[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelungsvorrichtung für eine Antriebseinheit
eines Dreistellungsantriebes zur Betätigung eines Schaltgerätes einer, vorzugsweise
gasisolierten, Schaltanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Die erfindungsgemäße
Verriegelungsvorrichtung ist insbesondere für einen kombinierten Trenn- Erdungsschalters
in Niederspannungs-, Mittelspannungs- und Hochspannungsschaltanlagen vorgesehen und
auch in luft- oder vakuumisolierten Schaltanlagen einsetzbar.
[0002] Eine Verriegelungsvorrichtung für eine Antriebseinheit eines Dreistellungsantriebes,
mit der Fehlschaltungen vermieden werden können, ist beispielsweise aus der
EP 2 346 055 A1 sowie der
DE 10 2006 024 007 A1 bekannt.
[0003] Eine Verriegelungsvorrichtung, die in elektromechanischen Antriebseinheiten zur Betätigung
eines Schaltgerätes einer Schaltanlage eingesetzt wird, ist dafür vorgesehen, nach
einer festgelegten Anzahl von Umdrehungen einer Antriebsscheibe der Antriebseinheit
das Schaltgerät zu verriegeln und damit in eine vorgegebene Position oder Stufe zu
bringen.
[0004] Typische Anwendungsgebiete sind Trenn- und Erdungsschalter, welche die Funktionen
Trennen und Erden kombinieren, in dem ein Kontaktsystem in mehrere entsprechende Stellungen
gebracht werden kann. Dazu ist ein Dreistellungsantrieb erforderlich, welcher das
Schaltgerät in eine erste Schalterstellung "Trennschalter eingeschaltet, Erdungsschalter
ausgeschaltet", in eine zweite Schalterstellung "Trennschalter ausgeschaltet, Erdungsschalter
eingeschaltet" und in eine dritte Schalterstellung "Trennschalter und Erdungsschalter
ausgeschaltet" bringt und die aktuellen jeweiligen Schaltstellungen des Trenn- und
Erdungsschalters anzeigt.
[0005] Die sicherheitstechnischen Anforderungen an die Antriebseinheiten der Schaltgeräte
erfordern nicht nur eine hohe Zuverlässigkeit der Schalthandlungen sondern auch eine
exakte Anzeige der Schaltstellungen des damit zusammenarbeitenden Schaltgerätes.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es eine Verriegelungsvorrichtung für einen Dreistellungsantrieb
zur Betätigung eines Schaltgerätes einer Schaltanlage anzugeben, welche einfach und
kostengünstig aufgebaut ist und dabei alle geforderten sicherheitstechnischen Anforderungen
einhält.
[0007] Die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung für einen Dreistellungsantrieb ist
insbesondere für einen kombinierten Trenn- Erdungsschalters in Niederspannungs-, Mittelspannungs-
und Hochspannungsschaltanlagen vorgesehen.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruches 1.
[0009] Erfindungsgemäß wird eine Verriegelungsvorrichtung für eine Antriebseinheit zur Betätigung
eines Schaltgerätes, vorzugsweise zur Betätigung des Schaltgerätes für einen kombinierten
Trenn- und Erdungsschalter der Schaltanlage vorgeschlagen, welche einem Spindelantrieb,
im folgenden auch Spindelanordnung genannt, zur Betätigung des Schaltgerätes und ein
damit gekuppeltes bzw. kuppelbares Zahnradgetriebe aufweist, von nur einem Antriebsmotor
oder einer Handbedienvorrichtung antreibbar ist und dabei nach einer definierten Anzahl
von Teilumdrehungen einer mit dem Zahnradgetriebe verbundenen Antriebswelle der Spindelanordnung
das Schaltgerät verriegelt. Damit wird die Verriegelungsvorrichtung des Schaltgerätes
in eine von drei vorgegebene Verriegelungspositionen "Position 1", Position 2 oder
"Position 3", die beispielsweise den Schalterstellungen "Trennschalter eingeschaltet,
Erdungsschalter ausgeschaltet", "Trennschalter ausgeschaltet, Erdungsschalter eingeschaltet"
und "Trennschalter und Erdungsschalter ausgeschaltet" bringt. Die Schaltstellungen
sind mittels vorgesehener Stellungsanzeigemodule anzeigbar, wobei die Anzahl der Teilumdrehungen
für die Verriegelung des Schaltgerätes entweder größer oder kleiner als eine vollständige
Umdrehung der Antriebswelle ist und falls die definierte Anzahl von Umdrehungen nicht
erreicht ist, keine Anzeige der Position bzw. Schaltstellung am Stellungsanzeigemodul
erfolgt.
[0010] Erfindungsgemäß ist das Zahnradgetriebe aus zwei miteinander in Eingriff stehenden
Zahnrädern mit einem definierten Übersetzungsverhältnisses aufgebaut, wobei jedes
der Zahnräder mit jeweils drei damit verbundenen Rastscheiben zusammenwirkt, die dann
mit den den Verriegelungselementen zugeordneten Rastscheibenpaaren in Eingriff stehen.
[0011] Den Rastscheiben sind drei Verriegelungselemente, nachfolgend auch als Rastelemente
bezeichnet, zugeordnet, wobei die Verriegelungselemente jeweils wenigstens zwei Eingriffteile,
vorgesehen zum Eingriff in die Eingriffstellen der Rastscheiben, aufweisen. Dabei
ist beispielsweise das erste Verriegelungselement zur Verriegelung der Rastscheiben
für eine erste Schaltstellung, das zweite Verriegelungselement zur Verriegelung der
Rastscheiben für eine zweite Schaltstellung und das dritte Verriegelungselement zur
Verriegelung der Rastscheiben für eine dritte Schaltstellung vorgesehen.
[0012] In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform sind die Eingriffteile jeweils von einer
hinterschnittenen Rastnase gebildet, welche in die als korrespondierende hinterschnittene
Ausnehmung ausgeführte Eingriffstellen des Rastelements eingreift.
[0013] Die Rastnase ist derart hinterschnitten, dass sie sich mit der korrespondierenden
hinterschnittenen Ausnehmung des Eingriffstelle formschlüssig verriegeln kann. Dadurch
ist ein unbeabsichtigtes Lösen der Rastnase aus der Ausnehmung bei einem Weiterdrehen
des Zahnradgetriebes verhindert. Dadurch ist ein unbeabsichtigtes Lösen der Rastnase
aus der Eingriffstelle verhindert.
[0014] In einer ersten Schaltstellung des Schaltgerätes, beispielsweise "Trennschalter eingeschaltet,
Erdungsschalter ausgeschaltet", greifen die Rastnasen des ersten Verriegelungselements
in die Ausnehmung der Rastscheiben ein und eine Anzeige der ersten Schaltstellung
des Schaltgerätes am Stellungsanzeigemodul erfolgt. In einer zweiten Schaltstellung
des Schaltgerätes, beispielsweise "Trennschalter ausgeschaltet, Erdungsschalter eingeschaltet"
greifen die Rastnasen des zweiten Verriegelungselements in die Eingriffstelle der
Rastscheiben ein und eine Anzeige der zweiten Schaltstellung des Schaltgerätes am
Stellungsanzeigemodul erfolgt. In einer dritten Schaltstellung des Schaltgerätes,
beispielsweise "Trennschalter und Erdungsschalter ausgeschaltet" greifen die Rastnasen
des dritten Verriegelungselements in die Eingriffstelle der Rastscheiben ein und eine
Anzeige der dritten Schaltstellung am Stellungsanzeigemodul erfolgt.
[0015] Für die Aufnahme der Komponenten der Verriegelungsvorrichtung ist ein Gehäuse, vorgesehen,
welches vorzugsweise aus mehreren übereinander angeordneten Blechteilen aufgebaut
ist, wobei die in den Blechteilen erforderlichen Öffnungen für die jeweiligen Komponenten
vorzugsweise mittels einem Laser in das Blech hineingeschnitten werden. Jedoch kann
die Verriegelungsvorrichtung auch in einem Gussgehäuse untergebracht sein. Zu den
Komponenten, die im Gehäuse untergebracht sind, zählen neben dem Zahnradgetriebe mit
einem definierten Übersetzungsverhältnis, den damit verbundenen Rastscheiben und den
Rast- oder Verriegelungselementen auch Hilfsschalter, Endschalter zum Abschalten des
Antriebsmotors, beispielsweise zur Selbstverriegelung der Verriegelungsvorrichtung
bei Überlast, Anschlusselemente zum Anschluss des Antriebsmotors und der Spindel der
Spindelanordnung, Anschlussteile für die Stellungsanzeigemodule zur Anzeige der ersten,
der zweiten und der dritten Stellung des Schaltgerätes.
[0016] Insbesondere im letzte Blechteil an der Unterseite des Gehäuses sind Durchführungen
vorgesehen, welche einen Zugang zu den, vorzugsweise als steckbaren Welle-Nabeverbindung,
ausgeführten Anschlusselementen des Zahnradgetriebes für eine einfache Kopplung mit
dem außerhalb des Gehäuse angeordnetem Antriebsmotors und der Spindelanordnung ermöglichen.
[0017] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung
in einem gemeinsamen verschließbaren Gehäuse mit den weiteren Komponenten der Antriebseinheit
unterbringbar.
[0018] Das Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung selbst ist aus zwei Seitenteilen und einer
damit verbundenen oberen und unteren Trägerplatte gebildet, wobei das Zahnradgetriebe
mit den Rastscheiben von der oberen und der unteren Trägerplatte des Gehäuses gehalten
ist. Die obere Trägerplatte weist eine Durchführung für das Anschlusselement zum Anschluss
des Antriebsmotors über die vorgesehene Welle-Nabe Verbindung auf. Die obere und die
untere Trägerplatte bilden somit mit den beiden Seitenteilen eine weitere vorteilhafte
Ausführungsform des Gehäuses für die Aufnahme der Komponenten der Verriegelungsvorrichtung.
[0019] Die erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung lässt sich in vorteilhafter Weise
aus kostengünstigen Standardbauteilen, wie Blechteilen, Zahnrädern, standardisierten
steckbaren Anschlussteilen für Motor und Spindelantrieb, Endschaltern, Rastscheiben
und Rastelementen und Hilfsschaltern mittels modulartig zusammenbauen und benötigt
nur einen Antrieb, entweder einen Motor oder eine Handkurbel.
[0020] Durch die Anordnung der Komponenten der Verriegelungsvorrichtung in einem Gehäuse
kann die Verriegelungsvorrichtung vorab vollständig aus Standardbauteilen gefertigt
werden und unabhängig von den weiteren Komponenten der Schaltanlage kostengünstig
getestet, transportiert und unter geringen Zeitaufwand installiert werden. Dies reduziert
die Kosten der Schaltanlage beträchtlich.
[0021] Weiterhin ergibt sich eine Erleichterung bezüglich der Service- und Wartungsarbeiten
an der Schaltanlage, da die Verriegelungsvorrichtung für die Wartung in einfacher
Weise vollständig aus der Schaltanlage demontierbar ist ohne den Gasraum der Schaltanlage
zu öffnen.
[0022] Das vorab beschriebene Design der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung beruht
vorteilhafterweise auf einem modularen Aufbau aus wenigen Standardbauelementen, die
optimal innerhalb des Gehäuses unter Ausnutzung eines minimalem Platzbedarfes angeordnet
sind, wodurch eine deutliche Kostenreduzierung gegenüber bekannten Verriegelungsvorrichtungen
in gasisolierten Schaltanlagen erreicht wird.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
sind zwei Optionen zur Betätigung vorgesehen. In einer ersten Variante ist ein Antrieb
oder eine Motoreinheit vorgesehen, welcher den Spindelmechanismus antreibt. In einer
zweiten Variante ist für die Handbedienung des Schaltgerätes eine Handkurbel vorgesehen.
[0024] In die Motoreinheit ist eine Verriegelungseinheit integriert, welche verhindert dass
der Motor anläuft während die Handkurbel zum manuellen Betätigen an die Verriegelungsvorrichtung
angesteckt ist.
[0025] Ein typischer Anwendungsfall für den Einsatz der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
ist die Betätigung des Schaltgerätes eines kombinierten Trenn- und Erdungsschalters
einer Niederspannungs-, Mittelspannungs- oder Hochspannungsschaltanlage. Die Verriegelungsvorrichtung
für den kombinierten Trenn- und Erdungsschalter ist aus einem Zahnradgetriebe mit
einem definierten Übersetzungsverhältnis abhängig von der Anzahl der Umdrehungen des
Spindelantriebes zur Verriegelung aufgebaut, wobei bei einer geforderte Anzahl von
Umdrehungen x das erstes Zahnrad x-1 Zähne und das zweite Zahnrad x Zähne aufweist.
[0026] Anhand der in den folgenden Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele sollen die
erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung einer Antriebseinheit für einen Spindelantrieb
sowie vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Verriegelungsvorrichtung
näher erläutert und beschrieben werden.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- zeigt eine beispielhafte schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
für einen Dreistellungsantrieb, beispielsweise für die Stellungsanzeige "Trennschalter
und Erdungsschalter ausgeschaltet",
- Fig. 2
- zeigt eine beispielhafte schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
für einen Dreistellungsantrieb, beispielsweise für die Stellungsanzeige Trennschalter
eingeschaltet, Erdungsschalter ausgeschaltet",
- Fig. 3
- zeigt eine beispielhafte schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
für einen Dreistellungsantrieb, beispielsweise für die Stellungsanzeige "Trennschalter
ausgeschaltet, Erdungsschalter eingeschaltet",
- Fig. 4
- zeigt eine beispielhafte schematische Draufsicht auf die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung
in einer Zwischenstellung
- Fig. 5
- zeigt eine beispielhafte schematische Draufsicht auf die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung
in der ersten Verriegelungsposition, und
- Fig. 6
- zeigt eine beispielhafte schematische Draufsicht auf die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung
in der zweiten Verriegelungsposition.
[0028] Figur 1 ist eine beispielhafte schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
für einen Dreistellungsantrieb in der Zwischenposition, die einer Stellungsanzeige
"Trennschalter und Erdungsschalter ausgeschaltet" entspricht, dargestellt.
[0029] Die Verriegelungseinrichtung zeigt drei untereinander angeordnete Schaltstangen 10.1,
10.2 und 10.3 zur Verbindung mit den Stellungsanzeigeanschlüssen 190.
[0030] Erfindungsgemäß umfasst die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung ein Zahnradgetriebe
bestehend aus zwei miteinander in Eingriff stehenden Zahnrädern 130, 140 mit einem
definierten Übersetzungsverhältnis, wobei jedes der Zahnräder mit jeweils drei damit
verbundenen Rastscheiben 131, 132, 133, 134, 135, 136 zusammenwirkt. In der gezeigten
Ansicht ist die zwischen dem zweiten Zahnrad 140 und der mit dem zweiten Zahnrad zusammenwirkenden
oberen Rastscheibe 136 liegende Rastscheibe 134 nicht sichtbar.
[0031] Den Rastscheiben 131, 132, 133, 134, 135, 136 sind drei Verriegelungselemente 210,
220, 230, nachfolgend auch als Rastelemente bezeichnet, zugeordnet, wobei die Verriegelungselemente
210, 220, 230 ,jeweils wenigstens zwei Eingriffteile 211, 212, 221, 222, 231, 232,
vorgesehen zum Eingriff in an den Rastscheiben 131, 132, 133, 134, 135, 136 angeordneten
Eingriffstellen 141, 142, 143, 144, 145, 146 aufweisen. In der gezeigten Ansicht gemäß
Figur 2 sind das Eingriffteil 222 des zweiten Rastelements 220 und die Eingriffstellen
144, 146 der mit dem zweiten Zahnrad 140 zusammenwirkenden Rastscheiben 134, 136 nicht
sichtbar.
[0032] Das erste Verriegelungselement 210 ist zur Verriegelung mit der ersten und der zweiten
Rastscheibe 131, 132 für die Anzeige einer erste Schaltstellung, das zweite Verriegelungselement
220 ist zur Verriegelung der dritten und vierten Rastscheibe 133, 134 für die Anzeige
einer zweiten Schaltstellung und das dritte Verriegelungselement 230 ist zur Verriegelung
der fünften und sechsten Rastscheibe 135, 136 für die Anzeige einer dritten Schaltstellung
am Stellungsanzeigemodul der Antriebseinheit eines kombinierten Trenn- und Erdungsschalters
vorgesehen.
[0033] In der in
Figur 1 gezeigten Verriegelungsposition, die beispielsweise einer Schaltstellung des Schaltgerätes
"Trennschalter und Erdungsschalter ausgeschaltet" entspricht, greifen die Rastnasen
231, 232 des dritten Verriegelungselements 230 in die Eingriffstellen 145, 146, der
Rastscheiben 135, 136 ein und eine Anzeige der Schaltstellung des Schaltgerätes am
Stellungsanzeigemodul erfolgt.
[0034] Die Rastnasen des ersten Verriegelungselements 210 und des zweiten Verriegelungselementes
220 sind in der vorab beschriebenen Verriegelungsposition nicht im Eingriff mit den
zugeordneten Rastscheiben 131, 132; 133, 134.
[0035] Figur 2 zeigt eine weitere beispielhafte schematische Darstellung der erfindungsgemäßen
Verriegelungsvorrichtung für einen Dreistellungsantrieb, beispielsweise für die Stellungsanzeige
Trennschalter eingeschaltet, Erdungsschalter ausgeschaltet". In dieser Schaltstellung
des Schaltgerätes greifen die Rastnasen 211, 212 des ersten Verriegelungselements
210 in die Ausnehmung der Rastscheiben 131, 132 ein und eine Anzeige der Schaltstellung
des Schaltgerätes am Stellungsanzeigemodul erfolgt.
[0036] Die Rastnasen des zweiten Verriegelungselements 220 und des dritten Verriegelungselementes
230 sind in der vorab beschriebenen Verriegelungsposition nicht im Eingriff mit den
zugeordneten Rastscheiben 133, 134; 135, 136.
[0037] In der
Figur 3 ist eine beispielhafte schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
für einen Dreistellungsantrieb, beispielsweise für die Stellungsanzeige "Trennschalter
ausgeschaltet, Erdungsschalter eingeschaltet", gezeigt.
[0038] In dieser Schaltstellung des Schaltgerätes, greifen die Rastnasen 221, 223 des zweiten
Verriegelungselements 220 in die Eingriffstellen 143, 144 der Rastscheiben 133, 134
ein und eine Anzeige der Schaltstellung des Schaltgerätes am Stellungsanzeigemodul
erfolgt.
[0039] Die Rastnasen des ersten Verriegelungselements 210 und des dritten Verriegelungselementes
230 sind in der vorab beschriebenen Verriegelungsposition nicht im Eingriff mit den
zugeordneten Rastscheiben 131, 132; 135, 136.
[0040] Figur 4 zeigt eine beispielhafte schematische Draufsicht auf das dritte Rastscheibenpaar
bestehend aus der fünften und sechsten Rastscheibe 135, 136 der erfindungsgemäßen
Verriegelungsvorrichtung 310 in einer Zwischenstellung. Befindet sich die Verriegelungsvorrichtung
310 in dieser Zwischenstellung erfolgt keine Anzeige der Position oder Schaltstellung
am Stellungsanzeigemodul. Ein Gehäuse 20, dessen Seitenteile 20.1, 20.2 in der
Figur 4 dargestellt sind, nimmt die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung 310 auf und
ist in einem gemeinsamen verschließbaren Gehäuse 410 mit den weiteren Komponenten
der Antriebseinheit untergebracht.
[0041] Das Gehäuse 20 ist aus einer in der Figur 4 nicht sichtbaren oberen und einer untere
Trägerplatte und den zwei Seitenteilen 20.1, 20.2 gebildet.
[0042] Zu den Komponenten, die im Gehäuse 20 untergebracht sind, zählen der Anschluss 60
für den Antriebsmotor und die Spindel der Spindelanordnung, drei hintereinander angeordneten
Schaltstangen 10 (von denen nur die dem dritten Rastscheibenpaar zugeordnete Schaltstange
10.3 sichtbar ist) zu den Anschlussteilen 190 für das Stellungsanzeigemodul zur Anzeige
der drei Stellungen des Schaltgerätes und ein Zahnradgetriebe mit einem definierten
Übersetzungsverhältnis, dass abhängig von der Anzahl der Umdrehungen des Spindelantriebes
zur Betätigung des Schaltgerätes ist.
[0043] Das Zahnradgetriebe der gezeigten erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung 310
umfasst insgesamt drei Rastscheibenpaare 131, 132; 133, 134; 135, 136 mit jeweils
zwei Rastscheiben. Die hier verdeckte erste und die zweite Rastscheibe 131, 132 werden
nach ihrem Einrasten in das erste Verriegelungselement 210 für die Anzeige einer ersten
Position oder Stellung benutzt. Die hier verdeckte dritte und die vierte Rastscheibe
133, 134 werden nach ihrem Einrasten in mit den Verriegelungselementen 222, 221 des
zweiten Verriegelungselements 220 für die Anzeige einer zweiten Position oder Stellung
benutzt. Die sichtbare fünfte und die sechste Rastscheibe 135, 136 werden nach ihrem
Einrasten mit den Verriegelungselementen 231, 232 des dritten Verriegelungselements
230 für die Anzeige einer dritten Position oder Stellung benutzt.
[0044] Durch das hier nicht sichtbare erste Zahnrad 130 ist mittig eine Achse geführt, wobei
auch die erste Rastscheibe 131, die dritte Rastscheibe 133 und die fünfte Rastscheibe
135 auf dieser Achse angeordnet sind. Durch das hier ebenfalls nicht sichtbare zweite
Zahnrad 140 ist mittig eine weitere Achse geführt, wobei auch die zweite Rastscheibe
132, die vierte Rastscheibe 134 und die sechste Rastscheibe 136 auf dieser Achse angeordnet
sind.
[0045] Die drei Schaltstangen 10.1, 10.2, 10.3 sind durch in einem Seitenteil 20.2 des Gehäuses
20 vorgesehene Öffnungen geführt.
[0046] Die Verriegelungselemente 210, 220, 230 werden jeweils unter Federvorspannung auf
die Rastscheiben 131, 132, 133, 134, 135, 136 gedrückt, so dass die auf den Verriegelungselementen
210, 220, 230 befindlichen Rastnasen bei günstiger Stellung der Rastscheiben 131,
132, 133, 134, 135, 136 einrasten können. Hierzu sind die Verriegelungselemente 210,
220, 230 jeweils mit einem, vorzugsweise als Druckfeder 12, 13 ausgeführten Federelement
hinterlegt. So ist beispielsweise das Verriegelungselement 220 mit der Druckfeder
12 (hier lediglich die Position dargestellt) hinterlegt.
[0047] Figur 5 zeigt eine beispielhafte schematische Draufsicht auf das zweite Rastscheibenpaar
bestehend aus der dritten und vierten Rastscheibe 133, 134 der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
310 in einer ersten Verriegelungsposition.
[0048] In dieser Verriegelungsposition greifen die Rastnasen 221, 222 des zweiten Verriegelungselements
220 in die Ausnehmung 143, 144 der Rastscheiben 133, 134 ein und eine Anzeige der
ersten Schaltstellung des Schaltgerätes am Stellungsanzeigemodul erfolgt.
[0049] Dabei wird mittels des Antriebsmotors oder über einen Handantrieb über die Zahnräder
130, 140 des Zahnradgetriebes die dritte Ratscheibe 133 im Uhrzeigersinn bis zum Eingriff
ihrer Ausnehmung 143 in das erste Rastelement 221 des zweiten Verriegelungselementes
220 und die vierte Rastscheibe 134 bis zum Eingriff ihrer Ausnehmung 144 in das zweite
Rastelement 222 des zweiten Verriegelungselements 220 bewegt. Die mit dem zweiten
Verriegelungselement 220 verbundene zweite Schaltstange 10.2 wird dabei eingefahren
gefahren. Die Verriegelungselemente 211, 212 des ersten Verriegelungselementes 210
und die Verriegelungselemente 231, 232 des dritten Verriegelungselementes 230 befinden
sich demzufolge nicht im Eingriff mit den Ausnehmungen 141, 142; 145, 146 der hier
nicht sichtbaren Rastscheiben 131, 132, 135, 136.
[0050] Figur 6 zeigt eine beispielhafte schematische Draufsicht auf das erste Rastscheibenpaar bestehend
aus der ersten und zweiten Rastscheibe 131, 132 der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
310 in einer zweiten Verriegelungsposition.
[0051] In dieser Verriegelungsposition greifen die Rastnasen 211, 212 des ersten Verriegelungselements
210 in die Ausnehmung 141, 142 der Rastscheiben 131, 132 ein und eine Anzeige der
ersten Schaltstellung des Schaltgerätes am Stellungsanzeigemodul erfolgt.
[0052] Dabei wird mittels des Antriebsmotors oder über einen Handantrieb über die Zahnräder
130, 140 des Zahnradgetriebes die erste Rastscheibe 131 entgegen dem Uhrzeigersinn
bis zum Eingriff ihrer Ausnehmung 141 in das erste Rastelement 211 des ersten Verriegelungselementes
210 und die zweite Rastscheibe 132 bis zum Eingriff ihrer Ausnehmung 142 in das zweite
Rastelement 212 des ersten Verriegelungselements 210 bewegt. Die mit dem ersten Verriegelungselement
210 verbundene erste Schaltstange 10.1 wird dabei ausgefahren. Die Verriegelungselemente
221, 222 des zweiten Verriegelungselementes 220 und die Verriegelungselemente 231,
232 des dritten Verriegelungselementes 230 befinden sich demzufolge nicht im Eingriff
mit den Ausnehmungen 143, 144; 145, 146 der hier nicht sichtbaren Rastscheiben 133,
134, 135, 136.
[0053] In der in den Figuren nicht gezeigten dritten Verriegelungsposition greifen die Rastnasen
231, 232 des dritten Verriegelungselements 230 in die Ausnehmung 145, 146 der Rastscheiben
135, 136 ein und eine Anzeige der dritten Schaltstellung des Schaltgerätes am Stellungsanzeigemodul
erfolgt.
[0054] Dabei wird mittels des Antriebsmotors oder über einen Handantrieb über die Zahnräder
130, 140 des Zahnradgetriebes die fünfte Rastscheibe 135 entgegen dem Uhrzeigersinn
bis zum Eingriff ihrer Ausnehmung 145 in das erste Rastelement 231 des dritten Verriegelungselementes
230 und die sechste Rastscheibe 136 bis zum Eingriff ihrer Ausnehmung 146 in das dritte
Rastelement 232 des dritten Verriegelungselements 230 bewegt. Die mit dem dritten
Verriegelungselement 230 verbundene erste Schaltstange 10.3 wird dabei bewegt und
ausgefahren.
[0055] Die Verriegelungselemente 211, 212 des ersten Verriegelungselementes 210 und die
Verriegelungselemente 221, 222 des zweiten Verriegelungselementes 220 befinden sich
demzufolge nicht im Eingriff mit den Ausnehmungen 141, 142; 143, 144 der Rastscheiben
131, 132, 133, 134.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1
- Blechteil
- 1.1
- erstes Blechteil
- 1.2
- letztes Blechteil
- 10
- Schaltstange
- 12
- Federelement, Druckfeder
- 13
- Federelement, Druckfeder
- 20
- Gehäuse der Verriegelungsvorrichtung
- 20.1
- Seitenteil des Gehäuses der Verriegelungsvorrichtung
- 20.2
- Seitenteil des Gehäuses der Verriegelungsvorrichtung
- 20.3
- Oberteil des Gehäuses der Verriegelungsvorrichtung
- 20.4
- Unterteil des Gehäuses der Verriegelungsvorrichtung
- 12
- Federelement
- 13
- Federelement
- 20
- Träger, Gehäuse, Aufnahmeeinheit für die Verriegelungsvorrichtung
- 30
- elektrischer Anschluss
- 40
- Eingriff des Zahnradgetriebes gemäß eines definierten Übersetzungsverhältnis
- 50
- Endschalter zum Abschalten des Antriebsmotors
- 60
- Anschlusselement zum Anschluss des Antriebsmotors und der Spindel zur Verbindung mit
dem Schaltgerät
- 61
- Anschlusselement
- 70
- Stellungsanzeigeanschluss
- 80
- Welle- Nabe Verbindung
- 130
- erstes Zahnrad
- 131
- erste Rastscheibe
- 132
- zweite Rastscheibe
- 133
- dritte Rastscheibe
- 134
- vierte Rastscheibe
- 135
- fünfte Rastscheibe
- 136
- sechste Rastscheibe
- 141
- Eingriffstelle, Ausnehmung der ersten Rastscheibe
- 142
- Eingriffstelle, Ausnehmung der zweiten Rastscheibe
- 143
- Eingriffstelle, Ausnehmung der dritten Rastscheibe
- 144
- Eingriffstelle, Ausnehmung der vierten Rastscheibe
- 145
- Eingriffstelle, Ausnehmung der fünften Rastscheibe
- 146
- Eingriffstelle, Ausnehmung der sechsten Rastscheibe
- 140
- zweites Zahnrad
- 150
- erstes Trägerteil
- 190
- Verbindungselement zur Verbindung mit dem Stellungsanzeigemodul
- 210
- erstes Rastelement, Verriegelungselement
- 211
- erste Rastnase, Eingriffteil des ersten Rastelements
- 212
- zweite Rastnase, Eingriffteil des ersten Rastelements
- 220
- zweites Rastelement, Verriegelungselement
- 221
- erste Rastnase des zweiten Rastelements
- 222
- zweite Rastnase des zweiten Rastelements
- 230
- drittes Rastelement, Verriegelungselement
- 231
- erste Rastnase, Eingriffteil des dritten Rastelements
- 232
- zweite Rastnase, Eingriffteil des dritten Rastelements
- 310
- Verriegelungsvorrichtung
- 410
- Gehäuse, Gussgehäuse
1. Verriegelungsvorrichtung für eine Antriebseinheit zur Betätigung eines Schaltgerätes
einer Schaltanlage, welche einen Spindelantrieb zur Betätigung des Schaltgerätes und
ein damit gekuppeltes bzw. kuppelbares Zahnradgetriebe aufweist, von einem Antriebsmotor
oder einer Handbedienvorrichtung antreibbar ist und dabei nach einer definierten Anzahl
von Teilumdrehungen einer mit dem Zahnradgetriebe verbundenen Antriebswelle der Spindelanordnung
das Schaltgerät verriegelt, damit das Schaltgerät in eine von drei vorgegebene Verriegelungspositionen
oder Schaltstellungen bringt und diese mittels wenigstens einem vorgesehenen Stellungsanzeigemodul
anzeigt, wobei die Anzahl der Teilumdrehungen für die Verriegelung des Schaltgerätes
entweder größer oder kleiner als eine vollständige Umdrehung der Antriebswelle ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnradgetriebe aus zwei miteinander in Eingriff stehenden Zahnrädern (130, 140)
mit einem definierten Übersetzungsverhältnisses aufgebaut ist, wobei jedes der Zahnräder
(130, 140) mit jeweils drei damit verbundenen Rastscheiben (131, 132, 133, 134, 135,
136) zusammenwirkt und jede Verriegelungsposition durch jeweils eines von drei Verriegelungselementen
(210, 220, 230), die dann mit den den Verriegelungselementen (210, 220, 230) zugeordneten
Rastscheibenpaaren (131, 132; 133, 134; 135, 136) in Eingriff stehen, zu einer daran
angeordneten Schaltstange (10.1, 10.2, 10.3) zur Anzeige der Schaltstellung am Stellungsanzeigemodul
übertragbar sind.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastscheiben (131, 132; 133, 134; 135, 136) jeweils wenigstens eine Eingriffstelle
(141, 142, 142, 144, 145, 146) je Rastscheibe (131, 132; 133, 134; 135, 136) zum Eingriff
in ein Eingriffteil (211, 212, 221, 222, 231, 232) des zugeordneten Verriegelungselementes
(210, 220, 230) aufweisen.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Schaltstellung des Schaltgerätes die Eingriffteile (221, 222) des
zweiten Verriegelungselements (220) in die Eingriffstelle (143, 144) der dritten und
vierten Rastscheiben (133, 144) eingreifen und eine Anzeige der ersten Schaltstellung
des Schaltgerätes am Stellungsanzeigemodul erfolgt.
4. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer zweiten Schaltstellung des Schaltgerätes die Eingriffteile (211, 212) des
ersten Verriegelungselements (210) in die Eingriffstelle (141, 142) der Rastscheiben
(131, 132) eingreifen und eine Anzeige der zweiten Schaltstellung des Schaltgerätes
am Stellungsanzeigemodul erfolgt.
5. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer dritten Schaltstellung des Schaltgerätes die Eingriffteile (231, 232) des
dritten Verriegelungselements (230) in die Eingriffstelle (145, 146) der Rastscheiben
(135, 136) eingreifen und eine Anzeige der dritten Schaltstellung des Schaltgerätes
am Stellungsanzeigemodul erfolgt.
6. Verriegelungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (20) für die Aufnahme der Verriegelungsvorrichtung vorgesehen ist, welches
aus mehreren übereinander angeordneten Blechteilen (1) aufgebaut ist.
7. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung in einem Gussgehäuse (180, 410) einer Antriebseinheit
angeordnet ist.
8. Verriegelungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor und die Spindelanordnung mittels einer steckbaren Welle- Nabe-Verbindung
(80) mit dem Anschlusselement (60) des Zahnradgetriebe verbunden ist.
9. Verriegelungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung des Schaltgerätes nur ein Antriebsmotor vorgesehen ist.
10. Verwendung der Verriegelungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche in einer
Antriebseinheit zum Betätigen eines kombinierten Trenn- und Erdungsschalter in gasisolierten,
luft- oder vakuumisolierten Hoch- oder Mittelspannungsschaltanlagen.
1. Locking device for a drive unit for actuating a switching device of a switchgear,
which locking device has a spindle drive for actuating the switching device, and a
gear mechanism coupled or couplable thereto, can be driven by a drive motor or a manual
operating device and, after a defined number of partial revolutions of a drive shaft
of the spindle arrangement, said drive shaft being connected to the gear mechanism,
here locks the switching device, thus brings the switching device into one of three
predetermined locking positions or switch settings and displays these by means of
at least one provided setting display module, wherein the number of partial revolutions
for the locking of the switching device is either greater or less than one complete
revolution of the drive shaft, characterized in that the gear mechanism is made up of two intermeshing gearwheels (130, 140) having a
defined transmission ratio, wherein each of the gearwheels (130, 140) cooperates with
respectively three detent disks (131, 132, 133, 134, 135, 136) connected thereto,
and each locking position can be transmitted by respectively one of three locking
elements (210, 220, 230), which are then engaged with the detent disk pairs (131,
132; 133, 134; 135, 136) assigned to the locking elements (210, 220, 230), to a switch
rod (10.1, 10.2, 10.3) disposed thereon for the display of the switch setting on the
setting display module.
2. Locking device according to Claim 1, characterized in that the detent disks (131, 132; 133, 134; 135, 136) respectively have at least one engagement
point (141, 142, 142, 144, 145, 146) per detent disk (131, 132; 133, 134; 135, 136)
for engagement in an engagement part (211, 212, 221, 222, 231, 232) of the associated
locking element (210, 220, 230).
3. Locking device according to Claim 2, characterized in that, in a first switch setting of the switching device, the engagement parts (221, 222)
of the second locking element (220) engage in the engagement point (143, 144) on the
third and fourth detent disks (133, 144) and the first switch setting of the switching
device is displayed on the setting display module.
4. Locking device according to Claim 2, characterized in that, in a first switch setting of the switching device, the engagement parts (211, 212)
of the first locking element (210) engage in the engagement point (141, 142) on the
detent disks (131, 132) and the second switch setting of the switching device is displayed
on the setting display module.
5. Locking device according to Claim 2, characterized in that, in a third switch setting of the switching device, the engagement parts (231, 232)
of the third locking element (230) engage in the engagement point (145, 146) on the
detent disks (135, 136) and the third switch setting of the switching device is displayed
on the setting display module.
6. Locking device according to one of the preceding patent claims, characterized in that a housing (20), made up of a plurality of sheet metal parts (1) arranged one above
the other, is provided for the reception of the locking device.
7. Locking device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the locking device is disposed in a cast metal housing (180, 410) of a drive unit.
8. Locking device according to one of the preceding patent claims, characterized in that the drive motor and the spindle arrangement are connected to the connection element
(60) of the gear mechanism by means of a plug-in shaft-hub connection (80).
9. Locking device according to one of the preceding patent claims, characterized in that, for the actuation of the switching device, only one drive motor is provided.
10. Use of the locking device according to one of the preceding claims in a drive unit
for actuating a combined isolating and grounding switch in gas-insulated, air-insulated
or vacuum-insulated high or medium voltage switchgears.
1. Dispositif de verrouillage destiné à une unité d'entraînement servant à actionner
un appareil de commutation d'une installation de commutation qui comporte un entraînement
à broche servant à actionner l'appareil de commutation et une transmission à roue
dentée accouplée ou pouvant être accouplée à celui-ci, qui peut être entraîné par
un moteur d'entraînement ou un dispositif manoeuvré manuellement et qui verrouille
ainsi l'appareil de commutation après un nombre défini de tours partiels d'un arbre
d'entraînement du système à broche relié à la transmission à roue dentée, qui amène
par conséquent l'appareil de commutation à une position de verrouillage ou une situation
de commutation prédéterminée sur trois et qui affiche cette dernière au moyen d'au
moins un module d'affichage de position prévu, dans lequel le nombre des tours partiels
destinés au verrouillage de l'appareil de commutation est soit supérieur soit inférieur
à un tour complet de l'arbre d'entraînement, caractérisé en ce que la transmission à roue dentée est constituée de deux roues dentées (130, 140) en
prise l'une avec l'autre selon un rapport de réduction défini, dans lequel chacune
des roues dentées (130, 140) coopère avec trois disques d'arrêt (131, 132, 133, 134,
135, 136) qui sont reliés à celles-ci, et chaque position de verrouillage peut être
transmise par l'intermédiaire de l'un, respectif, de trois éléments de verrouillage
(210, 220, 230) qui sont ensuite engrenés sur des paires de disques d'arrêt (131,
132 ; 133, 134 ; 135, 136) associées aux éléments de verrouillage (210, 220, 230)
sur des broches de commutation (10.1, 10.2, 10.3) pour l'affichage de la position
de commutation sur le module d'affichage de position.
2. Dispositif de verrouillage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les disques d'arrêt (131, 132 ; 133, 134 ; 135, 136) comportent respectivement au
moins un point d'engrènement (141, 142, 142, 144, 145, 146) par disque d'arrêt (131,
132 ; 133, 134 ; 135, 136) prévu pour l'engrènement à une partie d'engrènement (211,
212, 221, 222, 231, 232) de l'élement de verrouillage (210, 220, 230) associé.
3. Dispositif de verrouillage selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'à une première position de commutation de l'appareil de commutation, les parties d'engrènement
(221, 222) du second élément de verrouillage (220) s'engrènent au point d'engrènement
(143, 144) des troisième et quatrième disques d'arrêt (133, 144) et un affichage de
la première position de commutation de l'appareil de commutation est effectué sur
le module d'affichage de position.
4. Dispositif de verrouillage selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'à une seconde position de commutation de l'appareil de commutation, les parties d'engrènement
(211, 212) du premier élément de verrouillage (210) s'engrènent au point d'engrènement
(141, 142) des disques d'arrêt (131, 132) et un affichage de la seconde position de
commutation de l'appareil de commutation est effectué sur le module d'affichage de
position.
5. Dispositif de verrouillage selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'à une troisième position de commutation de l'appareil de commutation, les parties
d'engrènement (231, 232) du troisième élément de verrouillage (230) s'engrènent au
point d'engrènement (145, 146) des disques d'arrêt (135, 136) et un affichage de la
troisième position de commutation de l'appareil de commutation est effectué sur le
module d'affichage de position.
6. Dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est prévu un boîtier (20) destiné à recevoir le dispositif de verrouillage, qui
est constitué de plusieurs pièces de tôle (1) disposées les unes sur les autres.
7. Dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif de verrouillage est disposé dans un boîtier moulé (180, 410) d'une
unité d'entraînement.
8. Dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le moteur d'entraînement et le système de broche sont reliés au moyen d'une liaison
arbre-moyeu enfichable (80) à l'élément de raccordement (60) de la transmission à
roue dentée.
9. Dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il n'est prévu qu'un moteur d'entraînement pour actionner l'appareil de commutation.
10. Utilisation du dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications
précédentes dans une unité d'entraînement servant à actionner un sectionneur et un
interrupteur de mise à la terre combiné dans des installations de commutation à haute
ou moyenne tension isolés au gaz, à l'air ou sous vide.