[0001] Die Erfindung betrifft einen Gargutträger, der einen Grundkörper aufweist, an dessen
Oberseite eine Gargutauflagefläche vorhanden ist, und welcher mindestens eine Heizung
zum Heizen der Gargutauflagefläche aufweist (aktiv beheizbarer Gargutträger). Aus
DE 42 17 545 A1 ist ein elektrischer Backofen mit einer Trennplatte zur Aufteilung eines Garraums
des Backofens bekannt, wobei die Trennplatte mit zwei elektrischen Heizelementen ausgestattet
ist, die eine Unterhitze eines oberen Garraumbereichs und eine Oberhitze eines unteren
Garraumbereichs bilden können. Zusammen mit der fest in dem Backofen installierten
Oberhitze und Unterhitze sind die beiden Garraumbereiche nahezu unabhängig ansteuerbar.
[0002] Aus
DE 37 22 617 C1 ist eine elektrisch beheizbare Backauflage bekannt, wobei die Backauflage einen im
wesentlichen geschlossenen Blechkörper aufweist, in dem mindestens ein Heizelement
angeordnet ist.
[0003] Es ist die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Möglichkeit zum Erwärmen von Gargut
auf einem beheizbaren Gargutträger bereitzustellen.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen sind insbesondere den abhängigen Ansprüchen entnehmbar. Die Aufgabe
wird gelöst durch einen Gargutträger, der einen Grundkörper, an dessen Oberseite eine
Gargutauflagefläche vorhanden ist, und mindestens eine Heizung zum Heizen der Gargutauflagefläche
aufweist. Die mindestens eine Heizung ist mindestens eine an dem Grundkörper zumindest
im Bereich der Gargutauflagefläche angebrachte Flächenheizung. Die mindestens eine
Flächenheizung weist mindestens eine metallische Wärmespreizungsschicht zwischen einer
Heizleiterschicht der Flächenheizung und dem Grundkörper auf. Die Flächenheizung weist
weiterhin zwischen der Heizleiterschicht und der Wärmespreizungsschicht eine elektrische
isolierende Isolierungsschicht auf. Mittels der mindestens einen Wärmespreizungsschicht
kann eine Temperatur an der Gargutauflagefläche vergleichmäßigt werden. Folglich kann
eine ungleichmäßige Wärmeeinbringung, z.B. umfassend unerwünschte Temperaturspitzen,
in ein auf der Gargutauflagefläche aufliegendes Gargut vermieden werden. Diese Temperaturspitzen
können beispielsweise an einem Bereich der Gargutauflagefläche direkt oberhalb einer
Heizbahn der Flächenheizung, im Bereich von Querschnittverjüngungen einer Heizbahn,
aufgrund von lokal unterschiedlichen Umgebungsbedingungen und/oder aufgrund von Fertigungstoleranzen
auftreten.
[0005] Die Flächenheizung kann insbesondere eine Heizung sein, welche, z.B. im Gegensatz
zu einem Rohrheizkörper, Wärme flächig oder großflächig erzeugt. Die Flächenheizung
kann insbesondere einen Großteil einer Oberseite und/oder Unterseite des Gargutträgers
überdecken oder abdecken und folglich unmittelbar flächig erwärmen. Durch die Flächenheizung
wird zudem eine flache Bauform des Gargutträgers erreicht.
[0006] Der Grundkörper kann insbesondere ein selbsttragender Bestandteil des Gargutträgers
sein, welcher die Grundform des Gargutträgers bestimmt.
[0007] Es ist vorteilhaft, wenn das Material der mindestens einen Wärmespreizungsschicht
(der Flächenheizung und/oder des Grundkörpers) ein gut wärmeleitendes Material ist
und insbesondere eine Wärmeleitfähigkeit von mehr als 100 W/(m·K) aufweist. Es ist
eine Ausgestaltung, dass zumindest eine Wärmespreizungsschicht Aluminium und/oder
Kupfer aufweist. Das Aluminium und/oder das Kupfer können beispielsweise als ein reines
Material (z.B. mit einem Reinheitsgrad von 95% oder mehr) oder als eine Legierung
vorliegen.
[0008] Falls die Flächenheizung die mindestens eine Wärmespreizungsschicht aufweist, kann
die Flächenheizung insbesondere eine Heizleiterschicht zum Erzeugen von Wärme bei
einer Durchleitung von Strom und mindestens eine Wärmespreizungsschicht aufweisen.
Für eine effektive Wärmeverteilung ist die mindestens eine Wärmespreizungsschicht
bevorzugt zwischen der Heizleiterschicht und dem zu erwärmenden Substrat oder Grundkörper
angeordnet.
[0009] Die Heizleiterschicht kann eine Strukturierung in Form mindestens einer (länglichen
oder bandförmigen) Heizbahn aufweisen. Falls die Wärmespreizungsschicht eine elektrisch
leitfähige Schicht ist, kann die die Flächenheizung zwischen der Heizleiterschicht
und der Wärmespreizungsschicht eine elektrisch isolierende Isolierungsschicht aufweisen.
[0010] Es ist eine Weiterbildung, dass die Heizleiterschicht der Flächenheizung aus CrNi
besteht. Es wird eine Dicke der Heizleiterschicht zwischen einem und 300 Mikrometern,
insbesondere zwischen 25 und 50 Mikrometern, bevorzugt. Jedoch ist das Material der
Heizleiterschicht nicht auf CrNi beschränkt und kann z.B. auch Silber oder Kohlenstoffnanoröhrchen
usw. umfassen. Die Isolierungsschicht weist vorzugsweise ein dielektrisches Material,
bevorzugt Aluminiumoxid, auf. Es wird eine Dicke der Isolierungsschicht zwischen 150
und 500 Mikrometern, insbesondere zwischen 250 und 300 Mikrometern, bevorzugt.
[0011] Zudem kann beispielsweise noch eine Schutzschicht ("Top Coat") als insbesondere äußerste
Schicht der Flächenheizung aufgebracht werden, welche z.B. einen verbesserten Schutz
vor einem Eindringen von Feuchtigkeit, gegen mechanischen Abrieb und/oder gegen chemische
Einwirkungen bietet.
[0012] Zur elektrischen Kontaktierung können, z.B. mittels einer Schablone, z.B. Bronzeflächen
aufgespritzt werden, welche die Heizbahn kontaktieren und an welchen elektrische Leitungen
angebracht, z.B. angeschweißt oder angedrückt, werden können.
[0013] Es ist noch eine Weiterbildung, dass mindestens die Heizleiterschicht (insbesondere
die Heizleiterschicht, die elektrische Isolierungsschicht und/oder die mindestens
eine Wärmespreizungsschicht) mittels eines Plasmaverfahrens aufgebracht worden ist.
Dabei ist insbesondere eine Verwendung eines thermischen Plasmaspritzens vorteilhaft.
Mittels des Plasmaspritzens kann zumindest die Heizleiterschicht auf den Grundkörper
aufgebracht werden. Zum Plasmaspritzen kann beispielsweise ein Plasmabrenner verwendet
werden. Das Plasmaspritzen weist den Vorteil auf, dass es einfach durchführbar ist
und eine hohe Genauigkeit der erzeugten Lagen ermöglicht. Zudem können vielerlei Materialien
plasmagespritzt werden. Das Substrat oder der Grundkörper erwärmt sich bei der Beschichtung
kaum (bis maximal 200°C), was ebenfalls vorteilhaft ist. Jedoch ist das Aufbringen
mindestens der Heizleiterschicht nicht auf ein Plasmaverfahren beschränkt und kann
z.B. auch in einem Siebdruckverfahren usw. aufgebracht werden.
[0014] Es ist noch eine Ausgestaltung, dass der Grundkörper ein Mehrlagenkörper oder Mehrschichtkörper
ist, welcher mindestens eine Wärmespreizungsschicht oder -lage aufweist und welcher
im Bereich der Gargutauflagefläche mittels einer Schicht aus Edelstahl, Glas oder
Glaskeramik gebildet wird. Dadurch, dass die mindestens eine Wärmespreizungsschicht
nun in den Grundkörper integriert ist, kann die Flächenheizung grundsätzlich ohne
oder mit nur verringerter Berücksichtigung einer Wärmespreizung entwerfen werden.
Mittels der Schicht aus Edelstahl, Glas oder Glaskeramik wird eine gute mechanische
(z.B. gegenüber einer Beanspruchung durch Besteck usw.), thermische (z.B. gegenüber
der Flächenheizung) und chemische (z.B. gegenüber einem Reinigungsmittel) Widerstandsfähigkeit
ermöglicht.
[0015] Es ist eine vorteilhafte Weiterbildung, dass der Grundkörper ein Mehrlagenkörper
oder Mehrschichtkörper ist, dessen Gargutauflagefläche (unmittelbar) mittels der Schicht
aus Edelstahl, Glas oder Glaskeramik gebildet wird. Alternativ kann der Grundkörper
im Bereich der Gargutauflagefläche mit einer entsprechenden Beschichtung ausgestattet
sein. Die Beschichtung kann insbesondere durch einen Härtegrad nach Mohs von mindestens
6,0 einen guten mechanischen Schutz der Oberfläche gewährleisten. Die Beschichtung
kann ferner chemisch möglichst inert sein. Die Auflagefläche kann zur leichteren Reinigbarkeit
gemäß einer weiteren Ausgestaltung mit einer Leichtreinigungslage versehen sein, welche
insbesondere auch hart und/oder chemisch möglichst inert sein kann.
[0016] Falls der Grundkörper zumindest im Bereich der Gargutauflagefläche mindestens eine
Wärmespreizungsschicht aufweist, kann die Heizleiterschicht direkt auf dem Grundkörper
aufgebracht sein, insbesondere falls der Grundkörper ein an seiner der Flächenheizung
zugewandten Seite elektrisch nicht leitender Grundkörper ist, z.B. mit Emaille oder
aus Glas (insbesondere Borosilikatglas) oder Glaskeramik. Die Heizleiterschicht kann
alternativ indirekt über eine elektrisch isolierende Isolierungsschicht auf dem zu
erwärmenden Grundkörper aufgebracht sein, insbesondere falls der Grundkörper ein an
seiner der Flächenheizung zugewandten Seite elektrisch leitender Grundkörper ist.
[0017] In einem Bereich des Grundkörpers, an dem die Flächenheizung aufgebracht ist, kann
zur Unterdrückung von thermischen Fehlanpassungen zwischen der Flächenheizung und
dem zu erwärmenden Grundkörper der zu erwärmende Grundkörper mit einer Bombierung
und/oder Prägung(en) versehen sein.
[0018] Es ist vorteilhaft, wenn das Material der mindestens einen Wärmespreizungsschicht
(der Flächenheizung und/oder des Grundkörpers) ein gut wärmeleitendes Material ist
und insbesondere eine Wärmeleitfähigkeit von mehr als 100 W/(m·K) aufweist. Das Material
der mindestens einen Wärmespreizungsschicht kann insbesondere Metall aufweisen. Es
ist eine Ausgestaltung, dass zumindest eine Wärmespreizungsschicht Aluminium und/oder
Kupfer aufweist. Das Aluminium und/oder das Kupfer können beispielsweise als ein reines
Material (z.B. mit einem Reinheitsgrad von 95% oder mehr) oder als eine Legierung
vorliegen.
[0019] Der Gargutträger kann insbesondere mehrere Flächenheizungen mit unterschiedlichem
Aufbau oder Layout (z.B. mit einer unterschiedlichen Führung und/oder Geometrie ihrer
Heizbahn) aufweisen. Durch die Gestaltung des Heizungslayouts kann die Flächenheizung
beispielsweise an verschiedene Kontaktierungsmöglichkeiten (beispielsweise seitlich,
hinten, mittig usw.) angepasst werden, z.B. hinsichtlich kurzer Kabellängen zu einem
elektrischen Anschlusselement oder hinsichtlich einer mechanischen Andrücklösung.
[0020] Zudem kann das Heizungslayout so gestaltet sein, dass eine möglichst geringe elektrische
Potentialdifferenz zwischen verschiedenen Abschnitten einer Heizbahn auftritt. Dies
ermöglicht reduzierte Anforderungen an eine elektrische Isolierung zwischen den Heizbahnabschnitten,
z.B. hinsichtlich eines Abstands, einer Materialwahl, Fertigungstoleranzen usw.
[0021] Es ist ferner eine Ausgestaltung, dass die Gargutauflagefläche durch zumindest einen
Teil einer oberseitigen Vertiefung des Gargutträgers gebildet wird. Die Vertiefung
kann insbesondere eine schalenförmige Vertiefung sein. Die Gargutauflagefläche kann
insbesondere eine Schüttkante oder Schräge aufweisen.
[0022] Es ist zudem eine Ausgestaltung, dass sich mindestens eine Flächenheizung von einem
Boden der Vertiefung bis einschließlich zu einem Seitenrand der Vertiefung erstreckt.
Dadurch können der Boden, der Seitenrand als auch ein Übergangsbereich zwischen dem
Boden und der Seitenwand erwärmt werden, was eine besonders gleichmäßiger Temperaturverteilung
in einem Randbereich der Vertiefung ermöglicht.
[0023] Es ist eine alternative Ausgestaltung, dass sich mindestens eine erste Flächenheizung
an einem Boden der Vertiefung befindet und sich mindestens eine zweite Flächenheizung
an einem Seitenrand der Vertiefung befindet. Diese Flächenheizungen sind besonders
einfach aufbringbar.
[0024] Es ist noch eine Ausgestaltung, dass der Gargutträger ein zweiteiliges Gehäuse mit
einem Gehäuseoberteil und einem Gehäuseunterteil (Gehäuseboden) aufweist, wobei das
Gehäuseoberteil und das Gehäuseunterteil miteinander dicht verbunden sind. und zueinander
seitenverschieblich gelagert sind. Das Gehäuseoberteil weist an seiner Oberseite die
Gargutauflagefläche auf. Durch dieses leicht montierbare zweiteilige Gehäuse kann
die Flächenheizung geschützt werden und eine verbesserte Reinigbarkeit erreicht werden.
[0025] Es ist eine Weiterbildung, dass das Gehäuseoberteil und das Gehäuseunterteil zumindest
bereichsweise zueinander seitenverschieblich gelagert sind. Durch die seitenverschiebliche
Lagerung kann eine unterschiedliche Wärmeausdehnung des Gehäuseoberteils und des Gehäuseunterteils
zumindest teilweise ausgeglichen werden, was thermisch induzierte Spannungen und damit
eine Gefahr einer Rissbildung und/oder einer Schichtablösung verringert.
[0026] Die Verbindung zwischen dem Gehäuseoberteil und dem Gehäuseoberteil ist folglich
bevorzugt derart ausgeführt, dass relative, insbesondere seitliche, Bewegungen, die
aufgrund unterschiedlicher Temperaturausdehnungen der Gehäuseteile zueinander entstehen
können, zumindest teilweise aufgefangen werden. Die Verbindung kann beispielsweise
mittels eines Verklebens, einer Umbördelung usw. hergestellt werden. Des Weiteren
bewirkt ein solcher Aufbau eine thermische Entkopplung zwischen den Gehäuseteilen.
[0027] Es ist eine spezielle Ausgestaltung, dass das Gehäuseoberteil und das Gehäuseunterteil
einen randseitig umlaufenden Verschlussbereich bilden, wobei an dem Verschlussbereich
insbesondere mindestens ein Dichtungselement zwischen dem Gehäuseoberteil und dem
Gehäuseunterteil eingepresst ist. Das Dichtelement erhöht eine Effektivität einer
Dichtigkeit und ermöglicht weiterhin die seitenverschiebliche Lagerung.
[0028] Es ist noch eine weitere Ausgestaltung, dass in einem durch das Gehäuseoberteil und
das Gehäuseunterteil gebildeten Innenraum eine das Gehäuseoberteil von dem Gehäuseunterteil
thermisch abtrennende Isolierlage und/oder Reflexionsschicht (reflektierende Folie
o.ä.) untergebracht ist. Durch beide Maßnahmen kann eine besonders effektive Wärmenutzung
erreicht werden. Alternativ zu der Einbringung der Reflexionsschicht kann eine innere
Oberfläche des Gehäuseoberteils und/oder des Gehäuseunterteils als Reflektor ausgeführt
sein, z.B. durch Polieren einer inneren Oberfläche, z.B. im Fall von Edelstahl als
dem Basismaterial oder durch Aufbringen einer reflektierenden Schicht. Zur besseren
thermischen Abschirmung eines Randbereiches der Garraumbegrenzung und zwischen den
getrennten Garaumbereichen kann eine Isolierschicht in dem Verschlussbereich zwischen
dem Gehäuseoberteil und dem Gehäuseunterteil eingebracht sein.
[0029] Es ist ferner eine Ausgestaltung, dass der Gargutträger lediglich mindestens eine
Flächenheizung zum Erwärmen der Gargutauflagefläche aufweist, was eine besonders einfache
und preiswerte Ausgestaltung ermöglicht. Es ist eine Alternative, dass der Gargutträger
zusätzlich mindestens eine Flächenheizung zum Erwärmen seiner Unterseite aufweist.
Der Gargutträger kann so auch als ein Garraumteiler verwendet werden.
[0030] Insbesondere, falls nur das Gehäuseoberteil mit der mindestens einen Flächenheizung
ausgerüstet ist und nicht das Gehäuseunterteil, braucht ein Grundkörper des Gehäuseunterteils
weniger temperaturbeständig zu sein als ein Grundkörper des Gehäuseoberteils. Während
das Gehäuseoberteil beispielsweise einen Grundkörper aus temperaturbeständigem Glas,
Glaskeramik, Edelstahl, emailliertem Edelstahl, Mehrlagenmaterialien usw. aufweisen
mag, mag das Gehäuseunterteilteil beispielsweise im Wesentlichen aus Aluminium (insbesondere
als Druckgussteil) oder Kunststoff bestehen.
[0031] Alternativ weist der Gargutträger kein geschlossenes Gehäuse auf, sondern kann insbesondere
offen ausgebildet sein, z.B. mit einer Grundform eines Backblechs.
[0032] Der Gargutträger kann einen oder mehrere Temperatursensoren zum Abfühlen insbesondere
einer Temperatur seiner Gargutauflagefläche und/oder seiner Flächenheizung aufweisen.
Die Messdaten des mindestens einen Temperatursensors können von einem zugehörigen
Gargerät, in welchem der Gargutträger betreibbar ist, z.B. für eine Regelung (beispielsweise
eine Temperaturregelung) und/oder für eine Temperaturbegrenzung verwendet werden.
Die Temperaturbegrenzung kann alternativ oder zusätzlich autonom von dem Gargutträger
durchgeführt werden, beispielsweise mittels eines Bimetall-Schalters oder eines anderen
thermischen Schalters (z.B. Klixon). Es ist eine Ausgestaltung, dass der Gargutträger
zum Betrieb mit einer maximalen Temperatur an der Gargutauflagefläche von nicht mehr
als ca. 200 °C eingerichtet ist. So kann eine Gefahr eines Anbrennens des Garguts
verringert werden.
[0033] Alternativ oder zusätzlich kann der Gargutträger zum Betrieb bei einer maximalen
Leistung von nicht mehr als ca. 1000 W vorgesehen und/oder eingerichtet sein. Auch
so kann eine Gefahr eines Anbrennens des Garguts verringert werden. Zudem kann in
diesem Leistungsbereich auf eine thermische Isolierung des Gargutträgers gegenüber
seiner Umgebung in der Regel verzichtet werden.
[0034] Zur leichten Entnahme aus dem Garraum kann der Gargutträger mit einer Griffleiste
oder Griffmulde versehen sein, insbesondere an seinem vorderen Bereich.
[0035] Der Gargutträger weist mindestens ein elektrisches Anschlusselement für eine elektrische
Kontaktierung zu dem Gargerät zur Leistungsübertragung und/oder Datenübertragung auf
(z.B. mindestens ein Steckverbindungselement). Falls der Gargutträger ein dichtes
Gehäuse aufweist, kann bevorzugt auch das elektrische Anschlusselement dicht ausgeführt
sein.
[0036] Es ist noch eine weitere Ausgestaltung, dass der Gargutträger ein Einschub-Gargutträger
zum eigenständigen Einsatz in einem Garraum eines Gargeräts ist. Der Einschub-Gargutträger
kann insbesondere zur eigenständigen Positionierung in einem Garraum eines Gargeräts
vorgesehen sein. Der Einschub-Gargutträger kann insbesondere auf einer vorbestimmten
Höhe oder Einschubebene über eine im Wesentlichen gesamte Ebene angeordnet sein. Die
Art der Einführung, Positionierung oder Befestigung des Einschub-Gargutträgers ist
dabei nicht eingeschränkt und kann eine Auflage auf seitlichen Auflageflächen einer
den Garraum begrenzenden Garraummuffel, eine Befestigung an Teleskopschienen und eine
Befestigung an einer Einhängestruktur einer Gargerätetür usw. umfassen. Alternativ
kann der Gargutträger ein nicht zum Einsatz in einem Garraum vorgesehener Gargutträger
sein, z.B. ein Gargutträger für ein Raclette-Gerät oder einen heißen Stein.
[0037] In den folgenden Figuren wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen schematisch
genauer beschrieben. Dabei können zur Übersichtlichkeit gleiche oder gleichwirkende
Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sein.
- Fig.1
- zeigt in einer Schnittdarstellung als Ansicht von oben einen in ein Gargerät eingesetzten
Gargutträger;
- Fig.2A bis 2C
- zeigen verschiedene Layouts einer Flächenheizung für einen Gargutträger;
- Fig.3
- zeigt eine mögliche elektrische Kontaktierung einer Flächenheizung;
- Fig.4
- zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht eine mögliche Ausgestaltung eines Gargutträgers;
- Fig.5A bis 5D
- zeigen als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus einem Gargutträger
mit unterschiedlichen Ausgestaltungen eines randseitigen Verschlussbereichs unter
Verwendung eines Dichtelements;
- Fig.6A bis 6C
- zeigen als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus einem Gargutträger
mit unterschiedlichen Ausgestaltungen eines randseitigen Verschlussbereichs ohne Verwendung
eines dedizierten Dichtelements; und
- Fig.7A bis 7C
- zeigen als Schnittdarstellung in Seitenansicht Gargutträger gemäß einer jeweiligen
weiteren Ausführungsform.
[0038] Fig.1 zeigt in einer Schnittdarstellung als Ansicht von oben einen in ein Gargerät B eingesetzten
Gargutträger 1.
[0039] Das Gargerät B ist hier ein Backofen oder entsprechender Herd, dessen Garraum G durch
eine vorderseitig offene Muffel M und eine die Muffel M vorderseitig verschließende
Garraumtür T begrenzt wird. Von der Muffel M sind hier eine linksseitige und eine
rechtsseitige Garraumwand S und eine Rückwand R gezeigt.
[0040] Der Gargutträger 1 ist unterseitig mit einer Flächenheizung 2 ausgerüstet, welche
eine als eine Heizleiterschicht ausgestaltete Heizbahn 3 aufweist, wobei die beiden
Enden der Heizbahn 3 jeweils eine Kontaktstelle 4 aufweisen. Die Kontaktstellen 4
sind direkt benachbart und randseitig zu der Flächenheizung 2 angeordnet. Die Heizbahn
3 folgt im Wesentlichen einem Verlauf aus mehreren ineinander verschachtelten Rechtecken.
Die Flächenheizung 2 deckt einen Großteil einer Oberseite des Gargutträgers 1 ab.
Die Kontaktstellen 4 sind elektrisch mit einem Anschlusselement 20 verbunden, welches
wiederum mit einem passenden Anschlussgegenelement K elektrisch verbunden ist. Das
Anschlusselement 20 und das Anschlussgegenelement K können beispielsweise eine elektrische
Steckverbindung eingehen.
[0041] Fig.2A bis 2C zeigen verschiedene Ausgestaltungen oder Layouts einer Flächenheizung
für einen Gargutträger, z.B. den Gargutträger 1.
[0042] So zeigt
Fig.2A eine Ausgestaltung einer Flächenheizung 2a, bei welcher eine Kontaktstelle 4 randseitig
und die andere Kontaktstelle 4 mittig positioniert ist. Die Heizbahn 3a folgt nun
im Wesentlichen einem eckig spiralförmigen Verlauf.
[0043] In
Fig.2B sind beide Kontaktstellen 4 benachbart und in einem inneren Bereich einer Flächenheizung
2b angeordnet. Die zugehörige Heizbahn 3b weist zwei eckig spiralförmige, ineinander
verschachtelte Heizbahnabschnitte auf.
[0044] Fig.2C zeigt eine Flächenheizung 2c mit zwei Kontaktstellen 4, welche an gegenüberliegenden
Randbereichen der Flächenheizung 2c angeordnet sind. Die Kontaktstellen 4 sind mittels
einer eckig mäanderförmig verlaufenden Heizbahn 3c miteinander verbunden.
[0045] Fig.3 zeigt eine mögliche elektrische Kontaktierung einer Flächenheizung 2 oder 2a bis
2c. Die Flächenheizung 2, 2a - 2c ist innenseitig an einer Oberseite eines Gehäuses
5 des Gargutträgers 1 angeordnet. Das Gehäuse 5 stellt somit einen Grundkörper für
die Flächenheizung 2, 2a - 2c dar. Eine an einer dem Gehäuse 5 abgewandten Seite befindliche
Kontaktstelle 4 der Flächenheizung 2, 2a - 2c wird mittels eines federnd gehalterten,
elektrisch leitfähigen Kontaktstücks 6 kontaktiert. Das Kontaktstück 6 wird dazu mittels
einer elektrisch leitfähigen Druckfeder 7 gegen die Kontaktstelle 4 gedrückt. Die
Druckfeder wiederum ist elektrisch mit dem Anschlussstück 20 des Gargutträgers 1 verbunden.
Somit kann ein elektrisches Signal (Versorgungsstrom, Datensignal usw.) von dem Anschlussstück
20 über die Druckfeder 7 und das Kontaktstück 6 zu der Kontaktstelle 4 gelangen, oder
umgekehrt. Diese Kontaktierung ist insbesondere für einen Gargutträger 1 vorteilhaft,
bei dem das Gehäuse 5 die Flächenheizung 2 oder 2a - 2c umgibt und welches ein zusammensetzbares
Gehäuseoberteil und Gehäuseunterteil aufweist, da so eine besonders einfache Kontaktierung
ohne Nachbearbeitung ermöglicht wird.
[0046] Fig.4 zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen weiteren möglichen Aspekt einer
Ausgestaltung des Gargutträgers 1. Das Gehäuse 5 des Gargutträgers 1 umfasst ein Gehäuseoberteil
5o und ein Gehäuseunterteil 5u, welche randseitig aufeinandergesetzt und verbunden
sind. Das Gehäuseoberteil 5o weist einen Grundkörper aus beispielsweise Edelstahl
auf, wobei außenseitig beispielsweise eine Emailleschicht vorhanden sein kann.
[0047] Das Gehäuseoberteil 5o weist ferner eine Gargutauflagefläche in Form einer schalenförmigen
Vertiefung 8 auf. Die Flächenheizung 2 oder 2a - 2c ist an einer Unterseite der schalenförmigen
Vertiefung 8 angebracht, welche einer Innenseite des Gehäuses 5 entspricht.
[0048] Die Verwendung von Edelstahl für das Gehäuseoberteil 5o weist den Vorteil auf, dass
eine mechanisch (z.B. gegenüber einer Beanspruchung durch Besteck usw.), thermisch
(z.B. gegenüber der Flächenheizung 2, 2a - 2c) und chemisch (z.B. gegenüber einem
Reinigungsmittel) widerstandsfähige Vertiefung 8 oder Gargutauflage bereitgestellt
wird. Da Edelstahl elektrisch leitend ist, ist die Flächenheizung 2 oder 2a - 2c mehrlagig
aufgebaut. So wird zwischen der schichtförmigen Heizbahn 3 oder 3a - 3c und dem Gehäuseoberteil
5o aus Edelstahl eine elektrisch isolierende Isolierungsschicht 9 eingefügt. Zur seitlichen
oder horizontalen Wärmespreizung ist zwischen der Isolierungsschicht 9 und dem Gehäuseoberteil
5o eine Wärmespreizungsschicht 10 eingebracht.
[0049] Die elektrisch isolierende Isolierungsschicht 9 kann beispielsweise aus Aluminiumoxid
bestehen, die Wärmespreizungsschicht 10 kann z.B. aus Aluminium bestehen und die Heizbahn
3 oder 3a - 3c kann z.B. aus CrNi oder einem mit Kohlenstoffnanoröhrchen versetzten
glasartigen Material bestehen. Die Heizbahn 3 oder 3a - 3c kann z.B. im Mittel 25
bis 50 Mikrometer dick sein, während die elektrisch isolierende Isolierungsschicht
9 und die Heizbahn 3 oder 3a - 3c zusammen vorzugsweise eine Dicke von nicht mehr
als 700 Mikrometern aufweisen. Die elektrisch isolierende Isolierungsschicht 9 und
die Heizbahn 3 oder 3a - 3c können beispielsweise durch Plasmaspritzen oder Siebdruck
aufgebracht werden.
[0050] Das Gehäuseunterteil 5u weist keine Flächenheizung oder sonstige Heizung auf, so
dass der Gargutträger 1, der als ein Garraumteiler ausgebildet ist, insbesondere als
eine mobile Unterhitze (und/oder als ein beheizbarer Gargutträger) einsetzbar ist.
Das Gehäuseunterteil 5u kann aus einem thermisch und/oder mechanisch weniger widerstandsfähigen
Material als Edelstahl bestehen, z.B. aus Kunststoff oder Aluminium.
[0051] Um eine Lebensdauer der Flächenheizung 2, 2a - 2c zu verlängern, ist als eine äußere
Schicht auf die Heizbahn 3 oder 3a - 3c noch eine Schutzschicht 13 aufgebracht.
[0052] Um das Gehäuseunterteil 5u thermisch von der Flächenheizung zu entkoppeln, kann in
einem durch das Gehäuseoberteil 5o und das Gehäuseunterteil 5u gebildeten Innenraum
11 Wärmeisolierungsmaterial zwischen der Flächenheizung 2, 2a - 2c und dem Gehäuseunterteil
5u untergebracht sein.
[0053] Alternativ oder zusätzlich kann das Gehäuseoberteil 5o mehrschichtig oder mehrlagig
aufgebaut sein, wobei insbesondere eine der Flächenheizung zugewandte Seite des Gehäuseoberteils
5o durch eine Wärmespreizungsschicht, z.B. aus Aluminium, gebildet wird und eine der
Flächenheizung abgewandte Seite durch eine harte Gebrauchsschicht, z.B. aus Edelstahl.
[0054] Fig.5A bis 5D zeigen als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus
einem Gargutträger 1, dessen randseitiger Verschlussbereich unter Verwendung eines
Dichtelements unterschiedlich gestaltet ist.
[0055] Fig.5A zeigt einen möglichen Kontaktbereich oder Verschlussbereich 13a zur Verheiratung
oder Verbindung des Gehäuseoberteils 5o mit dem Gehäuseunterteil 5u. Dabei weist sowohl
das Gehäuseoberteil 5o als auch das Gehäuseunterteil 5u einen seitlich nach Außen
abstehenden Rand 14a bzw. 15a auf. Der Rand 14a des Gehäuseoberteils 5o und der Rand
15a des Gehäuseunterteils 5u liegen flächig aufeinander auf. Der Rand 15a weist eine
Rinne oder Nut 16 zur teilweisen Aufnahme eines Dichtelements 17, hier: einer Silikondichtung,
auf. Der Rand 14a ist an seinem freien Ende nach unten umgebogen. Sind die Ränder
14a und 15a flächig aufeinander aufgesetzt, ist das Dichtelement 17 dazwischen eingepresst
und bewirkt eine effektive Abdichtung des Innenraums 11, z.B. gegen Spülwasser und
Dampf. Die Ränder 14a und 15a können miteinander zumindest punktförmig kraftschlüssig,
formschlüssig oder stoffschlüssig (z.B. durch Verschweißen oder Verkleben) verbunden
sein. So können beispielsweise die freien Kanten der Ränder 14a und 15a miteinander
verschweißt sein.
[0056] Fig.5B zeigt einen Verschlussbereich 13b, bei dem im Gegensatz zu dem Verschlussbereich
13a der Rand 15b des Gehäuseunterteils 5u in Richtung des Innenraums 11 gebogen ist.
Dadurch kann der Innenraum 11 vergrößert und eine seitliche Ausdehnung des Verschlussbereichs
13b verringert werden. Der Rand 14b des Gehäuseoberteils 5o ist an seiner freien Kante
weiterhin nach unten umgebogen.
[0057] Fig.5C zeigt einen Verschlussbereich 13c, bei dem im Gegensatz zu dem Verschlussbereich
13a das freie Ende des Rands 15c des Gehäuseunterteils 5u senkrecht auf den ebenen
Bereich des Rands 14c des Gehäuseoberteils 5o stößt. Dadurch wird die Kontaktfläche
zwischen dem Gehäuseoberteil 5o und dem Gehäuseunterteil 5u im Wesentlichen linienförmig,
was eine verbesserte thermische Entkopplung zwischen dem Gehäuseoberteil 5o und dem
Gehäuseunterteil 5u ermöglicht. Der Rand 15c weist ferner keine Nut 16 mehr auf. Vielmehr
ist das Dichtelement 17 zwischen horizontalen Bereichen der Ränder 14c und 15c eingeklemmt.
Der Rand 14c des Gehäuseoberteils 5o ist auch hier an seinem freien Ende nach unten
umgebogen.
[0058] Fig.5D zeigt einen Verschlussbereich 13d, bei dem nun der Rand 14d des Gehäuseoberteils
5o und der Rand 15d des Gehäuseunterteils 5u durch ein Dichtelement in Form eines
bandförmigen Gleiters 18 voneinander getrennt sind und diesen zwischen sich einklemmen.
Der Gleiter 18 ist mit dem Rand 14d und/oder mit dem Rand 15d verklebt. Durch den
Gleiter 18 wird eine noch effektivere thermische Entkopplung zwischen dem Gehäuseoberteil
5o und dem Gehäuseunterteil 5u erreicht.
[0059] Fig.6A bis 6C zeigen als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus
einem Gargutträger 1 mit nochmals unterschiedlichen Ausgestaltungen seines randseitigen
Verschlussbereichs, und zwar nun ohne Verwendung eines Dichtelements 17 oder 18.
[0060] Fig.6A zeigt beispielsweise einen Verschlussbereich 13e, bei dem der Rand 14e des Gehäuseoberteils
5o und der Rand 15e des Gehäuseunterteils 5u einfach flächig ausgebildet und aufeinander
aufliegend angeordnet sind. Die freien Enden oder Kanten der Ränder 14e und 15e sind
flächenbündig und durch eine umlaufende Schweißnaht 19 miteinander stoffschlüssig
verbunden. Eine solche Verbindung ist besonders einfach herstellbar.
[0061] Fig.6B zeigt einen Verschlussbereich 13f, bei dem der Rand 14f des Gehäuseoberteils 5o um
den Rand 15f des Gehäuseunterteils 5u eng umgeschlagen oder gebördelt ist, wobei eine
ausreichende Dichtigkeit durch den Kraftschluss zwischen den Rändern 14f und 15f erreicht
wird. Eine solche Verbindung weist den Vorteil auf, dass sie alleine durch eine Materialverformung
erreichbar ist, also ohne ein Verschweißen oder Verkleben. Alternativ können die Ränder
14f und 15f zusätzlich noch verklebt oder punktgeschweißt sein.
[0062] Fig.6C zeigt einen Verschlussbereich 13g, bei dem der Rand 14g des Gehäuseoberteils 5o um
den Rand 15g des Gehäuseunterteils 5u weit umgeschlagen oder gebördelt ist. Eine ausreichende
Dichtigkeit und Festigkeit wird durch eine umlaufende Schweißnaht 19 in einem Bereich
einer freien Kante des Rands 14g erreicht.
[0063] Fig.7A bis 7C zeigen als Schnittdarstellung in Seitenansicht Gargutträger gemäß einer
jeweiligen weiteren Ausführungsform.
[0064] Fig.7A zeigt einen aktiv beheizbaren Gargutträger 21a mit einem Grundkörper 22 in Form einer
Platte. Der Grundkörper 22 weist eine mittige Vertiefung 23 als die Gargutauflagefläche
auf (oder stellt die Vertiefung 23 die Gargutauflagefläche), z.B. ähnlich zu einem
Backblech. Die Vertiefung 23 weist einen im Wesentlichen ebenen Boden 24 und eine
umlaufende Seitenwand 25 oder Seitenrand auf, welche an einem im Profil gebogenen
Übergangsbereich 26 ineinander übergehen. Die Flächenheizung, z.B. 2, 2a - 2c, ist
an einer Unterseite des Bodens 24 angeordnet. Die Flächenheizung 2, 2a - 2c ist nun
nicht in einem Innenraum eines Gehäuses dicht untergebracht, sondern der Umgebung
ausgesetzt. Durch die Wärmespreizungsschicht der Flächenheizung 2, 2a - 2c wird Wärme
hochgradig gleichmäßig auf den Boden 24 übertragen, so dass an dem Boden 24 aufliegendes
Gargut gleichmäßig erwärmbar ist. Nur ein Randbereich der Vertiefung 23, einschließlich
des Bodens 24, kann aufgrund einer Wärmeabfuhr auf die Seitenwand 25 eine geringere
Temperatur aufweisen.
[0065] Insbesondere, falls der Grundkörper 22 aus einem einfachen Blech, z.B. Edelstahlblech,
besteht, kann der Boden 24 geprägt und/oder bombiert sein, um eine unterschiedliche
Wärmeausdehnung des Grundkörpers 22 und der Flächenheizung 2, 2a - 2c zu berücksichtigen.
[0066] Fig.7B zeigt einen beheizbaren Gargutträger 21b ähnlich dem Gargutträger 21a, wobei die
Flächenheizung, z.B. 2, 2a - 2c sich nun über den Übergangsbereich 26 bis auf die
umlaufende Seitenwand 25 erstreckt. Dadurch kann auch der Randbereich der Vertiefung
23 gleichmäßig erwärmt werden, was beispielsweise bei einer Zubereitung von flächigem
Gargut wie Pizzateig, Kuchen usw. besonders vorteilhaft ist.
[0067] Fig.7C zeigt einen beheizbaren Gargutträger 21 c ähnlich dem Gargutträger 21 b, wobei die
Flächenheizung, z.B. 2, 2a - 2c sich nun nicht über den Übergangsbereich 26 erstreckt,
sondern nur an dem Boden 24 und an der umlaufenden Seitenwand 25 erstreckt, ggf. mit
einer oder mehreren Querungen einer Heizbahn an dem Übergangsbereich 26. Dadurch wird
eine Aufbringung der Flächenheizung 2, 2a - 2c erleichtert, da auf eine Aufbringung
auf gekrümmte Oberflächen verzichtet wird. Anstelle der einen Flächenheizung 2, 2a
- 2c können auch separate Flächenheizungen für den Boden 24 und die Seitenwand 25
verwendet werden.
[0068] Die vorliegende Erfindung wird durch den Umfang der Ansprüche beschränkt und ist
somit nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt.
[0069] So können, innerhalb des Umfangs der Ansprüche, passende Merkmale der gezeigten Ausführungsbeispiele
miteinander kombiniert oder gegeneinander ausgetauscht werden. Beispielsweise kann
der Schichtaufbau der Flächenheizung für sämtliche Flächenheizungen 2, 2a - 2c verwendet
werden. Auch können der Schichtaufbau und/oder die Führung der Heizbahn der Flächenheizung
sowohl für Gargutträger mit einer umschlossenen Flächenheizung als auch mit einer
offenen Flächenheizung verwendet werden.
Der Grundkörper im Bereich der Gargutauflagefläche kann außer aus Edelstahl z.B. auch
aus Glas oder Glaskeramik bestehen.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 1
- Gargutträger
- 2
- Flächenheizung
- 2a
- Flächenheizung
- 2b
- Flächenheizung
- 2c
- Flächenheizung
- 3
- Heizbahn
- 3a
- Heizbahn
- 3b
- Heizbahn
- 3c
- Heizbahn
- 4
- Kontaktstelle
- 5
- Gehäuse
- 5o
- Gehäuseoberteil
- 5u
- Gehäuseunterteil
- 6
- Kontaktstück
- 7
- Druckfeder
- 8
- Vertiefung
- 9
- elektrisch isolierende Isolierungsschicht
- 10
- Wärmespreizungsschicht
- 11
- Innenraum
- 12
- Schutzschicht
- 13a-g
- Verschlussbereich
- 14a-g
- Rand des Gehäuseoberteils
- 15a-g
- Rand des Gehäuseunterteils
- 16
- Nut
- 17
- Dichtelement
- 18
- Gleiter
- 19
- Schweißnaht
- 20
- Anschlusselement
- 21a
- Gargutträger
- 21 b
- Gargutträger
- 21c
- Gargutträger
- 22
- Grundkörper
- 23
- Vertiefung
- 24
- Boden
- 25
- Seitenwand
- 26
- Übergangsbereich
- B
- Gargerät
- G
- Garraum
- M
- Muffel
- T
- Garraumtür
- S
- Garraumwand
- R
- Rückwand
- K
- Anschlussgegenelement
1. Gargutträger (1; 21a-c), aufweisend einen Grundkörper (5; 5o; 22), an dessen Oberseite
eine Gargutauflagefläche (8; 23) vorhanden ist, und aufweisend mindestens eine Heizung
(2; 2a - 2c) zum Heizen der Gargutauflagefläche (8; 23), wobei die mindestens eine
Heizung (2; 2a - 2c) mindestens eine an dem Grundkörper (5; 5o; 8) zumindest im Bereich
der Gargutauflagefläche angebrachte Flächenheizung (2; 2a - 2c) ist, und die Flächenheizung
(2; 2a - 2c) eine elektrisch isolierende Isolierungsschicht (9) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die mindestens eine Flächenheizung (2; 2a - 2c) mindestens eine metallische Wärmespreizungsschicht
(10) zwischen einer Heizleiterschicht (3; 3a - 3c) der Flächenheizung (2; 2a - 2c)
und dem Grundkörper (5; 5o; 22) aufweist und dass
- die elektrisch isolierende Isolierungsschicht (9) (2; 2a - 2c) zwischen der Heizleiterschicht
(3; 3a - 3c) und der Wärmespreizungsschicht (10) angeordnet ist.
2. Gargutträger (1; 21a - 21c) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material zumindest einer Wärmespreizungsschicht (10) eine Wärmeleitfähigkeit
von mehr als 100 W/(m·K) aufweist.
3. Gargutträger (1; 21a-21c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Wärmespreizungsschicht (10) Aluminium aufweist.
4. Gargutträger (1; 21a - 21c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (5; 5o; 22) ein Mehrschichtkörper ist, welcher im Bereich der Gargutauflagefläche
(8; 23), insbesondere dessen Gargutauflagefläche (8; 23), mittels einer Schicht aus
Edelstahl, Glas oder Glaskeramik gebildet wird.
5. Gargutträger (21 b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gargutauflagefläche (23 - 26) durch zumindest einen Teil einer oberseitigen Vertiefung
(23) des Gargutträgers (21b) gebildet wird und sich mindestens eine Flächenheizung
(2; 2a - 2c) von einem Boden (24) der Vertiefung (23) bis einschließlich zu einem
Seitenrand (25) der Vertiefung (23) erstreckt.
6. Gargutträger (21c) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gargutauflagefläche (23 - 26) durch zumindest einen Teil einer oberseitigen Vertiefung
(23) des Gargutträgers (21c) gebildet wird, sich mindestens eine erste Flächenheizung
(2; 2a - 2c) an einem Boden (24) der Vertiefung (23) befindet und sich mindestens
eine zweite Flächenheizung (2; 2a - 2c) an einem Seitenrand (25) der Vertiefung (23)
befindet.
7. Gargutträger (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Gargutträger (1) ein zweiteiliges Gehäuse (5, 5o, 5u) mit einem Gehäuseoberteil
(5o) und einem Gehäuseunterteil (5u) aufweist, wobei
- das Gehäuseoberteil (5o) und das Gehäuseunterteil (5u) miteinander dicht verbunden
sind und zueinander seitenverschieblich gelagert sind,
- die Gargutauflagefläche (8) und die mindestens eine Flächenheizung (2; 2a - 2c)
an dem Gehäuseoberteil (5o) vorhanden sind und
- jeweilige Grundkörper des Gehäuseoberteils (5o) und des Gehäuseunterteils (5u) aus
unterschiedlichen Materialien bestehen.
8. Gargutträger (1; 21a - 21 c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das der Gargutträger (1; 21a - 21c) zum Betrieb bei einer maximalen Leistung von
nicht mehr als ca. 1000 W vorgesehen ist.
9. Gargutträger (1; 21a - 21c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das der Gargutträger (1; 21a - 21c) zum Betrieb mit einer maximalen Temperatur an
der Gargutauflagefläche (8; 23) von nicht mehr als ca. 200 °C vorgesehen ist.
10. Gargutträger (1; 21a - 21c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gargutträger (1; 21a - 21c) ein Einschub-Gargutträger (1; 21a - 21c) zum eigenständigen
Einsatz in einem Garraum (G) eines Gargeräts (B) ist.
1. Carrier for food to be cooked (1; 21a-c), having a base body (5; 5o; 22), on the upper
side of which there is provision for a contact surface for food to be cooked (8; 23),
and having at least one heater (2; 2a - 2c) for heating the contact surface for food
to be cooked (8; 23), wherein the at least one heater (2; 2a - 2c) is at least one
surface heater (2; 2a - 2c) attached to the base body (5; 5o; 8) at least in the region
of the contact surface for food to be cooked, and the surface heater (2; 2a - 2c)
has an electrically insulating insulation layer (9),
characterised in that
- the at least one surface heater (2; 2a - 2c) has at least one metallic heat dissipation
layer (10) between a heat conductor layer (3; 3a - 3c) of the surface heater (2; 2a
- 2c) and the base body (5; 5o; 22) and that
- the electrically insulating insulation layer (9) is arranged between the heat conductor
layer (3; 3a - 3c) and the heat dissipation layer (10).
2. Carrier for food to be cooked (1; 21a - 21c) according to claim 1, characterised in that the material of at least one heat dissipation layer (10) has a thermal conductivity
of more than 100 W/(m K).
3. Carrier for food to be cooked (1; 21a - 21 c) according to one of the preceding claims,
characterised in that at least one heat dissipation layer (10) contains aluminium.
4. Carrier for food to be cooked (1; 21a - 21c) according to one of the preceding claims,
characterised in that the base body (5; 5o; 22) is a multi-layer element, which is formed in the region
of the contact surface for food to be cooked (8; 23), in particular the contact surface
for food to be cooked (8; 23) thereof, by means of a layer of stainless steel, glass
or glass ceramics.
5. Carrier for food to be cooked (21b) according to one of the preceding claims, characterised in that the contact surface for food to be cooked (23 - 26) is formed by at least one part
of an indentation (23) of the carrier for food to be cooked (21b) on the upper side
and at least one surface heater (2; 2a - 2c) extends from a bottom (24) of the indentation
(23) up to and including a side edge (25) of the indentation (23).
6. Carrier for food to be cooked (21 c) according to one of claims 1 to 4, characterised in that the contact surface for food to be cooked (23 - 26) is formed by at least one part
of an indentation (23) of the carrier for food to be cooked (21b) on the upper side
and at least one first surface heater (2; 2a - 2c) is located on a bottom (24) of
the indentation (23) and at least one second surface heater (2; 2a - 2c) is located
on a side edge (25) of the indentation (23).
7. Carrier for food to be cooked (1) according to one of the preceding claims,
characterised in that the carrier for food to be cooked (1) has a two-part housing (5, 5o, 5u) with a housing
upper part (5o) and a housing lower part (5u), wherein
- the housing upper part (5o) and the housing lower part (5u) are tightly connected
to one another and are mounted so as to be laterally displaceable with respect to
one another,
- the contact surface for food to be cooked (8) and the at least one surface heater
(2; 2a - 2c) are present on the housing upper part (5o) and
- particular base bodies of the housing upper part (5o) and of the housing lower part
(5u) consist of different materials.
8. Carrier for food to be cooked (1; 21a - 21c) according to one of the preceding claims,
characterised in that the carrier for food to be cooked (1; 21a - 21 c) is provided for operation at a
maximal power of no more than approx. 1000 W.
9. Carrier for food to be cooked (1; 21a - 21c) according to one of the preceding claims,
characterised in that the carrier for food to be cooked (1; 21a - 21c) is provided for operation at a maximal
temperature at the contact surface for food to be cooked (8; 23) of no more than approx.
200 °C.
10. Carrier for food to be cooked (1; 21a - 21c) according to one of the preceding claims,
characterised in that the carrier for food to be cooked (1; 21a - 21c) is a slide-in carrier for food to
be cooked (1; 21a - 21c) for standalone use in a cooking chamber (G) of a cooking
appliance (B).
1. Support de produit à cuire (1 ; 21 a-c) présentant un corps de base (5 ; 5o ; 22)
sur le côté supérieur duquel une surface de pose (8 ; 23) de produit à cuire est présente,
et présentant au moins un chauffage (2 ; 2a- 2c) destiné à échauffer la surface de
pose (8 ; 23) de produit à cuire, l'au moins un chauffage (2 ; 2a - 2c) étant au moins
un chauffage (2 ; 2a - 2c) de surface, placé sur le corps de base (5 ; 5o ; 8) au
moins dans la zone de la surface de pose de produit à cuire, et le chauffage (2 ;
2a - 2c) de surface présentant une couche d'isolation (9) isolant de manière électrique,
caractérisé en ce que
- l'au moins un chauffage (2 ; 2a - 2c) de surface présente au moins une couche métallique
de diffusion thermique (10) entre une couche de conducteur chauffant (3 ; 3a - 3c)
du chauffage (2 ; 2a - 2c) de surface et le corps de base (5 ; 5o ; 22) et en ce que
- la couche d'isolation (9) isolant électriquement est disposée entre la couche de
conducteur chauffant (3 ; 3a - 3c) et la couche de diffusion thermique (10).
2. Support de produit à cuire (1 ; 21 a - 21c) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la matière d'au moins une couche de diffusion thermique (10) présente une conductibilité
thermique de plus de 100 W/(m K).
3. Support de produit à cuire (1 ; 21 a - 21c) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une couche de diffusion thermique (10) présente de l'aluminium.
4. Support de produit à cuire (1 ; 21a - 21c) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le corps de base (5 ; 5o ; 22) est un corps à couches multiples, lequel est formé
dans la zone de la surface de pose (8 ; 23) de produit à cuire, notamment de sa surface
de pose (8 ; 23) de produit à cuire, au moyen d'une couche constituée d'acier inoxydable,
de verre ou de vitrocéramique.
5. Support de produit à cuire (21 b) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la surface de pose (23 - 26) de produit à cuire est formée par au moins une partie
d'un approfondissement (23) côté supérieur du support de produit à cuire (21b) et
en ce qu'au moins un chauffage (2 ; 2a - 2c) de surface s'étend d'un fond (24) de l'approfondissement
(23) jusqu'à y compris un bord latéral (25) de l'approfondissement (23).
6. Support de produit à cuire (21 c) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que la surface de pose (23 - 26) de produit à cuire est formée par au moins une partie
d'un approfondissement (23) côté supérieur du support de produit à cuire (21 c), en ce qu'au moins un premier chauffage (2 ; 2a - 2c) de surface se trouve sur un fond (24)
de l'approfondissement (23) et en ce qu'au moins un deuxième chauffage (2 ; 2a - 2c) de surface se trouve sur un bord latéral
(25) de l'approfondissement (23).
7. Support de produit à cuire (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le support de produit à cuire (1) présente un boîtier (5, 5o, 5u) en deux parties,
comprenant une partie supérieure (5o) de boîtier et une partie inférieure (5u) de
boîtier,
- la partie supérieure (5o) de boîtier et la partie inférieure (5u) de boîtier étant
reliées l'une à l'autre de manière étanche et étant logées de manière latéralement
coulissante l'une par rapport à l'autre,
- la surface de pose (8) de produit à cuire et l'au moins un chauffage (2 ; 2a - 2c)
de surface étant présents sur la partie supérieure (5o) de boîtier et
- des corps de base respectifs de la partie supérieure (5o) de boîtier et de la partie
inférieure (5u) de boîtier étant constitués de différentes matières.
8. Support de produit à cuire (1 ; 21 a - 21c) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le support de produit à cuire (1 ; 21 a - 21c) est ménagé pour le fonctionnement
avec une puissance maximale n'étant pas supérieure à env. 1 000 W.
9. Support de produit à cuire (1 ; 21a - 21c) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le support de produit à cuire (1 ; 21a - 21c) est ménagé pour le fonctionnement avec
une température maximale sur la surface de pose (8 ; 23) de produit à cuire n'étant
pas supérieure à env. 200°C.
10. Support de produit à cuire (1 ; 21a - 21c) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le support de produit à cuire (1 ; 21a - 21c) est un support de produit à cuire (1
; 21a - 21c) à insérer, destiné à une utilisation autonome dans un espace de cuisson
(G) d'un appareil de cuisson (B).