[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Mineralwolleproduktes
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 6 sowie die Verwendung dieser Vorrichtung nach
den Ansprüchen 11 und 12.
[0002] Bei der Erzeugung von Mineralwolleprodukten wird zunächst ein Rohvlies hergestellt.
Dieses enthält Mineralwollefasern, welche in einer Zerfaserungsstation hergestellt,
anschließend mit einen unausgehärteten Bindemittel benetzt und dann auf einer Fördereinrichtung
abgelegt werden. Das so gebildete Rohvlies wird durch die Fördereinrichtung typischerweise
kontinuierlich aus dem Bereich der Zerfaserungsstation wegbefördert und in der Regel
Nachbearbeitungsschritten wie beispielsweise einer Dickenkompression, einem Längsstauchen
oder dergleichen unterzogen. Schließlich wird dieses Rohvlies in einen Härteofen geleitet,
in welchem das Bindemittel in der Regel durch Wärme- und/oder Strahlungseinwirkung
aushärtet und sich somit ein Produkt mit vorbestimmter Geometrie ergibt, welches weiterhin
als Endlosbahn vorliegt. Hiervon werden dann je nach Art des gewünschten Produkts
in der Regel durch vertikale und/oder horizontale Schnitte zumeist plattenförmige
Mineralwolleprodukte für die Wärme- oder Schalldämmung hergestellt.
[0003] Die Aushärtung des Bindemittels im Härteofen stellt dabei einen für die Produkteigenschaften
bedeutenden Verfahrensschritt dar. Da das Rohvlies kontinuierlich durch den Härteofen
geführt wird, sind die Prozessbedingungen im Härteofen exakt zu steuern, um eine vollständige
Aushärtung des Bindemittels zur Herstellung des integralen Zusammenhalts innerhalb
des Mineralwollevlieses zu erreichen, ohne dabei in zu hohem Maße Energie in das Mineralwollevlies
einzubringen, was zu einer Schädigung der Struktur führen könnte und zudem mit einer
Verschwendung von Energie verbunden wäre. In der Praxis werden für den Härteschritt
häufig Härteofen mit einem Oberband sowie einem Unterband eingesetzt, zwischen welchen
das Rohvlies vorliegt und mittels welchen das Rohvlies durch den Härteofen hindurch
bewegt wird. Derartige Härteöfen werden auch als Tunnelöfen bezeichnet.
[0004] Um eine gleichmäßige Aushärtung des Bindemittels über die gesamte Dicke des Rohvlieses
hinweg zu erzielen, macht man sich hierbei in der Regel die offenporige Struktur der
Mineralwolle zu Nutze, um eine Durchströmungstrocknung zu erzielen. So wird beispielsweise
im Bereich des Oberbands ein erhitztes Härtegas wie z.B. Luft mit Überdruck bereitgestellt,
wobei am Unterband ein Unterdruck derart angelegt wird, dass das Härtegas ausgehend
vom Oberband das Rohvlies und schließlich das Unterband durchströmt und dort abgesaugt
wird. Dieser Vorgang kann auch in der entgegen gesetzten Richtung ausgeführt werden.
Auch kann ein Tunnelofen abschnittsweise in mehrere Aushärtebereiche unterteilt sein,
wodurch unterschiedliche Temperaturzonen einstellbar sind. Die Durchströmung stellt
dabei sicher, dass nicht nur das Bindemittel in den oberflächennahen Bereichen des
Rohvlieses aushärtet, sondern eine vollständige Durchhärtung des Vlieses gelingt.
[0005] Damit das Härtegas seine Wirkung entfalten kann, muss es jedoch nicht nur die Mineralwolle
durchdringen, sondern auch durch entsprechende Öffnungen im Oberband sowie im Unterband
hindurch treten können. Mit anderen Worten müssen das Obersowie das Unterband eine
hinreichende Perforation aufweisen, damit das gewünschte Durchströmungsmaß und somit
eine praktikable Aushärtegeschwindigkeit erzielt werden. Diese Verfahrensweise zur
Aushärtung eines Bindemittels in einem Mineralwollevlies hat sich in der Praxis sehr
bewährt.
[0006] Da das Rohvlies jedoch in komprimiertem Zustand durch den Härteofen geführt wird,
damit eine gleich bleibende Solldicke des herzustellenden Produkts erreicht wird,
ist es bei der herkömmlichen Verfahrensweise unvermeidbar, dass ein im Bereich der
Öffnungen im Ober- bzw. im Unterband des Härteofens vorliegendes Mineralwollematerial
im gewissen Maße in diese Öffnungen eintritt und am ausgehärteten Produkt als so genannte
Flightabdrücke sichtbar ist. Diese Flightabdrücke sind regelmäßige Erhöhungen an den
großen Oberflächen des ausgehärteten Mineralwollevlieses.
[0007] Da Mineralwolleprodukte häufig verdeckt eingebaut werden wie beispielsweise in einer
Zwischensparrendämmung oder dergleichen, stellen diese Flightabdrücke in der Praxis
zumeist kein Problem dar. Anders verhält es sich jedoch, wenn die Produktoberfläche
des herzustellenden Mineralwolleprodukts selbst im eingebauten Zustand weiterhin frei
sichtbar ist oder erhöhte Anforderungen an die Planizität der Oberfläche gestellt
werden.. Dies ist beispielsweise bei bestimmten Fassadendämmplatten sowie Akustik-
bzw. Schalldämmplatten der Fall. Insbesondere bei Schalldämmplatten werden solche
Flightabdrücke als inakzeptabel betrachtet, da diese im Innenraum in der Regel an
der Decke zum Einsatz kommen und somit ständig sichtbar wären. Oftmals werden derartige
Akustik- bzw. Schalldämmplatten zudem aus optischen Gründen mit hochwertigen und entsprechend
teuren Kaschierungen versehen, wobei ein Durchscheinen der Flightabdrücke durch die
aufgebrachte Kaschierung in jedem Fall zu vermeiden ist.
[0008] Daher wird die Sichtoberfläche derartiger Schalldämmplatten regelmäßig nachbearbeitet.
Dies geschieht typischerweise durch eine mehrstufige Schleifbearbeitung, mit welcher
zum einen die Erhöhungen in Gestalt der Flightabdrücke entfernt und zum anderen eine
exakte Planizität dieser Platten hergestellt wird. Dieser Nachbearbeitungsschritt
ist jedoch aufwändig. Er erfordert erheblichen maschinellen wie auch personellen und
zeitlichen Aufwand und ist somit kostenträchtig.
[0009] Darüber hinaus werden derartige Mineralwolleplatten derzeit typischer Weise mit einem
Übermaß im Hinblick auf die Dicke hergestellt, damit genügend Material für den Schleifvorgang
vorhanden ist. Bei der herkömmlichen Produktionsweise ist somit ein zusätzlicher Materialeinsatz
an Mineralwollematerial gegeben, wobei das überschüssige Mineralwollematerial durch
den Schleifschritt zerstört und schließlich beseitigt wird. Auch hierdurch entstehen
Zusatzkosten sowohl im Hinblick auf die Bereitstellung der zusätzlichen Mineralwollemenge
für das Übermaß als auch für die Entsorgung des abgeschliffenen Materials.
[0010] Aus der
WO 00/73600 A1 ist eine Mineralfaser-Dämmplatte mit einer harten Decklage sowie ein Herstellungsverfahren
hierfür bekannt geworden. Unter anderem zur Vermeidung von Flightabdrücken ist hier
vorgeschlagen, auf der harten Decklage zumindest während des Aushärteprozesses im
Tunnelofen wenigstens eine zusätzliche Vlieslage aus einem porösen Material anzuordnen.
Beispielhaft ist hier ein Glasvlies genannt. In einigen Ausführungsformen kann dieses
Glasvlies dabei nach Art einer Kaschierung auf der Mineralfaser-Dämmplatte verbleiben,
während es in anderen Ausführungsformen vorgesehen ist, dieses Glasvlies nach Art
eines Trennbandes einzusetzen und im Anschluss an den Härteofen wieder von der harten
Decklage der Mineralfaser-Dämmplatte abzuheben. Die vorliegende Erfindung geht von
diesem Stand der Technik aus.
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung eines Mineralwolleproduktes nach gattungsgemäßer Art derart weiterzubilden,
dass der Nachbearbeitungsaufwand an den aus dem Härteofen hervorgehenden Mineralwolleprodukten
reduziert werden kann und ein Entfernen des Trennbandes nach dem Härteschritt vom
Mineralwolleprodukt möglich ist, ohne dass es zu einer Beschädigung des oberflächennahen
Mineralwollematerials im Produkt kommt.
[0012] Diese Aufgabe wird in verfahrenstechnischer Hinsicht durch die Merkmale des Anspruches
1 gelöst.
[0013] Der Erfindung liegt somit die Erkenntnis zugrunde, dass es trotz der durch das unausgehärtete
Bindemittel noch klebrigen Oberfläche des Rohvlieses und der erforderlichen Aufrechterhaltung
der Durchströmungsfähigkeit des Rohvlieses durch das Härtemedium möglich ist, ein
trennendes Element zwischen der Oberfläche des Rohvlieses und dem Oberband und/oder
dem Unterband anzuordnen und so das Eindringen von Mineralwolleabschnitten in die
Durchströmungsöffnungen hierin zu verhindern.
[0014] Dabei hat sich in praktischen Versuchen im Rahmen der Erfindung gezeigt, dass bei
Verwendung eines geeigneten Trennbandes eine Anhaftung des Rohvlieses an diesem im
Zuge der Aushärtung des Bindemittels im wesentlichen vermieden werden kann. Das Trennband
wird daher nicht integraler Bestandteil des hergestellten Mineralwolleproduktes und
lässt sich nach dem Härteschritt wieder entfernen, ohne dass es zu einer Beschädigung
des oberflächennahen Mineralwollematerials im Produkt kommt. Gleichzeitig überbrückt
das Trennband die Öffnungen im Oberband bzw. im Unterband derart, dass ein Ausweichen
von Mineralwollematerial in diese Öffnungen hinein unterbunden ist und sich somit
keine Erhöhungen am Produkt ergeben. Daher wird erfindungsgemäß eine besonders ebene
und ohne Flightabdrücke bemusterte Produktoberfläche erzielt.
[0015] Abhängig von den optischen Anforderungen lassen sich die mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Mineralwolleprodukte somit ohne einen Nachbearbeitungsschritt
an der Sichtfläche einsetzen, so dass insbesondere auf den herkömmlich gegebenen aufwändigen
Schleifschritt an der Produktoberfläche verzichtet werden kann. Hierdurch reduziert
sich der Herstellungsaufwand für derartige Mineralwolleprodukte erheblich, was die
Produktion beschleunigt, den apparativen wie auch personellen Aufwand verringert und
somit die Kosten deutlich senkt. Darüber hinaus ist erfindungsgemäß auch kein Übermaß
im Hinblick auf die letztendlich gewünschte Produktdicke mehr erforderlich, wodurch
sich der Materialaufwand reduzieren lässt. Bei hochwertigen Akustik- bzw. Schalldämmplatten
mit besonderen Anforderungen an den optischen Eindruck ist i. d. R. der Schleifschritt
weiterhin erforderlich, jedoch können die aufgeführten Vorteile zumindest teilweise
realisiert werden. Insbesondere ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren die Reduzierung
des bislang oftmals mehrstufigen auf einen einstufigen Schleifschritt.
[0016] Ferner ist das Trennband erfindungsgemäß diffusionsoffen ausgebildet, so dass es
eine zuverlässige Durchströmung durch das Härtemedium erlaubt und somit den Härteschritt
nicht wesentlich behindert. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird somit weiterhin
eine zuverlässige Durchhärtung des herzustellenden Mineralwolleproduktes erzielt.
[0017] Von weiterem Vorteil ist es, dass das erfindungsgemäße Verfahren durch geringfügige
Abwandlung von herkömmlichen Produktionslinien problemlos an diesen ausführbar ist.
Der Aufwand für eine Nachrüstung herkömmlicher Produktionsanlagen ist daher gering.
[0018] Hierbei ist das Trennband als Glasfilamentgewebe, wofür auch die Bezeichnungen Glasseidengewebe
oder Glasgewebe gebräuchlich sind, ausgebildet, welches sich in praktischen Versuchen
als besonders geeignet für diesen Einsatzzweck erwiesen hat. Glasfilamentgewebe weist
eine gute strukturelle Integrität auf, obwohl es nur eine sehr geringe Dicke hat,
so dass sich ein sehr diffusionsoffenes Trennband erzielen lässt. Der Durchströmungsswiderstand
im Härteofen wird durch ein solches Glasfilamentgewebe daher nur geringfügig beeinflusst.
Zudem weist ein solches Glasfilamentgewebe eine offenporige Gestalt mit unregelmäßigen,
relativ kleinen Poren auf, so dass keine Durchströmungsöffnungen von der Größe vorliegen,
dass Mineralwollematerial aus dem Rohvlies in diese in relevantem Maße eintreten würde.
Überdies haben derartige Glasfilamentgewebe eine hinreichende Eigenstabilität, dass
sie die Durchströmungsöffnungen im Oberband bzw. im Unterband auch gegen den Kompressionsdruck
innerhalb des Härteofens zuverlässig überbrücken können und somit der Ausbildung von
Erhöhungen an der Produktoberfläche des Mineralwollevlieses zuverlässig entgegenwirken.
Ferner ermöglicht diese Eigenstabilität ein zuverlässiges Abheben des Trennbandes
vom ausgehärteten Vlies ohne eine Schädigung der Vliesstruktur sowohl des Glasfilamentgewebes
als auch des ausgehärteten Vlieses.
[0019] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand der
abhängigen Ansprüche 2 bis 5.
[0020] So kann das Trennband einer Großfläche des Rohvlieses in Förderrichtung vor dem Härteofen
zugeführt und in Förderrichtung nach dem Härteofen vom ausgehärteten Vlies weggeführt
werden. Damit lässt sich mit einfachen Mitteln eine Bereitstellung wie auch eine Entnahme
des Trennbandes unmittelbar im gewünschten Arbeitsbereich erzielen. Insbesondere lässt
sich hierdurch mit geringen Aufwand eine herkömmliche Produktionslinie nachrüsten.
[0021] Dabei ist es möglich, dass das Trennband vor dem Härteofen von einer Bereitstellungsrolle
abgezogen und nach dem Härteofen auf eine Sammelrolle aufgerollt wird. Auf diese Weise
lässt sich das Trennband nach Art einer herkömmlichen Kaschierung mit einfachen Mitteln
auf die obere oder untere Großfläche des Rohvlieses aufbringen und gleichermaßen mit
geringen Aufwand anschließend wieder abheben. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil,
dass sie mit besonders geringem Aufwand an herkömmlichen Produktionslinien ausgeführt
werden kann und weitere Produktionsschritte nicht beeinträchtigt. Gleichzeitig kann
das Trennband nach einmaliger Verwendung oder soweit es möglich ist nach einer gewünschten
Anzahl an Anwendungen problemlos entsorgt werden, ohne dass der kontinuierliche Herstellungsprozess
hierdurch beeinträchtigt wäre.
[0022] Alternativ ist es jedoch auch möglich, dass das Trennband als Endlosband bereitgestellt
wird, welches beispielsweise kontinuierlich von daran haftenden Bindemittelresten
etc. abgereinigt wird. Auch ein solches Endlosband lässt sich hervorragend in den
kontinuierlichen Fertigungsprozess bei der Herstellung von Mineralwolleprodukten integrieren.
Eine Anpassung herkömmlicher Prozesse ist mit geringem Aufwand möglich.
[0023] Gemäß einer alternativen Verfahrensweise ist es auch möglich, dass ein Trennband
das Oberband und/oder das Unterband abdeckt und mit diesem umläuft. Dies hat den Vorteil,
dass sich Änderungen an den Produktionsanlagen nur innerhalb des Härteofens und hier
im Bereich des Oberbandes bzw. des Unterbandes ergeben. Das Trennband kann dabei z.B.
nach Art des Strumpfes über dem Oberband bzw. dem Unterband angeordnet sein und über
geeignete Einrichtungen kontinuierlich abgereinigt werden. Der Platzbedarf für diese
Verfahrensweise ist dabei besonders gering.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird nach Anspruch 6 eine Vorrichtung zur
Herstellung eines Mineralwolleproduktes bereitgestellt, welche eine Fördereinrichtung
zum Leiten eines Rohvlieses aus mit einem unausgehärteten Bindemittel versehener Mineralwolle
zum Ausformen des Produkts und zur Aushärtung des Bindemittels in einen Härteofen
aufweist, welcher nach Art eines Tunnelofens ausgebildet ist und ein Oberband sowie
eine Unterband aufweist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dabei dadurch
aus, dass zwischen dem Rohvlies und dem Oberband und/oder dem Unterband ein diffusionsoffenes
Trennband angeordnet ist.
[0025] Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich dabei ebenfalls die oben angesprochenen
Vorteile erzielen. Darüber hinaus lässt sich eine derartige Vorrichtung in vorteilhafter
Weise mit geringem Aufwand realisieren sowie in bestehenden Fertigungslinien nachrüsten.
[0026] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand der
abhängigen Ansprüche 7 bis 10. Mit diesen Merkmalen lassen sich analog die oben anhand
des Verfahrens erläuternden Vorteile im Rahmen der Erfindung erzielen.
[0027] Gemäß noch einen weiteren Aspekt der Erfindung wird nach Anspruch 11 die Verwendung
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung von Schalldämmplatten angegeben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung lässt sich dabei besonders vorteilhaft bei der Herstellung
von Schalldämmplatten einsetzen, da diese typischer Weise eine relativ große Rohdichte
aufweisen, um die Schalldämmwirkung zu unterstützen. Dementsprechend ist der Kompressionsgrad
des Rohvlieses im Härteofen vergleichsweise hoch und damit bei herkömmlichen Vorrichtungen
auch das Maß des Mineralwolleeintritts in die Durchströmungsöffnungen im Oberband
bzw. im Unterband besonders ausgeprägt. Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen, nämlich
die Bereitstellung eines diffusionsoffenen Trennbandes zwischen dem Rohvlies und dem
Oberband bzw. dem Unterband des Härteofens, kann die Ausbildung derartiger Flightabdrücke
jedoch auch und gerade bei der Herstellung von Schalldämmplatten besonders zuverlässig
unterbunden werden.
[0028] Gemäß noch einem weiteren Aspekt der Erfindung wird nach Anspruch 12 die Verwendung
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung von Fassadendämmplatten angegeben.
Auch hier hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Flightabdrücke
auf den sichtbaren Oberflächen durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen vermieden werden.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der Figuren der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer ersten
Ausführungsform;
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer zweiten
Ausführungsform;
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer dritten
Ausfühnangsform;
- Fig. 4
- einen Schnitt durch ein herkömmliches Mineralwolleprodukt; und
- Fig. 5
- einen Schnitt durch ein erfindungsgemäß hergestelltes Mineralwolleprodukt.
[0030] Gemäß den Darstellungen in den Figuren weist eine Vorrichtung 1 einen Härteofen 2
auf, in welchen ein Rohvlies 3 aus Mineralwolle, welche mit einem unausgehärteten
Bindemittel versehen ist, hineingeführt und dann einer Aushärtung unterzogen wird.
Anschließend verlässt es als ausgeformtes Mineralwollevlies 4 den Härteofen 2. Im
Härteofen 2 sind zwei gegenläufig betriebene Förderbänder angeordnet, welche das Rohvlies
3 zwischen sich aufnehmen und durch den Härteofen 2 hindurch führen. Diese Aufgabe
wird durch ein Oberband 21 sowie ein Unterband 22 erfüllt. Diese sind in herkömmlicher
Weise mit Durchströmungsöffnungen für ein Härtemedium versehen, welches typischerweise
erhitzt ist und durch eine hier nicht gezeigte Absaugeinrichtung im Bereich des Unterbandes
22 vom Bereich des Oberbandes 21 her angesaugt und somit durch das Rohvlies 3 hindurch
geführt wird. Dabei härtet das Bindemittel im Rohvlies 3 aus. Das entstehende Mineralwollevlies
4 kann anschließend durch geeignete Nachbearbeitungsschritte wie z.B. Trennschnitte
etc. zu bestimmten Mineralwolleprodukten weiterverarbeitet werden. So können z.B.
Schall- oder Fassadendämmplatten hierdurch gefertigt werden.
[0031] Die Vorrichtungen 1 gemäß der Darstellungen in den Figuren 1, 2 und 3 unterscheiden
sich in der Anordnungsweise und der Ausgestaltung eines Trennbandes, welches zwischen
der Oberseite des Rohvlieses 3 und dem Oberband 21 im Bereich des Härteofens 2 angeordnet
und geführt ist.
[0032] Gemäß der Darstellung in Fig. 1 ist ein Trennband 5 vorgesehen, welches von einer
in Förderrichtung vor dem Härteofen 2 angeordneten Bereitstellungsrolle 6 abgezogen
und in den Bereich zwischen dem Rohvlies 3 und dem Oberband 21 eingebracht wird. An
dem in Förderrichtung hinterem Ende des Härteofens 2 erfolgt ein Abheben des Trennbandes
5 vom nun ausgebildeten Mineralwollevlies 4, wobei das Trennband 5 auf eine Sammelrolle
7 aufgerollt wird. Sobald das Trennband 5 gänzlich von der Bereitstellungsrolle 6
abgezogen ist, wird diese entweder durch die Sammelrolle 7 oder eine weitere Bereitstellungsrolle
mit noch nicht oder bereits benutztem Trennband 5 ersetzt.
[0033] In Fig. 2 ist eine alternative Ausgestaltung einer Vorrichtung 1 gezeigt, gemäß welcher
ein Trennband 5' als Endlosband ausgebildet ist und mittels Umlenkrollen 8 so um den
oberen Abschnitt des Härteofens 2 herumgeführt wird, dass es innerhalb des Härteofens
2 zwischen der Oberfläche des Rohvlieses 3 und dem Oberband 21 des Härteofens 2 zu
liegen kommt.
[0034] In der weiteren Ausführungsform gemäß Fig. 3 deckt ein Trennband 5" das Oberband
21 des Härteofens 2 vollständig ab und läuft mit diesem um. Das Trennband 5" ist dabei
strumpfartig über das Oberband 21 aufgezogen.
[0035] In allen Ausführungsformen sind hierbei in den Fig. nicht gezeigte Abreinigungsvorrichtungen
vorgesehen, welche am Trennband 5, 5' bzw. 5" verbliebene Bindemittel- oder Faserpartikel
von diesem abtrennen. Dies ist insbesondere bei den endlos ausgeführten Trennbändern
5' und 5" gemäß der Figuren 2 und 3 vom besonderen Vorteil im Hinblick auf eine fortwährende
Einsatzmöglichkeit der Trennbänder, um so die Austauschintervalle derselben groß halten
zu können. Aber auch bei Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist die Abreinigung von besonderem
Vorteil im Hinblick auf eine mehrfache Benutzung des Trennbands 5.
[0036] In den Fig. 4 und 5 sind ein herkömmliches Mineralwolleprodukt 9 und ein erfindungsgemäß
hergestelltes Mineralwolleprodukt 9' gegenüber gestellt.
[0037] Fig. 4 zeigt dabei einen Querschnitt durch das herkömmliche Mineralwolleprodukt 9,
an dem auf Seiten beider Großflächen deutlich Erhöhungen 91 sichtbar sind, welche
auch als Flightabdrücke bezeichnet werden. Diese Erhöhungen sind dadurch entstanden,
dass Mineralwollematerial von den Großflächen aufgrund des Kompressionsdrucks im Härteofen
in die Perforationsöffnungen im Ober- und Unterband des Härteofens eingetreten sind.
[0038] Fig. 5 zeigt dagegen das durch eine Vorrichtung 1 gemäß einer der Fig. 1 bis 3 hergestellte
Mineralwolleprodukt 9', bei dem auf der Oberseite keine Erhöhungen 91 vorliegen, da
dort das Trennband 5 bzw. 5' bzw. 5" angeordnet war. Lediglich auf der Unterseite,
an der in den erläuterten Ausführungsformen kein Trennband zum Einsatz kam, sind noch
Erhöhungen 91 gegeben. Die plane Oberseite des Mineralwolleprodukts 9' kann somit
als eine optisch ansprechende Sichtfläche dienen.
[0039] Als Trennband kommt dabei z.B. ein Glasfilamentgewebe nach Art eines mit PTFE beschichteten
Glasgittergewebebandes zum Einsatz. Dieses weist eine offene Maschenweite von ca.
1 mm * 1 mm auf und hat eine Stärke von ca. 0,65 mm. Es handelt sich dabei um ein
Endlosband mit luftdurchlässiger Spiralverbindung und beidseitigen Kevlarkanten.
[0040] Ein Beispiel hierfür ist ein Glasfilamentgewebe mit Kette und Schuss aus E-Glas gemäß
Materialklasse DIN 5159/1 und einem Flächengewicht zwischen 100 g/m
2 und 500 g/m
2. Die Fadendichte an Kette liegt im Bereich von 12 bis 19 Fäden/cm und am Schuss bei
etwa 11 bis 12 Fäden/cm. Die Fäden sind schiebefest und enthalten keine Fasern mit
einem Durchmesser kleiner als 3 µm. Der Glühverlust liegt bei 5 bis 6 %, wobei die
Reißfestigkeit an Kette im Bereich von 850 bis 3500 N/50mm und am Schuss zwischen
1500 und 2000 N/50mm liegt. Die Reißdehnung ist an Kette und Schuss bei weniger als
4,0 %.
[0041] Nachfolgend sind Beispiele für derartige Glasfilamentgewebe angegeben:
Beispiel 1:
[0042] Glasfilamentgewebe, schwarz, schwer entflammbar, einheitliche Struktur
| Garn gemäß DIN EN 12654: |
Kette: EC 9-34/tex |
| |
Schuss: EC 9-68/tex |
| Fadendichte nach DIN EN 1049: |
Kette: 12,0 Fäden/cm |
| |
Schuss: 11,5 Fäden/cm |
| Flächengewicht nach DIN EN 12127: |
Fertigware: 127 g/m2 |
| |
Rohware: 120 g/m2 |
| Glühverlust gemäß DIN ISO 1887: |
≤ 6 % |
| Reißfestigkeit nach DIN EN 12654: |
Kette: ≥ 850 N/50mm |
| |
Schuss: ≥ 1700 N/50mm |
| Reißdehnung nach DIN EN 12654: |
Kette ≤ 3,5 % |
| |
Schuss ≤ 4,0 %. |
Beispiel 2:
[0043] Glasfilamentgewebe, weiß, schwer entflammbar, einheitliche Struktur
| Garn gemäß DIN 60 850/1: |
Kette: EC 9-68/tex |
| |
Schuss: EC 9-68/tex |
| Fadendichte nach DIN 53 853: |
Kette: 12,0 Fäden/cm |
| |
Schuss: 11,5 Fäden/cm |
| Flächengewicht nach DIN 53 854: |
Fertigware: 172 g/m2 |
| |
Rohware: 163 g/m2 |
| Glühverlust gemäß DIN ISO 1887: |
<6% |
| Reißfestigkeit nach DIN 53 857: |
Kette: ≥ 1700 N/50mm |
| |
Schuss: ≥ 1700 N/50mm |
| Reißdehnung nach DIN 53 857: |
Kette ≤ 4,0 % |
| |
Schuss ≤ 4,0 %. |
Beispiel 3:
[0044] Glasfilamentgewebe, weiß, nicht brennbar nach IMO-Resolution A.472(XII), einheitliche
Struktur
| Garn gemäß DIN 60 850/1: |
Kette: EC 9-136/tex |
| |
Schuss: EC 9-136/tex |
| Fadendichte nach DIN 53 853: Kette: |
19,0 Fäden/cm |
| |
Schuss: 11,0 Fäden/cm |
| Flächengewicht nach DIN 53 854: |
Fertigware: 430 g/m2 |
| |
Rohware: 420 g/m2 |
| Glühverlust gemäß DIN ISO 1887: |
≤ 5 % |
| Reißfestigkeit nach DIN 53 857: |
Kette: ≥ 3500 N/50mm |
| |
Schuss: ≥ 2000 N/50mm |
| Reißdehnung nach DIN 53 857: |
Kette ≤ 4,0 % |
| |
Schuss ≤ 4,0 %. |
Beispiel 4:
[0045] Glasfilamentgewebe, weiß, Low Flame Spread Surface Material nach IMO-Resolution A.653
(16), IMO Resolution MSC 61(67), einheitliche Struktur
| Garn gemäß DIN 60 850/1: |
Kette: EC 9-68/tex |
| |
Schuss: EC 9-68/tex |
| Fadendichte nach DIN 53 853: |
Kette: 17 Fäden/cm |
| |
Schuss: 12 Fäden/cm |
| Flächengewicht nach DIN 53 854: |
Fertigware: 220 g/m2 |
| |
Rohware: 204 g/m2 |
| Glühverlust gemäß DIN ISO 1887: |
≤ 6 % |
| Reißfestigkeit nach DIN 53 857: |
Kette: ≥ 2200 N/50mm |
| |
Schuss: ≥ 1500 N/50mm. |
[0046] Das verwendete Glasfilamentgewebe kann dabei speziell für diesen Anwendungszweck
hergestellt sein oder auch aus Fehlchargen aus der Produktion derartiger Glasfilamentgewebe
stammen.
[0047] Die Erfindung lässt neben den erläuternden Ausführungsformen weitere Gestaltungsansätze
zu.
[0048] So ist es beispielsweise auch möglich, ein entsprechendes Trennband im Bereich zwischen
dem Rohvlies 3 und dem Unterband 22 vorzusehen, um so die Ausbildung von Flightabdrücken
auf der Unterseite des Mineralwollevlieses zu vermeiden. Insbesondere lassen sich
damit auch Produkte erzielen, welche auf beiden Seiten keine Flightabdrücke aufweisen,
indem im Härteofen sowohl auf der Unterseite als auch auf der Oberseite des Rohvlieses
3 ein Trennband 5 bzw. 5' bzw. 5" mitgeführt wird.
[0049] Als Trennband kann ferner auch ein unbeschichtetes oder anders beschichtetes Glasfilamentgewebe,
ein Kunststoffband z.B. aus PTFE oder ein Edelstahlgewebe mit einer Maschenweite von
ca. 0,5 mm zum Einsatz kommen.
1. Verfahren zur Herstellung eines Mineralwolleproduktes, bei dem ein Rohvlies (3) aus
mit einem unausgehärteten Bindemittel versehener Mineralwolle auf einer Fördereinrichtung
zum Ausformen des Produkts und zur Aushärtung des Bindemittels in einen Härteofen
(2) geleitet wird, welcher nach Art eines Tunnelofens ausgebildet ist und ein Oberband
(21) sowie ein Unterband (22) aufweist,
wobei zwischen dem Rohvlies (3) und dem Oberband (21) und/oder dem Unterband (22)
ein diffusionsoffenes Trennband (5; 5'; 5") angeordnet wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trennband (5; 5'; 5") als Glasfilamentgewebe ausgebildet ist,
dass das Trennband (5; 5'; 5") mit PTFE beschichtet ist, und
dass die Reißfestigkeit des Trennbandes (5; 5'; 5") an Kette im Bereich von 850 bis 3500
N/50mm und am Schuss zwischen 1500 und 2000 N/50mm liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennband (5; 5'; 5") einer Großfläche des Rohvlieses (3) in Förderrichtung vor
dem Härteofen (2) zugeführt und in Förderrichtung nach dem Härteofen (2) vom ausgehärteten
Vlies (4) weggeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennband (5) vor dem Härteofen (2) von einer Bereitstellungsrolle (6) abgezogen
und nach dem Härteofen (2) auf eine Sammelrolle (7) aufgerollt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennband (5'; 5") als Endlosband bereitgestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennband (5") das Oberband (21) und/oder das Unterband (22) abdeckt und mit
diesem umläuft.
6. Vorrichtung (1) zur Herstellung eines Mineralwolleproduktes, mit einer Fördereinrichtung
zum Leiten eines Rohvlieses (3) aus mit einem unausgehärteten Bindemittel versehener
Mineralwolle zum Ausformen des Produkts und zur Aushärtung des Bindemittels in einen
Härteofen (2), welcher nach Art eines Tunnelofens ausgebildet ist und ein Oberband
(21) sowie ein Unterband (22) aufweist,
wobei zwischen dem Rohvlies (3) und dem Oberband (21) und/oder dem Unterband (22)
ein diffusionsoffenes Trennband (5; 5'; 5") angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trennband (5; 5'; 5") als Glasfilamentgewebe ausgebildet ist,
dass das Trennband (5; 5'; 5") mit PTFE beschichtet ist, und
dass die Reißfestigkeit des Trennbandes (5; 5'; 5") an Kette im Bereich von 850 bis 3500
N/50mm und am Schuss zwischen 1500 und 2000 N/50mm liegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine Zuführeinrichtung zum Zuführen des Trennbandes (5; 5') zu einer Großfläche des
Rohvlieses (3) in Förderrichtung vor dem Härteofen (2), sowie durch eine Entnahmeeinrichtung zum Wegführen des Trennbandes (5; 5') vom ausgehärteten
Vlies (4) in Förderrichtung nach dem Härteofen (2).
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung eine Bereitstellungsrolle (6) ist und dass die Entnahmeeinrichtung
eine Sammelrolle (7) ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennband (5'; 5") als Endlosband ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennband (5") das Oberband (21) und/oder das Unterband (22) abdeckt und mit
diesem umläuft.
11. Verwendung einer Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10 zur Herstellung
von Schalldämmplatten.
12. Verwendung einer Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10 zur Herstellung
von Fassadendämmplatten.
1. Method for manufacturing a mineral wool product in which an uncured mat (3) of mineral
wool furnished with an uncured binding agent is guided on a conveying unit into a
curing oven (2) for shaping the product and for curing the binding agent, said curing
oven (2) is designed as a type of tunnel oven and possesses an upper belt (21) and
a lower belt (22),
wherein a breathable separation strip (5; 5'; 5") is arranged between the uncured
mat (3) and the upper belt (21) and/or the lower belt (22),
characterised in that,
the separation strip (5; 5'; 5") is designed as a glass filament fabric,
the separation strip (5; 5'; 5") is coated with PTFE, and
The tear strength of the separation strip (5; 5'; 5") is in the range of 850 to 3500
N/50mm and between 1500 and 2000 N/50mm for warp and weft, respectively.
2. Method according to claim 1, characterised in that the separation strip (5; 5'; 5") is applied to a large surface of the uncured mat
(3) in the conveying direction upstream of the curing oven (2) and taken off the cured
mat (4) in the conveying direction downstream of the curing oven (2).
3. Method according to claim 2, characterised in that the separation strip (5) is taken off a supply roll (6) upstream of the curing oven
(2) and rolled up onto a take-up roll (7) downstream of the curing oven (2).
4. Method according to claim 2, characterised in that the separation strip (5'; 5") is supplied as an endless strip.
5. Method according to claim 1, characterised in that the separation strip (5") covers the upper belt (21) and/or the lower belt (22) and
rotates with it.
6. Device (1) for manufacturing a mineral wool product with a conveying unit for feeding
an uncured mat (3) of mineral wool furnished with an uncured binding agent into a
curing oven (2) for shaping the product and for curing the binding agent, said curing
oven (2) is designed as a type of tunnel oven and possesses an upper belt (21) and
a lower belt (22),
wherein a breathable separation strip (5; 5'; 5") is arranged between the uncured
mat (3) and the upper belt (21) and/or the lower belt (22),
characterised in that,
the separation strip (5; 5'; 5") is designed as a glass filament fabric,
the separation strip (5; 5'; 5") is coated with PTFE, and
The tear strength of the separation strip (5; 5'; 5") is in the range of 850 to 3500
N/50mm and between 1500 and 2000 N/50mm for warp and weft, respectively.
7. Device according to claim 6, characterised by a feeding device for feeding the separation strip (5; 5') to a large surface of the
uncured mat (3) in the conveyor direction upstream of the curing oven (2), and by
a removal device for taking away the separation strip (5; 5') from the cured mat (4)
downstream of the curing oven (2) in the conveyor direction.
8. Device according to claim 7, characterised in that the feeding device is a supply roll (6) and the removal device is a take-up roll
(7).
9. Device according to claim 7, characterised in that the separation strip (5'; 5") is designed as an endless strip.
10. Device according to claim 6, characterised in that the separation strip (5") covers the upper belt (21) and/or the lower belt (22) and
rotates with it.
11. Use of a device (1) according to one of claims 6 to 10 for manufacturing sound insulation
boards.
12. Use of a device (1) according to one of claims 6 to 10 for manufacturing facade insulation
boards.
1. Procédé servant à fabriquer un produit en laine minérale, dans le cadre duquel un
non-tissé brut (3) composé d'une laine minérale pourvue d'un liant non durci est acheminé
sur un dispositif de transport afin de déformer le produit et de faire durcir le liant
dans un four de trempe (2), lequel est réalisé à la manière d'un four tunnel et présente
une bande supérieure (21) ainsi qu'une bande inférieure (22),
dans lequel une bande de séparation (5 ; 5' ; 5") ouverte à la diffusion est disposée
entre le non-tissé brut (3) et la bande supérieure (21) et/ou la bande inférieure
(22),
caractérisé en ce
que la bande de séparation (5 ; 5' ; 5") est réalisée sous la forme d'un tissu en filaments
de verre,
que la bande de séparation (5 ; 5' ; 5") est recouverte de PTFE, et
que la résistance à la déchirure de la bande de séparation (5 ; 5' ; 5") est comprise
en chaîne dans la plage allant de 850 à 3 500 N/50mm et en trame entre 1 500 et 2
000 N/50 mm.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bande de séparation (5 ; 5' ; 5") est amenée à une grande surface du non-tissé
brut (3) dans la direction de transport avant le four de trempe (2) et est éloignée
du non-tissé (4) durci dans la direction de transport après le four de trempe (2).
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que la bande de séparation (5) est prélevée d'un rouleau de mise à disposition (6) avant
le four de trempe (2) et est enroulée sur un rouleau collecteur (7) après le four
de trempe (2).
4. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la bande de séparation (5' ; 5") est fournie sous la forme d'une bande sans fin.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bande de séparation (5") recouvre la bande supérieure (21) et/ou la bande inférieure
(22) et est mise en circulation avec cette dernière.
6. Dispositif (1) servant à fabriquer un produit en laine minérale, comprenant un dispositif
de transport servant à acheminer un non-tissé brut (3) composé d'une laine minérale
pourvue d'un liant non durci afin de déformer le produit et de faire durcir le liant
dans un four de trempe (2), qui est réalisé sous la forme d'un four tunnel et qui
présente une bande supérieure (21) ainsi qu'une bande inférieure (22),
dans lequel une bande de séparation (5 ; 5' ; 5") est disposée entre le non-tissé
brut (3) et la bande supérieure (21) et/ou la bande inférieure (22),
caractérisé en ce
que la bande de séparation (5 ; 5' ; 5") est réalisée sous la forme d'un tissu en filaments
de verre,
que la bande de séparation (5 ; 5' ; 5") est recouverte de PTFE, et
que la résistance à la déchirure de la bande de séparation (5 ; 5' ; 5") se situe en
chaîne dans la plage allant de 850 à 3 500 N/50 mm et en trame entre 1 500 et 2 000
N/50 mm.
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé par un système d'amenée servant à amener la bande de séparation (5 ; 5') à une grande
surface du non-tissé brut (3) dans la direction de transport avant le four de trempe
(2), ainsi que par un système de prélèvement servant à éloigner la bande de séparation
(5 ; 5') du non-tissé (4) durci dans la direction de transport après le four de trempe
(2).
8. Dispositif selon la revendication 7,
caractérisé en ce que le système d'amenée est un rouleau de mise à disposition (6), et en ce que le système de prélèvement est un rouleau collecteur (7).
9. Dispositif selon la revendication 7,
caractérisé en ce que la bande de séparation (5' ; 5") est réalisée sous la forme d'une bande sans fin.
10. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que la bande de séparation (5") recouvre la bande supérieure (21) et/ou la bande inférieure
(22) et est mise en circulation avec cette dernière.
11. Utilisation d'un dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 6 à 10 servant
à fabriquer des panneaux d'isolation phonique.
12. Utilisation d'un dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 6 à 10 servant
à fabriquer des panneaux d'isolation de façades.