[0001] Die Erfindung betrifft ein Schalungselement, insbesondere eine Schaltafel gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Schalungselements
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 12.
[0002] Um die Gebrauchsdauer von Schaltafeln oder allgemein Schalungselementen aus Holz
und/oder Holzwerkstoffen zu verlängern, werden diese seit längerem mit einem Kantenschutz
aus Kunststoff versehen, der im Wesentlichen dazu dient, Beschädigungen an den Kanten
der Schalungselemente durch eine höhere mechanische Verschleißfestigkeit des Kantenschutzes
aus Kunststoff gegenüber dem Grundkörper aus Holz und/oder Holzwerkstoff zu reduzieren
sowie das Eindringen von Feuchtigkeit in den Grundkörper aus Holz und/oder Holzwerkstoff
über die Kantenbereiche weitgehend zu verhindern. Die Kantenbereiche derartiger Schalungselemente
sind, insbesondere beim Aufbau oder Demontieren nach Schalung, insbesondere an den
Kanten, hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt und wirken sich dabei auftretende
Beschädigungen der Kanten nachteilig auf die Qualität der mit den Schalungselementen
hergestellten Betonbauwerke aus, da dadurch an Stoßstellen zwischen zwei Schalungselementen
bei Kantenbeschädigungen Vorsprünge oder Ausbuchtungen an der fertigen Bauteiloberfläche
verursacht werden, die nach Demontage der Schalung mühsam und dementsprechend kostenintensiv
entfernt werden müssen. Die Freiheit von Beschädigungen an Kanten ist daher ein wichtiges
Kriterium für die Gebrauchsdauer derartiger Schalungselemente.
[0003] Der Kantenschutz aus Kunststoff sollte weiters ein Eindringen von Feuchtigkeit über
die Kantenflächen eines Schalungselements unterbinden, da die Aufnahme bzw. Abgabe
von Feuchtigkeit ein Quellen bzw. Schwinden des Grundkörpers aus Holz und/oder Holzwerkstoff
bewirken kann, da sich dies ebenfalls auf die Oberflächenqualität eines damit hergestellten
Betonbauteils nachteilig auswirken kann und darüber hinaus die mechanische Belastbarkeit
des Schalungselements aufgrund von Abbauprozessen des Naturwerkstoffes Holz, insbesondere
Fäulnisprozessen stark beschleunigt werden kann, wodurch die Gebrauchsdauer eines
Schalungselements ebenfalls nachteilig verkürzt wird.
[0004] Zur Ausführung eines derartigen Kantenschutzes an einem Schalungselement ist etwa
aus
DE 2 305 797 A1 bekannt, an randseitigen Schmalflächen einer Schalungsplatte aus Holz entlang der
Plattenränder eine Randdeckschicht aus Kunststoff anzubringen. Die Randdeckschichten
weisen dabei einen rechtwinkelig abstehenden und in eine Randnut der Schalungsplatten
eingreifenden Mittelsteg auf und auf der Fläche auf der die Randdeckschichten am Holzkern
der Schalungsplatte anliegen, sind die Randdeckschichten mit dem Holzkern verklebt.
Der Holzkern ist zum Schutz vor Feuchtigkeit auf der Plattenfläche zumindest auf einer
Seite mit einer ebenen Deckschicht aus Kunststoff versehen und um ein Eindringen von
Feuchtigkeit in den Holzkern zu verhindern, ist die zumindest eine Deckschicht im
Bereich ihrer Stoßflächen an ihren Außenkanten mit den sich anschließenden Randdeckschichten
verklebt oder verschweißt.
[0005] Aus
DE 196 11 413 C2 ist ein Verfahren zum Anbringen eines Kantenschutzes an einen Schalplatte bekannt,
bei dem eine Grundplatte aus Holz einem Holzverbund oder einem holzartigen Werkstoff
nach dem Zuschnitt zumindest teilweise entlang der Randflächen und insbesondere in
Eckbereichen mit einem Kunststoff, vorzugsweise Polyurethan umgossen wird. Eine als
vorteilhaft beschriebene Ausführung des Kantenschutzes besteht darin, diesen aus einem
homogenen Material um die gesamte Platte herum und ohne Unterbrechung oder zusätzliche
Verstärkungen an den Ecken auszubilden, wobei jedoch eine derartige Ausbildung eines
homogen umlaufenden Kantenschutzes bei Schalungsplatten unterschiedlicher Formate
aufwändige Vorrichtungen erfordert.
[0006] WO 2008/095897 A1 offenbart ebenfalls die Herstellung eines Kantenschutzes bzw. einer Abdichtkante
unter Verwendung eines Spritzgießverfahrens, bei dem an stirnseitigen Randflächen
eines mit wasserdichten Deckflächen beschichteten Grundkörpers aus Holz ein Kantenschutz
angebracht wird. Um eine feste, mechanische Verankerung zwischen dem Kantenschutz
und dem Grundkörper sowie einen wasserdichten Anschluss zwischen Kantenschutz und
Deckfläche zu erzielen, sind am Grundkörper aufwändige, spanende Bearbeitungsverfahren
erforderlich.
[0007] DE 92 15 477 U1 beschreibt eine Platte für Betonschalungen mit einem Eckenschutz, wobei an jeder
Ecke einer die Platte bildenden Tafel eine Anschlusskontur angeformt ist, an die ein
die Eckform der Tafel vervollständigendes, gummielastisches Eckstück angesetzt ist,
das aus einer Weichhülle und aus einem deren Hohlraum bis zur Anschlusskontur ausfüllenden,
klebenden sowie nachgiebigen Schaumstoff besteht.
[0008] EP 1 921 223 A2 offenbart ein rechteckiges Schalungselement, das an seinen kürzeren Querkanten mit
einem Versteifungselement versehen ist, das aus Kunststoff bestehen kann und mittels
Überspritzen mit einem zweiten Kunststoff in einer Nut an der Querkante des Schalungs-elementes
verankert ist. Bei diesem Überspritzen können auch Ausnehmungen an den Ecken des Schalungselementes
mit Kunststoff gefüllt werden, die am fertigen Schalungselement dessen Ecken darstellen.
[0009] EP 2 055 864 A2 beschreibt eine Schalplatte mit einer entlang dem Plattenrand durchgehenden Aufnah-menut,
in der eine Bewehrungskante aus Kunststoff angeordnet ist, die mit ihrer von der Aufnahmenut
abgewandten Außenfläche mit dem Plattenrand bündig abschließt. In einer Ausführungsform
weist der Kantenschutz neben der Bewehrungskante zusätzlich eine Oberflächenabdeckung,
die ebenfalls aus Kunststoff gebildet sein kann, auf.
[0010] DE 26 18 366 A1 offenbart eine Schaltafel mit einem umlaufenden Kantenschutz aus elastisch nachgiebigem
Material der mit der die Schalfläche abgebenden Tafel fest verbunden ist. Zum Schutz
vor Stößen kann an den Ecken mehr elastisches Material angeordnet sein, indem der
Kantenschutz im Bereich der Ecken einen größeren Querschnitt aufweist.
[0011] DE 196 11 413 A1 zeigt eine Schalplatte mit einem Kantenschutz aus Kunststoff, der die Grundplatte
an deren Kantenfläche in zumindest einem Eckbereich vollständig überdeckt. Dabei ist
eine in einem Mittenschnitt der Grundplatte liegende Verlaufskurve der Kantenflächen
der Grundplatte in dem Eckbereich gegenüber der sonst vorhandenen Ecke zurückversetzt.
[0012] Aus
DE 23 05 797 A1 ist eine Schalungsplatte mit einer Deckschicht aus Kunststoff bekannt, die an randseitigen
Schmalflächen entlang den Plattenrändern eine Randdeckschicht aus Kunststoff aufweist.
[0013] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Schalungselement mit einem Kantenschutz
sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung bereit zu stellen, bei dem trotz des Einsatzes
wirtschaftlicher Herstellungsverfahren eine hohe mechanische Belastbarkeit des Kantenschutzes
und eine gute Schutzwirkung gegen Eindringen von Feuchtigkeit in das Schalungselement
erzielt wird.
[0014] Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein Schalungselement mit den Merkmalen des Kennzeichenteils
des Patentanspruchs 1 sowie durch ein Verfahren mit den kennzeichnenden Maßnahmen
des Patentanspruchs 12 gelöst. Dadurch, dass an zumindest einer zweiten Teilfläche
der Randfläche des Grundkörpers und/oder an einer Außenfläche des ersten Schutzkantenabschnitts
ein zweiter Schutzkantenabschnitt aus einem zweiten Kunststoffmaterial mittels eines
Spritzgießverfahrens angeordnet ist und der zweite Schutzkantenabschnitt an einer
Kontaktfläche an den ersten Schutzkantenabschnitt dauerhaft mechanisch belastbar und
wasserdicht anschließt, können für die jeweiligen Schutzkantenabschnitte jeweils vorteilhafte
Herstellverfahren gewählt werden, sowie durch die Wahl des Kunststoffmaterials an
die jeweiligen auftretenden Beanspruchungen angepasste Eigenschaften der Schutzkante
erzielt werden, wobei durch die dauerhafte Verbindung an den Kontaktflächen zwischen
ersten und zweiten Schutzkantenabschnitten die Stoßstellen keine Schwachstellen im
Bezug auf mechanische Belastbarkeit und Feuchtigkeitsschutz bilden. Dadurch, dass
die Herstellung des Kantenschutzes aus Kunststoffmaterial in den einzelnen Schutzkantenabschnitten
jeweils optimal gewählt werden kann, ist eine derartige Ausführung bzw. ein derartiges
Herstellverfahren besonders gut geeignet, Schalungselemente auch mit komplizierten
Randflächen auf wirtschaftliche Weise mit einem Kantenschutz mit hoher Schutzwirkung
zu versehen. Insbesondere kann dadurch die gesamte Randfläche eines Schalungselements
mit einem Kantenschutz versehen werden, ohne dass an den Kontaktflächen ausgeprägte
Schwachstellen im Bezug auf die Schutzwirkung bestehen. Auf den Aufbau des Grundkörpers
aus Holz und/oder Holzwerkstoff wird in dieser Anmeldung nicht näher eingegangen,
da hier aus dem Stand der Technik hinlänglich geeignete Ausführungsformen und Herstellverfahren
bekannt sind, wobei an dieser Stelle als Beispiele für vorteilhafte Ausführungsformen
eines Grundkörpers der Einsatz von Massivholzplatten, Dreischichtplatten, Leimholzplatten,
Sperrholz, OSB-Platten, Spanplatten, Hartfaserplatten, MDF-Platten, Holz-Kunststoff-Verbundplatten,
Platten aus Holz-Kunststoff-Gemischen, Platten aus allen vorgenannten Materialien
mit thermoplastischen oder duroplastischen Beschichtungen usw. erwähnt sei. Die besonders
wirtschaftlich herstellbare Ausführungsform des Schalungselements besteht darin, dass
sich der zweite Schutzkantenabschnitt über eine Ecke des Grundkörpers bzw. eine vom
ersten Schutzkantenabschnitt überdeckte Ecke des Grundkörpers oder einen Bereich einer
abgerundeten oder abgefasten Richtungsänderung der Randfläche des Grundkörpers bzw.
des ersten Schutzkantenabschnitts erstreckt, da speziell Eckbereiche oder Übergangsbereiche
der Randfläche im späteren Gebrauch des Schalungselements hohen mechanischen Belastungen
ausgesetzt sind und der zweite Schutzkantenabschnitt dementsprechend speziell an diese
Anforderungen angepasst ausgeführt werden kann. Weiters ist an abgerundeten oder abgefasten
Ecken oder Richtungsänderungsabschnitten des Grundkörpers eine Anbringung eines durchgehenden
ersten Schutzkantenabschnittes leichter, als bei scharfen Ecken des Grundkörpers.
[0015] Die erfindungsgemäße Ausführung ist insbesondere bei Dreischichtplatten vorteilhaft
einsetzbar, da hier in jedem Teil der Randfläche zumindest Teile des Grundkörpers
quer zur Holzfaser geschnitten sind und diese so genannten Hirnholzflächen aufgrund
ihrer hohen Wasseraufnahmefähigkeit besonders vor Feuchtigkeitseinflüssen geschützt
werden müssen.
[0016] Eine hohe Bindungsfähigkeit zwischen Kantenschutz und Grundkörper sowie eine hohe
mechanische Belastbarkeit des Kantenschutzes im Gebrauch wird erzielt, wenn der Kunststoff
des ersten Schutzkantenabschnitts und der Kunststoff des zweiten Schutzkantenabschnitts
im Wesentlichen aus elastischem Kunststoff, insbesondere thermoplastischem Polyurethan
(TPU) besteht. Die beiden Kunststoffmaterialien müssen dabei nicht identisch sein,
sollen jedoch an der Kontaktfläche miteinander einen guten Haftungsverbund bilden,
wobei die mechanisch dauerhafte Verbindung unter anderem durch VANderWAALS-Kräfte
sowie Interdiffusion zwischen den Makromolekülen des ersten Kunststoffmaterials und
den Makromolekülen des zweiten Kunststoffmaterials bewirkt wird. Zusätzlich kann zwischen
dem Kunststoffmaterial des ersten Schutzkantenabschnitts und dem Kunststoffmaterial
des zweiten Schutzkantenabschnitts an der Kontaktfläche eine mechanische Verankerung,
zum Beispiel durch Hinterschnitte oder Durchbrüche im ersten Schutzkantenabschnitt
bewirkt werden, die zusätzlich zum Haftungsverbund wirksam sein kann. Zur weiteren
Verbesserung der Verbindung zwischen dem ersten Schutzkantenabschnitt und dem zweiten
Schutzkantenabschnitt kann durch Vorbehandlung der Kontaktfläche am ersten Schutzkantenabschnitt
mittels Haftvermittlern oder Primer verbessert werden. Insbesondere die Verwendung
von ähnlichem Kunststoffmaterial für den ersten Schutzkantenabschnitt und dem zweiten
Schutzkantenabschnitt garantiert eine gute und dauerhafte Verbindung.
[0017] Eine vorteilhafte Ausführung des Schalungselements besteht weiters darin, dass der
zweite Schutzkantenabschnitt entlang der Randfläche zumindest abschnittsweise eine
konstante Dicke rechtwinkelig zur Randfläche aufweist, da in derartigen Abschnitten
mit konstanter Dicke die Randfläche am Grundkörper eine Parallelkurve zur fertigen
Schutzkante darstellt und dadurch der Grundkörper auf einfache Weise für die Anbringung
des zweiten Schutzkantenabschnitts vorbereitet werden kann. Weiters wird dadurch erzielt,
dass innerhalb des zweiten Schutzkantenabschnittes möglichst geringe Änderungen der
mechanischen Eigenschaften vorhanden sind, was am gesamten Umfang des Schalungselements
anzustreben ist.
[0018] Die mechanische Verankerung des zweiten Schutzkantenabschnitts am ersten Schutzkantenabschnitt
und gegebenenfalls auch dem Grundkörper wird insbesondere dadurch gefördert, dass
eine Verbindungsfläche des zweiten Schutzkantenabschnitts mit dem ersten Schutzkantenabschnitt
und gegebenenfalls auch dem Grundkörper zumindest einem Drittel der Gesamtumfangsfläche
des zweiten Schutzkantenabschnitts entspricht. Die Gesamtumfangsfläche entspricht
dabei der gesamten Oberfläche des zweiten Schutzkantenabschnitts als Volumenkörper
betrachtet abzüglich der in den Plattenoberflächen des Schalungselements liegenden
Teilflächen. Die gesamte Oberfläche kann auch mit der Innenoberfläche des Formhohlraumes
für das Anspritzen des zweiten Schutzkantenabschnitts gleichgesetzt werden. Dadurch
wird die Gefahr einer Ablösung durch mechanische Beanspruchung verringert.
[0019] Eine auch mit anderen Ausführungsvarianten kombinierbare, vorteilhafte Ausführung
des Schalungselements besteht darin, dass die Endabschnitte des ersten Schutzkantenabschnittes,
die Kontaktflächen bzw. Stoßflächen oder Stirnflächen bilden, an denen später ein
zweiter Schutzkantenabschnitt anschließt, an geradlinigen Abschnitten der Randfläche
angeordnet sind. Diese Endabschnitte sind dadurch in nicht gekrümmtem Zustand mit
der Randfläche des Grundkörpers verbunden und es ist die Gefahr einer unerwünschten
Ablösung der Endabschnitte von der Randfläche aufgrund innerer Spannungen vermieden.
Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn zwischen der Anbringung des ersten Schutzkanteabschnitts
und des zweiten Schutzkantenabschnitts ein größerer zeitlicher Abstand besteht. Nach
dem Anspritzen des zweiten Schutzkantenabschnitts ist die Gefahr einer unerwünschten
Ablösung vernachlässigbar, da die Endabschnitte durch den zweiten Schutzkantenabschnitt
quasi zusätzlich am Grundkörper fixiert sind.
[0020] An einem Richtungsänderungsabschnitt des Grundkörpers oder des ersten Schutzkantenabschnitts,
insbesondere einer Ecke, kann die Dicke des zweiten Schutzkantenabschnitts gemessen
entlang einer Winkelsymmetralen zweier an den Richtungsänderungsabschnitt anschließenden
Randflächen vorzugsweise zwischen dem 5-fachen und dem 15-fachen der Dicke des ersten
Schutzkantenabschnitts betragen, wodurch speziell die hohen mechanischen Belastungen
ausgesetzten Ecken des Grundkörpers von der erfindungsgemäßen Schutzkante optimal
vor Beschädigungen geschützt werden.
[0021] Im Bereich der Kontaktfläche kann die Dicke des zweiten Schutzkantenabschnitts gemessen
rechtwinkelig zu dessen äußerer Oberfläche zwischen dem einfachen und dem dreifachen
der Dicke des ersten Schutzkantenabschnitts betragen, wobei vorzugsweise bei ähnlichen
mechanischen Eigenschaften des Kunststoffmaterials des ersten Schutzkantenabschnitts
und des Kunststoffmaterials des zweiten Schutzkantenabschnittes vorzugsweise eine
annähernd gleiche Dicke der beiden Schutzkantenabschnitte an der Kontaktfläche gewählt
wird, um im Bereich der Kontaktfläche möglichst geringe Veränderungen der mechanischen
Eigenschaften der fertigen Schutzkante zu bewirken. Bei unterschiedlichen mechanischen
Eigenschaften zwischen dem Kunststoffmaterial des ersten Schutzkantenabschnitts und
dem Kunststoffmaterial des zweiten Schutzkantenabschnitts können hingegen die mechanischen
Eigenschaften des zweiten Schutzkantenabschnitts durch Variation von dessen Dicke
an die des ersten Schutzkantenabschnitts angeglichen werden bzw. können im zweiten
Schutzkantenabschnitt bewusst andere mechanische Eigenschaften wie im ersten Schutzkantenabschnitt
erzielt werden, wie etwa eine erhöhte Nachgiebigkeit oder aber auch eine geringere
Nachgiebigkeit bei Druckbelastung.
[0022] Um abrupte Veränderungen der mechanischen Eigenschaften innerhalb des zweiten Schutzkantenabschnittes
zu vermeiden, kann es von Vorteil sein, wenn dieser entlang der Randfläche zumindest
abschnittsweise eine veränderliche Dicke rechtwinkelig zur Randfläche aufweist, wodurch
einerseits für die Herstellung fließende Übergänge durch sanfte Querschnittsveränderungen
erzielt werden, die etwa für die Herstellung mit einem Spritzgießverfahren strömungstechnisch
günstig sind. Da im Gebrauch der Schalungselemente diese häufig über eine Kante gezogen
werden, ist es vorteilhaft, wenn die Schutzkante eines Schalungselements möglichst
geringe mechanische Unstetigkeiten besitzt, also insbesondere eine möglichst gleichmäßige
Nachgiebigkeit oder Elastizität aufweist, da eine Schutzkante mit sich sprunghaft
verändernder Nachgiebigkeit beim Ziehen über eine Kante die Schutzkante im Bereich
dieser mechanischen Unstetigkeit einer extrem hohen Belastung ausgesetzt sein kann,
die ein Einreißen der Schutzkante bewirken könnte. Deshalb ist es vorteilhaft, wenn
der erste Schutzkantenabschnitt und der zweiten Schutzkantenabschnitt im Bereich der
Kontaktfläche bei Belastung rechtwinkelig zur Randfläche des Grundkörpers bzw. zur
Oberfläche der Schutzkante eine zumindest annähernd gleiche Steifigkeit aufweisen,
wobei die Steifigkeit als Verhältnis vom E-Modul des jeweiligen Kunststoffmaterials
zur Dicke des jeweiligen Kunststoffmaterials rechtwinkelig zur Randfläche definiert
ist.
[0023] Eine besonders wirtschaftliche Herstellung eines erfindungsgemäßen Schalungselements
ist möglich, wenn der erste Schutzkantenabschnitt und/oder der zweite Schutzkantenabschnitt
vollflächig und stumpf mit der Randfläche des Grundkörpers verbunden ist, da in diesem
Fall das Vorformatieren des Grundkörpers mit sehr einfachen Werkzeugen wie etwa einem
Sägeblatt oder einem zylindrischen Fügefräser oder einem Zerspaner erfolgen kann.
Insbesondere können unter Verwendung eines Doppelendprofilers in einem Durchlauf zwei
zueinander parallele Randflächen am Grundkörper hergestellt werden, wobei durch quer
zur Vorschubrichtung im Doppelendprofiler angeordnete Verstellachsen der Fräsaggregate
ein zusätzlicher Freiheitsgrad bei der Gestaltung der Randfläche bestehen kann. In
dieser Ausführungsform der Randfläche kann auf das Einbringen von zusätzlichen Nuten
mittels aufwändiger Werkzeuge verzichtet werden und durch Verwendung von hochfesten
Klebeverbindungen trotzdem eine mechanisch ausreichend feste Verbindung zwischen dem
ersten Schutzkantenabschnitt und dem Grundkörper erzielt werden. Als Beispiel für
ein derart hochfestes Kleberverfahren sein an dieser Stelle der Einsatz von PUR-Hot-Melt
Klebstoffsystemen erwähnt, die im Bereich der Kantenanleimung seit langem wirtschaftlich
und mit zuverlässigen Ergebnissen eingesetzt werden und mechanisch hoch belastbare
Verbindungen ermöglichen sowie auch gegenüber Umwelteinflüssen, insbesondere Feuchtigkeit,
eine hohe Widerstandsfähigkeit aufweisen.
[0024] Die stumpfe Vorformatierung der Randfläche erfolgt im einfachsten Fall rechtwinkelig
zur Oberfläche des plattenartigen Grundkörpers, jedoch kann auch abweichend davon
die Randfläche schräg zur Plattenoberfläche des Schalungselements orientiert sein.
[0025] Alternativ dazu kann insbesondere im Bereich des zweiten Schutzkantenabschnittes
die Randfläche zumindest eine Ausnehmung oder eine entlang der Randfläche des Grundkörpers
verlaufende Profilierung aufweisen, wodurch zwischen dem zweiten Schutzkantenabschnitt,
der mittels eines Spritzgießverfahrens nach dem Anbringen der ersten Schutzkantenabschnitte
aufgebracht wird, eine größere Oberfläche der Randfläche, die zur Benetzung mit dem
schmelzflüssigen Kunststoffmaterial des zweiten Schutzkantenabschnitts zur Verfügung
steht und dadurch eine höhere mechanische Haftung am Grundkörper erzielt werden kann.
Geeignete Ausnehmungen im Grundkörper können dabei durch Schlitze oder Bohrungen gebildet
sein, die mit einfachen Werkzeugen und eventuell sogar in einem Durchlaufverfahren
hergestellt werden können; eine Profilierung an der Wandfläche des Grundkörpers kann
ebenfalls in einem Durchlaufverfahren mit aus dem Stand der Technik bekannten Werkzeugen
und Verfahren einfach aufgebracht werden.
[0026] Bei der Anbringung von Ausnehmungen oder Nuten an der Randfläche des Grundkörpers
muss jedoch berücksichtigt werden, dass diese beim Anbringen des zweiten Schutzkantenabschnittes
mittels eines Spritzgießverfahrens und den dabei auftretenden Oberflächendrücken Ausgangspunkt
für mögliche Spalterscheinungen des Grundkörpers aus Holz und/oder Holzwerkstoff bilden
können und daher scharfe Ecken soweit als möglich vermieden werden sollten. Diese
Gefahr der Aufspaltung des Grundkörpers während des Einspritzens des zweiten Kunststoffmaterials
ist bei einem vollflächigen oder stumpfen Vorformatieren der Randfläche des Grundkörpers
weitgehend vermieden.
[0027] Eine zusätzliche Erhöhung der mechanischen Festigkeit der Verbindung zwischen dem
ersten Schutzkantenabschnitt und dem zweiten Schutzkantenabschnitt kann erreicht werden,
wenn diese im Bereich der Kontaktfläche zusammenwirkende Formschlüsselemente aufweisen.
So können etwa am ersten Schutzkantenabschnitt, der beispielsweise durch vorgefertigtes
Kantenmaterial aus dem ersten Kunststoff gebildet ist, während der Anbringung geeignete
Hinterschneidungen an der Kontaktfläche vorgesehen werden, die beim nachfolgenden
Anbringen des zweiten Schutzkantenabschnittes mittels eines Spritzgießverfahrens vom
Kunststoff des zweiten Schutzkantenabschnitts ausgefüllt werden und nach Verfestigung
des zweiten Kunststoffmaterials eine formschlüssige, mechanische Verbindung zwischen
den beiden Schutzkantenabschnitten hergestellt ist. Durch derartige Hinterschneidungen
oder Ausnehmungen wird zusätzlich die gemeinsame Oberfläche der Kontaktfläche vergrößert
und steht dadurch eine größere Fläche für eine Adhäsionswirkung zwischen erstem Kunststoffmaterial
und zweitem Kunststoffmaterial zur Verfügung. Eine derartige Hinterschneidung oder
eine Ausnehmung kann bei einem ersten Schutzkantenabschnitt, der aus vorgefertigtem
Rollenmaterial gebildet ist, mittels eines geeigneten Stanzers beim Kapp-Schnitt hergestellt
werden.
[0028] Wie bereits zuvor erwähnt, ist es von Vorteil, wenn erste Schutzkantenabschnitte
und zweite Schutzkantenabschnitte möglichst ähnliche oder gleichwertige physikalische,
insbesondere mechanisch-technologische Eigenschaften aufweisen und dadurch eine möglichst
homogene Schutzkante über den gesamten Umfang eines Schalungselements vorliegt. Dies
kann erzielt werden, wenn das Kunststoffmaterial des ersten Schutzkantenabschnitts
und das Kunststoffmaterial des zweiten Schutzkantenabschnitts zumindest annähernd
gleiche technologische Eigenschaften, insbesondere Elastizität, Reissfestigkeit, Härte,
Schmelztemperatur usw., aufweisen.
[0029] Alternativ dazu kann es jedoch auch vorteilhaft sein, wenn das Kunststoffmaterial
des ersten Schutzkantenabschnitts und das Kunststoffmaterial des zweiten Schutzkantenabschnitts
zueinander merkbar unterschiedliche mechanisch-technologische Eigenschaften aufweisen.
Etwa im Bereich von Ecken der Schutzkante, die von zweiten Schutzkantenabschnitten
gebildet werden und die im allgemeinen höheren mechanischen Belastungen im Gebrauch
ausgesetzt sind, kann in dieser Ausführungsform ein anderes Kunststoffmaterial verwendet
werden, als für die ersten Schutzkantenabschnitte, die sich über einen Großteil der
Längskanten oder Querkanten einer Schaltafel erstrecken.
[0030] Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen hoher mechanischer Belastbarkeit und wirtschaftlicher
Herstellung eines Schalungselements mit Schutzkante zu erzielen, ist es vorteilhaft,
wenn die Dicke des ersten Schutzkantenabschnitts zwischen dem 0,1-fachen und dem 0,5-fachen
der Dicke des Grundkörpers entspricht. Die Grundkörper von Schalungselementen besitzen
häufig eine Dicke zwischen 10 mm und 35 mm, wobei sich in der Praxis eine mittlere
Dicke des ersten Schutzkantenabschnitts von 2 mm bis 8 mm als vorteilhaft erwiesen
hat. Bei einem ersten Schutzkantenabschnitt bzw. zweiten Schutzkantenabschnitt einer
derartigen Dicke ist gewährleistet, dass auch punktförmige, stoßartige Belastungen
an der Kante eines derartigen Schalungselements von dem Kunststoffmaterial der Schutzkante
auf eine größere Fläche verteilt wird und der darunter liegende Grundkörper auf Holz
und/oder Holzwerkstoff relativ geringen und daher beschädigungsfrei ertragbaren mechanischen
Belastungen ausgesetzt ist.
[0031] Da erfindungsgemäße Schalungselemente eine sehr hohe Gebrauchsdauer besitzen und
hochwertige Betriebsmittel darstellen, ist es weiters vorteilhaft möglich, im Bereich
der Schutzkante ein Mess-Sensorelement und/oder ein RFID-Transponderelement vorzusehen.
So kann etwa vor dem Anbringen des ersten Schutzkantenabschnitts in einer Ausnehmung
des Grundkörpers ein entsprechendes Element eingebaut werden oder aber auch vor Anbringung
des zweiten Schutzkantenabschnittes, da der zweite Schutzkantenabschnitt mittels eines
Spritzgießverfahrens angebracht wird, ist es insbesondere auch möglich, ein derartiges
Element auch im zweiten Schutzkantenabschnitt einzugießen. Ein Mess-Sensorelement
in einem derartigen Schalungselement kann beispielsweise dazu benutzt werden eine
Temperatur im Bereich der Schalung zu messen. Ein RFID-Transponderelement ist beispielsweise
zur berührungslosen und/oder automatisierbaren Identifizierung einzelner Schalungselemente
geeignet, wodurch sich auch der Einsatz derartiger Schalungselemente über die Gebrauchsdauer
gesehen verfolgen lässt, oder kann dazu verwendet werden, Messwerte eines Mess-Sensorelements
berührungslos auslesbar bereitzustellen.
[0032] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung eines Schalungselements besteht darin,
dass der erste Schutzkantenabschnitt im Wesentlichen bündig mit der Plattenoberfläche
abschließt und der zweite Schutzkantenabschnitt einen gegenüber der Plattenoberfläche
des Grundkörpers, insbesondere um zumindest 0,5 mm, erhabenen Überhöhungsabschnitt
aufweist. Die aus dem zweiten Kunststoff gebildeten Ecken eines derartigen Schalungselements
sind somit etwas dicker als der Grundkörper und die ersten Schutzkantenabschnitte.
An einer damit hergestellten Betonoberfläche ergeben sich dadurch in den Eckbereichen
des Schalungselements mit den Überhöhungen korrespondierende, leicht vertiefte Abschnitte,
die entweder an der fertigen Oberfläche nicht stören oder einfach durch Spachteln
ausgefüllt werden können. Der wesentliche Vorteil der Überhöhungen besteht darin,
dass die Eckbereiche des Schalüngselements nicht gegenüber der Plattenoberfläche des
Grundkörpers zurückspringen bzw. vertieft sind und dadurch an der fertigen Betonoberfläche
keine örtlichen Erhebungen entstehen, auch wenn im Gebrauch der Grundkörper aufgrund
von Feuchtigkeitseinfluss in seiner Dicke durch Quellvorgänge zunimmt oder die Eckbereiche
als am stärksten belastete Zonen des Schalungselements eine stärkere Abnutzung als
der Grundkörper oder die ersten Schutzkantenabschnitte aufweisen. Ein weiterer Vorteil
der Überhöhungsabschnitte besteht darin, dass bei derart ausgebildeten Schalungselementen
beim Aufeinanderstapeln Luftspalte zwischen einander zugewandten Plattenoberflächen
gebildet werden, die ein Ablüften von Feuchtigkeit aus dem Grundkörper über die Plattenoberflächen
erleichtern und dadurch Staunässe und die dadurch bewirkten negativen und lebensdauerverkürzenden
Auswirkungen auf das Holz bzw. die Holzwerkstoffe des Schalungselements reduziert
werden. Der Überhöhungsabschnitt ist dabei insbesondere zwischen 0,5 mm und 2 mm gegenüber
der Plattenoberfläche des Schalungselements erhaben.
[0033] Vorteilhafterweise weist ein Überhöhungsabschnitt eine zur Plattenoberfläche parallele
Überhöhungsfläche auf, die sich bis zur Ecke des Schalungselements erstreckt. Eine
im Gebrauch auftretende Abnützung des Überhöhungsabschnitts verteilt sich dadurch
gleichmäßiger auf eine größere Fläche und bleibt die Überhöhung in den Eckbereichen
dadurch auch bei rauen Einsatzbedingungen länger erhalten. Weiters liegen aufeinander
gestapelte Schalungselemente dadurch stabiler aufeinander.
[0034] Eine vom Niveau der Plattenoberfläche zur Überhöhungsfläche verlaufende rampenartige
Übergangsfläche am zweiten Schutzkantenabschnitt bewirkt, dass an der fertigen Betonoberfläche
ein sanfter, allmählich ansteigender Übergang zwischen Plattenoberfläche und Überhöhungsabschnitt
gebildet wird und keine scharfen Kanten oder Stufen entstehen. Zusätzlich werden Probleme
beim Ausschalen sowie beim Handling der Schalungselemente, wie z.B. ein Verhaken der
Überhöhungsabschnitte an Kanten usw. vermieden.
[0035] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Schalungselements mit Kantenschutz
gemäß Patentanspruch 12 zeichnet sich dadurch aus, dass einzelne Teilabschnitte des
Kantenschutzes jeweils mit denjenigen Maßnahmen hergestellt werden, die eine optimale
Ausgewogenheit zwischen Wirtschaftlichkeit des Herstellverfahrens sowie optimalen
Gebrauchseigenschaften, insbesondere hoher Haltbarkeit des Kantenschutzes darstellt.
[0036] Der zweite Schutzkantenabschnitt wird nach der Anbringung des ersten Schutzkantenabschnitts
in einem Spritzgießverfahren unter Verwendung eines den Grundkörper und einen Teilabschnitt
des ersten Schutzkantenabschnitts bzw. zweier benachbarter erster Schutzkantenabschnitte
im Bereich der Kontaktfläche umgreifenden Spritzgießwerkzeugs angebracht. Der Formhohlraum
für die Aufnahme des schmelzflüssigen zweiten Kunststoffmaterials wird somit zum einen
durch Formwände des Spritzgießwerkzeugs und zum anderen durch eine Außenfläche des
ersten Schutzkantenabschnitts oder die Randfläche des Grundkörpers zusammen mit Stoßflächen
und Außenflächen benachbarter erster Schutzkantenabschnitte begrenzt. Dieses Verfahren
ist als Urformverfahren unempfindlich gegenüber Geometrieschwankungen der Randfläche
bzw. der Stoßflächen benachbarter erster Schutzkantenabschnitte und können daher die
vorgeordneten Teilschritte der Formatierung des Grundkörpers sowie die Anbringung
des ersten Schutzkantenabschnitts mit weniger hohen Genauigkeitsanforderungen durchgeführt
werden.
[0037] Eine hochwertige, dauerhafte, insbesondere mechanisch hochbelastbare und wasserdichte
Verbindung an der Kontaktfläche wird dadurch erzielt, dass die Verbindung des zweiten
Schutzkantenabschnitts mit dem ersten Schutzkantenabschnitt an der Kontaktfläche durch
einen Anschmelzvorgang oder einen Schweißvorgang hergestellt wird, durch den eine
innige Verbindung zwischen dem Kunststoffmaterials des ersten Schutzkantenabschnitts
und dem Kunststoffmaterial des zweiten Schutzkantenabschnitts erzielt wird. Durch
eine möglichst hohe Temperatur des schmelzflüssigen Kunststoffmaterials des zweiten
Schutzkantenabschnitts wird beim Einspritzvorgang auch das Kunststoffmaterial des
ersten Schutzkantenabschnitts oberflächlich angeschmolzen und dadurch eine innige
Verbindung hergestellt. Eine besonders gute Verbindung wird dabei erzielt, wenn das
Kunststoffmaterial des ersten Schutzkantenabschnitts und das Kunststoffmaterial des
zweiten Schutzkantenabschnitts zumindest ähnlich oder weitgehend identisch sind, also
eine gleichwertige chemische Zusammensetzung aufweisen.
[0038] Nach Durchführung des Spritzgießvorganges wird dem Kunststoffmaterial des zweiten
Schutzkantenabschnitts über das Spritzgießwerkzeug und dem restlichen Schalungselement
Wärme entzogen, wodurch der anfänglich schmelzflüssige Kunststoff erstarrt und der
zweite Schutzkantenabschnitt die gewünschte Festigkeit erhält. Um das Abkühlen des
zweiten Schutzkantenabschnitts zu beschleunigen und dadurch die erforderliche Zeitdauer
bis zum Entformen des Schalungselements zu verkürzen, kann das Spritzgießwerkzeug
Kühleinrichtungen wie in Form von flüssigkeitsdurchströmten Kühlkanälen aufweisen.
[0039] Da die Vorformatierung des Grundkörpers am wirtschaftlichsten in einem Durchlaufverfahren
erfolgt, ist es von Vorteil, wenn der erste Schutzkantenabschnitt bzw. die ersten
Schutzkantenabschnitte in einem Durchlaufverfahren an der Randfläche des Grundkörpers
angebracht werden. Dazu ist es möglich, entsprechende Vorrichtungen für die Anbringung
des ersten Schutzkantenabschnitts in einen Doppelendprofiler oder aber auch eine einseitige
Kantenstraße, auf der die Formatierung des Grundkörpers erfolgt, zu integrieren.
Das Kunststoffmaterial des ersten Schutzkantenabschnitts und/oder des zweiten Schutzkantenabschnitts
kann jedoch auch auf einer eigenen Bearbeitungsstation unabhängig von der Vorformatierung
aufgebracht werden.
[0040] Das Kunststoffmaterial für den ersten Schutzkantenabschnitt kann dazu vorteilhaft
als vorgefertigtes Kantenmaterial vorliegen, das in Form von vorformatierten Streifen
oder als Rollenmaterial angebracht wird, wobei diese Ausführungsform auch vorteilhaft
mit anderen beschriebenen Ausführungsformen kombiniert werden kann.
[0041] Unabhängig von der Art der Anbringung des ersten Schutzkantenabschnitts und des zweiten
Schutzkantenabschnitts kann die Randfläche vor der Anbringung einer Vorbehandlung
unterzogen werden, die zur Verbesserung der Haftfestigkeit des Kantenschutzes unter
anderem den Einsatz von Primer oder ähnlichen Haftvermittlern umfassen kann.
[0042] Weiters ist es möglich, dass vor dem Anbringen des zweiten Schutzkantenabschnitts
die Kontaktfläche am ersten Schutzkantenabschnitt und/oder die Randfläche des Grundkörpers
einer spanenden Bearbeitung unterzogen wird. Dabei kann, insbesondere ebenfalls in
einem Durchlaufverfahren, eine spanende Bearbeitung mit geometrisch bestimmten Schneiden
wie etwa Sägen oder Fräsen oder mit geometrisch unbestimmten Schneiden wie etwa Schleifen
erfolgen. Durch eine derartige Zwischenformatierung des Schalungselements vor der
Anbringung des zweiten Schutzkantenabschnitts kann die Genauigkeitsanforderung an
das vorhergehende Anbringen des ersten Schutzkantenabschnitts niedriger gehalten werden,
wodurch die Wirtschaftlichkeit des Gesamtverfahrens reduziert werden kann. Weiters
kann durch diese zusätzliche spanende Bearbeitung zwischen dem Aufbringen der einzelnen
Schutzkantenabschnitte ein zweiter Schutzkantenabschnitt sowie den Kontaktflächen
eine besondere Geometrie erreicht werden und dadurch etwa eine besonders hohe Nachgiebigkeit
und Elastizität oder aber auch eine hohe Widerstandsfähigkeit und hohe Steifigkeit
verliehen werden kann. Um bei diesem spanenden Bearbeiten nach dem Anbringen des ersten
Schutzkantenabschnitts saubere Schnittkanten zu erzielen, werden die Schneidwerkzeuge
im Gleichlaufverfahren eingesetzt.
[0043] Eine besonders wirtschaftliche Herstellung der erfindungsgemäßen Schalungselemente
wird möglich, wenn an stetig verlaufenden Randflächenabschnitten, insbesondere Längskanten
und Stirnkanten eines rechteckigen Grundkörpers, erste Schutzkantenabschnitte in einem
Durchlaufverfahren angebracht werden und nachfolgend an Randflächenabschnitten zwischen
oder an zueinander winkelig aneinander orientierten, ersten Schutzkantenabschnitten
die zweiten Schutzkantenabschnitte mittels eines Spritzgießverfahrens angebracht werden.
Dadurch kann ein Großteil des umlaufenden Kantenschutzes mit dem wirtschaftlich günstig
Durchlaufverfahren angebracht werden, wobei dieses Verfahren sehr flexibel auch bei
unterschiedlichsten Formaten eingesetzt werden kann, während die Anbringung der zweiten
Schutzkantenabschnitte an den Ecken des Schalungselements mittels geeigneter Spritzgießwerkzeuge,
die lediglich in der Dicke des Schalungselements verstellbar sein müssen, unabhängig
von den Flächenabmessungen des Schalungselements wirtschaftlich angebracht werden
können und eine gleichbleibende Qualität der Verbindung an den Kontaktflächen erzielt
werden kann.
[0044] Eine besonders vorteilhafte, auch mit anderen Ausführungsformen kombinierbare Ausführungsform
eines Schalungselements bzw. des Verfahrens zur Herstellung eines solchen besteht
darin, dass in einem ersten Herstellungsschritt der erste Schutzkäntenäbschnitt, insbesondere
als Halbfertigmaterial, auf annähernd die gesamte Randfläche des Grundkörpers aufgebracht
wird. Annähernd heißt in diesem Zusammenhang, dass am gesamten Umfang des Grundkörpers
möglichst nur zwei Stoßflächen bzw. Stirnflächen des ersten Schutzkantenabschnittes
vorhanden sind, die vorzugsweise in einem Eckbereich des fertigen Schalungselements
positioniert sind. Der Grundkörper ist in den Eckbereichen des fertigen Schalungselements
vorzugsweise mit einer Rundung oder Abschrägung versehen, wodurch die Randfläche gegenüber
einem rechten Winkel zurückversetzt ist. Diese Abschrägung oder Abrundung der Kontur
des Grundkörpers erleichtert die Anbringung des ersten Schutzkantenabschnittes in
einem Stück, insbesondere die kontinuierliche Anbringung in einem Durchlaufverfahren.
Die Stoßflächen des ersten Schutzkantenabschnitts werden vorteilhafterweise an einer
derartigen Abrundung oder Abschrägung positioniert, wobei die einander zugewandten
Stoßflächen zueinander einen Abstand von bis zu wenigen Zentimetern, vorzugsweise
weniger als 20 mm aufweisen. An den geraden Abschnitten der Randfläche ist die Außenfläche
des ersten Schutzkantenabschnittes bereits die spätere Außenfläche des Schalungselements,
während in den Eckbereichen die fertige Außenfläche des Schalungselements durch Anspritzen
der zweiten Schutzkantenbereiche gebildet wird.
[0045] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
- Fig. 1
- ein Schalungselement in Form einer rechteckigen Schaltafel mit umlaufendem Kantenschutz;
- Fig. 2
- eine mögliche Ausführung eines Eckbereichs des Schalungselements;
- Fig. 3
- eine weitere mögliche Ausführungsform eines Eckbereichs des Schalungselements mit
einem angedeuteten Spritzgießwerkzeug;
- Fig. 4
- einen Schnitt durch ein Schalungselement gemäß Linie IV-IV in Fig. 1;
- Fig. 5
- eine weitere mögliche Ausführungsform des Kantenschutzes in einem Eckbereich des Schalungselements;
- Fig. 6
- eine weitere mögliche Ausführungsform des Kantenschutzes in einem Eckbereich des Schalungselements;
- Fig. 7
- ein Ablaufschema für das Herstellverfahren eines erfindungsgemäßen Schalungselements;
- Fig. 8
- eine weitere Ausführungsform einen Schalungselements mit Kantenschutz;
- Fig. 9
- einen Schnitt durch einen Kantenschutz mit einer speziellen Ausführungsform eines
ersten Schutzkantenabschnitts.
- Fig. 10
- einen Eckbereich eines Schalungselements mit einem Überhöhungsabschnitt im zweiten
Schutzkantenabschnitt in einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 11
- einen Schnitt durch einen Eckbereich gemäß Fig. 10;
- Fig. 12
- einen Eckbereich eines Schalungselements mit einem Überhöhungsabschnitt im zweiten
Schutzkantenabschnitt in einer weiteren Ausführungsform;
- Fig. 13
- einen Schnitt durch einen Eckbereich gemäß Fig. 12.
[0046] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0047] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0048] Fig. 1 zeigt ein Schalungselement 1 zur Herstellung von Bauteilen aus Beton, hier
beispielsweise in Form einer Schaltafel 2, das einen flächigen Grundkörper 3 umfasst,
dessen Rand mit einer umlaufenden Schutzkante 4 aus Kunststoff versehen ist. Der Grundkörper
3 des Schalungselements 1 besteht im Wesentlichen aus Holz und/oder einem Holzwerkstoff,
der dem Schalungselement 1 die für die Verwendung erforderliche Festigkeit und Stabilität
verleiht, während die Schutzkante 4 im Wesentlichen dazu dient, den Randbereich des
Grundkörpers 3 vor Beschädigungen und vor Feuchtigkeitseinfluss weitgehend zu schützen.
[0049] Als weiterer Schutz vor Feuchtigkeitseinfluss auf den Grundkörper 3 kann eine Plattenoberfläche
5 oder zwei gegenüberliegende Plattenoberflächen 5, 6 jeweils mit einer Decklage 7
versehen sein, die die Fläche des Grundkörpers 3 aus Holz bzw. Holzwerkstoff vor Feuchtigkeitseinfluss
abschirmt und beispielsweise durch eine Kunststoffoberfläche, etwa aus Polypropylen
PP, Lack gebildet ist. Am Grundkörper 3 ist dabei durch Zuschnitt bzw. Formatieren
eine umlaufende Randfläche 8 gegeben, an der die Schutzkante 4 angebracht ist. Die
umlaufende Schutzkante 4 ist dabei aus mehreren Schutzkantenabschnitten zusammengesetzt,
wobei an ersten Teilflächen 9, 9', 9" und 9"' der Randfläche 8 erste Schutzkantenabschnitte
10, 10', 10" und 10"' angeordnet sind und an zweiten Teilflächen 11, 11', 11" und
11"' der Randfläche 8 zweite Schutzkantenabschnitte 12, 12', 12" und 12"' angeordnet
sind. Die ersten Schutzkantenabschnitte 10, 10', 10" und 10"' erstrecken sich jeweils
über den Großteil der Längskanten bzw. Querkanten des Grundkörpers 3, während sich
die zweiten Schutzkantenabschnitte 12, 12', 12" und 12'" über Eckbereiche des Grundkörpers
3 erstrecken und an Kontaktflächen 13 jeweils unmittelbar an einem benachbarten ersten
Schutzkantenabschnitt 10 anschließen, wodurch eine ununterbrochene und über die gesamte
Randfläche 8 verlaufende Schutzkante 4 gebildet ist. Die Schutzkante 4 kann selbstverständlich
auch als Kantenschutz bezeichnet werden, wobei beiden Begriffen in diesem Zusammenhang
dieselbe Bedeutung zukommt.
[0050] An den Kontaktflächen 13 sind jeweils ein erster Schutzkantenabschnitt 11 und ein
zweiter Schutzkantenabschnitt 12 dauerhaft und vollflächig miteinander verbunden,
wodurch die Schutzkante 4 dadurch auch im Bereich der Kontaktflächen 13 gegenüber
den im Gebrauch auftretenden mechanischen Belastungen und Feuchtigkeitseinflüssen
ausreichend widerstandsfähig ist. Die Verbindung an der Kontaktfläche 13 ist durch
das verwendete Spritzgießverfahren und die dadurch bewirkte innige Verbindung des
zweiten Schutzkantenabschnitts 12 mit dem ersten Schutzkantenabschnitt 10 mechanisch
hoch belastbar und wasserdicht.
[0051] Die ersten Schutzkantenabschnitte 10, 10', 10" und 10'" bestehen aus einem ersten
Kunststoffmaterial, das eine hohe mechanische Verschleißfestigkeit und eine hohe Beständigkeit
gegenüber Umwelteinflüssen, wie Feuchtigkeit, Betoninhaltsstoffe, chemische Substanzen,
erhöhte Temperatur, Sonnenstrahlung und UV-Strahlung aufweist.
[0052] Die zweiten Schutzkantenabschnitte 12, 12', 12" und 12"' sind im Gebrauch vergleichbaren
mechanischen Belastungen und vergleichbaren Umwelteinflüssen wie die ersten Schutzkantenabschnitte
10 ausgesetzt und sind aus einem zweiten Kunststoffmaterial gebildet, das entweder
zumindest annähernd mit dem ersten Kunststoffmaterial der ersten Schutzkantenabschnitte
10 identisch ist, kann aber auch aus einem zweiten Kunststoffmaterial, das vom ersten
Kunststoffmaterial merkbar abweichende Eigenschaften aufweist, bestehen.
[0053] Die ersten Schutzkantenabschnitte 10, 10', 10" und 10"', die im dargestellten Ausführungsbeispiel
jeweils den Großteil der Längskanten bzw. der Querkanten des Grundkörpers 3 bedecken,
sind beispielsweise in einem Durchlaufverfahren an dessen Randfläche 8 angebracht
und können aus Halbmaterial des betreffenden-Kunststoffmaterials gebildet sein, etwa
in Form von vorkonfektioniertem Streifenmaterial oder als endloses Rollenmaterial,
das in entsprechender Länge an die Randfläche 8 appliziert wird. Für diese Anbringung
der ersten Schutzkantenabschnitte 10, 10', ... können beispielsweise alle gängigen
Anleimverfahren benutzt werden, bei denen hochfeste und feuchtigkeitsbeständige Klebstoffsysteme
zum Einsatz kommen können. Als Beispiel für ein geeignetes Klebstoffsystem sei an
dieser Stelle die Verwendung von PUR-Hot-Melt Klebstoffsystemen genannt, die sich
unter anderem dadurch auszeichnen, dass sie sowohl unter Wärmeeinfluss und/oder Feuchtigkeitseinfluss
aushärten können und eine ausgezeichnete Haftfestigkeit einer Schutzkante 4 am Grundkörper
3 erzielt werden kann.
[0054] Die zweiten Schutzkantenabschnitte 12, 12', 12" und 12"', die in den Eckbereichen
des Grundkörpers 3 angeordnet sind, sind mittels eines Spritzgießverfahrens am Grundkörper
3 und an den ersten Schutzkantenabschnitten 10, 10', ... angebracht und erstrecken
sich jeweils zwischen zwei ersten Schutzkantenabschnitten 10. Für die Durchführung
des Spritzgießverfahrens wird dazu ein Spritzgießwerkzeug am Grundkörper 3 mit den
an diesem bereits angebrachten ersten Schutzkantenabschnitten 10 so angeordnet, dass
für die Herstellung der zweiten Schutzkantenabschnitte 12 jeweils ein geeigneter Formhohlraum
geschaffen wird, der zum einen durch Formteilelemente des Spritzgießwerkzeugs selbst
und zum anderen durch eine zweite Teilfläche 11 der Randfläche 8 sowie Stirnflächen
der benachbarten, ersten Schutzkantenabschnitte 10 begrenzt ist. Auf weitere Ausführungsdetails
dieses Spritzgießvorgangs wird anhand eines weiteren Ausführungsbeispiels näher eingegangen.
[0055] Das Schalungselement 1 ist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 durch eine rechteckige
Schaltafel 2 gebildet, es sind jedoch natürlich auch von der Rechteckform abweichende
Umrisse des Schalungselements 1 denkbar, insbesondere auch andere Eckwinkel oder auch
abgerundete Teilabschnitte der Randfläche 8 des Grundkörpers 3, wobei an abgerundeten
Teilflächen der Randfläche 8 sowohl ein erster Schutzkantenabschnitt 10 als auch ein
zweiter Schutzkantenabschnitt 12 angeordnet sein kann. So können beispielsweise mit
bekannten Methoden auch Kantenmaterialien an abgerundeten, etwa abschnittsweise kreisförmigen
Randflächen 8 angefahren werden. Die zweiten Schutzkantenabschnitte 12 werden vorzugsweise
an Teilflächen 11 der Randfläche 8 vorgesehen, in denen die Randfläche 8 eine Richtungsänderung
vollzieht, die Teilflächen 11 erstrecken sich somit über einen Richtungsänderungsabschnitt
14, der im dargestellten Beispiel der Schaltafel 2 jeweils einer Ecke 15 des Grundkörpers
3 entspricht.
[0056] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt eines Schalungselements 1 und zwar einen Richtungsänderungsabschnitt
14 in Form einer Ecke 15, die etwa der rechten unteren Ecke in Fig. 1 entspricht.
Dabei ist an der Randfläche 8 des Grundkörpers 3 an der Längskante ein erster Schutzkantenabschnitt
10 sowie an der Querkante ein weiterer, erster Schutzkantenabschnitt 10' angeordnet
und erstreckt sich dazwischen ein zweiter Schutzkantenabschnitt 12, der den Grundkörper
3 im Bereich der Ecke 15 umfasst und quasi die Lücke zwischen den beiden ersten Schutzkantenabschnitten
10 und 10' schließt. Durch kurze Striche an den Kontaktflächen 13 ist dabei die dauerhafte
Verbindung zwischen den ersten Schutzkantenabschnitten 10 und 10" sowie dem zweiten
Schutzkantenabschnittabschnitt 12 angedeutet.
[0057] In Fig. 2 ist weiters angedeutet, dass eine Dicke 16' des zweiten Schutzkantenabschnitts
12 etwa gleich der Dicke 17 des ersten Schutzkantenabschnitts 10' sein kann - in Fig.
2 der nach oben weisende Arm des winkelförmigen, zweiten Schutzkantenabschnitts 12,
entsprechend der kürzeren Querkante des rechteckigen Schalungselements in Fig. 1 -
oder dass eine Dicke 16 des zweiten Schutzkantenabschnitts 12 größer als die Dicke
17 des ersten Schutzkantenabschnitts 10 sein kann - wie in Fig. 2 am waagrechten Arm
des Schutzkantenabschnitts 12, entsprechend der längeren Längskante des rechteckigen
Schalungselements in Fig. 1, dargestellt. Diese beispielhaft dargestellte Variation
der Dicke 16 des zweiten Schutzkantenabschnitts 12 kann dazu verwendet werden, diesem
ähnliche mechanische Eigenschaften bei einer Belastung etwa rechtwinkelig auf die
Schutzkante 4 zu verleihen, etwa um unterschiedliche Härtegrade bzw. Elastizität zwischen
dem Kunststoffmaterial des ersten Schutzkantenabschnitts 10 und des Kunststoffmaterials
des zweiten Schutzkantenabschnittes 12 auszugleichen. So empfiehlt sich eine etwa
gleiche Dicke 16' des zweiten Schutzkantenabschnitts 12 und der Dicke 17 des ersten
Schutzkantenabschnitts 10', wenn die beiden Kunststoffmaterialien annähernd gleiche
Elastizität aufweisen, während sich beispielsweise bei einem Kunststoffmaterial des
zweiten Schutzkantenabschnitts 12 mit geringerer Elastizität gegenüber dem Kunststoffmaterial
des ersten Schutzkantenabschnitts 10 dadurch ausgleichen lässt, dass die Dicke 16
des zweiten Schutzkantenabschnitts größer gewählt wird als die Dicke 17 des ersten
Schutzkantenabschnitts 10, vorausgesetzt, dass beide Kunststoffmaterialien eine höhere
Elastizität aufweisen, als der Grundkörper 3 aus Holz und/oder Holzwerkstoff, was
im Allgemeinen angenommen werden kann.
[0058] Fig. 2 zeigt weiters, dass die Randfläche 8 nach dem Anbringen des ersten Schutzkantenabschnittes
10 nachträglich spanend bearbeitet werden kann und dabei gleichzeitig die die Kontaktflächen
13 bildenden Stirnflächen des ersten Schutzkantenabschnittes 10 für die Verbindung
mit dem zweiten Schutzkantenabschnitt 12 vorbereitet werden können. Die in Fig. 2
dargestellte Begrenzungskurve der Randfläche 8 ergibt sich beispielsweise dadurch,
wenn nach dem Anbringen des ersten Schutzkantenabschnitts 10 im Durchlauf ein Fräswerkzeug
in Eingriff gebracht wird, das mit senkrecht zur Grundkörperebene orientierter Drehachse
rotiert und in Eintauchrichtung 18 quer zur Längskante des Schalungselements 1 zugestellt
wird, anschließend der Grundkörper 3 mit Bewegung des Fräswerkzeugs parallel zur Längskante
mit konstantem Maß weiter zerspant wird und am Ende des Grundkörpers 3 eine weitere
Zustellbewegung 19 quer zur Längskante durchgeführt wird, die einen geschwungenen
Auslauf 20 der Randfläche 8 des Grundkörpers bewirkt.
[0059] Es ist dabei von Vorteil, wenn sich die Schenkel des winkelförmigen, zweiten Schutzkantenabschnittes
12, ausgehend von der Ecke 15 am fertigen Schalungselement 1 über ein mehrfaches der
Dicke 16 entlang der Randfläche 8 erstrecken, wodurch zusätzlich zur Verbindung mit
den ersten Schutzkantenabschnitten 10, 10' an den Kontaktflächen 13 eine große Kontaktfläche
zwischen zweitem Schutzkantenabschnitt 12 und dem Grundkörper 3 erzielt wird und dadurch
eine hohe mechanische Belastbarkeit gegenüber Abschervorgängen oder Abschälvorgängen
erzielt wird. Eine ausreichend große Haftfläche zwischen zweitem Schutzkantenabschnitt
12 und Grundkörper 3 , eine Verbindungsfläche 21 des zweiten Schutzkantenabschnitts
12 mit dem ersten Schutzkantenabschnitt 10 und gegebenenfalls auch dem Grundkörper
3 zumindest einem Drittel der Gesamtumfangsfläche des zweiten Schutzkantenabschnitts
12 entspricht. Die Gesamtumfangsfläche entspricht dabei der gesamten Oberfläche des
zweiten Schutzkantenabschnitts 12 als Volumenkörper betrachtet abzüglich der in den
Plattenoberflächen 5, 7 des Schalungselements 1 liegenden Teilflächen. Die gesamte
Oberfläche kann auch mit der Innenoberfläche des Formhohlraumes für das Anspritzen
des zweiten Schutzkantenabschnitts 12 gleichgesetzt werden.
[0060] In Fig. 1 besitzt der dargestellte zweite Schutzkantenabschnitt 12 weiters zumindest
abschnittsweise etwa eine konstante Dicke 16, wodurch in diesen Abschnitten auch von
weitgehend konstanten, mechanischen Eigenschaften ausgegangen werden kann.
[0061] Fig. 3 zeigt als Beispiel für eine alternative Ausführungsform eines Schalungselements
1 einen Ausschnitt einer Ecke 15 einer Schaltafel 2, bei der eine abgerundete Randfläche
8 des Grundkörpers 3 im Eckbereich und die zwei daran anschließenden geraden Kanten
- beispielsweise die Längskante und die Querkante eines rechteckigen Grundkörpers
3 mit einem ersten, durchgehenden Schutzkantenabschnitt 10 belegt ist, und die Ecke
15 des fertigen Schalungselements 1 von einem zweiten Schutzkantenabschnitt 12 gebildet
ist, der an einer Außenfläche 22 des ersten Schutzkantenabschnitts 10 angespritzt
ist. Die Außenfläche 22 des ersten Schutzkantenabschnitts 10 kann im Bereich der Kontaktfläche
13 vor dem Anspritzen des zweiten Schutzkantenabschnittes 12 zusätzlich noch einer
Bearbeitung unterzogen werden, mit der die Dauerhaftigkeit der Verbindung noch erhöht
werden kann. So kann beispielsweise durch spanende Bearbeitung des mit dem ersten
Schutzkantenabschnitts 10 versehenen Eckbereichs die Kontaktfläche 13 vergrößert werden,
wodurch zusätzlich eine mechanische Verankerung zwischen erstem Schutzkantenabschnitt
10 und zweitem Schutzkantenabschnitt 12 bewirkt werden kann. Gegebenenfalls kann durch
eine Bohrung, die bis in den Grundkörper 3 reicht auch eine zusätzliche Verankerung
des zweiten Schutzkantenabschnitts 12 im Grundkörper erzielt werden.
[0062] Die Kontur der Randfläche 8 ist bei diesem Ausführungsbeispiel im Bereich der späteren
Ecke 15 abgerundet in Form eines Viertelkreises, kann in einer Abwandlung dazu jedoch
auch durch eine angeschnittene Fase oder zwei mit strichpunktierten Linien angedeutete
gerade Schnitte gegenüber einem rechtwinkelig formatierten Grundkörper 3 an der Ecke
15 entschärft sein, wodurch diese einen Eckenwinkel aufweist, der größer ist als 90°,
also beispielsweise 135°. Gegenüber der abgerundeten Ausführung oder dem Ausführungsbeispiel
in Fig. 2, bei dem die Kontur der Randfläche 8 mittels eines zylindrischen Fräsers
spanend bearbeitet wird, kann eine aus geraden Teilabschnitten zusammengesetzte Kontur
der Randfläche 8 im Bereich einer Außenecke mittels zweier oder auch mehrerer gerader
Sägeschnitte hergestellt werden.
[0063] Eine Abrundung oder Abfasung im Eckbereich ist für die Anbringung des ersten Schutzkantenabschnittes
10 von Vorteil, da bei Verwendung von Kunststoffmaterial in Form von Halbzeug dieses
eine gewisse Eigensteifigkeit aufweist, und durch eine Vermeidung von scharfen Ecken
der Randfläche 8 in Richtungsänderungsabschnitten 14 die Anbringung, insbesondere
das umlaufende Ankleben des ersten Schutzkäntenabschnittes 10 in einem Zug wesentlich
leichter ist und die mechanische Bindung am Grundkörper 3 besser ist.
[0064] In der Ausführung gemäß Fig. 3 oder mit einer Abfasung im Eckbereich besitzt der
zweite Schutzkantenabschnitt 12 eine veränderliche Dicke 16, was auch örtlich unterschiedliche
mechanische Eigenschaften des zweiten Schutzkantenabschnittes 12 bewirkt. Da jedoch
keine sprunghafte Änderung der Dicke 16 innerhalb des zweiten Schutzkantenabschnitts
12 vorliegt, besteht nicht die Gefahr von stoßartigen Belastungen beim Ziehen oder
Schieben eines derartigen Schalungselements 1 über eine Kante eines weiteren Gegenstands.
Die dargestellte kontinuierliche Dickenveränderung kann ebenso wie die in Fig. 2 dargestellten,
sanften Übergänge spritzgusstechnisch für günstige Strömungsverhältnisse beim Einspritzen
des zweiten Kunststoffmaterials sorgen.
[0065] Fig. 3 zeigt in strichlierten Linien angedeutet ein Spritzgießwerkzeug 23, mit dem
der zweite Schutzkantenabschnitt 12 im Eckbereich eines bereits mit einem ersten Schutzkantenabschnitt
10 versehenen Grundkörpers 3 aufgebracht werden kann. Das Spritzgießwerkzeug 23 besitzt
dazu eine Formteilausnehmung 24, die zusammen mit der Randfläche 8 sowie der Außenfläche
22 des bereits aufgebrachten ersten Schutzkantenabschnittes 10 einen Formhohlraum
25 begrenzt, der dem späteren, zweiten Schutzkantenabschnitt 12 entspricht. Im Spritzgießwerkzeug
23 ist dazu zumindest ein Zuführkanal 26 angeordnet, über den schmelzflüssiges Kunststoffmaterial
dem Formhohlraum 25 zugeführt werden kann. Der Zuführkanal 26 bzw. ein Zuführkanalsystem
mündet in zumindest einem Anschnitt 27, evtl. auch in mehreren Anschnitten 27 in den
Formhohlraum 25, wobei der oder die Anschnitte spritzgusstechnisch geeignet positioniert
sind. Um das Erstarren des schmelzflüssigen Kunststoffmaterials des zweiten Schutzkantenabschnitts
12 zu beschleunigen und dadurch die erforderliche Herstellzeit zu verkürzen, ist vorzugsweise
im Spritzgießwerkzeug 23 zusätzlich ein Kühlsystem angeordnet, mit dem die schnelle
Abkühlung des zweiten Schutzkantenabschnittes 12 nach dem Spritzvorgang gefördert
wird.
[0066] Bei der Ausführung gemäß Fig. 3 ist auch insofern eine Abwandlung der Eckenausbildung
möglich, bei der der erste Schutzkantenabschnitt 10 im Eckbereich eine Stoßstelle
28 aufweist, die beim Anspritzen des zweiten Schutzkantenabschnitts 12 verschlossen
wird. Zumindest eine derartige Stoßstelle 28 ergibt sich beim Anbringen mehrerer erster
Schutzkantenabschnitte 10 oder auch nur eines einzigen, einstückig umlaufenden ersten
Schutzkanteitabschnittes 10 an der Randfläche 8 des Grundkörpers 3 zwangsläufig, wobei
diese vorteilhaft so gelegt wird, dass sie in einem Eckbereich liegt und in Folge
von einem zweiten Schutzkanteabschnitt 12 überdeckt und dadurch verschlossen wird.
Der Abstand zwischen zwei Stirnflächen 29 von ersten Schutzkantenabschnitten 10 wird
also, ähnlich wie bei der Ausführung gemäß Fig. 1 oder 2, überbrückt, wobei die Stirnflächen
29 einander zugewandt sind und voneinander nur einen relativ geringen Abstand aufweisen.
[0067] Fig. 4 zeigt ausschnittsweise einen Schnitt durch ein Schalungselement 1 gemäß Linie
IV - IV in Fig. 1 im Bereich eines zweiten Schutzkantenabschnitts 12 oder im Bereich
eines ersten Schutzkantenabschnitts 10. Die Randfläche 8 des Grundkörpers 3 kann sich
dabei, wie in Volllinien dargestellt, geradlinig zwischen Oberflächen 30 des Schalungselements
1 erstrecken oder aber auch profiliert sein, wobei die Profilierung in Fig. 4 durch
eine strichliert angedeutete Nut 31 beispielhaft dargestellt ist. Der Vorteil einer
stumpfen, geradlinigen Randfläche 8 besteht in der einfachen Herstellung der Randfläche
8, wohingegen durch eine Profilierung der Randfläche 8 eine Vergrößerung der Kontaktfläche
zwischen erstem Schutzkantenabschnitt 10 bzw. zweiten Schutzkantenabschnitt 12 und
dem Grundkörper 3 erzielt werden kann. Diese Vergrößerung der Kontaktfläche kann sowohl
für den ersten Schutzkantenabschnitt 10, der vorzugsweise mittels eines Klebeverfahrens
angebracht wird, als auch für den zweiten Schutzkantenabschnitt 12, der mittels eines
Spritzgießverfahrens angebracht wird, eine bessere Verankerung mit dem Grundkörper
3 bewirken. Die zusätzliche Verankerung des ersten Schutzkantenabschnitts 10 kann
dabei durch in die Nut 31 eingreifende, harpunenartige Profilfortsätze erfolgen.
[0068] Fig. 4 zeigt weiters, dass die Oberflächen 30 des Schalungselements 1 durch Deckschichten
32, die flächig mit dem Grundkörper 3 verbunden sind, gebildet sein können. Diese
Deckschichten 32 bewirken einen Schutz des Grundkörpers 3, der aus Holz und/oder Holzwerkstoffen
und/oder Holz-Kunststoff-Verbund besteht, sowohl vor mechanischen Einflüssen als auch
vor Einwirkung von Feuchtigkeit oder sonstigen, chemischen Substanzen, die im Gebrauch
in Kontakt mit dem Schalungselement 1 treten können. Zusammen mit der Schutzkante
4, die aus ersten Schutzkantenabschnitten 10 und zweiten Schutzkantenabschnitten 12
zusammengesetzt ist, bilden die Deckschichten 32 für den Grundkörper 3 eine Schutzbarriere
gegenüber von außen einwirkenden, mechanischen Belastungen, Feuchtigkeitseinfluss
und gegebenenfalls auch Einfluss von chemischen Substanzen. Die Deckschichten 32 bestehen
beispielsweise aus Kunststoffauflagen oder -beschichtungen, etwa aus Polypropylen
PP oder anderen thermoplastischen oder duroplastischen, verstärkten oder unverstärkten
Kunststoffen und sind insbesondere vollflächig mit dem Grundkörper 3 verklebt bzw.
verleimt. Die Randfläche 8 des Grundkörpers 3 kann alternativ oder zusätzlich zu einer
Profilierung eine oder mehrere Ausnehmungen 33 aufweisen, mittels der für einen zweiten
Schutzkantenabschnitt 12, der mittels Spritzgießverfahrens aufgebracht wird, eine
zusätzliche Verankerung im Grundkörper 3 bewirkt werden kann.
[0069] Die Dicke 17 des ersten Schutzkantenabschnitts 10 entspricht zwischen dem 0,1-fachen
und dem 0,5-fachen der Dicke des Grundkörpers 3. Die Grundkörper 3 von Schalungselementen
1 besitzen häufig eine Dicke zwischen 15 mm und 35 mm, wodurch sich in der Praxis
eine mittlere Dicke des ersten Schutzkantenabschnitts 10 von 2 mm bis 8 mm als vorteilhaft
erwiesen hat.
[0070] Fig. 5 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform eines Schalungselements 1 in einem
Eckbereich 15, bei dem an geraden Kanten des Grundkörpers 3 erste Schutzkantenabschnitte
10 angebracht sind, die im Eckbereich 15 mittels eines zweiten Schutzkantenabschnittes
12 verbunden sind. Die Kontur der Randfläche 8 wird in diesem Ausführungsbeispiel
mittels eines Fingerfräsers 34 hergestellt, dessen Rotationsachse 35 rechtwinkelig
auf die Oberfläche 30 des Schalungselements 1 orientiert ist. Die strichlierte Linie
deutet dabei den Weg der Rotationsachse 35 relativ zum Grundkörper 3 an. In diesem
Ausführungsbeispiel ist der zweite Schutzkantenabschnitt 15 bezüglich der Ecke 15
symmetrisch ausgebildet, wobei diese symmetrische Ausführung der Ecke eine konstruktiv
einfache Lösung auch für andere Ausführungsvarianten eines Schalungselements 1 darstellen
kann.
[0071] Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schalungselements 1, bei dem
der Grundkörper 3 rechtwinkelig vorformatiert wird und die Randfläche 8 gegenüber
einem Rechteck nur dahingegen abgeändert wird, dass nach dem Anbringen der ersten
Schutzkantenabschnitte 10, beispielsweise mittels eines oder zweier Sägeblätter, Schlitze
36 in den Grundkörper 3 eingebracht werden, die eine zusätzliche Verankerung des zweiten
Schutzkantenabschnittes 12 mit dem Grundkörper 3 bewirken können. Die Schlitze 36
sind im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa parallel zu einer Winkelsymmetrale
37 der Ecke 15. Beim Herstellen dieser Schlitze 36 können gleichzeitig die Stirnflächen
der zuvor angebrachten, ersten Schutzkantenabschnitte 10 bearbeitet werden, wodurch
auch die späteren Kontaktflächen 13 hergestellt werden. Durch die schräge Ausführung
der Schlitze 36 sind im Bereich der Kontaktflächen 13 die Kontaktflächen zwischen
ersten Schutzkantenabschnitten 10 und zweiten Schutzkantenabschnitten 12 vergrößert
gegenüber einem rechtwinkelig orientierten Schlitz und kann dadurch ebenfalls eine
verbesserte mechanische Verbindung an den Kontaktflächen 13 zwischen aneinanderstoßenden
Schutzkantenabschnitten 10, 12 bewirkt werden.
[0072] Fig. 7 zeigt schematisch und stark vereinfacht das Verfahren zur Herstellung eines
erfindungsgemäßen Schalungselements 1, in dem ein gegebenenfalls mit Deckschichten
32 belegter Grundkörper 3 in einem Durchlaufverfahren folgende Verfahrensschritte
durchläuft:
- Formatierung 38 der Längskanten beispielsweise mittels eines Doppelendprofilers
- Kantenanleimen 39 der ersten Schutzkantenabschnitte 10 an den Längskanten des Grundkörpers
3
- Formatierung 40 der Querkanten des Grundkörpers 3 im Durchlauf beispielsweise auf
einem Doppelendprofiler
- Kantenanleimen 41 der ersten Schutzkantenabschnitte 10 an den Querkanten des Grundkörpers
3
- Formatierung 42 des Grundkörpers 3 für die Anbringung der zweiten Schutzkantenabschnitte
12
- Anspritzen 43 der zweiten Schutzkantenabschnitte 12 an den Eckbereichen des Grundkörpers
3
[0073] In der Fig. 8 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform
des Schalungselements 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 bis 7 verwendet werden.
Für mit Bezugszeichen versehene Teile, die an dieser Stelle nicht eigens erläutert
werden, wird auf die entsprechenden Beschreibungen der mit gleichen Bezugszeichen
versehenen Teile in anderen Ausführungsbeispielen verwiesen.
[0074] Fig. 8 zeigt ein Schalungselement 1 in Form einer rechteckigen Schaltafel 2 mit einem
Grundkörper 3 aus Holz und/oder Holzwerkstoffen und/oder Holz-Kunststoff-Verbund und
einer umlaufenden Schutzkante 4. Die Schutzkante 4 wird so hergestellt, dass nach
Herstellung einer Randfläche 8 durch Vorformatieren des Grundkörpers 3 an diesem ein
erster Schutzkantenabschnitt 10 an die Randfläche 8 angeklebt oder angeleimt wird,
der sich bis auf eine Stoßstelle 28 einstückig über den gesamten Umfang der Randfläche
8 erstreckt. Der Grundkörper 3 weist bei seiner rechteckigen Grundform vier Richtungsänderungsabschnitte
14 bzw. Eckbereiche auf, in denen die Randfläche 8 mit Abfasungen 44 versehen ist.
Diese Abfasungen 44 oder alternativ anhand von Fig. 3 beschriebene Abrundungen dienen
dazu, den ersten Schutzkantenabschnitt 10 ohne scharfe Knicke einfacher um die Eckbereiche
führen zu können. Anschließend werden die Ecken 15 des Schalungselements 1 derart
hergestellt, dass in den Eckbereichen bzw. Richtungsänderungsabschnitten 14 der Außenfläche
22 des ersten Schutzkantenabschnittes 10 mittels eines Spritzgießverfahrens zweite
Schutzkantenabschnitte 12 angebracht werden, wobei durch das eingespritzte Kunststoffmaterial
der zweiten Schutzkantenabschnitte 12 die scharfkantigen rechtwinkeligen Ecken 15
des fertigen Schalungselements 1 ausgebildet werden. Zwischen dem ersten Schutzkantenabschnitt
10 und den zweiten Schutzkantenabschnitten 12 wird durch das Anspritzen an den Kontaktflächen
13 eine dauerhafte Verbindung hergestellt.
[0075] An der Stoßstelle 28 - in Fig. 8 rechts unten - wird der zwischen Anfang und Ende
des ersten Schutzkantenabschnittes 10 bestehende Abstand durch den zweiten Schutzkantenabschnitt
12 verschlossen und erstreckt sich die Kontaktfläche 13 auch auf die Stirnflächen
29 des ersten Schutzkantenabschnittes 10. Das Herstellverfahren dieser Ausführungsform
eines Schalungselements 1 kann ähnlich dem anhand von Fig. 7 beschriebenen Verfahren
sein, wobei die Formatierung der Eckbereiche, hier also die Herstellung der Abfasungen
44 unmittelbar nach der Formatierung 38 der Längskanten und der Formatierung 40 der
Querkanten erfolgt. Die Anbringung des ersten Schutzkantenabschnittes 12 durch Kantenanleimen
39 und 41 kann gegebenenfalls zu einem einzigen, umlaufenden Kantenanleimvorgang kombiniert
werden. Das anschließende Anspritzen der zweiten Schutzkantenabschnitte 12 in den
Eckbereichen vervollständigt das Schalungselement 1.
[0076] Fig. 8 ist somit ein Ausführungsbeispiel, bei dem an drei Ecken 15 des Schalungselements
1 jeweils der zweite Schutzkantenabschnitt 12 lediglich an den Kontaktflächen 13 mit
der Außenfläche 22 des ersten Schutzkantenabschnittes 10 verbunden ist und bei der
Ecke 15 mit der Stoßstelle 28 der zweite Schutzkantenabschnitt 12 zusätzlich zu der
an der Außenfläche 22 und den Stirnflächen 29 des ersten Schutzkantenabschnittes 10
liegenden Kontaktfläche 13 auch mit der Randfläche 8 des Grundkörpers 3 verbunden
ist.
[0077] Die Stirnflächen 29, die von Endabschnitten des ersten Schutzkantenabschnitts 10
gebildet werden und die Stoßstellen 28 bilden, liegen in den Ausführungsbeispielen
gemäß den Fig. 1, 2, 5, 6, 7 und 8 in geradlinigen Abschnitten der Randfläche 8, wodurch
die Endabschnitte keiner Krümmung unterliegen, die evtl. auf Grund von Biegespannungen
eine Ablösung des ersten Schutzkantenabschnitts vom Grundkörper bewirken könnte.
[0078] Eine in Fig. 9 im Teilquerschnitt dargestellte, weitere Ausführungsform eines Schalungselements
1 kann darin bestehen, dass der erste Schutzkantenabschnitt 10 nicht aus einem homogenen
Kunststoffmaterial hergestellt ist, sondern in Richtung der Dicke des Schalüngselements
aus zumindest drei Teilabschnitten 45a, 45b und 45c zusammengesetzt ist, wobei diese
Teilabschnitte 45a, 45b, 45c aus unterschiedlichen Kunststoffmaterialien bestehen
können, die auch jeweils unterschiedliche, mechanische Eigenschaften besitzen können.
Die Teilabschnitte 45a, 45b, 45c können durch Klebeverbindungen miteinander verbunden
sein, vorteilhaft ist jedoch eine Herstellung des Kunststoffmaterials für den ersten
Schutzkantenabschnitt 10 durch ein so genanntes Koextrusionsverfahren, bei dem in
einem Extrusionsvorgang verschiedene Kunststoffmaterialien zu einem einstückigen Extrusionsprofil
verbunden werden, das als Halbzeug für den ersten Schutzkantenabschnitt 10 verwendet
wird. Eine vorteilhafte Ausführung eines derartigen, ersten Schutzkantenabschnittes
10 wird erzielt, wenn die äußeren Teilabschnitte 45a und 45c aus einem Material hoher
Verschleißfestigkeit und auch hoher Zähigkeit bestehen, beispielsweise aus thermoplastischem
Polyurethan (TPU) und der dazwischen liegende Teilabschnitt 45b aus einem anderen
Material - vorzugsweise ebenfalls TPU - mit höherer Elastizität gebildet ist und gewissermaßen
als Dehnungsteil wirken kann, der bei einer eventuell auftretenden Dickenveränderung
des Grundkörpers 3 aufgrund von Feuchtigkeitseinfluss sich dehnen kann und dadurch
die beiden äußeren Teilabschnitte 45a und 45b bündig mit den Plattenoberflächen 5,
6 des Grundkörpers 3 bleiben, da sie dieser Dickenveränderung des Grundkörpers 3 aufgrund
des relativ elastischen Teilabschnitts 45b folgen können, ohne dass die Gefahr einer
Ablösung durch hohe Scherspannungen in der Klebefuge besteht.
[0079] Die örtlich höhere Elastizität eines derartigen, mehrere Teilabschnitte umfassenden
Schutzkantenabschnittes 10 kann auch alternativ oder zusätzlich zu den vorbeschrieben
Maßnahmen auch dadurch erzielt werden, dass die Dicke 16 der Schutzkante 4 in Richtung
der Dicke des Schalungselements nicht konstant ist, sondern örtlich eine Querschnittsverringerung
aufweist, etwa in Form einer in Umfangsrichtung der Randfläche verlaufenden Einkerbung,
Einbuchtung, Nut oder ähnlichem, wodurch der mit elastischen Eigenschaften versehene
Kunststoff örtlich eine größere Verformung zulässt und der Schutzkantenabschnitt 10
Dickenveränderungen des Grundkörpers 3 unbeschadet ertragen kann.
[0080] Ein weiteres, mit vorbeschriebenen Ausführungsformen kombinierbares Ausführungsmerkmal
eines Schalungselements 1, ist in Fig. 10 in Teilansicht sowie in Fig. 11 in einem
Schnitt gemäß XI - XI dargestellt. Dabei ist der zweite Schutzkantenabschnitt 12 an
einem Richtungsänderungsabschnitt 14 in Form einer rechtwinkeligen Ecke 15 direkt
an der Randfläche 8 angespritzt und ist an Kontaktflächen 13 mit den ersten Schutzkantenabschnitten
10 an den an die Ecke 15 anschließenden Kanten verbunden. Die Randfläche 8 ist dabei
an der Ecke abgerundet, wodurch der zweite Schutzkantenabschnitt 12 aus einem zweiten
Kunststoff eine größere Materialstärke aufweist und den Grundkörper 3 im Bereich der
Ecke 15 vor Stößen schützt. Wie in Fig. 11 dargestellt ist, weist der zweite Schutzkantenabschnitt
12 im Bereich der Ecke 15 auf beiden Plattenseiten einen Überhöhungsabschnitt 46 auf,
der gegenüber der Plattenoberfläche 5 bzw. 6 erhaben ist, wodurch in der fertigen
Betonoberfläche eine damit korrespondierende Vertiefung entsteht. Die Dicke des Schalungselements
1 ist dadurch im Bereich der Ecke 15 etwas größer als im Bereich des Grundkörpers
3, wobei eine Überhöhung 47 eines derartigen Überhöhungsabschnittes 46 gegenüber der
Plattenoberfläche 5 etwa zwischen 0,5 mm und 2 mm entsprechen kann. Das Schalungselement
1 weist vorzugsweise auf beiden Seiten 5, 6 dieselben Überhöhungsabschnitte 46 auf,
wodurch ein derartiges Schalungselement beidseitig einsetzbar ist, es ist jedoch abweichend
davon auch eine nur einseitige Ausbildung der Überhöhungsabschnitte 46 auf einer Plattenoberfläche
5 oder 6 möglich.
[0081] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Überhöhungsabschnitt 46 so ausgebildet,
dass er eine Überhöhungsfläche 48 aufweist, die parallel zur Plattenoberfläche 5,
6 ist und sich bis in die Ecke 15 erstreckt. Die Überhöhungsfläche 48 besitzt dabei
die Form eines gleichseitigen, rechtwinkeligen Dreiecks, das symmetrisch bezüglich
der Winkelsymmetralen 47 ist. Falls bei einer Schalung die Ecken 15 mehrerer Schalungselemente
1 aneinandergrenzen, ergänzen sich die jeweiligen Überhöhungsflächen 48 zu einer größeren,
flächigen Gesamtüberhöhung, die eine damit korrespondierende Vertiefung in der fertigen
Betonoberfläche ausbildet.
[0082] Der zweite Schutzkantenabschnitt 12 kann zusätzlich eine vom Niveau der Plattenoberfläche
5 bzw. 6 bis zur Überhöhungsfläche 48 verlaufende, rampenartige Übergangsfläche 49
aufweisen, wodurch ein sanfter, allmählich ansteigender Übergang von der Plattenoberfläche
5, 6 zur Überhöhungsfläche 48 gegeben ist.
[0083] Der wesentliche Vorteil derartiger Überhöhungsabschnitte 46 besteht darin, dass bei
einem möglicherweise im Gebrauch des Schalungselements 1 auftretenden Quellen des
Grundkörpers 3 dieser auch bei einer Zunahme seiner Dicke nicht gegenüber dem Überhöhungsabschnitt
46 vorragt und daher im Bereich der Ecke 15 eines derartigen Schalungselements 1 keine
Erhebung an der fertigen Betonoberfläche entsteht. Die entstehende geringfügige Vertiefung
an der fertigen Betonoberfläche ist mit wesentlich geringerem Aufwand, zum Beispiel
durch Spachteln, beseitigbar, falls dies erforderlich ist, während jedoch Erhebungen
an der fertigen Betonoberfläche problematisch sind und zumeist mit erheblichem Aufwand
zum Beispiel durch Schleifen entfernt werden müssen.
[0084] Die Übergangsfläche 49, die eine sanft ansteigende Verbindung zwischen der Plattenoberfläche
5, 6 und der Überhöhungsfläche 48 bildet, besitzt einen Neigungswinkel von vorzugsweise
weniger als 30°, insbesondere weniger als 20°. An der fertigen Betonoberfläche ergeben
sich dadurch ebenfalls sanfte und allmählich ansteigende bzw. verlaufende Übergänge
und ein Verhaken des Überhöhungsabschnittes 46 an Kanten ist dadurch weitgehend verhindert.
In den Fig. 12 und 13 ist eine weitere mit vorbeschriebenen Ausführungformen kombinierbare
und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform des Schalungselements 1
gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen
wie in den vorangegangenen Fig. 10 und 11 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen
zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 10
und 11 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0085] Wie in der Teilansicht gemäß Fig. 12 und in Fig. 13 in einem Schnitt gemäß Linie
XIII-XIII in Fig. 12 dargestellt, ist in dieser Ausführungsform der zweite Schutzkantenabschnitt
12 an der Außenseite 22 des ersten Schutzkantenabschnitts 10 angebracht und mit diesem
über die gemeinsame Kontaktfläche 13 verbunden, also ähnlich der Ausführung in Fig.
3. Der erste Schutzkantenabschnitt 10 erstreckt sich dabei auch über den Richtungsänderungsabschnitt
14 bzw. den Bereich der Ecke 15 und ist bündig mit den Plattenoberflächen 5 und 6.
Der angespritzte zweite Schutzkantenabschnitt 12 weist dabei auch die anhand der Fig.
10 und 11 beschriebenen Überhöhungsabschnitte 46, insbesondere mit Überhöhungsflächen
48 und Übergangsflächen 49 auf.
[0086] Die Form der Überhöhungsabschnitte 46 bzw. der Überhöhungsflächen 48 kann selbstverständlich
von den figürlich dargestellten Formen abweichen, etwa indem die übergangsfläche 49
nicht scharfkantig in die anschließende Plattenoberfläche 5 bzw. die Überhöhungsfläche
48 übergeht sondern können auch abgerundete Übergänge ausgeführt sein. Die Überhöhungfläche
48 kann beispielsweise in der Draufsicht auch einen bogenförmigen Rand aufweisen,
und sich dadurch eine viertelkreisförmige Überhöhungsfläche ergeben.
[0087] Bei der Herstellung des Schalungselements 1 durch Anspritzen der zweiten Schutzkantenabschnitte
12, die die Ecken 15 der fertigen Schalungselemente 1 ausbilden, wird bei einer Ausführung
mit Überhöhungsabschnitten 46 eine Spritzgießform 23 verwendet, bei der die Formflächen
in Richtung der Plattendicke verstellbar sind, wodurch das Entformen in Richtung der
Plattenebene ermöglicht wird.
[0088] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Schalungselements 1 dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0089] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0090] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1; 2; 3; 4; 5; 6; 7; 8, 9; 10, 11; 12,
13 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen
bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen
dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
| 1 |
Schalungselement |
41 |
Kantenanleimen |
| 2 |
Schaltafel |
42 |
Formatierung |
| 3 |
Grunkörper |
43 |
Anspritzen - Spritzgießen |
| 4 |
Schutzkante |
44 |
Abfasung |
| 5 |
Plattenoberfläche |
45 |
Teilabschnitt |
| |
|
|
|
| 6 |
Plattenoberfläche |
46 |
Überhöhungsabschnitt |
| 7 |
Decklage |
47 |
Überhöhung |
| 8 |
Randfläche |
48 |
Überhöhungsfläche |
| 9 |
Teilfläche |
49 |
Übergangsfläche |
| 10 |
Erster Schutzkantenabschnitt |
50 |
Neigungswinkel |
| |
|
|
|
| 11 |
Teilfläche |
|
|
| 12 |
Zweiter Schutzkantenabschnitt |
|
|
| 13 |
Kontaktfläche |
|
|
| 14 |
Richtungsänderungsabschnitt |
|
|
| 15 |
Ecke |
|
|
| |
|
|
|
| 16 |
Dicke |
|
|
| 17 |
Dicke |
|
|
| 18 |
Eintauchrichtung |
|
|
| 19 |
Zustellbewegung |
|
|
| 20 |
Auslauf |
|
|
| |
|
|
|
| 21 |
Verbindungsfläche |
|
|
| 22 |
Außenfläche |
|
|
| 23 |
Spritzgießwerkzeug |
|
|
| 24 |
Formteilausnehmung |
|
|
| 25 |
Formhohlraum |
|
|
| |
|
|
|
| 26 |
Zuführkanal |
|
|
| 27 |
Anschnitt |
|
|
| 28 |
Stoßstelle |
|
|
| 29 |
Stirnfläche |
|
|
| 30 |
Oberfläche |
|
|
| |
|
|
|
| 31 |
Nut |
|
|
| 32 |
Deckschicht |
|
|
| 33 |
Ausnehmung |
|
|
| 34 |
Fingerfräser |
|
|
| 35 |
Rotationsachse |
|
|
| |
|
|
|
| 36 |
Schlitz |
|
|
| 37 |
Winkelsymmetrale |
|
|
| 38 |
Formatierung |
|
|
| 39 |
Kantenanleimen |
|
|
| 40 |
Formatierung |
|
|
1. Schalungselement (1) mit Schutzkante (4), insbesondere Schaltafel (2), umfassend einen
flächigen, von einer Randfläche (8) begrenzten Grundkörper (3) aus Holz und/oder Holzwerkstoff
und/oder Holz-Kunststoff-Verbund, wobei an einer zumindest annähernd der gesamten
Randfläche (8) des Grundkörpers (3) entsprechenden ersten Teilfläche (9) der Randfläche
(8) angeordnete erste Schutzkantenabschnitte (10) aus einem ersten Kunststoffmaterial
oder einer Kombination aus mehreren ersten Kunststoffmaterialien, wobei sich die ersten
Schutzkantenabschnitte (10, 10', 10" und 10''') jeweils über den Großteil der Längskanten
und Querkanten des Grundkörpers (3) erstrecken, einen an zumindest einer zweiten Teilfläche
(11) der Randfläche (8) des Grundkörpers (3) und/oder an einer Außenfläche (22) des
ersten Schutzkantenabschnitts (10) mittels einer Spritzgießverbindung angebrachten
zweiten Schutzkantenabschnitt (12) aus einem zweiten Kunststoffmaterial, wobei der
zweite Schutzkantenabschnitt (12) an einer Kontaktfläche (13) an den ersten Schutzkantenabschnitt
(10) anschließt und der zweite Schutzkantenabschnitt (12) an der Kontaktfläche (13)
dauerhaft mit dem erstem Schutzkantenabschnitt (10) verbunden ist, wobei sich der
zweite Schutzkantenabschnitt (12) über einen Richtungsänderungsabschnitt (14), insbesondere
eine Ecke (15), der Randfläche (8) des Grundkörpers (3) oder einen Richtungsänderungsabschnitt
(14) der Außenfläche (22) des ersten Schutzkantenabschnitts (10) erstreckt, wodurch
eine ununterbrochene und über die gesamte Randfläche (8) des Grundkörpers (3) verlaufende
Schutzkante (4) gebildet ist.
2. Schalungselement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffmaterial oder die Kunststoffmaterialien des ersten Schutzkantenabschnitts
(10) und das Kunststoffmaterial des zweiten Schutzkantenabschnitts (12) im Wesentlichen
aus einem dauerelastischem Kunststoff, insbesondere thermoplastischem Polyurethan
bestehen.
3. Schalungselement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schutzkantenabschnitt (12) zumindest abschnittsweise eine konstante Dicke
(16) rechtwinkelig zur jeweiligen Randfläche (8) bzw. Außenfläche (22) aufweist.
4. Schalungselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnflächen (29) bildenden Endabschnitte des ersten Schutzkantenabschnittes
(10) an geradlinigen Abschnitten der Randfläche (8) angeordnet sind.
5. Schalungselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Richtungsänderungsabschnitt (14) des Grundkörpers (3) oder des ersten Schutzkantenabschnitts
(10), insbesondere einer Ecke (15), die Dicke (16) des zweiten Schutzkantenabschnitts
(12) gemessen entlang einer Winkelsymmetralen zweier an den Richtungsänderungsabschnitt
(14) anschließenden Randflächen (8) zwischen dem 5-fachen und dem 15-fachen der Dicke
(17) des ersten Schutzkantenabschnitts (10) betragt.
6. Schalungselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schutzkantenabschnitt (10) vollflächig und stumpf mit der Randfläche (8)
des Grundkörpers (3) verbunden ist und der zweite Schutzkantenabschnitt (12) vollflächig
und stumpf mit der Randfläche (8) des Grundkörpers (3) und/oder der Außenfläche (22)
des ersten Schutzkantenabschnitts (10) verbunden ist.
7. Schalungselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Randfläche (8) oder die Außenfläche (22) unter dem zweiten Schutzkantenabschnitt
(12) zumindest eine Ausnehmung (33), insbesondere in Form eines Schlitzes oder einer
Bohrung, im Grundkörper (3) und/oder dem ersten Schutzkantenabschnitt (10) oder eine
entlang der Randfläche (8) des Grundkörpers (3) und/oder der Außenfläche (22) des
ersten Schutzkantenabschnitts (10) verlaufende Profilierung, insbesondere zumindest
eine Nut (31) aufweist.
8. Schalungselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schutzkantenabschnitt (10) in Richtung der Dicke des Grundkörpers (3) aus
zumindest drei Teilabschnitten (45a, 45b, 45c) zusammengesetzt ist, wobei die beiden
den Plattenoberflächen (5, 6) nächstliegenden Teilabschnitte (45a, 45c) aus Kunststoffmaterial
mit zumindest annähernd identischen mechanischen Eigenschaften gebildet sind und der
zumindest eine dazwischen liegende Teilabschnitt (45b) gegenüber den Teilabschnitten
(45a, 45c) eine höhere Elastizität aufweist.
9. Schalungselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schutzkantenabschnitt (10) im Wesentlichen bündig mit der Plattenoberfläche
(5, 6) abschließt und der zweite Schutzkantenabschnitt (12) einen gegenüber der Plattenoberfläche
(5, 6) des Grundkörpers (3), insbesondere um zumindest 0,5 mm, erhabenen Überhöhungsabschnitt
(46) aufweist.
10. Schalungselement (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Überhöhungsabschnitt (46) eine zur Plattenoberfläche (5, 6) parallele Überhöhungsflache
(48) aufweist, die sich bis zur Ecke (15) des Schalungselements (1) erstreckt.
11. Schalungselement (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Überhöhungsabschnitt (46) eine vom Niveau der Plattenoberfläche (5, 6) zur Überhöhungsfläche
(48) verlaufende rampenartige Übergangsflache (49) aufweist.
12. Verfahren zur Herstellung eines Schalungselements (1) nach Anspruch 1 mit Schutzkante
(4), insbesondere einer Schaltafel (2), umfassend Formatieren eines flächigen Grundkörpers
(3) aus Holz oder Holzwerkstoff zur Herstellung einer Randfläche (8), wobei das Anbringen
von ersten Schutzkantenabschnitten (10) aus einem ersten Kunststoffmaterial an einer
zumindest annähernd der gesamten Randfläche (8) des Grundkörpers (3) entsprechenden
ersten Teilfläche (9) der Randfläche (8) mittels eines Klebeverfahrens oder eines
Anspritzverfahrens, wobei sich die ersten Schutzkantenabschnitte (10, 10', 10" und
10"') jeweils über den Großteil der Längskanten und Querkanten des Grundkörpers (3)
erstrecken, und nachfolgendes Anbringen eines zweiten Schutzkantenabschnitts (12)
aus einem zweiten Kunststoffmaterial an einer zweiten Teilfläche (11) der Randfläche
(8) und/oder an einer Außenfläche (22) des ersten Schutzkantenabschnitts (10), wobei
der zweite Schutzkantenabschnitt (12) mittels eines Spritzgießverfahrens unter Verwendung
eines den Grundkörper (3) und einen Teilabschnitt des ersten Schutzkantenabschnitts
(10) umgreifenden Spritzgießwerkzeuges (23) an einer Kontaktfläche (13) unmittelbar
am den ersten Schutzkantenabschnitt (10) anschließend angeordnet wird und bei der
Anbringung des zweiten Schutzkantenabschnitts (12) an der Kontaktfläche (13) eine
dauerhafte Verbindung zwischen dem ersten Schutzkantenabschnitt (10) und dem zweiten
Schutzkantenabschnitt (12) hergestellt wird, wobei der zweite Schutzkantenabschnitt
(12) über einen Richtungsänderungsabschnitt (14), insbesondere eine Ecke (15), der
Randfläche (8) des Grundkörpers (3) oder einen Richtungsänderungsabschnitt (14) der
Außenfläche (22) des ersten Schutzkantenabschnitts (10) angebracht wird, wodurch eine
ununterbrochene und über die gesamte Randfläche (8) des Grundkörpers (3) verlaufende
Schutzkante (4) gebildet ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung des zweiten Schutzkantenabschnitts (12) mit dem ersten Schutzkantenabschnitt
(10) an der Kontaktfläche (13) durch einen Anschmelzvorgang und/oder einen Schweißvorgang
hergestellt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schutzkantenabschnitt (10) als vorgefertigtes Kantenmaterial angebracht
wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Anbringen des zweiten Schutzkantenabschnitts (12) die Kontaktfläche (13)
am ersten Schutzkantenabschnitt (10) und/oder die Randfläche (8) des Grundkörpers
(3), insbesondere in einem Durchlaufverfahren, einer spannenden Bearbeitung unterzogen
wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass an der Randfläche (8) eines Grundkörpers (3), ein durchgehender erster Schutzkantenabschnitt
(10) oder mehrere erste Schutzkantenabschnitte (10,10', 10", 10"', ...) angebracht
werden und nachfolgend an Richtungsänderungsabschnitten (14) der Außenfläche (22)
des durchgehenden ersten Schutzkantenabschnittes (10) oder an Stoßstellen (28) zwischen
ersten Schutzkantenabschnitten (10,10', 10", 10'", ...) die zweiten Schutzkantenabschnitte
(12) mittels eines Spritzgießverfahrens angebracht werden.
1. A formwork element (1) having a protective edge (4), particularly a formwork panel
(2), comprising a flat base body (3) made from wood and/or wood material and/or wood-plastic
composite and delimited by an edge surface (8), wherein first protective-edge sections
(10) made from a first plastic material or a combination of a plurality of first plastic
materials and arranged on a first partial surface (9) of the edge surface (8), the
first partial surface (9) corresponding at least approximately to the entire edge
surface (8) of the base body (3), wherein the first protective-edge sections (10,
10', 10" and 10"') extend over the majority of the longitudinal edges and transverse
edges of the base body (3) in each case, a second protective-edge section (12) made
from a second plastic material, the protective-edge section (12) being applied on
at least one second partial surface (11) of the edge surface (8) of the base body
(3) and/or on an external surface (22) of the first protective-edge section (10) by
means of an injection-moulded connection, wherein the second protective-edge section
(12) adjoins the first protective-edge section (10) at a contact surface (13) and
the second protective-edge section (12) is permanently connected to the first protective-edge
section (10) at the contact surface (13), wherein the second protective-edge section
(12) extends over a direction-change section (14), particularly a corner (15) of the
edge surface (8) of the base body (3) or a direction-change section (14) of the external
surface (22) of the first protective-edge section (10), as a result of which an uninterrupted
protective edge (4) running over the entire edge surface (8) of the base body (3)
is formed.
2. The formwork element (1) according to Claim 1, characterised in that the plastic material or the plastic materials of the first protective-edge section
(10) and the plastic material of the second protective-edge section (12) essentially
consist of a permanently elastic plastic, particularly thermoplastic polyurethane.
3. The formwork element (1) according to Claim 1 or 2, characterised in that the second protective-edge section (12) has a constant thickness (16) at least in
certain sections at right angles to the respective edge surface (8) or external surface
(22).
4. The formwork element (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the end sections of the first protective-edge section (10) forming end faces (29)
are arranged on rectilinear sections of the edge surface (8).
5. The formwork element (1) according to one of the preceding claims, characterised in that, at a direction-change section (14) of the base body (3) or the first protective-edge
section (10), particularly a corner (15), the thickness (16) of the second protective-edge
section (12) measured along an angle bisector of two edge surfaces (8) adjoining the
direction-change section (14) is between 5-times and 15-times the thickness (17) of
the first protective-edge section (10).
6. The formwork element (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the first protective-edge section (10) is connected over the whole area and in a
butting manner to the edge surface (8) of the base body (3) and the second protective-edge
section (12) is connected over the whole area and in a butting manner to the edge
surface (8) of base body (3) and/or the external surface (22) of the first protective-edge
section (10).
7. The formwork element (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the edge surface (8) or the external surface (22) has at least one recess (33) below
the second protective-edge section (12), particularly in the form of a slot or a bore,
in the base body (3) and/or the first protective-edge section (10), or a profiling,
particularly at least one groove (31), running along the edge surface (8) of the base
body (3) and/or the external surface (22) of the first protective-edge section (10).
8. The formwork element (1) according to one of the preceding claims, characterised in that first protective-edge section (10) is composed of at least three partial sections
(45a, 45b, 45c) in the direction of the thickness of the base body (3), wherein the
two partial sections (45a, 45c) closest to the plate surfaces (5, 6) are formed from
plastic material with at least approximately identical mechanical properties and the
at least one partial layer (45b) located therebetween has a higher elasticity compared
to the partial sections (45a, 45c).
9. The formwork element (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the first protective-edge section (10) terminates essentially flush with the plate
surface (5, 6) and the second protective-edge section (12) has a superelevation section
(46) that is elevated, particularly by at least 0.5 mm, with respect to the plate
surface (5, 6) of the base body (3).
10. The formwork element (1) according to Claim 9, characterised in that the superelevation section (46) has a superelevation surface (48) parallel to the
plate surface (5, 6), which superelevation surface (48) extends up to the corner (15)
of the formwork element (1).
11. The formwork element (1) according to Claim 10, characterised in that the superelevation section (46) has a ramp-like transition surface (49) running from
the level of the plate surface (5, 6) to the superelevation surface (48).
12. A method for producing a formwork element (1) according to Claim 1, having a protective
edge (4), particularly a formwork panel (2), comprising formatting a flat base body
(3) made from wood or wood material for producing an edge surface (8) wherein applying
first protective-edge sections (10) made from a first plastic material on a first
partial surface (9) of the edge surface (8), the first partial surface corresponding
at least approximately to the entire edge surface (8) of the base body (3), by means
of an adhesive-bonding method or a spraying method, wherein the first protective-edge
sections (10, 10', 10" and 10"') extend over the majority of the longitudinal edges
and transverse edges of the base body (3) in each case, and subsequent application
of a second protective-edge section (12) made from a second plastic material on a
second partial surface (11) of the edge surface (8) and/or on an external surface
(22) of the first protective-edge section (10), wherein the second protective-edge
section (12) is arranged directly adjoining the first protective-edge section (10)
at a contact surface (13) by means of an injection-moulding method using an injection
mould (23) encompassing the base body (3) and a partial section of the first protective-edge
section (10), and when the second protective-edge section (12) is applied at the contact
surface (13), a permanent connection is produced between the first protective-edge
section (10) and the second protective-edge section (12), wherein the second protective-edge
section (12) is applied over a direction-change section (14), particularly a corner
(15), of the edge surface (8) of the base body (3) or a direction-change section (14)
of the external surface (22) of the first protective-edge section (10), as a result
of which an uninterrupted protective edge (4) running over the entire edge surface
(8) of the base body (3) is formed.
13. The method according to Claim 12, characterised in that the connection of the second protective-edge section (12) to the first protective-edge
section (10) is produced at the contact surface (13) by means of a fusing process
and/or a welding process.
14. The method according to Claim 12 or 13, characterised in that the first protective-edge section (10) is attached as a prefabricated edge material.
15. The method according to one of Claims 12 to 14, characterised in that before applying the second protective-edge section (12), the contact surface (13)
at the first protective-edge section (10) and/or the edge surface (8) of the base
body (3) is subjected to machining processing, particularly in a continuous method.
16. The method according to one of Claims 12 to 15, characterised in that a continuous first protective-edge section (10) or a plurality of first protective-edge
sections (10, 10', 10", 10"', ...) are applied at the edge surface (8) of a base body
(3), and subsequently the second protective-edge sections (12) are applied by means
of an injection moulding method on direction-change sections (14) of the external
surface (22) of the continuous first protective-edge section (10) or at butt joints
(28) between first protective-edge sections (10, 10', 10", 10"', ...).
1. Elément de coffrage (1) présentant une bordure de protection (4), en particulier un
panneau de coffrage (2), comportant un corps de base (3) plat délimité par une surface
périphérique (8) et fait de bois et/ou d'un matériau dérivé du bois et/ou d'un composite
bois-matière plastique, dans lequel des premières sections de bordure de protection
(10), faites d'une première matière plastique ou d'une combinaison de plusieurs premières
matières plastiques, sont placées sur une première surface partielle (9) de la surface
périphérique (8) correspondant au moins à peu près à l'ensemble de la surface périphérique
(8) du corps de base (3), dans lequel les premières sections de bordure de protection
(10, 10', 10" et 10"') s'étendent respectivement sur la majeure partie des bordures
longitudinales et des bordures transversales du corps de base (3), une deuxième section
de bordure de protection (12), faite d'une deuxième matière plastique, est appliquée
sur au moins une deuxième surface partielle (11) de la surface périphérique (8) du
corps de base (3) et/ou sur une surface extérieure (22) de la première section de
bordure de protection (10) au moyen d'une liaison par moulage par injection, dans
lequel la deuxième section de bordure de protection (12) est adjacente à la première
section de bordure de protection (10) sur une surface de contact (13) et la deuxième
section de bordure de protection (12) est reliée de façon permanente à la première
section de bordure de protection (10) sur la surface de contact (13), dans lequel
la deuxième section de bordure de protection (12) s'étend sur une section de changement
de direction (14), en particulier un coin (15), de la surface périphérique (8) du
corps de base (3) ou sur une section de changement de direction (14) de la surface
extérieure (22) de la première section de bordure de protection (10), de sorte qu'une
bordure de protection (4) ininterrompue et s'étendant sur toute la surface périphérique
(8) du corps de base (3) est formée.
2. Elément de coffrage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la matière plastique ou les matières plastiques de la première section de bordure
de protection (10) et la matière plastique de la deuxième section de bordure de protection
(12) sont sensiblement constituées d'une matière plastique à élasticité permanente,
en particulier d'un polyuréthane thermoplastique.
3. Elément de coffrage (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la deuxième section de bordure de protection (12) présente au moins en partie une
épaisseur (16) constante perpendiculairement à la surface périphérique (8) ou à la
surface extérieure (22) respective.
4. Elément de coffrage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des sections d'extrémité, formant les surfaces frontales (29), de la première section
de bordure de protection (10) sont placées sur des sections rectilignes de la surface
périphérique (8).
5. Elément de coffrage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, sur une section de changement de direction (14) du corps de base (3) ou de la première
section de bordure de protection 10), en particulier d'un coin (15), l'épaisseur (16)
de la deuxième section de bordure de protection (12), mesurée le long d'une bissectrice
de deux surfaces périphériques (8) adjacentes à la section de changement de direction
(14), atteint entre 5 fois et 15 fois l'épaisseur (17) de la première section de bordure
de protection (10).
6. Elément de coffrage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première section de bordure de protection (10) est reliée sur toute sa surface
et en bout-à-bout à la surface périphérique (8) du corps de base (3) et la deuxième
section de bordure de protection (12) est reliée sur toute sa surface et en bout-à-bout
à la surface périphérique (8) du corps de base (3) et/ou à la surface extérieure (22)
de la première section de bordure de protection (10).
7. Elément de coffrage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface périphérique (8) ou la surface extérieure (22) présente, sous la deuxième
section de bordure de protection (12), au moins un évidement (33), en particulier
sous la forme d'une fente ou d'un trou, dans le corps de base (3) et/ou la première
section de bordure de protection (10) ou un profilage s'étendant le long de la surface
périphérique (8) du corps de base (3) et/ou de la surface extérieure (22) de la première
section de bordure de protection (10), en particulier au moins une rainure (31).
8. Elément de coffrage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première section de bordure de protection (10) est composée d'au moins trois parties
(45a, 45b, 45c) dans le sens de l'épaisseur du corps de base (3), dans lequel les
deux parties (45a, 45c) en matière plastique les plus proches des surfaces de plaque
(5, 6) sont pourvues de propriétés mécaniques au moins à peu près identiques et la
ou les parties (45b) situées entre ces dernières présentent une élasticité supérieure
à celle des parties (45a, 45c).
9. Elément de coffrage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première section de bordure de protection (10) se termine sensiblement à fleur
avec la surface de plaque (5, 6) et la deuxième section de bordure de protection (12)
présente une section surélevée (46), en particulier d'au moins 0,5 mm, par rapport
à la surface de plaque (5, 6) du corps de base (3).
10. Elément de coffrage (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que la section surélevée (46) présente une surface surélevée (48) qui est parallèle à
la surface de plaque (5, 6) et qui s'étend jusqu'au coin (15) de l'élément de coffrage
(1).
11. Elément de coffrage (1) selon la revendication 10, caractérisé en ce que la section surélevée (46) présente une surface de transition (49) en rampe s'étendant
du niveau de la surface de plaque (5, 6) à la surface surélevée (48).
12. Procédé de fabrication d'un élément de coffrage (1) selon la revendication 1 présentant
une bordure de protection (4), en particulier un panneau de coffrage (2), comprenant
la formation d'un corps de base (3) plat fait de bois ou d'un matériau dérivé du bois
pour fabriquer une surface périphérique (8), dans lequel des premières sections de
bordure de protection (10) faites d'une première matière plastique sont appliquées
sur une première surface partielle (9) de la surface périphérique (8) correspondant
au moins à peu près à l'ensemble de la surface périphérique (8) du corps de base (3)
au moyen d'un procédé de collage ou d'un procédé de moulage par injection, dans lequel
les premières sections de bordure de protection (10, 10', 10" et 10"') s'étendent
respectivement sur la majeure partie des bordures longitudinales et des bordures transversales
du corps de base (3), et une deuxième section de bordure de protection (12) faite
d'une deuxième matière plastique est appliquée par la suite sur une deuxième surface
partielle (11) de la surface périphérique (8) et/ou sur une surface extérieure (22)
de la première section de bordure de protection (10), dans lequel la deuxième section
de bordure de protection (12) est placée de manière directement adjacente à la première
section de bordure de protection (10) sur une surface de contact (13) au moyen d'un
procédé de moulage par injection faisant appel à un outil de moulage par injection
(23) enserrant le corps de base (3) et une partie de la première section de bordure
de protection (10) et une liaison permanente est établie entre la première section
de bordure de protection (10) et la deuxième section de bordure de protection (12)
lorsque la deuxième section de bordure de protection (12) est appliquée sur la surface
de contact (13), dans lequel la deuxième section de bordure de protection (12) est
appliquée sur une section de changement de direction (14), en particulier un coin
(15), de la surface périphérique (8) du corps de base (3) ou sur une section de changement
de direction (14) de la surface extérieure (22) de la première section de bordure
de protection (10), de sorte qu'une bordure de protection (4) ininterrompue et s'étendant
sur toute la surface périphérique (8) du corps de base (3) est formée.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que la liaison entre la deuxième section de bordure de protection (12) et la première
section de bordure de protection (10) sur la surface de contact (13) est établie par
une procédure de fusion et/ou une procédure de soudage.
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que la première section de bordure de protection (10) est appliquée sous la forme d'un
matériau de bordure préfabriqué.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que, avant l'application de la deuxième section de bordure de protection (12), la surface
de contact (13) est soumise à un usinage par enlèvement de copeaux, en particulier
au cours d'un processus continu, sur la première section de bordure de protection
(10) et/ou sur la surface périphérique (8) du corps de base (3).
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 15, caractérisé en ce qu'une première section de bordure de protection (10) continue ou plusieurs sections
de bordure de protection (10, 10', 10", 10"', ...) sont appliquées sur la surface
périphérique (8) d'un corps de base (3), puis les deuxièmes sections de bordure de
protection (12) sont appliquées, au moyen d'un procédé de moulage par injection, sur
les sections de changement de direction (14) de la surface extérieure (22) de la première
section de bordure de protection (10) continue ou sur des points de transition (28)
entre les premières sections de bordure de protection (10, 10', 10", 10"', ...).