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EP 1 904 388 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.08.2016 Patentblatt 2016/32 |
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Anmeldetag: 14.06.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/005751 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/133935 (21.12.2006 Gazette 2006/51) |
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VORRICHTUNG ZUM ÄNDERN DER BEWEGUNGSRICHTUNG VON BLATTGUT
DEVICE FOR CHANGING THE DIRECTION OF MOVEMENT OF SHEET-TYPE PRODUCTS
DISPOSITIF POUR MODIFIER LE SENS DE DEPLACEMENT D'UN ARTICLE EN FORME DE FEUILLE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
15.06.2005 DE 102005027710
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.04.2008 Patentblatt 2008/14 |
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Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
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81677 München (DE) |
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Erfinder: |
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- HÄUSLER, August
82515 Wolfratshausen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/33823 GB-A- 2 073 153
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DE-A1- 19 632 224 US-A- 4 722 444
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Transportvorrichtung zum Transportieren
von flachem, rechteckigen Blattgut, insbesondere von blattförmigen Wertdokumenten
wie z. B. Banknoten, von einer ersten Blattguttransportstrecke zu einer zweiten Blattguttransportstrecke,
insbesondere auch zum Ändern der Transportrichtung um 90 Grad derart, dass in Querausrichtung
transportiertes Blattgut in Längsausrichtung weiter transportiert wird, oder umgekehrt.
Die Erfindung betrifft des weiteren eine Vorrichtung zum Bearbeiten von blattgutförmigen
Wertdokumenten, insbesondere Banknoten, mit einer solchen Transportvorrichtung zwischen
einer ersten und einer zweiten Transportstrecke.
[0002] Unter Blattgut werden dabei Blätter verstanden, die im Wesentlichen eine rechteckige
Grundform aufweisen, bei der die Ecke spitz oder auch abgerundet sein können. Die
Erfindung kann für beliebiges Blattgut verwendet werden, eignet sich jedoch insbesondere
für Blattgut in Form von blattförmigen Wertdokumenten, beispielsweise Gutscheinen,
Coupons, Aktien und insbesondere auch Banknoten.
[0003] Transportvorrichtungen, bei denen Blattgut von einem Quertransport in einen Längstransport
überführt werden, oder umgekehrt, werden beispielsweise in Banknotenbearbeitungsvorrichtungen
eingesetzt. Unter Quer- bzw. Längstransport wird dabei verstanden, dass das Blattgut
so in einer Transportrichtung transportiert wird, dass die längere Seite der Blätter
quer bzw. parallel zur Transportrichtung orientiert ist. Herkömmliche Umlenkvorrichtungen
sind aber entweder nicht dazu geeignet einen ununterbrochenen Banknotenstrom mit hoher
Durchsatzgeschwindigkeit derart umzulenken oder sind zumindest vergleichsweise aufwendig
hinsichtlich Platzbedarf und/oder ihrem strukturellen Aufbau.
[0004] Aus der
US 2005/0029168 A1 ist beispielsweise eine aus mehreren Modulen bestehende Banknotenbearbeitungsvorrichtung
bekannt, in der auch die Transportvorrichtung gemäß der nachfolgend beschriebenen
Erfindung vorteilhaft einsetzbar ist. Diese Banknotenbearbeitungsvorrichtung ist als
Tischaufsatzgerät konfiguriert und dient dazu, die Banknoten eines von einem Bearbeiter
in ein Eingabefach eingelegten Banknotenstapels zu vereinzeln, die vereinzelten Banknoten
hinsichtlich charakteristischer Merkmale mittels geeigneter Mess- und Analyseeinrichtungen
zu überprüfen, die überprüften Banknoten entsprechend des jeweiligen Überprüfungsergebnisses
zu sortieren und je nach Sortierergebnis in einem vorbestimmten Ausgabefach mittels
eines Spiralfachstaplers abzustapeln. Die Ausgabefächer sind teilweise nebeneinander
und teilweise übereinander derart angeordnet, dass alle Ausgabefächer möglichst gut
von der Bedienperson erreichbar sind. Die Banknoten werden innerhalb der Module grundsätzlich
in Querausrichtung transportiert. Jedoch kann gemäß einer Ausführungsvariante die
Zuführung der Banknoten in Längsausrichtung erfolgen. In diesem Falle werden die Banknoten
nach dem Vereinzeln kurz angehalten und dann in der selben Ebene rechtwinklig nach
rechts oder links weitertransportiert. Der Mechanismus zur Transportrichtungsänderung
der zugeführten Banknoten um 90 Grad von der ursprünglichen Längsausrichtung in die
erforderliche Querausrichtung ist allerdings nicht näher beschrieben.
[0005] Ein Nachteil dieser Banknotenbearbeitungsvorrichtung besteht darin, dass der Transport
der Banknoten von einem Modul in ein angrenzendes Modul im Quertransport erfolgt.
Der Transportweg ist dementsprechend breit und platzraubend. Dies kann sich negativ
auf die Baugröße der Gesamtvorrichtung auswirken. Darüber hinaus ist die Durchsatzrate
dieser Banknotenbearbeitungsvorrichtung beschränkt, weil, wenn die Banknoten in Längsausrichtung
zugeführt und in Querausrichtung seitlich weitergeführt werden, die seitlich weitergeführten
Banknoten erst vollständig den Umlenkbereich verlassen haben müssen, um eine Kollision
mit der nächstfolgenden umzulenkenden Banknote zu vermeiden. Erfolgt dagegen die Banknotenzuführung
im Querformat, so ist eine sehr voluminöse, aus Leitblechen und verdrillten Transportbändern
gebildete Transportstrecke vorgesehen, um die Banknoten so zu drehen, dass sie seitlich
in Querausrichtung weitertransportiert werden können.
[0006] Aus der
WO 97/33823 ist eine Vorrichtung zum Ändern der Transportrichtung von Einzelblättern bekannt,
wie man sie wohl in der aus der
US 2005/0029168 A1 bekannten Banknotenbearbeitungsvorrichtung einsetzten könnte, um die in Längsausrichtung
zugeführten, vereinzelten Banknoten nach rechts und links um 90 Grad umzulenken, so
dass sie in Querausrichtung weitertransportiert werden. Diese Vorrichtung hat aber
den bereits erwähnten Nachteil, dass der Umlenkbereich erst freigemacht werden muss,
bevor die nächstfolgende Banknote in den Umlenkbereich einlaufen kann.
[0007] Auch die
DE 196 32 224 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Ändern der Bewegungsrichtung von Blattgut. Darin
wird vorgeschlagen, auf Umlenkrollen im Umlenkbereich, wie sie beispielsweise auch
in der
WO 97/33823A1 vorhanden sind, zu verzichten, und statt dessen die Transportriemen der zuführenden
und der abführenden Transportstrecken jeweils bis über die Umlenkzone derart zu erstrecken,
dass die Banknote aus der Umlenkzone mittels des Transportbands der abführenden Transportstrecke
abgezogen wird. Mittels eines Hebel-Rollen-Systems wird das Transportband der abführenden
Transportstrecke immer dann gegen die Abzugsebene des Umlenkbereichs gedrückt, wenn
der Abzugsebene eine Banknote zugeführt worden ist. Um den Durchsatz bei Vermeidung
der zuvor beschriebenen Kollisionsgefahr aufeinander folgender Banknoten zu erhöhen,
sieht eine besondere Ausführungsform vor, die aufeinander folgenden Banknoten mittels
einer Weiche abwechselnd einer ersten oder einer zweiten Abzugsebene zuzuleiten, so
dass das nächstfolgende Blatt bereits der zweiten Abzugsebene zugeführt werden kann,
noch bevor das vorausgehende Blatt vollständig von der ersten Abzugsebene abgezogen
und weitergeleitet wurde. Dazu sind dementsprechend zwei Abzugssysteme erforderlich,
eines für jede Abzugsebene. Indem jeweils zwei Abzugssysteme auf jeder Seite der Abzugsebenen
vorgesehen sind, insgesamt also vier Abzugsebenen, lassen sich die Banknoten bei hohem
Durchsatz sogar in zwei entgegengesetzte Richtungen umlenken. Das Vorsehen mehrerer
Abzugssysteme erfordert jedoch einen hohen konstruktiven Aufwand.
[0008] Aus
GB 2 073 153 A ist eine Transportvorrichtung bekannt, bei der Blätter mittels eines Verteilelements
in eine von zwei Abzugslagen geleitet werden können und mittels eines Vakuums in die
jeweilige Abzugslage transportiert werden. Aus den Abzugslagen heraustransportiert
werden die Blätter mittels Druckluft.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Transportvorrichtung zum Transportieren
von Blattgut, wie z. B. Banknoten oder anderen blattförmigen Wertdokumenten, und insbesondere
zum Umlenken des Blattguts zwischen einer ersten Blattguttransportstrecke und einer
zweiten Blattguttransportstrecke vorzuschlagen, welche einen hohen Durchsatz bei relativ
geringem konstruktiven Aufwand ermöglicht. Weiter liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde ein entsprechendes Transportverfahren anzugeben.
[0010] Diese Aufgabe wird durch eine Transportvorrichtung bzw. ein Transportverfahren mit
den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. In davon abhängigen Ansprüchen sind
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung angegeben, insbesondere
auch eine Vorrichtung zum Bearbeiten von blattförmigen Wertdokumenten mit einer solchen
Transportvorrichtung.
[0011] Die Aufgabe wird also gelöst durch eine Transportvorrichtung zum Transportieren von
flachem, rechteckigen Blattgut, insbesondere von blattförmigen Wertdokumenten wie
zum Beispiel Banknoten, mit einem zwischen wenigstens zwei Stellungen hin- und herbewegbaren
Verteilelement oder wenigstens zwei zwischen zwei Stellungen hin- und herbewegbaren
Verteilelementen, das bzw. die herantransportierte Blätter des Blattguts wahlweise
oder abwechselnd in wenigstens zwei Abzugslagen bewegen, und wenigstens eine Abzugeinrichtung,
mittels derer die Blätter aus den Abzugslagen in den Abzugslagen zugeordneten Abzugrichtungen
abtransportierbar sind.
[0012] Die Aufgabe wird insbesondere weiter gelöst durch ein Verfahren zum Transportieren
von flachem, rechteckigem Blattgut, insbesondere von blattförmigen Wertdokumenten
wie zum Beispiel Banknoten, bei dem vereinzelt in einer Zuführrichtung herantransportierter
Blätter des Blattguts in einer Zuführrichtung herantransportiert werden, ein Verteilelement
oder zwei Verteilelemente zwischen wenigstens zwei Stellungen hin- und herbewegt wird
bzw. werden, das bzw. die die herantransportierten Blätter wahlweise oder abwechselnd
in jeweils in eine von wenigstens zwei Abzugslagen bewegt bzw. bewegen, und die in
ihrer Bewegung in Zuführrichtung angehaltenen Blätter aus den Abzugslagen in den Abzugslagen
zugeordneten Abtransportrichtungen bzw. Abzugsrichtungen abtransportiert werden.
[0013] Der Transport kann dabei insbesondere von einer ersten Blattguttransportstrecke,
die die Zuführrichtung festlegt, zu wenigstens einer zweiten
[0014] Blattguttransportstrecke erfolgen. Unter den Begriffen Abzug bzw. abziehen wird dabei
der Abtransport bzw. das abtransportieren verstanden, so dass beispielsweise die Abzugsrichtung
die Abtransportrichtung ist.
[0015] Auch die erfindungsgemäße Transportvorrichtung weist zwei Abzugslagen, beispielsweise
Abzugsebenen, auf, so dass ein Blatt aus der ersten Abzugsalge, z.B. aus der ersten
Abzugsebene bzw. von der ersten Abzugsebene, abgezogen werden kann, während das nächstfolgende
Blatt der zweiten Abzugslage, z. B. der zweiten Abzugsebene, bereits zugeführt wird.
Allerdings dient zur Verteilung des Blattguts auf die wenigstens zwei Abzugslagen
das Verteilelement bzw. die Verteilelemente, das bzw. die Blätter des Blattguts bei
der Bewegung in die Stellungen in die Abzugslagen bewegt, insbesondere drängt, bzw.
bewegen, insbesondere drängen, und hierzu vorzugsweise in Kontakt mit diesen Blättern
kommt bzw. kommen. Die beiden Stellungen bzw. bei mehr als zwei Stellungen wenigstens
zwei der Stellungen entsprechen dabei jeweils einer anderen Abzugslage. Eine weitere
Einrichtung zum Transport von Blättern von einem Ort, an dem diese zur Verteilung
auf die Abzugslagen wahlweise oder abwechselnd aus einer gemeinsamen Zufuhrebene abgelenkt
werden, entfällt daher.
[0016] Daher kann - muss aber nicht notwendigerweise - auf eine Weiche zum selektiven Zuleiten
verzichtet werden.
[0017] Das Verfahren und die erfindungsgemäße Transportvorrichtung können vorzugsweise eingesetzt
werden, wenn die Transportrichtung zweier aneinandergrenzender Blattguttransportstrecken
unterschiedlich sind, insbesondere in einem Winkel von 90 Grad zueinander verlaufen.
Bei dem Verfahren sind dann wenigstens eine der Abzugsrichtungen (B) und die Zuführrichtung
unterschiedlich, besonders bevorzugt verläuft die Abzugsrichtung (B) in einem Winkel
von 90° zur Zuführrichtung. Die Vorrichtung ist dazu vorzugsweise so ausgebildet,
dass wenigstens eine der Abzugsrichtungen und die Zuführrichtung unterschiedlich sind,
und besonders bevorzugt, dass wenigstens eine der Abzugsrichtungen in einem Winkel
von 90° zur Zuführrichtung verläuft.
[0018] Vorzugsweise wird das Blattgut im Quertransport zugeführt. Die Vorrichtung ist dazu
vorzugsweise so ausgebildet, daß das Blatt im Quertransport der Vorrichtung und insbesondere
den Abzugslagen zuführbar ist. Unter Quertransport wird dabei verstanden, daß das
rechteckige Blattgut, das auch abgerundete Ecken aufweisen kann, mit der längeren
Seite näherungsweise quer zu der Transportrichtung transportiert wird. Die Vorrichtung
ist kann dann insbesondere so ausgebildet sein, daß das Blattgut nach dem Abzug im
Längstransport, d.h. mit der Längsseite wenigstens näherungsweise in Transportrichtung,
transportierbar ist.
[0019] Die Vorrichtung ist aber genauso einsetzbar für einen richtungsgleichen Weitertransport
des Blattguts oder einen Weitertransport mit einem anderen Winkel.
[0020] Vorzugsweise schließen, wenigstens bei bestimmungsgemäßer Ausrichtung der Vorrichtung
bzw. Zuführrichtung, durch Blätter in den Abzugslagen gegebene Ebenen mit einer horizontalen
Ebene einen Winkel größer 0° ein. Die Vorrichtung ist dazu vorzugsweise so ausgebildet
ist, dass durch Blätter in den Abzugslagen gegebene Ebenen mit einer horizontalen
Ebene einen Winkel größer 0° einschließen. Bevorzugt sind also die beiden Ebenen bzw.
Abzugsebenen in einem Winkel zur Horizontalen, insbesondere vertikal ausgerichtet.
Dies ermöglicht einerseits einen platzsparenden Transport des Blattguts in vertikaler
Ausrichtung, beispielsweise entlang einer Rückwand einer Banknotenbearbeitungsvorrichtung.
Die vertikale Ausrichtung ist aber von besonderer Bedeutung, wenn die Abzugseinrichtung
starr ausgebildet ist und insbesondere über Elemente verfügt, beispielsweise Abzugsrollen,
die ständig in den zwischen den beiden Abzugsstellungen bzw. Abzugsebenen definierten
Raum hineinragen. Denn bei zwei z.B. horizontal ausgerichteten Abzugsebenen bestünde
ansonsten die Gefahr, dass das zugeführte Blattgut bereits schwerkraftbedingt an der
Abzugseinrichtung anliegt und von der Abzugseinrichtung erfasst und abtransportiert
wird, noch bevor es von dem Verteilelement, beispielsweise einem Schieber, in eine
der Abzugslagen transportiert, beispielsweise gegen eine Abzugsebene gedrängt, wird.
[0021] Weiter ist es möglich, dass die Abzugslagen zueinander beabstandet sind und einen
Zwischenraum definieren, in den Blattgut aus der Zuführrichtung transportierbar ist.
Bei dem Verfahren gelangt das Blattgut beim Herantransport vorzugsweise in einen Zwischenraum,
der durch die zueinander beabstandeten Abzugslagen definiert ist. Auf diese Weise
kann ein besonders kompakter Aufbau erzielt werden.
[0022] Zur genauen Zuführung kann die Vorrichtung weiter eine Führungseinrichtung mit wenigstens
einem Führungselement in Zuführrichtung vor dem Verteilelement oder den Verteilelementen
aufweist, welches angepasst ist, zuzuführendes Blattgut mittig zwischen die beiden
Abzugslagen oder die beiden Abzugsebenen zu leiten. Die Führungseinrichtung kann sicherzustellen,
dass das zuzuführende Blattgut in etwa mittig zwischen die beiden Abzugslagen bzw.
Abzugsebenen geleitet wird und nicht etwa mit dem sich zwischen den beiden Abzugslagen
bzw. -ebenen hin- und herbewegbaren Verteilelement, beispielsweise dem Schieber, kollidiert,
das bzw. der während der Blattgutzuführung wenigstens mit einer in Richtung der Zuführung
liegenden Kante des Verteilelements von der Mitte versetzt positioniert ist und vorzugsweise
an einer der Abzugsebenen anliegt.
[0023] Dabei kann die Führungseinrichtung, insbesondere das Führungselement, einen Transportspalt
für das zuzuführende Blattgut bilden. Dieser Transportspalt kann insbesondere in einfacher
Weise von zwei parallel zur Blattgutebene liegenden Platten begrenzt sein.
[0024] Das Verteilelement kann prinzipiell in beliebiger Art und Weise bewegt werden, wozu
die Vorrichtung einen eigenen Antrieb umfassen kann. Insbesondere kann das Verteilelement
mit dem Antrieb gekoppelt sein. Bei Verwendung von mehr als einem Verteilelement können
für die Verteilelemente ein gemeinsamer Antrieb oder getrennte Antriebe vorgesehen
sein. Es ist jedoch auch möglich, dass die Vorrichtung wenigstens ein entsprechendes
Koppelelement zu einem externen Antrieb umfasst. So kann beispielsweise bei der Hin-
und Herbewegung des Verteilelements oder der Verteilelemente das Verteilelement oder
die Verteilelemente relativ zu der Zuführrichtung gedreht oder geschwenkt werden.
Bei der Vorrichtung ist bzw. sind dann dazu das Verteilelement bzw. die Verteilelemente
vorzugsweise relativ zu der Zuführrichtung schwenkbar. Eine solche Bewegung kann sehr
einfach erzeugt werden.
[0025] Es ist aber auch möglich, dass bei der Hin- und Herbewegung des Verteilelements oder
der Verteilelemente das Verteilelement oder die Verteilelemente relativ zu der Zuführrichtung
verschoben werden. Bei der Vorrichtung kann bzw. können dann dazu das Verteilelement
bzw. die Verteilelemente relativ zu der Zuführrichtung verschiebbar sein. Die Verteileinrichtung
kann daher als Verteilelement bzw. Verteilelemente einen oder mehrere verlagerbare
Schieber aufweisen, um zugeführtes Blattgut wahlweise in eine der Abzugslagen bzw.
zu der einen oder der anderen der beiden Abzugsebenen zu drängen. Insbesondere können
die beiden Abzugsebenen voneinander beabstandet sein und einen Raum definieren, dem
das umzuleitende Blattgut zugeführt wird und in welchem ein Schieber derart verlagerbar
ist, dass das zwischen die beiden Abzugsebenen zugeführte Blattgut zu der einen oder
der anderen der beiden Abzugsebenen gedrängt wird. Wenn nun ein zugeführtes Blattgut
vollständig zugeführt ist, wird es mittels des Schiebers in Richtung auf eine Abzugsebene
gedrängt, damit es von der Abzugseinrichtung erfasst und in Abzugsrichtung abtransportiert
werden kann. Prinzipiell könnten die Verteilelemente, z.B. die verfahrbaren Schieber,
aber auch außerhalb der Abzugsräume vorhanden sein und die Blatt von dort aus in die
eine oder andere Abzugsebene befördern.
[0026] Es sind auch Kombinationen der Bewegungsformen möglich.
[0027] Das Verteilelement kann beispielsweise als vollflächige oder durchbrochene Platte
oder als ebenes Gitter ausgebildet sein. Bei einer besonders einfachen Ausführungsform
umfasst das Verteilelement jedoch einen Halter mit wenigstens zwei Fächern für Blätter
des Blattguts, der zur Bewegung von Blättern in die Abzugslagen zwischen die Abzugslagen
bestimmenden Endlagen hin- und herbewegt wird, so dass in jeder der Endlagen jeweils
ein Blatt in ein anderes der Fächer gelangt. Bei der Vorrichtung ist dazu das Verteilelement
vorzugsweise ein Halter mit wenigstens zwei Fächern für Blätter des Blattguts, der
zwischen die Abzugslagen bestimmenden Endlagen hin- und herbewegbar ist, so dass in
jeder der Endlagen jeweils ein anderes der Fächer in einer Ebene des Zufuhrstroms
liegt. Während ein Blatt in einem Fach in die Abzugslage gelangt, kann also ein weiteres
Blatt in das andere Fach transportiert werden. Ein solcher Halter kann weitgehend
die Abzugslage definieren, ohne dass weitere Elemente notwendig sind, so dass ein
einfacher Aufbau erzielt werden kann. Der Halter kann beispielsweise über vollflächig
plattenförmige oder durchbrochen plattenförmige Wände verfügen oder aus gitterförmigem
Material gebildet sein. Der Halter verfügt vorzugsweise über weitere Öffnungen, durch
die das in den Fächern befindliche Blattgut aus den Fächern in den entsprechenden
Abzugsrichtungen abtransportierbar ist.
[0028] Um einen einfachen Abtransport bzw. ein einfaches Abziehen zu ermöglichen weist der
Halter vorzugsweise Öffnungen auf, durch die bei Erreichen der Endlagen jeweils wenigstens
ein Element der Abzugseinrichtung zum Abtransport der Blätter bzw. des Blattguts in
den Fächern greifen kann.
[0029] Die Abzugslagen können je nach Ausführungsform durch verschiedene Elemente der Vorrichtung
definiert sein. Die Abzugslagen können insbesondere von der Anordnung und Ausbildung
der Abzugseinrichtung ab, da diese das Blattgut aus den Abzugslagen abtransportieren
können muss. Um eine sichere Positionierung in der Abzugslage zu erreichen, kann ein
Anlageelement vorgesehen sein, gegen das das Blattgut zum Abtransport gedrängt wird.
Das Anlageelement definiert dann eine Anlagefläche, die insbesondere eine Ebene sein
kann und die Abzugslage wenigstens teilweise definiert. Anlageelemente, die eine Ebene
als Anlagefläche definieren, werden im Rahmen der Erfindung auch teilweise als Anlageebenen
bezeichnet. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung können insbesondere
die Abzugslagen durch eine erste Abzugsebene und eine zweite Abzugsebene bestimmt
sein, die zueinander beabstandet sind und den schon erwähnten Zwischenraum definieren,
in den Blattgut aus der Zuführrichtung zuführbar ist. Bei der Vorrichtung kann dann
die Abzugseinrichtung dazu eingerichtet sein, zwischen die beiden Abzugsebenen zugeführtes
Blattgut in mindestens einer Abzugsrichtung abzutransportieren.
[0030] Die Abzugslage kann weiterhin mit durch das Verteilelement bestimmt sein, das das
Blattgut in die Abzugslage bewegt. Insbesondere kann dies beispielsweise bei der schon
erwähnten Ausführungsform der Fall sein, in der das Verteilelement durch den Halter
gegeben ist. Ein weiteres, insbesondere stationäres Anlageelement ist dann nicht notwendig.
[0031] Prinzipiell kann es ausreichen, die Abzugslagen physisch nur in Richtungen abzusichern,
die nicht in Zuführrichtung liegen. Dann ist jedoch eine sehr genaue zeitliche Koordination
zwischen der Bewegung in die Abzugslage und dem eigentlichen Abzug notwendig. Gemäß
einer Ausführungsform ist es daher bevorzugt, dass die Bewegung der Blätter in Zuführrichtung
in wenigstens einer der Abzugslagen gestoppt wird oder zugeführtes Blattgut angehalten
wird. Die Vorrichtung weist dazu dann bevorzugt eine, vorzugsweise zwischen den Abzugslagen
bzw. Abzugsebenen angeordnete, Stoppeinrichtung auf, um eine Bewegung der Blätter
in Zuführrichtung zu stoppen. Bewegungen in einer Richtung orthogonal zu der Zuführrichtung
brauchen dabei nicht unbedingt gestoppt zu werden. Ein Abstoppen erscheint insbesondere
bei geneigten oder vertikal orientierten Abzugsebenen wichtig zu sein.
[0032] Das Abstoppen kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Zum Anhalten der Blätter
kann bei einer bevorzugten Ausführungsform wenigstens ein Anschlag verwendet werden.
Bei der Vorrichtung umfasst dann die Stoppeinrichtung vorzugsweise einen Anschlag,
der vorzugsweise zwischen den Abzugslagen bzw. Abzugsebenen angeordnet ist, zum Anhalten
von aus der Zuführrichtung zugeführtem Blattgut in dieser Richtung. Auf diese Weise
kann auch mit hoher Geschwindigkeit herantransportiertes Blattgut sicher in die Abzugslagen
gebracht werden.
[0033] Allgemein kann die Stoppeinrichtung an dem Verteilelement und/ oder an Anlageelementen,
die die Abzugslage bestimmen, ausgebildet sein. Beispielsweise kann das Verteilelement
in Form eines Schiebers in Form eines umgekehrten "T" ausgebildet sein, wobei dann
vorzugsweise die kurzen Schenkel mit Anlageelementen, zwischen denen sie angeordnet
sind kämmen können. Es ist aber auch möglich, das Stoppelement stationär anzuordnen.
Insbesondere kann es dann vorzugsweise mit den Anlageelementen verbunden, besonders
bevorzugt einstückig mit diesen ausgebildet sein.
[0034] Bei Verwendung eines stationären Anschlags kann ein besonders störungsarmer Betrieb
erzielt werden, wenn bei der Vorrichtung das Verteilelement mit dem Anschlag kämmt.
Insbesondere kann eine Kollision des Schiebers mit dem Anschlag verhindert werden.
[0035] Bei der Ausführungsform der Vorrichtung bei der das Verteilelement durch den Halter
gegeben ist, wird der Anschlag vorzugsweise durch wenigstens einen Bodenabschnitt
des Halters gebildet. Auf diese Weise ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau der
Vorrichtung.
[0036] Die Stoppeinrichtung dient zum Stoppen der Bewegung der Blätter in Zuführrichtung.
Darunter wird aber nur verstanden, dass das Blattgut näherungsweise zur Ruhe kommt.
Ein Abprallen an dem Anschlag ist aber noch möglich. Zur Reduktion des Abprallens
kann der Anschlag aus einem elastischen Material mit guter Dämpfungswirkung, beispielsweise
Gummi oder Schaumstoff gebildet sein. Um die Abzugslage möglichst genau zu treffen,
ist es jedoch bevorzugt, dass zum Stoppen der Bewegung des Blattguts in Zuführrichtung
die Bewegung der Blätter parallel zu der Zuführrichtung abgebremst wird. Bei der Vorrichtung
umfasst dazu die Stoppeinrichtung vorzugsweise Bremselemente zum Abbremsen der Blätter
wenigstens nach einem Aufprall auf den Anschlag. Die Bremselemente, beispielsweise
federnde, parallel zur Zuführrichtung verlaufen Zungen, können dabei an anderen Teilen
der Vorrichtung, beispielsweise dem Verteilelement oder Anlageelementen gehalten sein.
[0037] Je nach Anforderung kann es sinnvoll sein, dass nicht alle Blätter umgelenkt werden.
Es ist daher bevorzugt, dass das Verteilelement so ausgebildet und angeordnet ist,
dass Blattgut auf die beiden Abzugslagen und in eine Durchgangsöffnung in der Stoppeinrichtung
verteilbar ist. Bei dem Verfahren können daher wahlweise Blätter in die Abzugsrichtungen
abgezogen werden oder in einer, vorzugsweise mit der Zuführrichtung übereinstimmenden,
von den Abzugsrichtungen abweichenden Richtung transportiert werden. Dies erlaubt
es insbesondere die Vorrichtungen in Serie zu betreiben, wobei die Durchlassöffnung
die Zuführrichtung für die folgende Vorrichtung vorgibt.
[0038] Zum Abziehen bzw. Abtransport der Blätter können verschiedene Varianten allein oder
in Kombination miteinander verwendet werden. Auch wenn im Rahmen der Erfindung der
Begriff Abziehen für den Abtransport verwendet wird, bedeutet dies nicht, dass ein
Zug auf die Blätter ausgeübt zu werden braucht. Vielmehr schließt der Begriff beispielsweise
die Möglichkeit ein, dass die Blätter zum Abtransport aus der Abzugslage gestoßen
oder gedrückt werden.
[0039] Die Abzugseinrichtung selbst kann - muss aber nicht notwendigerweise - starr ausgebildet
sein.
[0040] Weiter kann die Abzugseinrichtung, jedenfalls mit ihren unmittelbar auf die Blätter
wirkenden, d.h. die Blätter bewegenden, Elementen, relativ zu der Zuführ- und den
Abzugsrichtungen stationär angeordnet sein. Sobald ein Blatt die entsprechende Abzugslage
erreicht hat, kann es dann von der Abzugseinrichtung abtransportiert werden. Es ist
jedoch auch möglich, dass wenigstens die unmittelbar auf die Blätter wirkenden Elemente
der Abzugseinrichtung wenigstens in einer Richtung quer zur entsprechenden Abzugsrichtung
in Richtung der Abzugslage hin- und herbewegbar sind.
[0041] Die unmittelbar auf die Blätter wirkenden Elemente können dabei aus einer Richtung
auf die Abzugslagen zu bewegt werden, die der Bewegung des Verteilelements entgegengerichtet
ist, wobei sie aber nicht parallel zu dieser verlaufen braucht. Es ist aber auch möglich,
dass wenigstens ein unmittelbar auf die Blätter wirkendes Element der Abzugseinrichtung
an dem Verteilelement oder wenigstens einem der Verteilelemente gehalten ist. Insbesondere
können die Abzugsrollen in den Schieber zu integrieren sein. Vorzugsweise weist die
Vorrichtung dann Anlageelemente auf, gegen die das Verteilelement bzw. das wenigstens
eine daran gehaltenen Element ein abzuziehendes Blatt zum Abtransport pressen kann.
Die Abzugseinrichtung kann dann, beispielsweise durch eine rein mechanische oder auch
elektrische, Abzugssteuereinrichtung, in Kopplung mit der Bewegung des Verteilelements
so gesteuert werden, dass die Abzugseinrichtung, beispielsweise durch Wahl der Drehrichtung
der Abzugsrollen, abhängig davon geändert wird, ob das zugeführte Blattgut mittels
des Verteilerelements, beispielsweise des Schiebers, in die erste oder zweite Abzugslage,
beispielsweise gegen die erste oder gegen die gegenüberliegende zweite Abzugsebene
gedrängt wird. Soll hingegen ein Abtransport aus den zwei Abtransportlagen in jeweils
unterschiedlichen Abtransportlagen erfolgen, so braucht nur ein unmittelbar auf die
Blätter wirkendes Element, beispielsweise ein Riemenantrieb vorgesehen zu sein.
[0042] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden zum Abziehen bzw. zum Abtransport
der Blätter aus den Abzugslagen sich bewegende Reibelemente verwendet, die beim Abtransport
mit dem jeweils abzutransportierenden Blatt in Kontakt sind. Bei der Vorrichtung weist
die Abzugseinrichtung dazu vorzugsweise angetriebene Reibelemente auf, um das Blattgut
durch Wechselwirkung mit demselben abzutransportieren. Da bei dieser Ausführungsform
eine Andruckkraft zwischen Reibelement und Blattgut notwendig ist, um einen Reibungskraft
auf das Blattgut zu erzeugen, werden zur Erzeugung der Andruckkraft wenigstens eines
der Reibelemente und das abzutransportierende Blatt aufeinander gepresst. Hierzu kann
die Abzugseinrichtung so ausgebildet sein, dass wenigstens die Reibelemente wenigstens
in Richtung eines in der Abzugslage befindlichen Blattes relativ zu der Abzugslage
bewegbar sind. Das Reibelement drückt das Blatt dann gegen das dem Druck nicht oder
nicht wesentlich nachgebende Verteilelement, dem dann nicht nur eine Verteilfunktion,
sondern gleichzeitig auch eine Funktion beim Abtransport zukommt. Alternativ kann
die Abzugseinrichtung so ausgebildet sein, dass wenigstens eines der Reibelemente
stationär gehalten bzw. gelagert ist, und das Verteilelement so ausgebildet und angeordnet
ist, dass es das aus der dem Reibelement entsprechenden Abzugslage abzutransportierende
Blatt gegen das Reibelement drückt. Diese beiden Alternativen können auch kombiniert
werden, was jedoch erhöhten konstruktiven Aufwand mit sich bringt.
[0043] Bei der Vorrichtung können dazu bevorzugt die Reibelemente wenigstens zum Abtransportieren
eines Blattes aus einer der Abzugslagen wenigstens teilweise durch Anlageelemente
greifen, die die Abzugslagen bestimmen. Dies hat den Vorteil, dass eine große Anlagefläche
zur Verfügung steht, die einen sicheren Abtransport erlaubt.
[0044] Die Reibelemente können stationär gelagert sein. Alternativ sind bei der Vorrichtung
jedoch die Reibelemente zwischen einer Ruhelage, in der sie Blätter in der jeweiligen
Abzugslage nicht berühren, und einer Abzugslage, in der sie gegen eines der Blätter
in der entsprechenden Abzugslage drücken, bewegbar.
[0045] Die Reibelemente können unterschiedlich ausgebildet sein. Eine Möglichkeit besteht
darin, dass die Abzugseinrichtung Abzugsrollen oder -räder umfasst. Unter einer Abzugsrolle
oder einem Abzugsrad wird dabei insbesondere auch eine Achse drehbar gelagertes Element
verstanden, das in einer quer zu der Achse verlaufenden Ebene beispielsweise einen
kreisförmigen oder polygonförmigen Querschnitt aufweist. Insbesondere kann das Verteilelement,
beispielsweise der Schieber, dann das zugeführte Blattgut in Richtung auf die Reibelemente,
beispielsweise die Abzugsrollen, drängen, bis die von den Reibelementen, beispielsweise
den Abzugsrollen, (es muss mindestens eine je Abzugsebene vorgesehen sein) auf das
Blattgut ausgeübte Reibung so groß wird, dass das Blattgut erfasst und entsprechend
der Drehrichtung der Abzugsrollen weitertransportiert wird.
[0046] Insbesondere können bei der Vorrichtung die Abzugsrollen durch die beiden Abzugsebenen
in den von den beiden Abzugsebenen definierten Zwischenraum hineinragen. Sollen die
Reibelemente relativ zu der Abzugslage bewegbar sein, sind die Abzugsrollen vorzugsweise
durch die beiden Abzugsebenen zumindest teilweise in radialer Richtung in den von
den beiden Abzugsebenen gebildeten Zwischenraum hineinbewegbar sind.
[0047] Als weitere Möglichkeit können die Reibelemente wenigstens einen Riemen, insbesondere
einen Flach- oder Rundriemen umfassen.
[0048] Alternativ kann bei dem Verfahren ein wenigstens teilweise tangential zu wenigstens
einer der Abzugslagen verlaufender Blasluftstrom erzeugt werden, so dass Blattgut
aus der Abzugslage wenigstens teilweise durch den Luftstrom abtransportiert wird.
Bei der Vorrichtung umfasst dazu die Abzugseinrichtung vorzugsweise wenigstens ein
mit einer Blasluftzufuhr verbundenes Transportelement, das einen mit der Blasluftzufuhr
verbundenen Ausblaskanal aufweist, aus dem bei Zufuhr von Blasluft ein wenigstens
teilweise tangential zu wenigstens einer der Abzugslagen ausströmt. Vorzugsweise werden
dabei als Transportelemente Luftleitplatten verwendet, die mit Blasluft versorgbare
zur Abzugsrichtung geneigte Blasluftbohrungen aufweisen, die so angeordnet sind, dass
sie dem aus der der Luftleitplatte benachbarten Abzugslage abzutransportierende Blatt
eine Schubkomponente in Abzugsrichtung verleihen. Der Begriff Luft schließt hierbei
auch beliebige andere Gase ein. Die Verwendung von Luftleitplatten hat den Vorteil,
dass die Kraft zum Abtransport gleichmäßig auf das Blatt verteilt werden kann. Darüber
hinaus kann bei geeigneter Ausführung der Bohrungen und geeigneten Strömungsgeschwindigkeiten
der Blasluft der Effekt erzielt werden, dass das zu transportierende Blatt auf einem
Luftkissen zwischen Blatt und Luftleitplatte transportiert wird, so dass keine Reibung
des Blatts an einem festen Körper auftritt. Weiter ist das einzige zu bewegende Teil
ein Ventil zur Steuerung der Blasluft, das jedoch optional ist. Die Verwendung eines
solchen Transportelements, insbesondere einer Luftleitplatte, ist insbesondere dann
vorteilhaft, wenn sie gleichzeitig das Verteilelement darstellt.
[0049] Insbesondere ist es in Bezug auf den Abtransport aus den Abzugslagen bevorzugt, dass
bei dem Abtransport eines Blattes in wenigstens einer der Abzugsrichtungen eine Kraft
auf das Blatt in einer Richtung ausgeübt wird, die gegenüber einer durch wenigstens
ein Abzugsführungselement gegebenen Abzugsführungsrichtung geneigt ist. Die Vorrichtung
weist dazu vorzugsweise für wenigstens eine der Abzugslagen eine sich parallel zu
der Abzugsrichtung erstreckende Abzugsführung zur Führung der Blätter beim Abziehen
auf, und die Abzugseinrichtung ist dazu ausgebildet, beim Abzug auf das Blatt eine
Kraft mit einer Komponente in Richtung der Abzugsführung auszuüben. Dies hat den Vorteil,
dass beim Abtransport gleichzeitig eine Ausrichtung der Blätter an dem Abzugsführungselement
erzielt werden kann. Insbesondere können dazu die Drehachsen drehbar gelagerter Reibelemente,
die Transportrichtungen von Riemen oder die Blasluftkanäle entsprechend geneigt sein.
[0050] Die Abzugsrichtungen für die Abzugslagen können unterschiedlich verlaufen. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform können die Abzugrichtungen einen Winkel kleiner als 10°
einschließen und vorzugsweise parallel verlaufen. Die Vorrichtung, insbesondere die
Abzugseinrichtung ist dazu vorzugsweise so ausgebildet ist, dass die Abzugrichtungen
einen Winkel kleiner als 10° einschließen. Eine solche Ausrichtung ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn die Blätter nicht gewendet werden sollen.
[0051] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform können die Abzugrichtungen einen
Winkel zwischen 170° und 180° einschließen und insbesondere antiparallel verlaufen.
Die Vorrichtung und insbesondere die Abzugseinrichtung ist dann dazu vorzugsweise
so ausgebildet ist, dass die Abzugrichtungen einen Winkel zwischen 170° und 180° einschließen.
Diese Ausführungsform ist insbesondere von Vorteil, wenn die Blätter auf verschiedene
Abzugsstrecken verteilt werden sollen.
[0052] Prinzipiell braucht die Abzugsrichtung für eine Abzugslage nicht veränderbar zu sein.
Die erfindungsgemäße Transportvorrichtung ermöglicht jedoch einen Abzug bzw. Weitertransport
des zugeführten Blattguts wahlweise in zwei entgegengesetzte Richtungen, beispielsweise
in einfacher Weise durch Drehrichtungsumkehr der vorerwähnten Abzugsrollen. Bei dem
Verfahren ist es daher in einer bevorzugten Ausführungsform möglich, dass ein Blatt
aus wenigstens einer der Abzugslagen in Abhängigkeit von einer Vorgabe für das Blatt
in einer von zwei für die Abzugslage vorgegebenen Abzugsrichtungen abtransportiert
wird. Hierzu kann zum einen eine Abzugssteuereinrichtung zur Steuerung der Abzugseinrichtung
vorgesehen sein, die in Abhängigkeit von der Vorgabe die Abzugseinrichtung so ansteuert,
dass die gewünschte Abzugsrichtung für die Abzugslage erhalten wird. Im einfachsten
Fall braucht dazu nur die Drehrichtung eines Antriebs umgekehrt zu werden. Bei Verwendung
einer Luftleitplatte kann diese Blasluftkanäle aufweisen, von denen ein Teil in einer
Abzugsrichtung und ein anderer Teil in einer anderen Abzugsrichtung geneigt ist, wobei
die Teile getrennt voneinander mit Blasluft versorgbar sind. Durch entsprechende Ansteuerung
der Versorgung kann dann eine Bewegungsumkehr erhalten werden.
[0053] Alternativ kann die Abzugseinrichtung zum Abzug von Blättern aus wenigstens einer
der Abzugslagen wenigstens zwei Abschnitte aufweisen, mittels derer ein Blatt in der
einen der Abzugslagen in zwei verschiedene Abzugsrichtungen abziehbar ist. Hierbei
braucht eine Abzugssteuereinrichtung nur den entsprechenden Abschnitt der Abzugseinrichtung
anzusteuern, um die dem Abschnitt entsprechende Abzugsrichtung zu erhalten.
[0054] Die Vorgabe kann beispielsweise durch mittels eines geeigneten Sensors gebildete
Daten oder ein Signal gegeben sein, die bzw. das eine Eigenschaft des zugeführten
Blattes wiedergibt, beispielsweise, ob dessen Oberseite eine gewünscht Lage relativ
zu der Transportstrecke, die das Blatt zugeführt hat, hatte.
[0055] Grundsätzlich können die Bewegung des Verteilelements und die Abzugseinrichtung nach
einmaliger Synchronisation unabhängig voneinander mit entsprechender Geschwindigkeit
betrieben werden. Es ist jedoch bevorzugt, dass die Bewegung des Verteilelements und
der Abtransport in Abhängigkeit voneinander gesteuert werden. Die Vorrichtung weist
dazu weiter vorzugsweise eine Steuereinrichtung auf, mittels derer die Arbeit der
Verteileinrichtung und die Arbeit der Abzugseinrichtung in Abhängigkeit voneinander
steuerbar sind. Insbesondere können bei der Vorrichtung also die Bewegung der Abzugsrollen
und die Verlagerung des Schiebers gekoppelt sein. Insbesondere können also die Bewegung
der die Blätter bewegenden Elemente der Abzugseinrichtung, beispielsweise der Abzugsrollen,
und die Bewegung des Verteilelements, beispielsweise die Verlagerung des Schiebers
vorzugsweise in geeigneter Weise so gekoppelt sein, dass die Elemente bzw. Abzugsrollen
z.B. erst dann in den Zwischenraum zwischen den Abzugslagen bzw. -ebenen verlagert
werden, wenn sich das Verteilelemente, beispielsweise der Schieber, auf die Elemente,
beispielsweise die Abzugsrollen, zubewegt.
[0056] Die Steuereinrichtung kann zum einen, insbesondere wenn nur ein Antrieb für die Bewegung
des Verteilelements und den Abtransport benutzt wird, durch entsprechende mechanische
Koppelelemente gegeben sein. Alternativ ist es möglich, für die Bewegung des Verteilelements
und den Abtransport getrennte Antriebe zu verwenden, die elektrisch ansteuerbar sind.
In diesem, bevorzugten, Fall kann die Steuereinrichtung insbesondere durch eine elektronische
Schaltung gegeben sein und besonders bevorzugt einen Mikroprozessor zur Steuerung
aufweisen. Die Steuereinrichtung kann, je nach Ausführungsform und falls vorhanden,
mit der Abzugssteuereinrichtung integriert sein.
[0057] Insbesondere kann die Steuereinrichtung einen Sensor aufweisen, mittels dessen das
Erreichen einer vorgegebenen Lage in Zuführrichtung und/oder der Stopp der Bewegung
eines Blatts in einer der Abzugslagen erfaßbar sind, und dazu ausgebildet sein, die
Abzugseinrichtung so anzusteuern, dass ein Blatt bei Erreichen der jeweiligen Abzugslage
abtransportiert wird. Als Sensor kann insbesondere eine Lichtschranke in Betracht
kommen mittels derer das Erreichen der Abzugslage bzw. des Anschlags oder der Zeitpunkt
des Eintritts in die Vorrichtung, aus dem bei bekannter Geschwindigkeit des Transport
das Erreichen der Abzugslage ermittelbar ist, festgestellt werden kann.
[0058] Alternativ ist es bei dem Verfahren bevorzugt, dass die Blätter in gleichen Zeitabständen
aus den Abzugslagen abtransportiert werden. Bei der Vorrichtung sind dazu vorzugsweise
die Steuereinrichtung und/oder die Abzugseinrichtung dazu ausgebildet, dass Blätter
in vorgegebenen gleichen Zeitabständen abgezogen werden. Diese Ausführungsform erlaubt
eine Vergleichmäßigung des entstehenden Stroms von abtransportierten Blättern.
[0059] Soll nicht die Transportrichtung aller Blätter geändert werden, so ist es bevorzugt,
dass das wenigstens eine Verteilelement so bewegt wird, dass in Abhängigkeit von einer
Verteilvorgabe vorgegebene Blätter in Zuführrichtung zwischen den Abzugslagen hindurchgelassen
werden. Bei der Vorrichtung ist dazu wenigstens ein zwischen den Abzugsebene hindurchverlaufender
Pfad vorgesehen, und das Verteilelement oder die Verteilelemente sind so ausgebildet
und angeordnet, dass zugeführte Blätter wahlweise in eine der Abzugslagen abgelenkt
oder in Abhängigkeit von einer Verteilvorgabe in Zuführrichtung zwischen den Abzugslagen
hindurchgelassen werden. Die Vorgabe kann dabei zum einen allein dadurch gegeben sein,
dass unabhängig von den Eigenschaften der Blätter jeweils vorausgewählte Blätter,
beispielsweise jedes dritte, nicht abgelenkt wird. Zum anderen ist es möglich, dass
eine Steuereinrichtung zur Steuerung eines Antriebs für das Verteilelement oder von
Antrieben für die Verteilelemente diese in Abhängigkeit von wenigstens einer erfassten
Eigenschaft der Blätter durchlässt oder in die Abzugslagen ablenkt.
[0060] Häufig soll nur eine Änderung der Transportrichtung erfolgen. Es ist dann bevorzugt,
dass die abtransportierten Blätter zu einem Blattgutstrom zusammengeführt werden.
Die Vorrichtung weist dazu vorzugsweise eine Leiteinrichtung auf, die aus den Abzugslagen
in der jeweiligen Abzugslage abgezogene Blätter in einem einzigen Strom zusammenführt.
[0061] Bei der Arbeit der Vorrichtung können die Geschwindigkeit der Zuführung von Blattgut
und des Abtransports von Blattgut entsprechend den Eigenschaften des oder der beim
Abtransport entstehenden Blattgutströme aufeinander abgestimmt werden. So ist bei
einer Ausführungsform möglich, die Abtransportgeschwindigkeit in Abhängigkeit von
der Zuführgeschwindigkeit so wählen, dass bei Zusammenführen der abgezogenen Blätter
zu einem Strom die Blätter geschuppt, d.h. teilweise übereinanderliegend, angeordnet
sind. Vorzugsweise ist die Abtransportgeschwindigkeit jedoch so gewählt, dass die
abtransportierten Blätter bei Zusammenführung zu einem Strom in diesem vereinzelt
vorliegen. Bei der Vorrichtung ist dazu die Steuereinrichtung vorzugsweise dazu ausgebildet,
die Abzugseinrichtung so zu steuern, dass die abtransportierten Blätter nach Zusammenführung
zu einem Strom in diesem vereinzelt vorliegen.
[0062] Häufig ist es gewünscht, dass die Transportebene vor und nach der Umlenkvorrichtung
dieselbe ist. Dies ist mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einfacher Weise
möglich, indem sich beispielsweise an die beiden Abzugsebenen entsprechend geformte
Leitelemente anschließen, die den zwischen den beiden Abzugsebenen definierten Raum
auf einen Ausgangstransportspalt verringern, der in der gewünschten Transportebene
für den Weitertransport des Blattguts liegt.
[0063] In Abzugsrichtung hinter wenigstens einem unmittelbar auf die Blätter wirkenden Element
der Abzugseinrichtung, beispielsweise den Abzugsrollen oder einer Luftleitplatte,
und dem Verteilelement, beispielsweise dem Schieber, können Weitertransportelemente,
beispielsweise Transportrollen oder Transportbänder zum Weitertransportieren des von
den unmittelbar auf das Blattgut wirkenden Elementen, beispielsweise den Abzugsrollen,
abtransportiertem Blattguts vorgesehen sein.
[0064] Besonders bevorzugt sind die Weitertransportelemente in die erwähnten Leitelemente
integriert sind. Bevorzugt eingesetzt werden dazu Transportrollen, da sie sich in
besonders einfacher Weise in die vorerwähnten, den Ausgangstransportspalt bildenden
Leitelemente integrieren lassen.
[0065] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der begleitenden Zeichnungen noch
weiter erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine aus mehreren Modulen bestehende Banknotenbearbeitungsvorrichtung als Desktop-Ausführung,
Fig. 2 eine Transportvorrichtung gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung schematisch in perspektivischer Ansicht,
Fig. 3 die Transportvorrichtung aus Fig. 2 in Seitenansicht,
Fig. 4 die Transportvorrichtung aus den Fig. 2 und 3 in Draufsicht,
Fig. 5 eine Teilansicht der Transportvorrichtung aus Fig. 2 in einer ersten Position,
Fig. 6 eine Teilansicht der Vorrichtung aus Fig. 2 in einer anderen, zweiten Position
Fig. 7 eine schematische Teilansicht der Banknotenbearbeitungsvorrichtung mit der
Transportvorrichtung nach der ersten bevorzugtem Ausführungsform der Erfindung in
Fig. 1 und 2,
Fig. 8 eine schematische Teilansicht eines Verteilelements einer Transportvorrichtung
nach einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 9a,b eine schematische teilweise Draufsichten auf die Transportvorrichtung nach
der zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, bei denen sich ein Verteilelement
in jeweils verschiedenen Endlagen befindet,
Fig. 10 eine schematische Teildarstellung einer Transportvorrichtung nach einer dritten
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
Fig. 11 eine schematische teilweise Darstellung einer Abzugseinrichtung einer Transportvorrichtung
nach einer vierten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 12 eine schematische teilweise Darstellung einer Transporteinrichtung nach einer
fünften bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 13 eine Darstellung einer Anlageplatte und einer Abzugsrolle bei einer Transportvorrichtung
nach einer sechsten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 14. eine schematische teilweise Darstellung einer Transporteinrichtung nach einer
sechsten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 15 eine schematische teilweise Darstellung einer Transport-einrichtung nach einer
siebten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. und
Fig. 16 eine schematische teilweise Darstellung einer Transporteinrichtung nach einer
achten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
[0066] Fig.1 zeigt als konkretes Beispiel für eine Vorrichtung zum Bearbeiten von blattförmigen
Wertdokumenten eine Banknotenbearbeitungsvorrichtung 1. Die Vorrichtung ist modulweise
aufgebaut und besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus drei Modulen 2. Das
linke Modul umfasst einen Blattgutvereinzler 3 mit einem Eingabefach, in das eine
Bedienperson Blattgut, beispielsweise einen Banknotenstapel oder andere Wertdokumente,
wie z. B. Schecks, einlegen kann. Die Banknoten werden mittels des Vereinzlers 3 einzeln
in das linke Modul 2 eingezogen und mittels darin enthaltener Einrichtungen zum Messen
und Prüfen von Blattguteigenschaften überprüft und sortiert. Diese Prüfung kann sich
beispielsweise nur auf die Denomination der eingegebenen Banknoten beschränken. Zusätzlich
oder stattdessen können aber auch die Qualität und/ oder Echtheitsmerkmale der Banknoten
überprüft werden. Banknoten, die gewisse Prüfkriterien nicht erfüllen, weil z. B.
die Denomination nicht bestimmbar ist und/oder das Ergebnis der Echtheitsprüfung negativ
ausfiel, und/ oder die Umlauffähigkeit nicht mehr gegeben ist, werden als so genannte
"Rejects" in dem über dem Vereinzier 3 angeordneten Reject-Fach 4 ausgegeben. Die
übrigen Dokumente werden entsprechend dem Prüfergebnis einem vorbestimmten Ausgabefach
5 zugeführt, so dass sie von der Bedienperson entsprechend sortiert den Ausgabefächern
5 entnommen werden können.
[0067] Im dargestellten Ausführungsbeispiel dienen die beiden rechten Module 2 lediglich
der Ausgabe der Banknoten. Einrichtungen zum Messen und Prüfen der Banknoten müssen
hier nicht, können aber enthalten sein. Alle Ausgabefächer 4, 5 sind im dargestellten
Ausführungsbeispiel als Spiralfachstapler ausgeführt.
[0068] Die Banknoten werden in der Banknotenbearbeitungsvorrichtung 1 im Querformat eingegeben,
verarbeitet und ausgegeben. Zum Transportieren der Banknoten von einem Modul 2 zum
nächsten Modul 2 kann vorteilhaft eine Transportvorrichtung eingesetzt werden, wie
sie nachfolgend anhand der Figuren 2 bis 7 beschrieben wird. Eine solche Transportvorrichtung
10 kann beispielsweise im Bereich der Rückseite eines Moduls 2 in vertikaler Ausrichtung
derart vorgesehen sein, dass die im Querformat transportierten Banknoten BN der Transportvorrichtung
10 aus einer Zuführrichtung A senkrecht von oben zugeführt und in einer um 90 Grad
dazu liegenden Abzugsrichtung B, also in Längsrichtung der Banknoten BN, abtransportiert
werden. Eine derartige Anordnung ist besonders platzsparend. In Fig. 7 ist neben den
der Transportvorrichtung 10 noch rein beispielhaft ein Sensor 100 der Einrichtungen
zum Messen und Prüfen von Blattguteigenschaften der Banknotenbearbeitungsvorrichtung
gezeigt, die Banknoten im Quertransport prüft. Eine erste Blattguttransportstrecke
101, die durch eine nicht näher in den Figuren gezeigte, an sich bekannte Zufuhrtransporteinrichtung
bereitgestellt wird, verläuft in der Zuführrichtung A und definiert eine Zuführebene,
die durch die Zuführrichtung A und die Ebene der zugeführten Blätter, im Beispiel
der Banknoten BN, gegeben ist. Eine zweite Blattguttransportstrecke ist durch eine
nur durch Walzen symbolisierte Abtransporteinrichtung 102 gegeben, die die Weitertransportrichtung
B und durch die Ebene der transportierten Banknoten gegebene Weitertransportebene
definiert, die wie auch die Zuführebene in diesem Beispiel senkrecht verläuft.
[0069] Die Transportvorrichtung 10 umfasst zwei Abzugslagen bestimmende Anlageelemente bzw.
Abzugsebenen 11a, 11b, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als zueinander
beabstandete, parallel zueinander ausgerichtete Platten ausgebildet sind und entsprechende
Abzugslagen definieren. Des weiteren umfasst die Transportvorrichtung 10 ein Verteilelement,
im Beispiel einen Schieber 12, das der zwischen den beiden Abzugslagen bzw. Abzugsebenen
11a, 11b durch einen Antrieb 103 verlagerbar, insbesondere verschiebbar ist und in
der in Figur 2 dargestellten Position an der zweiten Abzugsebene 11b anliegt. Der
Schieber 12 dient dazu, jedes mal, wenn eine Banknote BN zwischen die beiden Abzugsebenen
11a, 11b zugeführt worden ist, die Banknote wahlweise zu der einen oder der anderen
der beiden Abzugsebenen 11a, 11b zu drängen. Im Falle der Figur 2 wird die zwischen
den beiden Abzugsebenen 11a, 11b zugeführte Banknote BN mittels des Schiebers 12 gegen
die Abzugsebene 11a gedrängt werden.
[0070] Dies ist anhand der Figuren 4 bis 6 gut zu erkennen. Fig. 4 zeigt die Vorrichtung
aus Fig. 2 senkrecht von oben. Der Schieber 12 liegt an der Abzugsebene 11b an, und
eine Banknote BN befindet sich mittig zwischen den Abzugsebenen 11a, 11b. Die Banknote
BN liegt mit ihrer Querkante auf einer Stoppeinrichtung, in diesem Beispiel einem
gitterförmigen Anschlag 16 auf, welches die Bewegung der Banknote BN stoppt und die
Banknote BN gleichzeitig für den Weitertransport in die Abzugsrichtung B ausrichtet.
Eine Ausrichtung in einem von 90 Grad abweichenden Winkel ist grundsätzlich auch möglich.
[0071] Fig. 5 zeigt diesen Zustand perspektivisch, jedoch ohne die die zweite Abzugsebene
11b bildende Platte, so dass der Schieber 12 deutlicher sichtbar wird.
[0072] Fig. 6 zeigt die Vorrichtung einen kurzen Moment später, in welchem der Schieber
12 gegen die erste Abzugsebene 11a verschoben wurde, so dass die Banknote BN nun zwischen
dem Schieber 12 und der ersten Abzugsebene 11a eingeklemmt ist. Der Übersichtlichkeit
wegen ist die eingeklemmte Banknote BN in Fig. 6 aber nicht gezeigt.
[0073] Die Transportvorrichtung 10 weist weiter eine Abzugseinrichtung 104 mit zwei jeweils
einer der Abzugslagen bzw. -ebenen 11a und 11b zugeordneten Antrieben und unmittelbar
auf die Blätter wirkenden von den entsprechenden Antrieben angetriebene Abtransportelementen
auf. Von den Antrieben und den Abtransportelementen sind in den Figuren nur der Antrieb
105 und das Abtransportelement 106 gezeigt.
[0074] In Fig. 6 sind durch Ausschnitte 12a in dem Verteilelement bzw. dem Schieber 12 hindurch
die Abtransportelemente, in diesem Ausführungsbeispiel Abzugsrollen 13a, sichtbar,
die durch die erste Abzugsebene 11a hindurch auf die eingeklemmte Banknote BN derart
einwirken, dass die Banknote BN aus ihrer Klemmposition in die Abzugsrichtung B aus
der Transportvorrichtung 10 heraustransportiert wird. Entsprechende Abzugsrollen 13b
sind in der zweiten Abzugsebene 11b vorgesehen (Fig. 1 bis 4).
[0075] Die Drehachsen der Abzugsrollen 13a, 13b können ortsfest sein. Sie können aber auch
in Richtung zu und von den Abzugsebenen 11a, 11b bewegbar sein, wozu ein Modul des
Antriebs 105 vorgesehen sein kann. Diese Beweglichkeit ist vorzugsweise mit der Verlagerung
des Schiebers 12 derart koordiniert, dass entweder die Abzugsrollen 13a oder die Abzugsrollen
13b nur dann durch die entsprechende Abzugsebene 11a bzw. 11b in den von den beiden
Abzugsebenen 11a, 11b gebildeten Zwischenraum hineinragen, wenn eine zugeführte Banknote
BN mittels des Schiebers 12 zum Weitertransport in die Abzugsrichtung B zwischen dem
Schieber 12 und der entsprechenden Abzugsebene 11a bzw. 11b eingeklemmt wird.
[0076] In Fig. 7 ist dazu eine Steuervorrichtung 107 vorgesehen, die mit der Prüfeinrichtung
100 zum Empfang von Prüfsignalen und den Antrieben 103 und 105 zur Ansteuerung über
entsprechende Signalverbindungen verbunden ist. Die Steuervorrichtung 107 steuert
insbesondere die Abzugseinrichtung, genauer deren Module der Antriebe zur Bewegung
der Abtransportelemente bzw. Abzugsrollen, in Abhängigkeit von der Ansteuerung des
Schiebers 12 an, so dass die beschriebene Kopplung in der oben beschriebenen Weise
erreicht wird. In anderen Ausführungsbeispielen kann auch ein rein mechanische Kopplung
vorgesehen sein. Die Steuereinrichtung 107 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet,
dass der Blattgutstrom nach den Leitelementen als Strom vereinzelter Blätter vorliegt.
In einem anderen Ausführungsbeispiel könnte die Steuerung auch derart erfolgen, dass
das Blattgut in Form eines Schuppenstroms abgegeben wird.
[0077] Die Aussparungen oder Öffnungen 12a des Schiebers 12 sind vorgesehen, um es dem Schieber
12 bei ortsfest angeordneten Abzugsrollen 13a, 13b zu ermöglichen, während der Zuführung
einer Banknote BN vollständig an einer der Abzugsebenen 11a, 11b anzuliegen, so dass
kein Spalt verbleibt, in den die zugeführte Banknote BN irrtümlich hineinrutschen
könnte. Im Falle verlagerbarer Abzugsrollen 13a, 13b kann auf die Aussparungen 12a
verzichtet werden.
[0078] Der Schieber 12 besitzt des weiteren Aussparungen 12b, die mit dem gitterförmigen
Anschlag 16 kämmen. Dadurch ist eine exakte Ausrichtung und zuverlässige Führung des
Schiebers 12 gewährleistet.
[0079] In Zuführrichtung vor dem Schieber 12 ist ein Führungselement 17 vorgesehen, um die
Banknoten BN mittig zwischen die beiden Abzugsebenen 11a, 11b zu leiten. Das Führungselement
definiert einen Transportspalt 19 für die Banknoten BN und wird von zwei parallel
zur Blattgutebene liegenden Platten begrenzt. Dadurch wird sichergestellt, dass die
zugeführten Banknoten BN nicht mit dem Schieber 12 kollidieren, der während der Zuführung
vorzugsweise direkt an einer der beiden Abzugsebenen 11a, 11b anliegt.
[0080] Den Abzugsebenen 11a und 11b bzw. den entsprechenden Abzugslagen sind somit Abzugsrichtungen
B
1 und B
2 zugeordnet, die gleichgerichtet und parallel zueinander verlaufen. Leitelemente 14a,
14b sind als Verlängerung der die Abzugsebenen 11a, 11b bildenden Platten derart geformt,
dass sie einen Ausgabespalt 15 bilden. Der Ausgabespalt 15 definiert eine Transportebene
für die Abzugsrichtung B der Banknoten BN, der mit der Transportebene der Zuführrichtung
A der Banknoten BN zusammenfällt aber auch davon verschieden sein könnte. Transportrollen
20a, 20b sind auf jeder Seite der Transportebene in die Leitelemente 14a bzw. 14b
integriert, um die mittels der Abzugsrollen 13a, 13b abgezogenen Banknoten in Abzugsrichtung
B weiterzutransportieren.
[0081] Fig. 8 und die Figuren 9a und 9b zeigen teilweise eine Transportvorrichtung nach
einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, bei der als Verteilelement
statt des Schiebers 12 nun ein Halter 108 vorgesehen ist. Die Anlageelemente 11a und
11b entfallen. Alle anderen Teile der Vorrichtung sind gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel
unverändert, so dass die entsprechenden Erläuterungen auch hier gelten und für gleiche
Teile dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0082] Der kastenförmige Halter 108 verfügt über zwei nach oben offene Fächer 109a und 109b,
die jeweils ein Blatt bzw. eine Banknote aufnehmen können. Der Halter 108 verfügt
über einen in den Figuren nicht gezeigten Boden, der als Stoppeinrichtung wirkt, indem
er auf ihn aufprallende Blätter bzw. Banknoten anhält. Weiter sind an Längsseiten
in den Wänden des Halters 108 Öffnungen 110 für die in diesem Ausführungsbeispiel
stationär gelagerten Abzugsrollen ausgebildet. Die Vorrichtung arbeitet nun so, dass
der Antrieb 103 den Halter 108 zwischen zwei Endlagen hin- und herbewegt. Die Endlagen
sind so gewählt, dass in jeder der Endlagen ein anderes Fach in Fallrichtung unter
dem Transportspalt 19 angeordnet ist, wie aus Fig. 9a und Fig. 9b erkennbar. Das jeweils
andere Fach ist so angeordnet, dass die Abtransportelemente, im Beispiel die Abzugsrollen
13a und 13b, durch die Öffnungen 110 greifen und ein Blatt BN in dem entsprechenden
Fach zwischen der Mittelwand 111 und den Abtransportelemente eingeklemmt wird, so
dass es durch entsprechende Schlitze 111a und 111b in den Stirnwänden des Halters
108 abtransportiert bzw. abgezogen werden kann.
[0083] Eine Transportvorrichtung nach einer dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel darin, dass nun als Verteilelement
eine von einem, dem Antrieb 103 entsprechenden Antrieb 112 zwischen zwei Stellungen
hin- und herschwenkbare Platte 113 vorgesehen ist und die die Abzugslagen festlegenden
Anlageelemente 114a und 114b jeweils L-förmig ausgebildet und in einem vorgegebenen
Winkel zueinander gekippt angeordnet sind. Die Leitelemente 14a und 14b sind so ausgebildet,
dass die Blätter aus den beiden Abzugsrichtungen B
1 und B
2 in der durch zweite Blattgutransportstrecke gegebenen Ebene zusammenführen, so dass
ein Abtransport in Richtung B erfolgen kann. Alle anderen Teile der Vorrichtung sind
gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel unverändert, so dass die entsprechenden Erläuterungen
auch hier gelten und für gleiche Teile dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0084] Die kurzen Schenkel der Anlageelemente 114a und 114b dienen nun als Anschlag zum
Abstoppen der Blätter bzw. Banknoten in der Zuführrichtung. Der Winkel zwischen den
Anschlagelementen und die Lage des Verteilelements 112 sind so aufeinander abgestimmt,
dass in den Endstellungen (vgl. Fig. 10) ein Blatt BN zwischen dem Verteilelement
113 und dem Anlageelement 114a bzw. 114b eingeklemmt werden kann, wobei die entsprechenden
Flächen vorzugsweise wenigstens näherungsweise parallel verlaufen.
[0085] Eine Transportvorrichtung nach einer fünften bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel darin, dass eine andere Abzugseinrichtung
und damit verbunden andere Anlageelemente verwendet werden. Alle anderen Teile der
Vorrichtung sind gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel unverändert, so dass die
entsprechenden Erläuterungen auch hier gelten und für gleiche Teile dieselben Bezugszeichen
verwendet werden.
[0086] Die Anlageelemente 13a und 13b sind nun ersetzt durch Luftleitplatten 115 der Abzugseinrichtung,
von denen eine im Schnitt in Fig. 11 gezeigt ist. Die Luftleitplatte 115 verfügt über
Ausblas- bzw. Blasluftkanäle 116, die so angeordnet sind, dass an ihr anliegende Blätter
bei Beschickung mit einem Blasluftstrom geeigneter Stärke auf einem Luftpolster schwebend
in der durch die Neigung der Blasluftkanäle 116 gegenüber der Oberfläche der Luftleitplatte
115 vorgegebenen Richtung, der Abzugsrichtung, transportierbar sind.
[0087] Die Abzugseinrichtung verfügt weiter über eine Blasluftquelle 117, die über entsprechende
Versorgungsleitungen mit den Luftleitplatten 115 verbunden sind. In jeder der Versorgungsleitung
sind schnell ansprechende, mit der Steuereinrichtung 107 über Signalleitungen verbundene,
elektrisch durch diese, genauer einer durch die Steuereinrichtung 107 gebildete Abzugssteuereinrichtung,
ansteuerbare Ventile 118 angeordnet, mittels derer der Blasluftstrom durch die Blasluftöffnungen
116 an- und ausgeschaltet werden kann.
[0088] Eine Transportvorrichtung nach einer sechsten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel nur darin, dass nun die Abzugsrollen
13a und 13b gegenüber den Anlageelementen 13a bzw. 13b um einen Winkel α geneigt sind
(vgl. Fig. 13) und in Abzugsrichtung nach den Anlageelementen 13a und 13b in Abzugsrichtungen
B
1 bzw. B
2 verlaufende Abzugsführungselemente 119 angeordnet sind. Weiterhin ist der Querschnitt
der Abzugsrollen nicht kreisrund sondern weist die Form eines Polygons, im Beispiel
eines Sechsecks, auf. Alle anderen Teile der Vorrichtung sind gegenüber dem ersten
Ausführungsbeispiel unverändert, so dass die entsprechenden Erläuterungen auch hier
gelten und für gleiche Teile dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0089] Durch die Neigung der Abzugsrollen wird beim Abzug bzw. Abtransport der Blätter eine
in Richtung des Abzugsführungselements 119 weisende Kraftkomponente auf die Blätter
ausgeübt, die diese gegen das Abzugsführungselement 119 treibt. Da die Abzugsrolle
den Polygonquerschnitt aufweist, treten bei geeigneter Anordnung der Achsen entsprechende
Kraftkomponenten nicht dauernd, sondern in Intervallen auf, so dass die Blätter einfach
an der Abzugsführung ausgerichtet werden kann. Die Transportvorrichtung weist daher
zusätzlich eine Ausrichtfunktion auf.
[0090] Eine Transportvorrichtung 10' nach einer siebten bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel nur darin, dass nun
für die durch die Abzugsebenen 13a und 13b gegebenen Abzugslagen jeweils zwei getrennt
voneinander ansteuerbare Abschnitte vorgesehen sind, von denen in Fig. 14 nur die
Abschnitte 120 und 121 gezeigt sind und die jeweils wie der entsprechende Abschnitt
der Abzugseinrichtung in dem ersten Ausführungsbeispiel ausgebildet sind. Weiter ist
die Steuereinrichtung 122 gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel insoweit modifiziert,
dass sie die Abzugseinrichtung in Abhängigkeit von Signalen der Prüfeinrichtung bzw.
des Sensors 100 steuert. Weiter sind Leitelemente symmetrisch für entgegengesetzte
Abzugsrichtungen vorgesehen. Alle anderen Teile der Vorrichtung sind gegenüber dem
ersten Ausführungsbeispiel unverändert, so dass die entsprechenden Erläuterungen auch
hier gelten und für gleiche Teile dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0091] Die Steuereinrichtung 122 ist genauer so ausgebildet, dass sie in Abhängigkeit von
den Prüfsignalen einen der beiden Abschnitte 120 und 121 aktiviert, wobei der Abschnitt
120 zum Abzug in Richtung B
1a angesteuert wird und der Abschnitt 121 zum Abzug in Richtung B
1b. Entsprechendes gilt für die beiden anderen der zweiten Abzugslage zugeordneten Abschnitte.
[0092] Es ist daher möglich, Blätter je nach einer bei der Prüfung festgestellten Eigenschaft
in der einen oder der anderen Richtung abziehen zu können.
[0093] Ein Anwendungsbeispiel zeigt Fig. 14. Darin sind der Transportvorrichtung zwei Weitertransportstrecken
123 und 124 angeordnet, die in entgegengesetzten Richtungen von der durch ein Rechteck
gekennzeichneten Transportvorrichtung, genauer den Leitelementen darin ausgehen. Die
Weitertransportstrecken 123 und 124 laufen zu einer zweiten Transportstrecke zusammen.
Die Weitertransportstrecken 123 und 124 sind gleichlang gewählt, so von der Transporteinrichtung
abgegebene Blattgutströme zeitlich passgenau zusammengeführt werden können.
[0094] Die Steuereinrichtung 122 ist nun so ausgebildet, dass sie auf der Basis der Signale
der Prüfeinrichtung bzw. des Sensors 100 die Orientierung eines Blattes relativ zu
der Transportstrecke, d.h. die Oberseite oder die Unterseite des Blattes zur Oberseite
der Transportstrecke gerichtet feststellt. Sie steuert dann die Abzugseinrichtung
so an, dass Blätter gleicher Orientierung in gleiche Abzugsrichtungen abgezogen werden.
Dadurch haben die Blätter in dem resultierenden Blattgutstrom nach der Zusammenführung
alle die gleiche Orientierung.
[0095] Eine Transportvorrichtung nach einer achten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
in Fig. 16 unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel zum einen in der
Funktion und entsprechend der Ausbildung der Steuereinrichtung und zum anderen darin,
dass nun zwei Verteilelemente 125a und 125b, im Beispiel in Form eines Schiebers,
vorgesehen sind, die Stoppelemente 126a und 126b in Form eines Anschlags aufweisen.
[0096] Die L-förmigen Schieber 125a und 125b sind einzeln, auf entsprechende Ansteuerung
durch die Steuereinrichtung durch Antriebe 127a und 127b zwischen nun drei Stellungen
in einer Richtung quer zur Zuführrichtung A hin- und herbewegbar. Um dies zu ermöglichen
kämmen die Stoppelemente 126a und 126b mit den Anlageelementen 11a und 11b.
[0097] Die Steuereinrichtung ist dazu ausgebildet, in diesem Ausführungsbeispiel in Abhängigkeit
von Signalen des Sensors 100, die Antriebe 127a und 127b so anzusteuern, dass folgende
Funktionen erzielt werden.
[0098] In den ersten beiden Stellungen werden die beiden Verteilelemente 125a und 125b synchron
bewegt, wobei sie mit ihren parallel zu der Zuführrichtung A verlaufenden Schenkeln
aneinander anliegen, so dass die gleiche Funktion wie im ersten Ausführungsbeispiel
erreicht wird. Dabei ist jedoch der Anschlag nun in die Verteilelemente integriert.
[0099] In der dritten Stellung, die in Fig. 16 veranschaulicht ist, sind die beiden Verteilelemente
153a und 125b so auseinanderbewegt, dass ein Blatt BN zwischen ihnen ohne Ablenkung
hindurch transportiert werden bzw. fallen kann.
[0100] Dies ermöglicht einen Einsatz der Vorrichtung auf zu Sortierzwecken. Weiterhin können
so zwei Transportvorrichtungen der gleichen Art hintereinander angeordnet werden.
[0101] Eine Transportvorrichtung nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel nur im Hinblick auf die Steuereinrichtung
modifiziert. Im ersten Ausführungsbeispiel erfolgt die Ansteuerung der Abzugseinrichtung
in Abhängigkeit von einem erfassten Zeitpunkt, zu dem ein vorgegebener Teil eines
zugeführten Blatts einen vorgegebenen Ort passiert hat. Das Verteilelement wird in
Abhängigkeit von diesem Zeitpunkt bewegt.
[0102] Genauer kann die Steuereinrichtung einen in den Figuren nicht gezeigten Sensor, im
Beispiel eine Lichtschranke aufweisen, mittels dessen das Erreichen einer vorgegebenen
Lage in Zuführrichtung und/ oder der Stopp der Bewegung eines Blatts in einer der
Abzugslagen erfaßbar sind. Der Sensor kann beispielsweise unmittelbar hinter dem Ende
des Transportspalts 19 angeordnet sein. Die Steuereinrichtung ist vorzugsweise dazu
ausgebildet, die Abzugseinrichtung so anzusteuern, dass ein Blatt bei Erreichen der
jeweiligen Abzugslage abtransportiert wird.
[0103] In diesem Ausführungsbeispiel dagegen werden die Blätter in gleichen Zeitabständen
aus den Abzugslagen abtransportiert, wozu die Steuereinrichtung entsprechend ausgebildet
ist. Hierdurch kann eine Vergleichmäßigung des Blattgutstroms in dem Sinn erfolgen,
dass die Blätter, auch bei Schwankungen im zeitlichen bzw. räumlichen Abstand bei
der Zuführung, nach der Änderung der Transportrichtung keine oder jedenfalls nur sehr
geringe Schwankungen des Abstands mehr zeigen.
[0104] Die Vorrichtung zum Bearbeiten von Wertdokumenten, insbesondere Banknoten, wie sie
in Fig. 1 dargestellt ist, ist exemplarisch zu verstehen. Es können weniger oder mehr
Module vorgesehen sein und die Anordnung der Module zueinander kann unterschiedlich
sein. Beispielsweise können rechts und links zu dem den Blattgutvereinzler 3 aufweisenden
Vorrichtungsmodul 2 Module zur Ausgabe der Wertdokumente vorgesehen sein. In diesem
Falle ist es zweckmäßig, die Transportvorrichtung 10 so abzuwandeln, dass die der
Transportvorrichtung 10 zugeführten Banknoten BN wahlweise in entgegengesetzte Abzugsrichtungen
B abtransportiert werden können. Dazu braucht lediglich die Drehrichtung der Abzugsrollen
13a je nach Bedarf gewechselt zu werden. Darüber hinaus können die Vorrichtungsmodule
mehr oder weniger als die jeweils vier dargestellten Ausgabefächer 5 besitzen. Insbesondere
können über dem Eingabefach des Vereinzlers 3 zwei oder mehr und/oder auch unter dem
Eingabefach Ausgabefächer 5 vorgesehen sein.
[0105] Abweichend zu den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen ist es auch möglich, die
Abzugs- und/oder Transportrollen 13a, 13b, 20a, 20b durch Transportbänder 128 zu ersetzen,
wie in Fig. 12 veranschaulicht. Dazu sind in den Anlageelementen 11a und 11b die Ausnehmungen
bzw. Öffnungen 12a entsprechend zu jeweils einer Ausnehmung erweitert. Die entsprechende
sechste Ausführungsform der Transportvorrichtung unterscheidet sich ansonsten nicht
von der des ersten Ausführungsbeispiels.
[0106] Außerdem können die Abzugsrollen 13a, 13b Bestandteil des verlagerbaren Schiebers
12 bzw. an diesem gehalten sein, und diesen beispielsweise derart durchsetzen, dass
an beiden Seiten des Schiebers 12 ein Teil des Abzugsrollenumfangs herausragt.
[0107] Je nach dem, von welcher Abzugsebene 11a oder 11b die zugeführte Banknote BN abzutransportieren
ist, wäre die Drehrichtung der in den Schieber 12 integrierten Abzugsrollen zu wechseln.
[0108] Bei allen beschriebenen Ausführungsformen können an den Anlageelelementen und/oder
dem Verteilelement oder den Fächern der Innenwände des Halters Bremselemente zum Abbremsen
wenigstens der Komponente der Bewegung der Blätter parallel zur Zuführrichtung A vorgesehen
sein. Hierbei können beispielsweise oberhalb der oberen Öffnungen in den Anlageelementen
11a und 11b bzw. der Öffnungen 110 in dem Halter 108 jeweils federnde Zungen, beispielsweise
aus Metall, angebracht sein, die in ihrer Ruhelage in Richtung des Verteilelements
12 bzw. der Innenwand 111 in Zuführrichtung abstehen, bei Zufuhr eines Blattes jedoch
gegen das entsprechende Element in eine Bremslage gedrückt werden.
[0109] Obwohl die Erfindung detailliert im Zusammenhang mit einer Banknotenbearbeitungsvorrichtung
beschrieben ist, ist sie in entsprechender Weise für die Bearbeitung beliebiger blattförmiger
Wertdokumente geeignet. Insbesondere muss sie nicht zwingend der Umlenkung der Wertdokumente
dienen. Auch eine lineare Weiterführung, gegebenenfalls auch in unterschiedlichen
Ebenen, ist mit der erfindungsgemäßen Transportvorrichtung möglich. Weiter können
die Ausführungsbeispiele auch miteinander kombiniert werden. Beispielsweise kann bei
einer Verwendung eines Verteilelements in Form eines Halters eine Abzugseinrichtung
mit zwei bzw. vier Abschnitten verwendet werden.
[0110] Weiter kann statt des einen Schiebers 12 im ersten Ausführungsbeispiel auch zwei
Schieber verwendet werden.
[0111] Weitere Kombinationen sind möglich.
1. Transportvorrichtung (10; 10') zum Transportieren von flachem, rechteckigen Blattgut
(BN), insbesondere von blattförmigen Wertdokumenten wie zum Beispiel Banknoten, mit
einem zwischen wenigstens zwei Stellungen hin- und herbewegbaren Verteilelement (12;
108; 113; 125a, 125b) oder wenigstens zwei zwischen zwei Stellungen hin- und herbewegbaren
Verteilelementen, das bzw. die in einer Zuführrichtung (A) herantransportierte Blätter
des Blattguts (BN) wahlweise oder abwechselnd in wenigstens zwei Abzugslagen (11a,
11b) bewegt bzw. bewegen, und
wenigstens einer Abzugeinrichtung (13a, 13b), mittels derer die Blätter (BN) aus den
Abzugslagen (11a, 11b) in den Abzugslagen (11a, 11b) zugeordneten Abzugsrichtungen
(B) abtransportierbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Verteilelement oder die Verteilelemente zwischen den wenigstens zwei Abzugslagen
(11a, 11b) bewegt bzw. bewegen, und die Blätter des Blattguts (BN) vom Verteilelement
oder den Verteilelementen so gegen die wenigstens eine Abzugseinrichtung (13a, 13,b)
bewegt werden, dass die Blätter des Blattguts (BN) von der wenigstens einen Abzugseinrichtung
(13a, 13b) abtransportiert werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, die so ausgebildet ist, dass wenigstens eine der Abzugsrichtungen
(B) und die Zuführrichtung (A) unterschiedlich sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, die so ausgebildet ist, dass wenigstens eine der Abzugsrichtungen
(B) in einem Winkel von 90° zur Zuführrichtung (A) verläuft.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die so ausgebildet ist, dass
durch Blätter (BN) in den Abzugslagen gegebenen Ebenen mit einer horizontalen Ebene
einen Winkel größer 0° einschließen.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Abzugslagen zueinander
beabstandet sind und einen Zwischenraum definieren, in den Blattgut (BN) aus der Zuführrichtung
(A) transportierbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die weiter eine Führungseinrichtung
mit wenigstens einem Führungselement (18) in Zuführrichtung vor dem oder den Verteilelementen
(12; 108; 113; 125a, 125b) aufweist, welches angepasst ist, zuzuführendes Blattgut
(BN) mittig zwischen die beiden Abzugslagen (11a, 11b) zu leiten.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Verteilelement (113) bzw. die Verteilelemente
relativ zu der Zuführrichtung (A) schwenkbar ist bzw. sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Verteilelement (12) bzw. die Verteilelemente
(125a, 125b) relativ zu der Zuführrichtung (A) verschiebbar ist bzw. sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Verteilelement ein
Halter (108) mit wenigstens zwei Fächern (109a, 109b) für Blätter (BN) des Blattguts
ist, der zwischen die Abzugslagen bestimmenden Endlagen hin- und herbewegbar ist,
so dass in jeder der Endlagen jeweils ein anderes der Fächer (109a, 109b) in einer
Ebene des Zufuhrstroms liegt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der der Halter (108) Öffnungen (110) aufweist, durch
die bei Erreichen der Endlagen jeweils wenigstens ein Element (13a; 13b) der Abzugseinrichtung
(104) zum Abtransport der Blätter (BN) greifen kann.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Abzugslagen durch
eine erste Abzugsebene (11a) und eine zweite Abzugsebene (11b) bestimmt sind, die
zueinander beabstandet sind und einen Zwischenraum definieren, in den Blattgut (BN)
aus der Zuführrichtung (A) zuführbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die weiter eine, vorzugsweise
zwischen den Abzugslagen bzw. Abzugsebenen angeordnete, Stoppeinrichtung (16; 126a,
126b) aufweist, um eine Bewegung der Blätter in Zuführrichtung zu stoppen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der die Stoppeinrichtung einen Anschlag (16; 126a,
126b), der vorzugsweise zwischen den Abzugslagen angeordnet ist, zum Anhalten von
aus der Zuführrichtung (A) zugeführtem Blattgut (BN) in dieser Richtung umfasst.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, bei der die Stoppeinrichtung (16; 126a, 126b) Bremselemente
zum Abbremsen der Blätter (BN) wenigstens nach einem Aufprall auf den Anschlag (16;
126a, 126b) umfasst.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Abzugseinrichtung
(104) angetriebene Reibelemente (13a, 13b; 126) aufweist, um das Blattgut (BN) abzutransportieren.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, bei der die Reibelemente (13a, 13b, 126) wenigstens
zum Abziehen aus einer der Abzugslagen wenigstens teilweise durch Anlageelemente greifen,
die die Abzugslagen bestimmen.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 oder 16, bei der die Reibelemente (13a, 13b)
zwischen einer Ruhelage, in der sie Blätter (BN) in der jeweiligen Abzugslage nicht
berühren, und einer Abzugslage, in der sie gegen eines der Blätter (BN) in der entsprechenden
Abzugslage drücken, bewegbar sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugseinrichtung (104) Abzugsrollen (13a, 13b) oder Riemen (126) umfasst.
19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Abzugseinrichtung
(104) wenigstens ein mit einer Blasluftzufuhr verbundenes Transportelement (115) umfasst,
das einen mit der Blasluftzufuhr (117) verbundenen Ausblaskanal (116) aufweist, aus
dem bei Zufuhr von Blasluft ein wenigstens teilweise tangential zu wenigstens einer
der Abzugslagen ausströmt.
20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die für wenigstens eine der Abzugslagen
eine sich parallel zu der Abzugsrichtung erstreckende Abzugsführung (119) zur Führung
der Blätter (BN) beim Abziehen aufweist, und bei der die Abzugseinrichtung (104) dazu
ausgebildet ist, beim Abzug auf das Blatt (BN) eine Kraft mit einer Komponente in
Richtung der Abzugsführung (119) auszuüben.
21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die so ausgebildet ist, dass
die Abzugrichtungen (B1, B2) einen Winkel kleiner als 10° einschließen.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, die so ausgebildet ist, dass die Abzugrichtungen
(B1, B2) einen Winkel zwischen 170° und 180° einschließen.
23. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Abzugseinrichtung
(104) zum Abzug von Blättern (BN) aus wenigstens einer der Abzugslagen wenigstens
zwei Abschnitte (120,121) aufweist, mittels derer ein Blatt (BN) in der einen der
Abzugslagen, in zwei verschiedene Abzugsrichtungen (B1a, B1b) abziehbar ist.
24. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die weiter eine Steuereinrichtung
(107) aufweist, mittels derer die Arbeit wenigstens eines Antriebs (103) für das bzw.
die Verteilelemente (12; 108; 113; 125a, 125b) und die Arbeit der Abzugseinrichtung
(104) in Abhängigkeit voneinander steuerbar sind.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, bei der die Steuereinrichtung (107) einen Sensor aufweist,
mittels dessen das Erreichen einer vorgegebenen Lage in Zuführrichtung und/ oder der
Stopp der Bewegung eines Blatts in einer der Abzugslagen erfaßbar sind, und dazu ausgebildet
ist, die Abzugseinrichtung (104) so anzusteuern, dass ein Blatt bei Erreichen der
jeweiligen Abzugslage abtransportiert wird.
26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder 25, bei der die Steuereinrichtung (107) und/ oder
die Abzugseinrichtung (104) dazu ausgebildet sind, dass Blätter in vorgegebenen gleichen
Zeitabständen abtransportiert werden.
27. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der sich an die beiden Abzugslagen
bzw. Abzugsebenen (11a, 11b) Leitelemente (14a, 14b) anschließen, die einen Ausgangstransportspalt
(15) bilden.
28. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die Weitertransportelemente (102),
vorzugsweise Transportrollen oder Transportbänder, in Abzugsrichtung hinter wenigstens
einem unmittelbar auf das Blattgut wirkenden Element der Abzugseinrichtung (104),
beispielsweise den Abzugsrollen (13a, 13b), und dem Verteilelement (12; 125a, 125b),
beispielsweise dem Schieber, zum Weitertransportieren von von dem wenigstens einen
unmittelbar auf das Blattgut wirkenden Element, beispielsweise den Abzugsrollen, abtransportiertem
Blattgut aufweist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 27 und 28, bei der die Weitertransportelemente, beispielsweise
die Transportrollen (20a, 20b), in Leitelemente (14a, 14b) integriert sind.
30. Vorrichtung (1) zum Bearbeiten von blattförmigen Wertdokumenten (BN), insbesondere
Banknoten, umfassend eine erste Blattguttransportstrecke und eine zweite Blattguttransportstrecke,
gekennzeichnet durch eine Transportvorrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 29 zwischen der ersten
und der zweiten Transportstrecke.
31. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Abzugslagen bzw. Abzugsebenen (11a, 11b) der Transportvorrichtung (10)
in einem Winkel zur Horizontalen angeordnet sind.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Abzugsebenen (11a, 11b) vertikal ausgerichtet sind.
33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 32, gekennzeichnet durch eine oder mehrere Einrichtungen zum Messen und Prüfen von Eigenschaften des Blattgutes
sowie mindestens ein Blattguteingabefach mit Blattgutvereinzler (3) und mindestens
ein Blattgutausgabefach (4,5).
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus mehreren Vorrichtungsmodulen (2) besteht, wobei die Transportvorrichtung
(10) zwischen der ersten und der zweiten Transportstrecke an einer Übergabestelle
vorhanden ist, an der Blattgut (BN) von einem Vorrichtungsmodul (2) zum nächsten Vorrichtungsmodul
(2) transportiert wird.
35. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass sie eingerichtet ist, Blattgut (BN) in mindestens einem Vorrichtungsmodul (2) in
Querausrichtung zu transportieren und von diesem Vorrichtungsmodul zu mindestens einem
anderen Vorrichtungsmodul (2) in Längsausrichtung zu transportieren.
36. Verfahren zum Transportieren von flachem, rechteckigem Blattgut (BN), insbesondere
von blattförmigen Wertdokumenten wie zum Beispiel Banknoten, bei dem
vereinzelt in einer Zuführrichtung (A) herantransportierter Blätter (BN) des Blattguts
in einer Zuführrichtung herantransportiert werden, ein Verteilelement (12; 108; 113)
oder zwei Verteilelemente (125a, 125b) zwischen wenigstens zwei Stellungen hin- und
herbewegt wird bzw. werden, das bzw. die die herantransportierten Blätter (BN) wahlweise
oder abwechselnd in jeweils in eine von wenigstens zwei Abzugslagen bewegt bzw. bewegen,
und die in ihrer Bewegung in Zuführrichtung (A) angehaltenen Blätter aus den Abzugslagen
in den Abzugslagen zugeordneten Abzugsrichtungen (B1, B2) abtransportiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilelement oder die Verteilelemente zwischen den wenigstens zwei Abzugslagen
bewegt wird bzw. werden, und die Blätter (BN) vom Verteilelement oder den Verteilelementen
so gegen wenigstens eine Abzugseinrichtung (13a, 13,b) bewegt werden, dass die Blätter
(BN) von der wenigstens einen Abzugseinrichtung (13a, 13b) in die zugeordnete Abzugsrichtung
(B1, B2) abtransportiert werden.
37. Verfahren nach Anspruch 36, bei dem wenigstens eine der Abzugsrichtungen (B) und die
Zuführrichtung (A) unterschiedlich sind.
38. Verfahren nach Anspruch 37, bei dem die Abzugsrichtung (B) in einem Winkel von 90°
zur Zuführrichtung (A) verläuft.
39. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 oder 37, bei dem durch Blätter in den Abzugslagen
gegebene Ebenen mit einer horizontalen Ebene einen Winkel größer 0° einschließen.
40. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 39, bei dem das Blattgut beim Herantransport
in einen Zwischenraum gelangt, der durch die zueinander beabstandeten Abzugslagen
definiert ist.
41. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 40, bei dem bei der Hin- und Herbewegung
des Verteilelements (113) oder der Verteilelemente das Verteilelement (113) oder die
Verteilelemente relativ zu der Zuführrichtung (A) gedreht oder geschwenkt werden.
42. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 40, bei dem bei der Hin- und Herbewegung
des Verteilelements (12; 108) oder der Verteilelemente (125a, 125b) das Verteilelement
(12) oder die Verteilelemente (125a, 125b) relativ zu der Zuführrichtung (A) verschoben
werden.
43. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 42, bei dem das Verteilelement einen Halter
(108) mit wenigstens zwei Fächern (109a, 109b) für Blätter (BN) des Blattguts umfasst,
der zur Bewegung von Blättern in die Abzugslagen zwischen die Abzugslagen bestimmenden
Endlagen hin- und herbewegt wird, so dass in jeder der Endlagen jeweils ein Blatt
in ein anderes der Fächer (109a, 109b) gelangt.
44. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 43, bei dem die Bewegung der Blätter in
Zuführrichtung (A) in wenigstens einer der Abzugslagen gestoppt wird.
45. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 44, bei dem zum Anhalten der Wertdokumente
wenigstens ein Anschlag (16; 126a, 126b) verwendet wird.
46. Verfahren nach dem Anspruch 44 oder 45, bei dem zum Stoppen der Bewegung des Blattguts
in Zuführrichtung (A) die Bewegung der Blätter (BN) parallel zu der Zuführrichtung
(A) abgebremst wird.
47. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 46, bei dem ein wenigstens teilweise tangential
zu wenigstens einer der Abzugslagen verlaufender Blasluftstrom erzeugt wird, so dass
Blattgut aus der Abzugslage wenigstens teilweise durch den Blasluftstrom abtransportiert
wird.
48. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 47, bei dem bei dem Abtransport wenigstens
eines Blattes in wenigstens einer der Abzugsrichtungen eine Kraft auf das Blatt in
einer Richtung ausgeübt wird, die gegenüber einer durch ein Abzugsführungselement
(119) gegebene Führungsrichtung geneigt ist.
49. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 48, bei dem die Abzugrichtungen (B1, B2) einen Winkel kleiner als 10° einschließen.
50. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 48, bei dem die Abzugrichtungen (B1, B2) einen Winkel zwischen 170° und 180° einschließen.
51. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 50, bei dem ein Blatt aus wenigstens einer
der Abzugslagen in Abhängigkeit von einer Vorgabe für das Blatt in einer von zwei
für die Abzugslage vorgegebenen Abzugsrichtungen (B1a, B1b) abtransportiert wird.
52. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 51, bei dem die Blätter (BN) in gleichen
Zeitabständen aus den Abzugslagen abtransportiert werden.
1. A transport apparatus (10; 10') for transporting flat, rectangular sheet material
(BN), in particular sheet-shaped value documents such as bank notes, having a distributing
element (12; 108; 113; 125a, 125b) reciprocating between at least two positions, or
at least two distributing elements reciprocating between two positions, said distributing
element or elements moving sheets of the sheet material (BN), which are delivered
in a feed direction (A), electively or alternatingly into at least two removal positions
(11a, 11b), and
at least one removal device (13a, 13b) by means of which the sheets (BN) are transportable
away out of the removal positions (11a, 11b) in removal directions (B) associated
with the removal positions (11a, 11b), characterized in that the distributing element or elements are moved between the at least two removal positions
(11a, 11b), and the sheets of the sheet material (BN) are so moved by the distributing
element or elements against the at least one removal device (13a, 13b) that the sheets
of the sheet material (BN) are transported away by the at least one removal device
(13a, 13b).
2. The apparatus according to claim 1, which is so configured that at least one of the
removal directions (B) and the feed direction (A) are different.
3. The apparatus according to claim 2, which is so configured that at least one of the
removal directions (B) extends at an angle of 90° to the feed direction (A).
4. The apparatus according to any of the previous claims, which is so configured that
planes given by sheets (BN) in the removal positions enclose an angle greater than
0° with a horizontal plane.
5. The apparatus according to any of the previous claims, wherein the removal positions
are spaced apart and define an interstice into which sheet material (BN) is transportable
from the feed direction (A).
6. The apparatus according to any of the previous claims, which further has a guide device
with at least one guide element (18) before the distributing element or elements (12;
108; 113; 125a, 125b) in the feed direction, said guide element being adapted to guide
fed sheet material (BN) in the middle between the two removal positions (11a, 11b).
7. The apparatus according to claim 1, wherein the distributing element (113) or distributing
elements are adapted to swivel relative to the feed direction (A).
8. The apparatus according to claim 1, wherein the distributing element (12) or the distributing
elements (125a, 125b) are shiftable relative to the feed direction (A).
9. The apparatus according to any of the previous claims, wherein the distributing element
is a holder (108) with at least two pockets (109a, 109b) for sheets (BN) of the sheet
material, which is adapted to reciprocate between end positions determining the removal
positions, so that in each of the end positions another one of the pockets (109a,
109b) lies in a plane of the feed stream in each case.
10. The apparatus according to claim 9, wherein the holder (108) has openings (110) through
which at least one element (13a; 13b) of the removal device (104) in each case can
engage for transporting away the sheets (BN) upon reaching of the end positions.
11. The apparatus according to any of the previous claims, wherein the removal positions
are determined by a first removal plane (11a) and a second removal plane (11b) which
are spaced apart and define an interstice into which sheet material (BN) is feedable
from the feed direction (A).
12. The apparatus according to any of the previous claims, which further has a stopping
device (16; 126a, 126b), preferably disposed between the removal positions or removal
planes, for stopping a motion of the sheets in the feed direction.
13. The apparatus according to claim 12, wherein the stopping device comprises a stop
(16; 126a, 126b) which is preferably disposed between the removal positions for stopping
sheet material (BN) fed from the feed direction (A) in said direction.
14. The apparatus according to claim 13, wherein the stopping device (16; 126a, 126b)
comprises braking elements for braking the sheets (BN) at least after a collision
with the stop (16; 126a, 126b).
15. The apparatus according to any of the previous claims, wherein the removal device
(104) has driven friction elements (13a, 13b; 126) for transporting away the sheet
material (BN).
16. The apparatus according to claim 15, wherein the friction elements (13a, 13b, 126),
at least for removal out of one of the removal positions, engage at least partly through
contact elements determining the removal positions.
17. The apparatus according to either of claims 15 and 16, wherein the friction elements
(13a, 13b) are movable between a rest position in which they do not touch sheets (BN)
in the particular removal position, and a removal position in which they press against
one of the sheets (BN) in the corresponding removal position.
18. The apparatus according to any of claims 1 to 17, characterized in that the removal device (104) comprises removal rollers (13a, 13b) or belts (126).
19. The apparatus according to any of the previous claims, wherein the removal device
(104) comprises at least one transport element (115) connected to a blown air supply
and having a blow-out duct (116) connected to the blown air supply (117), out of which
upon supplying of blown air a flows at least partly tangentially to at least one of
the removal positions.
20. The apparatus according to any of the previous claims, which has for at least one
of the removal positions a removal guide (119) extending parallel to the removal direction
for guiding the sheets (BN) upon removal, and wherein the removal device (104) is
configured to exert on the sheet (BN) upon removal a force with a component in the
direction of the removal guide (119).
21. The apparatus according to any of the previous claims, which is so configured that
the removal directions (B1, B2) enclose an angle smaller than 10°.
22. The apparatus according to any of claims 1 to 20, which is so configured that the
removal directions (B1, B2) enclose an angle between 170° and 180°.
23. The apparatus according to any of the previous claims, wherein the removal device
(104) has, for removal of sheets (BN) out of at least one of the removal positions,
at least two portions (120, 121) by means of which a sheet (BN) in one of the removal
positions is removable in two different removal directions (B1a, B1b).
24. The apparatus according to any of the previous claims, which further has a control
device (107) by means of which the work of at least one drive (103) for the distributing
element or elements (12; 108; 113; 125a, 125b) and the work of the removal device
(104) are controllable in dependence on each other.
25. The apparatus according to claim 24, wherein the control device (107) has a sensor
by means of which the reaching of a stipulated position in the feed direction and/or
the stop of the motion of a sheet in one of the removal positions are detectable,
and is configured to control the removal device (104) such that a sheet is transported
away when the particular removal position is reached.
26. The apparatus according to claim 24 or 25, wherein the control device (107) and/or
the removal device (104) is configured so that sheets are transported away at stipulated
equal time intervals.
27. The apparatus according to any of the previous claims, wherein the two removal positions
or removal planes (11a, 11b) are adjoined by guide elements (14a, 14b) which form
an output transport gap (15).
28. The apparatus according to any of the previous claims, which has further-transport
elements (102), preferably transport rollers or transport belts, behind (in the removal
direction) at least one element of the removal device (104) acting directly on the
sheet material, for example the removal rollers (13a, 13b), and the distributing element
(12; 125a, 125b), for example the slide, for further transporting sheet material transported
away by the at least one element acting directly on the sheet material, for example
the removal rollers.
29. The apparatus according to claims 27 and 28, wherein the further-transport elements,
for example the transport rollers (20a, 20b), are integrated into guide elements (14a,
14b).
30. An apparatus (1) for processing sheet-shaped value documents (BN), in particular bank
notes, comprising a first sheet-material transport path and a second sheet-material
transport path, characterized by a transport apparatus (10) according to any of claims 1 to 29 between the first and
second transport paths.
31. The apparatus according to claim 30, characterized in that the two removal positions or removal planes (11a, 11b) of the transport apparatus
(10) are disposed at an angle to the horizontal.
32. The apparatus according to claim 31, characterized in that the two removal planes (11a, 11b) are oriented vertically.
33. The apparatus according to any of claims 30 to 32, characterized by one or more devices for measuring and checking properties of the sheet material as
well as at least one sheet-material input pocket with a sheet-material singler (3)
and at least one sheet-material output pocket (4, 5).
34. The apparatus according to any of claims 30 to 33, characterized in that it comprises a plurality of apparatus modules (2), with the transport apparatus (10)
being present between the first and second transport paths at a transfer point where
sheet material (BN) is transported from one apparatus module (2) to the next apparatus
module (2).
35. The apparatus according to claim 34, characterized in that it is adapted to transport sheet material (BN) in at least one apparatus module (2)
in transverse orientation and to transport it from said apparatus module to at least
one other apparatus module (2) in longitudinal orientation.
36. A method for transporting flat, rectangular sheet material (BN), in particular sheet-shaped
value documents such as bank notes, wherein
sheets (BN) of the sheet material delivered in a feed direction (A) in singled form
are delivered in a feed direction, a distributing element (12; 108; 113) or two distributing
elements (125a, 125b) are reciprocated between at least two positions, said distributing
element or elements moving the delivered sheets (BN) electively or alternatingly into
one of at least two removal positions in each case, and the sheets stopped in their
motion in the feed direction (A) are transported away out of the removal positions
in removal directions (B1, B2) associated with the removal positions, characterized in that the distributing element or elements are moved between the at least two removal positions,
and the sheets (BN) are so moved by the distributing element or elements against at
least one removal device (13a, 13b) that the sheets (BN) are transported away by the
at least one removal device (13a, 13b) in the associated removal direction (B1, B2).
37. The method according to claim 36, wherein at least one of the removal directions (B)
and the feed direction (A) are different.
38. The method according to claim 37, wherein the removal direction (B) extends at an
angle of 90° to the feed direction (A).
39. The method according to either of claims 36 and 37, wherein planes given by sheets
in the removal positions enclose an angle greater than 0° with a horizontal plane.
40. The method according to any of claims 36 to 39, wherein the sheet material upon delivery
passes into an interstice which is defined by the spaced-apart removal positions.
41. The method according to any of claims 36 to 40, wherein upon the reciprocating motion
of the distributing element (113) or distributing elements the distributing element
(113) or distributing elements are rotated or swiveled relative to the feed direction
(A).
42. The method according to any of claims 36 to 40, wherein upon the reciprocating motion
of the distributing element (12; 108) or distributing elements (125a, 125b) the distributing
element (12) or distributing elements (125a, 125b) are shifted relative to the feed
direction (A).
43. The method according to any of claims 36 to 42, wherein the distributing element comprises
a holder (108) with at least two pockets (109a, 109b) for sheets (BN) of the sheet
material, which, for moving sheets into the removal positions, is reciprocated between
end positions determining the removal positions, so that in each of the end positions
a sheet passes into another one of the pockets (109a, 109b) in each case.
44. The method according to any of claims 36 to 43, wherein the motion of the sheets in
the feed direction (A) is stopped in at least one of the removal positions.
45. The method according to any of claims 36 to 44, wherein at least one stop (16; 126a,
126b) is used for stopping the value documents.
46. The method according to claim 44 or 45, wherein for stopping the motion of the sheet
material in the feed direction (A) the motion of the sheets (BN) is braked parallel
to the feed direction (A).
47. The method according to any of claims 36 to 46, wherein a blown air stream extending
at least partly tangentially to at least one of the removal positions is produced,
so that sheet material is transported away out of the removal position at least partly
by the blown air stream.
48. The method according to any of claims 36 to 47, wherein upon the transporting away
of at least one sheet in at least one of the removal directions a force is exerted
on the sheet in a direction which is inclined relative to a guiding direction given
by a removal guide element (119).
49. The method according to any of claims 36 to 48, wherein the removal directions (B1, B2) enclose an angle smaller than 10°.
50. The method according to any of claims 36 to 48, wherein the removal directions (B1, B2) enclose an angle between 170° and 180°.
51. The method according to any of claims 36 to 50, wherein a sheet is transported away
out of at least one of the removal positions in dependence on a stipulation for the
sheet in one of two removal directions (B1a, B1b) stipulated for the removal position.
52. The method according to any of claims 36 to 51, wherein the sheets (BN) are transported
away out of the removal positions at equal time intervals.
1. Dispositif de transport (10; 10') destiné au transport de produit en feuilles (BN)
rectangulaire plat, en particulier de documents de valeur en forme de feuilles tels
que par exemple billets de banque, comprenant
un élément répartiteur (12; 108; 113; 125a, 125b) déplaçable en va-et-vient entre
au moins deux positions ou au moins deux éléments répartiteurs déplaçables en va-et-vient
entre deux positions, lequel ou lesquels déplace ou déplacent, au choix ou alternativement,
jusque dans au moins deux placements d'enlèvement (11a, 11b), des feuilles du produit
en feuilles (BN) acheminées dans une direction d'amenée (A), et
au moins un équipement d'enlèvement (13a, 13b) au moyen duquel les feuilles (BN) peuvent
être évacuées depuis les placements d'enlèvement (11a, 11b) dans des directions d'enlèvement
(B) affectées aux placements d'enlèvement (11a, 11b), caractérisé en ce que l'élément répartiteur ou les éléments répartiteurs se déplace ou se déplacent entre
les au moins deux placements d'enlèvement (11a, 11b), et en ce que les feuilles du produit en feuilles (BN) sont déplacées de telle façon par l'élément
répartiteur ou par les éléments répartiteurs contre l'au moins un équipement d'enlèvement
(13a, 13b) que les feuilles du produit en feuilles (BN) sont évacuées par l'au moins
un équipement d'enlèvement (13a, 13b).
2. Dispositif selon la revendication 1, qui est réalisé de telle façon qu'au moins une
des directions d'enlèvement (B) et la direction d'amenée (A) sont différentes.
3. Dispositif selon la revendication 2, qui est réalisé de telle façon qu'au moins une
des directions d'enlèvement (B) décrit un angle de 90° avec la direction d'amenée
(A).
4. Dispositif selon une des revendications précédentes, qui est réalisé de telle façon
que des plans donnés par des feuilles (BN) dans les placements d'enlèvement incluent
avec un plan horizontal un angle supérieur à 0°.
5. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel les placements d'enlèvement
sont espacés entre eux et définissent un espace intermédiaire dans lequel du produit
en feuilles (BN) provenant de la direction d'amenée (A) peut être transporté.
6. Dispositif selon une des revendications précédentes, qui comporte en outre un équipement
de guidage doté d'au moins un élément de guidage (18) qui est situé avant le ou les
éléments répartiteurs (12; 108; 113; 125a, 125b) dans la direction d'amenée et qui
est adapté à aiguiller au milieu, entre les deux placements d'enlèvement (11a, 11b),
du produit en feuilles (BN) à amener.
7. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel l'élément répartiteur (113) ou les
éléments répartiteurs est ou sont pivotable(s) relativement à la direction d'amenée
(A).
8. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel l'élément répartiteur (12) ou les
éléments répartiteurs (125a, 125b) est ou sont décalable(s) relativement à la direction
d'amenée (A).
9. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel l'élément répartiteur
est un support (108) qui comprend au moins deux casiers (109a, 109b) pour des feuilles
(BN) du produit en feuilles et qui est déplaçable en va-et-vient entre des placements
finaux déterminant les placements d'enlèvement, de telle sorte que, dans chacun des
placements finaux, respectivement un autre des casiers (109a, 109b) se trouve dans
un plan du flux d'amenée.
10. Dispositif selon la revendication 9, dans lequel le support (108) comporte des ouvertures
(110) à travers lesquelles, lors de l'atteinte des placements finaux, respectivement
au moins un élément (13a, 13b) de l'équipement d'enlèvement (104) peut s'engager pour
l'évacuation des feuilles (BN).
11. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel les placements d'enlèvement
sont déterminés par un premier plan d'enlèvement (11a) et un deuxième plan d'enlèvement
(11b) qui sont espacés entre eux et définissent un espace intermédiaire dans lequel
du produit en feuilles (BN) provenant de la direction d'amenée (A) peut être amené.
12. Dispositif selon une des revendications précédentes, qui comporte en outre un équipement
d'arrêt (16; 126a, 126b), agencé de préférence entre les placements d'enlèvement ou
plans d'enlèvement, pour arrêter un déplacement des feuilles dans la direction d'amenée.
13. Dispositif selon la revendication 12, dans lequel l'équipement d'arrêt comprend une
butée (16; 126a, 126b), laquelle est agencée de préférence entre les placements d'enlèvement,
pour retenir dans la direction d'amenée (A) du produit en feuilles (BN) en provenant.
14. Dispositif selon la revendication 13, dans lequel l'équipement d'arrêt (16; 126a,
126b) comprend des éléments de freinage pour freiner les feuilles (BN) au moins après
un impact contre la butée (16; 126a, 126b).
15. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel l'équipement d'enlèvement
(104) comporte, pour évacuer le produit en feuilles (BN), des éléments de friction
(13a, 13b; 126) entraînés.
16. Dispositif selon la revendication 15, dans lequel les éléments de friction (13a, 13b,
126), au moins pour l'enlèvement depuis un des placement d'enlèvement, s'engagent
au moins partiellement à travers des éléments d'installation qui déterminent les placements
d'enlèvement.
17. Dispositif selon une des revendications 15 ou 16, dans lequel les éléments de friction
(13a, 13b) sont déplaçables entre une position de repos, dans laquelle ils ne touchent
pas de feuilles (BN) dans le placement d'enlèvement respectif, et une position d'enlèvement,
dans laquelle ils pressent contre une des feuilles (BN) dans le placement d'enlèvement
respectif.
18. Dispositif selon une des revendications de 1 à 17, caractérisé en ce que l'équipement d'enlèvement (104) comprend des rouleaux d'enlèvement (13a, 13b) ou
des courroies (126).
19. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel l'équipement d'enlèvement
(104) comprend au moins un élément de transport (115) qui est relié à une amenée d'air
de soufflage et qui comporte un canal de déversement de soufflage (116) relié à l'amenée
d'air de soufflage (117) hors duquel, quand de l'air de soufflage est amené, un au
moins partiellement tangentiel à au moins un des placements d'enlèvement se déverse.
20. Dispositif selon une des revendications précédentes, lequel, pour au moins un des
placements d'enlèvement, comporte un guidage d'enlèvement (119) s'étendant parallèlement
à la direction d'enlèvement pour le guidage des feuilles (BN) lors de l'enlèvement,
et dans lequel l'équipement d'enlèvement (104) est conçu pour, lors de l'enlèvement,
exercer sur la feuille (BN) une force ayant un composante en direction du guidage
d'enlèvement (119).
21. Dispositif selon une des revendications précédentes, qui est réalisé de telle façon
que les directions d'enlèvement (B1, B2) incluent un angle inférieur à 10°.
22. Dispositif selon une des revendications de 1 à 20, qui est réalisé de telle façon
que les directions d'enlèvement (B1, B2) incluent un angle situé entre 170 et 180°.
23. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel l'équipement d'enlèvement
(104), pour l'enlèvement de feuilles (BN) depuis au moins un des placements d'enlèvement,
comporte au moins deux segments (120, 121) au moyen desquels une feuille (BN) se trouvant
dans un des placements d'enlèvement peut être enlevée dans deux directions d'enlèvement
(B1a, B1b) différentes.
24. Dispositif selon une des revendications précédentes, qui comporte en outre un équipement
de commande (107) au moyen duquel le travail d'au moins un entraînement (103) pour
le ou les éléments répartiteurs (12; 108; 113; 125a, 125b) et le travail de l'équipement
d'enlèvement (104) peuvent être commandés en fonction l'un de l'autre.
25. Dispositif selon la revendication 24, dans lequel l'équipement de commande (107) comporte
un capteur au moyen duquel l'atteinte d'un placement prédéterminé dans la direction
d'amenée et/ou l'arrêt du déplacement d'une feuille dans un des placements d'enlèvement
peuvent être saisies, et est conçu pour commander de telle manière l'équipement d'enlèvement
(104) qu'en feuille est évacuée lors de l'atteinte d'un placement correspondant.
26. Dispositif selon la revendication 24 ou 25, dans lequel l'équipement de commande (107)
et/ou l'équipement d'enlèvement (104) sont conçus pour que des feuilles soient évacuées
à des intervalles de temps égaux prédéterminés.
27. Dispositif selon une des revendications précédentes, dans lequel, aux deux placements
d'enlèvement ou plans d'enlèvement (11a, 11b), s'enchaînent des éléments de guidage
(14a, 14b) qui forment une fente de transport sortant (15).
28. Dispositif selon une des revendications précédentes, qui comporte des éléments de
transport subséquent (102), de préférence des rouleaux de transport ou des rubans
de transport, situés, dans la direction de l'enlèvement, après au moins un élément
de l'équipement d'enlèvement (104) agissant directement sur le produit en feuilles,
par exemple les rouleaux d'enlèvement (13a, 13b), et l'élément répartiteur (12; 125a,
125b), par exemple le coulisseau, pour le transport subséquent de produit en feuilles
évacué par le au moins un élément agissant directement sur le produit en feuilles,
par exemple les rouleaux d'enlèvement.
29. Dispositif selon la revendication 27 ou 28, dans lequel les éléments de transport
subséquent, par exemple les rouleaux de transport (20a, 20b), sont intégrés dans des
éléments d'aiguillage (14a, 14b).
30. Dispositif (1) de traitement de documents de valeur en forme de feuilles (BN), en
particulier de billets de banque, comprenant un premier trajet de transport de produit
en feuilles et un deuxième trajet de transport de produit en feuilles, caractérisé par un dispositif de transport (10) suivant une des revendications de 1 à 29 entre le
premier et le deuxième trajet de transport.
31. Dispositif selon une des revendications 30, caractérisé en ce que les deux placements d'enlèvement ou plans d'enlèvement (11a, 11b) du dispositif de
transport (10) sont agencés dans un angle par rapport à l'horizontale.
32. Dispositif selon une des revendication 31, caractérisé en ce que les deux plans d'enlèvement (11a, 11b) sont orientés verticalement.
33. Dispositif selon une des revendications de 30 à 32, caractérisé par un ou plusieurs équipements de mesure et de vérification de propriétés du produit
en feuilles ainsi qu'au moins un casier d'introduction de produit en feuilles doté
d'une déliasseuse de produit en feuilles (3) et au moins un casier de délivrance de
produit en feuilles (4, 5).
34. Dispositif selon une des revendications de 30 à 33, caractérisé en ce qu'il consiste en plusieurs modules de dispositif (2), le dispositif de transport (10)
étant situé entre le premier et le deuxième trajet de transport à un lieu de transfert
auquel du produit en feuilles (BN) est transporté d'un module de dispositif (2) au
module de dispositif (2) suivant.
35. Dispositif selon la revendication 34, caractérisé en ce qu'il est équipé pour transporter du produit en feuilles (BN) au sein d'au moins un module
de dispositif (2) en orientation transversale, puis de ce module de dispositif à au
moins un autre module de dispositif (2) en orientation longitudinale.
36. Procédé de transport de produit en feuilles (BN) rectangulaire plat, en particulier
de documents de valeur en forme de feuilles tels que par exemple billets de banque,
dans lequel des feuilles (BN) du produit en feuilles acheminées sous forme déliassée
dans une direction d'amenée (A) sont acheminées dans une direction d'amenée, un élément
répartiteur (12; 108; 113) ou deux éléments répartiteurs (125a, 125b) est ou sont
déplacé(s) en va-et-vient entre au moins deux positions, lequel ou lesquels déplace
ou déplacent, au choix ou alternativement, jusque dans respectivement un d'au moins
deux placements d'enlèvement, les feuilles acheminées (BN), et les feuilles retenues
dans leur déplacement dans la direction d'amenée (A) sont évacuées depuis les placements
d'enlèvement dans des directions d'enlèvement (B1, B2) affectées aux placements d'enlèvement, caractérisé en ce que l'élément répartiteur ou les éléments répartiteurs est ou sont déplacé(s) entre les
au moins deux placements d'enlèvement, et en ce que les feuilles (BN) sont déplacées de telle façon par l'élément répartiteur ou par
les éléments répartiteurs contre au moins un équipement d'enlèvement (13a, 13b) que
les feuilles (BN) sont évacuées par l'au moins un équipement d'enlèvement (13a, 13b)
dans la direction d'enlèvement (B1, B2) affectée.
37. Procédé selon la revendication 36, dans lequel au moins une des directions d'enlèvement
(B) et la direction d'amenée (A) sont différentes.
38. Procédé selon la revendication 37, dans lequel la direction d'enlèvement (B) décrit
un angle de 90° avec la direction d'amenée (A).
39. Procédé selon une des revendications 36 ou 37, dans lequel des plans donnés par des
feuilles dans les placements d'enlèvement incluent avec un plan horizontal un angle
supérieur à 0°.
40. Procédé selon une des revendications de 36 à 39, dans lequel le produit en feuilles,
lors de l'acheminement, accède à un espace intermédiaire qui est défini par les placements
d'enlèvement espacés entre eux.
41. Procédé selon une des revendications de 36 à 40, dans lequel, lors du déplacement
en va-et-vient de l'élément répartiteur (113) ou des éléments répartiteurs, l'élément
répartiteur (113) ou les éléments répartiteurs sont tournés ou pivotés relativement
à la direction d'amenée (A).
42. Procédé selon une des revendications de 36 à 40, dans lequel, lors du déplacement
en va-et-vient de l'élément répartiteur (12; 108) ou des éléments répartiteurs (125a,
125b), l'élément répartiteur (12) ou les éléments répartiteurs (125a, 125b) sont décalés
relativement à la direction d'amenée (A).
43. Procédé selon une des revendications de 36 à 42, dans lequel l'élément répartiteur
comprend un support (108) qui a au moins deux casiers (109a, 109b) pour des feuilles
(BN) du produit en feuilles et qui, pour le déplacement de feuilles jusque dans les
placements d'enlèvement, est déplaçé en va-et-vient entre des placements finaux déterminant
les placements d'enlèvement, de telle sorte que, dans chacun des placements finaux,
respectivement une feuille accède à un autre des casiers (109a, 109b).
44. Procédé selon une des revendications de 36 à 43, dans lequel le déplacement des feuilles
dans la direction d'amenée (A) est arrêté dans au moins un des placements d'enlèvement.
45. Procédé selon une des revendications de 36 à 44, dans lequel, pour la retenue des
documents de valeur, au moins une butée (16; 126a, 126b) est utilisée.
46. Procédé selon la revendication 44 ou 45, dans lequel, pour l'arrêt du déplacement
du produit en feuilles dans la direction d'amenée (A), le déplacement des feuilles
(BN) est freiné parallèlement à la direction d'amenée (A).
47. Procédé selon une des revendications de 36 à 46, dans lequel un flux d'air de soufflage
au moins partiellement tangentiel à au moins un des placements d'enlèvement est généré,
de telle sorte que du produit en feuilles est évacué du placement d'enlèvement au
moins partiellement par le flux d'air de soufflage.
48. Procédé selon une des revendications de 36 à 47, dans lequel, lors de l'évacuation
d'au moins une feuille dans au moins une des directions d'enlèvement, une force est
exercée sur la feuille dans une direction qui est inclinée par rapport à une direction
de guidage donnée par un élément de guidage d'enlèvement (119).
49. Procédé selon une des revendications de 36 à 48, dans lequel les directions d'enlèvement
(B1, B2) incluent un angle inférieur à 10°.
50. Procédé selon une des revendications de 36 à 48, dans lequel les directions d'enlèvement
(B1, B2) incluent un angle situé entre 170° et 180°.
51. Procédé selon une des revendications de 36 à 50, dans lequel une feuille est évacuée
depuis au moins un des placements d'enlèvement, en fonction d'une spécification pour
la feuille, dans une des deux directions d'enlèvement (B1a, B1b) prédéterminées pour le placement d'enlèvement.
52. Procédé selon une des revendications de 36 à 51, dans lequel les feuilles (BN) sont
évacuées des placements d'enlèvement à des intervalles de temps égaux prédéterminés.
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