[0001] Die Erfindung betrifft ein Aufsteckteil für einen Steckverbinder, das einen hülsenartigen
Grundkörper aufweist, der durch Verformen eines von zwei Längsrändern und zwei Querrändem
begrenzten Materialstreifens und Verbinden der Längsränder hergestellt ist.
[0002] Ein derartiges Aufsteckteil für einen Steckverbinder ist bekannt. Zur Ausbildung
des hülsenartigen Grundkörper wird der Materialstreifen so lange verformt, bis sich
die beiden Längsränder des Materialstreifens gegenüberliegen. Die Verbindung derselben
zum hülsenförmigen Grundkörper wird dann durch einen Schweißvorgang, insbesondere
eine Laser-Schweißung, bewirkt. Eine derartige Laser-Schweißung ist aber sehr investitions-
und kostenintensiv, da eine aufwendige Vorrichtung in den Produktionsprozess integriert
werden muss, um die Laser-Verschweißung der beiden Längsränder durchzuführen.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Aufsteckteil für einen Steckverbinder
der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass in einfacher Art und Weise
eine Verbindung der Längsränder des Materialstreifens zur Ausbildung des hülsenförmigen
Grundkörpers möglich ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen besitzen den Vorteil, dass die Verbindung der beiden
Längsränder des den hülsenförmigen Grundkörper ausbildenden Materialstreifens und
somit der durch diese begrenzten Flächen mittels einfach her zustellender mechanischer
Verbindungen durchführbar ist. Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Aufsteckteile
bedarf es daher keiner investitionsaufwendigen Vorrichtungen, wie z.B. einer Laser-Schweiß-Station,
so dass sich das erfindungsgemäße Aufsteckteil durch seine kostengünstige Herstellung
auszeichnet. Dies insbesondere bei Massenprodukten, wie sie derartige Aufsteckteile
darstellen, von großem Vorteil. Ein weiterer Vorteil ist, dass das erfindungsgemäße
Aufsteckteil bei seiner Herstellung keiner Wärmebeeinflussung und somit keinem wärmebedingten
Verzug oder ähnlichen Deformationen unterliegt, so dass bei einer einfachen Herstellung
eine hohe Passgenauigkeit erreichbar ist.
[0006] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die mechanische Verbindung
der Längsränder des Materialstreifens zum hülsenförmigen Grundkörper durch mindestens
eine Rastverbindung ausgebildet wird. Eine derartige Maßnahme besitzt den Vorteil,
dass sich das erfindungsgemäße Aufsteckteil für einen Steckverbinder besonders einfach
herstellen lässt.
[0007] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die mechanische
Verbindung der beiden Längsränder des Materialstreifens durch mindestens eine Schernase
und eine mit ihr zusammenwirkende Öffnung des Materialstreifens ausgebildet wird.
Eine derartige Maßnahme besitzt den Vorteil, dass das erfindungsgemäße Aufsteckteil
eine hohe Verschlusssicherheit aufweist.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die mechanische
Verbindung der beiden Längsränder des Materialstreifens durch mindestens eine Scherlasche
ausgebildet ist, die in eine Einkerbung des Materialstreifens eingreift. Eine derartige
Maßnahme besitzt den Vorteil, dass eine derartige Scherlasche und die hierzu komplementäre
Einkerbung besonders einfach herstellbar sind.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Aufsteckteil
für den Steckverbinder ein Arretierelement aufweist, durch welche die durch die beiden
zusammenwirkende Verriegelungselemente ausgebildete mechanische Verbindung gegen ein
unbeabsichtigtes Lösen gesichert wird. Eine derartige Maßnahme besitzt den Vorteil,
dass das derart ausgebildete Aufsteckteil auf den Steckverbinder sich durch eine große
Verschlussstabilität auszeichnet, da die erfindungsgemäß in der Öffnung der Seitenfläche
vorgesehene Arretierelement das über ihm liegende Verriegelungselement der Deckfläche
abstützt und somit einem unbeabsichtigten Lösen der mechanischen Verbindung zwischen
den entsprechenden Flächen des Aufsteckelements entgegenwirkt.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die mechanische
Verbindung der beiden Längsränder des Materialstreifens durch mindestens eine Ausnehmung
in der Seitenfläche und einen in diesen eingreifenden Vorsprung der Deckfläche ausgebildet
wird. Auch diese Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Aufsteckelements zeichnet sich
durch eine hohe Verschlussstabilität aus, da der Boden der erfindungsgemäß in der
Seitenfläche vorgesehenen Ausnehmung den aus der Deckfläche hervortretenden Vorsprung
abstützt und somit einem unbeabsichtigten Lösen der dadurch ausgebildeten mechanischen
Verbindung entgegenwirkt.
[0011] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Ausführungsbeispielen
zu entnehmen, die im Folgenden anhand der Figuren beschrieben werden. Es zeigt:
- Figur 1:
- perspektivische Darstellungen eines Steckverbinders mit einem ersten Ausführungsbeispiel
eines Aufsteckteils,
- Figur 2:
- eine Draufsicht auf das erste Ausführungsbeispiel,
- Figur 3:
- eine Seitensicht des ersten Ausführungsbeispiels,
- Figur 4:
- ein Querschnitt entlang der Linie IV - IV der Figur 2,
- Figur 5:
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs V der Figur 4,
- Figur 6:
- eine schematische Darstellung der Herstellung des Aufsteckteils gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
- Figur 7:
- perspektivische Darstellunen eines Steckverbinders mit einem zweiten Ausführungsbeispiel
des Aufsteckteils,
- Figur 8:
- eine Draufsicht auf das zweite Ausführungsbeispiel,
- Figur 9:
- eine Seitensicht des zweiten Ausführungsbeispiels,
- Figur 10:
- ein Querschnitt entlang der Linie X - X der Figur 8,
- Figur 11:
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs XI der Figur 10,
- Figur 12:
- eine schematische Darstellung der Herstellung des Aufsteckteils gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel,
- Figur 13:
- perspektivische Darstellungen eines Steckverbinders mit einem dritten Ausführungsbeispiel
eines Aufsteckteils,
- Figur 14:
- eine Draufsicht auf das dritte Ausführungsbeispiel,
- Figur 15:
- eine Seitensicht des dritten Ausführungsbeispiels,
- Figur 16:
- ein Querschnitt entlang der Linie XVI - XVI der Figur 14,
- Figur 17:
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs XVII der Figur 16,
- Figur 18:
- eine schematische Darstellung der Herstellung des Aufsteckteils gemäß dem dritten
Ausführungsbeispiel,
- Figur 19:
- perspektivische Darstellungen eines vierten Ausführungsbeispiels eines Aufsteckteils
für einen Steckverbinder,
- Figur 20:
- eine schematische Darstellung des Aufsteckteils gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel,
- Figur 21:
- perspektivische Darstellungen eines fünften Ausführungsbeispiels eines Aufsteckteils
für einen Steckverbinder,
- Figur 22:
- eine schematische Darstellung des Herstellungsvorgangs des Aufsteckteils gemäß dem
fünften Ausführungsbeispiel,
- Figur 23:
- perspektivische Darstellungen eines sechsten Ausführungbeispiels eines Aufsteckteils
für einen Steckverbinder,
- Figur 24:
- eine schematische Darstellung des Herstellungsvorgangs des Aufsteckteils gemäß dem
sechsten Ausführungsbeispiel,
- Figur 25:
- perspektivische Darstellungen eines siebten Ausführungsbeispiels eines Aufsteckteils
für einen Steckverbinder, und
- Figur 26:
- schematische Darstellung zur Herstellung des Aufsteckteils gemäß dem siebten Ausführungsbeispiels.
[0013] In Figur 1 ist in mehreren perspektivischen Darstellungen ein elektrischer Steckverbinder
1 dargestellt, welcher sich grundsätzlich in ein Anschlusselement 2 zur Aufnahme eines
Kontaktelements eines zum gezeigten Steckverbinder 1 komplementären Steckverbinders
und ein Crimpelements 3 gliedert. Dieses weist in einer an und für sich bekannten
und daher nicht mehr näher beschriebenen Art und Weise zwei Crimplaschen 4 und 5 auf,
welche zum Anschluss eines Leiterdrahtes und einer Isolierung desselben dienen. Ein
Übergangsbereich 6 verbindet das Anschlusselement 2 mit dem Crimpelement 3. Ein derartiger
Steckverbinder ist bekannt und muss daher nicht mehr näher beschrieben werden. Dem
Fachmann ist auch aus der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich, dass der genaue
Aufbau des Steckverbinders für das Verständnis der nachfolgend beschriebenen Erfindung
nur untergeordnete Bedeutung besitzt.
[0014] Ober das Anschlusselement 2 ist nun ein Aufsteckteil 10 geschoben, von dem ein erstes
Ausführungsbeispiel in den Figuren 2 bis 5 dargestellt ist. Das Aufsteckteil 10 weist
einen hülsenartigen Grundkörper 11 auf, in den durch eine erste Öffnung 11a das Anschlusselement
2 des Steckverbinders 1 einschiebbar ist. Durch eine zweite Öffnung 11b des hülsenartigen
Grundkörpers 11 des Aufsteckteils 10 ist das Kontaktelement des bereits vorstehend
angesprochenen, in den Figuren nicht gezeigten komplementären Steckverbinders einbringbar.
An einer der Öffnung 11 b gegenüberliegenden Seite des Grundkörpers 11 weist dieser
zwei Arretierelemente 12a, 12b auf, mit dem das Aufsteckteil10 am Steckverbinder 1
befestigbar ist. Auch ein derartiger Aufbau ist bekannt und muss daher nicht mehr
näher erläutert werden.
[0015] Der hülsenartige Grundkörper 11 weist bei den gezeigten Ausführungsbeispielen einen
rechteckigen Querschnitt auf. Dem Fachmann ist aber aus nachfolgenden Erläuterungen
ersichtlich, dass der rechteckige Querschnitt nicht zwingend ist. Vielmehr ist es
auch möglich, einen dreieckigen Querschnitt oder einen polygonalen Querschnitt des
Grundkörpers 11 zu wählen. Auch ein runder, ovaler oder gekrümmter Querschnitt ist
möglich, um nur einige Beispiele zu nennen.
[0016] Der Grundkörper 11 wird aus einem Materialstreifen 13 hergesteilt, in dem dieser
durch entsprechende Biegevorgänge zu dem hülsenartigen Grundkörper 11 umgeformt wird,
welcher - wie am besten aus Figur 4 ersichtlich ist - eine Deckfläche 14a, eine Grundfläche
14b und zwei Seitenflächen 14c und 14d aufweist. Wie am besten der Figur 6a zu entnehmen
ist, liegen in diesem derart gebogenen Zustand des Materialstreifens 13 dessen beide
Längsränder 15a und 15b zueinander benachbart. Diese müssen nun miteinander verbunden
werden, um den geschlossenen Grundkörper 11 des Aufsteckteils 10 auszubilden.
[0017] Wesentlich ist nun die Art und Weise, wie beim hier gezeigten ersten Ausführungsbeispiel
die beiden Längsränder 15a, 15b des Materialstreifens 13 miteinander verbunden werden.
Wie bereits eingangs erläutert, erfolgt dies bei den bekannten Aufsteckteilen dadurch,
dass die Längsränder 15a, 15b verschweißt, insbesondere Laser-verschweißt werden,
was investitions- und produktionskostenaufwendig ist. Beim hier gezeigten Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, dass die beiden Längsränder 15a, 15b des Materialstreifens 13 mechanisch
miteinander verbunden werden, indem - beim hier beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel
zwei - mechanische Verbindungen 20a und 20b vorgesehen sind. Hierzu weist eine durch
den ersten Längsrand 15a begrenzte Fläche - hier also die Seitenfläche 14d - zwei
Verriegelungselemente 21 a, 21 b und die durch den zweiten Längsrand 15b begrenzte
Fläche - hier also die Deckfläche 14a - mit den vorgenannten Verriegelungselementen
21a, 21b zusammenwirkende, komplementäre Verriegelungselement 23a, 23b auf. Durch
die zusammenwirkenden Verriegelungselemente 21 a, 23a bzw. 21b, 23b werden - wie nachstehend
beschrieben - die Längsränder 15a, 15b des Materialstreifens 13 zueinander lagefixiert,
wodurch ein stabiler, hülsenartiger Grundkörper 11 ausgebildet wird.
[0018] Beim ersten Ausführungsbeispiel des Aufsteckteils 10 sind die Verriegelungselemente
21a, 21b zur Ausbildung der mechanischen Verbindungen 20a, 20b als Rastelemente 21a'
bzw. 21b' ausgebildet, welche jeweils eine Rastöffnung 22a' bzw. 22b' besitzen. Die
Deckfläche 14a des hülsenartigen Grundkörpers 11 weist als komplementäre Verriegelungselement
23a, 23b zwei Rastelemente 23a' und 23b', die derart geformt sind, dass sie im verriegelten
Zustand in die Rastöffnungen 22a' und 22b' eingreifen können. Hierzu ist vorgesehen,
dass unter den Rastelementen 21 a', 21b' der Seitenfläche 14d, wie insbesondere aus
Figur 1d ersichtlich, Eintrittsöffnungen 25a, 25b vorgesehen sind, durch welche die
von der Deckfläche 14a nach oben ragenden Rastelementen 23a', 23b' eintreten können
und somit - wie nachstehend erläutert - unter den Rastöffnungen 22a', 22b' der Rastelemente
21 a', 21b' positioniert werden können.
[0019] Die Herstellung des hülsenförmigen Grundkörpers 11 wird anhand der Figuren 6a - 6d
beschrieben. Die Figur 6a zeigt den Materialstreifen 13 vor dem Verriegelungsprozess.
Man erkennt, dass die Längsränder 15a, 15b des Materialstreifens 13 noch nicht verbunden
sind. Wie aus der Figur 6b ersichtlich, wird dann die Deckfläche 14a von einem Stempel
S nach unten gedrückt, bis ihre Rastelemente 23a' und 23b' unterhalb der Rastelemente
21a' und 21b' der Seitenwand 14d liegen. Dann wird durch eine seitliche Beaufschlagung
dieses Vor-Grundkörpers sein Breitenmaß eingestellt. Dies bewirkt, dass die Rastelemente
23a', 23b' der Deckfläche 14a in die Eintrittsöffnungen 25a, 25b der Seitenfläche
14d eintreten und derart unter den Rastöffnungen 22a', 22b' der Rastelemente 21a',
21b' der Seitenfläche 14d positioniert werden. Ein Zurückbewegen des Stempels S bewirkt,
dass - wie aus der Figur 6c ersichtlich - die Deckfläche 14a elastisch zurückfedert,
so dass dann die Rastelemente 23a', 23b' der Deckfläche 14a in die Rastöffnungen 22a',
22b' der Rastelemente 21a', 21b' der Seitenfläche 14d eintreten. Hierdurch wird eine
Verriegelung der Deckfläche 14a mit der Seitenfläche 14d erreicht, so dass ein stabiler
hülsenförmiger Grundkörper 11 des Aufsteckteils10 ausgebildet wird.
[0020] Wird nun dieser Grundkörper 11 - wie aus Figur 6d ersichtlich - über das Anschlusselement
2 des Steckverbinders 1 geschoben, bewirkt dies, dass der vordere Teil des Anschlusselements
2 ein unbeabsichtigtes Herabsenken der Deckfläche 14a verhindert, indem es an dieser
anliegt und derart einen Anschlag ausbildet.
[0021] In den Figuren 7 bis 11 ist nun ein zweites Ausführungsbeispiel eines Aufsteckteils
10 dargestellt, das seinem Grundaufbau nach demjenigen des ersten Ausführungsbeispiels
entspricht, so dass einander entsprechende Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen
versehen und nicht mehr näher beschrieben werden. Der wesentliche Unterschied zwischen
dem ersten und dem zweiten Ausführungsbeispiel ist in der Ausbildung der Verbindungen
20a, 20b. Im zweiten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Verriegelungselemente
21 a, 21 b der Seitenfläche 14d als Scherelemente 31a, 31 b, insbesondere als Schernasen
ausgebildet sind.
[0022] Hierzu weist die Deckfläche 14a als Verriegelungselemente 23a, 23b anstelle der Rastelemente
23a' und 23b' - wie am besten aus Figur 8 und 9 sowie aus der Figur 11 ersichtlich
ist - Vorsprünge 33a, 33b mit Öffnungen 33a', 33b' auf, in welche die den Rastelementen
21a', 21b' des ersten Ausführungsbeispiels entsprechenden Schernasen 31a, 31b eintauchen
und derart die Deckfläche 14a mit der Seitenfläche 14d zur Ausbildung des hülsenartigen
Grundkörpers 11 verbinden.
[0023] Der Herstellungsvorgang eines Grundkörpers 11 aus dem Materialstreifen 13 wird nun
wieder anhand der Figuren 12a-12d erläutert. Die Figur 12a zeigt den Materialstreifen
13, bei dem die Längsränder 15a, 15b noch nicht verbunden sind. Dann wird - wie beim
ersten Ausführungsbeispiel - mittels eines Stempels S die Deckfläche 14a solange nach
unten gedrückt, bis sie unterhalb der Schernasen 31a, 31b liegt. Wie aus Figur 12b
ersichtlich, wird dann durch eine seitliche Beaufschlagung der beiden Seitenflächen
14c und 14d das Breitenmaß des Grundkörpers 11 eingestellt. Dies bewirkt, dass die
von der Deckfläche 14a in Richtung der Seitenwand 14d ragenden Vorsprünge 33a, 33b
in die Eintrittsöffnungen 25a, 25b der Seitenwand 14d eintreten, die Öffnungen 33a',
33b' der Deckfläche 14a unterhalb der Schernasen 31a, 31b zum liegen kommen. Nach
einem Zurückbewegen des Stempels S federt - wie aus Figur 12c ersichtlich - die Deckfläche
14a nach oben und liegt nun an den Schernasen 31a, 31 b an. Mittels eines weiteren
Stempels S1 werden dann - wie aus der Figur 12d ersichtlich - die Schernasen 31a,
31b nach unten gebogen und tauchen derart in die Öffnungen 33a, 33b der Deckfläche
14a ein.
[0024] In den Figuren 13 bis 17 ist ein drittes Ausführungsbeispiel eines Aufsteckteils
10 dargestellt, wobei wiederum einander entsprechende Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen
versehen und nicht mehr näher beschrieben werden. Der wesentliche Unterschied zwischen
dem dritten Ausführungsbeispiel und den ersten beiden Ausführungsbeispielen ist, dass
die Verriegelungselemente 21a, 21b der Seitenfläche 14d als Scherlaschen 41 a, 41
b und die Verriegelungselemente 23a, 23b der Deckfläche 14a als Vorsprünge 43a, 43b
mit Einkerbungen 43a', 43b' ausgebildet sind.
[0025] Der Herstellungsvorgang des Grundkörpers 11 wird wieder anhand der Figuren 18a bis
18c erläutert. Die Figur 18a zeigt den Materialstreifen 13 in seiner den Figuren 6a
und 12a entsprechenden Form. Wie in Figur 18b dargestellt, wird die Deckfläche 14a
von einem Stempel S solange beaufschlagt, bis sie unterhalb der Scherlaschen 41a,
41b der Seitenfläche 14d liegen. Durch eine seitliche Beaufschlagung des Grundkörpers
11 wird dann wieder dessen Breitenmaß eingestellt, was bewirkt, dass die Vorsprünge
43a, 43b in die Eintrittsöffnungen 25a, 25b der Seitenwand 14d eintreten und die Einkerbungen
43a', 43b' unterhalb der Scherlaschen 41a, 41b zu liegen kommen. Nach einem Zurückbewegen
des Stempels S - wie in Figur 18c dargestellt - federt die Deckfläche 14a nach oben
und die Scherlaschen 41a, 41b greifen in die Einkerbungen 43a', 43b' der Deckfläche
14a ein und verriegeln derart die Deckfläche 14a mit der Seitenfläche 14d.
[0026] In der Figur 19 ist in perspektivischen Ansichten ein viertes Ausführungsbeispiel
eines Aufsteckteils 10 für einen Steckverbinder dargestellt, wobei einander entsprechende
Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen versehen und nicht mehr näher beschrieben
werden. Im hier beschriebenen Fall sind die Verriegelungselemente 21 a, 21 b und 23a,
23b wie die des ersten Ausführungsbeispiels ausgebildet, so dass sie hier nicht mehr
näher beschrieben werden. Der wesentliche Unterschied zwischen dem ersten und dem
vierten Ausführungsbeispiel ist nun, dass - wie am besten aus der Figur 18a ersichtlich
ist - in der Eintrittsöffnung 25a der Seitenwand 14d ein Arretierelement 45a angeordnet
ist, welches dazu dient, die wie im ersten Ausführungsbeispiel durch zusammenwirkende
Verriegelungselemente 21a, 23a hergestellte mechanischen Verbindung 20a gegen ein
unbeabsichtigtes Lösen zu sichern. Eine derartige Ausbildung ist insbesondere dann
von Vorteil, wenn das im Grundkörper 11 eingeschobene Anschlusselement 2 deutlich
kleiner als die Innenabmessungen des hülsenförmigen Grundkörpers 11 sind, so dass
dieses Anschlusselement 2 des Steckverbinders 1 nun nicht mehr - wie beim ersten Ausführungsbeispiel
- ein unbeabsichtigtes Herabsenken der Deckfläche 14a verhindern kann, indem es an
dieser anliegt und derart einen Anschlag ausbildet.
[0027] Die Herstellung des hülsenförmigen Grundkörpers 11 wird nun anhand der Figuren 20a-20d
erläutert. Die Figur 19a zeigt den Materialstreifen 13 vor dem Verriegelungsprozess.
Man erkennt wiederum, dass dessen Längsränder 15a, 15b noch nicht verbunden sind.
Die Deckfläche 14a wird dann wieder nach unten gedrückt, bis ihre Rastelemente 43a',
43b' unterhalb der Rastelemente 41a', 41b' liegen. Dann wird - wie aus Figur 19b ersichtlich
- das Breitenmaß eingestellt, was bewirkt, dass die Verriegelungselemente 21a, 21b
der Deckfläche 14a in die Eintrittsöffnungen 25a, 25b der Seitenfläche 14d eintreten
und derart unter den Rastöffnungen 42a', 42b' der Rastelemente 41a', 41b' liegen.
Durch ein Zurückfedern der Deckfläche 14a oder durch eine mechanisch erfolgende Beaufschlagung
derselben wird ein Wirkeingriff zwischen den Verriegelungselementen 21a und 23a sowie
21 b und 23b ausgebildet. Dann wird - wie aus Figur 20c ersichtlich - das Arretierelement
45a beaufschlagt, was bewirkt, dass dies unter das Verriegelungselement 23a der Deckfläche
14a tritt und derart einen Anschlag ausbildet, welcher verhindert, dass das Verriegelungselement
23a ungewollt zurückbewegt wird. Die mechanische Verbindung 20a des vierten Ausführungsbeispiels
zeichnet sich somit durch eine besonders hohe Verschlusssicherheit aus.
[0028] In den Figuren 21 bis 22 ist nun ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Aufsteckteils
10 für einen Steckverbinder 1 dargestellt, welches seinem grundsätzlichen Aufbau nach
demjenigen des vierten Ausführungsbeispiels entspricht, so dass einander entsprechende
Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen versehen und nicht mehr näher beschrieben
werden. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden vorgenannten Ausführungsbeispielen
besteht nun in der Ausgestaltung der Verriegelungselemente 21a, 21b sowie 23a, 23b.
Wie am besten aus der Figur 21d ersichtlich ist, sind die Vorsprünge 53a', 53b' der
Verriegelungselemente 23a, 23b der Deckfläche 14a derart ausgestaltet, dass sie hammerartig
ausgebildet sind. Die durch die Rastöffnungen 52a, 52b begrenzten Rastvorsprünge 51a',
51b' weisen an ihrer Unterseite jeweils eine Rastöffnung 57a, 57b auf, in welche der
innen liegende, dünnere Teil der Rastelemente 51a', 51b' eintreten kann, wie dies
in Figur 21c dargestellt ist. Das dem Arretierelemente 45a entsprechende Arretierelement
55b ist hier nun dreiecksförmig ausgestaltet.
[0029] Die Herstellung des Aufsteckteils 10 wird nun wiederum anhand der Figuren 22a-22d
erläutert. Sie entspricht im wesentlichen derjenigen des vierten Ausführungsbeispiels,
mit der vorstehend beschriebenen Maßgabe, dass die Rastelemente 51a', 51 b' in die
Rastöffnungen 57a, 57b der Verriegelungselemente 23a, 23b eintreten.
[0030] In den Figuren 23 und 24 ist nun ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Aufsteckteils
10 dargestellt, wobei einander entsprechende Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen
versehen und nicht mehr näher beschrieben werden. Auch hier besteht der Unterschied
zwischen diesem Ausführungsbeispiel und dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispielen
in der Ausgestaltung der mechanischen Verbindungen 20a, 20b. Wie am besten aus Figur
23a und 23c ersichtlich ist, sind die Verriegelungselemente 21a, 21b der Seitenfläche
14d als Rastöffnungen 62a, 62b ausgebildet, in welche die hier als Rastvorsprünge
63a', 63b' ausgebildeten Verriegelungselementen 23a, 23b der Deckfläche 14 eintreten
können. Die Außenkontur der Rastvorsprünge 63a', 63b' ist derart auf die Kontur der
Rastöffnungen 62a, 62b der Verriegelungselemente 21 a, 21 b abgestimmt, dass die Rastvorsprünge
63a', 63b' unter Vorspannung in die Rastöffnungen 62a, 62b eingedrückt werden können
und derart die beiden Längsränder 15a, 15b miteinander verriegeln.
[0031] Der Herstellungsvorgang des Aufsteckteils wird wiederum anhand der Figuren 24a-24d
erläutert, wobei die jeweils linke Abbildung der einzelnen Figuren eine Seitenansicht
und die jeweils rechte Abbildung eine Vorderansicht des Grundkörpers 10 zeigen. Wie
aus der Figur 24a ersichtlich, wird zuerst die Deckfläche 14a so lange nach unten
gedrückt, bis ihre Verriegelungselemente 23a, 23b über den Verriegelungselementen
21 a, 21 b der Seitenwand 14d liegen. Dann wird - wie aus Figur 24b ersichtlich -
das Breitenmaß eingestellt, was bewirkt, dass die Rastvorsprünge 63a', 63b' der Verriegelungselemente
23a, 23b über den Rastöffnungen 62a, 62b der Verriegelungselemente 21a, 21b liegen.
Durch eine weitere Beaufschlagung der Deckfläche 14d werden dann die Rastvorsprünge
63a', 63b' in die Rastöffnungen 62a, 62b hineingedrückt und dann - wie aus Figur 24c
ersichtlich - mittels eines Stempels beaufschlagt, um dadurch eine hinreichende Rastverbindung
auszubilden. Die Figur 24d zeigt dann das fertige Aufsteckteil.
[0032] In den Figuren 25 und 26 ist nun ein siebtes Ausführungsbeispiel eines Aufsteckteils
10 für einen Steckverbinder 1 dargestellt, welches sich durch einen besonders einfachen
mechanischen Aufbau und somit eine einfache Herstellbarkeit auszeichnet. Im Gegensatz
zu den vorstehenden Ausführungsbeispielen sind die Verriegelungselemente 71 und 73
nun einem Querrand 15c der Seitenfläche 14a und der Deckfläche 14d angeordnet. Das
Verriegelungselement 71 der Seitenfläche 14d ist als eine Rastöffnung 72 und das Verriegelungselement
73 der Deckfläche 14a als ein Rastvorsprung 71' ausgebildet. Die Herstellung des Aufsteckteils
10 wird nun wiederum anhand der Figuren 26a-26b beschrieben. Wie aus der Figur 26a
ersichtlich, wird die Deckfläche 14a so lange beaufschlagt, bis der Rastvorsprung
73' unterhalb der Rastöffnung 72 liegt. Durch ein Einstellen des Breitenmaßes und
ein Herabbiegen des Rastvorsprungs 73' wird dann eine mechanische Verbindung 20 ausgebildet.
[0033] Bei der vorstehenden Beschreibung wurde davon ausgegangen, dass zumindest die Deckfläche
14a des Materialstreifens 13 elastisch federnd ausgebildet ist, so dass sie sich durch
ihre Eigenspannung entgegen der Vorschubrichtung des Stempels S zurückbewegt, wenn
der Wirkeingriff mit diesem aufgehoben ist. Dies besitzt den Vorteil, dass hierdurch
die Verriegelungselement 21a, 21b bzw. 71 selbsttätig mit den komplementären Verriegelungselementen
23a, 23b bzw, 73 in Wirkkontakt treten. Dies ist aber nicht zwingend erforderlich.
Zum Beispiel ist auch möglich, dass die Deckfläche 14a nichtfedernd ausgebildet ist,
so dass dann der Wirkeingriff zwischen den Verriegelungselementen 21 a, 21 b, 71 und
den Verriegelungselementen 23a, 23b bzw. 73 der Seitenwand 14d durch eine Beaufschlagung
der Deckfläche 14a in einer der Vorschubrichtung des Stempels S entgegengesetzten
Richtung bewirkt wird. Bevorzugt wird aber die Ausbildung des Aufsteckteils 10, bei
der zumindest die Deckfläche 14a federnd ausgebildet ist.
[0034] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die beschriebenen Maßnahmen eines Aufsteckteils
10 für einen Steckverbinder 1 ausgebildet wird, die sich durch einen einfachen mechanischen
Zusammenbau auszeichnet. Die Verbindung der vom ersten Längsrand 15a begrenzten Fläche
- der Seitenfläche 14d - mit der durch den zweiten Längsrand 15b begrenzten Fläche
- der Deckfläche 14a - zur Ausbildung des hülsenartigen Grundkörpers 11 des Aufsteckteils
10 erfolgt durch einfache mechanische Verbindungen, so dass ein aufwendiges Laser-Schweißen
der Längsränder 15a und 15b nicht erforderlich ist. Das beschriebene Aufsteckteil
10 zeichnet sich somit durch ihre einfache und kostengünstige Herstellung aus.
1. Aufsteckteil für einen Steckverbinder (1), der einen hülsenartigen Grundkörper (11)
aufweist, der durch Verformen eines von zwei Längsrändern (15a, 15b) und zwei Querränder
begrenzten Materialstreifen (13) und Verbinden der Längsränder (15a, 15b) hergestellt
ist, wobei eine durch den ersten Längsrand (15a) begrenzte erste Fläche (14d) des
Materialstreifens (13) mindestens ein erstes Verriegelungselement (21a, 21 b; 71)
und eine durch den zweiten Längsrand (15b) begrenzte zweite Fläche (14a) des Materialstreifens
(13) ein zum ersten Verriegelungselement (21a, 21b; 71) komplementäres, weiteres Verriegelungselement
(23a, 23b; 73) aufweist, und dass die Verbindung der Längsränder (15a, 15b) des Materialstreifens
(13) zu dem hülsenartigen Grundkörper (11) durch zusammenwirkende Verriegelungselemente
(21a, 21b; 23a, 23b) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine erste Verriegelungselement (21a, 21b) als eine in der ihm zugeordneten
zweiten Fläche (14d) ausgebildete Rastöffnung (62a; 62b) und das mit diesem Verriegelungselement
zusammenwirkende mindestens eine weitere Verriegelungselement (23a; 23b) als ein in
diese Rastöffnung (62a; 62b) eingepresster Rastvorsprung (63a; 63b) der ersten Fläche
(14a) ausgebildet ist, derart, dass der Rastvorsprung (63a'; 63b') durch eine Beaufschlagung
der Fläche (14d) mittels eines Stempels (S) in der Rastöffnung (62a; 62b) eingepresst
ist.
2. Aufsteckteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Fläche (14a) zwei Rastvorsprünge (63a, 63b) und die zweite Fläche (14b)
zwei korrespondierende Rastöffnungen (62a, 62b) aufweist, und dass jeweils eine Rastöffnung
(62a, 62b) in jeweils ein Rastvorsprung (63a, 63b) eingepresst ist.
3. Aufsteckteil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Fläche (14a) des Materialstreifens (13) federnd ausgebildet ist.
1. Partie emboîtable pour un connecteur à fiches (1), qui présente une corps de base
(11) de type douille, qui est fabriqué par déformation d'une bande de matériau (13)
délimitée par deux bords longitudinaux (15a, 15b) et deux bords transversaux et par
l'assemblage des bords longitudinaux (15a, 15b), dans laquelle une première face (14d),
délimitée par le premier bord longitudinal (15a), de la bande de matériau (13) présente
au moins un premier élément de verrouillage (21a, 21b ; 71) et qu'une deuxième face
(14a), délimitée par le deuxième bord longitudinal (15b), de la bande de matériau
(13) présente un autre élément de verrouillage (23a, 23b ; 73) complémentaire au premier
élément de verrouillage (21a, 21b ; 71), et en ce que l'assemblage des bords longitudinaux
(15a, 15b) de la bande de matériau (13) afin de former le corps de base (11) de type
douille est effectué par des éléments de verrouillage (21a, 21b ; 23a, 23b) en coopération,
caractérisée en ce que l'au moins un premier élément de verrouillage (21a, 21b) est réalisé sous la forme
d'une ouverture d'enclenchement (62a ; 62b) réalisée dans la deuxième face (14d) qui
lui est associée et que l'au moins un autre élément de verrouillage (23a ; 23b), coopérant
avec ledit élément de verrouillage, est réalisé sous la forme d'une partie faisant
saillie d'enclenchement (63a ; 63b) enfoncée dans ladite ouverture d'enclenchement
(62a ; 62b), de la première face (14a) de telle manière que la partie faisant saillie
d'enclenchement (63a' ; 63b') est enfoncée par l'action exercée sur la face (14d)
au moyen d'un poinçon (S) dans l'ouverture d'enclenchement (62a ; 62b).
2. Partie emboîtable selon la revendication 1, caractérisée en ce que la première face (14a) présente deux parties faisant saillie d'enclenchement (63a,
63b) et la deuxième face (14b) présente deux ouvertures d'enclenchement (62a, 62b)
correspondantes, et en ce que respectivement une ouverture d'enclenchement (62a, 62b) est enfoncée dans respectivement
une partie faisant saillie d'enclenchement (63a, 63b).
3. Partie emboîtable selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une face (14a) de la bande de matériau (13) est réalisée sur ressorts.