[0001] Die Erfindung betrifft das oberbegrifflich Beanspruchte und bezieht sich somit darauf,
wie mit Wärmeenergie in einer kapillarkraftgetriebenen Heatpipe-Konstruktion oder
alternativ einem schwerkraftgetriebenen Wärmerohr mechanische oder elektrische Arbeit
verrichtet werden kann.
[0002] Heatpipes sowie Wärmerohre werden in bekannten Formen vorzugsweise zum Transport
von Wärmeenergie eingesetzt. Als Hauptunterschied der verfügbaren Bauformen sind die
Typen mit Kapillarstruktur zum Flüssigkeitstransport, in Grenzen auch gegen die Schwerkraft,
im Gegensatz zu den schwerkraftgetriebenen Wärmerohren (auch ZweiPhasen-Thermosiphon
genannt) zu nennen.
[0003] Die zuvor genannten Wärmerohre bzw. Heatpipes, nachfolgend allgemein als Heatpipes
bezeichnet, laufen ausnahmslos in einem geschlossenen thermodynamischen Kreisprozess
ab. Die Vorteile hoher spezifischer Kreis-Prozessarbeit werden bei bekannten Heatpipes
im thermodynamischen Kreisprozess, je nach Einsatztemperatur, unter Verwendung unterschiedlicher
Fluid-Arbeitsmedien wie beispielsweise Wasser, Natrium, Kältemittel R134a, R600a genutzt.
Voraussetzung für einen Wärmetransport mit Heatpipes ist ein Temperaturunterschied
zwischen der kalten und der warmen Zone. Die vorstehend genannten bekannten Heatpipes
arbeiten in der Regel ausschließlich als Wärmetransport-Mittel.
[0004] Die Voraussetzung eines Temperaturunterschiedes sind in unserer Umwelt nahezu in
unbegrenzter Vielfalt vorhanden. Der Energietransport innerhalb von Heatpipes basiert,
wie bekannt, auf der Verdampfung, Kondensation und dem Dampf- sowie Flüssigkeits-Transport
zwischen der warmen und der kalten Zone. Die Auswahl geeigneter Materialien sowie
Arbeitsmedien zur Heatpipe-Konstruktion werden als Stand der Technik betrachtet.
[0005] Der für den Transport des dampfförmigen Medium notwendige Druckunterschied basiert
auf der Verdampfung des flüssigen Medium und somit Expansion an der warmen sowie der
Kondensation und somit Volumenverringerung des dampfförmigen Medium an der kalten
Zone. Dieser Prozess dauert im geschlossenen System an, solange ein Temperaturunterschied
zwischen kalter und warmer Zone besteht. Er ist unter anderem abhängig von der Temperaturdifferenz
der kalten und warmen Zone, dem gewählten Arbeitsmedium und Wärmeleitwerten verwendeter
Materialien vor allem im Bereich der Wärmequelle sowie der Wärmesenke. Neben dem gewählten
Arbeitsmedium befinden sich idealerweise keine weiteren Fremdgase im geschlossenen
System.
[0006] Es ist wünschenswert dieses bisher lediglich als Wärmetransport genutzte Verfahren
zur Generierung von mechanischer, elektrischer Energie oder der Anhebung von Temperaturniveaus
nutzbar zu machen. Idealerweise ist neben der zugeführten Wärmeenergie keine weitere
Energieform notwendig. Heutige Verfahren zur Anhebung von Temperaturniveaus werden
beispielsweise unter Zuführung elektrischer Energie unter Verwendung von Kompressoren
realisiert.
Stand der Technik
[0008] Es ist ebenfalls wünschenswert eine Heatpipe-Konstruktion bereit zu stellen, die
über eine beliebige externe Wärmequelle, also ohne interne Verbrennung und somit Ausstoß
klimaschädlicher Gase, mechanische oder elektrische Arbeit verrichten oder alternativ
die Anhebung von Temperaturniveaus erzielen kann.
[0009] Es ist ebenfalls wünschenswert, die Heatpipe-Konstruktion als möglichst wartungsarme,
idealerweise wartungsfreie, Konstruktion bereit zu stellen.
[0010] Es ist wünschenswert, zumindest eines der angesprochenen Probleme einer mindestens
partiellen Linderung zuzuführen.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Neues zur gewerblichen Anwendung einer
gattungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine bereit zu stellen.
[0012] Die Lösung dieser Aufgabe wird in unabhängiger Form beansprucht. Bevorzugte Ausführungsformen
finden sich in den Unteransprüchen.
[0013] Die erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine weist mindestens einen Zylinder
und mindestens einen in dem Zylinder beweglich geführten Kolben auf. Idealerweise
wird dieser bewegliche Kolben innerhalb einer ebenfalls in dem Zylinder beweglich
eingebrachten Doppelbundhülse geführt. An dem Zylinder ist mindestens eine warme Zone
vorgesehen. Die für den thermodynamischen Kreisprozess notwendige kalte Zone (mindestens
eine) zur Kondensation des Arbeitsmedium liegt ebenfalls, zumindest zeitweise, in
dem für das dampfförmige Arbeitsmedium erreichbaren Bereich der Heatpipe-Wärmekraftmaschine.
[0014] Vorzugsweise wird die dem System zu zuführende Wärmeenergie an der warmen Zone durch
eine Materialschicht, wie beispielsweise Aluminium, mit hohem Wärmeleitwert bereit
gestellt. Gleiches gilt ebenfalls für die Ableitung der Wärmeenergie an der kalten
Zone, der sogenannten Wärmesenke. Die Transportzone ist idealerweise wärmeisoliert
auszuführen.
[0015] Es ist weiterhin bevorzugt, wenn der beweglich geführte Kolben der erfindungsgemäßen
Heatpipe-Wärmekraftmaschine mindestens eine Einrichtung, wie beispielsweise eine Feder,
auf Seiten der kalten Zone zur Speicherung von mechanischer Energie als Vorspannung
für den Rücktransport des Kolben und der Doppelbundhülse erhält. Alternativ oder auch
in Kombination sind magnetische Varianten möglich, um die Kolben-Doppelbundhülsen-Kombination
aus Sicht der kalten Zone in Richtung warmer Zone zurück zu drängen.
[0016] Es ist bevorzugt den Kolbenhub im Bereich der Transportzone des Zylinder der Heatpipe-Wärmekraftmaschine
durch Endanschläge zu begrenzen. Zwischen dem oberen und unteren Endanschlag für die
Kolben-Doppelbundhülsenkombination sind mindestens ein, idealerweise jedoch mehrere
Überströmkanäle für das dampfförmige Arbeitsmedium angebracht. Die Bauhöhe der Doppelbundhülse
ist dabei kleiner als der Abstand zwischen Einlass und Auslass der Überströmkanäle.
Der innerhalb der Doppelbundhülse beweglich geführte Kolben hat seinerseits eine geringere
Bauhöhe als der Abstand zwischen den innenliegenden Kanten der Doppelbundhülse aus
vertikaler Sicht. Der maximale Gesamthub der Kolben-Doppelbundhülsen-Kombination ergibt
sich somit aus dem freien Bewegungspiel der Doppelbundhülse zwischen den Endanschlägen
addiert zum axialen Bewegungsspiel des Kolben innerhalb der Doppelbundhülse.
[0017] Vorzugsweise kommen für Kolben und Doppelbundhülse Materialien mit geringem Eigengewicht,
der Verträglichkeit mit dem eingesetzten Arbeitsmedium, einer der Einsatz-temperatur
der Heatpipe-Wärmekraftmaschine gewählten Temperaturbeständigkeit sowie geringen Reib-
und Slipstick-Werten zum Einsatz. Neben möglichen metallischen Materialien stellen
hier wegen guter Bearbeitungseigenschaften auch Kunstoffe, wie beispielweise unter
den Markennamen "Iglidur®" vom Hersteller igus oder "Vespel®" von DuPont™, ideale
Alternativen dar.
[0018] Weiterhin sollte das Kolben- sowie Doppelbundhülsen-Zylinderspiel der erfindungsgemäßen
Heatpipe-Wärmekraftmaschine eine Spaltbreite von beispielsweise 0,1 bis 0,15 mm betragen,
um oberhalb der Kolben-Doppelbundhülsen-Kombination anfallendes Arbeitsmedium in flüssiger
Form in Richtung warmer Zone passieren zu lassen und dieses gleichzeitig als Gleitfilm
zu nutzen. Idealerweise verringert das Einbringen von Nuten in den Umfang des Kolben
dessen Reibungsverluste und stellt den Gleitfilm sicher. Eine schlitzen, beispielsweise
in schräger Form, der Doppelbundhülse erleichtert dabei die Produktion der Kolben-Doppelbundhülsen-Kombination.
[0019] Vorzugsweise wird das an der kalten Zone der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
kondensierende Arbeitsmedium durch eine Verbindung außerhalb des Zylinder zur Unterseite
der Kolben-Doppelbundhülsen-Kombination in der Form geleitet, dass die Öffnung der
Verbindungsleitung unmittelbar oberhalb des unteren Endanschlag in den Zylinder eingebracht
ist. Die aus Sicht der kalten Zone untere Öffnung des oder der Überströmkanal/-äle
sollte dabei aus axialer Sicht geringfügig, beispielsweise 1-2 mm, weiter unten beginnen.
Durch diese Variante der Kondensat-Rückführung wird eine unkontrollierte Ansammlung
von Kondensat oberhalb des Kolben unterbunden. Weiterhin ist sichergestellt, dass
ein Druckausgleich über die Kondensat-Leitung zum oberen Raum der Heatpipe-Wärmekraftmaschine
nicht frühzeitig erfolgt, sondern idealerweise erst dann, wenn der Kolben mit der
beweglichen Doppelbundhülse die obere Position erreicht hat.
[0020] Idealerweise wird die Strömungssteuerung der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
in der Art ausgeführt, dass zu Beginn des zyklischen Prozess die Kolben-Doppelbundhülsen-Kombination
auf dem unteren, der warmen Zone zugewandten Endanschlag, als Ausgangsposition aufliegt.
Zu diesem Zeitpunkt sind alle Überströmkanäle sowie sonstige Zu- oder Ableitungen
des Raums der warmen Zone zugewandten Kolbenunterseite verschlossen. Somit entsteht
durch die Verdampfung des flüssigen Arbeitsmedium an der warmen Zone ein entsprechender
Dampfdruck in Abhängigkeit des gewählten Arbeitsmedium und der Temperatur der heißen
Zone. Gleichzeitig nimmt der Dampfdruck oberhalb des Kolben durch Kondensation des
dampfförmigen Arbeitsmedium an der kalten Zone ab.
[0021] Diese zeitweise Trennung der Räume der kalten sowie warmen Zone stellt einen entscheidenden
Unterschied zur ursprünglichen als reines Wärmeleitrohr eingesetzten Heatpipe-Prinzip
dar, welches häufig auch als quasi isotherm im Bereich der adiabatischen Zone zwischen
Wärmequelle und Wärmesenke betrachtet wird. Die erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine
unterbricht die Verbindung der Räume der kalten sowie warmen Zone zyklisch und erlaubt
hierdurch das Entstehen einer nennenswerten Temperaturdifferenz der beiden Dampfräume,
was entsprechend der Dampfdruckkurve des eingesetzten Arbeitsmedium in einem Druckunterschied
beider Räume resultiert. Diese Druckdifferenz wird erfindungsgemäß zur Erzeugung von
Bewegung durch einem Kolben genutzt.
[0022] Der Dampfdruckunterschied der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine zwischen
der warmen Zone sowie der kalten Zone zugewandten Kolbenseite starten die Kolbenbewegung
in Richtung kalter Zone. Für die in dieser Ausführungsvariante gewählte Feder, welche
zwischen der oberen Kolbenseite und der Zylinderwand der kalten Zone leicht vorgespannt
installiert ist, wird eine Federkonstante gewählt, welche bezogen auf den Gesamthub
des Kolben beispielsweise eine Federkraft von ca. 10 % in Bezug auf die Kraft des
Kolben bei den erwarteten Betriebsbedingungen hat. Diese ergeben sich annähernd durch
die Auswahl des Arbeitsmedium, der Kolbenfläche in axialer Richtung sowie den Temperaturen
der kalten sowie der warmen Zone. Als Basis dient unter anderem die Dampfdruckkurve
des gewählten Arbeitsmedium.
[0023] Die Kolbenbewegung in Richtung kalter Zone spannt idealerweise die Feder und speichert
somit Bewegungsenergie bis zum Endpunkt der Bewegung des Kolben in Richtung kalter
Zone. Aufgrund des größeren Slipstick der Doppelbundhülse im Zylinder gegenüber des
Gleitreibungshaftwertes des Kolben innerhalb der Doppelbundhülse verbleibt die Hülse
solange in ihrer Ausgangsposition, bis der Kolben seine Aufwärtsbewegung bis an den
oberen der kalten Zone zugewandten Bundsteg der Doppelbundhülse ausgeführt hat.
[0024] Anschließend wird auch die Doppelbundhülse durch den immer noch auf die Kolbenunterseite
wirkenden Überdruck durch den Kolben in Richtung kalter Zone bewegt. Diese Bewegung
dauert an, bis die der warmen Zone zugewandte/n Überströmungs-Kanalöffnungen des Zylinder
durch die Doppelbundhülse freigegeben werden. Ein oberer Endanschlag der erfindungsgemäßen
Heatpipe-Wärmekraftmaschine sowie eine Phase an der dem Zylinder zugewandten Kante
der Doppelbundhülse auf Seiten der kalten Zone verhindern ein vollständiges Schließen
der Überströmkanäle durch die Doppelbundhülse.
[0025] Erfindungsgemäß wird durch die Freigabe der Überströmkanäle ein Druckausgleich in
Richtung kalter Zone ausgeführt. Während dieses Druckausgleiches nimmt die Druckdifferenz
zwischen dem Raum an der Kolbenober- sowie Kolbenunter-Seite ab. Die in der Feder
gespeicherte Bewegungsenergie wird nun aufgrund des geringer werdenden Gegendruck
von der Kolbenunterseite durch Druckausgleich dazu genutzt, den Kolben in der Doppelbundhülse
in Richtung warmer Zone zu drängen. Dies führt zu einem weiter anhaltenden Druckausgleich
durch die Überströmkanäle durch den durch die Federkraft anhaltenden Überdruck auf
der der warmen Zone zugewandten Kolbenseite. Durch den Anschlag des Kolben an dem
der warmen Zone zugewandten Bundsteg der Doppelbundhülse wird diese Hülse ebenfalls
in Richtung warmen Zone bewegt und verschließt somit schließlich die Überströmkanäle.
[0026] Das Schließen der Überströmkanäle der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
trennt somit die Verbindung der Räume ober- sowie unterhalb des Kolben, so dass die
Kolben-Doppelbundhülsen-Kombination ihren unteren Endpunkt sowohl durch Druckanstieg
auf der Unterseite, Druckabfall auf der der kalten Zone zugewandten Kolbenseite sowie
den unteren Endanschlag erreicht. Der Bewegungszyklus ist somit abgeschlossen und
beginnt von Neuem.
[0027] Der Grundgedanke der Erzeugung von Bewegung eines in einer geschlossenen Heatpipe-Konstruktion
zyklisch ablaufenden Prozess auf Basis von Temperaturunterschieden ist somit durch
die erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine umgesetzt. Grundsätzlich ist die
Funktion bei geeigneter Wahl der Materialien und des Arbeitsmedium in einem weiten
Temperaturbereich möglich, der beispielsweise auch weit unterhalb von 0°C oder weit
darüber liegen kann. Nachfolgende Varianten basieren auf dieser bisher beschrieben
Grundvariante der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine.
[0028] Eine weitere bevorzugte Variante der Erfindung ist es, die Bewegungsenergie des Kolben,
nachfolgend Kolben 1 genannt, zu nutzen, um eine Zone erhöhten Temperaturniveaus an
der Heatpipe-Wärmekraftmaschine zu erzeugen, welche oberhalb der Temperatur der warmen
Zone liegt, um diese beispielsweise für Heizzwecke zu nutzen. Hier ist keine weitere
Zufuhr von Energieformen wie elektrischer oder mechanischer Energie notwendig außer
der an der Wärmequelle sowie Wärmesenke der Heatpipe-Wärmekraftmaschine bestehenden
Temperaturdifferenz.
[0029] Es ist bevorzugt hierzu im Bereich der kalten Zone einen weiteren, im Durchmesser
kleineren Zylinder als den der Grundvariante, beispielsweise in axialer Richtung aus
Sicht des Kolben 1 der Grundvariante, zusätzlich in die erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine
einzubringen.
[0030] Weiterhin wird in dieser bevorzugten Variante der Erfindung ein zusätzlicher, im
Durchmesser auf den kleineren Zylinder angepasster, Kolben, nachfolgend Kolben 2 genannt,
mit einer Verbindung zum ursprünglichen Kolben 1 in der Art angebracht, dass in der
obersten Position des Kolben 1 auch der kleine Kolben 2 im neuen zusätzlichen Zylinder
an seiner obersten Position steht und der Zylinderraum oberhalb des kleineren Kolben
2 zu diesem Zeitpunkt sein minimales Volumen während des zyklischen Prozess aufweist.
[0031] Idealerweise ragt der kleinere zusätzlich eingebrachte Zylinder soweit in den Raum
der kalten Zone, dass der zusätzliche eingebrachte bewegliche Kolben 2 zum dem Zeitpunkt,
an dem sich der größere Kolben 1 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
am unteren, der warmen Zone am nächsten liegenden, Endanschlag befindet, mit seiner
gesamten Lauffläche des Kolben 2 gerade noch vom zusätzlichen kleineren Zylinder umhüllt
ist. Dies stellt sowohl die Aufrechterhaltung eines Gleitfilm sicher und verhindert
ebenfalls eine Blockade der Doppelkolben-Konstruktion. Zur Führungshilfe der Feder
kann es hilfreich sein diesen Zylinder auch noch weiter in Richtung warmer Zone zu
verlängern.
[0032] Der Kolben 2 der erfindungsgemäßen Variante der Heatpipe-Wärmekraftmaschine weist
ebenfalls ein Kolben-Zylinderspiel von beispielsweise 0,1 mm auf, um geringe Mengen
Kondensat als Gleitfilm zwischen Zylinderwand und Kolben 2 passieren zu lassen und
gleichzeitig eine ausreichende Abdichtung des oberhalb vom Kolben 2 vorhandenen Raum
zu gewährleisten.
[0033] Erfindungsgemäß wird innerhalb der geschlossenen Heatpipe-Wärmekraftmaschine mindestens
ein Kondensat-Ablauf seitlich in den zusätzlichen kleineren Zylinder eingebracht,
um eine Ansammlung verflüssigten Arbeitsmediums oberhalb des Kolben 2 zu verhindern.
Die Position des Kondensat-Ablauf wird so gewählt, dass bei Erreichen der unteren
Position des Kolben 2 die Öffnung des Kondensat-Ablauf zum Ablauf von verflüssigtem
Arbeitsmedium freigegeben wird. Je nach Dimension und Einsatzbedingungen sind mehr
als ein Kondensat-Ablauf am kleineren Zylinder anzubringen, um die Ableitung des Kondensat
sicher zu stellen. Das kondensierte Arbeitsmedium wird über einen Stehkragen des Zylinder
des Kolben 1 zur Kondensat-Sammelstelle geleitet. Somit wird einer Ansammlung von
Kondensat auch oberhalb des Kolben 1 entgegen gewirkt.
[0034] Der Raum oberhalb vom kleineren Kolben 2, welcher angetrieben wird durch die Kraft
des größeren Kolben 1, dient zur Kompression von Teilen des, über mindestens eine
über ein Kugelventil selbsttätig gesteuerte Ansaugleitung, zugeführten dampfförmigen
Arbeitsmedium. Die Öffnung der Ansaugleitung in der Zylinderwand unmittelbar oberhalb
des unteren Endanschlag der Doppelbundhülse wird ebenfalls, wie die Überströmkanäle
auch, durch die Doppelbundhülse realisiert. Dies sichert erfindungsgemäß ab, dass
der Ansaugkanal nicht ungewollt sondern erst kurz vor Eintreten der Abwärtsbewegung
des Kolben 1 und 2 in Richtung warmer Zone öffnet.
[0035] Eine weitergehende Verbesserung der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
wird durch das Einsetzen eines Kugelventil möglichst nahe dem Raum oberhalb Kolben
2 erreicht. Das zu Beginn der Aufwärtsbewegung von Kolben 2 selbsttätig durch die
Schwerkraft der Kugel sowie die Dampfströmung schließende Kugelventil verkleinert
den Kompressionsraum oberhalb des Kolben 2 und erlaubt somit die Konzentration der
durch die Kompression des oberhalb des kleinen Kolben 2 eingeschlossenen dampfförmigen
Arbeitsmedium auf kleinerem Raum hauptsächlich oberhalb des Kolben 2. Hier kann somit
Wärmeenergie erhöhten Temperaturpotentials durch Kompression beispielweise mit Flüssigkeitswärmetauschern
entnommen werden.
[0036] Eine weitere bevorzugte Variante der Erfindung ist der Betrieb zur Stromerzeugung
mit Hilfe einer mit dem Kolben 1 gekoppelten Vorrichtung zum Betrieb eines Stromgenerator
beispielsweise in Form mindestens eines Lineargenerator. Hierbei werden PermanentMagneten
nahe der äußeren Zylinderwand in der Heatpipe durch den Kolbentrieb zyklisch hin und
her bewegt. Außerhalb der hermetisch geschlossenen Heatpipe-Wärmekraftmaschine werden
erfindungsgemäß beispielsweise die Wicklungen mit Joch zur Induktion elektrischer
Energie angebracht. Der weitgehend druckdichte Kolben 2 entfällt in der vorher genannten
Form und wird entsprechend lediglich als zweiter Führungskolben mit ausreichend großen
Öffnungen für das Durchströmen des dampfförmigen Arbeitsmedium im Zylinder der Transportzone
realisiert. Die Federkonstante der eingesetzten Feder muss hier neu bestimmt und berücksichtigt
werden.
[0037] Allen bisher aufgeführten Varianten der Heatpipe-Wärmekraftmaschine ist einschränkend
gemeinsam, dass die für den Kreisprozess erforderliche kalte und warme Zone direkt
ober- bzw. unterhalb der Kolben-Doppelbund-Hülsenkombination in axialer Richtung angebracht
ist, was konstruktiv aufwendig sein kann. Weiterhin bedingt die für die kalte Zone
erforderliche Kondensationsfläche ein sich auf die Effizienz der Heatpipe-Wärmekraftmaschine
negativ auswirkendes, relativ großes, Volumen der dem Kolben 1 zugewandten kalten
Zone. Ebenfalls wären flexiblere Positionen von kalter und warmer Zone für den praktischen
Einsatz von Vorteil. Die für den Rücktransport des flüssigen Arbeitsmedium zur warmen
Zone erforderliche Höhendifferenz in axialer Richtung zwischen der Flüssigkeitsgrenze
des sich im unteren Bereich der kalten Zone eingesetzten Stehkragen sammelnden flüssigen
Arbeitsmedium und dem vor dem unteren Endanschlag der Doppelbundhülse, aus axialer
Sicht, in den Raum eintretenden Flüssigkeits-Einlass bedingt, unter Berücksichtigung
der Federkonstante der eingesetzten Feder sowie der Dichte des Arbeitsmedium, eine
Mindestbauhöhe zwischen den unteren Endanschlägen der Doppelbundhülse und dem Stehkragen,
addiert zur Bauhöhe der kalten Zone. Dies verursacht ein hohes Gewicht der Doppel-Kolben-Konstruktion
und resultiert in einem großen Volumen auf Seiten der kalten Zone des Kolben 1.
[0038] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine stellt
daher die Verwendung von externen Wärmetauschern sowohl für die kalte wie auch für
die warme Zone dar. Eine Dimensionierung von Verdampfungs- sowie Kondensations-Fläche
und somit von Leistungs-Parametern der Heatpipe-Wärmekraftmaschine ist so einfach
und kostengünstig möglich. Während der oder die Verdampfer der warmen Zone, aus vertikaler
Sicht, etwa auf Höhe der Flüssigkeitsgrenze der warmen Zone zu positionieren sind
und das dampfförmige Arbeitsmedium unterhalb des Kolben 1 im Bereich der warmen Zone
zugeführt wird, kann der oder die Kondensator/-en der kalten Zone horizontal und vertikal
frei positioniert sein, solange die Flüssigkeitssäule in der Rücklaufleitung vom Kondensator
hin zum Flüssigkeits-Einlass, oberhalb des unteren Endanschlag der Doppelbundhülse,
ihre Mindesthöhe, unter Berücksichtigung der Federkonstante der eingesetzten Feder
sowie der Dichte des Arbeitsmedium, von beispielsweise 40 cm aus vertikaler Sicht
erreichen kann, ohne das sich Kondensat im Kondensator aufstaut. Der Kondensator ist
dabei idealerweise in Richtung der Flüssigkeitsleitung geneigt.
[0039] Zur weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist mindestens eine Verbindung vom Volumen,
aus axialer Sicht, oberhalb des Kolben 1 zum Kondensator für die Zuführung des gasförmigen
Arbeitsmedium zum Kondensator angebracht. Durch den Kondensations-Prozess im externen
Kondensator wird somit der Dampfdruck entsprechend der Dampfdruckkurve des Arbeitsmedium
im Bereich des Kondensator verringert, was sich und über die Verbindung zum Raum oberhalb
des Kolben 1 dort ebenfalls in Form der Verringerung des Dampfdruck auswirkt.
[0040] Der, aus axialer Sicht, oberhalb des Kolben direkt im Gehäuse der Erfindung fehlende
Kondensator, welcher in dieser Variante nach extern verlagert ist, ermöglicht es,
das Volumen oberhalb des Kolben 1, in seiner obersten Position aus axialer Sicht,
auf ein Minimum zu reduzieren sowie das Verbindungselement zu einem beispielsweise
Kolben 2 zu verkürzen und im Gewicht zu verringern, was insgesamt die Effizienz der
Heatpipe-Wärmekraftmaschine erfindungsgemäß erhöht.
[0041] Auch in dieser Variante der Erfindung stellt sich über den Temperaturunterschied
des/der Verdampfer der warmen Zone sowie des/der Kondensator/-en der kalten Zone somit
ein Dampfdruckunterschied zwischen den beiden Arbeitsräumen des Kolben 1 ein, welcher
über die dann ausgelöste Aufwärtsbewegung des Kolben 1 aus axialer Sicht anschließend
über den Anschlag des Kolben 1 am oberen Rand der Doppelbundhülse diese ebenfalls
aufwärts drückt und somit den/die Überströmkanal/-äle freigibt. Während der gesamten
Aufwärtsbewegung der Kolben-Doppelbundhülsen-Kombination wird mechanische Arbeit zur
Spannung der Feder sowie mechanische Energie am, mit dem Kolben 1 verbundenen, Verbindungselement
bereit gestellt, welche erfindungsgemäß genutzt wird.
[0042] Weiterhin ist auch in dieser Variante der Heatpipe-Wärmekraftmaschine die Kondensat-Leitung,
aus axialer Sicht etwas oberhalb, beispielsweise 1 bis 2mm höher als der untere Auslass
des/der Überströmkanal/-äle am Zylinder angebracht, so dass der Druckausgleich zum
Raum oberhalb des Kolben 1 und somit eine Druckzunahme im Kondensator erfolgen kann
und bei anschließender Öffnung der Kondensat-Leitung, bei Aufwärtsbewegung der Doppelbundhülse,
Kondensat unterhalb des Kolben 1 einlaufen kann.
[0043] Erfindungsgemäß wird der absolute obere Endanschlag für die Aufwärtsbewegung der
Doppelbundhülse, in dieser Variante der Heatpipe-Wärmekraftmaschine, durch das sich
im Durchmesser verkleinerte Zylindergehäuse, aus axialer Sicht oberhalb des Kolben
1, realisiert. Der beginnende Druckausgleich bei Freigabe des/der Überströmkanal/-äle
sowie der Gegendruck der Feder sollten idealerweise in der Form abgestimmt werden,
dass ein Anschlag der Doppelbundhülse am oberen Endanschlag möglichst unterbleibt.
[0044] Der nun über den/die Überströmkanal/-äle beginnende Druckausgleich des bestehenden
Druckunterschied zwischen den Räumen oberhalb und unterhalb des Kolben 1 wird erfindungsgemäß
ausgeführt, bis die Federkraft der Feder ausreicht, um den Kolben 1 innerhalb der
Doppelbundhülse solange in Richtung warmer Kolbenseite zu drängen, bis dieser die,
aus axialer Sicht, untere Kante der Doppelbundhülse erreicht und diese ebenfalls nach
unten drängt, bis der/die Überströmkanal/-äle verschlossen sind.
[0045] Idealerweise sind die der Unterseite des Kolben 1 zugewandten Endanschläge in einem
solchen Abstand zum Auslass des/der Überströmkanal/-äle angebracht, dass bei anhaltendem
Temperaturunterschied zwischen warmer und kalter Zone der Heatpipe-Wärmekraftmaschine
die Doppelbundhülse die unteren Endanschläge nicht erreicht, sondern bereits vor Erreichen
dieser Endanschläge durch den sich wieder aufbauenden Druckunterschied zwischen Kolben-Ober-
und Kolben-Unter-Seite von Kolben 1, der Kolben 1 in Richtung kalter Zone innerhalb
der Doppelbundhülse gedrängt wird.
[0046] Erfindungsgemäß unterbleiben so im Regelbetrieb der Heatpipe-Wärmekraftmaschine direkte
Anschläge der Doppelbundhülsen-Kolbenkombination an Gehäuse-Teilen, was in Kombination
mit dem Verzicht auf bewegte Ventilteile einen geräuscharmen Betrieb ermöglicht.
[0047] Auch in dieser Variante der Erfindung ist somit ein durch Temperaturunterschied von
warmer und kalter Zone der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine selbsttätig
ablaufender Prozess realisiert und der Zyklus abgeschlossen, so dass dieser bei bestehendem
Temperaturunterschied zwischen kalter und warmer Zone von vorne beginnt.
[0048] Eine erfindungsgemäße Variante der Nutzung der durch die Erfindung bereit gestellten
mechanischen Energie an Kolben 1 besteht in der in einem zweiten Kreislauf über den
Kolben 2 realisierten Kreislauf zur Kompression von gasförmigen Arbeitsmedium. Über
2 Ventile, wie beispielsweise Kugelventile, angebracht an Einlass und Auslass des
Arbeitsraum oberhalb des Kolben 2, mindestens einen Verdampfer, mindestens ein Drosselorgan,
mindestens ein Kondensator sowie der Verbindung der genannten Komponenten, wie in
Kältekreisläufen beispielsweise von Kühlmaschinen oder Wärmepumpen bekannt, wird die
von Kolben 1 gelieferte mechanische Energie zur Verrichtung von Kompressionsarbeit
mit Kolben 2 im genannten Kreislauf, nachfolgend Kreislauf 2 genannt, genutzt.
[0049] Somit besteht erfindungsgemäß die Möglichkeit die Heatpipe-Wärmekraftmaschine zu
Kühlzwecken mit Hilfe der am Verdampfer des Kreislauf 2 zur Verfügung gestellten Kälteleistung
zu nutzen oder alternativ die am Kondensator von Kreislauf 2 bereit gestellte Wärmeenergie,
beispielsweise zu Heizzwecken, zu nutzen.
[0050] Weiterhin kann, je nach genanntem Einsatzzweck, Kühlung oder Heizung, aufgrund des
Verdichtungs-Übersetzungsverhältnis der Kolben 1 und 2 am Verdampfer des Kreislauf
2 eine geringere Temperatur als die an der kalten Zone und am Kondensator des Kreislauf
2 eine höhere Temperatur als die am Verdampfer der Heatpipe-Wärmekraftmaschine abgegriffen
werden. Somit kann den Wirkungsgrad steigernd, beim Einsatz zu Kühlzwecken, die Wärmeleistung
am Kondensator des Kreislauf 2 über Wärmetauscher dem Verdampfer der Heatpipe-Wärmekraftmaschine
zugeführt werden. Beim Einsatzzweck Heizen kann Wirkungsgrad steigernd die Kälteleistung
des Verdampfer von Kreislauf 2 dem Kondensator der Heatpipe-Wärmekraftmaschine zugeführt
werden.
[0051] Die Verlagerung von Kondensator und Verdampfer der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
nach extern erlaubt es, den thermischen Wirkungsgrad steigernd, weiterhin die thermische
Isolierung aller übrigen Komponenten außer den Verdampfer- sowie Kondensator-Elementen.
[0052] Eine weitere bevorzugte Variante der Erfindung ist die Ausführung als Heatpipe-Wärmekraftmaschine
mit kapillarkraftgetriebenem Kondensat-Transport. Dabei ist eine Kapillarstruktur,
welche beispielsweise an der Innenseite des Zylinder von Kolben 1, wie unter den Bezeichnungen
"Mesh", "Groove" oder "Sinter" bekannt, realisiert wird, für den Kondensat-Transport,
in Grenzen auch gegen die Schwerkraft, verantwortlich. Die kapillarkraftgetriebene
Variante der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine wird, wie die Grundvariante
der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine oder ihrer Untervarianten betrieben.
Unterschiedlich ist hier lediglich der Kondensattransport durch den beispielsweisen
Einzug eines glatten Innen-Zylinderrohr zur Sicherstellung eines druckdichten und
verschleißarmen Betrieb der Kolben-Doppelbundhülsen-Kombination im Zylinderbereich.
Die Konstruktion des Innenrohr muss den Flüssigkeits- sowie Dampf-Transport gerade
im Bereich der Wärmesenke sowie der Wärmequelle, wie bei kapillarkraftgetriebenen
Heatpipes bekannt, sicher stellen.
[0053] Weiterhin muss, systembedingt, bei umgekehrter Lage der kalten und warmen Zone einer
erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine mit kapillarkraftgetriebenem Kondensat-Transport,
auch die Konstruktion aus Kolben-Doppelbundhülse und Feder in umgekehrter Richtung
in der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine eingebracht sein. Die Feder und/oder
weitere Maßnahmen zum Rückstellen der Kolben-Doppelbundhülsen-Kombination liegen üblicherweise
somit auf Seiten der kalten Zone der Heatpipe-Wärmekraftmaschine. Die Vorspannung
in Ausgangslage von Kolben 1 sowie Federkonstante der eingesetzten Feder ist je nach
Einsatzzweck der Erfindung in der Form anzupassen, dass die Rückstellung der Kolben-Doppelbundhülse-Kombination
in ihre Ausgangslage bei den jeweiligen Betriebsbedingungen des vorgesehenen Einsatzzweck
sicher gestellt ist.
[0054] Als weitere Variante sind auch Mechanismen wie beispielweise Zugfedern auf Seiten
der warmen Zone möglich. Der konstruktive Aufwand steigt hier jedoch, wobei durch
eine Verlagerung des Rückstellmechanismus, in Form beispielsweise mindestens einer
Zugfeder auf Seite der warmen Zone, das sogenannte Totraum-Volumen des Gasraum auf
der der Wärmesenke zugewandten Kolbenseite idealerweise verringert ist.
[0055] In einer weiteren bevorzugten Variante einer Heatpipe-Wärmekraftmaschine mit kapillarkraftgetriebenem
Kondensat-Transport wird die Wärmesenke als externer Kondensator ausgeführt, was sich
auch in dieser Variante der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine in der Verringerung
des Totraum-Volumen des Gasraum auf der der Wärmesenke zugewandten Kolbenseite und
dadurch wirkungsgradsteigernd auswirkt. Der externe Kondensator ist auch in dieser
Variante der Erfindung in Richtung Kondensat-Einlass-Öffnung zu neigen, um den Kondensatablauf
sicher zu stellen.
[0056] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine mit
kapillarkraftgetriebenem Kondensat-Transport stellt die Verwendung eines externen
Kondensator als Wärmesenke dar, welcher im Bereich der Kondensationsfläche des Kondensator
und der Verbindung zur Kapillarstruktur zwischen Innen- und Außenwand der kapillarkraftgetriebenen
Heatpipe-Wärmekraftmaschine ebenfalls eine Kapillarstruktur, wie beispielsweise unter
den Bezeichnungen "Mesh", "Groove" oder "Sinter" bekannt, aufweist. Diese Variante
der Heatpipe-Wärmekraftmaschine mit kapillarkraftgetriebenem Kondensat-Transport ermöglicht,
bei entsprechender Dimensionierung der Kapillarstruktur, einen lage- sowie schwerkraft-unabhängigen
Betrieb.
[0057] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine mit
kapillarkraftgetriebenem Kondensat-Transport stellt die Variante mit externem Verdampfer
als Wärmequelle dar. Der an der Kondensationsfläche mit Kapillarstruktur ausgestattete
Kondensator ist über die in dieser Variante der Erfindung komplett mit Kapillarstruktur
gefüllte Verbindung mit dem ebenfalls mit Kapillarstruktur ausgestatteten Verdampfer
verbunden. Der Verdampfer ist seinerseits mit dem Gasraum der der Wärmequelle zugewandten
Seite des Kolben 1 verbunden. Ein direkter Dampfdruckausgleich zwischen kalter Zone
in Form des Kondensator und warmer Zone in Form des Verdampfer ist in dieser Variante
der Erfindung durch die beispielsweise unter "Mesh" oder "Sinter" bekannte Kapillarstruktur
in der Verbindung zwischen Kondensator und Verdampfer unterbunden.
[0058] Die Verlagerung auch der warmen Zone, in Form eines ebenfalls mit der Kapillarstruktur
verbundenen Verdampfer, nach extern macht den Einzug eines Innen-Zylinder und der
zwischen Innen- und Außen-Zylinder sonst für den Kondensat-Transport notwendigen Kapillarstruktur
überflüssig. Die Verdampfungs- sowie Kondensations-Leistung kann so flexibel dimensioniert
werden und der Aufbau der Gesamt-Konstruktion, trotz lage- sowie schwerkraft-unabhängiger
Einsatzmöglichkeit, stark vereinfacht werden. Die Dimensionierung des Volumen der
Kapillarstruktur in Verdampfer, Kondensator und deren Verbindung ist zu berücksichtigen,
um im gesamten Temperatureinsatzbereich der Erfindung eine ausreichende Kondensatmenge
zur fortlaufenden Verdampfung sicher zu stellen. Die Möglichkeit der Zuführung von
beispielsweise durch Kompressionsarbeit zusätzlich anfallender Wärmeenergie im oder
am der warmen Zone zugewandten Gasraum bleibt weiterhin bestehen.
[0059] Eine weitergehende Verbesserung der Effizienz der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
wird bei Varianten mit kapillarkraftgetriebenem Kondensat-Transport durch das Verlegen
der Öffnung der Verbindung zum externen Kondensator aus dem Gasraum der kalten Zone
an eine Position seitlich am Hauptzylinder, nahe den aus axialer Sicht der kalten
Zone zugewandten Endanschläge, erreicht. Die während der Überströmphase geleistete
Kondensationsleistung im externen Kondensator bleibt durch diese Maßnahme für die
anschließende Arbeitsphase in Form von Unterdruck gegenüber dem Gasraum der kalten
Zone im Hauptzylinder im Bereich des extern verlagerten Kondensator gespeichert, bis
die Doppelbundhülse die Öffnung zum Kondensator zum Ende der Überströmphase freigibt.
[0060] Auch in den Varianten der Erfindung mit kapillarkraftgetriebenem Kondensattransport
besteht die Möglichkeit, die erzeugte mechanische Energie, über beispielsweise Lineargeneratoren,
zur Erzeugung elektrischer Energie auf Basis thermischer Energie zu nutzen.
[0061] Unabhängig der Varianten der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine gelten
auch für diese Erfindung die Gesetze des Carnot Kreisprozess und die in diesem Zusammenhang
definierten Zusammenhänge möglichen Wirkungsgrades von Wärmekraftmaschinen sowie den
Definitionen von Exergie und Anergie-Anteilen unter Berücksichtigung von Temperaturdifferenzen
sowie absoluter Temperatur. Allgemein erhöht sich danach, wie üblich bei Wärmekraftmaschinen,
der mögliche Wirkungsgrad mit Erhöhung der Temperaturdifferenz zwischen warmer und
kalter Zone. Bei geeigneter Wahl des Arbeitsmedium ist bei gleicher Temperaturdifferenz
aber niedrigerer absoluter Einsatz-Temperatur noch eine Steigerung des Wirkungsgrad
erreichbar. Unabhängig vom Wirkungsgrad liegt die Leistungsausbeute aufgrund der durch
Heatpipes übertragbaren Leistungsdichte in einer für den gewerblich nutzbaren Bereich.
[0062] Der Grundgedanke einer kostengünstigen, mit wenig bewegten Teilen, auf bestehenden
Prinzipien beruhenden und mit gewöhnlichen Komponenten zu realisierenden Heatpipe-Wärmekraftmaschine
für den gewerblichen Einsatz kann in allen Ausführungen der vorgeschlagenen Erfindung
umgesetzt werden. Die erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine kann vorzugsweise
als schwerkraftgetriebene Zwei-Phasen-Thermosiphon- oder aber als kapillarkraftgetriebene
Heatpipe-Wärmekraftmaschine ausgeprägt und hergestellt werden. Die Kombination der
Merkmale kostengünster Aufbau, brauchbare Leistungsdichte sowie ein durch lediglich
thermische Energie gekennzeichneter Antrieb kennzeichnen die erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine.
[0063] Die erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine, welche vom Grundsatz als eine Wärmekraftmaschine
betrachtet werden kann, eignet sich idealerweise für Wärme-Kraft-Kopplung in kleinen
wie auch mittelgroßen Anlagen, dezentrale Energieversorgungen sowohl thermischer wie
auch elektrischer Art in einem weiten Temperatureinsatzbereich. Beispielsweise seien
Heizanlagen in Verbindung mit Erdwärme, jegliche Abwärme-Nutzung auch zur Stromproduktion,
die Nutzung von Sonnenenergie beispielsweise mit Zwischenspeicherung thermischer Energie
oder der Einsatz zu Kühlungszwecken sogar lage- sowie schwerkraft-unabhängig genannt.
Die möglichen Einsatzgebiete sind extrem vielfältig. Die Rentabilität ist durch prinzipiell
wartungsfreien Betrieb und Nutzung vorhandener Temperaturdifferenzpotentiale sicher
gestellt.
[0064] Anhand nachfolgender Zeichnungen wird die Erfindung an den dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der Ausführungsbeispiele, der Erfindung sowie den beigefügten Zeichnungen
mit den Ansprüchen.
Fig. 1 eine Heatpipe-Wärmekraftmaschine der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 eine Anordnung einer Heatpipe-Wärmekraftmaschine der vorliegenden Erfindung.
Fig. 3 eine Anordnung einer Heatpipe-Wärmekraftmaschine der vorliegenden Erfindung.
Fig. 4 eine Anordnung einer Heatpipe-Wärmekraftmaschine der vorliegenden Erfindung.
[0065] Die
Fig. 1 zeigt die Anordnung einer hermetisch geschlossenen als Kolbenmotor ausgebildeten
erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1, mit einem Zylinder
21 und einer in dem Zylinder
21 beweglich gelagerten Doppelbundhülse
22, in welcher der beweglich geführte Kolben
13 gelagert ist. Der Kolben
13 ist über eine feste Verbindung
28 mit dem im Durchmesser kleineren als Kolben
13 ausgeprägten Kolben
5 verbunden. Die Kombination der Doppelbundhülse
22 sowie der Kolben
13 und
5 mit Verbindung
28 werden von Feder
29 unter definiertem Federdruck im Bereich der Endanschläge
15 und
24 in Richtung Wärmequelle
18 gedrückt.
[0066] Die in
Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 weist einen weiteren Zylinder
30, welcher im Durchmesser kleiner als der Haupt-Zylinder
21 ist sowie den Zylinderkopf
3 auf, in dem der Kolben
5 im Arbeitsraum
4 das durch Ansaugöffnung
2 eintretende dampfförmige Arbeitsmedium
16 verdichtet. In der Transportzone zwischen den Endanschlägen
24 und
15 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 sind die Überströmkanäle
23 mit den Öffnungen
12, 14 sowie
20 zum Überströmen des dampfförmigen Arbeitsmedium
16 eingebracht. Nahe den unteren der Wärmequelle nächstgelegenen Öffnungen
14 und
20 sind der Ansaugkanal
26 für dampfförmiges Arbeitsmedium
27 zur Füllung des Zylinderraum
4 sowie die Kondensat-Leitung
11 zur Rückführung des durch Kondensation verflüssigten Arbeitsmedium
16 aus der Kondensat-Sammelrinne
10, angebracht.
[0067] In
Fig. 1 ist dargestellt, dass sowohl am Zylinderkopf
3 wie auch an der Wärmesenke
9 während des Kondensationsprozess Wärmeenergie frei wird und Kondensat
7 entsteht. Das Kondensat von Zylinderraum
4 wird dabei über Leitung
6 der Sammelrinne
10 zugeführt. Die sogenannte Transportzone der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 und die Ansaugleitung
26 mit Kugelventil
31 ist mit Isoliermaterial
25 thermisch isoliert. Die erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 setzt eine Volumenänderung eines im Zylinderinneren
19 zwischen dem Kolben
13 und der Wärmequelle
18 befindlichen Arbeitsmedium
16 über den axial verschiebbaren Kolben
13 und der axial verschiebbaren Doppelbundhülse
22 in eine Aufwärtsbewegung der verbundenen Kolben
13 und
5 sowie der Doppelbundhülse
22 um.
[0068] Fig. 1 zeigt, dass die Aufwärtsbewegung von Kolben
13 und
5 zuerst erfolgt bis der Kolben
13 an den oberen Anschlag innerhalb der Doppelbundhülse
22 anstößt und diese dann ebenfalls in Richtung Wärmesenke
9 drückt. Feder
29 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 wird während der Bewegung des Kolben
13 in Richtung kalter Zone
9 gespannt. Die Aufwärtsbewegung des Kolben
13 und der Doppelbundhülse
22 wird beendet, sobald die Doppelbundhülse
22 die unteren Öffnungen
14 und
20 der Überströmungskanäle
23 durch seine Aufwärtsbewegung in Richtung kalter Zone
9 freigibt. Der Ausgleich der zwischen dem Raum
8 der kalten Zone und dem Raum
19 der warmen Zone zu diesem Zeitpunkt bestehenden Druckdifferenz beginnt durch die
Öffnung der Überströmungskanäle
23. Die durch diesen Ausgleich abnehmende Druckdifferenz senkt den Druck auf die der
warmen Zone
18 zugewandten Seite des Kolben
13 bis der Druck auf die Kolbenoberseite durch die Feder
29 überwiegt und diesen innerhalb der Doppelbundhülse
22 in Richtung warmer Zone
18 drängt.
[0069] Ist der Kolben
13 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 in
Fig. 1 am unteren Bund der Doppelbundhülse
22 angelangt, wird diese ebenfalls durch die Federkraft der Feder
29 sowie den Schwung der Masse der Kolben
13 sowie
5 und deren Verbindung
28 in Richtung warmer Zone
18 bis zur Schließung der unteren Öffnungen
14 und
20, jedoch maximal bis zum Endanschlag
15 gedrückt. Die Zuführung externer Wärmeenergie an der Wärmequelle
18 erzeugt bei bestehender Temperaturdifferenz zwischen Wärmesenke
9 und Wärmequelle
18 fortlaufend Dampf im Raum
19 während in Raum
8 ständig dampfförmiges Arbeitsmedium
16 kondensiert und somit der Dampfdruck abgebaut wird, was zu einer Druckdifferenz zwischen
den Räumen
19 und
8 führt. Dieser anhaltende thermodynamische Kreisprozess innerhalb der erfindungsgemäßen
Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 startet den Vorgang von Neuem, so dass ein zyklischer und selbstständig anlaufender
Bewegungsprozess realisiert ist.
[0070] Die
Fig. 2 zeigt die Anordnung einer hermetisch geschlossenen, als Kolbenmotor ausgebildeten
erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1, mit einem Zylinder
21 und einer in dem Zylinder
21 beweglich gelagerten Doppelbundhülse
22, in welcher der beweglich geführte Kolben
13 gelagert ist. Der Kolben
13 ist über eine feste Verbindung
28 mit dem im Durchmesser kleineren als Kolben
13 ausgeprägten Kolben
5 verbunden. Die Kombination der Doppelbundhülse
22 sowie der Kolben
13 und
5 mit Verbindung
28 werden von Feder
29 unter definiertem Federdruck im Bereich der Endanschläge
15 und
53 in Richtung des Gasraum
19 der warmen Zone gedrückt.
[0071] Die in
Fig. 2 dargestellte erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine 1 weist einen weiteren
Zylinder
30, welcher im Durchmesser kleiner als der Haupt-Zylinder
21 ist sowie den Zylinderkopf
3 auf, in dem der Kolben
5 im Arbeitsraum
4 das durch Ansaugöffnung
2 eintretende dampfförmige Arbeitsmedium
37 verdichtet. Im Bereich der Transportzone, nahe den Endanschlägen
53 und
15, der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 ist/sind der/die Überströmkanal/-äle
23 mit den Öffnungen
20 sowie
32 zum Überströmen des dampfförmigen Arbeitsmedium aus Raum
19 in den Raum
8 eingebracht.
[0072] Fig. 2 zeigt, aus axialer Sicht oberhalb der höchstgelegenen Position des Kolben
13 im Bereich des Raum
8, die Öffnung
46 der Verbindung
45 zur Zuleitung des gasförmigen Arbeitsmedium
41 zum externen Kondensator
42 als kalte Zone der Erfindung. Das im zur Verbindung
11 hin geneigten Kondensator
42 kondensierende Arbeitsmedium läuft in die Verbindung
11 ein und sammelt sich in dieser als Flüssigkeitssäule des kondensierten Arbeitsmedium
7 mit dem Flüssigkeitspegel
43. Bei Freigabe der Öffnung
14 durch die Doppelbundhülse
22 strömt somit, durch den zuvor ausgeführten Druckausgleich an Öffnung
46 sowie den Druck der Flüssigkeitssäule in Verbindung
11, das flüssige Arbeitsmedium
7 in den Raum unterhalb des Kolben
13 ein.
[0073] In
Fig. 2 weiterhin dargestellt ist das im, aus axialer Sicht unteren Bereich
18 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 gesammelte flüssige Arbeitsmedium
16, welches über die Verbindung
51 dem externen Verdampfer
50 zur Verdampfung mit Hilfe zugeführter Wärme-Energie zu dampfförmigem Arbeitsmedium
49 verdampft und über die Verbindung
48 und Öffnung
47 dem Raum
19, unterhalb des Kolben
13, zugeführt wird. Der Kreislauf des Arbeitsmedium
16 ist damit geschlossen.
[0074] Fig. 2 zeigt weiterhin, dass das sogenannte Totraum-Volumen von Volumen
8 oberhalb von Kolben
13 durch die Verlagerung der kalten Zone nach extern, in Form von Kondensator
42, reduziert wird und die Verbindung
28 in Länge und somit Gewicht ebenfalls reduziert ist, was die Effizienz der Heatpipe-Wärmekraftmaschine
erfindungsgemäß steigert. Weiterhin kann durch Verlagerung von Kondensator
42 und Verdampfer
50 nach extern die Erfindung flexibel eingesetzt werden.
[0075] In
Fig. 2 ist ebenfalls dargestellt, dass durch den Kolben
5, angetrieben von Kolben
13 über die Verbindung
28, den Zylinderraum
4, die Ventile
31 und
38, welche beispielweise als Rückschlagventile in Form von Kugelventilen ausgeprägt sind,
die Verbindungen
40 und
26, ein Drosselorgan
34, die Öffnungen
2 und
36 sowie Kondensator
35 und Verdampfer
33, je nach konstruktiver Auslegung, eine Kompressionskälte-Maschine oder alternativ
auch eine Wärmepumpe realisiert werden kann, welche mit Wärmeenergie als Energiequelle
angetrieben wird. Die nicht genutzte Energie von Kondensator
35 oder Verdampfer
36 wird dabei, je nach Einsatzzweck, wie in Kältemittelkreisläufen bekannt, über Wärmetauscher
dem Verdampfer
50 oder Kondensator
42 wirkungsgradsteigernd zugeführt.
[0076] Fig. 2 zeigt, dass die Aufwärtsbewegung von Kolben
13 und
5 zuerst erfolgt bis der Kolben
13 an den oberen Anschlag innerhalb der Doppelbundhülse
22 anstößt und diese dann ebenfalls in Richtung oberer Endanschlag
53 drückt. Feder
29 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 wird während der Bewegung des Kolben
13 in Richtung oberer Endanschlag
53 gespannt. Die Aufwärtsbewegung des Kolben
13 und der Doppelbundhülse
22 wird beendet, sobald die Doppelbundhülse
22 die unteren Öffnungen
20 und
14 des/der Überströmungskanal/-äle
23 sowie Kondensat-Zulauf
11 durch seine Aufwärtsbewegung in Richtung oberer Endanschlag
53 freigibt. Der Ausgleich der zwischen dem Raum
8 und dem Raum
19 zu diesem Zeitpunkt bestehenden Druckdifferenz beginnt durch die Öffnung des/der
Überströmungskanal/-äle
23. Der Ausgleich der zu diesem Zeitpunkt bestehenden Druckdifferenz zwischen Kolbenoberseite
und Kolbenunterseite von Kolben
13 wird fortgeführt, bis der Druck auf die dem Raum
8 zugewandten Kolbenoberseite des Kolben
13 durch die Feder
29 überwiegt und diesen innerhalb der Doppelbundhülse
22 in Richtung Raum
19 drängt.
[0077] Ist der Kolben
13 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 in
Fig. 2 am unteren Bund der Doppelbundhülse
22 angelangt, wird diese ebenfalls durch die Federkraft der Feder
29 sowie den Schwung der Masse der Kolben
13 sowie
5 und deren Verbindung
28 in Richtung Raum
19 bis zur Schließung der unteren Öffnungen
14 und
20, jedoch maximal bis zum Endanschlag
15, gedrückt. Die Zuführung externer Wärmeenergie an Verdampfer
50 erzeugt bei bestehender Temperaturdifferenz zwischen Wärmesenke
42 und Wärmequelle
50 fortlaufend Dampf im Raum
19, während in Kondensator
42 ständig dampfförmiges Arbeitsmedium
41 kondensiert und somit der Dampfdruck über Verbindung
45 auch in Raum
8 abgebaut wird, was zu einer Druckdifferenz zwischen den Räumen
19 und
8 führt. Dieser thermodynamische Kreisprozess innerhalb dieser Variante der erfindungsgemäßen
Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 startet den Bewegungs-Vorgang von Neuem, so dass ein zyklischer und selbstständig
anlaufender Bewegungsprozess realisiert ist.
[0078] Die
Fig. 3 zeigt die Anordnung einer hermetisch geschlossenen, als Kolbenmotor mit kapillarkraftgetriebenem
Kondensat-Transport ausgebildeten, erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1, mit einem Außen-Zylinder
21, einem Innen-Zylinder
54 und einer in dem Innen-Zylinder
54 beweglich gelagerten Doppelbundhülse
22, in welcher der beweglich geführte Kolben
13 gelagert ist. Der Kolben
13 ist über eine feste Verbindung
28 mit dem im Durchmesser kleineren als Kolben
13 ausgeprägten Kolben
5 verbunden. Die Kombination der Doppelbundhülse
22 sowie der Kolben
13 und
5 mit Verbindung
28 werden von Feder
29 unter definiertem Federdruck im Bereich der Endanschläge
15 und
53 in Richtung des Gasraum
19 der warmen Zone gedrückt. Federkonstante sowie Vorspannung von Feder
29 sind in dieser Variante der Erfindung neu zu bestimmen, wobei die Vorspannung von
Feder
29 einen Wert aufweist, welcher es zu lässt, Kolben
13 und damit verbunden Kolben
5 gegen den Kompressionswiderstand des zu verdichtenden Arbeitsmedium
37 in die Ausgangslage von Kolben
13 zu drängen, bis Doppelbundhülse
22 die Öffnung
20 verschließt.
[0079] Die in
Fig. 3 dargestellte erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 weist einen weiteren Zylinder
30, welcher im Durchmesser kleiner als der Innen-Zylinder
54 ist sowie den Zylinderkopf
3 auf, in dem der Kolben
5 im Arbeitsraum
4 das durch Ansaugöffnung
2 eintretende dampfförmige Arbeitsmedium
37 verdichtet. In der Betriebsart Kältemaschine ist Zylinderkopf
3 im Gasraum
19 eingebracht. Die Positionen
36, 38, 52, 40, 35, 33, 26, 37, 31 sowie
2 stellen beispielhaft die aus Kältemittelkreisläufen bekannten Komponenten dar. Im
Bereich der Transportzone, nahe den Endanschlägen
53 und
15 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1, ist/sind der/die Überströmkanal/-äle
23 mit den Öffnungen
20 sowie
32 zum Überströmen des dampfförmigen Arbeitsmedium aus Raum
19 in den Raum
8 eingebracht.
[0080] Fig. 3 zeigt weiterhin, aus axialer Sicht unterhalb der tiefst gelegenen Position des Kolben
13 im Bereich des Raum
8, die Öffnung
46 der Verbindung
45 zur Zuleitung des gasförmigen Arbeitsmedium zum externen Kondensator
42 als kalte Zone der Erfindung. Die Kondensationsfläche des Kondensator
42, die Verbindung
11, die dem Gasraum
19 zugewandte Seite des Zylinderkopf
3 sowie der Raum zwischen Außen-Zylinder
21 und Innen-Zylinder
54 weisen eine Kapillarstruktur
55, 55', 55", wie von Heatpipes beispielsweise unter den Bezeichnungen "Mesh" oder "Sinter" bekannt,
auf. Das an der Kapillarstruktur
55' im Kondensator
42 kondensierende Arbeitsmedium wird durch die Kapillarkräfte entlang der Kapillarstruktur
in Verbindung
11, durch Öffnung
14 zu den Kapillarstrukturen
55 und
55" transportiert. Unabhängig von einer Ausstattung des Kondensator
42 und Verbindung
11 mit einer Kapillarstruktur findet der kapillarkraftgetriebene Kondensat-Transport
in den Kapillarstrukturen
55 und
55" unabhängig von der Position der Doppelbundhülse
22 statt, solange an Öffnung
14 flüssiges Arbeitsmedium anliegt und durch Zufuhr von Wärmeenergie an der warmen Zone
18 flüssiges Arbeitsmedium durch die Öffnungen
57 verdampft. Weisen auch Kondensator
42 und Verbindung
11 eine Kapillarstruktur auf, ist diese Variante der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 lage- sowie schwerkraft-unabhängig einsetzbar.
[0081] In
Fig. 3 weiterhin dargestellt ist, dass das im, aus axialer Sicht, oberen Bereich
18 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 über die Kapillarstruktur
55, 55', 55" der warmen Zone
18 sowie dem durch Kompressionsarbeit erwärmten Zylinderkopf
3 zugeführte flüssige Arbeitsmedium verdampft und so, bei bestehender Temperaturdifferenz
zwischen Wärmesenke
42 und Wärmequelle
18, fortlaufend Dampfdruck gemäß Dampfdruck-Kurve des Arbeitsmedium entsteht. Auch in
dieser Variante der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 wird in, aus axialer Sicht, oberer Ausgangslage von Kolben
13 und Doppelbundhülse
22 durch Kondensation des dampfförmigen Arbeitsmedium in Kondensator
42 der Dampfdruck in Gasraum
8, gemäß Dampfdruckkurve, verringert. Dies führt zur Abwärtsbewegung des Kolben
13 in Doppelbundhülse
22, aus axialer Sicht, bis dieser den unteren Endanschlag der Doppelbundhülse
22 erreicht und diese mit in Richtung Endanschlag
53 drängt. Dabei wird die Feder
29, welche in oberer Ausgangslage bereits eine Vorspannung aufweist, unter Zuführung
mechanischer Energie gespannt.
[0082] In
Fig. 3 ebenfalls dargestellt ist, dass die Abwärtsbewegung der Doppelbundhülse
22 ausgeführt wird, bis Öffnung
20 des/der Überströmungskanal/-äle
23 durch Doppelbundhülse
22 freigegeben wird und ein Druckausgleich der zu diesem Zeitpunkt bestehenden Druckdifferenz
zwischen den Gasräumen
19 und
8 beginnt. Der Ausgleich der zu diesem Zeitpunkt bestehenden Druckdifferenz zwischen
Kolbenoberseite und Kolbenunterseite von Kolben
13 wird fortgeführt, bis der Druck auf die Kolbenunterseite des Kolben
13 durch die Feder
29 überwiegt und diesen innerhalb der Doppelbundhülse
22 in Richtung Raum
19 drängt. Ist der Kolben
13 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 am oberen Bund der Doppelbundhülse
22 angelangt, wird diese ebenfalls durch die Federkraft der Feder
29 sowie den Schwung der Masse der Kolben
13 sowie
5 und deren Verbindung
28 in Richtung Raum
19 bis zur Schließung der Öffnung/en
20, jedoch maximal bis zum Endanschlag
15 gedrückt. Auch in dieser Variante der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 ist somit über den anhaltenden thermodynamischen Kreisprozess ein zyklischer und
selbstständig anlaufender Bewegungsprozess realisiert.
[0083] Fig. 3 zeigt weiterhin, dass das sogenannte Totraum-Volumen von Volumen
8, aus axialer Sicht unterhalb von Kolben
13, durch die Verlagerung der kalten Zone nach extern, in Form von Kondensator
42, auch in dieser Variante der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 reduziert wird. Die erfindungsgemäße Ausführungsform mit kapillarkraftgetriebenem
Kondensattransport erlaubt weiterhin effizienzsteigernd eine verkürzte Verbindung
45. Idealerweise ist das Volumen des Gasraum
8 durch konstruktive Maßnahmen wie beispielsweise
56, an der, aus axialer Sicht, untersten, der kalten Zone am nächsten liegenden Position
des Kolben
13, möglichst gering. Dabei ist sicher zu stellen, dass Kolben
13 nicht durch Haftung an Gehäuseteilen am, durch Federkraft der Feder
29, ausgeübten Rückkehrprozess in seine Ausgangsposition gehindert wird.
[0084] Die
Fig. 4 zeigt die Anordnung einer hermetisch geschlossenen, als lage- sowie schwerkraft-unabhängigen
Kolbenmotor ausgebildeten erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1, mit einem Zylinder
21, und einer in dem Zylinder
21 beweglich gelagerten Doppelbundhülse
22, in welcher der beweglich geführte Kolben
13 gelagert ist. Der Kolben
13 ist über eine feste Verbindung
28 mit dem im Durchmesser kleineren als Kolben
13 ausgeprägten Kolben
5 verbunden. Die Kombination der Doppelbundhülse
22 sowie der Kolben
13 und
5 mit Verbindung
28 werden von Feder
29 unter definiertem Federdruck im Bereich der Endanschläge
15 und
53 in Richtung des Gasraum
19 gedrückt.
[0085] Die in
Fig. 4 dargestellte erfindungsgemäße Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 weist einen weiteren Zylinder
30, welcher im Durchmesser kleiner als der Haupt-Zylinder
21 ist sowie den Zylinderkopf
3 auf, in dem der Kolben
5 im Arbeitsraum
4 das durch Ansaugöffnung
2 eintretende dampfförmige Arbeitsmedium
37 verdichtet. In der Betriebsart Kältemaschine ist Zylinderkopf
3 im Gasraum
19 eingebracht. Die Positionen
36, 38, 52, 40, 35, 33, 26, 37, 31 sowie
2 stellen beispielhaft die aus Kältemittelkreisläufen bekannten Komponenten dar. Im
Bereich der Transportzone, nahe den Endanschlägen
53 und
15 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1, ist/sind der/die Überströmkanal/-äle
23 mit den Öffnungen
20 sowie
32 zum Überströmen des dampfförmigen Arbeitsmedium aus Raum
19 in den Raum
8 eingebracht.
[0086] Fig. 4 zeigt weiterhin, aus axialer Sicht seitlich der tiefst gelegenen Position des Kolben
13 im Bereich des Raum
8, die Öffnung
46 der Verbindung
45 zur Zuleitung des gasförmigen Arbeitsmedium zum externen Kondensator
42, als kalte Zone der Erfindung, welcher auf der Kondensationsfläche eine Kapillarstruktur
55' aufweist, die Verbindung
58, welche über den gesamten Querschnitt und das gesamte Volumen die Kapillarstruktur
55' aufweist, den nach extern verlagerten Verdampfer
50, als warme Zone der Erfindung, welcher auf der Verdampfungsfläche die Kapillarstruktur
55' aufweist, sowie Verbindung
48, welche in Öffnung
47 zu Gasraum
19 mündet. Das an der Kapillarstruktur
55' im Kondensator
42 kondensierende Arbeitsmedium wird durch die Kapillarkräfte entlang der Kapillarstruktur
55' in Verbindung
58 zur Kapillarstruktur
55' in Verdampfer
50 transportiert, wo es unter Zufuhr von Wärmeenergie verdampft und über Verbindung
48 dampfförmig in Gasraum
19 gelangt.
[0087] In
Fig. 4 ebenfalls dargestellt ist, die Verlagerung der Öffnung
46 der erfindungsgemäßen Heatpipe-Wärmekraftmaschine
1 an eine, aus axialer Sicht, oberhalb von Endanschlag
53 gelegene Position in Zylinder
21, welche durch die Verwendung einer Verbindung
58, die über den gesamten Querschnitt die Kapillarstruktur
55' aufweist, möglich ist und sich effizienzsteigernd in Bezug auf das zu kondensierende
Dampf-Volumen des Arbeitsmedium je Arbeitszyklus sowie den Rückstell-Prozess von Kolben
13 in seine Ausgangslage während der Überströmphase auswirkt. Die Endanschläge
53 werden in dieser Variante zur weiteren Effizienzsteigerung ohne Aufbau ausgeführt,
da durch die Materialstärke der Doppelbundhülse
22 ein ausreichend großer Abstand zwischen, aus axialer Sicht, unterer Gehäusewand und
Kolben
13 an unterster, den Endanschlägen
53 nächstgelegener, Position von Kolben
13 besteht und das Totraum-Volumen von Gasraum
8 somit minimiert ist.
Genannte Patentliteratur
1. Heatpipe-Wärmekraftmaschine (1) mit mindestens einem Zylinder (21), mit einer in dem Zylinder (21) beweglich geführten Doppelbundhülse (22), mit einem in der Doppelbundhülse (22) beweglich geführten Kolben (13), mit mindestens einer Verbindung (28) und mindestens einem weiteren Kolben (5), mit mindestens einer Feder (29), mit mindestens einer kalten Zone (9), mit mindestens einer warmen Zone (18) und Endanschlägen (15, 24) für die Doppelbundhülse (22). Weiterhin weist die Heatpipe-Wärmekraftmaschine (1) mindestens ein Arbeitsmedium (16) in flüssiger Form, mindestens einen Raum (19) mit Verbindung zur der warmen Zone (18) zugewandten Seite des Kolben (13) zur Expansion des verdampfenden Arbeitsmittel (16) auf. Weiterhin weist die Heatpipe-Wärmekraftmaschine (1) mindestens einen Überströmungskanal (23) mit den Öffnungen (12, 14) zwischen den Endanschlägen (15, 24) auf. Die Feder (29) weist bereits an der untersten, der warmen Zone (18) am nächsten liegenden, Position des Kolben (13) eine geringe Vorspannung auf.
2. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Heatpipe-Wärmekraftmaschine (1) als schwerkraftgetriebene Variante am, aus vertikaler Sicht, unteren Ende der Wärmesenke
(9) eine Kondensat-Sammelrinne (10) und mindestens eine Verbindung (11) von der Kondensat-Sammelrinne (10) zur am unteren Endanschlag (15) in den Zylinder (21) eintretenden Öffnung (14) aufweist.
3. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Zylinderwandöffnung (20) eine Verbindung (26) in ein Ventil (31) mündet, welches bei Überdruck in Raum (4) selbstständig schließt und bei Unterdruck in Raum (4) selbsttätig öffnet, um dampfförmiges Arbeitsmedium (27) in den Arbeitsraum (4) des Zylinder (30) über Einlassöffnung (2) bei Abwärtsbewegung des Kolben (5) einströmen zu lassen. Leitung (26), Ventil (31) sowie die gesamte Transportzone von Heatpipe-Wärmekraftmaschine (1) sind thermisch isoliert durch ein Isolier-Material (25). Weiterhin weist der Zylinder (30) mindestens eine Kondensat-Ablaufvorrichtung (6) zur Ableitung in Raum (4) entstehenden Kondensats in Richtung der Kondensat-Rinne (10) auf.
4. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einer Variante eine kalte Zone in Form mindestens eines Kondensator (42) sowie die warme Zone in Form mindestens eines Verdampfer (50) nach außerhalb und somit extern der Gehäuse-Konstruktion verlagert aufweist und
somit der Raum (8) ein geringes Totraum-Volumen aufweist. Weiterhin weist die Heatpipe-Wärmekraftmaschine
(1) mindestens eine Verbindung (45) von Raum (8) zu Kondensator (42) sowie mindestens eine Verbindung (11) von Kondensator (42) zu Öffnung (14) auf.
5. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie die Endanschläge (15, 53) für die Doppelbundhülse (22) und mindestens einen Überströmungskanal (23) mit den Öffnungen (20, 32) aufweist, wobei Öffnung (32) in Raum (8) mündet.
6. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einer Variante das in Raum (4) über Öffnung (2) angesaugte gasförmige Arbeitsmedium (37) verdichtet und in einem wahlweise als Kältemaschine oder Wärmepumpe auslegbaren,
vorzugsweise externen, Kreislauf mit den Komponenten Ventil (38), Verbindung (40), Kondensator (35), Drosselorgan (34), Verdampfer (33), Verbindung (26) und Ventil (31), nutzt. Wirkungsgradsteigernd wird im Fall der Auslegung als Kältemaschine die an
Kondensator (35) anfallende Kondensationswärme über Wärmetauscher an Verdampfer (50, 18) oder bei Auslegung als Wärmepumpe die an Verdampfer (33) anfallende Kälteleistung über Wärmetauscher an Kondensator (42, 9) übertragen.
7. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (5) im Bereich des Gasraum (19) der warmen Zone über Verbindung (28) mit Kolben (13) verbunden ist und die Feder (29) unter, in dem Endanschlag (15) nächstgelegener Ausgangslage von Kolben (13), definierter Vorspannung, im Bereich des Gasraum (8) der kalten Zone, Druck in Richtung warmer Zone auf Kolben (13) ausübt.
8. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einer Variante mit kapillarkraftgetriebenem Kondensat-Transport zwischen Zylinder
(21) und dem, im Bereich der warmen Zone (18), dampfdurchlässigen Innenzylinder (54) sowie am Zylinderkopf (3) eine Kapillarstruktur (55, 55") aufweist. Weiterhin weist sie eine kalte Zone in Form mindestens eines Kondensator
(42) nach außerhalb und somit extern der Gehäuse-Konstruktion verlagert auf, welcher
zwecks Kondensatablauf in Richtung Verbindung (11) geneigt ist, die ihrerseits mit Gefälle zu Öffnung (14) geneigt ist.
9. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einer lage- und schwerkraft-unabhängigen Variante in Gesamtvolumen und Querschnitt
von Verbindung (11) sowie an der Kondensationsfläche des Kondensator (42) eine Kapillarstruktur (55') aufweist, welche über den gesamten Kondensationsbereich des Kondensator (42) von dampfförmigem Arbeitsmedium aus Verbindung (45) erreicht wird.
10. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einer weiteren lage- sowie schwerkraft-unabhängigen Variante neben der nach
extern, in Form von Kondensator (42), verlagerten kalten Zone auch eine nach extern verlagerte warme Zone in Form von
Verdampfer (50) sowie eine Verbindung (58) zwischen Kondensator (42) und Verdampfer (50) aufweist. Raum (8) ist über Verbindung (45) mit Kondensator (42) und Raum (19) über Verbindung (48) mit Verdampfer (50) verbunden. Die Verdampferfläche von Verdampfer (50), die Kondensationsfläche von Kondensator (42) wie auch das gesamte Volumen und der Querschnitt von Verbindung (58) weisen eine Kapillarstruktur (55'), wie unter den Bezeichnungen "Mesh" oder "Sinter" bekannt, auf, wobei die Kapillarstruktur
(55') in Verbindung (58) einen direkten Dampfdruckausgleich zwischen Verdampfer (50) und Kondensator (42) unterbindet. Innenzylinder (54), Öffnung (14) sowie Kapillarstruktur (55, 55") entfallen erfindungsgemäß in dieser Variante.
11. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einer Variante mit Verwendung von Kapillarstruktur (55') in Verbindung (11, 58) und mindestens einem externen Kondensator (42) eine in den Außenzylinder (21) nahe dem Endanschlag (53) verlagerte Öffnung (46) aufweist, welche bei der dem Endanschlag (53) nächstgelegenen Position von Doppelbundhülse (22) von dieser, während der Phase des Druckausgleich zwischen den Räumen (19) und (8), verschlossen ist.
12. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überströmungskanäle (23), die Öffnungen (12, 14, 20), die Doppelbundhülse (22), Kolben (13), die Feder (29) und die Endanschläge (15, 24, 53) die Strömungssteuerung der Heatpipe-Wärmekraftmaschine (1) selbsttätig ausführen.
13. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das eingesetzte Arbeitsmedium (16) bei den innerhalb und außerhalb der Heatpipe-Wärmekraftmaschine (1) bestehenden Einsatzbedingungen an der warmen Zone (18, 50) verdampfen kann und an der kalten Zone (9, 42) eine Kondensation erfolgen kann.
14. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdichter-Kolben (5) als reiner Führungskolben ohne Verdichtungsfunktion ausgeführt wird und über eine
Verbindung zu Kolben (13) eine Permanentmagneten-Konstruktion nahe der Außenwand (21) zyklisch hin und her bewegt wird, so dass außerhalb der hermetisch geschlossenen
Heatpipe-Wärmekraftmaschine (1) per Induktion elektrische Energie entnommen werden kann, wie in Form von Lineargeneratoren.
15. Heatpipe-Wärmekraftmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Schmiermittel das Arbeitsmedium (16) verwendet wird und die Materialien von Kolben (13, 5), Zylinder (21, 30, 54) sowie Doppelbundhülse (22) in ihrer Verträglichkeit darauf abgestimmt werden.