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EP 2 810 786 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.08.2016 Patentblatt 2016/32 |
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Anmeldetag: 04.06.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Sichthülle
transparent folder
Pochette transparente
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.12.2014 Patentblatt 2014/50 |
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Patentinhaber: Egon Heimann GmbH
Classei-Büroorganisation |
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83250 Marquartstein (DE) |
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Erfinder: |
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- Heimann, Egon
83250 Marquartstein (DE)
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| (74) |
Vertreter: Weissfloh, Ingo |
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Ilberg - Weissfloh
Patentanwälte
Prellerstrasse 26 01309 Dresden 01309 Dresden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A2-2004/065226
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DE-A1-102006 056 534
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sichthülle, auch als Klarsichthülle bezeichnet,
für die Aufnahme von einem oder mehreren Papierblättern.
[0002] Bekannt sind Sichthüllen mit Vorderwand und Rückwand, verbunden durch einen Falz,
die an einer oder zwei Schmalseiten, den Seitenkanten, vollständig oder zum Teil durch
eine Schweißnaht geschlossen sind. Damit können die Papierblätter gegen ein Herausrutschen
über die Schmalseiten gesichert werden.
[0003] So beschreibt die
DE 1 749 541 U eine weit verbreitete Form einer Sichthülle mit einem Heftrand, der jedoch das eingelegte
Blatt nicht mit erfasst. Somit kann das Blatt nur dann sicher in der Sichthülle gehalten
und gegen Herausrutschen gesichert werden, wenn diese - abgesehen von einer Einlegeöffnung
- ringsum geschlossen ist. Dadurch wird jedoch das Einlegen des Blattes erschwert
und wenn mehrere Blätter eingelegt sind, sind nur das obere und das untere Blatt des
eingelegten Stapels sichtbar. Zudem ist auch keine vollkommene Sicherheit gegen ein
Herausrutschen von Blättern über die Öffnung an der Schmalseite gewährleistet, wenngleich
die Blätter hier deutlich besser gesichert sind als bei ebenfalls bekannten Sichthüllen,
die an einer Lang- und an einer Schmalseite offen sind.
[0004] Auf der Suche nach einer Lösung für diese Probleme wurde mit der
DE 1 880 730 U eine Sichthülle angeboten, nach der der Heftrand geteilt ist und die Sichthülle in
diesem Bereich eine Öffnung aufweist. So kann die Sichthülle an der zum Heftrand hin
weisenden Seite auf der vollen Länge dieser Seitenkante geöffnet und die Vorderwand
vom linken Heftrand aus nach rechts teilweise umgeklappt werden. Danach können Blätter
entnommen und jedes einzelne Blatt eines Stapels betrachtet werden.
[0005] Hierzu muss die Sichthülle nicht einmal vollständig aus dem Hefter oder Ordner entnommen
werden. Es reicht aus, nur den mittleren Bereich des Heftrands von dem Heftelement
zu lösen, um die Vorderwand der Sichthülle ausreichend weit aufklappen zu können.
Das Aufklappen wird begrenzt durch jeweils eine Schweißnaht an der oberen und der
unteren Schmalseite der Sichthülle, die aber nur über einen Teil der Gesamtlänge der
Schmalseiten verläuft. So werden die Blätter auch noch gegen ein Herausrutschen nach
oben oder unten gesichert, ohne jedoch die Entnahme oder das Einlegen der Blätter
übermäßig zu erschweren. Allerdings kann, ohne die Blätter zu entnehmen, immer nur
das obere und das untere Blatt eines in die Sichthülle eingelegten Stapels betrachtet
werden. Eine Entnahme ist nur nach dem Öffnen des Heftelements möglich.
[0006] Das Dokument
DE 10 2006 056 534 offenbart eine Sichthülle nach dem Oberteil des Anspruchs 1.
[0007] Nach dem Stand der Technik sind somit nur Sichthüllen mit angemessener Sicherheit
gegen ein unbeabsichtigtes Herausrutschen von Blättern bekannt, die eine Entnahme
der sie beherbergenden Blätter über eine Öffnung an der Schmalseite oder erst nach
einem Öffnen der Heftung zulassen. Besonders nachteilig ist, dass insbesondere bei
mehrblättrigem Inhalt zwischenliegende Schriftstücke nicht erkannt werden können oder
sobald sie vollständig herausgenommen werden, als lose Blätter verloren gehen können
oder in Unordnung geraten. Zwar ist immer eine zusätzliche Sicherung der Blätter durch
Klammern möglich, um die vorgesehene Ordnung beizubehalten. Die Klammerung geht aber
mit einer Beschädigung der Blätter einher, wobei diese zumindest Abdrücke der Klammern
erhalten.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Sichthülle anzubieten, die Papierblätter
sicher und ohne Beschädigung bewahrt, Zugang zum Inhalt in der Weise bietet, dass
auch mehrere übereinanderliegende Blätter problemlos gelesen und bearbeitet werden
können, ohne sie herausnehmen zu müssen, dabei zugleich den Blättern genügend Halt
bietet, um darin blättern und Schriftstücke bearbeiten zu können, ohne das Blätter
aus der Hülle herausfallen.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch eine Sichthülle zum Einlegen von Papierblättern
mit einer Vorderwand oder Vorderseite und einer Rückwand oder Rückseite, die durch
einen Rücken miteinander verbunden sind, der sich zwischen einer ersten und einer
zweiten, der ersten etwa gegenüber angeordneten Seitenkante, in der Regel der Schmalseite,
erstreckt, wobei wenigstens eine der beiden Seitenkanten nur teilweise geschlossen
ist, und wobei der geschlossene Bereich bis an den Rücken heranreicht, sich auf weniger
als der Hälfte der Länge der Seitenkante an dieser erstreckt und einen Klemmbereich
zum Einklemmen der Papierblätter bildet.
[0010] Damit wird die Sichthülle aufklappbar in einer Weise, wie es der Nutzer von mehrseitigen
Dokumenten gewohnt ist, nämlich von der dem Heftrand gegenüber liegenden Seite zum
Heftrand hin, in der Regel von rechts nach links. Die teilweise geschlossenen Seitenkanten
sorgen für Sicherheit gegen ein Herausrutschen der Blätter über die Schmalseiten hinweg,
also in der Regel nach oben und unten. Der geschlossene Bereich reicht nahe an den
Rücken heran oder bildet mit dem Rücken gemeinsam einen geschlossenen Winkel. Ein
vollständig geschlossener Rücken ist nach der Erfindung nicht erforderlich, da dessen
vorrangige Funktion darin besteht, einen Anschlag für die eingeschobenen Blätter zu
bieten.
[0011] Die teilweise geschlossenen Seitenkanten erzeugen weiterhin einen Klemmbereich, indem
die Vorderwand und die Rückwand so dicht einander liegen, dass sich ein enger Spalt
bildet. In diesen Spalt werden die Papierblätter eingeschoben und dort gehalten.
[0012] Vorteilhaft ist es, wenn der Rücken als Knickfalz, also einen Falz an einer zuvor
umgeschlagenen oder umgeknickten Stelle im Material, an der einstückigen Sichthülle
ausgebildet ist. Dann kann die Sichthülle aus einem einzigen Materialzuschnitt gefertigt
und eine Verbindungsnaht, z.B. eine Schweißnaht, zur Bildung des Rückens eingespart
werden.
[0013] Es ist auch günstig, wenn wenigstens die Vorderseite aus einem durchsichtigen Material
besteht. Dann kann das Deckblatt eines in die Sichthülle eingeordneten Papierstapels
vollständig betrachtet werden und der Einbau eines Sichtfensters in die Vorderwand
ist nicht erforderlich.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die erste und auch die zweite Seitenkante teilweise
geschlossen sind, besonders bevorzugt auf gleicher Länge. Ist nicht nur eine der Seitenkanten,
sondern sind beide teilweise geschlossen, ist ein Schutz gegen das Herausrutschen
der Papierblätter nach beiden Seiten, nach oben und unten, gewährleistet. Zudem bildet
sich der Klemmbereich auf einer Seite, in der Regel der gesamten Langseite der Sichthülle
aus, so dass auch ein sicheres Klemmen der Blätter im Klemmbereich ermöglicht wird.
[0015] Es hat sich auch als günstig erwiesen, wenn der geschlossene Bereich eine Breite
von unter 30 Millimetern aufweist. Ist der geschlossene Bereich und damit der Klemmbereich
in seiner Breite auf ein Minimum, das erforderlich ist zum sicheren Halten der Blätter,
begrenzt, wird das Blättern erleichtert. Dann werden die Papierblätter im Klemmbereich
wie in einer Bindung gehalten und der eingelegte Papierstapel lässt sich einfach aufblättern
und der gesamte bedruckte Bereich betrachten.
[0016] Besonders bevorzugt weist der geschlossene Bereich die Breite eines Heftrandes auf.
Damit wird gesichert, dass auf jeden Fall der bedruckte Bereich frei zum Blättern
und zur Betrachtung oder Bearbeitung durch den Nutzer verbleibt. Zudem kann innerhalb
des Klemmbereiches eine gewöhnliche Lochung eingebracht werden, durch die die Sichthülle
abheftbar wird.
[0017] Vorteilhafterweise ist wenigstens einer der geschlossenen Bereiche und/oder der Rücken
als Schweißnaht ausgeführt. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn das Material von
Rückwand und Vorderwand Kunststoff ist, der sich leicht verschweißen lässt. Eine Schweißnaht
lässt sich auch schnell und einfach herstellen.
[0018] Alternativ dazu ist wenigstens einer der geschlossenen Bereiche und/oder der Rücken
als Klebenaht ausgeführt. Wird der geschlossene Bereich oder auch der Rücken als Klebung
ausgeführt, ist diese Verbindung unabhängig vom eingesetzten Material. Eine Klebung
kann an einer Hülle aus Kunststoff ebenso gut wie an einer Hülle aus Karton oder anderen
Materialien, gegebenenfalls mit einer zusätzlichen Beschichtung, angebracht werden.
Hieraus resultiert also eine besonders große Flexibilität bei der Auswahl der Materialien
und auch eine Vereinfachung der Herstellung, insbesondere der Montage der Sichthülle.
[0019] Eine weitere alternative Ausgestaltung der Erfindung weist wenigstens an einem der
geschlossenen Bereiche und/oder am Rücken eine Verklebung mit Klebeband auf. Werden
die Verbindungen mit Klebeband geschaffen, wird kein Auftrag von Klebstoff auf das
Material von Vorderwand und Rückwand selbst nötig. Ein bereits vorgefertigtes, selbstklebendes
Klebeband kann hier zum Einsatz kommen, um Vorderwand und Rückwand am Rücken und/oder
an den geschlossenen Bereichen zusammenzufügen. Die vorgenannten unterschiedlichen
Verbindungsmittel können auch zum gemeinsamen Einsatz vorgesehen sein, so dass beispielsweise
der Rücken geschweißt und die geschlossenen Bereiche mit einem Klebeband verklebt
sind.
[0020] Besondere Vorteile ergeben sich daraus, dass am Rücken wenigstens ein zusätzliches
Halteelement für die Blätter vorgesehen ist. Das Halteelement verstärkt die Klemmfunktion
des Klemmbereiches und sorgt für einen noch sicheren Halt der Blätter im Klemmbereich.
[0021] Die Handhabung ist besonders einfach, wenn das Haltelement als Klammer von außen
auf den Rücken der Sichthülle aufschiebbar ist. Eine aufgeschobene Klammer presst
Vorderwand und Rückwand im Klemmbereich fest aufeinander, so dass die Klemmkraft hier
erhöht wird. Weiterhin lässt sich eine Klammer über Vorderwand und Rückwand leicht
aufschieben und wieder herunterziehen, insbesondere wenn diese aus Kunststoff bestehen
oder beschichtet sind und damit eine sehr glatte Oberfläche aufweisen. Eine solche
bekannte Klammer kann beispielsweise aus Metall oder aus Kunststoff bestehen.
[0022] Alternativ dazu ist das Haltelement als Klammer innerhalb der Sichthülle auf den
Blättern anbringbar. In diesem Fall wird der Papierstapels zunächst geklammert und
zusammen mit der Klammer in den Klemmbereich der Sichthülle eingeschoben. Damit wird
das Ablösen einzelner Blätter vermieden. Zudem kann die Klammer, da sie innerhalb
des Klemmbereichs geschützt liegt, nicht versehentlich von der Sichthülle herunterrutschen.
Die Klammer weist dabei eine solche Form auf, die Beschädigungen der Papierblätter
vermeidet.
[0023] Das Halteelement kann ersetzt oder noch zusätzlich durch auf beiden Innenseiten des
geschlossenen Bereiches und auf der Innenseite des Rückens im Klemmbereich der Sichthülle
mit einer aufgetragenen Beschichtung mit Antirutsch-Eigenschaften ergänzt werden.
Durch diese Beschichtung wird der Papierstapel mit den Außenblättern, oberstes und
unterstes Blatt, im Klemmbereich der Sichthülle festgehalten. Dies wird auch auf die
Innenblätter übertragen, wenn die Blätter eine raue Oberflächen besitzen. Auf der
Innenseite des Rückens kann die Beschichtung mit Antirutsch-Eigenschaften durch einen
Streifen oder Streifenabschnitten aus lösbarem Selbstkleber ersetzt sein. Hierdurch
Stoßen die Blätter beim Einlegen in die Sichthülle mit ihren Blattkanten auf den Streifen
Selbstkleber auf und werden dort leicht fixiert. Der Blattstapel oder einzelne Blätter
lassen sich trotzdem leicht entnehmen.
[0024] Als sehr vorteilhaft hat es sich darüber hinaus erwiesen, wenn sich ein Falz zum
leichteren Aufschlagen der Vorderwand zwischen dem dem Rücken abgewandten Ende des
geschlossenen Bereiches der ersten Seitenkante und dem dem Rücken abgewandten Ende
des geschlossenen Bereiches der zweiten Seitenkante erstreckt. Ein solcher Falz ist
aus der Buchbinderei bekannt und bezeichnet einen meist rillenförmigen Übergang zwischen
Buchdeckel und Buchrücken. Anstelle einer Rille ist es vorgesehen, den Falz auch als
Nutlinie oder Falzlinie auszuführen. Er ermöglicht ein einfaches Aufschlagen der Sichthülle
zum Blättern in den inliegenden Seiten. Dabei wird ein Aufspreizen des Klemmbereiches
und damit ein Lockern oder unerwünschtes Herausrutschen der hierin gehaltenen Blätter
beim Betrachten des Inhalts vermieden.
[0025] Die Sichthülle ist auch besonders geeignet zur Unterteilung in Orga- bzw. Ordnungsmappen
(Einstellmappen). Wenn die Blätterreihenfolge gewahrt werden muss, kann auch oben
links geheftet werden, wobei alternativ nur der Papierstapel oder der Papierstapel
zusammen mit der Hülle geheftet werden kann. Der besondere Vorteil der buchförmigen
Blätterungsmöglichkeit bleibt auch in diesem Fall erhalten.
[0026] Weitere Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung sind in der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
anhand der Figur dargestellt.
[0027] Die einzige Figur zeigt eine Sichthülle 1 mit einer Rückseite, durch die Rückwand
3 gebildet, und mit einer Vorderseite, durch die Vorderwand 2 gebildet. Die Vorderwand
2 ist dabei leicht aufgeblättert gezeigt. Papierblätter sind bei der dargestellten
Sichthülle 1 nicht eingelegt.
[0028] In der dargestellten, besonders bevorzugten Ausführungsform ist die gesamte Sichthülle
1 aus einem einzigen Materialzuschnitt gebildet, der am Rücken 4 gefalzt ist. Dadurch
sind sowohl die Rückwand 3, als auch die Vorderwand 2 durchsichtig. Bei alternativen
Ausgestaltungen sind auch unterschiedliche Materialien vorgesehen, beispielsweise
eine Rückwand 3 aus Karton und eine Vorderwand 2 aus durchsichtiger Kunststofffolie.
Die Sichthülle hat eine erste Seitenkante 5, dargestellt im unteren Rand, und eine
zweite Seitenkante 6, dargestellt am oberen Rand.
[0029] Die Seitenkanten 5, 6 sind im geschlossenen Bereich 7, 8 in der bevorzugten Ausgestaltung
durch ein Klebeband verbunden. Die Verbindung durch Verschweißen oder Verkleben oder
in anderer Weise nach dem Stand der Technik ist ebenfalls vorgesehen. Der geschlossene
Bereich 7, 8 schließt sich direkt an den Rücken 4 an und erstreckt sich über die gesamte
Breite B des Klemmbereichs 9.
[0030] Der Klemmbereich 9 hat die Breite B eines Heftrandes. Auf diesen wird nach dem Einlegen
der Papierblätter die Klammer 10 aufgeschoben, die den Klemmbereich 9 stärker zusammendrückt,
damit den Halt der Papierblätter im Klemmbereich 9 verbessert und diese gegen Herausrutschen,
insbesondere beim Blättern, sichert. Da die Sichthülle 1 aus Kunststofffolie gefertigt
ist und eine glatte Oberfläche aufweist, lässt sich die Klammer 10 leicht auf den
Klemmbereich 9 aufschieben. Durch die Vorderwand 2 und die Rückwand 3 werden die Papierblätter
zugleich vor einer Beschädigung durch die Klammer 10 geschützt, da die Klammerkräfte
besser verteilt und Abdrücke der Klammer 10 auf dem Papier vermieden werden.
[0031] Auf beiden Innenseiten des geschlossenen Bereiches 7, 8 und auf der Innenseite des
Rückens 4 im Klemmbereich 9 ist vorteilhaft eine Beschichtung mit Antirutsch-Eigenschaften
aufgetragen. Durch diese Beschichtung wird der Papierstapel mit den Außenblättern,
oberstes und unterstes Blatt im Klemmbereich 9 weitgehend festgehalten. Dies wird
auch auf die Innenblätter übertragen, wenn die Blätter eine raue Oberflächen besitzen.
Auf der Innenseite des Rückens 4 kann die Beschichtung mit Antirutsch-Eigenschaften
durch einen Streifen oder Streifenabschnitten aus lösbarem Selbstkleber ersetzt sein.
Hierdurch Stoßen die Blätter beim Einlegen in die Sichthülle 1 mit ihren Blattkanten
auf den Streifen Selbstkleber auf und werden dort leicht fixiert. Der Blattstapel
oder einzelne Blätter lassen sich trotzdem leicht entnehmen.
[0032] Die Sichthülle 1 weist weiterhin einen Falz 11 auf, der sich zwischen dem Ende des
ersten geschlossenen Bereiches 12 und dem Ende des zweiten geschlossenen Bereiches
13 über die gesamte Länge der Sichthülle 1 am dem Rücken 4 gegenüberliegenden Ende
12, 13 des Klemmbereiches 9 erstreckt. Dieser Falz 11 kann als Nutlinie oder Falzlinie
ausgeführt sein und erleichtert ein Aufschlagen der Sichthülle 1, wenn die Vorderwand
2 geöffnet werden muss, um Zugang zu den Papierblättern zu erhalten oder in diesen
zu blättern.
[0033] Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn die Rückwand 3 an der dem Rücken 4 abgewandten
Seite eine in der Figur nicht dargestellte Aussparung erhält, durch die beim Eingriff
mit den Fingern das Blättern im Papierstapels und das Öffnen der Sichthülle 1 erleichtert
werden.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Sichthülle
- 2
- Vorderwand
- 3
- Rückwand
- 4
- Rücken
- 5
- erste Seitenkante
- 6
- zweite Seitenkante
- 7
- erster geschlossener Bereich
- 8
- zweiter geschlossener Bereich
- 9
- Klemmbereich
- 10
- Klammer
- 11
- Falz
- 12
- Ende des ersten geschlossenen Bereiches
- 13
- Ende des zweiten geschlossenen Bereiches
- B
- Breite
1. Sichthülle (1) zum Einlegen von Papierblättern mit einer Vorderwand (2) und einer
Rückwand (3), die durch einen Rücken (4) miteinander verbunden sind, der sich zwischen
einer ersten Seitenkante (5) und einer zweiten Seitenkante (6), die der ersten etwa
gegenüber angeordnet ist, erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eine der beiden Seitenkanten (5, 6) nur teilweise geschlossen ist, wobei
der geschlossene Bereich (7, 8) bis an den Rücken (4) heranreicht, sich auf weniger
als der Hälfte der Länge der Seitenkante (5, 6) an dieser Seitenkante (5, 6) erstreckt
und einen Klemmbereich (9) zum Einklemmen der Papierblätter bildet.
2. Sichthülle (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rücken (4) als Knickfalz an der einstückigen Sichthülle (1) ausgebildet ist.
3. Sichthülle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens die Vorderwand (2) aus einem durchsichtigen Material besteht.
4. Sichthülle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Seitenkante (5) und die zweite Seitenkante (6) teilweise geschlossen sind.
5. Sichthülle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der geschlossene Bereich (7, 8) eine Breite (B) von unter 30 Millimetern aufweist.
6. Sichthülle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der geschlossene Bereich (7, 8) die Breite (B) eines Heftrandes aufweist.
7. Sichthülle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf beiden Innenseiten des geschlossenen Bereiches (7, 8) im Klemmbereich (9) und
auf der Innenseite des Rückens (4) eine Beschichtung mit Antirutsch-Eigenschaften
aufgetragen ist.
8. Sichthülle (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Innenseite des Rückens (4) die Beschichtung mit Antirutsch-Eigenschaften durch
einen Streifen oder Streifenabschnitten aus lösbarem Selbstkleber ersetzt ist.
9. Sichthülle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens einer der geschlossenen Bereiche (7, 8) und/oder der Rücken (4) als Schweißnaht
ausgeführt ist.
10. Sichthülle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens einer der geschlossenen Bereiche (7, 8) und/oder der Rücken (4) als Klebenaht
ausgeführt ist.
11. Sichthülle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens einer der geschlossenen Bereiche (7, 8) und/oder der Rücken (4) eine Verklebung
mit Klebeband aufweist.
12. Sichthülle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Rücken (4) wenigstens ein zusätzliches Halteelement (10), z. B. eine Klammer (10)
von außen auf den Rücken (4) der Sichthülle (1) aufschiebbar ist oder innerhalb der
Sichthülle (1) auf die Blätter anbringbar ist.
13. Sichthülle (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich ein Falz (11) zum leichteren Aufschlagen der Vorderwand (2) zwischen dem dem
Rücken (4) abgewandten Ende (12) des ersten geschlossenen Bereiches (7) an der ersten
Seitenkante (5) und dem dem Rücken (4) abgewandten Ende (13) des zweiten geschlossenen
Bereiches (8) an der zweiten Seitenkante (6) erstreckt.
1. Poly pocket (1) for inserting sheets of paper with a front cover (2) and a back cover
(3), connected by a spine (4) stretching between a first edge (5) and a second edge
(6), approximately positioned opposite to the first one,
characterised in that at least one of the two edges (5, 6)is only partially closed, where the closed area
(7, 8) reaches to the spine (4), stretching over less than half the length of the
edge (5, 6) on this edge (5, 6) and a clamping area (9) for clamping the sheets of
paper.
2. Poly pocket (1) according to claim 1,
characterised in that
the spine (4) is formed as bending fold at the single-piece poly pocket (1).
3. Poly pocket (1) according to one of the previous claims,
characterised in that
at least the front cover (2) consists of a transparent material.
4. Poly pocket (1) according to one of the previous claims,
characterised in that
the first edge (5) and the second edge (6) are partially closed.
5. Poly pocket (1) according to one of the previous claims,
characterised in that
the closed area (7, 8) has a width (B) of less than 30 millimetres.
6. Poly pocket (1) according to one of the previous claims,
characterised in that
the closed area (7, 8) has the width (B) of a margin.
7. Poly pocket (1) according to one of the previous claims,
characterised in that
on both insides of the closed area (7, 8) in the clamping area (9) and on the inside
of the spine (4) a coating with anti-slip
properties has been applied.
8. Poly pocket (1) according to claim 7,
characterised in that
on the inside of the spine (4) the coating with anti-slip properties is replaced by
a strip or strip sections from removable self-adhesive.
9. Poly pocket (1) according to one of the previous claims,
characterised in that
at least one of the closed areas (7, 8)
and/or the spine (4) is designed as a weld seam.
10. Poly pocket (1) according to one of the previous claims,
characterised in that
at least one of the closed areas (7, 8)
and/or the spine (4) is designed as adhesive seam.
11. Poly pocket (1) according to one of the previous claims,
characterised in that
at least one of the closed areas (7, 8)
and/or the spine (4) has a bond with adhesive tape.
12. Poly pocket (1) according to one of the previous claims,
characterised in that
on the spine (4) at least one additional holding element (10), e.g. a clip (10) can
be pushed from the outside onto the spine
(4) of the poly pocket (1) or can be applied inside the poly pocket (1) onto the sheets.
13. Poly pocket (1) according to one of the previous claims,
characterised in that
a fold (11) for easier opening of the
front cover (2) stretches between the spine (4) of the farend (12) of the first closed
area (7) on the first edge (5) and the spine (4) of the far end (13) of the second
closed area (8) at the second edge (6).
1. Chemise transparente (1) permettant d'insérer des feuilles de papier avec une couverture
avant (2) et une couverture arrière (3) qui sont reliées entre elles par un dos (4)
qui s'étend entre un premier bord latéral (5) et un second bord latéral (6) situé
en face du premier bord,
caractérisée en ce qu'au moins l'un des bords latéraux (5, 6) est fermé uniquement en partie, sachant que
la partie fermée (7, 8) va jusqu'au dos (4), s'étend sur moins de la moitié de la
longueur du bord latéral (5, 6) sur ce bord latéral (5, 6) et forme une zone de serrage
(9) visant à fixer les feuilles de papier.
2. Chemise transparente (1) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le dos (4) a la forme d'un onglet plié sur la chemise transparente en une seule pièce
(1).
3. Chemise transparente (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
qu'au moins la couverture avant (2) est composée d'une matière transparente.
4. Chemise transparente (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
le premier bord latéral (5) et le second bord latéral (6) sont partiellement fermés.
5. Chemise transparente (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
la partie fermée (7, 8) présente une largeur (B) de moins de 30 millimètres.
6. Chemise transparente (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
la partie fermée (7, 8) présente la largeur (B) d'une marge de page.
7. Chemise transparente (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
qu'un revêtement doté de propriétés antidérapantes soit appliqué des deux côtés intérieurs
de la partie fermée (7, 8) dans la zone de serrage (9) et à l'intérieur du dos (4).
8. Chemise transparente (1) selon la revendication 7, caractérisée en ce que
le revêtement doté de propriétés antidérapantes à l'intérieur du dos (4) est remplacé
par une bande ou des sections de bande d'autoadhésif amovible.
9. Chemise transparente (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
qu'au moins l'une des parties fermées (7, 8) et/ou le dos (4) soient réalisés sous forme
de cordon de soudure.
10. Chemise transparente (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
qu'au moins l'une des parties fermées (7, 8) et/ou le dos (4) soient réalisés sous forme
de couture contrecollée.
11. Chemise transparente (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
qu'au moins l'une des parties fermées (7, 8) et/ou le dos (4) soient collés avec du ruban
adhésif.
12. Chemise transparente (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
sur le dos (4), au moins un élément de fixation supplémentaire (10), par ex. une pince
(10) peut être glissée de l'extérieur sur le dos (4) de la chemise transparente (1)
ou peut être fixée sur les feuilles à l'intérieur de la chemise transparente (1).
13. Chemise transparente (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
qu'un onglet (11), en vue de faciliter l'ouverture de la couverture avant (2), s'étend
entre l'extrémité (12) opposée au dos (4) de la première partie fermée (7) sur le
premier bord latéral(5) et l'extrémité (13) opposée au dos (4) de la seconde partie
fermée (8) sur le second bord latéral (6)..

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