[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wärmetauscher, insbesondere für ein Kraftfahrzeug.
[0002] Als Wärmetauscher oder Wärmeübertrager wird gemeinhin eine Vorrichtung bezeichnet,
die Wärme von einem Stoffstrom auf einen anderen Stoffstrom überträgt. Wärmetauscher
kommen beispielsweise in Kraftfahrzeugen zum Einsatz, um in einer mit der Brennkraftmaschine
des Kraftfahrzeugs zusammenwirkenden Frischluftanlage die mittels eines Abgasturboladers
aufgeladene Frischluft zu kühlen. Hierzu wird die zu kühlende Frischluft in den Wärmetauscher
eingeleitet, wo sie thermisch mit einem ebenfalls in den Wärmetauscher eingeleiteten
Kühlmittel wechselwirkt und auf diese Weise Wärme an das Kühlmittel abgibt.
[0003] Ein derartiger Wärmetauscher kann beispielsweise als Plattenwärmetauscher ausgestaltet
sein und mehrere Platten-Anordnungen mit jeweils einem Plattenpaar aufweisen, die
in einer Stapelrichtung aufeinander gestapelt sind, wobei zwischen den Platten eines
Plattenpaars ein Kühlmittelpfad ausgebildet wird, durch den ein Kühlmittel geführt
wird. Zwischen zwei Platten-Anordnungen, also in einem zwischen zwei benachbarten
Plattenpaaren ausgebildeten Abstand, kann fluidisch getrennt zum Kühlmittel das zu
kühlende Medium, beispielsweise in einem Abgasturbolader aufgeladene Ladeluft, geführt
werden, so dass das Kühlmittel durch die Platten der Platten-Anordnung in thermische
Wechselwirkung mit der zu kühlenden Ladeluft gesetzt werden kann. Zur Verbesserung
des Wärmeaustauschs können zwischen benachbarten Platten-Anordnungen zusätzlich Rippenstrukturen
vorgesehen werden, welche die für die thermische Wechselwirkung zur Verfügung stehende
Wechselwirkungsfläche der Platten erhöhen. Derartige Konstruktionen sind dem Fachmann
als sog. "Rippe-Rohr-Wärmetauscher" bekannt.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei der Entwicklung von Wärmetauschern,
insbesondere für Kraftfahrzeuge, neue Wege aufzuzeigen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Wärmetauscher gemäß dem unabhängigen Patentanspruch
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
[0006] Ein erfindungsgemäßer Wärmetauscher umfasst eine Mehrzahl von Plattenpaaren, die
entlang einer Stapelrichtung benachbart und im Abstand zueinander angeordnet sind.
Die Plattenpaare umfassen jeweils eine erste und eine zweite Platten, die in der Stapelrichtung
einen Fluidpfad begrenzen, der von einem ersten Fluid durchströmbar ist. Dieses Fluid
kann beispielsweise Frischluft sein, die in einer Frischluftanlage einer Brennkraftmaschine
von einem Abgasturbolader aufgeladen und dabei erwärmt wurde und daher in dem Wärmetauscher
gekühlt werden soll. Zwischen zwei in der Stapelrichtung benachbarten Plattenpaaren
ist - fluidisch getrennt und thermisch mit dem ersten Fluidpfad verbunden - ein zweiter
Fluidpfad zum Durchströmen mit einem zweiten Fluid ausgebildet, welches ein Kühlmittel
sein kann, das durch thermische Wechselwirkung mit der durch den ersten Fluidpfad
strömenden Frischluft eine Abkühlung derselben bewirkt. Erfindungsgemäß ist in wenigstens
einem zweiten Fluidpfad eine Mehrzahl von Turbulenzerzeugungselementen angeordnet,
welche einenends mit einer ersten Platte eines den zweiten Fluidpfad begrenzenden
Plattenpaars verbunden sind. Außerdem sind die Turbulenzerzeugungselementen mit einer
zweiten Platte eines in Stapelrichtung benachbarten Plattenpaars verbunden.
[0007] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen führen zu einer gegenüber herkömmlichen Wärmetauschern
verbesserten thermischen Wechselwirkung der beiden Fluide miteinander. Im Ergebnis
wird also ein Wärmetauscher mit verbesserter Effizienz realisiert. Besonders bevorzugt
sind daher alle zweiten Fluidpfade mit Turbulenzerzeugungselementen ausgestattet.
Gleichzeitig können die Turbulenzerzeugungselemente bei geeigneter Auslegung als Stützstruktur
für die ersten und zweiten Platten der Plattenpaare wirken, was die Steifigkeit des
Wärmetauschers verbessert.
[0008] Besonders zweckmäßig können die Turbulenzerzeugungselemente integral an der ersten
Platte sowie - alternativ oder zusätzlich - an der zweiten Platte ausgeformt sein.
In diesem Szenario bietet sich zur Fertigung des Wärmetauschers die Verwendung eines
additiven Herstellungsverfahrens an, welches den gesamten Fertigungsprozess des erfindungsgemäßen
Wärmetauschers maßgeblich vereinfacht und daher im Folgenden genauer erläutert werden
soll.
[0009] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können wenigstens die Plattenpaare
und die Turbulenzerzeugungselemente mittels eines additiven Herstellungsverfahrens
hergestellt sein. Vom dem Begriff "additives Herstellungsverfahren" sind vorliegend
alle Herstellungsverfahren umfasst, welche das Bauteil unmittelbar aus einem Computermodell
heraus schichtweise aufbauen. Derartige Herstellungsverfahren sind auch unter der
Bezeichnung "Rapid Forming" bekannt. Unter dem Begriff "Rapid Forming" sind dabei
insbesondere Produktionsverfahren zur schnellen und flexiblen Herstellung von Bauteilen
mittels werkzeugloser Fertigung direkt aus CAD-Daten gefasst. Die Verwendung eines
additiven Herstellungsverfahrens ermöglicht die Herstellung des erfindungsgemäßen
Wärmetauschers ohne bauteilspezifische Investitionsmittel wie z.B. Werkzeugformen
o.ä. und nahezu ohne geometrische Einschränkungen. Außerdem entfallen bei herkömmlichen,
unter Verwendung anderer Verfahren hergestellten Wärmetauschern zumeist in vielfältiger
Form und großer Anzahl vorhandene Kleinteile wie etwa Dichtungselemente oder Befestigungselemente
wie beispielsweise Streben o.ä. Bevorzugt sind daher alle Komponenten des Wärmetauschers
mittels des additiven Herstellungsverfahrens hergestellt.
[0010] Alternativ oder zusätzlich kann der Wärmetauscher einstückig ausgebildet sein. Eine
solche, einstückige Ausbildung bildet sich insbesondere bei Verwendung des vorangehend
vorgestellten additiven Herstellungsverfahrens, insbesondere des Laserschmelzens,
an. Bei einer einstückigen Ausbildung des Wärmetauschers entfällt das sehr aufwändige
und somit kostenintensive Befestigen der einzelnen Komponenten des Wärmetauschers
aneinander.
[0011] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann das additive Herstellungsverfahren
Laserschmelzen umfassen. Dies bedeutet, dass zum Herstellen der Plattenpaare und der
Turbulenzerzeugungselemente, vorzugsweise zum Herstellen des gesamten Wärmetauschers,
ein Laserschmelzverfahren verwendet wird. Mittels eines solchen Verfahrens können
die Komponenten des Wärmetauschers direkt aus 3D-CAD-Daten hergestellt werden. Grundsätzlich
werden die Bauteile des Wärmetauschers beim Laserschmelzverfahren werkzeuglos und
schichtweise auf Basis des dem Wärmetauscher zugeordneten dreidimensionalen CAD-Modells
gefertigt.
[0012] Besonders turbulente Strömungsbilder in den durch die zweiten Fluidpfade strömenden
Fluiden, etwa in der Art von Strömungsbildern mit Wirbelströmen, lassen sich erzeugen,
indem die Turbulenzerzeugungselemente jeweils als von der ersten und zweiten Platte,
insbesondere in Stapelrichtung, abstehende Leitschaufeln ausgebildet werden.
[0013] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die Mehrzahl von Turbulenzerzeugungselementen
in einer Draufsicht auf die erste oder zweite Platte rasterartig mit wenigstens zwei
Rasterzeilen auf dieser angeordnet. Dies erlaubt es, an den den ersten bzw. zweiten
Fluidpfad in Stapelrichtung begrenzenden ersten bzw. zweiten Platten eine Vielzahl
von Turbulenzerzeugungselementen vorzusehen, was für eine besonders ausgeprägte Erzeugung
von Verwirbelungen etc. über den gesamten zweiten Fluidpfad hinweg sorgt, in welchen
die Turbulenzerzeugungselemente jeweils hineinragen. Dies führt zu einer verbesserten
thermischen Wechselwirkung zwischen den beiden, durch die Fluidpfade strömenden Fluiden
und somit zu einer verbesserten Effizienz des Wärmetauschers.
[0014] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird durch die wenigstens zwei
Rasterzeilen eine Zeilenrichtung definiert. Die Turbulenzerzeugungselemente sind in
der Draufsicht auf die erste Platte längsförmig ausgebildet und erstrecken sich jeweils
entlang einer Längsrichtung. Unter "längsförmig" wird dabei verstanden, dass eine
Länge des betreffenden Turbulenzerzeugungselements - gemessen in der Längsrichtung
- wenigstens das Fünffache, vorzugsweise das Zehnfache, höchst vorzugsweise das Zwanzigfache,
einer quer zur Längsrichtung gemessenen maximalen Breite beträgt. Die Längsrichtung
erstreckt sich dabei im Wesentlichen quer zur Zeilenrichtung. Mittels einer derartigen
Geometrie der Turbulenzerzeugungselemente lassen sich eine Mehrzahl von Unterkanälen
im ersten bzw. zweiten Fluidpfad erzeugen, wobei über die in Längsrichtung zwischen
den einzelnen Turbulenzerzeugungselementen vorhandenen Zwischenräume das erste bzw.
zweite Fluid auch zwischen den einzelnen Teilkanälen ausgetauscht werden kann. Im
Ergebnis führt dies zu einer gleichmäßigen Durchströmung des jeweiligen Fluidpfads
unter Ausbildung einer Vielzahl von Wirbeln, was einen verbesserten Wärmaustausch
zwischen den beiden, durch den ersten bzw. zweiten Fluidpfad strömenden Fluiden zur
Folge hat.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens ein Turbulenzerzeugungselement
entlang der Längsrichtung gekrümmt ausgebildet. Bevorzugt gilt dies für alle Turbulenzerzeugungselemente
wenigstens eines zweiten Fluidkanals, besonders bevorzugt für alle Turbulenzerzeugungselemente
des Wärmetauschers. Mittels dieser Maßnahme wird die Ausbildung von Wirbelströmen
in den Fluidpfaden weiter verstärkt.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind zwei benachbarte erste und/oder
zweite Turbulenzerzeugungselemente einer Rasterzeile derart ausgebildet, dass ein
quer zur Längsrichtung gemessener Abstand zwischen diesen beiden Turbulenzerzeugungselementen
entlang der Längsrichtung wenigstens abschnittsweise abnimmt. Besonders bevorzugt
sind alle Turbulenzerzeugungselemente derselben Rasterzeile jeweils paarweise mit
einer derartigen Geometrie versehen.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Wärmetauscher derart ausgebildet,
dass das erste Fluid durch den ersten Fluidpfad im Wesentlichen entlang einer ersten
Hauptströmungsrichtung strömt. Diese erste Hauptströmungsrichtung erstreckt sich dabei
im Wesentlichen orthogonal zu einer zweiten Hauptströmungsrichtung, durch die das
zweite Fluid im Wesentlichen im zweiten Fluidpfad strömt. Mit anderen Worten, die
beiden Fluide strömen unter einem Winkel von im Wesentlichen 90° zueinander durch
den ersten bzw. zweiten Fluidpfad. Diese Maßnahme führt zu einer erhöhten thermischen
Wechselwirkung zwischen den beiden Fluiden und somit zu einer verbesserten Effizienz
des Wärmetauschers.
[0018] Besonders zweckmäßig kann jeder im Wärmetauscher vorhandene erste Fluidpfad einen
gemeinsamen ersten Fluideinlass zum Einleiten des ersten Fluids in den ersten Fluidpfad
und einen Fluidauslass zu Ausleiten des ersten Fluids aus dem ersten Fluidpfad aufweisen.
Vorzugsweise liegen sich der erste Fluideinlass und der erste Fluidauslass dabei in
der Draufsicht auf die erste bzw. zweite Platte des den ersten bzw. zweiten Fluidpfad
begrenzenden Plattenpaars im Wesentlichen gegenüber. Entsprechend weist jeder zweite
Fluidpfad einen zweiten Fluideinlass zum Einleiten des zweiten Fluids in den zweiten
Fluidpfad und einen gemeinsamen Fluidauslass zu Ausleiten des zweiten Fluids aus demselben
zweiten Fluidpfad auf, wobei sich auch der zweite Fluideinlass und der zweite Fluidauslass
in der Draufsicht auf die erste Platte im Wesentlichen gegenüberliegen. Diese Maßnahmen
erlauben eine einfache Ein- und Ausleitung des ersten bzw. zweiten Fluids in den bzw.
aus dem betreffenden Fluidpfad. Gleiches gilt für die Ein- bzw. Ausleitung des ersten
Fluids in bzw. aus dem jeweiligen zweiten Fluidpfad. Der jeweilige gemeinsame Fluideinlass
bzw. gemeinsame Fluidauslass kann integral an den jeweiligen Plattenpaaren ausgeformt
sein und eine jeweilige Durchgangsöffnung enthalten. Dies mag insbesondere für den
besonders bevorzugten Fall gelten, dass die Plattenpaare mit den ersten und zweiten
Platten Teil eines Flachrohrs sind; in diesem Fall können die einen Fluideinlass bzw.
Fluidauslass ausbildenden Durchgangsöffnungen in den Flachrohren ausgebildet sein.
[0019] Besonders wenig Bauraum beansprucht eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung,
bei welcher der erste Fluideinlass und der zweite Fluideinlass in der Draufsicht auf
die erste Platte im Wesentlichen orthogonal zueinander angeordnet sind. Alternativ
oder zusätzlich können auch der erste Fluidauslass und der zweite Fluidauslass in
der Draufsicht auf die erste Platte im Wesentlichen orthogonal zueinander angeordnet
sein. Beide Maßnahmen, für sich genommen oder in Kombination, führen dazu, dass -
bezüglich der Draufsicht auf die Plattenpaare - der erste Fluidauslass an einer ersten
Seite der ersten bzw. zweiten Platte angeordnet sind. Diese Seite kann beispielsweise
eine Längs- oder Querseite der Platte sein. Der zweite Fluideinlass ist dann - vorzugsweise
um 90° verdreht - an der Quer- bzw. Längsseite angeordnet. Dies erleichtert die Montage
der ersten und zweiten Fluideinlässe insbesondere dann, wenn eine Vielzahl von aufeinandergestapelten
Plattenpaaren vorliegt und folglich für die einzelnen Fluidpfade eine Vielzahl von
ersten und zweiten Fluideinlässen erforderlich ist. Eine solche Ausführungsform des
Wärmetauschers erlaubt es, an der Längs- oder Querseite einen ersten Fluidverteiler
bereitzustellen, der das erste Fluid auf alle ersten Fluideinlässe verteilt und hierzu
mit diesen fluidisch kommuniziert. An der Quer- oder Längsseite, also vorzugsweise
um 90°, verdreht kann in derselben Weise ein zweiter Fluidverteiler bereitgestellt
werden, welcher zum Verteilen des zweiten Fluids auf die zweiten Fluidpfade fluidisch
mit allen zweiten Fluideinlässen kommuniziert. Die beiden Fluidverteiler können also
außen an verschiedenen Seiten der Plattenpaare angebracht werden, was den konstruktiven
Aufwand zur Realisierung der beiden Fluidverteiler erheblich reduziert. Gleiches gilt
für die Bereitstellung eines ersten und eines zweiten Fluidsammlers an der verbleibenden
Längs- bzw. Querseite. Mit anderen Worten, an der verbleibenden Längs- bzw. Querseite,
kann ein erster Fluidsammler bereitgestellt werden, welcher zum Sammeln des ersten
Fluids nach dem Durchströmen der ersten Fluidpfade fluidisch mit allen ersten Fluidauslässen
kommuniziert. Schließlich ist an der letzten verbleibenden Quer- oder Längsseite ein
zweiter Fluidsammler bereitgestellt, welcher zum Sammeln des zweiten Fluids nach dem
Durchströmen der zweiten Fluidpfade fluidisch mit allen zweiten Fluidauslässen kommuniziert.
[0020] Besonders wenig Bauraum in Stapelrichtung erfordert eine andere bevorzugte Ausführungsform,
bei welcher die erste und zweite Platte wenigstens eines Plattenpaars Teil eines den
ersten Fluidpfad begrenzenden Flachrohrs sind. Der Abstand zwischen in Stapelrichtung
benachbarte Flachrohren kann in diesem Szenario als Raum für einen jeweiligen zweiten
Fluidpfad dienen. Besonders bevorzugt können alle Plattenpaare jeweils Teil eines
den ersten Fluidpfad begrenzenden Flachrohrs sein. In einem dazu alternativen Szenario
ist es auch vorstellbar, dass eine erste Platte eines jeweiligen Plattenpaars und
die in Stapelrichtung benachbarte zweite Platte, die folglich dem in Stapelrichtung
benachbarten Plattenpaar zugeordnet ist, als Flachrohr ausgebildet sind, die den zweiten
Fluidpfad begrenzen. In einer besonders bevorzugten Variante können alle zweiten Fluidpfade
in Form vorangehend beschriebener Flachrohre realisiert sein.
[0021] Besonders zweckmäßig können die erste und zweite Platte der Plattenpaare komplementär
zueinander ausgebildet sein, wobei an den der jeweils anderen Platte zugewandten Innenseiten
eine Kanalstruktur ausgebildet ist. Eine solche Kanalstruktur kann beispielsweise
eine meanderartige oder Geometrie aufweisen. In Varianten sind auch andere Geometrien
vorstellbar, die in den Platten auf besonders einfache und flexible Weise durch Verwendung
des bereits genannten additiven Herstellungsverfahrens erzeugt werden können.
[0022] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0023] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0024] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0025] Es zeigen, jeweils schematisch
- Fig. 1
- ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Wärmetauschers 1 in einem Längsschnitt entlang
einer Stapelrichtung S der Plattenpaare 2 des Wärmetauschers,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt des Wärmetauschers der Figur 1 in einer perspektiven Ansicht,
- Fig. 3
- den Wärmetauscher der Figur 1 in einer Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie
III-III der Figur 1.
[0026] Figur 1 zeigt ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Wärmetauschers 1 in einem Längsschnitt
entlang einer Stapelrichtung S der Plattenpaare 2 des Wärmetauschers, die Figur 2
ein Plattenpaar 2 des Wärmetauschers 1 in einer perspektiven Ansicht.
[0027] Entsprechend Figur 1 umfasst der Wärmetauscher 1 eine Mehrzahl von Plattenpaaren
2, die entlang einer Stapelrichtung S benachbart und im Abstand zueinander angeordnet
sind und jeweils eine erste und eine zweite Platten 3a, 3b umfassen. Im Beispiel der
Figur 1 sind exemplarisch drei solche Plattenpaare 2 mit jeweiligen ersten und zweiten
Platten 3a, 3b gezeigt. Die ersten und zweiten Platten 3a, 3b der Plattenpaare 2 begrenzen
in der Stapelrichtung S jeweils einen ersten Fluidpfad 4a, der einen von einem ersten
Fluid F
1 durchströmt werden kann. Im Beispiel der Figur 1 verläuft eine Hauptströmungsrichtung
des ersten Fluids F
1 in einer mit Z bezeichneten Richtung. Jeweils zwischen zwei in Stapelrichtung S benachbarten
Plattenpaaren 2 ist ein zweiter Fluidpfad 4b zum Durchströmen mit einem zweiten Fluid
F
2 ausgebildet. Im Beispiel der Figur 1 verläuft eine Hauptströmungsrichtung des zweiten
Fluids F
2 in einer mit L bezeichneten Richtung senkrecht zur Zeichenebene, also orthogonal
zur Hauptströmungsrichtung des ersten Fluids F
1.
[0028] Wie die Figuren 1 erkennen lässt, ist in den zweiten Fluidpfaden 4b eine Mehrzahl
von Turbulenzerzeugungselementen 6 angeordnet, welche einenends mit einer ersten Platte
3a eines den jeweiligen zweiten Fluidpfad 4b begrenzenden Plattenpaars 2 verbunden
sind und anderenends mit einer zweiten Platte 3b eines in Stapelrichtung S benachbarten
Plattenpaars 2 verbunden sind. Diese zweite Platte 3b begrenzt ebenfalls den Fluidkanal
4b mit den Turbulenzerzeugungselementen 6. Die Turbulenzerzeugungselemente 6 sind
integral sowohl an der ersten Platte 3a als auch an der zweiten Platte 3b ausgeformt,
mit denen sie endseitig verbunden sind. Die Plattenpaare 2 mit den ersten und zweiten
Platten 3a, 3b sowie die Turbulenzerzeugungselemente 6 sind mittels eines additiven
Herstellungsverfahrens hergestellt. Bevorzugt können auch alle weiteren Komponenten
des Wärmetauscher 1 mittels eines solchen additiven Herstellungsverfahrens hergestellt
werden. Die Verwendung eines additiven Herstellungsverfahrens gestattet die Herstellung
des Wärmetauschers 1 nahezu ohne geometrische Einschränkungen. Mittels des additiven
Herstellungsverfahrens ist es möglich, die Gestaltung des Wärmetauschers 1 funktionsgebunden
- und nicht mehr werkzeuggebunden - zu konstruieren. Damit können die einzelnen Komponenten
des Wärmetauschers 1 wie beispielsweise die Plattenpaare 2 sowie die benachbarte Plattenpaare
2 verbindenden Turbulenzerzeugungselemente 6 direkt im Zuge des Herstellungsverfahrens
integral aneinander ausgeformt werden. Im Zuge des additiven Herstellungsverfahrens
können Turbulenzerzeugungselemente 6 mit nahezu beliebiger Geometrie hergestellt werden.
[0029] Das additive Herstellungsverfahren kann auch das sogenannte Laserschmelzverfahren
umfassen. Dies bedeutet, dass zum Herstellen der Plattenpaare 2 und der Turbulenzerzeugungselemente
6, im Extremfall zum Herstellen des gesamten Wärmetauschers 1, ein Laserschmelzverfahren
verwendet wird. Mittels eines solchen Verfahrens können die oben genannten Komponenten
des Wärmetauschers direkt aus 3D-CAD-Daten hergestellt werden. Grundsätzlich werden
die genannten Komponenten des Wärmetauschers 1 beim Laserschmelzverfahren werkzeuglos
und schichtweise auf Basis eines dem Wärmetauscher 1 zugeordneten dreidimensionalen
CAD-Modells gefertigt.
[0030] Betrachtet man die Darstellung der Figur 3, welche den Wärmetauscher der Figur 1
in einer Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie III-III der Figur 1 zeigt, so
erkennt man, dass die Turbulenzerzeugungselemente 6 jeweils als von der ersten Platte
3a bzw. zweiten Platte 3b abstehende Leitschaufeln 8 ausgebildet sein können. Die
Ausbildung der Turbulenzerzeugungselemente 6 in Form von Leitschaufeln 8 unterstützt
eine Ausbildung von besonders turbulenzreichen Strömungsmustern in dem durch die zweiten
Fluidpfade 4b strömenden zweiten Fluid F
2. Dies führt zu einer verbesserten Effizienz des Wärmetauschers 1.
[0031] Wie der Figur 3 zu entnehmen ist, ist die Mehrzahl von Turbulenzerzeugungselementen
6 in der Draufsicht auf die erste Platte 3a rasterartig mit mehreren Rasterzeilen
9 - in Figur 3 sind exemplarisch drei solche Rasterzeilen 9 gezeigt - auf dieser angeordnet.
Durch die Rasterzeilen 9 wird eine Zeilenrichtung Z definiert. Die Turbulenzerzeugungselemente
6 sind in der Draufsicht in Stapelrichtung S auf die erste Platte 3a längsförmig ausgebildet
und erstrecken sich jeweils entlang einer Längsrichtung L, die im Wesentlichen quer
zur Zeilenrichtung Z verläuft. Besonders zweckmäßig beträgt eine Länge I der Turbulenzerzeugungselemente
6 wenigstens das Fünffache einer maximalen Breite b desselben Turbulenzerzeugungselements
6. Bevorzugt beträgt die Länge wenigstens mindestens das Zehnfache, besonders bevorzugt
mindestens das Zwanzigfache der maximalen Breite b. Dabei wird die Länge I in der
Längsrichtung L und die Breite b in der Zeilenrichtung Z gemessen. Die in Zeilenrichtung
Z gemessene Breite b kann dabei gemäß Figur 3 entlang der Längsrichtung L variieren.
Mittels einer solchen geometrischen Anordnung bzw. Ausbildung der Turbulenzerzeugungselemente
6 auf den die ersten bzw. zweiten Fluidpfade 4a, 4b begrenzenden ersten bzw. zweiten
Platten 3a, 3b lassen sich besonders ausgeprägte Verwirbelungen in dem durch die zweiten
Fluidpfade 4b strömenden zweiten Fluid F
2 erzeugen. Dies hat eine erhöhte thermische Wechselwirkung zwischen den beiden Fluiden
F
1, F
2 und somit zu einer verbesserten Effizienz des Wärmetauschers 1 zur Folge.
[0032] Wie Figur 3 weiter erkennen lässt, ist wenigstens ein Turbulenzerzeugungselement
6 in der Draufsicht in Stapelrichtung S auf die erste Platte 3a in Längsrichtung L
gekrümmt ausgebildet. Besonders bevorzugt gilt dies wie in Figur 3 gezeigt für alle
Turbulenzerzeugungselemente 6 des Wärmetauschers 1. Mittels dieser Maßnahme kann die
Ausbildung von Wirbelströmen in den zweiten Fluidpfaden 4b verstärkt werden. Die Turbulenzelemente
6 mit gekrümmter Geometrie lassen sich durch Verwendung des bereits erwähnten additiven
Herstellungsverfahrens, insbesondere des Laserschmelzens, besonders einfach herstellen.
Dies erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn wie im Beispiel gezeigt eine große
Anzahl von Turbulenzerzeugungselementen 6 verwendet werden soll, die dann als Stützstruktur
für die Platten 3a, 3b der Plattenpaare 2 verwendet werden können. Zwei benachbarte
Turbulenzerzeugungselemente 6 einer Rasterzeile 9 sind vorzugsweise derart ausgebildet,
dass ein quer zur Längsrichtung L gemessener Abstand a zwischen diesen beiden Turbulenzerzeugungselementen
6 entlang der Längsrichtung L wenigstens abschnittsweise abnimmt. Besonders bevorzugt
können alle Turbulenzerzeugungselemente 6 derselben Rasterzeile 9 jeweils paarweise
mit einer derartigen Geometrie versehen sein.
[0033] Die in einer bestimmten Zeilenrichtung Z benachbarten Turbulenzerzeugungselemente
6 einer jeweiligen Rasterzeile 9 können Elementpaare 12 ausbilden. Die beiden Turbulenzerzeugungselemente
6 eines jeweiligen Elementpaars 12 können bezüglich einer Symmetrieachse A, die in
der Draufsicht auf die erste bzw. zweite Platte 3a, 3b entlang der Längsrichtung L
verläuft, achsensymmetrisch zueinander angeordnet sein. Auf diese Weise wird eine
besonders vorteilhafte Anordnungsgeometrie der Turbulenzerzeugungselemente 6 realisiert,
die eine besonders ausgeprägte Wirbelströmung im ersten bzw. zweiten Fluid F
2 bewirkt und somit zu einem verbesserten Wärmeaustausch zwischen den beiden Fluiden
F1, F
2 beim Durchströmen der Fluidpfade 4a, 4b im Wärmetauscher 1 führt. Auch eine solche
achsensymmetrische Anordnung einer Vielzahl von Elementpaaren 12 lässt sich durch
Verwendung eines additiven Herstellungsverfahrens besonders einfach und präzise verwirklichen.
[0034] Der Figur 3 lässt sich auch entnehmen, dass der Wärmetauscher 1 derart ausgebildet
werden kann, dass das erste Fluid F
1 durch den ersten Fluidpfad 4a im Wesentlichen entlang einer ersten Hauptströmungsrichtung
R
1 strömt. Die ersten Hauptströmungsrichtung R
1 erstreckt sich im Wesentlichen orthogonal zu einer zweiten Hauptströmungsrichtung
R
2, durch die das zweite Fluid F
2 im zweiten Fluidpfad 4b strömt. Jeder erste Fluidpfad 4a kann einen gemeinsamen ersten
Fluideinlass 13 zum Einleiten des ersten Fluids F
1 in die ersten Fluidpfade 4a und einen gemeinsamen ersten Fluidauslass 14 zu Ausleiten
des ersten Fluids F
1 aus den ersten Fluidpfaden 4a auf. Gemäß der Darstellung der Figur 3 liegen sich
der erste Fluideinlass 13 und der erste Fluidauslass 14 - deren Position ist in Figur
3 nur schematisch (gestrichelte Rechtecke) angedeutet - in der Draufsicht auf die
erste Platte 3a im Wesentlichen gegenüber. Entsprechend kann jeder zweite Fluidpfad
4b einen gemeinsamen zweiten Fluideinlass 15 zum Einleiten des zweiten Fluids F
2 in den zweiten Fluidpfad 4b und einen gemeinsamen zweiten Fluidauslass 16 zu Ausleiten
des zweiten Fluids F
2 aus den zweiten Fluidpfaden 4b aufweisen. Der gemeinsame zweite Fluideinlass 15 und
der gemeinsame zweite Fluidauslass 16 liegen sich in der Draufsicht auf die erste
Platte 3a einander ebenfalls gegenüber. Besonders vorteilhaft sind der erste Fluideinlass
13 und der zweite Fluideinlass 15 bezüglich der Draufsicht auf die erste Platte 3a
in der Stapelrichtung S im Wesentlichen um 90° verdreht zueinander angeordnet. Entsprechend
sind der erste Fluidauslass 14 und der zweite Fluidauslass 16 bezüglich der Draufsicht
auf die erste Platte 2 entlang der Stapelrichtung S im Wesentlichen orthogonal zueinander
angeordnet. Mit anderen Worten, im Falle der im Beispielszenario im Wesentlichen rechteckig
ausgebildeten ersten Platte 3a mit zwei Längsseiten 17a, 17b und zwei Querseiten 17c,
17d können der gemeinsame erste Fluideinlass 13 und der gemeinsame erste Fluidauslass
14 im Bereich einander gegenüberliegenden Längsseiten 17a, 17b angeordnet sein. Entsprechend
können der gemeinsame zweite Fluideinlass 15 und der gemeinsame zweite Fluidauslass
16 im Bereich der einander gegenüberliegenden Querseiten 17c, 17d angeordnet sein.
[0035] Die erste und zweite Platte 3a, 3b der Plattenpaare 2 können jeweils Teil eines den
ersten und/oder zweiten Fluidpfad 4a, 4b begrenzenden Flachrohrs sein (nicht gezeigt).
Dies erlaubt eine Fertigung des Wärmetauschers 1 in Flachbauweise. In diesem Fall
können die beiden Platten 3a, 3b eines jeweiligen Plattenpaars 2 komplementär zueinander
ausgebildet sein. Insbesondere kann an den der jeweils anderen Platte zugewandten
Innenseite 11 eine Kanalstruktur ausgebildet sein. Eine solche Kanalstruktur kann
beispielsweise eine meanderartige oder Geometrie aufweisen. In Varianten sind auch
andere Geometrien vorstellbar, die in den Platten 3a, 3b auf besonders einfache und
flexible Weise durch Verwendung des bereits genannten additiven Herstellungsverfahrens
erzeugt werden können.
[0036] Es versteht sich, dass in den vorangehend erläuterten Figuren nur die wesentlichen
Komponenten des erfindungsgemäßen Wärmetauschers 1 in schematischer Darstellung dargestellt
sind. Konstruktive Details, die dem einschlägigen Fachmann aus seinem Fachwissen heraus
bekannt sind, sind in den Figuren der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
[0037] Der Wärmetauscher 1 kann einstückig ausgebildet sein. Eine solche, einstückige Ausbildung
bildet sich insbesondere bei Verwendung des vorangehend vorgestellten additiven Herstellungsverfahrens,
insbesondere des Laserschmelzens, an. Bei einer einstückigen Ausbildung des Wärmetauschers
entfällt das sehr aufwändige und somit kostenintensive Befestigen der einzelnen Komponenten
des Wärmetauschers aneinander. Es versteht sich, dass im Falle einer einstückigen
Ausbildung des Wärmetauschers 1 die vorliegend verwendeten Bezeichnungen wie z.B.
"erste Platte 3a" gültig bleiben.
1. Wärmetauscher (1), insbesondere für ein Kraftfahrzeug,
- mit einer Mehrzahl von Plattenpaaren (2), die entlang einer Stapelrichtung (S) benachbart
zueinander angeordnet sind und jeweils eine erste und eine zweite Platten (3a, 3b)
umfassen, die in der Stapelrichtung (S) einen von einem ersten Fluid (F1) durchströmbaren ersten Fluidpfad (4a) begrenzen,
- wobei zwischen zwei in der Stapelrichtung (S) benachbarten Plattenpaaren (2) ein
zweiter Fluidpfad (4b) zum Durchströmen mit einem zweiten Fluid ausgebildet ist,
- wobei in wenigstens einem zweiten Fluidpfad (4b), vorzugsweise in allen zweiten
Fluidpfaden (4b), eine Mehrzahl von Turbulenzerzeugungselementen (6) angeordnet ist,
welche einenends mit einer ersten Platte (3a) eines den zweiten Fluidpfad (4b) begrenzenden
Plattenpaars (2) verbunden sind und anderenends mit einer zweiten Platte (3b) eines
in Stapelrichtung (S) benachbarten Plattenpaars (2) verbunden sind.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Turbulenzerzeugungselemente (6) integral an der ersten und/oder zweiten Platte
(3a, 3b) ausgeformt sind.
3. Wärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- wenigstens die Plattenpaare (2) und die Turbulenzerzeugungselemente (6) mittels
eines additiven Herstellungsverfahrens hergestellt sind., und/oder dass
- der Wärmetauscher (1) einstückig ausgebildet ist.
4. Wärmetauscher nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das additive Herstellungsverfahren Laserschmelzverfahren umfasst.
5. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Turbulenzerzeugungselemente (6) jeweils als von der ersten und zweiten Platte
(3a, 3b) abstehende Leitschaufeln ausgebildet sind.
6. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mehrzahl von Turbulenzerzeugungselementen (6) in einer Draufsicht auf die erste
oder zweite Platte (3a, 3b) rasterartig mit wenigstens zwei Rasterzeilen (9) auf der
ersten und/oder zweiten Platte (3a, 3b) angeordnet ist.
7. Wärmetauscher nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- durch die wenigstens zwei Rasterzeilen (9) eine Zeilenrichtung (Z) definiert ist,
- die Turbulenzerzeugungselemente (6) in der Draufsicht entlang der Stapelrichtung
(S) auf die erste Platte (3a, 3b) längsförmig ausgebildet sind und sich jeweils entlang
einer Längsrichtung (L) erstrecken, die quer zur Zeilenrichtung (Z) verläuft,
- eine Länge (I) wenigstens eines Turbulenzerzeugungselements (6), vorzugsweise aller
Turbulenzerzeugungselemente (6), mindestens das Fünffache, vorzugsweise mindestens
das Zehnfache, höchst vorzugsweise mindestens das Zwanzigfache, einer maximalen Breite
(b) des jeweiligen Turbulenzerzeugungselements (6) beträgt,
- wobei die Länge (I) in der Längsrichtung (L) und die Breite (b) in der Zeilenrichtung
(Z) gemessen ist.
8. Wärmetauscher nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Turbulenzerzeugungselement (6), vorzugsweise alle Turbulenzerzeugungselemente
(6) in der Längsrichtung (L) gekrümmt ausgebildet sind.
9. Wärmetauscher nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwei benachbarte Turbulenzerzeugungselemente (6) einer Rasterzeile (9) derart ausgebildet
sind, dass ein quer zur Längsrichtung (L) gemessener Abstand (a) zwischen diesen beiden
Turbulenzerzeugungselementen (6) entlang der Längsrichtung (L) wenigstens abschnittsweise
abnimmt.
10. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die in Zeilenrichtung (Z) benachbarten Turbulenzerzeugungselemente (6) Elementpaare
(12) ausbilden, wobei die beiden Turbulenzerzeugungselemente (6) eines jeweiligen
Elementpaars (12) bezüglich einer Symmetrieachse (A), die in der Draufsicht auf die
erste oder zweite Platte entlang der Längsrichtung (L) verläuft, achsensymmetrisch
zueinander angeordnet sind.
11. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Wärmetauscher derart ausgebildet ist, dass das erste Fluid (F1) durch den ersten Fluidpfad (4a) im Wesentlichen entlang einer ersten Hauptströmungsrichtung
(R1) strömt, welche sich im Wesentlichen orthogonal zu einer zweiten Hauptströmungsrichtung
(R2) erstreckt, durch die das zweite Fluid (F2) im zweiten Fluidpfad (4b) strömt.
12. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- jeder erste Fluidpfad (4a) einen gemeinsamen ersten Fluideinlass (13) zum Einleiten
des ersten Fluids (F1) die ersten Fluidpfade (4a) und einen gemeinsamen ersten Fluidauslass (14) zu Ausleiten
des ersten Fluids (F1) aus den ersten Fluidpfaden (4a) aufweist, wobei sich der gemeinsame erste Fluideinlass
(13) und der gemeinsame erste Fluidauslass (14) in der Draufsicht auf die erste Platte
(3a) gegenüberliegen,
- jeder zweite Fluidpfad (4b) einen gemeinsamen zweiten Fluideinlass (15) zum Einleiten
des zweiten Fluids (F2) in die zweiten Fluidpfade (4b) und einen gemeinsamen zweiten Fluidauslass (16) zum
Ausleiten des zweiten Fluids (F2) aus den zweiten Fluidpfaden (4b) aufweist, wobei sich der gemeinsame zweite Fluideinlass
(15) und der gemeinsame zweite Fluidauslass (16) in der Draufsicht auf die erste Platte
(3a) gegenüberliegen.
13. Wärmetauscher nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der gemeinsame erste Fluideinlass (13) und der gemeinsame zweite Fluideinlass (15)
in der Draufsicht auf die erste Platte (3a) im Wesentlichen orthogonal zueinander
angeordnet sind, und/oder dass
- der erste Fluidauslass (14) und der zweite Fluidauslass (16) in der Draufsicht auf
die erste Platte (3a) im Wesentlichen orthogonal zueinander angeordnet sind.
14. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste und zweite Platte (3a, 3b) wenigstens eines Plattenpaars (2) Teil eines
den ersten und/oder zweiten Fluidpfad (4a, 4b) begrenzenden Flachrohrs sind.
15. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste und zweite Platte (3a, 3b) eines Plattenpaars (2) komplementär zueinander
ausgebildet sind, wobei an den der jeweils anderen Platte (3a, 3b) zugewandten Innenseite
(11) der beiden Platten (3a, 3b) eine Kanalstruktur ausgebildet ist.