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(11) |
EP 2 534 363 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.08.2016 Patentblatt 2016/32 |
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Anmeldetag: 03.01.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/050017 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/098305 (18.08.2011 Gazette 2011/33) |
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VERFAHREN ZUR VERSORGUNG EINER HOCHDRUCKPUMPE IN EINEM KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM EINER
BRENNKRAFTMASCHINE MIT KRAFTSTOFF SOWIE KRAFTSTOFFEINSPRITZSYSTEM
METHOD FOR SUPPLYING A HIGH-PRESSURE PUMP IN A FUEL INJECTION SYSTEM OF AN INTERNAL
COMBUSTION ENGINE WITH FUEL AND FUEL INJECTION SYSTEM
PROCÉDÉ D'ALIMENTATION D'UNE POMPE HAUTE PRESSION EN CARBURANT DANS UN SYSTÈME D'INJECTION
DE CARBURANT D'UN MOTEUR À COMBUSTION INTERNE ET SYSTÈME D'INJECTION DE CARBURANT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
11.02.2010 DE 102010001834
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.12.2012 Patentblatt 2012/51 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LANGENBACH, Christian
71576 Erbstetten (DE)
- KRISTEN, Marcus
71735 Eberdingen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 574 704 WO-A2-02/40857
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WO-A1-2011/012356 DE-A1-102007 006 945
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Versorgung einer Hochdruckpumpe in einem
Kraftstoffeinspritzsystem einer Brennkraftmaschine mit Kraftstoff, wobei zur Förderung
und zur Fördermengenregelung eine in einem Niederdruckkreislauf angeordnete elektromotorisch
betriebene Förderpumpe eingesetzt wird. Ferner betrifft die Erfindung ein Kraftstoffeinspritzsystem,
insbesondere ein Common-Rail-Einspritzsystem, einer Brennkraftmaschine.
Stand der Technik
[0002] Eine Vorrichtung der vorstehend genannten Art geht beispielsweise aus der
EP 1 195 514 A2 hervor, die eine Vorrichtung zur Regelung des Durchflusses einer Hochdruckpumpe in
einem Common-Rail Kraftstoffeinspritzsystem einer Brennkraftmaschine betrifft. Die
angegebene Vorrichtung umfasst hierzu eine elektromotorisch betriebene Förderpumpe,
die nach Maßgabe einer Steuereinheit eine bestimmte Menge Kraftstoff zu einer Hochdruckpumpe
fördert. In Abhängigkeit von der Fördermenge der Förderpumpe wird durch eine auf der
Saugseite der Hochdruckpumpe angeordnete Drossel der Förderdruck vorgegeben, der proportional
zur Fördermenge steigt oder fällt. Der Durchmesser der Drossel wird anhand ermittelter
Versuchsergebnisse entsprechend den Anforderungen festgelegt.
[0003] Ein Vorteil des Einsatzes einer elektromotorisch betriebenen Pumpe als Förderpumpe
zeigt sich insbesondere darin, dass eine solche Pumpe eine exakte Mengenregelung ermöglicht.
Üblicherweise zur Mengenzumessung verwendete Stellglieder, wie beispielsweise eine
Zumesseinheit, können demnach entfallen. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Anzahl
der Bauteile, insbesondere der elektrischen/elektronischen Komponenten, sowie die
Anzahl der erforderlichen Anschlüsse und Leitungen reduziert werden kann.
[0004] Ferner ermöglicht eine solche Elektrokraftstoffpumpe eine bedarfsgerechte Ansteuerung,
durch welche die Verlustleistung verringert wird. Im Schubbetrieb ist beispielsweise
eine Reduzierung der Fördermenge auf Null möglich, um auch die Hochdruckmenge auf
Null abzusenken. Eine entsprechende Ansteuerung der Förderpumpe ist jedoch nicht möglich,
wenn zugleich Kraftstoffhochdruckpumpen Einsatz finden, die auf eine gewisse Mindestkraftstoffversorgung,
beispielsweise zur Schmierung und/oder Kühlung, angewiesen sind.
[0005] Das in der
EP 1 195 514 A2 beschriebene Kraftstoffeinspritzsystem weist eine in den Niederdruckkreislauf eingebundene
Schmiermittelleitung auf, über welche die Hochdruckpumpe mit Kraftstoff zur Schmierung
versorgt wird. Die Versorgung mit Kraftstoff zur Schmierung ist jedoch an eine bestimmte
Hochdruck-Fördermenge gebunden, die nicht unterschritten werden darf, da sonst eine
konstante Schmierung nicht gewährleistet ist.
[0007] Ausgehend von dem vorstehend genannten Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Versorgung einer Hochdruckpumpe mit Kraftstoff
bereit zu stellen, durch welches eine zur Schmierung und/oder Kühlung ausreichende
Kraftstoffversorgung der Hochdruckpumpe nahezu unabhängig von der geförderten Hochdruckmenge
sichergestellt ist. Ferner soll ein zur Durchführung des Verfahrens geeignetes Kraftstoffeinspritzsystem
angegeben werden, das zudem einfach aufgebaut und mit geringer Verlustleistung betreibbar
ist.
[0008] Zur Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
ein Kraftstoffeinspritzsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 8 vorgeschlagen. Vorteilhafte
Weiterbildungen der jeweiligen Erfindung werden in den Unteransprüchen angegeben.
Offenbarung der Erfindung
[0009] Das zur Versorgung einer Hochdruckpumpe mit Kraftstoff vorgeschlagene Verfahren zeichnet
sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass der Kraftstoffdruck mittels eines auf der Saugseite
der Hochdruckpumpe angeordneten Druckregelventils geregelt wird, wobei in Schließstellung
des Druckregelventils weiterhin eine Versorgung der Hochdruckpumpe mit Kraftstoff
zur Schmierung und/oder Kühlung über den Niederdruckkreislauf und die Förderpumpe
sichergestellt wird. Das heißt, dass die der Hochdruckpumpe zur Verdichtung zugeführte
Fördermenge durch Schließen des Druckregelventils auf Null reduziert werden kann und
dennoch eine ausreichende Menge Kraftstfoff zur Schmierung und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe
bereit gestellt wird. Dadurch sind in Kombination mit einer Elektrokraftstoffpumpe
als Förderpumpe auch Hochdruckpumpen einsetzbar, die auf eine gewisse Mindestkraftstoffversorgung
angewiesen sind. Zugleich kann durch eine bedarfsgerechte Ansteuerung der elektromotorisch
betriebenen Förderpumpe eine Reduzierung der Verlustleistung erzielt werden. Bedarfsgerechte
Ansteuerung bedeutet, dass die Fördermenge der Förderpumpe auf eine zur Schmierung
und/oder Kühlung erforderliche Menge reduziert werden kann, wenn darüber hinaus kein
Kraftstoff auf Hochdruck gefördert werden soll.
[0010] Darüber hinaus kommen die bereits eingangs genannten Vorteile in Bezug auf den Einsatz
einer Elektrokraftstoffpumpe zum Tragen. Wird die Elektrokraftstoffpumpe beispielsweise
zur Mengenregelung genutzt, kann eine separate Zumesseinheit entfallen. Die Anzahl
der elektrischen/elektronischen Bauteile wird somit reduziert. Des Weiteren kann auf
die Anordnung eines Druckregelventils am Rail bzw. am Kraftstoffhochdruckspeicher
verzichtet werden. Denn die Druckregelung wird nunmehr von dem erfindungsgemäß auf
der Saugseite der Hochdruckpumpe angeordneten Druckregelventil übernommen. Mit einer
Reduzierung der Anzahl der elektrischen/elektronischen Bauteile geht ferner eine Reduzierung
der notwendigen Anschlüsse bzw. Steckverbindungen einher. Folglich wird auch der Aufbau
eines zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten Kraftstoffeinspritzsystems
vereinfacht.
[0011] Das Schließen des Druckregelventils ermöglicht nicht nur eine Reduzierung der geförderten
Hochdruckmenge auf Null, während im Niederdruckbereich eine ausreichende Menge Kraftstoff
zur Schmierung und/oder Kühlung verbleibt, sondern wirkt auch der Ausbreitung von
Druckpulsationen entgegen, die insbesondere bei hohen Drehzahlen auftreten und die
unter Umständen zu unerwünschter Hochdruckfördermenge führen können. Das Verfahren
eignet sich daher vor allem in Verbindung mit Kraftstoffeinspritzsystemen, die hochdynamische
Pumpen einsetzen. Derartige Pumpen erfordern in der Regel auch eine verbesserte Schmierung
und/oder Kühlung ihrer Bauteile.
[0012] In der Regel ist eine Schmierung und/oder Kühlung vor allem der im Gehäuse der Hochdruckpumpe
ausgebildeten Lagerstellen zur Aufnahme der Antriebswelle sicherzustellen. Gemäß dem
vorgeschlagenen Verfahren wird hierzu der Kraftstoff zunächst einem zentralen Pumpenraum
zugeführt, von wo aus er sich auf die beiden Wellenlagerstellen verteilt. Überschüssiger
Kraftstoff wird über Leitungen einem Rücklauf zugeführt. Darüber hinaus können auch
weitere Komponenten geschmiert und/oder gekühlt werden.
[0013] Dabei ist das Druckregelventil derart ausgelegt, dass in Schließstellung des Druckregelventils
die Schmierung und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe über den Öffnungsdruck des Druckregelventils
sichergestellt wird. Erst bei Überschreitung des Öffnungsdrucks wird der Hochdruckpumpe
Kraftstoff zur Verdichtung zugeführt. Unterhalb des Öffnungsdrucks ergibt sich keine
Absteuermenge und somit keine Hochdruckmenge, wobei jedoch im Niederdruckbereich ein
Restdruck verbleibt, der zur Schmierung und/oder Kühlung verwendet werden kann. Auf
diese Weise ist auch bei geringer Fördermenge der Förderpumpe eine nahezu konstante
Schmierung und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe gewährleistet. Wird die Drehzahl der
Elektrokraftstoffpumpe erhöht, steigt die Fördermenge und damit der Druck, so dass
in der Folge das Druckregelventil öffnet und der Hochdruckpumpe Kraftstoff zur Verdichtung
zugeführt wird.
[0014] Die Hochdruckmenge wird demnach über die Kennlinie des Druckregelventils definiert.
Die Kennlinie und damit das statische und/oder dynamische Verhalten des Druckregelventils
wird entsprechend den Anforderungen gewählt. Vorzugsweise wird eine steile Kennlinie
gewählt, um bei einer Zunahme der Fördermenge einen geringen Druckanstieg und gleichzeitig
eine starke Kolbendämpfung zu bewirken. Die Anforderungen können darüber hinaus aber
auch eine andere Auslegung des Druckregelventils rechtfertigen.
[0015] Weiterhin bevozugt sind Maßnahmen zur Kompensierung von Leckagen im Bereich des Druckregelventils
vorgesehen. Derartige Maßnahmen können zum Beispiel die Anordnung eines weiteren Druckregelventils
am Rail bzw. Kraftstoffhochdruckspeicher, die Verwendung einer Nullförderdrossel und/oder
eine entsprechende Ansteuerung der Injektoren umfassen.
[0016] Gemäß einer bervorzugten Ausführungsform der Erfindung wird zur Verbesserung der
Schmierung und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe ein zweistufiges Druckregelventil eingesetzt.
Die zweistufige Ausführung wird vorzugsweise durch eine Anbindung des Druckregelventils
an einen Rücklauf realisiert. Wird ein Teil der Fördermenge über das Druckregelventil
dem Rücklauf zugeführt, steigt zugleich die angefragte Fördermenge. Dies wiederum
führt zu einem erhöhten Durchsatz und damit zu einer verbesserten Schmierung und/oder
Kühlung. Denn mit der Kraftstoffmenge steigt auch die Schmier- bzw. Kühlleistung.
Die Anbindung des Druckregelventils an den Rücklauf erfolgt dabei vorzugsweise über
eine Drossel.
[0017] Alternativ oder ergänzend kann zur Verbesserung der Schmierung und/oder Kühlung eine
parallel zu einer Schmier- und/oder Kühlleitung geschaltete Drossel eingesetzt werden.
Durch diese Maßnahme wird ebenfalls der Durchsatz und damit einhergehend die Schmier-
und/oder Kühlleistung gesteigert. Der Unterschied zu einer zweistufigen Ausbildung
des Druckregelventils besteht darin, dass eine Mengensteigerung keine bestimmte Schaltstellung
des Druckregelventils voraussetzt, sondern konstant gegeben ist. Die vorgeschlagene
Maßnahme eignet sich demzufolge insbesondere für hochbeanspruchte Pumpen.
[0018] Ferner kann wenigstens eine weitere Drossel in einer Schmier- und/oder Kühlleitung
zur Durchflussbegrenzung angeordnet sein.
[0019] Das ebenfalls zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe vorgeschlagene Kraftstoffeinspritzsystem
zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass auf der Saugseite der Hochdruckpumpe
ein Druckregelventil zur Regelung des Kraftstoffdrucks vorgesehen ist, wobei in Schließstellung
des Druckregelventils eine zur Schmierung und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe ausreichende
Menge Kraftstoff über den Niederdruckkreislauf und die Förderpumpe sichergestellt
ist. Dies setzt voraus, dass das Druckregelventil derart in den Niederdruckkreislauf
integriert ist, dass auch in Schließstellung des Druckregelventils Kraftstoff zu den
Bauteilen gelangt, die es zu schmieren und/oder zu kühlen gilt. Vorzugsweise erfolgt
die Verteilung der zur Schmierung und/oder Kühlung vorgesehenen Kraftstoffmenge über
einen zentralen Pumpenraum. Von hier aus kann der Kraftstoff beispielsweise den Lagerstellen
einer im Pumpengehäuse aufgenommenen Antriebswelle zugeführt werden. Alternativ oder
ergänzend können auch separate Schmier- und/oder Kühlleitungen zur Verteilung des
Kraftstoffs vorgesehen sein.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Druckregelventil zweistufig
aufgebaut. Die zweistufige Ausführung kann beispielsweise durch eine Anbindung des
Druckregelventils an einen Rücklauf realisiert werden, wobei weiterhin vorzugsweise
die Anbindung über eine Drossel erfolgt. Indem ein Teil der Fördermenge über die Drossel
dem Rücklauf zugeführt wird, kann der Durchsatz und damit die Schmier- und/oder Kühlleistung
gesteigert werden.
[0021] Alternativ oder ergänzend kann eine Drossel vorgesehen sein, die parallel zu einer
Schmier- und/oder Kühlleitung geschlatet ist. In einer Schmier- und/oder Kühlleitung
kann zudem eine Drossel zur Durchflussbegrenzung angeordnet sein. Diese Maßnahmen
bewirken ebenfalls eine Verbesserung bzw. Steigerung der Schmier- und/oder Kühlleistung.
[0022] Ferner bevorzugt ist das angegebene Kraftstoffeinspritzsystem zur Durchführung des
vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet. Die im Zusammenhang
mit dem Verfahren erwähnten Vorteile gelten demnach entsprechend für das Kraftstoffeinspritzsystem.
[0023] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der beiden Zeichnungen
näher erläutert. Diese zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Kraftstoffeinspritzsystems gemäß einer ersten
erfindungsgemäßen Ausführungsform und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Kraftstoffeinspritzsystems gemäß einer zweiten
erfindungsgemäßen Ausführungsform.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0024] Die in Fig. 1 schematisch dargestellte erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kraftstoffeinspritzvorrichtung umfasst eine als Kolbenpumpe ausgebildete Hochdruckpumpe
1, welche über einen Niederdruckkreislauf 2 mit Kraftstoff versorgt wird. Beispielhaft
ist eine Hochdruckpumpe 1 mit einem Pumpenkolben dargestellt. Alternativ kann die
Hochdruckpumpe 1 aber auch als Mehrkolbenpumpe ausgebildet sein. Der bzw. die Kolben
ist bzw. sind vorzugsweise radial um eine Antriebswelle mit einem Nocken oder Exzenter
angeordnet und über eine Rolle und/oder einen Stößelkörper am Nocken oder Exzenter
abgestützt, so dass eine Drehung der Antriebswelle eine Hubbewegung des Kolbens bzw.
der Kolben bewirkt.
[0025] Das dargestellte Einspritzsystem umfasst ferner eine elektromotorisch betriebene
Förderpumpe 3, die vorliegend zur Förderung von Kraftstoff und zur Regelung der Fördermenge
eingesetzt wird. Eine separate Zumesseinheit ist somit entbehrlich. Die Druckregelung
erfolgt über ein Druckregelventil 5, das auf der Saugseite der Hochdruckpumpe 1 angeordnet
ist. Der zur Verdichtung vorgesehene Kraftstoff gelangt über das Druckregelventil
5 und ein als Rückschlagventil ausgebildetes Zulaufventil in einen Pumpenarbeitsraum
der Hochdruckpumpe 1. Dort wird der Kraftstoff durch die Hubbewegung des Kolbens 10
verdichtet und über ein ebenfalls als Rückschlagventil ausgebildetes Ablaufventil
einem Kraftstoffhochdruckspeicher 4 zugeführt. Die Einspritzung des Kraftstoffs in
den Brennraum einer Brennkraftmaschine erfolgt über mehrere an den Kraftstoffhochdruckspeicher
4 angeschlossene Kraftstoffinjektoren 9.
[0026] In Schließstellung des Druckregelventils 5 wird dem Pumpenarbeitsraum der Hochdruckpumpe
1 kein Kraftstoff zur Verdichtung zugeführt. Dennoch ist über den Niederdruckkreislauf
2 und die elektromotorisch betriebene Förderpumpe 3 eine ausreichende Schmierung und/oder
Kühlung der Hochdruckpumpe 1 sichergestellt. Denn auch in Schließstellung des Druckregelventils
5 gelangt weiterhin Kraftstoff in einen zentralen Pumpenraum , in welchem die Antriebswelle
aufgenommen ist, so dass über den Pumpenraum die im Gehäuse der Hochdruckpumpe 1 ausgebildeten
Lagerstellen 6 der Antriebswelle mit ausreichend Kraftstoff zur Schmierung und/oder
Kühlung versorgt werden. Vorliegend sind hierzu Schmier- und/oder Kühlleitungen im
Gehäuse der Hochdruckpumpe 1 angeordnet, die zudem mit einem Rücklauf verbunden sind,
um überschüssigen Kraftstoff abzuführen.
[0027] Das dargestellte erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzsystem ermöglicht den Einsatz
einer Hochdruckpumpe 1, die auf eine konstante Kraftstoffversorgung, beispielsweise
zur Schmierung und/oder Kühlung ihrer Bauteile, angewiesen ist. Da eine solche durch
die erfindungsgemäße Anbindung des Druckregelventils gewährleistet ist, kann die elektromotorisch
betriebene Förderpumpe 3 bedarfsgerecht angesteuert, d.h. die geförderte Hochdruckmenge
ggf. auf Null reduziert werden, ohne dass die Hochdruckpumpe 1 Schaden nimmt.
[0028] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems.
Im Unterschied zur Ausführungsform der Fig. 1 ist hier das Druckregelventil 5 zweistufig
aufgebaut, indem eine Anbindung des Druckregelventils 5 an den Rücklauf über eine
Drossel 7 vorgesehen ist. Wird in einer bestimmten Schaltstellung des Druckregelventils
5 zumindest ein Teilstrom der Fördermenge über die Drossel 7 dem Rücklauf zugeführt,
steigt die Mengenanforderung und damit die Schmier- und/oder Kühlleistung. Um die
Kraftstoffmenge und damit einhergehend die Schmier- und/oder Kühlleistung unabhängig
von der jeweiligen Schaltstellung des Druckregelventils 5 zu steigern, kann - wie
vorliegend dargestellt - alternativ oder ergänzend eine weitere Drossel 8 eingesetzt
werden, die parallel geschaltet ist.
1. Verfahren zur Versorgung einer Hochdruckpumpe (1) in einem Kraftstoffeinspritzsystem
einer Brennkraftmaschine mit Kraftstoff, wobei die Hochdruckpumpe einen zentralen
Pumpenraum, indem eine Antriebswelle aufgenommen ist, aufweist, wobei zur Förderung
eine in einem Niederdruckkreislauf (2) angeordrete Förderpumpe (3) eingesetzt wird,
mittels welcher in Abhängigkeit von der jeweils gewählten Motordrehzahl eine bestimmte
Menge Kraftstoff in den zentralen Pumpenraum gelangt und nachfolgend einem Pumpenarbeitsraum
der Hochdruckpumpe (1) zugeführt wird, in welchem der Kraftstoff zunächst verdichtet
und dann einem Kraftstoffhochdruckspeicher (4) zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Fördermengenregelung eine elektromotorisch betriebene Förderpumpe(3) ohne eine
separate Zumesseinheit eingesetzt wird, und der Kraftstoffdruck auf der Saugseite
der Hochdruckpumpe (1) mittels eines in einer Leitung stromab dem zentralen Pumpenraum
und stromauf dem Pumpenarbeitsraum angeordnete, durch die Fördermenge der Förderpumpe
(3) gesteuerten Druckregelventils geregelt wird, um die Anzahl der elektrischen bzw.
elektronischen Bauteile zu reduzieren, wobei in Schließstellung des Druckregelventils
(5) unterhalb das Öffnungsdrucks weiterhin eine Versorgung der Hochdruckpumpe (1)
mit Kraftstoff zur Schmierung und/oder Kühlung über den Niederdruckkreislauf (2) und
die Förderpumpe (3) sichergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Hochdruckpumpe (1) erst bei Überschreitung des Öffnungsdrucks Kraftstoff zur
Verdichtung zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckmenge über die Kennlinie des Druckregelventils (5) definiert wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Leckagen im Bereich des Druckregelventils (5) durch Anordnung eines weiteren Druckregelventils
am Kraftstoffhochdruckspeicher (4), durch Verwendung einer Nullförderdrossel und/oder
durch entsprechende Ansteuerung der Injektoren kompensiert werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der Schmierung und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe (1) ein zweistufiges
Druckregelventil (5) eingesetzt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der Schmierung und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe (1) eine Drossel
(6) eingesetzt wird, die parallel zu einer Schmier- und/oder Kühlleitung (7) geschaltet
ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchflussbegrenzung eine Drossel (6) eingesetzt wird, die in einer Schmier-
und/oder Kühlleitung (7) angeordnet ist.
8. Kraftstoffeinspritzsystem einer Brennkraftmaschine, insbesondere Common-Rail-Einspritzsystem,
mit einer Hochdruckpumpe (1), die Kraftstoff auf hohen Druck fördert und einem Kraftstoffhochdruckspeicher
(4) zuführt, wobei die Hochdruckpumpe einen zentralen Pumpenraum, indem eine Antriebswelle
aufgenommen ist, aufweist, und einer in einem Niederdruckkreislauf (2) angeordneten
Förderpumpe (3) zur Versorgung der Hochdruckpumpe (1) mit Kraftstoff, wobei die Fördermenge
über die Förderpumpe (3) regelbar ist und der Kraftstoff über denzentralen Pumpenraum
in einem Pumpenarbeitsraum gelagt, wo der Kraftstoff verdichtet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Fördermengenregelung eine elektromotorisch betriebene Förderpumpe(3) ohne eine
separate Zumesseinheit eingesetzt wird und in einer Leitung stromab dem zentralen
Pumpenraum und stromauf dem Pumpenarbeitsraum ein durch die Fördermenge der Förderpumpe
(3) gesteuertes Druckregelventil (5) angeordnet ist, welches zur Regelung des Kraftstoffdrucks
auf der Saugseite der Hochdruckpumpe vorgesehen ist, um die Anzahl der elektrischen
bzw. elektronischen Bauteile zu reduzieren, wobei in Schließstellung des Druckregelventils
(5) unterhalb das Öffnungsdrucks eine zur Schmierung und/oder Kühlung der Hochdruckpumpe
(1) ausreichende Menge Kraftstoff über den Niederdruckkreislauf (2) und die Förderpumpe
(3) sichergesteilt ist.
9. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Druckregelventil (5) zweistufig aufgebaut ist.
10. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Drossel (6) in einer Schmierund/oder Kühlleitung (7) angeordnet und/oder
parallel hierzu geschaltet ist.
1. Method for supplying fuel to a high pressure pump (1) in a fuel injection system of
an internal combustion engine, wherein the high pressure pump has a central pump chamber
in which a drive shaft is accommodated, wherein for delivery a delivery pump (3) is
used which is arranged in a low pressure circuit (2) and by means of which, depending
on the motor rotation speed selected, a specific quantity of fuel passes into the
central pump chamber and subsequently is supplied to a pump working chamber of the
high pressure pump (1), in which chamber the fuel is first compressed and then supplied
to a high pressure fuel accumulator (4), characterized in that, for the delivery quantity control, use is made of an electric-motor-driven delivery
pump (3) without a separate metering unit, and the fuel pressure on the suction side
of the high-pressure pump (1) is regulated, by way of a pressure regulation valve
which is arranged in a line downstream of the central pump chamber and upstream of
the pump working chamber and which is controlled by way of the delivery quantity of
the delivery pump (3), in order to reduce the number of electrical or electronic components,
wherein with the pressure regulation valve (5) in the closed position, below the opening
pressure, a supply of fuel to the high pressure pump (1) is still ensured for lubrication
and/or cooling via the low pressure circuit (2) and the delivery pump (3).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the high pressure pump (1) is supplied with fuel for compression only when the opening
pressure is exceeded.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the high pressure quantity is defined via the characteristic curve of the pressure
regulation valve (5).
4. Method according to any of the preceding claims, characterized in that leakages in the region of the pressure regulation valve (5) are compensated by arranging
a further pressure regulation valve on the high pressure fuel accumulator (4), by
use of a zero delivery choke and/or by corresponding control of the injectors.
5. Method according to any of the preceding claims, characterized in that, to improve the lubrication and/or cooling of the high pressure pump (1), a two-stage
pressure regulation valve (5) is used.
6. Method according to any of the preceding claims, characterized in that, to improve the lubrication and/or cooling of the high pressure pump (1), a choke
(6) is used which is connected in parallel to a lubrication and/or cooling line (7).
7. Method according to any of the preceding claims, characterized in that, for flow restriction, a choke (6) is used which is arranged in a lubrication and/or
cooling line (7).
8. Fuel injection system of an internal combustion engine, in particular a common rail
injection system, with a high pressure pump (1) which delivers fuel at high pressure
and supplies it to a high pressure fuel accumulator (4), wherein the high pressure
pump has a central pump chamber in which a drive shaft is accommodated, and with a
delivery pump (3) arranged in a low pressure circuit (2) to supply fuel to the high
pressure pump (1), wherein the delivery quantity can be regulated via the delivery
pump (3) and the fuel passes, via decentralized pump chamber, into a pump working
chamber where the fuel is compressed, characterized in that, for the delivery quantity regulation, use is made of an electric-motor-driven delivery
pump (3) without a separate metering unit, and a pressure regulation valve (5) which
is controlled by way of the delivery quantity of the delivery pump (3) is arranged
in a line downstream of the central pump chamber and upstream of the pump working
chamber, which pressure regulation valve is provided for regulating the fuel pressure
on the suction side of the high-pressure pump, in order to reduce the number of electrical
or electronic components, wherein when the pressure regulation valve (5) is in the
closed position, below the opening pressure, a sufficient quantity of fuel for lubrication
and/or cooling of the high pressure pump (1) is ensured via the low pressure circuit
(2) and the delivery pump (3).
9. Fuel injection system according to Claim 8, characterized in that the pressure regulation valve (5) is constructed in two stages.
10. Fuel injection system according to Claim 8 or 9, characterized in that at least one choke (6) is arranged in a lubrication and/or cooling line (7) and/or
connected in parallel thereto.
1. Procédé d'alimentation d'une pompe haute pression (1) avec du carburant dans un système
d'injection de carburant d'un moteur à combustion interne, la pompe haute pression
présentant un espace de pompe central dans lequel est reçu un arbre d'entraînement,
une pompe de refoulement (3) disposée dans un circuit basse pression (2) étant utilisée
pour le refoulement, au moyen de laquelle, en fonction du régime du moteur sélectionné
dans chaque cas, une quantité déterminée de carburant parvient dans l'espace de pompe
central et est ensuite acheminée à un espace de travail de la pompe de la pompe haute
pression (1), dans lequel le carburant est d'abord comprimé et est ensuite acheminé
à un accumulateur de carburant haute pression (4),
caractérisé en ce que pour la régulation de la quantité refoulée, on utilise une pompe de refoulement (3)
entraînée par un moteur électrique sans unité de dosage séparée et la pression de
carburant du côté de l'aspiration de la pompe haute pression (1) est régulée au moyen
d'une soupape de régulation de la pression commandée par la quantité refoulée par
la pompe de refoulement (3), disposée dans une conduite en aval de l'espace de pompe
central et en amont de l'espace de travail de la pompe, afin de réduire le nombre
des composants électriques ou électroniques, une alimentation en carburant de la pompe
haute pression (1), pour la lubrification et/ou le refroidissement, étant en outre
assurée par le biais du circuit basse pression (2) et de la pompe de refoulement (3)
dans la position de fermeture de la soupape de régulation de la pression (5) en dessous
de la pression d'ouverture.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que du carburant est acheminé en vue de la compression à la pompe haute pression (1)
seulement à partir du dépassement de la pression d'ouverture.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la quantité haute pression est définie par la caractéristique de la soupape de régulation
de pression (5).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que des fuites dans la région de la soupape de régulation de la pression (5) sont compensées
par l'agencement d'une soupape de régulation de la pression supplémentaire au niveau
de l'accumulateur haute pression de carburant (4), par l'utilisation d'un étranglement
de refoulement nul et/ou par une commande correspondante des injecteurs.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que pour améliorer la lubrification et/ou le refroidissement de la pompe haute pression
(1), une soupape de régulation de la pression à deux étages (5) est utilisée.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que pour améliorer la lubrification et/ou le refroidissement de la pompe haute pression
(1), on utilise un étranglement (6) qui est monté parallèlement à une conduite de
lubrification et/ou de refroidissement (7).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que pour limiter le débit, on utilise un étranglement (6) qui est disposé dans une conduite
de lubrification et/ou de refroidissement (7).
8. Système d'injection de carburant d'un moteur à combustion interne, en particulier
système d'injection à rampe commune, comprenant une pompe haute pression (1) qui refoule
du carburant à haute pression et l'achemine à un accumulateur haute pression de carburant
(4), la pompe haute pression présentant un espace de pompe central dans lequel est
reçu un arbre d'entraînement, et comprenant une pompe de refoulement (3) disposée
dans un circuit basse pression (2) pour l'alimentation de la pompe haute pression
(1) en carburant, la quantité refoulée pouvant être régulée par le biais de la pompe
de refoulement (3) et le carburant parvenant par le biais de l'espace de pompe central
dans un espace de travail de la pompe où le carburant est comprimé, caractérisé en ce que pour la régulation de la quantité refoulée, on utilise une pompe de refoulement (3)
entraînée par un moteur électrique sans unité de dosage séparée, et dans une conduite
en aval de l'espace de pompe central et en amont de l'espace de travail de la pompe
est disposée une soupape de régulation de la pression (5) commandée par la quantité
refoulée par la pompe de refoulement (3), laquelle est prévue pour réguler la pression
de carburant du côté de l'aspiration de la pompe haute pression, afin de réduire le
nombre des composants électriques ou électroniques, une quantité de carburant suffisante
pour la lubrification et/ou le refroidissement de la pompe haute pression (1) étant
assurée par le biais du circuit basse pression (2) et de la pompe de refoulement (3)
dans la position de fermeture de la soupape de régulation de pression (5) en dessous
de la pression d'ouverture.
9. Système d'injection de carburant selon la revendication 8,
caractérisé en ce que la soupape de régulation de la pression (5) est construite en deux étages.
10. Système d'injection de carburant selon la revendication 8 ou 9,
caractérisé en ce qu'au moins un étranglement (6) est disposé dans une conduite de lubrification et/ou
de refroidissement (7) et/ou est branché parallèlement à celle-ci.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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