(19)
(11) EP 2 665 524 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.06.2016  Patentblatt  2016/24

(21) Anmeldenummer: 12701709.3

(22) Anmeldetag:  19.01.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A62B 1/14(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2012/050807
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2012/098199 (26.07.2012 Gazette  2012/30)

(54)

SEILBREMSE MIT OFFENEM PROFIL

ROPE BRAKE WITH AN OPEN PROFILE

FREIN À CÂBLE À PROFIL OUVERT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 19.01.2011 EP 11151466

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.11.2013  Patentblatt  2013/48

(73) Patentinhaber: Micado Cad-Solutions GmbH
9900 Lienz (AT)

(72) Erfinder:
  • MEINDL, Edwin
    9900 Lienz (AT)

(74) Vertreter: Dilg, Haeusler, Schindelmann Patentanwaltsgesellschaft mbH 
Leonrodstrasse 58
80636 München
80636 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-C1- 19 516 645
US-A- 4 077 094
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Seilbremse sowie ein Verfahren zum Sichern eines Seils in einer Seilbremse.

    Hintergrund der Erfindung



    [0002] Um Kletterer an einer Bergwand oder einer Hausfassade zu sichern, werden Seilbremsen verwendet. Die Seilbremsen sind einerseits mit einem Klettergurt des Kletterers verbunden und andererseits mit einem Kletterseil, welches an der Bergwand oder der Fassade befestigt ist. Dabei kann die Seilbremse in eine Kletterrichtung entlang des Kletterseils bewegt werden und in einer entgegengesetzten Sperrrichtung sich mit dem Kletterseil verklemmen, so dass keine weitere relative Bewegung zwischen Seilbremse und Kletterseil entlang der Sperrrichtung möglich ist. In Sperrrichtung kann der Kletterer somit über die Seilbremse an dem Kletterseil gesichert werden, so dass beispielsweise ein Absturz des Kletterers vermeidbar ist.

    [0003] FR 2 617 050 A1 offenbart beispielsweise eine Seilsicherungsvorrichtung, bei welcher ein Seil zwischen zwei Führungsrollen und einer Verschlussplatte eingefädelt werden muss. In einem weiteren Bereich wird ein Sperrelement gegen das Seil gedrückt, um das Seil in der Seilbremse einzuklemmen.

    [0004] Häufig sind bekannte Seilbremsen kompliziert und umständlich zu bedienen, was insbesondere in Stresssituationen während des Kletterns kritisch ist.

    [0005] Weiter ist auch Dokument US 4 077 094 A vom Stand der Technik bekannt, das im Obergriff der Ansprüche 1 und 9 anerkannt ist.

    Darstellung der Erfindung



    [0006] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine einfach zu bedienende Seilbremse zu schaffen.

    [0007] Die Aufgabe wird durch eine Seilbremse und durch ein Verfahren zum Sichern eines Seils in einer Seilbremse gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst.

    [0008] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Seilbremse beschrieben. Die Seilbremse weist ein erstes Element und ein zweites Element auf. Das erste Element weist einen Seilführungskanal mit einem offenen Profil auf, in welchem Seilführungskanal durch eine offene Seite des offenen Profils ein zu bremsendes Seil einlegbar ist. Das zweite Element ist derart drehbar an dem ersten Element befestigt, dass das zweite Element in einer Schließstellung die offene Seite des offenen Profils des Seilführungskanals verschließt und in einer Öffnungsstellung ein Einlegen des Seils in dem Seilführungskanal durch die offene Seite des offenen Profils zulässt.

    [0009] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Sichern eines Seils in einer Seilbremse beschrieben. Die Seilbremse weist ein erstes Element, welches einen Seilführungskanal mit einem offenen Profil aufweist, und ein zweites Element auf, welches derart drehbar an dem ersten Element befestigt ist, dass das zweite Element in einer Schließstellung eine offene Seite des offenen Profils verschließt und in einer Öffnungsstellung ein Einlegen des Seils in den Seilführungskanal durch die offene Seite des offenen Profils zulässt. Das Verfahren weist ein Einlegen des Seils in dem Seilführungskanal durch die offene Seite des offenen Profils in der Öffnungsstellung des zweiten Elements auf. Ferner weist das Verfahren ein Schließen der offenen Seite des offenen Profils mittels Drehens des zweiten Elements relativ gegenüber dem ersten Element auf.

    [0010] Der Seilführungskanal weist zumindest zwei winklig zueinander angeordnete Seitenflächen auf, welche eine Längserstreckung aufweisen. Zueinander angrenzende Seitenflächen können einen Winkel von ungefähr 50° bis ungefähr 130° Grad aufweisen. Entlang der Längserstreckung kann das zu bremsende Seil in dem Seilführungskanal eingelegt und geführt werden. Entlang der Längserstreckung kann das erste Element eine Länge aufweisen, welche größer ist als die Breite des Seilführungskanals.

    [0011] Das offene Profil definiert im Rahmen der vorliegenden Erfindung einen Querschnitt bzw. eine Querschnittsform des Seilführungskanals. Das offene Profil kann beispielsweise als L-Profil aus insbesondere 2 winklig zueinander stehenden Flächen oder als U-Profil aus insbesondere 3 winklig zueinander stehenden Flächen ausgebildet werden. Ferner kann das offene Profil ebenfalls als ein offenes vieleckiges Profil ausgebildet werden. Ferner kann das offene Profil runde Profilelemente aufweisen und insbesondere als offene Kreisform oder offene elliptische Form ausgebildet werden.

    [0012] Das zweite Element ist drehbar an dem ersten Element befestigt. Insbesondere ist das zweite Element um eine Drehachse gegenüber dem ersten Element drehbar befestigt. Das offene Profil des ersten Elements (bzw. Querschnitt des Seilführungskanals) definiert eine Profilebene mit einer Normalen, wobei das erste und das zweite Element derart um die Drehachse miteinander drehbar eingerichtet sind, dass die Drehachse nicht parallel und im Wesentlichen rechtwinklig zu der Normalen der Profilebene verläuft.

    [0013] In einem Beispiel, das nicht unter die vorliegende Erfindung fällt, kann das zweite Element ein blechförmiges oder stabförmiges Element mit einer Längserstreckung aufweisen. Gemäß der vorliegenden Erfindung weist das zweite Element einen Steg auf, wobei der Steg in Schließstellung die offene Seite des offenen Profils schließt. Das zweite Element ist mit diesem Steg oder dem stabförmigen Element über die offene Seite des offenen Profils drehbar, so dass das zweite Element das offene Profil schließt. In Schließstellung ist das offene Profil derart mittels des zweiten Elements verschlossen, dass der Seilführungskanal im Querschnitt ein geschlossenes Profil aufweist. Insbesondere wird die offene Seite des offenen Profils derart mittels des zweiten Elements verschlossen, dass kein Spalt entlang des Profils besteht. Ferner kann in Schließstellung das offene Profil an der offenen Seite derart mittels des zweiten Elements verschlossen werden, dass ein Spalt zwischen dem ersten und dem zweiten Element in Schließstellung bestehen bleibt, welcher Spalt eine Öffnungsbreite aufweist, die kleiner als ein Durchmesser eines in dem Seilführungskanal befindlichen Seils ist, um somit ein ungewolltes Herausrutschen des Seils aus dem Seilführungskanal in Schließstellung zu verhindern.

    [0014] Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein zu bremsendes Seil in eine Seilbremse eingelegt oder entnommen werden, indem in einfacher Art und Weise ein zweites Element gegenüber dem ersten Element verdreht wird und dadurch ein Seilführungskanal für ein Seil zugänglich ist. Ein komplexes Einfädeln in den Seilführungskanal ist nicht notwendig, da der Seilführungskanal durch die Drehbewegung des zweiten Elements an zumindest einer offenen Seite vollständig geöffnet werden kann. Nach Einlegen des Seils in den Seilführungskanal kann in einfacher Art und Weise das zweite Element gegenüber dem ersten Element gedreht werden, um den Seilführungskanal an der offenen Seite des offenen Profils zu schließen. Insbesondere ist der Seilführungskanal dabei derart geöffnet, dass ohne Einfädeln und ohne Verbiegen des Seils das Seil in den Seilführungskanal einlegbar ist. Insbesondere ist es nicht notwendig, ein Ende des Seils durch den Seilführungskanal einzufädeln, sondern die Seilbremse kann mit dem Seilführungskanal an das Seil in einfacher Art und Weise über die offene Seite des offenen Profils an dem Seil befestigt werden.

    [0015] Gerade im Bereich der Arbeitssicherheit oder im Klettersportbereich ist es notwendig, dass die Seilbremsen sicher und einfach zu bedienen sind. Mit der vorliegenden Erfindung ist somit eine äußerst einfach zu bedienende Seilbremse geschaffen, bei welcher der Kletterer beispielsweise mittels einer Einhandbedienung die Seilbremse an ein Seil schnell und sicher befestigen kann. Komplexes Einfädeln ist nicht notwendig. Insbesondere in kritischen Stresssituationen während des Kletterns an einer Fassade oder einer Bergwand kann es zu hektischen Bewegungen kommen. In solchen Situationen ist es zwingend notwendig, dass eine Seilbremse ohne komplexe Vorkehrungen schnell und einfach an ein Kletterseil befestigbar ist. Dies wird mit der vorliegenden Erfindung ermöglicht, indem lediglich mit einer Drehung des zweiten Elements um ein- und dieselbe Drehachse ein Seilführungskanal der Seilbremse zugänglich wird und in entsprechend entgegengesetzter Drehrichtung das Seil in dem Seilführungskanal gesichert wird.

    [0016] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist das zweite Element einen Exzenterbereich zum Einklemmen des Seils zwischen dem Exzenterbereich und einem Anschlagbereich des Seilführungskanals auf. Der Exzenterbereich kann beispielsweise aus einem Körper bestehen, welcher einen Symmetriemittelpunkt aufweist, welcher von der Drehachse, um welche sich das zweite Element um das erste Element dreht, beabstandet ist und somit nicht auf der Drehachse liegt. Anders ausgedrückt verläuft die Symmetrieachse des Exzenterbereichs nicht zusammen mit der Drehachse und ist von ihr beabstandet. Somit bildet der Exzenterbereich beispielsweise eine Art Nocken an dem zweiten Element aus.

    [0017] Der Anschlagbereich des ersten Elements in dem Seilführungskanal ist derjenige Bereich, gegen welchen das Seil mittels des Exzenterbereichs gedrückt wird. Ferner kann in dem Anschlagbereich der Exzenterbereich direkt aufgrund einer Drehung des zweiten Elements anliegen.

    [0018] Der Exzenterbereich ist derart ausgebildet, dass bei Drehung des zweiten Elements von der Öffnungsstellung in Richtung Schließstellung die Breite des Seilführungskanals aufgrund des Exzenterbereichs reduziert wird.

    [0019] Durch Drehung des zweiten Elements um die Drehachse in Richtung Schließstellung dreht sich der Exzenterbereich in den Seilführungskanal und bildet somit eine begrenzende Seite des Seilführungskanals. Durch weitere Drehung des zweiten Elements in Richtung Schließstellung dringt der Exzenterbereich in den Seilführungskanal so lange ein, bis das in dem Seilführungskanal befindliche Seil zwischen dem Exzenterbereich und einer dem Exzenterbereich am Seil gegenüberliegende Seitenfläche des Seilführungskanals, insbesondere dem Anschlagsbereich, eingeklemmt wird. Aufgrund der Einklemmung des Seils zwischen dem Exzenterbereich und dem Anschlagbereich wird eine Klemmkraft auf das Seil ausgeübt, so dass die Seilreibung zwischen dem Seil und der Seilbremse derart erhöht wird, dass ein weiteres Verrutschen des Seils innerhalb der Seilbremse unterbunden wird und das Seil in der Seilbremse gesichert ist.

    [0020] Die Drehung des Exzenterbereichs von der Öffnungsstellung in Richtung Schließstellung kann solange fortgesetzt werden, bis der Exzenterbereich das Seil einklemmt oder der Exzenterbereich an dem Anschlagbereich des Seilführungskanals anliegt. Durch diese Ausbildung kann sich der Exzenterbereich ebenfalls einen beliebigen Durchmesser des zu sichernden Seils anpassen. Bei einem Seil mit einem größeren Durchmesser wird die Drehung in Richtung Schließstellung einfach früher begrenzt als bei einem Seil mit einem geringeren Durchmesser.

    [0021] In einer beispielhaften Ausführungsform ist der Exzenterbereich derart dimensioniert und ausgebildet, dass die Drehung des zweiten Elements von der Öffnungsstellung in Richtung Schließstellung durch Anschlag des Exzenterbereichs an den Anschlagbereich des Seilführungskanals begrenzt ist. Dies führt insbesondere dazu, dass in dem Falle, in dem sich kein Seil in dem Seilführungskanal befindet, ein beliebiges Drehen des zweiten Elements gegenüber dem ersten Element verhindert wird. Der Exzenterbereich schlägt an einem bestimmten Bereich an dem Anschlagbereich des Seilführungskanals an und verhindert somit, dass das zweite Element gegenüber dem ersten Element durchrotiert. Dies führt zu einer einfacheren Bedienung der Seilbremse, da insbesondere in Stresssituationen beim Klettern eine Bewegung des zweiten Elements gegenüber dem ersten Element auch ohne Seil begrenzt ist, so dass ein einfacheres Greifen des zweiten Elements ermöglicht wird.

    [0022] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist der Exzenterbereich einen Oberflächenbereich mit einer geriffelten Oberfläche und/oder einer gummierten Oberfläche auf. Das Seil, welches zwischen dem Exzenterbereich und dem Anschlagbereich befestigt ist, kann durch die geriffelte Oberfläche und/oder der gummierten Oberfläche besser gehalten werden, da hierdurch die Reibwirkung zwischen dem Exzenterbereich und dem Seil erhöht wird. Insbesondere kann der Anschlagbereich des Führungskanals ebenfalls Reibungszahl erhöhende Oberflächen, wie beispielsweise eine geriffelte Oberfläche und/oder eine gummierte Oberfläche, aufweisen.

    [0023] Gemäß der vorliegenden Erfindung weist das erste Element eine Führungsnut auf, welche derart ausgebildet ist, dass in Schließstellung ein Eingriffsbereich des Stegs in die Führungsnut verschiebbar eingreift. In einem alternativen Beispiel, das nicht unter die vorliegende Erfindung fällt, kann das erste Element einen Keil aufweisen, welcher derart ausgebildet ist, dass in Schließstellung eine weitere Führungsnut des Stegs in den Keil verschiebbar eingreift.

    [0024] Beispielsweise weist der Steg ein freies Ende auf, welches sich an dem entgegengesetzten Ende des Stegs bezüglich der Drehachse befindet. Das zweite Element bzw. der Steg kann im Bereich der Drehachse durch ein Drehgelenk mit dem ersten Element verbunden werden. Auf dem freien Ende des Stegs erzeugen angreifende Kräfte hohe Momente aufgrund des langen Hebels zu der Drehachse. Durch eine Führung des freien Endes des Stegs an einem entsprechenden Bereich des Führungskanals wird eine zusätzliche Lagerung des Stegs im Bereich seines freien Endes erzeugt, so dass eine stabilere Konstruktion erzeugt wird, da die an dem freien Ende angreifenden Kräfte im Wesentlichen direkt über die Führungsnut in das erste Element einleitbar sind.

    [0025] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist das zweite Element einen Hebel auf, welcher zum Aufbringen eines Drehmoments auf das zweite Element ausgebildet ist. Der Hebel ist beispielsweise vorgesehen, um von einem Kletterer bedient zu werden. Der Hebel erstreckt sich im Wesentlichen ausgehend von der Drehachse in entgegengesetzter Richtung zu dem Steg. Am Ende des Hebels kann beispielsweise ein Kletterer eine Bedienkraft aufbringen. Dadurch wird eine Hebelkraft und somit ein Drehmoment auf das zweite Element aufgebracht, so dass das zweite Element um die Drehachse drehbar ist. Je länger der Hebel, desto weniger Bedienkraft muss aufgewendet werden, um das zweite Element um das erste Element zu drehen.

    [0026] Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weist die Seilbremse eine Feder auf. Die Feder ist eingerichtet, eine Federkraft derart zwischen dem ersten Element und dem zweiten Element auszuüben, dass das zweite Element ohne äußere Krafteinwirkung von der Öffnungsstellung in die Schließstellung bewegbar ist bzw. den Drang hat, sich in Richtung Schließstellung zu drehen.

    [0027] Die Feder kann beispielsweise eine Drehfeder darstellen, welche im Bereich der Lagerung des zweiten Elements an dem ersten Element angeordnet wird. Aufgrund der erzeugten Federkraft wird sichergestellt, dass ein ungewolltes Bewegen des zweiten Elements in die Öffnungsstellung erfolgt, in welcher ungewollt das Seil aus der Seilbremse herausrutschen könnte.

    [0028] Zusätzlich oder alternativ zu der Feder kann zwischen dem ersten Element und dem zweiten Element eine Rastkupplung angeordnet sein. Die Rastkupplung bewirkt, dass das zweite Element von der Öffnungsstellung in Richtung Schließstellung bewegbar ist, hingegen von der Schließstellung in Richtung Öffnungsstellung verriegelt bzw. gesperrt ist. Erst durch Betätigen eines Entriegelungsknopfes oder Hebels kann das zweite Element sich von der Schließstellung zurück in die Öffnungsstellung bewegen. Die Rastkupplung kann beispielsweise durch ein Zahnrad mit gewinkelten Zähnen umgesetzt werden, in welchen ein Einrastpin eingreift. Der Entriegelungshebel entriegelt beispielsweise den Einrastpin von dem Zahnrad, so dass eine Bewegung des zweiten Elements von der Schließstellung in die Öffnungsstelle erfolgen kann.

    [0029] Es wird darauf hingewiesen, dass Ausführungsformen der Erfindung mit Bezug auf unterschiedliche Erfindungsgegenstände beschrieben wurden. Insbesondere sind einige Ausführungsformen der Erfindung mit Vorrichtungsansprüchen und andere Ausführungsformen der Erfindung mit Verfahrensansprüchen beschrieben. Dem Fachmann wird jedoch bei der Lektüre dieser Anmeldung sofort klar werden, dass, sofern nicht explizit anders angegeben, zusätzlich zu einer Kombination von Merkmalen, die zu einem Typ von Erfindungsgegenstand gehören, auch eine beliebige Kombination von Merkmalen möglich ist, die zu unterschiedlichen Typen von Erfindungsgegenständen gehören.

    Kurze Beschreibung der Zeichnungen



    [0030] Im Folgenden werden zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:

    Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der Seilbremse in einer Öffnungsstellung gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und

    Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer Seilbremse in Schließstellung gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.


    Detaillierte Beschreibung von exemplarischen Ausführungsformen



    [0031] Gleiche oder ähnliche Komponenten in unterschiedlichen Figuren sind mit gleichen Bezugsziffern versehen. Die Darstellungen in den Figuren sind schematisch.

    [0032] Fig. 1 zeigt eine Seilbremse 100, welche ein erstes Element 101 und ein zweites Element 102 aufweist. Das erste Element 101 weist einen Seilführungskanal 103 mit einem offenen Profil auf, in welchem Seilführungskanal 103 durch eine offene Seite des offenen Profils ein zu bremsendes Seil (nicht dargestellt) einlegbar ist.

    [0033] Das zweite Element 102 ist derart um eine Drehachse 105 drehbar an dem ersten Element 101 befestigt, dass das zweite Element 102 in einer Schließstellung (siehe Fig. 2) die offene Seite des offenen Profils des Seilführungskanals 103 verschließt und in einer Öffnungsstellung (Fig. 1) ein Einlegen des Seils in den Seilführungskanal 103 durch die offene Seite des offenen Profils zulässt.

    [0034] In der beispielhaften Ausführungsform von Fig. 1 weist der Seilführungskanal 103 des ersten Elements 101 beispielsweise eine L-Form auf. Das zweite Element 102 kann über einen Drehpin oder eine sonstige gelenkige Lagerung an dem ersten Element 101 drehbar befestigt werden. Das zweite Element 102 kann um die Drehachse 105 drehbar an dem ersten Element 101 gelagert werden. Das zweite Element 102 weist beispielsweise ebenfalls ein L-Profil auf, wobei ein erster Bereich sich achsparallel zu der Drehachse 105 erstreckt und ein zweiter Bereich einen Steg 109 ausbildet, welcher im Wesentlichen senkrecht zur Drehachse 105 verläuft. Ferner weist das zweite Element 102 einen Hebelbereich 106 auf. Der Hebelbereich 106 erstreckt sich im Wesentlichen senkrecht zur Drehachse 105. Durch Aufbringen einer Kraft auf den Hebelbereich 106 erzeugt eine Kraftkomponente in tangentialer Richtung um die Drehachse 105 ein Drehmoment, wodurch das zweite Element 102 um die Drehachse 105 gedreht wird.

    [0035] Ferner zeigt Fig. 1 einen Exzenterbereich 104 des zweiten Elements 102. In der Öffnungsstellung, wie in Fig. 1 dargestellt, ist der Exzenterbereich 104 von dem ersten Element 101 weggedreht, so dass die Breite B des Seilführungskanals 103 nicht durch den Exzenterbereich 104 definiert wird.

    [0036] Der Exzenterbereich 104 weist beispielsweise einen Nocken auf. Der Exzenterbereich 104 besteht beispielsweise aus einem Körper des zweiten Elements 102, welcher eine zur Drehachse 105 aufweisende Mittelachse aufweist, wobei die Mittelachse bzw. Symmetrieachse parallel und beabstandet zu der Drehachse 105 verläuft. Dies hat zur Folge, dass bei Drehung des Exzenterbereichs 104 um die Drehachse 105 sich der Nocken in Richtung Seilführungskanal 103 bewegen lässt, bis zwischen dem Exzenterbereich 104 und dem ersten Element 101 ein Seil in dem Seilführungskanal 103 eingeklemmt wird.

    [0037] Ferner zeigt Fig. 1, dass der Steg 104, welcher sich von einem Bereich der Drehachse 105 erstreckt, an seinem freien Ende einen Eingriffsbereich 108 aufweist. Entsprechend weist das erste Element 101 eine Führungsnut 107 auf, in welchem der Eingriffsbereich 108 im Bereich der Schließstellung mit der Führungsnut 107 in Eingriff stehen kann. Somit wird der Steg 109 in Schließstellung robuster ausgeführt, da Kräfte, welche im Bereich des Eingriffsbereichs bzw. einem freien Ende des Stegs 109 eingreifen, direkt auf das erste Element 101 übertragbar sind. Große Biegemomente zwischen dem freien Ende des Stegs 109 und der Drehachse 105 werden dadurch reduziert.

    [0038] Im Bereich der Drehachse 105 kann zwischen dem ersten Element 101 und dem zweiten Element 102 eine Feder oder eine Rastkupplung angeordnet werden, um eine Drehung des zweiten Elements 102 von der Öffnungsstellung in Richtung Schließstellung zu unterstützen und um eine Verdrehung des zweiten Elements von der Schließstellung in Richtung Öffnungsstellung zu erschweren bzw. zu verhindern.

    [0039] Fig. 2 zeigt die Seilbremse 100 in Schließstellung. In der Schließstellung schließt das zweite Element 102 die offene Seite des Seilführungskanals 103. Ein Herausrutschen des Seils aus dem Seilführungskanal 103 ist dadurch nicht länger möglich. Das Verschließen des Seilführungskanals 103 erfolgt über eine einfache Drehbewegung des zweiten Elements 102 um die Drehachse 105.

    [0040] Ferner wird in Fig. 2 dargestellt, dass der Eingriffsbereich 108 des Stegs 109 in die Führungsnut 107 eingreift, so dass eine Krafteinleitung in das erste Element 101 einerseits über die Lagerung im Bereich der Drehachse 105 und andererseits über die Führungsnut 107 auf das erste Element 101 geschieht. Somit wird das zweite Element 102 robuster ausgeführt.

    [0041] Ferner zeigt Fig. 2, dass bei Drehung des zweiten Elements 102 von der Öffnungsstellung in Richtung Schließstellung der Exzenterbereich 104 mit einem Oberflächenbereich 201, welcher am weitesten von der Drehachse 105 entfernt ist, in Richtung Seilführungskanal 103 bewegbar ist. Ab einer vorbestimmten Drehposition des zweiten Elements 102 um die Drehachse 105 definiert der Oberflächenbereich 201 des Exzenterbereichs 104 die Breite B des Seilführungskanals 103. Ein Seil, welches sich in dem Seilführungskanal 103 befindet, wird bei entsprechender Drehung des zweiten Elements 102 um die Drehachse 105 zwischen dem Oberflächenbereich 201 des Exzenterbereichs und eines Anschlagbereichs des ersten Elements 101 eingeklemmt, so dass eine Seilsicherung umgesetzt wird.

    [0042] Der Exzenterbereich 104 kann derart ausgebildet sein, dass bei einer weiteren Drehung des zweiten Elements 102 von der Öffnungsstellung in Richtung Schließstellung der Oberflächenbereich 201 des Exzenterbereichs 104 an dem Anschlagbereich des ersten Elements 101 aufliegt, so dass eine weitere Drehung bzw. ein durchrotieren des zweiten Elements 102 um die Drehachse 105 verhindert wird.

    [0043] Ferner zeigt Fig. 2, dass auf den Oberflächenbereich 201 des Exzenterbereichs 104 eine Reibungszahl erhöhende Oberflächenkontur, wie beispielsweise eine geriffelte Oberfläche, aufgebracht werden kann. Ferner kann eine gummierte Oberfläche auf den Oberflächenbereich 201 des Exzenterbereichs 104 aufgetragen werden.

    [0044] Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass "umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden ist, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.

    Bezugszeichenliste:



    [0045] 
    100
    Seilbremse
    101
    erstes Element
    102
    zweites Element
    103
    Seilführungskanal
    104
    Exzenterbereich
    105
    Drehachse
    106
    Hebelbereich
    107
    Führungsnut
    108
    Eingriffsbereich
    109
    Steg
    201
    Oberflächenbereich des Exzenterbereichs
    B
    Breite des Seilführungskanals



    Ansprüche

    1. Seilbremse (100) aufweisend:

    ein erstes Element (101), welches einen Seilführungskanal (103) mit einem offenen Profil aufweist, in welchem Seilführungskanal (103) durch eine offene Seite des offenen Profils ein zu bremsendes Seil einlegbar ist, und

    ein zweites Element (102), welches derart drehbar an dem ersten Element (101) befestigt ist, dass das zweite Element (102) in einer Schließstellung die offene Seite des offenen Profils des Seilführungskanals (103) verschließt und in einer Öffnungsstellung ein Einlegen des Seils in den Seilführungskanal (103) durch die offene Seite des offenen Profils zulässt,

    wobei das zweite Element (102) einen Steg (109) aufweist, und wobei der Steg (109) in Schließstellung die offene Seite des offenen Profils schließt,
    dadurch gekennzeichnet, dass das erste Element (101) eine Führungsnut (107) aufweist, welche derart ausgebildet ist, dass in Schließstellung ein Eingriffsbereich (108) des Stegs (109) in die Führungsnut (107) verschiebbar eingreift.
     
    2. Seilbremse (100) nach Anspruch 1,
    wobei das offene Profil als L-Profil oder als U-Profil ausgebildet ist.
     
    3. Seilbremse (100) nach Anspruch 1 oder 2,
    wobei das zweite Element (102) einen Exzenterbereich (104) zum Einklemmen des Seils zwischen dem Exzenterbereich (104) und einem Anschlagbereich des Seilführungskanals (103) aufweist.
     
    4. Seilbremse (100) nach Anspruch 3,
    wobei der Exzenterbereich (104) derart ausgebildet ist, dass bei Drehung des zweiten Elements (102) von der Öffnungsstellung in Richtung Schließstellung die Breite des Seilführungskanals (103) reduziert ist.
     
    5. Seilbremse (100) nach Anspruch 3 oder 4,
    wobei der Exzenterbereich (104) derart ausgebildet ist, dass die Drehung des zweiten Elements (102) von der Öffnungsstellung in Richtung Schließstellung durch Anschlag des Exzenterbereichs (104) an den Anschlagbereich des Seilführungskanals (103) begrenzt ist.
     
    6. Seilbremse (100) nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
    wobei der Exzenterbereich (104) einen Oberflächenbereich (201) mit einer geriffelten Oberfläche und/oder einer gummierten Oberfläche aufweist.
     
    7. Seilbremse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    wobei das zweite Element (102) einen Hebel aufweist, welcher zum Aufbringen eines Drehmoments auf das zweite Element (102) ausgebildet ist.
     
    8. Seilbremse (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, ferner aufweisend
    eine Feder, welche eingerichtet ist, eine Federkraft derart zwischen dem ersten Element (101) und dem zweiten Element (102) auszuüben, dass das zweite Element (102) ohne äußere Krafteinwirkung von der Öffnungsstellung in die Schließstellung bewegbar ist.
     
    9. Verfahren zum Sichern eines Seils in einer Seilbremse (100),
    wobei die Seilbremse (100) ein erstes Element (101), welches einen Seilführungskanal (103) mit einem offenen Profil aufweist, und ein zweites Element (102) aufweist, welches derart drehbar an dem ersten Element (101) befestigt ist, dass das zweite Element (102) in einer Schließstellung eine offene Seite des offenen Profils verschließt und in einer Öffnungsstellung ein Einlegen des Seils in den Seilführungskanal (103) durch die offene Seite des offenen Profils zulässt,
    wobei das zweite Element (102) einen Steg (109) aufweist,
    wobei der Steg (109) in Schließstellung die offene Seite des offenen Profils schließt, und
    wobei das erste Element (101) eine Führungsnut (107) aufweist, welche derart ausgebildet ist, dass in Schließstellung ein Eingriffsbereich (108) des Stegs (109) in die Führungsnut (107) verschiebbar eingreift,
    das Verfahren aufweisend
    Einlegen des Seils in den Seilführungskanal (103) durch die offene Seite des offenen Profils in der Öffnungsstellung des zweiten Elements (102), und
    Schließen der offenen Seite des offenen Profils mittels Drehen des zweiten Elements (102) relativ gegenüber dem ersten Element (101).
     


    Claims

    1. Rope brake (100) comprising:

    a first element (101) which comprises a rope guiding channel (103) with an open profile, in which rope guiding channel (103) a rope to be braked is insertable through an open side of the open profile, and

    a second element (102) which is rotatable attached to the first element (101) such that the second element (102)

    closes the open side of the open profile of the rope guiding channel (103) in a closed position and
    enables an insertion of the rope into the rope guiding channel (103) through the open side of the open profile in an opened position,
    wherein the second element (102) comprises a bar (109), and
    wherein the bar (109) closes the open side of the open profile in the closed position,
    characterized in that
    the first element (101) comprises a guiding groove (107) configured such that in closed position an engaging region (108) of the bar (109) engages slidably into the guiding groove (107).
     
    2. Rope brake (100) according to claim 1,
    wherein the open profile is configured as an L-profile or as an U-profile.
     
    3. Rope brake (100) according to claim 1 or 2,
    wherein the second element (102) comprises an eccentric region (104) for clamping the rope between the eccentric region (104) and a stopper region of the rope guiding channel (103).
     
    4. Rope brake (100) according to claim 3,
    wherein the eccentric region (104) is configured such that, by rotation of the second element (102) from the opened position in direction of the closed position, the width of the rope guiding channel (103) is reduced.
     
    5. Rope brake (100) according to claim 3 or 4,
    wherein the eccentric region (104) is configured such that the rotation of the second element (102) from the opened position in direction of the closed position is limited by stop of the eccentric region (104) at the stopper region of the rope guiding channel (103).
     
    6. Rope brake (100) according to any one of the claims 3 to 5,
    wherein the eccentric region (104) comprises a surface region (201) with a riffled surface and/or a rubberized surface.
     
    7. Rope brake (100) according to any one of the claims 1 to 6,
    wherein the second element (102) comprises a lever configured for providing a torque to the second element (102).
     
    8. Rope brake (100) according to any one of the claims 1 to 7, further comprising
    a spring configured to apply a spring force between the first element (101) and the second element (102) such that the second element (102) is movable from the opened position to the closed position without an exterior application of force.
     
    9. Method for securing a rope in a rope brake (100),
    wherein the rope brake (100) comprises
    a first element (101) which comprises a rope guiding channel (103) with an open profile, and
    a second element (102) which is rotatable attached to the first element (101) such that the second element (102) closes an open side of the open profile of the rope guiding channel (103) in a closed position and enables an insertion of the rope in the rope guiding channel (103) through the open side of the open profile in an opened position,
    wherein the second element (102) comprises a bar (109),
    wherein the bar (109) closes the open side of the open profile in the closed position, and
    wherein the first element (101) comprises a guiding groove (107) configured such that in closed position an engaging region (108) of the bar (109) engages slidably in the guiding groove (107),
    the method comprising
    inserting the rope into the rope guiding channel (103) through the open side of the open profile in the opened position of the second element (102), and
    closing the open side of the open profile by rotating the second element (102) with respect to the first element (101).
     


    Revendications

    1. Frein à câble (100) présentant :

    un premier élément (101), qui présente un canal de guidage de câble (103) pourvu d'un profil ouvert, dans lequel canal de guidage de câble (103) un câble à freiner peut être inséré par un côté ouvert du profil ouvert, et

    un deuxième élément (102), qui est fixé de manière à pouvoir tourner au niveau du premier élément (101) de telle manière que le deuxième élément (102) ferme, dans une position de fermeture, le côté ouvert du profil ouvert du canal de guidage de câble (103) et autorise, dans une position d'ouverture, une insertion du câble dans le canal de guidage de câble (103) par le côté ouvert du profil ouvert,

    où le deuxième élément (102) présente une entretoise (109),
    et
    où l'entretoise (109) ferme, en position de fermeture, le côté ouvert du profil ouvert,
    caractérisé en ce que le premier élément (101) présente une rainure de guidage (107), qui est réalisée de telle manière qu'en position de fermeture, une zone de prise (108) de la traverse (109) vient en prise de manière à pouvoir coulisser avec la rainure de guidage (107).
     
    2. Frein à câble (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le profil ouvert est réalisé sous la forme d'un profil en L ou d'un profil en U.
     
    3. Frein à câble (100) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le deuxième élément (102) présente une zone excentrique (104) servant à coincer le câble entre la zone excentrique (104) et une zone de butée du canal de guidage de câble (103).
     
    4. Frein à câble (100) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la zone excentrique (104) est réalisée de telle manière que la largeur du canal de guidage de câble (103) est réduite lors de la rotation du deuxième élément (102) depuis la position d'ouverture en direction de la position de fermeture.
     
    5. Frein à câble (100) selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la zone excentrique (104) est réalisée de telle manière que la rotation du deuxième élément (102) depuis la position d'ouverture en direction de la position de fermeture est limitée par la butée de la zone excentrique (104) au niveau de la zone de butée du canal de guidage de câble (103).
     
    6. Frein à câble (100) selon l'une quelconque des revendications 3 à 5,
    caractérisé en ce que la zone excentrique (104) présente une zone de surface (201) pourvue d'une surface cannelée et/ou d'une surface garnie de caoutchouc.
     
    7. Frein à câble (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
    caractérisé en ce que le deuxième élément (102) présente un levier, qui est réalisé pour appliquer un couple de rotation sur le deuxième élément (102).
     
    8. Frein à câble (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, présentant en outre
    un ressort, qui est mis au point pour exercer une force de ressort de telle manière entre le premier élément (101) et le deuxième élément (102) que le deuxième élément (102) peut être déplacé depuis la position d'ouverture dans la position de fermeture sans l'action d'une force extérieure.
     
    9. Procédé servant à bloquer un câble dans un frein à câble (100),
    où le frein à câble (100) présente un premier élément (101), qui présente un canal de guidage de câble (103) pourvu d'un profil ouvert, et un deuxième élément (102), qui est fixé de manière à pouvoir tourner au niveau du premier élément (101) de telle manière que le deuxième élément (102) ferme, dans une position de fermeture, un côté ouvert du profil ouvert et autorise, dans une position d'ouverture, une insertion du câble dans le canal de guidage de câble (103) par le côté ouvert du profil ouvert,
    où le deuxième élément (102) présente une entretoise (109),
    où l'entretoise (109) ferme, en position de fermeture, le côté ouvert du profil ouvert, et
    où le premier élément (101) présente une rainure de guidage (107), qui est réalisée de telle manière qu'en position de fermeture, une zone de prise (108) de l'entretoise (109) vient en prise de manière à pouvoir coulisser avec la rainure de guidage (107),
    le procédé présentant
    l'insertion du câble dans le canal de guidage de câble (103) par le côté ouvert du profil ouvert dans la position d'ouverture du deuxième élément (102), et
    la fermeture du côté ouvert du profil ouvert au moyen de la rotation du deuxième élément (102) de manière relative par rapport au premier élément (101).
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente