| (19) |
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(11) |
EP 2 695 177 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.05.2016 Patentblatt 2016/20 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.03.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/053587 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/136423 (11.10.2012 Gazette 2012/41) |
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| (54) |
STUFENSCHALTER UND VAKUUMSCHALTRÖHRE FÜR EINEN SOLCHEN STUFENSCHALTER
TAP CHANGER AND VACUUM INTERRUPTER FOR SUCH A TAP CHANGER
COMMUTATEUR À GRADINS ET TUBE DE COMMUTATION SOUS VIDE POUR UN TEL COMMUTATEUR À GRADINS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
02.04.2011 DE 102011015922
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.02.2014 Patentblatt 2014/07 |
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Patentinhaber: |
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- Maschinenfabrik Reinhausen GmbH
93059 Regensburg (DE)
- Siemens Aktiengesellschaft
80333 München (DE)
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Erfinder: |
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- HAMMER, Christian
93059 Regensburg (DE)
- ALBRECHT, Wolfgang
93173 Wenzenbach (DE)
- PIRCHER, Christian
93138 Lappersdorf (DE)
- REHKOPF, Sebastian
93047 Regensburg (DE)
- SACHSENHAUSER, Andreas
84066 Mallersdorf-Pfaffenberg (DE)
- RÄDLINGER, Konrad
93105 Tegernheim (DE)
- STELZER, Andreas
13505 Berlin (DE)
- TEICHMANN, Jörg
63755 Alzenau (DE)
- RENZ, Roman
deceased (DE)
- LAWALL, Andreas
13505 Berlin (DE)
- KOSSE, Sylvio
91052 Erlangen (DE)
- HARTMANN, Werner
91085 Weisendorf (DE)
- WENZEL, Norbert
91056 Erlangen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 258 614 DE-B3-102011 008 959
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DE-B3-102006 033 422 US-A- 3 405 245
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Stufenschalter zur unterbrechungslosen Umschaltung zwischen
Wicklungsanzapfungen eines Stufentransformators.
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine für einen solchen Stufenschalter
besonders geeignete neuartige Vakuumschaltröhre.
[0003] Aus der
DE 20 21 575 ist ein Stufenschalter bekannt, der insgesamt vier Vakuumschaltröhren pro Phase aufweist.
In jedem der beiden Lastzweige sind jeweils eine Vakuumschaltröhre als Hauptkontakt
und jeweils eine weitere Vakuumschaltröhre, in Reihenschaltung mit einem Überschaltwiderstand,
als Widerstandskontakt vorgesehen.
[0004] Bei einer unterbrechungslosen Lastumschaltung von der bisherigen Wicklungsanzapfung
n auf eine neue, vorgewählte Wicklungsanzapfung n+1 wird zunächst der Hauptkontakt
der abschaltenden Seite geöffnet, darauf schließt der Widerstandskontakt der übernehmenden
Seite, so dass zwischen den beiden Stufen n und n+1 ein durch die Überschaltwiderstände
begrenzter Ausgleichsstrom fließt.
[0005] Nachdem der bisher geschlossene Widerstandskontakt der abschaltenden Seite geöffnet
hat, schließt dann der Hauptkontakt der übernehmenden Seite, so dass der gesamte Laststrom
von der neuen Wicklungsanzapfung n+1 zur Lastableitung führt; die Umschaltung ist
beendet.
[0006] Bei verschiedenen Anwendungsfällen solcher bekannter Stufenschalter mit Vakuumschaltröhren
zur Regelung von Leistungstransformatoren ist jedoch eine hohe Stoßspannungsfestigkeit,
bis zu 100 kV und deutlich darüber hinaus, erforderlich. Solche unerwünschten Stoßspannungen,
deren Höhe wesentlich durch den Aufbau des Stufentransformators und der Wicklungsteile
zwischen den einzelnen Anzapfstufen bedingt ist, sind zum einen Blitzstoßspannungen,
die sich durch das Einschlagen von Blitzen im Netz ergeben. Zum anderen können auch
Schaltstoßspannungen auftreten, die durch nicht vorhersehbare Schaltstöße im zu regelnden
Netz verursacht sind.
[0007] Bei nicht ausreichender Stoßspannungsfestigkeit des Stufenschalters kann es zu einem
kurzzeitigem Stufenkurzschluss kommen, falls die Vakuumschaltröhre im nicht den Laststrom
führenden Lastzweig durchschlägt.
[0008] Dies führt in vielen Fällen bei der Auslegung der Schaltstrecken und damit insbesondere
auch der Vakuumschaltröhren zu einer Überdimensionierung, damit diese mit Sicherheit
der beschriebenen Spannungsbeanspruchung standhalten. Sowohl der heute bei modernen
Geräten zur Verfügung stehende geringe Bauraum, als auch die Wirtschaftlichkeit sowie
Verfügbarkeit solcher Vakuumschaltröhren lassen eine solche Überdimensionierung nachteilig
erscheinen.
[0009] In der nicht vorveröffentlichten
DE 10 2010 024 255 wird daher ein Stufenschalter vorgeschlagen, bei dem eine erste Wicklungsanzapfung
eines ersten Hauptstromzweiges über eine Reihenschaltung, bestehend aus einem ersten
mechanischen Umschalter und einem ersten Schaltmittel, d. h. einer Vakuumschaltröhre
oder alternativ einem Halbleiterbauelement, mit einer Lastableitung verbunden ist.
In analog symmetrischer Bauweise dazu wird eine zweite Wicklungsanzapfung eines zweiten
Hauptstromzweiges über eine Reihenschaltung, bestehend aus einem zweiten mechanischen
Umschalter und einem zweiten Schaltmittel, d. h. einer zweiten Vakuumschaltröhre oder
alternativ einem zweiten Halbleiterbauelement, ebenfalls mit der Lastableitung verbunden.
Weiterhin ist zwischen der ersten Wicklungsanzapfung und dem ersten mechanischen Umschalter
ein erster Hilfsstromzweig mit einem eingeschleiften Widerstand abgezweigt, mittels
dem eine elektrische Verbindung mit dem zweiten mechanischen Umschalter des zweiten
Hauptstromzweiges herstellbar ist und zwischen der zweiten Wicklungsanzapfung und
dem zweiten mechanischen Umschalter ein zweiter Hilfsstromzweig mit einem weiteren
eingeschleiften Widerstand abgezweigt ist, mittels dem eine elektrische Verbindung
mit dem ersten mechanischen Umschalter des ersten Hauptstromzweiges herstellbar ist.
[0010] Mit anderen Worten: Es befindet sich also bei dem bekannten Stufenschalter in jedem
Haupt- und Hilfsstromzweig ein mit der jeweiligen Vakuumschaltröhre in Reihe geschalteter
mechanischer Umschalter, der eine vollständig galvanische Trennung der jeweils nicht
beschalteten Wicklungsanzapfung, und damit eine hohe Stoßspannungsfestigkeit, sicherstellt.
[0011] Alle aus dem Stand der Technik bekannten Stufenschalter benötigen mehrere Vakuumschaltröhren
und zusätzliche mechanische Schaltmittel pro Phase, was auf Grund des hohen Platzbedarfs
der einzelnen Schaltmittel und des damit einhergehenden konstruktiven und mechanischen
Aufwandes nachteilig und vor allem teuer ist. Nicht zuletzt auch deshalb, weil für
einen Umschaltvorgang eine Vielzahl von erforderlichen Einzelbauteilen in den Stufenschaltern
zur Schaltsequenzrealisierung notwendig sind, die dann innerhalb nur weniger zehntel
Sekunden in einem zeitlich exakt definierten Umschaltvorgang ineinandergreifen müssen.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Stufenschalter zur unterbrechungslosen
Umschaltung zwischen Wicklungsanzapfungen eines Stufentransformators anzugeben, der
eine Reduzierung der Komplexität und der erforderlichen Einzelbauteile ermöglicht,
dabei insbesondere mechanische Schaltmittel entbehrlich macht und zudem eine hohe
Stoßspannungsfestigkeit aufweist. Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Vakuumschaltröhre anzugeben, die besonders vorteilhaft für einen solchen weiter
entwickelten Stufenschalter verwendbar ist.
[0013] Diese Aufgaben werden durch einen Stufenschalter mit den Merkmalen des ersten Patentanspruches
sowie einer für einen solchen Stufenschalter besonders geeigneten Vakuumschaltröhre
mit den Merkmalen des sechsten Patentanspruches gelöst. Die jeweiligen Unteransprüche
betreffen dabei besonders bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
[0014] Dem erfindungsgemäßen Stufenschalter liegt die allgemeine Idee zugrunde, jeweils
einen Hauptkontakt und ein seriell dazu geschaltetes mechanisches Schaltmittel eines
ersten Lastzweiges und einen zusätzlichen Widerstandskontakt eines zweiten Lastzweiges
in nur einer einzigen Vakuumschaltröhre mit einem gemeinsamen Gehäuse zu vereinen.
Der erfindungsgemäßen Vakuumschaltröhre liegt darüber hinaus die allgemeine erfinderische
Idee zugrunde, durch die Kombination der Bauform einer Vakuumschaltröhre mit mehreren
beweglichen Kontaktsystemen, die in separaten und gegenseitig abgedichteten Vakuumschaltkammern
angeordnet sind, die Funktionalitäten von nach dem Stand der Technik zwei erforderlichen
Vakuumschaltröhren und einem zusätzlichen mechanischen Schaltmittel durch eine einzige
erfindungsgemäße Vakuumschaltröhre zu ersetzen. Mit andern Worten: Es werden bei der
erfindungsgemäßen Vakuumschaltröhre die bisher separat erforderlichen Schaltmittel,
nämlich die zwei unter Last schaltenden Vakuumschaltröhren und das eine weitere mechanische
Schaltmittel, nicht mehr, wie nach dem Stand der Technik, als einzelne Baugruppen
ausgeführt und in dem Stufenschalter verbaut, sondern in nun einer einzigen Vakuumschaltröhre
mit in mehreren separaten Vakuumschaltkammern angeordneten Vakuumschaltstrecken zusammengefasst.
Die Vakuumschaltröhre vermag es dabei sowohl das mechanische Schaltmittel eines Umschalters
als auch eines mechanischen Ein-, Ausschalters nun funktional durch eine Vakuumschaltstrecke
zu ersetzen.
[0015] Die dielektrische Festigkeit der neuartigen Vakuumschaltröhre wird dadurch erhöht,
dass die einzelnen Vakuumschaltstrecken der mehreren Kontaktsysteme in getrennten,
d. h. gegenseitig abgedichteten, Vakuumschaltkammern, jedoch in einem gemeinsamen
Gehäuse, angeordnet sind. Mit anderen Worten: Die Gefahr vorhandener Potenzialunterschiede
zwischen den verschiedenen Kontaktsystemen, die zu einem übergreifenden Lichtbogen
führen könnten, werden erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mehrere separate Vakuumschaltkammern
vorgesehen sind, in denen die Kontaktsysteme jeweils elektrisch untereinander gekoppelt
sind.
[0016] Vakuumschaltröhren mit zwei Kontaktstellen sind an sich bereits bekannt.
[0017] Die
DE 3344367 betrifft eine Vakuumschaltröhre mit zwei elektrisch in Reihe geschalteten Kontaktpaaren
in einem einzigen Vakuumraum, die gleichzeitig betätigbar sind.
[0018] Die
DE 197 56 308 C1 betrifft eine ähnliche Vakuumschaltröhre mit zwei auf einer gemeinsamen Achse angeordneten
Schaltstrecken, wobei innenliegende Kontaktdruckfedern vorgesehen sind.
[0019] Die
EP 0 258 614 B1 beschreibt die Kombination einer Vakuumschaltröhre und einer spezifischen Beschaltung
an einem Stufenschalter. Hierbei sind mehrere Schaltstrecken in einem Vakuumraum angeordnet,
was einen komplizierten Aufbau der Vakuumschaltröhre mit ringförmigen Festkontakten
bedingt.
[0020] Die
DE 10 2006 033 422 B3 schließlich beschreibt eine weitere Vakuumschaltröhre mit mehrfacher Funktionalität,
wobei auch hier sowohl ringförmige Festkontakte als auch innenliegende Kontaktdruckfedern
erforderlich sind.
[0021] Die Erfindung soll nachstehend an Hand von Figuren noch beispielhaft näher erläutert
werden.
[0022] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Stufenschalter nach dem Stand der Technik
- Figur 2
- eine erfindungsgemäße Vakuumschaltröhre für einen Stufenschalter in einer schematischen
Darstellung.
[0023] In Figur 1 ist ein aus dem Stand der Technik bekannter Stufenschalter gezeigt. Er
weist einen ersten Lastzweig auf, in dem sich eine als Hauptkontakt wirkende Vakuumschaltröhre
V
1 und ein in Reihe dazu geschalteter mechanischer Umschalter U
1 sowie parallel dazu ein Überschaltwiderstand R
1 und eine als Widerstandskontakt wirkende Vakuumschaltröhre V
2 befinden. Der zweite Lastzweig besitzt ganz analog eine Vakuumschaltröhre V
4 und einen in Reihe dazu geschalteten mechanischen Umschalter U
2 sowie parallel dazu einen weiteren Überschaltwiderstand R
2 und eine als Widerstandkontakt wirkende Vakuumschaltröhre V
3. Der bekannte Stufenschalter besitzt also zwei Vakuumschaltröhren pro Lastzweig,
mithin vier Vakuumschaltröhren pro Phase. Die Ausgangslage, bei der die Anzapfung
n beschaltet ist, entspricht der in Figur 1 dargestellten Stellung der einzelnen Schaltelemente.
Die Umschaltung erfolgt in folgenden Schritten:
- Vakuumschaltröhre V1
- Vakuumschaltröhre V3 schließt
- Vakuumschaltröhre V2 öffnet
- Vakuumschaltröhre V4 schließt; die Umschaltung ist abgeschlossen.
[0024] Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße Vakuumschaltröhre 1 mit einem ersten Kontaktsystem
I, einem zweiten Kontaktsystem II und einem dritten Kontaktsystem III, die alle als
Vakuumschaltstrecken ausgebildet sind. Zudem sind die Kontaktsysteme I, II und III
jeweils räumlich getrennt in einer separaten Vakuumschaltkammer 2, 3 und 4, jedoch
in einem gemeinsamen, alle Kontaktsysteme I, II und III umschließenden Gehäuse 5 angeordnet.
Im seitlichen Wandungsbereich der einzelnen Vakuumschaltkammern 2, 3 und 4 sind jeweils
mehrere Isolierkeramiken 6 vorgesehen. Zentrisch in Verlängerung der rotationssymmetrischen
Längsachse s1 ist ein oberer, fester Stößel 7 und am entgegengesetzten Ende ein unterer,
beweglicher Stößel 8 vorgesehen, die im Inneren des Gehäuses 5 auf an sich bekannte
Weise jeweils Kontaktstücke 9 und 10 tragen. Das Kontaktstück 9 kann separat und unabhängig
durch eine Betätigung des beweglichen Stößels 8 mit einem festen Kontakt 11 elektrisch
in Verbindung gebracht werden. Der feste Kontakt 11 ist dabei an einem im Inneren
des Gehäuses 5 vorgesehenen festen, elektrisch leitenden Stößel 12 angeordnet, der
die Abtrennung zwischen der Vakuumschaltkammer 3 und 4 in Verlängerung der Längsachse
s1 durchdringt und an seinem, dem festen Kontakt 11, gegenüberliegenden Ende einen
weiteren festen Kontakt 13 aufweist. Die dichte Abtrennung zwischen den Vakuumschaltkammern
2 und 3 wird durch eine in Längsrichtung der Achse s1 verschiebbar ausgebildete, elektrisch
leitende Platte 14 sichergestellt, an der zu beiden Seiten hin ein weiteres festes
Kontaktstück 15 und 16 über jeweils einen elektrisch leitenden Steg 17 und 18 befestigt
ist. Damit kann durch vertikales Verschieben der Platte 14 der feste Kontakte 16 mit
dem festen Kontakt 10 beschaltet werden oder der feste Kontakt 15 mit dem festen Kontakt
13. Im Bereich der Wandung des Gehäuses 5 sind hier nach dem Stand der Technik bekannte
Faltenbalge 19 vorgesehen, die der Platte 14 eine vertikale Bewegungsfreiheit einräumen.
Die bekannten Kontaktfedern, die mit dem Stößel 8 zusammenwirken, sind hier aus Übersichtlichkeitsgründen
nicht dargestellt.
[0025] Spiegelt man die in Figur 2 beschriebene Vakuumschaltröhre 1 auf einen Stufenschalter
der Figur 1, so werden erfindungsgemäß die beiden bisher separaten Schaltelemente
V1, V3 und U1 bzw. V2, V4 und U2 in nun einer einzigen Vakuumschaltröhre 1 mit den
getrennt steuerbaren Kontaktsystemen I, II und III zusammengefasst. Wird der Stößel
7 der in Figur 2 abgebildeten Vakuumschaltröhre 1 über einen Widerstand R2 mit der
Wicklungsanzapfung n+1, die elektrisch leitende Platte 14 mit der Lastableitung LA
und der untere Stößel 8 mit der Wicklungsanzapfung n elektrisch leitend verbunden,
so lässt sich dadurch der in Figur 1 beschriebene Stufenschalter besonders einfach
mechanisch realisieren.
1. Stufenschalter mit Vakuumschaltröhren zur unterbrechungslosen Umschaltung zwischen
Wicklungsanzapfungen eines Stufentransformators,
wobei für jede zu schaltende Phase zwei Lastzweige vorgesehen sind,
wobei jeder Lastzweig einen als Hauptkontakt wirkenden Vakuumschaltkontakt (V1,V4)
und ein in Reihe dazu schaltbares mechanisches Schaltmittel (U1,U2) aufweist,
wobei für jede zu schaltende Phase ein dem entsprechenden Lastzweig parallel schaltbarer
Hilfsstromzweig vorgesehen ist,
wobei jeder Hilfsstromzweig wenigstens einen Überschaltwiderstand (R1,R2) und in Serie
einen als Hilfskontakt wirkenden weiteren Vakuumschaltkontakt (V2,V3) aufweist und
wobei sowohl die Lastzweige als auch die Hilfsstromzweige beider Lastzweige mit einer
gemeinsamen Lastableitung verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der als Hauptkontakt wirkende Vakuumschaltkontakt (V1) des ersten Lastzweiges und
das in Reihe dazu angeordnete mechanische Schaltmittel (U1) des ersten Lastzweiges
und der als Hilfskontakt wirkende Vakuumschaltkontakt (V3) des zweiten Lastzweiges
baulich in einer einzigen Vakuumschaltröhre (1) mit einem gemeinsamen Gehäuse (5)
vereinigt sind,
dass der als Hauptkontakt wirkende Vakuumschaltkontakt (V4) des zweiten Lastzweiges und
das in Reihe dazu angeordnete mechanische Schaltmittel (U2) des zweiten Lastzweiges
und der als Hilfskontakt wirkende Vakuumschaltkontakt (V2) des ersten Lastzweiges
in einer weiteren einzigen Vakuumschaltröhre (1) mit einem gemeinsamen Gehäuse (5)
vereinigt sind,
und dass jeweils innerhalb des gemeinsamen Gehäuses (5) der einen Vakuumschaltröhre und der
weiteren Vakuumschaltröhre für jeden Vakuumschaltkontakt (V1, V3; V2, V4) sowie für
jedes mechanische Schaltmittel (U1; U2) jeweils eine getrennte, gegenseitig abgedichtete
Vakuumschaltkammer (2, 3 und 4) vorgesehen ist.
2. Stufenschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in den separaten Vakuumschaltkammern (2, 3 und 4) vorgesehenen Vakuumschaltkontakte
(V1...V4) und das weitere mechanische Schaltmittel (U1, U2) jeweils ein separates
Kontaktsystem (I,II,III) bilden.
3. Stufenschalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Kontaktsystem (I) das mechanische Schaltmittel (U1 oder U2) bildet.
4. Stufenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Kontaktsystem (II) den Vakuumschaltkontakt (V1 oder V4) bildet.
5. Stufenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das dritte Kontaktsystem (III) den Vakuumschaltkontakt (V2 oder V3) bildet.
6. Vakuumschaltröhre für einen Stufenschalter nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein gemeinsames, die gesamte Vakuumschaltröhre (1) umschließendes Gehäuse (5) vorgesehen
ist,
dass innerhalb des Gehäuses (5) mehrere, entlang einer gemeinsamen Längsachse (S1) angeordnete,
Kontaktsysteme (I, II und III) vorgesehen sind, die jeweils räumlich und luftdicht
getrennt in einer separaten Vakuumschaltkammer (2, 3 und 4) angeordnet sind,
7. Vakuumschaltröhre nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Kontaktsystem (I) einen unteren, entlang der Längsachse (S1) bewegbaren,
Stößel (8)
aufweist, an dem ein Kontaktstück (9) befestigt ist, das mit einem an einem festen
Stößel (12) befestigten Kontaktstück (12) kontaktierbar ist.
8. Vakuumschaltröhre nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Kontaktsystem II einen, an dem gegenüberliegenden Ende des Kontaktstücks
(12), ebenfalls an dem Stößel (12) befestigten Kontakt (13) aufweist, der mit einem,
über einen Steg (17) an einer entlang der Längsachse (S1) verschiebbaren elektrisch
leitenden Platte (14) befestigten Kontaktstück (15) kontaktierbar ist.
9. Vakuumschaltröhre nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das dritte Kontaktsystem (III) ein an einem oberen festen Stößel (7) befestigtes
Kontaktstück (10) aufweist, das mit einem, über einen Steg (18) an der entlang der
Längsachse (S1) verschiebbaren elektrisch leitenden Platte (14) befestigten Kontaktstück
(16) kontaktierbar ist.
10. Vakuumschaltröhre nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass in jeder Vakuumschaltkammer (2, 3 und 4) im Bereich der seitlichen Wandung des Gehäuses
(5) mehrere Isolierkeramiken (6) vorgesehen sind.
1. Tap changer with vacuum switching tubes for uninterrupted changeover between winding
taps of a tapped transformer,
wherein two load branches are provided for each phase to be switched,
wherein each load branch comprises a vacuum switching tube (V1 V4) acting as a main
contact and mechanical switching means (U1, U2) connectible in series therewith, wherein
an auxiliary current branch connectible in parallel with the corresponding load branch
is provided for each phase to be switched,
wherein each auxiliary current branch comprises at least one switchover resistance
(R1, R2) and in series a further vacuum switching contact (V2, V3) acting as an auxiliary
contact and
wherein not only the load branches, but also the auxiliary current branches of the
two load branches are connected with a common load diverter,
characterised in that
the vacuum switching contact (V1), which acts as main contact, of the first load branch,
and the mechanical switching means (U1) arranged in series therewith of the first
load branch and the vacuum switching contact (V3), which acts as auxiliary contact,
of the second load branch are constructionally combined in a single vacuum switching
tube (1) with a common housing (5),
the vacuum switching contact (V4), which acts as main contact, of the second load
branch, and the mechanical switching means (U2) arranged in series therewith of the
second load branch and the vacuum switching contact (V2), which acts as auxiliary
contact, of the first load branch are combined in a further single vacuum switching
tube (1) with a common housing (5) and
a respective separate hermetically sealed vacuum switching chamber (2, 3 and 4) is
provided for each vacuum switching contact (V1, V3; V2, V4) and for each mechanical
switching means (U1; U2) within the common housing (5) of each of the first-mentioned
vacuum switching tube and the further vacuum switching tube..
2. Tap changer according to claim 1, characterised in that the vacuum switching contacts (V1 ... V4) and the further mechanical switching means
(U1, U2), which are provided in the separate vacuum switching chambers (2, 3 and 4),
each form a respective separate contact system (I, II and III).
3. Tap changer according to claim 1 or 2, characterised in that the first contact system (I) forms the mechanical switching means (U1 or U2).
4. Tap changer according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the second contact system (II) forms the vacuum switching contact (V1 or V4).
5. Tap changer according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the third contact system (III) forms the vacuum switching contact (V2 or V3).
6. Vacuum switching tube for a tap changer according to claims 1 to 5, characterised in that a common housing (5) enclosing the entire vacuum switching tube (1) is provided and
that provided within the housing (5) is a plurality of contact systems (I, II and
III), which are arranged along a common longitudinal axis (S1) and which are arranged
in each instance to be separated physically and hermetically in a separate vacuum
switching chamber (2, 3 and 4).
7. Vacuum switching tube according to claims 6, characterised in that the first contact system (I) comprises a lower plunger (8), which is movable along
the longitudinal axis (S1) and to which is fastened a contact member (9) contactable
by a contact member (12) fastened to a fixed plunger (12).
8. Vacuum switching tube according to one of claims 6 and 7, characterised in that the second contact system (II) has at the opposite end to the contact member (12)
a contact (13) which is similarly fastened to the plunger (12) and which is contactable
with a contact member (15) fastened by way of a web (17) to an electrically conductive
plate (14) displaceable along the longitudinal axis (S1).
9. Vacuum switching tube according to any one of claims 6 to 8, characterised in that the third contact system (III) comprises a contact member (10), which is fastened
to an upper fixed plunger (7) and which is contactable with a contact member (16)
fastened by way of a web (18) to the electrically conductive plate (14) displaceable
along the longitudinal axis (S1).
10. Vacuum switching tube according to any one of claims 7 to 9, characterised in that several insulating ceramic members (6) are provided in each vacuum switching chamber
(2, 3 and 4) in the region of the lateral wall of the housing (5).
1. Commutateur à gradins équipé de tubes de commutation sous vide destiné à permettre
d'effectuer une commutation sans interruption entre deux prises d'enroulement d'un
transformateur à gradins, dans lequel :
deux branches de charge sont prévues pour chacune des phases à commuter,
chaque branche de charge comporte un contact de commutation sous vide (V1, V4) agissant
en tant que contact principal et un moyen de commutation mécanique (U1, U2) pouvant
être branché en série sur celui-ci,
pour chacune des phases à commuter, il est prévu une branche de courant auxiliaire
pouvant être branchée en parallèle sur la branche de charge correspondante,
chaque branche de courant auxiliaire comprend au moins une résistance de passage (R1,
R2) et, en série un autre contact de commutation sous vide (V2, V3) agissant en tant
que contact auxiliaire, et
la branche de charge et également la branche de courant auxiliaire des deux branches
de charge sont reliées à une évacuation de charge commune,
caractérisé en ce que
le contact de commutation sous vide (V1) agissant en tant que contact principal de
la première branche de charge et le moyen de commutation mécanique (U1) de la première
branche de charge monté en série sur celui-ci et le contact de commutation sous vide
(V3) de la seconde branche de charge agissant en tant que contact auxiliaire sont
réunis dans un tube de commutation sous vide unique (1) avec un boîtier commun (5),
le contact de commutation sous vide (V4) agissant en tant que contact principal de
la seconde branche de charge et le moyen de commutation mécanique (U2) monté de la
seconde branche de charge en série sur celui-ci et le contact de commutation sous
vide (V2) agissant en tant que contact auxiliaire de la première branche de charge
sont réunis dans un autre tube de commutation sous vide unique (1) avec un boîtier
(5) commun, et
il est respectivement prévu à la partie interne du boîtier commun (5) de l'un des
tubes de commutation sous vide et de l'autre tube de commutation sous vide pour chacun
des contacts de commutation sous vide (V1, V3, V2, V4) ainsi que pour chacun des moyens
de commutation mécanique (U1, U2), une chambre de commutation sous vide (2, 3 et 4)
respective séparée rendue mutuellement étanche.
2. Commutateur à gradins conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
les contacts de commutation sous vide (V1...V4) situés dans les chambres de commutation
sous vide séparées (2, 3 et 4) et l'autre moyen de commutation mécanique (U1, U2)
forment respectivement un système de contact (I, II, III) séparé.
3. Commutateur à gradins conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le premier système de contact (I) forme le moyen de commutation mécanique (U1 ou U2).
4. Commutateur à gradins conforme à l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le second système de contact (II) forme le contact de commutation sous vide (V1 ou
V4).
5. Commutateur à gradins conforme à l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le troisième système de contact (III) forme le contact de commutation sous vide (V2
ou V3).
6. Tube de commutation sous vide destiné à un commutateur à gradins conforme aux revendications
1 à 5,
caractérisé en ce qu'
il est prévu un boîtier (5) commun entourant la totalité du tube de commutation sous
vide (1),
il est prévu à la partie interne du boîtier (5) plusieurs systèmes de contact (I,
II, et III) montés le long d'un axe longitudinal commun (S1), qui sont respectivement
montés en étant séparés dans l'espace et de façon étanche à l'air dans une chambre
de commutation sous vide séparée (2, 3 et 4).
7. Tube de commutation sous vide conforme à la revendication 6,
caractérisé en ce que
le premier système de contact (I) comprend une tige poussoir (8) inférieure mobile
le long de l'axe longitudinal (S1) sur laquelle est fixée une pièce de contact (9)
qui peut être mise en contact avec une pièce de contact (12) fixée sur une tige poussoir
fixe (12).
8. Tube de commutation sous vide conforme à l'une des revendications 6 ou 7,
caractérisé en ce que
le second système de contact (II) comporte un contact (13) fixé également à la tige
poussoir (12) à l'extrémité opposée à la pièce de contact (12), et qui peut être mis
en contact avec une pièce de contact (15) fixée par l'intermédiaire d'une tige (17)
sur une plaque électriquement conductrice (14) susceptible de coulisser le long de
l'axe longitudinal (S1).
9. Tube de commutation sous vide conforme à l'une des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce que
le troisième système de contact (III) comporte une pièce de contact (10) fixée sur
une tige poussoir fixe supérieure (7) et qui peut être mise en contact avec une pièce
de contact (16) fixée par l'intermédiaire d'une tige (18) sur la plaque électriquement
conductrice (14) susceptible de coulisser le long de l'axe longitudinal (S1).
10. Tube de commutation sous vide conforme à l'une des revendications 7 à 9,
caractérisé en ce qu'
il est prévu dans chacune des chambres de commutation sous vide (2, 3 et 4) dans la
zone des parois latérales du boîtier (5) plusieurs céramiques isolantes (6).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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