[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Aufbereitung von auf
Koordinaten einer Oberfläche bezogenen Daten, im folgenden Oberflächendaten genannt,
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Qualitätsbewertung von Bandmaterial, sowie
ein Verfahren zum Qualitätsmanagement von Bandmaterialien (siehe z.B.
US-A-4 211 132).
[0002] Automatische Systeme zur Oberflächeninspektion werden oftmals eingesetzt, wenn bandförmige
Materialien schnell zulaufend produziert werden. Dies sind insbesondere Metalle, beispielsweise
Stahl, sowie Papier, die teilweise mit Geschwindigkeiten von über 30 m/s im Falle
von Papier und mit über 20 m/s im Falle von Stahl hergestellt werden. Diese Bandmaterialien
werden in der Regel aufgewickelt zu sogenannten Coils weiterverarbeitet oder zu einem
Abnehmer transportiert, welcher aus dem Bandmaterial Endprodukte herstellt. Hierbei
können aus im wesentlichen gleichen Coils völlig unterschiedliche Endprodukte entstehen,
beispielsweise aus ähnlichen Stahl-Coils einerseits Waschmaschinenteile und andererseits
Autoteile. Jedoch kann nicht jedes Coil für jedes End- oder Zwischenprodukt eingesetzt
werden, da von den Abnehmern der Coils nicht nur die Zusammensetzung des Materials,
sondern oftmals auch Qualitätsstandards vorgegeben werden, die die Beschaffenheit,
insbesondere die Oberfläche des Bandmaterials erfüllen muss, um für ein bestimmtes
Endprodukt eingesetzt werden zu können. Das sogenannte "Coil-Grading", also die Qualitätsbewertung
eines Bandmaterials, ist von entscheidender Bedeutung für den Wert eines Coils und
seine weitere Verarbeitung.
[0003] Um sicherzustellen, dass ein bestimmter Qualitätsstandard erfüllt wird, muss eine
Kontrolle der Beschaffenheit und/oder der Oberfläche des Bandmaterials insbesondere
auf Anomalien erfolgen und zwar vor dem Aufwickel zu Coils. Eine Oberflächenkontrolle
wird regelmäßig von speziell geschultem Personal durchgeführt, dass entweder selbst
die Oberfläche kontrolliert (sie also durchgehend beobachtet) oder sich eines automatischen
Systems zur Oberflächeninspektion bedient. Solche Systeme überwachen die Oberfläche
des Bandmaterials beispielesweise mit Kameras, wobei verschiedene Überwachungsprinzipien
bekannt sind. Auch andere Daten, die nicht unbedingt Anomalien beschreiben, beispielsweise
Dicke des Materials, Oberflächenrauhigkeit, Temperaturprofil einer Wärmebehandlung
etc. können mit verschiedenen Messverfahren ermittelt und den einzelnen Oberflächenpunkten
zugeordnet werden.
[0004] Beispielsweise aus der
WO 01/23869 A1 ist bekannt, die Oberflächen mit der sogenannten Hellfeld- oder der Dunkelfeldmethode
zu beobachten. Aus der
WO 01/23869 A1 ist weiterhin bekannt, die Ergebnisse dieser beiden Inspektionen miteinander zu korrelieren
um so eine verbesserte Fehlererkennung durchführen zu können. Weitere Oberflächenanalysesysteme
und Messverfahren zur Aufnahme von Materialdaten sind ebenfalls aus dem Stand der
Technik bekannt.
[0005] Alle diese Systeme bieten den Vorteil, dass deutlich mehr Daten gesammelt und Oberflächenanomalien
entdeckt werden als bei der "visuellen" Kontrolle durch einen Inspektor. So werden
bei der visuellen Kontrolle bei einem durchschnittlichen Coil im Regelfall 2 bis 5
Anomalien pro Coil auffällig, nur in Ausnahmefällen mehr als 20 Anomalien. Bei automatischen
Oberflächeninspektionssystemen liegt bei einem vergleichbaren Coil die Zahl der registrierten
Anomalien regelmäßig um mehr als einen Faktor 100 höher. Dies ist natürlich einerseits
ein Vorteil, weil deutlich mehr Anomalien entdeckt werden können, gleichzeitig stellt
dies das Bedienpersonal jedoch vor praktisch unüberwindbare Hürden: Wegen der Vielzahl
von registrierten Anomalien (durchschnittlich hunderte bis zu mehrere Tausend pro
Coil) kann der Beobachter aufgrund des großen Datenaufkommens praktisch nicht mehr
unterscheiden, welche der registrierten Anomalien für das Erreichen eines bestimmten
Qualitätsstandards des aus dem Bandmaterial zu produzierenden Endproduktes relevant
sind und welche nicht. So ist es beispielsweise möglich, dass von 2000 registrierten
Anomalien nur 3 für den zu erreichenden Qualitätsstandard wirklich von Bedeutung sind.
Der Beobachter muss jedoch häufig sehr schnell entscheiden, welcher Qualitätsstandard
einhaltbar ist und welcher nicht, da dies üblicherweise während der Produktion des
Bandmaterials, also bevor das aufgewickelte Coil vom Bandmaterial getrennt wird, erfolgt.
[0006] Bisher wurde eine entsprechende maschinelle Auswertung der Massendaten nur in Ausnahmefällen
durch Spezialprogrammierung realisiert. Zudem standen zwar die durch die automatische
Oberflächeninspektion gewonnenen Daten für weitere Prozesse, beispielsweise ein betriebswirtschaftliches
Controlling oder zur automatischen Erstellung von Qualitätszertifikaten, im Prinzip
zur Verfügung, aber aufgrund der ungeheuer großen Datenmenge konnte eine sinnvolle
Weiterverarbeitung der Daten de facto nicht erfolgen. Typische Datenverarbeitungssysteme
sind nicht ohne weiteres für Daten einsetzbar, die wie hier auf die Koordinaten eine
Fläche bezogen sind, also einen geometrischen Bezug haben.
[0007] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Aufbereiten
von Oberflächendaten bei der Bewertung von Bandmaterial anzugegen, welches eine Analyse
der vorliegenden Oberflächendaten nach frei vorgebbaren Kriterien und eine Weiterverarbeitung
der Daten in einfacher Weise erlaubt, sowie ein entsprechendes Verfahren und eine
Vorrichtung zur Oberflächeninspektion und ein entsprechendes Verfahren zum Qualitätsmanagement
anzugeben.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Aufbereitung von Oberflächendaten
mit den Merkmalen des Anspruchs 1, ein Verfahren zur Qualitätsbewertung mit den Merkmalen
des Anspruchs 19, ein Verfahren zum Qualitätsmanagement mit den Merkmalen des Anspruchs
20 oder 21 sowie eine Vorrichtung zur Steuerung der Verarbeitung von Bandmaterialien
mit den Merkmalen des Anspruchs 22. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der
jeweils abhängigen Ansprüche.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren dient zur Aufbereitung von Daten eines Bandmaterials,
insbesondere von Metall- und/oder Papierbändern, wobei die Daten in Form von nach
Koordinaten der Bandoberfläche zuordenbaren Datensätzen vorliegen und Informationen
über die Beschaffenheit des Bandes und/oder seiner Oberfläche und/oder eine gegebenenfalls
vorhandene Anomalie umfassen. Zumindest ein Teil der Datensätze wird anhand von vorgebbaren
Gruppierungsregeln in Zellen gruppiert und gespeichert, deren geometrische Anordnung
auf einem Bildschirm oder einem anderen Visualisierungsmedium eine topologische Ähnlichkeit
mit einer Bandoberfläche hat, wobei der Inhalt der Zellen für eine elektronische Weiterverarbeitung
und/oder Verknüpfung mit anderen Zellen oder anderen Daten zur Verfügung gestellt
wird, wobei insbesondere der Inhalt einer Zelle nicht nur eindimensional sein kann,
sondern Quelldaten, Gruppierungsregeln und/oder Verarbeitungsformeln enthalten und
zur Verfügung stellen kann. Obwohl einmal gruppierte und inhaltlich definierte Zellen
eine Automatisierung bei nachfolgenden Qualitätsbewertungen zulassen, ist die Zugänglichkeit
und Veränderbarkeit der Zellen und Zellinhalte doch von großem praktischem Nutzen.
Dabei hilft eine topologische Ähnlichkeit zwischen Bandoberfläche und Darstellung
der Daten einem Benutzer bei der intuitiven Bedienung, wenn Änderungen an den Zellinhalten
und deren Verknüpfungen vorgenommen werden sollen. Eine topologische Ähnlichkeit muss
dabei nicht die maßstabgerechte Abbildung der ganzen Bandoberfläche bedeuten, sondern
kann sich auf eine verzerrte Darstellung der ganzen oder eines Teils der Oberfläche
beziehen. Wichtig ist dabei, dass der gerade abgebildete Teil in etwa der Konstellation
der betrachteten Oberflächenpunkte oder Oberflächenbereiche auf der Bandoberfläche
entspricht.
[0010] Erfindungsgemäß besonders bevorzugt ist die Darstellung solcher Zellen, insbesondere
auf einem Bildschirm, in Form mindestens eines Tabellenkalkulationsblattes (Spreadsheet)
mit einer Mehrzahl von in Zeilen und Spalten angeordneten Zellen. Tabellenkalkulationsblätter
zur Darstellung und Bearbeitung von Daten sind weit verbreitet und können ohne Programmierkenntnisse
benutzt werden.
[0011] Unter einer Anomalie versteht man die Abweichung der Oberfläche von einem gewollten
Sollzustand. Bei Stahlbändern kann es sich hierbei beispielsweise um einen Walzenabdruck
oder einen Ölfleck handeln. Bei Papierbändern kann es sich hierbei beispielsweise
auch um eine Verfärbung oder eine Verdickung handeln. Bei Papierbahnen können beispielsweise
auch noch weitere Informationen durch eine Durchleuchtung gewonnen werden, die zusätzliche
Informationen über Materialanomalien liefert.
[0012] Die Bereitstellung von Oberflächendaten in Form eines Tabellenkalkulationsblattes
ermöglicht in besonders vorteilhafter, flexibler und einfacher Weise die Gruppierung
und Weiterverarbeitung der Oberflächendaten. Insbesondere bietet dies den Vorteil,
dass auch Anwender, die grundsätzlich unerfahren in der Programmierung von Computern
sind, dennoch auf einfache Weise Gruppierungsregeln in Form von Formeln festlegen
können, wie dies aus klassischen Tabellenkalkulationen wie beispielsweise Microsoft
Excel oder ähnlichen bekannt ist. Somit kann einerseits der Personenkreis, der eine
Oberflächenkontrolle vorbereitet oder durchführt, ausgeweitet werden und andererseits
stehen die Oberflächendaten, die durch automatische Mess- oder Analysesysteme gewonnen
werden, erstmals einer Weiterverarbeitung für breite Anwenderkreise in praktikabler
Weise zur Verfügung.
[0013] So kann beispielsweise eine Gruppierung der Oberflächendaten in der Weise erfolgen,
dass eine räumliche Gruppierung der Datensätze erfolgt, die räumlich einem späteren
Endprodukt zugeordnet werden kann. Zum Beispiel kann bei einem Stahlband, aus dem
gegebenenfalls Motorhauben eines Automobils hergestellt werden können, eine Gruppierungsregel
angewendet werden, in denen die Oberflächendaten zusammengefasst werden, die dem Teil
der Oberfläche eines Stahlbandes entsprechen, die später die Oberfläche der Motorhaube
bildet. Diese Gruppe von Oberflächendaten umfasst dann alle Anomalien, die in diesem
räumlichen Bereich bei der Oberflächeninspektion des Bandmaterials aufgefallen sind.
[0014] Bildlich gesprochen kann man mittels der Gruppierungsregeln eine Art Landkarte auf
dem Bandmaterial erstellen, die die Lage der später aus dem Bandmaterial zu produzierenden
Endprodukte auf dem Bandmaterial abbildet. Dem Anwender des Oberflächeninspektionssystems
ist somit ein Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem er seine Aufmerksamkeit auf die
Bereiche des Bandmaterials fokussieren kann, die für das spätere Endprodukt relevant
sind. Für das Endprodukt irrelevante Bereiche, beispielsweise Randbereiche des Bandmaterials,
die generell abgeschnitten und verworfen werden, können so bereits vor der Entscheidungsfindung,
ob ein bestimmter Qualitätsstandard erreicht werden kann, verworfen werden. Fehler
in diesen Bereichen, seien sie auch noch so zahlreich und schwerwiegend, können in
diesem Falle bei der Entscheidungsfindung beiseite gelassen werden. So ermöglicht
das erfindungsgemäße Verfahren eine Datenreduktion bei der Auswertung von Oberflächeninspektionsdaten,
die die Entscheidungsfindung bei der Zuweisung von Qualitätsstandards vereinfacht
und beschleunigt und diese Zuweisung verlässlicher und reproduzierbarer macht. Zudem
wird gerade auch eine automatische Entscheidungsfindung deutlich vereinfacht und zuverlässiger,
sobald die notwendigen Gruppierungen und Verarbeitungen der Zellinhalte festgelegt
sind. Eine Anpassung an neue Bedingungen oder Erkenntnisse ist auf einfache Weise
jederzeit möglich. Es sei darauf hingewiesen, dass ein Endprodukt im Sinne dieser
Erfindung ein Endprodukt relativ zum Bandmaterial darstellt, dass also ein Endprodukt
im Sinne dieser Erfindung auch ein Zwischenprodukt sein kann, das weiteren Bearbeitungsschritten
unterworfen wird.
[0015] Weiterhin ermöglicht das System dann, wenn anhand der Oberflächendaten eine Entscheidung
getroffen wurde, dass ein bestimmter Qualitätsstandard nicht eingehalten werden kann,
in einfacher Weise die Möglichkeit der Überprüfung, ob andere Qualitätsstandards erfüllt
werden können. Dies geschieht zum Beispiel durch einfaches Anwenden einer anderen
Gruppierungsregel. In obigem Beispiel könnte nach der Entscheidung, dass das Stahlband
nicht den Qualitätsstandard einer Motorhaube erfüllt, beispielsweise durch Anwendung
der entsprechenden Gruppierungsregel überprüft werden, ob ein Qualitätsstandard eines
anderen aus dem Bandmaterial herzustellenden Endprodukts erfüllt werden kann. So kann
beispielsweise überprüft werden, ob sich das Stahlband dazu eignet, Kotflügel herzustellen.
[0016] Außerdem können die so aufbereiteten Daten in einfacher Form Dritten zur Verfügung
gestellt werden. So können in obigem Beispiel die Daten einem Abnehmer oder Verarbeiter
der Stahlbänder zur Verfügung gestellt werden. Dieser kann so zum einen die Qualitätsstufenzuweisung
durch den Stahlhersteller überprüfen, kann aber auch selbständig eigene Gruppierungsregeln
anwenden, um zu überprüfen, ob das Stahlband mit weniger Ausschuss für ein anderes
Endprodukt einzusetzen ist.
[0017] Das Erstellen von Gruppierungsregeln wie auch eine weitere Verarbeitung der Daten
kann in einfacher Weise durch Programmierung von Formeln in einzelnen Zellen eines
Tabellenkalkulationsblattes erfolgen, wie dies aus üblichen Tabellenkalkulationen
bekannt ist. Gruppierung kann in einem einfachen Beispiel bedeuten, dass zum Beispiel
die Summe der Fehler in einem Bereich, der bestimmten räumlichen Koordinaten - wie
einem Endprodukt - zugeordnet werden kann, gebildet wird. Auch der Vergleich mit einzuhaltenden
Qualitätsstandards kann mittels solcher Formeln erfolgen. So könnte beispielsweise
eine Formel "wenn die Gruppe weniger als zwei Fehler vom Typ X umfasst und die Oberflächenrauhigkeit
kleiner als ein Wert Y ist" dazu führen, dass ein bestimmter Qualitätsstandard nur
zugewiesen wird, wenn alle relevanten Gruppen oder ein vorgebbarer Anteil der relevanten
Gruppen diese Formel erfüllen. Auch ein summarischer Vergleich aller Anomalien in
den Gruppen mit vorgegebenen Grenzwerten ist möglich.
[0018] Es ist weiterhin möglich, für ein Band sowohl die Oberflächendaten der einen Seite
des Bandmaterials (der Vorderseite), als auch der anderen Seite (der Rückseite) aufzubereiten
und vorzuhalten. Dies ermöglicht bei entsprechender Verteilung von Anomalien auf der
einen und auf der anderen Seite einen Wechsel von Vorder- und Rückseite, der in vorteilhafter
Weise zur Verminderung von Ausschuss führen kann.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfassen
die Oberflächendaten eine Oberflächenrauhigkeit, -planheit, eine Veredelungstemperatur
und/oder eine Dicke des Bandmaterials.
[0020] Die Oberflächenrauhigkeit und Oberflächenplanheit haben insbesondere bei der Produktion
von Stahlbändern eine entscheidende Bedeutung für die Weiterverarbeitung von Endprodukten.
Unter einer Veredelungstemperatur ist beispielsweise bei Stahlbändern eine Glühtemperatur
zu verstehen, die Einfluss auf die Sprödigkeit des Stahls hat. Solche Vergütungstemperaturen
können entscheidenden Einfluss auf die spätere Weiterverarbeitung des Materials und
folglich auch auf die Einordnung in Qualitätsstandards haben. Gleiches gilt für eine
Dicke des Bandmaterials, insbesondere eine ungleichmäßige Dicke. So können Inhomogenitäten
in diesen Parametern in vorteilhafter Weise berücksichtigt werden. Auch weitere Daten
über die Beschaffenheit des Bandes und/oder der Oberfläche können erfindungsgemäß
in den Oberflächendaten enthalten sein.
[0021] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren umfasst ein Datensatz einer Oberflächenanomalie
zumindest eine Anomalieart, eine Anomaliegröße und/oder eine Anomaliestärke.
[0022] Unter einer Anomalieart ist eine jeweils branchenübliche Einordnung der Oberflächenanomalie
des Bandmaterials zu verstehen, beispielsweise Rost, ein Abdruck, ein Kratzer, eine
Zunderstippe, eine Blase, usw. für Stahl. Die Anomaliegröße kann sowohl relativ (kleiner
als die räumliche Ausdehnung der Gruppe, größer als die räumliche Ausdehnung der Gruppe)
oder auch absolut (z. B. zwei Quadratzentimeter) erfolgen. Unter der Anomaliestärke
wird die Amplitude der Abweichung vom gewollten Sollzustand der Oberfläche verstanden,
beispielsweise bei Zunder der Schwärzungsgrad oder ähnliches. Die Anomaliestärke stellt
also ein Maß für die Abweichung vom gewollten Sollzustand der Oberfläche dar. Gemäß
dem erfindungsgemäßen verfahren, wird durch die Gruppierungsregeln die folgender Gruppierungen
durchgeführt: - a Zusammenfassung von Datensätzen, die räumlich benachbarten und/oder
korrelierten Oberflächenanomalien entsprechen ; - b) Zusammenfassung von Datensätzen,
die Oberflächenanomalien umfassen, die alleine oder mit anderen Oberflächenanomalien
und/oder anderen Daten, insbesondere der Oberflächenrauhigkeit oder -planheit, die
Zuweisung einer Qualitätsstufe im Vergleich zu mindestens einem Qualitätsstandard,
insbesondere des aus dem Bandmaterial herzustellenden Endprodukts, ermöglichen. Gemäß
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird durch
die Gruppierungsregeln Zusätzlich mindestens eine der folgenden Gruppierungen durchgeführt:
c) Zusammenfassung von Datensätzen, die vorgebbaren Bereichen des Bandmaterials räumlich
zugeordnet werden können;
d) Zusammenfassung von Datensätzen, die gleichartigen Oberflächenanomalien entsprechen;
e) Zusammenfassung von Datensätzen, die Oberflächenanomalien mit einer Anomaliestärke
entsprechen, die innerhalb eines vorgebbaren Wertebereichs der Anomaliestärke liegen.
[0023] Unter einer Korrelation im Sinne einer Gruppierung nach a) wird hier jede Art einer
mathematischen Korrelation verstanden, also jede Art von mathematischer Operation,
bei der eine Abhängigkeit zwischen zwei Größen erzeugt wird.
[0024] Bei einer Gruppierung von Datensätzen nach a), können räumlich benachbarte Anomalien
gruppiert werden. Beispielsweise ermöglicht dies die Erkennung von Produktionsfehlem
bei der Herstellung des Bandmaterials, durch welche benachbarte Oberflächenanomalien
oder korrelierte wie beispielsweise periodische Oberflächenfehler auftreten. Dies
können zum Beispiel in Bewegungsrichtung des Bandes durchgehende Kratzer oder periodische
Abdrücke der Walzwerkzeuge sein.
[0025] Die Gruppierung nach b) erlaubt die Zusammenfassung von Datensätzen, die für die
Einhaltung oder auch die Übererfüllung eines bestimmten Qualitätsstandards relevant
sind. Hier bezeichnet die Qualitätsstufe eine generell dem Bandmaterial zugeordnete
Qualitätsangabe, während die Qualitätsstandards von diesem Bandmaterial unabhängige,
beispielsweise von den Abnehmern gesetzte Standards darstellen. So könnte ein Qualitätsstandard
I die Qualität darstellen, die die Oberfläche eines Stahlbleches aufweisen muss, um
zur Herstellung von Motorhauben dienen zu können. Ein Qualitätsstandard II könnte
die Qualität darstellen, die die Oberfläche eines Stahlbleches aufweisen muss, um
zur Herstellung von Waschmaschinenteilen dienen zu können. Die Qualitätsstufe eines
ganz bestimmten Bleches kann beispielsweise dann einfach so definiert sein, dass sie
nicht zum Erfüllen des Qualitätsstandards I ausreicht, wohl aber zum Erfüllen des
Qualitätsstandards II. Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise die genaue Zuweisung
von Bandmaterialien zu den später zu produzierenden Endprodukten sowohl auf Seiten
der Hersteller des Bandmaterials, als auch auf Seiten der Abnehmer und Verarbeiter
dieser Bandmaterialien, die so in ihrem Betrieb jedem Band oder Coil die optimale
Verwendung, insbesondere unter Minimierung des abfallenden Ausschusses, zuweisen können
oder dieses auch zurückweisen können.
[0026] Die Gruppierung nach b) kann sowohl eine reine räumliche Gruppierung in Anpassung
an die zu produzierenden Endprodukte darstellen als auch eine Korrelation von Oberflächenanomaliedaten
mit weiteren Parametern wie der Oberflächenrauhigkeit und ähnliches. Jedoch ist eine
Gruppierung nach b) nicht auf diese Beispiele beschränkt, vielmehr kann eine Gruppierung
in Anpassung an die gerade benötigten Qualitätsstandards in jeder beliebigen möglichen
Weise erfolgen.
[0027] Die Gruppierung von Datensätzen nach c) erlaubt beispielsweise die Zusammenfassung
von Oberflächenanomalien in Bereichen, die aufgrund des Produktionsprozesses des Bandmaterials
und/oder des Endprodukts generell Ausschuss darstellen, z. B. Rand- oder Endbereiche
des Bandes. Ein weiteres Beispiel besteht in der oben beschriebenen Möglichkeit, Bereiche
auf der Bandoberfläche zusammenzufassen, die dem herzustellenden Endprodukt zugeordnet
werden.
[0028] Eine Gruppierung von Datensätzen nach d) erlaubt eine Zusammenfassung von im wesentlichen
gleichen oder ähnlichen Oberflächenanomalien.
[0029] Eine Gruppierung nach e) erlaubt beispielsweise eine Abschätzung von Fehlern im Produktionsprozess
des Bandmaterials, in dem nach Art einer Landkarte mit Höhenlinien Oberflächenanomalien
einer bestimmten Anomaliestärke gruppiert werden.
[0030] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden bei einer Gruppierung nach c) und/oder nach d) Bereiche des Bandmaterials berücksichtigt,
die mindestens einem Teilbereich des aus dem Bandmaterial herzustellenden Endprodukts
zuweisbar sind.
[0031] Dies erlaubt wie oben geschildert die Bildung einer Art Landkarte der Oberfläche,
die bereits die Lage und Größe der aus dem Bandmaterial herzustellenden Endprodukte
enthält.
[0032] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird bei einer Gruppierung nach c) die geometrische Beschaffenheit des Bandmaterials,
insbesondere in Bezug auf durch den Produktionsprozess des Bandmaterials bedingte
Ausschussbereiche, abgebildet.
[0033] So können in vorteilhafter Weise Fehler in Bereichen, die nicht in den herzustellenden
Endprodukten liegen, bei der Zuweisung der Qualitätsstufe unberücksichtigt bleiben,
so dass die zu betrachtende Datenmenge reduziert wird.
[0034] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind die einzelnen Zellen des Tabellenkalkulationsblattes zumindest in Bezug auf Lage
und Größe an die geometrische Beschaffenheit des Bandmaterials und/oder die Lage und/oder
räumliche Ausdehnung der Anomalien und/oder der Gruppen auf der Bandoberfläche anpassbar.
[0035] Diese Funktion erlaubt beispielsweise eine im wesentlichen maßstabsgerechte Abbildung
des Bandmaterials in der Tabellenkalkulation, bei der die Größenverhältnisse der Gruppen
auf dem Bandmaterial im wesentlichen den Größenverhältnissen der einzelnen Zellen
untereinander entsprechen.
[0036] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind die einzelnen Zellen in Bezug auf mindestens eine der folgenden Größen:
- A)
- Farbe des Hintergrundes;
- B)
- Farbe des Zelleninhalts;
- C)
- Schraffur der Zelle;
- D)
- Schriftart des Zelleninhalts;
- E)
- Schrifthervorhebung des Zelleninhalts; oder
- F)
- Schriftgröße des Zelleninhalts
[0037] so anpassbar, dass diese Größen A) bis F) die Relevanz für die Zuweisung der Qualitätsstufe
des aus dem Bandmaterial herzustellenden Endprodukts darstellen.
[0038] Dies bedeutet, dass neben einer beliebigen Darstellung der Gruppe in der Zelle, beispielsweise
eine Summe der Zahl der in dieser Zelle vorhandenen Oberflächenanomalien, praktisch
weitere Dimensionen (Farbe, Schraffur, Schriftart, usw.) für die Darstellung der Relevanz
der Oberflächendaten in dieser Zelle für die Zuweisung der Qualitätsstufe eröffnet
wird. So können beispielsweise Zellen, die Gruppen enthalten, die die Einhaltung eines
vorgegebenen Qualitätsstandards verhindern, mit rotem Hintergrund und fetter Schrift
gezeigt werden und ähnliches, ohne dass eine weitere Zelle eröffnet werden muss. Für
den Anwender ergibt sich die Relevanz dieser Daten auf sehr einfache Weise. Unter
Schrifthervorhebung ist in diesem Zusammenhang insbesondere das Darstellen des Zelleninhalts
in fetter, kursiver, unterstrichener und/oder durchgestrichener Schrift, sowie in
Kapitälchen und/oder Sperrschrift zu verstehen.
[0039] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt die Zuweisung der Qualitätsstufe relativ zu vorgebbaren Qualitätskriterien.
[0040] Dies bedeutet in Anlehnung an obiges Beispiel, dass die Qualitätsstufe aussagt, dass
ein Qualitätsstandard I nicht erfüllt, aber ein Qualitätsstandard II erfüllt wird.
In einfacher Weise kann die Qualitätsstufe als Liste aller erfüllten Qualitätsstandards
vorliegen.
[0041] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt die Zuweisung der Qualitätsstufe absolut.
[0042] Ein einfacher Fall einer absoluten Zuweisung der Qualitätsstufe liegt beispielsweise
in der Angabe der Anzahl der aufgetretenen Anomalien, gegebenenfalls gewichtet mit
der Anomaliestärke und/oder dem Bereich des Auftretens auf der Oberfläche des Bandmaterials.
[0043] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt die Zuweisung anhand einer Formel in der Tabellenkalkulation.
[0044] So kann die Formel beispielsweise in einer Anweisung bestehen, die besagt: "weise
Qualitätsstufe I zu, wenn die Zahl der Anomalien vom Typ X kleiner als Y ist und wenn
die Vergütungstemperatur in allen Gruppen größer als Z ist". Andere Formeln, wie sie
aus gängigen Tabellenkalkulationen üblich sind, sind möglich und erfindungsgemäß.
[0045] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist in einer Zelle eines Tabellenkalkulationsblattes mindestens ein Datensatz oder
mindestens eine Gruppe zumindest teilweise dargestellt.
[0046] Dies erlaubt die Darstellung mindestens eines Datensatzes oder mindestens einer Gruppe
jeweils zumindest in Teilen in einer Zelle. Jeweils in Teilen bedeutet, dass nur Teile
des Datensatzes oder der Gruppe dargestellt werden, wobei insbesondere der Benutzer
wählen kann, was er sich von welchem Datensatz anzeigen lassen möchte. So können zum
Beispiel von jeder Gruppe die Zahl der in dieser Gruppe registrierten Oberflächenanomalien,
die durchschnittliche Vergütungstemperatur, die durchschnittliche Banddicke und/oder
die durchschnittliche Oberflächenrauhigkeit etc. der Gruppe oder des Datensatzes jeweils
in einzelnen Zellen oder gemeinsam dargestellt werden. Auch die Darstellung nur der
Zahl der Anomalien einer bestimmten Anomalienart der Gruppe oder des Datensatzes ist
möglich und erfindungsgemäß. Auch hier ist die Darstellung oder auch eine entsprechende
Filterung nach Art einer üblichen Tabellenkalkulation möglich. In den Spaltenund/oder
Zeilenüberschriften können beispielsweise die jeweiligen Koordinaten auf dem Bandmaterial
oder auch beliebige, vom Anwender anzupassende Angaben verwendet werden.
[0047] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind mehrere Tabellenkalkulationsblätter mit unterschiedlichen Darstellungen der Oberflächendaten
ausgebildet.
[0048] Dies erlaubt die Verwendung verschiedener Tabellen (also einem Blatt einer Tabellenkalkulation)
für eine jeweils angepasste Filterung der Daten. So können in einer Tabelle jeweils
die Anzahlen der Anomalien pro Gruppe oder Datensatz in jeder Zelle abhängig von ihrer
Position auf den Oberflächen des Bandes erfolgen. In einer anderen Tabelle können
pro Zeile einzelne Datensätze aufgeführt werden, so dass ohne großen Aufwand auf jeden
einzelnen Datensatz zugegriffen werden kann usw.
[0049] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind die Tabellenkalkulationsblätter miteinander verknüpfbar.
[0050] So kann eine Verknüpfung, beispielsweise nach Art eines Hyperlinks im Internet, zwischen
unterschiedlichen Tabellen programmiert werden, so dass beispielsweise eine Zelle
mit einer Gruppe von Datensätzen mit der Stelle einer Liste aller einzelnen Datensätze
verknüpft ist, die dem ersten Datensatz der Gruppe oder dem ersten Datensatz der Gruppe
mit einer Oberflächenanomalie entspricht. Beliebige Verknüpfungen zwischen den Tabellen
sind möglich und erfindungsgemäß.
[0051] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist vorgebbar, welche Teile der Daten einer Gruppe oder eines Datensatzes in einem
Tabellenkalkulationsblatt darstellbar sind.
[0052] So können die darzustellenden Datenmengen erheblich reduziert werden, wenn beispielsweise
Daten, die zwar vorhanden (z. B. die Veredelungstemperatur), aber für das aus dem
Bandmaterial herzustellende Endprodukt nicht von Belang sind, nicht dargestellt werden.
Dabei sollten die nicht dargestellten Daten insbesondere jederzeit wieder sichtbar
gemacht werden können, indem die den Zellen zugeordnete Speicherstruktur den gesamten
Datenbestand und die vorgenommenen Verknüpfungen enthält.
[0053] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist vorgebbar, in welcher Gliederung die Daten einer Gruppe oder eines Datensatzes
darstellbar sind.
[0054] Unter Gliederung ist hier der Aufbau und die Aufteilung des Tabellenkalkulationsblattes
zu verstehen, also beispielweise die Festlegung, in welcher Spalte welcher Teil der
Datensätze und/oder der Gruppen dargestellt wird, in welcher Zeile was dargestellt
wird usw. So können eine oder mehre Tabellenkalkulationsblätter konfiguriert werden,
die jeweils Daten in einer Form darstellen, die einer bestimmten Problemstellung entspricht.
Dies kann individuell von jedem Benutzer angepasst werden, genauso, wie dies in üblichen
Tabellenkalkulationen möglich ist.
[0055] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind mit einzelnen Zellen Darstellungen verknüpfbar, die die Daten der mit dieser
Zelle verknüpften Gruppe oder des mit dieser Zelle verknüpften Datensatzes zumindest
teilweise zeigt, insbesondere zumindest mit einer grafischen Darstellung einer entsprechenden
Oberflächenanomalie.
[0056] So ist es beispielsweise möglich, wenn nicht alle Daten eines Datensatzes oder einer
Gruppe dargestellt werden, eine Art Vergrößerungsfunktion zu verwirklichen, mittels
derer alle vorliegenden Daten dargestellt werden.
[0057] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden die Oberflächendaten zumindest teilweise aus den Signalen von mindestens einem
Messwertaufnehmer, bevorzugt einer Kamera, besonders bevorzugt einer CCD- oder CMOS-Kamera,
gewonnen.
[0058] Insbesondere die Verwendung von CCD-Kameras mit einer hohen zeitlichen und räumlichen
Auflösung ist bei der Oberflächenkontrolle von sich schnell bewegenden Bandmaterialien
von Vorteil.
[0059] Nach einem weiteren Aspekt des erfinderischen Gedankens wird ein Verfahren zur Qualitätsbewertung
der Oberfläche von sich bewegenden Bandmaterialien, insbesondere von Metall- oder
Papierbändern vorgeschlagen, bei dem Oberflächendaten nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
zur Aufbereitung von Oberflächendaten aufbereitet werden und anhand dieser Daten dem
Bandmaterial eine Qualitätsstufe zugewiesen wird, die bevorzugt relativ zu einem oder
mehreren vorgebbaren Qualitätsstandards ist.
[0060] Dieses erfindungsgemäße Verfahren erlaubt es anhand der wie oben dargelegt aufbereiteten
Daten in einfacher Weise dem Bandmaterial bereits bei der Herstellung oder auch erst
vor der Weiterverarbeitung des Bandmaterials eine Qualitätsstufe zuzuordnen, die bevorzugt
an vorgebbaren Qualitätsstandards orientiert ist. Auf die oben ausgeführten Details
und Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Aufbereitung von Oberflächendaten
eines Bandmaterials wird Bezug genommen. Die Erfindung erlaubt es einem Abnehmer von
Bandmaterial auch, die vorhandenen Daten nach ganz verschiedenen Gesichtspunkten zu
gruppieren und auszuwerten, bis er eine für seine Bedürfnisse relevante Art der Zusammenstellung
von Daten gefunden hat. Dabei kann er immer wieder Anpassungen und Verbesserungen
vornehmen. Die gefundene relevante Art der Zusammenstellung kann dann jeweils automatisiert
ohne erneute Bewertung durch einen Inspektor zur Bewertung weiterer Coils dienen und/oder
an den Hersteller des Bandmaterials gegeben werden, um schon dort automatisiert bei
der Herstellung die gewünschte Qualität zu erhalten, bzw. Coils auszusortieren, die
diese Qualität nicht aufweisen.
[0061] Gemäß einem weiteren Aspekt des erfindungsgemäßen Gedankens wird ein Verfahren zum
Qualitätsmanagement von Bandmaterialien, insbesondere von Metalloder Papierbändern
vorgeschlagen, bei dem nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Qualitätsbewertung
dem Bandmaterial eine Qualitätsstufe zugewiesen wird und anhand dieser Qualitätsstufe
das Bandmaterial einem eine bestimmte Qualitätsstufe benötigenden Verarbeitungsschritt
zugeführt wird.
[0062] Unter dem Begriff Qualitätsmanagement ist hier ein komplexer, mehrdimensionaler Vorgang
zu verstehen. Dieser umfasst nicht nur das Zuweisen einer Qualitätsstufe zu einem
bestimmten Bandmaterial (Coil), obwohl dies die Basis des weiteren Qualitätsmanagements
darstellt. Vielmehr ist unter diesem Begriff ein iterativer Anpassungsvorgang über
mehrere Bänder unter Berücksichtigung einer Mehrzahl von möglichen Endprodukten, gegebenenfalls
auch unter einer Mehrzahl von möglichen Endprodukten unterschiedlicher Hersteller
unterschiedlicher Branchen jeweils unter Berücksichtigung der jeweiligen branchen-
und herstellerspezifischen Qualitätsanforderungen und -standards zu verstehen. Ein
solches Qualitätsmanagement ist unter Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Aufbereitung von Oberflächendaten zum ersten Mal effektiv möglich. Dieses Qualitätsmanagement
kann zum einen auf Seiten des Herstellers des Bandmaterials erfolgen, in dem eine
Liste mit den Aufträgen umfassend den jeweiligen zu erfüllenden Qualitätsstandards
und die Größe und Anforderungen der herzustellenden Endprodukte geführt wird und eine
mehrdimensionale Anpassung anhand des zu betrachtenden Bandmaterials durchgeführt
wird. Hierbei erfolgt eine Minimierung des Ausschusses unter gleichzeitiger Maximierung
des einhaltbaren Qualitätsstandards, beispielsweise anhand einer Maximierung des möglichen
zu erzielenden Preises. Als Variationsparameter sind hier insbesondere Parameter "außerhalb"
des Bandmaterials, also eine unterschiedliche Gruppierung je nach herzustellendem
Endprodukt, wie auch Parameter "innerhalb" eines Bandmaterials, also beispielsweise
eine Verschiebung der Gruppierung in Längsrichtung, also in Bewegungsrichtung des
Bandmaterials und/oder quer dazu. Hier ist nicht nur eine Verschiebung aller zugeordneten
Gruppen möglich, sondern auch die Verschiebung einzelner Gruppen, so dass beispielsweise
statt dem nächstmöglichen Abstand zweier benachbarter herzustellender Endprodukte
auf dem Bandmaterial ein zusätzlicher Abstand eingeführt wird, der zwar auf den ersten
Blick den Ausschuss erhöht, nämlich um dieses zusätzliche Stück, jedoch insgesamt
den Ausschuss verringert, weil mehr den nötigen Qualitätsstandard erfüllende Endprodukte
hergestellt werden können. Eine weitere Optimierungsdimension ergibt sich bei mehreren
parallelen Bandproduktionen, wo eine Optimierung jeweils bei mehreren gleichzeitig
hergestellten Bandmaterialien erfolgt. Auch diese Optimierung kann innerhalb einer
Tabellenkalkulation erfolgen. Ein entsprechendes Qualitätsmanagement kann auch auf
Seiten des Verarbeiters der Bandmaterialien erfolgen. Hier ist auch als weiteres Ergebnis
des Qualitätsmanagements die Zurückweisung des Coils möglich. Die oben offenbarten
Vorteile und Details gelten in gleicher Weise für das erfindungsgemäße Verfahren zum
Qualitätsmanagement.
[0063] Gemäß einem weiteren Aspekt des erfindungsgemäßen Gedankens wird eine Vorrichtung
zur Steuerung der Verarbeitung von Bandmaterialien, insbesondere von Metall- oder
Papierbändern, vorgeschlagen, mit einer Auswertungseinheit, die zumindest
- a) Speichermittel zumindest zum Speichern von nach Koordinaten der Bandoberfläche
zuordenbaren Oberflächendaten und/oder einem herzustellenden Endprodukt zuordenbaren
Qualitätsstandarddaten,
- b) Gruppierungsmittel zum Gruppieren der Oberflächendaten anhand vorgebbarer Gruppierungsregeln,
wobei eine Gruppe zumindest einen Datensatz der Oberflächendaten umfasst, und
- c) Vergleichsmittel zum Vergleichen der Gruppen von Oberflächendaten mit mindestens
einem vorgebbaren Qualitätsstandard,
umfasst, mit Ein- und Ausgabemitteln, die der Eingabe von Befehlen und der Ausgabe
zumindest der Oberflächendaten aus der Auswertungseinheit dienen und die über entsprechende
Datenverbindungen mit der Auswertungseinheit verbunden sind, mit Steuermitteln, die
über Datenverbindungen zumindest mit der Auswerteeinheit, den Ein- und/oder den Ausgabemitteln
verbunden ist, wobei Einund Ausgabemittel so zusammenwirken, dass eine Anzeige und
Verarbeitung der Oberflächendaten, sowie eine entsprechende Eingabe der Gruppierungsregeln
und/oder von Vergleichsregeln, die zum Vergleich der Gruppen mit mindestens einem
Qualitätsstandard in Form mindestens eines Tabellenkalkulationsblattes erfolgen, wobei
die Steuermittel aufgrund der durch die Vergleichsmittel gelieferten Vergleichsdaten
und/oder aufgrund einer Eingabe eines Benutzers einen bestimmten Verarbeitungsprozess
des Bandmaterials zur Herstellung eines Endprodukts auslösen oder das Bandmaterial
verwerfen.
[0064] Bei einem On-line-Einsatz der Erfindung sind bevorzugt die Steuermittel mit einer
Markierungseinrichtung verbunden, insbesondere zur Färbung, Stanzung oder Lochung
eines Bandes nach vorgebbaren Kriterien und/oder an Stellen mit besonderen Anomalien.
So kann die Erfindung flexibel zur Kennzeichnung im Produktionsprozess oder an dessen
Ende eingesetzt werden, wobei die Kennzeichnungskriterien leicht veränderbar sind
durch entsprechende Bearbeitung der Zellen eines Tabellenkalkulationsblattes.
[0065] Die Vorrichtung ist dabei wenigstens dazu geeignet, mindestens eines der erfindungsgemäßen
Verfahren durchzuführen.
[0066] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist diese
mindestens einen Messwertaufnehmer auf, bevorzugt eine Kamera, besonders bevorzugt
eine CCD- oder CMOS-Kamera, der Oberflächendaten aufnimmt, wobei der Messwertaufnehmer
über Datenverbindungen mit der Auswerteeinheit verbunden ist und die Oberflächendaten
an die Auswerteeinheit überträgt.
[0067] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind Auswertemittel ausgebildet, die anhand der Oberflächendaten Oberflächenanomalien
auf der Oberfläche des Bandmaterials feststellen.
[0068] Die oben offenbarten Details zu den erfindungsgemäßen Verfahren sind direkt auf die
entsprechenden Vorrichtungsdetails mittels entsprechender Mittel, die die Verfahrensmerkmale
ausführen, anzuwenden und direkt übertragbar. Von einer Wiederholung der Merkmale,
ihrer Vorteile und Details wird deshalb hier abgesehen, obwohl diese für die Vorrichtung
ebenso anwendbar sind.
[0069] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert, ohne dass die
Erfindung auf die dort gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt ist. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch ein Bandmaterial;
- Fig. 2
- ein Tabellenkalkulationsblatt;
- Fig. 3
- ein dem Tabellenkalkulationsblatt aus Fig. 2 entsprechendes Bandmaterial;
- Fig. 4
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Tabellenkalkulation mit mehreren Tabellenkalkulationsblättern;
- Fig. 5
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Tabellenkalkulation mit mehreren Tabellenkalkulationsblättern;
und
- Fig. 6
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0070] Fig. 1 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einem Bandmaterial 1, beispielsweise
einen Ausschnitt aus einem Stahlband 1. Es ist vorgesehen, aus diesem Stahlband 1
Autotüren 2 herzustellen. Ein Umriss einer herzustellenden Autotür 2 ist beispielhaft
auf dem Stahlband 1 angedeutet, wobei es sich hier um den Bereich des Stahlbands 1
handelt, der der herzustellenden Autotür 2 zugewiesen ist, dass heißt bei Betrachtung
des Stahlbandes 1 während der Produktion des Bandes oder vor Produktion der Autotür
2 handelt es sich hierbei zunächst um eine rein virtuelle Zuweisung, bei der insbesondere
keine körperliche Markierung des Stahlbandes 1 erfolgt. Die Autotür 2 weist einen
Türbereich 3 und einen Fensterbereich 4 auf
[0071] Es erfolgt eine automatische Oberflächeninspektion des Stahlbandes 1, als deren Ergebnis
den Koordinaten der Oberfläche des Stahlbandes 1 zuordenbare Datensätze vorliegen.
Jeder Datensatz stellt somit die Oberflächenbeschaffenheit einer Flächeneinheit an
einer Position, die durch die entsprechenden Koordinaten auf der Bandoberfläche gegeben
ist, dar. Insbesondere umfassen diese Datensätze die Daten von Oberflächenanomalien,
also von Abweichungen des Ist-Zustandes der Oberfläche des Stahlbandes 1 von dem gewollten
Soll-Zustand der Oberfläche.
[0072] Bei der Beurteilung der Oberfläche des Stahlbandes 1 und insbesondere auch bei der
Festlegung einer Qualitätsstufe des Materials sind auftretende Oberflächenanomalien
je nach den Koordinaten des Auftretens von unterschiedlicher Bedeutung. Tritt beispielsweise
eine erste Oberflächenanomalie 5 im Fensterbereich 4 auf, so ist diese für die Zuweisung
einer Qualitätsstufe für die Herstellung von Autotüren 2 aus dem Stahlband 1 von geringerer
Bedeutung als das Auftreten einer zweiten Oberflächenanomalie 6 im Türbereich 3. Ebenso
von geringerer Bedeutung ist eine dritte Oberflächenanomalie 7, die in einem Randbereich
8 des Stahlbandes 1 auftritt. Bei üblichen Oberflächeninspektionssystemen würde jedoch
auf die (virtuelle) Anordnung der aus dem Stahlband 1 herzustellenden Autotüren 2
kein Bezug genommen, so dass beide Oberflächenanomalien 5, 6 mit einer gleichen Gewichtung
zur Findung der Qualitätsstufe herangezogen würden. Dies führt unter Berücksichtigung
der Gesamtlänge des Bandes, die mehrere hundert bis tausend Meter betragen kann, zu
einer großen Datenmenge, die eine sicherere und reproduzierbare Zuweisung einer Qualitätsstufe
erschwert oder praktisch unmöglich macht.
[0073] Erfindungsgemäß wird dieses Problem dadurch gelöst, dass eine Gruppierung der Datensätze
anhand vorgebbarer Gruppierungsregeln erfolgt. In vorliegendem Beispiel kann eine
Gruppierung der Datensätze erfolgen, die den Türbereich 3 bilden und eine weitere
Gruppierung der Datensätze, die den Fensterbereich 4 bilden. Hierbei können die Datensätze,
die den Türbereich 3 bilden, in einer einzigen Gruppe zusammenfasst werden, jedoch
können auch mehrere Gruppen gebildet werden, die jeweils etwa rechteckige Unterbereiche
des Türbereichs 3 bilden.
[0074] Die so gruppierten Daten werden im Rahmen mindestens eines Tabellenkalkulationsblattes
(Spreadsheet) bereitgestellt. Ein solches Tabellenkalkulationsblatt ist beispielhaft
in Fig. 2 dargestellt.
[0075] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt eines Tabellenkalkulationsblattes 9, welches in üblicher
Weise in Spalten 10 und Zeilen 11 bildende Zellen 12 aufgeteilt ist, die der Übersicht
halber nur exemplarisch eingezeichnet sind. Im Beispiel in Fig. 2 sind die Oberflächendaten
eines Stahlbands 1 dargestellt, welches in mehrere Gruppen eingeteilt wurde. Vorliegend
umfasst jede Zelle 12 eine Gruppe von Oberflächendaten. Die Größe und Lage der Zellen
entspricht der Lage und Ausdehnung der entsprechenden Gruppen von Oberflächendaten,
wie ein Vergleich mit dem entsprechenden Ausschnitt des Stahlbands 1 zeigt, welches
in Fig. 3 gezeigt ist.
[0076] Fig. 3 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einem Stahlband 1. Dieses weist erste
Produktbereiche 13 und zweite Produktbereiche 14 auf, die die Oberfläche von aus dem
Stahlband 1 herzustellenden Endprodukten bilden werden. Weiterhin sind dritte Produktbereiche
15 vorhanden, die nach der Produktion der Endprodukte zur Oberfläche des Endprodukts
gehören werden. Zudem sind Zwischenbereiche 16 ausgebildet, die zwischen Produktbereichen
13, 14, 15 liegen, die nicht zum Endprodukt beitragen werden, sowie Randbereiche 8,
die gemeinsam mit den Zwischenbereichen 16 den Ausschuss an Stahl bilden, der nicht
zum herzustellenden Endprodukt beträgt.
[0077] Nach der automatischen Oberflächeninspektion liegen Oberflächendaten vor, die den
Koordinaten auf der Oberfläche des Stahlbands 1 zuordenbar sind. Gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren zur Aufbereitung von Oberflächendaten erfolgte eine Gruppierung der Oberflächendaten,
wobei eine Gruppierung gewählt wurde, die an die Bereiche 13, 14, 15 des herzustellenden
Endprodukts angepasst ist. Somit wurden erste Gruppen von Oberflächendaten gebildet,
die an den ersten Produktbereich 13 angepasst sind. Das heißt, die ersten Gruppen
von Oberflächendaten umfassen nur Datensätze, die räumlich den Koordinaten des ersten
Produktbereichs 13 zugeordnet werden können. Analog werden zweite Gruppen von Oberflächendaten
gebildet, die den räumlichen Koordinaten des zweiten Produktbereich 14 zugeordnet
werden können und dritte Gruppen, die räumlich den dritten Produktbereichen 15 zugeordnet
werden können. Weiterhin werden Zwischengruppen und Randgruppen gebildet, die den
Zwischenbereichen 16 und den Randbereichen 8 räumlich zugeordnet werden können.
[0078] In dem in Fig. 2 gezeigten Tabellenkalkulationsblatt 9 wird jede Gruppe in einer
eigenen Zelle dargestellt. So ist die erste Gruppe jeweils in einer ersten Zelle 17
dargestellt, die zweite Gruppe in einer zweiten Zelle 18 und die dritte Gruppe in
einer dritten Zelle 19. So entspricht der erste Produktbereich 13 der ersten Zelle
17, der zweite Produktbereich 14 der zweiten Zelle 18 und der dritte Produktbereich
15 den dritten Zellen 19. Den Zwischenbereichen 16 entsprechen Zwischenzellen 20,
den Randbereichen 8 Randzellen 21. So ist das Tabellenkalkulationsblatt 9 entsprechend
der Aufteilung nach Produktbereichen 13, 14, 15 des Stahlbandes 1 aufgeteilt.
[0079] Die Zellen 17, 18, 19, 20, 21 enthalten in dieser Darstellung die Anzahl der Oberflächenanomalien
in dem jeweiligen Bereich 13, 14, 15, 16, 8 des Stahlbandes 1. Die Zellen 17, 18,
19, 20, 21 des Tabellenkalkulationsblatt 9 sind mit unterschiedlicher Hintergrundfarbe
eingefärbt, die die Relevanz der in den Zellen 17, 18, 19, 20, 21 enthaltenen Fehler
für die Zuordnung einer Qualitätsstufe des Stahlbandes 1 angeben. Unter Qualitätsstufe
wird hier die Einhaltung bestimmter Qualitätsstandards verstanden, die für die Produktion
des Endproduktes erforderlich sind. Die Relevanz für die Qualitätsstufenbestimmung
wird durch vorgebbare Kriterien bestimmt, die wie oben beispielhaft angegeben nach
Art einer Formel in der Tabellenkalkulation angegeben werden können. So ist beispielsweise
trotz der relativ hohen Anzahl von zweiunddreißig Oberflächenanomalien in der ersten
Zelle 17 die Relevanz dieser Fehler für das zu produzierende Endprodukt gering.
[0080] Aufgrund dieser vorhandenen Relevanzdaten ist es in einfacher Weise möglich, dem
Stahlband 1 eine Qualitätsstufe zuzuweisen. Diese Zuweisung kann sowohl automatisch
als auch manuell durch einen Benutzer erfolgen. Die Aufbereitung der Daten gestattet
in vorteilhafter Weise dann, wenn die Qualitätsstufe des Stahlbands 1 nicht die Einhaltung
eines Qualitätsstandards eines herzustellenden Endprodukts erlaubt, die Qualitätsstufe
in Bezug auf ein anderes herzustellendes Endprodukt zu bestimmen. Dies kann einerseits
durch Anwendung anderer Relevanzkriterien erfolgen, die an das andere herzustellende
Endprodukt angepasst sind. Andererseits ist eine neue Gruppierung mit Gruppierungsregeln
möglich, die beispielsweise an andere Produktbereiche 13, 14, 15 und entsprechend
andere Zwischenbereiche 16 und Randbereiche 8 angepasst sind. So ist in vorteilhafter
Weise ein Qualitätsmanagement möglich, bei dem für jedes Bandmaterial ein möglichst
optimales daraus herzustellendes Endprodukt gewählt werden kann. Durch den Vergleich
einer Mehrzahl von Oberflächendaten von verschiedenen Bandmaterialien können in einfacher
Weise Fehler bei der Produktion der Bandmaterialien festgestellt und so schneller
behoben werden.
[0081] Fig. 4 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Ansicht nach Art einer Tabellenkalkulation
mit einem ersten Tabellenkalkulationsblatt 22, einem zweiten Tabellenkalkulationsblatt
23, einem dritten Tabellenkalkulationsblatt 24, einem vierten Tabellenkalkulationsblatt
25 und einem fünften Tabellenkalkulationsblatt 26. Das erste Tabellenkalkulationsblatt
22 enthält eine Liste aller vorhandenen Bandmaterialien, wobei jeweils verschiedene
Parameter jedes Bandmaterials wie eine Identifikationsnummer, eine Startzeit der Produktion,
die Länge, Breite, Dicke und das Gewicht des Bandmaterials in einzelnen Zellen aufgeführt
wird. Weiter Parameter sind die Stahlgüte, sowie der geplante Verwendungszweck, die
Rauheit und der Abnehmer des Bandmaterials. Weitere Parameter lassen sich nach Art
einer Tabellenkalkulation einfach und schnell ergänzen, indem Zeilen und/oder Spalten
hinzugefügt werden.
[0082] Das zweite 23, dritte 24, vierte 25 und fünfte 26 Tabellenkalkulationsblatt enthalten
jeweils geometrische Ansichten des gerade im ersten Tabellenkalkulationsblatt 22 ausgewählten
Bandmaterials mit den entsprechenden Gruppierungen. In jedem der vier Tabellenkalkulationsblätter
23, 24, 25, 26 ist die Relevanz der detektierten Oberflächenanomalien für einen anderen
einzuhaltenden Qualitätsstandard gezeigt, wobei die gesamte Relevanz jeweils in den
Zusammenfassungszellen 27 zusammengefasst ist. Hier lässt sich einerseits die Zahl
der relevanten Fehler anhand des Zelleninhalts ablesen und andererseits anhand der
Färbung der Zelle die gesamte Relevanz für die Einhaltung des jeweiligen Qualitätsstandards.
Im in Fig. 4 vorliegenden Beispiel wäre die dem dritten Tabellenkalkulationsblatt
24 entsprechende Verwendung die kritischste, während die dem zweiten 23 und dem fünften
Tabellenkalkulationsblatt 26 entsprechende Verwendung weniger kritisch wäre. Anhand
des für die einzelnen Verwendungen zu erzielenden Preises kann auf diese Weise eine
Optimierung des erzielbaren Erlöses erreicht werden.
[0083] Fig. 5 zeig ein zweites Ausführungsbeispiel einer Ansicht nach Art einer Tabellenkalkulation
mit einem ersten Tabellenkalkulationsblatt 22, einem zweiten Tabellenkalkulationsblatt
23, einem dritten Tabellenkalkulationsblatt 24, einem vierten Tabellenkalkulationsblatt
25, einem fünften Tabellenkalkulationsblatt 26, einem sechsten Tabellenkalkulationsblatt
28 und einem siebten Tabellenkalkulationsblatt. Das erste Tabellenkalkulationsblatt
22 enthält ähnlich wie im ersten Ausführungsbeispiel eine Liste aller zur Verfügung
stehenden Bandmaterialien mit Parametern wie einer Identifikationsnummer des Inspektionsdatensatzes,
die Herstellungslinie, auf der das Bandmaterial erzeugt wird, die Startzeit der Herstellung,
die Dauer der Herstellung, die Länge des Bandmaterials, das Kaltband, aus dem das
Stahlband hergestellt wurde, die Rauheit des Materials, die Dicke, Breite, das Gewicht
usw. Das dritte Tabellenkalkulationsblatt 24, das vierte Tabellenkalkulationsblatt
25 und das fünfte Tabellenkalkulationsblatt 26 enthalten Darstellungen, die an die
geometrischen Verhältnisse des Bandmaterials angepasst sind. Die Zeilen stellen jeweils
Daten an einer bestimmten Längskoordinate, also in Bewegungsrichtung des Bandmaterials
dar, während die Spalten die Querkoordinate des Bandmaterials indizieren. In dem dritten
Tabellenkalkulationsblatt 24 ist die Zahl der Oberflächenanomalien pro jeder Zelle
zugeordneter Gruppe von Datensätzen angegeben, während im vierten Tabellenkalkulationsblatt
25 die Abweichung der Planheit jeder Gruppe von der mittleren Planheit angegeben ist.
Im fünften Tabellenkalkulationsblatt 26 ist die Abweichung der Veredelungstemperatur
jeder Gruppe von einer mittleren Veredelungstemperatur dargestellt. Im sechsten Tabellenkalkulationsblatt
28 ist die Zusammenfassung der qualitätsrelevanten Parameter dargestellt, nämlich
die Zahl der Defekte, also der Oberflächenanomalien, die eine Einordnung in einen
Qualitätsstandard verhindern würde, sowie die mittlere Planheit des Bandmaterials,
die Veredelungstemperatur, die mittlere Breite und die daraus resultierende Qualitätsstufe.
Im siebten Tabellenkalkulationsblatt 29 ist die Abweichung von der mittleren Breite
des Bandmaterials aufgelöst für die Längskoordinate des Bandmaterials dargestellt.
Das zweite Tabellenkalkulationsblatt 23 enthält einzelne Darstellungen von Oberflächenanomalien.
Die Tabellenkalkulationsblätter 22, 23, 24, 25, 26, 28, 29 sind mit einander verknüpft,
so dass beispielsweise ein Klicken mit der Maus des Computers in eine der Zellen der
Tabellenkalkulationsblätter 24, 25, 26 die entsprechenden Abbildungen der Anomalien
in dieser Zelle der Tabellenkalkulationsblätter 24, 25, 26 im zweiten Tabellenkalkulationsblatt
23 anzeigt. Ein Klick in eine andere Spalte des ersten Tabellenkalkulationsblattes
22 führt dazu, dass die entsprechenden Daten dieses nun ausgewählten Bandmaterials
in den anderen Tabellenkalkulationsblättern 23, 24, 25, 26, 28, 29 dargestellt werden
usw.
[0084] Wie hier beispielsweise dargestellt, lassen sich so beliebige Tabellenkalkulationsblätter
mit unterschiedlichen Darstellungen, Filterungen und/oder Gruppierungen beliebig miteinander
kombinieren. Dies geschieht auf einfache Art und Weise nach Art einer Tabellenkalkulation,
die auch im wesentlichen ungeschulte Anwender durchführen können. Die Zuweisung der
Qualitätsstufe wird somit reproduzierbar und transparenter für Dritte.
[0085] Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 30 zur Steuerung
der Verarbeitung von Bandmaterialien 1 mit einer Auswertungseinheit 31. Diese umfasst
zumindest Speichermittel 32, Gruppierungsmittel 33 und Vergleichsmittel 34. Neben
weiteren möglichen Komponenten umfasst die Auswertungseinheit 31 im vorliegenden Beispiel
Auswertemittel 35, die jedoch fakultativ sind. Zur Verbindung der einzelnen Komponenten
32, 33, 34, 35 sind Datenverbindungen 36 ausgebildet. Diese können in vorteilhafter
Weise ein adressierbares Bussystem darstellen, so dass über eine gemeinsame Datenverbindung
36 alle angeschlossenen Komponenten 32, 33, 34, 35, sowie weitere angeschlossene Komponenten
einzeln adressiert angesprochen werden können. Die Datenverbindungen können sowohl
als Draht oder auch zumindest teilweise drahtlos ausgebildet sein.
[0086] In den Speichermitteln 32 sind Daten speicherbar und zwar zumindest Oberflächendaten
und/oder einem aus dem Bandmaterial 1 herzustellenden Endprodukt zuordenbare Qualitätsstandarddaten.
Die Oberflächendaten liegen in Form von nach Koordinaten der Bandoberfläche zuordenbaren
Datensätzen vor, die jeweils Oberflächendaten wie insbesondere eine Oberflächenrauhigkeit,
-planheit, eine Veredelungstemperatur und/oder eine Dicke des Bandmaterials 1 und
gegebenenfalls die Daten mindestens einer vorliegenden Oberflächenanomalie umfassen.
Die Speicherung weiterer Daten ist möglich und erfindungsgemäß. Die Gruppierungsmittel
33 dienen der Gruppierung von Oberflächendaten anhand vorgebbarer Gruppierungsregeln.
Anhand der Vergleichsmittel 34 erfolgt ein Vergleich der Oberflächendaten mit mindestens
einem vorgebbaren Qualitätsstandard. Das Ergebnis der Gruppierung in den Gruppierungsmitteln
33 und des Vergleichs in den Vergleichsmitteln 34 (die Vergleichsdaten) ist über die
Datenverbindung 36 an andere an diese angeschlossenen Komponenten übermittelbar. So
sind das Ergebnis des Vergleichs sowie die gruppierten Oberflächendaten an die Speichermittel
32 übertragbar und in diesen speicherbar.
[0087] Weiterhin sind Eingabemittel 37 und Ausgabemittel 38 ausgebildet, mittels derer Befehle
eingegeben und zumindest die Oberflächendaten ausgegeben werden können, wobei Ein-
und Ausgabe zumindest eines Tabellenkalkulationsblattes erfolgen. Die Ein- 37 und
Ausgabemittel 38 sind ebenfalls an die Datenverbindung 36 angeschlossen, so dass zur
Eingabe und Ausgabe auf die in den Speichermitteln 32 gespeicherten Daten, sowie die
von den Gruppierungsmitteln 33 und Vergleichsmitteln 34 ausgegebenen Daten zurückgegriffen
werden kann. Als Eingabemittel 37 können in vorteilhafter Weise eine Tastatur und/oder
eine Computermaus oder ähnliches ausgebildet sein, als Ausgabemittel 38 in vorteilhafter
Weise insbesondere ein Monitor. Die Eingabemittel 37 können in vorteilhafter Weise
auch zur Eingabe und/oder Festlegung der Gruppierungsregeln und/oder der Qualitätsstandards
und/oder der Vergleichsregeln zum Vergleich der Gruppen mit mindestens einem Qualitätsstandard
dienen.
[0088] Zusätzlich weist die Vorrichtung 30 Steuermittel 39 auf, die in Abhängigkeit der
von den Vergleichsmitteln 34 gelieferten Vergleichsdaten einen bestimmten Verarbeitungsprozess
des Bandmaterials 1 zur Herstellung eines Endprodukts auslösen oder das Bandmaterial
1 - beispielsweise als unbrauchbar - verwerfen. Alternativ oder zusätzlich kann hier
ein Eingriff eines Benutzers erfolgen. Unter einem bestimmten Verarbeitungsprozess
ist hier insbesondere das Zuführen des Bandmaterials zur Produktion eines bestimmten
Endproduktes zu verstehen. So können die Steuermittel in Abhängigkeit der durch die
Vergleichsmittel 34 bereitgestellten Vergleichsdaten das Bandmaterial einer Produktion
eines ersten Endprodukts (z. B. Kotflügel) oder einer Produktion eines zweiten Endprodukts
(z. B. Motorhauben) zuführen. Die Durchführung der Zuführung zu einem bestimmten Verarbeitungsprozess
kann durch einen fakultativen Steuerausgang 43 erfolgen, in dem die Steuerbefehle
der Steuermittel 39 an entsprechende Apparaturen weitergegeben werden.
[0089] Die Oberflächendaten können im Speichermittel 32 gespeichert sein oder dort von einem
Datenträger, der beispielsweise als Begleitmaterial zum Bandmaterial 1 dient, eingespeichert
werden. Zudem ist fakultativ die direkte Anbindung der Auswerteeinheit an einen Messwertaufnehmer
40 über die Datenverbindung 36 möglich und erfindungsgemäß. Über den optischen Messwertaufnehmer
40, bevorzugt eine Kamera, besonders bevorzugt eine CCD- oder CMOS-Kamera, können
Oberflächendaten einer Oberfläche 41 eines Bandmaterials 1, welches sich gegebenenfalls
in einer Bewegungsrichtung 42 bewegt, aufgenommen werden. Die Auffindung von Anomalien
kann durch die Auswertemittel 35 erfolgen. Die hier gezeigte Vorrichtung kann zumindest
in Teilen in einer integrierten Schaltung und/oder einem Computer verwirklicht sein.
Die hier gezeigte Vorrichtung eignet sich bevorzugt zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens. Auf die oben gemachten Ausführungen insbesondere zur Durchführung der
Auswertung, der Zuweisung der Qualitätsstufe, zur Gruppierung usw. wird ausdrücklich
Bezug genommen. Bei einer On-line-Anwendung des Systems ist es erfindungsgemäß auch
möglich, bei Auftreten von vorgegebenen Inhalten in bestimmten Zellen beispielsweise
Farbmarkierungen auf dem Band auszulösen oder am Bandende durch Farbmarkierungen,
Stanzungen, Lochungen oder dergleichen zur Kennzeichnung der Eigenschaften des Bandes
vorzunehmen. Dazu sind die Steuermittel 39 mit einer Markierungseinrichtung 44 verbunden.
[0090] Aufgrund der erfindungsgemäßen Aufbereitung der Oberflächendaten eines Bandmaterials
ist es mittels dieser Daten erstmals möglich, ausgehend einerseits vom Bandmaterial
und andererseits vom aus diesem herzustellenden Endprodukt bereits während der Produktion
des Bandmaterials verlässliche Aussagen über die erreichbare Qualität des Endprodukts
zu machen und/oder die aufbereiteten Oberflächendaten in einfacher Weise sowohl in
der Produktionsplanung als auch im Qualitätsmanagement einzusetzen.
Bezugszeichenliste
[0091]
- 1
- Stahlband
- 2
- Autotür
- 3
- Türbereich
- 4
- Fensterbereich
- 5
- erste Oberflächenanomalie
- 6
- zweite Oberflächenanomalie
- 7
- dritte Oberflächenanomalie
- 8
- Randbereich
- 9
- Tabellenkalkulationsblatt
- 10
- Spalte
- 11
- Zeile
- 12
- Zelle
- 13
- erster Produktbereich
- 14
- zweiter Produktbereich
- 15
- dritter Produktbereich
- 16
- Zwischenbereich
- 17
- erste Zelle
- 18
- zweite Zelle
- 19
- dritte Zelle
- 20
- Zwischenzelle
- 21
- Randzelle
- 22
- erstes Tabellenkalkulationsblatt
- 23
- zweites Tabellenkalkulationsblatt
- 24
- drittes Tabellenkalkulationsblatt
- 25
- viertes Tabellenkalkulationsblatt
- 26
- fünftes Tabellenkalkulationsblatt
- 27
- Zusammenfassungszellen
- 28
- sechstes Tabellenkalkulationsblatt
- 29
- siebtes Tabellenkalkulationsblatt
- 30
- Vorrichtung zur Steuerung der Verarbeitung von Bandmaterialien
- 31
- Auswertungseinheit
- 32
- Speichermittel
- 33
- Gruppierungsmittel
- 34
- Vergleichsmittel
- 35
- Auswertemittel
- 36
- Datenverbindung
- 37
- Eingabemittel
- 38
- Ausgabemittel
- 39
- Steuermittel
- 40
- Messwertaufnehmer
- 41
- Oberfläche
- 42
- Bewegungsrichtung
- 43
- Steuerausgang
- 44
- Markierungsmittel
1. Verfahren zur Aufbereitung von Daten eines Bandmaterials (1), insbesondere von Metall-
und/oder Papierbändern, wobei die Daten in Form von nach Koordinaten der Bandoberfläche
zuordenbaren Datensätzen vorliegen und Informationen über die Beschaffenheit des Bandes
und/oder seiner Oberfläche und/oder einer gegebenenfalls vorhandenen Anomalie (5,
6, 7) umfassen,
wobei zumindest ein Teil der Datensätze anhand von vorgebbaren Gruppierungsregeln
in Zellen (12, 17, 18, 19, 21, 29) gruppiert und gespeichert wird, deren geometrische
Anordnung auf einem Bildschirm oder einem anderen Visualisierungsmedium eine topologische
Ähnlichkeit mit einer Bandoberfläche hat, wobei der Inhalt der Zellen für eine elektronische
Weiterverarbeitung und/oder Verknüpfung mit anderen Zellen oder anderen Daten zur
Verfügung gestellt wird, wobei insbesondere der Inhalt einer Zelle nicht nur eindimensional
sein kann, sondern Quelldaten, Gruppierungsregeln und/oder Verarbeitungsformeln enthalten
und zur Verfügung stellen kann, wobei ein Datensatz einer Anomalie (5, 6, 7) zumindest
eine Anomalieart, eine Anomaliegröße und/oder eine Anomaliestärke umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass durch die Gruppierungsregeln die folgenden Gruppierungen durchgeführt wird:
- Zusammenfassung von Datensätzen, die räumlich benachbarten und/oder korrelierten
Anomalien (5, 6, 7) entsprechen,
- Zusammenfassung von Datensätzen, die Anomalien (5, 6, 7) umfassen, die alleine oder
mit anderen Anomalien (5, 6, 7) und/oder anderen Daten, insbesondere der Oberflächenrauhigkeit
oder -planheit, die Zuweisung einer Qualitätsstufe im Vergleich zu mindestens einem
Qualitätsstandard, insbesondere dem des aus dem Bandmaterial (1) herzustellenden Endprodukts
(2), ermöglichen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten in Form mindestens eines Tabellenkalkulationsblattes (22, 23, 24, 25, 26,
28, 29) mit einer Mehrzahl von in Zeilen (11) und Spalten (10) angeordneten Zellen
(12, 17, 18, 19, 29, 21) gespeichert und zur Verfügung gestellt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten Materialdaten, Farbdaten, Werte zur Oberflächenrauhigkeit, Oberflächenplanheit,
eine Veredelungstemperatur und/oder Dickenwerte des Bandmaterials (1) umfassen.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass durch die Gruppierungsregeln mindestens eine der folgenden Gruppierungen durchgeführt
wird:
a) Zusammenfassung von Datensätzen, die vorgebbaren Bereichen (13, 14, 15, 16, 8)
des Bandmaterials (1) räumlich zugeordnet werden können;
b) Zusammenfassung von Datensätzen, die gleichartigen Anomalien (5,6, 7) entsprechen;
c) Zusammenfassung von Datensätzen, die Oberflächenanomalien (5, 6, 7) mit einer Anomaliestärke
entsprechen, die innerhalb eines vorgebbaren Wertebereichs der Anomaliestärke liegen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Gruppierung nach b) und/oder nach c) Bereiche (13, 14, 15, 16, 8) des Bandmaterials
(1) berücksichtigt werden, die mindestens einem Teilbereich (13, 14, 15, 16, 8) des
aus dem Bandmaterial (1) herzustellenden Endprodukts (2) zuweisbar sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Gruppierung nach b) die geometrische Beschaffenheit des Bandmaterials (1),
insbesondere in Bezug auf durch den Produktionsprozess des Bandmaterials (1) bedingte
Ausschussbereiche, abgebildet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Zellen (12, 17,18,19, 20, 21) des Tabellenkalkulationsblattes (22,
23, 24, 25, 26, 28, 29) zumindest in Bezug auf Lage und Größe an die geometrische
Beschaffenheit des Bandmaterials (1) und/oder die Lage und/oder räumliche Ausdehnung
der Anomalien (5, 6, 7) und/oder der Gruppen auf der Bandoberfläche anpassbar sind.
8. Verfahren nach einem Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Zellen (12, 17, 18, 19, 29, 21) in Bezug auf mindestens eine der folgenden
Größen:
A) Farbe des Hintergrundes;
B) Farbe des Zelleninhalts;
C) Schraffur der Zelle;
D) Schriftart des Zelleninhalts;
E) Schrifthervorhebung des Zelleninhalts; oder
F) Schriftgröße des Zelleninhalts
so anpassbar sind, dass diese Größen A) bis F) die Relevanz für die Zuweisung der
Qualitätsstufe des aus dem Bandmaterial (1) herzustellenden Endprodukts (2) darstellen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuweisung der Qualitätsstufe relativ zu vorgebbaren Qualitätskriterien erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuweisung der Qualitätsstufe absolut erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuweisung anhand einer Formel in der Tabellenkalkulation erfolgt.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Zelle (12, 17, 18, 19, 20, 21) eines Tabellenkalkulationsblattes (22, 23,
24, 25, 26, 28, 29) mindestens ein Datensatz oder mindestens eine Gruppe zumindest
teilweise dargestellt ist.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Tabellenkalkulationsblätter (22, 23, 24, 25, 26, 28, 29) mit unterschiedlichen
Darstellungen der Oberflächendaten ausgebildet sind.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Tabellenkalkulationsblätter (22, 23, 24, 25, 26, 28, 29) miteinander verknüpfbar
sind.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vorgebbar ist, welche Teile der Daten einer Gruppe oder eines Datensatzes in einem
Tabellenkalkulationsblatt (22, 23, 24, 25, 26, 28, 29) darstellbar sind.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vorgebbar ist, in welcher Gliederung die Daten einer Gruppe oder eines Datensatzes
darstellbar sind.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit einzelnen Zellen (12, 17, 18, 19, 20, 21) Darstellungen verknüpfbar sind, die
die Daten der mit dieser Zelle (12,17, 18, 19, 20, 21) verknüpften Gruppe oder des
mit dieser Zelle (12, 17, 18, 19, 20, 21) verknüpften Datensatzes zumindest teilweise
zeigt, insbesondere zumindest mit einer grafischen Darstellung einer entsprechenden
Oberflächenanomalie (5, 6, 7).
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächendaten zumindest teilweise aus den Signalen von mindestens einem Messwertaufhehmer,
bevorzugt einer Kamera, besonders bevorzugt einer CCD-Kamera, gewonnen werden.
19. Verfahren zur Qualitätsbewertung der Oberflächen von sich bewegenden Bandmaterialien
(1), insbesondere von Metall- oder Papierbänder, bei dem Oberflächendaten nach dem
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18 aufbereitet werden und anhand dieser Daten
dem Bandmaterial (1) eine Qualitätsstufe zugewiesen wird, die bevorzugt relativ zu
einem oder mehreren vorgebbaren Qualitätsstandards ist.
20. Verfahren zum Qualitätsmanagement von Bandmaterialien (1), insbesondere von Metall-
oder Papierbändern, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verfahren nach Anspruch 19 dem Bandmaterial (1) eine Qualitätsstufe zugewiesen
wird und anhand dieser Qualitätsstufe das Bandmaterial (1) einem eine bestimmte Qualitätsstufe
benötigenden Verarbeitungsschritt zugeführt wird.
21. Verfahren zum Qualitätsmanagement von Bandmaterialien (1), insbesondere von Metall-
oder Papierbändern, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18 die Oberflächendaten aufbereitet
werden und anhand dieser Oberflächendaten der Herstellungsprozess und/oder der Verarbeitungsprozess
des Bandmaterials (1) so gestaltet wird, dass der bei der Herstellung eines Endprodukts
(2) aus dem Bandmaterial (1) anfallende Ausschuss möglichst gering ist.
22. Vorrichtung (30) zur Steuerung der Verarbeitung von Bandmaterialien (1), insbesondere
von Metall- oder Papierbändern,
mit einer Auswertungseinheit (31), die zumindest
a) Speichermittel (32) zumindest zum Speichern von nach Koordinaten der Bandoberfläche
(41) zuordenbaren Oberflächendaten und/oder einem herzustellenden Endprodukt (2) zuordenbaren
Qualitätsstandarddaten,
b) Gruppierungsmittel (33) zum Gruppieren der Oberflächendaten anhand vorgebbarer
Gruppierungsregeln, wobei eine Gruppe zumindest einen Datensatz der Oberflächendaten
umfasst, und
c) Vergleichsmittel (34) zum Vergleichen der Gruppen von Oberflächendaten mit mindestens
einem vorgebbaren Qualitätsstandard,
umfasst,
mit Ein- (37) und Ausgabemitteln (38), die der Eingabe von Befehlen und zumindest
der Ausgabe der Oberflächendaten aus der Auswertungseinheit (31) dienen und die über
entsprechende Datenverbindungen (36) mit der Auswertungseinheit (31) verbunden sind,
mit Steuermitteln (39), die über Datenverbindungen (36) zumindest mit der Auswerteeinheit
(31), den Ein- (37) und/oder den Ausgabemitteln (38) verbunden ist,
wobei Ein- (37) und Ausgabemittel (38) so zusammenwirken, dass eine Anzeige und Verarbeitung
der Oberflächendaten, sowie eine entsprechende Eingabe der Gruppierungsregeln und/oder
von Vergleichsregeln, die zum Vergleich der Gruppen mit mindestens einem Qualitätsstandard
in Form mindestens eines Tabellenkalkulationsblattes (22, 23, 24, 25, 26, 28, 29)
erfolgen,
wobei die Steuermittel (39) aufgrund der durch die Vergleichsmittel (34) gelieferten
Vergleichsdaten und/oder aufgrund einer Eingabe eines Benutzers einen bestimmten Verarbeitungsprozess
des Bandmaterials (1) zur Herstellung eines Endprodukts (2) auslösen oder das Bandmaterial
(1) verwerfen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung geeignet und bestimmt ist, das Verfahren nach einem der Ansprüche
1 bis 21 durchzuführen.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel (39) mit einer Markierungseinrichtung (44) verbunden sind, insbesondere
zur Färbung oder Lochung eines Bandmaterials (1) nach vorgebbaren Kriterien und/oder
an Stellen mit besonderen Anomalien.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mindestens einen Messwertaufnehmer (40), bevorzugt eine Kamera, besonders
bevorzugt eine CCD- oder CMOS-Kamera aufweist, der Oberflächendaten aufnimmt, wobei
der Messwertaufnehmer (40) über Datenverbindungen (36) mit der Auswerteeinheit (31)
verbunden ist und die Oberflächendaten an die Auswerteeinheit (31) überträgt.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass Auswertemittel (35) ausgebildet sind, die anhand der Oberflächendaten Oberflächenanomalien
(5, 6, 7) auf der Oberfläche (41) des Bandmaterials (1) feststellen.
1. A method for processing data of a strip material (1), in particular of metal and/or
paper strips, wherein the data are present in the form of data records which can be
associated with the strip surface according to coordinates and which include information
about the condition of the strip and/or the surface thereof and/or an anomaly (5,
6, 7) which may be present,
wherein at least a part of the data records are grouped and stored in cells (12, 17,
18, 19, 21, 29) on the basis of predeterminable grouping rules, the geometric configuration
of these cells having a topological similarity to the strip surface on a screen or
another visualization medium, wherein the contents of the cells are available for
further electronic processing and/or linking to other cells or other data, wherein
in particular the contents of a cell may not be just one-dimensional but may contain
and make available source data, grouping rules and/or processing formulae, wherein
a data record of an anomaly (5, 6, 7) includes at least one anomaly type, an anomaly
size and/or an anomaly severity,
characterized in that the following groupings are carried out using the grouping rules:
- combining data records which correspond to spatially adjacent and/or correlated
anomalies (5, 6, 7),
- combining data records which include anomalies (5, 6, 7) which, alone or with other
anomalies (5, 6, 7) and/or with other data, in particular the surface roughness or
planarity, enable the assignment of a quality level in comparison to at least one
quality standard, in particular of the end product (2) to be produced from the strip
material (1).
2. The method according to claim 1, characterized in that the data are stored and made available in the form of at least one spreadsheet (22,
23, 24, 25, 26, 28, 29) having a plurality of cells (12, 17, 18, 19, 29, 21) arranged
in rows (11) and columns (10).
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that the data comprise material data, color data, values relating to surface roughness,
surface planarity, a finishing temperature and/or thickness values of the strip material
(1).
4. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that at least one of the following groupings is carried out using the grouping rules:
a) combining data records which can be spatially associated with predeterminable areas
(13, 14, 15, 16, 8) of the strip material (1);
b) combining data records which correspond to identical anomalies (5, 6, 7);
c) combining data records which correspond to surface anomalies (5, 6, 7) having an
anomaly severity which is within a predeterminable value range of the anomaly severity.
5. The method according to claim 4, characterized in that during a grouping operation according to b) and/or according to c), areas (13, 14,
15, 16, 8) of the strip material (1) are taken into account which can be assigned
to at least one subarea (13, 14, 15, 16, 8) of the end product (2) to be produced
from the strip material (1).
6. The method according to claims 5 or 6, characterized in that during a grouping operation according to b), the geometric condition of the strip
material (1) is imaged, in particular with respect to scrap areas resulting from the
production process of the strip material (1).
7. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the individual cells (12, 17, 18, 19, 20, 21) of the spreadsheet (22, 23, 24, 25,
26, 28, 29) can be matched, at least with respect to position and size, to the geometric
condition of the strip material (1) and/or the position and/or the spatial extent
of the anomalies (5, 6, 7) and/or groups on the strip surface.
8. The method according to one of claims 1 to 7,
characterized in that the individual cells (12, 17, 18, 19, 29, 21) can be matched with respect to at least
one of the following variables:
A) color of the background;
B) color of the cell contents;
C) shading of the cell;
D) font of the cell contents;
E) font emphasis of the cell contents; or
F) font size of the cell contents
so that the variables A) to F) represent the relevance for the assignment of the quality
level of the end product (2) to be produced from the strip material (1).
9. The method according to one of claims 1 to 8, characterized in that the assignment of the quality level takes place relative to predeterminable quality
criteria.
10. The method according to one of claims 1 to 8, characterized in that the quality level is assigned on an absolute basis.
11. The method according to claim 9 or 10, characterized in that the assignment takes place on the basis of a formula in the spreadsheet calculation.
12. The method according to one of the preceding claims, characterized in that at least one data record or at least one group is represented at least partially
in one cell (12, 17, 18, 19, 20, 21) of a spreadsheet (22, 23, 24, 25, 26, 28, 29).
13. The method according to one of the preceding claims, characterized in that a plurality of spreadsheets (22, 23, 24, 25, 26, 28, 29) are formed with different
representations of the surface data.
14. The method according to claim 13, characterized in that the spreadsheets (22, 23, 24, 25, 26, 28, 29) can be linked to one another.
15. The method according to one of the preceding claims, characterized in that it is possible to predetermine which parts of the data of a group or of a data record
can be represented in a spreadsheet (22, 23, 24, 25, 26, 28, 29).
16. The method according to one of the preceding claims, characterized in that it is possible to predetermine the breakdown in which the data from a group or from
a data record can be represented.
17. The method according to one of the preceding claims, characterized in that individual cells (12, 17, 18, 19, 20, 21) can be linked to representations which
at least partially show the data of the group linked to this cell (12, 17, 18, 19,
20, 21) or of the data record linked to this cell (12, 17, 18, 19, 20, 21), and in
particular individual cells can be linked at least to a graphical representation of
a corresponding surface anomaly (5, 6, 7).
18. The method according to one of the preceding claims, characterized in that at least some of the surface data are obtained from the signals from at least one
measured value recorder, preferably a camera, particularly preferably a CCD camera.
19. A method for quality assessment of the surface of moving strip materials (1), in particular
of metal or paper strips, in which surface data are processed using the method according
to one of claims 1 to 18, and on the basis of these data a quality level which is
preferably relative to one or more predeterminable quality standards is assigned to
the strip material (1).
20. A method for quality management of strip materials (1), in particular of metal or
paper strips, characterized in that, using the method according to claim 19, a quality level is assigned to the strip
material (1), and on the basis of this quality level the strip material (1) is supplied
to a processing step which requires a specific quality level.
21. A method for quality management of strip materials (1), in particular of metal or
paper strips, characterized in that, using the method according to one of claims 1 to 18, the surface data are processed,
and on the basis of these surface data the production process and/or the process of
processing the strip material (1) is configured so that the least possible scrap occurs
during the production of an end product (2) from the strip material (1).
22. An apparatus (30) for controlling the processing of strip materials (1), in particular
of metal or paper strips,
having an evaluation unit (31) which comprises at least
a) storage means (32) at least for storing surface data to be associated with the
strip surface (41) according to coordinates and/or quality standard data to be associated
with an end product (2) to be produced,
b) grouping means (33) for grouping the surface data on the basis of predeterminable
grouping rules, wherein a group includes at least one data record of the surface data
and
c) comparison means (34) for comparing the groups of surface data to at least one
predeterminable quality standard,
having input means (37) and output means (38) which are used for inputting commands
and at least outputting the surface data from the evaluation unit (31), and which
are connected to the evaluation unit (31) via corresponding data links (36),
having control means (39) which are connected via data links (36) at least to the
evaluation unit (31), the input means (37) and/or the output means (38),
wherein the input means (37) and the output means (38) interact so that display and
processing of the surface data take place, as well as a corresponding input of the
grouping rules and/or of comparison rules for comparison of the groups to at least
one quality standard in the form of at least one spreadsheet (22, 23, 24, 25, 26,
28, 29),
wherein the control means (39) initiate a specific process for processing the strip
material (1) in order to produce an end product (2) or to reject the strip material
(1) on the basis of the comparison data supplied by the comparison means (34) and/or
on the basis of a user input,
characterized in that the apparatus is suitable and intended for carrying out the method according to one
of claims 1 to 21.
23. The apparatus according to claim 22, characterized in that the control means (39) are connected to a marking device (44), in particular for
coloring or perforating a strip material (1) on the basis of predeterminable criteria
and/or at locations with particular anomalies.
24. The apparatus according to claim 22 or 23, characterized in that the apparatus includes at least one measured value recorder (40), preferably a camera,
particularly preferably a CCD or CMOS camera, which records surface data, wherein
the measured value recorder (40) is connected to the evaluation unit (31) via data
links (36) and transmits the surface data to the evaluation unit (31).
25. The apparatus according to claim 24, characterized in that evaluation means (35) are provided which detect surface anomalies (5, 6, 7) on the
surface (41) of the strip material (1) on the basis of the surface data.
1. Procédé de traitement de données d'une matière en bande (1), en particulier de bandes
de métal et/ou de papier, les données se présentant sous la forme d'ensembles de données
pouvant être associés à la surface de la bande selon les coordonnées, et comportant
des informations sur l'état de la bande et/ou de sa surface et/ou d'une anomalie (5,
6, 7) éventuellement existante,
au moins une partie des ensembles de données étant regroupée et mémorisée, selon des
règles de regroupement prédéterminées, en cellules (12, 17, 18, 19, 21, 29) dont la
disposition géométrique sur un écran ou un support de visualisation présente une similitude
topologique avec une surface de la bande, le contenu des cellules étant disponible
pour un traitement électronique ultérieur et/ou une combinaison avec d'autres cellules
ou d'autres données, en particulier le contenu d'une cellule non seulement pouvant
être unidimensionnel, mais contenant des données source, des règles de regroupement
et/ou des formules de traitement et pouvant être disponibles, un ensemble de données
d'une anomalie (5, 6, 7) comportant au moins un type d'anomalie, un paramètre d'anomalie
et/ou une épaisseur d'anomalie,
caractérisé en ce que les regroupement suivants sont effectués selon les règles de regroupement :
- regroupement d'ensembles de données qui correspondent à des anomalies (5, 6, 7)
spatialement adjacentes et/ou corrélées,
- regroupement d'ensembles de données qui comportent des anomalies (5, 6, 7) qui permettent
seuls ou en combinaison avec d'autres anomalies (5, 6, 7) et/ou d'autres données,
en particulier la rugosité ou la planéité de surface, l'attribution d'un niveau de
qualité par rapport à au moins une norme de qualité, notamment celle du produit final
(2) qui doit être fabriqué à partir de la matière en bande (1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les données sont mémorisées et disponibles sous la forme d'au moins une feuille de
tableur (22, 23, 24, 25, 26, 28, 29) qui comprend une pluralité de cellules (12, 17,
18, 19, 29, 21) disposées en lignes (11) et en colonnes (10).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les données comportent de données de matière, des données de couleur, des valeurs
de rugosité de surface, des valeurs de planéité de surface, une température de transformation
et/ou des valeurs d'épaisseur de la matière en bande (1).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins un des regroupements suivants est effectué selon les règles de regroupement
:
a) regroupement d'ensembles de données qui peuvent être associés spatialement à des
zones prédéterminées (13, 14, 15, 16, 8) de la matière en bande (1) ;
b) regroupement d'ensembles de données qui correspondent à des anomalies similaires
(5, 6, 7) ;
c) regroupement d'ensembles de données qui correspondent à des anomalies de surface
(5, 6, 7) ayant une épaisseur d'anomalie qui est située dans une gamme de valeurs
prédéterminées de l'épaisseur d'anomalie.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que, dans un regroupement selon b) et/ou c) des zones (13, 14, 15, 16, 8) de la matière
en bande (1) sont prises en compte qui peuvent être attribuées au moins à une zone
partielle (13, 14, 15, 16, 8) de la matière en bande (1) du produit final (2) qui
doit être fabriqué à partir de la matière en bande (1).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que, pour un regroupement selon b), l'état géométrique de la matière en bande (1) est
formé en particulier par rapport à des zones de déchets dues au procédé de production
de la matière en bande (1).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les cellules individuelles (12, 17, 18, 19, 20, 21) de la feuille de tableur (22,
23, 24, 25, 26, 28, 29) sont adaptables au moins par rapport à la position et au paramètre
de l'état géométrique de la matière en bande (1) et/ou de la position et/ou l'étendue
spatiale des anomalies (5, 6, 7) et/ou des groupements sur la surface de la bande.
8. Procédé selon les revendications I à 7,
caractérisé en ce que les cellules individuelles (12, 17, 18, 19, 29, 21) sont adaptables par rapport à
au moins une des paramètres suivants :
A) couleur de l'arrière-plan ;
B) couleur du contenu de la cellule ;
C) hachure de la cellule ;
D) la police du contenu de la cellule ;
E) accentuation des caractères du contenu des cellules ; ou
F) taille des caractères du contenu cellulaire
de sorte que ces paramètres A) à F) représentent la pertinence pour l'attribution
du niveau de qualité du produit final (2) qui doit être fabriqué à partir de la matière
en bande (I).
9. Procédé selon l'une des revendications I à 8, caractérisé en ce que l'attribution du niveau de qualité est effectuée par rapport à des critères de qualité
prédéterminables.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'attribution du niveau de qualité est effectuée de façon absolue.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que l'attribution est effectuée sur la base d'une formule dans le tableur.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un ensemble de données ou au moins un regroupement est au moins partiellement
représenté dans une cellule (12, 17, 18, 19, 20, 21) d'une feuille de tableur (22,
23, 24, 25, 26, 28, 29).
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une pluralité de feuilles de tableur (22, 23, 24, 25, 26, 28, 29) sont formées avec
des représentations différentes des données de surface.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que les feuilles de tableur (22, 23, 24, 25, 26, 28, 29) peuvent être combinées entre
elles.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on peut prédéterminer quelles parties des données d'un groupe ou d'un ensemble
de données peuvent être représentées dans une feuille de tableur (22, 23, 24, 25,
26, 28, 29).
16. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on peut prédéterminer dans lequel regroupement les données d'un groupe ou d'un
ensemble de données peuvent être représentées.
17. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on peut combiner à chaque cellule (12, 17, 18, 19, 20, 21) des représentations
qui indiquent au moins partiellement les données du groupe combiné à cette cellule
(12, 17, 18, 19, 20, 21) ou de l'ensemble de données combiné à cette cellule (12,
17, 18, 19, 20, 21), en particulier au moins avec une représentation graphique d'une
anomalie surface (5, 6, 7) correspondante.
18. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les données de surface sont obtenues au moins partiellement à partir des signaux
d'au moins un capter de valeur de mesure, de préférence une caméra, de façon particulièrement
préférée une caméra CCD.
19. Procédé d'évaluation de la qualité de la surface de matières en bande (1) en mouvement,
en particulier de bandes de métal ou de papier, dans lequel des données de surface
sont traitées conformément au procédé selon l'une des revendications 1 à 18 et un
niveau de qualité, qui se rapporte de préférence à une ou plusieurs normes de qualité
prédéterminables, est attribué à la matière en bande (1) sur la base de ces données.
20. Procédé de gestion de la qualité des matières en bande (1), en particulier de bandes
de métal ou de papier, caractérisé en ce qu'un niveau de qualité est attribué à la matière en bande (1) conformément au procédé
de la revendication 19 et, sur la base de ce niveau de qualité, la matière en bande
(1) est amenée à une étape de traitement nécessitant un certain niveau de qualité.
21. Procédé de gestion de la qualité de matière en bande (1), en particulier de bande
de métal ou de papier, caractérisé en ce que les données de surface sont traitées conformément au procédé selon l'une des revendications
I à 18 et, sur la base de ces données de surface, le procédé de fabrication et/ou
de traitement de la matière en bande (1) est conçu de façon à réduire au minimum les
déchets produits lors de la fabrication d'un produit final (2) à partir de la matière
en bande (1).
22. Dispositif (30) de commande du traitement de matières en bande (1), en particulier
de bandes de métal ou de papier, qui comprend
une unité d'évaluation (31) qui comporte au moins
a) des moyens de mémorisation (32) destinés à mémoriser des données de surface pouvant
être associées à la surface (41) de la bande selon les coordonnées et/ou des données
de norme de qualité pouvant être associées à un produit final (2) à fabriquer,
b) des moyens de regroupement (33) destinés à regrouper les données de surface en
fonction de règles de regroupement prédéterminables, un groupe comportant au moins
un ensemble de données des données de surface, et
c) des moyens de comparaison (34) destinés à comparer des groupes de données de surface
avec au moins une norme de qualité prédéterminable,
des moyens d'entrée (37) et des moyens de sortie (38) qui servent à entrer des instructions
et au moins délivrer des données de surface à partir de l'unité d'évaluation (31)
et qui sont reliés à l'unité d'évaluation (31) par des liaisons de données (36) correspondantes,
des moyens de commande (39) qui sont reliés par des liaisons de données (36) au moins
à l'unité d'évaluation (31), aux moyens d'entrée (37) et/ou aux moyens de sortie (38),
lesdits moyens d'entrée (37) et les moyens de sortie (38) coopérant de façon à effectuer
l'affichage et le traitement des données de surface et l'entrée correspondante des
règles de regroupement et/ou des règles de comparaison pour comparer les groupes avec
au moins une norme de qualité sous la forme d'au moins une feuille de tableur (22,
23, 24, 25, 26, 28, 29),
les moyens de commande (39) déclenchant un procédé de traitement spécifique de la
matière en bande (1) pour la fabrication d'un produit final (2) ou le rejet de la
matière en bande (1) sur la base des données de comparaison délivrées par les moyens
de comparaison (34) et/ou d'une entrée d'un utilisateur,
caractérisé en ce que le dispositif est approprié et destiné à mettre en oeuvre le procédé selon l'une
des revendications 1 à 21.
23. Dispositif selon la revendication 22, caractérisé en ce que les moyens de commande (39) sont reliés à un dispositif de repérage (44), en particulier
par coloration ou perçage d'une matière en bande (1) selon des critères prédéterminables
et/ou à des emplacements d'anomalies particulières.
24. Disposition selon la revendication 22 ou 23, caractérisé en ce que le dispositif comprend au moins un capteur de valeurs de mesure (40), de préférence
une caméra, de façon particulièrement préférée une caméra CCD ou CMOS, qui enregistre
des données de surface, le capteur de valeurs de mesure (40) étant relié à l'unité
d'évaluation (31) par des liaisons de données (36) et transmettent les données de
surface à l'unité d'évaluation (31).
25. Dispositif selon la revendication 24, caractérisé en ce que des moyens d'évaluation (35) sont configurés pour détecter des anomalies de surface
(5, 6, 7) sur la surface (41) de la matière en bande (1) sur la base des données de
surface.