| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 527 029 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
31.08.2016 Patentblatt 2016/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.05.2012 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Statischer Mischer
Static mixer
Mélangeur statique
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
25.05.2011 DE 202011101066 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
28.11.2012 Patentblatt 2012/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Ritter GmbH |
|
86830 Schwabmünchen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Ritter, Frank
87745 Eppishausen / OT Weiler (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Gallo, Wolfgang |
|
Fleuchaus & Gallo Partnerschaft mbB
Patent- und Rechtsanwälte
Buchenweg 17 86573 Obergriesbach 86573 Obergriesbach (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 566 211 DE-A1- 3 618 062 US-A- 4 370 062
|
WO-A1-2009/125451 DE-U1- 9 207 048 US-A- 4 878 624
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen statischen Mischer zum Mischen von zwei Materialkomponenten
beim Austritt aus zwei in ein gemeinsames Mischrohr führenden Austrittskanälen einer
Zweikomponentenkartusche.
[0002] Statische Mischer sind zum Beispiel aus
US 4 878 624 bekannt und bestehen aus einer Reihe von meist gleichen, axial aneinander gereihten
und jeweils üblicherweise um 90°winkelversetzten Mischflügelelementen, die starr miteinander
verbunden sind und in einem Mischrohr sitzen, das einlassseitig eine mit den Auslässen
der Zweikomponentenkartusche verbindbare Hülse aufweist.
[0003] Das Ziel bei der Konstruktion solcher statischer Mischer besteht darin, ein möglichst
gutes Mischergebnis bei möglichst geringem Strömungswiderstand zu erzeugen. Es ist
also wünschenswert, zur Widerstandsreduzierung mit möglichst wenigen Mischelementen
auszukommen, andererseits aber am Ende des statischen Mischers einen homogen vermischten
Materialstrom zu haben.
[0004] Die Mischwirkung solcher statischer Mischer besteht darin, dass der aus den beiden
Auslässen der Kammern der Zweikomponentenkartusche austretende Gesamtmaterialstrom
möglichst effizient wiederholten Strangteilungen, richtungswechselnden Strangbewegungen
und Strangzusammenführungen zu unterziehen, um dadurch die innige und homogene Vermischung
der beiden Komponenten zu erzielen.
[0005] Bei Zweikomponentenkartuschen, bei denen die Materialstränge der beiden Komponenten
im wesentlichen koaxial in den Mischer eintreten, besteht zu dem das Problem, dass
oft noch nach einer Reihe durchlaufener Mischelemente die innere Materialkomponente
sich immer noch im wesentlichen innen und die äußere Materialkomponente sich immer
noch im wesentlichen außen befindet und dadurch das Erreichen einer homogenen Durchmischung
langwierig ist.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen solchen statischen Mischer zu schaffen, der zum
Vermischen von koaxial aus einer Zweikomponentenkartusche austretenden Materialsträngen
die oben genannten Ziele bei einer sehr einfachen Konstruktion möglichst gut erreicht.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch den im Anspruch 1 angegebenen Aufbau
eines statischen Mischers gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Der erfindungsgemäße statische Mischer besteht also zunächst in bekannter Weise aus
einer Anzahl axial aneinandergereihter und fest miteinander verbundener, jeweils zueinander
winkelversetzter Mischelemente, die jeweils die Gestalt von Doppelwendelabschnitten
haben.
[0009] Erfindungsgemäß ist eingangsseitig eine der Mischelementenreihe vorgeschaltete Prallplatte
vorgesehen, die einen zentrischen, sich stromauf in den Materialstrom erstreckenden
Zapfen oder Dorn aufweist, der in Strömungsrichtung divergierend in eine achssenkrechte
Platte übergeht. Dabei hat die Platte eine etwa sternartige Konfiguration, deren Sternarme
in Abhängigkeit von der Konsistenz der zu mischenden Materialien unterschiedlich flächig
und groß gestaltet sein können, und zwischen ihren Sternarmen ebenfalls der Konsistenz
in Form und Größe angepasste Durchtrittsöffnungen bilden, durch das das Material in
einer entsprechenden Anzahl von Materialsträngen hindurchtritt und so in den Bereich
des ersten Mischelements gelangt.
[0010] Die Größe der Durchtrittsöffnungen zwischen den Sternarmen hängt also auch wieder
von der Konsistenz der zu mischenden Materialien ab. Der Zapfen erstreckt sich in
den Materialstrom der inneren Materialkomponente der koaxial aus der Zweikomponentenkartusche
austretenden Materialkomponenten, und die vorzugsweise bogenförmig divergierende Gestaltung
des Übergangs von dem Zapfen in die sternartige Platte dient dazu, den inneren Materialstrom
effektiv und gleichmäßig über dem Querschnitt verteilt radial nach außen umzulenken,
um ihn über den ganzen Mischerquerschnitt mit der radial außen eintretenden äußeren
Materialkomponente zusammenzubringen, so dass die beiden koaxial aus der Zweikomponentenkartusche
austretenden Materialstränge bereits in zusammengeführter Form schon in das erste
Mischelement der Mischelementenreihe eintritt.
[0011] Die sternartigen Arme der Platte, die zwischen sich Durchtrittsöffnungen bilden,
bewirken, dass die zusammengeführten Materialien bereits in Gestalt einzelner Stränge
in den Mischer eintreten, wo dann durch die aufeinanderfolgenden, drehversetzten und
jeweils wendelförmigen Mischelemente fortgesetzte Strangaufteilungen, richtungswechselnde
Strangumlenkungen, und Strangzusammenführungen erfolgen, wodurch das Mischen bewirkt
wird.
[0012] In weiterer Ausbildung der Erfindung können auch jeweils nach einzelnen Gruppen von
aufeinanderfolgenden Mischelementen solche sternförmigen Platten gleicher oder ähnlicher
Konfiguration zwischen mehreren aufeinanderfolgenden Gruppen von aneinandergereihten
Mischelementen vorgesehen sein.
[0013] Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den anliegenden Zeichnungen dargestellt,
und die Erfindung wird anhand dieser Ausführungsbeispiele nachstehend mehr im einzelnen
kurz beschrieben.
[0014] In den Zeichnungen zeigen die Fig. 1 bis 8 jeweils in Seitenansicht, perspektivischer
Ansicht und Unteransicht einige Ausführungsbeispiele von statischen Mischern nach
der Erfindung.
[0015] Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 1 bis 5 ist jeweils nur eingangsseitig an
der Reihe von aufeinanderfolgenden Mischelementen 2 eine Prallplatte 1 mit stromaufwärts
weisendem zentrischem Zapfen 11, einem divergierenden Übergang in die eigentliche
Platte, und sternartiger Konfiguration vorgesehen. Bei den Ausführungsformen nach
den Fig. 6 bis 8 sind mehrere solcher Prallplatten 1 vorgesehen, nämlich jeweils eirigangsseitig
und jeweils nach einer Gruppe von Mischelementen 2.
[0016] In allen Zeichnungsfiguren ist die eingangsseitige Platte mit 1 bezeichnet, und die
Mischelemente sind mit 2 bezeichnet. Die weiteren Platten zwischen aufeinanderfolgenden
Gruppen von Mischelementen 2 sind in den Fig. 6 bis 8 mit 1a und 1b bezeichnet.
[0017] Die Mischelemente 2 sind bei allen dargestellten Ausführungsformen in einer üblichen
Weise ausgebildet, nämlich als um jeweils 90° winkelversetzt angeordnete Mischelemente,
die jeweils die Gestalt eines zweigängigen Wendelabschnitts haben, der eine 180°-Drehung
durchläuft.
[0018] Die eingangsseitige Prallplatte 1 (und ebenso die gegebenenfalls nachfolgenden Prallplatten
1a, 1b) haben jeweils einen stromaufwärts weisenden zentrischen Zapfen 11, einen bogenförmig
divergierenden Übergangsbereich 12, der kegelig oder pyramidenartig ausgebildet sein
kann, und die eigentliche Platte 13, die bei den dargestellten Beispielen jeweils
vier Sternarme hat, die radial nach außen ragen und je nach Ausführungsform mehr oder
weniger breite Durchtrittsöffnungen 14 zwischen sich bilden, die mehr oder weniger
weit im radial äußeren Bereich liegen. Die Größe der Durchtrittsöffnungen 14 sowie
deren Konfiguration, und dementsprechend die Flächengröße und Konfiguration der Sternarme
der Platte 13, hängen jeweils maßgeblich von den Konsistenzen der zu durchmischenden
Materialien ab. Es versteht sich, dass, je kleiner die Durchtrittsöffnungen sind,
desto größer der Druckverlust und damit der notwendige Auspressdruck ist. Je zäher
die zu vermischenden Materialkomponenten sind, desto größer sind dementsprechend auch
die Durchtrittsöffnungen.
[0019] Bei den Ausführungsbeispielen sind die Mischelemente 2 jeweils um 90° gegeneinander
versetzt, und jedes Mischelement durchläuft eine 180°-Drehung. Dies ist allerdings
nur beispielhaft, es können auch andere Gestaltungen von Mischelementen und andere
Drehversatzwinkel Anwendung finden.
[0020] Entsprechend der Konfiguration und Anordnung der Mischelemente haben bei den dargestellten
Ausführungsbeispielen die Platten 1 jeweils eine vierarmige Sternkonfiguration. Es
können aber auch weniger oder mehr Sternarme sein.
[0021] Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist jede Prallplatte 1 so orientiert,
dass zwei der vier Sternarme vor der Eintrittkante des darauf folgenden Mischelements
liegen.
1. Statischer Mischer, der in einem Mischrohr angeordnet ist, dessen Einlaß zur Aufnahme
zweier im wesentlichen koaxialer Materialkomponentenstränge aus dem Auslaß einer Zweikomponentenkartusche
bestimmt ist, mit einer Mehrzahl von axial aneinander gereiht angeordneten und fest
miteinander verbundenen feststehenden Mischelementen (2) in Gestalt von Doppelwendelabschnitten,
die jeweils drehwinkelversetzt aufeinanderfolgend angeordnet sind, wobei
am Eintrittsende des statischen Mischers vor dem ersten Mischelement (2) eine Prallplatte
(1) angeordnet ist, die einen stromaufwärts vorspringenden zentrischen Dorn oder Zapfen
(11) aufweist, der über einen den inneren Materialstrom radial nach außen umlenkenden
divergierenden Übergangsbereich in die eigentliche achssenkrechte Prallplatte (13)
übergeht, die sternartig mit einer Anzahl von Stemarmen ausgebildet ist, die zwischen
sich Durchtrittsöffnungen (14) bilden.
2. Statischer Mischer nach Anspruch 1, wobei der Übergangsbereich (12) des Doms oder
Zapfens konkav bogenförmig gewölbt und der Dorn oder Zapfen im übrigen kegel- oder
pyramidenartig ausgebildet ist.
3. Statischer Mischer nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Prallplatte (13) vier kreuzförmig
angeordnete Sternarme hat und vier Durchtrittsöffnungen zwischen den Sternarmen bildet.
4. Statischer Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Sternarme von einem
kreisförmigen Mittelbereich der Prallplatte (13) ausgehen.
5. Statischer Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Sternarme sich von
radial innen nach radial außen stetig oder bogenförmig oder in abgestufter Weise in
ihrer Breite verjüngen.
6. Statischer Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei mindestens eine weitere
Prallplatte (13) mit den Merkmalen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5
zwischen Gruppen von jeweils mehreren aufeinander folgenden Mischelementen (2) angeordnet
ist.
7. Statischer Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die oder jede Prallplatte
(13) so orientiert ist, dass die Eintrittskante des auf die Prallplatte folgenden
Mischelements (2) jeweils axial hinter einem Stemarm der Prallplatte (1) liegt.
1. A static mixer that is arranged in a mixing tube, the inlet of which is intended for
receiving two substantially coaxial strands of material components from the outlet
of a two-component cartridge, with a plurality of stationary mixing elements (2) that
are arranged in an axially juxtaposed manner and fixedly connected to each other,
and which are in the form of double screw portions that are arranged in succession,
respectively offset from each other by a rotational angle, wherein a baffle plate
(1) is arranged at the inlet end of the static mixer before the first mixing element
(2), the baffle plate having a central thorn or pin (11) projecting in the upstream
direction and merging with the proper baffle plate (13) that is perpendicular to the
axis via a divergent merging region that diverts the inner material stream radially
outwards, the baffle plate being formed like a star with a number of star arms which
define passage openings (14) between them.
2. The static mixer according to claim 1, wherein the merging region (12) of the thorn
or pin is concavely curved in an arc-like manner, and the thorn or pin is otherwise
formed like a cone or a pyramid.
3. The static mixer according to claim 1 or 2, wherein the baffle plate (13) has four
star arms arranged in the form of a cross, and forms four passage openings between
the star arms.
4. The static mixer according to any one of claims 1 to 3, wherein the star arms extend
from a circular central region of the baffle plate (13).
5. The static mixer according to any one of claims 1 to 4, wherein the star arms are
tapering in width from radially inwards to radially outwards in a continuous, arched
or stepped manner.
6. The static mixer according to any one of claims 1 to 5, wherein at least one further
baffle plate (13) having the features of any one or more of claims 1 to 5 is respectively
arranged between groups of multiple juxtaposed mixing elements (2).
7. The static mixer according to any one of claims 1 to 6, wherein the or each baffle
plate (13) is oriented in such a way that the input edge of the mixing element (2)
following the baffle plate lies in each case axially behind one star arm of the baffle
plate (1).
1. Mélangeur statique disposé dans une tube de mélange, dont l'entrée est destinée à
recevoir deux brins sensiblement coaxiaux de composants du matériau à partir de la
sortie d'une cartouche à deux composants, comportant une pluralité d'éléments de mélange
(2) disposés en succession axiale et reliés les uns avec les autres de manière fixe,
et présentant la forme des portions à double spirale disposées en succession et décalées
par un angle de rotation, dans lequel une plaque déflectrice (1) est disposée à l'extrémité
d'entrée du mélangeur statique avant le premier élément de mélange (2), la plaque
comportant une épine ou une broche (11) centrée saillant dans la direction en amont
qui se raccorde, au moyen d'une zone de transition divergeant et défléchissant le
flux de matériau interne vers l'extérieur, à la plaque déflectrice (13) propre s'étendant
perpendiculairement par rapport à l'axe, la plaque déflectrice étant formée avec un
nombre des bras d'étoile, qui forment des passages (14) entre eux.
2. Mélangeur statique selon la revendication 1, dans lequel la zone de transition (12)
de l'épine ou de la broche est incurvée de manière concave en forme d'arc, et l'épine
ou la broche est en outre configurée sous forme conique ou de pyramide.
3. Mélangeur statique selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, dans lequel la
plaque déflectrice (13) comporte quatre bras d'étoile disposés en croix, et définit
quatre ouvertures de passage entre les bras d'étoile.
4. Mélangeur statique selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel les
bras d'étoile partent d'une région circulaire centrale de la plaque déflectrice (13).
5. Mélangeur statique selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel les
bras d'étoile se réduisent dans leur largeur radialement à partir de l'intérieur vers
l'extérieur, de façon continue, sous forme d'arc ou de façon échelonnée.
6. Mélangeur statique selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel au
moins une autre plaque déflectrice (13) avec les caractéristiques selon l'une ou plusieurs
des revendications 1 à 6 est disposée respectivement entre des groupes de plusieurs
éléments de mélange (2) successifs.
7. Mélangeur statique selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel la
ou chaque plaque déflectrice est orientée de telle sorte que le bord d'entrée de l'élément
de mélange suivant la plaque déflectrice se trouve, en chaque cas, axialement derrière
un bras d'étoile de la plaque déflectrice (1).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente