[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schleifen und/ oder Bürsten von Gegenständen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In vielen Industriebereichen, insbesondere aber im Bereich der Windkraft, des Fahrzeugbaus
sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie, sind viele Behandlungsschritte zur Erzielung
einer hochwertigen Oberfläche auf einem vorhergehenden Schleif- und Reinigungsprozess
angewiesen. Diese Schleif- und Reinigungsprozesse sind in der Vergangenheit nur schwer
und unzureichend automatisierbar gewesen. Schleifen und Reinigen durch Bürsten wurden
dabei im Wesentlichen manuell, allenfalls teilweise automatisiert, durch getrennte
Vorrichtungen durchgeführt. Damit sind verständlicherweise verhältnismäßig hohe Kosten
verbunden.
[0003] Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der
WO 2008/077398 A1 bekannt.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Schleifen und/oder
Bürsten von Gegenständen der eingangs genannten Art derart fortzubilden, dass Schleif-
und Bürstprozesse effizienter und weitgehend automatisierbar sind.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst.
[0006] Unter "Wirkprofil" im engeren Sinne wird hier die Gestalt der Fläche verstanden,
auf welcher die Spitzen der Schleifmittel oder Borsten der Bürste bei der Drehung
der Bürste, also unter dem Einfluss der Fliehkraft liegen. Ein "effektives" Wirkprofil
ist das Wirkprofil, das der bearbeitete Gegenstand "spürt", das also von dem "Wirkprofil"
im engeren Sinne und von dessen relativer Lage zum Gegenstand beim "Angriff" der Bürste
abhängt. Durch die Anpassung dieses effektiven Wirkprofils an die Geometrie des Gegenstandes,
und zwar an dessen gerade von der Bürste bearbeitetem Bereich, lässt sich die Effizienz
der Bürste deutlich verbessern; auch deren Verschleissverhalten ist günstiger, da
das Werkstück überall etwa gleich tief in den Schleifmittel- und/oder Borstenbesatz
eintaucht. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich im Gegensatz zur manuellen
Bearbeitung reproduktionssichere Ergebnisse liefern. Dass die Personalkosten geringer
ausfallen, leuchtet unmittelbar ein. Darüber hinaus ist mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung auch eine Reduzierung der Verbrauchsmaterialkosten verbunden.
[0007] Erfindungsgemäß ist das Wirkprofil mindestens einer Bürste während des Betriebs der
Vorrichtung veränderbar. In diesem Falle können laufend Veränderungen der Geometrie
des gerade bearbeiteten Oberflächenbereichs im Wirkprofil der Bürste nachvollzogen
werden, so dass auch bei stark sich ändernden Oberflächengeometrien stets eine gute
Arbeitseffizienz erreichbar ist.
[0008] Hierzu weist die Bürste der erfindungsgemäßen Vorrichtung einen aus elastischem Material
gefertigten hohlen Träger auf, der einen Besatz aus Schleifmitteln und/oder Borsten
trägt und in dessen Innenraum eine Verstelleinrichtung angeordnet ist, mit welcher
der Träger verformbar ist. Eine derartige Verstelleinrichtung kann mechanisch sein
und nur punktoder linienhaft an dem elastischen Träger angreifen. Denkbar ist auch,
den Innenraum des Trägers mit einer Druckmittelquelle zu verbinden, so dass der hohle
Träger mehr oder weniger aufgepumpt und dadurch in seinen Dimensionen verändert werden
kann.
[0009] Eine bevorzugte Möglichkeit, das Wirkprofil der Bürste während des Betriebs zu verändern,
besteht darin, dass an der Innenseite des hohlen Trägers eine Mehrzahl von Hebeln
angelenkt ist, deren andere Endbereiche gelenkig mit Buchsen verbunden sind und die
Buchsen von außen mittels Betätigungsstangen entlang der Achse des Trägers verschiebbar
sind. Dadurch kann mit relativ geringem mechanischen Aufwand die Innenseite des hohlen
Trägers mit großen, durch entsprechende Hebelwirkung noch verstärkten, Kräften beaufschlagt
werden.
[0010] Eine dazu alternative Möglichkeit, das Wirkprofil der Bürste während des Betriebs
zu verändern, ergibt sich durch die Verwendung einer Bürste mit einem kreiszylindrischen
Bürstenkörper, welcher in der Achse des hohlen elastischen Trägers angeordnet ist
und entlang seiner Längsausdehnung verteilt mehrere von außen betätigbare Stellmotoren
aufweist, welche radial nach außen weisende Betätigungsstangen haben, deren radial
außen liegende Enden an der Innenmantelfläche des Trägers befestigt sind. Auch so
lassen sich auf einfache Weise große radiale Kräfte auf den Bürstenkörper ausüben.
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert; es zeigen
- Figur 1
- perspektivisch eine Vorrichtung zum Bürsten von Gegenständen, beispielsweise von Rotorblättern
von Windkraftanlagen;
- Figur 2
- einen vertikalen Längsschnitt durch die Vorrichtung der Figur 1;
- Figur 3
- einen vertikalen Schnitt durch die Vorrichtung der Figuren 1 und 2 gemäß Linie III-III
von Figur 2;
- Figur 4
- einen Axialschnitt ähnlich der Figur 3 durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum
Bürsten mit einer verstellbaren Bürste, jedoch ohne die in der Figur 3 erkennbare
Schrägstellung der Bürste gegenüber dem Gehäuse;
- Figuren 5, 6 und 7
- Schnitte, entsprechend der Figur 4, in denen jedoch die Wirkkontur der Bürste gegenüber
den jeweils anderen Figuren verändert ist;
- Figur 8
- einen Axialschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer verstellbaren Bürste;
- Figur 9
- einen Schnitt, entsprechend der Figur 8, in dem jedoch die Wirkkontur der Bürste gegenüber
derjenigen in Figur 8 verändert ist.
[0012] Zunächst wird auf die Figuren 1 bis 3 Bezug genommen, anhand derer das Prinzip der
Erfindung dargestellt wird, deren Gegenstände aber nicht durch die Ansprüche gedeckt
sind. In diesen Figuren ist eine Vorrichtung zum Schleifen und Reinigen dargestellt
und insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnet. Der Gegenstand 2, der bearbeitet
werden soll, ist in Figur 2 nur schematisch dargestellt. Es kann sich dabei beispielsweise
um das Rotorblatt einer Windkraftanlage handeln. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Vorrichtung 1 stationär; der Gegenstand 2 wird unterhalb der Vorrichtung 1
in einem definierten Abstand in Richtung des Pfeiles 3 vorbeigeführt. Selbstverständlich
ist jedoch auch eine kinematische Umkehr dieser Verhältnisse möglich, indem die Vorrichtung
1 beispielsweise durch einen Roboter geführt beweglich gestaltet wird, während das
Werkstück 2 still steht. Entscheidend ist nur eine Relativgeschwindigkeit zwischen
Vorrichtung 1 und Gegenstand 2.
[0013] Die Vorrichtung 1 besitzt ein Gehäuse 4, das seinerseits zwei im Querschnitt kreisbogenförmige
Untergehäuse 4a und 4b umfasst. Die Untergehäuse 4a und 4b sind starr durch eine Strebe
5 und durch einen Absaugkanal 6 miteinander verbunden und enthalten jeweils einen
Arbeitsraum 50 bzw. 51. Der Absaugkanal 6 weist zwei Zweige 6a, 6b auf, die jeweils
in den Arbeitsraum 50 bzw. 51 eines Untergehäuses 4a bzw. 4b münden. Der Absaugkanal
6 ist mit einer nicht dargestellten Absaugeinrichtung, beispielsweise einem Industriestaubsauger,
verbindbar.
[0014] Im unteren Bereich sind die Untergehäuse 4a, 4b des Gehäuses 4 sekantenartig abgeschnitten
und dort teilweise durch Bleche 7, 8, 9 abgedeckt, die etwa parallel zur Oberfläche
des Werkstückes 2 verlaufen und die im Bereich von jedem Untergehäuse 4a, 4b jeweils
einen Schlitz 10a bzw. 10b aufweisen.
[0015] In den Arbeitsräumen 50 bzw. 51 der beiden Untergehäuse 4a, 4b ist jeweils eine Bürste
11 bzw. 12 in weiter unten beschriebener Weise drehbar gelagert. Die beiden Bürsten
11, 12 unterscheiden sich in ihrer Funktion: Während die Bürste 12, auf welche das
Werkstück 2 bei seiner Bewegung in Vorschubrichtung 3 zuerst trifft, zum Schleifen
der Werkstückoberfläche ausgelegt ist, dient die Bürste 11, welche diesem Vorgang
nachgelagert ist, dem Reinigen bzw. Bürsten der vorgeschliffenen Oberfläche.
[0016] Dementsprechend weist die erste Bürste 12 flexible Schleifmittel 13 auf, bei denen
es sich um handelsübliche Schleifsegmente mit Korund- oder Diamantbesatz handeln kann
und die gegebenenfalls mit Bürsten zur Abstützung hinterlegt sein können. Diese Schleifmittel
13 sind an einem Bürstenkörper 14 mit ihrem radial innenliegenden Rand befestigt und
in der Zeichnung nur sehr schematisch dargestellt. Sie ragen im Bereich des Schlitzes
10b durch diesen hindurch und berühren so die Oberfläche des Werkstückes 2.
[0017] Die Bürste 12 ist nicht koaxial zu dem Untergehäuse 4b angeordnet; vielmehr ist ihre
Achse gegenüber der Achse des Untergehäuses 4b gegen die Vorschubrichtung 3, in Figur
2 also nach rechts, versetzt.
[0018] Die zur Reinigung dienende Bürste 11 trägt entsprechend ihrer Funktion Borsten 15
aus Natur- oder Kunstfasern, die an ihrem radial innenliegenden Ende an einem Bürstenkörper
16 befestigt sind. Die Borsten 15 ragen durch den Schlitz 10a hindurch und legen sich
an die Oberfläche des bearbeiteten Gegenstandes 2 an. Auch die Achse der Bürste 11
ist gegenüber der Achse des Untergehäuses 4a parallel gegen die Vorschubrichtung 3
versetzt.
[0019] Ionisationseinrichtungen 60, 61 ragen in die Arbeitsräume 50, 51 und dienen dazu,
in bekannter Weise die von den Bürsten 11, 12 ebgeriebenen Partikel zu ionisieren.
[0020] Die Achse 17 der Schleifbürste 12 ist an dem Gehäuse 4 in feststehenden Lagern gelagert,
kann also ihre Orientierung und Position gegenüber dem Gehäuse 4 nicht verändern.
Sie lässt sich gemeinsam mit der Bürste 12 durch einen Motor 19 in Drehung versetzen,
der in Figur 1 schematisch dargestellt ist.
[0021] Anders dagegen die Achse 18 der Reinigungsbürste 11. Diese ist an ihren gegenüberliegenden
Enden jeweils in einer Lagereinrichtung 20 gelagert, deren Vertikalposition gegenüber
dem Gehäuse 4 durch eine Verstelleinrichtung 21 verändert werden kann. Bei Letzterer
kann es sich beispielsweise um einen Hydraulik- oder Pneumatikzylinder handeln. Die
Lagereinrichtung 20 besitzt, wie insbesondere der Figur 1 zu entnehmen ist, zwei gegenüberliegende,
vertikale seitliche Kanten 20a, 20b, die in entsprechend profilierten Führungsschienen
22 verschiebbar sind, die am Gehäuse 4 befestigt sind.
[0022] Die Vertikalposition der Lagereinrichtung 20 auf gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses
4 kann unterschiedlich eingestellt werden, so dass sich beispielsweise eine Schräglage
der Bürste 11 ergibt, wie sie in Figur 3 dargestellt ist. Um die Schrägstellung der
Achse 18 der Bürste 11 zu ermöglichen, sind die Enden der Achse 11 in Kugellagern
23 gelagert, deren Außenring eine konvexe Außenfläche besitzt. Mit dieser konvexen
Außenfläche liegen die Kugellager 23 an einer entsprechend konkaven Fläche der Lagereinrichtung
20 an.
[0023] Die Bürste 11 wird über ihre Achse 18 von einem Motor 24 angetrieben, der in der
Zeichnung ebenfalls nur schematisch dargestellt ist und unabhängig von dem Motor 19
betrieben werden kann, welcher der Bürste 12 zugeordnet ist.
[0024] Im Betrieb wird der Gegenstand 2 unter der stationären Vorrichtung 1 im Sinne des
Pfeiles 3 hindurchgeführt. Die Oberfläche des Gegenstandes 2 trifft dabei zunächst
auf die Schleifmittel 13 der Schleifbürste 12 und wird hierbei intensiv geschliffen.
Der Schleifstaub wird über den Zweig 6b des Absaugkanales 6 abgeführt. Die frisch
geschliffenen Bereiche gelangen bei der Weiterbewegung des Gegenstandes 2 in den Bereich
der Borsten 15 der Reinigungsbürste 11, die durch den Schlitz 10a hindurchragen. Dort
erfolgt ein intensives Ausbürsten der mitgeführten Schleifstaubreste, die dann über
den Zweig 6a des Absaugkanales 6 abtransportiert werden.
[0025] Die Oberfläche der Gegenstände 2 ist im Regelfall nicht eben und/oder an unterschiedlichen
Stellen unterschiedlich geneigt. Durch die Verstellung der Neigung der Achse 18 gegenüber
der Horizontalen mit Hilfe der Verstelleinrichtungen 21 kann der Eingriff der Borsten
15 der Reinigungsbürste 11 an diese Kontur des Gegenstandes angepasst werden, so dass
die Bürsteffizienz verbessert wird.
[0026] Bei dem oben beschriebenen, nicht durch die Ansprüche gedeckten Ausführungsbeispiel
bleibt der Querschnitt der Bürste über deren gesamte axiale Abmessung hinweg konstant,
und zwar unabhängig von der jeweiligen Position der Trägerelemente. Bei den nachfolgend
beschriebenen Bürsten der erfindungsgemäßen Vorrichtung ändert sich das Wirkprofil
in axialer Richtung. Dieses ist aber nicht fest vorgegeben, sondern einstellbar, gegebenenfalls
auch während des Betriebes der Vorrichtung. Hierdurch kann die Vorrichtung zur Verwendung
an unterschiedlich geformten Gegenständen jeweils neu eingestellt werden. Vor allem
aber ist es möglich, das Wirkprofil auch bei der Bearbeitung eines einzigen Gegenstandes
anzupassen, wenn sich die Form von dessen Oberflächenbereich, der gerade im Eingriff
mit dem Borsten der Bürste ist, während der Relativbewegung zwischen Bürste und Gegenstand
verändert. Bei der in den Figuren 4 und 5 dargestellten Vorrichtung 601 ist der Bürstenkörper
616 hohl. Er umfasst zwei kreisförmige starre Stirnwände 629, an die jeweils ein nach
außen ragender Zapfen 630a, 630b koaxial angeformt ist. Die beiden Stirnwände 629a,
629b sind in der Nähe ihres Außenumfangs durch einen hohlzylindrischen Träger 626
miteinander verbunden, der aus einem geeigneten elastischen Material besteht.
[0027] Durch eine Durchgangsbohrung 631 in dem in Figur 4 linken Zapfen 630a ist ein Ende
einer Hülse 632 geführt, deren gegenüberliegendes Ende in eine Blindbohrung 631b des
Zapfens 630 hineinragt. Auf der Außenmantelfläche der Hülse 632 sind zwei ringförmige
Buchsen 633, 634 axial verschiebbar geführt. Hierzu verlaufen innerhalb der Hülse
632 zwei Betätigungsstangen 635, 636, die in der in den Figuren 4 bis 6 schematisch
dargestellten Weise bewegungsschlüssig jeweils mit einem Stellmotor 637, 638 verbunden
sind. Sie lassen sich auf diese Weise in axialer Richtung verschieben.
[0028] An ihrem innerhalb der Hülse 632 liegenden Endbereich sind die Betätigungsstangen
635, 636 jeweils mit einem Mitnehmer 639, 640 ausgestattet, der sich in radialer Richtung
durch eine entsprechend dimensionierte Öffnung 641 bzw. 642 der Hülse 632 hindurcherstreckt
und mit dem nach außen überstehenden Bereich formschlüssig mit einer Buchse 633 bzw.
634 verbunden ist.
[0029] An der in den Figuren 4 bis 6 linken Buchse 633 sind an diametral gegenüberliegenden
Stellen zwei Hebel 643a und 643b angelenkt, die eine Ebene aufspannen. Mit ihren äußeren
Enden sind die Hebel 643a, 643b gelenkig mit der Innenmantelfläche des Trägers 626
verbunden. In entsprechender Weise ist die Außenmantelfläche der in den Figuren 4
bis 6 rechten Buchse 634 an diametral gegenüberliegenden Stellen gelenkig mit Hebeln
644a, 644b verbunden, deren äußere Enden an der inneren Mantelfläche des Trägers 626
angelenkt sind.
[0030] Der Zapfen 630b der in den Figuren 4 bis 6 rechten Stirnseite 629b des Bürstenkörpers
616 steht in Drehverbindung mit dem Antriebsmotor der Vorrichtung 601.
[0031] Das Wirkprofil der Bürste 611 kann in folgender Weise an die Geometrie des bearbeiteten
Gegenstandes angepasst werden: Wird mit Hilfe der Stellvorrichtung 637 die Betätigungsstange
635 in axialer Richtung verschoben, so verschiebt sich die Buchse 633, die mit der
Betätigungsstange 635 bewegungsschlüssig verbunden ist, in gleicher Richtung auf der
Hülse 632. Dies hat eine Verschwenkung der Hebel 643a, 643b zur Folge. In Figur 5
wurde die Betätigungsstange 635 gegenüber der Position von Figur 4 nach rechts verschoben,
so dass sich die Hebel 643a, 643b steiler gestellt haben und, da ihre Länge unveränderlich
ist, der elastische Träger 626 sich an diesen Stellen ausgebeult hat und so in diesem
Bereich den Wirkradius der Bürste 611 vergrößert hat.
[0032] In ähnlicher Weise lässt sich mit Hilfe des Stellmotors 638 über die Betätigungsstange
636 die in den Figuren 4 bis 6 rechte Buchse 634 auf der Hülse 632 verschieben, was
eine entsprechende Verschwenkung der Hebel 644a, 644b zur Folge hat. In Figur 5 wurde
die Betätigungsstange 636 gegenüber der in Figur 4 dargestellten Position etwas nach
links verschoben. Hierdurch hat sich der Anstellwinkel der Hebel 644a, 644b abgeflacht
und deren äußere Enden ziehen den elastischen Träger 626 im entsprechenden Bereich
radial nach innen. Es resultiert insgesamt die in Figur 5 dargestellte verformte Gestalt
des Trägers 626 mit einem entsprechenden Wirkprofil der Bürste 611.
[0033] In den Figuren 6 und 7 sind weitere mögliche Verformungen des elastischen Trägers
626 dargestellt, die sich auf analoge Weise durch Verschieben der Betätigungsstangen
635, 636 durch die Stellmotoren 637, 638 erreichen lassen.
[0034] Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Bürste 711, deren Wirkprofil variabel und
gegebenenfalls auch im Betrieb der Vorrichtung einstellbar ist, ist schematisch in
den Figuren 8 und 9 dargestellt. Diese Bürste 711 besitzt einen im Wesentlichen kreiszylindrischen
Bürstenkörper 716. In den beiden gegenüberliegenden Endbereichen sowie im mittleren
Bereich sind an gegenüberliegenden Stellen der Umfangswand jeweils zwei Stellmotoren
745 angebracht. Die nach außenragenden Betätigungsstangen dieser Stellmotoren 745
sind an der Innenmantelfläche eines elastischen, hohlzylindrischen Trägers 726 befestigt,
dessen gegenüberliegende, kreisförmige Ränder in diesem Falle nicht miteinander verbunden
sind. Die Betätigungsstangen der Stellmotoren 745 können in geeigneter Weise ausgefahren
oder eingezogen werden, wie dies im Einzelnen nicht geschildert zu werden braucht.
Die Stellmotoren 745 können elektrisch betrieben sein oder auch hydraulische oder
pneumatische Zylinder enthalten. In welcher Weise sich mit Hilfe dieser Stellmotoren
745 das Wirkprofil der Bürste 711 verändern lässt, lässt sich den Figuren 8 und 9
entnehmen.
[0035] Oben wurden Möglichkeiten zur Gestaltung der Reinigungsbürste im Detail beschrieben.
Selbstverständlich kann auch die Schleifbürste bei Bedarf ähnlich gebaut werden. Soweit
oben die Konstruktion ganzer Bürsten erläutert wurde, kann diese Konstruktion auch
bei einzenen Bürstensegmenten eingesetzt werden.
1. Vorrichtung zum Schleifen und/oder Bürsten von Gegenständen mit
a) einem Gehäuse (604);
b) mindestens einer in mindestens einem Arbeitsraum des Gehäuses (604) drehbar angeordneten
und antreibbaren Bürste (611; 711), die einen Bürstenkörper (616; 716) und einen an
diesem befestigten Schleifmittel- und/oder Borstenbesatz (615; 715) aufweist;
c) einem Absaugkanal, der in den Arbeitsraum mündet und mit einer Absaugeinrichtung
verbindbar ist;
wobei
d) das effektive Wirkprofil der Bürste (611; 711) durch Abweichung von der Form eines
Kreiszylinders an die Geometrie des Gegenstandes angepasst oder anpassbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
e) das Wirkprofil der Bürste (611; 711) während des Betriebes der Vorrichtung veränderbar
ist;
f) die Bürste (611; 711) einen aus elastischem Material gefertigten hohlen Träger
(626; 726) aufweist, der einen Besatz aus Schleifmitteln und/oder Borsten (615; 715)
trägt und in dessen Innenraum eine Verstelleinrichtung (622 bis 644; 745) angeordnet
ist, mit welcher der Träger verformbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass an der Innenseite des hohlen Trägers (626) eine Mehrzahl von Hebeln (643a, 643b,
644a, 644b) angelenkt ist, deren andere Endbereiche gelenkig mit Buchsen (633, 634)
verbunden sind und die Buchsen (633, 634) von außen mittels Betätigungsstangen (635,
636) entlang der Achse des Trägers (626) verschiebbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bürste (711) einen kreiszylindrischen Bürstenkörper (716) aufweist, welcher in
der Achse des hohlen elastischen Trägers (726) angeordnet ist und entlang seiner Längsausdehnung
verteilt mehrere von außen betätigbare Stellmotoren aufweist, welche radial nach außen
weisende Betätigungsstangen haben, deren radial außen liegenden Enden an der Innenmantelfläche
des Trägers (726) befestigt sind.
1. Device for grinding and/or brushing articles, with
a) a housing (604);
b) at least one drivable brush (611, 711) rotatably arranged in at least one working
space of the housing (604), said brush comprising a brush body (616, 716) and a grinding
material facing and/or a bristle facing (615, 715) secured to the latter;
c) a suction channel that terminates in the working space and can be connected to
a suction device;
wherein
d) the effective profile of the brush (611, 711) is adapted or can be adapted to the
geometry of the article by deviation from the shape of a circular cylinder,
characterised in that
e) the effective profile of the brush (611, 711) can be altered during the operation
of the device;
f) the brush (611, 711) comprises a hollow carrier (626, 726) made from elastic material,
which carries a facing made from grinding material and/or bristles (615, 715) and
in the interior of which an adjustment device (622 to 644, 745) is arranged, with
which the shape of the carrier can be altered.
2. Device according to Claim 1, characterised in that a plurality of levers (643a, 643b, 644a, 644b) is hinged on the inside of the hollow
carrier (626), the other end regions of the levers being hingedly connected to sleeves
(633, 634) and the sleeves can be displaced from outside along the shaft of the carrier
(626) by means of actuating rods (635, 636).
3. Device according to Claim 1, characterised in that the brush (711) has a circular cylindrical brush body (716) that is arranged in the
shaft of the hollow elastic carrier (726) and comprises distributed along its longitudinal
extension a plurality of externally actuable adjustment motors that have actuating
rods directed radially outwardly, whose radially outwardly lying ends are fastened
to the inner circumferential surface of the carrier (726).
1. Dispositif dévolu au ponçage et/ou au brossage d'objets, comprenant
a) un boîtier (604) ;
b) au moins une brosse (611 ; 711) pouvant être entraînée, logée à rotation dans au
moins un espace de travail dudit boîtier (604), et pourvue d'un corps (616 ; 716)
et d'une garniture (615 ; 715) fixée audit corps et constituée par des moyens de ponçage
et/ou par des soies ;
c) un canal d'évacuation par aspiration, débouchant dans l'espace de travail et pouvant
être raccordé à un système d'évacuation par aspiration ;
sachant que
d) le profil opérant effectif de la brosse (611 ; 711) est, ou peut être adapté à
la géométrie de l'objet en s'écartant de la forme d'un cylindre circulaire,
caractérisé par le fait que
e) le profil opérant de la brosse (611 ; 711) peut être modifié au cours du fonctionnement
du dispositif ;
f) ladite brosse (611 ; 711) présente un support creux (626 ; 726) fabriqué en un
matériau élastique, qui porte une garniture (615 ; 715) constituée par des moyens
de ponçage et/ou par des soies, et dans l'espace interne duquel se trouve un système
de réglage (622 à 644 ; 745) par lequel ledit support peut être déformé.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'une pluralité de leviers (643a, 643b, 644a, 644b) est articulée sur la face interne
du support creux (626), les autres régions extrêmes desdits leviers étant reliées
à des douilles (633, 634), de manière articulée, et lesdites douilles (633, 634) pouvant
coulisser le long de l'axe dudit support (626), depuis l'extérieur, au moyen de tiges
d'actionnement (635, 636).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la brosse (711) présente un corps (716) de configuration cylindrique circulaire,
qui est placé dans l'axe du support creux élastique (726) et est muni, avec répartition
le long de son étendue longitudinale, de plusieurs servomoteurs actionnables depuis
l'extérieur et dotés de tiges d'actionnement qui pointent vers l'extérieur dans le
sens radial et dont les extrémités, situées radialement à l'extérieur, sont fixées
à la surface de l'enveloppe intérieure dudit support (726).