| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 676 745 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
10.08.2016 Patentblatt 2016/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.06.2013 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
VORRICHTUNG ZUM UMFORMEN EINES WERKSTÜCKS
DEVICE FOR COATING A WORKPIECE
DISPOSITIF DE DÉFORMATION D'UNE PIÈCE USINÉE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.06.2012 DE 102012012293
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
25.12.2013 Patentblatt 2013/52 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS Meer GmbH |
|
41069 Mönchengladbach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Esposito, Michael
44309 Dortmund (DE)
- Langenohl, Aljoscha
44139 Dortmund (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Grosse, Wolf-Dietrich Rüdiger et al |
|
Patentanwälte
Hemmerich & Kollegen
Hammerstrasse 3 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 321 139 DE-U1- 8 805 632
|
EP-A2- 1 378 298 GB-A- 2 019 528
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umformen eines Werkstücks, umfassend
eine um eine Drehachse drehbare Antriebswelle und ein an dieser befestigtes Werkzeug,
insbesondere eine Walze, wobei eine formschlüssige Verbindung, insbesondere eine Zahnwellenverbindung,
zwischen der Antriebswelle und dem Werkzeug vorhanden ist, mit der ein Drehmoment
von der Antriebswelle auf das Werkzeug übertragen werden kann.
[0002] Bei Vorrichtungen dieser Art geht es darum, ein Werkzeug, namentlich eine Walze,
an einer Antriebswelle lösbar festzulegen. Während der Benutzung muss ein hohes Drehmoment
von der Antriebswelle auf die Walze übertragen werden. Bekannt ist es hierbei, eine
Zahnwellenverbindung zwischen Antriebswelle und Walze einzusetzen. Derartige Zahnwellenverbindungen
sind im Maschinenbau hinlänglich bekannt und gebräuchlich. Es wird auf die Normen
DIN 5480 und DIN 5466 hingewiesen, die über den Aufbau dieser formschlüssigen Verbindungen
Aufschluss geben.
[0003] Beim Einsatz einer Zahnwellenverbindung zwischen der Antriebswelle und der Walze
ergibt sich in vorteilhafter Weise, dass einerseits eine Drehmomentübertragung möglich
ist, dass andererseits die Zahnwellenverbindung aufgrund ihrer Konzeption aber auch
radiale Kräfte übertragen kann, was vorliegend beim Walzen eines Werkstücks sehr wesentlich
ist.
[0004] Im Falle eines Umformwerkzeugs der gattungsgemäßen Art wird derzeit also die Verbindung
zwischen Antriebswelle und Walze per Passverzahnung hergestellt. Die Walzkräfte und
-momente werden über einen kleinen Bauraum übertragen. Darüber hinaus kommt einem
sohnellen und einfachen Walzenwechsel eine hohe Bedeutung zu, damit eine hohe Wirtschaftlichkeit
der Bearbeitung sichergestellt werden kann, Der Einsatz von Zahnwellenverbindungen
hat sich in diesem Zusammenhang sehr bewährt.
[0005] Nachteilig ist indes, dass beim genannten Anwendungsfall der Verbindung einer Walze
auf einer Antriebswelle ein hoher Verschleiß der Verbindung vorliegt, so dass nach
gewissen Standzeiten Bauteile ausgewechselt werden müssen, um die Übertragung radialer
Kräfte und von Drehmomenten zuverlässig bewerkstelligen zu können. Es müssen nämlich
auf relativ engem Bauraum sowohl die radialen Kräfte als auch die Drehmomente übertragen
werden, was hinsichtlich der Verschleißanfälligkeit entsprechende Probleme bereitet.
[0006] Die europäische Patentanmeldung
EP 1 378 298 A2 offenbart eine verbesserte Walzenanordnung des sogenannten "Überhang"-Typs, bei dem
ringförmige Walzenscheiben mit zylindrischen Bohrungen auf eine Zapfenbuchse aufgeschoben
sind, welche auf einen sich verjüngenden Walzenzapfen aufgesetzt ist.
[0007] Die europäische Patentanmeldung
EP 0 321 139 A1 offenbart ebenfalls eine verbesserte Walzenanordnung des sogenannten
"Überhang"-Typs. Es ist eine Lageranordnung für eine Walze mit zweifach gestuftem Walzenzapfen
offenbart. Im Bereich seiner ersten inneren Abstufung ist der Walzenzapfen konisch
bzw. sich verjüngend ausgebildet. Der Walzenzapfen trägt dort eine Zapfenbuchse. Die
Zapfenbuchse ist von einem Ring umgeben.
[0008] Die britische Patentanmeldung
GB 2 019 528 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Umformen eines Werkstücks. Die Vorrichtung umfasst
eine um eine Drehachse drehbare Antriebswelle und ein an dieser befestigtes Werkzeug,
insbesondere eine Walze. Es ist eine formschlüssige Verbindung, insbesondere eine
Zahnwellenverbindung, zwischen der Antriebswelle und dem Werkzeug vorhanden, mit der
ein Drehmoment von der Antriebswelle auf das Werkzeug übertragen werden kann. Die
formschlüssige Verbindung erstreckt sich über einen ersten axialen Abschnitt. Außerhalb
des ersten axialen Abschnitts ist ein zweiter axialer Abschnitt sowie auch ein dritter
axialer Abschnitt vorhanden, in dem die Antriebswelle und das Werkzeug zusammenwirkende
Passflächen aufweisen, die zur Übertragung radialer Kräfte ausgebildet sind.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art so fortzubilden, dass bezüglich der oben genannten Nachteile Abhilfe geschaffen
wird. Es soll also erreicht werden, dass der Verschleiß der Verbindung zwischen Antriebswelle
und Walze wesentlich reduziert wird, wodurch sich eine Standzeiterhöhung der Vorrichtung
ergeben soll, um die Betriebskosten entsprechend zu vermindern.
[0010] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0011] Hierdurch wird die Zahnwellenverbindung von radialen Kräften entlastet; sie muss
nunmehr ausschließlich Drehmomente übertragen.
[0012] Die formschlüssige Verbindung ist dabei vorzugsweise in einem radialen Abstand von
der Drehachse angeordnet, der kleiner ist als der radiale Abstand der ersten zylindrischen
Passflächen von der Drehachse.
[0013] Die formschlüssige Verbindung ist bevorzugt in einem radialen Abstand von der Drehachse
angeordnet, der größer ist als der radiale Abstand der zweiten zylindrischen Passflächen
von der Drehachse. Die Montage und Demontage wird hierdurch in einfacher Weise möglich.
[0014] Die formschlüssige Verbindung, mindestens eine der ersten zylindrischen Passflächen
bzw. mindestens eine der zweiten zylindrischen Passflächen sind mit Vorteil mit einer
verschleißfesten Beschichtung versehen.
[0015] In einem Zentralgewinde der Antriebswelle kann ein Zuganker eingeschraubt sein, der
zwecks axialer Festlegung des Werkzeugs an der Antriebswelle mit einem flanschartig
vergrößerten Abschnitt auf eine stirnseitig angeordnete Anlagefläche des Werkzeugs
drückt. Diese stirnseitige Anlagefläche kann insbesondere eine Stirnseite der Hülse
sein. Im flanschartig vergrößerten Abschnitt kann eine Anzahl Schrauben, insbesondere
Madenschrauben, angeordnet sein, die in sich im flanschartig vergrößerten Abschnitt
befindlichen Gewindebohrungen eingeschraubt sind, wobei die Schrauben mit ihrem einen
axialen Ende auf die stirnseitig angeordnete Anlagefläche des Werkzeugs, insbesondere
auf eine Stirnseite der Hülse, drücken.
[0016] Mit der vorgeschlagenen Ausgestaltung einer Walzvorrichtung zum Umformen eines Walzguts
ergibt sich in sehr vorteilhafter Weise, dass der Verschleiß der Verbindung zwischen
Antriebswelle und Werkzeug wesentlich herabgesetzt werden kann. Die Funktionen der
Drehmomentübertragung einerseits und der Übertragung radialer Kräfte andererseits
ist entkoppelt. Durch die Entlastung von radialen Kräften wird die Zahnwellenverbindung
in den Stand gesetzt, mit wesentlich geringerem Verschleiß auch hohe Drehmomente übertragen
zu können.
[0017] Die Ausstattung mit verschleißfesten Oberflächenbeschichtungen und der Einsatz optimaler
Schmiermittel begünstigen die Reduzierung des Verschleißes. Vorteilhaft ist weiter
eine spielfreie axiale Befestigung vorgesehen, die gleichermaßen dafür Sorge trägt,
dass der Verschleiß der Vorrichtung minimiert wird.
[0018] Somit ergibt sich eine deutliche Reduzierung des Verschleißes und damit eine signifikante
Lebensdauererhöhung bzw. Erhöhung der Standzeit der Vorrichtung bzw. deren Teile.
[0019] Das vorgeschlagene Werkzeug wird insbesondere in der Warmumformung eingesetzt, da
sich hier die genannten Vorteile in besonderer Weise auswirken.
[0020] Der erfindungsgemäße Vorschlag erlaubt eine Übertragung der Querkräfte (d. h. der
radialen Kräfte) über nunmehr separate Passflächen. Die Axialkräfte werden isoliert
hiervon über den Zuganker (Gewindebolzen) übertragen. Indes erfolgt die Übertragung
des Drehmoments zwischen Antriebswelle und Walze ausschließlich durch die Zahnwellenverbindung,
die allerdings erfindungsgemäß ausschließlich die Drehmomente übertragen muss und
von anderen Kräften, insbesondere von radialen Kräften freigehalten wird, was zu der
angestrebten deutlichen Erhöhung der Standzeiten führt.
[0021] Der Schmierung der Vorrichtung kommt auch ein nicht unwesentlicher Aspekt zu. Durch
die Wahl eines geeigneten Schmierstoffs - insbesondere in Verbindung mit einer Oberflächenbeschichtung
der hochbelasteten Bereiche der Vorrichtung - kann der Verschleiß weiter in erheblichem
Maße verringert werden.
[0022] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die einzige
Figur zeigt im teilweisen Radialschnitt eine Vorrichtung zum Umformen eines Werkstücks
mit einer Antriebswelle und einem an dieser befestigten Walze.
[0023] In der Figur ist eine Vorrichtung 1 zum Umformen eines (nicht dargestellten) Werkstücks
bzw. Walzguts dargestellt. Die Vorrichtung 1 umfasst eine Antriebswelle 2, die um
eine Drehachse a drehbar ist. Am axialen Ende der Antriebswelle 2 ist ein Werkzeug
3 in Form einer Walze befestigt. Die Befestigung ist lösbar ausgeführt, so dass die
Walze von der Antriebswelle 2 entfernt und durch eine andere ersetzt werden kann.
[0024] Die Verbindung zwischen Antriebswelle 2 und Walze 3 ist so ausgeführt, dass sowohl
Drehmomente von der Antriebswelle 2 auf die Walze 3, als auch bezüglich der Drehachse
a radiale und axiale Kräfte übertragen werden können. Dabei ist besagte Verbindung
so gestaltet, dass einmal Drehmomente um die Drehachse a, dann radiale Kräfte zwischen
der Antriebswelle 2 und der Walze 3 und schließlich axiale Kräfte zwischen der Antriebswelle
2 und der Walze 3 jeweils separat und isoliert voneinander übertragen werden können.
[0025] Zur Übertragung eines Drehmoments weisen nämlich die Antriebswelle 2 und die Walze
3 eine formschlüssige Verbindung 4 in Form einer Zahnwellenverbindung auf. Die Zahnwellenverbindung
4 erstreckt sich dabei über einen ersten axialen Abschnitt 5, der hinsichtlich seiner
Erstreckung so gewählt ist, dass die benötigten Drehmomente zuverlässig übertragen
werden können. Die Zahnwellenverbindung ist dabei von radialen und axialen Kräften
gänzlich frei gehalten.
[0026] Die radialen Kräfte werden über zwei andere axiale Abschnitte übertragen, und zwar
über einen zweiten axialen Abschnitt 6 und einen dritten axialen Abschnitt 9. In diesen
beiden Abschnitten sind jeweilige zylindrische Passflächen sowohl an der Antriebswelle
2 als auch an der Walze 3 angeordnet, die zueinander toleriert sind, so dass eine
definierte Übertragung radialer Kräfte möglich ist.
[0027] So weist die Antriebswelle 2 im zweiten axialen Abschnitt 6 eine erste zylindrische
Passfläche 7 auf, die mit einer ersten zylindrischen Passfläche 8 des Werkzeugs 3
zusammenwirkt. Indes weist die Antriebswelle 2 im dritten axialen Abschnitt 9 eine
zweite zylindrische Passfläche 10 auf, die mit einer zweiten zylindrischen Passfläche
11 des Werkzeugs 3 zusammenwirkt.
[0028] Im Bereich des dritten axialen Abschnitts 9 ist zu erkennen, dass die zweite zylindrische
Passfläche 11 durch eine Hülse 12 gebildet wird, die in einer Bohrung 13 in der Walze
2 eingesetzt ist. Genauer gesagt, ist die Hülse 12 in der Bohrung 13 durch einen thermischen
Schrumpfvorgang fixiert.
[0029] Die Übertragung axialer Kräfte erfolgt schließlich - wiederum isoliert von der Drehmomentübertragung
und von der Übertragung radialer Kräfte - durch einen Zuganker 15, der in einem Zentralgewinde
14 der Antriebswelle 2 mit einem Gewindeabschnitt eingeschraubt ist. Der Zuganker
15 hat in seinem einen axialen Ende einen flanschartig vergrößerten Abschnitt 16,
der ausgebildet ist, an einer stirnseitig angeordneten Anlagefläche 17 der Walze 3
anzuliegen. Konkret wird die stirnseitige Anlagefläche durch die eine Stirnseite der
Hülse 12 gebildet.
[0030] Um eine spielfreie axiale Festlegung der Walze 3 an der Antriebswelle 2 zu erreichen,
weist der flanschartig vergrößerte Abschnitt 16 über seinem Umfang eine Anzahl Gewindebohrungen
auf, in die Madenschrauben 18 eingeschraubt sind. Die Schrauben werden angezogen,
bis ihre einen axialen Enden an der Stirnseite der Hülse 12 mit hinreichender Vorspannung
anliegen.
[0031] Wie weiter zu erkennen ist, ist der radiale Abstand r
1 der Zahnwellenverbindung 4 kleiner als der radiale Abstand r
2 der zylindrischen ersten Passflächen 7, 8 im ersten axialen Abschnitt 5.
[0032] Indes ist der radiale Abstand r
1 der Zahnwellenverbindung 4 größer als der radiale Abstand r
3 der zylindrischen zweiten Passflächen 10, 11 im dritten axialen Abschnitt 5.
[0033] Durch das Einschrumpfen der Hülse 12 ergibt sich eine problemfreie Möglichkeit bei
der Fertigung des Zahnprofils der Zahnwellenverbindung 4 in der Walze 3. Das Profil
kann nämlich vor dem Einschrumpfen der Hülse 12 in einfacher Weise hergestellt, z.
B. gefräst und geschliffen, werden, da ohne Hülse 12 ein freier Auslauf für das hierfür
nötige Werkzeug gegeben ist. Anschließend erst wird die Hülse 12 eingesetzt (eingeschrumpft)
und die Walze 3 damit in den benutzungsfähigen Zustand versetzt.
[0034] Alle sich im Betrieb der Vorrichtung 1 unter Last befindlichen Flächen können beschichtet
werden, so dass lange Standzeiten erreicht werden können. In den Raum zwischen dem
zweiten axialen Abschnitt 6 und dem dritten axialen Abschnitt 9 kann ein Schmiermittel
eingebracht werden, so dass die Zahnwellenverbindung unter optimalen Schmierbedingungen
arbeiten kann.
Bezugszeichenliste:
[0035]
- 1
- Vorrichtung zum Umformen eines Werkstücks
- 2
- Antriebswelle
- 3
- Werkzeug
- 4
- formschlüssige Verbindung (Zahnwellenverbindung)
- 5
- erster axialer Abschnitt
- 6
- zweiter axialer Abschnitt
- 7
- erste zylindrische Passfläche der Antriebswelle
- 8
- erste zylindrische Passfläche des Werkzeugs
- 9
- dritter axialer Abschnitt
- 10
- zweite zylindrische Passfläche der Antriebswelle
- 11
- zweite zylindrische Passfläche des Werkzeugs
- 12
- Hülse
- 13
- Bohrung
- 14
- Zentralgewinde
- 15
- Zuganker
- 16
- flanschartig vergrößerter Abschnitt
- 17
- stirnseitig angeordnete Anlagefläche
- 18
- Schraube
- a
- Drehachse
- r1
- radialer Abstand
- r2
- radialer Abstand
- r3
- radialer Abstand
1. Vorrichtung (1) zum Umformen eines Werkstücks, umfassend eine um eine Drehachse (a)
drehbare Antriebswelle (2) und ein an dieser befestigtes Werkzeug (3), insbesondere
eine Walze, wobei eine formschlüssige Verbindung (4), insbesondere eine Zahnwellenverbindung,
zwischen der Antriebswelle (2) und dem Werkzeug (3) vorhanden ist, mit der ein Drehmoment
von der Antriebswelle (2) auf das Werkzeug (3) übertragen werden kann,
wobei sich die formschlüssige Verbindung (4) über einen ersten axialen Abschnitt (5)
erstreckt, wobei außerhalb des ersten axialen Abschnitts (5) ein zweiter axialer Abschnitt
(6) vorhanden ist, in dem die Antriebswelle (2) und das Werkzeug (3) zusammenwirkende
erste zylindrische Passflächen (7, 8) aufweisen, die zur Übertragung radialer Kräfte
ausgebildet sind, und
wobei außerhalb des ersten axialen Abschnitts (5) und außerhalb des zweiten axialen
Abschnitts (6) ein dritter axialer Abschnitt (9) vorhanden ist, in dem die Antriebswelle
(2) und das Werkzeug (3) zusammenwirkende zweite zylindrische Passflächen (10, 11)
aufweisen, die zur Übertragung radialer Kräfte ausgebildet sind;
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite zylindrische Passfläche (11) des Werkzeugs durch eine Hülse (12) gebildet
wird, die im Werkzeug (3) angeordnet ist; und
dass die Hülse (12) mit Presspassung in einer Bohrung (13) des Werkzeugs (3) sitzt, wobei
die Presspassung insbesondere durch einen Schrumpfvorgang hergestellt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Verbindung (4) in einem radialen Abstand (r1) von der Drehachse (a) angeordnet ist, der kleiner ist als der radiale Abstand (r2) der ersten zylindrischen Passflächen (7, 8) von der Drehachse (a).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste axiale Abschnitt (5) zwischen dem zweiten axialen Abschnitt (6) und dem
dritten axialen Abschnitt (9) angeordnet ist, wobei vorzugsweise Schmiermittel im
Bereich zwischen dem zweiten axialen Abschnitt (6) und dem dritten axialen Abschnitt
(9) eingebracht ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Verbindung (4) in einem radialen Abstand (r1) von der Drehachse (a) angeordnet ist, der größer ist als der radiale Abstand (r3) der zweiten zylindrischen Passflächen (10, 11) von der Drehachse (a).
5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Verbindung (4) und/oder mindestens eine der ersten zylindrischen
Passflächen (7, 8) und/oder mindestens eine der zweiten zylindrischen Passflächen
(10, 11) mit einer verschleißfesten Beschichtung versehen sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Zentralgewinde (14) der Antriebswelle (2) ein Zuganker (15) eingeschraubt
ist, der zwecks axialer Festlegung des Werkzeugs (3) an der Antriebswelle (2) mit
einem flanschartig vergrößerten Abschnitt (16) auf eine stirnseitig angeordnete Anlagefläche
(17) des Werkzeugs (3), insbesondere auf eine Stirnseite der Hülse (12), drückt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im flanschartig vergrößerten Abschnitt (16) eine Anzahl Schrauben (18), insbesondere
Madenschrauben, angeordnet sind, die in sich im flanschartig vergrößerten Abschnitt
(16) befindlichen Gewindebohrungen eingeschraubt sind, wobei die Schrauben (18) mit
ihrem einen axialen Ende auf die stirnseitig angeordnete Anlagefläche (17) des Werkzeugs
(3), insbesondere auf eine Stirnseite der Hülse (12), drücken.
1. Device (1) for reshaping a workpiece, comprising a drive shaft (2) rotatable about
an axis (a) of rotation and a tool (3), particularly a roll, fastened to the shaft,
wherein a mechanically positive connection (4), particularly a splined connection,
is present between the drive shaft (2) and tool (3), by which a torque is transmissible
from the drive shaft (2) to the tool (3),
wherein the mechanically positive connection (4) extends by way of a first axial section
(5) wherein present outside the first axial section (5) is a second axial section
(8) in which the drive shaft (2) and the tool (3) have co-operating first cylindrical
matched surfaces (7, 8) constructed for transmission of radial forces, and
wherein present outside the first axial section (5) and outside the second axial section
(6) is a third axial section (9) in which the drive shaft (2) and the tool (3) have
co-operating second cylindrical matched surfaces (10, 11) constructed for transmission
of radial forces;
characterised in that
the second cylindrical matched surface (11) of the tool is formed by a sleeve (12)
arranged in the tool (3); and
the sleeve (12) is seated in a bore (13) of the tool (3) by a press fit, wherein the
press fit is produced by, in particular, a shrink process.
2. Device according to claim 1, characterised in that the mechanically positive connection (4) is arranged at a radial spacing (r1) from the axis (a) of rotation, which spacing is smaller than the radial spacing
(r2) of the first cylindrical matched surfaces (7, 8) from the axis (a) of rotation.
3. Device according to claim 1, characterised in that the first axial section (5) is arranged between the second axial section (6) and
the third axial section (9), wherein preferably lubricant is introduced into the region
between the second axial section (6) and the third axial section (9).
4. Device according to one of claims 1 and 2, characterised in that the mechanically positive connection (4) is arranged at a radial spacing (r1) from the axis (a) of rotation which is greater than the radial spacing (r3) of the second cylindrical matched surfaces (10, 11) from the axis (a) of rotation.
5. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the mechanically positive connection (4) and/or at least one of the first cylindrical
matched surfaces (7, 8) and/or at least one of the second cylindrical matched surfaces
(10, 11) is or are provided with a wear-resistant coating.
6. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that a tie road (15) is screwed into a central thread (14) of the drive shaft (2) and
for the purpose of axial fixing of the tool (3) to the drive shaft (2) presses by
a section (16), which is enlarged in flange-like manner, against a contact surface
(17), which is arranged at an end, of the tool (3), particularly on an end face of
the sleeve (12).
7. Device according to claim 6, characterised in that a number of screws (18), particularly grub screws, is arranged in the section (16)
enlarged in flange-like manner, which screws are screwed into threaded bores present
in the section (16) enlarged in flange-like manner, wherein the screws (18) press
by an axial end thereof on the contact surface (17), which is arranged at the end,
of the tool (3), particularly on an end face of the sleeve (12).
1. Dispositif (1) pour le façonnement d'une pièce à usiner, comprenant un arbre d'entraînement
(2) rotatif autour d'un axe de rotation (a) et une pièce à usiner (3) fixée à l'arbre
en question, en particulier un cylindre de laminage, dans lequel on prévoit une liaison
(4) par complémentarité de forme, en particulier une liaison du type à arbre denté,
entre l'arbre d'entraînement (2) et la pièce à usiner (3), avec laquelle on peut transférer
un couple de rotation de l'arbre d'entraînement (2) à la pièce à usiner (3), la liaison
(4) par complémentarité de forme s'étendant sur un premier tronçon axial (5), un deuxième
tronçon axial (6) étant présent à l'extérieur dudit premier tronçon axial (5), dans
lequel l'arbre d'entraînement (2) et la pièce à usiner (3) présentent des premières
surfaces d'ajustement cylindriques (7, 8) entrant en interaction, qui sont réalisées
pour le transfert de forces radiales, et un troisième tronçon axial (9) étant prévu
à l'extérieur du premier tronçon axial (5) et à l'extérieur du deuxième tronçon axial
(6), dans lequel l'arbre d'entraînement (2) et la pièce à usiner (3) présentent des
deuxième surfaces d'ajustement cylindriques (10, 11) entrant en interaction, qui sont
réalisées pour le transfert de forces radiales, caractérisé en ce que la deuxième surface d'ajustement cylindrique (11) de la pièce à usiner est formée
par une douille (12) qui est disposée dans la pièce à usiner (3) et en ce que la douille (12) vient s'insérer par ajustage serré dans un alésage (13) de la pièce
à usiner, l'ajustage serré étant réalisé en particulier via un processus de retrait.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison (4) par complémentarité de forme est disposée à une distance radiale (r1) de l'axe de rotation (a) qui est inférieure à la distance radiale (r2) des premières surfaces d'ajustement cylindriques (7,8) par rapport à l'axe de rotation
(a).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier tronçon axial (5) est disposé entre le deuxième tronçon axial (6) et le
troisième tronçon axial (9), un lubrifiant étant de • préférence introduit dans la
zone s'étendant entre le deuxième tronçon axial (6) et le troisième tronçon axial
(9).
4. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la liaison (4) par complémentarité de forme est disposée à une distance radiale (r1) de l'axe de rotation (a) qui est supérieure à la distance radiale (r3) des deuxièmes surfaces d'ajustement cylindriques (10, 11) par rapport à l'axe de
rotation (a).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la liaison (4) par complémentarité de forme et/ou au moins une des premières surfaces
d'ajustement cylindriques (7, 8) et/ou au moins une des deuxièmes surfaces d'ajustement
cylindriques (10, 11) sont munies d'un revêtement résistant à l'usure.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un tirant (15) est inséré par vissage dans un alésage central (14) de l'arbre d'entraînement
(2), qui exerce une pression, à des fins de fixation axiale de la pièce à usiner (3)
contre l'arbre d'entraînement (2), avec un tronçon agrandi (16) en forme de bride
sur une surface d'appui (17) de la pièce à usiner (3), disposée du côté avant, en
particulier sur un côté avant de la douille (12).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'une série de vis (18), en particulier des vis sans tête, sont disposées dans le tronçon
agrandi (16) en forme de bride, qui sont insérées par vissage dans des alésages taraudés
disposés dans le tronçon agrandi (16) en forme de bride, les vis (18) exerçant une
pression avec leurs extrémités axiales respectives sur la surface d'appui (17) de
la pièce à usiner (3) disposée du côté avant, en particulier sur un côté avant de
la douille (12).

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente