da die optisch variablen Effekte des ersten und zweiten Motivs,
d.h. des dynamischen Bewegungseffekts bzw. des Kippeffekts, synergistisch zusammenwirken.
Obwohl die optisch variablen Effekte des ersten und zweiten Motivs für sich genommen
bereits nicht durch z.B. Farbkopierer reproduzierbar sind, wird durch die überlappende
Anordnung des ersten und zweiten Motivs eine Nachahmung mit z.B. Farbkopierern unmöglich
gemacht. Die sich überlappenden Bereiche des ersten und zweiten Motivs ergeben nämlich
eine derart komplexe Überlagerung des dynamischen Effekts des ersten Motivs und des
Kippeffekts des zweiten Motivs, dass jeder Fälschungsversuch zum Scheitern verurteilt
ist. Abgesehen von der erhöhten Sicherheit gegen Nachahmung ist ein solches Design
mit sich zumindest teilweise überlappendem ersten und zweiten Motiv auch für den Betrachter
relativ ansprechend, was den Wiedererkennungswert eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements
und damit letztlich ebenfalls die Fälschungssicherheit erhöht.
[0025] Selbstverständlich ist es auch möglich, dass das zweite Motiv im Wesentlichen vollständig
innerhalb des Bereichs des ersten Motivs angeordnet ist.
[0026] Darüber hinaus können erstes und zweites Motiv zur Erhöhung der Fälschungssicherheit
auch registergenau zueinander angeordnet werden. Eine solche Anordnung von erstem
und zweitem Motiv mit perfekter Passerung "vernäht" die Motive der Farbschicht gleichsam
miteinander. Wird die Prägestruktur des zweiten Motivs darüber hinaus auch noch im
Bereich des umgebenden Substrats z.B. eines Wertdokument oder Sicherheitspapiers fortgeführt,
auf dem das erfindungsgemäße Sicherheitselement angeordnet ist, wird das Sicherheitselement
auch mit dem umgebenden Substrat "vernäht".
[0027] In einer ebenfalls vorteilhaften Erfindungsvariante stehen das erste und zweite Motiv
in einem Sinnzusammenhang bzw. bilden ein zusammengehörendes Gesamtmotiv. Im Rahmen
der vorliegenden Anmeldung wird unter "Sinnzusammenhang" ein Zusammenhang verstanden,
den der Betrachter dem Sinn nach herstellt. Beispielsweise könnte das erste Motiv
zentrosymmetrisch in Form einer Sonne ausgebildet sein, während das zweite Motiv in
Form von sich von der Sonne weg erstreckenden Sonnenstrahlen ausgebildet ist. Ein
weiteres Beispiel für zwei in einem Sinnzusammenhang stehende Motive wäre eine Kugel
für ein Motiv und ein an die Formgröße der Kugel angepasstes zweites Motiv in Form
eines Gefäßes. Auch in diesem Fall könnte die Kugel durch ein Motiv mit dynamischen
Bewegungseffekt und das Gefäß durch ein Motiv mit Kippeffekt ausgebildet sein, wobei
selbstverständlich auch die umgekehrte Zuordnung von dynamischen Bewegungseffekt und
Kippeffekt zu den Motiven möglich ist. D.h., das Gefäß könnte als erstes Motiv mit
dynamischem Bewegungseffekt und die Kugel als zweites Motiv mit Kippeffekt ausgebildet
sein.
[0028] In einer weiteren vorteilhaften Erfindungsvariante ist es ferner bevorzugt, wenn
das erste und zweite Motiv ein zusammengehörendes Gesamtmotiv bilden. Auch in diesem
Fall kann wieder auf die vorstehend beschriebenen Beispiele "Sonne/Sonnenstrahlen"
und "Kugel/Gefäß" verwiesen werden. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, beispielsweise
einen Gegenstand oder ein Erzeugnis, z.B. ein Haus, einen Tisch, ein Auto oder ein
Notenblatt, durch die Anordnung des erfindungsgemäßen ersten und zweiten Motivs auszubilden.
Dazu können sich erstes und zweites Motiv mit Vorteil überlappen. Allerdings ist es
zur Ausbildung eines solchen Gesamtmotivs nicht erforderlich, dass das zweite Motiv
zumindest teilweise im Bereich des ersten Motivs angeordnet ist.
[0029] In einer bevorzugten Erfindungsvariante ist vorgesehen, dass die erhabenen Prägeelemente
der Prägestruktur linienförmig ausgebildet sind. Unter einer Linie wird im Weiteren
gemäß der im Taschenbuch der Mathematik, Bronstein, Semendjajew, 25. Auflage, angeführten
Definition eine Verbindung zweier Punkte verstanden. Selbstverständlich ist gemäß
dieser Definition neben einer geraden Verbindung auch eine nicht geradlinige, d.h.
gekrümmte, geschwungene oder spiralförmige Verbindung zweier Punkte im zwei- oder
dreidimensionalem Raum mit umfasst. Auf die vorliegende Erfindung übertragen bedeutet
dies, dass unter linienförmigen Prägeelementen alle dreidimensionalen Elemente verstanden
werden, deren Projektionen in die Ebene des optisch variablen Elements eine Linie
gemäß obiger Definition bilden.
[0030] Erfindungsgemäß bevorzugt sind linienförmige Prägelemente, die gerade ausgebildet
sind. Denkbar sind aber auch gekrümmte, spiralförmige und anders ausgebildete Prägeelemente.
[0031] Die linienförmigen Prägeelemente weisen mit Vorteil eine Breite von 10 µm bis 500
µm, bevorzugt von 20 µm bis 180 µm und ganz besonders bevorzugt von 30 µm bis 150
µm auf.
[0032] Zu der bevorzugten Breite der linienförmigen Prägeelemente ist noch anzumerken, dass
diese über die Länge eines Prägeelements nicht notwendigerweise konstant oder im Wesentlichen
konstant zu sein braucht. Vielmehr kann es sogar bevorzugt sein, die Breite der Prägeelemente
in einer vorgegebenen Art und Weise zu modulieren. Ein solches Prägeelement weist
entlang seiner Länge dann z.B. eine kontinuierlich veränderte Breite auf, was den
Wiedererkennungswert und damit die Fälschungssicherheit des erfindungsgemäßen Sicherheitselements
weiter erhöht. Sofern die Prägeelemente nach einer oder beiden Seiten in ihrer Breite
verändert werden, wird von einem "halbseitigen bzw. beidseitig moduliertem Prägeelement"
gesprochen. Darüber hinaus ist noch anzumerken, dass eine ein- bzw. beidseitige Modulierung
sowohl kontinuierlich als auch in Form einer oder mehrerer Stufen entlang des Prägeelements
erfolgen kann.
[0033] Die linienförmigen Prägeelemente weisen an ihrer Basis mit Vorteil einen Abstand
von 0 µm bis 300 µm, bevorzugt von 0 µm bis 50 µm auf.
[0034] Ferner weisen die linienförmigen Prägeelemente bevorzugt eine Länge von mehr als
150 µm, besonders bevorzugt von mehr als 1000 µm auf.
[0035] Die Höhe der Prägeelemente beträgt ca. 10 µm bis 300 µm, bevorzugt ca. 20 µm bis
200 µm und ganz besonders bevorzugt ca. 30 µm bis 120 µm.
[0036] Sofern für die Prägestruktur eine Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter
linienförmiger Prägeelemente vorgesehen ist, beträgt die Liniendichte ca. 10 Linien/cm
bis 1000 Linien/cm, bevorzugt 20 Linien/cm bis 300 Linien/cm, und ganz besonders bevorzugt
40 Linien/cm bis 150 Linien/cm.
[0037] Die das zweite Motiv bildende Prägestruktur kann mit Vorteil mehrere Bereiche aufweisen,
in denen jeweils eine Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger
Prägeelemente angeordnet ist. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die Vorsehung mehrerer
Bereiche mit jeweils einer Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter Prägeelemente
zur Erzeugung ansprechender Kippeffekte besonders geeignet ist. Die Zahl der Bereiche
beträgt dabei mit Vorteil mehr als acht.
[0038] Besonders bevorzugt ist ferner ein Sicherheitselement, bei dem sich die Vielzahl
im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente benachbarter Bereiche
derart in unterschiedliche Richtungen erstreckt, dass das zweite Motiv beim Kippen
des Sicherheitselements einen zweiten dynamischen Bewegungseffekt zeigt. Der für diese
speziellen Ausführungsformen vom Betrachter wahrnehmbare zweite dynamische Bewegungseffekt
ist somit ein Spezialfall des erfindungsgemäß für das zweite Motiv beanspruchten allgemeinen
Kippeffektes. Sicherheitselemente, die einen zweiten dynamischen Bewegungseffekt des
zweiten Motivs und den dynamischen Bewegungseffekt des ersten Motivs gleichzeitig
zeigen, sind außerordentlich fälschungssicher und darüber hinaus auch für einen Betrachter
sehr ansprechend.
[0039] Besonders ansprechende und bevorzugte dynamische Bewegungseffekte des zweiten Motivs
lassen sich insbesondere dadurch erzeugen, dass der Winkel zwischen den Richtungen
zweier benachbarter Bereiche mit im Wesentlichen parallel angeordneten linienförmigen
Prägeelementen zwischen 1° und 15°, besonders bevorzugt zwischen 3° und 10° beträgt.
Der Betrachter nimmt bei solchen Ausführungsformen beim Kippen des Sicherheitselements
eine verhältnismäßig fein abgestufte Bewegung durch das zweite Motiv wahr.
[0040] Für Ausführungsformen mit erstem und zweitem dynamischen Bewegungseffekt ist es ferner
bevorzugt, wenn er erste dynamische Bewegungseffekt des ersten Motivs eine erste Bewegungsrichtung
und der zweite dynamische Bewegungseffekt des zweiten Motivs eine zweite Bewegungsrichtung
definieren und der Winkel zwischen erster und zweiter Bewegungsrichtung 45° bis 90°,
bevorzugt 70° bis 90° und ganz besonders bevorzugt im Wesentlichen 90° beträgt. Die
letztgenannte Ausführungsform mit einem Winkel im Wesentlichen von 90° zwischen erster
und zweiter Bewegungsrichtung lässt sich besonders gut mit einem ersten dynamischen
Bewegungseffekt erzielen, wie er beispielsweise in der Druckschrift
WO 2004/007095 A2 beschrieben ist. Der Betrachter einer solchen Ausführungsform kann dann eine Bewegung
in der ersten Bewegungsrichtung und eine im Wesentlichen senkrecht dazu angeordnete
Bewegung in Richtung der zweiten Bewegungsrichtung wahrnehmen, was vielfältige Designvarianten
mit hohem Wiedererkennungswert und damit großem Fälschungsschutz ermöglicht.
[0041] Die Farbschicht kann eine über ein an sich bekanntes Druckverfahren hergestellte
Druckschicht sein, wobei derzeit eine Farbschicht bevorzugt ist, die als Siebdruckschicht
ausgebildet ist.
[0042] Um die Fixierung der ausgerichteten Magnetpigmente zu ermöglichen, ist die Farbschicht
mit den Magnetpigmenten zweckmäßig auf Basis eines UV-härtenden Farbsystems gebildet,
wobei reine UV-Systeme, UV/wasserbasierte Systeme oder auch UV/lösemittelbasierte
Systeme in Betracht kommen.
[0043] Die Farbschicht kann neben den magnetisch ausgerichteten Magnetpigmenten auch Farbstoffe,
Lumineszenzstoffe oder weitere Pigmente, insbesondere farbige Pigmente, lumineszierende
oder optisch variable Pigmente, beispielsweise auf der Basis von flüssigkristallinen
Polymeren hergestellte Pigmente, oder irisierende Perlglanzpigmente, wie sie z.B.
von der Merck KGaA unter der Bezeichnung "Iriodin
®" vertriebenen werden, enthalten. Darüber hinaus kann die Farbschicht aber auch z.B.
weitere magnetische, insbesondere weichmagnetische Pigmente enthalten. Alle Zusatzstoffe
können maschinenlesbare Eigenschaften aufweisen.
[0044] Bevorzugt ist ferner eine Ausführungsform, bei der die Farbschicht auf einer Untergrundschicht
angeordnet ist, die farbig oder optisch variabel ist, oder die magnetische Eigenschaften
aufweist. Insbesondere kann die Untergrundschicht eine farbige oder optisch variable
oder magnetisch codierte KennZeichnung aufweisen. Eine solche Kennzeichnung kann auch
mit dem ersten und/oder zweiten Motiv visuell in Wechselwirkung treten und beispielsweise
mit dem ersten und/ oder zweiten Motiv in einem Sinnzusammenhang stehen oder ein zusammengehörendes
Motiv bilden.
[0045] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann weiter mit einer oder mehreren Schutzschichten
für den Einsatz als Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und andere
Datenträger ausgestattet werden, z.B. mit einem transparenten Schutzlack.
[0046] Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements
zur Absicherung von Sicherheitspapieren, Wertdokumenten und anderen Datenträgern,
bei dem
- auf ein Substrat eine Farbschicht mit magnetisch ausrichtbaren Magnetpigmenten aufgebracht
wird,
- die Magnetpigmente magnetisch in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung ausgerichtet
und in ihrer Ausrichtung fixiert werden, wodurch ein erstes Motiv mit einem dynamischen
Bewegungseffekt erzeugt wird, und
- mittels eines Prägewerkzeuges in der Farbschicht eine Prägestruktur mit erhabenen
Prägeelementen derart erzeugt wird, dass die Prägeelemente Flanken unterschiedliche
Orientierung aufweisen, und die auf den Flanken unterschiedlicher Orientierung angeordneten
Magnetpigmente einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren, so dass das zweite
Motiv beim Kippen des Sicherheitselements einen Kippeffekt zeigt.
[0047] In einer bevorzugten Verfahrensvariante wird eine Farbschicht auf Basis eines UV-härtenden
Farbsystems verwendet und die ausgerichteten Magnetpigmente werden durch UV-Härten
der Farbschicht fixiert. Die Farbschicht wird vorzugsweise im Siebdruck verdruckt,
auch wenn grundsätzlich andere Druckverfahren, wie etwa Flexodruck, Offsetdruck oder
Stichtiefdruck, infrage kommen.
[0048] In einer ebenfalls bevorzugten Verfahrensvariante wird als Prägewerkzeug eine nicht
farbführende Tiefdruckplatte, insbesondere eine nicht farbführende Stichtiefdruckplatte,
verwendet und die Prägestruktur als sogenannte "Blindprägung" in der Farbschicht erzeugt.
Grundsätzlich ist es allerdings auch denkbar, als Prägewerkzeug eine farbführende
Tiefdruckplatte einzusetzen, insbesondere eine farbführende Stichtiefdruckplatte,
wodurch das Sicherheitselement mit erfindungsgemäßer Prägestruktur und gleichzeitig
einem weiteren Farbauftrag im Bereich der Prägestruktur erzeugt wird. Denkbar wäre
hier z.B. der Einsatz von transluzenten, d.h. durchscheinenden Farben, die mit der
Farbe der die Magnetpigmente enthaltenden Farbschicht eine Mischfarbe erzeugen.
[0049] Die Erfindung umfasst schließlich auch einen Datenträger oder ein Sicherheitspapier
mit einem Sicherheitselement der beschriebenen Art, wobei das Sicherheitselement sowohl
in einem opaken Bereich des Datenträgers als auch zumindest teilweise in oder über
einem transparenten Fensterbereich oder einer durchgehenden Öffnung des Datenträgers
angeordnet sein kann. Bei dem Datenträger kann es sich insbesondere um ein Wertdokument,
wie eine Banknote, insbesondere eine Papierbanknote, eine Polymerbanknote oder eine
Folien-Papier-Verbundbanknote handeln, oder um eine Ausweiskarte, wie etwa eine Kreditkarte,
eine Bankkarte, eine Barzahlungskarte, eine Berechtigungskarte, einen Personalausweis
oder eine Pass-Personalisierungsseite handeln. Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße
Sicherheitselement auch zur Sicherung von Produkten jeglicher Art, also zur sogenannten
Produktsicherung verwendet werden. Z.B. können mit dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement
Verpackungen, z.B. Arzneimittelverpackungen, insbesondere Faltkartons oder Faltschachteln,
gegen Nachahmung geschützt werden. Neben dem Produktschutz kann das erfindungsgemäße
Sicherheitselement auch für den Markenschutz mit Vorteil verwendet werden.
[0050] Insgesamt bietet die vorgeschlagene Kombination eines ersten Motivs mit dynamischem
Bewegungseffekt mit einem zweiten Motiv mit Kippeffekt in einem erfindungsgemäßen
Sicherheitselement insbesondere die folgenden Vorteile:
- komplexe Herstellung; die Bedruckstoffe, Farben und Prägewerkzeuge sind nicht ohne
Weiteres auf dem freien Markt verfügbar;
- gute Erkennbarkeit der relevanten Sicherheitseffekte ohne Hilfsmittel;
- Erhöhung des Anteils der Wertschöpfung in der Druckerei, da durch die Prägestruktur
ein zusätzlicher Designeffekt mit deutlich erhöhter Sicherheit erreicht wird; und
- Erhöhung der Sicherheit des Datenträgers durch Kombinationseffekte und eine mit anderen
Verfahren nicht ohne Weiteres erreichbarer Passergenauigkeit.
[0051] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen. Die verschiedenen
Ausführungsbeispiele sind nicht auf die Verwendung in der konkret beschriebenen Form
beschränkt, sondern können auch untereinander kombiniert werden.
[0052] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement,
- Fig. 2
- eine Aufsicht auf das erfindungsgemäße Sicherheitselement der Fig. 1,
- Fig. 3
- schematisch die Ausrichtung der noch beweglichen Magnetpigmente eines erfindungsgemäßen
Sicherheitselements im Feld eines Kugelmagneten,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch das Sicherheitselement der Fig. 2 entlang der Linie A-A,
- Fig. 5
- eine Aufsicht auf ein anderes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherheitselements,
- Fig. 6
- eine Aufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherheitselements,
und
- Fig. 7
- eine Aufsicht auf noch ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherheitselements.
[0053] Die Erfindung wird nun am Beispiel von einem Sicherheitselement für Banknoten erläutert.
Fig. 1 zeigt dazu eine schematische Darstellung einer Banknote 10, die mit einem in
Fig. 2 genauer dargestellten Sicherheitselement 12 mit einem ersten und zweiten Motiv
versehen ist.
[0054] Mit Bezug auf Fig. 2 weist das Sicherheitselement 12 eine Farbschicht 20 mit magnetisch
ausgerichteten, plättchenförmigen Magnetpigmenten auf, die durch einen Kugelmagneten
in Form einer verhältnismäßig scharf abgegrenzten kreisförmigen Kennzeichnung 22 ausgerichtet
sind. Dabei ist anzumerken, dass die Farbschicht 20 im Wesentlichen vollflächig auf
dem in Fig. 2 nicht weiter dargestellten Substrat angeordnet ist. Die kreisförmige
Kennzeichnung 22 zeigt ein dreidimensional anmutendes Erscheinungsbild und einen dynamischen
Bewegungseffekt, bei dem sich die Position der Kennzeichnung 22 auf dem Sicherheitselement
12 beim Kippen des Sicherheitselements oder beim Wechsel der Betrachtungs- oder Beleuchtungsrichtung
zu bewegen scheint, und daher ein dynamisches Motiv bildet.
[0055] Das dynamische Motiv 22 ist mit einem zweiten Motiv 38 in Form einer Prägestruktur
32 kombiniert, die erhabene Prägeelemente 34a, 34b, 34c mit Flanken 35, 36 aufweist.
Wie sehr gut aus Fig. 4 ersichtlich ist, weisen die Flanken 35, 36 der Prägeelemente
34d eine unterschiedliche Orientierung auf, so dass die auf den Flanken unterschiedlicher
Orientierung angeordneten Magnetpigmente 44 einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren
und damit das zweite Motiv 38 beim Kippen des Sicherheitselements einen Kippeffekt
zeigt.
[0056] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 sind sowohl das erste als auch das zweite Motiv
zentrosymmetrisch, im vorliegenden Fall kreisförmig ausgebildet. Erstes Motiv 22 und
zweites Motiv 38 sind dabei aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht überlappend gezeichnet.
Es versteht sich, dass in der Praxis in der Regel ein gewisser Überlapp zwischen erstem
und zweiten Motiv vorgesehen ist, um durch das synergistische Zusammenwirken des dynamischen
Bewegungseffekts und des Kippeffekts von erstem bzw. zweitem Motiv den Fälschungsschutz
zu erhöhen.
[0057] Das Sicherheitselement gemäß Fig. 2 weist demnach ein erstes Motiv 22 mit dynamischem
Bewegungseffekt und ein zweites Motiv 38 mit einer taktilen Prägestruktur 32 auf.
Erstes Motiv 22 und zweites Motiv 38 wirken zusammen und bilden ein zusammengehörendes
zentrosymmetrisches Gesamtmotiv.
[0058] Der Betrachter kann das Sicherheitselement 12 auch leicht auf Echtheit überprüfen,
da die Kombination aus dynamischem Motiv 22 und fühlbarem Motiv 38 ohne Hilfsmittel
geprüft werden kann.
[0059] Schließlich lassen sich, wie nachfolgend genauer ausgeführt, durch die Erzeugung
des zweiten Motivs 38 besondere Effekte in dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement
erzeugen, die auf andere Weise nicht oder nur schwer erzielt werden können.
[0060] Mit Bezug auf die Figuren 2 bis 4 wird zunächst die Ausrichtung der Magnetpigmente
44 der Farbschicht 20 mit einem Kugelmagneten 30 näher beschrieben. Fig. 4 zeigt dabei
einen Querschnitt durch das Sicherheitselement der Fig. 2 entlang der Linie A-A, während
Fig. 3 schematisch die Ausrichtung der noch beweglichen Magnetpigmente 44 im Feld
eines Kugelmagneten 30 zeigt.
[0061] Bei den Magnetpigmenten 44 kann es sich beispielsweise um plättchenförmige Eisenpigmente
handeln, die aus reduzierend behandeltem Carbonyleisenpulver hergestellt sind und
die mit einem hohen Verhältnis von Plättchendurchmesser zu Plättchendicke erzeugt
werden können. Ebenfalls in Betracht kommen nasschemisch hergestellte Pigmente mit
einem Träger aus Mica oder Glimmer und einer Außenhülle aus Eisenoxid (Fe
3O
4), die den Magnetpigmenten ihre magnetischen Eigenschaften verleiht. Derartige Pigmente
werden beispielsweise von der Merck KGaA unter der Bezeichnung Colorona Blackstar(R)
angeboten werden. Durch Veränderung der Eisenoxid-Schichtdicke können hier unterschiedliche
Farbtöne erzielt werden (z.B. grün, blau, rot). Für den Sicherheitsdruck sind auch
im Wesentlichen deckende Pigmente mit Farbkippeffekt, beispielsweise unter der Bezeichnung
Colorcrypt(R), oder im Wesentlichen deckende Pigmente mit einer einheitlichen Farbe
erhältlich. Beispielsweise kann ein goldfarbenes, magnetisch ausrichtbares Magnetpigment
Al
2O
3 umfassen, das mit Fe
2O
3 und MgO beschichtet ist.
[0062] Im Ausführungsbeispiel wird zur Herstellung des Sicherheitselements 12 auf ein Substrat
40 eine Farbschicht 20 auf Basis eines UV-härtenden Farbsystems aufgebracht, die die
gewünschten magnetisch ausrichtbaren, plättchenförmigen Magnetpigmente 44 enthält.
Das Aufdrucken der Farbschicht 20 erfolgt dabei vorzugsweise im Siebdruck.
[0063] Dann wird das Substrat 40 mit den in der Farbschicht 20 noch beweglichen Magnetpigmenten
44 in geringem Abstand über einen Kugelmagneten 30 gebracht (Fig. 3). Die sphärisch
verlaufenden magnetischen Feldlinien 31 des Kugelmagneten 30 richten in einem definierten
Bereich 42 die Magnetpigmente 44 im Wesentlichen senkrecht zur Substratoberfläche
aus, während die Vorzugsorientierung der Magnetpigmente 44 außerhalb des Bereichs
42 im Wesentlichen parallel zur Substratoberfläche verläuft. Die so ausgerichteten
Magnetpigmente 44 werden durch Härten des UV-Lacks in ihrer Orientierung dauerhaft
fixiert, wie in dem Querschnitt der Fig. 4 gezeigt.
[0064] Auf diese Weise entsteht eine zentrosymmetrische, kreisförmige Kennzeichnung 22,
die in ihrem Inneren einen im Wesentlichen einheitlich ausgerichteten Bereich 24 (Fig.
2) enthält, in dem die Magnetpigmente 44 im Wesentlichen senkrecht zur Substratoberfläche
stehen. In einem schmalen Übergangsbereich 26 geht der innere Bereich 24 in den Umgebungsbereich
21 der Kennzeichnung über, in dem die Magnetpigmente der Farbschicht 20 im Wesentlichen
parallel zu deren Oberfläche ausgerichtet sind. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
ist der Umgebungsbereich 21 mit im Wesentlichen parallel zur Substratoberfläche ausgerichteten
Magnetpigmenten 44 in Fig. 2 nur zwischen Bereich 26 und 37a eingezeichnet, obwohl
eine solche, bezüglich der Substratoberfläche parallele Ausrichtung der Magnetpigmente
44 in allen Bereichen der Farbschicht 20 vorliegt, in denen die Magnetpigmente 44
nicht durch das Magnetfeld des Kugelmagneten 30 ausgerichtet wurden. D.h., insbesondere
in dem den Bereich 37c umgebenden Bereich der Farbschicht 20 sind die Magnetpigmente
44 vor Einbringung einer erfindungsgemäßen Prägestruktur im Wesentlichen parallel
zur Substratoberfläche ausgerichtet.
[0065] Nach der Ausrichtung und Fixierung der Magnetpigmente 44 wird in der Farbschicht
20 mittels eines Prägewerkzeugs eine Prägestruktur 32 mit erhabenen Prägeelementen
34a, 34b, 34c, von denen in Fig. 4 der besseren Übersichtlichkeit wegen nur die Prägeelemente
34a gezeigt sind, erzeugt. Als Prägewerkzeug kommt mit Vorteil eine nicht farbführende
Stichtiefdruckplatte zum Einsatz, d.h. eine Stichtiefdruckplatte, in der die eingravierten
und zur Prägung vorgesehenen Vertiefungen keine Farbe aufweisen. Durch das Einwirken
einer solchen nicht farbführenden Stichtiefdruckplatte wird das Substrat 40 einschließlich
der darauf angeordneten Farbschicht 20 in die Vertiefungen gepresst, so dass im Ergebnis
die in Fig. 4 gezeigten erhabenen Prägeelemente 34a erzeugt werden. Die auf das Substrat
bezogene Höhe H der Prägeelemente 34a beträgt ca. 30 µm bis 120 µm, so dass diese
Prägeelemente 34a ein fühlbares Relief bilden. Mittels der nicht farbführenden Stichtiefdruckplatte
wird die Prägestruktur 32 mit allen erhabenen Prägeelementen erzeugt, die das zweite
Motiv 38 bilden. Die Prägestruktur 32 ist in Fig. 2 als eine drei Teilprägestrukturen
32a, 32b und 32c umfassende Prägestruktur 32 dargestellt, die in den Bereichen 37a,
37b, 37c angeordnet sind. In der Praxis ist die eingebrachte Prägestruktur 32 des
zweiten Motivs 38 üblicherweise in deutlich mehr Bereichen angeordnet, insbesondere
in mehr als 8 Bereichen, wodurch ein besonders eindrucksvoller Kippeffekt in Form
eines dynamischen Bewegungseffektes erzeugt werden kann. Die Ausbildung eines solchen
Kippeffektes wird nun mit Bezug auf Fig. 2 und Fig. 4 näher erläutert.
[0066] Die Prägestruktur 32a ist in dem Bereich 37a angeordnet, der sich gemäß Fig. 2 unmittelbar
an den Umgebungsbereich 21 des ersten Motivs 22 anschließt. Wie bereits erwähnt, werden
erstes und zweites Motiv zur Erhöhung der Fälschungssicherheit in der Regel zumindest
teilweise überlappend angeordnet, was aber aus Gründen der Übersichtlichkeit in Fig.
2 und Fig. 4 nicht weiter dargestellt ist. Die Prägestruktur 32a umfasst die erhabenen
Prägeelemente 34a, welche als gerade Linien ausgeführt sind. In dem ersten Bereich
37a des zweiten Motivs 38 sind neben den in Fig. 4 im Querschnitt gezeigten Prägeelementen
34a eine Vielzahl an im Wesentlichen parallel angeordneten linienförmigen Prägeelementen
angeordnet. Wie aus Fig. 4 weiter ersichtlich ist, grenzen die Prägeelemente 34a direkt
aneinander, d.h. der Abstand an der Basis der Prägeelemente beträgt in diesem Fall
0 µm.
[0067] Die Prägeelemente 34a weisen etwa die in Fig. 4 im Querschnitt gezeigte Form auf.
Es versteht sich, dass der in Fig. 4 gezeigte Querschnitt der Prägeelemente 34a nur
schematisch ist. Unabhängig davon weisen die Prägeelemente 34a stets Flanken unterschiedliche
Orientierung auf, auf denen Magnetpigmente angeordnet sind. Beispielsweise weist ein
Prägeelement 34a eine Flanke 36 auf, die sich von der mit dem Bezugszeichen 36B bezeichneten
Basis des Prägeelements 34a bis zu dem mit dem Bezugszeichen 36Z bezeichneten Zenit
des Prägeelements 34a erstreckt. Entsprechend weist das Prägeelement 34a eine Flanke
35 unterschiedlicher Orientierung auf, die sich von der Basis des Prägeelements 35B
bis zum Zenit 36Z erstreckt. Es versteht sich, dass die Ausdehnung sowie der Beginn
und das Ende einer Flanke in Fig. 4 idealisiert dargestellt sind. Unabhängig davon
gilt für alle erfindungsgemäßen Prägestrukturen, dass die Prägeelemente Flanken unterschiedlicher
Orientierung aufweisen.
[0068] Die auf den unterschiedlich orientierten Flanken 35 und 36 angeordneten Magnetpigmente
sind daher ebenfalls unterschiedlich orientiert. Im Ergebnis werden die auf der Flanke
35 angeordneten Magnetpigmente 44B daher Licht, das aus einer vorgegebenen Richtung
einfällt, anders reflektieren wie die auf der unterschiedlich orientierten Flanke
36 angeordneten Magnetpigmente 44C. Ein Betrachter, der beispielsweise aus der Betrachtungsrichtung
C auf die im zugewandten Flanken 36 der Prägeelemente 34a des ersten Bereichs 37a
des zweiten Motivs 38 blickt, wird die Flanken 36 mit einer anderen Farbe bzw. anderen
Helligkeit wahrnehmen als die Flanken 35 der Prägeelemente 34a. Dieser unterschiedliche
Bildeindruck, d.h. diese unterschiedliche Wahrnehmung der Farben und/ oder Helligkeit
der Flanken 35 und 36 ist auf die unterschiedliche Reflexion der auf diesen Flanken
angeordneten Magnetpigmente 44B bzw. 44C zurückzuführen.
[0069] Wechselt der Betrachter die Betrachtungsrichtung von der Richtung C über die im Wesentlichen
senkrechte Betrachtungsrichtung A bis zur Betrachtungsrichtung B, wird sich der Farb-
und/oder Helligkeitseindruck für die Flanken 35 und 36 verändern. D.h., der Betrachter
nimmt beim Kippen des Sicherheitselements einen dem zweiten Motiv 38 zugeordneten
Kippeffekt wahr.
[0070] Dieser für den ersten Bereich 37a des zweiten Motivs 38 beschriebene Kippeffekt wird
in entsprechender Weise vom Betrachter auch für die in Fig. 4 nicht weiter dargestellten
Bereiche 37b und 37c des zweiten Motivs 38 beobachtet.
[0071] Wie in Fig. 2 gezeigt, erstreckt sich die Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter
linienförmiger Prägeelemente 34a des Bereichs 37a in eine Richtung 39a. Die Vielzahl
im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente der Prägestruktur
32b des benachbarten Bereichs 37b erstreckt sich hingegen in Richtung 39b, während
sich die Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente
des Bereichs 37c in Richtung 39c erstreckt. Im Beispiel gemäß Fig. 2 beträgt der Winkel
zwischen den Richtungen 39a und 39b etwa 10°. Auch der Winkel zwischen den Richtungen
39b und 39c der benachbarten Bereiche 37b und 37c beträgt in etwa 10°. Beim Kippen
des Sicherheitselements 12 kann der Betrachter des zweiten Motivs mit den Bereichen
37a, 37b und 37c somit einen Kippeffekt wahrnehmen, der als ein dynamischer Bewegungseffekt
über die Bereiche 37a bis 37c ausgebildet ist. Ein solcher dynamischer Bewegungseffekt
des zweiten Motivs 38 ist für den Betrachter mit einem hohen Wiedererkennungswert
verbunden und wirkt mit dem dynamischen Bewegungseffekt des ersten Motivs 22 synergistisch
zusammen, so dass ein solches Sicherheitselement aufgrund dieses Kombinationseffektes
einen außerordentlich hohen Fälschungsschutz aufweist.
[0072] Mit Bezug auf Fig. 5 wird nun eine weitere bevorzugte Ausführungsform beschrieben.
Die Farbschicht 20 weist wiederum ein dynamisches erstes Motiv 52 und ein zweites
Motiv 68 mit Kippeffekt auf. Der Kippeffekt des Motivs 68 entspricht im Wesentlichen
dem Kippeffekt des Motivs 38 der Fig. 2. Wie auch in Fig. 2 sind in Fig. 5 ebenfalls
nur drei Bereiche 67a, 67b und 67c des zweiten Motivs 68 gezeigt, wohingegen in der
Praxis zur Erzielung eines besonders eindrucksvollen dynamischen Effekts wesentlich
mehr Bereiche, insbesondere mehr als 8 Bereiche vorgesehen sein können.
[0073] Im Unterschied zum ersten Motiv 22 der Fig. 2 handelt es sich bei dem in Fig. 5 dargestellten
ersten Motiv 52 nicht um ein zentrosymmetrisches Motiv, sondern um ein Motiv mit einer
Symmetrie, wie sie insbesondere in der Druckschrift
WO 2004/007095 A2 beschrieben ist. Beispielsweise kann es sich bei dem dynamischen Motiv 52 um ein
Motiv mit bogenförmig ausgerichteten Magnetpigmenten handeln, wobei wie in der Ausführungsform
der Fig. 2 auch bei der Ausführungsform der Fig. 5 ein innerer Bereich 54 eingezeichnet
ist, in dem die Magnetpigmente im Wesentlichen senkrecht zur Substratoberfläche orientiert
sind. In dem Übergangsbereich 56 geht der innere Bereich 54 in den Umgebungsbereich
51 über, in dem die Magnetpigmente der Farbschicht 20 im Wesentlichen parallel zur
Substratoberfläche ausgerichtet sind. Der Umgebungsbereich 51 umfasst somit alle Bereiche
der Farbschicht 20, in denen die Magnetpigmente durch den externen Magneten nicht
ausgerichtet wurden und erstreckt sich somit im Wesentlichen über diejenigen Farbschichtbereiche,
die außerhalb des zweiten Motivs 52 liegen.
[0074] Während das erste dynamische Motiv 52 eine Bewegung in Richtung 59 definiert, ist
die Prägestruktur und insbesondere die Orientierung der Prägeelemente in den Bereichen
67a, 67b und 67c so gewählt, dass sich ein dynamischer Bewegungseffekt des zweiten
Motivs in Richtung 69 ergibt. Somit beträgt der Winkel zwischen erster Bewegungsrichtung
59 und zweiter Bewegungsrichtung 69 in der Ausführungsform gemäß Fig. 5 etwa 70° bis
80°. Auch bei dem Sicherheitselement gemäß Fig. 5 überlappen sich erstes und zweites
Motiv bereichsweise, so dass erster und zweiter dynamischer Bewegungseffekt sich in
synergistischer Weise zu einem außerordentlich hohen Wiedererkennungswert für den
Betrachter verbinden. Somit weist auch die spezielle Ausführungsform der Fig. 5 die
bereits erwähnten Vorteile der Erfindung, insbesondere eine außerordentlich hohe Fälschungssicherheit,
auf.
[0075] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 6 dargestellt. Die Farbschicht
20 weist wiederum ein dynamisches erstes Motiv 52 und ein zweites Motiv 78 mit Kippeffekt
auf. Bei dem ersten Motiv 52 handelt es sich um ein Motiv mit einer Symmetrie, wie
sie insbesondere in der Druckschrift
WO 2004/007095 A2 beschrieben und bereits mit Bezug zu Fig. 5 näher erläutert wurde. Das erste Motiv
52 umfasst also einen inneren Bereich 54, in dem die Magnetpigmente im Wesentlichen
senkrecht zur Substratoberfläche orientiert sind, und einen Übergangsbereich 56, in
dem der innere Bereich 54 in den Umgebungsbereich 51 übergeht, in dem die Magnetpigmente
der Farbschicht 20 im Wesentlichen parallel zur Substratoberfläche ausgerichtet sind.
Auch in dieser Ausführungsform umfasst der Umgebungsbereich 51 alle Bereiche der Farbschicht
20, in dem die Magnetpigmente durch den externen Magneten nicht ausgerichtet wurden.
[0076] Im Unterschied zum zweiten Motiv 68 der Fig. 5 handelt es sich bei dem in Fig. 6
dargestellten zweiten Motiv 78 um ein Motiv in der in Fig. 6 dargestellten Form. Das
zweite Motiv 78 umfasst demnach die Bereiche 77a, 77b, 77c, 77d, 77e, in denen die
Prägestruktur angeordnet ist. Wie bereits mit Bezug auf Fig. 2 und Fig. 5 erläutert,
sind in den Bereichen 37a bis 37e in entsprechender Weise jeweils eine Vielzahl im
Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente der Prägestruktur
vorgesehen, wobei sich die Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger
Prägeelemente eines jeden Bereichs in eine Richtung erstreckt und der Winkel zwischen
den Richtungen benachbarter Bereiche derart gewählt ist, dass beim Kippen des Sicherheitselements
72 der Betrachter des zweiten Motivs 78 einen Kippeffekt wahrnehmen kann. Dabei ist
der Kippeffekt des zweiten Motivs 78 als ein dynamischer Bewegungseffekt über die
Bereiche 77a bis 77e ausgebildet, der eine Bewegung in Richtung 79 definiert. Somit
beträgt der Winkel zwischen erster Bewegungsrichtung 59 und zweiter Bewegungsrichtung
79 in der Ausführungsform gemäß Fig. 6 etwa 90°. Ein solches erfindungsgemäßes Sicherheitselement
zeichnet sich dadurch aus, dass ein dynamischer Bewegungseffekt mit linearer Bewegungsrichtung
59 bzw. 79 auf technisch vollkommen unterschiedliche Weise erreicht wird, nämlich
zum einen durch die geeignete Ausrichtung der Magnetpigmente des ersten Motivs 52
und durch die Vorsehung der erfindungsgemäßen Prägestrukturen im Bereich des zweiten
Motivs 78. Die Erzielung eines linearen dynamischen Bewegungseffektes durch verschiedene
Techniken gemäß der Ausführungsform der Fig. 6 macht diese Erfindungsvariante außerordentlich
fälschungssicher, da ein Fälschungsversuch einen erheblichen apparativen Aufwand erfordert.
Des Weiteren ist eine Variante gemäß Fig. 6 auch für den Betrachter sehr ansprechend
und darüber hinaus leicht auf ihre Echtheit zu überprüfen.
[0077] Schließlich zeigt Fig. 7 eine Ausführungsform, bei der das erfindungsgemäße Sicherheitselement
82 ein erstes Motiv 52 und ein zweites Motiv 88 umfasst, wobei das erste Motiv 52
z.B. wieder als dynamisches Motiv mit bogenförmig ausgerichteten Magnetpigmenten ausgebildet
sein kann, und das zweite Motiv 88 in Form einer Ziffer oder eines Buchstabens ausgebildet
ist. In Fig. 7 ist das durch Prägung der Farbschicht 20 erhaltene zweite Motiv 88
in Form der Ziffer "1" dargestellt, wobei diese Ziffer lediglich zur Illustration
dient und selbstverständlich beliebige andere Ziffern, Zahlen, Buchstaben etc. vorgesehen
sein können. Das zweite Motiv weist eine Vielzahl an Bereichen 87a bis 87p auf, in
denen jeweils eine Vielzahl an im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger
Prägeelemente vorgesehen ist, wobei sich die Prägeelemente eines Bereichs in eine
vorgegebene Richtung erstrecken. Der Winkel zwischen den Richtungen zweier benachbarter
Bereiche ist dabei so gewählt, dass das zweite Motiv 88 beim Kippen des Sicherheitselements
82 eine Bewegung in Richtung 89 zeigt.
[0078] Das dynamische erste Motiv 52 zeigt wiederum einen Bewegungseffekt in Richtung 59,
während das zweite Motiv 88 in Form einer Prägestruktur mit erhabenen Prägeelementen
eine Bewegung in Richtung 89 zeigt, die bevorzugt im Wesentlichen senkrecht zur Richtung
59 orientiert ist. Das zweite Motiv 88 ist aufgrund der das Motiv bildenden Prägestruktur
als taktiles Humanmerkmal ausgestaltet und lässt sich somit über den dynamischen Bewegungseffekt
visuell als auch über seine Taktilität haptisch erfassen. Neben dem insbesondere durch
den ersten und zweiten Bewegungseffekt realisierten hohen Fälschungsschutz wird die
Sicherheit auch durch die taktile Überprüfungsmöglichkeit des Sicherheitselements
durch den Mann oder die Frau auf der Straße weiter erhöht.
[0079] Es versteht sich, dass ein taktiles zweites Motiv 88 auch bei den in Fig. 1 bis Fig.6
beschriebenen Sicherheitselementen vorgesehen ist und die Ausbildung des zweiten Motivs
in Form von Ziffern, Buchstaben etc. selbstverständlich auch in den Varianten der
Fig. 1 bis Fig. 6 vorgesehen sein kann. Auch ist es bei allen gezeigten und beschriebenen
Ausführungsformen möglich, dass nur ein Teil des zweiten Motivs taktile Bereiche in
Form einer Ziffer, eines Buchstabens etc. aufweist, und der andere Teil des zweiten
Motivs z.B. als Motiv mit zentrosymmetrischer Symmetrie gemäß der in Fig. 2 und Fig.
5 gezeigten Ausführungsform ausgebildet ist.
[0080] Abschließend ist noch anzumerken, dass die durch die Vielzahl der Prägeelemente definierten
Richtungen 39a, 39b, 39c (Fig. 2), 69 (Fig. 5), 79 (Fig. 6), 89 (Fig. 7) sowie die
durch den dynamischen Bewegungseffekt des ersten Motivs definierte Richtung 59 (Fig.
5, 6 und 7) selbstverständlich auch in der der in den Figuren gezeigten Richtung entgegengesetzten
Richtung vom Betrachter wahrgenommen werden kann.
Bezugszeichenliste
[0081]
- 10
- Banknote
- 12
- Sicherheitselement
- 20
- Farbschicht
- 21
- Umgebungsbereich
- 22
- erstes Motiv
- 24
- innerer Bereich
- 26
- Übergangsbereich
- 30
- Kugelmagnet
- 31
- Feldlinien
- 32,32a, 32b, 32c
- Prägestruktur
- 34, 34a
- Prägeelemente
- 35,36
- Flanken der Prägeelemente
- 37a, 37b, 37c
- Bereiche des zweiten Motivs
- 38
- zweites Motiv
- 39a, 39b, 39c
- Richtungen der Anordnung der Prägeelemente
- 40
- Substrat
- 44, 44B, 44C
- Magnetpigmente
- 51
- Umgebungsbereich
- 52
- erstes Motiv
- 54
- innerer Bereich
- 56
- Übergangsbereich
- 59
- Bewegungsrichtung erstes Motiv
- 62
- Sicherheitselement
- 67a, 67b, 67c
- Bereiche des zweiten Motivs
- 68
- zweites Motiv
- 69
- Bewegungsrichtung zweites Motiv
- 72
- Sicherheitselement
- 77a bis 77e
- Bereiche des zweiten Motivs
- 78
- zweites Motiv
- 79
- Bewegungsrichtung zweites Motiv
- 82
- Sicherheitselement
- 87a bis 87p
- Bereiche des zweiten Motivs
- 88
- zweites Motiv
- 89
- Bewegungsrichtung des zweiten Motivs
1. Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und andere Datenträger, mit
einer Farbschicht mit magnetisch ausgerichteten Magnetpigmenten, die ein erstes Motiv
in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung bilden, das beim Kippen des Sicherheitselements
einen dynamischen Bewegungseffekt zeigt, dadurch gekennzeichnet, dass das erste, dynamische Motiv mit einem zweiten Motiv in Form einer Prägestruktur kombiniert
ist, die erhabene Prägeelemente mit Flanken unterschiedlicher Orientierung aufweist,
so dass die auf Flanken unterschiedlicher Orientierung angeordneten Magnetpigmente
einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren und das zweite Motiv beim Kippen des
Sicherheitselements einen Kippeffekt zeigt.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetpigmente nicht-sphärisch, insbesondere plättchenförmig ausgebildet sind.
3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetpigmente gefärbt und/ oder optisch variabel sind, wobei die Magnetpigmente
insbesondere als farbkippende Dünnschichtelemente mit einem Interferenzschichtaufbau
ausgebildet sind.
4. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetpigmente auf Basis von hochreinem Eisenpulver gebildet sind.
5. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetpigmente durch einen Magneten, insbesondere durch einen Kugelmagneten oder
durch mehrere beabstandete Kugelmagnete, in Form eines zentrosymmetrischen ersten
Motivs ausgerichtet sind.
6. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Motiv zumindest teilweise im Bereich des ersten Motivs angeordnet ist
und/ oder dass das erste und zweite Motiv in einem Sinnzusammenhang stehen oder ein
zusammengehörendes Gesamtmotiv bilden.
7. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erhabenen Prägeelemente der Prägestruktur linienförmig, insbesondere gerade oder
gekrümmt, ausgebildet sind, wobei die linienförmigen Prägeelemente bevorzugt eine
Breite von 10 µm bis 500 µm, besonders bevorzugt 20 µm bis 180 µm und ganz besonders
bevorzugt von 30 µm bis 150 µm aufweisen.
8. Sicherheitselement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägestruktur eine Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger
Prägeelemente aufweist, wobei die linienförmigen Prägeelemente an ihrer Basis einen
Abstand von 0 µm bis 300 µm, bevorzugt 0 µm bis 150 µm und ganz besonders bevorzugt
von 0 µm bis 50 µm aufweisen.
9. Sicherheitselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägestruktur mehrere Bereiche aufweist, in denen jeweils eine Vielzahl im Wesentlichen
parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente angeordnet ist, wobei die Zahl
der Bereiche bevorzugt mehr als acht beträgt.
10. Sicherheitselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Vielzahl im Wesentlichen parallel angeordneter linienförmiger Prägeelemente
benachbarter Bereiche derart in unterschiedliche Richtungen erstreckt, dass das zweite
Motiv beim Kippen des Sicherheitselements einen zweiten dynamischen Bewegungseffekt
zeigt, wobei der Winkel zwischen den Richtungen zweier benachbarter Bereiche bevorzugt
zwischen 1° und 15°, besonders bevorzugt zwischen 3° und 10° beträgt.
11. Sicherheitselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste dynamische Bewegungseffekt des ersten Motivs eine erste Bewegungsrichtung
und der zweite dynamische Bewegungseffekt des zweiten Motivs eine zweite Bewegungsrichtung
definieren und der Winkel zwischen erster und zweiter Bewegungsrichtung 45° bis 90°,
bevorzugt 70° bis 90° und besonders bevorzugt im Wesentlichen 90° beträgt.
12. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbschicht mit den Magnetpigmenten durch eine Siebdruckschicht und/oder auf
Basis eines UV-härtenden Farbsystems gebildet ist, und/ oder dass die Farbschicht
neben den magnetisch ausrichtbaren Magnetpigmenten weitere Pigmente, insbesondere
farbige Pigmente, optisch variable Pigmente und/oder weichmagnetische Pigmente enthält,
und/oder dass die Farbschicht auf einer Untergrundschicht angeordnet ist, die farbig
oder optisch variabel ist oder die magnetische Eignenschaften aufweist, insbesondere
dass die Untergrundschicht eine farbige, optisch variable oder magnetisch codierte
Kennzeichnung aufweist.
13. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements nach einen der Ansprüch 1 bis 12,
zur Absicherung von Sicherheitspapieren, Wertdokumenten und andere Datenträgern, bei
dem
- auf ein Substrat eine Farbschicht mit magnetisch ausrichtbaren Magnetpigmenten aufgebracht
wird,
- die Magnetpigmente magnetisch in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung
ausgerichtet und in ihrer Ausrichtung fixiert werden, wodurch ein erstes Motiv mit
einem dynamischen Bewegungseffekt erzeugt wird, und
- mittels eines Prägewerkzeugs in der Farbschicht eine Prägestruktur mit erhabenen
Prägeelementen derart erzeugt wird, dass die Prägeelemente Flanken unterschiedlicher
Orientierung aufweisen und die auf den Flanken unterschiedlicher Orientierung angeordneten
Magnetpigmente einfallendes Licht unterschiedlich reflektieren, so dass das zweite
Motiv beim Kippen des Sicherheitselements einen Kippeffekt zeigt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Farbschicht auf Basis eines UV-härtenden Farbsystems verwendet wird und die
ausgerichteten Magnetpigmente durch UV-Härten der Farbschicht fixiert werden, wobei
die Farbschicht bevorzugt im Siebdruck verdruckt wird, und/ oder dass als Prägewerkzeug
eine nicht farbführende Tiefdruckplatte, insbesondere eine nicht farbführende Stichtiefdruckplatte,
verwendet wird und die Prägestruktur als Blindprägung in der Farbschicht erzeugt wird.
15. Datenträger oder Sicherheitspapier mit einem Sicherheitselement nach wenigstens einem
der Ansprüche 1 bis 12 oder mit einem nach wenigstens einem der Ansprüche 13 bis 14
hergestellten Sicherheitselement.
1. A security element for security papers, value documents and other data carriers, having
an ink layer having magnetically aligned magnetic pigments that form, in the form
of patterns, characters or a code, a first motif that displays a dynamic movement
effect when the security element is tilted, characterized in that the first, dynamic motif is combined with a second motif in the form of an embossing
pattern that comprises raised embossing elements having sides of differing orientation
such that the magnetic pigments arranged on sides of differing orientation reflect
incident light differently and the second motif displays a tilt effect when the security
element is tilted.
2. The security element according to claim 1, characterized in that the magnetic pigments are developed to be non-spherical, especially lamellar.
3. The security element according to claim 1 or 2, characterized in that the magnetic pigments are dyed and/or optically variable, the magnetic pigments especially
being developed to be color-shifting thin-film elements having an interference layer
structure.
4. The security element according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that the magnetic pigments are formed on the basis of ultra-pure iron powder.
5. The security element according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the magnetic pigments are aligned by a magnet, especially by a sphere magnet or by
multiple spaced-apart sphere magnets in the form of a centrosymmetric first motif.
6. The security element according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the second motif is arranged at least partially in the region of the first motif
and/or in that the first and second motif are associated in meaning or form a unified complete motif.
7. The security element according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that the raised embossing elements of the embossing pattern are developed to be linear,
especially straight or curved, the linear embossing elements preferably having a width
of 10 µm to 500 µm, particularly preferably 20 µm to 180 µm and very particularly
preferably of 30 µm to 150 µm.
8. The security element according to claim 7, characterized in that the embossing pattern comprises a plurality of linear embossing elements arranged
substantially in parallel, the linear embossing elements having, at their base, a
spacing of 0 µm to 300 µm, preferably 0 µm to 150 µm and very particularly preferably
of 0 µm to 50 µm.
9. The security element according to claim 8, characterized in that the embossing pattern comprises multiple regions, in each of which is arranged a
plurality of linear embossing elements arranged substantially in parallel, the number
of regions preferably being more than eight.
10. The security element according to claim 9, characterized in that the plurality of linear embossing elements arranged substantially in parallel in
adjacent regions extends in different directions in such a way that, when the security
element is tilted, the second motif displays a second dynamic movement effect, the
angle between the directions of two adjacent regions preferably being between 1° and
15°, particularly preferably between 3° and 10°.
11. The security element according to claim 10, characterized in that the first dynamic movement effect of the first motif defines a first movement direction,
and the second dynamic movement effect of the second motif defines a second movement
direction, and the angle between the first and second movement direction is 45° to
90°, preferably 70° to 90° and particularly preferably substantially 90°.
12. The security element according to at least one of claims 1 to 11, characterized in that the ink layer having the magnetic pigments is formed by a screen printing layer and/or
on the basis of a UV-curing ink system, and/or in that the ink layer includes, in
addition to the magnetically alignable magnetic pigments, further pigments, especially
colored pigments, optically variable pigments and/ or soft-magnetic pigments, and/or
in that the ink layer is arranged on a background layer that is colored or optically variable
or that has magnetic properties, especially in that the background layer comprises a colored, optically variable or magnetically encoded
marking.
13. A method for manufacturing a security element according to one of claims 1 to 12,
for securing security papers, value documents and other data carriers, in which
- an ink layer having magnetically alignable magnetic pigments is applied to a substrate,
- the magnetic pigments are magnetically aligned in the form of patterns, characters
or a code and are fixed in their alignment, thus producing a first motif having a
dynamic movement effect, and
- by means of an embossing die, an embossing pattern having raised embossing elements
is produced in the ink layer in such a way that the embossing elements have sides
of differing orientation, and the magnetic pigments arranged on the sides of differing
orientation reflect incident light differently, such that the second motif displays
a tilt effect when the security element is tilted.
14. The method according to claim 13, characterized in that an ink layer on the basis of a UV-curing ink system is used and the aligned magnetic
pigments are fixed by UV-curing the ink layer, the ink layer preferably being printed
in screen printing, and/or in that a non-ink-receptive gravure plate, especially a non-ink-receptive intaglio plate,
is used as the embossing die, and the embossing pattern is produced in the ink layer
as a blind embossing.
15. A data carrier or a security paper having a security element according to at least
one of claims 1 to 12 or having a security element manufactured according to at least
one of claims 13 to 14.
1. Élément de sécurité pour papiers de sécurité, documents de valeur et autre supports
de données, comportant une couche de couleur avec pigments magnétiques orientés magnétiquement,
qui forment un premier motif sous la forme de motifs, dessins ou un codage, qui lors
du basculement de l'élément de sécurité montre un effet de mouvement dynamique, caractérisé en ce que le premier motif dynamique est combiné avec un deuxième motif sous la forme d'une
structure gaufrée, qui présente des éléments de gaufrage en relief avec des flancs
d'orientation différents, de sorte que les pigments magnétiques disposés en orientation
différente sur les flancs réfléchissent différemment la lumière incidente et le deuxième
motif montre un effet de basculement lors du basculement de l'élément de sécurité.
2. Elément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que les pigments magnétiques sont conçus de manière non sphérique, notamment en forme
de petites plaques.
3. Élément de sécurité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les pigments magnétiques sont colorés et/ou variables optiquement, dans lequel les
pigments magnétiques notamment sont conçus comme des éléments de couches minces à
basculement de couleur avec une structure de couche d'interférence.
4. Élément de sécurité selon au moins une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les pigments magnétiques sont formés à base de poudre de fer très pure.
5. Élément de sécurité selon au moins une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les pigments magnétiques sont orientés par un aimant, notamment par un aimant sphérique
ou par plusieurs éléments sphériques espacés, sous la forme d'un premier motif centrosymétrique.
6. Élément de sécurité selon au moins une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le deuxième motif est disposé au moins partiellement au niveau du premier motif et/ou
le premier et le deuxième motif sont dans un rapport cohérent ou forment un motif
total cohérent.
7. Élément de sécurité selon au moins une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les éléments de gaufrage en relief de la structure de gaufrage sont conçus en forme
linéaire, notamment droite ou incurvée, dans lequel les éléments de gaufrage linéaire
présentent de préférence une largeur de 10 µm à 500 µm, de manière particulièrement
préférée 20 µm à 180 µm et de manière la plus préférée 30 µm à 150 µm.
8. Élément de sécurité selon la revendication 7, caractérisé en ce que la structure de gaufrage présente une pluralité d'éléments de gaufrage linéaire disposés
essentiellement parallèlement, dans lequel les éléments de gaufrage linéaire présentent
sur leur base un espacement de 0 µm à 300 µm, de préférence 0 µm à 150 µm et de manière
particulièrement préférée de 0 µm à 50 µm.
9. Élément de sécurité selon la revendication 8, caractérisé en ce que la structure de gaufrage présente plusieurs zones, dans lesquelles respectivement
une pluralité d'éléments de gaufrage linéaire disposés essentiellement parallèlement
est disposée, dans lequel le nombre des zones et de préférence supérieure à huit.
10. Élément de sécurité selon la revendication 9, caractérisé en ce que la pluralité d'éléments de gaufrage linéaire disposés essentiellement parallèlement
de zones voisines s'étend dans des directions différentes de telle sorte que le deuxième
motif lors du basculement de l'élément de sécurité montre un deuxième effet de mouvement
dynamique, dans lequel l'angle entre les directions de deux zones voisines est de
préférence compris entre 1° et 15°, de manière particulièrement préférée entre 3°
et 10°.
11. Élément de sécurité selon la revendication 10, caractérisé en ce que le premier effet de mouvement dynamique du premier motif définit une première direction
de mouvement et le deuxième effet de mouvement dynamique du deuxième motif une deuxième
direction de mouvement et l'angle entre la première et la deuxième direction de mouvement
est compris entre 45° et 90°, préférence 70° et 90° et de manière particulièrement
préférée est essentiellement de 90°.
12. Élément de sécurité selon au moins une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la couche de couleur avec les pigments magnétiques est formée par une couche de sérigraphie
et/ou un système de couleur durcissant aux UV et/ou la couche de couleur contient
à côté des pigments magnétiques orientés magnétiquement d'autres pigments, notamment
des pigments colorés, des piments variable optiquement et/ou des pigments faiblement
magnétiques et/ou la couche de couleur est disposée sur une couche de fond, qui est
coloré ou variable optiquement ou présente des propriétés magnétiques, notamment en ce que la couche de fond présente une caractérisation colorée, variable optiquement ou codée
magnétiquement.
13. Procédé de fabrication d'un élément de sécurité selon une des revendications 1 à 12
pour sécuriser des papiers de sécurité, documents de valeurs et d'autres supports
de données, dans lequel
- sur un substrat une couche de couleur avec des pigments magnétiques orientés magnétiquement
est appliquée,
- les pigments magnétiques sont orientés magnétiquement sous la forme de motifs, dessins
ou un codage et sont fixés dans leur orientation, moyennant quoi un premier motif
avec un effet de mouvement dynamique est généré, et
- au moyen d'un outil de gaufrage dans la couche de couleur une structure gaufrée
est générée avec des éléments de gaufrage de telle sorte que éléments de gaufrage
présentent des flancs à orientation différente et les pigments magnétiques disposés
en orientation différente sur les flancs réfléchissent différemment la lumière incidente,
de sorte que le deuxième motif montre un effet de basculement lors du basculement
de l'élément de sécurité.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que une couche de couleur à base d'un système de couleur durcissant aux UV est utilisée
et les pigments magnétiques orientés sont fixés par durcissement UV de la couche de
couleur, dans lequel la couche de couleur est imprimée de préférence par sérigraphie
et/ou comme outil de gaufrage une plaque d'impression non colorante, notamment une
plaque de surimpression en relief non colorante est utilisée et la structure de gaufrage
est générée comme un estampage dans la couche de couleur.
15. Support de données ou papier de sécurité comportant un élément de sécurité selon au
moins une des revendications 1 à 12 ou comportant un élément de sécurité fabriqué
selon au moins une des revendications 13 à 14.