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EP 2 535 491 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.08.2016 Patentblatt 2016/35 |
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Anmeldetag: 20.04.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Rollenwagen für einen Schiebeflügel
Roller carriage for a sliding leaf
Chariot à rouleaux pour un battant coulissant
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
17.06.2011 DE 102011051123
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.12.2012 Patentblatt 2012/51 |
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Patentinhaber: DORMA Deutschland GmbH |
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58256 Ennepetal (DE) |
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Erfinder: |
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- Vogler, Thomas
32108 Bad Salzuflen (DE)
- Wahlhorn, Oliver
33824 Werther (DE)
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Vertreter: Balder IP Law, S.L. |
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Castellana 93 28046 Madrid 28046 Madrid (ES) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 916 370 DE-A1- 4 340 690
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EP-A2- 1 128 011 US-A1- 2007 101 540
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Rollenwagen zur verfahrbaren Aufhängung eines Schiebeflügels
an einer Laufschiene, sowie einen Schiebeflügel, der mittels eines Rollenwagens entlang
einer Laufschiene verfahrbar aufgehängt ist. Weiterhin betrifft die Erfindung ein
Verfahren zur Aufhängung eines Schiebeflügels an einen Rollenwagen.
[0002] Bekannte Klemmverbindungen weisen in der Regel einen den Schiebeflügel einspannenden
Klemmschuh auf, welcher über einen Tragbolzen hängend mit einem über den Klemmschuh
angeordneten, in einer Laufschiene geführtem Rollenwagen verbunden ist. Grundsätzlich
wird versucht, auf Bohrungen oder Ausnehmungen im Schiebeflügel zu verzichten. Hierzu
gibt es verschiedene Lösungen, einen Schiebeflügel klemmend zu haltern und die erforderliche
Haftreibungskraft durch eine Schraubverbindung direkt oder indirekt auf das Türblatt
aufzubringen.
[0003] Bei Verbundsicherheitsgläsern (VSG) besteht das Problem, dass aufgrund rheologischer
Eigenschaften die zwischen den Glasscheiben angeordnete Zwischenfolie aus PVB anfängt
zu fließen. Die Klemmkraft nimmt schleichend ab und die Tür kann bei einem Stoß aus
der Klemmverbindung heraus rutschen. Um hier eine zusätzliche Sicherheit einzubauen
ist es bekannt, Beschläge für VSG mit einem Sicherheitsbolzen zu versehen. Das heißt,
die Tür aus VSG wird klemmend gehalten, weist aber trotzdem im Randbereich eine Bohrung
auf, durch die ein Bolzen gesteckt wird. Beim Absacken der Tür soll der Bolzen das
Gewicht der Tür übernehmen.
[0004] Dieser Stand der Technik hat den Nachteil, dass die Klemmverbindung bei der Bewegung
der Tür stoßartig versagt. Die Fertigung der Bohrungen in dem Glas erfolgt bei den
einzelnen Glasscheiben, also bevor die Scheiben mit der Zwischenfolie zu VSG verbunden
werden. Aufgrund der großen Toleranzen sind nach der Herstellung des VSG-Glases die
Bohrungen versetzt zueinander angeordnet. Da die Bohrungen nicht deckungsgleich übereinander
liegen, verbleibt eine nichtrunde Öffnung im VSG-Glas, in die ein Bolzen oder eine
Schraube gesteckt wird. Ein Formschluss des Bolzens mit den Bohrungen beider Glasscheiben
ist damit nicht möglich. Da das Gewicht der Tür stoßartig auf den Bolzen übertragen
wird, besteht die Möglichkeit des Glasbruches.
[0005] Die
EP1916370 A1 offenbart die Merkmale des Oberbegriffs der Ansprüche 1, 5 und 9.
[0006] Die
DE4340690 offenbart eine Klemm- und Klebeverbindung eines Scharniers an einer Glasscheiben.
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine kompakte und preiswerte Klemmverbindung für
eine Schiebetür zu schaffen, bei der die zuvor genannten Nachteile nicht bestehen.
[0008] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit der Lehre nach Anspruch 1, 5 und 9.
[0009] Weitere ausgestaltende Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Der erfindungsgemäße Rollenwagen umgreift eine Stirnkante des Schiebeflügels klemmend,
wobei der Rollenwagen mindestens ein Befestigungselement zur Aufbringung der Klemmkraft
auf die Oberfläche des Schiebeflügels aufweist, welches gleichzeitig eine Bohrung
des Schiebeflügels durchdringt. Dadurch, dass das Befestigungselement gleichzeitig
den Kraftschluss herstellt, beim Versagen der Klemmverbindung aber auch Teil des Formschlusses
ist, wird ein sehr kompakter Rollenwagen geschaffen, bei dem der Glasbruch, insbesondere
bei VSG, vermieden wird.
[0011] Um die formschlüssige Absicherung der Klemmverbindung herzustellen, weist der Rollenwagen
mindestens eine Bohrung auf, mittels der eine aushärtbare Flüssigkeit in die Bohrung
eingefüllt werden kann. Die aushärtbare Flüssigkeit füllt den verbleibenden Raum der
Bohrung im Schiebeflügel auf und erzeugt so nach dem Aushärten zusammen mit dem Befestigungselement
den Formschluss.
[0012] Der Rollenwagen weist einen Träger mit zwei seitlichen Wangen auf, die zusammen eine
Klemmkammer zur Aufnahme des Schiebeflügels bilden. Das Befestigungselement ist dabei
in beiden seitlichen Wangen gelagert und damit von beiden Seiten zugänglich.
[0013] Eine Stirnseite des Befestigungselementes weist eine Bohrung zum Einfüllen der aushärtbaren
Flüssigkeit auf, während die andere Stirnseite als Verstellvorrichtung ausgebildet
ist, um die Klemmkraft auf die Oberfläche des Schiebeflügels aufzubringen. Hierzu
weist das Befestigungselement einen Schaft und einen Ansatz auf, wobei die Bohrung
mittels eines Kanales oder einer weiteren Bohrung an der Umfangsfläche des Ansatzes
austritt. Der Schaft ist ausgebildet, eine innerhalb der Klemmkammer angeordnete Klemmplatte
gegen die Oberfläche des Schiebeflügels zu drücken. Auch diese Gestaltung trägt zur
kompakten und preiswerten Bauweise bei.
[0014] Eine weitere Bohrung zum Einfüllen der aushärtbaren Flüssigkeit kann an einer seitlichen
Wange oder dem Träger angeordnet sein, wobei jede Einfüllöffnung auch zum Entlüften
dient. Insbesondere die Bohrungen an der seitlichen Wange oder am Träger sind auch
dazu geeignet, einen Ausschnitt mit aushärtbarer Flüssigkeit aufzufüllen, der die
Bohrung mit der Stirnkante des Schiebeflügels verbindet.
[0015] Der erfindungsgemäße Schiebeflügel wird mittels eines Rollenwagens entlang einer
Laufschiene verfahrbar aufgehängt und weist mindestens eine im Bereich einer Stirnkante
angeordnete Bohrung auf, wobei der Schiebeflügel kraftschlüssig am Rollenwagen befestigt
ist und innerhalb der Bohrung eine formschlüssige Befestigung des Schiebeflügels an
den Rollenwagen angeordnet ist. Nach der Erfindung ist der Schiebeflügel redundant
am Laufwagen befestigt, nämlich zuerst über die Klemmverbindung, und dann - beim Versagen
der Klemmverbindung - über einen Formschluss, wobei die Bohrung im Schiebeflügel Teil
des Formschlusses ist.
[0016] Den anderen Teil des Formschlusses bildet ein Befestigungselement, dass gleichzeitig
die Klemmkraft aufbringt. Dabei durchdringt das Befestigungselement die Bohrung des
Schiebeflügels. Bei der Montage des Rollenwagens an den Schiebeflügel sorgt ein auf
dem Befestigungselement angeordneter Klemmring dafür, dass nicht Glas auf Stahl aufliegt.
Hierzu wird der Klemmring aus Kunststoff, Hartgummi etc. ausgeführt. Der Klemmring
ist hinsichtlich seiner Abmessungen so gestaltet, dass ohne die spätere Befüllung
mit der aushärtbaren Flüssigkeit ein gewisser Formschluss zwischen Befestigungselement,
Klemmring und Bohrung des Schiebeflügels erreicht wird.
[0017] Die anschließende Befüllung des verbleibenden Raumes in der Bohrung des Schiebeflügels
sorgt für eine vollständige formschlüssige Befestigung des Schiebeflügels am Rollenwagen.
Ein weiterer Vorteil ist aber auch, dass gleichzeitig eine Sicherung des Befestigungselementes
erfolgt, das sich bei Vibrationen und Schwingungen nicht mehr lösen kann.
[0018] Erfindungsgemäß sind die Bohrungen des Schiebeflügels mittels Ausschnitten mit der
Stirnkante verbunden. Dadurch kann ein vormontierter Rollenwagen mit durchgesteckten
und eingeschraubten Befestigungselementen auf den Schiebeflügel aufgesteckt werden,
was die Montage auf der Baustelle deutlich erleichtert.
[0019] Um den Formschluss zu gewährleisten, wird natürlich auch dieser Ausschnitt mit einer
aushärtbaren Flüssigkeit gefüllt.
[0020] Der Schiebeflügel besteht in bevorzugter Ausführungsform aus Verbundsicherheitsglas,
bei dem ein schleichender Verlust von Klemmkraft aufgrund der eingebetteten Zwischenfolie
möglich ist.
[0021] Das Verfahren zur Aufhängung eines Schiebeflügels an einen Rollenwagen, der entlang
einer an einer Wand oder Decke aufgehängten Laufschiene verfahrbar angeordnet ist,
umfasst einen Rollenwagen, der den Schiebeflügel im Bereich einer Stirnkante kraftschlüssig
trägt, und eine redundante formschlüssige Absicherung des Schiebeflügel an dem Rollenwagen.
[0022] Hierzu weist der Schiebeflügel mindestens eine Bohrung auf, die zur formschlüssigen
Aufhängung des Schiebeflügels an den Rollenwagen dient. Das Gegenelement wird durch
mindestens ein Befestigungselement gebildet, das die Bohrung des Schiebeflügels durchdringt,
wobei der verbleibende Raum in der Bohrung mit einer aushärtbaren Flüssigkeit aufgefüllt
wird.
[0023] Zur leichteren Montage wird die Bohrung mittels eines Ausschnittes mit der Stirnkante
des Schiebeflügels verbunden, so dass der Rollenwagen mit den vormontierten Befestigungselementen
auf den Schiebeflügel geschoben wird, mittels der Befestigungselemente die Klemmverbindung
hergestellt wird und die Bohrung sowie der Ausschnitt mit einer aushärtbaren Flüssigkeit
gefüllt wird.
[0024] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer den Stand der Technik wiedergebenden
Prinzipskizze sowie einem Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert:
[0025] Es zeigt:
- Figur 1:
- einen Rollenwagen in verschiedenen Ansichten sowie einen Teil eines zugehörigen Schiebeflügels.
[0026] Ein Schiebeflügel 1 nach diesem Ausführungsbeispiel besteht als Verbundsicherheitsglas
2 aus mindestens einer ersten Glasscheibe 2a, die mittels einer Zwischenfolie 2b mit
einer zweiten Glasscheibe 2c verbunden ist. Im Bereich der oberen horizontalen Stirnkante
des Schiebeflügels 1 sind beabstandet zueinander zwei Bohrungen 3, 3a eingearbeitet,
die über Ausschnitte 4, 4a mit der Stirnkante verbunden sind. Zur Aufhängung des Schiebeflügels
1 an einen Rollenwagen 5, der an oder innerhalb einer Laufschiene verfahren wird,
die an einer Wand oder Decke befestigt ist, sind lediglich die Bohrungen 3, 3a nötig.
Die Ausschnitte 4, 4a erleichtern allerdings die Montage des Rollenwagens 5. Der Schiebeflügel
1 kann neben dem Werkstoff VSG auch aus jedem anderen Werkstoff bestehen, z.B. aus
Metall, Holz, Kunststoff oder einem Stein wie Granit oder Marmor. Weiterhin kann der
Schiebeflügel 1 aus einer Scheibe aus Glas bestehen, die ggf. mit einer Folie überzogen
ist, oder aus mehrschichtigem VSG mit z.B. drei Glasscheiben und zwei Zwischenfolien.
Insbesondere bei der Herstellung von VSG werden die Bohrungen 3, 3a und Ausschnitte
4, 4a vor dem Zusammenfügen in die einzelnen Glasscheiben 2a, 2b eingearbeitet, so
dass die Bohrungen 3, 3a und Ausschnitte 4, 4a mit bis zum Teil 10 mm Versatz zueinander
angeordnet sind. Aufgrund dieser Toleranzen ist eine formschlüssige Absicherung durch
einen Bolzen nicht möglich.
[0027] Die Grundstruktur des Rollenwagens 5 wird durch einen Träger 7 mit zwei seitlichen
Wangen 8, 9 gebildet, die zusammen eine nach unten offene Klemmkammer 6 bilden. Der
Querschnitt des Rollenwagens 5 ist also U-förmig oder C-förmig. Innerhalb der Klemmkammer
6 ist eine durchgehende oder mehrere Klemmplatten 11 angeordnet, die durch mindestens
ein Befestigungselement 15, 15a einen einzuklemmenden Schiebeflügel 1 gegen die seitliche
Wange 9 drückt. Die Klemmkraft wird dabei durch das Befestigungselement 15, 15a auf
die Oberfläche des Schiebeflügels 1 aufgebracht. Um Beschädigungen an der Oberfläche
des Schiebeflügels 1 zu vermeiden und gleichzeitig eine höhere Haftung zu erreichen,
sind innerhalb der Klemmkammer 6 ein oder mehrere Elemente als Glasschutz 12 angeordnet.
Diese Elemente können beispielsweise aus Pappe, Gummi, Kunststoff oder Metallen wie
Kupfer etc. bestehen.
[0028] Außen am Rollenwagen 5 ist ein Rollenbock 25 angeordnet oder integriert, an den mindestens
eine Tragrolle 26, 26a drehbar angeordnet ist. Der Rollenbock 25 kann innerhalb der
Grundstruktur, also innerhalb einer seitlichen Wange 8 angeordnet sein, so dass die
seitliche Wange 8 eine Vertiefung oder Ausnehmung oder einen Einzug zur Aufnahme des
Rollenbockes 25 aufweist. Der Rollenbock 25 kann aber auch außen an einer der seitlichen
Wangen 8, 9 oder am Träger 7 angeordnet sein. Der Rollenbock 25 weist weiterhin eine
Einstellvorrichtung 27 auf, die eine vertikale Justierung des aufgehängten Schiebeflügels
1 ermöglicht.
[0029] Weiterhin ist an dem Rollenwagen 5 ein Anschlag und/oder Aushebeschutz 28 angeordnet,
die einzeln oder miteinander kombiniert sein können und mittels einer Einstellvorrichtung
29 horizontal und/oder vertikal am Rollenwagen 5 einstellbar sind.
[0030] Das Befestigungselement 15, 15a weist an einem Ende einen Schaft 19, 19a mit einem
Außengewinde auf, das zu einer komplementären Bohrung mit Innengewinde der Klemmplatte
11 passt, und ist an einer zugeordneten Stirnseite mit einer Verstellvorrichtung 20,
20a z.B. in Form eines Innensechskantes oder eines Schlitzes, versehen. Weiterhin
ist der Schaft 19, 19a im montierten Zustand in einer Bohrung 10, 10a der seitlichen
Wange 8 eingeschraubt, die zu diesem Zweck eine Verstärkung oder Verdickung aufweisen
kann. Die andere Seite bzw. das andere Ende des Befestigungselementes 15, 15a weist
einen Ansatz 18, 18a auf, der ebenfalls in einer Bohrung 14, 14a der seitlichen Wange
9 gelagert ist.
[0031] An der Stirnseite des Ansatzes 18, 18a ist eine Bohrung 17, 17a eingearbeitet, die
auf der Umfangsfläche des Ansatzes 18, 18a mittels eines nicht näher dargestellten
Kanals mindestens einmal austritt. In diesem Ausführungsbeispiel verläuft die Bohrung
17, 17a entlang der Längsachse des Befestigungselements 15, 15a und trifft auf eine
Querbohrung, die den Ansatz 18, 18a an der Umfangsfläche vollständig durchdringt.
Der Ansatz 18 wiederum ist in einer Durchgangsbohrung 14, 14a der seitlichen Wange
9 gelagert. Im Bereich der Lagerung des Befestigungselementes 15, 15a ist in dem Träger
7 ebenfalls eine weitere Bohrung 13, 13a angeordnet. Jedes Befestigungselement 15,
15a weist je einen Klemmring 16, 16a auf, der die Montage erleichtern soll.
[0032] Die Montage des Rollenwagens 5 mit dem Schiebeflügel erfolgt nach folgendem Ablauf:
der Rollenwagen 5 mit den vormontierten Befestigungselementen 15, 15a, auf denen bereits
die Klemmringe 16, 16a und die Klemmplatten 11, 11a sitzen, werden mit den Befestigungselementen
15, 15a durch die Ausschnitte 4, 4a in die Bohrung 3, 3a geschoben, so dass der Rollenwagen
15 mit seinen seitlichen Wangen 8, 9 den Schiebeflügel 1 im Randbereich umgreift.
Die Klemmringe 16, 16a übernehmen dabei die Trennung des Schiebeflügels 1 von dem
Befestigungselement 15, 15a, also in diesem Ausführungsbeispiel die Trennung von den
Werkstoffen Glas zu Metall.
[0033] Das Befestigungselement 15, 15a übernimmt dabei mit den seitlichen Wangen 8, 9 und
den Klemmplatten 11, 11a die Funktion der spannungsarmen Vorfixierung des Beschlages
am Schiebeflügel 1. Der Schiebeflügel 1 wird also durch die Klemmkraft am Rollenwagen
tragend gehalten. Durch die Bohrung 17, 17a wird eine schnell aushärtende Flüssigkeit,
z.B. Klebstoff, Kunststoff oder Dichtmaterial in das Befestigungselement 15, 15a gefüllt,
die auf der Innenseite aus der Bohrung 21, 21 a austritt und die gesamte Bohrung 3,
3a ausfüllt. Durch die Bohrung 13,13a wird ebenfalls eine schnell aushärtende Flüssigkeit
in den Rollenwagen 5 gefüllt, der den Ausschnitt 4, 4a ausfüllt. Damit werden die
gesamten Glasausschnitte mit der aushärtenden Flüssigkeit ausgefüllt, so dass große
Toleranzbereiche ausgeglichen werden können. Nach dem Aushärten der Flüssigkeit, z.B.
des Klebstoffes, übernimmt dieser die Funktion der Trennung Metall/Glas, da dieser
einen geringeren E-Modul als Glas aufweist. Weiterhin wirkt der ausgehärtete Klebstoff
wie eine zusätzliche Schraubensicherung, so dass Vibrationen und Stoßbelastungen nicht
zu einem selbstständigen Lösen der Verbindung führen können. Die Bohrungen 13, 13a,
17, 17a und 21, 21 a dienen dabei zum Befüllen der Bohrungen 3, 3a und Ausschnitte
4, 4a, aber auch zum Entlüften während des Einfüllens des Klebstoffes. Damit die aushärtbare
Flüssigkeit nicht aus den Bohrungen 13, 13a, 17, 17a und 21, 21 a wieder ausläuft,
können diese mit einem Rückschlagventil ausgestattet sein.
[0034] Die Erfindung hat den wesentlichen Vorteil, dass bei einem Versagen der kraftschlüssigen
Klemmverbindung der ausgehärtete Kleber mit dem Befestigungselement 15, 15a zusammen
als formschlüssige Verbindung wirkt, so dass der Schiebeflügel 1 nicht auf das Befestigungselement
15, 15a absackt und dabei beschädigt wird. Nach dem Versagen der kraftschlüssigen
Verbindung übernimmt also die formschlüssige Aufhängung des Schiebeflügels 1 am Rollenwagen
das gesamte Gewicht des Schiebeflügels.
Bezugszeichenl iste
[0035]
- 1
- Schiebeflügel
- 2
- Verbundsicherheitsglas (VSG)
- 2a
- Glasscheibe
- 2b
- Zwischenfolie
- 2c
- Glasscheibe
- 3, 3a
- Bohrung
- 4, 4a
- Ausschnitt
- 5
- Rollenwagen
- 6
- Klemmkammer
- 7
- Träger
- 8
- seitliche Wange
- 9
- seitliche Wange
- 10, 10a
- Bohrung
- 11
- Klemmplatte
- 12
- Glasschutz
- 13, 13a
- Bohrung
- 14, 14a
- Bohrung
- 15, 15a
- Befestigungselement
- 16, 16a
- Klemmring
- 17, 17a
- Bohrung
- 18, 18a
- Ansatz
- 19, 19a
- Schaft
- 20, 20a
- Verstellvorrichtung
- 21, 21a
- Bohrung
- 25
- Rollenbock
- 26, 26a
- Tragrolle
- 27
- Einstellvorrichtung
- 28
- Anschlag/Aushebeschutz
- 29
- Einstellvorrichtung
1. Rollenwagen zur verfahrbaren Aufhängung eines Schiebeflügels (1) an einer Laufschiene,
wobei der Rollenwagen (5) eine Stirnkante des Schiebeflügels (1) umgreift, und mindestens
ein Befestigungselement (15, 15a) zur Aufbringung einer Kraft auf die Oberfläche des
Schiebeflügels (1) aufweist, durch die der Schiebeflügels (1) klemmend am Rollenwagen
getragen wird, wobei das Befestigungselement (15, 15a) eine Bohrung (3, 3a) des Schiebeflügels
(1) durchdringt, und dabei Teil einer formschlüssigen Verbindung zwischen dem Rollenwagen
(5) und dem Schiebeflügel (1) ist,
wobei der Rollenwagen (5) mindestens eine Bohrung (13, 13a, 17, 17a) aufweist, mittels
der eine aushärtbare Flüssigkeit in die Bohrung (3, 3a) des Schiebeflügels (1) eingefüllt
werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass eine andere Bohrung (17, 17a) an einer Stirnseite des Befestigungselementes (15,
15a) angeordnet ist, und dass das Befestigungselement (15, 15a) einen Schaft (19,
19a) und einen Ansatz (18, 18a) aufweist, wobei die andere Bohrung (17, 17a) mittels
eines Kanales oder einer weiteren Bohrung (21, 21 a) an der Umfangsfläche des Ansatzes
(18, 18a) austritt.
2. Rollenwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenwagen (5) einen Träger (7) mit zwei seitlichen Wangen (8, 9) aufweist,
die zusammen eine Klemmkammer (6) zur Aufnahme des Schiebeflügels (1) bilden, wobei
das Befestigungselement (15, 15a) in beiden seitlichen Wangen (8, 9) gelagert ist.
3. Rollenwagen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (13, 13a) an einer seitlichen Wange (8, 9) oder dem Träger (7) angeordnet
ist.
4. Rollenwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (19, 19a) ausgebildet ist, eine innerhalb der Klemmkammer (6) angeordnete
Klemmplatte (11) gegen die Oberfläche des Schiebeflügels (1) zu drücken.
5. Schiebeflügel mit einem Rollenwagen (5) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 1
bis 4, wobei der Schiebeflügel mittels des Rollenwagens (5) entlang einer Laufschiene
verfahrbar aufgehängt ist und mindestens eine im Bereich einer Stirnkante angeordnete
Bohrung (3, 3a) aufweist, wobei der Schiebeflügel (1) kraftschlüssig am Rollenwagen
(5) befestigt ist, wobei innerhalb der Bohrung (3, 3a) eine formschlüssige Befestigung
des Schiebeflügels (1) an dem Rollenwagen (5) angeordnet ist, wobei die Bohrungen
(3, 3a) mittels Ausschnitten (4, 4a) mit der Stirnkante verbunden sind, und wobei
im montierten Zustand der Ausschnitt (4, 4a) mit einer aushärtbaren Flüssigkeit gefüllt
wird.
6. Schiebeflügel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Befestigung das Befestigungselement (15, 15a) und einen Klemmring
(16, 16a) umfasst.
7. Schiebeflügel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Befestigung das Befestigungselement (15, 15a) und eine aushärtbare
Flüssigkeit umfasst, die den verbleibenden Raum innerhalb der Bohrung (3, 3a) ausfüllt.
8. Schiebeflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, das der Schiebeflügel (1) aus Verbundsicherheitsglas (2) besteht.
9. Verfahren zur Aufhängung eines Schiebeflügels an einen Rollenwagen (5), der entlang
einer an einer Wand oder Decke aufgehängten Laufschiene verfahrbar angeordnet ist,
wobei der Rollenwagen (5) den Schiebeflügel (1) im Bereich einer Stirnkante kraftschlüssig
trägt, wobei der Schiebeflügel (2) mittels Formschluss an dem Rollenwagen (5) gesichert
wird, wobei der Schiebeflügel mindestens eine Bohrung (3, 3a) aufweist, die zur formschlüssigen
Aufhängung des Schiebeflügels (1) an den Rollenwagen dient, wobei mindestens ein Befestigungselement
(15, 15a) die Bohrung (3, 3a) des Schiebeflügels (1) durchdringt, wobei die Bohrung
(3, 3a) mittels eines Ausschnittes (4, 4a) mit der Stirnkante des Schiebeflügels (1)
verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenwagen (5) mit den vormontierten Befestigungselementen (15, 15a) auf den
Schiebeflügel (1) geschoben wird, mittels der Befestigungselemente (15, 15a) die Klemmverbindung
hergestellt wird und der verbleibende Raum in der Bohrung (3, 3a) sowie der Ausschnitt
(4,4a) mit einer aushärtbaren Flüssigkeit gefüllt wird.
10. Verfahren zur Aufhängung eines Schiebeflügels (1) an einen Rollenwagen (5) nach Anspruch
9, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Befestigungselement (15, 15a) ein Klemmring (16, 16a) angeordnet ist.
1. A roller carriage for displaceably suspending a sliding leaf (1) from a roller rail,
wherein the roller carriage (5) surrounds a frontal edge of the sliding leaf (1),
and includes at least one fastening element (15, 15a) for applying a force onto the
surface of the sliding leaf (1), by means of which the sliding leaf (1) is supported
at the roller carriage in a clamped manner, wherein the fastening element (15, 15a)
penetrates through a bore (3, 3a) of the sliding leaf (1) and constitutes in this
case a positive connection between the roller carriage (5) and the sliding leaf (1),
wherein the roller carriage (5) includes at least one bore (13, 13a, 17, 17a) by means
of which a curable liquid may be filled into the bore (3, 3a) of the sliding leaf
(1), characterized in that another bore (17, 17a) is disposed at a frontal side of the fastening element (15,
15a), and in that the fastening element (15, 15a) includes a shank (19, 19a) and an extension (18,
18a), wherein the other bore (17, 17a), by means of a channel or a further bore (21,
21 a) exits at the circumferential surface of the extension (18, 18a).
2. The roller carriage according to claim 1, characterized in that the roller carriage (5) has a carrier (7) with two lateral side walls (8, 9), which
together form a clamping compartment (6) for receiving the sliding leaf (1), wherein
the fastening element (15, 15a) is supported in both lateral side walls (8, 9).
3. The roller carriage according to claim 2, characterized in that the bore (13, 13a) is disposed at a lateral side (8, 9) or at the carrier (7).
4. The roller carriage according to claim 1, characterized in that the shank (19, 19a) is configured to press a clamping plate (11), which is disposed
within the clamping compartment (6), against the surface of the sliding leaf (1).
5. A sliding leaf with a roller carriage according to any of the preceding claims 1 to
4, wherein the sliding leaf is suspended by means of the roller carriage (5) to be
displaceable along a roller rail and includes at least one bore (3, 3a), which is
disposed in the area of a frontal edge, wherein the sliding leaf (1) is fastened non-positively
to the roller carriage (5), wherein a positive fastening of the sliding leaf (1) to
the roller carriage (5) is disposed within the bore (3, 3a), wherein the bores (3,
3a) are connected to the frontal edge by means of cut-outs (4, 4a) and wherein in
the mounted condition, the cut-out (4, 4a) may be filled with a curable liquid.
6. The sliding leaf according to claim 5, characterized in that the positive fastening comprises the fastening element (15, 15a) and a clamping ring
(16, 16a).
7. The sliding leaf according to claim 5, characterized in that the positive fastening comprises the fastening element (15, 15a) and a curable liquid,
which fills the remaining space within the bore (3, 3a).
8. The sliding leaf according to any of the preceding claims 5 to 7, characterized in that the sliding leaf (1) is made from laminated safety glass (2).
9. A method for suspending a sliding leaf from a roller carriage (5), which is disposed
to be displaceable along a roller rail, which is suspended at a wall or from a ceiling,
wherein the roller carriage (5) non-positively carries the sliding leaf (5) in the
area of a frontal edge, wherein the sliding leaf (1) is secured by means of form closure
to the roller carriage (5), wherein the sliding leaf includes at least one bore (3,
3a), which serves for the positive suspension of the sliding leaf (1) at the roller
carriage, wherein at least one fastening element (15, 15a) penetrates through the
bore (3, 3a) of the sliding leaf (1), wherein the bore (3, 3a) is connected to the
frontal edge of the sliding leaf (1) by means of a cut-out (4, 4a), characterized in that the roller carriage (5) is pushed onto the sliding leaf (1) with the pre-mounted
fastening elements (15, 15a), the clamping connection is realized by means of the
fastening elements (15, 15a) and the remaining space in the bore (3, 3a) as well as
the cut-out (4, 4a) is filled with a curable liquid.
10. The method for suspending a sliding leaf (1) from a roller carriage (5) according
to claim 9, characterized in that a clamping ring (16, 16a) is disposed on the fastening element (15, 15a).
1. Chariot à rouleaux pour la suspension déplaçable d'un vantail coulissant (1) sur un
rail de roulement, le chariot à rouleaux (5) entourant un bord frontal du vantail
coulissant (1) et comprend au moins un élément de fixation (15, 15a) pour exercer
une force sur la surface du vantail coulissant (1) par l'intermédiaire de laquelle
le vantail coulissant (1) est porté de façon serrée sur le chariot à rouleaux (5),
l'élément de fixation (15, 15a) passant à travers un perçage (3, 3a) du vantail coulissant
(1) et ainsi fait partie d'une connexion positive entre le chariot à rouleaux (5)
et le vantail coulissant (1),
le chariot à rouleaux (5) comprenant au moins un perçage (13, 13a, 17, 17a), au moyen
duquel un liquide durcissable peut être introduit dans le perçage (3, 3a) du vantail
coulissant (1), caractérisé en ce qu'un autre perçage (17, 17a) est agencé sur une face frontale de l'élément de fixation
(15, 15a) et en ce que l'élément de fixation (15, 15a) comprend une tige (19, 19a) et une extension (18,
18a), l'autre perçage (17, 17a) sortant au moyen d'un canal ou d'un autre perçage
(21, 21a) à la surface circonférentielle de l'extension (18, 18a).
2. Chariot à rouleaux selon la revendication 1, caractérisé en ce que le chariot à rouleaux (5) comprend un support (7) avec deux mâchoires latérales (8,
9), lesquelles ensemble forment une chambre de serrage (6) pour la réception du vantail
coulissant (1), l'élément de fixation (15, 15a) étant supporté dans les deux mâchoires
latérales (8, 9).
3. Chariot à rouleaux selon la revendication 2, caractérisé en ce que le perçage (13, 13a) est agencé sur une mâchoire latérale (8, 9) ou sur le support
(7).
4. Chariot à rouleaux selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tige (19, 19a) est aménagé à pousser une plaque de serrage (11), qui est agencé
au sein de la chambre de serrage (6), contre la surface du vantail coulissant (1).
5. Vantail coulissant avec un chariot à rouleaux (5) selon l'une des revendications précédentes
1 à 4, dans lequel le vantail coulissant est suspendu au moyen du chariot à rouleaux
(5) de façon déplaçable le long d'un rail de roulement et présente au moins un perçage
(3, 3a) agencé dans la région du bord frontal, le vantail coulissant (1) étant fixé
par la force sur le chariot à rouleaux (5), au sein du perçage (3, 3a) une fixation
par la forme du vantail coulissant (1) étant agencé sur le chariot à rouleaux (5),
les perçages (3, 3a) étant reliés au bord frontal au moyen des découpes (4, 4a), et,
en état assemblé, la découpe (4, 4a) étant remplie d'un liquide durcissable.
6. Vantail coulissant selon la revendication 5, caractérisé en ce que la fixation par la forme comporte l'élément de fixation (15, 15a) et une bague de
serrage (16, 16a).
7. Vantail coulissant selon la revendication 5, caractérisé en ce que la fixation par la forme comporte l'élément de fixation (15, 15a) et un liquide durcissable,
lesquels remplissent l'espace restant au sein du perçage (3, 3a).
8. Vantail coulissant selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le vantail coulissant (1) consiste en verre de sécurité feuilleté (2).
9. Procédé pour la suspension d'un vantail coulissant sur un chariot à rouleaux (5),
lequel est agencé de façon déplaçable le long d'un rail de roulement suspendu à un
mur ou à un plafond, le chariot à rouleaux (5) supportant par la force le vantail
coulissant (1) dans la région d'un bord frontal, le vantail coulissant (1) étant sécurisé
par engagement positif sur le chariot à rouleaux (5), le vantail coulissant présentant
au moins un perçage (3, 3a), lequel sert à la suspension par la forme du vantail coulissant
(1) sur le chariot à rouleaux, au moins un élément de fixation (15, 15a) passant à
travers le perçage (3, 3a) du vantail coulissant (1), le perçage (3, 3a) étant relié
au bord frontal du vantail coulissant (1) au moyen d'une découpe (4, 4a), caractérisé en ce que le chariot à rouleaux (5) avec les éléments de fixation (15, 15a) préinstallés est
poussé sur le vantail coulissant (1), la connexion par serrage étant réalisée au moyen
des éléments de fixation (15, 15a), et l'espace restant dans le perçage (3, 3a) de
même que la découpe (4, 4a) sont remplis d'un liquide durcissable.
10. Procédé pour la suspension d'un vantail coulissant (1) sur un chariot à rouleaux (5)
selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'une bague de serrage (16, 16a) est agencé sur l'élément de fixation (15, 15a).

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