Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft einen Haltekörper für flexibles Schleifmittel, ein Schleifsystem
und ein Schleifgerät, insbesondere ein Handschleifgerät nach der Gattung der unabhängigen
Ansprüche.
[0002] Gattungsgemäße Haltekörper in Form von Schleiftellern sind beispielsweise in
DE 20 2009 000 880 und
EP 0 781 629 A1 beschrieben. Diese Schleifteller weisen einen weichen Stützkörper, welcher beispielsweise
Schaumstoff umfassen kann, sowie eine Klett- oder Haftschicht zum Verbinden mit einem
flexiblen Schleifmittel auf. Das flexible Schleifmittel kann beispielsweise eine Schleifscheibe
sein. Diese bekannten Schleifteller weisen mehrere in axialer Richtung verlaufende
Bohrungen auf, durch welche Luft und beim Schleifen entstehender Schleifstaub abgesaugt
werden können. Diese Bohrungen durchdringen sowohl die weiche Schicht als auch die
Klett- oder Haftschicht.
[0003] Aufgrund der notwendigen Bohrungen ergibt sich für den jeweiligen Schleifteller ein
charakteristisches Lochbild, an welches die hiermit verwendbaren Schleifmittel angepasst
sein müssen. Diese müssen nämlich selbst Löcher mit einem entsprechenden Lochbild
aufweisen. Dies ist besonders nachteilig, da mit einem vorgegebenen Schleifteller
nur ganz bestimmte Schleifmittel verwendet werden können. Außerdem muss beim Befestigen
des Schleifmittels am Schleifteller die relative Ausrichtung der Schleifmittel zum
Schleifteller beachtet werden, damit die Löcher im Schleifmittel kongruent mit den
Löchern im Schleifteller sind und somit eine Absaugung möglich ist. Konstruktiv aufwändige
Lösungen dieses Problems sind z. B. aus
EP 1 977 858 oder
WO 2009/088772 A2 bekannt. Darüber hinaus ist ein weiterer gattungsgemäßer Haltekörper mit einer luft-
und standdurchläßigen Befestigungsfläche aus der
WO 2007/143400 A2 bekannt.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile der Erfindung
[0004] Der erfindungsgemäße Haltekörper mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil,
dass ein beim Arbeitsprozess entstandener Schleifstaub durch einen Saugluftstrom zunächst
im Wesentlichen ungehindert und auf kürzestem Weg durch die Befestigungsschicht treten
kann, da die Befestigungsfläche der Befestigungsschicht in einer im Wesentlichen senkrecht
zur Befestigungsfläche verlaufenden Richtung im Wesentlichen luft- und staubdurchlässig
ist. Dabei wird unter einer "luft- und staubdurchlässigen Befestigungsschicht" insbesondere
eine Befestigungsschicht verstanden, welche zumindest teileweise aus einem luft- und
staubdurchlässigen, insbesondere offenporigen Material und/oder zumindest teilweise
aus einem Material besteht, welches durch mindestens einen Bearbeitungsschritt, beispielsweise
Stanzen, Fräsen und/oder Bohren, insbesondere durch Laserbohren oder ein anderweitiges
Verfahren mit, das Material durchstoßenden Bohrungen und/oder Kanälen luft- und staubdurchlässig
gemacht wurde. So kann eine Luftströmung, insbesondere eine staubhaltige Luftströmung,
von der Befestigungsfläche im Wesentlich senkrecht zur Befestigungsfläche durch die
Befestigungsschicht treten. Dadurch wird ein Gegendruck durch die Befestigungsschicht
vorteilhaft reduziert. Gleichzeitig gelangen Staubteilchen auf kürzestem Weg von der
einem Schleifprozess zugewandten Seite der Befestigungsschicht auf die dem Schleifprozess
abgewandte Seite der Befestigungsschicht.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen ergeben sich vorteilhafte
Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Merkmale.
[0006] Erfährt eine im wesentlichen senkrecht zur Befestigungsfläche verlaufenden Luftströmung,
insbesondere staubhaltige Luftströmung, nach Durchtritt durch die Befestigungsschicht
zumindest eine teilweise Umlenkung in eine aus Sicht des Schleifmittels im Wesentlichen
hinter der Befestigungsschicht verlaufende Querströmung durch den Stützkörper, kann
auf einfache Weise eine gleichmäßige Abfuhr des Schleifstaubs erzielt werden, ohne
dass eine starke Drosselung des Saugluftstroms überwunden werden muss. Dies ist insbesondere
für Anwendungen von Bedeutung bei denen die Befestigungsfläche des Haltekörpers deutlich
größer ist als eine Querschnittfläche eines absaugseitigen Bereichs. So können erfindungsgemäße
Haltekörper vorzugsweise kegelstumpfartig ausgebildet sein, wobei insbesondere die
Größere der Grundflächen als Befestigungsfläche ausgebildet ist.
[0007] In einer bevorzugten Ausführung sind die Befestigungsmittel des erfindungsgemäßen
Haltekörpers als mechanische Befestigungsmittel zum Befestigen eines flexiblen Schleifmittels,
insbesondere als von der Befestigungsfläche hervorstehende Schlaufen und/oder Haken
ausgebildet.
[0008] In einer besonders bevorzugten Ausführung enthält die Befestigungsschicht ein offenporiges
Material. Die Befestigungsschicht kann dabei jedoch auch aus dem offenporigen Material
bestehen. Als "offenporig" wird an dieser Stelle insbesondere ein Material verstanden,
welches entlang zumindest einer Raumrichtung, insbesondere senkrecht zur Befestigungsfläche,
Poren, Kanäle, Öffnungen und/oder Ausnehmungen aufweist, so dass ein mit Staub beladener
Luftstrom durch das Material durchtreten kann. Typischerweise weist der bei einem
Schleifprozess erzeugte Schleifstaub eine typische Größenverteilung der Schleifpartikel
auf, so dass bevorzugt die minimalen Durchlassquerschnitte der Kanäle, Öffnungen und/oder
Ausnehmungen bzw. eine Porosität der Poren durch die größten typischerweise auftretenden
Schleifpartikel definiert werden.
[0009] Mit einem textilen Material lässt sich in besonderes einfacher und kostengünstiger
Weise die Ausbildung als offenporiges Material erzielen. Daher enthält die Befestigungsschicht
einer besonders bevorzugte Ausführung des erfindungsgemäßen Haltekörpers ein textiles
Material oder besteht daraus. Vorzugsweise weist das textile Material Schlaufen und/oder
Haken und/oder Pilzköpfe auf als Befestigungsmittel auf, welche insbesondere für die
Ausbildung eines bekannten Klettsystem geeignet sind. Es ist jedoch auch denkbar,
dass ein von seiner Materialstruktur her dichtes, insbesondere staub- und luftundurchlässiges
Material als Befestigungsschicht durch geeignete Perforation, Perforierungen und/oder
Durchlöcherungen in regelmäßigem oder unregelmäßigen Mustern erfindungsgemäße vorteilhaft
eingesetzt werden. Auch kann eine geeignete Perforation, Perforierungen und/oder Durchlöcherungen
in regelmäßigem oder unregelmäßigen Mustern mit textilen Materialien oder Materialmischungen
vorteilhaft kombiniert werden.
[0010] Eine bevorzugte Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Haltekörpers wird erreicht,
wenn die Befestigungsschicht die Befestigungsfläche nahezu vollständig, vorzugsweise
vollständig überdeckt.
[0011] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Haltekörpers wird dadurch erreicht, dass der
Stützkörper einen Staubraum aufweist, welcher in einem an die Stützfläche angrenzenden
Bereich vorgesehen ist, wobei der Staubraum aus Sicht der Stützfläche eine wabenartige
Strukturierung aufweist, die mit Kanälen, Rinnen und/oder Nuten zur Führung einer
Luftströmung durchzogen ist. Insbesondere wird durch einen derartigen Staubraum erreicht,
dass ein sich gegebenenfalls aufbauende, den staubhaltigen Luftstrom behindernde Druckbarriere
nach Durchtritt durch die erfindungsgemäße Befestigungsschicht vorteilhaft reduziert
wird. Dies ist insbesondere für Anwendungen von Bedeutung bei denen die Befestigungsfläche
des Haltekörpers deutlich größer ist als eine Querschnittfläche eines absaugseitigen
Bereichs, da besonders in derartigen Anwendungsfällen eine zunehmende Verengung einer
lateralen Ausdehnung des Luftstroms beim Durchströmen des Stützkörpers eine Drosselwirkung
hervorrufen könnte. Der Staubraum ermöglicht es hier die Umlenkung des Luftstroms
mit geringst möglichen Verlusten zu realisieren Alternativ oder ergänzend kann auch
zumindest ein Staubraum im Inneren Stützkörpers vorgesehen sein, der ähnliche Wirkungen
aufweist. Vorzugsweise erfolgt daher die Umlenkung der Luftströmung im Wesentlichen
im Staubraum.
[0012] Weist der Stützkörper des erfindungsgemäßen Haltekörpers mindestens eine Abluftbohrung
auf, welche den Staubraum mit einer der Stützfläche gegenüberliegenden Fläche luft-
und staubdurchlässig verbindet und durch die Luft vom Staubraum abgesogen werden kann,
so lässt sich der erfindungsgemäße Haltekörper besonders leicht an einer Schleifmaschine
mit Absaugvorrichtung, seines eine interne oder aber auch eine externe vorgesehene
Absaugeinheit, applizieren.
[0013] In einer Weiterentwicklung weist der Stützkörper mindestens eine Zuluftbohrung auf,
über welche ein Luftstrom in einen Bereich vor der Befestigungsschicht des Haltekörpers
geleitet werden kann. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung führt die Zuluftbohrung
dabei Frischluft in einen zentralen Bereich des Haltekörpers ein, von aus die Frischluft
einem Bearbeitungsbereich zugeführt wird.
[0014] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung wird die wabenartige Struktur des Staubraums
im wesentlichen durch aus dem restlichen Stützkörper hervorstehende Stützvorsprünge
gebildet, welche zumindest teilweise bis in die Stützfläche ragen, so dass die in
die Stützflächen ragenden Teile der Stützvorsprünge Teile der Stützfläche bilden,
wobei die Befestigungsschicht vorzugsweise mit diesen Teilen der Stützflächen verbunden,
insbesondere verklebt und/oder verschweißt ist. Dadurch wird eine gleichmäßigere Verteilung
der Belastungen im Anwendungsfall auf die Verbindung der Befestigungsschicht am Haltekörper
erreicht. Gleichzeitig wird die Befestigungsschicht an der Stützfläche gleichmäßiger
abgestützt, so dass die Bearbeitungskräfte gleichmäßiger über die Fläche verteilt
übertragen werden können.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Haltekörpers sieht
vor, dass der Stützkörper einer der Stützfläche im Wesentlichen gegenüberliegende
Anschlussfläche aufweist, wobei die Anschlussfläche einen geringeren Flächeninhalt,
insbesondere einen geringeren Außendurchmesser aufweist als die Stützfläche und wobei
in der Anschlussfläche vorzugsweise mindestens eine Absaugöffnung vorgesehen ist.
[0016] Wenn der Stützkörper zumindest einen Tragkörper und eine Deckplatte aufweist, wobei
sich der Tragkörper zwischen der Stützfläche und der Deckplatte erstreckt und luft-
und staubdurchlässig ist, insbesondere aus einem luft- und staubdurchlässigen Material
besteht, und wobei die Deckplatte im Wesentlichen die Anschlussfläche bildet, kann
der Stützkörper vorteilhaft vor mechanischen Beschädigungen geschützt werden. Weiters
ermöglicht die Deckplatte die Integration einer robusten Schnittstelle zur Verbindung
des erfindungsgemäßen Haltekörpers mit einer Schleifmaschine. Die Schnittstelle kann
dabei insbesondere als Schraub-, Rast-, Clips- und/oder SteckVerbindung ausgebildet
sein. Es sind dem Fachmann jedoch auch weitere Ausgestaltungen von Werkzeugschnittstellen
wie beispielsweise für Drehoszillationswerkzeuge bekannt, welche an dieser Stelle
vorteilhaft in oder an der Deckplatte vorgesehen sein können.
[0017] In einer alternativen oder ergänzenden Weiterentwicklung kann vorgesehen sein, dass
der Stützkörper einen Schutzkörper aufweist, vorzugsweise von diesem radial umschlossen
wird, wobei eine der Stützfläche zugewandte radiale Außenkontur im Wesentlichen einer
Außenkontur der Stützfläche gleicht, vorzugsweise mit dieser nahezu identisch ist.
Der Schutzkörper sichert vorteilhaft den Stützkörper in seiner Umfangsfläche vor mechanischen
Schäden. Weiters kann der Schutzkörper dazu vorgesehen sein, ein Stützkörper in seiner
Umfangsfläche luft- und staubdicht auszubilden, insbesondere einen Stützkörper, vorzugsweise
einen Tragkörper aus einem offenporigen Material in seiner Umfangsfläche luft- und
staubdicht abzudichten, so dass nur über radial Stirnflächen ein Luftstrom durch den
Haltekörper gelangen kann.
[0018] Weiters kann der Schutzkörper eine in einer Ebene der Stützfläche liegende vorteilhafte
Anlagefläche aufweisen, wobei die Befestigungsschicht zumindest an der Anlagefläche
mit dem Schutzkörper verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt ist, so
dass insbesondere die Befestigungsschicht vorzugsweise umlaufend mit dem Schutzkörper
verbunden ist. Die Anlagefäche ist dabei vorzugsweise als ebene Ringfläche oder ebene,
ringähnliche Fläche ausgebildet. Ein fur die Erfindung geeignetes Schleifmittel umfasst
eine, eine Arbeitsfläche im Wesentlich bedeckende Arbeitsschicht, eine luft- und staubdurchlässige
Trägerschicht sowie eine mit den Befestigungsmitteln des Haltekörpers zur Befestigung
des Schleifmittels am Haltekörper zusammenwirkende Verbindungsmittel aufweisende Verbindungsschicht,
welche eine der Arbeitsfläche im Wesentlichen abgewandte Verbindungsfläche bereitstellt
und so ausgebildet ist, dass die Verbindungsfläche in einer im Wesentlichen senkrecht
zur Verbindungsfläche verlaufenden Richtung im Wesentlichen luft- und staubdurchlässig
ist. Unter einem "flexiblen Schleifmittel" wird dabei insbesondere eine Schleifscheibe
verstanden, welche in einem nicht mit dem Haltekörper verbundenen, losen Zustand zumindest
in einer Richtung senkrecht zur Arbeitsfläche verbogen, verknickt oder anderweitig
verformt werden kann. Unter einer "Arbeitsschicht" wird hierbei insbesondere eine
Schicht mit mindestens einem abrasiv wirkenden Medium, wie beispielweise Schleifkörnern
aus bekannten Schleifmedien mit einer gegebenen Schleifkornverteilung, verstanden.
Die Trägerschicht kann dabei eine offenporige, insbesondere luft- und staubdurchlässige
Papier-, Textil- Schaum- und/oder ElastomerKomponente aufweisen, insbesondere daraus
bestehen. Die Verbindungsschicht kann vorzugsweise ein textiles und/oder anderweitig
offenporiges Material umfassen, insbesondere daraus bestehen, welches für die Verbindung
mit den Befestigungsmitteln des erfindungsgemäßen Haltekörpers geeignete Verbindungsmittel
aufweist.
[0019] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Schleifsystem umfassend einen
erfindungsgemäßen Haltekörper und mindestens einem Schleifmittel, welches an der Befestigungsfläche
des Haltekörpers befestigbar ist. Das Schleifmittel ist dabei vorzugsweise zumindest
partiell luft- und staubdurchlässig ausgestaltet. So können beispielsweise Perforationen,
insbesondere Durchbrüche oder Durchbrechungen im Schleifmittel vorgesehen sein, welche
über eine Arbeitsfläche des Schleifmittels verteilt angeordnet sind.
[0020] Schließlich betrifft die Erfindung in einem weiteren Aspekt eine Schleifmaschine,
insbesondere ein Handschleifgerät umfassend mindestens einen erfindungsgemäßen Haltekörper
und eine Antriebseinheit zum Antrieb des mindestens einen Haltekörpers. Eine bevorzugte
Schleifmaschine weist darüber hinaus eine Absaugvorrichtung auf, welche einen Saugluftstrom
bereitstellt, der sich von der Befestigungsfläche aus über den erfindungsgemäßen Haltekörper
in Richtung auf die Absaugvorrichtung hin strömt. Die Absaugvorrichtung kann dabei
als Rohrsystem zum Anschluss einer externen Absaugeinheit und/oder als von der Antriebseinheit
der Schleifmaschine aktiv angetriebene Absaugeinrichtung ausgebildet sein.
Beschreibung der Zeichnungen
[0021] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der
folgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Teilschnittansicht einer Schleifmaschine mit einem Haltekörper nach dem Stand
der Technik
- Fig. 2
- eine schematische Schnittansicht eines Haltekörpers nach du Stand der Technik
- Fig. 3
- eine schematische Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Haltekörpers
- Fig. 4
- eine Aufsicht auf die Stützfläche eines erfindungsgemäßen Haltekörpers in einer Ausführung
nach Fig. 3
- Fig. 5
- eine schematische Schnittansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Haltekörpers
- Fig. 6a, 6b
- ein Schemaansichten eines Schleifmittels zur Anbringung an einen erfindungsgemäßen
Haltekörper
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0022] In Fig. 1 ist als Beispiel einer Schleifmaschine 10 mit einern Haltekörper nach dem
Stand der Technik ausschnittweise und teilweise geschnitten eine handgeführte Exzenterschleifmaschine,
nachfolgend kurz Exzenterschleifer genannt, zur Durchführung von Schleifarbeiten in
Seitenansicht dargestellt. Der Exzenterschleifer hat ein Gehäuse 11, das in Betrachtungsrichtung
nach links in einen Handgriff 12 übergeht, an dessen Unterseite eine Schaltertaste
13 zum Ein- und Ausschalten eines im Innern des Gehäuses 11 aufgenommenen Elektromotors
14 einer Antriebseinheit 11a angeordnet ist. Auf der Abtriebswelle 15 des Elektromotors
14 sitzt drehfest ein Laufrad 16 eines Sauggebläses, mit dem der bei Schleifarbeiten
auf der Oberfläche eines Werkstücks anfallende Schleifstaub abgesaugt und über einen
Ausblasstutzen 17 in einen Staubauffangbehälter transportiert wird. In der Nabe des
Laufrads 16 ist eine exzentrische Ausnehmung 18 vorgesehen, in die ein an der Unterseite
des Gehäuses 11 vorstehender Mitnehmer 19 eintaucht, der sich über zwei Wälzlager
20, 21 an der Innenwand der exzentrischen Ausnehmung 18 abstützt. Über die Wälzlager
20, 21 erfolgt, abhängig von der Lagerreibung, die Drehmitnahme des Mitnehmers 19.
Wälzlager 20, 21 und Mitnehmer 19 sind axial unverschieblich in der exzentrischen
Ausnehmung 18 gehalten.
[0023] An der Unterseite des Mitnehmers 19 ist eine ebene Auflagefläche 191 ausgebildet,
an 10 die ein als Schleifteller 22 ausgebildeter Haltekörper 30 nach dem Stand der
Technik mit einer an seiner Oberseite ausgebildeten Anlagefläche 23 ansetzbar ist.
Die Verbindung zwischen Schleifteller 22 und Mitnehmer 19 erfolgt über mindestens
eine Kopfschraube 24, die in mindestens eine im Mitnehmer 19 ausgebildete, axiale
Bohrung 192 einschraubbar ist. An der Unterseite des Gehäuses 11 ist eine Tellerbremse
25 aus Gummi verdrehgesichert befestigt, die sich auf die Oberseite des Schleiftellers
22 auflegt.
[0024] Der Schleifteller 22 besteht aus zwei Komponenten, einer Tragplatte 26 aus einem
Hartkunststoff und einen an der Unterseite der Tragplatte 2 6 befestigten Schleifkissen
27. Die Anlagefläche 23 des Schleiftellers 22 ist zentrisch an der Tragplatte 26 ausgebildet.
An der von der Tragplatte 26 abgekehrten Unterseite des Schleifkissens 27 ist eine
Auflagefläche 271 für ein hier nicht dargestelltes Schleifblatt ausgebildet, die zum
Befestigen des einen Velourrücken tragenden Schleifblatts einen Klettbelag 28 trägt.
Bei Einsatz von selbstklebendem Schleifpapier entfällt der Klettbelag. Im Schleifteller
22 sind durch Tragplatte 26 und Schleifkissen 27 hindurchgehende Staubabsaugöffnungen
29 vorhanden, über die der Schleifstaub in eine im Gehäuse 11 ausgebildete, mit dem
Ausblasstutzen 17 verbundene Staubansaugkammer mittels eines Saugluftstroms 31 hineingesaugt
wird, in der das Laufrad 16 umläuft. Im hier nicht dargestellten Schleifblatt nach
dem Stand der Technik sind zur Absaugung des bei einer Bearbeitung anfallenden Schleifstaubs
Durchbrechungen, insbesondere Bohrungen vorgesehen, welche beim Ansetzen des Schleifblattes
für eine optimale Absaugwirkung mit den Staubabsaugöffnungen 29 in Überdeckung gebracht
werden müssen. Zu einer Vereinfachung des Ansetzens ist es unter anderem bekannt,
die Staubabsaugöffnungen 29 größer auszuführen als die Durchbrechungen im Schleifblatt,
so dass sich eine Überdeckung leichter erreichen lässt. Auch sind Schleifblätter bekannt,
welche eine über die Anzahl von Staubabsaugöffnungen 29 hinausgehende Anzahl, insbesondere
eine Vielzahl von Durchbrechungen aufweisen, so dass sich eine Überdeckung leichter
erreichen lässt.
[0025] Fig. 2 zeigt einen als Schleifteller 220 ausgebildeten Haltekörper 300. Der Haltekörper
300 ist dabei kreisscheibenförmig ausgebildet. Fig. 2 fällt nicht unter den Schutzumfang
der Patentansprüche. Der Haltekörper 300 umfasst einen, bevorzugt im Wesentlichen
kreisscheibenförmigen Stützkörper 301 und eine Befestigungsschicht 302, welche an
einer im Wesentlichen ebenen, vorzugsweise ebenen Stützfläche 303 des Stützkörpers
301 angeordnet ist. Die Befestigungsschicht 302 ist dabei mit einer Haltefläche 304,
welche der Stützfläche 303 vorzugsweise im Wesentlichen gegenüberliegend angeordnet
ist, mit dem Stützkörper 301 verbunden. Dazu kann die Befestigungsschicht 302 mit
ihrer Haltefläche 304 vorzugsweise zumindest teil- und/oder abschnittsweise an der
Stützfläche 303 des Stützkörpers 301 angeklebt, angeschweißt, verklemmt, verkeilt,
verclipst und/oder anderweitig stoff- und/oder formschlüssig verbunden sein. Die Haltefläche
304 liegt dabei vorzugsweise gegenüber einer Befestigungsfläche 305 der Befestigungsschicht
302, welche Befestigungsmittel 306 zum Befestigen eines flexiblen Schleifmittels 400
aufweist. Vorzugsweise sind die Befestigungsmittel 306 so ausgestaltet, dass sie zur
Herbeiführung einer lösbaren Verbindung des flexiblen Schleifmittel 400 am Haltekörper
300 mit hier nicht dargestellten Verbindungsmitteln des flexiblen Schleifmittels 400
zusammenwirken können.
[0026] In einer Ausführung besteht die Befestigungsschicht 302 zumindest teilweise, vorzugsweise
jedoch nahezu vollständig aus einem luft- und staubdurchlässigen Material 307, so
dass die Befestigungsschicht 302 insbesondere in einer im Wesentlichen senkrecht zur
Befestigungsfläche 305 verlaufenden Richtung 308 im Wesentlichen luft- und staubdurchlässig
ist. Dabei besteht das Befestigungsschicht 302 in einer besonders bevorzugten Ausführung
aus einem luft- und staubdurchlässigen - vorzugsweise textilen - Klettmaterial 309.
[0027] Der Stützkörper 301 besteht in der Ausführung nach Fig. 2 aus einem Schutzkörper
310 und einem Tragkörper 311. Zumindest der Tragkörper 311 ist dabei luft- und staubdurchlässig
ausgebildet, vorzugsweise besteht der Tragkörper 311 zumindest teilweise, vorzugsweise
nahezu vollständig aus einem luft- und staubdurchlässigen Material 312. Das luft-
und staubdurchlässigen Material 312 kann dabei insbesondere ein Schaumstoff oder ein
anderes, offenporiges Material sein.
[0028] In der Ausführung nach Fig. 2 umgibt der Schutzkörper 310 den Tragkörper 311 dabei
vorzugsweise im Wesentlichen ringförmig, wobei unter "ringförmig umschließen" insbesondere
verstanden wird, dass der Tragkörper 311 entlang seiner Umfangslinie bzw. seiner Hüllfläche
311a vom Schutzkörper 310 - insbesondere radial - nahezu vollständig, vorzugsweise
vollständig umfasst oder umschlossen ist. Dabei gleicht bevorzugt eine der Stützfläche
303 zugewandte radiale Außenkontur des Schutzkörpers 310 im Wesentlichen einer Außenkontur
der Stützfläche 303 , vorzugsweise ist sie mit dieser nahezu identisch.
[0029] Vorzugsweise besteht der Schutzkörper 310 aus einem im Vergleich zum luft- und staubdurchlässigen
Material 312 luft- und staubdichteren Material 313, besonders bevorzugt aus einem
luft- und staubdichten Material 313'. Das Material 313, 313' ist dabei vorzugsweise
auch fester, insbesondere steifer als das Material 312, wodurch das luft- und staubdurchlässigen
Material 312 des Tragkörpers 311 besser gegen mechanische Beschädigungen bei einer
Benutzung des Haltekörpers 300 nach Fig. 2 geschützt werden kann.
[0030] Der Schutzkörper 310 weist weiters eine, im Wesentlichen in einer Ebene der Stützfläche
303 liegende Anlagefläche 314 auf. Vorzugsweise ist die Befestigungsschicht 302 dabei
zumindest an bzw. auf der Anlagefläche 314 mit dem Schutzkörper 310 verbunden, insbesondere
verklebt und/oder verschweißt. Die die Haltefläche 304 der Befestigungsschicht 302
ist dabei in der bevorzugten Ausgestaltung nach Fig. 2 zumindest nahezu vollständig,
vorzugsweise vollständig mit der Anlagefläche 314 verbunden, insbesondere verklebt
und/oder verschweißt.
[0031] Gemäß Fig. 2 weist eine bevorzugte, der Stützfläche 303 des Stützkörpers 301 gegenüberliegenden
Anschlussfläche 315 des Stützkörpers 301 einen im Vergleich zu Stützfläche 303 geringeren
Flächeninhalt, insbesondere geringeren Außendurchmesser auf. Die Anschlussfläche 315
ist dabei nahezu vollständig, vorzugsweise vollständig durch eine Deckplatte 316 abgedeckt.
Insbesondere reicht die Deckplatte 315 radial bis zu einer zweiten, der Anlagefläche
314 im Wesentlichen gegenüberliegenden Anlagefläche 317 des Schutzkörpers 310, wobei
die Deckplatte 316 die Anlagefläche 317 radial zumindest teilweise, vorzugsweise nahezu
vollständig überdeckt. Vorzugsweise ist die Deckplatte 316 im Bereich dieser Überlappung
mit dem Schutzkörper 310 verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt.
[0032] Durch die Verbindung der Deckplatte 316 mit dem Schutzkörper 310 kann insbesondere
eine vorteilhafte Führung eines Saugluftstroms 31 durch den Haltekörper 300 erreicht
werden. Dazu weist die Deckplatte 316 gemäß Fig. 2 mindestens zwei, vorzugsweise radial
gleichbeabstandete Abluftbohrungen 318 auf, welche - bei einem Betrieb des Haltekörpers
300 an einer geeigneten Schleifmaschine - einen Durchtritt des Saugluftstroms 31 durch
die Deckplatte 316 im Wesentlichen in axialer Richtung, d.h. im Wesentlichen parallel
zur Richtung 308 erlauben. Unter "radial gleichbeabstandet" wird dabei insbesondere
verstanden, dass die Abluftbohrungen 318 in nahezu gleichem, vorzugsweise gleichem
Radialabstand um ein Bewegungszentrum 319 - beispielsweise eine Rotationsachse 319a
- des Haltekörpers 300 angeordnet sind. Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, dass
nur eine oder jedoch drei, vier oder mehrere Abluftbohrungen 318 vorgesehen sind.
Insbesondere kann es auch von Vorteil sein, wenn die Abluftbohrung 318 nicht radial
gleichbeabstandet über die Deckplatte 316 verteilt sind.
[0033] Eine bevorzugte Deckplatte 316 besteht dabei aus einem härteren, robusteren Material
als der Stützkörper 301 und insbesondere der Tragkörper 311, wobei die Deckplatte
316 dabei vorzugsweise aus einem Kunststoff, wie beispielsweise aus mindestens einem
Duroplasten, Thermoplasten und/oder faserverstärktem Kunststoff, und/oder einem Metall,
insbesondere Leichtmetall oder einer Leichtmetalllegierung besteht.
[0034] An der bevorzugten Deckplatte 316 des Beispiels nach Fig. 2 ist weiters eine Befestigungseinrichtung
320 angeordnet, über welche der Haltekörper 300 mit einer hier nicht gezeigten Schleifmaschine
verbunden werden kann. Die Befestigungseinrichtung 320 umfasst in diesem Beispiel
einen Gewindestift 320a und eine Halteplatte 320b, mit der der Gewindestift 320a fest
verbunden ist und die selbst mit der Deckplatte 316 stoff-, kraft- und/oder formschlüssig
verbunden ist. Im Beispiel nach Fig. 2 ist die Halteplatte 320b mit der Deckplatte
316 über Nietverbindungen 320c verbunden. Dem Fachmann sind jedoch alternative oder
ergänzende Befestigungsverfahren bekannt, welche hier ebenso vorteilhaft zum Einsatz
kommen können.
[0035] Wird ein Haltekörper 300 nach dem Bespiel der Fig. 2 mit einer Schleifmaschine 10,
wie sie unter anderem aus Fig. 1 bekannt ist, eingesetzt und nach Ansetzen eines geeigneten
Schleifmittels 400 in Betrieb genommen, so erzeugt das Laufrad 16 einen Saugluftstrom
31, der mit Schleifstaub beladene Luft durch das zumindest partiell luft- und staubdurchlässige
Schleifmittel 400 und die luft- und staubdurchlässige Befestigungsschicht 302 des
Haltekörpers 300 in den Stützkörper 301 einsaugt. Dabei verläuft der Saugluftstrom
31 zunächst im Wesentlichen parallel zur Richtung 308, also nahezu senkrecht durch
die Befestigungsfläche 305, die Befestigungsschicht 302 und die Stützfläche 301 hindurch.
Nach Eindringen des Saugluftstroms 31 in den Stützkörper 301, insbesondere in den
Tragkörper 311 erfährt der Saugluftstrom eine Umlenkung in eine Querrichtung, also
eine Umlenkung mit mindestens einer Richtungskomponente senkrecht zur Richtung 308.
Im Beispiel nach Fig. 2 wird der Saugluftstrom 31 bei seinem Weg durch den Tragkörper
311 in Richtung auf die Abluftbohrungen 318 in der Deckplatte 316 hin derart gebündelt,
dass der Saugluftstrom 31 wieder nahezu parallel zur Richtung 308 durch die Abluftöffnungen
318 tritt. Nun setzt der Saugluftstrom 31 seinen bereits bekannten Weg durch die Schleifmaschine
10 fort. Insgesamt erfährt der Saugluftstrom 31 bei seinem Weg durch den Haltekörper
300 jedoch eine deutlich sanftere Umlenkung, d.h. eine Umlenkung mit größeren Krümmungsradien
als in Haltekörpern 30 nach dem Stand der Technik, so dass der Haltekörper 300 vorteilhaft
zu geringerer Wirbelbildung und erhöhter Saugleistung beiträgt. Darüber hinaus erlaubt
der Haltekörper 300 die Saugleistung einer Absaugvorrichtung möglichst gleichmäßig
über die Befestigungsfläche 305 zu verteilen, so dass die Absaugung von Schleifstaub
möglichst vollflächig geschehen kann.
[0036] Fig. 3 zeigt eine Weiterentwicklung eines erfindungsgemäßen Haltekörpers 300, wie
er aus Fig. 2 bereits bekannt ist. Im Folgenden wird nur auf die näher auf die Abweichungen
eingegangen. Merkmale, welche wirkungsgleich zu dem im Vorhergehenden beschriebenen
Beispiel ausgebildet sind, werden mit identischen Bezugszeichen bezeichnet.
[0037] Der Haltekörper 300 nach Fig. 3 umfasst einen Stützkörper 301 mit einer Befestigungsschicht
302 ähnlich zur Ausführung nach Fig. 2. Der Stützkörper 301 besteht dabei aus einem
im Wesentlichen luft- und staubdichten Material und weist zur Bereitstellung einer
Luft- und Staubdurchlässigkeit mindestens eine, vorzugsweise zwei oder mehrere radial
über die scheibenförmige Querschnittsfläche des Stützkörpers 301 verteilte Saugluftbohrungen
330 auf. Die Saugluftbohrungen 330 verbinden dabei die Anschlussfläche 315 mit dem
Bereich der Stützfläche 303. Analog zum Beispiel nach Fig. 2 ist an der Anschlussfläche
315 eine Deckplatte 316 vorgesehen, welche Abluftbohrungen 318 aufweist. Besteht der
Stützkörper 301 ähnlich dem ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 zumindest teilweise
aus einem luft- und staubdurchlässigen, insbesondere offenporigen Material 312 kann
auch auf die Saugluftbohrungen 330 verzichtet werden.
[0038] Der Stützkörper 301 gemäß Fig. 3 weist weiters in einem an die Stützfläche 303 angrenzenden
Bereich 331 einen Staubraum 332 auf, in welchen insbesondere die Saugluftbohrungen
330 münden. Der Staubraum 332 erstreckt sich dabei vorzugsweise im Wesentlichen parallel
zur Stützfläche 303. Der Staubraum 332 ist dabei noppen- und/oder wabenartige strukturiert.
Fig. 4 zeigt dazu eine Aufsicht auf die Stützfläche 303 und den Staubraum 332 eines
erfindungsgemäßen Stützkörpers 301 nach dem Beispiel der Fig. 3, wobei der Staubraum
332 durch aus dem restlichen Stützkörper hervorstehende Stützvorsprünge 333 noppenartig
strukturiert ist, welche zumindest teilweise bis in die Stützfläche ragen. Die in
die Stützfläche 303 ragenden Teile der Stützvorsprünge 333 bilden dabei vorzugsweise
Teile der Stützfläche 303. Der Staubraum 332 bildet dabei in diesem Beispiel nach
wie vor einen an sich zusammenhängenden Raum.
[0039] Analog zu den noppenartigen Stützvorsprüngen 332 ist der Staubraum 332 auch durch
Kanäle, Nuten und/oder Wandstücke wabenartig segmentiert, wobei Unterbrechungen in
den Kanälen, Nuten und/oder Wandstücke sicherstellen, dass sich der Staubraum 332
im Wesentlichen als ein offener Raum über einen zusammenhängenden Bereich der Stützfläche
303 erstreckt. Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, den Staubraum 332 in einzelne
Staubraumabschnitte zu unterteilen, welche untereinander keine Querverbindung haben.
[0040] Der Staubraum 332 im Stützkörper 301 des Haltekörpers 300 nach Fig. 3 wird in Richtung
der Stützfläche 303 durch die Befestigungsschicht 302 gemäß dem ersten Ausführung
überdeckt bzw. luft- und staubdurchlässig abgeschlossen. Vorteilhafterweise ist dabei
die Befestigungsschicht 302 mit den in die Stützfläche 303 ragenden Teilen Stützvorsprünge
333, Kanälen, Nuten und/oder Wandstücke verbunden, insbesondere verklebt und/oder
verschweißt.
[0041] Abweichend zur Ausführung nach Fig. 2 ist die Befestigungseinrichtung 320 als Befestigungsschraube
321 ausgeführt, welche durch eine zentrale Bohrung 322 im Haltekörper 300 sowie eine
Durchführungsbohrung 323 in der Deckplatte 316 geführt ist und mit welcher der erfindungsgemäße
Haltekörper 300 mit einer Schleifmaschine 10 verbunden werden kann.
[0042] Wird ein erfindungsgemäßer Haltekörper 300 nach dem Bespiel der Fig. 3 mit einer
Schleifmaschine 10, wie sie unter anderem aus Fig. 1 bekannt ist, eingesetzt und nach
Ansetzen eines geeigneten Schleifmittels 400 in Betrieb genommen, so erzeugt das Laufrad
16 einen Saugluftstrom 31, der mit Schleifstaub beladene Luft durch das zumindest
partiell luft- und staubdurchlässige Schleifmittel 400 und die luft- und staubdurchlässige
Befestigungsschicht 302 des erfindungsgemäßen Haltekörpers 300 in den Staubraum 332
des Stützkörpers 301 einsaugt. Im Staubraum 332 erfolgt eine Umlenkung des Saugluftstroms
31 analog zum Beispiel nach Fig. 2, wobei in der Ausführung nach Fig. 3 zwar engere
Krümmungsradien eingehalten werden müssen als im Beispiel nach Fig. 2, jedoch gewährleistet
die offene Ausbildung des Staubraums 332 auch eine wirkungsvolle Umlenkung von Staubpartikeln
mit größeren Abmessungen hin zu den Saugluftbohrungen, was ein Verstopfen des erfindungsgemäßen
Haltekörpers 300 wirkungsvoll verhindert.
[0043] Fig. 3 zeigt darüber hinaus eine weitere Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen
Haltekörpers 300 als gestrichelte Zeichnungsanteile. Dabei sind im Stützkörper 301
eine oder mehrere Frischluftleitungen 334 vorgesehen, welche einen Luftstrom 335 über
nicht dargestellte Zuluftöffnungen aus einer den Haltekörper 300 umschließenden Umgebung
durch den Stützkörper 301 in die Nähe einer Bearbeitungszone 336 leiten. Insbesondere
ist vorgesehen, dass Frischluftbohrungen 337 in die zentrale Bohrung 322 münden, so
dass der Luftstrom 335 zumindest teilweise einen zentralen Bereich der Bearbeitungszone
336 überströmen kann.
[0044] Fig. 5 zeigt eine alternative oder ergänzende Weiterentwicklung eines erfindungsgemäßen
Haltekörpers 300, wie er aus Fig. 2 und/oder Fig. 3 bereits bekannt ist. Im Folgenden
wird nur auf die näher auf die Abweichungen eingegangen. Merkmale, welche wirkungsgleich
zu dem im Vorhergehenden beschriebenen Beispiel ausgebildet sind, werden mit identischen
Bezugszeichen bezeichnet.
[0045] Analog zum Beispiel aus Fig. 3 ist der Stützkörper 301 aus einem im Wesentlichen
luft-und staubdichten Material und weist zur Bereitstellung einer Luft- und Staubdurchlässigkeit
mindestens eine, vorzugsweise zwei oder mehrere radial über die scheibenförmige Querschnittsfläche
des Stützkörpers 301 verteilte Saugluftbohrungen 330 auf.
[0046] Abweichend zum vorhergehenden Beispiel besteht der Stützkörper 301 jedoch aus zumindest
einem ersten Stützkörperteil 301A und einem zweiten Stützkörperteil 301B, wobei die
mindestens zwei Stützkörperteile 301A, 301B vorzugsweise fest miteinander verbunden
sind und so den Stützkörper 301 bilden. Eine Verbindung der mindestens zwei Stützkörperteile
301A, 301B kann dabei insbesondere durch Kleben, Schweißen oder einen andere stoffschlüssige
Verbindung und/oder über einen Form- und/oder Kraftschluss, wie zum Beispiel Schrauben,
Klemmen oder Verrasten erfolgen.
[0047] Der erste Stützkörperteil 301A weist dabei die Anschlussfläche 315 auf und stellt
andererseits über eine, dem zweiten Stützkörperteil 301B zugewandte Ausnehmung 338
einen innenliegenden Staubraum 332 bereit. Der Staubraum 332 wird dabei nach Herstellung
der Verbindung des zweiten Stützkörperteils 301B mit dem ersten Stützkörperteil 301A
durch eine Grenzfläche 339 des zweiten Stützkörperteils 301B abgeschlossen - im Sinne
von "von der restlichen Umgebung weitestgehend getrennt". Alternativ kann die Ausnehmung
338 auch im zweiten Stützkörperteil 301B und die Grenzfläche 339 im ersten Stützkörperteil
301A vorgesehen sein. Auch ist es denkbar, dass in jedem der Stützkörperteile 301A,
301B eine Ausnehmung 338 vorgesehen ist, welche nach dem Fügen der beiden Stützkörperteile
301A, 301B den Staubraum 332 bilden.
[0048] Das zweite Stützkörperteil 301B weist weiters eine Vielzahl von Staubluftbohrungen
340 auf, welche die an der, der Grenzfläche 339 gegenüberliegenden Stützfläche 303
angeordneten, vorzugsweise befestigten luft- und staubdurchlässigen Befestigungsschicht
302 mit der Grenzfläche 339 luft- und staubdurchlässig verbinden.
[0049] Bei einem Haltekörper 300 nach Fig. 5 findet die vorteilhafte Umlenkung und/oder
Bündelung des Saugluftstroms 31 im Wesentlichen Staubraum 332 statt. Ansonsten entspricht
der Haltekörper 300 nach Fig. 5 in seiner Wirkung den im Vorhergehenden beschriebenen
Beispielen, auf deren Beschreibung verwiesen wird.
[0050] Abweichend von der Vorhergehenden Beschreibung des Beispiels nach Fig. 5 kann jedoch
auch vorgesehen sein, dass der zweite Stützkörperteil 301B ganz oder teilweise aus
dem luft- und staubdurchlässigen Material 312 gemäß dem Beispiel nach Fig. 2 besteht,
so dass vorzugsweise auf die Staubluftbohrungen 340 verzichtet werden kann, was vorteilhaft
eine gleichmäßigere Flächenverteilung des Saugluftstroms 31 auf der Befestigungsfläche
305 begünstigen kann.
[0051] Weitere Ausführungsbeispiele erhält der Fachmann unter anderem durch vorteilhafte
Kombinationen der im Vorhergehenden beschriebenen einzelnen Ausführungsbeispiele und
Weiterentwicklungen. Insbesondere kann die Kombination mit geeigneten Frischluftleitungen-
und/oder Bohrungen vom Fachmann in naheliegender Weise auf die anderen Ausführungsbeispiele
übertragen werden.
[0052] Eine besonders vorteilhafte Variante kann sich beispielsweise dadurch ergeben, dass
ein Tragkörper 311 wie aus nach dem Beispiel nach Fig. 2 bekannt aus einem ersten
Tragkörperteil 311A und einem zweiten Tragkörperteil 311B ähnlich dem Aufbau des Stützkörpers
301 nach Fig. 5 besteht, wobei insbesondere mindestens eines, vorzugsweise beide Tragkörperteile
311A, 311B aus dem luft- und staubdurchlässigen Material 312 bestehen. Vorzugsweise
werden die Tragkörperteile 311A, 311B durch einen Schutzkörper 310 ähnlich der Ausführung
nach Fig. 2 umschlossen. Darüber hinaus kann vorzugsweise mindestens eine Ausnehmung
338 zur Bildung eines Staubraumes 332 ähnlich der Ausführung nach Fig. 5 in mindestens
einem der Tragkörperteile 311A, 311B vorgesehen sein.
[0053] Die Figuren 6a und 6b zeigen in Ergänzung ein Schleifmittel 400, insbesondere flexibles
Schleifmittel 400, welches die Wirkung des erfindungsgemäßen Haltekörpers 300 weiter
begünstigt. Das Schleifmittel 400 umfasst dabei eine, eine Arbeitsfläche 401 im Wesentlichen
bedeckende Arbeitsschicht 402, eine luft- und staubdurchlässige Trägerschicht 403
sowie eine mit den Befestigungsmitteln 306 des Haltekörpers 300 zur Befestigung des
Schleifmittels 400 am Haltekörper 300 zusammenwirkende Verbindungsmittel 404 aufweisende
Verbindungsschicht 405. Die Verbindungsschicht 405 stellt dabei eine der Arbeitsfläche
401 im Wesentlichen abgewandte Verbindungsfläche 406 bereit. Weiters ist die Verbindungsschicht
405 so ausgebildet, dass die Verbindungsfläche 406 in einer im Wesentlichen senkrecht
zur Verbindungsfläche 406 verlaufenden Richtung im Wesentlichen luft- und staubdurchlässig
ist.
[0054] Wird ein bevorzugtes Schleifmittel 400 nach Fig. 6a, 6b an einen erfindungsgemäßen
Haltekörper 300 nach einem der im Vorhergehenden beschriebenen Ausführungsbeispiele
angesetzt und in einer Schleifmaschine 10 in Betrieb genommen, so erzeugt das Laufrad
16 einen Saugluftstrom 31, der mit Schleifstaub beladene Luft entlang der Richtung
308 von der Arbeitsfläche 401, durch die luft- und staubdurchlässige Trägerschicht
403 in die luft- und staubdurchlässige Verbindungssicht 405 saugt und von dort in
die luft- und staubdurchlässige Befestigungsschicht 302 des erfindungsgemäßen Haltekörpers
300 in den Stützkörper 301 einsaugt. Dabei verläuft der Saugluftstrom 31 erfindungsgemäß
zunächst im Wesentlichen parallel zur Richtung 308, also nahezu senkrecht durch die
Trägerschicht 403, die gemeinsame Schicht aus Verbindungsschicht 405 und Befestigungsschicht
302 sowie die Stützfläche 301 hindurch. Im weiteren folgt der Saugluftstrom 31 den
im Vorhergehenden beschriebenen Wegen, auf deren Beschreibung verwiesen wird. Das
Schleifmittel 400 gemäß Fig. 6a, 6b weist weiters eine optionale, zentrale Bohrung
407 auf, welche insbesondere mit einem Haltekörper 300, der mindestens eine in die
zentrale Bohrung 322 mündenden Frischluftleitung 334 aufweist, von Vorteil sein kann.
Das erfindungsgemäße Schleifmittel 400 kann dabei auch vorteilhaft an einem Haltekörper
30 nach dem Stand der Technik eingesetzt werden, da auch hier beim Ansetzen eines
Schleifmittels 400 eine relative Ausrichtung gegenüber den Staubabsaugöffnungen 29
im Haltekörper 30 vorteilhaft unbeachtet bleiben kann. Das Schleifmittel 400 muss
dazu lediglich eine Verbindungsschicht 405 mit Verbindungsmitteln 404 aufweisen, welche
mit Befestigungsmitteln des Haltekörpers 30 derart zusammenwirken können, dass das
Schleifmittel 400 an der Befestigungsfläche des Haltekörpers 30 anhaftet, vorteilhaft
lösbar anhaftet.
[0055] Alternativ kann auch ein bereits bekanntes flexibles Schleifmittel 400', welches
eine Mehrzahl von über die Arbeitsfläche 401' verteilte, das Schleifmittel 400' durchstoßende
Absauglöchern 408' aufweist, vorteilhaft an einem erfindungsgemäße Haltekörper 300
eingesetzt werden. Dabei ist beim Ansetzen eines derartigen Schleifmittels 400' eine
Ausrichtung der Absauglöcher 408' relativ zur Befestigungsfläche 305 vorteilhaft ohne
Auswirkung auf eine Absaugleistung. Das Schleifmittel 400' muss dazu lediglich eine
Verbindungsschicht 405' mit Verbindungsmitteln 404' aufweisen, welche mit den Befestigungsmitteln
306 des erfindungsgemäßen Haltekörpers 300 derart zusammenwirken können, dass das
Schleifmittel 400' an der Befestigungsfläche 305 anhaftet, vorteilhaft lösbar anhaftet.
[0056] Neben den hier anhand eines Exzenterschleifers im Detail beschriebenen Ausführungs-
und Anwendungsbeispielen eines erfindungsgemäßen Haltekörpers 300 sind dem Fachmann
eine Reihe weiterer Schleifmaschinen mit Absaugeinrichtungen bekannt, welche sowohl
mit im Wesentlichen kreisförmigen Haltekörper 300 - beispielsweise Orbitalschleifer
und Poliermaschinen - als auch solche mit polygonalen, insbesondere im Wesentlichen
dreieckigen, rechteckigem oder trapezoiden Haltekörper 300a aufweisen. Der Fachmann
wird daher die offenbarte Leere mit Leichtigkeit auf eine Schleifmaschine mit polygonalen,
insbesondere im Wesentlichen dreieckigen, rechteckigem oder trapezoiden Haltekörper
300a übertragen können. Auch für diese Haltekörper 300a lässt sich in analoger Weise
eine vorteilhafte, erfindungsgemäße Umlenkung der Luftströmung durch den Haltekörper
300a durch einfache Modifikation der Haltekörpergeometrie erzielen, ohne erfindungswesentliche
Teile der beschriebenen Ausführungen ändern zu müssen. Derartige Haltekörper 300a
sollen daher explizit von der Anmeldung mit umfasst sein.
1. Haltekörper (300, 300a) für ein Schleifmittel (400), insbesondere Schleifteller (220),
umfassend eine Befestigungsschicht (302) mit einer Befestigungsmittel (306) aufweisenden
Befestigungsfläche (305) zum Befestigen eines flexiblen Schleifmittels (400) sowie
einen Stützkörper (301) mit einer Stützfläche (303), welche eine insbesondere der
Befestigungsfläche (305) gegenüberliegende Haltefläche (304) der Befestigungsschicht
(302) stützt, insbesondere damit verbunden ist, wobei der Stützkörper (301) luft-
und staubdurchlässig ist, insbesondere aus einem luft- und staubdurchlässigen Material
(312) besteht, wobei die Befestigungsschicht (302) so ausgebildet ist, dass die Befestigungsfläche (305)
in einer im Wesentlichen senkrecht zur Befestigungsfläche (305) verlaufenden Richtung
(308) im Wesentlichen luft- und staubdurchlässig ist, so dass insbesondere eine Luftströmung
(31) von der Befestigungsfläche (305) aus im Wesentlich senkrecht zur Befestigungsfläche
(305) durch die Befestigungsschicht (302) treten kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) einen Staubraum (332, 338) aufweist, welcher bevorzugt in einem
an die Stützfläche (303) angrenzenden Bereich (331) vorgesehen ist, wobei der Staubraum
(332) aus Sicht der Stützfläche (303) eine noppenund/oder wabenartige Strukturierung
aufweist, die mit Kanälen, Rinnen und/oder Nuten zur Führung einer Luftströmung durchzogen
ist.
2. Haltekörper (300, 300a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine im wesentlichen senkrecht zur Befestigungsfläche (305) verlaufenden Luftströmung
(31), insbesondere staubhaltige Luftströmung, nach Durchtritt durch die Befestigungsschicht
(302) zumindest eine teilweise Umlenkung in eine aus Sicht des Schleifmittels (400)
im Wesentlichen hinter der Befestigungsschicht (302) verlaufende Querströmung durch
den Stützkörper (301) erfährt.
3. Haltekörper (300, 300a) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (306) als mechanische Befestigungsmittel zum Befestigen eines
flexiblen Schleifmittels (400), insbesondere als von der Befestigungsfläche (305)
hervorstehende Schlaufen und/oder Haken ausgebildet sind.
4. Haltekörper (300, 300a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschicht (302) ein offenporiges Material (312) enthält oder daraus
besteht.
5. Haltekörper (300, 300a) nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschicht (302) ein textiles Material (312) enthält oder daraus besteht,
insbesondere ein Schlaufen und/oder Haken und/oder Pilzköpfe aufweisendes textiles
Material (312).
6. Haltekörper (300, 300a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschicht (302) die Befestigungsfläche (305) nahezu vollständig überdeckt.
7. Haltekörper (300, 300a) einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkung der Luftströmung im Wesentlichen im Staubraum (332, 338) erfolgt.
8. Haltekörper (300, 300a) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) mindestens eine Saugluftbohrung (330) aufweist, welche den
Staubraum (332) mit einer der Stützfläche (303) gegenüberliegenden Fläche luft- und
staubdurchlässig verbindet und durch die Luft vom Staubraum abgesogen werden kann.
9. Haltekörper (300, 300a) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) mindestens eine Frischluftleitung (334) aufweist, über welche
ein Luftstrom in einen Bereich vor der Befestigungsschicht (302) des Haltekörpers
(300, 300a) geleitet werden kann.
10. Haltekörper (300, 300a) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die noppen- und/oder wabenartige Struktur des Staubraums (332) im wesentlichen durch
aus dem restlichen Stützkörper (301) hervorstehende Stützvorsprünge (333) gebildet
wird, welche zumindest teilweise bis in die Stützfläche (303) ragen, so dass die in
die Stützflächen (303) ragenden Teile der Stützvorsprünge (333) Teile der Stützfläche
(303) bilden, wobei die Befestigungsschicht (302) vorzugsweise mit diesen Teilen der
Stützflächen (303) verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt ist.
11. Haltekörper (300, 300a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) einer der Stützfläche (303) im Wesentlichen gegenüberliegende
Anschlussfläche (315) aufweist, wobei die Anschlussfläche (315) einen geringeren Flächeninhalt,
insbesondere einen geringeren Außendurchmesser aufweist als die Stützfläche (303),
und wobei vorzugsweise in der Anschlussfläche (315) mindestens eine Absaugöffnung
(318) vorgesehen ist.
12. Haltekörper (300, 300a) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) zumindest einen Tragkörper (311) und eine Deckplatte (316)
aufweist, wobei sich der Tragkörper (311) zwischen der Stützfläche (303) und der Deckplatte
(316) erstreckt und luft- und staubdurchlässig ist, insbesondere aus einem luft- und
staubdurchlässigen Material (312) besteht, und wobei die Deckplatte (316) im Wesentlichen
die Anschlussfläche (316) überdeckt bzw. bildet.
13. Haltekörper (300, 300a) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) einen Schutzkörper (310) aufweist, vorzugsweise von diesem
radial umschlossen wird, wobei eine der Stützfläche (303) zugewandte radiale Außenkontur
des Schutzkörpers (310) im Wesentlichen einer Außenkontur der Stützfläche (303) gleicht,
vorzugsweise mit dieser nahezu identisch ist.
14. Haltekörper (300, 300a) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzkörper (310) eine, in einer Ebene der Stützfläche (303) liegende Anlagefläche
(317) aufweist, wobei die Befestigungsschicht (302) zumindest an der Anlagefläche
(317) mit dem Schutzkörper (310) verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt
ist.
15. Schleifsystem umfassend mindestens einen Halterkörper (300, 300a) für ein flexibles
Schleifmittel, insbesondere einen Schleifteller (220), nach einem der Ansprüche 1
bis 14 und mindestens einem Schleifmittel (400, 400'), vorzugsweise einem zumindest
partiell luft- und staubdurchlässigen Schleifmittel, welches an der Befestigungsfläche
(305) des Haltekörpers (300) befestigbar ist.
16. Schleifmaschine (10), insbesondere Handschleifgerät, umfassend mindestens einen Haltekörper
(300, 300a) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 und eine Antriebseinheit (11a) zum Antrieb
des mindestens einen Haltekörpers (300, 300a).
1. Retaining body (300, 300a) for a grinding means (400), in particular a grinding disk
(220), comprising a fastening layer (302) with a fastening surface (305), having fastening
means (306), for fastening of a flexible grinding means (400), and comprising a support
body (301) with a support surface (303), which latter supports a retaining surface
(304), in particular lying opposite the fastening surface (305), of the fastening
layer (302), in particular is connected thereto, wherein the support body (301) is
air and dust permeable, in particular consists of an air and dust permeable material
(312), wherein the fastening layer (302) is configured such that the fastening surface
(305), in a direction (308) running substantially perpendicular to the fastening surface
(305), is substantially air and dust permeable, so that, in particular, an air flow
(31) can pass from the fastening surface (305), substantially perpendicular to the
fastening surface (305), through the fastening layer (302), characterized in that the support body (301) has a dust chamber (332, 338), which is preferably provided
in a region (331) adjacent to the support surface (303), wherein the dust chamber
(332), from the perspective of the support surface (303), has a knobbed and/or honeycombed
structurization, which is permeated by ducts, channels and/or grooves for guidance
of an air flow.
2. Retaining body (300, 300a) according to one of the preceding claims, characterized in that an air flow (31) running substantially perpendicular to the fastening surface (305),
in particular a dustcontaining air flow, after having passed through the fastening
layer (302), undergoes at least a partial diversion into a crossflow through the support
body (301), which crossflow runs, from the perspective of the grinding means (400),
substantially behind the fastening layer (302).
3. Retaining body (300, 300a) according to Claim 1 or 2, characterized in that the fastening means (306) are configured as mechanical fastening means for fastening
of a flexible grinding means (400), in particular as loops and/or hooks protruding
from the fastening surface (305).
4. Retaining body (300, 300a) according to one of the preceding claims, characterized in that the fastening layer (302) contains, or consists of, an open-pore material (312).
5. Retaining body (300, 300a) according to one of the preceding claims, characterized in that the fastening layer (302) contains, or consist of, a textile material (312), in particular
a textile material (312) having loops and/or hooks and/or mushroom heads.
6. The retaining body (300, 300a) according to one of the preceding claims, characterized in that the fastening layer (302) almost fully covers the fastening surface (305).
7. Retaining body (300, 300a) according to one of the Claims 2 to 6, characterized in that the diversion of the air flow takes place substantially in the dust chamber (332,
338).
8. Retaining body (300, 300a) according to Claim 6 or 7, characterized in that the support body (301) has at least one suction air bore (330), which in an air and
dust permeable manner connects the dust chamber (332) to a surface lying opposite
the support surface (303) and through which air can be extracted from the dust chamber.
9. Retaining body (300, 300a) according to one of Claims 6 to 8, characterized in that the support body (301) has at least one fresh air line (334), via which an air stream
can be conducted into a region in front of the fastening layer (302) of the retaining
body (300, 300a).
10. Retaining body (300, 300a) according to one of Claims 6 to 9, characterized in that the knobbed and/or honeycombed structure of the dust chamber (332) is formed substantially
by supporting projections (333) which protrude from the rest of the support body (301)
and which jut at least partially into the support surface (303), so that those parts
of the supporting projections (333) which jut into the support surfaces (303) form
parts of the support surface (303), wherein the fastening layer (302) is preferably
connected, in particular bonded and/or welded, to these parts of the support surfaces
(303).
11. Retaining body (300, 300a) according to one of the preceding claims, characterized in that the support body (301) has a connection surface (315) lying substantially opposite
the support surface (303), wherein the connection surface (315) has a smaller surface
area, in particular a smaller outer diameter, than the support surface (303), and
wherein preferably at least one extraction opening (318) is provided in the connection
surface (315).
12. Retaining body (300, 300a) according to Claim 11, characterized in that the support body (301) has at least a supporting element (311) and a cover plate
(316), wherein the supporting element (311) extends between the support surface (303)
and the cover plate (316) and is air and dust permeable, in particular consists of
an air and dust permeable material (312), and wherein the cover plate (316) substantially
covers or forms the connection surface (316).
13. Retaining body (300, 300a) according to Claim 11 or 12, characterized in that the support body (301) has a protective element (310), preferably is radially enclosed
by the latter, wherein a radial outer contour, facing toward the support surface (303),
of the protective element (310) substantially resembles an outer contour of the support
surface (303), preferably is almost identical thereto.
14. Retaining body (300, 300a) according to Claim 13, characterized in that the protective element (310) has a contact surface (317), which lies in a plane of
the support surface (303), wherein the fastening layer (302) is connected, in particular
bonded and/or welded, at least at the contact surface (317), to the protective element
(310).
15. Grinding system comprising at least one retaining body (300, 300a) for a flexible
grinding means, in particular a grinding disk (220), according to one of Claims 1
to 14, and at least one grinding means (400, 400'), preferably an at least partially
air and dust permeable grinding means, which can be fastened to the fastening surface
(305) of the retaining body (300).
16. Grinding machine (10), in particular a hand grinder, comprising at least one retaining
body (300, 300a) according to one of Claims 1 to 14 and a drive unit (11a) for driving
the at least one retaining body (300, 300a).
1. Corps de retenue (300, 300a) pour un produit abrasif (400), notamment un disque abrasif
(220), comprenant une couche de fixation (302) avec une surface de fixation (305)
comportant des moyens de fixation (306) pour la fixation d'un produit abrasif flexible
(400) ainsi que corps d'appui (301) avec une surface d'appui (303) soutenant une surface
de retenue (304), notamment opposée à la surface de fixation (305), de la couche de
fixation (302), ledit corps étant notamment relié à ladite surface, le corps d'appui
(301) étant perméable à l'air et à la poussière, notamment réalisé à partir d'une
matière perméable à l'air et à la poussière (312), la couche de fixation (302) étant
réalisée de telle sorte que la surface de fixation (305) est pour l'essentiel perméable
à l'air et à la poussière dans une direction (308) s'étendant pour l'essentiel perpendiculairement
à la surface de fixation (305), de sorte qu'un écoulement d'air (31) peut notamment
entrer depuis la surface de fixation (305), pour l'essentiel perpendiculairement à
la surface de fixation (305), à travers la couche de fixation (302), caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte une chambre à poussière (332, 338) prévue de façon
préférée dans une zone (331) connexe à la surface d'appui (303), la chambre à poussière
(332) comportant, vue depuis la surface d'appui (303), une structuration de type à
boucles et/ou à alvéoles sillonnée de canaux, encoches et/ou rainures permettant de
guider un écoulement d'air.
2. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un écoulement d'air (31) s'étendant pour l'essentiel perpendiculairement à la surface
de fixation (305), notamment un écoulement d'air poussiéreux, connaît, après traversée
de la couche de fixation (302), au moins une déviation partielle dans un écoulement
transversal traversant le corps d'appui (301) s'étendant, vu depuis le produit abrasif
(400), pour l'essentiel derrière la couche de fixation (302).
3. Corps de retenue (300, 300a) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens de fixation (306) sont réalisés sous la forme de moyens de fixation mécaniques
pour la fixation d'un produit abrasif flexible (400), prenant notamment la forme de
boucles et/ou de crochets saillant hors de la surface de fixation (305).
4. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la couche de fixation (302) contient une matière (312) à pores ouverts ou se compose
de celle-ci.
5. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la couche de fixation (302) contient une matière textile (312) ou se compose de celle-ci,
notamment une matière textile (312) comportant des boucles et/ou des crochets et/ou
des têtes de champignon.
6. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la couche de fixation (302) recouvre presque entièrement la surface de fixation (305).
7. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, caractérisé en ce que la déviation de l'écoulement d'air se produit pour l'essentiel dans la chambre à
poussière (332, 338).
8. Corps de retenue (300, 300a) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte au moins un alésage d'air aspiré (330) reliant, de
façon perméable à l'air et à la poussière, la chambre à poussière (332) à une surface
opposée à la surface d'appui (303) et pouvant être aspiré par l'air de la chambre
à poussière.
9. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte au moins une conduite d'air frais (334) via lequel
un écoulement d'air peut être conduit dans une zone située devant la couche de fixation
(302) du corps de retenue (300, 300a).
10. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que la structure de type à boucles et/ou alvéoles de la chambre à poussière (332) est
pour l'essentiel formée à travers les saillies d'appui (333) saillant à travers le
corps d'appui (301) restant, lesdites saillies saillant au moins en partie jusque
dans la surface d'appui (303), de sorte que les parties, saillant dans les surfaces
d'appui (303), des saillies d'appui (333) forment les parties de la surface d'appui
(303), la couche de fixation (302) étant de préférence reliée à ces parties des surfaces
d'appui (303), notamment collée et/ou soudée.
11. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte une surface de jonction (315) pour l'essentiel opposée
à la surface d'appui (303), la surface de jonction (315) comportant un contenu de
surface plus réduit, notamment un diamètre extérieur plus limité, que la surface d'appui
(303) et au moins une ouverture d'aspiration (318) étant de préférence prévue dans
la surface de jonction (315).
12. Corps de retenue (300, 300a) selon la revendication 11, caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte au moins un corps porteur (311) et une plaque de
recouvrement (316), le corps porteur (311) s'étendant entre la surface d'appui (303)
et la plaque de recouvrement (316) et est perméable à l'air et à la poussière et se
composant notamment d'une matière perméable à l'air et à la poussière (312) et la
plaque de recouvrement (316) revêtant et/ou formant pour l'essentiel la surface de
jonction (316).
13. Corps de retenue (300, 300a) selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte un corps de protection (310), est de préférence entouré
par celui-ci dans le plan radial, sachant qu'un contour extérieur radial, orienté
vers la surface d'appui (303), du corps de protection (310) est pour l'essentiel égal
à un contour extérieur de la surface d'appui (303), de préférence quasi identique
à lui.
14. Corps de retenue (300, 300a) selon la revendication 13, caractérisé en ce que le corps de protection (310) comporte une surface d'installation (317) reposant dans
un plan de la surface d'appui (303), la couche de fixation (302) étant reliée au corps
de protection (310) au moins au niveau de la surface d'installation (317), notamment
collée et/ou soudée.
15. Système abrasif comprenant au moins un corps de retenue (300, 300a) pour un produit
abrasif flexible, notamment un disque abrasif (220), selon l'une quelconque des revendications
1 à 14 et au moins un produit abrasif (400, 400'), de préférence un produit abrasif
au moins partiellement perméable à l'air et à la poussière pouvant être fixé au niveau
de la surface de fixation (305) du corps de retenue (300).
16. Machine abrasive (10), notamment meuleuse manuelle, comprenant au moins un corps de
retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications 1 à 14 et une unité
d'entraînement en entrée (11a) servant à l'entraînement de l'au moins un corps de
retenue (300, 300a).