[0001] Die Erfindung betrifft eine Hebebühne für Kraftfahrzeuge, die als Unterflur- oder
als Überflur-Hebebühne ausgeführt sein kann.
[0002] Wenn ein Personenkraftwagen verschrottet werden soll, wird das Fahrzeug zuerst trockengelegt
und anschließend demontiert. Dazu wird das Fahrzeug zuerst angehoben, damit alle Flüssigkeiten
wie Öle, Bremsflüssigkeit und Kraftstoffe an der Unterseite des Fahrzeugs abgesaugt
werden können. Für die anschließende Demontage wird das Fahrzeug auf einer zweiten
Arbeitsbühne abgestellt, welche um 90° entlang der Fahrzeuglängsachse geschwenkt werden
kann.^
[0003] Erfindungsgemäß wird eine Hebebühne mit einer Hubeinrichtung und einer Aufnahmeeinrichtung
zur Aufnahme eines Fahrzeugs vorgesehen, bei der die Aufnahmeeinheit verschwenkbar
bzw. kippbar an der Hubeinrichtung angebracht ist und an der Aufnahmeeinheit wenigstens
eine Klemmeinrichtung vorgesehen ist, um das Fahrzeug auf der Aufnahmeeinheit zu fixieren.
[0004] Damit wird eine Hebebühne vorgeschlagen, auf der das Fahrzeug angehoben und in jeder
Hubstellung um seine Längsachse gekippt werden kann.
[0005] Dadurch kann das Fahrzeug in allen Höhenlagen geschwenkt werden, sodass alle Trockenlegungs-
und Demontagearbeiten in der jeweils günstigsten Arbeitsstellung ausgeführt werden
können und ein Umsetzen des Fahrzeugs auf eine zweite Arbeitsbühne entfällt. Somit
können die für die Trockenlegung und Demontage erforderlichen Arbeiten auch in kurzer
Zeit ausgeführt werden.
[0006] Die Aufnahmeeinheit umgreift das Fahrzeug wenigstens auf drei Seiten, wobei auf wenigstens
einer Seite die Klemmeinrichtung zum Fixieren des Fahrzeugs vorgesehen ist. Beispielsweise
kann die Aufnahmeeinrichtung eine U-Form haben, wobei die Klemmeinrichtung zwischen
oberem und unterem Schenkel des U vorgesehen ist.
[0007] Es ist auch möglich, eine rahmenförmige Aufnahmeeinheit vorzusehen, die das Fahrzeug
auf allen vier Seiten umgreift.
[0008] Die Aufnahmeeinheit kann eine Plattform aufweisen, auf der das Fahrzeug aufliegt,
wobei eine seitlich an der Plattform in einem Winkel von etwa 90° dazu angeordnete
Strebe vorgesehen ist, an deren freiem Ende ein Klemmarm durch einen Hydraulikzylinder
verschwenkbar oder verstellbar zum Festklemmen des Fahrzeugs angebracht ist.
[0009] Die Aufnahmeeinheit kann um eine Schwenkachse relativ zu einer Trägereinheit durch
einen Hydraulikzylinder kippbar sein, der zwischen Aufnahmeeinheit und Trägereinheit
angelenkt ist. Die Schwenkachse wird vorzugsweise außermittig an der beispielsweise
plattenförmigen Trägereinheit vorgesehen, wobei in einem horizontalen Abstand der
Kippzylinder zwischen Trägereinheit und Aufnahmeeinheit angelenkt ist.
[0010] Vorzugsweise liegt die Schwenkachse höher als die Anlenkstelle des Kippzylinders
an der Trägereinheit, um ein Kippen der Aufnahmeeinheit um etwa 90° relativ zur Trägereinheit
zu ermöglichen.
[0011] Bei einer solchen Hebebühne ist die Trägereinheit zur Ausbildung einer Unterflur-Hebebühne
durch wenigstens einen Hydraulikstempel anhebbar und absenkbar, der unter dem Boden
angeordnet ist.
[0012] Damit ist die Trägereinheit selbst beweglich bzw. anhebbar und absenkbar.
[0013] Zur Ausbildung einer Überflur-Hebebühne wird eine stationäre Trägereinheit auf einer
Basis vorgesehen, die über bzw. auf dem Boden angeordnet ist. Auch diese Basis kann
vorzugsweise plattenförmig ausgebildet sein.
[0014] Die stationäre Trägereinheit ist vorzugsweise langgestreckt ausgebildet und in einer
schrägen Position auf der horizontalen Basisplatte angeordnet, wobei eine Führungsstange
zwischen dem freien Ende der Trägereinheit und der Aufnahmeeinheit angelenkt ist sowie
ein Kippzylinder, der parallel zur Führungsstange zwischen dem freien Ende der Trägereinheit
und der Aufnahmeeinheit angelenkt ist, wobei die Kolbenstange des Kippzylinders die
Aufnahmeeinheit relativ zur stationären Trägereinheit kippt und wobei ein Hubzylinder
zwischen Führungsstange und Kippzylinder in schräger Anordnung so positioniert ist,
dass der Hubzylinder die Parallelanordnung von Führungsstange und Kippzylinder um
die Trägereinheit verschwenkt und dabei die Aufnahmeeinheit anhebt und absenkt.
[0015] Bei dieser Ausgestaltung ist die Aufnahmeeinheit um eine Gelenkachse kippbar, die
zwischen der Führungsstange und der Aufnahmeeinrichtung angeordnet ist, wobei der
Kippzylinder an der Aufnahmeeinrichtung in einem Abstand unter der Schwenkachse angelenkt
ist.
[0016] Die langgestreckte, schräg von der Aufnahmeeinheit weg angeordnete Trägereinheit
wird vorzugsweise durch parallele Platten ausgebildet, die beispielsweise mit der
Basisplatte verschweißt sind und einen Abstand voneinander haben, wobei der Hubzylinder,
die Führungsstange und der Kippzylinder zwischen den Platten der Trägereinheit angeordnet
sind.
[0017] Bei einer Überflur-Hebebühne werden vorzugsweise zwei Trägereinheiten in einem Abstand
nebeneinander angeordnet und durch Verbindungsstangen miteinander verbunden, um den
Aufbau zu versteifen, wobei die Aufnahmeeinheit mit den beiden Hub- und Kippmechanismen
der zwei Trägereinheiten gelenkig verbunden ist und eine vertikale Strebe in der Mitte
zwischen den beiden Hub- und Kippmechanismen positioniert ist, die am oberen Ende
einen Klemmarm zum Fixieren des Fahrzeugs in der Aufnahmeeinheit aufweist.
[0018] Damit unter dem angehobenen und/oder gekippten Fahrzeug ein möglichst großer Arbeitsbereich
für die auszuführenden Arbeiten vorhanden ist, wird die Plattform, die das Fahrzeug
aufnimmt, vorzugsweise durch langgestreckte Elemente in U-, E- oder H-Form ausgebildet.
[0019] Bei der Unterflur-Hebebühne greift der Kippzylinder in einem Abstand über der Schwenkachse
zwischen Trägereinheit und Aufnahmeeinheit an dieser an, während bei der Überflur-Hebebühne
der Kippzylinder in einem Abstand unter der Schwenkachse zwischen Führungsstange und
Aufnahmeeinheit an dieser angreift.
[0020] Die Erfindung wird beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- in einer Seitenansicht eine Unterflur-Hebebühne mit Kippeinrichtung in einer teilweise
angehobenen Stellung,
- Fig. 2a und 2b
- verschiedene Kippstellungen bei der Hebebühne nach der Fig. 1,
- Fig. 3 und 3a
- eine Überflur-Hebebühne mit Kippeinrichtung,
- Fig. 4
- eine Kippstellung der Überflur-Hebebühne,
- Fig. 5
- eine andere Kippstellung der Überflur-Hebebühne in angehobener Stellung,
- Fig. 6 und 6a
- vergrößerte Ansichten der Lenkerverbindung an der Überflur-Hebebühne,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht der Überflur-Hebebühne in teilweise angehobener Stellung, und
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf die Überflur-Hebebühne.
[0021] Fig. 1 zeigt eine Unterflur-Hebebühne mit Hydraulikstempeln 1, die in einem Schacht
1a, der unter dem Boden G positioniert ist, in Hydraulikzylindern zum Heben und Senken
geführt sind. Am freien Ende der zwei Hydraulikstempel 1, die nebeneinander z.B. in
einer Linie mit einem Tragholm 3.1 positioniert sind, ist eine Trägereinheit 2 befestigt,
die beispielsweise als Platte ausgeführt sein kann.
[0022] Auf dieser Trägereinheit 2 ist eine Aufnahmeeinheit 3 angelenkt, die um eine senkrecht
zur Zeichnungsebene und in der Praxis im Wesentlichen waagerecht verlaufende Schwenkachse
4 verschwenkbar ist. Ein Lager mit der Schwenkachse 4 ist auf der Trägereinheit 2
fest angebracht.
[0023] Die Aufnahmeeinheit 3 weist einen in Fig. 1 horizontal verlaufenden Tragholm 3.1
zur Aufnahme des Fahrzeugs auf (Fig. 3a), der quer verlaufende Streben 3.11 an beiden
Enden aufweist, ähnlich der Ausführungsform in der Draufsicht in Fig. 8. Platten 3.1a
und 3.1 b sind an den freien Enden der Streben 3.11 vorgesehen. Wahlweise können Radaufnahmeblöcke
zur Aufnahme der Fahrzeugräder vorgesehen werden. An dem inneren Ende des in Fig.
1 waagerechten Tragholms 3.1 ist eine senkrecht verlaufende Strebe 3.2 vorgesehen.
Am oberen Ende der senkrechten Strebe 3.2 ist ein verstellbarer Klemmarm 3.3 angebracht.
An dem freien Ende dieses Klemmarms 3.3 ist eine Klemmeinrichtung, z.B. eine Auflageplatte
3.4 angelenkt, die auf dem Dach des Fahrzeugs zum Anliegen kommt, damit das angehobene
Fahrzeug mittels der Aufnahmeeinheit 3 auf der Hebebühne fixiert wird, wie in Fig.
3a schematisch dargestellt.
[0024] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Klemmarm 3.3 abgewinkelt ausgebildet,
um bei geringer Höhe der Strebe 3.2 einen kompakten Aufbau zu erhalten, und er ist
über einen Hydraulikzylinder 5 relativ zur senkrechten Strebe 3.2 verschwenkbar. Der
Klemmarm 3.3 kann auch mittels eines (nicht gezeigten) hydraulischen oder druckluftbetätigten
Zylinders längs der Strebe 3.2 verfahrbar sein.
[0025] Die Schwenkachse 4 ist vorzugsweise am unteren Ende der Strebe 3.2 im Bereich eines
der Hubstempel 1 positioniert. Die Schwenkachse 4 kann auch im Mittelbereich der Trägereinheit
2 angeordnet werden, also etwa symmetrisch zum Kraftangriff durch die beiden Hubstempel
1.
[0026] Auf der Trägereinheit 2 ist in einem Abstand von der Schwenkachse 4 ein Hydraulikzylinder
6 angelenkt, der im oberen Bereich der senkrechten Strebe 3.2 angreift, um durch Einziehen
der Kolbenstange 6a aus der Stellung in Fig. 1 die Aufnahmeeinheit 3 um die Schwenkachse
4 zu verschwenken, wie dies Fig. 2a in einer Schwenkstellung von etwa 45° zur Ausgangsstellung
in Fig. 1 und in Fig. 2b in einer um etwa 90° verschwenkten Stellung zeigt, in der
der Hydraulikzylinder 6 teilweise in der vorzugsweise als Hohlprofil ausgebildeten
Strebe 3.2 verläuft, wie dies durch eine strichpunktierte Linie zwischen der Anlenkstelle
6.1 an der Trägereinheit 2 und einer Anlenkstelle 6.2 an der Strebe 3.2 in Fig. 2b
angedeutet ist. Wie aus Fig. 2b ersichtlich, liegt die Schwenkachse 4 der Aufnahmeeinheit
3 an der Trägereinheit 2 zweckmäßigerweise höher als die Anlenkstelle der Anlenkstelle
6.1 des Zylinders 6, damit die 90°-Schwenkstellung in Fig. 2b leichter ausgeführt
werden kann, wobei sich die senkrechte Strebe 3.2 in einer waagerechten Lage befindet.
[0027] Die Hebebühne nach Fig. 1 und 2a, 2b kann eine maximale Hubhöhe von etwa 1.900 mm
durch Ausfahren der Hydraulikstempel 1 aus den Zylindern haben.
[0028] Damit die durch die außermittige Anordnung der Aufnahmeeinheit 3 auf den Hydraulikstempeln
1 entstehenden Querkräfte besser aufgenommen werden können, werden vorzugsweise vier
Hydraulikstempel 1 vorgesehen, von denen in Fig. 1 nur zwei sichtbar sind. Es ist
aber auch ein einzelnen Hydraulikstempel 1 möglich, der aufgrund seiner Durchmesserauslegung
die auftretenden Querkräfte aufnehmen kann.
[0029] Durch diese Ausgestaltung der Hebebühne kann in allen Hubstellungen der Hebebühne
eine Kippstellung vorgesehen werden, um die entsprechenden Arbeiten an einem Fahrzeug
auszuführen, das von der Aufnahmeeinheit 3 zwischen dem Tragholm 3.1 und dem Klemmarm
3.3 gehalten wird.
[0030] Fig. 3 zeigt in einer Seitenansicht eine Überflur-Hebebühne in der abgesenkten Stellung,
bei der die Aufnahmeeinheit 3 für das Fahrzeug im Wesentlichen entsprechend der nach
den Fig. 1 und 2a, 2b ausgebildet ist.
[0031] Die Überflur-Hebebühne ist auf einer Basis B über dem Boden G (Fig. 3a und 7) positioniert
und sie weist eine langgestreckte Trägereinheit 20 auf, die auf der Basis B in Form
einer Platte mit einem Ende befestigt ist, wobei die Trägereinheit 20 in Bezug auf
die plattenförmige, horizontal angeordnete Basis B schräg von der Aufnahmeeinheit
weg angeordnet ist. Ein Hubzylinder 11 ist zwischen dem freiem Ende der Trägereinheit
20 bei 11.1 (Fig. 7) und an eine Anlenkstelle 11.2 an eine Lenkeranordnung in Form
eines Parallelogramms bei 12, 15 in Fig. 7 angelenkt. Dieser Hubzylinder 11 übt an
der Aufnahmeeinheit 3 über die Anlenkstelle 11.2 an einem Lenker 12 des Parallelogramms
eine Kraft zum Anheben der Aufnahmeeinheit 3 aus.
[0032] Das Parallelogramm wird durch die Gelenkstellen 12.1, 13, 15.1 und 15.2 gebildet.
[0033] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Anlenkstelle 11.2 des Hubzylinders
11 an einem Ansatz 12a ausgebildet, der mit dem Lenker 12 beispielsweise verschweißt
ist.
[0034] Fig. 7 zeigt die Anordnung in Parallelogrammform zwischen dem Lenker 12 und einem
Schwenkzylinder 15 in der teilweise angehobenen Stellung der Aufnahmeeinheit 3 über
dem Boden G. Diese Parallelanordnung zwischen den langgestreckten Elementen 12 und
15 wird aufrechterhalten, solange die Aufnahmeeinheit 3 durch den Hubzylinder 11 nur
angehoben und abgesenkt wird.
[0035] Fig. 3a zeigt eine Hubstellung der Überflur-Hebebühne, während Fig. 4 eine Kippstellung
von etwa 45° zeigt, wobei das Fahrzeug kaum angehoben ist. Fig. 5 zeigt eine Hubstellung
in Verbindung mit einer Kippstellung von etwa 45°.
[0036] Fig. 6 zeigt die Lenkeranordnung zwischen Trägereinheit 20 und Aufnahmeeinheit 3
entsprechend der Stellung in Fig. 4 in vergrößerter Darstellung, während Fig. 6a die
Lenkeranordnung entsprechend der Stellung in Fig. 5 in vergrößerter Darstellung wiedergibt.
[0037] Die Aufnahmeeinheit 3 wird durch die Lenkeranordnung in Parallelogrammform 12, 15
bei der Hubbewegung geführt und durch den Hubzylinder 11 angehoben und abgesenkt,
der bei 11.1 in der Nähe des freien Endes der Trägereinheit 20 und bei 11.2 nahe dem
Ende des Lenkers 12 angelenkt ist, der mit einer an der Aufnahmeeinheit 3 bei 13 angelenkten
Lasche 14 (Fig. 6a und 7) verbunden ist. Beispielsweise ist der Lenker 12 mit der
Lasche 14 verschweißt.
[0038] Durch Ausfahren des Hubzylinders 11 wird das Parallelogramm mit den Lenkern 12, 15
und damit die Aufnahmeeinheit 3 angehoben und durch das Parallelogramm geführt.
[0039] Erfindungsgemäß ist der Schwenkzylinder 15 zum Kippen der Aufnahmeeinheit 3 vorgesehen,
der bei 15.1 in der Nähe des freien Endes der Trägereinheit 20 und mit seiner Kolbenstange
bei 15.2 an der Aufnahmeeinheit 3 in einem Abstand unter der Anlenkstelle 13 angelenkt
ist, damit die Aufnahmeeinheit 3 um das Lager 13 gekippt werden kann. Durch Ausfahren
des Schwenkzylinders 15 wird die Aufnahmeeinheit 3 um die Lagerstelle 13 verschwenkt,
die zwischen der Lasche 14, die an dem Lenker 12 befestigt ist, und der Aufnahmeeinheit
3 angeordnet ist. Durch Einziehen der Kolbenstange in den Schwenkzylinder 15 wird
die Aufnahmeeinheit 3 wieder in die horizontale Stellung zurückgeschwenkt.
[0040] Das Lager 13 weist eine Schwenkachse auf, die der Schwenkachse 4 in Fig. 1 und 2
entspricht. In Fig. 3 bis 5 ist ein Kreis C um die Anlenkstellen 13 dargestellt, nur
um zu zeigen, dass dies die Anlenkstelle zum Kippen der Aufnahmeeinheit 3 in Bezug
auf die ortsfest Trägereinheit 20 ist.
[0041] Die Anlenkstellen 12.1 und 15.1 an der Trägereinheit 20 weisen einen Abstand von
einander auf, der im Wesentlichen dem Abstand der Anlenkstelle 13 und Anlenkstelle
15.2 voneinander an der Aufnahmeeinheit 3 entspricht. Die Anlenkstelle 11.2, die an
dem Lenker 12 befestigt ist, weist einen Abstand von dem Lager oder der Anlenkstelle
13 auf, so dass der Hubzylinder 11 die Aufnahmeeinheit 3 anheben und absenken kann.
[0042] An der Aufnahmeeinheit 3 ist seitlich von der innenliegenden Platte 3.1b ein Seitenanschlag
3.6 (Fig. 7 und 6) für das Fahrzeug vorgesehen, um das Fahrzeug in der Aufnahmeposition
zu halten.
[0043] Sowohl am Seitenanschlag 3.6 als auch an den Platten 3.1a und 3.1b der Plattform
wird vorzugsweise eine geriffelte Struktur 3.7 (Fig. 6) zur besseren Halterung des
aufgenommenen Fahrzeugs vorgesehen.
[0044] Es können auch Haltekrallen vorgesehen werden, um das Fahrzeug in der Aufnahmeposition
in der Aufnahmeeinheit 3 zu fixieren, beispielsweise eine nicht dargestellte, auf
der Plattform verstellbare Haltekralle, die das Fahrzeug gegen den Seitenanschlag
3.6 drückt.
[0045] Fig. 7 zeigt in einer Seitenansicht der Überflur-Hebebühne die Parallelogrammanordnung
von Führungsstange 12 und Schwenkzylinder 15 deutlicher als Fig. 3 und 3a. In dieser
Stellung der Fig. 7 erstreckt sich der Hubzylinder 11 in einem Winkel zwischen der
Führungsstange 12 und dem Schwenkzylinder 15.
[0046] Am oberen Ende der vertikalen Strebe 3.2 ist eine Platte 3.21 befestigt, an der der
Klemmarm 3.3 und der Kolben 5 zum Betätigen des Klemmarms 3.3 angelenkt sind.
[0047] Der Klemmarm 3.3 hat am freien Ende eine Klemmeinrichtung in der Form von zwei stangenförmigen
Elementen 3.4, wie die Draufsicht in Fig. 8 zeigt. Es kann auch eine Platte als Klemmeinrichtung
3.4 vorgesehen sein.
[0048] Weiterhin ist am oberen Ende der vertikalen Strebe 3.2 in Fig. 7 eine Anlenkstelle
6.1 vorgesehen, die bei der Überflur-Hebebühne keine Funktion hat. Diese Anlenkstelle
6.1 ist nur für den Zweck vorgesehen, dass die vertikale Strebe 3.2 auch bei der Unterflur-Hebebühne
der Fig. 1 zum Anlenken des Kippzylinders 6 verwendet werden kann.
[0049] Fig. 8 zeigt in der Draufsicht der Überflur-Hebebühne die Anordnung der vertikalen
Strebe 3.2 in der Mitte der Hebebühne. Zwei langgestreckte Trägereinheiten 20 sind
jeweils auf einer Basisplatte B vorgesehen, wobei die in einem Abstand voneinander
angeordneten Trägereinheiten 20 miteinander durch eine Verbindungsstange 21 am freien
Ende verbunden sind. Weiterhin sind die beiden Führungsstangen 12 der beiden an den
Trägereinheiten 20 angelenkten Führungsanordnungen durch eine Verbindungsstange 22
miteinander verbunden. Die Verbindungsstange 22 in Fig. 8 ist vorzugsweise im Bereich
des Ansatzes 12a (Fig. 7) an der Führungsstange 12 befestigt. Jedoch kann die Führungsstange
22 auch mit den zwei parallelen Führungsstangen 12 direkt verbunden sein, um den Aufbau
zu versteifen.
[0050] Wie die Draufsicht in Fig. 8 zeigt, sind die Führungsstangen 12 und die Schwenkzylinder
15 parallel nebeneinander angeordnet, sodass diese Bauteile sich in der in Fig. 6
wiedergegebenen Stellung nicht gegenseitig behindern, wenn der Hubzylinder 11 und/oder
der Kippzylinder 15 betätigt werden.
[0051] Der Hubzylinder 11 ist in der Draufsicht in Fig. 8 unter der Führungsstange 12 positioniert.
[0052] Wie Fig. 8 zeigt, ist die langgestreckte Trägereinheit 20 vorzugsweise durch drei
parallel angeordnete Platten 20.1 bis 20.3 ausgebildet, sodass die Elemente 11, 12
und 15 sich zwischen diesen Platten der Trägereinheit 20 bewegen können.
[0053] Weiterhin zeigt Fig. 8 die beiden Hub- und Kippmechanismen 11, 12, 15 an der inneren
Querstrebe 3.11 der Aufnahmeeinheit 3 angreifend.
[0054] Eine solche Anordnung ist bei einer Überflur-Hebebühne der Fig. 1 nicht erforderlich,
weil der Kippzylinder 6 mit der vertikalen Strebe 3.2 gelenkig verbunden und auf der
durch die Hubstempel 1 beweglichen Trägerplatte 2 angelenkt ist, auf der auch die
Aufnahmeeinrichtung 3 über das Gelenk 4 angelenkt ist.
[0055] Es sind verschiedene Abwandlungen der beschriebenen Bauform möglich. So kann beispielsweise
die etwa L-förmige Aufnahmeeinheit 3, bei der der obenliegende Klemmarm 3.3 durch
den Hydraulikzylinder 5 verschwenkbar ist, auch längs der Strebe 3.2 verschiebbar
sein.
[0056] Weiterhin kann die Aufnahmeeinheit 3, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
das Fahrzeug auf drei Seiten umgibt, auch als rechteckiger Rahmen ausgebildet sein,
der das Fahrzeug umschließt, wobei durch hydraulisch betätigte Klemmeinrichtungen
das Fahrzeug sowohl in den Senkrechten als auch in der Seitenrichtung im Rahmen festgeklemmt
werden kann, damit es beim Verschwenken sich nicht relativ zur Aufnahmeeinheit bewegen
kann.
[0057] Die Anlenkung der Aufnahmeeinheit 3 an der Trägereinheit 2 bzw. an der Trägereinheit
20 wird so ausgelegt, dass eine Schwenkstellung der Aufnahmeeinheit 3 um etwa 90°
auch in der nichtangehobenen Stellung der Hebebühne möglich ist. Der mittige Tragholm
3.1 und die seitlich abstehenden Streben 3.11 ergeben in der Draufsicht in Fig. 8
eine H-Form, die eine Plattform zur Aufnahme des darauf angeordneten Fahrzeugs bilden.
Aufgrund der Tatsache, dass langgestreckte Elemente wie der mittige Tragholm 3.1 und
die seitlichen Streben 3.11 vorgesehen sind, ist ein maximaler freier Raum zum besseren
Arbeiten unter dem angehobenen Fahrzeug vorgesehen. Diese Plattform 3.1, 3.11 in H-Form
kann auch in anderer Weise mit einem freien Arbeitsbereich ausgebildet sein, beispielsweise
in E- oder U-Form.
1. Hebebühne mit einer Hubeinrichtung (1; 11, 12) und einer Aufnahmeeinheit (3) zur Aufnahme
eines Fahrzeugs,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmeeinheit (3) verschwenkbar bzw. kippbar an der Hubeinrichtung (1; 11,
12) angebracht ist und an der Aufnahmeeinheit (3) wenigstens eine Klemmeinrichtung
(3.3) vorgesehen ist, um das Fahrzeug auf der Aufnahmeeinheit (3) zu fixieren.
2. Hebebühne nach Anspruch 1, wobei die Aufnahmeeinheit (3) wenigstens drei Seiten des
Fahrzeugs umgreift und auf wenigstens einer Seite die Klemmeinrichtung (3.3) zum Fixieren
des Fahrzeugs vorgesehen ist.
3. Hebebühne nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Aufnahmeeinheit (3) eine Plattform (3.1,
3.11), auf der das Fahrzeug aufliegt, und eine seitlich an der Plattform in einem
Winkel von etwa 90° dazu angeordnete Strebe (3.2) aufweist, an der ein Klemmarm (3.3)
durch einen Hydraulikzylinder (5) verschwenkbar oder verstellbar angebracht ist.
4. Hebebühne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Aufnahmeeinheit (3) um
eine Schwenkachse (4) durch einen Hydraulikzylinder (6) kippbar ist, der zwischen
Aufnahmeeinheit (3) und einer Trägereinheit (2) angelenkt ist, an der die Schwenkachse
(4) angebracht ist.
5. Hebebühne nach Anspruch 4, wobei die Trägereinheit (2) zur Ausbildung einer Unterflur-Hebebühne
durch wenigstens einen Hydraulikstempel (1) anhebbar und absenkbar ist, der unter
dem Boden (G) angeordnet ist.
6. Hebebühne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Trägereinheit (20) zur Ausbildung
einer Überflur-Hebebühne stationär auf einer Basis (B) angeordnet ist, die über dem
Boden (G) angeordnet ist.
7. Hebebühne nach Anspruch 6, wobei eine langgestreckte Trägereinheit (20) in einer schrägen
Position auf der horizontalen Basis (B) angeordnet ist,
eine Führungsstange (12) zwischen dem freien Ende der Trägereinheit (20) und der Aufnahmeeinheit
(3) angelenkt ist und ein Kippzylinder (15) gelenkig zwischen dem freien Ende der
Trägereinheit (20) und der Aufnahmeeinheit (3) parallel zur Führungsstange (12) angelenkt
ist, dessen Kolbenstange die Aufnahmeeinheit (3) relativ zur stationären Trägereinheit
(20) kippt und wobei ein Hubzylinder (11) zwischen Führungsstange (12) und Kippzylinder
(15) in schräger Anordnung positioniert ist.
8. Hebebühne nach Anspruch 7, wobei die Aufnahmeeinheit (3) um eine Gelenkachse (13)
kippbar ist, die zwischen der Führungsstange (12) und der Aufnahmeeinrichtung (3)
angeordnet ist, wobei der Kippzylinder (15) an der Aufnahmeeinrichtung (3) in einem
Abstand unter der Schwenkachse (13) angelenkt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die Trägereinheit (20) durch parallele
Platten (20.1 bis 20.3) ausgebildet ist, die in einem Abstand voneinander angeordnet
sind, und wobei der Hubzylinder (11), die Führungsstange (12) und der Kippzylinder
(15) zwischen den Platten (20.1 bis 20.3) angeordnet sind.
10. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 9, wobei zwei Trägereinheiten
(20) in einem Abstand voneinander angeordnet und durch Verbindungsstangen (21, 20)
miteinander verbunden sind,
wobei die Plattform (3.1, 3.11) mit den beiden Hub- und Kippmechanismen der zwei Trägereinheiten
(20) gelenkig verbunden ist, und
wobei die vertikale Strebe (3.2) in der Mitte zwischen den beiden Hub- und Kippmechanismen
positioniert ist.
11. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Plattform zur Aufnahme
des Fahrzeugs an der Aufnahmeeinrichtung (3) durch langgestreckte Elemente ausgebildet
ist, zwischen denen ein freier Arbeitsraum für Arbeiten an dem Fahrzeug vorhanden
sind.
12. Hubvorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Plattform durch einen mittigen Tragholm
(3.1) und seitlich abstehende Streben (3.11) an beiden Enden des mittigen Tragholms
ausgebildet ist, sodass die Plattform in der Draufsicht eine H-Form hat.