| (19) |
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(11) |
EP 2 861 516 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.08.2016 Patentblatt 2016/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.06.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/062097 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/189792 (27.12.2013 Gazette 2013/52) |
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| (54) |
BANDUMLENKVORRICHTUNG
DEVICE FOR TURNING A MOVING WEB
DISPOSITIF DE DÉTOURNEMENT DE BANDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
19.06.2012 EP 12172560
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.04.2015 Patentblatt 2015/17 |
| (73) |
Patentinhaber: Primetals Technologies Austria GmbH |
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4031 Linz (AT) |
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Erfinder: |
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- EHRENTRAUT, Gottfried
A-4030 Linz (AT)
- KARNER, Günter
3374 Ybbs an der Donau (AT)
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| (74) |
Vertreter: Metals@Linz |
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Primetals Technologies Austria GmbH
Intellectual Property Upstream IP UP
Turmstraße 44 4031 Linz 4031 Linz (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 090 621 JP-A- 58 135 049 KR-B1- 100 869 266
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JP-A- 55 080 641 JP-A- 60 148 623
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bandumlenkvorrichtung zum winkeligen Umlenken
von Bändern, insbesondere Metallbändern, mit einem Umlenkzylinder, um den das Band
unter Aufrechterhaltung des Bandzugs umlenkbar ist, wobei das Band mittels Wälzkörper,
die am Umlenkzylinder längs einer schraubenförmigen Umschlingungsfläche angeordnet
sind und niveaugleiche Auflagerflächen bilden, gestützt ist.
Stand der Technik
[0002] In der industriellen Behandlung von Bändern sind die einzelnen Bearbeitungsstationen
häufig in verschiedenen Hallen untergebracht, welche winkelig oder seitenverkehrt
zueinander angeordnet sind. Die Richtung des Bandlaufs in einer Behandlungsstraße
muss dann aus fertigungstechnischen Gründen geändert werden, oft auch die Oberseite
und die Unterseite eines Bandes gewendet werden.
[0003] Zum Umlenken von Bändern sind verschiedene Vorrichtungen bekannt. Aus
DE 29 482 90 A1 ist beispielsweise bekannt, ein Band über einen Umlenkzylinder zu führen, der mit
Rollen versehen ist. Eine spiralförmige Umlenkung ist aus
JP 55 080641 A bekannt.
[0004] Eine winkelige Umlenkung und/oder Umorientierung der Bandoberflächen, bei der Innen-
oder Außenseite eines Bandes wahlweise als "Gutseite" einem nachfolgenden Prozessschritt
zugeführt werden kann, ist auch oft bei Behandlungsstraßen von Metallbändern erforderlich.
[0005] In der Metallindustrie sind für das winkelige Umlenken verschieden Einrichtungen
bekannt, beispielsweise speziell ausgebildete Umlenkstationen. Für die Umorientierung
der Oberflächen eines Bandes ist bekannt, das Band wechselweise von oben oder von
unten im Einlaufteil der Anlage abzuwickeln. Eine andere Möglichkeit besteht darin,
wechselweise von oben oder von unten im Auslaufteil der Anlage aufzuwickeln. Eine
dritte Möglichkeit kann auch darin bestehen, einen Bund auf einer speziellen Anlage
umzuwickeln. Alle diese Maßnahmen sind mit einem erheblichen technischen Aufwand verbunden.
Darstellung der Erfindung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Bandumlenkvorrichtung und ein Verfahren
zum Band umlenken anzugeben, welches einen geringeren technischen Aufwand erfordert.
[0007] Diese Aufgabe wird bezüglich einer Bandumlenkvorrichtung durch die Merkmale des Anspruchs
1 und bezüglich eines Verfahrens durch die Merkmale des Anspruchs 14 gelöst.
[0008] Einem Grundgedanken der Erfindung nach werden auf der Umfangsseite eines Umlenkzylinders
Laufrollen mit unterschiedlicher Anstellung verwendet: auf einer Halbschale sind die
Laufrollen linksgängig, auf der anderen rechtsgängig angeordnet. Abhängig von der
Richtung des zulaufenden Bandes, dienen die Rollen der einen oder der anderen Halbschale
als Auflagerflächen für das Band. Die Umlenkvorrichtung ist also dadurch gekennzeichnet,
dass der Umlenkzylinder zwischen einer ersten Betriebsstellung und einer zweiten Betriebsstellung
verstellbar ist, wobei jeder Betriebsstellung jeweils eine Anordnung der Laufrollen
zugeordnet ist, und wobei die Laufrollen einer Anordnung mit einer der wendelförmigen
Umschlingung entsprechenden Anstellung ausgerichtet sind. Je nach fertigungstechnischer
Gegebenheit kann dadurch ein Band, das alternativ von zwei entgegengesetzt zueinander
gerichteten Einlaufrichtungen kommt, auf einfache Weise jeweils um einen Umlenkwinkel,
beispielsweise um 90°, umgelenkt werden.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0009] Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird im nachfolgenden Teil der Beschreibung
auf Zeichnungen Bezug genommen, aus denen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen, Einzelheiten
und Weiterbildungen der Erfindung anhand von nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen
zu entnehmen sind.
[0010] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Bandumlenkvorrichtung;
- Figur 2
- eine Aufsicht der Bandumlenkvorrichtung gemäß der Figur 1;
- Figur 3
- eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Bandumlenkvorrichtung;
- Figur 4
- eine Aufsicht der Bandumlenkvorrichtung gemäß der Figur 3;
- Figur 5
- bis Figur 8 eine Gegenüberstellung zwischen einer ersten Betriebsart, bei der eine
einfache winkelige Bandumlenkung erfolgt, und einer zweiten Betriebsart in welcher
eine winkelige Bandumlenkung und gleichzeitig eine doppelte Umorientierung des Bandes
erfolgt, bei der das Band mit der Oberseite in die erste Bandumlenkvorrichtung einläuft
und die zweite wieder mit der Oberseite verlässt;
- Figur 9
- eine rechtsgängige Umschlingung eines Umlenkzylinders;
- Figur 10
- eine linksgängige Umschlingung eines Umlenkzylinders;
- Figur 11
- eine Ausführungsform einer Bandumlenkvorrichtung, wobei die Zufuhr des Bandes über
eine Umlenkrolle erfolgt, die oberhalb eines Umlenkzylinders angeordnet ist;
- Figur 12
- eine Ausführungsform einer Bandumlenkvorrichtung, wobei die Zufuhr des Bandes über
eine Umlenkrolle erfolgt, die unterhalb eines Umlenkzylinders angeordnet ist;
- Figur 13
- eine Ausführungsform einer Bandumlenkvorrichtung, wobei das Band zunächst einen Umlenkzylinder
wendelförmig umschlingt und anschließend über eine oberhalb des Umlenkzylinders angeordnete
Umlenkrolle abgeführt wird;
- Figur 14
- eine Ausführungsform einer Bandumlenkvorrichtung, wobei das Band zunächst einen Umlenkzylinder
wendelförmig umschlingt und anschließend über eine unterhalt des Umlenkzylinders angeordnete
Umlenkrolle abgeführt wird;
- Figur 15
- eine herausgerissene Detailzeichnung in welcher parallel zueinander ausgerichtete
Laufrollen auf dem Umlenkzylinder dargestellt sind.
Ausführung der Erfindung
[0011] Figur 1 zeigt schematisch in einer Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer
Bandumlenkvorrichtung 1. Sie besteht im Wesentlichen aus einem Umlenkzylinder 3 an
dessen Umfangsfläche zeilenweise Wälzkörper angeordnet sind, die als angestellte Laufrollen
20 ausgebildet sind. In Figur 1 läuft das Band 2 zunächst von links nach rechts ein,
trifft an der Oberseite auf den Umlenkzylinder 3 und verlässt diesen an seiner Unterseite.
Der Zylinder 3 ist auf einem Gestell drehstarr, aber mittels einer Stellvorrichtung
16 um eine vertikale Achse 5 (siehe Figur 6 und Figur 8) zwischen zwei Betriebsstellungen
31, 32 (Figur 4) schwenkbar, wobei in jeder dieser Betriebsstellungen unterschiedliche
Anordnungen 10, 11 von Laufrollen 20 auf der Umfangsseite des Umlenkzylinders 3 zum
Einsatz kommen. Eine genauere Erläuterung der Laufrollen 20 mit rechtsgängiger Anordnung
10 und linksgängiger Anordnung 11 erfolgt bei den Figuren 9 und 10.
[0012] Die Figur 2 zeigt das Szenario in einer Aufsicht. Das Band 2 läuft wieder in Richtung
des Pfeils 14 von links ein und verlässt die Bandumlenkvorrichtung 1 in Richtung des
nach oben gerichteten Pfeils 15. Der Umlenkwinkel 7 beträgt 90°. Die Umschlingung
des Umlenkzylinders 3 in Figur 1 und Figur 2 erfolgt im Sinne der Rechten-Hand-Regel
im Uhrzeigersinn, das heißt in Form einer rechtsgängig zylindrischen Spirale. Die
Oberseite "O" des einlaufenden Trums 21 wird nach dem Verlassen der Bandumlenkvorrichtung
1 gewendet, so dass in der Draufsicht der Figur 2 im auslaufenden Trum 22 die Unterseite
"U" des Bandes 2 zu sehen ist. Mit der in Figur 1 und Figur 2 dargestellten Vorrichtung
ist es also möglich, die Orientierung des Bandes 2 zu ändern, so dass das von links
einlaufende Band 2 nach dem Verlassen der Bandumlenkvorrichtung 1 mit der Oberseite
nach unten und bezüglich der Einlaufrichtung 14 rechtwinkelig in die nächste Prozessstufe
einläuft.
[0013] Wie bereits eingangs gesagt, sind die Einlaufrichtung 14 und die gewünschte Auslaufrichtung
15 durch die Topologie der einzelnen Behandlungsstationen in einer Werkshalle fest
vorgegeben. Es kann die Aufgabe darin bestehen, ein gemäß der Einlaufrichtung 14 einlaufendes
Band 2 winkelig umzulenken und gleichzeitig auch eine Umorientierung des Bandes 2
zu bewirken, das heißt ein Vertauschen von Bandoberseite O und Bandunterseite U. Eine
weitere Aufgabe kann darin bestehen, ein gemäß der Einlaufrichtung 14 einlaufendes
Band 2 winkelig umzulenken, ohne gleichzeitig eine Umorientierung des Bandes 2 zu
bewirken, das heißt die einlaufseitige Bandoberfläche bleibt auch die auslaufseitige
Bandoberfläche. Im letztgenannten Fall ist eine weitere Rolle, die in Figur 3 dargestellte
Umlenkrolle 6, Bestandteil der Bandumlenkvorrichtung 1. Die Aufgabe kann aber auch
darin bestehen, ein entgegengesetzt zur Bandlaufrichtung 14 einlaufendes Band 2, z.B.
um 90° (nun in mathematisch positiven Sinn) in Figur 2 nach oben umzulenken.
[0014] In den nächsten beiden Darstellungen der Figur 3 und Figur 4 ist ein Ausführungsbeispiel
gezeigt, bei der das Band 2 ebenfalls von links kommend die Bandumlenkvorrichtung
1 auch mit der Oberseite "O" nach oben verlassen soll. Gemäß Figur 3 läuft also das
Band 2 gestützt von Stützrollen 8 gemäß dem Pfeil 14 in die Bandumlenkvorrichtung
1 ein, gelangt aber dort zunächst zu der Umlenkrolle 6. Die Achse 18 dieser Umlenkrolle
6 ist in Lagern drehbar gelagert und auf einer Trägerkonstruktion 9 befestigt. Sie
bewirkt eine 180° Wendung des Bandes 2. Die Bandlaufebene wird um den Durchmesser
der Umlenkrolle 6 abgesenkt (je nach dem in welchem Niveau sich die Umlenkrolle 6
befindet; durch eine Anordnung von mehreren Umlenkrollen 6 kann die Bandlaufebene
beliebig variiert werden). Das Band 2 gelangt in Figur 3 stromabwärts wieder zu einem
Umlenkzylinder 3, der sich nun aber bezüglich der Darstellung in Figur 2 in einer
anderen (zweiten) Betriebsstellung 32 befindet. Diese zweite Betriebsstellung 32 ist
aus der ersten Betriebsstellung 31 (siehe auch Figur 2) durch eine horizontale Schwenkbewegung
um 90° hervorgegangen. Die Schwenkbewegung entspricht dem Umlenkwinkel 7 (Figur 6,
Figur 8). Die Schwenkachse 5 dieser Schwenkbewegung liegt im Kreuzungspunkt zwischen
der Achse 4 des Umlenkzylinders 3 mit der Mittenachse 17 des ablaufenden Trums 22.
In dieser zweiten Betriebsstellung 32 umschlingt das Band 2 abermals den Umlenkzylinder
3, allerdings nun in einer linksgängigen zylindrischen Spirale. Im Unterschied zu
Figur 2 kommt nun auch eine andere Gruppe von Laufrollen 20 zum Einsatz, nämlich Rollenkassetten
mit einer linksgängigen Ausrichtung 11. Hier sind die Laufrollen 20 entsprechend einer
linksgängigen Schraubenlinie angestellt.
[0015] Indem die Anstellung der Laufrollen 20 in jeder Rollenkassette 10, 11 jeweils entsprechend
dem Drehsinn der jeweiligen Umschlingung ausgerichtet sind, kommt es auf der Umschlingungsfläche
nicht zu Differenzen der Geschwindigkeit zwischen Umlenkzylinder 3 und Band 2, so
dass Kratzer und sonstige Beschädigungen an der Oberfläche des Bandes 2 vermieden
werden.
[0016] Die schraubenförmige Umschlingung des Umlenkzylinders 3 in Figur 4 bewirkt eine zweite
Umorientierung, das heißt Oberseite und Unterseite werden abermals vertauscht, so
dass das Band 2 die Bandumlenkvorrichtung 1 wieder seitengleich verlässt. In Figur
4 ist dies dadurch zum Ausdruck gebracht, indem die Oberseite des Bandes 2 im einlaufenden
Trum 21 mit "O" und auch die im auslaufenden Trum 22 mit "O" bezeichnet ist.
[0017] Zum Wechseln der Betriebsarten wird das Endlosband zunächst vom Umlenkzylinder 3
getrennt. Anschließend wird der Umlenkzylinder 3 geschwenkt und das Band 2 neu eingefädelt.
Das Umstellen der Bandumlenkvorrichtung 1 zwischen der ersten und der zweiten Betriebsstellung
31, 32 wird im Folgenden anhand einer Gegenüberstellung (in den Figuren 5 bis 8 ist
das Band 2 transparent dargestellt) nochmals erläutert.
[0018] Erste Betriebsstellung 31 des Umlenkzylinders 3 (Figur 5 und Figur 6):
Um das von links einlaufende Band 2 um einen Umlenkwinkel 7 von 90° umzulenken, befindet
sich der Umlenkzylinder 3 in einer ersten Betriebsstellung 31. Hierbei bietet die
erste Anordnung 10 der Laufrollen 20 Auflagerflächen für die rechtsgängige Umschlingung.
Die zweite Anordnung 11 der Laufrollen 20 befindet sich auf der anderen Halbschale
und ist nicht im Einsatz.
[0019] Zweite Betriebsstellung 32 des Umlenkzylinders 3 (Figur 7 und Figur 8):
Um das von links einlaufende Band 2 (siehe Figur 7) nicht nur um 90° umzulenken, sondern
auch mit der gleichen "Gutseite" nachfolgenden Prozessschritten zuzuführen, wird das
Band 2 zunächst durch eine Umlenkrolle 6 gewendet. Anschließend erfolgt die winkelige
Umlenkung durch den Umlenkzylinder 3. Im Gegensatz zu der ersten Betriebsstellung
bilden nun aber die Anordnung 11 der Laufrollen 20 die Auflagerflächen für linksgängige
Umschlingung des Bandes 2. Die auf der gegenüberliegenden Halbschale angeordneten
Anordnung 10 der Laufrollen 20 sind nicht in Bandberührung.
[0020] Die Anordnung des Umlenkzylinders 3 und der Umlenkrolle 6 ist so gewählt, dass die
Bandlaufebene nach dem Verlassen der Bandumlenkvorrichtung 1 in beiden Betriebsstellungen
gleich ist.
[0021] Die Umschaltung zwischen der ersten Betriebsstellung 31 und der zweiten Betriebsstellung
32 erfolgt wie bereits gesagt im vorliegenden Beispiel durch ein Karussell 16, das
sich auf Rollen in einer Führung am Boden (Fundament) 19 einer Werkshalle abstützt.
Der Antrieb des Karussells 16 kann über Ketten oder über ein Zahnradgetriebe oder
auch anders erfolgen. Mittels des Karussells 16 lässt sich der Umlenkzylinder 3 in
einer horizontalen Ebene um einen Schwenkwinkel von beispielsweise 90° vor und zurück
schwenken. Die Schwenkachse 5 verläuft dabei im Schnittpunkt zwischen der Achse 4
des Umlenkzylinders 3 und der Mittelachse 17 des auslaufenden Trums 22. Dadurch bleibt
die Achse 17 des auslaufenden Trums 22 für beide Betriebsstellungen 31 und 32 identisch.
[0022] Figur 9 zeigt die Draufsicht auf einen Umlenkzylinder 3, der vom Band 2 in einer
rechtsgängigen Spirale umschlungen wird. Das entspricht der ersten Betriebsstellung
31 des Umlenkzylinders 3. Alle Laufrollen 20 mit Bandkontakt müssen eine Orientierung
entsprechend dieser rechtsgängigen Spirale aufweisen.
[0023] Figur 10 zeigt die Draufsicht auf einen Umlenkzylinder 3, der vom Band 2 in einer
linksgängigen Spirale umschlungen wird. Das entspricht der zweiten Betriebsstellung
32 des Umlenkzylinders 3. Alle Laufrollen 20 mit Bandkontakt müssen eine Orientierung
entsprechend dieser linksgängigen Spirale aufweisen.
[0024] Aus fertigungstechnischen Gründen ist es sinnvoll, die Laufrollen 20 in gemeinsamen
Unterbaugruppen zusammenzufassen. So werden die rechtsgängigen Laufrollen 20 in rechtsgängigen
Rollenkassetten mit rechtsgängiger Ausrichtung 10 untergebracht, linksgängige Laufrollen
20 werden in linksgängigen Rollenkassetten mit linkgsgängiger Ausrichtung 11 untergebracht.
[0025] In jeder Rollenkassette 10 sind die Laufrollen 20 parallel zueinander und in Richtung
der rechtsgängigen Wendel ausgerichtet. Jeder Rollenkassette 10 ist auf der Zylindermantelfläche
eine Befestigungsfläche zugeordnet. Die Befestigung einer Rollenkassette 10 am Zylinder
3 erfolgt durch Schrauben. Damit sind die Rollenkassetten 10 leicht auswechselbar.
Die Rollenkassetten 10 können auf der Zylindermantelfläche aber auch auf andere Weise
lösbar befestigt sein.
[0026] Gleiches gilt für die Rollenkassetten 11, auf der die Laufrollen 20 in Richtung einer
linksgängigen Wendel ausgerichtet sind.
[0027] Wie in Figur 9 und 10 dargestellt ist, sind die Rollenkassetten 10 nur bei einer
rechtsgängigen Umschlingung in Kontakt mit dem Band 2 und bei der linksgängigen Umschlingung
frei, während die Rollenkassette 11 nur bei einer links gängigen Umschlingung in Kontakt
mit dem Band 2 ist und bei der rechtsgängigen Umschlingung frei ist.
[0028] Die Umschlingung des Bandes 2 reicht aber vom oberen Scheitelpunkt 25 des Umlenkzylinders
3 ("12 Uhr") bis dessen unteren Scheitelpunkt 24 ("6 Uhr"). Deshalb muss bei einem
Wechsel der Betriebsstellung 31 auf 32 und umgekehrt auch die Orientierung der Laufrollen
20 an den Scheitelpunkten 24 und 25 gewechselt werden. Dies kann durch Lösen der Befestigung
und Austausch der Rollenkassetten erfolgen. Eine andere Möglichkeit ergibt sich durch
die Verwendung einer drehbaren Schwenkkassette 12 am oberen und unteren Scheitelpunkt
24, 25 des Umlenkzylinders 3.
[0029] Hier sind die Laufrollen 20 in einer Rollenkassette 12 untergebracht, welche um ihre
Drehachse 13 drehbar gelagert ist. Die Drehachse 13 ist parallel zur Zylinderachse
4. Durch ein Drehen der Schwenkkassette 12 um 180 Grad wird die Orientierung der Laufrollen
20 von rechtsgängig auf linksgängig bzw. umgekehrt gewechselt.
[0030] Ein entscheidender Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass die mechanisch
und steuerungstechnisch aufwändigen Maschinen des Standes der Technik für den Wechsel
der Bandober- und -unterseite nicht mehr erforderlich sind. Insbesondere kann bei
einem nachträglichen Einbau einer Kopplung zweier Linien die Möglichkeit des Wechsels
der Bandoberseite O und der Bandunterseite U mit einfachen Mitteln realisiert werden.
[0031] Die Anordnung der Laufrollen 20 in Kassetten hat den Vorteil, dass eine Änderung
der Orientierung der Rollen einfach durch einen Wechsel der Kassetten erfolgen kann.
In den Scheitelpunkten 24 und 25 kann durch den symmetrischen Aufbau der Schwenkkassette
12 durch Drehen um ihre Längsachse 13 um 180° die Orientierung der Laufrollen 20 geändert
werden.
[0032] Die Anordnung von Umlenkzylinder 3 und Umlenkrolle 6 kann je nach örtlicher Gegebenheit
und Anforderung unterschiedlich sein. Die Figuren 11 bis 14 zeigen beispielhaft verschiedene
Szenarien:
Figur 11 zeigt eine Ausführungsform einer Bandumlenkvorrichtung 1, wobei die Zufuhr
des Bandes 2 über eine Umlenkrolle 6 erfolgt, welche oberhalb eines Umlenkzylinders
3 angeordnet ist.
[0033] In Figur 12 ist ein Szenario dargestellt, bei dem die Zufuhr des Bandes 2 über eine
Umlenkrolle 6 erfolgt, die unterhalb eines Umlenkzylinders 3 angeordnet ist.
[0034] Figur 13 zeigt eine Ausführungsform einer Bandumlenkvorrichtung 1, wobei das Band
2 zunächst einen Umlenkzylinder 3 wendelförmig umschlingt und anschließend über eine
oberhalb des Umlenkzylinders 3 angeordnete Umlenkrolle 6 abläuft.
[0035] In Figur 14 umschlingt das Band 2 zunächst einen Umlenkzylinder 3 wendelförmig und
läuft anschließend über eine unterhalb des Umlenkzylinders 3 angeordnete Umlenkrolle
6 ab.
[0036] Figur 15 zeigt einen Bereich des Umlenkzylinders 3 mit Blick auf eine reihenförmige
Anordnung von Laufrollen 20. Die Laufrollen 20 sind scheibenförmig. Ihre Stirnflächen
sind parallel zueinander ausgerichtet. Jede Laufrolle 20 ist um Achse 26 drehbar gelagert.
[0037] Obwohl die Erfindung in Detail durch die oben erläuterten bevorzugten Ausführungsbeispiele
näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten
Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet
werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
[0038] So wie beschrieben, läuft das Band 2 von oben über die Umlenkrolle 6 und von oben
über den Umlenkzylinder 3. Bei einer anderen Anordnung von Umlenkrolle 6 und Umlenkzylinder
3 ist es auch möglich, das Band 2 von unten über die Umlenkrolle 6 und von unten über
den Umlenkzylinder 3 zu führen (Fig. 12) oder es zuerst über den Umlenkzylinder 3
und dann über die Umlenkrolle 6 zu führen (Fig. 13)(beginnend von unten nach oben
oder von oben nach unten).
[0039] So kann beispielsweise der im oben dargestellten Beispiel als drehstarr angeordnete
Umlenkzylinder 3 auch drehbar gelagert sein.
[0040] Die Laufrollen 20 können unterschiedlich gestaltet sein, beispielsweise eine zylindrische
Lauffläche aufweisen, oder auch die Form einer Tonne haben.
[0041] Selbstverständlich ist der Umlenkwinkel 7 nicht auf 90° beschränkt, sondern kann
auch einen anderen Wert einnehmen.
[0042] Anstelle der Rollenkassetten 10, 11 oder 12 können auch anders gestaltete Rollenleisten
zum Einsatz kommen. Außer in den Scheitelpunkten 24 und 25 können die Auflager der
Laufrollen 20 auch fix am Umfang des Umlenkzylinders 3 befestigt sein.
[0043] Die Lagerung der einzelnen Laufrollen 20 sollte grundsätzlich leichtgängig sein.
Auf einer Rollenkassette liegen die Achsen der Laufrollen 20 zwar parallel, aber versetzt.
Zusammenstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0044]
- 1
- Bandumlenkvorrichtung
- 2
- Band
- 3
- Umlenkzylinder (helical turning roll)
- 4
- Achse des Umlenkzylinders 3
- 5
- Schwenkachse
- 6
- Umlenkrolle
- 7
- Umlenkwinkel
- 8
- Stützrolle
- 9
- Trägerkonstruktion
- 10
- Rollenkassette mit rechtsgängiger Ausrichtung
- 11
- Rollenkassette mit linksgängiger Ausrichtung
- 12
- Schwenkkassette
- 13
- Drehachse der Schwenkkassette 12 in den Scheitelpunkten 24 und 25
- 14
- Einlaufrichtung
- 15
- Auslaufrichtung
- 16
- Stellvorrichtung, Karussell
- 17
- Mittelachse des ablaufenden Bandes
- 18
- Achse der Umlenkrolle 6
- 19
- Boden, Fundament
- 20
- Laufrollen
- 21
- einlaufendes Trum
- 22
- auslaufendes Trum
- 23
- Symmetrielinie des Umlenkzylinders 3
- 24
- Scheitelpunkt
- 25
- Scheitelpunkt
- 26
- Achse einer Laufrolle 20
- 31
- erste Betriebsstellung
- 32
- zweite Betriebsstellung
- O
- Bandoberseite
- U
- Bandunterseite
1. Bandumlenkvorrichtung (1) zum winkeligen Umlenken eines Bandes (2), insbesondere eines
Metallbandes, mit zumindest einem Umlenkzylinder (3), um den das Band (2) unter Aufrechterhaltung
eines Bandzugs um einen durch die Einlaufrichtung (14) und die Auslaufrichtung (15)
des Bandes (2) vorgegebenen Umlenkwinkel (7) umlenkbar ist, wobei in Umfangsrichtung
des Umlenkzylinders (3) Laufrollen (20) vorgesehen sind, die längs einer wendelförmigen
Umschlingung für das Band (2) niveaugleiche Auflagerflächen bilden, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkzylinder (3) mittels einer Stellvorrichtung (16) zwischen einer ersten
Betriebsstellung (31) und zumindest einer zweiten Betriebsstellung (32) verstellbar
ist, wobei jeder Betriebsstellung (31, 32) jeweils eine Anordnung (10, 11) der Laufrollen
(20) zugeordnet ist, und wobei die Laufrollen (20) einer Anordnung (10, 11) mit einer
der wendelförmigen Umschlingung entsprechenden Anstellung ausgerichtet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Laufrollen (20) in einer ersten Anordnung (10) rechtsgängig und in einer zweiten
Anordnung (11) linksgängig in Umfangsrichtung des Umlenkzylinders (3) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Orientierung der Laufrollen (20) in den Scheitelpunkten (24, 25) des Umlenkzylinders
(3) durch den Austausch von Rollenkassetten gewechselt werden kann.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Scheitelpunkten (24, 25) des Umlenkzylinders (3) die Laufrollen (20) jeweils
in Gruppen und auf einer parallel zur Längsachse (4) des Umlenkzylinders (3) erstreckenden
Drehachse (13) drehbar angeordnet und parallel zueinander liegend ausgerichtet sind
und durch Drehen um diese Drehachse die Orientierung der Laufrollen (20) zwischen
einer ersten Anordnung (10) rechtsgängig und einer zweiten Anordnung (11) linksgängig
gewechselt werden kann.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkzylinder (3) um eine Schwenkachse (5) zwischen den Betriebsstellungen (31,32)
schwenkbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (5) vertikal angeordnet ist und der Umlenkzylinder (3) um einen
Schwenkwinkel von 90° schwenkbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrollen (20) in Rollenkassetten angeordnet sind, und dass die Rollenkassetten
jeweils in axialer Richtung (4) auf der Umfangsseite des Umlenkzylinders (3) angeordnet
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Umlenkzylinder (3) Befestigungsflächen vorgesehen sind, die zur Aufnahme
der Rollenkassetten ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Längserstreckung jeder Rollenkassette (12) ein den Umlenkzylinder (3) umschlingendes
Band (2) beidseits überragt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Rollenkassette auf dem Umlenkzylinder (3) mittels einer lösbaren Verbindung
befestigt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede Rollenkassette in einer jeweils um ihre Längsachse um 180° gedrehten Orientierung
auf dem Umlenkzylinder (3) befestigbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass dem Umlenkzylinder (3) stromaufwärts eine um die Achse (18) drehbar gelagerte Umlenkrolle
(6) vorgeschaltet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrolle (6) auf einer Trägerkonstruktion (9) angeordnet ist und das Niveau
der Umlenkrolle (6) höher ist als das Niveau des Umlenkzylinders (3).
14. Verfahren zum winkeligen Umlenken von Bändern, mittels einer Bandumlenkvorrichtung
nach einem der Ansprüche 1 bis 13 umfassend folgenden ersten Schritt
- Ausfädeln des Bandes (2) aus der Bandumlenkvorrichtung (1), in welcher sich der
Umlenkzylinder (3) in einer ersten Betriebsstellung (31) befindet,
- durch folgende weitere Schritte charakterisiert
- Ändern der Betriebsstellung (31) des Umlenkzylinders (3),
- Umorientierung der Laufrollen (20) an den Scheitelpunkten (24, 25) des Umlenkzylinders
(3) durch Wechseln der Rollenkassetten oder durch Drehen von Schwenkkassetten (12),
- Zuführen des Bandes (2) aus einer zweiten Einlaufrichtung (14) und Umlenken des
Bandes (2) mittels des sich in einer zweiten Betriebsstellung (32) befindlichen Umlenkzylinders
(3).
1. Strip deflection device (1) for deflecting a strip (2), in particular a metal strip,
at an angle, said device comprising at least one deflection cylinder (3) around which
the strip (2) can be deflected while maintaining a strip tension, which deflection
angle (7) is defined by the infeed direction (14) and the outfeed direction (15) of
the strip (2), wherein rollers (20) are provided in the circumferential direction
of the deflection cylinder (3), and form support faces of equal height for the strip
(2) along a helical wrap, characterised in that the deflection cylinder (3) can be adjusted between a first operating position (31)
and at least one second operating position (32) by means of an adjusting device (16),
wherein each operating position (31, 32) is associated with a respective arrangement
(10, 11) of the rollers (20), and wherein the rollers (20) of an arrangement (10,
11) are oriented at an angulation that corresponds to the helical wrap.
2. Device according to claim 1, characterised in that rollers (20) are arranged on the right hand in a first arrangement (10) and on the
left hand in a second arrangement (11) in the circumferential direction of the deflection
cylinder (3).
3. Device according to claim 2, characterised in that the orientation of the rollers (20) can be switched in the vertices (24, 25) of the
deflection cylinder (3) by exchanging roller cassettes.
4. Device according to claim 3, characterised in that the rollers (20) are in each case arranged in groups and on an axis of rotation (13)
extending parallel to the longitudinal axis (4) of the deflection cylinder (3) in
the vertices (24, 25) of the deflection cylinder (3) and are oriented lying parallel
to one another and by rotation about said axis of rotation the orientation of the
rollers (20) can be switched between a first orientation (10) on the right hand and
a second orientation (11) on the left hand.
5. Device according to one of claims 1 to 4, characterised in that the deflection cylinder (3) can be pivoted about a pivot axis (5) between the operating
positions (31, 32).
6. Device according to claim 5, characterised in that the pivot axis (5) is arranged vertically and the deflection cylinder (3) can be
pivoted about a pivot angle of 90°.
7. Device according to one of claims 1 to 6, characterised in that the rollers (20) are arranged in roller cassettes, and that the roller cassettes
are each arranged in an axial direction (4) on the circumferential side of the deflection
cylinder (3).
8. Device according to claim 7, characterised in that attachment surfaces are provided on the deflection cylinder (3), which are designed
to receive the roller cassettes.
9. Device according to claim 8, characterised in that the longitudinal extension of each roller cassette (12) on both sides overhangs a
strip (2) wrapping the deflection cylinder (3).
10. Device according to one of claims 7 to 9, characterised in that each roller cassette is attached to the deflection cylinder (3) by means of a detachable
connection.
11. Device according to claim 4, characterised in that each roller cassette can be attached to the deflection cylinder (3) in an orientation
in each case rotated by 180° about its longitudinal axis.
12. Device according to one of the preceding claims, characterised in that a deflection roller (6) rotatably mounted about the axis (18) is connected upstream
of the deflection cylinder (3).
13. Device according to claim 12, characterised in that the deflection roller (6) is arranged on a supporting structure (9) and the level
of the deflection roller (6) is higher than the level of the deflection cylinder (3).
14. Method for deflecting strips at an angle, by means of a strip deflection device according
to one of claims 1 to 13 comprising the following first step
- Unthreading the strip (2) from the strip deflection device (1), in which the deflection
cylinder (3) is situated in a first operating position (31),
- characterised by the following further steps
- Changing the operating position (31) of the deflection cylinder (3),
- Reorienting the rollers (20) at the vertices (24, 25) of the deflection cylinder
(3) by switching the roller cassettes or by rotating pivot cassettes (12),
- Feeding the strip (2) from a second infeed direction (14) and deflecting the strip
(2) by means of the deflection cylinder (3) situated in a second operating position
(32).
1. Dispositif de renvoi de bande (1) pour le renvoi angulaire d'une bande (2), en particulier
d'une bande métallique, comprenant au moins un cylindre de renvoi (3) autour duquel
la bande (2), maintenue sous traction, peut être renvoyée selon un angle de renvoi
(7) prédéfini par la direction d'entrée (14) et la direction de sortie (15) de la
bande (2), des galets de roulement (20) étant prévus dans le sens circonférentiel
du cylindre de renvoi (3), qui forment le long d'un enroulement hélicoïdal pour la
bande (2) des surfaces d'appui de même niveau, caractérisé en ce que le cylindre de renvoi (3) est réglable au moyen d'un dispositif de réglage (16) entre
une première position de fonctionnement (31) et au moins une deuxième position de
fonctionnement (32), à chaque position de fonctionnement (31, 32) étant associée une
disposition respective (10, 11) des galets de roulement (20), et les galets de roulement
(20) d'une disposition (10, 11) étant orientés par un réglage correspondant à l'enroulement
hélicoïdal.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les galets de roulement (20) sont disposés dans une première disposition (10) avec
rotation à droite et dans une deuxième disposition (11) avec rotation à gauche dans
le sens circonférentiel du cylindre de renvoi (3).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'orientation des galets de roulement (20) aux sommets (24, 25) du cylindre de renvoi
(3) peut être changée par l'échange de cassettes de galets.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'aux sommets (24, 25) du cylindre de renvoi (3), les galets de roulement (20) sont
disposés à chaque fois en groupes et de manière rotative sur un axe de rotation (13)
s'étendant parallèlement à l'axe longitudinal (4) du cylindre de renvoi (3) et sont
orientés parallèlement les uns aux autres, et par rotation autour de cet axe de rotation,
l'orientation des galets de roulement (20) peut être changée entre une première disposition
(10) avec rotation à droite et une deuxième disposition (11) avec rotation à gauche.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le cylindre de renvoi (3) peut pivoter autour d'un axe de pivotement (5) entre les
positions de fonctionnement (31, 32).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'axe de pivotement (5) est disposé verticalement et le cylindre de renvoi (3) peut
pivoter selon un angle de pivotement de 90°.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les galets de roulement (20) sont agencés dans des cassettes de galets et en ce que les cassettes de galets sont disposées en direction axiale (4) sur le côté circonférentiel
du cylindre de renvoi (3).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que des surfaces de fixation sont prévus sur le cylindre de renvoi (3), qui sont adaptées
pour recevoir les cassettes de galets.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'étendue longitudinale de chaque cassette de galets (12) dépasse des deux côtés
une bande (2) enroulée sur le cylindre de renvoi (3).
10. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que chaque cassette de galets est fixée sur le cylindre de renvoi (3) au moyen d'un dispositif
d'assemblage amovible.
11. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que chaque cassette de galets peut être fixée dans une orientation tournée de 180° autour
de son axe longitudinal sur le cylindre de renvoi (3).
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une poulie de renvoi (6) monté à rotation autour de l'axe (18) est monté en amont
du cylindre de renvoi (3).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que la poulie de renvoi (6) est agencée sur une construction porteuse (9) et en ce que le niveau de la poulie de renvoi (6) est plus élevé que le niveau du cylindre de
renvoi (3).
14. Procédé pour le renvoi angulaire de bandes au moyen d'un dispositif de renvoi de bande
selon l'une des revendications 1 à 13, comprenant la première étape suivante :
- sortir la bande (2) du dispositif de renvoi de bande (1) dans lequel le cylindre
de renvoi (3) se trouve dans une première position de fonctionnement,
- caractérisé par les autres étapes suivantes :
- changer la position de fonctionnement (31) du cylindre de renvoi (3),
- changer l'orientation des galets de roulement (20) aux sommets (24, 25) du cylindre
de renvoi (3) en changeant les cassettes de galets ou en tournant des cassettes pivotantes
(12),
- amener la bande (2) depuis une deuxième direction d'entrée (14) et renvoi de la
bande (2) au moyen du cylindre de renvoi (3) se trouvant dans une deuxième position
de fonctionnement (32).
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