(19)
(11) EP 2 758 210 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.05.2016  Patentblatt  2016/20

(21) Anmeldenummer: 12740373.1

(22) Anmeldetag:  30.07.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B24D 9/08(2006.01)
B24B 55/10(2006.01)
B24D 9/10(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2012/064874
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2013/041277 (28.03.2013 Gazette  2013/13)

(54)

HALTEKÖRPER FÜR FLEXIBLES SCHLEIFMITTEL, SCHLEIFSYSTEM UND SCHLEIFGERÄT

RETAINING BODY FOR FLEXIBLE GRINDING MEANS, GRINDING SYSTEM, AND GRINDING TOOL

CORPS DE RETENUE POUR PRODUIT ABRASIF FLEXIBLE, SYSTÈME DE MEULAGE ET MEULEUSE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 20.09.2011 DE 102011083032

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.07.2014  Patentblatt  2014/31

(73) Patentinhaber: Robert Bosch GmbH
70442 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • CHRISTEN, Stefan
    CH-5425 Schneisingen (CH)
  • SCHNYDER, Juerg
    CH-8309 Nuerensdorf (CH)
  • MATHYS, Thomas
    CH-3250 Lyss (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 070 651
DE-A1-102010 002 539
WO-A2-2007/143400
US-A- 1 765 808
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Stand der Technik



    [0001] Die Erfindung betrifft einen Haltekörper für flexibles Schleifmittel, ein Schleifsystem und ein Schleifgerät, insbesondere ein Handschleifgerät nach der Gattung der unabhängigen Ansprüche.

    [0002] Gattungsgemäße Haltekörper in Form von Schleiftellern sind beispielsweise in DE 20 2009 000 880 und EP 0 781 629 A1 beschrieben. Diese Schleifteller weisen einen weichen Stützkörper, welcher beispielsweise Schaumstoff umfassen kann, sowie eine Klett- oder Haftschicht zum Verbinden mit einem flexiblen Schleifmittel auf. Das flexible Schleifmittel kann beispielsweise eine Schleifscheibe sein. Diese bekannten Schleifteller weisen mehrere in axialer Richtung verlaufende Bohrungen auf, durch welche Luft und beim Schleifen entstehender Schleifstaub abgesaugt werden können. Diese Bohrungen durchdringen sowohl die weiche Schicht als auch die Klett- oder Haftschicht.

    [0003] Aufgrund der notwendigen Bohrungen ergibt sich für den jeweiligen Schleifteller ein charakteristisches Lochbild, an welches die hiermit verwendbaren Schleifmittel angepasst sein müssen. Diese müssen nämlich selbst Löcher mit einem entsprechenden Lochbild aufweisen. Dies ist besonders nachteilig, da mit einem vorgegebenen Schleifteller nur ganz bestimmte Schleifmittel verwendet werden können. Außerdem muss beim Befestigen des Schleifmittels am Schleifteller die relative Ausrichtung der Schleifmittel zum Schleifteller beachtet werden, damit die Löcher im Schleifmittel kongruent mit den Löchern im Schleifteller sind und somit eine Absaugung möglich ist. Konstruktiv aufwändige Lösungen dieses Problems sind z. B. aus EP 1 977 858 oder WO 2009/088772 A2 bekannt. Darüber hinaus ist ein weiterer gattungsgemäßer Haltekörper mit einer luft- und standdurchläßigen Befestigungsfläche aus der WO 2007/143400 A2 bekannt.

    Offenbarung der Erfindung


    Vorteile der Erfindung



    [0004] Der erfindungsgemäße Haltekörper mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass ein beim Arbeitsprozess entstandener Schleifstaub durch einen Saugluftstrom zunächst im Wesentlichen ungehindert und auf kürzestem Weg durch die Befestigungsschicht treten kann, da die Befestigungsfläche der Befestigungsschicht in einer im Wesentlichen senkrecht zur Befestigungsfläche verlaufenden Richtung im Wesentlichen luft- und staubdurchlässig ist. Dabei wird unter einer "luft- und staubdurchlässigen Befestigungsschicht" insbesondere eine Befestigungsschicht verstanden, welche zumindest teileweise aus einem luft- und staubdurchlässigen, insbesondere offenporigen Material und/oder zumindest teilweise aus einem Material besteht, welches durch mindestens einen Bearbeitungsschritt, beispielsweise Stanzen, Fräsen und/oder Bohren, insbesondere durch Laserbohren oder ein anderweitiges Verfahren mit, das Material durchstoßenden Bohrungen und/oder Kanälen luft- und staubdurchlässig gemacht wurde. So kann eine Luftströmung, insbesondere eine staubhaltige Luftströmung, von der Befestigungsfläche im Wesentlich senkrecht zur Befestigungsfläche durch die Befestigungsschicht treten. Dadurch wird ein Gegendruck durch die Befestigungsschicht vorteilhaft reduziert. Gleichzeitig gelangen Staubteilchen auf kürzestem Weg von der einem Schleifprozess zugewandten Seite der Befestigungsschicht auf die dem Schleifprozess abgewandte Seite der Befestigungsschicht.

    [0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen ergeben sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Merkmale.

    [0006] Erfährt eine im wesentlichen senkrecht zur Befestigungsfläche verlaufenden Luftströmung, insbesondere staubhaltige Luftströmung, nach Durchtritt durch die Befestigungsschicht zumindest eine teilweise Umlenkung in eine aus Sicht des Schleifmittels im Wesentlichen hinter der Befestigungsschicht verlaufende Querströmung durch den Stützkörper, kann auf einfache Weise eine gleichmäßige Abfuhr des Schleifstaubs erzielt werden, ohne dass eine starke Drosselung des Saugluftstroms überwunden werden muss. Dies ist insbesondere für Anwendungen von Bedeutung bei denen die Befestigungsfläche des Haltekörpers deutlich größer ist als eine Querschnittfläche eines absaugseitigen Bereichs. So können erfindungsgemäße Haltekörper vorzugsweise kegelstumpfartig ausgebildet sein, wobei insbesondere die Größere der Grundflächen als Befestigungsfläche ausgebildet ist.

    [0007] In einer bevorzugten Ausführung sind die Befestigungsmittel des erfindungsgemäßen Haltekörpers als mechanische Befestigungsmittel zum Befestigen eines flexiblen Schleifmittels, insbesondere als von der Befestigungsfläche hervorstehende Schlaufen und/oder Haken ausgebildet.

    [0008] In einer besonders bevorzugten Ausführung enthält die Befestigungsschicht ein offenporiges Material. Die Befestigungsschicht kann dabei jedoch auch aus dem offenporigen Material bestehen. Als "offenporig" wird an dieser Stelle insbesondere ein Material verstanden, welches entlang zumindest einer Raumrichtung, insbesondere senkrecht zur Befestigungsfläche, Poren, Kanäle, Öffnungen und/oder Ausnehmungen aufweist, so dass ein mit Staub beladener Luftstrom durch das Material durchtreten kann. Typischerweise weist der bei einem Schleifprozess erzeugte Schleifstaub eine typische Größenverteilung der Schleifpartikel auf, so dass bevorzugt die minimalen Durchlassquerschnitte der Kanäle, Öffnungen und/oder Ausnehmungen bzw. eine Porosität der Poren durch die größten typischerweise auftretenden Schleifpartikel definiert werden.

    [0009] Mit einem textilen Material lässt sich in besonderes einfacher und kostengünstiger Weise die Ausbildung als offenporiges Material erzielen. Daher enthält die Befestigungsschicht einer besonders bevorzugte Ausführung des erfindungsgemäßen Haltekörpers ein textiles Material oder besteht daraus. Vorzugsweise weist das textile Material Schlaufen und/oder Haken und/oder Pilzköpfe auf als Befestigungsmittel auf, welche insbesondere für die Ausbildung eines bekannten Klettsystem geeignet sind. Es ist jedoch auch denkbar, dass ein von seiner Materialstruktur her dichtes, insbesondere staub- und luftundurchlässiges Material als Befestigungsschicht durch geeignete Perforation, Perforierungen und/oder Durchlöcherungen in regelmäßigem oder unregelmäßigen Mustern erfindungsgemäße vorteilhaft eingesetzt werden. Auch kann eine geeignete Perforation, Perforierungen und/oder Durchlöcherungen in regelmäßigem oder unregelmäßigen Mustern mit textilen Materialien oder Materialmischungen vorteilhaft kombiniert werden.

    [0010] Eine bevorzugte Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Haltekörpers wird erreicht, wenn die Befestigungsschicht die Befestigungsfläche nahezu vollständig, vorzugsweise vollständig überdeckt.

    [0011] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Haltekörpers wird dadurch erreicht, dass der Stützkörper einen Staubraum aufweist, welcher in einem an die Stützfläche angrenzenden Bereich vorgesehen ist, wobei der Staubraum aus Sicht der Stützfläche eine wabenartige Strukturierung aufweist, die mit Kanälen, Rinnen und/oder Nuten zur Führung einer Luftströmung durchzogen ist. Insbesondere wird durch einen derartigen Staubraum erreicht, dass ein sich gegebenenfalls aufbauende, den staubhaltigen Luftstrom behindernde Druckbarriere nach Durchtritt durch die erfindungsgemäße Befestigungsschicht vorteilhaft reduziert wird. Dies ist insbesondere für Anwendungen von Bedeutung bei denen die Befestigungsfläche des Haltekörpers deutlich größer ist als eine Querschnittfläche eines absaugseitigen Bereichs, da besonders in derartigen Anwendungsfällen eine zunehmende Verengung einer lateralen Ausdehnung des Luftstroms beim Durchströmen des Stützkörpers eine Drosselwirkung hervorrufen könnte. Der Staubraum ermöglicht es hier die Umlenkung des Luftstroms mit geringst möglichen Verlusten zu realisieren Alternativ oder ergänzend kann auch zumindest ein Staubraum im Inneren Stützkörpers vorgesehen sein, der ähnliche Wirkungen aufweist. Vorzugsweise erfolgt daher die Umlenkung der Luftströmung im Wesentlichen im Staubraum.

    [0012] Weist der Stützkörper des erfindungsgemäßen Haltekörpers mindestens eine Abluftbohrung auf, welche den Staubraum mit einer der Stützfläche gegenüberliegenden Fläche luft- und staubdurchlässig verbindet und durch die Luft vom Staubraum abgesogen werden kann, so lässt sich der erfindungsgemäße Haltekörper besonders leicht an einer Schleifmaschine mit Absaugvorrichtung, seines eine interne oder aber auch eine externe vorgesehene Absaugeinheit, applizieren.

    [0013] In einer Weiterentwicklung weist der Stützkörper mindestens eine Zuluftbohrung auf, über welche ein Luftstrom in einen Bereich vor der Befestigungsschicht des Haltekörpers geleitet werden kann. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung führt die Zuluftbohrung dabei Frischluft in einen zentralen Bereich des Haltekörpers ein, von aus die Frischluft einem Bearbeitungsbereich zugeführt wird.

    [0014] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung wird die wabenartige Struktur des Staubraums im wesentlichen durch aus dem restlichen Stützkörper hervorstehende Stützvorsprünge gebildet, welche zumindest teilweise bis in die Stützfläche ragen, so dass die in die Stützflächen ragenden Teile der Stützvorsprünge Teile der Stützfläche bilden, wobei die Befestigungsschicht vorzugsweise mit diesen Teilen der Stützflächen verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt ist. Dadurch wird eine gleichmäßigere Verteilung der Belastungen im Anwendungsfall auf die Verbindung der Befestigungsschicht am Haltekörper erreicht. Gleichzeitig wird die Befestigungsschicht an der Stützfläche gleichmäßiger abgestützt, so dass die Bearbeitungskräfte gleichmäßiger über die Fläche verteilt übertragen werden können.

    [0015] Eine weitere vorteilhafte Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Haltekörpers sieht vor, dass der Stützkörper einer der Stützfläche im Wesentlichen gegenüberliegende Anschlussfläche aufweist, wobei die Anschlussfläche einen geringeren Flächeninhalt, insbesondere einen geringeren Außendurchmesser aufweist als die Stützfläche und wobei in der Anschlussfläche vorzugsweise mindestens eine Absaugöffnung vorgesehen ist.

    [0016] Wenn der Stützkörper zumindest einen Tragkörper und eine Deckplatte aufweist, wobei sich der Tragkörper zwischen der Stützfläche und der Deckplatte erstreckt und luft- und staubdurchlässig ist, insbesondere aus einem luft- und staubdurchlässigen Material besteht, und wobei die Deckplatte im Wesentlichen die Anschlussfläche bildet, kann der Stützkörper vorteilhaft vor mechanischen Beschädigungen geschützt werden. Weiters ermöglicht die Deckplatte die Integration einer robusten Schnittstelle zur Verbindung des erfindungsgemäßen Haltekörpers mit einer Schleifmaschine. Die Schnittstelle kann dabei insbesondere als Schraub-, Rast-, Clips- und/oder SteckVerbindung ausgebildet sein. Es sind dem Fachmann jedoch auch weitere Ausgestaltungen von Werkzeugschnittstellen wie beispielsweise für Drehoszillationswerkzeuge bekannt, welche an dieser Stelle vorteilhaft in oder an der Deckplatte vorgesehen sein können.

    [0017] In einer alternativen oder ergänzenden Weiterentwicklung kann vorgesehen sein, dass der Stützkörper einen Schutzkörper aufweist, vorzugsweise von diesem radial umschlossen wird, wobei eine der Stützfläche zugewandte radiale Außenkontur im Wesentlichen einer Außenkontur der Stützfläche gleicht, vorzugsweise mit dieser nahezu identisch ist. Der Schutzkörper sichert vorteilhaft den Stützkörper in seiner Umfangsfläche vor mechanischen Schäden. Weiters kann der Schutzkörper dazu vorgesehen sein, ein Stützkörper in seiner Umfangsfläche luft- und staubdicht auszubilden, insbesondere einen Stützkörper, vorzugsweise einen Tragkörper aus einem offenporigen Material in seiner Umfangsfläche luft- und staubdicht abzudichten, so dass nur über radial Stirnflächen ein Luftstrom durch den Haltekörper gelangen kann.

    [0018] Weiters kann der Schutzkörper eine in einer Ebene der Stützfläche liegende vorteilhafte Anlagefläche aufweisen, wobei die Befestigungsschicht zumindest an der Anlagefläche mit dem Schutzkörper verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt ist, so dass insbesondere die Befestigungsschicht vorzugsweise umlaufend mit dem Schutzkörper verbunden ist. Die Anlagefäche ist dabei vorzugsweise als ebene Ringfläche oder ebene, ringähnliche Fläche ausgebildet. Ein fur die Erfindung geeignetes Schleifmittel umfasst eine, eine Arbeitsfläche im Wesentlich bedeckende Arbeitsschicht, eine luft- und staubdurchlässige Trägerschicht sowie eine mit den Befestigungsmitteln des Haltekörpers zur Befestigung des Schleifmittels am Haltekörper zusammenwirkende Verbindungsmittel aufweisende Verbindungsschicht, welche eine der Arbeitsfläche im Wesentlichen abgewandte Verbindungsfläche bereitstellt und so ausgebildet ist, dass die Verbindungsfläche in einer im Wesentlichen senkrecht zur Verbindungsfläche verlaufenden Richtung im Wesentlichen luft- und staubdurchlässig ist. Unter einem "flexiblen Schleifmittel" wird dabei insbesondere eine Schleifscheibe verstanden, welche in einem nicht mit dem Haltekörper verbundenen, losen Zustand zumindest in einer Richtung senkrecht zur Arbeitsfläche verbogen, verknickt oder anderweitig verformt werden kann. Unter einer "Arbeitsschicht" wird hierbei insbesondere eine Schicht mit mindestens einem abrasiv wirkenden Medium, wie beispielweise Schleifkörnern aus bekannten Schleifmedien mit einer gegebenen Schleifkornverteilung, verstanden. Die Trägerschicht kann dabei eine offenporige, insbesondere luft- und staubdurchlässige Papier-, Textil- Schaum- und/oder ElastomerKomponente aufweisen, insbesondere daraus bestehen. Die Verbindungsschicht kann vorzugsweise ein textiles und/oder anderweitig offenporiges Material umfassen, insbesondere daraus bestehen, welches für die Verbindung mit den Befestigungsmitteln des erfindungsgemäßen Haltekörpers geeignete Verbindungsmittel aufweist.

    [0019] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Schleifsystem umfassend einen erfindungsgemäßen Haltekörper und mindestens einem Schleifmittel, welches an der Befestigungsfläche des Haltekörpers befestigbar ist. Das Schleifmittel ist dabei vorzugsweise zumindest partiell luft- und staubdurchlässig ausgestaltet. So können beispielsweise Perforationen, insbesondere Durchbrüche oder Durchbrechungen im Schleifmittel vorgesehen sein, welche über eine Arbeitsfläche des Schleifmittels verteilt angeordnet sind.

    [0020] Schließlich betrifft die Erfindung in einem weiteren Aspekt eine Schleifmaschine, insbesondere ein Handschleifgerät umfassend mindestens einen erfindungsgemäßen Haltekörper und eine Antriebseinheit zum Antrieb des mindestens einen Haltekörpers. Eine bevorzugte Schleifmaschine weist darüber hinaus eine Absaugvorrichtung auf, welche einen Saugluftstrom bereitstellt, der sich von der Befestigungsfläche aus über den erfindungsgemäßen Haltekörper in Richtung auf die Absaugvorrichtung hin strömt. Die Absaugvorrichtung kann dabei als Rohrsystem zum Anschluss einer externen Absaugeinheit und/oder als von der Antriebseinheit der Schleifmaschine aktiv angetriebene Absaugeinrichtung ausgebildet sein.

    Beschreibung der Zeichnungen



    [0021] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der folgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine Teilschnittansicht einer Schleifmaschine mit einem Haltekörper nach dem Stand der Technik
    Fig. 2
    eine schematische Schnittansicht eines Haltekörpers nach du Stand der Technik
    Fig. 3
    eine schematische Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Haltekörpers
    Fig. 4
    eine Aufsicht auf die Stützfläche eines erfindungsgemäßen Haltekörpers in einer Ausführung nach Fig. 3
    Fig. 5
    eine schematische Schnittansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Haltekörpers
    Fig. 6a, 6b
    ein Schemaansichten eines Schleifmittels zur Anbringung an einen erfindungsgemäßen Haltekörper

    Beschreibung der Ausführungsbeispiele



    [0022] In Fig. 1 ist als Beispiel einer Schleifmaschine 10 mit einern Haltekörper nach dem Stand der Technik ausschnittweise und teilweise geschnitten eine handgeführte Exzenterschleifmaschine, nachfolgend kurz Exzenterschleifer genannt, zur Durchführung von Schleifarbeiten in Seitenansicht dargestellt. Der Exzenterschleifer hat ein Gehäuse 11, das in Betrachtungsrichtung nach links in einen Handgriff 12 übergeht, an dessen Unterseite eine Schaltertaste 13 zum Ein- und Ausschalten eines im Innern des Gehäuses 11 aufgenommenen Elektromotors 14 einer Antriebseinheit 11a angeordnet ist. Auf der Abtriebswelle 15 des Elektromotors 14 sitzt drehfest ein Laufrad 16 eines Sauggebläses, mit dem der bei Schleifarbeiten auf der Oberfläche eines Werkstücks anfallende Schleifstaub abgesaugt und über einen Ausblasstutzen 17 in einen Staubauffangbehälter transportiert wird. In der Nabe des Laufrads 16 ist eine exzentrische Ausnehmung 18 vorgesehen, in die ein an der Unterseite des Gehäuses 11 vorstehender Mitnehmer 19 eintaucht, der sich über zwei Wälzlager 20, 21 an der Innenwand der exzentrischen Ausnehmung 18 abstützt. Über die Wälzlager 20, 21 erfolgt, abhängig von der Lagerreibung, die Drehmitnahme des Mitnehmers 19. Wälzlager 20, 21 und Mitnehmer 19 sind axial unverschieblich in der exzentrischen Ausnehmung 18 gehalten.

    [0023] An der Unterseite des Mitnehmers 19 ist eine ebene Auflagefläche 191 ausgebildet, an 10 die ein als Schleifteller 22 ausgebildeter Haltekörper 30 nach dem Stand der Technik mit einer an seiner Oberseite ausgebildeten Anlagefläche 23 ansetzbar ist. Die Verbindung zwischen Schleifteller 22 und Mitnehmer 19 erfolgt über mindestens eine Kopfschraube 24, die in mindestens eine im Mitnehmer 19 ausgebildete, axiale Bohrung 192 einschraubbar ist. An der Unterseite des Gehäuses 11 ist eine Tellerbremse 25 aus Gummi verdrehgesichert befestigt, die sich auf die Oberseite des Schleiftellers 22 auflegt.

    [0024] Der Schleifteller 22 besteht aus zwei Komponenten, einer Tragplatte 26 aus einem Hartkunststoff und einen an der Unterseite der Tragplatte 2 6 befestigten Schleifkissen 27. Die Anlagefläche 23 des Schleiftellers 22 ist zentrisch an der Tragplatte 26 ausgebildet. An der von der Tragplatte 26 abgekehrten Unterseite des Schleifkissens 27 ist eine Auflagefläche 271 für ein hier nicht dargestelltes Schleifblatt ausgebildet, die zum Befestigen des einen Velourrücken tragenden Schleifblatts einen Klettbelag 28 trägt. Bei Einsatz von selbstklebendem Schleifpapier entfällt der Klettbelag. Im Schleifteller 22 sind durch Tragplatte 26 und Schleifkissen 27 hindurchgehende Staubabsaugöffnungen 29 vorhanden, über die der Schleifstaub in eine im Gehäuse 11 ausgebildete, mit dem Ausblasstutzen 17 verbundene Staubansaugkammer mittels eines Saugluftstroms 31 hineingesaugt wird, in der das Laufrad 16 umläuft. Im hier nicht dargestellten Schleifblatt nach dem Stand der Technik sind zur Absaugung des bei einer Bearbeitung anfallenden Schleifstaubs Durchbrechungen, insbesondere Bohrungen vorgesehen, welche beim Ansetzen des Schleifblattes für eine optimale Absaugwirkung mit den Staubabsaugöffnungen 29 in Überdeckung gebracht werden müssen. Zu einer Vereinfachung des Ansetzens ist es unter anderem bekannt, die Staubabsaugöffnungen 29 größer auszuführen als die Durchbrechungen im Schleifblatt, so dass sich eine Überdeckung leichter erreichen lässt. Auch sind Schleifblätter bekannt, welche eine über die Anzahl von Staubabsaugöffnungen 29 hinausgehende Anzahl, insbesondere eine Vielzahl von Durchbrechungen aufweisen, so dass sich eine Überdeckung leichter erreichen lässt.

    [0025] Fig. 2 zeigt einen als Schleifteller 220 ausgebildeten Haltekörper 300. Der Haltekörper 300 ist dabei kreisscheibenförmig ausgebildet. Fig. 2 fällt nicht unter den Schutzumfang der Patentansprüche. Der Haltekörper 300 umfasst einen, bevorzugt im Wesentlichen kreisscheibenförmigen Stützkörper 301 und eine Befestigungsschicht 302, welche an einer im Wesentlichen ebenen, vorzugsweise ebenen Stützfläche 303 des Stützkörpers 301 angeordnet ist. Die Befestigungsschicht 302 ist dabei mit einer Haltefläche 304, welche der Stützfläche 303 vorzugsweise im Wesentlichen gegenüberliegend angeordnet ist, mit dem Stützkörper 301 verbunden. Dazu kann die Befestigungsschicht 302 mit ihrer Haltefläche 304 vorzugsweise zumindest teil- und/oder abschnittsweise an der Stützfläche 303 des Stützkörpers 301 angeklebt, angeschweißt, verklemmt, verkeilt, verclipst und/oder anderweitig stoff- und/oder formschlüssig verbunden sein. Die Haltefläche 304 liegt dabei vorzugsweise gegenüber einer Befestigungsfläche 305 der Befestigungsschicht 302, welche Befestigungsmittel 306 zum Befestigen eines flexiblen Schleifmittels 400 aufweist. Vorzugsweise sind die Befestigungsmittel 306 so ausgestaltet, dass sie zur Herbeiführung einer lösbaren Verbindung des flexiblen Schleifmittel 400 am Haltekörper 300 mit hier nicht dargestellten Verbindungsmitteln des flexiblen Schleifmittels 400 zusammenwirken können.

    [0026] In einer Ausführung besteht die Befestigungsschicht 302 zumindest teilweise, vorzugsweise jedoch nahezu vollständig aus einem luft- und staubdurchlässigen Material 307, so dass die Befestigungsschicht 302 insbesondere in einer im Wesentlichen senkrecht zur Befestigungsfläche 305 verlaufenden Richtung 308 im Wesentlichen luft- und staubdurchlässig ist. Dabei besteht das Befestigungsschicht 302 in einer besonders bevorzugten Ausführung aus einem luft- und staubdurchlässigen - vorzugsweise textilen - Klettmaterial 309.

    [0027] Der Stützkörper 301 besteht in der Ausführung nach Fig. 2 aus einem Schutzkörper 310 und einem Tragkörper 311. Zumindest der Tragkörper 311 ist dabei luft- und staubdurchlässig ausgebildet, vorzugsweise besteht der Tragkörper 311 zumindest teilweise, vorzugsweise nahezu vollständig aus einem luft- und staubdurchlässigen Material 312. Das luft- und staubdurchlässigen Material 312 kann dabei insbesondere ein Schaumstoff oder ein anderes, offenporiges Material sein.

    [0028] In der Ausführung nach Fig. 2 umgibt der Schutzkörper 310 den Tragkörper 311 dabei vorzugsweise im Wesentlichen ringförmig, wobei unter "ringförmig umschließen" insbesondere verstanden wird, dass der Tragkörper 311 entlang seiner Umfangslinie bzw. seiner Hüllfläche 311a vom Schutzkörper 310 - insbesondere radial - nahezu vollständig, vorzugsweise vollständig umfasst oder umschlossen ist. Dabei gleicht bevorzugt eine der Stützfläche 303 zugewandte radiale Außenkontur des Schutzkörpers 310 im Wesentlichen einer Außenkontur der Stützfläche 303 , vorzugsweise ist sie mit dieser nahezu identisch.

    [0029] Vorzugsweise besteht der Schutzkörper 310 aus einem im Vergleich zum luft- und staubdurchlässigen Material 312 luft- und staubdichteren Material 313, besonders bevorzugt aus einem luft- und staubdichten Material 313'. Das Material 313, 313' ist dabei vorzugsweise auch fester, insbesondere steifer als das Material 312, wodurch das luft- und staubdurchlässigen Material 312 des Tragkörpers 311 besser gegen mechanische Beschädigungen bei einer Benutzung des Haltekörpers 300 nach Fig. 2 geschützt werden kann.

    [0030] Der Schutzkörper 310 weist weiters eine, im Wesentlichen in einer Ebene der Stützfläche 303 liegende Anlagefläche 314 auf. Vorzugsweise ist die Befestigungsschicht 302 dabei zumindest an bzw. auf der Anlagefläche 314 mit dem Schutzkörper 310 verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt. Die die Haltefläche 304 der Befestigungsschicht 302 ist dabei in der bevorzugten Ausgestaltung nach Fig. 2 zumindest nahezu vollständig, vorzugsweise vollständig mit der Anlagefläche 314 verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt.

    [0031] Gemäß Fig. 2 weist eine bevorzugte, der Stützfläche 303 des Stützkörpers 301 gegenüberliegenden Anschlussfläche 315 des Stützkörpers 301 einen im Vergleich zu Stützfläche 303 geringeren Flächeninhalt, insbesondere geringeren Außendurchmesser auf. Die Anschlussfläche 315 ist dabei nahezu vollständig, vorzugsweise vollständig durch eine Deckplatte 316 abgedeckt. Insbesondere reicht die Deckplatte 315 radial bis zu einer zweiten, der Anlagefläche 314 im Wesentlichen gegenüberliegenden Anlagefläche 317 des Schutzkörpers 310, wobei die Deckplatte 316 die Anlagefläche 317 radial zumindest teilweise, vorzugsweise nahezu vollständig überdeckt. Vorzugsweise ist die Deckplatte 316 im Bereich dieser Überlappung mit dem Schutzkörper 310 verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt.

    [0032] Durch die Verbindung der Deckplatte 316 mit dem Schutzkörper 310 kann insbesondere eine vorteilhafte Führung eines Saugluftstroms 31 durch den Haltekörper 300 erreicht werden. Dazu weist die Deckplatte 316 gemäß Fig. 2 mindestens zwei, vorzugsweise radial gleichbeabstandete Abluftbohrungen 318 auf, welche - bei einem Betrieb des Haltekörpers 300 an einer geeigneten Schleifmaschine - einen Durchtritt des Saugluftstroms 31 durch die Deckplatte 316 im Wesentlichen in axialer Richtung, d.h. im Wesentlichen parallel zur Richtung 308 erlauben. Unter "radial gleichbeabstandet" wird dabei insbesondere verstanden, dass die Abluftbohrungen 318 in nahezu gleichem, vorzugsweise gleichem Radialabstand um ein Bewegungszentrum 319 - beispielsweise eine Rotationsachse 319a - des Haltekörpers 300 angeordnet sind. Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, dass nur eine oder jedoch drei, vier oder mehrere Abluftbohrungen 318 vorgesehen sind. Insbesondere kann es auch von Vorteil sein, wenn die Abluftbohrung 318 nicht radial gleichbeabstandet über die Deckplatte 316 verteilt sind.

    [0033] Eine bevorzugte Deckplatte 316 besteht dabei aus einem härteren, robusteren Material als der Stützkörper 301 und insbesondere der Tragkörper 311, wobei die Deckplatte 316 dabei vorzugsweise aus einem Kunststoff, wie beispielsweise aus mindestens einem Duroplasten, Thermoplasten und/oder faserverstärktem Kunststoff, und/oder einem Metall, insbesondere Leichtmetall oder einer Leichtmetalllegierung besteht.

    [0034] An der bevorzugten Deckplatte 316 des Beispiels nach Fig. 2 ist weiters eine Befestigungseinrichtung 320 angeordnet, über welche der Haltekörper 300 mit einer hier nicht gezeigten Schleifmaschine verbunden werden kann. Die Befestigungseinrichtung 320 umfasst in diesem Beispiel einen Gewindestift 320a und eine Halteplatte 320b, mit der der Gewindestift 320a fest verbunden ist und die selbst mit der Deckplatte 316 stoff-, kraft- und/oder formschlüssig verbunden ist. Im Beispiel nach Fig. 2 ist die Halteplatte 320b mit der Deckplatte 316 über Nietverbindungen 320c verbunden. Dem Fachmann sind jedoch alternative oder ergänzende Befestigungsverfahren bekannt, welche hier ebenso vorteilhaft zum Einsatz kommen können.

    [0035] Wird ein Haltekörper 300 nach dem Bespiel der Fig. 2 mit einer Schleifmaschine 10, wie sie unter anderem aus Fig. 1 bekannt ist, eingesetzt und nach Ansetzen eines geeigneten Schleifmittels 400 in Betrieb genommen, so erzeugt das Laufrad 16 einen Saugluftstrom 31, der mit Schleifstaub beladene Luft durch das zumindest partiell luft- und staubdurchlässige Schleifmittel 400 und die luft- und staubdurchlässige Befestigungsschicht 302 des Haltekörpers 300 in den Stützkörper 301 einsaugt. Dabei verläuft der Saugluftstrom 31 zunächst im Wesentlichen parallel zur Richtung 308, also nahezu senkrecht durch die Befestigungsfläche 305, die Befestigungsschicht 302 und die Stützfläche 301 hindurch. Nach Eindringen des Saugluftstroms 31 in den Stützkörper 301, insbesondere in den Tragkörper 311 erfährt der Saugluftstrom eine Umlenkung in eine Querrichtung, also eine Umlenkung mit mindestens einer Richtungskomponente senkrecht zur Richtung 308. Im Beispiel nach Fig. 2 wird der Saugluftstrom 31 bei seinem Weg durch den Tragkörper 311 in Richtung auf die Abluftbohrungen 318 in der Deckplatte 316 hin derart gebündelt, dass der Saugluftstrom 31 wieder nahezu parallel zur Richtung 308 durch die Abluftöffnungen 318 tritt. Nun setzt der Saugluftstrom 31 seinen bereits bekannten Weg durch die Schleifmaschine 10 fort. Insgesamt erfährt der Saugluftstrom 31 bei seinem Weg durch den Haltekörper 300 jedoch eine deutlich sanftere Umlenkung, d.h. eine Umlenkung mit größeren Krümmungsradien als in Haltekörpern 30 nach dem Stand der Technik, so dass der Haltekörper 300 vorteilhaft zu geringerer Wirbelbildung und erhöhter Saugleistung beiträgt. Darüber hinaus erlaubt der Haltekörper 300 die Saugleistung einer Absaugvorrichtung möglichst gleichmäßig über die Befestigungsfläche 305 zu verteilen, so dass die Absaugung von Schleifstaub möglichst vollflächig geschehen kann.

    [0036] Fig. 3 zeigt eine Weiterentwicklung eines erfindungsgemäßen Haltekörpers 300, wie er aus Fig. 2 bereits bekannt ist. Im Folgenden wird nur auf die näher auf die Abweichungen eingegangen. Merkmale, welche wirkungsgleich zu dem im Vorhergehenden beschriebenen Beispiel ausgebildet sind, werden mit identischen Bezugszeichen bezeichnet.

    [0037] Der Haltekörper 300 nach Fig. 3 umfasst einen Stützkörper 301 mit einer Befestigungsschicht 302 ähnlich zur Ausführung nach Fig. 2. Der Stützkörper 301 besteht dabei aus einem im Wesentlichen luft- und staubdichten Material und weist zur Bereitstellung einer Luft- und Staubdurchlässigkeit mindestens eine, vorzugsweise zwei oder mehrere radial über die scheibenförmige Querschnittsfläche des Stützkörpers 301 verteilte Saugluftbohrungen 330 auf. Die Saugluftbohrungen 330 verbinden dabei die Anschlussfläche 315 mit dem Bereich der Stützfläche 303. Analog zum Beispiel nach Fig. 2 ist an der Anschlussfläche 315 eine Deckplatte 316 vorgesehen, welche Abluftbohrungen 318 aufweist. Besteht der Stützkörper 301 ähnlich dem ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 zumindest teilweise aus einem luft- und staubdurchlässigen, insbesondere offenporigen Material 312 kann auch auf die Saugluftbohrungen 330 verzichtet werden.

    [0038] Der Stützkörper 301 gemäß Fig. 3 weist weiters in einem an die Stützfläche 303 angrenzenden Bereich 331 einen Staubraum 332 auf, in welchen insbesondere die Saugluftbohrungen 330 münden. Der Staubraum 332 erstreckt sich dabei vorzugsweise im Wesentlichen parallel zur Stützfläche 303. Der Staubraum 332 ist dabei noppen- und/oder wabenartige strukturiert. Fig. 4 zeigt dazu eine Aufsicht auf die Stützfläche 303 und den Staubraum 332 eines erfindungsgemäßen Stützkörpers 301 nach dem Beispiel der Fig. 3, wobei der Staubraum 332 durch aus dem restlichen Stützkörper hervorstehende Stützvorsprünge 333 noppenartig strukturiert ist, welche zumindest teilweise bis in die Stützfläche ragen. Die in die Stützfläche 303 ragenden Teile der Stützvorsprünge 333 bilden dabei vorzugsweise Teile der Stützfläche 303. Der Staubraum 332 bildet dabei in diesem Beispiel nach wie vor einen an sich zusammenhängenden Raum.

    [0039] Analog zu den noppenartigen Stützvorsprüngen 332 ist der Staubraum 332 auch durch Kanäle, Nuten und/oder Wandstücke wabenartig segmentiert, wobei Unterbrechungen in den Kanälen, Nuten und/oder Wandstücke sicherstellen, dass sich der Staubraum 332 im Wesentlichen als ein offener Raum über einen zusammenhängenden Bereich der Stützfläche 303 erstreckt. Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, den Staubraum 332 in einzelne Staubraumabschnitte zu unterteilen, welche untereinander keine Querverbindung haben.

    [0040] Der Staubraum 332 im Stützkörper 301 des Haltekörpers 300 nach Fig. 3 wird in Richtung der Stützfläche 303 durch die Befestigungsschicht 302 gemäß dem ersten Ausführung überdeckt bzw. luft- und staubdurchlässig abgeschlossen. Vorteilhafterweise ist dabei die Befestigungsschicht 302 mit den in die Stützfläche 303 ragenden Teilen Stützvorsprünge 333, Kanälen, Nuten und/oder Wandstücke verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt.

    [0041] Abweichend zur Ausführung nach Fig. 2 ist die Befestigungseinrichtung 320 als Befestigungsschraube 321 ausgeführt, welche durch eine zentrale Bohrung 322 im Haltekörper 300 sowie eine Durchführungsbohrung 323 in der Deckplatte 316 geführt ist und mit welcher der erfindungsgemäße Haltekörper 300 mit einer Schleifmaschine 10 verbunden werden kann.

    [0042] Wird ein erfindungsgemäßer Haltekörper 300 nach dem Bespiel der Fig. 3 mit einer Schleifmaschine 10, wie sie unter anderem aus Fig. 1 bekannt ist, eingesetzt und nach Ansetzen eines geeigneten Schleifmittels 400 in Betrieb genommen, so erzeugt das Laufrad 16 einen Saugluftstrom 31, der mit Schleifstaub beladene Luft durch das zumindest partiell luft- und staubdurchlässige Schleifmittel 400 und die luft- und staubdurchlässige Befestigungsschicht 302 des erfindungsgemäßen Haltekörpers 300 in den Staubraum 332 des Stützkörpers 301 einsaugt. Im Staubraum 332 erfolgt eine Umlenkung des Saugluftstroms 31 analog zum Beispiel nach Fig. 2, wobei in der Ausführung nach Fig. 3 zwar engere Krümmungsradien eingehalten werden müssen als im Beispiel nach Fig. 2, jedoch gewährleistet die offene Ausbildung des Staubraums 332 auch eine wirkungsvolle Umlenkung von Staubpartikeln mit größeren Abmessungen hin zu den Saugluftbohrungen, was ein Verstopfen des erfindungsgemäßen Haltekörpers 300 wirkungsvoll verhindert.

    [0043] Fig. 3 zeigt darüber hinaus eine weitere Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Haltekörpers 300 als gestrichelte Zeichnungsanteile. Dabei sind im Stützkörper 301 eine oder mehrere Frischluftleitungen 334 vorgesehen, welche einen Luftstrom 335 über nicht dargestellte Zuluftöffnungen aus einer den Haltekörper 300 umschließenden Umgebung durch den Stützkörper 301 in die Nähe einer Bearbeitungszone 336 leiten. Insbesondere ist vorgesehen, dass Frischluftbohrungen 337 in die zentrale Bohrung 322 münden, so dass der Luftstrom 335 zumindest teilweise einen zentralen Bereich der Bearbeitungszone 336 überströmen kann.

    [0044] Fig. 5 zeigt eine alternative oder ergänzende Weiterentwicklung eines erfindungsgemäßen Haltekörpers 300, wie er aus Fig. 2 und/oder Fig. 3 bereits bekannt ist. Im Folgenden wird nur auf die näher auf die Abweichungen eingegangen. Merkmale, welche wirkungsgleich zu dem im Vorhergehenden beschriebenen Beispiel ausgebildet sind, werden mit identischen Bezugszeichen bezeichnet.

    [0045] Analog zum Beispiel aus Fig. 3 ist der Stützkörper 301 aus einem im Wesentlichen luft-und staubdichten Material und weist zur Bereitstellung einer Luft- und Staubdurchlässigkeit mindestens eine, vorzugsweise zwei oder mehrere radial über die scheibenförmige Querschnittsfläche des Stützkörpers 301 verteilte Saugluftbohrungen 330 auf.

    [0046] Abweichend zum vorhergehenden Beispiel besteht der Stützkörper 301 jedoch aus zumindest einem ersten Stützkörperteil 301A und einem zweiten Stützkörperteil 301B, wobei die mindestens zwei Stützkörperteile 301A, 301B vorzugsweise fest miteinander verbunden sind und so den Stützkörper 301 bilden. Eine Verbindung der mindestens zwei Stützkörperteile 301A, 301B kann dabei insbesondere durch Kleben, Schweißen oder einen andere stoffschlüssige Verbindung und/oder über einen Form- und/oder Kraftschluss, wie zum Beispiel Schrauben, Klemmen oder Verrasten erfolgen.

    [0047] Der erste Stützkörperteil 301A weist dabei die Anschlussfläche 315 auf und stellt andererseits über eine, dem zweiten Stützkörperteil 301B zugewandte Ausnehmung 338 einen innenliegenden Staubraum 332 bereit. Der Staubraum 332 wird dabei nach Herstellung der Verbindung des zweiten Stützkörperteils 301B mit dem ersten Stützkörperteil 301A durch eine Grenzfläche 339 des zweiten Stützkörperteils 301B abgeschlossen - im Sinne von "von der restlichen Umgebung weitestgehend getrennt". Alternativ kann die Ausnehmung 338 auch im zweiten Stützkörperteil 301B und die Grenzfläche 339 im ersten Stützkörperteil 301A vorgesehen sein. Auch ist es denkbar, dass in jedem der Stützkörperteile 301A, 301B eine Ausnehmung 338 vorgesehen ist, welche nach dem Fügen der beiden Stützkörperteile 301A, 301B den Staubraum 332 bilden.

    [0048] Das zweite Stützkörperteil 301B weist weiters eine Vielzahl von Staubluftbohrungen 340 auf, welche die an der, der Grenzfläche 339 gegenüberliegenden Stützfläche 303 angeordneten, vorzugsweise befestigten luft- und staubdurchlässigen Befestigungsschicht 302 mit der Grenzfläche 339 luft- und staubdurchlässig verbinden.

    [0049] Bei einem Haltekörper 300 nach Fig. 5 findet die vorteilhafte Umlenkung und/oder Bündelung des Saugluftstroms 31 im Wesentlichen Staubraum 332 statt. Ansonsten entspricht der Haltekörper 300 nach Fig. 5 in seiner Wirkung den im Vorhergehenden beschriebenen Beispielen, auf deren Beschreibung verwiesen wird.

    [0050] Abweichend von der Vorhergehenden Beschreibung des Beispiels nach Fig. 5 kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der zweite Stützkörperteil 301B ganz oder teilweise aus dem luft- und staubdurchlässigen Material 312 gemäß dem Beispiel nach Fig. 2 besteht, so dass vorzugsweise auf die Staubluftbohrungen 340 verzichtet werden kann, was vorteilhaft eine gleichmäßigere Flächenverteilung des Saugluftstroms 31 auf der Befestigungsfläche 305 begünstigen kann.

    [0051] Weitere Ausführungsbeispiele erhält der Fachmann unter anderem durch vorteilhafte Kombinationen der im Vorhergehenden beschriebenen einzelnen Ausführungsbeispiele und Weiterentwicklungen. Insbesondere kann die Kombination mit geeigneten Frischluftleitungen- und/oder Bohrungen vom Fachmann in naheliegender Weise auf die anderen Ausführungsbeispiele übertragen werden.

    [0052] Eine besonders vorteilhafte Variante kann sich beispielsweise dadurch ergeben, dass ein Tragkörper 311 wie aus nach dem Beispiel nach Fig. 2 bekannt aus einem ersten Tragkörperteil 311A und einem zweiten Tragkörperteil 311B ähnlich dem Aufbau des Stützkörpers 301 nach Fig. 5 besteht, wobei insbesondere mindestens eines, vorzugsweise beide Tragkörperteile 311A, 311B aus dem luft- und staubdurchlässigen Material 312 bestehen. Vorzugsweise werden die Tragkörperteile 311A, 311B durch einen Schutzkörper 310 ähnlich der Ausführung nach Fig. 2 umschlossen. Darüber hinaus kann vorzugsweise mindestens eine Ausnehmung 338 zur Bildung eines Staubraumes 332 ähnlich der Ausführung nach Fig. 5 in mindestens einem der Tragkörperteile 311A, 311B vorgesehen sein.

    [0053] Die Figuren 6a und 6b zeigen in Ergänzung ein Schleifmittel 400, insbesondere flexibles Schleifmittel 400, welches die Wirkung des erfindungsgemäßen Haltekörpers 300 weiter begünstigt. Das Schleifmittel 400 umfasst dabei eine, eine Arbeitsfläche 401 im Wesentlichen bedeckende Arbeitsschicht 402, eine luft- und staubdurchlässige Trägerschicht 403 sowie eine mit den Befestigungsmitteln 306 des Haltekörpers 300 zur Befestigung des Schleifmittels 400 am Haltekörper 300 zusammenwirkende Verbindungsmittel 404 aufweisende Verbindungsschicht 405. Die Verbindungsschicht 405 stellt dabei eine der Arbeitsfläche 401 im Wesentlichen abgewandte Verbindungsfläche 406 bereit. Weiters ist die Verbindungsschicht 405 so ausgebildet, dass die Verbindungsfläche 406 in einer im Wesentlichen senkrecht zur Verbindungsfläche 406 verlaufenden Richtung im Wesentlichen luft- und staubdurchlässig ist.

    [0054] Wird ein bevorzugtes Schleifmittel 400 nach Fig. 6a, 6b an einen erfindungsgemäßen Haltekörper 300 nach einem der im Vorhergehenden beschriebenen Ausführungsbeispiele angesetzt und in einer Schleifmaschine 10 in Betrieb genommen, so erzeugt das Laufrad 16 einen Saugluftstrom 31, der mit Schleifstaub beladene Luft entlang der Richtung 308 von der Arbeitsfläche 401, durch die luft- und staubdurchlässige Trägerschicht 403 in die luft- und staubdurchlässige Verbindungssicht 405 saugt und von dort in die luft- und staubdurchlässige Befestigungsschicht 302 des erfindungsgemäßen Haltekörpers 300 in den Stützkörper 301 einsaugt. Dabei verläuft der Saugluftstrom 31 erfindungsgemäß zunächst im Wesentlichen parallel zur Richtung 308, also nahezu senkrecht durch die Trägerschicht 403, die gemeinsame Schicht aus Verbindungsschicht 405 und Befestigungsschicht 302 sowie die Stützfläche 301 hindurch. Im weiteren folgt der Saugluftstrom 31 den im Vorhergehenden beschriebenen Wegen, auf deren Beschreibung verwiesen wird. Das Schleifmittel 400 gemäß Fig. 6a, 6b weist weiters eine optionale, zentrale Bohrung 407 auf, welche insbesondere mit einem Haltekörper 300, der mindestens eine in die zentrale Bohrung 322 mündenden Frischluftleitung 334 aufweist, von Vorteil sein kann. Das erfindungsgemäße Schleifmittel 400 kann dabei auch vorteilhaft an einem Haltekörper 30 nach dem Stand der Technik eingesetzt werden, da auch hier beim Ansetzen eines Schleifmittels 400 eine relative Ausrichtung gegenüber den Staubabsaugöffnungen 29 im Haltekörper 30 vorteilhaft unbeachtet bleiben kann. Das Schleifmittel 400 muss dazu lediglich eine Verbindungsschicht 405 mit Verbindungsmitteln 404 aufweisen, welche mit Befestigungsmitteln des Haltekörpers 30 derart zusammenwirken können, dass das Schleifmittel 400 an der Befestigungsfläche des Haltekörpers 30 anhaftet, vorteilhaft lösbar anhaftet.

    [0055] Alternativ kann auch ein bereits bekanntes flexibles Schleifmittel 400', welches eine Mehrzahl von über die Arbeitsfläche 401' verteilte, das Schleifmittel 400' durchstoßende Absauglöchern 408' aufweist, vorteilhaft an einem erfindungsgemäße Haltekörper 300 eingesetzt werden. Dabei ist beim Ansetzen eines derartigen Schleifmittels 400' eine Ausrichtung der Absauglöcher 408' relativ zur Befestigungsfläche 305 vorteilhaft ohne Auswirkung auf eine Absaugleistung. Das Schleifmittel 400' muss dazu lediglich eine Verbindungsschicht 405' mit Verbindungsmitteln 404' aufweisen, welche mit den Befestigungsmitteln 306 des erfindungsgemäßen Haltekörpers 300 derart zusammenwirken können, dass das Schleifmittel 400' an der Befestigungsfläche 305 anhaftet, vorteilhaft lösbar anhaftet.

    [0056] Neben den hier anhand eines Exzenterschleifers im Detail beschriebenen Ausführungs- und Anwendungsbeispielen eines erfindungsgemäßen Haltekörpers 300 sind dem Fachmann eine Reihe weiterer Schleifmaschinen mit Absaugeinrichtungen bekannt, welche sowohl mit im Wesentlichen kreisförmigen Haltekörper 300 - beispielsweise Orbitalschleifer und Poliermaschinen - als auch solche mit polygonalen, insbesondere im Wesentlichen dreieckigen, rechteckigem oder trapezoiden Haltekörper 300a aufweisen. Der Fachmann wird daher die offenbarte Leere mit Leichtigkeit auf eine Schleifmaschine mit polygonalen, insbesondere im Wesentlichen dreieckigen, rechteckigem oder trapezoiden Haltekörper 300a übertragen können. Auch für diese Haltekörper 300a lässt sich in analoger Weise eine vorteilhafte, erfindungsgemäße Umlenkung der Luftströmung durch den Haltekörper 300a durch einfache Modifikation der Haltekörpergeometrie erzielen, ohne erfindungswesentliche Teile der beschriebenen Ausführungen ändern zu müssen. Derartige Haltekörper 300a sollen daher explizit von der Anmeldung mit umfasst sein.


    Ansprüche

    1. Haltekörper (300, 300a) für ein Schleifmittel (400), insbesondere Schleifteller (220), umfassend eine Befestigungsschicht (302) mit einer Befestigungsmittel (306) aufweisenden Befestigungsfläche (305) zum Befestigen eines flexiblen Schleifmittels (400) sowie einen Stützkörper (301) mit einer Stützfläche (303), welche eine insbesondere der Befestigungsfläche (305) gegenüberliegende Haltefläche (304) der Befestigungsschicht (302) stützt, insbesondere damit verbunden ist, wobei der Stützkörper (301) luft- und staubdurchlässig ist, insbesondere aus einem luft- und staubdurchlässigen Material (312) besteht, wobei die Befestigungsschicht (302) so ausgebildet ist, dass die Befestigungsfläche (305) in einer im Wesentlichen senkrecht zur Befestigungsfläche (305) verlaufenden Richtung (308) im Wesentlichen luft- und staubdurchlässig ist, so dass insbesondere eine Luftströmung (31) von der Befestigungsfläche (305) aus im Wesentlich senkrecht zur Befestigungsfläche (305) durch die Befestigungsschicht (302) treten kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) einen Staubraum (332, 338) aufweist, welcher bevorzugt in einem an die Stützfläche (303) angrenzenden Bereich (331) vorgesehen ist, wobei der Staubraum (332) aus Sicht der Stützfläche (303) eine noppenund/oder wabenartige Strukturierung aufweist, die mit Kanälen, Rinnen und/oder Nuten zur Führung einer Luftströmung durchzogen ist.
     
    2. Haltekörper (300, 300a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine im wesentlichen senkrecht zur Befestigungsfläche (305) verlaufenden Luftströmung (31), insbesondere staubhaltige Luftströmung, nach Durchtritt durch die Befestigungsschicht (302) zumindest eine teilweise Umlenkung in eine aus Sicht des Schleifmittels (400) im Wesentlichen hinter der Befestigungsschicht (302) verlaufende Querströmung durch den Stützkörper (301) erfährt.
     
    3. Haltekörper (300, 300a) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (306) als mechanische Befestigungsmittel zum Befestigen eines flexiblen Schleifmittels (400), insbesondere als von der Befestigungsfläche (305) hervorstehende Schlaufen und/oder Haken ausgebildet sind.
     
    4. Haltekörper (300, 300a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschicht (302) ein offenporiges Material (312) enthält oder daraus besteht.
     
    5. Haltekörper (300, 300a) nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschicht (302) ein textiles Material (312) enthält oder daraus besteht, insbesondere ein Schlaufen und/oder Haken und/oder Pilzköpfe aufweisendes textiles Material (312).
     
    6. Haltekörper (300, 300a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschicht (302) die Befestigungsfläche (305) nahezu vollständig überdeckt.
     
    7. Haltekörper (300, 300a) einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkung der Luftströmung im Wesentlichen im Staubraum (332, 338) erfolgt.
     
    8. Haltekörper (300, 300a) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) mindestens eine Saugluftbohrung (330) aufweist, welche den Staubraum (332) mit einer der Stützfläche (303) gegenüberliegenden Fläche luft- und staubdurchlässig verbindet und durch die Luft vom Staubraum abgesogen werden kann.
     
    9. Haltekörper (300, 300a) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) mindestens eine Frischluftleitung (334) aufweist, über welche ein Luftstrom in einen Bereich vor der Befestigungsschicht (302) des Haltekörpers (300, 300a) geleitet werden kann.
     
    10. Haltekörper (300, 300a) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die noppen- und/oder wabenartige Struktur des Staubraums (332) im wesentlichen durch aus dem restlichen Stützkörper (301) hervorstehende Stützvorsprünge (333) gebildet wird, welche zumindest teilweise bis in die Stützfläche (303) ragen, so dass die in die Stützflächen (303) ragenden Teile der Stützvorsprünge (333) Teile der Stützfläche (303) bilden, wobei die Befestigungsschicht (302) vorzugsweise mit diesen Teilen der Stützflächen (303) verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt ist.
     
    11. Haltekörper (300, 300a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) einer der Stützfläche (303) im Wesentlichen gegenüberliegende Anschlussfläche (315) aufweist, wobei die Anschlussfläche (315) einen geringeren Flächeninhalt, insbesondere einen geringeren Außendurchmesser aufweist als die Stützfläche (303), und wobei vorzugsweise in der Anschlussfläche (315) mindestens eine Absaugöffnung (318) vorgesehen ist.
     
    12. Haltekörper (300, 300a) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) zumindest einen Tragkörper (311) und eine Deckplatte (316) aufweist, wobei sich der Tragkörper (311) zwischen der Stützfläche (303) und der Deckplatte (316) erstreckt und luft- und staubdurchlässig ist, insbesondere aus einem luft- und staubdurchlässigen Material (312) besteht, und wobei die Deckplatte (316) im Wesentlichen die Anschlussfläche (316) überdeckt bzw. bildet.
     
    13. Haltekörper (300, 300a) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (301) einen Schutzkörper (310) aufweist, vorzugsweise von diesem radial umschlossen wird, wobei eine der Stützfläche (303) zugewandte radiale Außenkontur des Schutzkörpers (310) im Wesentlichen einer Außenkontur der Stützfläche (303) gleicht, vorzugsweise mit dieser nahezu identisch ist.
     
    14. Haltekörper (300, 300a) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzkörper (310) eine, in einer Ebene der Stützfläche (303) liegende Anlagefläche (317) aufweist, wobei die Befestigungsschicht (302) zumindest an der Anlagefläche (317) mit dem Schutzkörper (310) verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt ist.
     
    15. Schleifsystem umfassend mindestens einen Halterkörper (300, 300a) für ein flexibles Schleifmittel, insbesondere einen Schleifteller (220), nach einem der Ansprüche 1 bis 14 und mindestens einem Schleifmittel (400, 400'), vorzugsweise einem zumindest partiell luft- und staubdurchlässigen Schleifmittel, welches an der Befestigungsfläche (305) des Haltekörpers (300) befestigbar ist.
     
    16. Schleifmaschine (10), insbesondere Handschleifgerät, umfassend mindestens einen Haltekörper (300, 300a) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 und eine Antriebseinheit (11a) zum Antrieb des mindestens einen Haltekörpers (300, 300a).
     


    Claims

    1. Retaining body (300, 300a) for a grinding means (400), in particular a grinding disk (220), comprising a fastening layer (302) with a fastening surface (305), having fastening means (306), for fastening of a flexible grinding means (400), and comprising a support body (301) with a support surface (303), which latter supports a retaining surface (304), in particular lying opposite the fastening surface (305), of the fastening layer (302), in particular is connected thereto, wherein the support body (301) is air and dust permeable, in particular consists of an air and dust permeable material (312), wherein the fastening layer (302) is configured such that the fastening surface (305), in a direction (308) running substantially perpendicular to the fastening surface (305), is substantially air and dust permeable, so that, in particular, an air flow (31) can pass from the fastening surface (305), substantially perpendicular to the fastening surface (305), through the fastening layer (302), characterized in that the support body (301) has a dust chamber (332, 338), which is preferably provided in a region (331) adjacent to the support surface (303), wherein the dust chamber (332), from the perspective of the support surface (303), has a knobbed and/or honeycombed structurization, which is permeated by ducts, channels and/or grooves for guidance of an air flow.
     
    2. Retaining body (300, 300a) according to one of the preceding claims, characterized in that an air flow (31) running substantially perpendicular to the fastening surface (305), in particular a dustcontaining air flow, after having passed through the fastening layer (302), undergoes at least a partial diversion into a crossflow through the support body (301), which crossflow runs, from the perspective of the grinding means (400), substantially behind the fastening layer (302).
     
    3. Retaining body (300, 300a) according to Claim 1 or 2, characterized in that the fastening means (306) are configured as mechanical fastening means for fastening of a flexible grinding means (400), in particular as loops and/or hooks protruding from the fastening surface (305).
     
    4. Retaining body (300, 300a) according to one of the preceding claims, characterized in that the fastening layer (302) contains, or consists of, an open-pore material (312).
     
    5. Retaining body (300, 300a) according to one of the preceding claims, characterized in that the fastening layer (302) contains, or consist of, a textile material (312), in particular a textile material (312) having loops and/or hooks and/or mushroom heads.
     
    6. The retaining body (300, 300a) according to one of the preceding claims, characterized in that the fastening layer (302) almost fully covers the fastening surface (305).
     
    7. Retaining body (300, 300a) according to one of the Claims 2 to 6, characterized in that the diversion of the air flow takes place substantially in the dust chamber (332, 338).
     
    8. Retaining body (300, 300a) according to Claim 6 or 7, characterized in that the support body (301) has at least one suction air bore (330), which in an air and dust permeable manner connects the dust chamber (332) to a surface lying opposite the support surface (303) and through which air can be extracted from the dust chamber.
     
    9. Retaining body (300, 300a) according to one of Claims 6 to 8, characterized in that the support body (301) has at least one fresh air line (334), via which an air stream can be conducted into a region in front of the fastening layer (302) of the retaining body (300, 300a).
     
    10. Retaining body (300, 300a) according to one of Claims 6 to 9, characterized in that the knobbed and/or honeycombed structure of the dust chamber (332) is formed substantially by supporting projections (333) which protrude from the rest of the support body (301) and which jut at least partially into the support surface (303), so that those parts of the supporting projections (333) which jut into the support surfaces (303) form parts of the support surface (303), wherein the fastening layer (302) is preferably connected, in particular bonded and/or welded, to these parts of the support surfaces (303).
     
    11. Retaining body (300, 300a) according to one of the preceding claims, characterized in that the support body (301) has a connection surface (315) lying substantially opposite the support surface (303), wherein the connection surface (315) has a smaller surface area, in particular a smaller outer diameter, than the support surface (303), and wherein preferably at least one extraction opening (318) is provided in the connection surface (315).
     
    12. Retaining body (300, 300a) according to Claim 11, characterized in that the support body (301) has at least a supporting element (311) and a cover plate (316), wherein the supporting element (311) extends between the support surface (303) and the cover plate (316) and is air and dust permeable, in particular consists of an air and dust permeable material (312), and wherein the cover plate (316) substantially covers or forms the connection surface (316).
     
    13. Retaining body (300, 300a) according to Claim 11 or 12, characterized in that the support body (301) has a protective element (310), preferably is radially enclosed by the latter, wherein a radial outer contour, facing toward the support surface (303), of the protective element (310) substantially resembles an outer contour of the support surface (303), preferably is almost identical thereto.
     
    14. Retaining body (300, 300a) according to Claim 13, characterized in that the protective element (310) has a contact surface (317), which lies in a plane of the support surface (303), wherein the fastening layer (302) is connected, in particular bonded and/or welded, at least at the contact surface (317), to the protective element (310).
     
    15. Grinding system comprising at least one retaining body (300, 300a) for a flexible grinding means, in particular a grinding disk (220), according to one of Claims 1 to 14, and at least one grinding means (400, 400'), preferably an at least partially air and dust permeable grinding means, which can be fastened to the fastening surface (305) of the retaining body (300).
     
    16. Grinding machine (10), in particular a hand grinder, comprising at least one retaining body (300, 300a) according to one of Claims 1 to 14 and a drive unit (11a) for driving the at least one retaining body (300, 300a).
     


    Revendications

    1. Corps de retenue (300, 300a) pour un produit abrasif (400), notamment un disque abrasif (220), comprenant une couche de fixation (302) avec une surface de fixation (305) comportant des moyens de fixation (306) pour la fixation d'un produit abrasif flexible (400) ainsi que corps d'appui (301) avec une surface d'appui (303) soutenant une surface de retenue (304), notamment opposée à la surface de fixation (305), de la couche de fixation (302), ledit corps étant notamment relié à ladite surface, le corps d'appui (301) étant perméable à l'air et à la poussière, notamment réalisé à partir d'une matière perméable à l'air et à la poussière (312), la couche de fixation (302) étant réalisée de telle sorte que la surface de fixation (305) est pour l'essentiel perméable à l'air et à la poussière dans une direction (308) s'étendant pour l'essentiel perpendiculairement à la surface de fixation (305), de sorte qu'un écoulement d'air (31) peut notamment entrer depuis la surface de fixation (305), pour l'essentiel perpendiculairement à la surface de fixation (305), à travers la couche de fixation (302), caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte une chambre à poussière (332, 338) prévue de façon préférée dans une zone (331) connexe à la surface d'appui (303), la chambre à poussière (332) comportant, vue depuis la surface d'appui (303), une structuration de type à boucles et/ou à alvéoles sillonnée de canaux, encoches et/ou rainures permettant de guider un écoulement d'air.
     
    2. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un écoulement d'air (31) s'étendant pour l'essentiel perpendiculairement à la surface de fixation (305), notamment un écoulement d'air poussiéreux, connaît, après traversée de la couche de fixation (302), au moins une déviation partielle dans un écoulement transversal traversant le corps d'appui (301) s'étendant, vu depuis le produit abrasif (400), pour l'essentiel derrière la couche de fixation (302).
     
    3. Corps de retenue (300, 300a) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens de fixation (306) sont réalisés sous la forme de moyens de fixation mécaniques pour la fixation d'un produit abrasif flexible (400), prenant notamment la forme de boucles et/ou de crochets saillant hors de la surface de fixation (305).
     
    4. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de fixation (302) contient une matière (312) à pores ouverts ou se compose de celle-ci.
     
    5. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de fixation (302) contient une matière textile (312) ou se compose de celle-ci, notamment une matière textile (312) comportant des boucles et/ou des crochets et/ou des têtes de champignon.
     
    6. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de fixation (302) recouvre presque entièrement la surface de fixation (305).
     
    7. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, caractérisé en ce que la déviation de l'écoulement d'air se produit pour l'essentiel dans la chambre à poussière (332, 338).
     
    8. Corps de retenue (300, 300a) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte au moins un alésage d'air aspiré (330) reliant, de façon perméable à l'air et à la poussière, la chambre à poussière (332) à une surface opposée à la surface d'appui (303) et pouvant être aspiré par l'air de la chambre à poussière.
     
    9. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte au moins une conduite d'air frais (334) via lequel un écoulement d'air peut être conduit dans une zone située devant la couche de fixation (302) du corps de retenue (300, 300a).
     
    10. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que la structure de type à boucles et/ou alvéoles de la chambre à poussière (332) est pour l'essentiel formée à travers les saillies d'appui (333) saillant à travers le corps d'appui (301) restant, lesdites saillies saillant au moins en partie jusque dans la surface d'appui (303), de sorte que les parties, saillant dans les surfaces d'appui (303), des saillies d'appui (333) forment les parties de la surface d'appui (303), la couche de fixation (302) étant de préférence reliée à ces parties des surfaces d'appui (303), notamment collée et/ou soudée.
     
    11. Corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte une surface de jonction (315) pour l'essentiel opposée à la surface d'appui (303), la surface de jonction (315) comportant un contenu de surface plus réduit, notamment un diamètre extérieur plus limité, que la surface d'appui (303) et au moins une ouverture d'aspiration (318) étant de préférence prévue dans la surface de jonction (315).
     
    12. Corps de retenue (300, 300a) selon la revendication 11, caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte au moins un corps porteur (311) et une plaque de recouvrement (316), le corps porteur (311) s'étendant entre la surface d'appui (303) et la plaque de recouvrement (316) et est perméable à l'air et à la poussière et se composant notamment d'une matière perméable à l'air et à la poussière (312) et la plaque de recouvrement (316) revêtant et/ou formant pour l'essentiel la surface de jonction (316).
     
    13. Corps de retenue (300, 300a) selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le corps d'appui (301) comporte un corps de protection (310), est de préférence entouré par celui-ci dans le plan radial, sachant qu'un contour extérieur radial, orienté vers la surface d'appui (303), du corps de protection (310) est pour l'essentiel égal à un contour extérieur de la surface d'appui (303), de préférence quasi identique à lui.
     
    14. Corps de retenue (300, 300a) selon la revendication 13, caractérisé en ce que le corps de protection (310) comporte une surface d'installation (317) reposant dans un plan de la surface d'appui (303), la couche de fixation (302) étant reliée au corps de protection (310) au moins au niveau de la surface d'installation (317), notamment collée et/ou soudée.
     
    15. Système abrasif comprenant au moins un corps de retenue (300, 300a) pour un produit abrasif flexible, notamment un disque abrasif (220), selon l'une quelconque des revendications 1 à 14 et au moins un produit abrasif (400, 400'), de préférence un produit abrasif au moins partiellement perméable à l'air et à la poussière pouvant être fixé au niveau de la surface de fixation (305) du corps de retenue (300).
     
    16. Machine abrasive (10), notamment meuleuse manuelle, comprenant au moins un corps de retenue (300, 300a) selon l'une quelconque des revendications 1 à 14 et une unité d'entraînement en entrée (11a) servant à l'entraînement de l'au moins un corps de retenue (300, 300a).
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente