[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Oberflächenfunktionalisierung eines Haftverschlußteiles,
der mit einem korrespondierend ausgebildeten Haftverschlußteil einen wiederholt öffenbaren-
und schließbaren Haftverschluß ausbildet, wobei zumindest eines der Haftverschlußteile
zumindest teilweise auf einem Trägerteil angeordnete, vorstehende Stielteile aufweist,
die jeweils an ihrer dem Trägerteil abgewandten Seite ein Kopfteil aufweisen und mit
diesem ein Verschlußelement ausbilden.
[0002] Durch die
DE 10 2006 028 581 A1 ist ein gattungsgemäßes Verfahren nebst Vorrichtung zur Oberflächenfunktionalisierung
von Haftverschlußteilen bekannt. Bei dem bekannten Verfahren wird mittels eines Protonen-
und/oder Elektronenaustauschmediums, insbesondere in Form von Donatoren oder Kollektoren
die Oberflächenenergie des Haftverschlußteils unter Einsatz von Hochenergie derart
modifiziert, dass beschichtungsfrei und alterungsbeständig die chemisch-physikalischen
Eigenschaften des Haftverschlußteil-Materiales einstellbar sind, indem sich Funktionsgruppen
des Austauschmediums an das Haftverschlußteil-Material angliedern. Insbesondere durch
den Einsatz basischer Elektronen-Donatoren wie Amino-, Amido- und/oder Imidogruppen
und -Verbindungen läßt sich als Funktionsgruppe an der Oberseite des Haftverschlußteiles
eine NH
3-Gruppe einbringen, die mit weiteren Funktionsbaugruppen den Aufbau einer sogenannten
asymmetrischen Harnstoffbindung erlaubt, die über eine weitere reaktive Gruppe verfügt,
an die sich das Polyurethan von Schaummaterialien im Polsterschaumbereich ansiedeln
läßt, was dergestalt zu einer ausgesprochen guten Anbindung des Haftverschlußteils
im Formschaum führt und insbesondere in Bereichen der Fahrzeugtechnik eine große Rolle
spielt. Mit dem bekannten Verfahren nebst zugehöriger Vorrichtung wird die gesamte
Oberfläche des jeweiligen Haftverschlußteiles insoweit modifiziert.
[0003] Durch die
EP 1 082 032 B1 ist ein vergleichbares Haftverschlußteil bekannt, insbesondere zum Einschäumen bei
Polsterteilen von Fahrzeugsitzen bei deren Herstellung, mit Haftelementen auf der
einen Seite zum Verbinden mit korrespondierenden Haftelementen eines anderen Haftverschlußteils
unter Bildung eines Haftverschlusses und mit einem Verbindungsmittel in der Art eines
Haftmediums als Funktionsmedium auf der anderen Seite des Haftverschlußteils zum Herstellen
einer Verbindung mit dem jeweiligen Schaummaterial, wobei das Haftmedium in das Haftverschlußmaterial
selbst eingebracht ist und wobei das Haftmedium aus Fluor besteht. Insbesondere wird
das Fluor gasförmig in einer Stickstoffatmosphäre auf die gesamte Oberseite des Haftverschlußteiles
mit seinen Bestandteilen Stiel-, Kopf- und Trägerteil nach deren vollständiger Herstellung
aufgebracht. Dergestalt läßt sich eine bessere Anbindung des Haftverschlußteiles an
das korrespondierende Schaummaterial erreichen als mittels den sonst auf diesem Gebiet
üblicher Weise eingesetzten Klebstoffen.
[0004] Durch die
EP 1 082 031 B1 ist hingegen ein sogenanntes Sol-Gel-Verfahren bekannt, um die Oberfläche von Haftverschlußteilen
nano-kompositär zu beschichten, wobei die dahingehend aufgebrachte Beschichtung schaumabweisend
wirkt und dem möglichen Eindringen des Schaummaterials in die Zwischenräume der Verschlußelemente
beim Ausschäumen wirksam entgegensteht, obwohl der Schaum Viskositäten aufweisen kann,
die geringer sind als die von Wasser, um dergestalt das Verschlußmaterial für den
späteren Eingriff von korrespondierenden Verschlußelementen eines weiteren Haftverschlußteils
in der Funktion zu erhalten.
[0005] Des weiteren ist durch die
WO 2007/036252 ein Verfahren zum Herstellen eines Festlegegegenstandes, vorzugsweise in Form eines
Haftverschlußteiles bekannt, umfassend das Ausbilden einer Trägerstruktur als Trägerteil,
die mit stielartigen Festlegeelementen versehen wird, die zumindest paarweise über
ein Zwischenelement unter Bildung eines krampen-, insbesondere U-förmigen Festlegeteiles
miteinander verbunden werden, wobei die stielartigen Festlegeelemente die Trägerstruktur
durchgreifen und über diese vorstehen und sich das zwischen diesen Festlegeelementen
erstreckende Zwischenelement an der Trägerstruktur angeordnet wird. Durch das Einbringen
des jeweiligen Festlegeteiles als Ganzes in die Trägerstruktur, das hierfür als Formteil
vordem Einbringen krampen-, insbesondere U-förmig ausgebildet wird, läßt sich unter
Einsatz einer Art Schußeinrichtung für die Festlegeteile diese in hoher Geschwindigkeit
mit der Trägerstruktur in Verbindung bringen, wobei sich überraschend gute Produktqualitäten
erreichen lassen. Die dahingehend padförmigen Haftverschlußteile sind der Fachwelt
auch unter der Markenbezeichnung Duotec® bekannt geworden, wobei dahingehende Haftverschlußteile
auch gewebt, gewirkt oder gestrickt sein können. Die aus einem thermisch gut verarbeitenden
Kunststoff bestehenden Festlegeelemente, beispielsweise bestehend aus Polypropylen
oder Polyamid, die sich auch in metallförmigen Trägern definiert festlegen lassen,
weisen keinerlei Oberflächenmodifizierung auf.
[0006] Im Rahmen der gängigen Verwendungspraxis hat sich bei dahingehenden Verschlüssen
gezeigt, dass, wenn ein Haftverschlußteil mit einem korrespondierend ausgebildeten,
insbesondere gleich ausgebildeten Haftverschlußteil einen wiederholt öffenbaren- und
schließbaren Verschlußmechanismus ausbilden, beim Ineingriffbringen der benachbarten
Verschlußelemente zwecks Schließen des Verschlusses sehr hohe Schließkräfte entstehen,
so dass von Hand sehr hohe Montagekräfte aufzubringen sind, wohingegen die in der
Gegenrichtung zu realisierenden Haltekräfte um ein ungewolltes Auseinanderbringen
oder Lösen der Verschlußelemente zu vermeiden, die zu erreichenden Haftkraftwerte
der Höhe nach noch Wünsche offen lassen. Insbesondere beim Auftreten von Vibrationen
und sonstigen Erschütterungen ist es zumindest bei einem Teil der auf dem Markt erhältlichen
Verschlußsysteme möglich, dass es ungewollt zu einem Lösen der Haftverschlußteile
kommen kann, beispielsweise mit der Folge, dass auch schwere Wandpaneelen (Dachhimmel)
sich von zugehörigen Fahrzeug-Rahmenteilen ungewollt lösen können, was mit einem gewissen
Gefährdungspotential einhergeht.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt daher der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren nebst einem Haftverschlußteil zur Verfügung zu stellen, das die beschriebenen
Nachteile nicht aufweist, insbesondere geringe Schließkräfte beim Schließen des Haftverschlusses
ermöglicht, bei dennoch hohen Haltekräften für den insoweit geschlossenen Haftverschluß.
Eine dahingehende Aufgabe löst ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 sowie ein Haftverschlußteil mit den Merkmalen des Patentanspruches 10.
[0008] Dadurch, dass gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 mindestens ein
Teil der Stielteile eines Haftverschlußteiles mit einem Funktionsmedium versehen und
die zuordenbaren Kopfteile hiervon weitgehend oder vollständig freigehalten werden,
sind die Schließkräfte zum Ineingriffbringen der korrespondierenden Verschlußelemente
unter Bildung des geschlossenen Haftverschlusses reduziert und die Haltekräfte bis
zum Auseinanderbringen der korrespondierenden Verschlußelemente zum Öffnen des geschlossenen
Haftverschlusses erhöht. Die vom Funktionsmedium nicht berührten Kopfteile weisen
insoweit ein günstiges Gleitverhalten auf, dass diese beim Ineingriffbringen im wesentlichen
widerstandsfrei aneinander in die durch die Stielteile des anderen Verschlußteils
gebildeten Zwischenräume vorbeigleiten können, so dass insoweit die Schließkräfte
reduziert sind. Ist der Verschluß geschlossen, kommen die randseitigen Bereiche der
jeweiligen Kopfteile, die zwischen die den Zwischenraum bildenden Abstände von benachbarten
Stielteilen des anderen Verschlußteiles eingreifen, in Anlage mit dem Funktionsmedium
des jeweils benachbart angeordneten Stielteils, das insoweit die Friktion erhöht,
um dergestalt das Auseinanderbringen der korrespondierenden Verschlußelemente zu erschweren,
was zu einer Erhöhung der Haltekräfte im gewünschten Rahmen bis zum Öffnungsvorgang
des Verschlusses führt. Je nach geeignetem Funktionsmedium und eingesetztem Kunststoffmaterial
für die Verschlußelemente lassen sich die angesprochenen Schließkräfte halbieren,
wohingegen die Haltekräfte um das Doppelte und mehr erhöht sein können. Auf diese
Art und Weise läßt sich sicherstellen, dass mit dem jeweiligen Haftverschluß zusammenwirkende
Komponenten, wie Dach- oder Wandpaneelen, sich nicht ungewollt von der Grundstruktur
lösen können, selbst wenn diese Schwingungen oder starken Vibrationen ausgesetzt sind.
Auch ist für das Montagepersonal das Schließen des Verschlusses mit seinen beiden
korrespondierenden Haftverschlußteilen deutlich erleichtert, so dass sich effizient
Einbauteile an Grundkonstruktionen festlegen lassen.
[0009] Als besonders bevorzugt hat es sich gezeigt, als Funktionsmedium Halogene in der
Gasphase in der Art einer Beschichtung zumindest auf einen Teil der Stielteile eines
Haftverschlußteiles aufzubringen. Vorzugsweise sind jedoch alle Stielteile eines jeden
Haftverschlußteiles, die paarweise einander zugehörig den Haftverschluß ausbilden,
dergestalt mit dem Funktionsmedium versehen. Als Halogen dient vorzugsweise Fluor
oder eines seiner Verbindungen wie Chlorfluorid (CIF) oder Chlortrifluorid (CIF
3).
[0010] Mit dem Verfahren lassen sich sowohl gegossene Verschlüsse mit dem Funktionsmedium
versehen, als auch gewebte oder gestrickte Verschlüsse. Bei den gegossenen Verschlüssen
werden zunächst zusammen mit dem Trägerteil die Stielteile erstellt und dann das Fluor-Funktionsmedium
in der Gasphase über eine geeignete Vorrichtung aufgebracht. Anschließend werden die
erwärmten Stielenden in Kopfform gebracht, so dass auf jeden Fall die Oberseite der
Verschlußköpfe funktionsmedienfrei ist, wohingegen die Stielteile das Funktionsmedium
außenumfangsseitig aufweisen. Ist als thermoplastisches Kunststoffmaterial Polypropylen
eingesetzt, ergeben sich besonders günstige Abgleiteigenschaften für die insoweit
nicht behandelte Kopfoberseite des Verschlußkopfes.
[0011] Wird ein Web- oder ein Strickverfahren für den Erhalt eines Haftverschlußteils aus
Einzel- und/oder Multifilamenten eingesetzt, sind zumindest die eingewebten oder eingestrickten
vorstehenden Schlaufen entsprechend zu fluorieren und nach Auftrennen der jeweiligen
Schlaufe können die freien Schlaufenenden, die insoweit die Stielteilenden ausbilden,
angeflämmt oder mit einem sonstigen Wärmeeintrag versehen das Kopfteil ausbilden,
in dem sich das thermoplastische Kunststoffmaterial aufgrund seiner Oberflächenspannung
in eine Art kalottenförmigen oder halbkugelförmigen Kopfteil umwandelt, was auch mittels
einer zusätzlichen Kopfformeinrichtung unterstützt werden kann. Sofern man nicht alle
Schlaufen derart modifiziert, können insoweit Haftverschlußteile ausgebildet werden,
die neben Verhakungsschlaufen auf der einen Oberseite des Trägerteils auch die Verschlußköpfe
nebst zugehörigen Stielteilen als Verschlußelemente aufweisen. Auch lassen sich die
aufgeschnittenen Schlaufen partiell zu hakenförmigen Verschlußelementen umgestalten,
so dass neben pilzkopfförmigen Verschlußelementen auch hakenförmige Verschlußteile
auf der Oberseite eines Haftverschlußteils vorstehen können.
[0012] Sofern auch das Trägerteil des jeweiligen Haftverschlußteils im skizzierten Sinne
oberflächenfunktionalisiert wird, erlaubt dies aufgrund der reaktiven Funktionsgruppen
des Fluormediums eine verbesserte Anhaftung eines Appreturmittels, wobei je nach gewähltem
Appreturmittel der Verschluß flammbeständig und hitzresistent ausgelegt werden kann
und gleichzeitig wird bei gewebten Verschlüssen über die Appretur die Anhaftung des
eingewebten Verschlußelementes gegenüber dem Trägerteil verbessert, so dass insoweit
ein ungewolltes Herausziehen des Verschlußelementes im Betrieb des Verschlusses mit
Sicherheit vermieden ist.
[0013] Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand eines Produktbeispiels für
ein Haftverschlußteil nach der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen in prinzipieller
und nicht maßstäblicher Darstellung die
- Fig.1
- eine Funktionsdarstellung eines Haftverschlusses;
- Fig.2
- in der Art eines zeitlichen Ablaufplanes die Herstellung eines oberflächenfunktionalisierten
Haftverschlußteils von einer Vorstufe bis zu einer Endstufe.
[0014] Der als Ganzes mit 10 bezeichnete, in der Fig.1 teilweise dargestellte Haftverschluß
weist ein Haftverschlußteil 12 auf, das mit einem korrespondierend ausgebildeten Haftverschlußteil
14 den wiederholt öffenbaren und schließbaren Haftverschluß 10 ausbildet. Dahingehend
aufgebaute Haftverschlüsse sind von ihrer Funktion her bei den Fach- und Endabnehmerkreisen
auch unter dem Markennamen Kletten®-Haftverschluß einschlägig bekannt. Die in der
Fig.1 propagierte Verschlußlösung ist darüber hinaus unter der Marke Microduotec
® auf dem Markt. Wie die Fig.1 weiter zeigt, weist jedes Haftverschlußteil 12,14 ein
Trägerteil 16 auf, das sich band- oder flächenartig als dreidimensionaler Gegenstand
auch in die Zeichenebene hinein und aus dieser heraus erstreckt und zumindest auf
der einen Seite des jeweiligen Trägerteils 16 sind Stielteile 18 angeordnet, die an
ihrem freien stirnseitigen Ende und mithin dem jeweiligen Trägerteil 16 abgewandt
mit einem Kopfteil 20 einstückig versehen sind. Jedes Stielteil 18 bildet insoweit
mit seinem Kopfteil 20 ein gegossenes Verschlußelement 22 aus, das im vorliegenden
Fall auf der Oberseite des Trägerteils 16 in Reihen in Quer- und Längsrichtung vorsteht.
[0015] Wie die Darstellung nach der Fig.1 weiter zeigt, greifen die Kopfteile 20 mit ihrem
zuordenbaren Stielteil 18 des einen Haftverschlußteils 12 in Zwischenräume 24 des
anderen Haftverschlußteils 14 ein, wobei die dahingehenden Zwischenräume 24 im wesentlichen
durch die Abstände der benachbarten Stielteile eines Haftverschlußteils 12,14 gebildet
sind, wobei entsprechend auch in dem anderen Haftverschlußteil 12 entsprechende Zwischenräume
24 vorhanden sind. Für einen sicheren Eingriff der Haftverschlußteile 12,14 ineinander
und für den Erhalt hoher Haltekräfte bei geschlossenem Haftverschluß, wie er in Blickrichtung
auf die Fig.1 in der linken Bildhälfte dargestellt ist, ist es vorteilhaft, wenn die
Kopfteile 20 außenumfangsseitig einen entsprechend scharf ausgebildeten Umfassungsrand
26 aufweisen, der sich jedoch in gewisser Weise als Hindernis darstellen kann, sofern
in Blickrichtung auf die Fig.1 gesehen auf der rechten Bildhälfte die Verschlüsse
schließend in Eingriff miteinander zu bringen sind, was durch den insoweit scharfkantigen
Kopfteilverlauf gehemmt ist. Die gegenläufig orientierten Schließ- und Haltekräfte
sind in der Fig.1 mit SK und HK als Kraftpfeile wiedergegeben. Des besseren Verständnisses
wegen sei noch klargestellt, dass die Verschlußelemente 22 regelmäßig aus einem thermoplastischen
Kunststoffmaterial gebildet sind, das insoweit elastisch nachgiebig das Ineinandereingreifen
der Kopfteile 20 von benachbarten Haftverschlußteilen ermöglicht und insoweit auch
den Lösevorgang unterstützt, um den Verschluß zu öffnen.
[0016] Dadurch, dass man nun zumindest im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens die Stielteile
18 eines Haftverschlußteils 12 oder 14 derart mit einem Funktionsmedium versieht und
die zuordenbaren Kopfteile 20 hiervon weitgehend oder vollständig freihält, lassen
sich die Schließkräfte SK zum Ineingriffbringen der korrespondierenden Verschlußelemente
22 unter Bildung des geschlossenen Haftverschlusses 10 reduzieren und die Haltekräfte
HK bis zum Auseinanderbringen der korrespondierenden Verschlußelemente 22 unter Bildung
des geöffneten Haftverschlusses 10 deutlich erhöhen. Ursächlich hierfür ist, dass
die vom Funktionsmedium nicht berührten Kopfteile 20 auf ihrer Oberseite insoweit
ein günstiges Gleitverhalten aufweisen, dass diese beim Ineingriffbringen im wesentlichen
widerstandsfrei aneinander in die durch die Stielteile 18 des anderen Verschlußteils
12 oder 14 gebildeten Zwischenräume 24 vorbeigleiten können, so dass insoweit die
Schließkräfte SK reduziert sind. Die Funktionsmedien freigehaltenen Kopfteile 20 weisen
vom Kunststoffverhalten her die günstigen Gleiteigenschaften auf, wohingegen die Stielteile,
an denen das Funktionsmedium verbleibt, zu einer Erhöhung der Friktion führen und
mithin zu einem verbesserten bleibenden Aneinanderhalt, bevor ein Grenzwert der Haltekräfte
HK überschritten wird, was zwangsläufig zum Lösen des geschlossenen Haftverschlusses
10 führt, was zur Realisierung eines wiederholt öffen- und schließbaren Kletten
®-Haftverschlusses ja auch erwünscht ist.
[0017] Durch gezielten Einsatz des Funktionsmediums lassen sich insoweit die Schließkräfte
deutlich reduzieren, was für einen Monteur die Montagearbeiten erleichtern hilft und
im Gegenzug sind die Haltekräfte HK deutlich erhöht, d.h. der einmal geschlossene
Haftverschluß 10 trägt hohe Lasten oder Gewichte, was beispielsweise eine Rolle spielt,
wenn im Automobilbau im Fahrzeuginneren der Dachhimmel an der sonstigen Fahrzeugkarosserie-Grundkonstruktion
gegen die Schwerkraft festgelegt wird. Es hat sich gezeigt, dass auch bei Umgebungsbedingungen
mit hohen Temperaturen und im Fahrbetrieb bei entsprechend auftretenden Vibrationen
und Schwingungen jedenfalls der mittels von dahingehend modifizierten Haftverschlüssen
10 festgelegte Dachhimmel in seiner Montagestellung verbleibt.
[0018] Der in Fig.1 gezeigte Verschluß 10 läßt sich als Band- oder Flächenware mittels eines
Gießformgebungsverfahrens erhalten, das man fachsprachlich auch mit Chill-Roll-Verfahren
benennt. Ein dahingehendes Formgebungsverfahren ist beispielhaft in der
DE 10 2006 028 581 A1 aufgezeigt, wobei die einzige Figur dieser Anmeldung Teile einer Herstellvorrichtung
zeigt mit einem Extruderkopf als Zuführeinrichtung für in plastischem oder flüssigem
Zustand befindlichen, insbesondere thermoplastischem Kunststoffmaterial, wie Polypropylen
(PP), das als ein Band, dessen Breite derjenigen des herzustellenden Haftverschlußteils
12 oder 14 entspricht, einem Spalt zwischen einem Druckwerkzeug und einem Formwerkzeug
zugeführt wird, die als Walzen ausgebildet in der Art eines Walzengestühls miteinander
zusammenwirken. Für die eigentliche Formgebung weist die Formwalze am Umfang ein Formgebungssieb
auf mit einzelnen Formhohlräumen, die die einzelnen Verschlußelemente 22, also jeweils
Stielteil 18 mit Kopfteil 20, auf einem Trägerteil 16 generieren.
[0019] In Abkehr zu dieser bekannten Lösung wird im Rahmen des hier vorliegenden erfindungsgemäßen
Verfahrens als Vorprodukt nur das Trägerteil 16 mit den einstückig angegossenen Stielteilen
18 erhalten, ohne den jeweiligen Kopfteil 20 anzuformen. Unabängig von der Geometrie
der Stielteile als Stielteilzylinder oder als Stielteilhyperboloid kommen diese dann
zusammen mit dem Trägerteil 16 in eine übliche Fluorierungseinrichtung, wie sie beispielhaft
in der einzigen Figur der
EP 1 082 032 B1 dargestellt ist, wobei bevorzugt ein Eintrag des Funktionsmediums in Form von Fluorgas
zu 3 bis 10 % bei Raumtemperatur und einem Unterdruck von ca. 650 millibar in einer
geschlossenen Auftragskammer durchgeführt wird. Die Fluorierung kann insoweit kontinuierlich
betrieben werden, vorzugsweise in einem ausgewählten Temperaturbereich von 40°C bis
50°C unter Stickstoffatmosphäre und entsprechend anstehendem Unterdruck in der genannten
Behandlungskammer.
[0020] Sind die Oberseite des jeweiligen Trägerteils sowie die Stielteile 18 außenumfangsseitig
mit dem Funktionsmedium vorzugsweise in Form des gasförmig aufgebrachten Fluors beschichtet,
wird in einem sich anschließenden bekannten Kalander-Walzverfahren das Stielende zum
Kopfteil 20 umgeformt, was Kopfgeometrien ergibt gemäß der Darstellung nach der Fig.1
mit entsprechend eben ausgebildeter Stirnfläche, die mittels eines separaten Kopfformwerkzeugs
nachgeformt werden können, beispielsweise zu im Querschnitt gesehen mehreckigen Kopfformen.
[0021] Eine andere Möglichkeit, dahingehende Haftverschlüsse 10 herzustellen, ist beispielsweise
durch die
EP 1 534 096 B1 bekannt, die ein flächenförmiges Haftverschlußteil 12 für einen Haftverschluß 10
betrifft, bei dem lösbar miteinander korrespondierende Verschlußelemente 22 in Eingriff
miteinander bringbar sind. Die dahingehende Lösung besteht aus einem Grundgewebe als
Trägerteil 16 aus Kettfäden und Schußfäden und verfügt ferner über mindestens einen
Funktionsfaden 28 (vgl. Fig.2), der vorzugsweise als Monofilament-Faden ausgebildet
das Grundgewebe teilweise durchgreift und die Verschlußelemente 22 ausbildet. Ein
dahingehend gewebter Verschluß ist auf dem Markt auch unter der Markenbezeichnung
Duotec
® frei käuflich zu erhalten.
[0022] In Blickrichtung auf die Fig.2 gesehen ist ganz oben dargestellt das vorstehend beschriebene
Ausgangsprodukt wiedergegeben. Benötigt man kein Verschlußteil mit Schlaufen, sondern
mit pilz- oder hakenförmigem Charakter, wird entlang der Trennlinie 30 die Verschlußschlaufe
über eine geeignete Schnittvorrichtung (nicht dargestellt), was im Stand der Technik
üblich ist, aufgeschnitten.
[0023] In Abkehr zu dieser bekannten Lösung wird bei dem vorliegenden erfindungsgemäßen
Verfahren die Verschlußschlaufe 32, gebildet aus dem Funktionsfaden 28, jedoch zunächst
beibehalten, und das insoweit modifizierte Haftverschlußteil 12 vorab einer Fluorierung
zugeführt, wie vorstehend bereits beschrieben. Die mit F bezeichneten Fluorfunktionsgruppen
umschließen insoweit regelmäßig die gesamte äußere Oberfläche der Verschlußschlaufe
32 und regelmäßig wird auch noch das Trägerteil 16, im vorliegenden Fall bestehend
aus Kett- und Schußfäden, mitfluoriert. Im nachfolgenden weiteren Schritt wird dann
die Verschlußschlaufe 32, wie bereits aufgezeigt, entlang der Trennlinie 30 aufgeschnitten
und die freien Schlaufenenden, die aufgrund der Eigenelastizität des eingewebten Materials
etwas voneinander wegspringen, werden endseitig angeflämmt, so dass aufgrund der Oberflächenspannung
des eingesetzten Kunststoffmaterials Kopfteile 20 entstehen, die halbkugelförmig oder
kalottenartig ausgestaltet sind gemäß der in Blickrichtung auf die Fig.2 gesehen untersten
Darstellung.
[0024] Da für die Umformung der Stielteile 18 zum jeweiligen Kopfteil 20 mehr oder minder
die jeweilige Hälfte der Verschlußschlaufe 32 eingesetzt ist, wird insoweit bei der
Kopfteilbildung auch das Fluor als Funktionsmedium mit angeschmolzen, was dazu führt,
dass im Bereich der Kopfteilbildung sich unter Wärmeeinfluß das Fluor entweder verflüchtigt
oder fein dispergiert im Inneren des Kopfteils 20 sich statistisch verteilt. Letztendlich
ist aber dadurch sichergestellt, dass vom statistischen Fluorverteilungsmuster her
jedenfalls auf der Oberseite des jeweiligen Kopfteils 20 sich kaum noch das Funktionsmedium
in Form von Fluor befindet oder nur in sehr geringer Konzentration, wohingegen der
Außenumfang der Stielteile 18 nach wie vor in hohem Maße die Fluorfunktionsgruppen
aufweist. Summarisch betrachtet ist also die Außenumfangsseite des jeweiligen Kopfteils
20 aus dem gleitfähigen Kunststoffmaterial, vorzugsweise in Form von Polypropylen,
gebildet, wohingegen der Außenumfang der Stielteile 18 das Fluor-Funktionsmedium aufweist,
das insoweit die Friktion an den Stielteilen 18 erhöht, um dergestalt das Außereingriffbringen
der korrespondierenden Haftverschlußteile 12,14 im Sinne einer Haftkrafterhöhung HK
zu bewerkstelligen. Ebenso erlaubt die gleitende Kunststoffoberfläche für die Kopfteile,
wie beschrieben, eine Erniedrigung der Schließkräfte SK, was besonders montagefreundlich
ist.
[0025] Da im vorliegenden Ausführungsbeispiel nach der Fig.2 das Trägerteil 16 aus einem
Grundgewebe aus Kett- und Schußfäden bestehen soll, ist durch das Aufschneiden des
Schlaufenmaterials grundsätzlich auch die Möglichkeit gegeben, dass das insoweit in
das Trägerteil 16 eingewebte Schlaufenmaterial unter Krafteinwirkung an den Kopfteilen
20 herausgezogen wird. Durch das Aufbringen des Fluorfunktionsmediums auch in das
Grundgewebe des Trägerteils 16 stehen reaktive Fluorgruppen im Trägerteil 16 zur Verfügung,
die das Anhaften eines sog. Appreturmittels besonders erleichtern, das regelmäßig
das Herausziehen der Verschlußelemente 22 deutlich erschwert und darüber hinaus kann
das Appreturmittel (nicht dargestellt) von seinem Eigenschaften auch noch so modifiziert
werden, beispielsweise flammhemmend ausgebildet werden, dass das so erzeugte Haftverschlußteil
sich als besonders hitzeresistent erweist.
[0026] Anstelle von Fluor können auch andere Funktionsmedien, die sich als geeignet erweisen
und die sich vorzugsweise gasförmig auftragen lassen, verwendet werden, wobei sich
grundsätzlich Halogene als besonders geeignet erwiesen haben. Insbesondere gute Werte
lassen sich erzielen, bei Einsatz von Chlorfluorid oder Chlortrifluorid als Funktionsmedium,
die sich jedoch geringfügig teurer erweisen können als das vorliegend eingesetzte
gasförmige Fluormaterial.
[0027] Eine weitere Möglichkeit der Verschlußherstellung ist in der
WO 2007/036252 aufgezeigt, bei der sich auch in einen metallenen Grundkörper als Trägerteil 16 U-förmige
Verschlußelemente krampenförmig einschießen lassen. Die für den Einschießvorgang modifizierten
Festlegeteile können wiederum vorab mit dem Funktionsmedium versehen werden und anschließend
erfolgt wiederum die Kopfteilbildung über ein thermisches Formgebungsverfahren, wie
Flämmen oder mittels eines im Stand der Technik bekannten Walzen-Kalandrierverfahrens.
[0028] Es ist für einen Durchschnittsfachmann auf dem Gebiet der Haftverschlußtechnik überraschend,
dass er durch gezieltes Anbringen von Funktionsgruppen, wie Fluorbestandteilen, an
geometrisch oder räumlich verteilte Stellen am Haftverschlußteil in derart weit gezogenem
Rahmen die Funktionsfähigkeit optimieren und einstellen kann.
1. Verfahren zur Oberflächenfunktionalisierung eines Haftverschlußteils (12), das mit
einem korrespondierend ausgebildeten Haftverschlußteil (14) einen wiederholt öffenbaren
und schließbaren Haftverschluß (10) ausbildet, wobei zumindest eines der Haftverschlußteile
(12,14) zumindest teilweise auf einem Trägerteil (16) angeordnete, vorstehende Stielteile
(18) aufweist, die jeweils an ihrer dem Trägerteil (16) abgewandten Seite ein Kopfteil
(20) aufweisen und mit diesem ein Verschlußelement (22) ausbilden, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Stielteile (18) eines Haftverschlußteils (12,14) derart mit
einem Funktionsmedium versehen und die zuordenbaren Kopfteile (20) hiervon weitgehend
oder vollständig freigehalten werden, dass die Schließkräfte zum Ineingriffbringen
der korrespondierenden Verschlußelemente (22) unter Bildung des geschlossenen Haftverschlusses
(10) reduziert und die Haltekräfte bis zum Auseinanderbringen der korrespondierenden
Verschlußelemente (22) unter Bildung des geöffneten Haftverschlusses (10) erhöht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Funktionsmedium Halogene in der Gasphase in der Art einer Beschichtung zumindest
auf einen Teil der Stielteile (18) eines Haftverschlußteils (12,14) aufgebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Halogen Fluor und/oder eines seiner Verbindungen wie Chlorfluorid (CIF) oder
Chlortrifluorid (CIF3) eingesetzt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige oberflächenmäßig zu funktionalsierende Haftverschlußteil (12,14) mittels
eines Formgebungsverfahrens zumindest teilweise oder mittels eines Web- oder Strickverfahrens
aus Einzel- und/oder Multifilamenten (28) erhalten wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass für den Erhalt des oberflächenmäßig zu funktionalisierenden Haftverschlußteils (12,14)
zumindest teilweise thermoplastische Kunststoffmaterialien, wie vorzugsweise Polypropylen,
eingesetzt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass beim Gieß-Formgebungsverfahren die derart erhaltenen und vom Trägerteil (16) vorstehenden
Stielteile (18) oberflächenfunktionalisiert werden, um anschließend in einem weiteren
Verfahrensschritt die erwärmten Stielteilenden in die Kopfteile (20) umzuformen.
7. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass beim Web- oder Strickverfahren die zunächst in das Trägerteil (16) eingewebten oder
eingestrickten Schlaufen nach der Oberflächenfunktionalisierung aufgeschnitten und
die insoweit aufgeschnittenen Enden einer Schlaufe (32) zumindest teilweise durch
Erwärmen in ein Kopfteil (20) umgeformt werden, so dass die sonstigen vom Trägerteil
(16) vorstehenden Schlaufenbestandteile die Stielteile (18) ausbilden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass für das Trägerteil (16) eine Oberflächenfunktionalisierung mit dem Funktionsmedium
durchgeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenfunktionalisierung für das Trägerteil (16) derart durchgeführt wird,
dass eine bessere Anhaftung eines Appreturmittels ermöglicht wird.
10. Haftverschlußteil (12,14), hergestellt nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche
1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stielteile (18) auf dem Trägerteil (16) zumindest teilweise mit dem Funktionsmedium
versehen sind, wohingegen der jeweils zuordenbare Kopfteil (20) von dem Funktionsmedium
weitestgehend oder vollständig freigehalten ist.
1. A method for surface functionalisation of an adhesive fastener part (12) which forms
an adhesive fastener (10) that can be opened and closed repeatedly with a correspondingly
designed adhesive fastener part (14), at least one of the adhesive fastener parts
(12, 14) having protruding stem parts (18) disposed at least partially on a carrier
part (16), which stem parts each have a head part (20) on their side facing away from
the carrier part (16) and form a fastening element (22) with this head part, characterised in that at least some of the stem parts (18) of an adhesive fastener part (12, 14) are provided
with a functional medium and the assignable head parts (20) are kept largely or completely
away from said medium such that the closing forces for the intermeshing of the corresponding
fastening elements (22) with formation of the closed adhesive fastener (10) are reduced,
and the holding forces are increased until the corresponding fastening elements (22)
are moved apart to form the open adhesive fastener (10).
2. The method according to Claim 1, characterised in that halogens are applied as the functional medium in the gaseous phase in the form of
a coating to at least some of the stem parts (18) of an adhesive fastener part (12,
14).
3. The method according to Claim 2, characterised in that the halogen that is used is fluorine and/or one of its compounds such as chlorine
fluoride (CIF) or chlorine trifluoride (ClF3).
4. The method according to any of Claims 1 to 3, characterised in that the respective adhesive fastener part (12, 14) which is to be surface-functionalised
is obtained from monofilaments and/or multifilaments (28) at least in part by means
of a forming method or by means of a weaving or knitting method.
5. The method according to Claim 4, characterised in that at least in part thermoplastic materials such as preferably polypropylene are used
to obtain the adhesive fastener part (12, 14) which is to be surface-functionalised.
6. The method according to Claim 4 or 5, characterised in that in the cast-forming method the stem parts (18) which have been obtained in this way
and which are protruding from the carrier part (16) are surface-functionalised in
order to then work the heated stem part ends into the head parts (20) in another procedural
step.
7. The method according to Claim 4 or 5, characterised in that in the weaving or knitting method the loops which have first of all been woven or
knitted into the carrier part (16) are cut after the surface functionalisation and
the cut ends of a loop (32) are worked into a head part (20) at least in part by heating
so that the other loop components protruding from the carrier part (16) form the stem
parts (18).
8. The method according to any of Claims 4 to 7, characterised in that surface functionalisation with the functional medium is carried out for the carrier
part (16).
9. The method according to Claim 8, characterised in that the surface functionalisation for the carrier part (16) is carried out such that
better adhesion of a finish is enabled.
10. An adhesive fastener part (12, 14) produced by a method according to any of Claims
1 to 9, characterised in that the stem parts (18) on the carrier part (16) are provided at least partially with
the functional medium, whereas the respectively assignable head part (20) is kept
largely or completely away from the functional medium.
1. Procédé de fonctionnalisation en surface d'une partie (12) de fermeture autoagrippante,
qui forme, avec une partie (14) de fermeture autoagrippante constituée de manière
correspondante, une fermeture (10) autoagrippante pouvant être ouverte et fermée de
manière répétée, dans lequel au moins l'une des parties (12, 14) de fermeture autoagrippante
a des parties (18) de tige en saillie, qui sont disposées, au moins en partie, sur
une partie (16) de support, qui ont respectivement sur leur côté éloigné de la partie
(16) de support une partie (20) de tête et qui forment avec celle-ci un élément (22)
de fermeture, caractérisé en ce qu'au moins une partie des parties (18) de tige d'une partie (12, 14) de fermeture autoagrippante
est pourvue d'un agent fonctionnel et les parties (20) de tête pouvant être associées
en sont maintenues exemptes dans une grande mesure ou complètement, de manière à réduire
les forces de fermeture pour la mise en prise des éléments (22) de fermeture correspondantes
avec formation de la fermeture (10) autoagrippante fermée et à augmenter les forces
de maintien jusqu'à la séparation des éléments (22) de fermeture correspondants avec
formation de la fermeture (10) autoagrippante ouverte.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que, comme agent fonctionnel, on dépose des halogènes en phase gazeuse à la manière d'un
revêtement au moins sur une partie des parties (18) de tige d'une partie (12, 14)
de fermeture autoagrippante.
3. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé en ce qu'on utilise comme halogène du fluor et/ou l'un de ses composés, comme du fluorure de
chlore (ClF) ou du trifluorure de chlore (ClF3).
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'on obtient la partie (12, 14) de fermeture autoagrippante à fonctionnaliser en surface
à l'aide d'un procédé de façonnage, au moins en partie, ou à l'aide d'un procédé de
tissage ou de tricotage à partir de fils de monofilaments et/ou de multifilaments.
5. Procédé suivant la revendication 4, caractérisé en ce que, pour obtenir la partie (12, 14) de fermeture autoagrippante à fonctionnaliser en
surface, on utilise des matières plastiques thermoplastiques, au moins en partie,
comme, de préférence, du polypropylène.
6. Procédé suivant la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que, dans le procédé de façonnage par coulée, les parties (18) de tige ainsi obtenues
et en saillie de la partie (16) de support sont fonctionnalisées en surface pour ensuite,
dans un autre stade du procédé, transformer les extrémités réchauffées des parties
de tige en les parties (20) de tête.
7. Procédé suivant la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que, dans le procédé de tissage ou de tricotage, les boucles incorporées d'abord par
tissage ou par tricotage dans la partie (16) de support sont, après la fonctionnalisation
en surface, coupées et les extrémités ainsi coupées d'une boucle (32) sont transformées,
au moins en partie, par réchauffement en une partie (20) de tête, de sorte que les
autres parties constitutives de boucle en saillie de la partie (16) de support forment
les parties (18) de tige.
8. Procédé suivant l'une des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que, pour la partie (16) de support, on effectue une fonctionnalisation en surface par
l'agent fonctionnel.
9. Procédé suivant la revendication 8, caractérisé en ce qu'on effectue la fonctionnalisation en surface de la partie (16) de support de manière
à rendre possible une adhérence meilleure d'un agent d'apprêt.
10. Partie (12, 14) de fermeture autoagrippante fabriquée suivant un procédé suivant l'une
des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que les parties (18) de tige sont pourvues sur la partie (16) de support, au moins en
partie, d'un agent fonctionnel, tandis que la partie (20) de tête pouvant être associée
respectivement est maintenue exempte dans une grande partie ou complètement de l'agent
fonctionnel.