[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausmittelung eines Laststufenschalters
zur Umschaltung zwischen verschiedenen Wicklungsanzapfungen eines Stufentransformators.
[0002] Laststufenschalter sind seit vielen Jahren zur unterbrechungslosen Umschaltung zwischen
verschiedenen Wicklungsanzapfungen von Stufentransformatoren in großen Zahlen weltweit
im Einsatz. Sogenannte Reaktorschalter, die besonders in Nord-Amerika verbreitet sind,
besitzen eine Umschaltreaktanz, die eine langsame, kontinuierliche Umschaltung ermöglicht.
Laststufenschalter nach dem Widerstandsschnellschalt-Prinzip bestehen üblicherweise
aus einem Wähler zur leistungslosen Anwahl der jeweiligen Wicklungsanzapfung des Stufentransformators,
auf die umgeschaltet werden soll, und einem Lastumschalter zur eigentlichen Umschaltung
von der bisherigen auf die neue, vorgewählte Wicklungsanzapfung. Der Lastumschalter
weist dazu üblicherweise Schaltkontakte und Widerstandskontakte auf. Die Schaltkontakte
dienen dabei zur direkten Verbindung der jeweiligen Wicklungsanzapfung mit der Lastableitung,
die Widerstandskontakte zur kurzzeitigen Beschaltung, d. h. Überbrückung mittels eines
oder mehrerer Überschaltwiderstände. Die Entwicklungen der letzten Jahre führten jedoch
weg von Lastumschaltern mit mechanischen Schaltkontakten im Isolieröl. Stattdessen
werden vermehrt Vakuumschaltzellen als Schaltelemente eingesetzt.
[0003] Ein derartiger Laststufenschalter mit Vakuumschaltröhren ist beispielsweise aus der
WO2004/088693 A1 oder
DE 10 2009 043 171 A1 offenbart. Hier trägt ein Lastumschalter eine von einem Kraftspeicher antreibbare
Antriebswelle mit mindestens einer Kurvenscheibe. Die Kurvenscheibe weist mehrere
Steuerkurven auf, wobei zwei an der Kurvenscheibe stirnseitig angeordnete Steuerkurven
eine von einer Kreisform abweichende Kontur nach Art von Nocken aufweisen, an der
kontaktschlüssig jeweils eine über einen Kipphebel mit einer Vakuumschaltröhre verbundene
Rolle geführt wird, die die profilierte Kontur der jeweiligen Steuerkurve abgreift.
Üblicherweise werden die aus dem Stand der Technik bekannten Laststufenschalter dem
Kunden als fertig montierte Erzeugnisse ausgeliefert und von diesem vor Ort in einen
bestehenden Stufentransformator eingebaut. Hierfür wird von dem Hersteller eine Betriebsanweisung
beigefügt, die den Einbau der Stufenregeleinrichtung leicht nachvollziehbar dokumentiert
und beschreibt. Die Inbetriebnahme, d.h. das Kuppeln, der Stufenregeleinrichtung samt
Motorantrieb mit dem Stufentransformator und dessen
[0004] Steuerelektronik erfordert in einzelnen Montageschritten das manuell gesteuerte Beschalten
verschiedener Stufenpositionen der Regelwicklung des Stufentransformators, indem die
Stufenregeleinrichtung zwischen benachbarten, mit der Regelwicklung elektrisch verbundenen
Festkontakten, umgeschaltet wird. Dieser Vorgang ist nach dem Stand der Technik zeitaufwändig
und mitunter fehlerbehaftet.
[0005] Aus der
DE 197 05 576 A1 ist eine Stellungsmeldeanordnung für einen Laststufenschalter bekannt geworden. Stellungsmeldeanordnungen
als Bestandteil des Motorantriebes von Stufenschaltern o. ä. dienen dazu, die jeweilige
Stellung des Stufenschalters o. ä. elektrisch zu erfassen und zu übermitteln; dies
wiederum ist einerseits Ausgangspunkt für die eigentliche Stellungsanzeige und andererseits
als Istwert Grundlage nachfolgender Steuer- bzw. Regelfunktionen.
[0006] Bekannte Stellungsmeldeanordnungen für Stufenschalter bestehen aus einer kreisförmigen
Anordnung einer Vielzahl von Meldekontakten, wobei mindestens je einem Meldekontakt
eine Betriebsstellung des Stufenschalters o. dgl. zugeordnet ist. Dabei werden die
Meldekontakte mittels eines drehbaren zentralen Meldekontakthebels, der mit dem Stufenschalter,
genauer gesagt mit dem Motorantrieb des Stufenschalters, in Verbindung steht, beschaltet.
Dabei wird der Meldekontakthebel bei jeder Änderung der Betriebsstellung des Stufenschalters,
d. h. bei der Umschaltung von einer Wicklungsanzapfung auf eine andere, lediglich
um einen Schaltwinkel bewegt, der dem Abstand zweier benachbarter Meldekontakte entspricht.
Infolge der kontinuierlichen Bewegung des Meldekontakthebels kommt es jedoch zu einer
sehr langsamen Kontakttrennung, die sich, abhängig vom jeweiligen Schaltvorgang, über
mehrere Sekunden erstrecken kann. Eine solche Stellungsmeldeanordnung ist also nicht
geeignet, wenn über die Meldekontakte mit Gleichstrom betriebene Stromkreise geführt
werden oder ganz allgemein höhere Ströme geschaltet werden sollen.
[0007] Bei diesen aus dem Stand der Technik bekannten Stellungsmeldeanordnungen ist also
jedem Meldekontakt eine feste Betriebsstellung des Stufenschalters, d. h. Wicklungsanzapfung
der Regelwicklung des Stufentransformators, zugeordnet. Auch hier muss die mechanische
Kopplung bzw. die Justierung des Stufenschalters mit der Stellungsmeldeanzeige nach
einem fest definierten Schaltplan erfolgen, da ansonsten falsche Betriebsstellungen
von der Stellungsmeldeanordnung angezeigt werden. Ausgehend hiervon ist es Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Ausmittelung eines Laststufenschalters
zur Umschaltung zwischen verschiedenen Wicklungsanzapfungen eines Stufentransformators
anzugeben, das, ohne manuell gesteuertes Beschalten verschiedener Stufenpositionen
der Regelwicklung, eine Justierung einer vordefinierten Betriebsstellung des Laststufenschalters
ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Ausmittelung eines Laststufenschalters
zur Umschaltung zwischen verschiedenen Wicklungsanzapfungen eines Stufentransformators
mit den Merkmalen des ersten Patentanspruches gelöst. Die Unteransprüche betreffen
dabei besonders bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung. Unter Ausmittelung wird
im Rahmen der vorliegenden Erfindung das Erreichen einer vordefinierten Betriebsstellung
des Laststufenschalters verstanden.
[0009] Die allgemeine erfinderische Idee besteht darin, eine vordefinierte Betriebsstellung
des Laststufenschalters zu erreichen, indem nach der Inbetriebnahme des Laststufenschalters
ein Motorantrieb von einer parametrierten Steuereinrichtung in eine erste Drehrichtung
aktiviert wird, so dass der Laststufenschalter seine stationären Betriebsstellungen,
also die verschiedenen Wicklungsanzapfungen des Stufentransformators, in Richtung
der ersten Wicklungsanzapfung beginnt zu durchlaufen, wobei mittels der Steuereinrichtung
das Erreichen der Endstellung des Laststufenschalters erkannt wird, wobei wiederum
nachfolgend der Motorantrieb in eine zweite Drehrichtung aktiviert wird, so dass der
Lasstufenschalter anschließend den Regelbereich in der entgegengesetzten Umschaltrichtung
bis zum Erreichen der ersten stationären Betriebsstellung durchläuft, und wobei anschließend
eine Konfiguration der ersten stationären Betriebsstellung als vordefinierte Betriebsstellung
mit Hilfe der nichtflüchtig gespeicherten Parametrierung der Steuereinrichtung erfolgt.
Damit definiert das erfindungsgemäße Verfahren nach Inbetriebnahme des Laststufenschalters
eigenständig eine erste stationäre Betriebsstellung als Bezugsgröße für alle nachfolgenden
Schalthandlungen. Da diese definierte Betriebsstellung softwaregestützt nichtflüchtig
gespeichert wird, ist damit zu jedem späteren Zeitpunkt nachvollziehbar, wie viel
Umschaltungen in welche Umschaltrichtung der Laststufenschalter vollzogen hat und
damit letzten Endes in welcher stationären Betriebsstellung sich der Laststufenschalter
aktuell befindet. Mit anderen Worten wird nach dem Wesen der Erfindung also der mechanische
Anschlag des Regelbereiches des Laststufenschalters verwendet, um nachfolgend eine
Normierung auf eine definierte stationäre Betriebsstellung des Laststufenschalters
vorzunehmen.
[0010] Nach einer besonderen Weiterbildung der Erfindung erkennt die Steuereinrichtung den
mechanischen Endanschlag des Regelbereiches des Laststufenschalters, indem die Stromstärke
des Motorantriebs nach dessen Aktivierung in eine erste Drehrichtung nicht flüchtig
gespeichert und in definierten Zeitabständen mit einem in der Steuereinrichtung als
Stromgrenzwert parametrierten Höchstwert verglichen wird. Überschreitet dabei der
aktuell ermittelte Stromwert den definierten Sollwert, so wird ein elektrisches Signal
generiert, das der Steuereinrichtung den mechanischen Endanschlag des Laststufenschalters
anzeigt.
[0011] Nach einer nochmals weiteren Ausführungsform der Erfindung wird der mechanische Endanschlag
des Regelbereiches des Laststufenschalters über die Steuereinrichtung detektiert,
indem mittels eines Sensors in regelmäßigen Zeitabständen die Rotationsgeschwindigkeit
der Antriebswelle des Motorantriebes detektiert. Ist der ermittelte Wert der Rotationsgeschwindigkeit
gleich 0, so wird ein elektrisches Signal generiert, das der Steuereinrichtung den
mechanischen Endanschlag des Laststufenschalters anzeigt.
[0012] Nach einer wiederum weiteren Ausführungsform der Erfindung wird beim Durchlaufen
des Regelbereichs des Laststufenschalters in eine erste Drehrichtung bei jedem Erreichen
einer nächsten stationären Betriebsstellung ein Meldekontakt beschaltet, wobei der
Auslösezeitpunkt, d. h. die Beschaltung des Meldekontaktes, mittels der Steuereinrichtung
nichtflüchtig gespeichert wird, wobei die Zeit zwischen zwei Auslösezeitpunkten mit
einem maximal zulässigen Grenzwert verglichen wird, wobei bei Überschreiten des maximal
zulässigen Grenzwertes ein elektrisches Signal generiert wird, das der Steuereinrichtung
den mechanischen Endanschlag des Laststufenschalters anzeigt. Dies kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass mit der Antriebwelle des Motorantriebs mindestens eine Nockenscheibe
in Dreheingriff gebracht wird, die ihrerseits wenigstens einen Mikroschalter je Umdrehung
der Nockenscheibe betätigt. Je nach Übersetzungsverhältnis kann die Umdrehung der
Nockenscheibe synchron mit einer Umschaltung des Lastumschalters von einer ersten
auf eine benachbarte zweite stationäre Betriebsstellung erfolgen. Der Mikroschalter
löst also pro Umdrehung der Nockenscheibe und damit pro Umschaltung, also zulässiger
stationärer Betriebsstellung des Laststufenschalters, einmal aus und meldet damit
einen erfolgreich abgeschlossenen Umschaltvorgang.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren soll nachstehend noch beispielhaft an Hand einer Figur
näher erläutert werden.
[0014] Die Figur zeigt einen schematischen Ablaufplan des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0015] Ausgangspunkt des erfindungsgemäßen Verfahrens bildet die Inbetriebnahme des Laststufenschalters
mit einem Stufentransformator. Bei der Inbetriebnahme wird der Laststufenschalter
mit seinen Anschlusskontakten an der Regelwicklung des Stufentransformators angeschlossen,
der Motorantrieb montiert und der Laststufenschalter samt Motorantrieb an eine softwaregestützte
elektronische Steuereinrichtung angeschlossen, die ihrerseits wiederum mit einer Ausgabeeinrichtung
verbunden werden kann. Die Steuereinrichtung ist bei Inbetriebnahme zu parametrieren,
insbesondere ist dabei eine anfängliche Bewegungsrichtung der Antriebswelle des Motorantriebs
zu definieren, weiterhin ist die Anzahl zulässiger stationärer Betriebsstellungen
des Laststufenschalters anzugeben und schlussendlich zu definieren, wo der Anfang
des Regelbereiches, d.h. die erste zulässige stationäre Betriebsstellung, und das
Ende des Regelbereiches, also die letzte zulässige Betriebsstellung, des Laststufenschalters
liegt. Diese Parameter sind in der Steuereinrichtung nicht flüchtig zu speichern.
Wie bereits erläutert, weisen Laststufenschalter üblicherweise einen Wähler zur leistungslosen
Anwahl der jeweiligen Wicklungsanzapfung des Stufentransformators, auf die umgeschaltet
werden soll, und einem Lastumschalter zur eigentlichen Umschaltung von der bisherigen
auf die neue, vorgewählte Wicklungsanzapfung auf. Abhängig von dem, dem Laststufenschalter
zu Grunde liegendem Schaltertyp, sind bei einer Regelwicklung mit beispielsweise 5
Wicklungsanzapfungen nach dem Widerstandsschnellschalt-Prinzip 5 stationäre Betriebsstellungen
zulässig und nach dem Rekatorschaltprinzip 9 stationäre Betriebsstellungen, da hier
Mittelstellungen als stationäre Betriebsstellungen zulässig sind.
[0016] Nachfolgend wird ein Motorantrieb von der dann parametrierten Steuereinrichtung in
eine erste Drehrichtung aktiviert, so dass der Laststufenschalter seine stationären
Betriebsstellungen, also die verschiedenen Wicklungsanzapfungen des Stufentransformators,
in Richtung der ersten Wicklungsanzapfung beginnt zu durchlaufen. Mit erster Wicklungsanzapfung
ist hier die der Stammwicklung des Stufentransformtors am nächsten gelegene Wicklungsanzapfung
der Regelwicklung gemeint - also der Beginn des Regelbereiches eines Stufentransformators.
Bei dem Motorantrieb handelt sich beispielsweise um einen aus dem Stand der Technik
bekannten Schrittmotor.
[0017] In einem wiederum nachfolgenden Verfahrensschritt wird das Erreichen der Endstellung
mittels der Steuereinrichtung erkannt. Unter Endstellung wird im Rahmen der vorliegenden
Erfindung der mechanische Endanschlag des Laststufenschalters verstanden, gegen den
der bewegte Teil des Laststufenschalters fährt, wenn er den Anfang bzw. das Ende seines
Regelbereiches erreicht hat. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Steuereinrichtung
den mechanischen Endanschlag des Regelbereiches des Laststufenschalters erkennt, indem
die Stromstärke des Motorantriebs nach dessen Aktivierung in eine erste Drehrichtung
nicht flüchtig gespeichert und in definierten Zeitabständen mit einem in der Steuereinrichtung
als Stromgrenzwert parametrierten Höchstwert verglichen wird. Überschreitet dabei
der aktuell ermittelte Stromwert den definierten Sollwert, so wird ein elektrisches
Signal generiert, das der Steuereinrichtung den mechanischen Endanschlag des Laststufenschalters
anzeigt. Alternativ ist es auch möglich, dass der mechanische Endanschlag des Regelbereiches
des Laststufenschalters über die Steuereinrichtung detektiert wird, indem mittels
eines Sensors in regelmäßigen Zeitabständen die Rotationsgeschwindigkeit der Antriebswelle
des Motorantriebes nicht detektiert. Ist der ermittelte Wert der Rotationsgeschwindigkeit
gleich 0, so wird ein elektrisches Signal generiert, das der Steuereinrichtung den
mechanischen Endanschlag des Laststufenschalters anzeigt. Nach einer wiederum weiteren
Ausführungsform der Erfindung wird beim Durchlaufen des Regelbereichs des Laststufenschalters
in eine erste Drehrichtung bei jedem Erreichen einer nächsten stationären Betriebsstellung
ein Meldekontakt beschaltet, wobei der Auslösezeitpunkt, d. h. die Beschaltung des
Meldekontaktes, mittels der Steuereinrichtung nichtflüchtig gespeichert wird, wobei
die Zeit zwischen zwei Auslösezeitpunkten mit einem maximal zulässigen Grenzwert verglichen
wird, wobei bei Überschreiten des maximal zulässigen Grenzwertes ein elektrisches
Signal generiert wird, das der Steuereinrichtung den mechanischen Endanschlag des
Laststufenschalters anzeigt. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass mit der
Antriebwelle des Motorantriebs mindestens eine Nockenscheibe in Dreheingriff gebracht
wird, die ihrerseits wenigstens einen Mikroschalter je Umdrehung der Nockenscheibe
betätigt. Je nach Übersetzungsverhältnis kann die Umdrehung der Nockenscheibe synchron
mit einer Umschaltung des Lastumschalters von einer ersten auf eine benachbarte zweite
stationäre Betriebsstellung erfolgen. Der Mikroschalter löst also pro Umdrehung der
Nockenscheibe und damit pro Umschaltung, also zulässiger stationärer Betriebsstellung
des Laststufenschalters, einmal aus und meldet damit einen erfolgreich abgeschlossenen
Umschaltvorgang.
[0018] In einem folgenden Verfahrensschritt wird der Motorantrieb von der Steuereinrichtung
in eine zweite Drehrichtung aktiviert, so dass der Wähler anschließend den Regelbereich
in der entgegengesetzten Umschaltrichtung bis zum Erreichen der ersten stationären
Betriebsstellung durchläuft und bei Erreichen der ersten stationären Betriebsstellung
stoppt. Abschließend erfolgt eine Konfiguration der ersten stationären Betriebsstellung
als vordefinierte Betriebsstellung mit Hilfe der nichtflüchtig gespeicherten Parametrierung
der Steuereinrichtung. Damit definiert das erfindungsgemäße Verfahren nach Inbetriebnahme
des Laststufenschalters eigenständig eine erste stationäre Betriebsstellung als Bezugsgröße
für alle nachfolgenden Schalthandlungen. Da diese definierte Betriebsstellung softwaregestützt
nichtflüchtig gespeichert wird, ist damit zu jedem späteren Zeitpunkt nachvollziehbar,
wie viel Umschaltungen in welche Umschaltrichtung der Laststufenschalter vollzogen
hat und damit letzten Endes, in welcher stationären Betriebsstellung sich der Laststufenschalter
aktuell befindet. Mit anderen Worten wird nach dem Wesen der Erfindung also der mechanische
Anschlag des Regelbereiches des Laststufenschalters verwendet, um nachfolgend eine
Normierung auf eine definierte stationäre Betriebsstellung des Laststufenschalters
vorzunehmen.
1. Verfahren zur Ausmittelung eines mittels eines Motorantriebs betätigbaren Laststufenschalters
zur Umschaltung zwischen verschiedenen Wicklungsanzapfungen eines Stufentransformators,
gekennzeichnet durch nachfolgende Verfahrensschritte:
- dass nach Inbetriebnahme des Laststufenschalters der Motorantrieb von einer parametrierten
Steuereinrichtung in eine erste Drehrichtung aktiviert wird, so dass der Laststufenschalter
seine stationären Betriebsstellungen, also die verschiedenen Wicklungsanzapfungen
des Stufentransformators, in Richtung der ersten Wicklungsanzapfung beginnt zu durchlaufen,
- dass mittels der Steuereinrichtung das Erreichen der Endstellung des Laststufenschalters
detektiert wird,
- dass der Motorantrieb in eine zweite Drehrichtung aktiviert wird, so dass der Laststufenschalter
anschließend den Regelbereich in der entgegengesetzten Umschaltrichtung bis zum Erreichen
der ersten stationären Betriebsstellung durchläuft,
- und dass anschließend eine Konfiguration der ersten stationären Betriebsstellung
als vordefinierte Betriebsstellung mit Hilfe der nichtflüchtig gespeichert Parametrierung
der Steuereinrichtung erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels der Steuereinrichtung das Erreichen der Endstellung des Laststufenschalters
detektiert wird, indem die Stromstärke des Motorantriebs nach dessen Aktivierung in
eine erste Drehrichtung nicht flüchtig gespeichert wird,
dass in definierten Zeitabständen diese nichtflüchtig gespeicherte Stromstärke mit einem
in der Steuereinrichtung als Stromgrenzwert parametrierten Höchstwert verglichen wird,
und dass bei Überschreitung der aktuell ermittelten Stromstärke von einem vorab definierten
Sollwert ein elektrisches Signal von der Steuereinrichtung generiert wird, so dass
die Steuereinrichtung den mechanischen Endanschlag des Laststufenschalters anzeigt.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels der Steuereinrichtung das Erreichen der Endstellung des Laststufenschalters
detektiert wird, indem mittels eines Sensors in regelmäßigen Zeitabständen die Rotationsgeschwindigkeit
der Antriebswelle des Motorantriebes detektiert wird,
dass bei Erreichen des ermittelten Wertes der Rotationsgeschwindigkeit von 0 ein elektrisches
Signal von der Steuereinrichtung generiert wird, so dass die Steuereinrichtung den
mechanischen Endanschlag des Laststufenschalters anzeigt.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels der Steuereinrichtung das Erreichen der Endstellung des Laststufenschalters
detektiert wird, indem beim Durchlaufen des Regelbereichs des Laststufenschalters
in eine erste Drehrichtung bei jedem Erreichen einer nächsten stationären Betriebsstellung
ein Meldekontakt beschaltet wird,
dass der Auslösezeitpunkt, d. h. die Beschaltung des Meldekontaktes, mittels der Steuereinrichtung
nichtflüchtig gespeichert wird,
dass die Zeit zwischen zwei Auslösezeitpunkten mit einem maximal zulässigen Grenzwert
verglichen wird,
und dass bei Überschreiten des maximal zulässigen Grenzwertes ein elektrisches Signal generiert
wird, so dass die Steuereinrichtung den mechanischen Endanschlag des Laststufenschalters
anzeigt.
1. Method of averaging values of an on-load tap changer, which is actuable by means of
a motor drive, for switching over between different winding taps of a tapped transformer,
characterised by the following method steps:
- after the on-load tap changer has been placed in operation the motor drive is activated
by a parameterised control device in a first rotational direction so that the on-load
tap changer begins to run through its stationary operating settings, thus the different
winding taps of the tapped transformer, in the direction of the first winding tap,
- reaching of the end setting of the on-load tap changer is detected by means of the
control device,
- the motor drive is activated in a second direction of rotation so that the on-load
tap changer subsequently runs through the regulating range in the opposite switchingover
direction until reaching the first stationary operating setting and
- subsequently configuration of the first stationary operating setting as pre-defined
operating setting is carried out with the help of the parameterisation, which is stored
in non-volatile manner, of the control device.
2. Method according to claim 1, characterised in that
reaching of the end setting of the on-load tap changer is detected by means of the
control device in that the current intensity of the motor drive after activation thereof in a first rotational
direction is subject to non-volatile storage,
this current intensity subject to non-volatile storage is compared at defined intervals
in time with a maximum value parameterised as current limit value in the control device
and
if a previously defined target value is exceeded by the instantaneously determined
current intensity an electrical signal is generated by the control device so that
the control device indicates the mechanical end abutment of the on-load tap changer.
3. Method according to claim 1, characterised in that
reaching of the end setting of the on-load tap changer is detected by means of the
control device in that the rotational speed of the drive shaft of the motor drive is detected by means of
a sensor at regular intervals in time and
on reaching the determined value of 0 of the rotational speed an electrical signal
is generated by the control device so that the control device indicates the mechanical
end abutment of the on-load tap changer.
4. Method according to claim 1, characterised in that
reaching of the end setting of the on-load tap changer is detected by means of the
control device in that during transit of the regulating range of the on-load tap changer in a first rotational
direction a reporting contact is connected on each attainment of a next stationary
operating setting,
the trigger instant, i.e. the connecting of the reporting contact, is subject to non-volatile
storage by means of the control device,
the time between two trigger instants is compared with a maximum permissible limit
value and
if the maximum permissible limit value is exceeded an electrical signal is generated
so that the control device indicates the mechanical end abutment of the on-load tap
changer.
1. Procédé permettant de centrer un commutateur à gradins en charge actionné par un entraînement
motorisé pour permettre d'effectuer une commutation entre différentes prises d'enroulement
d'un transformateur à gradins,
caractérisé par
les étapes de procédé suivantes consistant à :
- après la mise en fonctionnement du commutateur à gradins en charge, l'entraînement
motorisé est activé par un dispositif de commande paramétré dans un premier sens de
rotation de sorte que le commutateur à gradins en charge commencent à parcourir ses
positions de fonctionnement stationnaires, donc les différentes prises d'enroulement
du transformateur à gradins, en direction de la première prise d'enroulement,
- au moyen du dispositif de commande l'atteinte de la position finale du commutateur
à gradins en charge est détectée,
- l'entraînement motorisé est activé dans un second sens de rotation de sorte que
le commutateur à gradins en charge parcoure ensuite la plage de réglage dans le sens
de commutation opposé jusqu'à avoir atteint la première position de fonctionnement
stationnaire, puis
- une configuration de la première position de fonctionnement stationnaire est ensuite
effectuée en tant que position de fonctionnement prédéfinie à l'aide du paramétrage
de l'installation de commande enregistré dans une mémoire non volatile.
2. Procédé conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
au moyen du dispositif de commande on détecte l'atteinte de la position finale du
commutateur à gradins en charge en enregistrant dans une mémoire non volatile l'intensité
de courant de l'entraînement motorisé après son activation dans le premier sens de
rotation,
dans des intervalles de temps définis, cette intensité de courant enregistrée dans
une mémoire non volatile est comparée à une valeur maximum paramétrée dans l'unité
de commande en tant que valeur limite de courant, et
lorsque l'intensité de courant actuellement déterminée dépasse une valeur de consigne
définie auparavant un signal électrique est généré par le dispositif de commande de
sorte que ce dispositif de commande indique la butée mécanique finale du commutateur
à gradins en charge.
3. Procédé conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'on détecte l'atteinte de la position finale du commutateur à gradins en charge au
moyen du dispositif de commande en détectant au moyen d'un capteur, la vitesse de
rotation de l'arbre d'entraînement de l'entraînement motorisé, dans des intervalles
de temps réguliers, lorsqu'a été atteinte la valeur détectée de la vitesse de rotation
égale à zéro, un signal électrique est généré par le dispositif de commande de sorte
que ce dispositif de commande indique la butée mécanique finale du commutateur à gradins
en charge.
4. Procédé conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'on détecte l'atteinte de la position finale du commutateur à gradins en charge au
moyen du dispositif de commande en branchant un contact de signalisation, lors du
parcours de la plage de réglage du commutateur à gradins en charge dans le premier
sens de rotation, à chaque atteinte de la position de fonctionnement stationnaire
suivante,
le point de déclenchement, c'est-à-dire le branchement du contact de signalisation
est enregistré dans une mémoire non volatile au moyen du dispositif de commande,
le temps écoulé entre deux instants de déclenchement est comparé à une valeur limite
maximum autorisée, et
en cas de dépassement de la valeur limite maximum autorisée un signal électrique est
généré de sorte que le dispositif de commande indique la butée mécanique finale du
commutateur à gradins en charge.