(19)
(11) EP 2 685 562 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.08.2016  Patentblatt  2016/35

(21) Anmeldenummer: 13003249.3

(22) Anmeldetag:  26.06.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 4/48(2006.01)
H01H 71/02(2006.01)
H01H 71/46(2006.01)
H01H 1/58(2006.01)
H01H 71/08(2006.01)

(54)

Installationsschaltgerät mit Anschlussklemmen

Installation switching device with connecting terminals

Appareil de commutation d'installation avec bornes de raccordement


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 11.07.2012 DE 102012013724
27.05.2013 DE 102013008874

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.01.2014  Patentblatt  2014/03

(73) Patentinhaber: ABB AG
68309 Mannheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Thielen, Carola
    69488 Birkenau-Löhrbach (DE)
  • Muders, Erwin
    69126 Heidelberg (DE)
  • Eppe, Klaus-Peter
    69429 Waldbrunn (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 641 079
DE-C1- 19 754 072
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Installationsschaltgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Ein solches Installationsschaltgerät kann beispielsweise ein an ein anderes Installationsschaltgerät, wie beispielsweise einen Leitungsschutzschalter, anbaubarer Hilfsschalter sein. Hilfsschalter zum Anbau an einen Leitungsschutzschalter sind bekannt. Sie dienen zum Übertragen des Schaltzustandes der Hauptkontakte des Leitungsschutzschalters. Sie haben ein Schaltwerk, mittels dessen wenigstens ein Hilfsstromkreis im Hilfsschalter geöffnet oder geschlossen wird. Der Hilfsstromkreis ist vom Hauptstromkreis, der durch den Leitungsschutzschalter geschaltet wird, galvanisch getrennt. Der bekannte Hilfsschalter hat dazu eine Hilfskontaktstelle, meistens als Wechsler ausgeführt, mit einem schwenkbar gelagerten Kontakthebel, der ein bewegliches Kontaktstück trägt, und zwei feststehenden Kontaktstücken. Der bekannte Hilfsschalter hat eine Zugangsklemme zum Anklemmen und Verbinden eines Leiters mit dem beweglichen Kontaktstück, und zwei Abgangsklemmen zum Anklemmen und Verbinden von Anschlussleitern mit den feststehenden Kontaktstücken. Im Hilfsstromkreis kann ein Signalmittel gesteuert oder ein Steuersignal geschaltet werden. Das Betätigungsorgan des Hilfsschalters ist mit dem Betätigungsorgan des Leitungsschutzschalters gekoppelt. Zusätzlich kann das Schaltwerk des bekannten Hilfsschalters mit einem Auslöseorgan des Leitungsschutzschalters gekoppelt sein. Ein solcher bekannter Hilfsschalter ist beispielsweise in der DE 102 16 439 B4 und der DE 102 16 372 A1 gezeigt.

    [0003] Ferner offenbart das Dokument DE 197 54 072 C1 ein Installationsschaltgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0004] Zugangs- und Abgangsklemmen von Installationsschaltgeräten, auch von Hilfsschaltern, können als Schraubklemmen oder als schraubenlose Klemmen, als sogenannte Steckfederklemmen, auch als Schnellverbindungstyp mit Blattfeder bezeichnet, ausgebildet sein..

    [0005] Hilfsschalter werden oft in einer sogenannten halben Modulbreite ausgeführt. Nach DIN 43 880 ist eine Teilungseinheit a, eine sogenannte Modulbreite, für die Einbaubreite von Installationsschaltgeräten definiert. Laut dieser Norm beträgt die Einbaubreite ein ganz- oder halbzahliges Vielfaches von 17,5 mm, genauer: a = n x (17,5 mm + 0,5 mm), n = 0,5; 1,0; 1,5; 2,0; .... Ein Hilfsschalter mit einer halben Modulbreite hat also ein Gehäuse, das eine Einbaubreite von 9 mm hat.

    [0006] Hilfsschalter werden im Reihenverbund auf einer Normprofiltragschiene mit anderen Installationsschaltgeräten, wie Leitungsschutzschalter oder Fehlerstromschutzschalter, eingesetzt. An dem Gehäuse des Hilfsschalters sind dazu Haltehaken angeformt, die den Hilfsschalter rastend mit dem Gehäuse des ihm zugeordneten Installationsschaltgerätes verbinden. Dabei gibt es für einen Hilfsschalter zwei mögliche Anbaulagen, entweder rechts oder links an dem ihm zugeordneten Installationsschaltgerät. Entsprechend unterscheiden sich auch die Gehäuse für den Rechts- bzw. Linksanbau.

    [0007] Das Gehäuse eines Hilfsschalters ist meistens in der sogenannten Schalenform aufgebaut. Es ist aus zwei Teilen, einem Unterteil und einem Oberteil, auch als Halbschalen bezeichnet, zusammengesetzt, wobei das Unterteil die eine Breitseite und das Oberteil die zweite Breitseite bildet, und die Front-, Schmal- und Befestigungsseiten sind durch entsprechende Randleisten an dem Unter- bzw. Oberteil gebildet, die so gestaltet sind, dass sie sich beim Zusammenfügen von Unter- und Oberteil zu den entsprechenden Wandstücken ergänzen.

    [0008] Die Gehäuseteile werden üblicherweise im Spritzgußverfahren hergestellt. Die im Gehäuse ausgesparten Einführöffnungen werden dabei während des Spritzgießens durch Spritzguß-Schieber freigehalten.

    [0009] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Hilfsschalter so zu gestalten, dass seine Gehäuseteile mit wenig Werkzeugaufwand beim Spritzgießen sowohl für den Rechts- als auch für den Linksanbau hergestellt werden können.

    [0010] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Installationsschaltgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 .

    [0011] Demnach hat das Gehäuse ein Sockelteil, umfassend eine Sockelplatte mit einer randständig daran angeformten Sockelrandleiste, und das Gehäuse hat ein Deckelteil, mit einer Deckelplatte und einer randständig daran angeformten Deckelrandleiste, und die Sockelplatte hat im ersten Klemmenbereich einen zu der ersten Anschlussklemme weisenden, ersten Anschlussbereich mit erhöhter Wandstärke, und die Deckelplatte hat im zweiten Klemmenbereich einen zu der zweiten Anschlussklemme weisenden zweiten Anschlussbereich mit erhöhter Wandstärke, wobei die erste Einführöffnung in dem ersten Anschlussbereicfl und die zweite Einführöffnung in dem zweiten Anschlussbereich ausgebildet ist, und der ersten Einführöffnung und der zweiten Einführöffnung sind ein in dem ersten bzw. in dem zweiten Anschlussbereich ausgebildetes erstes bzw. zweites Führungsrohr zugeordnet, durch die ein erster bzw. ein zweiter Anschlussleiter zu der ersten bzw. der zweiten Anschlussklemme zuführbar ist.

    [0012] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung hat das Deckelteil eine randständig daran angeformte Deckelrandleiste.

    [0013] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Gestaltung liegt darin, dass die Einführöffnung für die Anschlussleiter sich einmal im Unterteil (dem Sockel) und einmal im Oberteil (dem Deckel) befindet. Aufgrund der unterschiedlichen Anordnung der Anschlussklemmen, bedingt durch den Anbau des Hilfsschalters entweder rechts oder links an dem ihm zugeordneten Installationsschaltgerät, kann somit die Lage der Einführöffnung zwischen dem Sockel und dem Deckel wechseln, so dass für den Spritzgussprozess zur Herstellung des Deckels und des Sockels jeweils nur ein Spritzguss-Schieber erforderlich ist. Die abwechselnde Anordnung der Einführöffnungen im Sockel und im Deckel bewirkt eine werkzeugtechnische Vereinfachung bei der Herstellung des Gehäuses im Spritzgußverfahren.

    [0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung entspricht die erhöhte Wandstärke des ersten Anschlussbereiches und die erhöhte Wandstärke des zweiten Anschlussbereiches der Breite des Gehäuses.

    [0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind in dem ersten Klemmenbereich zwei erste Anschlussklemmen angeordnet, und in dem ersten Anschlussbereich sind zwei erste Einführöffnungen, eine zu jeder der ersten Anschlussklemmen weisend, ausgebildet.

    [0016] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist in dem zweiten Klemmenbereich eine weitere zweite Anschlussklemme angeordnet, und die weitere zweite Anschlussklemme ist durch eine weitere zweite, im Gehäuse ausgesparte Einführöffnung zugänglich, und die Sockelplatte hat im zweiten Klemmenbereich einen zu der weiteren zweiten Anschlussklemme weisenden weiteren zweiten Anschlussbereich mit erhöhter Wandstärke, wobei die weitere zweite Einführöffnung in dem weiteren zweiten Anschlussbereich ausgebildet ist.

    [0017] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die erste und die zweite Anschlussklemme vom Schnellverbindungstyp mittels Blattfeder.

    [0018] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist in dem ersten Anschlussbereich neben der ersten Einführöffnung ein erster Kanal und in dem zweiten Anschlussbereich neben der zweiten Einführöffnung ein zweiter Kanal für den Durchgang eines Werkzeugs ausgebildet, welches die Blattfeder verbiegen kann, um einen eingesteckten Anschlussleiter freizugeben, oder um einen flexiblen Anschlussleiter leichter einstecken zu können..

    [0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind in dem ersten Klemmenbereich an der Sockelplatte hervorstehende erste Haltestege zur Halterung der ersten Anschlussklemme und in dem zweiten Klemmenbereich an der Sockelplatte hervorstehende zweite Haltestege zur Halterung der zweiten Anschlussklemme angeformt.

    [0020] Anhand der Zeichnungen, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen sowie weitere Vorteile näher erläutert und beschrieben werden.

    [0021] Es zeigen:

    Fig. 1 eine schematische Aufsicht in Richtung der Deckelplatte eines erfindungsgemäßen Hilfsschalters, wobei die Deckelplatte transparent dargestellt ist,

    Fig. 2 eine Schrägansicht des erfindungsgemäßen Hilfsschalters nach Fig. 1,

    Fig.3 eine Ansicht des geöffneten Sockelteils

    Fig.4 eine Ansicht des geöffneten Deckelteils



    [0022] Im Folgenden werden die Figuren 1 bis 4 in der Zusammenschau betrachtet.

    [0023] Figur 1 zeigt eine Ansicht eines, bis auf die eingesetzten Anschlussklemmen 11, 11', 12, 12' leeren Gehäuses 2 eines Installationsschaltgerät es 1, hier eines Hilfsschalters in halber Normmodulbreite. Das Gehäuse umfasst zwei Gehäusehälften, die zur Bildung des Gehäuses zusammengefügt werden.

    [0024] Das Isolierstoffgehäuse 2 hat eine vordere Frontseite 3, eine erste und eine zweite hintere Frontseite 4, 5, eine den Frontseiten gegenüber liegende Befestigungsseite 6, eine erste und eine zweite, die Front- mit der Befestigungsseite verbindende Breitseite 9 (die zweite Breitseite 10 ist in der Figur 4 zu sehen), und eine erste und eine zweite, die Breitseiten miteinander verbindende Schmalseiten 7, 8.

    [0025] An der Befestigungsseite 6 befindet sich eine Aussparung 29, mit der das Gehäuse 2 an einer Normprofiltragschiene, beispielsweise einer Hutprofiltragschiene, aufgerastet werden kann, wozu an dem linken Ende der Aussparung sich eine feststehende Rastnase 30 befindet. An den Schmalseiten 7, 8 sind zur Gehäusemitte hin sich erstreckende längliche Aussparungen 31, 32 angebracht. Diese dienen zur Aufnahme von Sammelschienen, wenn der Hilfsschalter 1 im Reihenverbund mit anderen Installationsschaltgeräten und auch anderen Hilfsschaltern in einer Elektroinstallationsverteilung eingesetzt ist. Weiter sind an dem Gehäuse 2 an jeder der Schmalseiten 7, 8 Rasthaken 33, 34 ausgebildet, mit denen der Hilfsschalter bei Aneinanderreihung beispielsweise an einen Leitungsschutzschalter seitlich mit diesem zu einer Baueinheit lösbar verrastet werden kann.

    [0026] In dem Gehäuse 2 sind in einem ersten Klemmenbereich nahe der ersten hinteren Frontseite 4 zwei erste Anschlussklemmen 11, 11' angeordnet. In einem zweiten Klemmenbereich nahe der zweiten hinteren Frontseite 5 ist eine zweite Anschlussklemme 12 angeordnet. Die ersten Anschlussklemmen 11, 11' sind durch erste, in dem Gehäuse ausgesparte Einführöffnungen 13, 13' und die zweite Anschlussklemme 12 ist durch eine zweite, im Gehäuse ausgesparte Einführöffnung 14 zugänglich. In dem zweiten Klemmenbereich ist eine weitere zweite Anschlussklemme 12' angeordnet. Die weitere zweite Anschlussklemme 12' ist durch eine weitere zweite, im Gehäuse ausgesparte Einführöffnung 14' zugänglich.

    [0027] Die erste und die zweite Anschlussklemmen 11, 11 12, 12' sind vom Schnellverbindungstyp mittels Blattfeder 35. Dieser Klemmfedertyp ist im Prinzip bekannt. Beispielsweise ist in der EP1432077B1 eine solche Federkraftklemme gezeigt, oder auch in der DE102007044262A1. In dem ersten Anschlussbereich neben der ersten Einführöffnung 13 ist ein erster Kanal 25 und in dem zweiten Anschlussbereich neben der zweiten Einführöffnung 14 ist ein zweiter Kanal 26 für den Durchgang eines Werkzeugs ausgebildet. Mit dem Werkzeug kann man die Blattfeder 25 verbiegen, um einen Anschlussleiter einzustecken oder um einen eingesteckten Anschlussleiter freizugeben.

    [0028] An der Innenseite der Gehäusebreitseite sind in dem ersten Klemmenbereich hervorstehende erste Haltestege 27, 27' zur Halterung der ersten Anschlussklemmen 11, 11' und in dem zweiten Klemmenbereich sind zweite Haltestege 28, 28' zur Halterung der zweiten Anschlussklemmen 12, 12' angeformt.

    [0029] Insofern entspricht das zusammengesetzte Gehäuse des Hilfsschalters in seinen wesentlichen Elementen und deren gegenseitiger Anordnung und funktionalen Bestimmung einem im Prinzip bekannten Hilfsschalter. Der erfindungsgemäße Hilfsschalter unterscheidet sich von den bekannten Stand der Technik durch die Gestaltung der beiden Gehäusehälften. Diese Gestaltung ist so erfolgt, dass die Gehäuseteile mit wenig Werkzeugaufwand beim Spritzgießen sowohl für den Rechts- als auch für den Linksanbau des Hilfsschalters an einem Leitungsschutzschalter hergestellt werden können.

    [0030] Dazu hat das Gehäuse ein Sockelteil 15, umfassend eine Sockelplatte 16 mit einer randständig daran angeformten Sockelrandleiste 17. Das Gehäuse hat ein Deckelteil 18, mit einer Deckelplatte 19 und einer randständig daran angeformten Deckelrandleiste 20. Die Sockelplatte 16 hat im ersten Klemmenbereich einen zu der ersten Anschlussklemme 11 weisenden, ersten Anschlussbereich 21 mit erhöhter Wandstärke. Die Deckelplatte 19 hat im zweiten Klemmenbereich einen zu der zweiten Anschlussklemme 12 weisenden zweiten Anschlussbereich 22 mit erhöhter Wandstärke, wobei die erste Einführöffnung 13 in dem ersten Anschlussbereich 21 und die zweite Einführöffnung 14 in dem zweiten Anschlussbereich 22 ausgebildet ist.

    [0031] Die erhöhte Wandstärke des ersten Anschlussbereiches 21 und die erhöhte Wandstärke des zweiten Anschlussbereiches 22 entspricht der Breite des Gehäuses 2.

    [0032] Die Rasthaken 33, 34 sind an dem Sockelteil 15 ausgebildet. Zum Zusammenbau des Gehäuses werden der Sockel und der Deckel aneinandergesetzt.

    [0033] Im Bereich der vorderen Frontseite 3 ist die Sockelrandleiste 17 so breit wie die Breite des fertigen Gerätes, entsprechend hat der Deckel hier keine Randleiste.

    [0034] In dem ersten Klemmbereich hat der Deckel ebenfalls keine Randleiste, hier ist die ganze Breite der ersten Schmalseite durch die erhöhte Wandstärke des ersten Anschlussbereiches 21 gebildet.

    [0035] Im Bereich der Befestigungsseite 6 ist die Sockelrandleiste 17 und die Deckelrandleiste 20 etwa jeweils halb so breit wie die gesamte Gehäusebreite, so dass beim Zusammensetzen von Sockel und Deckel sich hier die beiden Randleisten zur Bildung der Befestigungsseite 6 ergänzen, indem sie stumpf aneinander stoßen.

    [0036] In dem zweiten Klemmbereich hat der Deckel 18 im Bereich der weiteren zweiten Anschlussklemme 12' keine Randleiste. In diesem Bereich ist die ganze Breite der zweiten Schmalseite 8 durch die erhöhte Wandstärke des weiteren zweiten Anschlussbereiches 22', ausgebildet als Wandverdickung der Sockelplatte 16, gebildet.

    [0037] In dem zweiten Klemmbereich hat der Sockel 15 im Bereich der zweiten Anschlussklemme 12 keine Randleiste. In diesem Bereich ist die ganze Breite der zweiten Schmalseite 8 durch die erhöhte Wandstärke des zweiten Anschlussbereiches 22, ausgebildet als Wandverdickung der Deckelplatte 19, gebildet.

    [0038] Die Haltestege 27, 27', 28, 28' sind an der Innenseite der Sockelplatte 16 angeformt. An der Innenseite der Deckelplatte 19 sind an entsprechender Stelle Vertiefungen (nicht mit Bezugszeichen bezeichnet) eingebracht, in denen die Anschlussklemmen 11, 11', 12, 12' ebenfalls beim Zusammenbau fixiert werden können. Bei der Gerätemontage können die Anschlussklemmen 11, 11', 12, 12' daher vor dem Zusammenfügen der beiden Gehäusehälften entweder in dem Sockelteil 15 oder in dem Deckelteil 18 fixiert werden.

    [0039] Die Einführöffnungen zu den ersten Anschlussklemmen 11, 11' und zu der weiteren zweiten Anschlussklemme 12' befinden sich damit im Unterteil, dem Sockel 15, und die Einführöffnung zu der zweiten Anschlussklemme 12 befindet sich im Oberteil, dem Deckel 18. Aufgrund der unterschiedlichen Anordnung der Anschlussklemmen kann somit die Lage der Einführöffnungen zwischen dem Sockel und dem Deckel wechseln, so dass für den Spritzgussprozess zur Herstellung des Deckels und des Sockels jeweils nur ein Spritzguss-Schieber erforderlich ist. Die abwechselnde Anordnung der Einführöffnungen im Sockel und im Deckel bewirkt eine werkzeugtechnische Vereinfachung bei der Herstellung des Gehäuses im Spritzgussverfahren.

    Bezugszeichenliste



    [0040] 
    1
    Installationsschaltgerät, Hilfsschalter
    2
    Isolierstoffgehäuse
    3
    vordere Frontseite
    4
    erste hintere Frontseite
    5
    zweite hintere Frontseite
    6
    Befestigungsseite
    7
    erste Schmalseite
    8
    zweite Schmalseite
    9
    erste Breitseite
    10
    zweite Breitseite
    11, 11'
    erste Anschlussklemme
    12
    zweite Anschlussklemme
    12'
    weitere zweite Anschlussklemme
    13, 13'
    erste Einführöffnung
    14
    zweite Einführöffnung
    14'
    weitere zweite Einführöffnung
    15
    Sockelteil
    16
    Sockelplatte
    17
    Sockelrandleiste
    18
    Deckelteil
    19
    Deckelplatte
    20
    Deckelrandleiste
    21
    erster Anschlussbereich
    22
    zweiter Anschlussbereich
    22'
    weiterer zweiter Anschlussbereich
    23
    erstes Führungsrohr
    24
    zweites Führungsrohr
    25
    erster Kanal
    26
    zweiter Kanal
    27, 27'
    erster Haltesteg
    28, 28'
    zweiter Haltesteg
    29
    Aussparung
    30
    feststehende Rastnase
    31
    Aussparung
    32
    Aussparung
    33
    Rasthaken
    34
    Rasthaken
    35
    Blattfeder



    Ansprüche

    1. Installationsschaltgerät (1), mit einem Isolierstoffgehäuse (2), das eine vordere Frontseite (3), eine erste und eine zweite hintere Frontseite (4, 5), eine den Frontseiten gegenüber liegende Befestigungsseite (6), eine erste und eine zweite, die Frontmit der Befestigungsseite verbindende Breitseite (9, 10), und eine erste und eine zweite, die Breitseiten miteinander verbindende Schmalseiten (7, 8) hat, wobei in dem Gehäuse (2) in einem ersten Klemmenbereich nahe der ersten hinteren Frontseite (4) eine erste Anschlussklemme (11) und in einem zweiten Klemmenbereich nahe der zweiten hinteren Frontseite (5) eine zweite Anschlussklemme (12) angeordnet sind, wobei die erste Anschlussklemme (11) durch eine erste, in dem Gehäuse ausgesparte Einführöffnung (13) und die zweite Anschlussklemme (12) durch eine zweite, im Gehäuse ausgesparte Einführöffnung (14) zugänglich sind, wobei das Gehäuse ein Sockelteil (15) hat, umfassend eine Sockelplatte (16) mit einer randständig daran angeformten Sockelrandleiste (17), und wobei das Gehäuse ein Deckelteil (18) hat, mit einer Deckelplatte (19), wobei die Sockelplatte (16) im ersten Klemmenbereich einen zu der ersten Anschlussklemme (11) weisenden, ersten Anschlussbereich (21) mit erhöhter Wandstärke hat, und wobei die Deckelplatte (19) im zweiten Klemmenbereich einen zu der zweiten Anschlussklemme (12) weisenden zweiten Anschlussbereich (22) mit erhöhter Wandstärke hat, wobei die erste Einführöffnung (13) in dem ersten Anschlussbereich(21) und die zweite Einführöffnung (14) in dem zweiten Anschlussbereich (22) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der ersten Einführöffnung (13) und der zweiten Einführöffnung (14) ein in dem ersten bzw. in dem zweiten Anschlussbereich (21, 22) ausgebildetes erstes bzw. zweites Führungsrohr (23, 24) zugeordnet sind, durch die ein erster bzw. ein zweiter Anschlussleiter zu der ersten bzw. der zweiten Anschlussklemme (11, 12) zuführbar ist..
     
    2. Installationsschaltgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckelteil (18) eine randständig daran angeformte Deckelrandleiste (20) hat.
     
    3. Installationsschaltgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erhöhte Wandstärke des ersten Anschlussbereiches (21) und die erhöhte Wandstärke des zweiten Anschlussbereiches (22) des Breite des Gehäuses (2) entspricht.
     
    4. Installationsschaltgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Klemmenbereich zwei erste Anschlussklemmen (11, 11') angeordnet, und dass in dem ersten Anschlussbereich zwei erste Einführöffnung (13, 13'), eine zu jeder der ersten Anschlussklemmen (11, 11') weisend, ausgebildet sind.
     
    5. Installationsschaltgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Klemmenbereich eine weitere zweite Anschlussklemme (12') angeordnet ist, dass die weitere zweite Anschlussklemme (12') durch eine weitere zweite, im Gehäuse ausgesparte Einführöffnung (14') zugänglich ist, und dass die Sockelplatte (16) im zweiten Klemmenbereich einen zu der weiteren zweiten Anschlussklemme (12') weisenden weiteren zweiten Anschlussbereich (22') mit erhöhter Wandstärke hat, wobei die weitere zweite Einführöffnung14') in dem weiteren zweiten Anschlussbereich (22') ausgebildet ist.
     
    6. Installationsschaltgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Anschlussklemme (11, 12) vom Schnellverbindungstyp mittels Blattfeder (35) ist.
     
    7. Installationsschaltgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Anschlussbereich neben der ersten Einführöffnung (13) ein erster Kanal (25) und in dem zweiten Anschlussbereich neben der zweiten Einführöffnung (14) ein zweiter Kanal 26) für den Durchgang eines Werkzeugs ausgebildet ist, welches die Blattfeder (25) verbiegen kann, um einen eingesteckten Anschlussleiter freizugeben oder um einen Anschlussleiter einzuführen.
     
    8. Installationsschaltgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Klemmenbereich an der Sockelplatte (16) hervorstehende erste Haltestege (27, 27') zur Halterung der ersten Anschlussklemmen (11, 11') und in dem zweiten Klemmenbereich an der Sockelplatte (16) hervorstehende zweite Haltestege (28, 28') zur Halterung der zweiten Anschlussklemmen (12, 12') angeformt sind.
     


    Claims

    1. Installation switching device (1) comprising an insulating material housing (2) which has a forward front side (3), a first and a second rearward front side (4, 5), a fastening side (6) situated oppositely to the front sides, a first and a second broad side (9, 10) connecting the front sides to the fastening side, and a first and a second narrow side (7, 8) connecting the broad sides to one another, wherein a first connecting terminal (11) is arranged in the housing (2) in a first terminal region close to the first rearward front side (4) and a second connecting terminal (12) is arranged in a second terminal region close to the second rearward front side (5), wherein the first connecting terminal (11) is accessible through a first insertion opening (13) made in the housing and the second connecting terminal (12) is accessible through a second insertion opening (14) made in the housing, wherein the housing has a base part (15) comprising a baseplate (16) with a base edge strip (17) integrally formed on the edge thereof, and wherein the housing has a cover part (18) with a cover plate (19), wherein the baseplate (16) has in the first terminal region a first connecting region (21) which is directed towards the first connecting terminal (11) and which has an increased wall thickness, and wherein the cover plate (19) has in the second terminal region a second connecting region (22) which is directed towards the second connecting terminal (12) and which has an increased wall thickness, wherein the first insertion opening (13) is formed in the first connecting region (21) and the second insertion opening (14) is formed in the second connecting region (22), characterized in that the first insertion opening (13) and the second insertion opening (14) are assigned a first and second guide tube (23, 24) which are formed in the first and in the second connecting region (21, 22) and through which a first and a second connecting conductor can be fed to the first and the second connecting terminal (11, 12).
     
    2. Installation switching device (1) according to Claim 1, characterized in that the cover part (18) has a cover edge strip (20) integrally formed on the edge thereof.
     
    3. Installation switching device (1) according to Claim 1, characterized in that the increased wall thickness of the first connecting region (21) and the increased wall thickness of the second connecting region (22) correspond to the width of the housing (2).
     
    4. Installation switching device (1) according to Claim 1, characterized in that two first connecting terminals (11, 11') are arranged in the first terminal region, and in that two first insertion openings (13, 13'), one directed towards each of the first connecting terminals (11, 11'), are formed in the first connecting region.
     
    5. Installation switching device (1) according to Claim 1, characterized in that a further second connecting terminal (12') is arranged in the second terminal region, in that the further second connecting terminal (12') is accessible through a further second insertion opening (14') made in the housing, and in that the baseplate (16) has in the second terminal region a further second connecting region (22') which is directed towards the further second connecting terminal (12') and which has an increased wall thickness, wherein the further second insertion opening (14') is formed in the further second connecting region (22').
     
    6. Installation switching device (1) according to Claim 1, characterized in that the first and the second connecting terminal (11, 12) are of the quick-connection type by means of a leaf spring (35).
     
    7. Installation switching device (1) according to Claim 1, characterized in that a first duct (25) for the passage of a tool is formed in the first connecting region next to the first insertion opening (13) and a second duct (26) for the passage of a tool is formed in the second connecting region next to the second insertion opening (14), which tool can bend the leaf spring (25) in order to release a plugged-in connecting conductor or in order to insert a connecting conductor.
     
    8. Installation switching device (1) according to Claim 1, characterized in that projecting first retaining webs (27, 27') for retaining the first connecting terminals (11, 11') are integrally formed on the baseplate (16) in the first terminal region and projecting second retaining webs (28, 28') for retaining the second connecting terminals (12, 12') are integrally formed on the baseplate (16) in the second terminal region.
     


    Revendications

    1. Appareil de commutation d'installation (1), avec un boîtier en matériau isolant (2), qui comporte un côté frontal avancé (3), un premier et un deuxième côté frontal en retrait (4, 5), un côté de fixation (6) opposé aux côtés frontaux, un premier et un deuxième côté large (9, 10) reliant les côtés frontaux au côté de fixation, et un premier et un deuxième côté étroit (7, 8) reliant l'un à l'autre les côtés larges, dans lequel une première borne de raccordement (11) est disposée dans le boîtier (2) dans une première région de bornes à proximité du premier côté frontal en retrait (4) et une deuxième borne de raccordement (12) est disposée dans une deuxième région de bornes à proximité du deuxième côté frontal en retrait (5), dans lequel la première borne de raccordement (11) est accessible à travers une première ouverture d'introduction (13) pratiquée dans le boîtier et la deuxième borne de raccordement (12) est accessible à travers une deuxième ouverture d'introduction (14) pratiquée dans le boîtier, dans lequel le boîtier comporte une partie de socle (15), comprenant une plaque de socle (16) avec une moulure de bord de socle (17) formée en bordure de celle-ci, et dans lequel le boîtier comporte une partie de couvercle (18), avec une plaque de couvercle (19), dans lequel la plaque de socle (16) présente dans la première région de bornes une première région de raccordement (21) orientée vers la première borne de raccordement (11) avec une épaisseur de paroi accrue, et dans lequel la plaque de couvercle (19) présente dans la deuxième région de bornes une deuxième région de raccordement (22) orientée vers la deuxième borne de raccordement (12) avec une épaisseur de paroi accrue, dans lequel la première ouverture d'introduction (13) est formée dans la première région de raccordement (21) et la deuxième ouverture d'introduction (14) est formée dans la deuxième région de raccordement (22), caractérisé en ce qu'un premier ou un deuxième tube de guidage (23, 24) formé respectivement dans la première ou dans la deuxième région de raccordement (21, 22) est associé à la première ouverture d'introduction (13) et à la deuxième ouverture d'introduction (14), à travers lesquels un premier ou un deuxième conducteur de raccordement peut être amené à la première ou à la deuxième borne de raccordement (11, 12).
     
    2. Appareil de commutation d'installation (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de couvercle (18) présente une moulure de bord de couvercle (20) formée en bordure de celle-ci.
     
    3. Appareil de commutation d'installation (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'épaisseur de paroi accrue de la première région de raccordement (21) et l'épaisseur de paroi accrue de la deuxième région de raccordement (22) correspond à la largeur du boîtier (2).
     
    4. Appareil de commutation d'installation (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux premières bornes de raccordement (11, 11') sont disposées dans la première région de bornes, et en ce que deux premières ouvertures d'introduction (13, 13'), chacune orientée vers une des premières bornes de raccordement (11, 11'), sont formées dans la première région de raccordement.
     
    5. Appareil de commutation d'installation (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une autre deuxième borne de raccordement (12') est disposée dans la deuxième région de bornes, en ce que l'autre deuxième borne de raccordement (12') est accessible à travers une autre deuxième ouverture d'introduction (14') pratiquée dans le boîtier, et en ce que la plaque de socle (16) présente dans la deuxième région de bornes une autre deuxième région de raccordement (22') orientée vers l'autre deuxième borne de raccordement (12') avec une épaisseur de paroi accrue, dans lequel l'autre deuxième ouverture d'introduction (14') est formée dans l'autre deuxième région de raccordement (22').
     
    6. Appareil de commutation d'installation (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première et la deuxième borne de raccordement (11, 12) sont du type à raccordement rapide, au moyen d'une lame de ressort (35).
     
    7. Appareil de commutation d'installation (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un premier canal (25) est formé dans la première région de raccordement à côté de la première ouverture d'introduction (13) et un deuxième canal (26) est formé dans la deuxième région de raccordement à côté de la deuxième ouverture d'introduction (14) pour le passage d'un outil, qui peut courber la lame de ressort (25), afin de libérer un conducteur de raccordement engagé ou d'introduire un conducteur de raccordement.
     
    8. Appareil de commutation d'installation (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que des premières nervures de maintien (27, 27') saillantes sur la plaque de socle (16) sont formées dans la première région de bornes pour le support des premières bornes de raccordement (11, 11') et des deuxièmes nervures de maintien (28, 28') saillantes sur la plaque de socle (16) sont formées dans la deuxième région de bornes pour le support des deuxièmes bornes de raccordement (12, 12').
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente