[0001] Die Erfindung betrifft ein Paneel, umfassend eine Paneeloberseite und eine Paneelunterseite
sowie wenigstens vier Paneelkanten, die sich paarweise gegenüberliegen, mit an den
Paneelkanten paarweise vorgesehenen komplementären Halteprofilen, die derart zueinanderpassen,
dass gleichartige Paneele aneinander befestigbar sind, wobei wenigstens eines der
Halteprofilpaare mit Hakenprofilen versehen ist, nämlich an einer Paneelkante mit
einem Aufnahmehaken und an der gegenüberliegenden Paneelkante mit einem Arretierhaken.
[0002] Mit derlei Paneelen werden beispielsweise Fußbodenbeläge hergestellt, insbesondere
eignen sich solche Paneele für schwimmend verlegte Fußbodenbeläge. Die Paneele weisen
üblicherweise dekorative Oberflächen auf.
[0003] Das vorzuschlagende Paneel soll sich eignen für eine Verriegelung nach der "fold-down-Methode".
Für diese Methode wird eine Paneelart benutzt, bei der eines der Halteprofilpaare
mit einem modifizierten Nut- und Federprofil versehen ist, während das andere Halteprofilpaar
mit den erfindungsgemäßen Hakenprofilen versehen ist. Für die fold-down-Methode wird
ein neues Paneel angewinkelt und vorzugsweise mit seiner Federprofilkante an die Nutprofilkante
eines liegenden Paneels beziehungsweise einer Paneelreihe herangebracht. Anschließend
wird das neue Paneel in die Ebene der montierten Paneele herabgeschwenkt und dadurch
das Federprofil formschlüssig mit dem Nutprofil verriegelt. Während der erwähnten
Herabschwenkbewegung wird gleichzeitig auch eine formschlüssige Verriegelung der Hakenprofile
erzeugt, weil sich eines der Hakenprofile scherenartig auf das andere Hakenprofil
zu bewegt und formschlüssig mit diesem verhakt. Dabei findet eine Verriegelung statt.
[0004] Die vorgeschlagenen Hakenprofile eignen sich darüber hinaus aber auch für eine push-down-Verriegelung.
Für eine push-down-Verriegelung müssen alle Halteprofilpaare eines Paneels durch eine
vertikale Bewegung verbunden werden können, d.h. beispielsweise durch eine absenkende
Bewegung eines Paneels, nämlich in einer zur Paneeloberseite senkrechten Richtung
(vertikal). Die fold-down-Methode ist dann nicht anwendbar.
[0005] In der Praxis kommt es vor, dass ein Paneel an dem Ende einer Paneelreihe nicht verriegelt
werden kann, weil eine Wand im Weg und das Paneel zu lang ist. Damit die Lücke im
Boden geschlossen werden kann, ist es üblich, ein Paneel z.B. mit einer Säge zu durchtrennen,
um es auf die benötigte Länge zu kürzen. Mit dem abgetrennten Reststück des Paneels
kann in der Regel eine neue Paneelreihe begonnen werden. Grundsätzlich passen die
komplementären Halteprofile eines durchtrennten Paneels stets ineinander. Im Prinzip
können daher komplementäre Halteprofilkanten eines durchtrennten Paneels miteinander
verriegelt werden.
[0006] Die
WO 01/02670 schlägt verschiedene Hakenprofilpaare vor. Die Hakenprofile sollen ein horizontales
Auseinanderziehen der Paneele, d.h. in der Paneelebene und senkrecht zu den verriegelten
Paneelkanten verhindern. Es zeigt sich jedoch bei einer Belastung in der genannten
horizontalen Richtung, dass die Festigkeit der Hakenprofile unbefriedigend ist.
[0007] Weitere Paneele mit Hakenprofilpaaren sind aus der
WO 2010/ 143962 A1 bekannt. Die verschiedenen Ausführungsbeispiele dieses Standes der Technik kranken
daran, dass die Hakenprofilpaare, wenn sie in der Paneelebene und senkrecht zu den
verriegelten Paneelkanten auseinandergezogen werden, bersten können. Dies geschieht
insbesondere dann, wenn die Paneele aus künstlichem Holzwerkstoff bestehen, die aus
Holzpartikeln oder -fasern bestehen, die mit einem Bindemittel zu einem Plattenmaterial
gebunden sind.
[0008] Daher sucht die Anmelderin nach einem Paneel mit einem verbesserten Hakenprofilpaar.
[0009] Die Erfindung schlägt zu diesem Zweck vor, ein Paneel umfassend eine Paneeloberseite
und eine Paneelunterseite sowie wenigstens vier Paneelkanten, die sich paarweise gegenüberliegen,
mit an den Paneelkanten paarweise vorgesehenen komplementären Halteprofilen, die derart
zueinanderpassen, dass gleichartige Paneele aneinander befestigbar sind, wobei wenigstens
eines der Halteprofilpaare mit Hakenprofilen versehen ist, nämlich an einer Paneelkante
mit einem Aufnahmehaken und an der gegenüberliegenden Paneelkante mit einem Arretierhaken,
wobei der Aufnahmehaken einen zur Paneeloberseite gerichteten Aufnahmerand und eine
zur Paneeloberseite offene Aufnahmenut hat und der Arretierhaken mit einem zur Paneelunterseite
gerichteten Arretierrand und mit einer zur Paneelunterseite offenen Arretiernut versehen
ist, wobei der Aufnahmerand eine Innenseite aufweist, die der Aufnahmenut zugewandt
ist, und diese Innenseite als untere Verriegelungsfläche dient, und dazu passend der
Arretierrand eine Innenseite hat, welche der Arretiernut zugewandt ist, und diese
Innenseite als korrespondierende obere Verriegelungsfläche dient, mit der Maßgabe,
dass sowohl die obere Verriegelungsfläche als auch die untere Verriegelungsfläche
jeweils gegenüber dem Lot auf der Paneeloberseite derart geneigt ist, dass sie im
verriegelten Zustand zueinander parallel ausgerichtet sind und sich berühren können,
wobei die Neigung der Verriegelungsflächen so gewählt ist, dass der Normalvektor auf
der unteren Verriegelungsfläche die Paneeloberseite schneidet und der Normalvektor
auf der oberen Verriegelungsfläche die Paneelunterseite schneidet, wobei eine untere
Verrastung vorgesehen ist, welche ein erstes Rastmittel umfasst, das an einer Außenseite
des Aufnahmerands angeordnet ist, und die untere Verrastung ein dazu korrespondierendes
zweites Rastmittel umfasst, welches an einer zurückversetzten Nutflanke der Arretiernut
angeordnet ist, wobei zumindest ein Teilstück der Oberseite des Aufnahmerands in Richtung
der Außenseite des Aufnahmerands abwärts geneigt verläuft, wobei zumindest ein Teilstück
des Nutgrunds der Arretiernut in komplementärer Weise angepasst ist an die Neigung
der Oberseite des Aufnahmerands.
[0010] Der Normalvektor ist im Sinne der Erfindung jeweils von der entsprechenden Verriegelungsfläche
senkrecht nach außen gerichtet (nicht ins Paneelmaterial gerichtet). Der Normalvektor
schließt mit der jeweiligen Paneelseite, die er schneidet, jeweils einen Winkel ein,
welcher gleich groß ist, wie das Winkelmaß, um das die Verriegelungsflächen gegenüber
dem Lot auf der Paneeloberseite geneigt sind (Wechselwinkel). Die Neigung der Verriegelungsflächen
gegenüber dem Lot auf der Paneeloberseite kann in einem Winkelbereich α von 4° bis
50° liegen. Bevorzugt liegt der Winkel α in einem Bereich von 5° bis 30°undbesonders
bevorzugt in einem Bereich von 5° bis 15°.
[0011] Das Paneel ist bevorzugt aus einem Holzwerkstoff gestaltet, wie HDF, MDF oder OSB,
wobei im weiteren Sinn auch WPC-Werkstoffe (wood plastic composite) darunter fallen.
Da der Verriegelungsmechanismus eine gewisse Elastizität voraussetzt, insbesondere
im Bereich des ersten und damit korrespondierenden zweiten Rastmittels, eignen sich
die genannten Materialien wegen ihrer gewissen Elastizität. Alternativ kann das Paneelmaterial
auch ein Kunststoff sein, wie beispielsweise im Falle von LVT-Produkten (luxury vinyl
tiles), weil dieser Kunststoff ebenfalls eine gewisse Elastizität mitbringt.
[0012] Das Teilstück des Nutgrunds der Arretiernut und das Teilstück der Oberseite des Aufnahmerands
können im verriegelten Zustand parallel zueinander ausgerichtet sein.
[0013] Die Aufnahmenut des einen Hakenprofils ist so beschaffen, dass der Arretierrand des
komplementären Hakenprofils in die Aufnahmenut hineinpasst und die Arretiernut des
komplementären Hakenprofils ist so beschaffen, dass der Aufnahmerand des einen Hakenprofils
in die Arretiernut hineinpasst.
[0014] Eine Weiterbildung sieht vor, dass das erste Rastmittel der unteren Verrastung einen
Rastvorsprung aufweist, und dass zweite Rastmittel der unteren Verrastung eine dazu
passende Rastvertiefung aufweist.
[0015] Alternativ kann das erste Rastmittel der unteren Verrastung eine Rastvertiefung und
dass zweite Rastmittel der unteren Verrastung einen dazu passenden Rastvorsprung aufweisen.
[0016] Nützlich kann es außerdem sein, wenn eine obere Verrastung vorgesehen ist, die an
einer Außenseite des Arretierrands ein erstes Rastmittel aufweist, und an einer zurückversetzten
Nutflanke der Aufnahmenut ein dazu korrespondierendes zweites Rastmittel vorgesehen
ist.
[0017] Zweckmäßig weist das erste Rastmittel der oberen Verrastung einen Rastvorsprung und
dass zweite Rastmittel der oberen Verrastung eine dazu passende Rastvertiefung auf.
[0018] Alternativ kann das erste Rastmittel der oberen Verrastung eine Rastvertiefung und
dass zweite Rastmittel der oberen Verrastung einen dazu passenden Rastvorsprung aufweisen.
[0019] Ein weiterer Nutzen ergibt sich, wenn wenigstens ein Freiraum zwischen der Unterseite
des Arretierrands und dem Nutgrund der Aufnahmenut vorgesehen ist. Der Freiraum kann
Schmutzpartikel oder andere lose Partikel aufnehmen. Bei Paneelen aus Holzwerkstoffen
können sich beispielsweise Partikel von der Paneelkante ablösen, die sich nicht zwischen
Fügeflächen der Hakenprofile festsetzen sollen. Sie könnten andernfalls eine positionsrichtige
Verriegelung der Hakenprofile behindern.
[0020] Darüber hinaus ist es nützlich, wenn im verriegelten Zustand eine Lücke zwischen
Außenseite des Aufnahmerands und Nutflanke der Arretiernut vorgesehen ist.
[0021] Günstigerweise berührt eine Unterseite des Arretierrands im verriegelten Zustand
zumindest bereichsweise den Nutgrund der Aufnahmenut. Wenn im Bereich des Arretierrands
eine Last auf die Paneeloberseite drückt, kann der Arretierrand diese Last tragen,
weil seine Unterseite auf dem Nutgrund der Aufnahmenut des Aufnahmehakens abgestützt
ist.
[0022] Der Aufnahmerand weist zweckmäßig einen Übergang zur Innenseite der Aufnahmenut auf,
wobei der Übergang mit einer Krümmung versehen ist. Die Krümmung bietet einen Kantenschutz.
Sie kann außerdem dazu dienen, den Arretierrand zu führen, wenn dieser mit der Krümmung
in Berührung kommt. So wird der Arretierrand entlang der Krümmung hinabbewegt in die
Aufnahmenut.
[0023] Nachfolgend ist die Erfindung in einer Zeichnung beispielhaft veranschaulicht und
anhand mehrerer Ausführungsbeispiele detailliert beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- fold-down-Methode rechtsgängig
- Fig. 2
- fold-down-Methode linksgängig
- Fig. 3
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Paneels, wobei das Paneel zerteilt
dargestellt ist, um dessen gegenüberliegende Hakenprofile im noch nicht verriegelten
Zustand darzustellen,
- Fig. 4
- die Hakenprofile des Paneels gemäß Fig. 3 im verriegelten Zustand,
- Fig. 4a
- ein vergrößertes Detail gemäß Ausschnitt IVa in Fig. 4
- Fig. 4b
- eine Alternative für Fig. 4a
- Fig. 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für Hakenprofile des Paneels gemäß Fig. 3 im verriegelten
Zustand,
- Fig. 5a
- ein vergrößertes Detail gemäß Ausschnitt Va in Fig. 5
- Fig. 5b
- eine alternative für Fig. 5a
- Fig. 6
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für Hakenprofile des Paneels gemäß Fig. 3 im verriegelten
Zustand,
- Fig. 7
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für Hakenprofile des Paneels gemäß Fig. 3 im verriegelten
Zustand,
- Fig. 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für Hakenprofile des Paneels gemäß Fig. 3 im verriegelten
Zustand,
- Fig. 8a
- ein vergrößertes Detail gemäß Ausschnitt VIIIa in Fig. 8
- Fig. 8b
- eine alternative für Fig. 8a
- Fig. 9
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für Hakenprofile des Paneels gemäß Fig. 3 im verriegelten
Zustand,
[0024] Fig. 1 zeigt eine perspektivische fold-down-Methode zur Verriegelung von Paneelen
gemäß dem Stand der Technik. Dabei wird ein neues Paneel 1 schräg angewinkelt mit
einer Federprofilkante 2 voran an eine Nutprofilkante 3 eines liegenden Paneels 4
einer vorherigen Paneelreihe herangebracht. Anschließend wird das neue Paneel 1 in
die Ebene der montierten Paneele herabgeschwenkt, wobei in derselben Paneelreihe bereits
ein identisches Paneel 5 liegt. Durch die schwenkende Fügebewegung verriegeln Nut-
und Federprofilkante miteinander. Das neue Paneel 1 hat außerdem ein Paar Hakenprofile,
nämlich einen Aufnahmehaken (nicht dargestellt) sowie einen Arretierhaken 6. Während
der herabschwenkenden Fügebewegung wird der Arretierhaken 6 des neuen Paneels 1 scherenartig
in Richtung des komplementären Aufnahmehakens 7 des identischen Paneels 5 zu bewegt.
Dabei verhakt der Arretierhaken 6 mit dem Aufnahmehaken 7 und gleichzeitig mit der
Verriegelung von Nut- und Federprofilkante geht eine formschlüssige Verriegelung der
Hakenprofile vonstatten.
[0025] Gemäß Fig. 1 ist der Aufbau einer Fußbodenfläche angedeutet. Bei diesem Beispiel
wird ein neues Paneel stets fortlaufend nach links angelegt.
[0026] Fig. 2 zeigt ein zweites Beispiel für eine im Stand der Technik bekannte fold-down-Methode
zur Verriegelung von Paneelen. Sie unterscheidet sich von der Methode der Fig. 1 nur
dadurch, dass ein neues Paneel fortlaufend nach rechts angelegt werden muss, d.h.
die Paneelkanten, die den Aufnahmehaken beziehungsweise den Arretierhaken aufweisen,
sind gegenüber dem Beispiel von Fig. 1 vertauscht worden.
[0027] Nut- und Federprofile, die sich für eine formschlüssige Verriegeln mittels der fold-down-Methode
eignen, sind im Stand der Technik hinlänglich bekannt, zum Beispiel aus der
WO 97/ 47834 A1 oder aus
WO 00/63510.
[0028] Fig. 3 stellt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Paneels 1 mit
einer Paneeloberseite 1a und einer Paneelunterseite 1b dar, wobei vereinfacht nur
ein Halteprofilpaar des Paneels dargestellt ist. Das hier gezeigte Halteprofilpaar
weist komplementäre Hakenprofile auf, nämlich einen Arretierhaken 6 (oben) und einen
Aufnahmehaken 7 (unten). Um die Funktionsweise zu erläutern kann man sich das Paneel
1 in zwei Teile durchtrennt vorstellten, so dass die beiden Hakenprofile (6 und 7)
des Paneels miteinander verhakt werden können. Hakenprofile identischer Paneele werden
selbstverständlich auf die gleiche Weise verriegelt.
[0029] Der Aufnahmehaken 6 hat einen zur Paneeloberseite 1a gerichteten Aufnahmerand 8 und
eine zur Paneeloberseite offene Aufnahmenut 9. Der Arretierhaken 7 ist mit einem zur
Paneelunterseite 1b gerichteten Arretierrand 10 und mit einer zur Paneelunterseite
1b offenen Arretiernut 11 versehen.
[0030] Eine Innenseite des Aufnahmerands 8 ist der Aufnahmenut 9 zugewandt und diese Innenseite
dient als untere Verriegelungsfläche 12. Dazu passend bildet der Arretierhaken 7 an
einer der Arretiernut 11 zugewandten Innenseite seines Arretierrands 10 eine obere
Verriegelungsfläche 13, welche mit der unteren Verriegelungsfläche 12 des Aufnahmerands
8 zusammenwirkt.
[0031] Es ist sowohl die untere Verriegelungsfläche 12 als auch die obere Verriegelungsfläche
13 jeweils gegenüber dem Lot L auf der Paneeloberseite um einen Winkel α geneigt.
Die Neigungen sind aneinander angeglichen, so dass die korrespondierenden Verriegelungsflächen
12 und 13 im verriegelten Zustand parallel zueinander ausgerichtet sind und sich berühren
können.
[0032] Hinzu kommt, dass die Neigung der unteren Verriegelungsfläche 12 so gewählt ist,
dass der Normalvektor N
12, der von der unteren Verriegelungsfläche 12 senkrecht nach außen gerichtet ist, die
Paneeloberseite 1a schneidet. Entsprechend umgekehrt ist der Normalvektor N
13 auf der oberen Verriegelungsfläche 13 senkrecht nach außen gerichtet, so dass dieser
Normalvektor N
13 die gegenüberliegende Paneelunterseite 1b schneidet. Allgemein gilt, dass die Paneeloberseite
1a und der Normalvektor N
12 einen Winkel einschließen, der ebenso groß ist, wie der oben erwähnte Winkel α (Wechselwinkel).
Das gleiche gilt für die Paneelunterseite, die mit dem Normalvektor N
13 einen gleich großen Winkel (Wechselwinkel) einschließt.
[0033] Mit einer Unterseite 10a des Arretierrands 10 sitzt der Arretierhaken 7 fest auf
einem Nutgrund 9a der Aufnahmenut 9 des Aufnahmehakens 6. Wenn im Bereich des Arretierrands
10 eine Last auf die Paneeloberseite 1a drückt, kann der Arretierrand 10 diese Last
tragen, weil seine Unterseite 10a auf dem Nutgrund 9a der Aufnahmenut 9 abgestützt
ist.
[0034] Eine weitere Funktion der Hakenprofile ist jene, einem Höhenversatz der verriegelten
Paneelkanten entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck ist eine untere Verrastung 14 vorgesehen.
Diese umfasst am Aufnahmehaken 7 ein erstes Rastmittel in Form eines hervorstehenden
Rastvorsprungs 15. Der Rastvorsprung 15 ist an einer Außenseite 8a des Aufnahmerands
8 angeordnet. Dazu korrespondierend ist am Arretierhaken 7 ein zweites Rastmittel
in Form einer Rastvertiefung 16 vorgesehen. Die Rastvertiefung 16 ist an einer zurückversetzten
Nutflanke 11a der Arretiernut 11 angeordnet.
[0035] Am Aufnahmehaken 6 hat ein Teilstück 8b der Oberseite des Aufnahmerands 8 eine Neigung
abwärts, nämlich in Richtung der Außenseite 8a des Aufnahmerands fallend. Dazu passend
ist am Arretierhaken 7 ein Teilstück 11b des Nutgrunds der Arretiernut 11 in komplementärer
Weise angepasst an die Neigung des Teilstücks 8b der Oberseite des Aufnahmerands 8.
Im verriegelten Zustand sind die geneigten Teilstücke 8b und 11b von Aufnahmerandoberseite
und von Arretiernutgrund zueinander parallel ausgerichtet.
[0036] Außerdem ist am Aufnahmehaken 6 ein Übergang von der Oberseite 8b des Aufnahmerands
8 zur unteren Verriegelungsfläche 12 vorgesehen. Der Übergang ist als Krümmung 17
ausgebildet. Die Krümmung 17 ist im vorliegenden Beispiel ein Radius. Ebenfalls ist
am Arretierhaken 7 ein Übergang mit einer Krümmung 18 zwischen dem Teilstück 11b des
Nutgrunds der Arretiernut 11 und der oberen Verriegelungsfläche 13 vorgesehen. Die
Krümmung 17 am Aufnahmerand bietet einen Kantenschutz sowie eine Führungsfläche. Der
Kantenschutz ist stärker als die schützende Wirkung eine Phase welche die gleichen
Breite und Höhe aufweist, wie die Krümmung 17. Die Krümmung 18 bildet eine Kehle.
Sie hat im vorliegenden Beispiel einen Radius und dient der Stabilität im Übergangsbereich
von der oberen Verriegelungsfläche 13 zum Nutgrund der Arretiernut 11.
[0037] Gemäß Fig. 4 sind die Hakenprofile aus Fig. 3 im verriegelten Zustand gezeigt. Der
Rastvorsprung 15 des Aufnahmehakens 6, der an der Außenseite 8a des Aufnahmerands
8 angeordnet ist, greift formschlüssig in die Rastvertiefung 16, die an der zurückversetzten
Nutflanke 11a der Arretiernut 11 angeordnet ist. Die untere Verrastung 14 wirkt einem
Höhenversatz der beiden Paneeloberseiten 1a entgegen, d.h. einem Auseinanderbewegen
der Paneelkanten senkrecht zur Paneeloberfläche wird entgegengewirkt. An der Paneeloberfläche
1a bildet sich auch in horizontaler Richtung eine geschlossene Fuge F. An dieser Fuge
ist eine Außenseite 10b des Arretierrands 10 in Berührung mit einer zurückversetzten
Nutflanke 9b der Aufnahmenut 9.
[0038] Zwischen dem geneigtem Teilstück 11b des Nutgrund der Arretiernut und dem geneigten
Teilstück 8b der Oberseite des Aufnahmerands 8 ist ein Spalt 19 vorhanden. Dieser
begünstigt es, an der Fuge F der Paneeloberseite 1a einen Höhenversatz zu vermeiden.
Außerdem gewährt der Spalt 19 eine gewisse Nachgiebigkeit des Arretierhakens 7. Er
hat eine Stelle mit seiner geringsten Dicke, die sich dort befindet, wo die Arretiernut
11 am tiefsten ist. Die hierdurch gewonnene Nachgiebigkeit kann genutzt werden, weil
der Spalt 19 Platz schafft, in den hinein eine Verformung stattfinden kann.
[0039] Fig. 4a zeigt ein Detail, welches einen Ausschnitt vergrößert, der in Fig. 4 mit
IVa vermerkt ist. In Fig. 4a ist der Rastvorsprung 15 am Aufnahmehaken 6 vorgesehen,
nämlich an der Außenseite 8a des Aufnahmerands 8. Die Rastvertiefung ist am Arretierhaken
7 vorgesehen und dort an einer zurückversetzten Nutflanke 11a der Arretiernut 11.
[0040] Bei einer Alternative, welche im Ausschnitt gemäß Fig. 4b gezeigt ist, sind die Positionen
von Rastvertiefung und Rastvorsprung vertauscht. Hier ist eine Rastvertiefung 15a
am Aufnahmehaken 6 angeordnet und zwar an der Außenseite 8a des Aufnahmerands 8. Ein
Rastvorsprung 16a ist dann am Arretierhaken 7 vorgesehen, nämlich an dessen zurückversetzter
Nutflanke 11a der Arretiernut 11 vorgesehen.
[0041] Ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Paneel mit besonderen Hakenprofilen schlägt
Fig. 5 vor. Dieses geht vom Ausführungsbeispiel der Figuren 3 und 4 aus. Von diesem
unterscheidet es sich durch eine zusätzliche obere Verrastung 20. Die obere Verrastung
20 weist am Arretierhaken 7 ein erstes Rastmittel in Form eines Rastvorsprungs 21
auf, welches an der Außenseite 10b des Arretierrands 10 angeordnet ist. Es wirkt zusammen
mit einem dazu korrespondierenden zweiten Rastmittel am Aufnahmehaken 6, das an der
zurückversetzten Nutflanke 9b der Aufnahmenut 9 vorgesehen ist. Das zweite Rastmittel
bildet eine Rastvertiefung 22, wie am besten in dem Ausschnitt gemäß Fig. 5a zu erkennen
ist. Fig. 5a vergrößert das Detail, das in Fig. 5 mit Va bezeichnet ist.
[0042] Bei einer Alternative, die im Ausschnitt gemäß Fig. 5b gezeigt ist, sind die Positionen
von Rastvertiefung und Rastvorsprung vertauscht. Hier ist eine Rastvertiefung 21a
am Arretierhaken, nämlich an der Außenseite des Arretierrands 10 angeordnet. Ein Rastvorsprung
22a ist am Aufnahmehaken vorgesehen und zwar an der zurückversetzten Nutflanke 9b
der Aufnahmenut 9.
[0043] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 6 zeigt Hakenprofile, die ausgehend von den Figuren
3 und 4 eine Änderung aufweisen und zwar ist im gezeigten verriegelten Zustand der
Hakenprofile ein Freiraum 23 gebildet, der sich zwischen dem Nutgrund 9a der Aufnahmenut
9 des Aufnahmehakens 6 und einer Unterseite 10a des Arretierrands 10 des Arretierhakens
7 erstreckt. Der Freiraum 23 reicht bis an die Außenseite 10b des Arretierrands 10
heran beziehungsweise bis an die zurückversetzte Nutflanke 9b der Aufnahmenut 9 heran.
Der Freiraum 23 kann Schmutzpartikel oder andere lose Partikel aufnehmen. Bei Paneelen
aus Holzwerkstoffen können sich beispielsweise Partikel von der Paneelkante ablösen.
Abgelöste sollen nicht zwischen die Fügeflächen der Hakenprofile gelangen und sich
dort festsetzen, weil sie andernfalls eine positionsrichtige Verriegelung der Hakenprofile
behindern. Zwischen der Unterseite 10a des Arretierrands 10 und dem Nutgrund 9a der
Aufnahmenut 9 ist der in Fig. 6 vorgeschlagene Freiraum 23 spaltförmig ausgebildet.
Der spaltförmige Freiraum 23 wird zum Nutgrund 9a hin weiter und schafft auf diese
Weise den gewünschten Platz zur Aufnahme unerwünschter Partikel.
[0044] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 7 zeigt Hakenprofile, die ebenfalls ausgehend von
den Figuren 3 und 4 eine Änderung aufweisen und zwar so, dass wiederum im verriegelten
Zustand der Hakenprofile ein Freiraum 24 ausgebildet ist, der sich zwischen dem Nutgrund
9a der Aufnahmenut 9 des Aufnahmehakens 6 und einer Unterseite 10a des Arretierrands
10 des Arretierhakens 7 erstreckt. Der Freiraum 24 reicht bis an die untere Verriegelungsfläche
12 des Aufnahmehakens 6 beziehungsweise bis an die obere Verriegelungsfläche 13 des
Arretierhakens 7 heran. Um den Freiraum 24 zu schaffen, ist die Unterseite 10a des
Arretierrands 10 mit einem flachen Absatz 24a versehen, der von der Unterseite 10a
des Arretierrands 10 zurücksteht. Der Freiraum 24 kann gleichfalls Schmutzpartikel
oder andere lose Partikel aufnehmen und bei Paneelen aus Holzwerkstoffen etwaige abgelöste
Holzpartikel aufnehmen, die sonst zwischen den Fügeflächen der Hakenprofile festsetzen
und eine positionsrichtige Verriegelung der Hakenprofile behindern würden. Der verbleibende
Bereich der Unterseite 10a ist im verriegelten Zustand mit dem Nutgrund 9a der Aufnahmenut
9 in Kontakt und dadurch abgestützt.
[0045] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 8 zeigt ebenfalls Hakenprofile, die von den Figuren
3 und 4 ausgehen. Gegenüber diesen Figuren ist nur die untere Verrastung 14 modifiziert
worden. Gemäß Fig. 8 steht der Rastvorsprung 15 des Aufnahmehakens6 weiter von der
Außenseite 8a des Aufnahmerands 8 hervor als in Fig. 4. Die Tiefe der Rastvertiefung
16 ist gegenüber Fig. 4 unverändert. Dadurch entsteht eine Lücke 25 zwischen der Außenseite
8a und der zurückversetzten Nutflanke 11a der Arretiernut 11 des Arretierhakens 7.
Die Lücke 25 verbessert die Einrastbarkeit der unteren Verrastung 14.
[0046] In Fig. 8a ist die untere Verrastung 14 als Ausschnitt vergrößert. Eine Alternative
zu Fig. 8a zeigt der Ausschnitt gemäß Fig. 8b. Danach ist die Position von Rastvertiefung
und Rastvorsprung vertauscht. Eine Rastvertiefung 15a ist nun am Aufnahmehaken 6 und
zwar an der Außenseite 8a des Aufnahmerands 8 angeordnet. Ein Rastvorsprung 16a ist
dafür am Arretierhaken 7 an dessen zurückversetzter Nutflanke 11a der Arretiernut
11 vorgesehen.
[0047] Ein weiteres Ausführungsbeispiel für Hakenprofile des Paneels ist in Fig. 9 dargestellt.
Auch dieses basiert auf den Figuren 3 und 4 und integriert darüber hinaus alle Änderungen,
die in den Beispielen von Fig. 5, Fig. 6, Fig. 7 und Fig. 8 vorgeschlagen wurden.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- neues Paneel
- 1a
- Paneeloberseite
- 1b
- Paneelunterseite
- 2
- Federprofilkante
- 3
- Nutprofilkante
- 4
- liegendes Paneel vorherige Reihe
- 5
- Paneel derselben Paneelreihe
- 6
- Aufnahmehaken
- 7
- Arretierhaken
- 8
- Aufnahmerand
- 8a
- Außenseite
- 8b
- Teilstück Oberseite
- 9
- Aufnahmenut
- 9a
- Nutgrund
- 9b
- zurückversetzte Nutflanke
- 10
- Arretierrand
- 10a
- Unterseite
- 10b
- Außenseite
- 11
- Arretiernut
- 11a
- zurückversetzte Nutflanke
- 11b
- Teilstück Nutgrund
- 12
- untere Verriegelungsfläche
- 13
- obere Verriegelungsfläche
- 14
- untere Verrastung
- 15
- Rastvorsprung
- 15a
- Rastvertiefung
- 16
- Rastvertiefung
- 16a
- Rastvorsprung
- 17
- Krümmung
- 18
- Krümmung
- 19
- Spalt
- 20
- obere Verrastung
- 21
- Rastvorsprung
- 21a
- Rastvertiefung
- 22
- Rastvertiefung
- 22a
- Rastvorsprung
- 23
- Freiraum
- 24
- Freiraum
- 25
- Lücke
- α
- Winkel
- F
- Fuge
1. Paneele (1, 4, 5) umfassend eine Paneeloberseite (1a) und eine Paneelunterseite (1b)
sowie wenigstens vier Paneelkanten, die sich paarweise gegenüberliegen, mit an den
Paneelkanten paarweise vorgesehenen komplementären Halteprofilen, die derart zueinanderpassen,
dass gleichartige Paneele aneinander befestigbar sind, wobei wenigstens eines der
Halteprofilpaare mit Hakenprofilen versehen ist, nämlich an einer Paneelkante mit
einem Aufnahmehaken (6) und an der gegenüberliegenden Paneelkante mit einem Arretierhaken
(7), wobei der Aufnahmehaken (6) einen zur Paneeloberseite (1a) gerichteten Aufnahmerand
(8) und eine zur Paneeloberseite offene Aufnahmenut (9) hat und der Arretierhaken
(7) mit einem zur Paneelunterseite (1b) gerichteten Arretierrand (10) und mit einer
zur Paneelunterseite (1b) offenen Arretiernut (11) versehen ist, wobei der Aufnahmerand
(8) eine Innenseite aufweist, die der Aufnahmenut (9) zugewandt ist, und diese Innenseite
als untere Verriegelungsfläche (12) dient, und dazu passend der Arretierrand (10)
eine Innenseite hat, welche der Arretiernut (11) zugewandt ist, und diese Innenseite
als korrespondierende obere Verriegelungsfläche (13) dient, mit der Maßgabe, dass
sowohl die untere Verriegelungsfläche (12) als auch die obere Verriegelungsfläche
(13) jeweils gegenüber dem Lot (L) auf der Paneeloberseite (1a) derart geneigt ist,
dass sie im verriegelten Zustand zueinander parallel ausgerichtet sind und sich berühren
können, wobei die Neigung der Verriegelungsflächen (12, 13) so gewählt ist, dass der
Normalvektor (N12) auf der unteren Verriegelungsfläche (12) die Paneeloberseite (1a) schneidet und
der Normalvektor (N13) auf der oberen Verriegelungsfläche (13) die Paneelunterseite (1b) schneidet, wobei
eine untere Verrastung (14) vorgesehen ist, welche ein erstes Rastmittel (15, 15a)
umfasst, das an einer Außenseite (8a) des Aufnahmerands (8) angeordnet ist, und die
untere Verrastung (14) ein dazu korrespondierendes zweites Rastmittel (16, 16a) umfasst,
welches an einer zurückversetzten Nutflanke (11a) der Arretiernut (11) angeordnet
ist, wobei zumindest ein Teilstück (8b) der Oberseite des Aufnahmerands (8) in Richtung
der Außenseite (8a) des Aufnahmerands (8) abwärts geneigt verläuft, wobei zumindest
ein Teilstück (11b) des Nutgrunds der Arretiernut (11) in komplementärer Weise angepasst
ist an die Neigung des Teilstücks (8b) der Oberseite des Aufnahmerands (8).
2. Paneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastmittel der unteren Verrastung (14) einen Rastvorsprung (15) aufweist,
und dass das zweite Rastmittel der unteren Verrastung (14) eine dazu passende Rastvertiefung
(16) aufweist.
3. Paneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastmittel der unteren Verrastung (14) eine Rastvertiefung (15a) aufweist,
und dass das zweite Rastmittel der unteren Verrastung (14) einen dazu passenden Rastvorsprung
(16a) aufweist.
4. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine obere Verrastung (20) vorgesehen ist, die an einer Außenseite (10b) des Arretierrands
(10) ein erstes Rastmittel (21,21a) aufweist, und an einer zurückversetzten Nutflanke
(9b) der Aufnahmenut (9) ein dazu korrespondierendes zweites Rastmittel (22, 22a)
vorgesehen ist.
5. Paneel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastmittel der oberen Verrastung (20) einen Rastvorsprung (21) aufweist,
und dass das zweite Rastmittel der oberen Verrastung (20) eine dazu passende Rastvertiefung
(21a) aufweist.
6. Paneel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastmittel der oberen Verrastung (20) eine Rastvertiefung (21a) aufweist,
und dass das zweite Rastmittel der oberen Verrastung (20) einen dazu passenden Rastvorsprung
(22a) aufweist.
7. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Freiraum (23, 24) zwischen der Unterseite (10a) des Arretierrands
(10) und dem Nutgrund (9a) der Aufnahmenut (9) vorgesehen ist.
8. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im verriegelten Zustand eine Lücke zwischen Außenseite (8a) des Aufnahmerands (8)
und Nutflanke (11a) der Arretiernut (11) vorgesehen ist.
9. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite (10a) des Arretierrands (10) im verriegelten Zustand zumindest bereichsweise
den Nutgrund (9a) der Aufnahmenut (9) berührt.
10. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmerand einen Übergang zur Innenseite der Aufnahmenut (9) aufweist, und
dass der Übergang mit einer Krümmung (17) versehen ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Paneele (1, 4, 5) umfassend eine Paneeloberseite (1a) und eine Paneelunterseite (1b)
sowie wenigstens vier Paneelkanten, die sich paarweise gegenüberliegen, mit an den
Paneelkanten paarweise vorgesehenen komplementären Halteprofilen, die derart zueinanderpassen,
dass gleichartige Paneele aneinander befestigbar sind, wobei wenigstens eines der
Halteprofilpaare mit Hakenprofilen versehen ist, nämlich an einer Paneelkante mit
einem Aufnahmehaken (6) und an der gegenüberliegenden Paneelkante mit einem Arretierhaken
(7), wobei der Aufnahmehaken (6) einen zur Paneeloberseite (1a) gerichteten Aufnahmerand
(8) und eine zur Paneeloberseite offene Aufnahmenut (9) hat und der Arretierhaken
(7) mit einem zur Paneelunterseite (1b) gerichteten Arretierrand (10) und mit einer
zur Paneelunterseite (1b) offenen Arretiernut (11) versehen ist, wobei der Aufnahmerand
(8) eine Innenseite aufweist, die der Aufnahmenut (9) zugewandt ist, und diese Innenseite
als untere Verriegelungsfläche (12) dient, und dazu passend der Arretierrand (10)
eine Innenseite hat, welche der Arretiernut (11) zugewandt ist, und diese Innenseite
als korrespondierende obere Verriegelungsfläche (13) dient, mit der Maßgabe, dass
sowohl die untere Verriegelungsfläche (12) als auch die obere Verriegelungsfläche
(13) jeweils gegenüber dem Lot (L) auf der Paneeloberseite (1a) derart geneigt ist,
dass sie im verriegelten Zustand zueinander parallel ausgerichtet sind und sich berühren
können, wobei die Neigung der Verriegelungsflächen (12, 13) so gewählt ist, dass der
Normalvektor (N12) auf der unteren Verriegelungsfläche (12) die Paneeloberseite (1a) schneidet und
der Normalvektor (N13) auf der oberen Verriegelungsfläche (13) die Paneelunterseite (1b) schneidet, wobei
eine untere Verrastung (14) vorgesehen ist, welche ein erstes Rastmittel (15, 15a)
umfasst, das an einer Außenseite (8a) des Aufnahmerands (8) angeordnet ist, und die
untere Verrastung (14) ein dazu korrespondierendes zweites Rastmittel (16, 16a) umfasst,
welches an einer zurückversetzten Nutflanke (11a) der Arretiernut (11) angeordnet
ist, wobei zumindest ein Teilstück (8b) der Oberseite des Aufnahmerands (8) in Richtung
der Außenseite (8a) des Aufnahmerands (8) abwärts geneigt verläuft, wobei zumindest
ein Teilstück (11b) des Nutgrunds der Arretiernut (11) in komplementärer Weise angepasst
ist an die Neigung des Teilstücks (8b) der Oberseite des Aufnahmerands (8), wobei
am Aufnahmehaken (6) ein Übergang in Form einer Krümmung (17) von der Oberseite des
Aufnahmerands (8) zur unteren Verriegelungsfläche (12) vorgesehen ist, und wobei zwischen
dem Teilstück (11b) des Nutgrunds und der oberen Verriegelungsfläche (13) ein Übergang
mit einer Krümmung (18) vorgesehen ist.2.
Paneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastmittel der unteren Verrastung (14) einen Rastvorsprung (15) aufweist,
und dass das zweite Rastmittel der unteren Verrastung (14) eine dazu passende Rastvertiefung
(16) aufweist.
2.
3. Paneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastmittel der unteren Verrastung (14) eine Rastvertiefung (15a) aufweist,
und dass das zweite Rastmittel der unteren Verrastung (14) einen dazu passenden Rastvorsprung
(16a) aufweist.
4. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine obere Verrastung (20) vorgesehen ist, die an einer Außenseite (10b) des Arretierrands
(10) ein erstes Rastmittel (21,21a) aufweist, und an einer zurückversetzten Nutflanke
(9b) der Aufnahmenut (9) ein dazu korrespondierendes zweites Rastmittel (22, 22a)
vorgesehen ist.
5. Paneel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastmittel der oberen Verrastung (20) einen Rastvorsprung (21) aufweist,
und dass das zweite Rastmittel der oberen Verrastung (20) eine dazu passende Rastvertiefung
(21a) aufweist.
6. Paneel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastmittel der oberen Verrastung (20) eine Rastvertiefung (21a) aufweist,
und dass das zweite Rastmittel der oberen Verrastung (20) einen dazu passenden Rastvorsprung
(22a) aufweist.
7. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Freiraum (23, 24) zwischen der Unterseite (10a) des Arretierrands
(10) und dem Nutgrund (9a) der Aufnahmenut (9) vorgesehen ist.
8. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im verriegelten Zustand eine Lücke zwischen Außenseite (8a) des Aufnahmerands (8)
und Nutflanke (11a) der Arretiernut (11) vorgesehen ist.
9. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite (10a) des Arretierrands (10) im verriegelten Zustand zumindest bereichsweise
den Nutgrund (9a) der Aufnahmenut (9) berührt.
10. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmerand einen Übergang zur Innenseite der Aufnahmenut (9) aufweist, und
dass der Übergang mit einer Krümmung (17) versehen ist.