[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rollenwagen für die Aufnahme einer Schiebetür
mit einer Höhenverstellvorrichtung, eine Schiebetürenanlage mit einem solchen Rollenwagen
sowie ein Verfahren für das Justieren der Höhe einer derartigen Schiebetürenanlage.
[0002] Es ist bekannt, dass für Schiebetüren Schiebetürenanlagen eingesetzt werden, welche
mit einer Rollenlaufbahn ausgestattet sind. Diese Rollenlaufbahn ist üblicherweise
an der Decke oder der Wand oberhalb der Türöffnung angebracht. Auf der Rollenlaufbahn
bzw. in der Rollenlaufbahn sind ein oder mehrere Rollenwagen eingesetzt, welche in
abrollender oder gleitender Weise eine Linearbewegung auf der Rollenbahn durchführen
können. An den Rollenwagen sind Schiebetüren in Form von Schiebetürkörpern angebracht
bzw. befestigt. Solche Schiebetüren können aus unterschiedlichsten Materialien hergestellt
sein. So können beispielsweise Holzschiebetüren oder Glasschiebetüren zum Einsatz
kommen. Je nach eingesetztem Material und Art des Einsatzortes sind dabei unterschiedlichste
Gewichtsklassen für Schiebetüren möglich. Insbesondere sind bei Glasschiebetüren auch
hohe Gewichte von bis zu 150 kg und mehr für jede Schiebetür denkbar.
[0003] Nachteilhaft bei den bekannten Rollenwagen sowie den bekannten Schiebetürenanlagen
ist es, dass die exakte Einstellung der senkrechten Positionierung der Schiebetür
einen hohen Aufwand mit sich bringt. So ist es notwendig, für akustische Abschottung
und thermische Isolation einen definierten und möglichst geringen Spalt an der Unterseite
zwischen einem Boden und der Schiebetür selbst einzustellen. Hierfür ist eine Justierung
der Höhe der Schiebetür am Rollenmodul bzw. im Rollenwagen notwendig. Dies wird üblicherweise
durch ein Öffnen der zugehörigen Klemmen der Schiebetüre und einem entsprechenden
Verschieben der Schiebetüre bewirkt. Dies führt zu hohem Aufwand, da entweder zwei
Personen notwendig sind, um dieses Verschieben bei eingehängtem Rollenwagen durchzuführen
oder jedes Mal der Rollenwagen aus der Rollenlaufbahn ausgehoben werden muss, um anschließend
im stehenden oder liegenden Zustand den Justierschritt durchführen zu können. Dies
führt weiter neben Ungenauigkeiten bei der Einstellung des beschriebenen Spaltes zu
erhöhtem Montageaufwand und deutlich längerer Montagezeit.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
in kostengünstiger und einfacher Weise eine möglichst genaue Justierung hinsichtlich
der Höheneinstellung der Schiebetür vornehmen zu können.
[0005] Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch einen Rollenwagen mit den Merkmalen des Anspruchs
1, eine Schiebetürenanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 12 sowie ein Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 14. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale
und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Rollenwagen beschrieben
sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Schiebetürenanlage
sowie dem erfindungsgemäßen Verfahren und jeweils umgekehrt, so dass bezüglich der
Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen
wird bzw. werden kann.
[0006] Ein erfindungsgemäßer Rollenwagen dient der Aufnahme einer Schiebetür. Der Rollenwagen
weist ein Rollenmodul zur verschiebbaren Anbringung an einer Rollenlaufbahn auf. Weiter
ist ein Grundkörper zur Befestigung an der Schiebetür vorgesehen. Ein erfindungsgemäßer
Rollenwagen zeichnet sich dadurch aus, dass der Grundkörper an dem Rollenmodul entlang
einer Schwerkraftrichtung für die Justierbewegung bewegbar gelagert ist. Dabei ist
am Grundkörper ein erstes Verstellmittel für eine Verstellbewegung beweglich gelagert.
Das erste Verstellmittel steht für eine Bewegung des Grundkörpers entlang der Schwerkraftrichtung
relativ zum Rollenmodul bei der Durchführung der Verstellbewegung mit einem zweiten
Verstellmittel des Rollenmoduls in Wirkverbindung.
[0007] Ein erfindungsgemäßer Rollenwagen weist insbesondere zumindest zwei Bauteile, nämlich
das Rollenmodul und den Grundkörper auf. Dabei können selbstverständlich auch weitere
Bauteile vorgesehen sein und/oder diese beiden Bauteile aus einzelnen Körpern zusammengesetzt
sein. Ein Rollenwagen ist im Sinne der vorliegenden Erfindung ein Gesamtsystem, welches
zumindest zwei Funktionen erfüllt. So ist zum einen durch das Rollenmodul die verschiebbare
Anbringung auf der Rollenlaufbahn möglich. Auch wenn bereits hier die Begrifflichkeit
von Rollen verwendet wird, so ist eine Anbringung von Lagervorrichtungen von Rollen
nur eine Möglichkeit der Ausführung eines erfindungsgemäßen Rollenwagens. Selbstverständlich
kann ein solcher Rollenwagen für die verschiebbare Lagerung auch eine Linearführung,
zum Beispiel eine Gleitlagerung oder einen Linearantrieb aufweisen. Hinsichtlich reduzierter
Komplexität und verminderten Kosten ist jedoch die Ausbildung durch rotierbare Rollen
für eine solche Lagervorrichtung bevorzugt. Als zweite Funktion wird die Befestigung
der Schiebetür zur Verfügung gestellt. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine klemmende
Befestigung handeln.
[0008] Das Rollenmodul und der Grundkörper sind dabei erfindungsgemäß separate Bauteile
bzw. separate Körper. Jedes dieser beiden Bauteile, also das Rollenmodul und/oder
der Grundkörper können dabei selbst eine Vielzahl von Einzelteilen aufweisen, die
miteinander verbunden sind. So kann das Rollenmodul zum Beispiel entsprechende Lagervorrichtungen
in Form von rotierbar gelagerten Rollen aufweisen. Der Grundkörper kann eine Vielzahl
von Einzelbauteilen aufweisen, wie zum Beispiel weitere Vorrichtungen für Zusatzfunktionen.
Dies kann neben einer Höhenverstellvorrichtung auch eine Sicherungsvorrichtung, eine
Fixiervorrichtung oder auch eine Klemmvorrichtung sein, mittels welcher die Schiebetür
an dem Grundkörper befestigbar ist.
[0009] Grundsätzlich ist die Richtung der Bewegung mittels des Rollenwagens erfindungsgemäß
offen. So kann hier eine Bewegung entlang einer Geraden genauso durchgeführt werden,
wie eine Bewegung entlang einer gekrümmten oder mehrfach gekrümmten Bewegungslinie
im Rahmen der vorliegenden Erfindung denkbar ist.
[0010] Eine verschiebbare Anbringung an einer Rollenlaufbahn ist dabei spezifisch für die
jeweilige Ausführungsform der Lagerung zu verstehen. Sind beispielsweise Lagervorrichtungen
in Form von einzelnen Rollen vorgesehen, so werden diese Rollen in eine entsprechende
Rollenlaufbahn eingesetzt. Ist beispielsweise eine Gleitlagerung vorgesehen, so erfolgt
ein Anbringen des Rollenmoduls auf einer entsprechenden Gleitschiene bzw. an einer
entsprechenden Gleitschiene. Das Rollenmodul ist vorzugsweise aus einem Stahlgussmaterial
hergestellt. Der Grundkörper kann leichter, zum Beispiel aus Leichtmetalldruckguss
gefertigt sein. Insbesondere kommen hier Aluminium oder Zink als Leichtmetallgussmittel
zum Einsatz.
[0011] Erfindungsgemäß ist nun eine Höhenverstellvorrichtung vorgesehen. Diese Höhenverstellvorrichtung
dient dazu, im eingesetzten Zustand oder alternativ auch im liegenden Zustand eine
Relativpositionierung zwischen Rollenwagen und Grundkörper vornehmen zu können. Da
durch die Anbringung der Schiebetür am Grundkörper die Position des Grundkörpers mit
der Position des Schiebekörpers übereinstimmt und gleichzeitig durch das Einsetzen
in bzw. auf oder an einer Rollenlaufbahn das zugehörige Rollenmodul mit der Position
der Rollenlaufbahn und damit mit der Absolutposition der Türöffnung übereinstimmt,
kann eine Relativpositionierung zwischen Grundkörper und Rollenmodul eine Justierung
der Höhe in der Relativpositionierung zwischen Schiebetür und Türöffnung zur Verfügung
stellen.
[0012] Erfindungsgemäß ist die Höhenverstellvorrichtung mit zwei miteinander korrespondierenden
Verstellmitteln ausgestattet. Ein erstes Verstellmittel ist im Grundkörper beweglich
gelagert, so dass eine Verstellbewegung durchgeführt werden kann. Diese Verstellbewegung
kann eine einzelne singuläre Bewegung oder eine Kombination unterschiedlicher Bewegungen
sein. So sind rotatorische Bewegungen genauso denkbar, wie translatorische, insbesondere
lineare Bewegungen. Auch kombinierte Bewegungen aus unterschiedlichen Bewegungskomponenten,
welche zum Beispiel mithilfe von Führungsmitteln zur Verfügung gestellt werden können,
sind für die Durchführung der Verstellbewegung im Rahmen der vorliegenden Erfindung
denkbar.
[0013] Das zweite Verstellmittel ist mit dem Rollenmodul korreliert und kann insbesondere
statisch ausgeführt sein. Dabei besteht eine Wirkverbindung, welche ein Umsetzen der
Verstellbewegung in die Justierbewegung erlaubt. Diese Wirkverbindung kann unterschiedlich
komplex ausgebildet sein. Während im Nachfolgenden hauptsächlich Lösungen beschrieben
werden, welche von einer reduzierten Komplexität ausgehen, kann grundsätzlich auch
eine Form eines umsetzenden Getriebes als Wirkverbindung zur Verfügung gestellt sein,
um zwischen dem ersten Verstellmittel und dem zweiten Verstellmittel eine entsprechende
Umsetzung von der Verstellbewegung in die Justierbewegung zur Verfügung zu stellen.
Diese Umsetzung ist insbesondere auf die Art der Bewegung, also Rotation, Translation,
Linearbewegung oder Ähnliches, sowie die Richtung der Bewegung gerichtet.
[0014] Erfindungsgemäß ist es nun also möglich, dass der gesamte Rollenwagen mithilfe seines
Grundkörpers an der Schiebetür befestigt wird. Anschließend wird das Rollenmodul mit
den daran befestigten Lagervorrichtungen in eine Rollenlaufbahn eingesetzt, so dass
sich nun die Schiebetür über das Rollenmodul und damit den gesamten Rollenwagen auf
der Rollenlaufbahn abstützt und in einer hängenden Position angeordnet ist. In dieser
Position hat sich bereits der Spalt an der Unterseite der Schiebetür zum Boden ausgebildet
und kann vermessen werden. Für eine Veränderung dieser Spaltbreite wird nun die Verstellbewegung
am ersten Verstellmittel durchgeführt. Durch die Wirkverbindung mit dem zweiten Verstellmittel
ändert sich durch das Durchführen der Verstellbewegung und die damit einhergehende
Durchführung der Justierbewegung die relative Positionierung zwischen Grundkörper
und Rollenmodul. Je nach Richtung der Verstellbewegung und daraus resultierend je
nach Richtung der Justierbewegung hebt sich die Schiebetür gemeinsam mit dem Grundkörper
an oder senkt sich relativ zum Rollenmodul ab. Im Ergebnis ändert sich der Spalt an
der Unterseite zwischen Boden und unterer Kante der Schiebetür. Hier ist gut erkennbar,
wie einfach, kostengünstig und vor allem schnell auf diese Weise die Montage hinsichtlich
der Einstellung der Höhenjustierung zur Verfügung stellbar ist.
[0015] Die Wirkverbindung zwischen den beiden Verstellmitteln ist dabei bevorzugt kontinuierlich
vorgesehen. Das bedeutet, dass sowohl vor der Durchführung der Verstellbewegung, als
auch nach Beendigung der Verstellbewegung diese Wirkverbindung, welche insbesondere
als direkter Kontakt zwischen den beiden Bauteilen ausgebildet ist, bestehen bleibt.
Unter einer Schwerkraftrichtung ist dabei der jeweilige Bezug auf die Einbausituation
zu verstehen. Da es sich insbesondere um eine hängende Anordnung des Einsetzens des
Rollenmoduls in die Rollenlaufbahn handelt, ist die Schwerkraftrichtung insbesondere
senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zu den entsprechenden Lagerachsen zugehöriger
Rollen oder zugehöriger anderer Lagermittel ausgerichtet.
[0016] Es kann von Vorteil sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rollenwagen das erste
Verstellmittel zumindest für einen Teil der Verstellbewegung rotierbar am und/oder
im Grundkörper gelagert ist, insbesondere mittels eines Verstellgewindes. Eine Rotationsbewegung
erlaubt es, eine besonders definierte Einstellung für die Justierbewegung zur Verfügung
stellen zu können. Insbesondere sind dabei definierte Gewinde, also Normgewinde, oder
sogar Feingewinde im Einsatz. Über eine rotierende Ausbildung mithilfe eines Verstellgewindes
erfolgt darüber hinaus eine Kombination mit einer linearen Translationsbewegung. Eine
Rotation, welche als Bewegung in eine entsprechende Handhabungsschnittstelle des ersten
Verstellmittels eingebracht wird, wird umgesetzt in den Translationsteil der Verstellbewegung.
Diese translatorische bzw. lineare Bewegung, welche durch die rotatorische Komponente
im Wesentlichen ausgelöst wird, wird mithilfe der Wirkverbindung am zweiten Verstellmittel
in eine entsprechende Justierbewegung umgewandelt. Dies kann zum Beispiel mithilfe
von kontaktierenden Flächen erfolgen. So ist es zum Beispiel denkbar, dass das zweite
Verstellmittel als schiefe Ebene ausgebildet ist, so dass ein Einschrauben des ersten
Verstellmittels in ein entsprechendes Verstellgewinde und die zugehörige lineare Translationsverschiebung
zu einem Abgleiten des ersten Verstellmittels auf der schiefen Ebene des zweiten Verstellmittels
führt. Dies wiederum führt durch die entsprechende Verdrängung zu einem Anheben oder
Absenken des Grundkörpers relativ zum Rollenmodul. Der Grad des Anhebens und die entstehenden
Kräfte hängen dabei von der Gewindesteigung sowie der Steigung der schiefen Ebene
ab. Die einzelnen Bauteile, insbesondere das erste Verstellmittel, weisen dabei entsprechende
mechanische Parameter auf. So kann hier zum Beispiel eine Gewindeschraube eingesetzt
werden, welche das erste Verstellmittel ausbildet. Diese kann als Stahllegierung ein
E-Modul im Bereich von ca. 210 kN/mm
2, insbesondere +- 20kN/mm
2, aufweisen. Wird ein Verstellgewinde eingesetzt, sind insbesondere mindestens acht
Gewindegänge in Eingriff. Um einen entsprechenden Verstellraum zur Verfügung stellen
zu können, weist eine solche Gewindeschraube vorzugsweise mindestens ca. 15 Gewindegänge
auf. Um die Bewegung einer Rotation durchzuführen, ist vorzugweise ein Drehmoment
von weniger als ca. 5 Nm, insbesondere +- 2 Nm, ausreichend, um Schiebetüren von bis
zu 150 kg anzuheben. Die Vereinfachung der Verstellbewegung auf eine Rotationsbewegung,
insbesondere im Rahmen eines Verstellgewindes, bringt damit eine weitere Reduktion
der Komplexität und eine weitere Reduzierung der Montagezeit mit sich. Erfindungsgemäß
ist es ebenfalls von Vorteil, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rollenwagen das erste
Verstellmittel zumindest für einen Teil der Verstellbewegung verschiebbar am Grundkörper
gelagert ist, insbesondere mittels eines Verstellgewindes. Bereits hier wird durch
den Bezug auf ein Verstellgewinde die Korrelation von kombinierten Bewegungsarten
für die Verstellbewegung deutlich. Jedoch ist grundsätzlich auch ein reines Verschieben,
insbesondere ein lineares Verschieben, grundsätzlich denkbar. Der Vorteil der Kombination
mit einem Verstellgewinde liegt insbesondere in der selbsthemmenden Ausbildung eines
solchen Verstellgewindes. So führt die Korrelation zwischen Rotationsbewegung im Gewinde
und Translationsbewegung des Verstellmittels durch das Gewinde dazu, dass die Bewegung
ähnlich einem Schneckentrieb ausschließlich durch die Rotation des Verstellmittels
erzeugt werden kann. Der Gegendruck durch das Gewicht der Schiebetür, welcher in translatorischer
Richtung schiebend auf das Verstellmittel wirkt, stützt sich gegen die Gewindegänge
ab und führt gerade nicht zu einer Rückrotation des Verstellmittels. Dies führt zu
einer erhöhten Sicherheit bei der Montage. Die Verstellbewegung hinsichtlich ihrer
linear translatorisch bewegbaren Ausrichtung bzw. Komponente ist insbesondere quer
zur Schwerkraftrichtung angeordnet. Dies führt zu einem erleichterten Zugang und vor
allem einer leichteren Durchführung der Verstellbewegung.
[0017] Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rollenwagen das erste
Verstellmittel einen Kontaktabschnitt und das zweite Verstellmittel einen Gegenkontaktabschnitt
aufweisen, wobei der Kontaktabschnitt den Gegenkontaktabschnitt für die Ausbildung
der Wirkverbindung zwischen dem ersten Verstellmittel und dem zweiten Verstellmittel
kontaktiert. Diese Kontaktabschnitte sind insbesondere Flächen, die einander zumindest
punktförmig berühren. Jedoch sind grundsätzlich auch linienförmige flächige Berührungen
zwischen diesen beiden Abschnitten denkbar. Die Oberflächenkonturen von Kontaktabschnitt
und Gegenkontaktabschnitt sind dabei grundsätzlich frei. Für eine reduzierte Komplexität
ist aber zumindest einer dieser beiden Abschnitte als ebene Fläche, insbesondere als
schiefe Ebene, ausgebildet. Die Kontaktierung in direkter Weise zwischen den beiden
Abschnitten und damit zwischen den beiden Verstellmitteln stellt eine besonders einfache
und damit kostengünstige Ausführung der notwendigen Wirkverbindung in erfindungsgemäßer
Weise dar. Kontaktabschnitt und Gegenkontaktabschnitt bewegen sich damit kontaktierend
relativ zueinander, so dass vorzugsweise hier ein Abgleiten aufeinander stattfindet.
Um Reibung in diesen Abschnitten zu verhindern bzw. zu minimieren, sind die Oberflächen
vorzugsweise reibungsminimiert ausgestaltet. Dies kann mittels reduzierter Oberflächenrauigkeit
erzielt sein. Jedoch können auch zusätzliche Beschichtungen in fester oder zumindest
teilweise flüssiger Form eine entsprechende Reibungsreduktion erzeugen.
[0018] Ein weiterer Vorteil kann es sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rollenwagen der
Kontaktabschnitt und der Gegenkontaktabschnitt ausgebildet sind für eine Umwandlung
einer Richtung der Verstellbewegung des ersten Verstellmittels quer zur Schwerkraftrichtung
in eine Richtung der Justierbewegung des Grundkörpers entlang der Schwerkraftrichtung.
Der Kontaktabschnitt und der Gegenkontaktabschnitt wirken also als eine Art Umsetzgetriebe
um 90°oder im Wesentlichen 90°. Die Schwerkraftrichtung ist üblicherweise senkrecht
zum Boden in der Einbausituation ausgebildet. Bei dieser Ausführungsform führt das
dazu, dass die Verstellbewegung in Richtung quer zu dieser Schwerkraftrichtung, also
damit horizontal durchgeführt wird. Da das Verstellmittel häufig eine Handhabungsschnittstelle
aufweist, mit welcher mittels eines Montagewerkzeugs die Verstellbewegung durchgeführt
werden kann, führt diese Korrelation der Ausrichtung von Verstellbewegung und Justierbewegung
dazu, dass einfacher und vor allem mit erleichtertem Zugang diese Verstellbewegung
durchgeführt werden kann. Insbesondere große und leicht handhabbare Montagewerkzeuge
sind auf diese Weise einsetzbar.
[0019] Ein erfindungsgemäßer Rollenwagen lässt sich dahingehend weiterbilden, dass der Gegenkontaktabschnitt
und/oder der Kontaktabschnitt zumindest teilweise als schiefe Ebene ausgebildet sind.
Dabei handelt es sich um eine bevorzugte und insbesondere sehr kostengünstige Ausführungsform
der Wirkverbindung zwischen den beiden Verstellmitteln. Insbesondere ist dabei die
Ausrichtung bzw. die Umsetzung von Verstellbewegung und Justierbewegung durch das
bereits beschriebene Abgleiten möglich. Als Anstellwinkel für die schiefe Ebene ist
ein Bereich zwischen ca. 30° und ca. 50° bevorzugt. Insbesondere liegt der Anstellwi
nkel der schiefen Ebene im Bereich von ca. 45°. Um eine ausreichende Festigkeit zur
Verfügung zu stellen, sind Kontaktabschnitt und/oder Gegenkontaktabschnitt mit einer
Härte HV von mehr als ca. 160 (Vickershärte), insbesondere +-12 HV, ausgestattet.
Sie weisen insbesondere ein E-Modul im Bereich von ca. 210 kN/mm
2 auf. Um die Reibung beim Abgleiten aneinander zu reduzieren, ist vorzugsweise eine
Oberflächenrauigkeit von Erz:9 ca. 32 pm, insbesondere im Bereich zwischen 20 µm und
30 µm, gegeben. Der Gegenkontaktabschnitt ist dabei insbesondere integral mit dem
Rollenmodul ausgebildet. Dies ist insbesondere bei einer Ausführungsform als Gussteil
von Vorteil hinsichtlich der Kostenreduktion bei der Herstellung. Der Gegenkontaktabschnitt
und/oder der Kontaktabschnitt können am Ende der schiefen Ebene eine senkrechte Wandung
aufweisen, um für einen finalen Endkontakt einen entsprechenden Anschlag auszubilden.
Dies führt dazu, dass ab hier keine weitere Relativverschiebung mehr möglich ist und
damit ein erstes Ende in Form eines mechanischen Anschlags für die Verstellbewegung
zur Verfügung gestellt wird. Es handelt sich also um eine Translationsanschlagssicherung,
um die Bewegungsmöglichkeit für die Justierbewegung bzw. die Verstellbewegung zumindest
in eine Richtung zu begrenzen.
[0020] Ein weiterer Vorteil kann es sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rollenwagen der
Kontaktabschnitt und/oder der Gegenkontaktabschnitt zumindest teilweise eine gewölbte
Oberfläche aufweisen. Insbesondere korreliert dabei eine im Wesentlichen ebene Fläche
mit einer gewölbten Oberfläche, insbesondere eines Kugelabschnitts. So kann beispielsweise
der Kontaktabschnitt des ersten Verstellmittels eine entsprechend gewölbte Oberfläche
aufweisen, welche damit eine reduzierte Kontaktfläche mit dem Gegenkontaktabschnitt
aufweist. Damit reduziert sich darüber hinaus das Gewicht des jeweiligen Kontaktabschnitts
bzw. des ersten und/oder des zweiten Verstellmittels. Der Durchmesser einer solchen
Halbkugel für den Kontaktabschnitt kann zum Beispiel im Bereich zwischen 4 mm und
6 mm liegen bei einem metrischen Gewinde von M6 mit einer Gewindesteigung von 1 mm.
Wird als Gewinde M8 mit 1,25 mm Gewindesteigung gewählt, liegt der Kugeldurchmesser
vorzugsweise im Bereich zwischen 5 mm und 8 mm. Auch hier werden für das erste Verstellmittel
vorzugsweise mechanische Parameter im Bereich eines E-Moduls von ca. 210 kN/mm
2, insbesondere +- 20kN/mm
2, eingesetzt. Eine größere Härte von > ca. 450 HV (Vickershärte), insbesondere weniger
als 800 HV, ist ebenfalls bevorzugt. Rauigkeitsgrade dieses Kontaktabschnitts im Kugelbereich
liegen vorzugsweise um ca. 25 µm (Rz), insbesondere im Bereich zwischen 20 µm und
30 µm. Der Kontaktabschnitt ist dabei formschlüssig, stoffschlüssig, kraftschlüssig
bzw. vorzugsweise integral mit dem Rest des ersten Verstellmittels ausgebildet.
[0021] Vorteilhaft ist es weiter, wenn ein erfindungsgemäßer Rollenwagen derart ausgebildet
ist, dass der Gegenkontaktabschnitt und/oder der Kontaktabschnitt zumindest eine Verstärkungsrippe
für eine mechanische Verstärkung in Schwerkraftrichtung aufweist. Eine solche Rippe
oder eine Mehrzahl von zwei oder mehr Rippen dient dazu, den Querschnitt bzw. die
Wandstärke des zweiten Verstellmittels zu reduzieren. Dies führt zu einer erleichterten
und vor allem verbesserten und mechanisch stabileren Ausbildung insbesondere im Stahlgussverfahren.
Die mechanische Verstärkung kann dabei angestellte Rippen oder Rippen exakt entlang
der Schwerkraftrichtung aufweisen.
[0022] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rollenwagen zumindest
eine Sicherungsvorrichtung vorgesehen ist für ein sicherndes Fixieren der verschiebbaren
Lagerung des Grundkörpers am Rollenmodul. Eine solche Sicherungsvorrichtung kann zum
Beispiel durch ein, zwei oder mehr Schrauben erfolgen, welche durch Löcher im Rollenmodul
und im Grundkörper ragen. Sie dienen dazu, das Rollenmodul und den Grundkörper miteinander
in einer justierten Position zu fixieren und damit die Höhenverstellvorrichtung, also
die beiden Verstellmittel, zu entlasten. Damit wird ein zusätzlicher Kraftpfad über
die Sicherungsvorrichtung zur Verfügung gestellt, welcher es nun erlaubt, die im Einsatz
auftretenden Kräfte nicht mehr ausschließlich über die Wirkverbindung zwischen den
beiden Verstellmitteln zu übertragen. Neben der Reduktion der notwendigen mechanischen
Anforderungen an die beiden Verstellmittel führt dies dazu, dass die Höhenverstellvorrichtung
auch später einsetzbar bleibt, da mechanische Beschädigungen durch die Sicherungsvorrichtung
im Wesentlichen ausgeschlossen sind. Die Sicherungsvorrichtung kann dabei als Formschluss,
als Reibschluss und/oder auch als Kraftschluss ihre entsprechende Sicherungswirkung
entfalten.
[0023] Weiter kann es von Vorteil sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rollenwagen das
erste Verstellmittel eine Handhabungsschnittstelle für die Einbringung einer Verstellkraft
zur Durchführung der Verstellbewegung aufweist. Dabei ist die Handhabungsschnittstelle
auf einer ersten Seite des Rollenwagens angeordnet und eine Lagervorrichtung des Rollenmoduls
für die verschiebbare Anbringung an der Rollenlaufbahn auf einer zweiten Seite des
Rollenwagens, welcher entgegengesetzt zur ersten Seite ausgerichtet ist. Mit anderen
Worten befinden sich die Lagervorrichtung und der Zugang zur Handhabungsschnittstelle
auf unterschiedlichen Seiten des Rollenwagens. Da die Rollenlaufbahn üblicherweise
direkt an der Wand oberhalb einer Türöffnung befestigt wird, zeigt durch diese entgegengesetzte
Anordnung nun die Handhabungsschnittstelle entgegengesetzt von der Wand oberhalb der
Türöffnung weg. Damit ist eine frontale Einstellbarkeit gegeben, welche insbesondere
einen erleichterten Zugang zur Folge hat. Dies führt dazu, dass beim eingesetzten
Zustand des Rollenwagens die Justierbewegung und damit auch die vorangehende Verstellbewegung
erleichtert zugänglich und damit leichter und schneller durchführbar ist.
[0024] Erfindungsgemäß ist es weiter von Vorteil, wenn bei dem Rollenwagen eine Anschlagsvorrichtung
vorgesehen ist, für eine Begrenzung der Justierbewegung entlang der Schwerkraftrichtung
nach oben und/oder nach unten. Dabei kann es sich um die bereits beschriebene Wandung
handeln, welche Teil eines der beiden Verstellmittel sein kann. Auch können Langlöcher
vorgesehen sein, welche mit entsprechenden Stiften nach oben und nach unten eine Begrenzung
darstellen. Insbesondere ist ein Auffanganschlag nach unten vorgesehen, um bei einem
möglichen Versagen der Verstellmittel zu verhindern, dass der gesamte Grundkörper
zusammen mit der Schiebetür aus seiner Lagerung am Rollenmodul rutschen kann. Dies
führt zu einer Reduktion des Montagerisikos. Beispielsweise können Langlöcher eingesetzt
werden, welche mit entsprechenden Sicherungsschrauben gleichzeitig auch die Sicherungsvorrichtung,
wie sie bereits erläutert worden ist, ausbilden.
[0025] Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Schiebetürenanlage aufweisend
eine Rollenlaufbahn mit wenigstens einem in der Rollenlaufbahn verschiebbar gelagerten
Rollenwagen gemäß der vorliegenden Erfindung. Bevorzugt sind wenigstens zwei Rollenwagen
gemäß der vorliegenden Erfindung vorgesehen, welche eine Schiebetür aufgenommen haben
und halten. Durch die Verwendung erfindungsgemäßer Rollenwagen bringt eine erfindungsgemäße
Schiebetürenanlage die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf
einen erfindungsgemäßen Rollenwagen erläutert worden sind.
[0026] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren für das Justieren
der Höhe einer Schiebetür einer Schiebetürenanlage mit den Merkmalen der vorliegenden
Erfindung. Ein solches Verfahren weist die folgenden Schritte auf:
- Befestigen einer Schiebetür an einem Grundkörper eines Rollenwagens gemäß der vorliegenden
Erfindung,
- Einsetzen des Rollenwagens in eine Rollenlaufbahn zur verschiebbaren Lagerung,
- Durchführen einer Verstellbewegung des ersten Verstellmittels für die Erzeugung einer
Justierbewegung des Grundkörpers entlang der Schwerkraftrichtung zur Einstellung eines
definierten
[0027] Spaltmaßes zwischen der Unterkante der Schiebetür und einem darunterliegenden Boden.
[0028] Selbstverständlich können die zwei letzten Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens
auch in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden, wenn auch die beschriebene Reihenfolge
bevorzugt ist. Durch die Verwendung einer erfindungsgemäßen Schiebetürenanlage sowie
eines erfindungsgemäßen Rollenwagens bringt ein erfindungsgemäßes Verfahren die gleichen
Vorteile mit sich, wie sie bereits ausführlich mit Bezug auf einen erfindungsgemäßen
Rollenwagen erläutert worden sind.
[0029] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in
der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination
erfindungswesentlich sein. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform eines Rollenwagens,
- Fig. 2
- eine Ausführungsform einer Schiebetürenanlage,
- Fig. 3
- eine seitliche Darstellung eines Rollenwagens in einer Rollenlaufbahn,
- Fig. 4
- eine seitliche Darstellung eines Rollenwagens im Querschnitt,
- Fig. 5
- die Darstellung der Fig. 4 in isometrischer Schnittansicht,
- Fig. 6
- eine erste Ausführungsform einer Höhenverstellvorrichtung,
- Fig. 7
- eine zweite Ausführungsform einer Höhenverstellvorrichtung und
- Fig. 8
- eine dritte Ausführungsform einer Höhenverstellvorrichtung.
[0030] In Fig. 1 ist in isometrischer Darstellung eine Ausführungsform eines Rollenwagens
10 dargestellt. Dieser weist zwei grundsätzliche Bauteile auf. Dabei handelt es sich
zum einen um das Rollenmodul 20 und zum anderen um den Grundkörper 30. Beide Bauteile,
also Rollenmodul 20 und Grundkörper 30 weisen dabei eine Vielzahl unterschiedlicher
Einzelteile auf. Diese Einzelteile werden im Nachfolgenden kurz erläutert.
[0031] Das Rollenmodul 20 ist hier mit einer Lagervorrichtung 26 ausgestattet. Diese Lagervorrichtung
26 ist hier in Form von zwei Rollen 26a ausgestattet, welche rotierbar an einem Basiskörper
des Rollenmoduls 20 gelagert sind. Diese Rollen 26a können nun auf bzw. in einer Rollenlaufbahn
120 eingesetzt werden, wie in der Fig. 2 und der Fig. 3 gut zu erkennen ist. Weiter
ist am Rollenmodul 20 ein Teil einer Höhenverstellvorrichtung 70 zur Verfügung gestellt.
Die detaillierten Bestandteile dieser Höhenverstellvorrichtung 70 sind insbesondere
in den Fig. 4 und 5 dargestellt. So ist hier ein erstes Verstellmittel 32 vorgesehen,
welches mithilfe einer Handhabungsschnittstelle 36 eine Verstellbewegung durchführen
kann. Da hier das erste Verstellmittel 36 als Gewindeschraube in einem Verstellgewinde
32a ausgebildet ist, erfolgt an der Handhabungsschnittstelle 36 eine Rotationsbewegung,
welche gleichzeitig eine lineare Translationsbewegung des ersten Verstellmittels 32
erzeugt. Über einen entsprechenden Kontaktabschnitt 34 steht das erste Verstellmittel
32 in Wirkverbindung mit einem Gegenkontaktabschnitt 24 des zweiten Verstellmittels
22 des Rollenmoduls 20. Die explizite Wirkung dieser Verstellvorrichtung ist dabei
ein Umsetzen der Verstellbewegung in eine Justierbewegung entlang der Schwerkraftrichtung
SKR.
[0032] Wie aus der Fig. 1 zu erkennen ist, ist der Rollenwagen 10 mit einer Mehrzahl unterschiedlicher
Montagevorrichtungen 90 ausgestattet, welche unterschiedliche Montagefunktionen zur
Verfügung stellen können. Die bereits beschriebene Justierfunktion der Höhe der Schiebetür
110 wird dabei durch die Montagevorrichtung 90 in Form der Höhenverstellvorrichtung
70 zur Verfügung gestellt. Weiter ist eine Montagevorrichtung 90 in Form einer Sicherungsvorrichtung
50 vorgesehen, welche nach erfolgter Justierung der Höhe der Schiebetür 110 eine klemmende
Fixierung zwischen Grundkörper 30 und Rollenmodul 20 zur Verfügung stellt.
[0033] Eine weitere Montagevorrichtung 90 ist hier eine Zubehörvorrichtung 40, welche durch
eine entsprechende Schnittstelle und ein angebrachtes Zubehörmodul 300 zur Verfügung
gestellt ist. Darüber hinaus ist eine Aushebeschutzvorrichtung 60 als Montagevorrichtung
90 vorgesehen, welche einen Aushebeschutz gegen unerwünschtes Verlassen des Rollenwagens
10 der in der Rollenlaufbahn 120 eingesetzten Position zur Verfügung stellt. Weiter
ist eine Befestigungsvorrichtung 80 als Glasklemme für eine Montagevorrichtung 90
vorgesehen, um die Schiebetür 110 in klemmender Weise zu befestigen.
[0034] Allen Montagevorrichtungen ist es gemeinsam, dass sie zumindest ein Montagemittel
92 aufweisen, um eine entsprechende Montagebewegung durchführen zu können. Darüber
hinaus ist eine Handhabungsschnittstelle vorgesehen, um genau diese Montagebewegung
mit dem Montagemittel auch durchführen zu können.
[0035] Wie der Fig. 1 darüber hinaus zu entnehmen ist, weist der Rollenwagen 10 unterschiedliche
Seiten auf, nämlich die erste Seite 12 und die zweite Seite 14. Alle Montagevorrichtungen
sind dabei hinsichtlich ihrer Handhabungsschnittstelle 96 vorzugsweise von der gleichen
Seite, nämlich der ersten Seite 12 entgegengesetzt zur zweiten Seite 14, auf welcher
die Lagervorrichtung 26 angeordnet ist, ausgerichtet. Dies ermöglicht einen deutlich
erleichterten Zugang.
[0036] In Fig. 2 ist dargestellt, wie eine Schiebetür 110 von zwei Rollenwagen 10 gemäß
der Fig. 1 gehalten wird und diese beiden Rollenwagen 10 bereits in der Rollenlaufbahn
120 eingesetzt sind. In einer seitlichen Darstellung gemäß Fig. 3 ist insbesondere
die Korrelation der Rollen 26a mit der Rollenlaufbahn 120 gut zu erkennen.
[0037] In den Fig. 6 bis 8 werden Details hinsichtlich unterschiedlicher Ausbildungen der
Höhenverstellvorrichtung 40 dargestellt. So zeigt die Fig. 6 eine Lösung, bei welcher
das erste Verstellmittel 32 eine Kombination aus Rotationsbewegung und linearer Translation
durchführt. Als Gewindeschraube ausgeführt wird das erste Verstellmittel 32 in einem
Verstellgewinde 32a um eine Bewegungsachse BA rotiert und bewegt sich auf diese Weise
in der Fig. 6 von rechts nach links. Damit gleitet ein Kontaktabschnitt 34a auf einem
Gegenkontaktabschnitt 24 ab und hebt damit den gesamten Grundkörper 30 relativ zum
Rollenmodul 20 an. Durch die Befestigung der Schiebetür 110 am Grundkörper 30 erfolgt
damit auch ein Anheben der Schiebetür 110. Anstelle eines kugelförmigen Kopfes ist
auch eine andere, insbesondere konische oder kegelstumpfförmige Ausbildung denkbar.
[0038] In Fig. 7 ist eine Lösung dargestellt, welche ausschließlich ein Verschieben, insbesondere
in linearer Weise, als Verstellbewegung zur Verfügung stellt. Hier ist im Grundkörper
30 eine Linearführung vorgesehen, entlang welcher das erste Verstellmittel 32 geschoben
wird. Der flächige Kontakt zwischen Kontaktabschnitt 34 und Gegenkontaktabschnitt
24 führt zu einem Abgleiten aufeinander und damit ebenfalls zu einem Anheben des Grundkörpers
30.
[0039] In Fig. 8 ist eine rein rotatorische Lösung des ersten Verstellmittels 32 dargestellt,
welche mithilfe eines Exzenterkopfes und eines rotatorischen Abgleitens des Kontaktabschnitts
34 auf dem Gegenkontaktabschnitt 24 ebenfalls das bereits mehrfach beschriebene Anheben
des Grundkörpers 30 relativ zum Rollenmodul 20 zur Verfügung stellen.
[0040] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung
ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale
der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden,
ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Rollenwagen
- 12
- erste Seite
- 14
- zweite Seite
- 20
- Rollenmodul
- 22
- zweites Verstellmittel
- 24
- Gegenkontaktabschnitt
- 26
- Lagervorrichtung
- 26a
- Rolle
- 30
- Grundkörper
- 32
- erstes Verstellmittel
- 32a
- Verstellgewinde
- 34
- Kontaktabschnitt
- 36
- Handhabungsschnittstelle
- 38
- Verstärkungsrippe
- 40
- Zubehörvorrichtung
- 50
- Sicherungsvorrichtung
- 52
- Anschlagsvorrichtung
- 60
- Aushebeschutzvorrichtung
- 70
- Höhenverstellvorrichtung
- 80
- Befestigungsvorrichtung
- 90
- Montagevorrichtung
- 92
- Montagemittel
- 96
- Handhabungsschnittstelle
- 100
- Schiebetürenanlage
- 110
- Schiebetür
- 120
- Rollenlaufbahn
- 300
- Zubehörmodul
- SKR
- Schwerkraftrichtung
- BA
- Bewegungsachse
1. Rollenwagen (10) für die Aufnahme einer Schiebetür (110), aufweisend ein Rollenmodul
(20) zur verschiebbaren Anbringung an einer Rollenlaufbahn (120) und einen Grundkörper
(30) zur Befestigung an der Schiebetür (110), dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (30) an dem Rollenmodul (20) entlang einer Schwerkraftrichtung (SKR)
für eine Justierbewegung bewegbar gelagert ist, wobei am Grundkörper (30) ein erstes
Verstellmittel (32) für eine Verstellbewegung beweglich gelagert ist, wobei das erste
Verstellmittel (32) für eine Bewegung des Grundkörpers (30) entlang der Schwerkraftrichtung
(SKR) relativ zum Rollenmodul (20) bei Durchführung der Verstellbewegung mit einem
zweiten Verstellmittel (22) des Rollenmoduls (20) in Wirkverbindung seht.
2. Rollenwagen (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verstellmittel (32) zumindest für einen Teil der Verstellbewegung rotierbar
am und/oder im Grundkörper (30) gelagert ist, insbesondere mittels eines Verstellgewindes
(32a).
3. Rollenwagen (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verstellmittel (32) zumindest für einen Teil der Verstellbewegung verschiebbar
am Grundkörper (30) gelagert ist, insbesondere mittels eines Verstellgewindes (32a).
4. Rollenwagen (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verstellmittel (32) einen Kontaktabschnitt (34) und das zweite Verstellmittel
(22) einen Gegenkontaktabschnitt (24) aufweisen, wobei der Kontaktabschnitt (34) den
Gegenkontaktabschnitt (24) für die Ausbildung der Wirkverbindung zwischen dem ersten
Verstellmittel (32) und dem zweiten Verstellmittel (22) kontaktiert.
5. Rollenwagen (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktabschnitt (34) und der Gegenkontaktabschnitt (24) ausgebildet sind für
eine Umwandlung einer Richtung der Verstellbewegung des ersten Verstellmittels (32)
quer zur Schwerkraftrichtung (SKR) in eine Richtung der Justierbewegung des Grundkörpers
(30) entlang der Schwerkraftrichtung (SKR).
6. Rollenwagen (10) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenkontaktabschnitt (24) und/oder der Kontaktabschnitt (34) zumindest teilweise
als schiefe Ebene ausgebildet sind.
7. Rollenwagen (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktabschnitt (34) und/oder der Gegenkontaktabschnitt (24) zumindest teilweise
eine gewölbte Oberfläche aufweisen.
8. Rollenwagen (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenkontaktabschnitt (24) und/oder der Kontaktabschnitt (34) zumindest eine
Verstärkungsrippe (38) für eine mechanische Verstärkung in Schwerkraftrichtung (SKR)
aufweist.
9. Rollenwagen (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Sicherungsvorrichtung (50) vorgesehen ist für ein sicherndes Fixieren
der verschiebbaren Lagerung des Grundkörpers (30) am Rollenmodul (20).
10. Rollenwagen (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verstellmittel (32) eine Handhabungsschnittstelle (36) für die Einbringung
einer Verstellkraft zur Durchführung der Verstellbewegung aufweist, wobei die Handhabungsschnittstelle
(36) auf einer ersten Seite (12) des Rollenwagens (10) angeordnet ist und eine Lagervorrichtung
(26) des Rollenmoduls (20) für die verschiebbare Anbringung an der Rollenlaufbahn
(120) auf einer zweiten Seite (14) des Rollenwagens (10) angeordnet ist, welche entgegengesetzt
zur ersten Seite (12) ausgerichtet ist.
11. Rollenwagen (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anschlagsvorrichtung (52) vorgesehen ist für eine Begrenzung der Justierbewegung
entlang der Schwerkraftrichtung (SKR) nach oben und/oder nach unten.
12. Schiebetürenanlage (100), aufweisend eine Rollenlaufbahn (120) und wenigstens einen
in der Rollenlaufbahn (120) verschiebbar gelagerten Rollenwagen (10) mit den Merkmalen
eines der Ansprüche 1 bis 11.
13. Schiebetürenanlage (100) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schiebetür (110) mittels wenigstens zwei Rollenwagen (10) mit den
Merkmalen eines der Ansprüche 1 bis 11 verschiebbar in der Rollenlaufbahn (120) gelagert
ist.
14. Verfahren für das Justieren der Höhe einer Schiebetür (110) einer Schiebetürenanlage
(100) mit den Merkmalen eines der Ansprüche 12 und 13, aufweisend die folgenden Schritte:
- Befestigen einer Schiebetür (110) an einem Grundkörper (30) eines Rollenwagens (10)
mit den Merkmalen eines der Ansprüche 1 bis 11,
- Einsetzen des Rollenwagens in eine Rollenlaufbahn (120) zur verschiebbaren Lagerung,
- Durchführen einer Verstellbewegung des ersten Verstellmittels (32) für die Erzeugung
einer Justierbewegung des Grundkörpers (30) entlang der Schwerkraftrichtung (SKR)
zur Einstellung eines definierten Spaltmaßes zwischen der Unterkante der Schiebetür
(110) und einem darunter liegenden Boden.