I. Anwendungsgebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von "Induktivitäten mit Eisenkern",
worunter generell elektrische Transformatoren, elektrische Drosseln, elektrische Filter,
Elektromagnete usw. fallen, im folgenden kurz "Induktivität" genannt, sowie eine nach
diesem Verfahren hergestellte Induktivität.
[0002] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung stehen Induktivitäten für die Verwendung als
elektrische Drosseln (Netz- und Kommutierungsdrosseln, Filterkreisdrosseln, Motordrosseln
usw.) und elektrische Filter für den Einsatz an Frequenzumrichtern (Sinusfilter und
du/dt- Filter usw.) im Vordergrund.
II. Technischer Hintergrund
[0003] Elektrische Induktivitäten sind in sehr vielen elektrischen und elektronischen Geräten
enthalten, und ihr Hauptzweck besteht im Umwandeln oder Trennen eines oder mehrerer,
insbesondere unterschiedlicher, Spannungspotenziale, in der Strombegrenzung, der Reduzierung
von Spannungsanstiegsflanken, der Kompensation von Oberwellenanteilen oder in der
Bildung eines Magnetfeldes.
[0004] Zu diesem Zweck enthalten elektrische Induktivitäten eine oder mehrere elektrische
Spulen.
[0005] Deren Wicklungen können auf einem Spulenkörper, der in der Regel aus einem elektrisch
nicht leitendem Material, meist Kunststoff, besteht, aufgewickelt sein oder als so
genannte Luftspulen vorliegen, die keinen Spulenkörper als Wicklungskern besitzen.
[0006] Um das Prinzip der Induktivität mit Eisenkern als Einheit in Funktion zu bringen,
wird die wenigstens eine Spule mit dem Eisenkern konstruktiv verbunden. Hierbei wird
die wenigstens eine Spule so über dem Eisenkern platziert, dass aufgrund der angelegten
Spulenspannung und der dabei auftretenden Induktion ein magnetischer Fluss im Eisenkern
erzeugt wird.
[0007] Bei Transformatoren und ebenso bei Drosseln und Filtern werden häufig die beiden
Spulen in Form der Wicklungen von einem gemeinsamen, geschlossen umlaufenden Eisenkern
durchdrungen, was das Betriebsverhalten und die Effizienz der Induktivität verbessert.
[0008] Um Wirbelströme zu vermeiden, wird dieser in der Regel aus einem Stapel von übereinandergelegten
einzelnen, gewalzten Blechen, sogenannten Dynamo-Blechen oder Trafo-Blechen, hergestellt,
wobei die einzelnen Bleche elektrisch gegeneinander isoliert sein müssen. Zu diesem
Zweck sind die einzelnen Bleche an den gewalzten Flächen in der Regel mit einem elektrisch
isolierenden Isolierlack beschichtet oder besitzen hier eine elektrisch isolierende
Oxidationsschicht.
[0009] Um die Bleche dauerhaft als Eisenkern (nachfolgend auch als Blechpaket bezeichnet)
zusammenzuhalten, werden diese bisher häufig miteinander durch Durchgangslöcher in
den Blechen isoliert mit Schrauben verschraubt, mittels Druckstücken verspannt oder
am Rand verschweißt.
[0010] Dabei werden auch die in der Regel benötigten Befestigungswinkel oder andere Anbauteile
an der Induktivität, mit dem Blechpaket, verschraubt, verschweißt oder verspannt.
Das Blechpaket kann die Spule teilweise oder voll umlaufend umschließen, wobei die
Bleche aus unterschiedlichen Formaten und Größen zusammengefügt den Eisenkern der
Induktivität bilden. So können unter Anderem genormte Bleche so genannte E-, UI- oder
M-Zuschnitte zu einem Blechpaket zusammengeführt werden.
[0011] Um auf die benötigte Dicke des Blechpakets zu gelangen, werden in der Regel zwei
oder mehrere Bleche pro Lage und insbesondere von Lage zu Lage um 180° gedreht aufgeschichtet,
was einen sehr hohen und meist nur manuell zu bewältigenden Arbeitsaufwand darstellt.
[0012] Dabei besteht ja die in der Aufsicht auf die Blechebene sichtbare Kontur jeder Lage
bei einem umlaufend geschlossenen Eisenkern nicht aus einem einzelnen Blech, sondern
diese ist wegen der Montierbarkeit aus mindestens zwei Blechen zusammengesetzt.
[0013] Bei der Schweißmethode wird das Blechpaket einseitig (ohne Wechsel der Blechrichtung)
zu einem Block zusammengefügt und anschließend an den Außenseiten der Stoßkanten der
Bleche als Block miteinander verschweißt. Der entstehende magnetische Kurzschluss
am Rand des Magnetfeldes wird hierbei aus wirtschaftlichen Gründen in Kauf genommen.
[0014] Trotz des grundsätzlich gleichen Aufbaus von Transformatoren einerseits und Drosseln
oder Filtern andererseits, sollen diese im Betrieb unterschiedliche Eigenschaften
besitzen, was im Detail auch unterschiedliche konstruktive Details erfordert, wenn
man die jeweils gewünschte im Vordergrund stehende Funktion optimieren will:
So steht bei Transformatoren beispielsweise die Effizienz, also die Verringerung der
Verlustleistung, im Vordergrund:
Zu diesem Zweck wird versucht, den magnetischen Widerstand des Eisenkerns möglichst
zu minimieren. Bei den meist umlaufend geschlossenen Eisenkernen, die aus Montagegründen
nicht aus einzelnen, ringförmig geschlossenen Blechen zusammengesetzt werden können,
bedeutet dies, dass die an der Kontaktstelle zwischen aneinander grenzenden Blechen
des Blechpaketes auftretende magnetische Widerstand möglichst gering gehalten werden
soll, was durch Maßnahmen wie Minimierung des Luftspaltes dazwischen oder gar Anfüllen
mit magnetischem Material in der Fuge versucht wird.
[0015] Bei Drosseln und Filtern dagegen, die ja ein passives Dämpfungsglied beispielsweise
zum Ausfiltern der harmonischen Oberwellen darstellen, wird ein definierter Luftspalt
gerade benötigt, da dieser gerade die gewünschte Dämpfung bewirkt. Das im Einzelfall
gewünschte Dämpfungsverhalten wird dabei durch Größe und Anordnung der Luftspalte
im Eisenkern, also in oder zwischen den Blechpaketen, bestimmt.
[0016] Ein weiterer Punkt der bei Drosseln und Filtern im Vordergrund steht, ist häufig
die Reduzierung der Geräuschemission an frequenzgesteuerten Motoren und Schutz der
Motorisolationen durch Reduzierung der Spannungsanstiegsflanken (z.B. durch lange
Motorzuleitungen).
III. Darstellung der Erfindung
a) Technische Aufgabe
[0017] Es ist daher die Aufgabe gemäß der Erfindung, eine Induktivität, insbesondere zur
Verwendung als Drossel oder Filter, sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung zur Verfügung
zu stellen, sodass der Herstellungsaufwand verringert und die Funktion der Induktivität
insbesondere als Drossel und Filter verbessert wird.
b) Lösung der Aufgabe
[0018] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche
1, 10 und
13 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0019] Durch die spezifische Ausbildung der
Induktivität gemäß Anspruch
1 ergeben sich eine Vielzahl von Vorteilen:
Durch die beiden Fortsätze an den Enden jedes Joches, die in den inneren Freiraum
je einer Spule hineinragen, wird die Montage erleichtert, denn die äußeren Spulen
erstrecken sich über die Fortsätze der Joche und halten damit die Joche und die äußeren
Längsschenkel zusammen.
[0020] In der Mitte ist kein Fortsatz vorhanden, sodass der mittlere Längsschenkel genauso
lang oder gar länger ist als die Spule, die darum herum angeordnet ist. Damit man
dennoch nicht die mittlere Spule zusammen mit dem mittleren Längsschenkel aus der
Ebene des Eisenkerns heraus verlagern kann, werden beidseits des Längsschenkels Sicherungsstreifen
(aus elektrisch isolierendem Material) eingesteckt, die länger sind als der mittlere
Längsschenkel und sich jeweils bis in den Bereich der Joche hinein erstrecken und
dadurch eine formschlüssige Sicherung gegen seitliches Herausziehen der mittleren
Spule und des mittleren Längsschenkels bilden.
[0021] Funktionale Vorteile, nämlich eine gute elektrische Dämpfung mittels dieser Induktivität,
wird erreicht, indem zunächst einmal die Luftspalte nach Bedarf dimensioniert werden
können, indem die dafür eingelegten Abstandshalter unterschiedliche Dicken aufweisen
können.
[0022] Zusätzlich können die Positionen der Luftspalte und deren Anzahl gewählt werden,
indem die Längsschenkel nicht jeweils einstückig sein müssen, sondern in ihrer Erstreckungsrichtung
aus mehreren Teilstücken bestehen können.
[0023] Bei den äußeren Längsschenkeln erstreckt sich vorzugsweise die Spule über die Luftspalte
zwischen äußerem Längsschenkel und dem Fortsatz des Joches hinweg, sodass dort - auch
wenn zusätzliche Luftspalte vorgesehen werden - sich sämtliche Luftspalte innerhalb
der Länge der Spule befinden, was für die Funktion als Drossel oder Filter sehr vorteilhaft
ist (Minimierung von Streufeldern).
[0024] Dass die Joche in sich durchbruchsfrei sind und auch der gesamte Eisenkern - außer
den beiden großen Innenräumen zwischen den Längsschenkeln - durchbruchsfrei ist, da
beispielsweise keine Durchgangsbohrungen durch die Bleche für Querverschraubungen
benötigt werden, führt dazu, dass sich das magnetische Feld sehr viel homogener ausbilden
kann, als bei Vorhandensein weiterer Durchbrüche. Vor allem wird ein Durchbruch in
der Mitte des Joches vermieden durch die Bauform des Joches mit nur je einem Fortsatz
an den Enden, und nicht im mittleren Bereich:
Mittels der entsprechend C-förmig gebogenen Bleche können auf diese Art und Weise
Joche ohne innere Durchbrüche hergestellt werden, bei denen die Blechebene der einzelnen
Bleche quer zur Hauptebene des fertig gestellten Eisenkerns verläuft.
[0025] Der Eisenkern wird zusammengehalten durch eine lediglich von außen angreifende Spannvorrichtung,
die den Eisenkern nicht durchdringt, und die zusätzlich hinsichtlich des Abstands
ihrer Spannplatten variabel ist, also wenn z.B. unterschiedlich dicke Abstandshalter
in die Luftspalte eingesetzt werden.
[0026] Vorzugsweise sollten die Längsschenkel denselben Querschnitt wie die Fortsätze des
Joches aufweisen, und insbesondere auch die Blechebenen in den Längsschenkeln fluchtend
mit denen in den Fortsätzen verlaufen, um eine Homogenisierung des sich ausbildenden
Magnetfeldes zu erreichen.
[0027] Vorzugsweise endet der mittlere Längsschenkel somit vor den Innenflächen des C-förmigen
Joches in dessen mittleren Bereich, normalerweise mit einem Luftspalt zum Joch hin.
Die dadurch nicht vorhandene formschlüssige Sicherung des mittleren Längsschenkels
wird durch die zusätzlichen, bereits erwähnten Sicherungsstreifen erreicht.
[0028] Die Luftspalte werden in der Regel durch eingelegte Abstandshalter aus elektrisch
isolierendem Material bewirkt, was eine sehr einfache Möglichkeit ist, Luftspalte
definierter Breite zu erzeugen.
[0029] Die Längsschenkel sind in der Regel quaderförmig und bestehen dann aus aufeinander
gelegten rechteckigen Blechen. Die Spulen um die einzelnen Längsschenkel herum besitzen
eine axiale Länge, also in Längsrichtung der Längsschenkel verlaufend, die den Abstand
zwischen den beiden Jochen möglichst vollständig ausfüllt, um allein dadurch eine
formschlüssige Sicherung der Längsposition der Spulen innerhalb des Eisenkerns zu
bewirken.
[0030] Die Joche sind am Übergang von ihrem Hauptteil in den Fortsatz nicht einfach um
90° gekröpft, sondern zwei Mal um je
45° gekröpft und besitzen dadurch an ihren Enden eine Schräge, sowohl in ihrer Außenkontur
als auch in ihrer innenseitigen Kontur, und auch alle Bleche aus denen das Joch gebildet
ist, besitzen diese Schräge.
[0031] Dadurch wird die Ausbildung von sog. Hot Spots zumindest an den Innenecken des Eisenkernes
verhindert und damit ein homogeneres Magnetfeld erzielt.
[0032] Je nach Auslegung der Induktivität können die einzelnen Längsschenkel in ihrem Verlauf
mehrteilig ausgebildet sein, wobei freie Wahl zwischen hinsichtlich der Länge dieser
Einzelteile als auch der Breite der Luftspalte dazwischen besteht. Die Abstandshalter
sollten vorzugsweise die gleiche Fläche besitzen wie der Querschnitt des Längsschenkels,
in dem sie sich befinden, um keine unterschiedliche Dielektrizität im Inneren des
Luftspaltes zu bewirken.
[0033] Die Querschnittsfläche der Längsschenkel und auch der Fortsätze der Joche ist so
bemessen, dass sie zusammen mit den beidseits eingesteckten Sicherungsstreifen genau
den inneren Freiraum der jeweiligen Spule ausfüllen und dadurch eine passgenaue formschlüssige
Sicherung zwischen Spule einerseits und Eisenkern andererseits gegeben ist.
[0034] Die Sicherungsstreifen werden auch bei den äußeren Schenkeln eingesetzt, obwohl sie
dort für die formschlüssige Sicherung gar nicht benötigt würden, da ja bei den äußeren
Spulen die Fortsätze der Joche in das Innere der Spule hineinragen.
[0035] Die Sicherungsstreifen werden deshalb auch an den äußeren Längsschenkeln angeordnet,
damit der Eisenkern aus Blechstreifen gleichbleibender Dicke hergestellt werden kann,
denn sonst müsste sich die Breite der für das Joch verwendeten Blechstreifen von dem
mittleren Bereich zu den Fortsätzen hin verändern, was nachteilig für die Funktion
und aufwändig für die Herstellung dieser Bleche ist.
[0036] Die Spannvorrichtung besteht vorzugsweise aus zwei Spannplatten, die auf die Außenseiten
der Joche gelegt werden und einen Überstand entweder in der Hauptebene des Eisenkerns
oder quer dazu oder beides aufweisen. An ihrem Überstand werden die beiden Spannplatten
mittels Spannschrauben in Längsrichtung gegeneinander verspannt, und pressen damit
die Joche gegeneinander, sodass ein Druck auf die Abstandshalter, welche die Luftspalte
definieren, aufgebaut und beibehalten wird.
[0037] Dieser Druck auf die Abstandshalter bewirkt, dass die Geräuschemissionen der Induktivität
im Betrieb sehr viel niedriger sind als ohne oder nur geringe Vorspannung gegen die
Abstandshalter.
[0038] Um eine formschlüssige Sicherung der Spannbleche gegenüber dem Eisenkern quer zu
dessen Hauptebene zu gewährleisten, sind die Spannplatten vorzugsweise als Hutprofile
ausgebildet.
[0039] Vorzugsweise weisen die Spannplatten außer den Bohrungen für die sie durchdringenden
Spannschrauben auch weitere Durchgangsöffnungen auf, um bei dem anschließenden Benetzen
oder Vergießen der gesamten fertig montierten Induktivität das Vergussmittel ablaufen
zu lassen.
[0040] An der Spannplatte kann zusätzlich - ggf. zwischen Joch und Spannplatte - eine übliche
NS-Schiene zum Befestigen von Trafos angeordnet sein, die für den Betrieb als Drossel
oder Filter benötigt werden.
[0041] Vorzugsweise sind die Spannplatten breiter als der quer zu seiner Hauptebene gemessene
Eisenkern und auch breiter als die Spulen in dieser Richtung, zum einen um Spannschrauben
im Überstand anbringen zu können, zum anderen aber auch, um einen schützenden Überstand
über die Spule und den Eisenkern zu bieten.
[0042] Aufgrund dieses konstruktiven Aufbaus der Induktivität lässt sich ein
Baukasten schaffen, sodass mittels einer relativ geringen Anzahl unterschiedlicher Komponenten
eine sehr große Bandbreite unterschiedlich gestalteter Induktivitäten herstellt werden
kann:
Der Baukasten muss natürlich jeweils mindestens wenigstens eine Sorte der zwingend
vorhandenen Bauteile, also Spule, Joch, Spannvorrichtung, mittlerer und äußerer Längsschenkel
und Sicherungstreifen enthalten.
[0043] Wenn allein bereits mehrere Sorten von Abstandshaltern unterschiedlicher Dicke Bestandteil
des Baukastens sind, lassen sich dadurch je nach gewähltem Abstandshalter Induktivitäten
mit unterschiedlichem Dämpfungsverhalten herstellen.
[0044] Noch größer ist natürlich die Variationsbreite, wenn auch von den übrigen Bauteilen
der Baukasten mehrere Sorten enthält, beispielsweise mehrere Teil-Längsschenkel, um
aus diesen Teil-Längsschenkeln mittlere und äußere Längsschenkel zusammenstellen zu
können. Die sich ergebenden ändernden Abmessungen des Eisenkerns in Längsrichtung
der Längsstreben können ohne Probleme durch entsprechend lange Außengewinde auf den
Spannschrauben der Spannvorrichtung kompensiert werden oder bei großen Längenunterschieden
durch unterschiedlich lange Spannschrauben innerhalb des Baukastens.
[0045] Vorzugsweise kann der Baukasten auch mehrere Sorten unterschiedlich langer Spulen
und unterschiedlich langer Sicherungsstreifen umfassen.
[0046] Hinsichtlich des
Verfahrens wird die Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Induktivität gemäß Anspruch
1 durch die Verfahrensschritte des Anspruchs
21 gelöst:
Zum Aufbau der Induktivität wird bevorzugt eine allerdings sehr einfach aufgebaute
Vorrichtung benutzt, theoretisch könnte der Zusammenbau auch rein manuell erfolgen:
Nach Zusammensetzen der Joche aus einzelnen Blechen wird auf die Fortsätze des ersten
Joches jeweils eine Spule aufgesteckt, oder - falls die drei Spulen vorher zu einer
Einheit verbunden wurden - die gesamte Spuleneinheit.
[0047] Anschließend werden - nach Einlegen der Abstandshalter in die inneren Freiräume der
Spulen - die äußeren Längsschenkel in die äußeren Spulen eingesetzt, und der mittlere
Längsschenkel in die mittlere Spule eingesetzt.
[0048] Spätestens jetzt, eventuell bereits vorher, werden die je zwei Sicherungsstreifen
in den Innenraum jeder Spule eingesetzt.
[0049] Nunmehr kann das zweite Joch mit seinen Fortsätzen in die äußeren Spulen eingesteckt
werden - wieder unter Zwischenlegen je eines Abstandshalters - und die Spannvorrichtung
angebracht werden, die in dieser Stellung die beiden Joche gegeneinander presst. Wenn
die Spannvorrichtung aus den beiden Spannplatten und verbindenden Spannschrauben besteht,
werden die - vorzugsweise hutförmigen - Spannplatten auf die Außenseite der Joche
aufgelegt und die Spannschrauben verschraubt.
c) Ausführungsbeispiele
[0050] Ausführungsformen gemäß der Erfindung sind im Folgenden beispielhaft näher beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- die Induktivität in Explosionsdarstellung,
- Fig. 2a-c:
- verschiedene Varianten des Eisenkerns,
- Fig. 3a-c:
- die Induktivität im zusammengebauten Zustand.
[0051] Der Eisenkern
24 aus
Figur 1 ist
in Figur 2a in der Aufsicht auf seine Hauptebene
16 dargestellt, und in
Figur 2b in der Seitenansicht, also in Blickrichtung dieser Hauptebene
16.
[0052] Wie in
Figur 2a zu erkennen, besteht der Eisenkern
26 in der Aufsicht auf seine Hauptebene
16 aus einem ringförmig umlaufenden Blechpaket mit etwa quadratischer Form und abgeschrägten
Ecken, bestehend aus einem oberen und einem unteren, C-förmigen Joch
2. Jedes der Joche
2 besitzt an seinen Enden im rechten Winkel zur Erstreckungsrichtung des Joches
2 in die gleiche Richtung abragende Fortsätze
7a, b.
[0053] Die Fortsätze
7a, b des unteren Joches
2 sind nach oben gerichtet, die Fortsätze
7a, b des oberen Joches
2 sind nach unten gerichtet, und fluchten mit den Fortsätzen
7a, b des unteren Joches
2.
[0054] Der Übergang des Hauptteils des Joches
2 zu den Fortsätzen
7a, b weist jeweils eine Schräge
14 auf, also zwei Biegungen um jeweils
45°.
[0055] Die Joche
2 sind aus einzelnen, in dieser Form C-förmig gebogenen, Blechen
4a, b, die ineinander gelegt sind und genau ineinander passen, aufgebaut.
[0056] Zwischen den zueinander fluchtenden Fortsätzen
7a einerseits und
7b andererseits befindet sich jeweils ein äußerer Längsschenkel
1a, der ebenfalls aus einzelnen, in diesem Fall rechteckigen, parallel aneinander angelegten
Blechen besteht.
[0057] Zusätzlich befindet sich im inneren Freiraum
5 dieses ringförmig umlaufenden Blechpaketes
24 ein mittlerer Längsschenkel
1b, der sich im wesentlichen von den Innenseiten des einen Joches
2 in dessen mittleren Bereich bis zur Innenseite des anderen Joches
2 erstreckt und ebenfalls aus parallel aneinander angelegten, überhaupt nicht miteinander
verbundenen, rechteckigen Blechen
4x, y besteht und parallel zu den äußeren Längsschenkeln
1a verläuft.
[0058] An den stirnseitigen Enden der Längsschenkel
1a, b und den Jochen
2 befindet sich jeweils ein Luftspalt
13, der im zusammengebauten Zustand des Eisenkerns
24 dadurch erhalten wird, dass insbesondere plattenförmige Abstandshalter
15, deren Fläche der Querschnittsfläche der Längsschenkel
1a, b entspricht, eingelegt sind.
[0059] Die Querschnittsfläche der äußeren Längsschenkel
1a, b ist die gleiche und stimmt vorzugsweise mit der Querschnittsfläche des mittleren
Längsschenkels
1b überein, sodass für alle Längsschenkel die gleichen Abstandshalter
15 benutzt werden können, wenn die Dicke des Luftspaltes
13 auch jeweils die gleiche sein soll.
[0060] Sowohl der mittlere Längsschenkel
1b als auch die äußeren Längsschenkel
1a können auch jeweils in ihrer Erstreckungsrichtung aus mehreren Teil-Längsschenkeln
1b
1,
1b
2 bestehen, wie in einer alternativen Ausführungsform in
Figur 2c dargestellt.
[0061] Sowohl der Aufbau der Längsschenkel aus ein oder mehreren Teil-Längsschenkeln als
auch die Dicke der Abstandshalter
15 hängt vom jeweiligen Einsatzzweck der Induktivität ab. Der Zweck der Erfindung besteht
ja vereinfacht ausgedrückt darin, möglichst viele Variationsmöglichkeiten gerade hinsichtlich
des Aufbaus und der Details des Eisenkerns zu haben trotz einem einfach durchzuführenden
Aufbau der Induktivität.
[0062] Das Vorgehen beim Aufbau der Induktivität kann am besten anhand der Explosionsdarstellung
der
Figur 1 erläutert werden:
Zunächst muss - siehe linke Bildhälfte der Figur 1 - der Eisenkern 24 mit der Spuleneinheit 31 zusammengebaut werden, von der in Figur 1 lediglich die in der Regel aus Kunststoff bestehenden, hülsenförmigen Spulenkörper
3 dargestellt sind, um deren Außenflächen herum jedoch vor dem Zusammenbau die elektrischen
Spulen 3 mit ihren Wicklungen 19a, b aufgebracht sind unter Verwendung des Spulenkörpers 3 als Wickelkern 20, wie in Figur 3a - c zu sehen.
[0063] Dieser Zusammenbau geht wie folgt vor sich:
Nachdem das untere Joch 2 aus Blechen 4a, b zusammengesetzt ist, werden die beiden äußeren Spulenkörper 3 auf die nach oben ragenden Fortsätze 7a, b dieses unteren Joches 2 aufgesteckt, und auch der mittlere Spulenkörper 3 zwischen die beiden äußeren Spulenkörper 3 gesetzt, der dann auf der Oberseite des Joches 2 in dessen mittleren Bereich aufsitzt.
[0064] Anschließend werden von oben her in die Spulen-Innenräume
29 der Spulenkörper
3 jeweils einer der plattenförmigen Abstandshalter
15 eingelegt, sodass sie mit ihrer Hauptfläche auf der Stirnfläche eines der Fortsätze
7a, b aufliegen und damit quer im Spulen-Innenraum
29 liegen, den die Querschnitte der Fortsätze
7a, b auch im wesentlichen ausfüllen.
[0065] Allerdings besitzt der Eisenkern
24 eine quer zu seiner Hauptebene
16 gemessene Tiefe, die geringer ist als die entsprechende Erstreckung des Querschnittes
des Spulen-Innenraumes
29, und zwar um soviel geringer, dass beidseits des Eisenkerns
24 jeweils gerade ein Sicherungsstreifen
12 entlang jedem der Längsschenkel
1a, b dazwischengeschoben werden kann, was nunmehr als nächster Schritt durchgeführt
wird durch Einschieben von oben in die Spulen-Innenräume
29.
[0066] Die Sicherungsstreifen
12 sind länger als der mittlere Längsschenkel
1b, und werden im mittleren Spulenkörper
3 soweit nach unten geschoben, dass ihr unteres Ende bis in den Bereich des unteren
Joches
2 reicht.
[0067] Dies stellt die formschlüssige Sicherung dagegen dar, damit im zusammengebauten Zustand
der mittlere Spulenkörper
3 nicht quer zur Hauptebene
16 des Blechpaketes
24 aus diesem herausgezogen werden kann.
[0068] Nun werden die Längsschenkel
1a, b von oben her in die einzelnen Spulenkörper
3 eingesetzt zwischen die jeweils zwei Sicherungsstreifen
12. Wenn einer der Längsschenkel
1a, b aus mehreren Teil-Längsschenkeln
1b
1,
1b
2 besteht, werden diese nacheinander eingesetzt, jeweils unter Zwischenlage eines Abstandshalters
15.
[0069] Auf die oberen Enden der eingesetzten Längsschenkel
1a, b werden ebenfalls Abstandshalter
15 aufgelegt und dann das vorher aus Blechen zusammengesetzte obere Joch
2 mit seinen Fortsätzen
7a, b nach unten weisend in die Spulen-Innenräume
29 der beiden äußeren Spulenkörper
3 eingesteckt zwischen die dortigen Sicherungsstreifen
12.
[0070] Damit diese Einheit nicht mehr unerwünschterweise demontiert werden kann, müssen
lediglich die beiden Joche
2 gegeneinander verspannt werden. Dies wird im nächsten Schritt dadurch erreicht, dass
jeweils eine Spannplatte
17 in Form einer hutförmigen Schiene, die so dimensioniert ist, dass die quer zur Hauptebene
16 gemessene Tiefe des Eisenkerns
24 genau in die Vertiefung des Querschnittes des Hutprofiles passt von oben auf das
obere Joche
2 und von unten gegen das untere Joch
2 gelegt wird.
[0071] Die quer nach hinten und vorne vorstehenden Überstände
23a, b des Hutprofiles weisen zueinander fluchtende Bohrungen
26 auf, durch die hindurch die beiden Spannplatten
17 mittels Spannschrauben
25 gegeneinander verspannt werden können, und dadurch den Eisenkern
24 zusammenhalten.
[0072] Vor oder nach dem Anbringen dieser aus den Spannplatten
17 und den Spannschrauben
25 bestehenden Spannvorrichtung
6 am Eisenkern
24 können an der Spannvorrichtung
6 weitere Bauteile befestigt werden:
So kann auf der oberen Spannplatte 17 eine sog. NS-Schiene 27 verschraubt werden, die dem formschlüssigen Befestigen von Trafos 28 dient, die für manche Anwendungen dieser Induktivität benötigt werden.
[0073] Ebenso kann an der Unterseite der unteren Spannplatte
17 eine weitere Spannplatte
17 so befestigt werden, dass die hutförmigen Aufwölbungen gegeneinander gerichtet sind.
Diese unterste Spannplatte
17 kann beispielsweise der Verschraubung gegenüber dem Untergrund oder einem anderen
Maschinenteil dienen.
[0074] Ebenso kann entweder an der unteren Spannplatte
17 oder einer zusätzlichen untersten Spannplatte
17 eine Tragplatte befestigt sein, die vom Querschnitt des Hutprofils der Spannplatte
17 aus zur Seite vorsteht und dem Befestigen von Kondensatoren
30 dient, die ebenfalls für bestimmte Anwendungen der Induktivität benötigt werden.
[0075] Die Figuren 3a-c zeigen den fertig zusammengebauten Zustand in verschiedenen Ansichten der Induktivität
gemäß Figur
1.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0076]
- 1a, b
- Längsschenkel
- 1a1, 1a2
- Teil-Längsschenkel
- 2
- Joch
- 3
- Spulenkörper
- 3'
- Spule
- 4a, b, x,
- y Blech
- 5
- innerer Freiraum
- 6
- Spannvorrichtung
- 7a, b
- Fortsatz
- 8
- Kleber
- 9a, b
- Stirnfläche
- 10
- Längsrichtung
- 11
- Querrichtung, Verlaufsrichtung Joch
- 12
- Sicherungsstreifen
- 13
- Luftspalt
- 14
- Schräge
- 15
- Abstandshalter
- 16
- Hauptebene
- 17
- Spannplatte
- 18
- Dicke
- 19a, b
- Wicklung
- 20
- Wickelkern
- 21
- Stirnplatte
- 22
- Durchgangsöffnung
- 23a, b
- Überstand
- 24
- magnetischer Flussleitkörper, Eisenkern
- 25
- Spannschraube
- 26
- Bohrung
- 27
- NS-Schiene
- 28
- Trafo
- 29
- Spulen-Innenraum
- 30
- Kondensatoren
- 31
- Spuleneinheit
1. Elektrische Induktivität, insbesondere elektrisches passives Dämpfungsglied, mit
- einem aus gegeneinander isolierten Blechen (4a, b) zu einem Blechpaket zusammengesetzten Eisenkern (24) als magnetischem Flussleitkörper (24) mit
- drei parallel im Abstand zueinander angeordneten, in Längsrichtung (10) verlaufenden Längsschenkeln (1a, 1b, 1a),
- zwei Jochen (2), von denen jedes Joch (2) die auf die gleiche Seite der Längsschenkel (1a, b) weisenden Enden unter Bildung eines Luftspaltes verbindet,
- die Joche (2) aus C-förmig gebogenen, passgenau ineinander gelegten Blechen (4a, b) bestehen,
- drei ringförmig geschlossen umlaufende Spulen (3), von denen jede passgenau um einen der Längsschenkel (1a, b) herum verläuft
dadurch gekennzeichnet, dass
- jedes Joch (2) an beiden Enden der Verlaufsrichtung (11) des Joches (2) in Längsrichtung (10) abstrebende Fortsätze (7a, b) aufweist,
- zwischen je zwei gegeneinander gerichteten Fortsätzen (7a, b) der beiden Joche (2) je ein äußerer Längsschenkel (1a) unter Bildung eines Luftspaltes (13) angeordnet ist,
- die Joche (2) mittels einer Spannvorrichtung (6), deren Teile (6a, b) außerhalb des Blechpakets angeordnet sind, gegeneinander verspannt sind,
- der fertige Eisenkern (24) außer den beiden Innenräumen zwischen den Längsschenkeln (1a, b) durchbruchfrei ist,
- zwischen dem mittleren Längsschenkel (1b) und der Innenwand der Spule (3') oder des Spulenkörpers (3) ein Sicherungsstreifen (12) aus elektrisch isolierendem Material angeordnet ist, der länger ist als die Länge
des mittleren Längsschenkels (1b) und beidseits bis in den Bereich der Joche (2) reicht.
2. Induktivität nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die äußeren Längsschenkel (1a) den gleichen Querschnitt wie die Fortsätze (7a, b) aufweisen, und/oder
der mittlere Längsschenkel (1b) beabstandet um einen Luftspalt (13) vor den Innenflächen der C-förmigen Joche (2) endet.
3. Induktivität nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in den Luftspalten (13) Abstandshalter (15) aus elektrische isolierendem Isoliermaterial angeordnet sind, und/oder
die Längsschenkel (1a, b) aus aufeinander gelegten rechteckigen Blechen (4 x, y) bestehen, deren Blechebenen mit den Blechebenen der Bleche (4a, b) in den Fortsätzen (7a, b) fluchten.
4. Induktivität nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Spulen (3) in Längsrichtung (10) den Abstand zwischen den beiden Jochen (2) ausfüllen, und/oder
die Spulen (3) einen Spulenkörper (3') aus Kunststoff aufweisen, auf dem die Wicklung (19a, b) aufgebracht ist.
5. Induktivität nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bleche (4a, b) der Joche (2) am Übergang vom Hauptteil des Joches (2) in den Fortsatz eine Schräge (14), insbesondere durch Kröpfung um je 45°, aufweisen, und/oder
die Spulen (3') auf den äußeren Längsschenkeln (1a) so lang sind, dass sie die Luftspalte (13) zwischen den äußeren Längsschenkeln (1a) und den Fortsätzen (7a, b) der Joche (2) überdecken.
6. Induktivität nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Längsschenkel (1a, b) mehrteilig ausgebildet sein können, indem sie in ihrer Erstreckung in Längsrichtung
(10) unterbrochen sind durch Luftspalte (13), in denen sich Abstandshalter (15) befinden, und/oder die insbesondere plattenförmigen Abstandshalter (15) die gleiche Fläche besitzen wie der Querschnitt der Längsschenkel (1a, b), in deren Luftspalten (13) sie sich befinden.
7. Induktivität nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Spannvorrichtung (6) aus zwei Spannplatten (17) besteht, die auf den Außenseiten der Joche (2) liegen und an ihrem Überstand (23a, b) durch Spannschrauben (25) in Längsrichtung (10) gegeneinander verspannt sind, und insbesondere die Spannplatten (25) aus einem Hutprofil bestehen.
8. Induktivität nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Induktivität von einem aushärtenden Kunststoff benetzt, insbesondere in diesem
vergossen, ist, und/oder
die Spannplatten (17) außer den Bohrungen (26) für die Spannschrauben (25) Durchgangsöffnungen (22) für das Ablaufen des Vergussmittels aufweisen.
9. Induktivität nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der Spannplatte (17), und insbesondere zwischen Spannplatte (17) und Joch (2), eine Schiene, insbesondere eine NS-Schiene (27) zum Befestigen von Trafos (28) angeordnet ist, und/oder
die Spannplatte (17) in der Aufsicht betrachtet mindestens so breit ist wie die Spulen (3').
10. Baukasten zum Herstellen einer Induktivität, mit
- wenigstens einer Sorte Spulen (3'),
- wenigstens einer Sorte Joche (2),
- wenigstens einer Sorte Spannvorrichtung (6),
- wenigstens einer Sorte mittlerer Längsschenkel (1b),
- wenigstens einer Sorte äußerer Längsschenkel (1a),
- wenigstens einer Sorte Sicherungsstreifen (12),
dadurch gekennzeichnet, dass
der Bausatz mehrere Sorten von Abstandshaltern (15) mit unterschiedlicher Dicke umfasst.
11. Baukasten nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Baukasten mehrere Teil-Längsschenkel (1a1, 1a2) zum Erstellen von mittleren (1b) und äußeren (1a) Längsschenkeln umfasst.
12. Baukasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Baukasten mehrere Sorten unterschiedlich langer Spulen (3') und/oder unterschiedlich langer Sicherungsstreifen (12) und/oder unterschiedlich langer Spannvorrichtungen (6) mit insbesondere unterschiedlich langen Spannschrauben (25) umfasst.
13. Verfahren zum Herstellen einer Induktivität, die
- einen Eisenkern (24) mit drei beabstandeten Längsschenkeln (1a, 1b, 1a) und zwei C-förmigen Jochen (2) mit endseitigen Fortsätzen (7a, b) sowie
- drei Spulen (3') und
- eine Spannvorrichtung (6)
aufweist, mit folgenden Verfahrensschritten:
a) Zusammensetzen eines ersten Joches (2) aus Blechen (4a, b) und Anordnen des Joches (2) mit nach oben weisenden Fortsätzen (7a, b),
b) Aufstecken der beiden äußeren Spulen (3') auf die Fortsätze (7a, b) und Einsetzen der mittleren Spule (3') zwischen die beiden so positionierten äußeren Spulen (3'),
c) Einstecken von je zwei Sicherungsstreifen (12) in jeden Spulen-Innenraum (29) entlang an den Außenflächen des Joches (2),
d) Einlegen je eines plattenförmigen Abstandshalters (15) in jeden Spulen-Innenraum (29) der drei Spulen (3'),
e) Einstecken des äußeren und des mittleren Längsschenkels (1a,b) in die Innenräume (29) jeder der drei Spulen (3') oder der mehreren Teil-Längsschenkel (1b1, 1b2) nacheinander in jedem Innenraum (29) mit Dazwischenlegen je eines Abstandshalters (15),
f) Auflegen von Abstandshaltern (15) auf die oberen Stirnflächen der drei Längsschenkel (1a, b),
g) Zusammensetzen eines zweiten Joches (2) aus C-förmig gekröpften Blechen (4a, b),
h) Einstecken des zweiten Joches (2) mit den Fortsätzen (7a, b) nach unten in die Spuleninnenräume (29) der beiden äußeren Spulen (3') zwischen die Sicherungsstreifen (12),
i) Anlegen der Spannvorrichtung (6) am Eisenkern (24) und Verspannen der beiden Joche gegeneinander.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
vor dem Aufstecken der drei Spulen (3') die drei Spulen (3') miteinander mechanisch zu einer Spulen-Einheit verbunden werden, und/oder die Induktivität
auf der Außenseite elektrisch isolierend beschichtet, insbesondere elektrisch isolierend
vergossen, wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anbringen der Spannvorrichtung
(6) erfolgt durch
- Anlegen einer Spannplatte (17) oberhalb und unterhalb des Eisenkerns (24) an den Außenseiten der Joche (2),
- Anordnen und Verspannen von Spannschrauben (25) zwischen den beiden Spannplatten (17) seitlich neben dem Eisenkern (24) und den Spulen (3').