(19)
(11) EP 3 031 771 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.06.2016  Patentblatt  2016/24

(21) Anmeldenummer: 15198711.2

(22) Anmeldetag:  09.12.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B66F 7/22(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(30) Priorität: 10.12.2014 DE 202014105960 U

(71) Anmelder: Dagn, Rainer
6345 Kössen (AT)

(72) Erfinder:
  • DAGN, Rainer
    6345 Kössen (AT)

(74) Vertreter: Klingseisen, Franz 
Klingseisen, Rings & Partner Patentanwälte Postfach 10 15 61
80089 München
80089 München (DE)

   


(54) HEBEBÜHNE FÜR KRAFTFAHRZEUGE


(57) Die Erfindung betrifft eine Hebebühne mit einer Hubeinrichtung (1; 11, 12) und einer Aufnahmeeinheit (3) zur Aufnahme eines Fahrzeugs, wobei die Aufnahmeeinheit (3) verschwenkbar an der Hubeinrichtung (1; 11, 12) angebracht ist und an der Aufnahmeeinheit (3) wenigstens eine Klemmeinrichtung (3.3) vorgesehen ist, um das Fahrzeug auf der Aufnahmeeinheit (3) zu fixieren.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Hebebühne für Kraftfahrzeuge, die als Unterflur- oder als Überflur-Hebebühne ausgeführt sein kann.

[0002] Wenn ein Personenkraftwagen verschrottet werden soll, wird das Fahrzeug zuerst trockengelegt und anschließend demontiert. Dazu wird das Fahrzeug zuerst angehoben, damit alle Flüssigkeiten wie Öle, Bremsflüssigkeit und Kraftstoffe an der Unterseite des Fahrzeugs abgesaugt werden können. Für die anschließende Demontage wird das Fahrzeug auf einer zweiten Arbeitsbühne abgestellt, welche um 90° entlang der Fahrzeuglängsachse geschwenkt werden kann.^

[0003] Erfindungsgemäß wird eine Hebebühne mit einer Hubeinrichtung und einer Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme eines Fahrzeugs vorgesehen, bei der die Aufnahmeeinheit verschwenkbar bzw. kippbar an der Hubeinrichtung angebracht ist und an der Aufnahmeeinheit wenigstens eine Klemmeinrichtung vorgesehen ist, um das Fahrzeug auf der Aufnahmeeinheit zu fixieren.

[0004] Damit wird eine Hebebühne vorgeschlagen, auf der das Fahrzeug angehoben und in jeder Hubstellung um seine Längsachse gekippt werden kann.

[0005] Dadurch kann das Fahrzeug in allen Höhenlagen geschwenkt werden, sodass alle Trockenlegungs- und Demontagearbeiten in der jeweils günstigsten Arbeitsstellung ausgeführt werden können und ein Umsetzen des Fahrzeugs auf eine zweite Arbeitsbühne entfällt. Somit können die für die Trockenlegung und Demontage erforderlichen Arbeiten auch in kurzer Zeit ausgeführt werden.

[0006] Die Aufnahmeeinheit umgreift das Fahrzeug wenigstens auf drei Seiten, wobei auf wenigstens einer Seite die Klemmeinrichtung zum Fixieren des Fahrzeugs vorgesehen ist. Beispielsweise kann die Aufnahmeeinrichtung eine U-Form haben, wobei die Klemmeinrichtung zwischen oberem und unterem Schenkel des U vorgesehen ist.

[0007] Es ist auch möglich, eine rahmenförmige Aufnahmeeinheit vorzusehen, die das Fahrzeug auf allen vier Seiten umgreift.

[0008] Die Aufnahmeeinheit kann eine Plattform aufweisen, auf der das Fahrzeug aufliegt, wobei eine seitlich an der Plattform in einem Winkel von etwa 90° dazu angeordnete Strebe vorgesehen ist, an deren freiem Ende ein Klemmarm durch einen Hydraulikzylinder verschwenkbar oder verstellbar zum Festklemmen des Fahrzeugs angebracht ist.

[0009] Die Aufnahmeeinheit kann um eine Schwenkachse relativ zu einer Trägereinheit durch einen Hydraulikzylinder kippbar sein, der zwischen Aufnahmeeinheit und Trägereinheit angelenkt ist. Die Schwenkachse wird vorzugsweise außermittig an der beispielsweise plattenförmigen Trägereinheit vorgesehen, wobei in einem horizontalen Abstand der Kippzylinder zwischen Trägereinheit und Aufnahmeeinheit angelenkt ist.

[0010] Vorzugsweise liegt die Schwenkachse höher als die Anlenkstelle des Kippzylinders an der Trägereinheit, um ein Kippen der Aufnahmeeinheit um etwa 90° relativ zur Trägereinheit zu ermöglichen.

[0011] Bei einer solchen Hebebühne ist die Trägereinheit zur Ausbildung einer Unterflur-Hebebühne durch wenigstens einen Hydraulikstempel anhebbar und absenkbar, der unter dem Boden angeordnet ist.

[0012] Damit ist die Trägereinheit selbst beweglich bzw. anhebbar und absenkbar.

[0013] Zur Ausbildung einer Überflur-Hebebühne wird eine stationäre Trägereinheit auf einer Basis vorgesehen, die über bzw. auf dem Boden angeordnet ist. Auch diese Basis kann vorzugsweise plattenförmig ausgebildet sein.

[0014] Die stationäre Trägereinheit ist vorzugsweise langgestreckt ausgebildet und in einer schrägen Position auf der horizontalen Basisplatte angeordnet, wobei eine Führungsstange zwischen dem freien Ende der Trägereinheit und der Aufnahmeeinheit angelenkt ist sowie ein Kippzylinder, der parallel zur Führungsstange zwischen dem freien Ende der Trägereinheit und der Aufnahmeeinheit angelenkt ist, wobei die Kolbenstange des Kippzylinders die Aufnahmeeinheit relativ zur stationären Trägereinheit kippt und wobei ein Hubzylinder zwischen Führungsstange und Kippzylinder in schräger Anordnung so positioniert ist, dass der Hubzylinder die Parallelanordnung von Führungsstange und Kippzylinder um die Trägereinheit verschwenkt und dabei die Aufnahmeeinheit anhebt und absenkt.

[0015] Bei dieser Ausgestaltung ist die Aufnahmeeinheit um eine Gelenkachse kippbar, die zwischen der Führungsstange und der Aufnahmeeinrichtung angeordnet ist, wobei der Kippzylinder an der Aufnahmeeinrichtung in einem Abstand unter der Schwenkachse angelenkt ist.

[0016] Die langgestreckte, schräg von der Aufnahmeeinheit weg angeordnete Trägereinheit wird vorzugsweise durch parallele Platten ausgebildet, die beispielsweise mit der Basisplatte verschweißt sind und einen Abstand voneinander haben, wobei der Hubzylinder, die Führungsstange und der Kippzylinder zwischen den Platten der Trägereinheit angeordnet sind.

[0017] Bei einer Überflur-Hebebühne werden vorzugsweise zwei Trägereinheiten in einem Abstand nebeneinander angeordnet und durch Verbindungsstangen miteinander verbunden, um den Aufbau zu versteifen, wobei die Aufnahmeeinheit mit den beiden Hub- und Kippmechanismen der zwei Trägereinheiten gelenkig verbunden ist und eine vertikale Strebe in der Mitte zwischen den beiden Hub- und Kippmechanismen positioniert ist, die am oberen Ende einen Klemmarm zum Fixieren des Fahrzeugs in der Aufnahmeeinheit aufweist.

[0018] Damit unter dem angehobenen und/oder gekippten Fahrzeug ein möglichst großer Arbeitsbereich für die auszuführenden Arbeiten vorhanden ist, wird die Plattform, die das Fahrzeug aufnimmt, vorzugsweise durch langgestreckte Elemente in U-, E- oder H-Form ausgebildet.

[0019] Bei der Unterflur-Hebebühne greift der Kippzylinder in einem Abstand über der Schwenkachse zwischen Trägereinheit und Aufnahmeeinheit an dieser an, während bei der Überflur-Hebebühne der Kippzylinder in einem Abstand unter der Schwenkachse zwischen Führungsstange und Aufnahmeeinheit an dieser angreift.

[0020] Die Erfindung wird beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1
in einer Seitenansicht eine Unterflur-Hebebühne mit Kippeinrichtung in einer teilweise angehobenen Stellung,
Fig. 2a und 2b
verschiedene Kippstellungen bei der Hebebühne nach der Fig. 1,
Fig. 3 und 3a
eine Überflur-Hebebühne mit Kippeinrichtung,
Fig. 4
eine Kippstellung der Überflur-Hebebühne,
Fig. 5
eine andere Kippstellung der Überflur-Hebebühne in angehobener Stellung,
Fig. 6 und 6a
vergrößerte Ansichten der Lenkerverbindung an der Überflur-Hebebühne,
Fig. 7
eine Seitenansicht der Überflur-Hebebühne in teilweise angehobener Stellung, und
Fig. 8
eine Draufsicht auf die Überflur-Hebebühne.


[0021] Fig. 1 zeigt eine Unterflur-Hebebühne mit Hydraulikstempeln 1, die in einem Schacht 1a, der unter dem Boden G positioniert ist, in Hydraulikzylindern zum Heben und Senken geführt sind. Am freien Ende der zwei Hydraulikstempel 1, die nebeneinander z.B. in einer Linie mit einem Tragholm 3.1 positioniert sind, ist eine Trägereinheit 2 befestigt, die beispielsweise als Platte ausgeführt sein kann.

[0022] Auf dieser Trägereinheit 2 ist eine Aufnahmeeinheit 3 angelenkt, die um eine senkrecht zur Zeichnungsebene und in der Praxis im Wesentlichen waagerecht verlaufende Schwenkachse 4 verschwenkbar ist. Ein Lager mit der Schwenkachse 4 ist auf der Trägereinheit 2 fest angebracht.

[0023] Die Aufnahmeeinheit 3 weist einen in Fig. 1 horizontal verlaufenden Tragholm 3.1 zur Aufnahme des Fahrzeugs auf (Fig. 3a), der quer verlaufende Streben 3.11 an beiden Enden aufweist, ähnlich der Ausführungsform in der Draufsicht in Fig. 8. Platten 3.1a und 3.1 b sind an den freien Enden der Streben 3.11 vorgesehen. Wahlweise können Radaufnahmeblöcke zur Aufnahme der Fahrzeugräder vorgesehen werden. An dem inneren Ende des in Fig. 1 waagerechten Tragholms 3.1 ist eine senkrecht verlaufende Strebe 3.2 vorgesehen. Am oberen Ende der senkrechten Strebe 3.2 ist ein verstellbarer Klemmarm 3.3 angebracht. An dem freien Ende dieses Klemmarms 3.3 ist eine Klemmeinrichtung, z.B. eine Auflageplatte 3.4 angelenkt, die auf dem Dach des Fahrzeugs zum Anliegen kommt, damit das angehobene Fahrzeug mittels der Aufnahmeeinheit 3 auf der Hebebühne fixiert wird, wie in Fig. 3a schematisch dargestellt.

[0024] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Klemmarm 3.3 abgewinkelt ausgebildet, um bei geringer Höhe der Strebe 3.2 einen kompakten Aufbau zu erhalten, und er ist über einen Hydraulikzylinder 5 relativ zur senkrechten Strebe 3.2 verschwenkbar. Der Klemmarm 3.3 kann auch mittels eines (nicht gezeigten) hydraulischen oder druckluftbetätigten Zylinders längs der Strebe 3.2 verfahrbar sein.

[0025] Die Schwenkachse 4 ist vorzugsweise am unteren Ende der Strebe 3.2 im Bereich eines der Hubstempel 1 positioniert. Die Schwenkachse 4 kann auch im Mittelbereich der Trägereinheit 2 angeordnet werden, also etwa symmetrisch zum Kraftangriff durch die beiden Hubstempel 1.

[0026] Auf der Trägereinheit 2 ist in einem Abstand von der Schwenkachse 4 ein Hydraulikzylinder 6 angelenkt, der im oberen Bereich der senkrechten Strebe 3.2 angreift, um durch Einziehen der Kolbenstange 6a aus der Stellung in Fig. 1 die Aufnahmeeinheit 3 um die Schwenkachse 4 zu verschwenken, wie dies Fig. 2a in einer Schwenkstellung von etwa 45° zur Ausgangsstellung in Fig. 1 und in Fig. 2b in einer um etwa 90° verschwenkten Stellung zeigt, in der der Hydraulikzylinder 6 teilweise in der vorzugsweise als Hohlprofil ausgebildeten Strebe 3.2 verläuft, wie dies durch eine strichpunktierte Linie zwischen der Anlenkstelle 6.1 an der Trägereinheit 2 und einer Anlenkstelle 6.2 an der Strebe 3.2 in Fig. 2b angedeutet ist. Wie aus Fig. 2b ersichtlich, liegt die Schwenkachse 4 der Aufnahmeeinheit 3 an der Trägereinheit 2 zweckmäßigerweise höher als die Anlenkstelle der Anlenkstelle 6.1 des Zylinders 6, damit die 90°-Schwenkstellung in Fig. 2b leichter ausgeführt werden kann, wobei sich die senkrechte Strebe 3.2 in einer waagerechten Lage befindet.

[0027] Die Hebebühne nach Fig. 1 und 2a, 2b kann eine maximale Hubhöhe von etwa 1.900 mm durch Ausfahren der Hydraulikstempel 1 aus den Zylindern haben.

[0028] Damit die durch die außermittige Anordnung der Aufnahmeeinheit 3 auf den Hydraulikstempeln 1 entstehenden Querkräfte besser aufgenommen werden können, werden vorzugsweise vier Hydraulikstempel 1 vorgesehen, von denen in Fig. 1 nur zwei sichtbar sind. Es ist aber auch ein einzelnen Hydraulikstempel 1 möglich, der aufgrund seiner Durchmesserauslegung die auftretenden Querkräfte aufnehmen kann.

[0029] Durch diese Ausgestaltung der Hebebühne kann in allen Hubstellungen der Hebebühne eine Kippstellung vorgesehen werden, um die entsprechenden Arbeiten an einem Fahrzeug auszuführen, das von der Aufnahmeeinheit 3 zwischen dem Tragholm 3.1 und dem Klemmarm 3.3 gehalten wird.

[0030] Fig. 3 zeigt in einer Seitenansicht eine Überflur-Hebebühne in der abgesenkten Stellung, bei der die Aufnahmeeinheit 3 für das Fahrzeug im Wesentlichen entsprechend der nach den Fig. 1 und 2a, 2b ausgebildet ist.

[0031] Die Überflur-Hebebühne ist auf einer Basis B über dem Boden G (Fig. 3a und 7) positioniert und sie weist eine langgestreckte Trägereinheit 20 auf, die auf der Basis B in Form einer Platte mit einem Ende befestigt ist, wobei die Trägereinheit 20 in Bezug auf die plattenförmige, horizontal angeordnete Basis B schräg von der Aufnahmeeinheit weg angeordnet ist. Ein Hubzylinder 11 ist zwischen dem freiem Ende der Trägereinheit 20 bei 11.1 (Fig. 7) und an eine Anlenkstelle 11.2 an eine Lenkeranordnung in Form eines Parallelogramms bei 12, 15 in Fig. 7 angelenkt. Dieser Hubzylinder 11 übt an der Aufnahmeeinheit 3 über die Anlenkstelle 11.2 an einem Lenker 12 des Parallelogramms eine Kraft zum Anheben der Aufnahmeeinheit 3 aus.

[0032] Das Parallelogramm wird durch die Gelenkstellen 12.1, 13, 15.1 und 15.2 gebildet.

[0033] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Anlenkstelle 11.2 des Hubzylinders 11 an einem Ansatz 12a ausgebildet, der mit dem Lenker 12 beispielsweise verschweißt ist.

[0034] Fig. 7 zeigt die Anordnung in Parallelogrammform zwischen dem Lenker 12 und einem Schwenkzylinder 15 in der teilweise angehobenen Stellung der Aufnahmeeinheit 3 über dem Boden G. Diese Parallelanordnung zwischen den langgestreckten Elementen 12 und 15 wird aufrechterhalten, solange die Aufnahmeeinheit 3 durch den Hubzylinder 11 nur angehoben und abgesenkt wird.

[0035] Fig. 3a zeigt eine Hubstellung der Überflur-Hebebühne, während Fig. 4 eine Kippstellung von etwa 45° zeigt, wobei das Fahrzeug kaum angehoben ist. Fig. 5 zeigt eine Hubstellung in Verbindung mit einer Kippstellung von etwa 45°.

[0036] Fig. 6 zeigt die Lenkeranordnung zwischen Trägereinheit 20 und Aufnahmeeinheit 3 entsprechend der Stellung in Fig. 4 in vergrößerter Darstellung, während Fig. 6a die Lenkeranordnung entsprechend der Stellung in Fig. 5 in vergrößerter Darstellung wiedergibt.

[0037] Die Aufnahmeeinheit 3 wird durch die Lenkeranordnung in Parallelogrammform 12, 15 bei der Hubbewegung geführt und durch den Hubzylinder 11 angehoben und abgesenkt, der bei 11.1 in der Nähe des freien Endes der Trägereinheit 20 und bei 11.2 nahe dem Ende des Lenkers 12 angelenkt ist, der mit einer an der Aufnahmeeinheit 3 bei 13 angelenkten Lasche 14 (Fig. 6a und 7) verbunden ist. Beispielsweise ist der Lenker 12 mit der Lasche 14 verschweißt.

[0038] Durch Ausfahren des Hubzylinders 11 wird das Parallelogramm mit den Lenkern 12, 15 und damit die Aufnahmeeinheit 3 angehoben und durch das Parallelogramm geführt.

[0039] Erfindungsgemäß ist der Schwenkzylinder 15 zum Kippen der Aufnahmeeinheit 3 vorgesehen, der bei 15.1 in der Nähe des freien Endes der Trägereinheit 20 und mit seiner Kolbenstange bei 15.2 an der Aufnahmeeinheit 3 in einem Abstand unter der Anlenkstelle 13 angelenkt ist, damit die Aufnahmeeinheit 3 um das Lager 13 gekippt werden kann. Durch Ausfahren des Schwenkzylinders 15 wird die Aufnahmeeinheit 3 um die Lagerstelle 13 verschwenkt, die zwischen der Lasche 14, die an dem Lenker 12 befestigt ist, und der Aufnahmeeinheit 3 angeordnet ist. Durch Einziehen der Kolbenstange in den Schwenkzylinder 15 wird die Aufnahmeeinheit 3 wieder in die horizontale Stellung zurückgeschwenkt.

[0040] Das Lager 13 weist eine Schwenkachse auf, die der Schwenkachse 4 in Fig. 1 und 2 entspricht. In Fig. 3 bis 5 ist ein Kreis C um die Anlenkstellen 13 dargestellt, nur um zu zeigen, dass dies die Anlenkstelle zum Kippen der Aufnahmeeinheit 3 in Bezug auf die ortsfest Trägereinheit 20 ist.

[0041] Die Anlenkstellen 12.1 und 15.1 an der Trägereinheit 20 weisen einen Abstand von einander auf, der im Wesentlichen dem Abstand der Anlenkstelle 13 und Anlenkstelle 15.2 voneinander an der Aufnahmeeinheit 3 entspricht. Die Anlenkstelle 11.2, die an dem Lenker 12 befestigt ist, weist einen Abstand von dem Lager oder der Anlenkstelle 13 auf, so dass der Hubzylinder 11 die Aufnahmeeinheit 3 anheben und absenken kann.

[0042] An der Aufnahmeeinheit 3 ist seitlich von der innenliegenden Platte 3.1b ein Seitenanschlag 3.6 (Fig. 7 und 6) für das Fahrzeug vorgesehen, um das Fahrzeug in der Aufnahmeposition zu halten.

[0043] Sowohl am Seitenanschlag 3.6 als auch an den Platten 3.1a und 3.1b der Plattform wird vorzugsweise eine geriffelte Struktur 3.7 (Fig. 6) zur besseren Halterung des aufgenommenen Fahrzeugs vorgesehen.

[0044] Es können auch Haltekrallen vorgesehen werden, um das Fahrzeug in der Aufnahmeposition in der Aufnahmeeinheit 3 zu fixieren, beispielsweise eine nicht dargestellte, auf der Plattform verstellbare Haltekralle, die das Fahrzeug gegen den Seitenanschlag 3.6 drückt.

[0045] Fig. 7 zeigt in einer Seitenansicht der Überflur-Hebebühne die Parallelogrammanordnung von Führungsstange 12 und Schwenkzylinder 15 deutlicher als Fig. 3 und 3a. In dieser Stellung der Fig. 7 erstreckt sich der Hubzylinder 11 in einem Winkel zwischen der Führungsstange 12 und dem Schwenkzylinder 15.

[0046] Am oberen Ende der vertikalen Strebe 3.2 ist eine Platte 3.21 befestigt, an der der Klemmarm 3.3 und der Kolben 5 zum Betätigen des Klemmarms 3.3 angelenkt sind.

[0047] Der Klemmarm 3.3 hat am freien Ende eine Klemmeinrichtung in der Form von zwei stangenförmigen Elementen 3.4, wie die Draufsicht in Fig. 8 zeigt. Es kann auch eine Platte als Klemmeinrichtung 3.4 vorgesehen sein.

[0048] Weiterhin ist am oberen Ende der vertikalen Strebe 3.2 in Fig. 7 eine Anlenkstelle 6.1 vorgesehen, die bei der Überflur-Hebebühne keine Funktion hat. Diese Anlenkstelle 6.1 ist nur für den Zweck vorgesehen, dass die vertikale Strebe 3.2 auch bei der Unterflur-Hebebühne der Fig. 1 zum Anlenken des Kippzylinders 6 verwendet werden kann.

[0049] Fig. 8 zeigt in der Draufsicht der Überflur-Hebebühne die Anordnung der vertikalen Strebe 3.2 in der Mitte der Hebebühne. Zwei langgestreckte Trägereinheiten 20 sind jeweils auf einer Basisplatte B vorgesehen, wobei die in einem Abstand voneinander angeordneten Trägereinheiten 20 miteinander durch eine Verbindungsstange 21 am freien Ende verbunden sind. Weiterhin sind die beiden Führungsstangen 12 der beiden an den Trägereinheiten 20 angelenkten Führungsanordnungen durch eine Verbindungsstange 22 miteinander verbunden. Die Verbindungsstange 22 in Fig. 8 ist vorzugsweise im Bereich des Ansatzes 12a (Fig. 7) an der Führungsstange 12 befestigt. Jedoch kann die Führungsstange 22 auch mit den zwei parallelen Führungsstangen 12 direkt verbunden sein, um den Aufbau zu versteifen.

[0050] Wie die Draufsicht in Fig. 8 zeigt, sind die Führungsstangen 12 und die Schwenkzylinder 15 parallel nebeneinander angeordnet, sodass diese Bauteile sich in der in Fig. 6 wiedergegebenen Stellung nicht gegenseitig behindern, wenn der Hubzylinder 11 und/oder der Kippzylinder 15 betätigt werden.

[0051] Der Hubzylinder 11 ist in der Draufsicht in Fig. 8 unter der Führungsstange 12 positioniert.

[0052] Wie Fig. 8 zeigt, ist die langgestreckte Trägereinheit 20 vorzugsweise durch drei parallel angeordnete Platten 20.1 bis 20.3 ausgebildet, sodass die Elemente 11, 12 und 15 sich zwischen diesen Platten der Trägereinheit 20 bewegen können.

[0053] Weiterhin zeigt Fig. 8 die beiden Hub- und Kippmechanismen 11, 12, 15 an der inneren Querstrebe 3.11 der Aufnahmeeinheit 3 angreifend.

[0054] Eine solche Anordnung ist bei einer Überflur-Hebebühne der Fig. 1 nicht erforderlich, weil der Kippzylinder 6 mit der vertikalen Strebe 3.2 gelenkig verbunden und auf der durch die Hubstempel 1 beweglichen Trägerplatte 2 angelenkt ist, auf der auch die Aufnahmeeinrichtung 3 über das Gelenk 4 angelenkt ist.

[0055] Es sind verschiedene Abwandlungen der beschriebenen Bauform möglich. So kann beispielsweise die etwa L-förmige Aufnahmeeinheit 3, bei der der obenliegende Klemmarm 3.3 durch den Hydraulikzylinder 5 verschwenkbar ist, auch längs der Strebe 3.2 verschiebbar sein.

[0056] Weiterhin kann die Aufnahmeeinheit 3, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel das Fahrzeug auf drei Seiten umgibt, auch als rechteckiger Rahmen ausgebildet sein, der das Fahrzeug umschließt, wobei durch hydraulisch betätigte Klemmeinrichtungen das Fahrzeug sowohl in den Senkrechten als auch in der Seitenrichtung im Rahmen festgeklemmt werden kann, damit es beim Verschwenken sich nicht relativ zur Aufnahmeeinheit bewegen kann.

[0057] Die Anlenkung der Aufnahmeeinheit 3 an der Trägereinheit 2 bzw. an der Trägereinheit 20 wird so ausgelegt, dass eine Schwenkstellung der Aufnahmeeinheit 3 um etwa 90° auch in der nichtangehobenen Stellung der Hebebühne möglich ist. Der mittige Tragholm 3.1 und die seitlich abstehenden Streben 3.11 ergeben in der Draufsicht in Fig. 8 eine H-Form, die eine Plattform zur Aufnahme des darauf angeordneten Fahrzeugs bilden. Aufgrund der Tatsache, dass langgestreckte Elemente wie der mittige Tragholm 3.1 und die seitlichen Streben 3.11 vorgesehen sind, ist ein maximaler freier Raum zum besseren Arbeiten unter dem angehobenen Fahrzeug vorgesehen. Diese Plattform 3.1, 3.11 in H-Form kann auch in anderer Weise mit einem freien Arbeitsbereich ausgebildet sein, beispielsweise in E- oder U-Form.


Ansprüche

1. Hebebühne mit einer Hubeinrichtung (1; 11, 12) und einer Aufnahmeeinheit (3) zur Aufnahme eines Fahrzeugs,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmeeinheit (3) verschwenkbar bzw. kippbar an der Hubeinrichtung (1; 11, 12) angebracht ist und an der Aufnahmeeinheit (3) wenigstens eine Klemmeinrichtung (3.3) vorgesehen ist, um das Fahrzeug auf der Aufnahmeeinheit (3) zu fixieren.
 
2. Hebebühne nach Anspruch 1, wobei die Aufnahmeeinheit (3) wenigstens drei Seiten des Fahrzeugs umgreift und auf wenigstens einer Seite die Klemmeinrichtung (3.3) zum Fixieren des Fahrzeugs vorgesehen ist.
 
3. Hebebühne nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Aufnahmeeinheit (3) eine Plattform (3.1, 3.11), auf der das Fahrzeug aufliegt, und eine seitlich an der Plattform in einem Winkel von etwa 90° dazu angeordnete Strebe (3.2) aufweist, an der ein Klemmarm (3.3) durch einen Hydraulikzylinder (5) verschwenkbar oder verstellbar angebracht ist.
 
4. Hebebühne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Aufnahmeeinheit (3) um eine Schwenkachse (4) durch einen Hydraulikzylinder (6) kippbar ist, der zwischen Aufnahmeeinheit (3) und einer Trägereinheit (2) angelenkt ist, an der die Schwenkachse (4) angebracht ist.
 
5. Hebebühne nach Anspruch 4, wobei die Trägereinheit (2) zur Ausbildung einer Unterflur-Hebebühne durch wenigstens einen Hydraulikstempel (1) anhebbar und absenkbar ist, der unter dem Boden (G) angeordnet ist.
 
6. Hebebühne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Trägereinheit (20) zur Ausbildung einer Überflur-Hebebühne stationär auf einer Basis (B) angeordnet ist, die über dem Boden (G) angeordnet ist.
 
7. Hebebühne nach Anspruch 6, wobei eine langgestreckte Trägereinheit (20) in einer schrägen Position auf der horizontalen Basis (B) angeordnet ist,
eine Führungsstange (12) zwischen dem freien Ende der Trägereinheit (20) und der Aufnahmeeinheit (3) angelenkt ist und ein Kippzylinder (15) gelenkig zwischen dem freien Ende der Trägereinheit (20) und der Aufnahmeeinheit (3) parallel zur Führungsstange (12) angelenkt ist, dessen Kolbenstange die Aufnahmeeinheit (3) relativ zur stationären Trägereinheit (20) kippt und wobei ein Hubzylinder (11) zwischen Führungsstange (12) und Kippzylinder (15) in schräger Anordnung positioniert ist.
 
8. Hebebühne nach Anspruch 7, wobei die Aufnahmeeinheit (3) um eine Gelenkachse (13) kippbar ist, die zwischen der Führungsstange (12) und der Aufnahmeeinrichtung (3) angeordnet ist, wobei der Kippzylinder (15) an der Aufnahmeeinrichtung (3) in einem Abstand unter der Schwenkachse (13) angelenkt ist.
 
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die Trägereinheit (20) durch parallele Platten (20.1 bis 20.3) ausgebildet ist, die in einem Abstand voneinander angeordnet sind, und wobei der Hubzylinder (11), die Führungsstange (12) und der Kippzylinder (15) zwischen den Platten (20.1 bis 20.3) angeordnet sind.
 
10. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 9, wobei zwei Trägereinheiten (20) in einem Abstand voneinander angeordnet und durch Verbindungsstangen (21, 20) miteinander verbunden sind,
wobei die Plattform (3.1, 3.11) mit den beiden Hub- und Kippmechanismen der zwei Trägereinheiten (20) gelenkig verbunden ist, und
wobei die vertikale Strebe (3.2) in der Mitte zwischen den beiden Hub- und Kippmechanismen positioniert ist.
 
11. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Plattform zur Aufnahme des Fahrzeugs an der Aufnahmeeinrichtung (3) durch langgestreckte Elemente ausgebildet ist, zwischen denen ein freier Arbeitsraum für Arbeiten an dem Fahrzeug vorhanden sind.
 
12. Hubvorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Plattform durch einen mittigen Tragholm (3.1) und seitlich abstehende Streben (3.11) an beiden Enden des mittigen Tragholms ausgebildet ist, sodass die Plattform in der Draufsicht eine H-Form hat.
 




Zeichnung

























Recherchenbericht















Recherchenbericht