(19)
(11) EP 2 473 292 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.08.2016  Patentblatt  2016/32

(21) Anmeldenummer: 10752306.0

(22) Anmeldetag:  27.08.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B08B 9/093(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2010/005265
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2011/026590 (10.03.2011 Gazette  2011/10)

(54)

WASCH- UND REINIGUNGSSYSTEM FÜR BEHÄLTERBEHANDLUNGSMASCHINEN DER NAHRUNGSMITTELINDUSTRIE UND VERFAHREN

WASH- AND CLEANING SYSTEM FOR VESSEL TREATMENT MACHINES OF THE FOOD INDUSTRY AND METHOD

SYSTÈME DE LAVAGE ET DE NETTOYAGE POUR MACHINES DE TRAITEMENT DE RECIPIENTS ALIMENTAIRES ET PROCÉDÉ


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 05.09.2009 DE 102009040138

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.07.2012  Patentblatt  2012/28

(73) Patentinhaber: KHS GmbH
44143 Dortmund (DE)

(72) Erfinder:
  • EVERS, Hartmut
    55545 Bad Kreuznach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-02/090007
DE-U1- 20 019 305
US-A1- 2006 086 065
DE-A1- 3 605 482
US-A1- 2002 139 436
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von Behälterbehandlungsmaschinen bzw. -vorrichtungen gemäß dem Anspruchs 1 und ein Verfahren hierzu gemäß dem Anspruch 12.

    [0002] Maschinen zum Behandeln von Behältern, wie Flaschen, Dosen oder Fässern, insb. KEG's sind bekannt. In der Regel dient eine Maschine einem Behandlungsschritt. Insbesondere beim Rinsen, Füllen und Verschließen von Behältern, werden Maschinen- und Behälteroberflächen durch überlaufendes oder verspritzendes Füllgut von außen verunreinigt. Eine Verschmutzungsquelle stellt auch der umgebende Raum dar, so dass an den feuchten Maschinen- und Behälteroberflächen Staub, Partikel, etc. haften bleiben.

    [0003] Um diese Verschmutzungen zu entfernen, werden Düsensysteme vorgesehen, die schwallartig diese Verunreinigungen abspülen. Die US 7,143,793 B2 zeigt ein solches System, bei welchem vor der rotierenden Füllmaschine ein feststehender Düsenstock angeordnet ist, der radial in Richtung der Füllerachse gerichtete Düsen und einen Düsenarm aufweist, der zwischen Füllventil und Behälteraufnahme hineinragt und dessen Düsen vertikal nach oben ausgerichtet sind.

    [0004] Die EP 0 374 586 B1 zeigt eine Reinigungseinheit für einen Linearfüller, bei welcher ein Reinigungsschlitten, der mit mehreren Düsen ausgestattet ist, an einer Schiene horizontal verfahrbar im Innenraum des Füllers hin und her verfahrbar ist.

    [0005] Das Dokuments DE 20019305-U1 zeigt eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff der Ansprüch 1 und 12.

    [0006] Diese im Prinzip geeigneten Vorrichtungen haben den Nachtel, dass ein hohes Wasser und Reinlgungsmittelvolumen erforderlich ist, um einen ausreichend großen Fluidschwall sicherzustellen, der alle zu reinigenden Flächen erreicht.

    [0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, einer Vorrichtung und ein Verfahren bereit zu stellen, dass den Verbrauch von Wasser und Reinigungsmitteln minimiert.

    [0008] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die Behandlungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Der verfahrenstechnische Teil zur Lösung der Aufgabe gelingt mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruch 12. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Untersprüchen ausgeführt.

    [0009] Der Kern der Behälterbehandlungsvorrichtung besteht in einer ganz oder teilweise umlaufenden Laufbahn, einer Antriebs- und Trägerschiene, an der ein Roboter oder Roboterarm verfahrbar ist. Als Antrieb für den Roboter oder Roboterarm ist ein Linearantrieb vorgesehen, der idealerweise als ein linearer Direktantrieb ausgebildet ist. Als derartige elektromagnetische lineare Direktantriebe sind Torquemotoren, tubularer Linearmotor oder polysolenolder Linearmotor bekannt und einsetzbar. Dabei sollte die Laufbahn mindestens in einem Winkelbereich von 120° oder mehr um die Behandlungsvorrichtung herum vorgesehen werden, um alle äußeren Oberflächen einer Behälterbehandlungsvorrichtung optimal erreichen zu können.

    [0010] Mit dieser Reinigungsvorrichtung, die im Wesentlichen aus dem Roboter oder Roboterarm und die Antriebs- und Trägerschiene sowie den Versorgungsleitungen besteht, kann sehr schnell jede Position an einer Behälterbehandlungsmaschine bzw. -vorrichtung angefahren werden und absolut zielgenau und mit minimalem Verbrauch von Wasser und Reinigungsmittel abgeschwallt werden. Der Roboter oder Roboterarm weist mindestens zwei, idealerweise sechs Achsen auf und ist mit mindestens einen Armsegment teleskopartig in der Höhe verfahrbar.

    [0011] Dieses Reinigungssystem ist aufgrund der hohen Fahrgeschwindigkeiten in der Lage, auch kurzzeitige Betriebsunterbrechungen zu nutzen, um Teile oder Einzelkomponenten der Behälterbehandlungsanlage bzw.-vorrichtung zu reinigen. Insbesondere ist es mit der Reinigungsvorrichtung möglich, nach dem Austausch von Ersatzteilen kleinräumige Reinigungen vorzunehmen, was wiederum energetisch und wirtschaftlich vorteilhaft ist.

    [0012] Besonders vorteilhaft ist der elektromagnetische Antrieb, der besonders schnell sowie geräusch- und erschütterungsarm ist und höchste Positioniergenauigkeit ermöglicht.

    [0013] Bei den Systemkomponenten für den Linearantrieb sind neben Motor und Magnetbahn ein Servoregler und ein hochauflösender Linearmaßstab inklusive Lesekopf erforderlich. Hiermit kann gegenüber üblichen, radgetriebenen Schienensystem eine erhebliche Minimierung der Positionierzeiten erreicht werden.

    [0014] Die Laufbahn ist als Schiene oder Schiensystem ausgeführt. Möglich ist, dass die Laufbahn mindestens eine Trag- oder Lastschiene umfasst, wobei eine die Magnete aufnehmende Antriebsschiene separat oder in der Last- oder Tragschiene integriert sein kann. Bevorzugt ist die Laufbahn oberhalb der Behälterbehandlungsvorrichtung angeordnet. Zweckmäßig ist, wenn die Laufbahn für den Roboter bzw. Roboterarm an der die Behälterbehandlungsvorrichtung umschließende oder angrenzende Schutzeinhausung befestigt ist. Vorteilhaft ist, wenn in der Laufbahn mindestens eine Weiche vorgesehen ist, um von einer ersten Teilstrecke, die beispielsweise einer ersten Behälterbehandlungsvorrichtung zugeordnet ist, auf eine zweite Teilstrecke zu wechseln, welche beispielsweise einer zweiten Behälterbehandlungsvorrichtung zugeordnet ist.

    [0015] Erfindungsgemäß ist die Laufbahn selbst als fluldführendes Element ausgebildet, indem Teile der Laufbahn, zum Beispiel eine Schiene entlang des Laufweges, als Vierkanthohlkörper ausgebildet sind. Idealerweise ist in bzw. an dem Hohlkörper mindestens eine Ventilkupplung vorgesehen, an welcher der Roboter oder Roboterarm sich eigenständig fluidisch verbinden kann. Somit wir der Roboter oder Roboterarm unabhängig von einer zentralen Fluidversorgung. Wenn die Verbindung des Roboters oder Roboterarms zur Ventilkupplung über ein Schlauchstück erfolgt, kann der Roboter in einem kleineren Teilabschnitt der Laufbahn weiterhin verfahren werden.

    [0016] Die Fluidversorgung über eine in der Laufbahn integrierte Rohrleitung (Hohlkörper) hat den Vorteil, dass der Roboter oder Roboterarm im Gewicht reduziert wird, da weder ein langer Versorgungsschlauch noch ein Fluldreservoire vorgesehen und bewegt werden muss.

    [0017] In einer Ausführungsform ist es vorgesehen, dass der Roboter oder Roboterarm einen kombinierten Sprüh- und Saugkopf ergreifen und agitieren kann, um die Laufbahn selbst zu reinigen. Hierfür ist es vorteilhaft, wenn die Laufbahn und insbesondere die Magnete direkt wieder getrocknet werden, nachdem sie mit einem leitenden Fluid benetzt wurden. Bei diesem Reinigungskopf sind zwei Abschnitte vorgesehen, die durch ein Trennelement, zum Beispiel eine Dicht- oder Wischlippe voneinander getrennt sind. In dem ersten Segment des Sprüh- und Saugkopfes wird das Fluid zur Abschwallung aufgeben, in dem andern Element wird die anhaftenden Restflüssigkeit angesaugt und abgeleitet. Diesen kombinierten Sprüh- und Saugkopf sowie alle sonstigen Sprüh- und/oder Reinigungsköpfe, kann der Roboter- oder Roboterarm gemäß den jeweiligen Steuersignale selbsttätig von einer oder mehren am Laufweg vorgesehenen Bereitstellungsstation entnehmen. Wenn dieser oder ein vergleichbarer Saugkopf vorgesehen wird, ist es vorteilhaft, wenn mindestens ein Teil- oder Streckenabschnitt der Laufbahn als Hohlkörper ausgebildet ist, welcher als Saugleitung dient und mit einem zentralen oder dezentralen Kompressor verbunden ist.

    [0018] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der folgenden Figurenbeschreibung offenbart. Es zeigen:

    Figur 1 eine Prinzipdarstellung einer Wasch- und Reinigungssystems, und

    Figur 2 Laufbahn und Roboter oder Roboterarm als Einzelheit.



    [0019] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile in der Regel mit demselben Bezugszeichen versehen, weswegen diese auch nur einmal beschrieben werden.

    [0020] Figur 1 zeigt eine Behälterbehandlungsvorrichtung 1, insbesondere Füller, Verschließer oder Rinser, für Behälter, wie bspw. Flaschen, Dosen, Fässer, KEG etc.. Die Behälter sind In Figur 1 prinzipiell dargestellt. Die Behälterbehandlungsvorrichtung 1 weist eine Behälterzuführung, eine Behälterausleitung, mindestens eine Zuleitung für mindestens ein Produkt, und eine Reinigungsvorrichtung 3 zur Reinigung der äußeren Oberflächen mittels eines Reinigungsfluids auf.

    [0021] Die Reinigungsvorrichtung 3 weist einen Roboter 4 und eine Laufbahn 5 auf, wobei die Laufbahn 5 mindestens in einem Winkelbereich um deren Rotationsachse herum verläuft. Der Roboter 4 ist auf oder an dieser Laufbahn 5 angeordnet und mittels eines Linearantriebes antreibbar, und entlang dieser verfahrbar (Doppelpfeil A).

    [0022] Der Figur 1 ist weiter eine Versorgungsvorrichtung 7 (z.B. Strom, Reinigungsfluid etc.) entnehmbar, welche mit der Laufbahn 5 in Verbindung steht.

    [0023] Wesentlich ist demnach, dass die Behälterbehandlungsvorrichtung 1 eine ganz oder teilweise umlaufende Laufbahn 5, bzw. eine Antriebs- und Trägerschiene, an der der Roboter 4 oder ein Roboterarm verfahrbar ist, aufweist. Beispielhaft bildet die Antriebs- oder Trägerschiene die Laufbahn 5. Als Antrieb für den Roboter 4 oder Roboterarm ist ein Linearantrieb (Figur 2) vorgesehen, der idealerweise als ein linearer Direktantrieb ausgebildet ist.

    [0024] Die Laufbahn 5 ist bevorzugt mindestens in einem Winkelbereich von 120° oder mehr um die Behandlungsvorrichtung herum vorgesehen, um alle äußeren Oberflächen der Behälterbehandlungsvorrichtung 1 optimal erreichen zu können. In Figur 1 ist die Laufbahn 5 beispielhaft um etwa drei viertel des Umfangs der Behälterbehandlungsvorrichtung 1 herum angeordnet.

    [0025] Einzelheiten der Antriebs- oder Trägerschiene mit dem daran verfahrbar angeordnetem Roboter 4 sind aus Figur 2 ersichtlich.

    [0026] Die Antriebs- oder Trägerschiene wird im Folgenden der Einfachheit halber als Antriebsschiene 6 bezeichnet. Die Antriebsschiene 6 ist im dargestellten Schnitt gesehen quasi umgekehrt L-Förmig mit einem in der Zeichnungsebene senkrechten Hochsteg 9 und einem sich in der Zeichnungsebene nach links erstreckenden Quersteg 10 ausgeführt.

    [0027] Die Antriebsschiene 6 weist Führungsnuten auf. Die Führungsnut ist in dem Quersteg eingebracht, wobei die Führungsnut in dem Hochsteg 9, unterhalb, beispielhaft direkt unterhalb es Quersteges 10 angeordnet ist.

    [0028] In dem Quersteg 10 ist kopfseitig der Linearantrieb in der beispielhaften Ausgestaltung als elektromagnetischer Direktantrieb angeordnet.

    [0029] Der Hochsteg 9 ist abschnittsweise als Hohlkörper, beispfelhaft als Vierkanthohlkörper ausgeführt, in welchem Reinigungsmittel aufgenommen ist, so dass die Trägerschiene vorteilhaft selbst fluidführend ausgeführt ist.

    [0030] Der Hochsteg 9 weist an einem in der Zeichnungsebene unteren Boden eine Ventilkupplung auf, worauf weiter unten näher eingegangen wird.

    [0031] Der Roboter 4 weist einen zur Trägerschiene korrespondierend ausgeführten Führungsbereich auf, welcher die Trägerschiene umfasst, und welcher mit Führungsstegen in die Führungsnuten eingreift. Der Führungssteg greift in die Führungsnut ein, wobei der Führungssteg in die Führungsnut eingreift. So ist der Roboter 4 an der Antriebsschiene 6 entlang verfahrbar gelagert. An dem Führungsbereich schließt sich ein Reinigungskopf mit einem Reinigungsarm an.

    [0032] Der Reinigungsarm ist teleskopartig in der Höhe verfahrbar, was mittels des Doppelpfeils dargestellt ist. Des Weiteren sind noch Bewegungsmöglichkeiten verschiedener Armsegmente mittels der Doppelfeile dargestellt. An dem Reinigungsarm ist ein Sprühkopf angeordnet.

    [0033] An dem Reinigungskopf ist eine Ventilkupplung angeordnet, welche mit einem Schlauchstück oder dergleichen geeigneten Verbindungsmitteln mit der Ventilkupplung des Hochsteges 9 in Verbindung steht. Weitere fluidleitende Verbindungselemente führen bevorzugt von der Ventilkupplung durch den Reinigungskopf und innerhalb des Reinigungsarms zum Sprühkopf. In der Zeichnungsebene oberhalb der Ventilkupplung ist ein Steuerelement, zum Beispiel als Rückschlagventil angeordnet.

    [0034] Strichpunktiert ist eine zentrale Fluidversorgung dargestellt, auf welche aber auch wegen der vorteilhaften Ausgestaltung der Antriebsschiene 6 als fluidführende Antriebsschiene 6 verzichtet werden kann. Mit geeigneten Mitteln ist der Hohlkörper mit der Versorgungsvorrichtung 7 verbunden, so dass das Fluidreservoir in dem Hochsteg 9 mit Reinigungsmittel versorgt werden kann. Mittels des zumindest abschnittweise als Hohlkörper ausgeführten Hochsteges 9 ist der Roboter 4 quasi unabhängig von einer zentralen Fluidversorgung, so dass der Roboter 4 in seinem Gewicht reduziert ist, da das benötigte Reinigungsmittel in der Trägerschiene selbst aufgenommen ist. Mittels des Schlauchstücks ist der Roboter 4 in einem Teilstück, entsprechend der effektiven Länge des Schlauchstücks relativ zur Trägerschiene verfahrbar. Das Schlauchstück kann auch in gewisser Hinsicht elastisch, also dehnbar sein, so dass ein Zerstören des Schlauchstücks vermeidbar ist, wenn der Roboter 4 eine längere Wegstrecke als die effektive Länge des Schlauchstücks verfahren wird.

    [0035] Der Roboter 4 bzw. sein Reinigungsarm kann so ausgeführt sein, dass dieser das Schlauchstück geeignet greift und automatisch an der Ventilkupplung ansetzt oder von dieser trennt. So kann der Roboter 4 bei Erreichen des maximalen Verfahrweges, welcher durch die effektive Länge des Schlauchstücks begrenzt ist, die Verbindung zur Ventilkupplung trennen und an einer anderen Ventilkupplung ansetzen.

    [0036] Mit der vorteilhaft ausgeführten Reinigungsvorrichtung 3 kann jeder Punkt der Behälterbehandlungsvorrichtung 1 mit Reinigungsmittel abgeschwallt werden. Natürlich können auch die Behälter 2 mit der Reinigungsvorrichtung 3 abgeschwallt werden.


    Ansprüche

    1. Behälterbehandlungsvorrichtung, insbesondere Füller, Verschließer oder Rinser, für Behälter, wie bspw. Flaschen, Dosen, Fässer, KEG etc. umfassend eine Behälterzuführung, eine Behälterausleitung, mindestens eine Zuleitung für mindestens ein Produkt, und eine Reinigungsvorrichtung (3) zur Reinigung der äußeren Oberflächen mittels eines Reinigungsfluids, wobei die Reinigungsvorrichtung (3) einen Roboter (4) und eine Laufbahn (5) umfasst, wobei die Laufbahn (5) eine Schiene oder ein Schienensystem ist, und wobei der Roboter (4) auf oder an dieser Laufbahn (5) angeordnet und mittels eines Linearantriebes antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass; die Laufbahn (5) mindestens in einem Winkelbereich um die Behandlungsvorrichtung herum vorgesehen ist, und wobei mindestens ein Teil oder Streckenabschnitt der Laufbahn (5) als Hohlkörper ausgebildet ist, in welchem das Reinigungsfluid zum Roboter (4) ström bar ist.
     
    2. Behälterbehandlungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil oder Streckenabschnitt der Laufbahn (5) als Hohlkörper ausgebildet ist, welcher als Saugleitung dient und durch welche Fluid vom Roboter und der Behälterbehandlungsanlage weg strömbar ist.
     
    3. Behälterbehandlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem als Hohlkörper ausgebildeten Teilstück der Laufbahn (5) mindestens zwei, idealerweise mehrere Kupplungen bzw. Ventilkupplungen vorgesehen sind, über welche der Roboter (4) bzw. die Sprühvorrichtung des Roboter (4) automatisch und/oder selbsttätig fluidisch mit dem Hohlkörper verbunden werden kann.
     
    4. Behälterbehandlungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Linearantrieb ein linearer Direktantrieb ist.
     
    5. Behälterbehandlungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der lineare Direktantrieb ein Torquemotor, ein tubularer Linearmotor oder polysolenolder Linearmotor ist.
     
    6. Behälterbehandlungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufbahn (5) mindestens eine Last- oder Tragschiene umfasst, wobei eine die Magnete aufnehmende Antriebsschiene separat oder in der Last- oder Tragschiene integriert sein kann.
     
    7. Behälterbehandlungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufbahn (5) oberhalb der Behälterbehandlungsmaschine bzw. -vorrichtung (1) angeordnet ist.
     
    8. Behälterbehandlungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufbahn (5) für den Roboter (4) an der die Behälterbehandlungsmaschine bzw. - vorrichtung umschließende oder angrenzende Schutzeinhausung befestigt ist.
     
    9. Behälterbehandlungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Laufbahn (5) mindestens eine Weiche vorgesehen ist, um von einer ersten Teilstrecke, die bspw. einer ersten Behälterbehandlungsvorrichtung zugeordnet ist, auf eine zweite Teilstrecke zu wechseln, welche bspw. einer zweiten Behälterbehandlungsvorrichtung zugeordnet ist.
     
    10. Behälterbehandlungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Roboter (4) derart verfahren werden kann, dass dieser die Laufbahn (5) mindestens in Teilen reinigen und/oder besprühen kann.
     
    11. Behälterbehandlungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Behandlungskopf für den Roboter (4) vorgesehen ist, mit welchen die Laufbahn (5) gereinigt und direkt nachfolgend getrocknet werden kann.
     
    12. Verfahren zum Reinigen einer Behälterbehandlungsvorrichtung insbesondere Füller, Verschließer oder Rinser, für Behälter, wie bspw. Flaschen, Dosen, Fässer, KEG etc. umfassend eine Behälterzuführung, eine Behälterausleitung, mindestens eine Zuleitung für mindestens ein Produkt, und eine Reinigungsvorrichtung zur Reinigung der äußeren Oberflächen mittels eines Reinigungsfluids, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend das Verfahren des Roboters (4) entlang einer Laufbahn (5), wobei der Roboter (4) auf oder an dieser Laufbahn (5) angeordnet und mittels eines Linearantriebes angetrieben wird; dadurch gekennzeichnet, dass die laufbahn (5); mindestens in einem Winkelbereich um die Behandlungsvorrichtung herum vorgesehen ist, und wobei Reinigungsfluid mindestens innerhalb eines Streckenabschnitt der Laufbahn (5), welche als Hohlkörper ausgebildet ist, zum Roboter (4) geleitet wird.
     


    Claims

    1. Container treatment device, in particular filler, closer, or rinser, for containers such as, for example, bottles, cans, drums, kegs, etc., comprising a container feed, a container discharge, at least one feed line for at least one product, and a cleaning device (3) for cleaning the outer surfaces by means of a cleaning fluid, wherein the cleaning device (3) comprises a robot (4) and a track (5), wherein the track (5) is a rail or a rail system, and wherein the robot (4) is arranged on or at said track (5) and can be driven by means of a linear drive, characterised in that the track is provided at least in one angular region about the treatment device, and wherein at least a part or segment section of the track (5) is configured as a hollow body, in which the cleaning fluid can be caused to flow to the robot (4).
     
    2. Container treatment device according to claim 1, characterised in that at least a part or segment section of the track (5) is configured as a hollow body, which serves as a suction line and through which fluid can flow away from the robot and the container treatment system.
     
    3. Container treatment device according to claim 1 or 2, characterised in that, provided at the part section of the track (5) formed as a hollow body, are at least two, ideally more, couplings or valve couplings respectively, by means of which the robot (4) or the spraying device of the robot (4) can be fluidly connected automatically and/or in a self-actuating manner with the hollow body.
     
    4. Container treatment device according to any one of the preceding claims, characterised in that the linear drive is a linear direct drive.
     
    5. Container treatment device according to any one of the preceding claims, characterised in that the linear direct drive is a torque motor, a tubular linear motor, or poly solenoid linear motor.
     
    6. Container treatment device according to any one of the preceding claims 4 or 5, characterised in that the track (5) comprises at least one load rail or carrier rail, wherein a drive rail accommodating the magnets can be separate or can be integrated in the load rail or carrier rail.
     
    7. Container treatment device according to any one of the preceding claims, characterised in that the track (5) is arranged above the container treatment machine or device (1) respectively.
     
    8. Container treatment device according to any one of the preceding claims, characterised in that the track (5) for the robot (4) is secured to the protective housing which surrounds or is adjacent to the container treatment machine or device.
     
    9. Container treatment device according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one set of switch points is provided in the track (5), in order to switch from a first part segment, which is allocated, for example, to a first container treatment device, onto a second part segment, which is allocated, for example, to a second container treatment device.
     
    10. Container treatment device according to any one of the preceding claims, characterised in that the robot (4) can be moved in such a way that it can clean and/or spray the track (5) at least in parts.
     
    11. Container treatment device according to any one of the preceding claims, characterised in that a treatment head is provided for the robot (4), with which the track (5) can be cleaned and, directly afterwards, dried.
     
    12. Method for cleaning a container treatment device, in particular filler, closer, or rinser, for containers such as, for example, bottles, cans, drums, kegs, etc., comprising a container feed, a container discharge, at least one feed line for at least one product, and a cleaning device for cleaning the outer surfaces by means of a cleaning fluid, in particular in accordance with any one of the preceding claims, comprising the travel movement of the robot (4) along a track (5), characterised in that the track (5) is provided at least in one angular region around the treatment device, wherein the robot (4) is arranged on or at this track (5) and is driven by means of a linear drive; and wherein cleaning fluid is conducted to the robot (4) at least inside a segment section of the track (5), which is configured as a hollow body.
     


    Revendications

    1. Dispositif de traitement de contenants, en particulier remplisseuse, capsuleuse ou rinceuse, pour des contenants, tels que des bouteilles, des canettes, des fûts, des tonnelets, etc. comprenant une conduite d'amenée de contenants, un conduit d'évacuation de contenant, au moins un conduit d'alimentation pour au moins un produit, et un dispositif de nettoyage (3) servant à nettoyer les surfaces extérieures au moyen d'un fluide de nettoyage, dans lequel le dispositif de nettoyage (3) comprend un robot (4) et une voie de roulement (5), dans lequel la voie de roulement (5) est un rail ou un système de rails, et dans lequel le robot (4) est disposé sur ou au niveau de ladite voie de roulement (5) et peut être entraîné au moyen d'un entraînement linéaire, caractérisé en ce que la voie de roulement (5) est prévue au moins dans une zone angulaire tout autour du dispositif de traitement, et dans lequel au moins une partie ou un tronçon de parcours de la voie de roulement (5) est réalisé(e) sous la forme d'un corps creux, dans lequel le fluide de nettoyage peut circuler en direction du robot (4).
     
    2. Dispositif de traitement de contenants selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une partie ou un tronçon de parcours de la voie de roulement (5) est réalisé(e) sous la forme d'un corps creux, qui fait office de conduit d'aspiration et par lequel un fluide peut circuler depuis le robot et de manière à s'éloigner de l'installation de traitement de contenants.
     
    3. Dispositif de traitement de contenants selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé e ce qu'au moins deux, idéalement plusieurs couplages ou couplages de soupape sont prévus au niveau du segment, réalisé sous la forme d'un corps creux, de la voie de roulement (5), par l'intermédiaire desquels le robot (4) ou le dispositif de rinçage du robot (4) peut être relié de manière automatique et/ou en toute autonomie de manière fluidique au corps creux.
     
    4. Dispositif de traitement de contenants selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'entraînement linéaire est un entraînement direct linéaire.
     
    5. Dispositif de traitement de contenants selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'entraînement direct linéaire est un moteur couple, un moteur linéaire tubulaire ou un moteur linéaire à solénoïdes multiples.
     
    6. Dispositif de traitement de contenants selon l'une quelconque des revendications précédentes 4 ou 5, caractérisé en ce que la voie de roulement (5) comprend au moins un rail de charge ou de support, dans lequel un rail d'entraînement recevant les aimants peut être intégré séparément ou dans le rail de charge ou de support.
     
    7. Dispositif de traitement de contenants selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la voie de roulement (5) est disposée au-dessus de la machine ou du dispositif de traitement de contenants (1).
     
    8. Dispositif de traitement de contenants selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la voie de roulement (5) pour le robot (4) est fixée au niveau de l'enceinte de protection entourant ou jouxtant la machine ou le dispositif de traitement de contenants.
     
    9. Dispositif de traitement de contenants selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'est prévu dans la voie de roulement (5) au moins un aiguillage, afin de passer d'un premier parcours partiel, qui est associé par exemple à un premier dispositif de traitement de contenants, sur un deuxième parcours partiel, qui est associé par exemple à un deuxième dispositif de traitement de contenants.
     
    10. Dispositif de traitement de contenants selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le robot (4) peut être déplacé de telle manière qu'il peut nettoyer et/ou pulvériser la voie de roulement (5) au moins en partie.
     
    11. Dispositif de traitement de contenants selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une tête de traitement pour le robot (4) est prévue, à l'aide de laquelle la voie de roulement (5) peut être nettoyée et, immédiatement après, directement séchée.
     
    12. Procédé servant à nettoyer un dispositif de traitement de contenants, en particulier une remplisseuse, une capsuleuse ou une rinceuse, pour des contenants, tels que des bouteilles, des canettes, des fûts, des tonnelets, etc., comprenant une conduite d'amenée de contenants, un conduit d'évacuation de contenant, au moins un conduit d'alimentation pour au moins un produit, et un dispositif de nettoyage servant à nettoyer les surfaces extérieures au moyen d'un fluide de nettoyage, en particulier selon l'une quelconque des revendications précédentes, comprenant le déplacement du robot (4) le long d'une voie de roulement (5), dans lequel le robot (4) est disposé sur ou au niveau de ladite voie de roulement (5) et est entraîné au moyen d'un entraînement linéaire ; caractérisé en ce que la voie de roulement (5) est prévue au moins dans une plage angulaire tout autour du dispositif de traitement, et dans lequel le fluide de nettoyage est acheminé, au moins à l'intérieur d'un tronçon de parcours de la voie de roulement (5), qui est réalisée sous la forme d'un corps creux, vers le robot (4).
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente