[0001] Die Erfindung betrifft einen Schutzhelm mit einem Gasmessgerät.
[0002] Schutzhelme werden im Bereich der Feuerwehr, der Industrie, bei Rettungskräften oder
im Militärbereich eingesetzt. Schutzhelme sind Bestandteil einer persönlichen Schutzausrüstung,
die auch einen Schutzanzug, eine Schutzbrille und Zusatzkomponenten wie eine Kommunikationseinrichtung
umfassen kann. Zur Befestigung von Zusatzkomponenten sind am Schutzhelm entsprechende
Adapter vorhanden, um Funktionszubehör befestigen zu können.
[0003] Die
US 5,659,296 betrifft eine Vorrichtung zum Überwachen von Umgebungsluft, die von der äußeren Umgebung
entlang eines Durchfluss-Pfades durch eine Atemschutzmasken-Patrone und in eine Gesichtsmaske
strömt. Ein Prozessorgehäuse ist lösbar mit dem Durchfluss-Pfadweg gekoppelt. In dem
Gehäuse ist ein Sensor vorgesehen, der die Eigenschaft hat, die Konzentration eines
Bestandteils der Umgebungsluft in dem Durchfluss-Pfad zu messen. Außerdem ist in dem
Gehäuse ein Indikator vorgesehen, der in Reaktion auf ein Konzentrationssignal eine
aktive Anzeige zur Verfügung stellt.
[0004] Die
US 2006/0125623 A1 beschreibt ein System und ein Verfahren zum Identifizieren, Auswerten und Überwachen
gefährlicher Bedingungen. Dieses System kann durch Sicherheitspersonal getragen werden,
um Bedingungen des Geräts, wie zum Beispiel eine niedrige Versorgungsspannung, Umgebungsbedingungen,
wie zum Beispiel eine Temperatur, und/oder physiologische Bedingungen zu erfassen,
wie zum Beispiel die Herzfrequenz eines Trägers.
[0005] Die
US 2002/0190866 A1 offenbart ein Beatmungssystem für einen Arbeiter, der in einer Umgebung mit gefährlichen
Luftschadstoffen arbeitet, das eine Atemschutzmaske, einen Helm, eine Kamera und einen
Gasproben-Analysator aufweist, der zur Analyse von Gasproben geeignet ist. Ein HF-Sender
sendet ein Signal an einen entfernten Empfänger.
[0006] Aus der
DE 10 2005 024 507 B3 geht ein Schutzhelm mit einem umlaufenden Modulring hervor, der mehrere, in Längsrichtung
des Modulringes beabstandete Steckschlitze aufweist. Zu den Steckschlitzen sind komplementäre
Steckelemente vorgesehen, mit denen die Funktionskomponenten am Schutzhelm befestigt
werden können. Das Funktionszubehör umfasst beispielsweise Visiere, Gehörschutz, Maskenadapter,
Lampen, Infrarot- oder Videokameras, Stromquellen, mechanische Hilfsmittel und auch
Kommunikationseinrichtungen.
[0007] Schutzhelme bestehen üblicherweise aus einer harten Außenschale und einer flexiblen
Innenausstattung, die zur Anpassung des Schutzhelms an die unterschiedlichen Kopfformen
der Schutzhelmträger dient. Ein Schutzhelm der genannten Art geht beispielhaft aus
der
CH 438 755 A hervor. Die Innenausstattung besitzt einen Tragring, der am Kopf des Schutzhelmträgers
anliegt.
[0008] Gasmessgeräte, die in einer Schadgasatmosphäre zur Schutzausrüstung gehören, sind
als mobile Geräte mittels einer Halterung an Kleidungsstücken oder an einem Gürtel
befestigt. Ein mobiles Gasmessgerät mit einer Halterung geht beispielhaft aus der
DE 198 31 893 C2 hervor.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schutzhelm derart zu verbessern,
dass eine Schadgasüberwachung im Sichtbereich des Helmträgers ohne Beeinträchtigung
des Tragekomforts ermöglicht ist.
[0010] Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0011] Eine vorteilhafte Verwendung eines modularen Gasmessgerätes an einem Schutzhelm ist
in Patentanspruch 5 angegeben.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
[0013] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, das Gasmessgerät in modulartige Komponenten, wie
ein Energieversorgungsmodul, ein Anzeigemodul, ein Alarmgebermodul und ein Sensormodul
als miteinander in Wirkverbindung stehende Baugruppen zu unterteilen und dabei das
Sensormodul so zu positionieren, dass die Gaskonzentration im Gesichtsbereich des
Helmträgers erfasst und ausgewertet wird.
[0014] Der Helmträger wird so frühzeitig gewarnt, wenn der Mund- oder Nasenbereich des Gesichts
mit einer Schadgasatmosphäre kontaktiert wird. Das Alarmgebermodul, das sowohl einen
akustischen als auch einen Vibrationsalarm umfassen kann, wird bevorzugt in der Nähe
der Ohren angebracht, wobei der Vibrationsalarm unmittelbar auf den Kopf übertragen
wird. Besonders zweckmäßig ist es dabei, das Alarmgebermodul unmittelbar an der Innenausstattung
des Schutzhelms zu befestigen.
[0015] Das Energieversorgungsmodul wird bevorzugt in der Mitte des Schutzhelmes platziert,
um eine symmetrische Gewichtsverteilung zu erreichen. Das Energieversorgungsmodul
befindet sich entweder unmittelbar an der Außenschale des Schutzhelmes oder es ist
an der Innenausstattung angebracht.
[0016] Die optische Anzeige des Anzeigemoduls kann beispielsweise in Form einer LCD-Anzeigefläche
in den Schutzhelm oder eine an dem Schutzhelm befestigte Atemschutzmaske integriert
sein. Besonders bevorzugt weist das Anzeigemodul eine Projektionseinheit auf, mit
der Messwerte oder Alarmmeldungen auf einer vor dem Anwender liegende Projektionsfläche,
zum Beispiel eine Wand oder der Fußboden, abgebildet werden. Durch die Projektion
werden in Abhängigkeit von der Entfernung der Projektionseinheit zur Projektionsfläche
sowohl Messwerte als auch Alarmmeldungen vergrößert dargestellt, so dass sie vom Schutzhelmträger
besonders gut wahrgenommen werden können. Als Alternative zu einer Projektionseinheit
kann auch ein Laserscanner verwendet werden, der den Messwert auf die vor dem Anwender
liegende Projektionsfläche schreibt. Die Projektionsfläche kann auch innerhalb einer
am Schutzhelm befestigten Atemschutzmaske liegen. Durch die Projektion des Messwertes
oder einer Alarmmeldung auf eine vor dem Helmträger liegende Fläche können auch andere
Personen, die sich in der Nähe des Helmträgers aufhalten, die Messwerte verfolgen
und eine Alarmmeldung zur Kenntnis nehmen.
[0017] Das Sensormodul wird bevorzugt im Gesichtsbereich des Helmträgers befestigt. Somit
wird der Helmträger zuverlässig gewarnt, sobald Schadgase in den Einatembereich gelangen.
Das kann beispielsweise vorkommen, wenn der Helmträger mit dem Kopf in einen mit Schadgas
beladenen Bereich kommt, beispielsweise wenn er eine Grube oder einen Kanal inspiziert.
[0018] In vorteilhafter Weise ist im Seitenbereich des Schutzhelmes ein Bedienmodul vorgesehen,
welches einen Leuchtring und einen innerhalb des Leuchtringes liegenden Betätigungsknopf
umfasst. Der Leuchtring ist so ausgebildet, dass er Licht in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen
emittieren kann. So zeigt zum Beispiel eine hellblaue Farbgebung an, dass das Gasmessgerät
betriebsbereit ist. Leuchtet demgegenüber der Leuchtring in roter Farbe, ist das ein
Indiz für eine Grenzwertüberschreitung der Gaskonzentration. Mit dem Betätigungsknopf
können Alarme oder Statusanzeigen durch den Helmträger bestätigt oder zurückgesetzt
werden. Der Leuchtring ist eine zusätzliche Anzeigekomponente, die Außenstehenden
zeigt, ob das vom Helmträger mitgeführte Gasmessgerät betriebsbereit ist und ob ein
Warnzustand bei der gemessenen Gaskonzentration vorliegt.
[0019] In vorteilhafter Weise ist an der Unterseite des Schutzhelmes ein U-förmig verlaufendes
LED-Modul angebracht. Dieses LED-Modul besteht aus einer Vielzahl von Einzel - LEDs,
die gleichmäßig verteilt auf der Basisfläche des LED-Moduls angeordnet sind. Das LED-Modul
ist eine zusätzliche Anzeigekomponente, mit der ebenfalls Alarm- oder Warnzustände
angezeigt werden können.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Figur gezeigt und im Folgenden näher
erläutert.
[0021] Es zeigen
- Figur 1
- den schematischen Aufbau eines modulartigen Gasmessgerätes,
- Figur 2
- das Gasmessgerät nach der Figur 1 an einem Schutzhelm und
- Figur 3
- beispielhaft eine Alarmausgabe.
[0022] Figur 1 zeigt schematisch den Aufbau eines Gasmessgerätes 1, das aus einem Energieversorgungsmodul
2, enthaltend eine Auswerteschaltung 3 und ein Batteriepaket 4, ein Sensormodul 5,
ein Anzeigemodul 6 und ein Alarmgebermodul 7 enthält. Ferner weist das Gasmessgerät
1 ein Bedienmodul 8 mit einem Betätigungsknopf 9 und einem Leuchtring 10 und ein sich
hufeisenförmig an der Unterseite eines in der Figur 1 nicht näher dargestellten Schutzhelmes
verlaufendes LED-Modul 11 auf.
[0023] Das Anzeigemodul 6 enthält eine Projektionseinheit 12, die Mess- und Statusdaten
auf eine vor dem Helmträger liegende Projektionsfläche 13 abbildet. Die
[0024] Module 5, 6, 7, 8, 11 sind über Signalleitungen 14 mit der Auswerteschaltung 3 verbunden.
[0025] Figur 2 veranschaulicht in perspektivischer Darstellung einen Schutzhelm 15 mit einer
Außenschale 16 und einer Innenausstattung 17, wobei an einem seitlich an der Außenschale
15 angebrachten Arm 18 das Sensormodul 5 und das Anzeigemodul 6 mit der Projektionseinheit
12 befestigt sind. An der Seitenfläche des Schutzhelmes 15 ist das Bedienmodul 8 mit
dem Betätigungsknopf 9 und dem um den Betätigungsknopf 9 herum angeordneten Leuchtring
10 angebracht. Ebenfalls im Seitenbereich ist das Alarmgebermodul 7 in Form eines
akustischen Alarmgebers mit einem Vibrationsalarm angeordnet. An der Unterseite des
Schutzhelmes 15 erstreckt sich das U-förmig ausgebildete LED-Modul 11.
[0026] Das Energieversorgungsmodul 2 ist an der Innenseite der Außenschale 16 befestigt
und befindet sich etwa in der Mitte des Schutzhelmes 15.
[0027] Der Leuchtring 10 ist so ausgebildet, dass Anzeigen in unterschiedlichen Farben möglich
sind. Die Farbe rot bedeutet, dass ein Gaskonzentrationsgrenzwert überschritten wurde.
Eine entsprechende Warnung wird sowohl über die Projektionseinheit 12 und das LED-Modul
11 und auch das Alarmgebermodul 7 ausgegeben. Der Helmträger wird so auf unterschiedliche
Weise gewarnt, dass eine Grenzwertüberschreitung bei der Gaskonzentration vorliegt.
Sofern der Leuchtring 10 nicht hinterleuchtet ist, ist das Gasmessgerät 1 nicht betriebsbereit
und ausgeschaltet. Ein hellblau leuchtendes Feld zeigt demgegenüber die Betriebsbereitschaft
des Gasmessgerätes an. Beim Wechsel der Farbe von hellblau auf grün handelt es sich
um einen durch Druck auf den Betätigungsknopf 9 zu bestätigenden Alarm.
[0028] Figur 3 zeigt ein Beispiel für eine von der Projektionseinheit 12 ausgegebene Warnmeldung.
Die rote Warnmeldung auf der Projektionsfläche 13 zeigt im vorliegenden Fall eine
Grenzwertüberschreitung für Kohlenmonoxid an.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0029]
- 1
- Gasmessgerät
- 2
- Energieversorgungsmodul
- 3
- Auswerteschaltung
- 4
- Batteriepaket
- 5
- Sensormodul
- 6
- Anzeigemodul
- 7
- Alarmgebermodul
- 8
- Bedienmodul
- 9
- Betätigungsknopf
- 10
- Leuchtring
- 11
- LED-Modul
- 12
- Projektionseinheit
- 13
- Projektionsfläche
- 14
- Signalleitung
- 15
- Schutzhelm
- 16
- Außenschale
- 17
- Innenausstattung
- 18
- Arm
1. Schutzhelm mit einem Gasmessgerät, wobei das Gasmessgerät in modularer Bauweise mindestens
- ein Energieversorgungsmodul (2),
- ein Anzeigemodul (6),
- ein Alarmgebermodul (7) und
- ein Sensormodul (5) als miteinander in Wirkverbindung stehende Baugruppen umfasst,
- wobei der Schutzhelm (15) aus einer Außenschale (16) und einer Innenausstattung
(17) besteht,
- wobei die Module (2, 5, 6, 7) an der Innenausstattung (17) oder der Außenschale
(16) derart befestigt sind, dass das Sensormodul (5) auf den Mund- oder Nasenbereich
des Helmträgers ausgerichtet ist, und
- wobei an der Unterseite des Schutzhelmes (15) ein U-förmig verlaufendes LED-Modul
(11) vorhanden ist, wobei das LED-Modul (11) zur Anzeige eines Alarm- oder Warnzustandes
vorgesehen ist.
2. Schutzhelm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigemodul (6) eine Projektionseinheit (12) zur Ausgabe von Mess- oder Statusdaten
auf einer Projektionsfläche (13) umfasst.
3. Schutzhelm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasmessgerät (1) ein Bedienmodul (8) mit einem in unterschiedlichen Farben emittierenden
Leuchtring (10) zur Anzeige von Status- oder Alarmzuständen enthält.
4. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Alarmgebermodul (7) einen akustischen Alarmgeber oder einen Vibrationsalarm umfasst.
5. Verwendung eines modularen Gasmessgerätes, umfassend ein Energieversorgungsmodul (2),
ein Anzeigemodul (6), ein Alarmgeber-Modul (7) und ein Sensormodul (5) an einem Schutzhelm
(15) nach einem der Ansprüche 1 bis 4.
1. A protective helmet having a gas-measuring device, wherein the gas-measuring device
comprises, in a modular construction, at least
- an energy-supply module (2),
- a display module (6),
- an alarm-generator module (7), and
- a sensor module (5) as assemblies that are operatively connected together,
- wherein the protective helmet (15) consists of an outer shell (16) and an inner
fitting (17),
- wherein the modules (2, 5, 6, 7) are secured to the inner fitting (17) or the outer
shell (16) in such a way that the sensor module (5) is aligned with the mouth region
or nose region of the wearer of the helmet, and
- wherein provided on the underside of the protective helmet (15) there is an LED-module
(11) extending in a U-shaped manner, wherein the LED-module (11) is provided to display
an alarm state or warning state.
2. A protective helmet according to claim 1, characterised in that the display module (6) comprises a projection unit (12) to output measurement data
or status data on a projection surface (13).
3. A protective helmet according to claim 1 or 2, characterised in that the gas-measuring device (1) contains an operating module (8) with a lighting ring
(10) emitting in different colours to display status states or alarm states.
4. A protective helmet according to one of claims 1 to 3, characterised in that the alarm-generator module (7) comprises an acoustic alarm-generator or a vibration
alarm.
5. Use of a modular gas-measuring device, comprising an energy-supply module (2), a display
module (6), an alarm-generator module (7) and a sensor module (5) on a protective
helmet (15) according to one of claims 1 to 4.
1. Casque de protection doté d'un appareil de mesure de gaz, lequel appareil de mesure
de gaz de conception modulaire comprend au moins
- un module d'alimentation en énergie (2),
- un module d'affichage (6),
- un module donneur ou générateur d'alarme (7) et
- un module capteur (5) en tant que sous-ensembles en liaison active les uns avec
les autres,
- le casque de protection (15) étant composé d'une coque extérieure (16) et d'un garnissage
intérieur (17),
- les modules (2, 5, 6, 7) étant fixés sur le garnissage intérieur (17) ou la coque
extérieure (16) de telle manière que le module capteur (5) soit dirigé vers la région
de la bouche ou du nez du porteur de casque, et
- un module de LED (11) s'étendant en forme de U étant présent sur la face inférieure
du casque de protection (15), lequel module de LED (11) est prévu pour indiquer une
condition d'alarme ou d'avertissement.
2. Casque de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que le module d'affichage (6) comprend une unité de projection (12) pour émettre des
données de mesure ou d'état sur une surface de projection (13).
3. Casque de protection selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que l'appareil de mesure de gaz (1) contient un module de commande (8) avec un anneau
lumineux (10) émettant en différentes couleurs pour indiquer des conditions d'état
ou d'alarme.
4. Casque de protection selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le module transmetteur d'alarme (7) comprend un donneur ou générateur d'alarme acoustique
ou une alarme vibrante.
5. Utilisation d'un appareil de mesure de gaz modulaire comprenant un module d'alimentation
en énergie (2), un module d'affichage (6), un module transmetteur d'alarme (7) et
un module capteur (5) sur un casque de protection (15) selon l'une des revendications
1 à 4.