[0001] Die Erfindung betrifft eine Duschflächeneinheit für den bodenebenen Einbau umfassend
eine wenigstens zweischichtig aufgebaute Duschtasse mit einer Oberseite und einer
Unterseite, wobei die obere Schicht die Oberseite ausbildet und die untere Schicht,
welche die Unterseite ausbildet, aus Kunstharz besteht und eine Randverstärkung aus
Kunstharz aufweist und einen Montagerahmen, welcher auf der Unterseite der Duschtasse
angeordnet ist, mit der Randverstärkung verbunden ist und gegenüber der Unterseite
der Duschtasse höher ausgebildet ist. Zudem betrifft die Erfindung ein Herstellungs-
und Montageverfahren dafür.
[0002] Ebenerdige Duschflächeneinheiten erfreuen sich nicht nur in öffentlichen Einrichtungen,
wie beispielsweise Schwimmbädern, Sportstätten oder Krankenhäusern, sondern auch zunehmend
in privaten Haushalten immer größerer Beliebtheit. Dies liegt nicht nur darin begründet,
dass sie aufgrund eines barrierefreien Zugangs zahlreiche Vorteile bieten. So ermöglicht
eine bodenebene Dusche die Nutzung ohne fremde Hilfe, was insbesondere für Personen
mit körperlichen Einschränkungen von Bedeutung ist. Zudem wird durch Glaswände und
transparente Duschvorhänge eine dezente, lichtdurchlässige Integration der Dusche
in den Raum ermöglicht. Es ist daher nicht verwunderlich, dass eine Vielzahl bodengleicher
Duschen aus dem Stand der Technik bekannt ist.
[0003] Bei dem Einbau einer bodenebenen Dusche ist auf eine gute Abdichtung des Bodens und
ein stetiges Bodengefälle von mindesten 2% längs und quer zum Ablauf, sowie eine rutschhemmende
Oberfläche zu achten. Um die Abdichtung sicherzustellen, sind im Stand der Technik
verschiedene Möglichkeiten bekannt. Üblicherweise wird der geflieste und verfugte
Boden auf einer Dichtfolie oder Dichtbeschichtung auf oder unter einer Estrichschicht
angebracht.
[0004] Nachteilig bei einer derartigen Ausgestaltung der Dusche ist jedoch deren aufwendige
Erstellung. Zudem besteht die Gefahr der unbemerkten Durchfeuchtung des Bauwerks,
wenn Feuchtigkeit durch porös oder rissig werdende Fugen eindringen kann. Überdies
werden Fugen mit zunehmendem Alter unansehnlich, was in deren erschwerten Pflege und
der daraus resultierenden mangelnden Hygiene liegt.
[0005] Um diesem Problem zu entgehen, schlägt die Offenlegungsschrift
DE 197 23 153 A1 eine einteilige bodenebene Duschtasse vor, welche lediglich noch umfangseitig, gegebenenfalls
gegenüber festen Seitenwänden und dem angrenzenden Bodenbereich verfugt werden muss.
Um die Abdichtung zu erhöhen, weist die Duschtasse an ihrem Umfang umlaufende Dichtlippen
auf.
[0006] Nachteilig ist hier jedoch, dass eine umfangseitige Verfugung an dem angrenzenden
Bodenbereich durchgeführt werden muss und dass eventuell auftretendes Kriechwasser,
welches bei einer defekten Abdichtung durch die Fuge dringt, nicht abgeleitet wird
und somit in das Bauwerk eindringen kann. Zudem erfordert die Montage der Duschtasse
aufgrund der umlaufenden Duschlippen sehr viel Zeit und ein handwerkliches Feingefühl,
um eine langfristige und wartungsfreie Dichtigkeit der Dusche sicherzustellen.
[0007] Auch die Offenlegungsschrift
EP 1 388 317 A2 schlägt eine bodenebene Duschtasse vor, welche mit einfachen konstruktiven Mitteln
so ausgestaltet ist, dass der Tassenkörper einfach und feuchtigkeitsdicht versetzt
werden kann. Diesbezüglich weist der Tassenkörper zur Oberfläche der Tragplatte parallele
und mit der Umfangsfläche der Tragplatte bündig abschließende Randabschnitte auf,
zwischen welchen die Dichtungsbänder plattenparallel abstehen.
[0008] Bei der vorgeschlagenen Duschtasse besteht allerdings das Problem, dass die Dichtungsbänder
die erforderliche Abdichtung zwischen den Randabschnitten und einem unebenen Bodenbelag
nicht gewährleisten können, so dass eine zusätzliche Dichtfolie notwendig ist.
[0009] Zusätzlich zu dem vorgenannten Problem der Dichtigkeit einer bodengleichen Duschtasse
treten vor allem bei der Montage immer wieder Probleme hinsichtlich der Ausrichtung
und der Höhenjustage auf. Die richtige Einstellung der Höhe ist nicht nur sehr wichtig,
um einen gleichmäßigen und gerichteten Ablauf des Duschwassers sicherzustellen, sondern
erfordert auch allerhand Feingefühl. Dies liegt darin begründet, dass die Höhenverstellung
in der Regel unterhalb der Duschtasse angeordnet ist und somit nach deren Einbau nicht
mehr zugänglich ist. Daher schlägt die Patentschrift
DE 10 2007 010 625 B4 eine Duschtasse vor, welche die Zugänglichkeit zu einem unterhalb der Duschwanne
liegenden Siphon gewährleistet.
[0010] Hierbei hat es sich allerdings als nachteilig erwiesen, dass die Duschtasse aus Gewichtsgründen
zweiteilig, d.h. aus einem Duschplateau und einem Rahmen, aufgebaut ist. Dadurch ist
eine weitere Möglichkeit gegeben, an welcher bei nicht ordnungsgemäßer Abdichtung
Kriechwasser eindringen kann.
[0011] Es besteht daher ein großer Bedarf an einer einfach und leicht verlegbaren, sowie
montagefertigen und absolut dichten Duschflächeneinheit. Die Erfindung hat sich somit
die Aufgabe gestellt, eine bodenebene Duschflächeneinheit bereitzustellen, um die
oben genannten Schwierigkeiten zu überwinden und um vor allem die Montage und langfristige,
sowie wartungsfreie Abdichtung dieser mit dem Bodenbelag zu erleichtern. Eine weitere
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen einer derartigen Duschflächeneinheit
und ein Verfahren zum Montieren bereitzustellen.
[0012] Diese Aufgabe wird auf überraschend einfache, aber wirkungsvolle Weise durch eine
Duschflächeneinheit für den bodenebenen Einbau gelöst, indem die untere Schicht und
die Randverstärkung eine Schicht ausbilden. Zudem wird die Aufgabe durch die Verfahren
mit den Merkmalen in den Ansprüchen 12 und 13 gelöst.
[0013] Es wird eine Duschflächeneinheit für den bodenebenen Einbau vorgeschlagen, welche
eine wenigstens zweischichtig aufgebaute Duschtasse mit einer Oberseite und einer
Unterseite und einen unterseitig angeordneten Montagerahmen umfasst. Typischerweise
bildet die Duschflächeneinheit dabei eine bodenseitige flächige Einheit einer Dusche
für die Aufnahme und die Ableitung von Duschwasser aus.
[0014] Unter dem Begriff "Duschtasse" versteht sich der eigentliche Tassenkörper einer Dusche,
welcher für die Aufnahme und die Ableitung von Duschwasser verantwortlich ist. Die
Tasse ist dabei typischerweise schalenartig ausgebildet und im Vergleich zu seinen
Dimensionen dünnwandig aufgebaut. Um einen bodenebenen Einbau und damit einen barrierefreien
Zugang zu der Dusche zu gewährleisten, ist der schalenartige Aufbau der Tasse verständlicherweise
sehr flach und dabei gleichzeitig leicht und stetig längs und quer zum Ablauf geneigt.
Diese Neigung stellt eine gute Ableitung des Duschwassers sicher. Zudem weist die
Tasse eine Ablauföffnung auf, an der ein Ablauf montiert werden kann.
[0015] Im Rahmen der Erfindung ist die Duschtasse wenigstens zweischichtig aufgebaut und
weist eine Oberseite und eine Unterseite auf. Die wenigstens zwei Schichten können
dabei aus einem oder aus mehreren Kunststoffen bestehen, die formschlüssig, kraftschlüssig
und/oder stoffschlüssig miteinander verbunden sind, und dienen der Stabilisierung
der Duschtasse. Dadurch ist es möglich, dass die Duschtasse trotz einer geringen Dicke
und eines geringen Gewichtes eine sehr hohe Stabilität und/oder Belastbarkeit aufweist.
[0016] Bevorzugt bildet die obere Schicht die Oberseite der Tasse somit die Benutzungsoberfläche
aus, wohingegen die sich hieran anschließende untere Schicht die Unterseite der Tasse
ausbildet. Auf der Oberseite der Duschtasse steht ein späterer Benutzer in der Dusche.
Um Gewicht einzusparen ist die obere Schicht meist nur sehr dünnwandig. Zudem kann
es vorkommen, dass diese Schicht unterseitig eine strukturierte Oberfläche aufweist.
[0017] Die untere Schicht besteht dabei aus Kunstharz und weist eine Randverstärkung aus
Kunstharz auf. Wichtig dabei ist, dass die untere Schicht und die Randverstärkung
eine Schicht ausbilden und in einem Arbeitsschritt gemeinsam aufgetragen werden. Die
Randverstärkung aus Kunstharz befindet sich am Randbereich der Tasse.
[0018] Die untere Schicht und die Randverstärkung tragen dabei wesentlich zur mechanischen
Stabilisierung des Tassenkörpers bei. Gegebenenfalls kann die untere Schicht der Duschtasse
durch Glasfasern und/oder ein anderes Material verstärkt sein. Auf diese Weise wird
es erreicht, dass die dünnwandig aufgebaute Tasse noch stabiler wird.
[0019] Die untere Schicht und die Randverstärkung sind dabei bevorzugt stoffschlüssig mit
der oberen Schicht der Duschtasse verbunden, insbesondere angegossen, indem das Kunstharz
in nichtausgehärteter Form an den Tassenkörper gebracht wird und dort aushärtet. Dadurch
passt sich das flüssige Kunstharz perfekt an die Oberflächenstruktur der oberen Schicht
an, so dass die erreichte Verbindung stoffschlüssig ist. Zudem wird erreicht, dass
lediglich der Randbereich der Duschtasse effektiv verstärkt wird. Eine stabile und
gute Verbindung ist besonders wichtig, da die obere Schicht unterseitig unterschiedlich
ausgestaltet sein kann, beispielsweise kann diese eine raue und/oder kompliziert geformte
Oberflächenstruktur aufweisen. Dabei führt das Vorliegen einer besonders rauen Oberfläche
des Tassenkörpers zu einer noch besseren Verbindung, da hierbei Oberflächenstrukturen
vom Kunstharz umgriffen werden können.
[0020] Es ist aus dem Stand der Technik ja bekannt, dass viele Kunstharze selbstnivellierend
sind und somit in flüssigem Zustand eine ebene Oberfläche ausbilden, die auch beim
Erstarren erhalten bleibt. Diese Eigenschaft der Kunstharze wird ausgenutzt, indem
erst durch die untere Schicht und die Randverstärkung aus Kunstharz eine geeignet
geformte, d.h. glatte und/oder waagerechte, Oberfläche für eine oder weitere Verbindungen
bereitgestellt wird. Überdies werden die untere Schicht und die Randverstärkung aufgrund
der stoffschlüssigen Verbindung des Kunstharzes mit der oberen Schicht ein Teil der
Duschtasse.
[0021] Dabei ist die Randverstärkung wiederum mit einem Montagerahmen verbunden, wobei eine
stabile und sichere Verbindung zwischen dem Montagerahmen und einer typischerweise
dünnwandigen und/oder rauen oberen Schicht der Duschtasse ohne das Vorhandensein der
erfindungsgemäßen Kunstharzschicht kaum zu bewerkstelligen wäre. Die Verbindung der
Randverstärkung mit dem Montagerahmen kann dabei formschlüssig, kraftschlüssig und/oder
stoffschlüssig sein.
[0022] Die Randverstärkung dient somit nicht nur der Stabilisierung des Randbereichs der
Duschtasse, indem der Randbereich hinsichtlich seiner Dicke verstärkt und damit gleichzeitig
eine Verbindung zu dem Montagerahmen ermöglicht wird. Zudem bietet die Randverstärkung
den Vorteil, dass die Tasse bei sehr geringem Gewicht und/oder Materialeinsatz in
der Herstellung sehr stabil und belastbar ist. Ein geringes Gewicht hat sich dabei
als vorteilhaft erwiesen, da die Duschtasse so einfach von einer einzigen Person ohne
große Mühe transportiert und/oder montiert werden kann. Damit verringern sich nicht
nur die Montagekosten, sondern auch die Kosten für deren Herstellung.
[0023] Der Begriff "Montagerahmen" betrifft einen Rahmen, welcher dazu vorgesehen ist, die
Duschtasse zu tragen und/oder zu stabilisieren, sowie die Montage der Duschflächeneinheit
zu erleichtern. Dabei stützt der Rahmen die Duschtasse in montiertem Zustand zuverlässig
ab, indem er dessen unmittelbares Auflager bildet und der Kraftfluss zwischen der
Tasse und dem Boden, beispielsweise eines Badezimmers, über den Montagerahmen verläuft.
Diesbezüglich ist es wichtig, dass der Montagerahmen dabei gegenüber der Unterseite
der Duschtasse höher ausgebildet ist.
[0024] Der Montagerahmen ist dabei auf der Unterseite der Duschtasse angeordnet und mit
der Randverstärkung verbunden. Da sich die Randverstärkung am Randbereich der Duschtasse
und somit im Bereich dessen späterer Einbauposition befindet, ist der Montagerahmen
ebenfalls in diesem Bereich der Tasse angeordnet. Dabei ist die Verbindung des Rahmens
mit der Duschtasse über die Randverstärkung gegeben, wobei die Verbindung formschlüssig,
kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig sein kann.
[0025] Der erfindungsgemäße Montagerahmen kann aus einem beliebigen Material bestehen. Es
ist im Rahmen der Erfindung jedoch erkannt worden, dass der Montagerahmen aus statischen
Gründen aus einem metallischen Werkstoff bestehen sollte. Um Gewicht einzusparen,
ist es beispielsweise denkbar, dass der Rahmen aus mehreren Teilen zusammengesetzt
ist, wobei insbesondere die Profilteile aus Stahl, insbesondere rostfreiem Edelstahl,
oder Aluminium, bestehen.
[0026] Der Rahmen kann zudem einteilig oder mehrteilig ausgestaltet sein, d.h. aus einem
oder mehreren Rahmensegmenten zusammengesetzt sein. Im Falle der einteiligen Ausgestaltung
ist der Rahmen bevorzugt umlaufend ausgestaltet, so dass sich die einzelnen Segmente
des Rahmens unmittelbar berühren und/oder miteinander verbunden sind. Bei der mehrteiligen
Ausgestaltung müssen die einzelnen Segmente dabei nicht unmittelbar miteinander verbunden
sein. So ist es beispielsweise denkbar, dass der Rahmen einer Duschtasse mit quadratischem
Grundriss vollständig umlaufend ausgebildet ist oder aus vier, sich an den Enden nicht
berührenden bzw. nicht miteinander verbundenen Rahmensegmenten besteht, welche an
den jeweiligen Seiten des Quadrates angeordnet sind und zusammen den Montagerahmen
bilden.
[0027] Die erfindungsgemäße Duschflächeneinheit bringt gegenüber dem Stand der Technik mehrere
Vorteile mit sich. So ist der Randbereich der Duschtasse deutlich stabilisiert, so
dass es auch bei Belastung zu keiner nennenswerten Verformung kommt. Dies hat einen
weiteren positiven Effekt, nämlich die langfristige und wartungsfreie Sicherstellung
der Dichtigkeit im Anschlussbereich. Zudem ermöglicht die Zwischenschaltung der Randverstärkung
aus Kunstharz an die obere Schicht eine sichere Anbindung des Montagerahmens an den
Tassenkörper.
[0028] Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Duschflächeneinheit bereits montagefertig
umfassend eine Duschtasse und einen Montagerahmen bereitgestellt wird, wodurch bei
der Montage nicht nur Zeit, sondern auch zusätzliches Personal eingespart werden kann.
Dies liegt darin begründet, dass die erfindungsgemäße Duschflächeneinheit trotz ihrer
hohen Stabilität und Belastbarkeit ein sehr geringes Gewicht aufweist.
[0029] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung, welche einzeln oder in Kombination realisierbar
sind, sind in den Unteransprüchen dargestellt.
[0030] In einer Weiterbildung der Erfindung umfasst der Montagerahmen unterseitig stufenlos
verstellbare Rahmenfüße, so dass die Duschflächeneinheit vor Ort einfach aufgestellt
und an einen Ablauf angeschlossen werden kann. Die Rahmenfüße gewähren der Duschflächeneinheit
dabei aufgrund ihrer individuellen Einstellmöglichkeit einen stabilen und sicheren
Stand, da mühelos und einfach Unebenheiten und/oder ein Gefälle im Boden ausgeglichen
werden kann. Diesbezüglich ist es wichtig, dass mindestens zwei, bevorzugt jedoch
mehr Rahmenfüße umfasst sind.
[0031] Die Rahmenfüße können aus einem beliebigen Material bestehen, aus Stabilitätsgründen
sind sie jedoch zumindest teilweise aus einem metallischen Werkstoff gefertigt. Es
hat sich dabei herausgestellt, dass der Teil des Rahmenfußes, welcher mit dem Boden
in Kontakt kommt, d.h. die Rahmenfußkappe, aus Kunststoff, Gummi und/oder einem Gemisch
gefertigt sein kann. Dadurch wird es zusätzlich erreicht, dass die Füße auch ohne
ein Additiv, wie beispielsweise einen Klebstoff, Silikon und/oder Acryl, rutschfest
auf dem Boden am Montageort aufstehen.
[0032] Es ist des Weiteren denkbar, dass der Montagerahmen gar keine Rahmenfüße aufweist,
sondern lediglich Vorrichtungsstellen für einen einfachen und schnellen Anschluss
von Rahmenfüßen. Diese können dann fest oder lösbar befestigt sein, wie beispielsweise
eingesteckt, angeklebt, angeschweißt oder eingeschraubt.
[0033] Weiterhin umfasst der Montagerahmen wenigstens ein Stahlprofil, insbesondere ein
feuerverzinktes Stahlprofil und/oder ein Stahlprofil aus rostfreiem Edelstahl, an
welchem die Rahmenfüße befestigt sind. Es ist dabei denkbar, dass das Stahlprofil
ein beliebiges Profil aufweist, wobei die Rahmenfüße in das Profil eingreifen und
daran befestigt sind. Bevorzugt ist das Stahlprofil allerdings ein U-Profil oder C-
Profil.
[0034] Die Rahmenfüße können fest oder lösbar mit dem Stahlprofil verbunden sein. Eine lösbare
Verbindung wird beispielsweise durch Verschrauben oder Verspannen erreicht.
[0035] Es ist im Rahmen der Erfindung als erfindungswesentlich erkannt worden, dass eine
stoffschlüssige Verbindung zwischen der Randverstärkung und Montagerahmen zahlreiche
Vorteile bringt. Für eine stabile stoffschlüssige Verbindung ist es zudem vorteilhaft,
wenn die Verbindungsstelle zuvor entfettet und/oder angeschliffen wird. Dies erhöht
die Haltbarkeit der Verbindung. So ist es in einer alternativen Weiterbildung vorgesehen,
dass zwischen der Randverstärkung, welche eine glatte Oberfläche aufweist, und dem
Montagerahmen zusätzlich ein Dichtvlies angeordnet, insbesondere angeklebt, ist. Diesbezüglich
ist es denkbar, einen beliebigen, einem Fachmann bekannten Klebstoff zu verwenden.
[0036] Vorteilhafterweise wurde im Rahmen der Erfindung herausgefunden, dass die Verwendung
eines dauerelastischen Klebstoffs, beispielsweise eines Polymerklebstoffs, positive
Nebeneffekte mit sich bringt. Ein dauerelastischer Klebstoff zeichnet sich dadurch
aus, Vibrationen auffangen zu können sowie unterschiedliche thermische Ausdehnungskoeffizienten
von Rahmen und Randverstärkung ausgleichen zu können. Ein weiterer Vorteil eines dauerelastischen
Klebstoffs liegt darin, den von der Duschtasse ausgehenden Körperschall zu dämpfen
und somit für ein angenehmes Duscherlebnis zu sorgen.
[0037] Unter einem "Dichtvlies" versteht sich ein Vliesstoff, d.h. ein größtenteils flexibles
textiles Flächengebilde, welches sich aufgrund seiner Struktur hervorragend als Dicht-,
Dämm- und/oder Polsterstoff eignet. Bevorzugt ist das Dichtvlies daher ein Sanitärdichtvlies.
Die Hauptfunktion des Dichtvlieses liegt somit nicht nur in einer Abdichtung der Unterseite,
sondern auch darin, Vibrationen und/oder Stöße eines Benutzers abzufangen. Damit trägt
das Dichtvlies entscheidend zu einem angenehmes Duscherlebnis bei. Es versteht sich
dabei, dass das Dichtvlies im Randbereich der Duschtasse angeordnet ist.
[0038] In einer Alternative der vorliegenden Erfindung ist die obere Schicht der Duschtasse
aus Polymethylmethacrylat. Polymethylmethacrylat ist ein synthetischer, thermoplastischer
Kunststoff, der in verschiedensten Bereichen seinen Einsatz findet. Aufgrund seiner
spezifischen Eigenschaften eignet sich Polymethylmethacrylat besonders für Sanitär-
und/oder Einrichtungsbauteile, wie beispielsweise Badewannen und/oder Duschtassen.
[0039] Da die Oberseite der Duschtasse aus Polymethylmethacrylat besteht, ist sie rutschfest
und/oder rutschhemmend und ermöglicht einen sicheren und zuverlässigen Stand des Benutzers.
Somit wird ein Ausrutschen und/oder Schlittern auch bei feuchter Oberfläche verhindert.
Zudem ist Polymethylmethacrylat leicht reinigbar, kratzfest, farbecht, farbstabil
und/oder stoßfest.
[0040] Weiterhin ist es denkbar, dass zwischen der oberen Schicht und der unteren Schicht
der Duschtasse ein Haftvermittler angeordnet ist, welcher zu einer Verstärkung der
Haftung zwischen den beiden Schichten führt. Diesbezüglich ist es ratsam, die Rückseite
der oberen Schicht vor dessen Auftrag zu entfetten und/oder anzuschleifen, um eine
stabilere Verbindung herzustellen.
[0041] Unter einem "Haftvermittler" versteht ein Fachmann eine Substanz, die dazu eingesetzt
wird, die Haftfestigkeit von Verbünden zu verbessern und/oder zu beschleunigen. Daher
finden Haftvermittler ihren Einsatz bei stark beanspruchten Verklebungen und Beschichtung.
Einem Fachmann sind geeignete Haftvermittler bekannt.
[0042] Eine Ausgestaltung der Duschflächeneinheit schlägt vor, dass die durch den Montagerahmen
eingegrenzte Unterseite der Duschtasse durch ein Sandwich-Kunstharzsystem verstärkt
ist. Ein derartiges Sandwicht-Kunstharzsystem weist eine hervorragende mechanische
Festigkeit, d.h. Steifheit, auf, so dass die Duschtasse beständig gegenüber Deformationen
ist, die durch Unterschiede und/oder Veränderungen zwischen den einzelnen Schichte,
dem Montagerahmen und/oder dem Montageort hervorgerufen werden können.
[0043] In einer Weiterbildung der Ausgestaltung umfasst das Sandwich-Kunstharzsystem zwei
Kunstharzlaminatschichten und eine dazwischen angeordnete Bodenplatte, wobei der Mittelfuß
unterseitig des Sandwich-Kunstharzsystems befestigt ist.
[0044] Die Verwendung einer Bodenplatte aus Holz oder einem Holzwerkstoff ist bereits aus
dem Stand der Technik bekannt und dient der weiteren Stabilisierung des Tassenkörpers.
Dazu ist die Bodenplatte von wenigstens zwei Kunstharzlaminatschichten umschlossen,
sowie über eine Kunstharzlaminatschicht an der Duschtasse, insbesondere der unteren
Kunstharzschicht, befestigt.
[0045] Eine derartige Bodenplatte verhilft nicht nur der Erhöhung der Stabilität und/oder
Belastbarkeit der Duschflächeneinheit, sondern ermöglicht auch die Befestigung wenigstens
eines Mittelfußes, welcher beispielsweise mittels einer Mittelfußplatte einfach in
der Bodenplatte verankert und/oder verschraubt werden kann. Verständlicherweise ist
es auch möglich, den Mittelfuß mittels der Mittelfußplatte mit der Kunstharzschicht
zu verkleben, beispielsweise mit einem dauerelastischen Klebstoff.
[0046] Weiterhin ist es denkbar, dass die Unterseite der Duschtasse wenigstens einen stufenlos
verstellbaren Mittelfuß umfasst, welcher mittig der Duschtasse angeordnet und unterseitig
des Sandwich-Kunstharzsystems befestigt ist. Der Mittelfuß dient dabei der Abstützung
des zentralen Bereichs der Duschflächeneinheit und stabilisiert diese zusätzlich.
Je nach Größe der Einheit kann auch mehr als ein Mittelfuß erforderlich sein.
[0047] Der Mittelfuß besteht aus einem beliebigen Material und ist aus Stabilitätsgründen
zumindest teilweise aus einem metallischen Werkstoff gefertigt. Dabei kann der Teil
des Mittelfußes, welcher mit dem Boden in Kontakt kommt, d.h. die Mittelfußkappe,
aus Kunststoff, Gummi und/oder einem Gemisch gefertigt sein. Dadurch wird es zusätzlich
erreicht, dass die Füße auch ohne ein Additiv, wie beispielsweise einen Klebstoff,
Silikon und/oder Acryl, rutschfest auf dem Boden am Montageort aufstehen.
[0048] In einer Alternative ist der Mittelfuß und/oder die Rahmenfüße höhenverstellbar und/oder
seitlich verstellbar. Die Höhenverstellung ist auf unterschiedliche Weise realisierbar,
beispielsweise durch einen Spindeltrieb, d.h. einen Gewindestab und eine hiermit zusammenwirkende
Mutter. Allerdings ist auch eine andere beliebige und einem Fachmann bekannte Möglichkeit
der Höhenverstellung denkbar.
[0049] Zudem ist es im Rahmen der Erfindung vorgesehen, das der Mittelfuß und/oder die am
Montagerahmen angeordneten Rahmenfüße seitlich verstellbar sind. Dies ist denkbar,
indem beispielsweise die Mittelfußplatte und/oder das Stahlprofil des Montagerahmens
als eine Art Gleitschiene für die Füße dient, um auf diese Weise die Füße in einer
gewünschten Position durch Festspannen zu arretieren.
[0050] Mittels der erfindungsgemäßen Einstellmöglichkeit der Füße wird eine noch optimalere
Anpassung der Duschflächeneinheit an den Boden am Montageort erreicht, um beispielsweise
Ungleichheiten und/oder Höhenunterschiede des Bodens für einen sicheren und stabilen
Stand der Einheit optimal auszugleichen.
[0051] In noch einer Weiterbildung der Erfindung ist es denkbar, dass das Kunstharz unterschiedlichster
Art sein kann, wie beispielsweise ein Phenoplast, Aminoplast, Epoxidharz oder Polyester-Harz.
Typischerweise wird bei der Herstellung ein 2-Komponenten-System verwendet, bestehend
aus Harz und Härter, durch deren Vermischung das Kunstharz gebildet wird.
[0052] Erfindungsgemäß können verschiedene Kunstharze zum Einsatz kommen, wie beispielsweise
Polyesterharze, Polyurethanharze, Epoxidharze, Silikonharze, Vinylesterharze, Phenolharze
oder Acrylharze. Bevorzugt ist das Kunstharz allerdings ein Gießharz, insbesondere
ein Polyurethan-Gießharz. Das Polyurethan-Gießharz basiert in der Regel auf einem
2-Komponenten-System aus einem Polyester und einem Härter, wie beispielsweise Polyisocyanat.
[0053] Es wird davon ausgegangen, dass die Definitionen und Ausführungen der oben genannten
Begriffe für alle in dieser Beschreibung im Folgenden beschriebenen Aspekte gelten,
sofern nichts anders angegeben ist.
[0054] Die Erfindung stellt des Weiteren ein Verfahren zum Herstellen einer Duschflächeneinheit
zur Verfügung. Hierbei wird zunächst ein Duschtassenrohling bereitgestellt, welcher
lediglich aus der oberen Schicht, d.h. der Oberseite, besteht und noch relativ unstabil
ist. Dabei wird die obere Schicht zunächst durch Verformen einer vorgefertigten Platte,
beispielsweise aus Polymethylmethacrylat, hergestellt.
[0055] Zur Erhöhung der Stabilität und/oder Belastbarkeit der oberen Schicht wird als nächstes
auf deren Rückseite eine untere Schicht und eine Randverstärkung auf den Duschtassenrohling
aufgetragen. Dies ist am besten durch ausgießen mit einem selbstnivellieren Kunstharz,
beispielsweise einem Polyurethan-Gießharz, realisierbar. Diese Schicht aus Kunstharz
kann zusätzlich durch Glasfasern und/oder ein anderes Material verstärkt werden. Mit
den vorgenannten Schritten wird somit eine Duschtasse aus dem Duschtassenrohling hergestellt.
[0056] Allerdings kann es sein, dass die hergestellte Duschtasse nicht die richtige Größe
aufweist. Daher ist es weiterhin möglich, die Duschtasse vor der Weiterverarbeitung
auf das passende Format zuzuschneiden, indem die Duschtasse im Bereich der Randverstärkung
mittels eines geeigneten Werkzeuges und/oder einer Vorrichtung geschnitten wird. Derartige
Werkzeuge und/oder Vorrichtungen sind einem Fachmann bekannt. Dabei ist es wichtig,
darauf zu achten, dass die Randverstärkung nicht zu sehr verkürzt wird.
[0057] Es ist dabei erfindungswesentlich, dass zusätzlich die Möglichkeit eines Zuschnitts
der Duschtasse bereitgestellt wird, ohne, dass die Oberfläche abplatzt. Dies wird
durch den erfindungsgemäßen Aufbau der Duschtasse bestehend aus oberer Schicht, beispielsweise
aus Polymethylmethacrylat, einem optionalem Haftvermittler und der unteren Schicht
mit Randverstärkung aus Kunstharz erstmals erreicht. Aufgrund des Aufbaus der Duschtasse
ist es nun möglich, die Duschtasse zu schneiden und/oder zu fräsen, was auf aktuellem
Stand der Technik nicht denkbar ist.
[0058] Weiterhin erfolgt nach einem Anschleifen und/oder Entfetten der unteren Schicht ein
Anordnen eines Montagerahmens an der Randverstärkung der Duschtasse, welcher der Abstützung
und/oder dem Tragen des Tassenkörpers dient. Diesbezüglich kann zuvor an der Randverstärkung
ein Dichtvlies, beispielsweise ein Sanitärdichtvlies, angeklebt werden, wofür sich
beispielsweise ein dauerelastischer Klebstoff eignet. Zuletzt muss der Montagerahmen
noch mit der Randverstärkung der Duschtasse verbunden werden. Diese Verbindung kann
ebenfalls mit einem dauerelastischen Klebstoff hergestellt werden.
[0059] Bevorzugte Ausgestaltungen des Verfahrens entsprechen den bevorzugten Ausgestaltungen
der erfindungsgemäßen Duschflächeneinheit.
[0060] In einer Weiterbildung des Verfahrens wird zusätzlich der Schritt durchgeführt, dass
ein Haftvermittler aufgetragen wird. Dabei ist der Haftvermittler bevorzugt zwischen
der oberen Schicht und der unteren Schicht des Duschtassenrohlings bzw. der hergestellten
Duschtasse angeordnet und führt zu einer Verstärkung der Haftung zwischen den beiden
Schichten. Diesbezüglich ist es ratsam, die Rückseite der oberen Schicht vor dessen
Auftrag zu entfetten und/oder anzuschleifen, um eine stabilere Verbindung herzustellen.
[0061] Mittels des Haftvermittlers wird es erreicht, dass die untere Schicht viel besser
haftet. Zudem wird es ermöglicht, dass die Duschtasse geschnitten und/oder gefräst
werden kann, ohne dass die obere Schicht abplatzt.
[0062] Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Montieren einer Duschflächeneinheit.
Hierbei werden zunächst die Rahmenfüße der Duschtasse eingestellt, d.h. die Rahmenfüße
werden entsprechend der Beschaffenheit und/oder Ausgestaltung des Bodens am Montageort
seitlich und/oder in der Höhe verstellt. Dies ist wichtig, um einen sicheren und stabilen
Stand der Duschflächeneinheit und einen gleichmäßigen und gerichteten Ablauf des Duschwassers
sicherzustellen. Zudem wird der wenigstens eine Mittelfuß der Duschtasse eingestellt,
d.h. seitlich und/oder in der Höhe verstellt. Bei dem Mittelfuß ist darauf zu achten,
dass dieser eine geringere Höhe als die Rahmenfüße aufweist, um einen einfachen und
schnellen Aufbau sicherzustellen.
[0063] Als nächstes ist es erforderlich, eine mit dem Mittelfuß verbundene Zugschnur nach
außen zu verlegen und anschließend die Duschtasse auf dem Montageort aufzustellen.
Im Rahmen der Erfindung ist es dabei erkannt worden, dass die Duschtasse aufgrund
ihrer Ausgestaltung und der an den Füßen angebrachten Kappen bereits ohne zusätzliche
Additive, wie beispielsweise Klebstoffe, Silikon oder Acryl, fest und sicher steht.
Es ist natürlich auch möglich, vor dem Aufstellen der Duschtasse zusätzlich ein Haftadditiv
auf die Kappen der Füße aufzubringen, um ein versehentliches Verrutschen des Tassenkörpers
auf dem Boden zu vermeiden.
[0064] Als letztes erfolgt noch die Einstellung des Mittelfußes, indem an der Zugschnur
solange gezogen wird, bis keine Bewegung des Mittelfußes mehr erfolgt und der Mittelfuß
in Bodenkontakt gebracht ist.
[0065] Bevorzugte Ausgestaltungen des Verfahrens entsprechen den bevorzugten Ausgestaltungen
der erfindungsgemäßen Duschflächeneinheit.
[0066] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Unteransprüchen.
Hierbei können die jeweiligen Merkmale für sich alleine oder zu mehreren in Kombination
miteinander verwirklicht sein. Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele
beschränkt. Die Ausführungsbeispiele sind in den Figuren schematisch dargestellt.
Gleiche Bezugsziffern in den einzelnen Figuren bezeichnen dabei gleiche oder funktionsgleiche
bzw. hinsichtlich ihrer Funktion einander entsprechende Elemente.
[0067] Im Einzelnen zeigen:
Figur 1 eine Schnittdarstellung der Duschtasse;
Figur 2 eine Schnittdarstellung der Duschtasseneinheit; und
Figur 3 eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Duschflächeneinheit.
[0068] In Figur 1 ist eine Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Duschtasse (110) in einer
detaillierten Schnittdarstellung dargestellt. Die Duschtasse (110) ist für die Aufnahme
und die Ableitung von Duschwasser verantwortlich ist und dabei typischerweise schalenartig
und dünnwandig ausgebildet. Um einen bodenebenen Einbau und damit einen barrierefreien
Zugang zu einer Dusche zu gewährleisten, ist der schalenartige Aufbau der Duschtasse
(110) verständlicherweise sehr flach.
[0069] Die erfindungsgemäße Duschtasse (110) ist dabei zweischichtig aufgebaut und weist
eine Oberseite (111) und einer Unterseite (113) auf. Die beiden Schichten (111, 113)
sind mittels eines Haftvermittlers (112) stoffschlüssig miteinander verbunden und
dienen der Stabilisierung der Duschtasse (110). Der Haftvermittler (112) führt zu
einer Verstärkung der Haftung zwischen den beiden Schichten (111, 113).
[0070] Die obere Schicht (111) bildet die Oberseite (111) der Duschtasse (110) somit die
Benutzungsoberfläche aus, auf welcher ein Benutzer beim Duschen steht. Daher ist es
wichtig, dass die Oberfläche der oberen Schicht (111) rutschhemmend ausgestaltet ist.
Diesbezüglich empfiehlt es sich, dass die obere Schicht (111) der Duschtasse (110)
aus dem synthetischen, thermoplastischen Kunststoff Polymethylmethacrylat hergestellt
ist, welcher die gewünschten Oberflächeneigenschaften wie Haptik, Optik und hinreichende
Abriebfestigkeit gewährleistet.
[0071] Die sich anschließende untere Schicht (113) bildet die Unterseite (113) der Duschtasse
(110) aus. Die untere Schicht (113) besteht dabei aus einem selbstnivellierenden Kunstharz
und weist eine Randverstärkung (114), ebenfalls aus Kunstharz, auf. Es ist dabei erfindungswesentlich,
dass die untere Schicht (113) und die Randverstärkung (114) eine gemeinsame Schicht
ausbilden und in einem Arbeitsschritt gemeinsam aufgetragen werden. Diese Schicht
trägt wesentlich zur mechanischen Stabilisierung des dünnwandigen Tassenkörpers (110)
bei. Die Randverstärkung (114) aus Kunstharz befindet sich am Randbereich der Duschtasse
(110).
[0072] Aufgrund des beschriebenen Aufbaus der Duschtasse (110) ist es erstmals möglich,
die Duschtasse (110) entlang einer definierten Kante zu schneiden (115) und/oder zu
fräsen, ohne, dass die Oberfläche abplatzt.
[0073] Figur 2 zeigt eine detaillierte Schnittdarstellung einer Ausgestaltung einer Duschtasseneinheit
(100), welche eine Duschtasse (110), einen Montagerahmen (120) mit einem Rahmenfuß
(130) und einen Mittelfuß (140) umfasst.
[0074] Die Duschtasse (110) ist weist eine dünnwandige obere Schicht (111) aus Polymethylmethacrylat
und eine untere Schicht (113) auf, wobei die obere Schicht (111) die Oberseite (111)
der Duschtasse (110) somit die Benutzungsoberfläche und die untere Schicht (113) die
Unterseite (113) der Duschtasse (110) ausbildet. Die untere Schicht (113) besteht
dabei aus einem selbstnivellierenden Kunstharz und weist eine Randverstärkung (114),
ebenfalls aus Kunstharz, auf. Die beiden Schichten (111, 113) sind mittels eines Haftvermittlers
(112) stoffschlüssig miteinander verbunden und dienen der Stabilisierung der Duschtasse
(110).
[0075] Die Randverstärkung (114) ist wiederum mit dem Montagerahmen (120) mittels eines
der Abdichtung und Dämmung dienenden Dichtvlieses (123) verbunden, wobei die Verbindung
stoffschlüssig ist und durch ankleben mit einem dauerelastischen Polymerklebstoffs
(122) erfolgt. Diesbezüglich ist es notwendig, dass die Randverstärkung (114) eine
glatte Oberfläche aufweist, was durch die Verwendung eines selbstnivellierenden Kunstharzes
in flüssigem Zustand gegeben ist, da sich eine waagerechte, sehr ebene Oberfläche
ausbildet, die beim Aushärten erhalten bleibt. Die sehr glatte, ebene Oberfläche der
Randverstärkung (114) bildet eine optimale Anlagefläche für den Montagerahmen (120).
[0076] Der Montagerahmen (120) ist dazu vorgesehen, die Duschtasse (110) zu tragen und/oder
zu stabilisieren, sowie die Montage der Duschflächeneinheit (100) zu erleichtern.
Daher ist der Montagerahmen (120) auf der Unterseite (113) der Duschtasse (110) angeordnet,
mit der Randverstärkung (114) verbunden und gegenüber der Unterseite (113) höher ausgebildet.
[0077] Der Montagerahmen (120) weist ein Stahlprofil (121) auf, an welchem unterseitig ein
stufenlos verstellbarer Rahmenfuß (130) angeordnet sind,
[0078] Der seitlich und/oder höhenverstellbare Rahmenfuß (130) dient der Auflage der Duschflächeneinheit
(100), so dass diese vor Ort einfach aufgestellt und an den Montageort angepasst werden
kann, indem Unebenheiten und/oder ein Gefälle im Boden ausgeglichen werden können.
Zur Verstellbarkeit umfasst der Rahmenfuß (130) einen Gewindestab (133), an dem endseitig
eine der Rutschhemmung dienende Rahmenfußkappe (131) angeordnet ist. Der Rahmenfuß
(130) ist drehfest mit einer auf dem Gewindestab (133) aufsitzenden Rahmenfußmutter
(132) verbunden. Durch Drehen des Rahmenfußes (130) erfolgt somit eine Höhenverstellung
desselben. An dem im Inneren des Stahlprofils (121) angeordneten Teil des Gewindestabs
(133) ist eine Zahnmutter (124) aufgeschraubt, die durch ihre Dimensionierung drehfest
in das Stahlprofil (121) eingreift. Auf der Außenseite des Stahlprofils sind eine
Lochscheibe (125) und eine weitere Mutter (126) angeordnet, mittels denen der Gewindestab
(131) an dem Stahlprofil (121) arretierbar ist. Durch Lösen der Mutter (126) kann
der gesamte Rahmenfuß (130) seitlich entlang des Stahlprofils (121) verschoben werden.
[0079] Die Unterseite (113) der Duschtasse (110) ist im zentralen, sich zwischen den Montagerahmen
(120) befindlichen Bereich mittels eines ein Sandwich-Kunstharzsystems verstärkt.
Ein derartiges Sandwicht-Kunstharzsystem weist eine hervorragende mechanische Festigkeit
auf, so dass die Duschtasse (110) beständig gegenüber Deformationen ist. Das Sandwich-Kunstharzsystem
umfasst dabei zwei Kunstharzlaminatschichten (117) und eine dazwischen angeordnete
Bodenplatte (118), an welcher unterseitig der Mittelfuß (140) befestigt ist. Der Mittelfuß
(140 ist dabei mittels einer Mittelfußplatte (142) einfach in der Bodenplatte (118)
verankert und/oder verschraubt.
[0080] Auch der Mittelfuß (140) ist in der Höhe verstellbar und weist eine der Rutschhemmung
dienende Mittelfußkappe (141) auf. Zudem umfasst der Mittelfuß (140) einen Gewindestab
(143) und eine Spule (144). Durch Ziehen an einer auf der Spule (144) aufgewickelten
Zugschnur (145) kann die Spule (144) in Drehung versetzt werden, was eine Höhenverstellung
des Mittelfußes (140) bewirkt.
[0081] In Figur 3 ist eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Duschflächeneinheit (100)
in perspektivischer Ansicht von schräg unten gezeigt. Somit ist die Unterseite (113)
der Duschflächeneinheit (100) zu sehen, welche sich in vorgesehener Einbauposition
unten, d.h. in Richtung des Bodens, befindet.
[0082] Die Duschflächeneinheit (100) umfasst dabei eine Duschtasse (110), welche eine Oberseite
und eine Unterseite (113) aufweist und der eigentlichen Aufnahme und Ableitung von
Duschwasser dient, welches durch eine Ablauföffnung (116) abgeleitet wird. Die Unterseite
(113) weist zudem eine sehr glatte, ebene Oberfläche und eine Randverstärkung auf,
welche eine optimale Anlagefläche für einen Montagerahmen (120) bietet.
[0083] Es ist in Figur 3 deutlich zu erkennen, dass der der Montagerahmen (120) randseitig
und umlaufend angeordnet ist. Der Montagerahmen (120) besteht aus Stahlprofilen und
ist mittels eines dauerelastischen Polymerklebstoffs mit der Randverstärkung verklebt.
Die Stahlprofile können dabei untereinander, beispielsweise durch Verschrauben oder
Verschweißen, verbunden sein. In die Stahlprofile greifen eine Reihe von Rahmenfüßen
(130) ein, die zur Auflage der Duschflächeneinheit (100) auf dem Boden eines Badezimmers
vorgesehen sind. Die Rahmenfüße (130) sind seitlich und/oder in der Höhe verstellbar,
wobei die Höhenverstellung mittels des Gewindestabs (133) erfolgt. Endseitig des Rahmenfußes
(130) ist eine Rahmenfußkappe (131) angeordnet.
[0084] Die Duschflächeneinheit (100) ist im zentralen, sich zwischen den Montagerahmen (120)
befindlichen Bereich mittels eines ein Sandwich-Kunstharzsystems verstärkt, welches
zwei Kunstharzlaminatschichten (117) und eine dazwischen angeordnete Bodenplatte (118)
aufweist. In die Bodenplatte (118) ist ein Mittelfuß (140 mittels einer Mittelfußplatte
(142) verankert und/oder verschraubt. Der Mittelfuß (140) ist ebenfalls in der Höhe
verstellbar und weist eine der Rutschhemmung dienende Mittelfußkappe (141) auf. Zudem
umfasst der Mittelfuß (140) einen Gewindestab (143) und eine Spule (144), auf welcher
eine Zugschnur (145) aufgewickelt ist.
[0085] Der Vorteil der dargestellten Duschflächeneinheit (100) liegt in der montagefertigen
Auslieferung. Am Montageort ist es lediglich notwendig, die Füße (130, 140) auf die
gewünschte Höhe bzw. auf die gewünschte seitliche Position einzustellen. Durch die
individuelle Höhenverstellung ist es möglich, Bodenunebenheiten optimal und einfach
auszugleichen. Dabei sollte der Mittelfuß (140) eine geringere Höhe als die Rahmenfüße
(130) aufweist, um einen einfachen und schnellen Aufbau sicherzustellen. Als nächstes
wird die mit dem Mittelfuß (140) verbundene Zugschnur (145) nach außen verlegt und
anschließend die Duschtasse (100) auf dem Montageort aufgestellt.
[0086] Um ein versehentliches Verrutschen der aufgestellten Duschflächeneinheit (100) zu
verhindern, ist es möglich, auf die Fußkappen (131, 141) einen Montagekleber aufzutragen.
Aufgrund der rutschhemmenden Eigenschaften der Fußkappen (131, 141) ist dies allerdings
nicht zwingend nötig. Danach wird die Zugschnur (145) so weit abgewickelt, dass der
Mittelfuß 20 auf eine etwas geringere Höhe eingestellt ist als die Füße 12
[0087] Als letztes erfolgt noch die Einstellung des Mittelfußes (140), indem an der Zugschnur
(145) solange gezogen wird, bis keine Bewegung des Mittelfußes (140) mehr erfolgt
und der Mittelfuß (140) in Bodenkontakt gebracht ist.
Bezugszeichenliste
[0088]
- 100
- Duschflächeneinheit
- 110
- Duschtasse
- 111
- Oberseite; obere Schicht
- 112
- Haftvermittler
- 113
- Unterseite; untere Schicht
- 114
- Randverstärkung
- 115
- Zuschnittkante
- 116
- Ablauföffnung
- 117
- Kunstharzlaminatschicht
- 118
- Bodenplatte
- 120
- Montagerahmen
- 121
- Stahlprofil
- 122
- dauerelastischer Klebstoff
- 123
- Dichtvlies
- 124
- Zahnmutter
- 125
- Lochscheibe
- 126
- Mutter
- 130
- Rahmenfuß
- 131
- Rahmenfußkappe
- 132
- Rahmenfußmutter
- 133
- Gewindestab
- 140
- Mittelfuß
- 141
- Mittelfußkappe
- 142
- Mittelfußplatte
- 143
- Gewindestab
- 144
- Spule
- 145
- Zugschnur
1. Duschflächeneinheit (100) für den bodenebenen Einbau umfassend
- eine wenigstens zweischichtig aufgebaute Duschtasse (110) mit einer Oberseite (111)
und einer Unterseite (113), wobei die obere Schicht (111) die Oberseite (111) ausbildet
und die untere Schicht (113), welche die Unterseite (113) ausbildet, aus Kunstharz
besteht und eine Randverstärkung (114) aus Kunstharz aufweist; und
- einen Montagerahmen (120), welcher auf der Unterseite (113) der Duschtasse (110)
angeordnet ist, mit der Randverstärkung (114) verbunden ist und gegenüber der Unterseite
(113) der Duschtasse (110) höher ausgebildet ist;
dadurch gekennzeichnet, dass die untere Schicht (113) und die Randverstärkung (114) eine Schicht ausbilden.
2. Duschflächeneinheit (100) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagerahmen (120) unterseitig stufenlos verstellbare Rahmenfüße (130) umfasst.
3. Duschflächeneinheit (100) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagerahmen (120) wenigstens ein Stahlprofil (121) umfasst, an welchem die
Rahmenfüße (130) befestigt sind.
4. Duschflächeneinheit (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Randverstärkung (114) und dem Montagerahmen (120) ein Dichtvlies (123)
angeordnet ist.
5. Duschflächeneinheit (100) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Schicht (111) der Duschtasse (110) aus Polymethylmethacrylat ist.
6. Duschflächeneinheit (100) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der oberen Schicht (111) und der unteren Schicht (113) der Duschtasse (110)
ein Haftvermittler (112) angeordnet ist.
7. Duschflächeneinheit (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Montagerahmen (120) eingegrenzte Unterseite (113) der Duschtasse (110)
durch ein Sandwich-Kunstharzsystem verstärkt ist.
8. Duschflächeneinheit (100) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sandwich-Kunstharzsystem zwei Kunstharzlaminatschichten (117) und eine dazwischen
angeordnete Bodenplatte (118) umfasst.
9. Duschflächeneinheit (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite (113) der Duschtasse (110) wenigstens einen stufenlos verstellbaren
Mittelfuß (140) umfasst, welcher mittig der Duschtasse (110) angeordnet und unterseitig
des Sandwich-Kunstharzsystems befestigt ist.
10. Duschflächeneinheit (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelfuß (140) und/oder die Rahmenfüße (130) höhenverstellbar und/oder seitlich
verstellbar ist.
11. Duschflächeneinheit (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunstharz ein Gießharz, insbesondere ein Polyurethan-Gießharz ist.
12. Verfahren zum Herstellen einer Duschflächeneinheit (100) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche umfassend die Schritte:
- Bereitstellen eines Duschtassenrohlings;
- Auftragen einer unteren Schicht (113) und einer Randverstärkung (114) auf den Duschtassenrohling;
- Herstellen einer Duschtasse (110) aus dem Duschtassenrohling;
- Anordnen eines Montagerahmens (120) an der Randverstärkung (114) der Duschtasse
(110); und
- Verbinden des Montagerahmens (120) mit der Randverstärkung (114) der Duschtasse
(110).
13. Verfahren nach Anspruch 12 umfassend den Schritt:
- Auftragen eines Haftvermittlers (112).
14. Verfahren zum Montieren einer Duschflächeneinheit (100) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche umfassend die Schritte:
- Einstellen der Rahmenfüße (130) und/oder des Mittefußes (140) einer Duschtasse (110);
- Verlegen einer Zugschnur (145);
- Aufstellen der Duschtasse auf einen Montageort; und
- Einstellen des Mittelfußes (140).