[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Rillen von Wellpappe oder Vollpappe und
ein Verfahren zum Rillen von Wellpappe oder Vollpappe gemäß den nebengeordneten Ansprüchen
1 und 6. Die
JP H02 277620 A zeigt eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren lassen sich in gleicher Weise beim
Rillen von Wellpappe oder Vollpappe einsetzen. Daher wird Schutz für das Rillen von
Wellpappe und Vollpappe beansprucht. Alles was im Zusammenhang mit dem Rillen von
Wellpappe offenbart wird, gilt daher auch für das Rillen von Vollpappe. Aus Gründen
der sprachlichen Vereinfachung wird nachfolgend manchmal nur von Wellpappe gesprochen,
obwohl auch Vollpappe gemeint ist. Der Begriff "Pappe" umfasst auf jeden Fall beide
Arten.
[0002] Zur Herstellung von Erzeugnissen aus Wellpappe oder Vollpappe werden in die Pappe
Schlitze und Rillen eingebracht. Beim Schlitzen werden schmale Vertiefungen in die
Pappe geschnitten, während das Rillen ein lokales Zusammendrücken der Pappe bewirkt.
Entlang der Rilllinien, die meistens eine gerade Linie darstellen, wird die Pappe
später abgewinkelt, um aus der flächigen Pappe beispielsweise eine Kiste zu formen.
[0003] In der Figur 1 ist eine handelsübliche Wellpappe mit einer Welle beispielhaft als
Schnitt dargestellt. Die Wellpappe 1 umfasst eine obere Lage 3, eine Welle 5 und eine
untere Lage 7. Diese Wellpappe 1 ist bezogen auf ihr Eigengewicht sehr stabil und
wird daher zum Herstellen von Kisten oder anderen Verpackungen vielfältig eingesetzt.
Es gibt auch Wellpappe mit zwei, drei oder noch mehr Wellen und entsprechend mehreren
Zwischenlagen. Die Erfindung lässt sich auf alle Arten von Wellpappe, aber auch bei
Vollpappe, erfolgreich anwenden.
[0004] In der Figur 2 ist ein ebener Zuschnitt 9 aus Pappe dargestellt, aus dem später eine
Kiste oder dergleichen gefaltet werden kann. Für die Erfindung von Bedeutung ist,
dass der Zuschnitt 9 mehrere Schlitze 11 und Rilllinien 13 aufweist. Im Bereich der
Schlitze ist die Pappe durchtrennt, während die Pappe im Bereich der Rilllinien 13
nur lokal zusammengedrückt wurde, um ein leichteres Knicken oder Klappen der Wellpappe
zu ermöglichen.
[0005] Dieses Rillen ist ein seit vielen Jahren etabliertes Verfahren. Gemäß dem Stand der
Technik werden die Rilllinien 13 durch einen Rillkörper und einen Gegenkörper hergestellt.
Dabei gelangt dieses herkömmliche Rillen an technologische Grenzen. Wenn nämlich die
Qualität der Wellpappe nicht gut ist, dann kann es beim Rillen dazu kommen, dass die
Decklage 3 oder die untere Lage 7 der Wellpappe einreißt, was unerwünscht ist.
[0006] Außerdem kann es passieren, dass beim Rillen mit einem herkömmlichen Rillkörper das
lokale Zusammendrücken der Wellpappe zwar erfolgt, jedoch nach dem Rillen die Wellpappe
sich gewissermaßen wieder in ihren Ursprungszustand zurückbewegt, so dass die Rilllinie
13 nicht oder nur schwach ausgeprägt ist. Infolgedessen kann die Rilllinie 13 ihre
Aufgabe, nämlich eine definierte Linie vorzugeben, entlang derer der Wellpappezuschnitt
9 gefaltet wird, nicht erfüllen. Einen ähnlichen und unerwünschten Effekt kann man
auch beim herkömmlichen Rillen von Vollpappe beobachten. Im Ergebnis führt dies dazu,
dass die Abmessungen des Wellpappezuschnitts bzw. der Kiste aus Pappe großen Toleranzen
unterliegen und auch die Winkligkeit der abgeklappten Bereiche des Zuschnitts aus
Pappe großen Streuungen unterliegt.
Wenn beispielsweise die Rilllinien 13 orthogonal zur Ober- bzw. Unterkante des Wellpappezuschnitts
9 verlaufen sollen, und aufgrund einer schwach ausgeprägten Rilllinie 13 die Einzelteile
die verschiedenen Abschnitte 15, 17, 19 und/oder 21 des Wellpappezuschnitts 9 nicht
entlang der Rilllinie 13 abgewinkelt werden, dann schließt sich der Wellpappezuschnitt
nach dem Abkanten nicht bündig, sondern die Oberkante bzw. die Unterkante der Abschnitte
15 und 21 weisen einen Versatz auf. Dies führt dazu, dass die in der Figur 2 linke
Seitenkante des Abschnitts 15 nicht genau auf dem Verbindungsabschnitt 23 aufliegt
und infolgedessen die Wellpappekiste "schief" zusammengeklebt wird. Dies ist ebenfalls
ein Qualitätsmangel, der nicht akzeptabel ist. Aus der G 92 15 136 ist eine Anlage
zur Herstellung von Formkörpern aus einem verformbaren Folienmaterial oder dergleichen,
wie zum Beispiel Pergamin, bekannt. Sie umfasst auch eine Einrichtung zum Rillen dieses
Materials.
[0007] Aus der
DE 10 2009 002 198 A1 und der
US 2002/0189206 A1 sin Vorrichtungen zum Verschweißen eines Packstoffs bekannt. Dieser Vorgang wird
auch als "Siegeln" bezeichnet und ist eine Sonderform des Ultraschallschweißens; sie
setzt thermoplastische Kunststoffe als Packstoff voraus. Der Erfindung liegt daher
die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren bereitzustellen, welches
ein präziseres, prozesssichereres Rillen von Wellpappe erlaubt.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung zum Rillen von Wellpappe
umfassend eine Sonotrode und einen Amboss oder eine zweite Sonotrode, wobei die Sonotrode
und der Amboss beziehungsweise die zweite Sonotrode drehbar gelagert sind.
[0009] Bei Versuchen hat sich herausgestellt, dass es möglich ist, die Pappe mit Hilfe einer
Ultraschallanlage dauerhaft und lokal zu bearbeiten, so dass sich eine bleibende und
sehr ausgeprägte Rilllinie ergibt. Aufgrund der mit dem erfindungsgemäßen Rillvorgang
erzielbaren günstigen Geometrie der Rilllinie lässt sich der Wellpappezuschnitt sehr
präzise und mit großer Wiederholgenauigkeit abwinkeln. Dadurch lassen sich die Maßtoleranzen
und Winkeltoleranzen von gefalteten Erzeugnissen aus Pappe deutlich reduzieren.
[0010] Insbesondere die Streuung der Werte des sogenannten Gap-Tailings und des Fish-Tailings,
welche eine Referenz für die Maßhaltigkeit der Wellpappekisten und der Winkligkeit
bzw. Parallelität der Kanten der Wellpappekisten sind, verbessern sich deutlich. Damit
wird eine konstantere Produktqualität erzielt und der Ausschuss minimiert.
[0011] Auch ist der Stauchdruck von abgewinkelten Pappezuschnitten, die mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gerillt wurden, besser als bei Kisten, die in herkömmlicher Weise gerillt
wurden.
[0012] Eine Sonotrode im Sinne der Erfindung ist der Teil eines Ultraschällschweißgeräts,
mit dem die von einem Ultraschallgenerator eingekoppelten Schwingungen auf das zu
bearbeitende Werkstück eingebracht werden. Das Gegenstück zur Sonotrode ist der Amboss.
Zwischen dem Amboss und der Sonotrode wird das zu bearbeitende Werkstück, hier Wellpappe,
mit einem vergleichsweise geringen Anpressdruck zusammengedrückt. Alternativ zu dem
Amboss kann als "Gegenstück" zu der Sonotrode eine zweite Sonotrode der (ersten) Sonotrode
gegenüberliegend angeordnet werden. Dadurch wird eine noch intensivere Einkopplung
von Ultraschall ermöglicht. Im Folgenden wird vor allem im Zusammenhang mit der Figurenbeschreibung
die Erfindung anhand einer Ausführungsform mit einem Amboss erläutert. Dabei umfasst
die Erfindung stets aus Ausführungsformen mit zwei einander gegenüberliegenden Sonotroden.
[0013] Zwischen Ultraschall - Generator und Sonotrode(n) können ein Konverter und/oder ein
sogenannter Booster vorgesehen sein. Die Ausgestaltung der Ultraschalleinrichtung
kann sehr ähnlich oder sogar gleich einer herkömmlichen Ultraschallschweißeinrichtung
entsprechen.
[0014] Um gerade Rilllinien rasch und zuverlässig erzeugen zu können, sind die Sonotrode
und der Amboss drehbar gelagert. Dann kann die Pappe durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
hindurchbewegt werden oder alternativ bei feststehender Pappe kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung relativ zur Pappe verschoben werden.
[0015] In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn die Sonotrode und/oder
der Amboss beziehungsweise die zweite Sonotrode drehantreibbar sind.
[0016] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn eine Vorschubeinrichtung entweder für
die Sonotrode, den Amboss, die zweite Sonotrode und/oder die Wellpappe vorhanden ist.
Dabei kann auch vorgesehen sein, die Wellpappe bei feststehender Sonotrode durch den
Spalt zwischen Sonotrode und Amboss beziehungsweise zweiter Sonotrode hindurchzuführen,
wobei die Sonotrode oder der Amboss vorzugsweise eine keilartige Einführschräge auf
einer Einführseite der Vorrichtung aufweist.
[0017] Um die erfindungsgemäße Vorrichtung für die Bearbeitung verschiedener Wellpappen,
beispielsweise mit einer Welle, zwei Wellen oder drei Wellen oder Vollpappe optimal
einstellen zu können, kann vorgesehen sein, dass Abstand und/oder Anpresskraft zwischen
Sonotrode und Amboss einstellbar sind.
[0018] Es hat sich weiter als vorteilhaft erwiesen, wenn eine Sprühvorrichtung vorhanden
ist, mit deren Hilfe die Pappe lokal im Bereich der späteren Rilllinie angefeuchtet
werden kann. Dabei ist es manchmal vorteilhaft, wenn die Sprühvorrichtung die Pappe
auf der Seite anfeuchtet, an der die Sonotrode aufliegt. Dann wird unter anderem die
Einkopplung des Ultraschalls in die Pappe verbessert. Andererseits hat es sich in
manchen Anwendungsfällen auch als vorteilhaft erwiesen, die der Sonotrode entgegengesetzte
Seite der Pappe anzufeuchten, weil auf diese Weise das Verschweißen, die Verbindung
beziehungsweise das Umformen der verschiedenen Lagen der Wellpappe verbessert wird
und dort später beim Abwinkeln oder Umklappen der Pappenzuschnitte Zugspannungen auftreten.
Wenn in diesem Bereich die Pappe angefeuchtet wurde, dann ist die Gefahr, dass die
Pappe beim Abwinkeln reißt, reduziert.
[0019] Die gleichen Vorteile werden auch mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß
der Ansprüche 6 bis 13 erreicht.
[0020] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden nachfolgend
anhand der Zeichnung dargestellt und erläutert.
[0021] Es zeigen:
Figur 1 Ein Querschnitt durch eine Wellpappe mit einer Welle,
Figur 2 eine Draufsicht auf einen beispielhaften Wellpappezuschnitt,
Figur 3 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Figur 4 einen Schnitt durch eine mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung bearbeitete
Wellpappe,
Figur 5 ein weiteres Anwendungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Figur 6 die daraus resultierende Rilllinie 13,
Figur 7 ein Ausführungsbeispiel einer nicht erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Figur 8 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Figur 7,
Figur 9 verschiedene Profile von erfindungsgemäßen Sonotroden und Ambossen, und
Figur 10 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0022] In Figur 3 ist schematisch und stark vereinfacht ein Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung umfassend eine um eine Drehachse 20 drehbar gelagerte
Sonotrode 25 und einen um eine Drehachse 22 drehbar gelagerten Amboss 27 dargestellt.
Die drehbar gelagerte Sonotrode 25 weist eine umlaufende Rille 29 auf, die sehr ähnlich
einem herkömmlichen Rillwerkzeug gestaltet ist. Zwischen der Rille 29 und dem Amboss
27 oder einer nicht dargestellten zweiten Sonotrode wird eine Wellpappe mit den Lagen
3, 5 und 7 hindurchgeführt und dabei zusammengedrückt. Zeitgleich wird über die Sonotrode
25 Ultraschall in die Wellpappe 1 eingeleitet, mit dem überraschenden Ergebnis, dass
die drei Lagen 3, 5 und 7 der beispielhaft dargestellten Wellpappe 1 sich miteinander
verbinden und infolgedessen eine sehr tiefe und bleibende Rilllinie 13 in der Wellpappe
1 entsteht.
[0023] In der Figur 4 ist das Ergebnis des erfindungsgemäßen ultraschallgestützten Rillens
von Wellpappe 1 mit der deutlich erkennbaren Rilllinie 13 dargestellt.
[0024] Bei dem anhand der Figuren 3 und 4 dargestellten Beispiel trifft die Rille 29 der
Sonotrode 25 auf eine Welle an ihrem höchsten Punkt und drückt dort die Wellpappe
1 so weit zusammen, dass die obere Lage 3 und die Welle 5 sowie die untere Lage 7
direkten Kontakt miteinander erhalten und durch die erfindungsgemäße Anregung mit
Ultraschall sich auch miteinander verbinden. Es hat sich bei praktischen Versuchen
herausgestellt, dass mit handelsüblicher Wellpappe die erfindungsgemäße Ausbildung
der Rillung, bzw. der Rilllinie 13, einfach, zuverlässig und dauerhaft erfolgt. Besonders
vorteilhaft ist dabei, dass die Rilllinie 13 sehr tief ist, ohne dass die einzelnen
Lagen der Wellpappe 1 beschädigt werden.
[0025] Der gleiche Vorgang wird anhand der Figuren 5 und 6 nochmals dargestellt, wobei nun
die Rille 29 gewissermaßen in ein Tal der Welle 5 trifft. Auch hier findet eine lokale
und dauerhafte Verformung der Lagen 3, 5 und 7 der Wellpappe 1 im Bereich der späteren
Rill- bzw. Biegelinie 13 statt.
[0026] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 sind die Sonotrode 25 und der Amboss 27
nicht rotationssymmetrisch, sondern als langgestreckte Bauteile ausgebildet. Die Rille
29 dieser Sonotrode 25 hat genau die Geometrie der gewünschten Rilllinie 13 und wird
von oben auf die Wellpappe 1 gedrückt. Dadurch entsteht die Rilllinie 13 über die
gesamte Länge zeitgleich. Eine Vorschubbewegung und -einrichtung ist nicht erforderlich.
[0027] Figur 7 zeigt eine Schrägansicht auf eine nicht erfindungsgemäße Vorrichtung, wobei
die Sonotrode 25 und der Amboss 27 wie in Figur 5 und 6 nicht rotationssysmmetrisch,
sondern ebenfalls als langgestreckte Bauteile ausgebildet sind. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel
gemäß den Figuren 5 und 6 wird die Rilllinie 13 jedoch nicht über ihre gesamte Länge
zeitgleich erzeugt. Vielmehr entsteht die Rilllinie 13 durch eine Vorschubbewegung
der Pappe 1 gegenüber der Sonotrode 25 und dem Amboss 27 bzw. durch eine Vorschubbewegung
der Sonotrode 25 und des Ambosses 27 gegenüber der Pappe 1. Da die Sonotrode 25 nicht
rotationssymmetrisch ausgebildet ist, sieht sie entgegen der Vorschubrichtung, welche
durch einen Pfeil 30 gekennzeichnet ist, eine keilartige Einführschräge 32 der Rille
29 vor, welche ein Einführung der Pappe 1 erleichtert.
[0028] Figur 8 zeigt eine Seitenansicht bei Blick in Richtung des Pfeiles 34 in Figur 7.
Die keilartige Einführschräge 32 der Rille 29 ist dort deutlich zu erkennen, wobei
die Pappe 1 bereits teilweise zwischen Sonotrode 25 und Amboss 27 eingeführt ist.
[0029] Aus der Zusammenschau der Ausführungsbeispiele gemäß der Figuren 3 bis 8 wird deutlich,
dass das erfindungsgemäße Verschweißen bzw. Verbinden oder Umformen der Lagen 3, 5
und 7 mit Ultraschall unabhängig davon ist, ob die spätere Rilllinie 13 dort ist,
wo eine Welle 5 der Wellpappe ihr Maximum erreicht hat oder ob es zwischen zwei solchen
Maxima, d.h. im Bereich eines Wellentals stattfindet. Es ist selbstverständlich auch
möglich, eine solche Rill- oder Biegelinie 13 unter einem Winkel, der von 0° verschieden
ist, d.h. schräg oder senkrecht zur Längsrichtung der Welle 5 in die Wellpappe einzubringen.
In jedem Fall ergibt sich durch das erfindungsgemäße Verfahren eine sehr präzise und
haltbare Rill- oder Biegelinie 13.
[0030] Die Präzision und Prozesssicherheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. der nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Rilllinie 13 ist sehr viel besser als
bei herkömmlichen mechanischen Rillungen von Vollpappe oder Wellpappe und erlaubt
dadurch die präzisere Herstellung von Erzeugnissen aus Pappe mit geringeren Maß- und
Winkelabweichungen.
[0031] In der Figur 9 sind verschiedene Sonotroden 25 und zugehörige Ambosse 27 dargestellt.
Sonotroden 25 und Ambosse 27 unterscheiden sich in ihrer Form der Rillen. In der Figur
7, ganz rechts, ist das Ausführungsbeispiel gemäß der Figuren 3 und 5 dargestellt.
[0032] In der Figur 10 ist sehr schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt.
[0033] Mit dem Bezugszeichen 31 ist ein Ultraschallgenerator bezeichnet, der über einen
Konverter 32 einen Booster 33 und schließlich die Sonotrode 25 mit Ultraschall versorgt.
Der Konverter 32, der Booster 33 und die Sonotrode 25 sind drehbar gelagert und werden
von einem Elektromotor 38 in Drehung versetzt. Die nur schematisch dargestellte Lagerung
hat das Bezugszeichen 39. Mit den pneumatischen Stellmitteln 40 kann die Sonotrode
25 in Richtung des Ambosses 27 zugestellt bzw. entfernt werden. Um die Anpresskraft
der Sonotrode 25 erfassen zu können, sind unterhalb des Ambosses 27 Kraftmessdosen
42 angeordnet.
[0034] Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Sonotrode 25 und der Amboss 27 drehbar gelagert.
Die Rilllinie 13 ergibt aus der Abwicklung von Sonotrode 25 und Amboss 27. Die Erfindung
lässt sich jedoch auch realisieren, wenn Sonotrode 25 und Amboss 27 nicht drehbar
gelagert, sondern feststehend sind.
1. Vorrichtung zum Rillen von Voll- oder Wellpappe (1) umfassend eine Sonotrode (25)
und einen Amboss (27), dadurch gekennzeichnet, dass die Sonotrode (25) und der Amboss beziehungsweise eine zweite Sonotrode (27) drehbar
gelagert sind.
2. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sonotrode (25) und/oder der Amboss (27) beziehungsweise die zweite Sonotrode
drehantreibbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorschubeinrichtung, insbesondere für die Voll- oder Wellpappe (1) vorhanden
ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand und/oder eine Anpresskraft zwischen Sonotrode (25) und Amboss (27) beziehungsweise
der zweiten Sonotrode einstellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sprühvorrichtung zum lokalen Befeuchten der Wellpappe (1) vorhanden ist.
6. Verfahren zum Rillen von Voll- oder Wellpappe,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Lokales Zusammendrücken einer Vollpappe oder der verschiedenen Lagen (3, 5, 7) einer
Wellpappe (1) zwischen einer drehbar gelagerten Sonotrode (25) und einem drehbar gelagerten
Amboss beziehungsweise einer drehbar gelagerten zweiten Sonotrode (27) und
- Anregen des zusammengedrückten Bereichs der Vollpappe oder Wellpappe (1) mit Ultraschall.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusammendrücken der Vollpappe oder der verschiedenen Lagen (3, 5, 7) der Wellpappe
(1) und das Anregen des zusammengedrückten Bereichs der Voll- oder Wellpappe (1) mit
Ultraschall zeitgleich erfolgen.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusammendrücken der Vollpappe oder der verschiedenen Lagen (3, 5, 7) einer Wellpappe
(2) und das Anregen des zusammengedrückten Bereichs der Wellpappe (1) mit Ultraschall
mit den gleichen Werkzeugen (25, 27) erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Voll- oder Wellpappe (1) vor oder während dem Zusammendrücken lokal befeuchtet
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Voll- oder Wellpappe (1) auf der Seite auf der sich die Sonotrode (25) befindet
lokal befeuchtet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Voll- oder Wellpappe (1) auf der der Sonotrode (25) gegenüberliegenden Seite
lokal befeuchtet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Voll- oder Wellpappe (1) vor, während und/oder nach der Anregung durch Ultraschall
relativ zu der Sonotrode (25) und/oder dem Amboss (27) beziehungsweise die zweite
Sonotrode bewegt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass es bei Vollpappe oder bei Wellpappe (1) mit einer Welle, zwei Wellen, oder mehr als
drei Wellen durchgeführt wird.
1. Apparatus for scoring solid or corrugated cardboard (1), comprising a sonotrode (25)
and an anvil (27), characterised in that the sonotrode (25), and the anvil or a second sonotrode (27), are rotatably mounted.
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the sonotrode (25), and/or the anvil (27) or the second sonotrode, are able to be
driven in rotation.
3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterised in that a forward-feeding means is present particularly for the solid or corrugated cardboard
(1).
4. Apparatus according to one of the preceding claims, characterised in that a spacing and/or an applying force can be set between the sonotrode (25), and the
anvil (27) or the second sonotrode.
5. Apparatus according to one of the preceding claims, characterised in that a spraying arrangement is present for moistening the corrugated cardboard (1) locally.
6. Method for scoring solid or corrugated cardboard,
characterised by the following method steps:
- local compression of solid cardboard or the various walls (3, 5, 7) of corrugated
cardboard (1) between a rotatably mounted sonotrode (25), and a rotatably mounted
anvil or a rotatably mounted second sonotrode (27), and
- excitation of the compressed region of the solid cardboard or corrugated cardboard
(1) with ultrasound.
7. Method according to claim 6, characterised in that the compression of the solid cardboard or the various walls (3, 5, 7) of the corrugated
cardboard (1) and the excitation of the compressed region of the solid or corrugated
cardboard (1) with ultrasound take place simultaneously.
8. Method according to claim 6 or 7, characterised in that the compression of the solid cardboard or of the various walls (3, 5, 7) of corrugated
cardboard (2), and the excitation of the compressed region of the corrugated cardboard
(1) with ultrasound, are performed with the same pieces of equipment (25, 27).
9. Method according to one of claims 6 to 8, characterised in that the solid or corrugated cardboard (1) is moistened locally before or during the compression.
10. Method according to claim 9, characterised in that the solid or corrugated cardboard (1) is moistened locally on the side on which the
sonotrode (25) is situated.
11. Method according to claim 9 or 10, characterised in that the solid or corrugated cardboard (1) is moistened locally on the opposite side from
the sonotrode (25).
12. Method according to one of claims 6 to 11, characterised in that the solid or corrugated cardboard (1) is moved relative to the sonotrode (25), and/or
the anvil (27) or the second sonotrode, before, during and/or after the excitation
by ultrasound.
13. Method according to one of claims 6 to 12, characterised in that it is carried out on solid cardboard or on corrugated cardboard (1) having one wall,
two walls, or more than three walls.
1. Dispositif destiné à rainurer du carton homogène ou du carton ondulé (1), comprenant
une sonotrode (25) et une enclume (27), caractérisé en ce que la sonotrode (25) et l'enclume (27) ou respectivement une deuxième sonotrode sont
supportées en rotation.
2. Dispositif selon l'une des revendications 1, caractérisé en ce que la sonotrode (25) et/ou l'enclume (27) ou respectivement la deuxième sonotrode peut
être entraînée en rotation.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il existe un dispositif d'avance, en particulier pour le carton homogène ou le carton
ondulé (1).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une distance et/ou une force de pression entre la sonotrode (25) et l'enclume (27)
ou respectivement la deuxième sonotrode est réglable.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il existe un dispositif de pulvérisation pour l'humidification locale du carton ondulé
(1).
6. Procédé destiné au rainurage de carton homogène ou de carton ondulé,
caractérisé par les étapes de procédé suivantes :
- compression locale d'un carton homogène ou des différentes couches (3, 5, 7) d'un
carton ondulé (1) entre une sonotrode (25) supportée en rotation et une enclume ou
respectivement une deuxième sonotrode (27) supportée en rotation et
- excitation de la zone compressée du carton homogène ou du carton ondulé (1) avec
des ultrasons.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la compression du carton homogène ou des différentes couches (3, 5, 7) du carton
ondulé (1) et l'excitation de la zone compressée du carton homogène ou du carton ondulé
(1) avec des ultrasons sont effectuées simultanément.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la compression du carton homogène ou des différentes couches (3, 5, 7) d'un carton
ondulé (1) et l'excitation de la zone compressée du carton ondulé (1) avec des ultrasons
sont effectuées avec les mêmes outils (25, 27).
9. Procédé selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le carton homogène ou le carton ondulé (1) est humidifié avant ou pendant la compression.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le carton homogène ou le carton ondulé (1) est humidifié localement sur le côté sur
lequel se trouve la sonotrode (25).
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le carton homogène ou le carton ondulé (1) est humidifié localement sur le côté opposé
à la sonotrode (25).
12. Procédé selon l'une des revendications 6 à 11, caractérisé en ce que le carton homogène ou le carton ondulé (1) est déplacé par rapport à la sonotrode
(25) et/ou l'enclume (27) ou respectivement la deuxième sonotrode avant, pendant et/ou
après l'excitation avec les ultrasons.
13. Procédé selon l'une des revendications 6 à 12, caractérisé en ce que, dans le cas du carton homogène ou dans le cas du carton ondulé (1), il est réalisé
avec une ondulation, deux ondulations ou plus de trois ondulations.