[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anbringen eines Tragegriffs
an eine Gebindezusammenstellung gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches
1. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Applikationskopf zur Durchführung des Verfahrens
und zur Herstellung solcher zu erstellenden Gebinde gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 10.
[0002] In der Verpackungstechnik, insbesondere bei der Zusammenstellung von Artikeln wie
beispielsweise von Flaschen zu Gebinden, wird immer nach neuen materialsparenden stabilen
Verpackungen gesucht.
[0003] Herkömmlicherweise werden die Flaschen meist als Sechser-Gebinde zusammengestellt
und mit einer Schrumpfverpackung versehen. Hierbei sind der Material- und der Energieaufwand
jedoch sehr hoch. Dieser Aufwand kann deutlich reduziert werden, wenn die Flaschen
stattdessen durch eine sog. Umreifung zusammengefasst werden. Eine solche Umreifung
stellt beispielsweise eine Banderole dar. Der Vorteil gegenüber herkömmlich verwendeten
Schrumpfverpackungen besteht darin, dass wesentlich weniger Material benötigt wird
und dass der energieintensive Schrumpfprozess entfällt.
[0004] Die
US 3 930 578 A offenbart eine Zusammenstellung von zylindrischen Artikeln zu Gebinden, wobei die
Gesamtheit der Artikel mindestens einfach, vorzugsweise jedoch zweifach umreift sind.
Die untere Umreifung dient dem stabilen Zusammenhalt. Die obere Umreifung dient zum
einen einem stabilen Zusammenhalt der Artikel im Gebinde und zum anderen ist an der
oberen Umreifung der mindestens eine Traggriff befestigt.
[0005] EP 2 364 917 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Umreifung eines Flaschenverbundes.
Diese zeigt eine Applikationsvorrichtung, die eine Umreifung um Gebinde legen kann.
Weiterhin wird eine Tragschlaufe an dem Gebinde angebracht. Insbesondere werden die
Tragschlaufen mittels Klebestellen an den Gebinden befestigt.
[0006] US 3 232 422 A zeigt eine weitere Möglichkeit, wie Behälter miteinander verbunden und anschließend
sicher getragen werden können. Hierbei sieht das Dokument verschiedene Halteschablonen
vor, die von oben oder unten auf die zu Sechserpackungen zusammen gestellten Behälter
geschoben werden. Über einen einteilig an den Schablonen ausgeformten Griff ist es
anschließend möglich diesen Behälterverbund sicher und komfortabel zu tragen.
US 5 542 231 A beschreibt eine Vorrichtung zum Aufbringen von Verpackungsträgern auf Behältergruppen.
Der Trägervorrat besteht aus einem elastischen polymeren Material. Die Träger weisen
jeweils zwei an den Behältern angreifende Abschnitte und einen Griffabschnitt auf.
[0007] Versuche haben ergeben, dass umreifte Gebinde mit einem horizontalen Halteband und
einem am Halteband befestigten Tragegriffband sehr stabil zu tragen sind. Aus dem
Stand der Technik sind jedoch keine einfachen und gleichzeitig zeitsparenden Möglichkeiten
bekannt, einen solchen Tragegriff einfach und automatisierbar an den umreiften Gebinden
zu befestigen.
[0008] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein automatisiertes Verfahren und eine
Vorrichtung zu entwickeln, mit denen ein stabiler Tragegriff und eine Umreifung zeitsparend
an einem Gebinde angeordnet und befestigt werden können.
[0009] Die obige Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst, das die Merkmale in dem Patentanspruch
1 umfasst. Weiterhin wird die obige Aufgabe durch einen Applikationskopf gelöst, der
die Merkmale in dem Patentanspruch 10 umfasst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
werden durch die Unteransprüche beschrieben.
[0010] Viele Artikel können gut durch eine so genannte Umreifung zusammengefasst werden.
Bei den Artikeln kann es sich beispielsweise um Flaschen handeln, die eine von einer
weitgehend zylindrischen Grundform abweichende Vertiefung, insbesondere mindestens
eine Griffmulde, aufweisen, oder aber um Flaschen ohne eine solche Vertiefung. Es
kann sich bei den Artikeln aber auch um andere zylindrische Artikel handeln, beispielsweise
um Küchenrollen, Holzbriketts, Shampooflaschen o.ä.
[0011] Eine solche Umreifung stellt beispielsweise eine Banderole oder ein Halteband dar.
Die Umreifung ist im Allgemeinen so fest um die Artikel verspannt, dass diese im Gebinde
zusammengehalten werden. Bei Flaschen mit einer Vertiefung wird das Halteband vorzugsweise
in der Vertiefung angeordnet und ist somit zusätzlich gegen ein Verrutschen nach oben
gesichert.
[0012] Insbesondere hat sich gezeigt, dass mit einem horizontalen Halteband umreifte Gebinde
mit einem Tragegriffband, der das Halteband umgreift, sehr stabil zu tragen sind.
Das vertikal und zumindest teilweise um das Halteband herum angeordnete Trageband
stabilisiert dieses, indem das Halteband zusammengezogen und die Bandspannung erhöht
wird.
[0013] Verfahren zur Umreifung von Gebindezusammenstellungen sind bekannt. Der Tragegriff
wird im Allgemeinen in einem nachfolgenden Schritt durch Verkleben o.ä. angebracht.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden das an seinen Enden noch nicht verbundene
Halteband und der an seinen Enden noch nicht verbundene Tragegriff durch einen Applikationskopf
gleichzeitig an das Gebinde angebracht, so dass keine zusätzliche nachfolgende Vorrichtung
zum Anbringen des Tragegriffs notwendig ist.
[0015] Darauf folgend werden die jeweiligen Enden miteinander verbunden.
[0016] Das Verfahren wird verwendet um Gebindezusammenstellung aus mindestens zwei Artikeln
mit einem Halteband zusammenzufassen und gleichzeitig mit einem Tragegriff zu versehen.
Insbesondere werden ein an seinen Enden noch nicht verbundener Haltebandring und ein
an seinen Enden noch nicht verbundener Tragegriffring durch den Applikationskopf gleichzeitig
an der Gebindezusammenstellung angeordnet und befestigt.
[0017] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Verfahren verwendet, um
Gebindezusammenstellung aus mindestens vier in mindestens zwei Reihen angeordneten
Artikeln mit einem Halteband zusammenzufassen und gleichzeitig mit einem Tragegriff
zu versehen.
[0018] Das Halteband umfasst hierbei jeden Artikel zumindest teilweise. Der Tragegriff ist
mit mindestens zwei gegenüberliegenden Stellen des Haltebandes in Kontakt und zieht
diese vorzugsweise wie bereits beschrieben zusammen. Das Halteband und der Tragegriff
sind jeweils ringförmig ausgestaltet. Insbesondere werden der Haltebandring und der
Tragegriffring so angeordnet, dass der Haltebandring im fertigen Gebinde weitgehend
horizontal angeordnet ist, während der Tragegriffring weitgehend vertikal angeordnet
ist. Tragegriffring und Haltebandring sind also orthogonal zueinander angeordnet.
Weiterhin wird der Haltebandring durch den Tragegriffring hindurchgeführt.
[0019] Der Tragegriffring wird zumindest teilweise zwischen mindestens zwei Artikeln angeordnet.
Da der Haltebandring durch den Tragegriffring hindurchgeführt angeordnet ist, wird
beim Hochheben des Gebindes am Tragegriff die vorteilhafte Bandspannung des Haltebands
zusätzlich erhöht.
[0020] Das Anbringen des Haltebands und des Tragegriffs geht vorzugsweise in folgenden Schritten
vor sich: Der an seinen Enden noch nicht verbundene Haltebandring und der an seinen
Enden noch nicht verbundene Tragegriffring werden senkrecht zueinander angeordnet.
Insbesondere erfolgt die Anordnung dergestalt, dass der an seinen Enden noch nicht
verbundene Tragegriffring den an seinen Enden noch nicht verbundenen Haltebandring
umgreift, d.h. der an seinen Enden noch nicht verbundene Haltebandring wird durch
den an seinen Enden noch nicht verbundenen Tragegriffring hindurch geführt. Diese
Anordnung aus an seinen Enden noch nicht verbundenem Tragegriffring und an seinen
Enden noch nicht verbundenem Haltebandring wird so an der Gebindezusammenstellung
angebracht, dass das Halteband die Artikel der Gebindezusammenstellung umfasst -d.h.
dass das Halteband um die Artikel der Gebindezusammenstellung herum angeordnet ist
- während der Tragegriffring zumindest teilweise zwischen Artikeln angeordnet wird.
Die Enden des Haltebandrings und / oder des Tragegriffrings werden miteinander verbunden
und das Halteband wird nunmehr verspannt, so dass die Artikel der Gebindezusammenstellung
fest aneinander gepresst werden. Insbesondere werden die Ringenden durch Verkleben,
Verschweißen o.ä. miteinander verbunden.
[0021] Wenn im vorliegenden Zusammenhang von einer gleichzeitigen Anbringung des Haltebands
zusammen mit dem Tragegriff am Gebinde gesprochen wird, so ist damit insbesondere
gemeint, dass der Tragegriff und das Halteband als eine bereits vorkonfektionierte
Einheit und somit gemeinsam mit dem Gebinde verbunden wird. Gegenüber den bekannten
Verfahren wird mit einem einzigen Applikationskopf das Halteband gemeinsam mit dem
Tragegriff hergestellt und an das Gebinde herangeführt und damit verbunden. Der Terminus
"gleichzeitig" ist nicht zwingend zeitlich zu verstehen, sondern meint einen integrierten
Verfahrensschritt bei der Gebindeverarbeitung.
[0022] Das Verfahren wird mittels einer speziellen Vorrichtung, insbesondere mittels eines
Applikationskopfes durchgeführt, die Mittel zum gleichzeitigen Anbringen des an seinen
Enden noch nicht verbundenen Haltebands und des an seinen Enden noch nicht verbundenen
Tragegriffs aufweist und die dazu geeignet ist, die jeweiligen Enden miteinander zuverschließen.
Dabei handelt es sich beispielsweise um Haltevorrichtungen für den Haltebandring und
den Tragegriffring. Insbesondere handelt es sich bei den Haltevorrichtungen um so
genannte Bandrahmen, in denen der jeweilige Ring aufgespreizt und gehalten wird. Vor
allem ist eine spezielle Halterung für den an seinen Enden noch nicht verbundenen
Haltebandring notwendig.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird der an seinen Enden noch nicht verbundene
Haltebandring in einem horizontalen Bandrahmen vorbereitet und gehalten und der Tragegriffring
in einem vertikalen Bandrahmen vorbereitet und gehalten.
[0024] Der untere und/oder der obere Teil der vertikalen Haltevorrichtung bzw. des vertikalen
Bandrahmens kann zumindest teilweise geöffnet werden, so dass der Tragegriffring zuerst
auseinander gezogen wird und nach Öffnen des unteren Teils des vertikalen Bandrahmens
ein Teil der Bandsehne des Tragegriffrings frei liegt. Dieser freie Teil der Bandsehne
des Tragegriffrings wird um 90 Grad gedreht, so dass die Bandsehne senkrecht zu den
Artikeln der Gebindezusammenstellung steht. Der senkrechte Teil der Bandsehne des
Tragegriffrings wird nun zwischen den Artikeln der Gebindezusammenstellung eingefädelt.
[0025] Sind die Artikel in der Gebindezusammenstellung versetzt zueinander angeordnet, dann
wird die Bandsehne vorzugsweise so eingefädelt, dass sie jeweils winklig zu den Seiten
der Parallelogramm- Grundfläche der Gebindezusammenstellung angeordnet ist. Diese
Anordnung wird im Weiteren als diagonale Anordnung des Tragegriffs bezeichnet.
[0026] Der Applikationskopf mit den zwei Bandrahmen, in denen der Haltebandring und der
Tragegriffring vorbereitet sind, ist vertikal beweglich und wird über der Gebindezusammenstellung
abgesenkt. Dabei wird der Haltbandring entsprechend positioniert und der Tragegriffring
nach dem oben beschriebenen Verfahren zwischen den Artikeln eingefädelt.
[0027] Vorzugsweise funktioniert das gesamte Verfahren kontinuierlich. Während die Gebindezusammenstellung
auf einer Transportvorrichtung, beispielsweise einem Förderband, kontinuierlich in
einer Transportrichtung bewegt wird, werden das horizontale Halteband und das Tragegriffband
mittels des horizontal verschiebbaren / beweglichen Applikationskopfes an die Gebindezusammenstellung
angebracht, wobei sich der Applikationskopf mit der Transportgeschwindigkeit der Gebindezusammenstellung
synchronisiert.
[0028] Mit dem beschriebenen Verfahren und dem beschriebenen Applikationskopf können somit
Gebinde hergestellt werden, die aus mindestens zwei Artikeln bestehen, wobei die Artikel
in dem Gebinde mit mindestens einem weitgehend horizontal angeordneten Halteband zusammengefasst
sind, so dass das Halteband zumindest einen Teil der Artikel jeweils zumindest teilweise
umfasst. Ein solches Gebinde weist weiterhin mindestens einen Tragegriff auf, der
mit mindestens zwei gegenüberliegenden Stellen des Haltebandes in Kontakt ist, wobei
das horizontale Halteband und der Tragegriff jeweils ringförmig ausgestaltet sind.
[0029] Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren, bei dem das Halteband und das Trageband
gleichzeitig an der Gebindezusammenstellung befestigt werden, verwendet, um ein Halteband
und einen Tragegriff an Gebinde aus mindestens zwei Artikeln, oder an Gebinde, bei
denen die mindestens zwei Artikel in mindestens zwei Reihen in einer rechteckigen
Grundfläche angeordnet sind, anzubringen. Der Tragegriff kann dabei vorzugsweise in
einem Winkel zu den Seiten des Rechtecks angebracht sein.
[0030] Gemäß einer alternativen Ausführungsform werden mit dem Verfahren Gebindezusammenstellungen
umreift, die eine rechteckige Grundfläche aufweisen, wobei der Tragegriff weitgehend
parallel zu jeweils zwei der Seiten und weitgehend senkrecht zu den beiden anderen
Seiten angebracht wird.
[0031] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden mindestens vier Artikel in
mindestens zwei Reihen aus jeweils mindestens zwei Artikeln verschoben zueinander
angeordnet, so dass das Gebinde eine parallelogrammförmige Grundfläche aufweist. Der
Tragegriff wird vorzugsweise so zwischen den Artikeln eingefädelt, dass er jeweils
in einem Winkel zu den Seiten einer parallelogrammförmigen Grundfläche angeordnet
ist. Diese Anordnung wird im Rahmen dieser Schrift als diagonal bezeichnet.
[0032] Das Verfahren kann weiterhin verwendet werden um beispielsweise drei Artikel mit
einer dreieckigen Gebindegrundfläche, sieben Artikel mit einer sechseckigen Grundfläche
etc. zu umreifen und mit einem Tragegriff zu versehen.
[0033] Bei dem Verfahren wird zuerst der Applikationskopf entsprechend vorbereitet. Insbesondere
werden zuerst die Bandrahmen für den Haltebandring und den Tragegriffring geschlossen.
Anschließend werden der noch nicht geschlossene Haltebandring und der noch nicht geschlossene
Tragegriffring in ihren jeweiligen Bandrahmen eingeschossen. Der Bandrahmen mit dem
Tragegriffring wird geöffnet. Beispielsweise besteht ein Bandrahmen aus zwei C-förmigen
Hälften, die jeweils in entgegengesetzte Richtung verschwenkt werden oder aber zur
selben Seite hin aufgeschwenkt werden, wodurch der Rahmen geöffnet wird. Gemäß einer
weiteren Ausführungsform wird nur ein unterer Teil des Bandrahmens durch Verschwenken
geöffnet.
[0034] Anschließend wird der Tragegriffring zumindest teilweise verdreht, so dass er sich
in diesem Bereich weitgehend senkrecht aufstellt.
[0035] Der Applikationskopf weist Mittel zur Drehung zumindest eines Teilbereiches des Tragegriffrings
auf. Gemäß einer ersten Ausführungsform weist der Bandrahmen eine vorgegebene Kontur,
die bewirkt, dass sich der Tragegriffring beim Öffnen des Bandrahmens dreht, so dass
sich zumindest ein Teil der Bandsehne des Tragegriffrings senkrecht aufstellt. Anschließend
wird der Tragegriffring geklemmt, damit er sich nicht wieder zurück dreht.
[0036] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die zumindest teilweise Drehung
des Tragegriffrings dadurch bewirkt, dass mindestens zwei Stifte von unten an den
Traggriffring herangeführt werden und diesen zumindest in dem Bereich zwischen den
beiden Stiften weitgehend senkrecht aufstellen. Beispielsweise weist der Bandrahmen
an seiner Unterseite mindestens eine Öffnung auf, durch die die Stifte an dem Tragegriffring
angreifen. Diese Öffnung erstreckt sich weitgehend über die gesamte Unterseite des
Bandrahmens und die Stifte greifen vorzugsweise in einem Bereich an dem Tragegriffring
an, in dem dieser gerade noch weitgehend horizontal angeordnet ist. Gemäß einer weiteren
Ausführungsform weist der Bandrahmen zwei Öffnungen auf, durch die die Stifte gezielt
durchgreifen.
[0037] Die so vorbereiteten Bandrahmen werden nunmehr nach unten über die Gebindezusammenstellung
abgesenkt, wobei der senkrecht stehende Teil des Tragegriffrings zwischen den Artikeln
eingefädelt wird. Alternativ kann die Gebindezusammenstellung auch von unten nach
oben angehoben werden, wobei der senkrecht stehende Teil des Tragegriffrings ebenfalls
zwischen den Artikeln eingefädelt wird. Anschließend wird der Haltebandring gestrafft
und der Bandrahmen des Haltebandrings geöffnet. Nunmehr wird der Tragegriffring durch
Rückholen ebenfalls gestrafft.
[0038] Die Enden des noch nicht geschlossenen Haltebandrings und des noch nicht geschlossenen
Tragegriffrings werden verschlossen, beispielsweise durch verschweißen, verkleben
oder eine andere geeignete Methode, und der Überschuss abgetrennt.
[0039] Der Applikationskopf wird nunmehr angehoben, bzw. die umreifte Gebindezusammenstellung
wird abgesenkt, so dass der Applikationskopf somit wieder frei ist und für die Umreifung
einer weiteren Gebindezusammenstellung vorbereitet werden kann.
[0040] Der Bandrahmen des Haltebandrings muss nicht zwingend zu öffnen sein. Alternativ
kann er eine Unterbrechung, beispielsweise mit einer Dichtlippe aufweisen, durch die
das Halteband eingeschossen werden kann.
[0041] Vorzugsweise weist der Applikationskopf Mittel auf, die an die Art des zu umreifenden
Gebindes angepasst werden können und dafür sorgen, dass die Artikel vor der Umreifung
bereits reibschlüssig aneinander liegen und nicht mehr gegeneinander verrutschen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich dabei um mindestens ein vorzugsweise
auswechselbares Formteil, das insbesondere an die Kontur der zu umreifenden Artikel
angepasst ist. Das Auswechseln der Formteile kann manuell oder automatisiert durchgeführt
werden.
[0042] Gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform kann als Tragegriffband ein Griffband
verwendet werden, welches einfach in seiner Breite reduzierbar ist. Insbesondere kann
ein solches Tragegriffband in Längsrichtung mittig eine Art von Materialschwächung
aufweisen und somit mittig faltbar sein. Dieses Band ist vorzugsweise so dünn faltbar,
dass es zwischen den Behältern hindurchgeführt werden kann, ohne dass das Band wie
oben beschrieben um 90° gedreht werden muss. Die Form der Faltung entspricht vorzugsweise
einem "V", dass aufgrund seiner Spitze gut zwischen den Flaschen einfädelbar ist.
Die Materialschwächung kann entweder durch umlaufend dünneres Material, durch umlaufende
Rillen, Schlitze, Perforationen o.ä. erzeugt werden.
[0043] In einem solchen Fall kann ein Applikationskopf ohne zusätzliche Mittel zum Verdrehen
des Tragegriffrings zumindest in einem Teilbereich verwendet werden. Wie bereits beschrieben
weist auch dieser Applikationskopf zwei Bandrahmen auf, in denen der Haltebandring
und der Tragegriffring vorbereitet werden.
[0044] Es sei an dieser Stelle nochmals erwähnt, dass der Tragegriff durch seine untergreifende
Verbindung mit dem Halteband dieses zusätzlich strafft und unter Vorspannung setzt,
wodurch die Artikel bzw. Flaschen des Gebindes gegeneinander gepresst werden. Die
die Behältermantelflächen der Artikel dabei in Kontakt stehen, bewirkt die vom Tragegriff
ausgeübte Zugkraft insgesamt eine verbesserte Stabilisierung der Gebindezusammenstellung.
[0045] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
Figur 1 zeigt ein Gebinde mit diagonalem Tragegriff.
Figur 2 und Figur 3 zeigen das Anbringen eines diagonalen Tragegriffs an ein Gebinde.
Figur 4 zeigt ein Gebinde mit diagonalem Tragegriff von oben gesehen.
Figur 5 zeigt einen Applikationskopf zur Anbringung eines horizontalen Haltebands
und eines diagonalen Tragegriffs.
Figur 6 zeigt einen vertikalen Bandrahmen, der im unteren und im oberen Bereich geöffnet
werden kann.
Figur 7 zeigt einen vertikalen Bandrahmen, der im unteren Bereich geöffnet werden
kann.
Figur 8 zeigt das teilweise Aufstellen der Bandsehne eines Tragegriffrings.
Figuren 9 bis 15 zeigen detaillierte Ansichten des vertikalen Bandrahmens und den
Ablauf des Aufstellens der Bandsehne.
[0046] Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen
verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren
dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die
dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die erfindungsgemäße
Vorrichtung oder das erfindungsgemäße Verfahren ausgestaltet sein können und stellen
keine abschließende Begrenzung dar.
[0047] Figur 1 zeigt ein Gebinde 10 bestehend aus sechs in zwei Reihen angeordneten Flaschen
20. Die Flaschen 20 sind insbesondere versetzt zueinander - auf Lücke - angeordnet.
Diese Anordnung ist zum einen sehr platzsparend, zum anderen können die Flaschen 20
mittels eines Haltebands 12 stabil zusammengefasst werden. Eine solche Anordnung eignet
sich vorzugsweise für Flaschen 20, die mindestens eine um ihren gesamten Umfang verlaufende
Vertiefung 22 aufweisen, da das Halteband 12 dann vorzugsweise im Bereich der Vertiefung
22 angeordnet werden kann, wodurch ein Verrutschen des Haltebands 12 nach oben begrenzt
wird.
[0048] Weiterhin weist die Anordnung einen Tragegriff 13 zu erleichterten Beförderung eines
solchen Gebindes 10 auf.
[0049] Sowohl das Halteband 12 als auch der Tragegriff 13 sind ringförmig ausgestaltet.
Der Tragegriffring 14 umgreift dabei das Halteband 12 und zieht dieses zusammen, so
dass die Bandspannung des Haltebands 12 erhöht und somit die Stabilität des Gebindes
10 verbessert wird.
[0050] Figur 2 und Figur 3 zeigen das Anbringen eines diagonalen Tragegriffs 13 an ein Gebinde
10. Der Tragegriffring 14 wird mittels eines Halterahmens (nicht dargestellt) aufgespreizt.
Der untere Bereich 15 des Tragegriffrings 14 wird um 90° verdreht und zwischen den
Flaschen 20 eingefädelt. Weiterhin dargestellt ist der Haltebandring 12, der ebenfalls
aufgespreizt wird und innerhalb des aufgespreizten Tragegriffrings 14 angeordnet ist.
[0051] Die Anordnung aus Tragegriffring 14 und Haltebandring 12 wird von oben auf die Gebindezusammenstellung
10 herunter gesenkt, oder die Gebindezusammenstellung 10 wird von unten nach oben
hin, d.h. in die Anordnung aus Tragegriffring 14 und Haltebandring 12, hinein bewegt.
Dabei wird der Tragegriffring 14 zwischen den Flaschen 20 der Gebindezusammenstellung
10 eingefädelt, während der Haltebandring 12 die Gesamtheit der Flaschen 20 umgreift.
Anschließend wird der Haltebandring 12 verspannt und das Gebinde 10 mit Tragegriff
13 ist fertig.
[0052] Figur 4 zeigt ein Gebinde 10 mit diagonalem Tragegriff 13 von oben gesehen. In dieser
Darstellung ist die besonders enge Packung der Flaschen 20 aneinander deutlich sichtbar.
Figur 4A zeigt die Anordnung des unteren Teils 15 des Tragegriffrings 14 zwischen
den Flaschen 20, während Figur 4B allgemein die Lage des Tragegriffs 13 im Verhältnis
zu den Flaschen 20 darstellt und verdeutlicht, dass dieser im Winkel zu den Seiten
17 der parallelförmigen Gebindegrundfläche 16 angeordnet ist.
[0053] Figur 5 zeigt einen Applikationskopf 1 zur Anbringung eines horizontalen Haltebands
12 und eines diagonalen Tragegriffs 13. Der Applikationskopf 1 umfasst einen horizontalen
Bandrahmen 3 zur Aufspreizung, Festlegung und Halterung des anfänglich noch offenen
Haltebandrings 12 und einen vertikalen Bandrahmen 5 zur Aufspreizung, Festlegung und
Halterung des Tragegriffrings 14. Der vertikale Bandrahmen 5 kann zumindest im unteren
Teil, vorzugsweise jedoch im unteren und im oberen Teil geöffnet werden, so dass ein
Teilbereich des Tragegriffrings 14 freiliegt. Dieser wird vorzugsweise um 90° verdreht
und zwischen den Flaschen 20 eingefädelt.
[0054] Der Applikationskopf 1 weist Mittel 9 zur Erzeugung einer vertikale Bewegungskomponente
vB auf, wodurch die Halterahmen 3, 5 nach oben bzw. unten bewegt werden können. Vorzugsweise
werden die mit Halteband 12 und Tragegriffring 14 vorbereiteten Rahmen 3, 5 auf die
Gebindezusammenstellung 10 abgesenkt, das Gebinde 10 mit dem Halteband 12 umreift
und mit dem Tragegriff 13 versehen und der Applikationskopf 1 wieder angehoben. Alternativ
ist es natürlich auch möglich, dass das Gebinde von unten nach oben in die Halterahmen
3,5 hinein bewegt wird.
[0055] Die Gebindezusammenstellungen 10 werden vorzugsweise auf einer Transportvorrichtung,
insbesondere einem Förderband 25 von der das Gebinde 10 zusammenstellenden Vorrichtung
(nicht dargestellt) o.ä. heran transportiert. Der Applikationskopf 1 weist weiterhin
eine horizontale Bewegungskomponente in Transportrichtung T der Gebinde 10 auf, wobei
sich der Applikationskopf 1 mit der Transportgeschwindigkeit der Gebindezusammenstellung
synchronisiert.
[0056] Figur 6A zeigt einen vertikalen Bandrahmen 5, der aus zwei C-förmigen Hälften 30
aufgebaut ist und der in einem unteren Bereich 32 und in einem oberen Bereich 34 geöffnet
werden kann. Die C-förmigen Hälften 30 können um eine senkrechte Achse X in entgegengesetzte
Richtung verschwenkt werden, wodurch der Rahmen geöffnet wird und der Tragbandring
(nicht dargestellt) in diesem Bereich freiliegt (Fig. 6B).
[0057] Figur 7A zeigt einen vertikalen Bandrahmen 5, der im unteren Bereich 32 durch seitliches
Verschwenken von horizontalen Rahmenelementen geöffnet werden kann (Fig. 7B).
[0058] Figur 8A zeigt das teilweise Aufstellen der Bandsehne 15 eines Tragegriffrings 14
in einem vertikalen Bandrahmen 5. Hierbei sind unterhalb des Bandrahmens 5 zwei Stifte
40 o.ä. Verdrehelemente angeordnet, die von unten an den Traggriffring 14 herangeführt
werden und diesen zumindest in dem Bereich 15 zwischen den beiden Stiften 40 weitgehend
senkrecht aufstellen, indem sie eine teilweise Drehung des Tragegriffrings 14 bewirken
(Fig. 8B). Insbesondere sind die Stifte 40 so angeordnet, dass sie jeweils vorzugsweise
in einem unteren Bereich 15 an dem Tragegriffring 14 angreifen, in dem dieser gerade
noch weitgehend horizontal angeordnet ist.
[0059] Beispielsweise weist der Bandrahmen 5 an seiner Unterseite jeweils zu den Stiften
40 korrespondierende Öffnungen 42 auf, durch die die Stifte 40 an einem unteren Bereich
15 des Tragegriffring 14 angreifen.
[0060] Figuren 9 bis 15 zeigen detaillierte Ansichten einer bevorzugten Ausführungsform
eines vertikalen Bandrahmens 5 und den Ablauf des Aufstellens der Bandsehne 15 des
Tragegriffrings 14 in demselben.
[0061] Der Tragegriffring 14 wird waagrecht in den geschlossenen Bandkanal des aus zwei
C-förmigen Hälften 30 bestehenden vertikalen Bandrahmens 5 eingeschossen (Figur 9).
Die C-förmigen Hälften 30 werden geöffnet und die Bandsehne 15 des Tragegriffrings
14 liegt zumindest teilweise weitgehend waagerecht frei (Figur 10). Der Tragegriffring
14 wird am Ende in einem Schweißkopf geklemmt und auf der anderen Seite zurückgezogen.
Dadurch legt sich die Bandsehne 15 des Tragegriffrings 14 über in den vertikalen Bandrahmen
5 einschiebbare Bolzen 40 und stellt sich fast senkrecht auf (Figur 11, Figur 12).
Das Aufstellen erfolgt insbesondere in Abhängigkeit vom Winkel, in dem die Bolzen
40 nach dem Einschieben angeordnet sind. Der Tragegriffring 14 spannt ein Dreieck
auf, dessen untere Bandsehne 15 fast senkrecht steht (Figur 13). Jetzt wird die Bandsehne
15 des Tragegriffrings 14 durch Herunterfahren des Applikationskopfes 1 zwischen die
Flaschen (nicht dargestellt) gedrückt. Nachdem das Halteband (nicht dargestellt) zurückgespannt
ist, fahren die Bolzen 40 zurück in ihre Ausgangsposition (Figur 14 und Figur 15).
Jetzt kann der Tragegriffring 14 zurückgezogen werden.
[0062] Es sei an dieser Stelle nochmals erwähnt, dass der Tragegriff 14 durch seine untergreifende
Verbindung mit dem Halteband 12 dieses zusätzlich strafft, wodurch die Artikel bzw.
Flaschen 20 des Gebindes 10 gegeneinander gepresst werden. Die die Behältermantelflächen
der Flaschen 20 dabei in Kontakt stehen, bewirkt die vom Tragegriff 14 ausgeübte Zugkraft
insgesamt eine verbesserte Stabilisierung der Gebindezusammenstellung 10.
[0063] Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben.
Es ist jedoch für einen Fachmann vorstellbar, dass Abwandlungen oder Änderungen der
Erfindung gemacht werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche
zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0064]
- 1
- Applikationskopf
- 3
- horizontaler Bandrahmen
- 5
- vertikaler Bandrahmen
- 9
- Mittel zur vertikalen Bewegung des Applikationskopfes
- 10
- Gebinde / Gebindezusammenstellung
- 12
- Halteband
- 13
- Tragegriff
- 14
- Tragegriffring
- 15
- unterer Bereich des Tragegriffrings / Bandsehne
- 16
- paralielförmige Gebindegrundfläche
- 17
- Seiten
- 20
- Flaschen
- 22
- Vertiefung
- 25
- Förderband
- 30
- C- förmige Hälften
- 32
- unterer Bereich
- 34
- oberer Bereich
- 40
- Stift / Bolzen
- T
- Transportrichtung
- vB
- vertikale Bewegungskomponente
- X
- Drehachse
1. Verfahren zum Anbringen von mindestens einem Tragegriff (13) an eine Gebindezusammenstellung
(10) aus mindestens zwei Artikeln (20), wobei die Artikel (20) in der Gebindezusammenstellung
(10) mit mindestens einem weitgehend horizontal angeordneten Halteband (12) zusammengefasst
werden, so dass das Halteband (12) zumindest einen Teil der Artikel (20) jeweils zumindest
teilweise umfasst und wobei das horizontale Halteband (12) und der Tragegriff (13,
14) jeweils ringförmig ausgestaltet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der an seinen Enden noch nicht verbundene Haltebandring (12) und der an seinen Enden
noch nicht verbundene Tragegriffring (14) durch einen Applikationskopf (1) gleichzeitig
an der Gebindezusammenstellung (10) angeordnet und befestigt werden, und wobei die
beiden Enden des Haltebandrings (12) jeweils miteinander und die beiden Enden des
Tragegriffrings (14) jeweils miteinander darauf folgend verbunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte
• Anordnung des an seinen Enden noch nicht verbundenen Haltebandrings (12) und des
Tragegriffrings (14) orthogonal zueinander, wobei der Haltebandring (12) durch den Tragegriffring (14) hindurchgeführt wird, oder wobei der Tragegriffring (14)
um den Haltebandring (12) herumgeführt wird;
• Anbringung des Haltebandrings (12) und des Tragegriffrings (14) an die Gebindezusammenstellung
(10), so dass der Haltebandring (12) die Artikel (20) der Gebindezusammenstellung
(10) umreift und der Tragegriffring (14) zumindest teilweise zwischen Artikeln (20)
angeordnet wird;
• Spannen und Schließen des Haltebandrings (12).
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der an seinen Enden noch nicht verbundene Haltebandring
(12) und der Tragegriffring (14) für die Anbringung an der Gebindezusammenstellung
(10) durch einen Applikationskopf (1) mit mindestens einer Haltevorrichtung (3) für
den Haltebandring (12) und mit mindestens einer Haltevorrichtung (5) für den Tragegriffring
(14) vorbereitet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der an seinen Enden noch nicht verbundene Haltebandring
(10) in einem horizontalen Bandrahmen (3) vorbereitet und gehalten wird und wobei
der Tragegriffring (14) in einem vertikalen Bandrahmen (5) vorbereitet und gehalten
wird.
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei ein Tragegriffring (14) verwendet
wird, dessen Breite reduzierbar ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Tragegriffring (14) mittig faltbar ist, wobei
der Tragegriffring (14) zumindest abschnittweise in Form eines "V" gefaltet und mit
der Spitze zwischen den Behältern hindurchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 4, wobei
• der untere Teil und / oder der obere Teil des vertikalen Bandrahmens (5) zumindest
teilweise geöffnet wird, so dass ein Teil der Bandsehne (15) des Tragegriffrings (14)
frei ist;
• der freie Teil der Bandsehne (15) des Tragegriffrings (14) um weitgehend 90° gedreht
wird, so dass er senkrecht zu den Artikeln (20) der Gebindezusammenstellung (10) steht
und
• die weitgehend senkrecht angeordnete Bandsehne (15) zwischen den Artikeln (20) der
Gebindezusammenstellung (10) eingefädelt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7, wobei der Applikationskopf (1) zur Anbringung
des Haltebandrings (12) und des Tragegriffring (14) über die Gebindezusammenstellung
(10) abgesenkt wird.
9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Gebindezusammenstellung
(10) auf einer Transportvorrichtung (25) kontinuierlich bewegt wird und wobei das
horizontale Halteband (12) und der Tragegriffring (14) mittels eines Applikationskopfes
(1) angebracht werden, der sich mit der Transportgeschwindigkeit der Gebindezusammenstellung
(10) synchronisiert.
10. Applikationskopf (1) zum Anbringen von mindestens einem Haltebandring (12) und von
mindestens einem Tragegriffring (13) an eine Gebindezusammenstellung (10) aus mindestens
zwei Artikeln (20), dadurch gekennzeichnet, dass der Applikationskopf (1) Mittel (3, 5) zum gleichzeitigen Anbringen und Befestigen
des an seinen Enden noch nicht verbundenen Haltebandrings (12) und des an seinen Enden
noch nicht verbundenen Tragegriffrings (14) aufweist, und dass der Applikationskopf
(1) zur Verschließung der Enden des Haltebandrings (12) jeweils miteinander und der
Enden des Tragegriffrings (14) jeweils miteinander geeignet ist.
11. Applikationskopf (1) nach Anspruch 10, wobei der Applikationskopf (1) jeweils eine
Haltevorrichtung (3, 5) für das Halteband (12) und den Tragegriffring (14) aufweist,
wobei zumindest die Haltevorrichtung (5) für den Tragegriffring (14) zumindest teilweise
öffnenbar ist.
12. Applikationskopf nach Anspruch 10 oder 11, wobei der Applikationskopf (1) vertikal
und / oder horizontal bewegbar ist.
13. Applikationskopf nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei der Applikationskopf (1)
Mittel (40) zur Drehung zumindest eines Teilbereiches (15) des Tragegriffrings (14)
aufweist.
1. Method for applying at least one carrying handle (13) to a container arrangement (10)
comprising at least two articles (20), wherein the articles (20) within the container
arrangement (10) are combined with at least one substantially horizontally arranged
retaining strap (12), in such a way that the retaining strap (12) encompasses at least
one part of the articles (20) each at least partially and wherein said horizontal
retaining strap (12) and the carrying handle (13, 14) are designed in each case annularly,
characterized in that the annular retaining strap (12), the ends of which are not yet connected, and the
annular carrying handle (14), the ends of which are not yet connected, are simultaneously
fixed to the container arrangement (10) by an application head (1), and wherein the
two ends of the annular retaining strap (12) are connected respectively with each
other and wherein subsequently the two ends of the annular carrying handle (14) are
connected respectively with each other.
2. Method according to claim 1,
characterized by the following steps
• orthogonal arrangement of the annular retaining strap (12), the ends of which are
not yet connected, and the annular carrying handle (14), wherein the annular retaining
strap (12) is guided through the annular carrying handle (14), or wherein the annular
carrying handle (14) is guided around the annular retaining strap (12);
• attachment of the annular retaining strap (12) and the annular carrying handle (14)
to the container arrangement (10) in such a way that the annular retaining strap (12)
encompasses the articles (20) of the container arrangement (10) and that the annular
carrying handle (14) is arranged at least partially between the articles (20);
• tensioning and closing of the annular retaining strap (12).
3. Method according to claim 2, wherein the annular retaining strap (12), the ends of
which are not yet connected, and the annular carrying handle (14) are prepared for
the attachment to the container arrangement (10) by an application head (1) with at
least one holding device (3) for the annular retaining strap (12) and with at least
one holding device (5) for the annular carrying handle (14).
4. Method according to claim 3, wherein the annular retaining strap (12), the ends of
which are not yet connected, is prepared and held in a horizontal band frame (3) and
wherein the annular carrying handle (14) is prepared and held in a vertical band frame
(5).
5. Method according to one of the previous claims, wherein an annular carrying handle
(14) is used, the width of which is reducible.
6. Method according to claim 5, wherein an annular carrying handle (14) is centrally
foldable, wherein an annular carrying handle (14) is at least partially folded in
the form of a "V", the tip of which is passed between the containers.
7. Method according to claim 4, wherein
• the lower part and / or the upper part of the vertical band frame (5) is at least
partially opened so that a part of the strap (15) of the annular carrying handle (14)
is free;
• the free part of the strap (15) of the annular carrying handle (14) is turned about
90°, so that the free part is arranged perpendicular to the articles (20) of the container
arrangement (10) and
• the substantially vertically arranged strap (15) is threaded through the articles
(20) of the container arrangement (10).
8. Method according to one of the claims 3 to 7, wherein application head (1) is lowered
over the container arrangement (10) for mounting the annular retaining strap (12)
and the annular carrying handle (14).
9. Method according to one of the previous claims, wherein the container arrangement
(10) is continuously moved on a transport device (25) and wherein the horizontal retaining
strap (12) and the annular carrying handle (14) are attached by means of an application
head (1), which is synchronized with the transport speed of the container arrangement
(10).
10. Application head (1) for applying at least one annular retaining strap (12) and at
least one annular carrying handle (13) at a container arrangement (10) comprising
at least two articles (20), characterized in that the application head (1) comprises means (3, 5) for simultaneously attaching and
fixing of the annular retaining strap (12), the ends of which are not yet connected,
and the annular carrying handle (14), the ends of which are not yet connected, and
that the application head (1) is adapted to seal the respective ends of the annular
retaining strap (12) to one another and seal the respective ends of the annular carrying
handle (14) to one another.
11. Application head (1) according to claim 10, wherein the application head (1) comprises
one holding device (3, 5) each for the retaining strap (12) and the annular carrying
handle (14) respectively, wherein at least the holding device (5) for the annular
carrying handle (14) is at least partially openable.
12. Application head (1) according to claim 10 or 11, wherein the application head (1)
can be moved vertically and / or horizontally.
13. Application head (1) according to one pf the claims 10 to 12, wherein the application
head (1) comprising means (40) for rotating at least a partial area (15) of the annular
carrying handle (14).
1. Procédé d'application d'au moins une poignée de transport (13) sur un groupement multipack
(10) se composant d'au moins deux articles (20), les articles (20) dans le groupement
multipack (10) étant réunis par au moins une bande de maintien (12) disposée dans
une large mesure horizontalement, de sorte que ladite bande de maintien (12) entoure,
respectivement au moins partiellement, au moins une partie des articles (20), et dans
lequel ladite bande de maintien (12) horizontale et la poignée de transport (13, 14)
sont réalisées chacune en forme d'anneau, caractérisé par le fait que l'anneau de bande maintien (12) qui n'est pas encore relié sur ses extrémités et
l'anneau de poignée de transport (14) qui n'est pas encore relié sur ses extrémités
sont disposés et fixés simultanément sur le groupement multipack (10) par une tête
d'application (1), et dans lequel les deux extrémités de l'anneau de bande de maintien
(12) sont reliées respectivement l'une à l'autre et les deux extrémités de l'anneau
de poignée de transport (14) sont reliées respectivement l'une à l'autre après cela.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par les étapes suivantes:
• disposer orthogonalement l'un à l'autre l'anneau de bande de maintien (12) non pas
encore relié sur ses extrémités et l'anneau de poignée de transport (14), dans lequel
on fait passer ledit anneau de bande de maintien (12) à travers ledit anneau de poignée
de transport (14), ou dans lequel on fait passer ledit anneau de poignée de transport
(14) autour de l'anneau de bande de maintien (12);
• appliquer ledit anneau de bande de maintien (12) et ledit anneau de poignée de transport
(14) sur le groupement multipack (10) de sorte que l'anneau de bande de maintien (12)
encercle les articles (20) du groupement multipack (10) et que l'anneau de poignée
de transport (14) sera disposé au moins en partie entre les articles (20);
• tendre et fermer l'anneau de bande de maintien (12).
3. Procédé selon la revendication 2, dans lequel, pour l'application sur le groupement
multipack (10) par le biais d'une tête d'application (1), l'anneau de bande de maintien
(12) non pas encore relié sur ses extrémités et l'anneau de poignée de transport (14)
sont préparés avec au moins un dispositif de maintien (3) pour l'anneau de bande de
maintien (12) et avec au moins un dispositif de maintien (5) pour l'anneau de poignée
de transport (14).
4. Procédé selon la revendication 3, dans lequel l'anneau de bande de maintien (10) non
pas encore relié sur ses extrémités est préparé et maintenu dans un cadre de bande
(3) horizontal et dans lequel l'anneau de poignée de transport (14) est préparé et
maintenu dans un cadre de bande (5) vertical.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel on utilise
un anneau de poignée de transport (14) dont la largeur peut être réduite.
6. Procédé selon la revendication 5, dans lequel l'anneau de poignée de transport (14)
peut être plié au milieu, dans lequel l'anneau de poignée de transport (14) est plié,
au moins par sections, sous forme d'une "V" et on le fait passer par la pointe entre
les récipients.
7. Procédé selon la revendication 4, dans lequel
• la partie inférieure et/ou la partie supérieure du cadre de bande (5) vertical sera
ouverte au moins en partie de sorte qu'une partie de la corde de bande (15) de l'anneau
de poignée de transport (14) est libre;
• la partie libre de la corde de bande (15) de l'anneau de poignée de transport (14)
est tournée de 90° dans une large mesure de sorte qu'elle est perpendiculaire aux
articles (20) du groupement multipack (10), et
• la corde de bande (15) disposée dans une large mesure perpendiculairement est enfilée
entre les articles (20) du groupement multipack (10).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 3 à 7, dans lequel, pour l'application
de l'anneau de bande de maintien (12) et de l'anneau de poignée de transport (14),
on fait descendre ladite tête d'application (1) sur le groupement multipack (10).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le groupement
multipack (10) est déplacé façon continue sur un dispositif convoyeur (25) et dans
lequel la bande de maintien (12) horizontale et l'anneau de poignée de transport (14)
sont appliqués par le biais d'une tête d'application (1) qui se synchronise avec la
vitesse de transport du groupement multipack (10).
10. Tête d'application (1) destinée à appliquer au moins un anneau de bande de maintien
(12) et au moins un anneau de poignée de transport (13) sur un groupement multipack
(10) se composant d'au moins deux articles (20), caractérisée par le fait que ladite tête d'application (1) présente des moyens (3, 5) pour appliquer et fixer
simultanément ledit anneau de bande de maintien (12) non pas encore relié sur ses
extrémités et ledit anneau de poignée de transport (14) non pas encore relié sur ses
extrémités, et que la tête d'application (1) est adaptée pour fermer respectivement
l'une à l'autre les extrémités de l'anneau de bande de maintien (12) et pour fermer
respectivement l'une à l'autre les extrémités de l'anneau de poignée de transport
(14).
11. Tête d'application (1) selon la revendication 10, dans laquelle ladite tête d'application
(1) présente respectivement un dispositif de maintien (3, 5) pour la bande de maintien
(12) et l'anneau de poignée de transport (14), au moins le dispositif de maintien
(5) pour l'anneau de poignée de transport (14) étant ouvrable au moins en partie.
12. Tête d'application selon la revendication 10 ou 11, dans laquelle la tête d'application
(1) peut être déplacée verticalement et/ou horizontalement.
13. Tête d'application selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, dans laquelle
la tête d'application (1) présente des moyens (40) de rotation d'au moins une zone
partielle (15) de l'anneau de poignée de transport (14).