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EP 1 422 424 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.08.2016 Patentblatt 2016/32 |
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Anmeldetag: 27.09.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zur Störungsfrüherkennung bei Kreiselpumpen
Method and apparatus for the early detection of failures in a centrifugal pump
Méthode et dispositif pour la détection anticipée de pannes dans une pompe centrifuge
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
20.11.2002 DE 10254041
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.05.2004 Patentblatt 2004/22 |
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Patentinhaber: KSB Aktiengesellschaft |
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67227 Frankenthal (DE) |
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Erfinder: |
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- Hellmann, Heinz-Dieter, Prof. Dr.
67661 Kaiserslautern-Dansenberg (DE)
- Trautmann, Christian
D-69257 Wiesenbach (DE)
- Schäfer, Falk
67657 Kaiserslautern (DE)
- Schill, Jürgen
67273 Weisenheim/Berg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 971 212 US-A- 5 104 284
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US-A- 3 542 494
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Störungsfrüherkennung
bei einer mit einer Entlastungseinrichtung ausgestatteten Kreiselpumpe, wobei die
Entlastungseinrichtung einen axialen Spalt und gegebenenfalls einen oder mehrere radiale
Spalte besitzt, über welche ein Entlastungsstrom geführt wird, wobei ferner ein die
Entlastungseinrichtung im Sinne eines Abhebens von dem axialen Spalt beaufschlagendes
Federelement vorhanden ist.
[0002] Zur Störungsfrüherkennung bei Kreiselpumpen wurden bisher Sensoren eingesetzt, welche
von einer Norm abweichende Schwingungen, Erwärmungen, Geräusche oder andere meßbare
Größen feststellten und einer Überwachungseinheit übermittelten. Eine Vielzahl der
Sensoren war zu diesem Zweck an der Außenseite des Pumpengehäuses angeordnet. Eine
direkte Verbindung mit dem Ort einer Störungsentstehung bestand somit nicht. Die von
den Sensoren bezogenen Signale waren nicht immer klar und eindeutig, so daß Fehlmeldungen
nicht ausgeschlossen werden konnten. Vor allem bestand die Gefahr, daß solche Meldungen
erst spät erfolgten, ein Schaden also bereits eingetreten war.
[0003] Eine wesentliche Störung im Inneren der Kreiselpumpe ergibt sich, wenn Lager verschleißen
oder wenn eine Entlastungseinrichtung nur noch unzureichend arbeitet. Eine solche
Störung kann schleichend erfolgen. So mag sie in ihren Anfängen noch ohne außen an
der Kreiselpumpe feststellbare Symptome bleiben und erst nach Eintritt eines erheblichen
Schadens und einem möglichen Ausfall der Kreiselpumpe manifest werden.
[0004] Es kann zwar auch eine Bestimmung von Axialkräften mit Hilfe eines axial berührenden
Sensors, einer Kraftmeßdose, vorgenommen werden. Eine solche Kraftmeßdose kann aber
aus konstruktiven Gesichtspunkten nicht dauerhaft eingesetzt werden.
[0005] Die
EP 0 971 212 A1 offenbart ein Verfahren zur Bestimmung des Druckverlustes und des Durchflusses einer
Flüssigkeit in beziehungsweise durch eine Kreiselpumpe. Beim Betrieb der Kreiselpumpe
werden auf den Pumpenrotor wirkende Axialkräfte zur Bestimmung des Drucks und/oder
des Durchflusses herangezogen. Das in der
EP 0 971 212 A1 beschriebene Verfahren bedingt einen magnetgelagerten Pumpenrotor und ist bei einer
Kreiselpumpe der eingangs genannten Art nicht anwendbar.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Störungsfrüherkennung bei Kreiselpumpen der eingangs genannten Art zu schaffen, welche
bei weitgehender Nutzung bereits vorhandener Elemente eine zuverlässige Aussage über
sich anbahnende Störungen erbringen.
[0007] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß während des Betriebes
der Kreiselpumpe, ausgehend von der Pumpenkennlinie der Kreiselpumpe und der Federkonstanten
des Federelementes, die Verformung des Federelementes gemessen und ein Rückschluß
auf den aktuellen Betriebspunkt der Kreiselpumpe gezogen wird.
[0008] In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß jeweils für den
mittels der Störungsfrüherkennung zu überwachenden Kreiselpumpentyp und das zu fördernde
Medium Basismessungen vorgenommen werden, die die Axialkraft, die Entlastungskraft
und die Druckverteilung im Radseitenraum mit Betriebspunkten auf der Kennlinie der
Kreiselpumpe ins Verhältnis setzt.
[0009] Außerdem wird vorgeschlagen, daß eine die Frequenzspektren des Federelementes ermittelnde
dynamische Messung zur Feststellung von Frequenzbändern, welche dem Förderstrom zugeordnet
werden und damit einen Hinweis auf mögliche Störungen in der Kreiselpumpe geben, vorgenommen
wird.
[0010] In besonders gelagerten Fällen, insbesondere bei einer grundsätzlichen Untersuchung
der auf die Welle einer Kreiselpumpe einwirkenden Axialkräfte, kann es von Vorteil
sein, mit Hilfe eines zweiten Federelementes, welches in Gegenrichtung zum ersten
Federelement angeordnet ist, auch eine Kontrolle auf einen in Richtung der Druckseite
der Kreiselpumpe erfolgenden Axialschub und gegebenenfalls eine Messung dieses Axialschubes
vorzunehmen. Ein solcher Axialschub kann bei extremer Überlast und einer daraus resultierenden
Schubumkehr auftreten.
[0011] Eine besonders vorteilhafte Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ergibt sich, wenn als Federelement ein kardanischer Ring verwendet wird, der so dimensioniert
ist, daß er durch eine aufgrund der Auslegung der Entlastungseinrichtung vorgegebene
definierte Rest-Axialkraft zur Einstellung eines ebenfalls vorgegebenen Axialspaltes
verformt wird. Eine mit den genannten Elementen ausgestattete Entlastungseinrichtung
ist bekannt durch die
WO 00/77405 A1.
[0012] Der Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens und der dieses Verfahren nutzenden Vorrichtung
empfiehlt sich insbesondere für die Erkennung eines beginnenden Lagerverschleißes
oder unzulässiger hydraulischer Vorgänge sowie zur Vermeidung eines Anlaufens des
Rotors am Gehäuse der Kreiselpumpe.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren und seine Vorrichtung kommen mit einem Minimum an
Sensoren aus. Durch ihre unmittelbare Anbindung an die Entlastungseinrichtung ergibt
sich eine sehr frühzeitig und zuverlässig reagierende Störungserkennung. Durch das
elastische Verhalten des in der als besonders vorteilhaft angesehenen Vorrichtung
verwendeten Kardanringes kann im übrigen das rotordynamische Verhalten der Kreiselpumpe
stabilisiert werden.
[0014] Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert. Die Zeichnung
zeigt In
- Fig.1
- einen Ausschnitt aus einer im Schnitt dargestellten mehrstufigen Kreiselpumpe mit
einem saugseitig angeordneten kardanischen Ring, der sowohl zur Einstellung eines
vorgegebenen Axialspaltes an einer Entlastungseinrichtung als auch als Element einer
AxialkraftMeßeinrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dient;
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus einer im wesentlichen der Ausführung der Fig. 1 entsprechenden
Kreiselpumpe mit einem saugseitig und einem druckseitig angeordneten kardanischen
Ring zur Schaffung einer in beiden Schubrichtungen wirkenden Axialkraft-Meßvorrichtung;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Kreiselpumpe mit einer Einrichtung zur Verarbeitung
der von der Axialkraft-Meßvorrichtung aufgenommenen Signale.
[0015] Wie In der Fig. 1 dargestellt, ist in dem Gehäuse 1 einer Kreiselpumpe eine Welle
2 gelagert, die mehrere Laufräder 3 trägt. In der Zeichnung sind nur zwei der Laufräder
3 erkennbar.
[0016] Auf der Welle 2 ist im übrigen der Doppelkolben 4 einer erfindungsgemäßen Entlastungseinrichtung
befestigt. Der Doppelkolben 4 wird umgeben von einem Gehäuseteil 5, mit dem er zwei
radiale Spalte 6 und 7 bildet. Zwischen den radialen Spalten 6 und 7 befindet sich
ein axialer Spalt 8. Der axiale Spalt 8 hat eine veränderliche Weite s.
[0017] Am druckseitigen Ende der Kreiselpumpe wird die Welle 2 durch ein hydrodynamisches
Axiallager 9 aufgenommen. Dem Axiallager 9 ist ein kardanischer Ring 10 zugeordnet.
Der kardanische Ring 10 dient zunächst in bekannter Weise dem Ausgleich von Fluchtungsfehlern,
die bei der Montage einer mehrstufigen Kreiselpumpe unvermeidlich sind. Im übrigen
ist der kardanische Ring 10 so dimensioniert, daß er durch den in der Kreiselpumpe
auftretenden, zur Saugseite hin gerichteten Restschub elastisch verformt wird. Dabei
ist die Federkonstante des kardanischen Ringes 10 an die übrigen Gegebenheiten der
Entlastungseinrichtung angepaßt:
Die Entlastungseinrichtung ist so ausgelegt, daß sich in allen Betriebszuständen der
Kreiselpumpe ein Restschub ergibt, der in Richtung der Saugseite wirkt. Ausgehend
von einer maximalen Weite s des axialen Spaltes 8 im Ruhezustand der Kreiselpumpe
wird nun durch eine elastische Verformung des kardanischen Ringes 10 der Spalt 8 unter
Betriebsbedingungen bis auf eine vorgegebene Minimalweite geschlossen, bei welcher
eine Berührung der den Spalt 8 begrenzenden Flächen des Doppelkolbens 4 und des Gehäuseteils
5 noch vermieden wird. Dabei kommt der Entlastungseinrichtung zustatten, daß der axiale
Spalt 8 eine selbstregelnde Funktion besitzt.
[0018] Durch die Integration des kardanischen Ringes 10 in eine geeignete Meßvorrichtung
werden frühzeitig solche Kräfte erkennbar, die auf unzulässige hydraulische Zustände
oder einen einsetzenden Lagerverschleiß hindeuten. Die während des Pumpenbetriebes
erfolgende Verformung des kardanischen Ringes 10 wird durch ein geeignetes Mittel,
beispielsweise einen - nicht dargestellten - Dehnungsmeßstreifen bekannter Art, festgestellt
und als Signal über eine Leitung 11 zu einer Einrichtung zur Signalverarbeitung übermittelt.
Die direkte mechanische Ankopplung des als Axialkraftaufnehmer wirkenden kardanischen
Ringes 10 an das Meßsystem ermöglicht die Messung von Signalen ohne den dämpfenden
Einfluß eines Fluidfilms, welcher sich bei berührungslosen Aufnehmern stets zwischen
Sensor und Bauteil befindet.
[0019] Die in der Fig. 2 dargestellte Axialkraft-Meßvorrichtung ist, wie die Vorrichtung
der Fig. 1, am druckseitigen Lagerträger 12 einer Hochdruck-Gliederpumpe angebracht.
Die einzelnen Komponenten der Meßvorrichtung werden von einem zylindrischen Gehäuse
13 aufgenommen. Die Anpassungskonstruktion sieht den Einsatz von zwei kardanischen
Ringen 14, 15 vor, wodurch die Messung von Axialkräften in beiden Wirkungsrichtungen
ermöglicht wird. Zur Stabilisierung des rotordynamischen Verhaltens können die kardanischen
Ringe 14, 15 vorgespannt werden. Dies geschieht beim saugseitigen Ring 14 über einen
Distanzring 16, beim druckseitigen Ring 15 über eine Distanzbuchse 17.
[0020] Die Krafteinleitung in die Vorrichtung erfolgt ausgehend vom Pumpenrotor über einen
Axiallagerteller 18, welcher drehfest mit der Welle 2 verbunden ist. Der Axiallagerteller
18 überträgt je nach Wirkungsrichtung des Axialschubs die Kraft auf eines von zwei
Axialrillenkugellagern 19, 20, welche direkt an die kardanischen Ringe 14, 15 gekoppelt
sind. Die kardanischen Ringe 14, 15 werden auf Durchbiegung beansprucht und stellen
somit Federelemente in einer Kraftschlusskette dar. Unausgeglichene Restkräfte werden
über den Distanzring 16 oder die Distanzbuchse 17 in das Gehäuse weitergeleitet. Durch
jeweils einen Zylinderstift 21 werden die kardanischen Ringe 14, 15 gegen ein Verdrehen
gesichert. Über Leitungen 22 und 23 wird der Verformungszustand einer Einrichtung
zur Signalverarbeitung übermittelt.
[0021] In der Fig. 3 ist die Signalverarbeitung der über die kardanischen Ringe 14, 15 an
einer Hochdruck-Gliederpumpe 24 aufgenommenen Meßsignale schematisch dargestellt.
Erstes Glied der Axialkraftmeßkette sind die mit - nicht dargestellten - Dehnungsmeßstreifen
(DMS) applizierten kardanischen Ringe 14, 15. Wie bereits ausgeführt, ist je ein Ring
14 bzw. 15 pro Belastungsrichtung vorgesehen. Auf jedem Ring 14, 15 sind zwei - nicht
dargestellte - DMS-Vollbrücken installiert, deren Ein- und Ausgangssignale parallel
geschaltet werden. Durch Speisung mit einer konstanten Spannung über einen Meßverstärker
und bei identischen Kennwerten der in den Brücken verwendeten DMS bildet die Schaltung
den elektrischen Mittelwert der beiden Brückenausgangssignale. Hierdurch werden die
durch eventuelle exzentrische Krafteinleitung in die Ringe verursachten ungleichmäßigen
Spannungsverteilungen ausgeglichen.
[0022] Das Ausgangssignal wird über einen DMS-Verstärker 25 an einen Meßwertumformer 26
weitergeleitet. Dieser wandelt das Signal in eine Ausgangsspannung von 0-10V um. Anschliessend
wird das Signal an eine Meßwerterfassungskarte eines Computers 27 geleitet, wodurch
eine Darstellung und Weiterverarbeitung der aufgenommenen Meßdaten möglich ist.
[0023] Die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung ist als Versuchsaufbau zu betrachten. Für
den praktischen Betrieb können die verwendeten Elemente zum großen Teil in die Kreiselpumpe
24 integriert werden. Auf einzelne der Elemente kann in der praktischen Anwendung
auch verzichtet werden, so z.B. auf den druckseitigen Ring 15. Anstelle zweier Axialrillenkugellager
19, 20 kann auch ein hydrodynamisches Axiallager verwendet werden.
1. Verfahren zur Störungsfrüherkennung bei einer mit einer Entlastungseinrichtung (4,
6, 7, 8) ausgestatteten Kreiselpumpe , wobei die Entlastungseinrichtung einen axialen
Spalt (8) und gegebenenfalls einen oder mehrere radiale Spalte (6, 7) besitzt, über
welche ein Entlastungsstrom geführt wird, wobei ferner ein die Entlastungseinrichtung
im Sinne eines Abhebens von dem axialen Spalt beaufschlagendes Federelement (10, 14)
vorhanden ist dadurch gekennzeichnet, daß während des Betriebes der Kreiselpumpe (24), ausgehend von der Pumpenkennlinie der
Kreiselpumpe (24) und der Federkonstanten des Federelementes (10, 14), die Verformung
des Federelementes (10, 14) gemessen und ein Rückschluß auf den aktuellen Betriebspunkt
der Kreiselpumpe (24) gezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils für den mittels der Störungsfrüherkennung zu überwachenden Kreiselpumpentyp
und das zu fördernde Medium Basismessungen vorgenommen werden, die die Axialkraft,
die Entlastungskraft und die Druckverteilung im Radseitenraum mit Betriebspunkten
auf der Kennlinie der Kreiselpumpe (24) ins Verhältnis setzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils für den mittels der Störungsfrüherkennung zu überwachenden Kreiselpumpentyp
und das zu fördernde Medium eine die Frequenzspektren des Federelementes (10, 14)
ermittelnde dynamische Messung zur Feststellung von Frequenzbändern, welche dem Förderstrom
zugeordnet werden und damit einen Hinweis auf mögliche Störungen in der Kreiselpumpe
(24) geben, vorgenommen wird.
4. Verfahren zur Störungsfrüherkennung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe eines zweiten Federelementes (15), welches in Gegenrichtung zum ersten
Federelement (14) angeordnet ist, eine Kontrolle auf einen in Richtung der Druckseite
der Kreiselpumpe (24) erfolgenden Axialschub und gegebenenfalls eine Messung dieses
Axialschubes vorgenommen wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Federelement ein kardanischer Ring (10, 14) verwendet wird, der so dimensioniert
ist, daß er durch eine aufgrund der Auslegung der Entlastungseinrichtung vorgegebene
definierte Rest-Axialkraft zur Einstellung eines ebenfalls vorgegebenen Axialspaltes
verformt wird.
6. Anwendung des Verfahren zur Störungsfrüherkennung nach einem der Ansprüche 1 bis 4
zur Erkennung eines beginnenden Lagerverschleißes.
7. Anwendung des Verfahren zur Störungsfrüherkennung nach einem der Ansprüche 1 bis 4
zur Vermeidung eines Anlaufens des Rotors am Gehäuse der Kreiselpumpe.
8. Anwendung des Verfahren zur Störungsfrüherkennung nach einem der Ansprüche 1 bis 4
zur Erkennung unzulässiger Kavitationszustände.
1. Method for early fault detection in a centrifugal pump equipped with a balancing device
(4, 6, 7, 8), wherein the balancing device has an axial gap (8) and possibly one or
more radial gaps (6, 7), through which a balancing flow is conducted, wherein furthermore
there is a spring element (10, 14), which acts on the balancing device in the sense
of lifting it off from the axial gap, characterized in that, during the operation of the centrifugal pump (24), the deformation of the spring
element (10, 14) is measured on the basis of the pump characteristic of the centrifugal
pump (24) and the spring constant of the spring element (10, 14), and a conclusion
is drawn with respect to the current operating point of the centrifugal pump (24).
2. Method according to Claim 1, characterized in that baseline measurements are taken in each case for the type of centrifugal pump that
is to be monitored by means of the early fault detection and for the medium that is
to be pumped, said baseline measurements relating the axial force, the balancing force
and the pressure distribution within the impeller chamber to operating points on the
characteristic curve of the centrifugal pump (24).
3. Method according to Claim 1, characterized in that a dynamic measurement is taken in each case for the type of centrifugal pump that
is to be monitored by means of the early fault detection and for the medium that is
to be pumped, said dynamic measurement determining the frequency spectra of the spring
element (10, 14) to establish frequency bands that are associated with the pumped
flow and consequently indicate possible faults in the centrifugal pump (24).
4. Method for early fault detection according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a check is made on an axial thrust occurring in the direction of the delivery side
of the centrifugal pump (24) with the aid of a second spring element (15), which is
arranged in the opposite direction to the first spring element (14), and possibly
a measurement of this axial thrust is taken.
5. Apparatus for carrying out the method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a cardanic ring (10, 14), which is dimensioned such that it is deformed by a residual
axial force predetermined by the configuration of the balancing device for setting
a likewise predetermined axial gap, is used as the spring element.
6. Use of the method for early fault detection according to one of Claims 1 to 4 for
detecting incipient bearing wear.
7. Use of the method for early fault detection according to one of Claims 1 to 4 for
avoiding running of the rotor against the casing of the centrifugal pump.
8. Use of the method for early fault detection according to one of Claims 1 to 4 for
detecting impermissible cavitation conditions.
1. Procédé de détection anticipée de défaut sur une pompe centrifuge équipée d'un système
de décharge (4, 6, 7, 8), le système de décharge possédant une fente axiale (8) et
éventuellement une ou plusieurs fentes radiales (6, 7) par le biais desquelles passe
un courant de décharge, un élément ressort (10, 14) étant en outre présent, lequel
sollicite le système de décharge dans le sens d'un soulèvement de la fente axiale,
caractérisé en ce que pendant le fonctionnement de la pompe centrifuge (24), en partant de la courbe caractéristique
de la pompe centrifuge (24) et de la constante de ressort de l'élément ressort (10,
14), la déformation de l'élément ressort (10, 14) est mesurée et une conclusion est
tirée sur le point de fonctionnement actuel de la pompe centrifuge (24).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des mesures de base sont respectivement effectuées pour le type de pompe centrifuge
à surveiller au moyen de la détection anticipée de défaut et le fluide à refouler,
lesquelles mettent en rapport la force axiale, la force de décharge et la distribution
de pression dans l'espace côté roue avec des points de fonctionnement sur la courbe
caractéristique de la pompe centrifuge (24).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une mesure dynamique déterminant les spectres de fréquences de l'élément ressort (10,
14) est respectivement effectuée pour le type de pompe centrifuge à surveiller au
moyen de la détection anticipée de défaut et le fluide à refouler en vue de définir
des bandes de fréquences qui sont associées au débit de refoulement et fournissent
ainsi une indication de défauts possibles dans la pompe centrifuge (24).
4. Procédé de détection anticipée de défaut selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un contrôle de la présence d'une poussée axiale ayant lieu dans la direction du côté
refoulement de la pompe centrifuge (24) et éventuellement une mesure de cette poussée
axiale sont effectuées à l'aide d'un deuxième élément ressort (15) qui est disposé
en sens inverse du premier élément ressort (14).
5. Dispositif pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que l'élément ressort utilisé est une bague à cardan (10, 14) qui est dimensionnée de
telle sorte qu'elle est déformée par une force axiale résiduelle donnée prédéfinie
du fait de la conception du système de décharge en vue de régler une fente axiale
elle aussi prédéfinie.
6. Utilisation du procédé de détection anticipée de défaut selon l'une des revendications
1 à 4 pour détecter un début d'usure de palier.
7. Utilisation du procédé de détection anticipée de défaut selon l'une des revendications
1 à 4 pour prévenir une oxydation du rotor au niveau du carter de la pompe centrifuge.
8. Utilisation du procédé de détection anticipée de défaut selon l'une des revendications
1 à 4 pour détecter des états de cavitation non admissibles.
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