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EP 3 021 294 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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18.05.2016 Patentblatt 2016/20 |
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Anmeldetag: 08.05.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Benannte Validierungsstaaten: |
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MA |
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Priorität: |
17.11.2014 DE 102014116785
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Anmelder: HESS Cash Systems GmbH & Co. KG |
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71106 Magstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Möhl, Eberhard
71106 Magstadt (DE)
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VORRICHTUNG ZUR ENTGEGENNAHME UND WEITERLEITUNG VON MÜNZEN ZU EINER MÜNZVERARBEITUNGSEINRICHTUNG |
(57) 1. Vorrichtung zur Entgegennahme und Weiterleitung von Münzen zu einer Münzverarbeitungseinrichtung. 2.1 Vorrichtungen zur Entgegennahme von Münzen umfassen einen Annahmeraum. Aus diesem
Münzannahmeraum werden die Münzen einer Münzverarbeitungseinrichtung zugeführt. Mit
der Neuerung soll sichergestellt werden, dass ein Verschließen einer Münzzuführöffnung
automatisiert erfolgt. 2.2 Zu diesem Zweck ist der Münzzuführ- und einer Münzabführöffnung jeweils ein Verschlusselement
zugeordnet, dass mit mindestens einem hilfskraftbetätigten Stellantrieb verfahrbar
ist um die Münzzuführ- und/oder Münzabführöffnung zu verschließen oder freizugeben.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Entgegennahme und Weiterleitung
von Münzen zu einer Münzverarbeitungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Aus der
DE 103 25 039 ist eine Vorrichtung zum Sortieren von Münzen bekannt. Die Vorrichtung umfasst einen
Münzaufnahmekessel, der bodenseitig eine rotierende Scheibe umfasst. In einer begrenzenden
Seitenwandung des Kessels ist eine Münzaustrittsöffnung vorgesehen. An dieser Münzaustrittsöffnung
schließt sich ein Transportsystem und ein Münzleitsystem an. Mit dem Transport- und
Münzleitsystem werden die Münzen geldwertmäßig entsprechend in münzwertindividuelle
Sammelbehälter geleitet.
[0003] Ferner ist aus der
DE 20 2009 016 858 eine Vorrichtung zur Entgegennahme von Münzen bekannt. Münzen werden in einem verschwenkbaren
Münzsammelraum gegeben. Nachfolgend wird der Sammelraum verschwenkt und die Münzen
werden über einen Z-förmig verlaufenden Münzleitkanal einer Münzsortiereinrichtung
zugeführt. Von Nachteil ist jedoch dabei, dass das Verschwenken manuell erfolgt und
dass die Vorrichtung zur Aufnahme und zum Verschwenken von Münzen ein großes Bauvolumen
einnimmt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine kompakte, automatisierte Münzannahmeeinrichtung
zu schaffen, mit der sichergestellt werden kann, dass Störungen erkannt werden und
dass mit minimalsten Aufwand für den Stellantrieb eine betriebssichere Funktion gewährleistet
werden kann.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 ausgestattet.
[0006] Weitergehende erfinderische Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist den Vorteil auf, dass es ein als Münzsammelraum
ausgebildetes Gehäuse umfasst, das eine Münzzu- und Münzabführöffnung aufweist, denen
jeweils Verschlusselemente zugeordnet sind, die mittels eines Stellantriebs verfahrbar
sind. Durch den Einsatz einer Kurvenscheibe ist sichergestellt, dass jeweils eine
der Öffnungen verschlossen ist. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass das Verschlusselement
der Münzzuführöffnung nicht gewaltsam geöffnet werden kann. Ferner weist die Vorrichtung
den Vorteil auf, dass bei Blockaden im Verfahrweg der Verschlusselemente dieses mit
einer Sensoreinheit detektiert wird und der Vortrieb der Verschlusselemente gestoppt
wird.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird beispielhaft in der Zeichnung dargestellt.
[0009] Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung perspektivisch, stilisiert dargestellt.
Die Vorrichtung 1 zur Entgegennahme und Weiterleitung von Münzen umfasst ein quaderförmiges
Gehäuse 2 mit zwei verschließbaren Öffnungen 3, 4 für die Zuführung und Abführung
von Münzen. Unterhalb des quaderförmigen Gehäuses 2 ist eine nicht näher dargestellt
Vorrichtung 5 zum Sammeln und zum Entnehmen von Münzen angeordnet. Das quaderförmige
Gehäuse 2 umfasst ein Bodenteil, das als Stetigförderer 6 ausgebildet ist. Der Zuführöffnung
3 des Gehäuses 2 ist ein verfahrbares Verschlusselement 7 zugeordnet. In einer Stirnseite
des Gehäuses 2 ist eine Abführ-Öffnung 4 vorgesehen, die zwischen dem Stetigförderer
6 und dem Verschlusselement 7 angeordnet ist. Der Abführ-Öffnung 4 ist eine verschwenkbare
Klappe 8 zugeordnet, die sich zwischen dem Stetigförderer 6 und dem verschiebbaren
Verschlusselement 7 erstreckt. Unterhalb des Stetigförderers 6 befindet sich ein nicht
näher dargestellter Münzsammelraum, mit einer aus der vertikalen geneigten münzaufnehmenden
Lochscheibe versehene Fördereinrichtung (
DE 30 02 291). Unterhalb des Stetigförderers 6 ist quer zur Längsrichtung des Gehäuses 2 ein hilfskraftbetätigter
Antriebsmotor 9 angeordnet. Auf seiner Antriebswelle 10 ist eine Kurvenscheibe 11
befestigt. Die Kurvenscheibe 11 erstreckt sich parallel zur Längsseite 12 des Gehäuses
2 und ragt in Richtung des Münzsammelraums der Vorrichtung 5 zum Sammeln und Entnehmen
von Münzen. An der Kurvenscheibe 11 ist zur Längsseite 12 des Gehäuses 2 eine nicht
dargestellte Spiralfeder befestigt, die andererseits an einem auf der Antriebswelle
10 sich abstützenden Antriebszahnrad 13 befestigt ist. In dem Antriebszahnrad 13 kämmt
ein Wendezahnrad 14. Das Wendezahnrad 14 ist auf einer Achse befestigt, die sich ihrerseits
an der Längsseite 12 des Gehäuses 2 abstützt. Das Wendezahnrad 14 kämmt zum anderen
in einer Zahnstange 15. Die Zahnstange 15 ist auf der zum Wendezahnrad 14 gerichteten
Seite des Verschlusselements 7 angeordnet.
[0010] Der Abführ-Öffnung 4 ist eine diese verschließende Klappe 8 zugeordnet, die an einer
Aufnahmewelle 16 befestigt ist, die verdrehbar in den Längsseiten 12 des Gehäuses
2 angeordnet ist. An der Aufnahmewelle 16 ist drehfest ein Stellhebel 17 angeordnet.
Das freie Ende 18 des Stellhebels 17 ragt in eine Führungsnut 19 der Kurvenscheibe
11. In einer weiteren Führungsnut 20 der Kurvenscheibe 11 ragt ein Führungszapfen
21 eines Sperrhebels 22. Der Sperrhebel 22 ist verschwenkbar auf der Aufnahmewelle
16 angeordnet und weist an seinem freien Ende 18 einen Fortsatz 23 auf, mit dem das
verschiebbare Verschlusselement 7 gegen ein ungewolltes Verschieben fixiert wird.
[0011] Mit einer nicht näher dargestellten Sensorik wird erfasst, dass die Zuführ-Öffnung
3 des Gehäuses 2 geöffnet werden soll. Die Sensorik ist mit einer nicht näher dargestellten,
ein Microcomputersystem umfassenden Steuereinheit verbunden. Die Steuereinheit schaltet
den Antriebsstrom für den Antriebsmotor. Die Antriebswelle 10 wird entgegen des Uhrzeigersinns
in Rotation versetzt. Durch das Verdrehen der Kurvenscheibe 11 wird der Sperrhebel
22 in seine untere Endlage verschwenkt und gibt den Verfahrweg des Verschlusselements
7 frei. Die Kurvenscheibe 11 überträgt ein Drehmoment über die nicht näher dargestellte
Spiralfeder an das Antriebszahnrad 13. Über das Antriebszahnrad 13 und das Wendezahnrad
14 wird das Verschlusselement 7 verschoben und die Münzzuführöffnung 3 wird kontinuierlich
freigegeben. Während des Verdrehens der Kurvenscheibe 11 und des Öffnens der Zuführöffnung
3 wird über die weitere Kurvenbahn 19 der Stellhebel 17 für die Verstellung der verschwenkbaren
Klappe 8 dauerhaft in einer Verschlussposition gehalten.
[0012] Wird von der nicht näher dargestellten Sensorik erkannt, dass ein Münzzuführvorgang
beendet ist und das Verschlusselement 7 in die Ausgangslage verfahren werden soll,
wird seitens der Steuereinheit der Antriebsmotor derart bestromt, dass dessen Antriebswelle
10 sich im Uhrzeigersinn dreht. Über die Kurvenscheibe 11 wird das Drehmoment des
Antriebsmotors unter Zwischenschaltung der Spiralfeder und des Antriebszahnrads 13
zum Wendezahnrad 14 übertragen und das Verschlusselement 7 wird in die Ausgangsposition
verfahren. Nach Erreichen der Ausgangsposition des Verschlusselements 7 erreicht der
Schlepphebel 17 in der Kurvenscheibe 11 eine Position, die dazu führt, dass die Aufnahmewelle
16 der verschwenkbaren Klappe 8 verdreht wird, so dass die Klappe 8 die Ausgabeöffnung
4 freigibt. Nachfolgend wird von der Steuereinheit der Stetigförderer aktiviert.
[0013] Mit einer nicht näher dargestellten Sensorik wird erfasst, ob während des Verfahrvorgangs
des Verschlusselements 7 eine vorgegebene Antriebsleistung des Antriebsmotors nicht
überschritten wird. Sollte die Antriebsleistung diese erreicht oder überschritten
werden wird davon ausgegangen, dass sich ein Gegenstand im Verfahrweg befindet. Beim
Überschreiten des maximalen Antriebsdrehmoments wird seitens der Steuereinheit der
Antriebsmotor stillgesetzt.
[0014] Tritt während des Verfahrens des Verschlusselements 7 im Verfahrweg eine Störung
auf, so wird seitens des Antriebsmotors unter Vermittlung der Kurvenscheibe 11 die
Spiralfeder weiter vorgespannt ohne dass dadurch an dem Verschlusselement 7 oder an
dem blockierenden Gegenstand eine weitergehende Sachbeschädigung stattfindet. Eine
weitergehende Verdrehung zwischen Kurvenscheibe 11 und Antriebszahnrad wird mittels
einer Sensoreinheit erfasst, die mit der Steuereinheit in Wirkverbindung steht. Wird
seitens der Steuereinheit detektiert, dass ein vorgegebener Verdrehwinkel überschritten
wird, wird die Bestromung des Antriebsmotors unterbrochen.
1. Vorrichtung zur Entgegennahme und Weiterleitung von Münzen zu einer Münzverarbeitungseinrichtung,
der ein Münzaufnahmeraum zugeordnet ist, der eine Münzzu- und eine Münzabführöffnung
umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass den Münzzuführ- und/oder Münzabführöffnungen (3, 4) jeweils mindestens ein Verschlusselement
(7, 8) zugeordnet ist, das mit mindestens einem hilfskraftbetätigten Stellantrieb
(9) verfahrbar ist um die Münzzu- und/oder Münzabführöffnung zu verschließen oder
freizugeben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlusselemente (7, 8) unter Vermittlung eines Antriebsmotors (9) verfahrbar
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Antriebsstrang von dem hilfkraftbetätigten Stellantrieb (9) zu einem der Verschlusselemente
(7, 8) mindestens eine Kupplung angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kupplung als drehelastische Überlastkupplung ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die drehelastische Kupplung im Antriebsstrang zu dem Verschlusselement (7) angeordnet
ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit dem Stellantrieb die Kurvenscheibe (11) angetrieben wird und dass mit der Kurvenscheibe
(11) ein Sperrelement (22) aktiviert wird, mit dem das Verschlusselement (7) in seiner
Verschlussstellung fixiert wird.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Stirnwand der Vorrichtung (1) eine Abführ-Öffnung (4) umfasst, der eine verschwenkbare
Klappe (8) zugeordnet ist, die an einer Aufnahmewelle (16) befestigt ist, an der drehfest
ein Stellhebel (17) angeordnet ist, dessen freies Ende (18) einen Führungszapfen (21)
aufweist, der in eine Führungsnut (19) der Kurvenscheibe (11) hineinragt.

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