[0001] Die Erfindung betrifft einen Schaufelkranz für eine axiale Turbomaschine umfassend
einen Schaufelträger mit einer Anzahl von - Tragflanken aufweisenden - Haltenuten
für Schaufeln und einer entsprechenden Anzahl an Schaufeln, deren zu den Haltenuten
korrespondierend ausgeführte Schaufelfüße in die Haltenuten eingesetzt sind, wobei
die Schaufeln an ihrer einem Nutgrund der Haltenut zugewandten Schaufelfußunterseite
eine Ausnehmung aufweisen, deren Boden zumindest teilweise gegenüber dem Nutgrund
der Haltenut schräg angestellt ist und in der jeweils ein keilförmiges Spannelement
zum Anpressen des Schaufelfuß an die Tragflanken angeordnet ist.
[0002] Ein gattungsgemäßer Gegenstand ist beispielsweise aus der
EP 1 892 380 A1 bekannt. Gemäß der darin vorgeschlagenen Befestigung von Verdichterlaufschaufeln
an einem Rotor sind für jede Laufschaufel zwei Keile zwischen einer Schaufelfußunterseite
und dem Nutgrund der Haltenut vorgesehen. Die Neigungen der beiden Keile sind dabei
entgegengesetzt. Stirnseitig ist in die Keile jeweils eine Spannschraube eingeschraubt,
mit der einerseits eine radiale vorgespannte Positionierung der Schaufelfüße an entsprechende
Tragflanken der Haltenuten möglich ist. Andererseits dient die Verschraubung auch
zur Fixierung der Laufschaufeln entlang der Haltenuten. Eine federnde Befestigung
der Laufschaufeln wird dadurch erreicht, dass unterhalb der Keile Tellerfedern vorgesehen
sein können.
[0003] Es wird jedoch als Nachteil empfunden, dass eine Schraubverbindung eingesetzt wird.
Aufgrund der vergleichsweise rauen Betriebsumgebung und den auftretenden Betriebstemperaturen
können derartige Schraubverbindungen korrodieren, so dass eine problemlose Demontage
nicht gewährleistet werden kann.
[0004] Weiter ist beispielsweise aus der
EP 1 703 078 A1 bekannt, die in axialen Haltenuten sitzenden Laufschaufeln durch die Anwendung eines
Sicherungsblechs gegen eine Verschiebung entlang der Haltenuten zu sichern. Dabei
wird zwischen dem Schaufelfuß und der Haltenut am Nutgrund ein Sicherungsblech platziert.
Durch eine Wulst am Sicherungsblech greift dieses in eine fußseitig vorgesehene Öffnung
ein. Nach dem Einschieben der Schaufel mit dem Sicherungsblech und dem Umbiegen der
umstehenden Enden an den Eintritts- und Austrittsseiten des Fußes wird eine formschlüssige
Sicherung erreicht. Um im Betrieb einen ausreichend vorgespannten Sitz der Schaufel
in der Nut gewährleisten zu können, muss das Montieren der Schaufel auch unter einer
Vorspannung erfolgen. Die Montage unter Vorspannung führt zu einem ungünstigen Verschleiß
und Fressen an den Tragflanken, was die Rissgefahr erhöht. Vor allem in den vorderen
Stufen eines axial durchströmten Verdichters, also bei großen Schaufeln, wo besonders
große Vorspannkräfte erforderlich sind, erweist sich die Montage bzw. Demontage im
Servicefall der Schaufel als schwierig.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher die Bereitstellung eines Schaufelkranzes für eine
Turbomaschine, bei der eine vorspannfreie und somit spielbehaftete Montage von Schaufeln
in den Haltenuten eines Schaufelträgers ermöglicht wird und im Betrieb dennoch eine
ausreichend große Vorspannung vorhanden ist, die einen materialschädigenden Verschleiß
- beispielsweise auch durch Klappern - zuverlässig vermeidet.
[0006] Die auf den Schaufelkranz für eine axiale Turbomaschine gerichtete Aufgabe wird mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen
Unteransprüchen angegeben. Diese können in beliebiger Weise miteinander kombiniert
werden, sofern durch die in den Patentansprüchen angegebenen Rückbeziehungen dies
nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Schaufelkranz für eine axiale Turbomaschine, umfassend
einen Schaufelträger mit einer Anzahl von - Tragflanken aufweisenden - Haltenuten
für Schaufeln und einer entsprechenden Anzahl an Schaufeln, deren zu den Haltenuten
korrespondierend ausgeführte Schaufelfüße in die Haltenuten eingesetzt sind, wobei
zumindest eine der Schaufeln, vorzugsweise alle Schaufeln, an ihrer einem Nutgrund
der Haltenut zugewandten Schaufelfußunterseite eine Ausnehmung aufweist bzw. aufweisen,
deren Boden zumindest teilweise gegenüber dem Nutgrund der Haltenut schräg angestellt
ist und in der jeweils ein keilförmiges Spannelement zum Anpressen des Schaufelfußes
an die Tragflanken angeordnet ist, ist vorgesehen, dass in jeder Ausnehmung ein Federelement
vorgesehen ist, dessen Federkraft längs der Haltenut auf das betreffende keilförmige
Spannelement einwirkt, wobei die Ausnehmung von einer ersten Seitenwand und einer
der ersten Seitenwand gegenüberliegenden zweiten Wand begrenzt ist, wobei das Federelement
sich einerseits an der ersten Seitenwand und andererseits an einem stumpfen Ende des
keilförmigen Spannelements abstützt und dass Mittel vorgesehen sind, mit denen sich
das keilförmige Spannelement für die vorspannfreie Montage der Schaufel in der Haltenut
temporär in eine Position verschieben lässt, in welcher der Schaufelfuß vorspannfrei
in der Haltenut sitzt.
[0008] Im Einbauzustand presst das Federelement das keilförmige Spannelement in Richtung
seines spitzen Endes, wodurch in Verbindung mit dem geneigten Boden der Ausnehmung
eine Kraft in radialer Richtung (bezogen auf die Einbaulage in einer axialen Turbomaschine)
auf den Schaufelfuß einwirkt, die diesen an die Tragflanken der Haltenuten anpresst.
Hiermit wird eine spielfreie und zugleich vorgespannte Befestigung der Laufschaufel
in der Haltenut bewirkt. Das Federelement stützt sich somit einerseits an einer ersten
Seitenwand der Ausnehmung ab und andererseits an dem stumpfen Ende des keilförmigen
Spannelements. Um nun eine vorspannfreie Demontage bzw. Montage der Schaufel in der
Haltenut zu ermöglichen, ist es erforderlich, dass Mittel vorgesehen sind, mit denen
sich das keilförmige Spannelement temporär in eine Position verschieben lässt, in
welcher das stumpfe Ende des keilförmigen Spannelements näher an der ersten Seitenwand
ist, als im montierten Zustand. Mit anderen Worten: Das Federelement wird nur für
die Dauer der Demontage bzw. Montage weiter zusammengepresst als es im montierten
Zustand vorgesehen ist. Durch die entsprechenden Neigungen des Bodens der Ausnehmung
und des keilförmigen Spannelements wirkt die Verschiebung des Spannelements zur ersten
Seitenwand hin entlastend für die Verspannung der Laufschaufel an den Tragflanken
der Haltenut. Es ergibt sich somit ein Spiel entlang der Achse vom Nutgrund der Haltenut
in Richtung Boden der Ausnehmung, welches sowohl zur Montage als auch zur Demontage
der Schaufel in bzw. aus der Haltenut besteht und welches die gewünschte vorspannfreie
Handhabung der Schaufel währenddessen ermöglicht. Mithin werden auch keine aufwändigen
Vorrichtungen zum Einpressen oder Herausschieben der Schaufel in die Nut bzw. aus
der Nut benötigt.
[0009] Insgesamt ergibt sich dadurch ein einfacherer und schnellerer Montage- und Demontageprozess,
der zudem eine hohe Arbeitssicherheit für die Monteure gewährleistet. Zugleich kann
die Größe der Federkraft durch eine einfache Variation unterschiedlicher Federelemente
erreicht werden. Dies gibt besondere dann, wenn die Federelemente als Tellerfedern
oder Tellerfederpakete ausgestaltet sind. Zugleich kann die Toleranz der Verbindung
Schaufel mit Schaufelträger auf ein durchschnittliches Maß gesenkt werden, was eine
vergleichsweise preiswerte Herstellung der Komponenten ermöglicht.
[0010] Während des Betriebs der mit einem solchen Schaufelkranz ausgestatteten axialen Turbomaschine
erfolgt eine ständige Anpassung dieser Vorspanneinrichtung an die radiale Lage der
Schaufel. Ausgestaltet aus Laufschaufelkränzen wird unter Einwirkung der Zentrifugalkräfte
im Betrieb die Schaufel ihre maximale radiale Lage in der Haltenut einnehmen. Parallel
dazu wird das keilförmige Spannelement unter der Einwirkung der Federkraft des Federelements
weiter unter die Schaufel eingedrückt. Somit bleibt auch bei Abnahme der Maschinendrehzahl
eine besonders hohe Vorspannung der Schaufel erhalten. Dies schränkt die relativen
Bewegungen auch von vergleichsweise großen Schaufeln ein und vermindert den Verschleiß
in den Haltenuten.
[0011] Gemäß einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung ist das Federelement als Tellerfeder
oder Tellerfederpaket ausgebildet. Gleichzeitig ist in der ersten Seitenwand eine
Öffnung vorgesehen. Zugleich ist am stumpfen Ende des keilförmigen Spannelements ein
Zylinderstift angeordnet, welcher sich sowohl durch die Tellerfeder bzw. das Tellerfederpaket
als auch in die Öffnung oder durch die Öffnung in der Seitenwand hindurch erstreckt.
Der Zylinderstift kann beispielsweise in eine am Spannelement angeordnete Bohrung
eingeschlagen oder dort festgeklebt sein. Der Zylinderstift hat in Verbindung mit
der in der Seitenwand angeordneten Öffnung die Funktion einer Führung des Federelements
und gleichzeitig eine Sicherung des keilförmigen Spannelements, damit dieses während
der Montage nicht aus der Ausnehmung ungewollt herausspringen kann.
[0012] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung umfasst das Mittel ein in der zweiten
Seitenwand angeordnetes Gewindeloch, in welches von außen eine Montageschraube zum
Verschieben des keilförmigen Spannelements zur ersten Seitenwand hin einschraubbar
ist. Folglich wird vor der Montage der Schaufel zuerst über den Zylinderstift des
keilförmigen Spannelements das Federelement gestülpt, wonach anschließend der Zylinderstift
in die in der ersten Seitenwand angeordnete Öffnung eingeführt wird. Gleichzeitig
wird das keilförmige Spannelement in die schaufelfußunterseitig angeordnete Ausnehmung
eingelegt. Anschließend wird durch das in der zweiten Seitenwand vorhandene Gewindeloch
eine Montageschraube mit einem entsprechend langem Gewindeschaft von außen temporär
eingeschraubt, mit welcher das keilförmige Spannelement in Richtung der ersten Seitenwand
verschoben werden kann. Die Verschiebung muss dabei derartig groß sein, dass das keilförmige
Spannelement vollständig in der Ausnehmung versenkt ist und so eine spielbehaftete
Montage der Schaufel mit Spannelement möglich ist. Anschließend wird die so hergestellte
Baugruppe in die Haltenut eingeschoben. Nachdem die Baugruppe und somit die Schaufel
die vorgegebene Position in der Haltenut eingenommen hat, kann die in der zweiten
Seitenwand eingeschraubte Montageschraube wieder gelöst werden, wodurch das keilförmige
Spannelement durch das Federelement in Richtung der zweiten Seitenwand gepresst wird.
Aufgrund der geneigten Fläche des keilförmigen Spannelements und des dazu korrespondierenden
Bodens der Ausnehmung wird das keilförmige Spannelement in den enger werdenden Raum
zwischen Nutgrund und Boden eingedrückt und kommt an beiden Flächen - dem Nutgrund
und dem Boden - zum Anliegen. Hierdurch erfolgt dann die Verspannung des Schaufelfußes
an den Tragflanken der Haltenut.
[0013] Anstelle einer Gewindeverbindung in der zweiten Seitenwand kann beispielsweise auch
eine Bajonett-Verbindung vorgesehen sein.
[0014] Nach einer weiter bevorzugten Ausgestaltung sind die Schaufeln jeweils mittels eines
zwischen einer Schaufelfußunterseite und einem der Schaufelfußunterseite gegenüberliegendem
Nutgrund der Haltenut angeordneten blechförmigen Sicherungselement gegen ein Verschieben
längs der Haltenuten gesichert, indem die Enden des blechförmigen Sicherungselements
seitlich am Schaufelträger anliegen. Bei der Verwendung einer derartigen Axialsicherung
ist das blechförmige Sicherungselement zwischen Nutgrund und dem keilförmigen Spannelement
angesiedelt.
[0015] Weiter bevorzugt ist das keilförmige Spannelement zumindest teilweise hohl ausgebildet.
Dadurch wird die Schaufelbefestigung in Vorspannrichtung elastischer und ermöglicht
zusätzlich eine Reibdämpfung.
[0016] Weiter besonders bevorzugt handelt es sich bei dem Schaufelkranz um einen Laufschaufelkranz,
so dass der Schaufelträger als Rotorscheibe oder Welle und die Schaufel als Laufschaufel
ausgebildet ist. Dennoch eignet sich der Schaufelkranz auch zur Befestigung von Leitschaufeln.
[0017] Besonders bevorzugt ist die Verwendung des Schaufelkranzes in einem Verdichter einer
axial durchströmten stationären Gasturbine.
[0018] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden anhand weiterer Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Dabei werden in der Figurenbeschreibung weitere Merkmale und Vorteile
angegeben. Es zeigen:
- FIG 1
- eine stationäre Gasturbine in einem Längs-Teilschnitt,
- FIG 2
- den Längsschnitt durch einen Schaufelkranz im Bereich einer Haltenut mit einer darin
eingesetzten Schaufel gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels,
- FIG 3
- die Seitenansicht auf den Ausschnitt gemäß FIG 2,
- FIG 4
- eine weitere Seitenansicht auf eine Haltenut mit darin eingesetzter Schaufel und
- FIG 5
- einen Längsschnitt analog zu FIG 2 für ein zweites Ausführungsbeispiel eines Schaufelkranzes.
[0019] In allen Figuren sind identische Merkmale mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Gleichwohl die Erfindung nachfolgend anhand eines Laufschaufelkranzes eines Gasturbinen-Verdichters
detailliert beschrieben wird, kann die Erfindung auch in anderen Turbomaschinen eingesetzt
werden.
[0020] Figur 1 zeigt eine stationäre Gasturbine 10 in einem Längs-teilschnitt. Die Gasturbine
10 weist im Innern einen um eine Rotationsachse 12 drehgelagerten Rotor 14 auf, der
auch als Turbinenläufer bezeichnet wird. Entlang des Rotors 14 folgen aufeinander
ein Ansauggehäuse 16, ein Verdichter 18, eine torusartige Ringbrennkammer 20 mit mehreren
rotationssymmetrisch zueinander angeordneten Brennern 22, eine Turbineneinheit 24
und ein Turbinenausgangsgehäuse 26.
[0021] Der Verdichter 18 umfasst einen ringförmig ausgebildeten Verdichterkanal mit darin
kaskadisch aufeinanderfolgenden Verdichterstufen aus Laufschaufel- und Leitschaufelkränzen
44. Die am Rotor 14 angeordneten Laufschaufeln 17 werden von Rotorscheiben getragen
und liegen mit ihren frei endenden Schaufelblattspitzen 29 einer äußeren Kanalwand
42 des Verdichterkanals gegenüber. Der Verdichterkanal mündet über einen Verdichterausgangsdiffusor
36 in einem Plenum 38. Darin ist die Ringbrennkammer 20 mit ihrem Verbrennungsraum
28 vorgesehen, der mit einem ringförmigen Heißgaskanal 30 der Turbineneinheit 24 kommuniziert.
In der Turbineneinheit 24 sind vier hintereinander geschaltete Turbinenstufen 32 angeordnet.
Am Rotor 14 ist ein Generator oder eine Arbeitsmaschine (jeweils nicht dargestellt)
angekoppelt.
[0022] Im Betrieb der Gasturbine 10 saugt der Verdichter 18 durch das Ansauggehäuse 16 als
zu verdichtendes Medium Umgebungsluft 34 an und verdichtet diese. Die verdichtete
Luft wird durch den Verdichterausgangsdiffusor 36 in das Plenum 38 geführt, von wo
aus es in die Brenner 22 einströmt. Über die Brenner 22 gelangt auch Brennstoff in
den Verbrennungsraum 28. Dort wird der Brennstoff unter Zugabe der verdichteten Luft
zu einem Heißgas M verbrannt. Das Heißgas M strömt anschließend in den Heißgaskanal
30, wo es sich arbeitsleistend an den Turbinenschaufeln der Turbineneinheit 24 entspannt.
Die währenddessen freigesetzte Energie wird vom Rotor 14 aufgenommen und einerseits
zum Antrieb des Verdichters 18 und andererseits zum Antrieb einer Arbeitsmaschine
oder elektrischen Generators genutzt.
[0023] FIG 2 zeigt einen Schnitt durch eine Rotorscheibe 19 des Rotors 14 der Gasturbine
10 im Bereich einer sich in Axialrichtung erstreckenden Haltenut 21. Die Rotorscheibe
19 stellt somit einen Schaufelträger 46 dar, bei dem entlang seines Umfangs die Haltenuten
21 gleichmäßig verteilt sind und sich dabei in Axialrichtung der Gasturbine erstrecken.
Die Haltenuten 21 sind im Querschnitt (FIG 3, FIG 4) schwalbenschwanzförmig ausgeführt
und umfassen somit jeweils zwei Tragflanken 23, an denen korrespondierend ausgeführte
Anlageflächen 25 eines Schaufelfußes 31 der Schaufeln 27 anliegen. Die Schaufeln 27
sind als Laufschaufeln ausgebildet.
[0024] An einer Unterseite 33 des Schaufelfußes 31, welche einem Nutgrund 35 der Haltenut
21 zugewandt ist, ist eine Ausnehmung 37 vorgesehen. Die Ausnehmung 37 wird von einer
ersten Seitenwand 39 und einer der ersten Seitenwand 39 gegenüberliegenden zweiten
Seitenwand 41 begrenzt. In Strömungsrichtung eines den Verdichter 18 durchströmenden
Mediums ist die erste Seitenwand 39 anströmseitig angeordnet und die zweite Seitenwand
41 abströmseitig angeordnet.
[0025] Zwischen der Unterseite 33 und dem Nutgrund 35 ist ein blechförmiges Sicherungselement
43 in der Haltenut 21 eingelegt, dessen Enden längsgeschlitzt sind. Bei den sich dadurch
beidendseitig ergebenden Laschenpaaren sind am jeden Ende sowohl eine Lasche 45 sowohl
nach außen als auch eine Lasche 45 nach innen (FIG 3 und 4) umgebogen, wodurch eine
Verschiebung der in der Haltenut 21 eingesetzten Schaufel 27 blockiert.
[0026] In der Ausnehmung 37 ist ein keilförmiges Spannelement 47 mit einem spitzen Ende
49 und einem stumpfen Ende 51 vorgesehen. Am stumpfen Ende 51 ist ein Zylinderstift
53 angeordnet, auf dem im dargestellten Ausführungsbeispiel insgesamt vier Tellerfedern
als Federelement 55 aufgefädelt sind. Der Zylinderstift 53 erstreckt sich in eine
in der ersten Seitenwand 39 angeordnete Öffnung 57. Der Boden 59 der Ausnehmung 37
ist gegenüber dem Nutgrund 35 der Haltenut 21, entsprechend der Neigung der in FIG
2 dargestellten oberen Fläche 61 des keilförmigen Spannelements 47 geneigt.
[0027] Des Weiteren ist in der zweiten Seitenwand 41 ein Gewindeloch 63 vorgesehen, welches
sich - ebenso wie die Öffnung 57 - parallel zur Haltenut 21 erstreckt. In das Gewindeloch
63 kann eine für die Montage der Schaufel 27 benötigte Montageschraube 65 eingeschraubt
werden, mit deren Hilfe das keilförmige Spannelement 47 in FIG 2 derart weit nach
links verschoben werden kann, dass dessen stumpfes Ende 51 vergleichsweise nah an
der ersten Seitenwand 39 positioniert ist. Damit lässt sich das keilförmige Spannelement
47 vollständig in der Ausnehmung 37 versenken.
[0028] Die Montage der Schaufel 27 in der Haltenut 21 erfolgt dann wie folgt: Zuerst wird
das vorgefertigte blechförmige Sicherungselement 43 in die Haltenut eingefügt. Das
blechförmige Sicherungselement 43 erstreckt sich über die gesamte Länge der Haltenut
21, wobei anströmseitig oder abströmseitig bereits zwei der Laschen 45 quer zu seiner
Längserstreckung bereits umgebogen sind. Die nach außen gebogene Lasche 45 dient als
Anschlag bei dem Einschieben der Schaufel 27 in die Haltenut 21. An dem anderen Ende
des blechförmigen Sicherungselements 43 ist vorerst nur eine der beiden Laschen 45
in radialer Richtung zu der Maschinenachse hin vorgebogen. Als nächstes wird das Federelement
55 auf den Zylinderstift 53 des keilförmigen Spannelements 47 aufgesetzt und zusammen
in die Öffnung 57 und die Ausnehmung 37 eingesetzt. Der Zylinderstift 53 greift dann
in die als Langloch ausgeführte Öffnung 57 ein. Nachdem die geneigte Fläche 61 des
keilförmigen Spannelements 47 am geneigten Boden 59 anliegt, wird anschließend die
Montageschraube 65 in das Gewindeloch 63 eingeschraubt, derartig tief, dass das keilförmige
Spannelement 47 zur gegenüberliegenden Seite, d. h. in Richtung zur ersten Seitenwand
39 gedrückt wird und zwar so weit, bis sich der Keilgrund 67 innerhalb der Ausnehmung
befindet. Hiermit kann ein vorspannungsfreies Einschieben der Schaufel 27 gewährleistet
werden. Anschließend wird die Schaufel 27 mit dem vorgespannten keilförmigen Spannelement
47 in die Haltenut 21 eingeschoben. Nach dem Ausrichten der Schaufel 27 in der Haltenut
21 wird die Montageschraube 65 gelöst und der Baugruppe entnommen. Dadurch wird das
keilförmige Spannelement 47 von der Kraft der Montageschraube entlastet und kann durch
die Einwirkung der axialen Kräfte des Federelements 55 die Schaufel 27 in der Haltenut
21 gegen deren Tragflanken 23 anpressen und somit vorspannen. Abschließend wird die
bis dahin nicht gebogene Lasche 45 des blechförmigen Sicherungselements 43 in radiale
Richtung von der Maschinenachse weg umgebogen, was dann die Schaufel 27 gegen Auswandern
aus der Haltenut 21 sichert. Für den Fall, dass die so befestigte Schaufel 27 der
Haltenut 21 entnommen werden muss, sind die Arbeitsschritte in umgekehrter Reihenfolge
durchzuführen. Nach dem Wegbiegen einer der Laschen 45 ist die Montageschraube 65
in das Gewindeloch 63 einzuschrauben. Dadurch wird die Vorspannung gelöst und die
Schaufel 27 entlastet, wonach sie dann leicht aus der Haltenut 21 geschoben werden
kann.
[0029] Gemäß einer zweiten, in FIG 5 dargestellten Ausführungsform kann das keilförmige
Spannelement 47 zumindest teilweise hohl ausgebildet sein. Der Hohlraum 69 bewirkt
eine elastische Vorspannung und bringt somit zusätzlich eine Reibdämpfung mit sich.
[0030] Insgesamt betrifft die Erfindung einen Schaufelkranz 44 für eine axiale Turbomaschine,
umfassend einen Schaufelträger 46 mit einer Anzahl von Haltenuten 21 und einer entsprechenden
Anzahl an Schaufeln 27, deren Schaufelfüße 31 in die Haltenuten 21 eingesetzt sind,
wobei die Schaufeln 27 an ihrer einem Nutgrund 35 der Haltenut 21 zugewandten Unterseite
33 jeweils eine Ausnehmung 37 aufweisen, deren Boden 59 zumindest teilweise gegenüber
dem Nutgrund 35 der Haltenut 21 schräg angestellt ist und in der jeweils ein keilförmiges
Spannelement 47 zum Anpressen des Schaufelfußes 31 an die Tragflanken 23 angeordnet
ist. Um eine vorspannungsfreie Montage der Schaufel 27 in der Haltenut 21 zu ermöglichen
und um einen Schaufelkranz 44 bereitzustellen, der ohne eine Schraubverbindung im
Betrieb eingesetzt werden kann, ist vorgesehen, dass in jeder Ausnehmung 37 ein Federelement
55 vorgesehen ist, dessen Federkraft längs der Haltenut 21 auf das betreffende keilförmige
Spannelement 47 einwirkt und dass Mittel vorgesehen sind, mit denen sich das keilförmige
Spannelement 47 für die vorspannfreie Montage der Schaufel 27 in der Haltenut 21 temporär
in eine Position verschieben lässt, in welcher der Schaufelfuß 31 vorspannfrei in
der Haltenut 21 sitzt.
1. Schaufelkranz (44) für eine axiale Turbomaschine, umfassend einen Schaufelträger (46)
mit einer Anzahl von
- Tragflanken (23) aufweisenden - Haltenuten (21) für Schaufeln (27) und einer entsprechenden
Anzahl an Schaufeln (27), deren zu den Haltenuten (21) korrespondierend ausgeführte
Schaufelfüße (31) in die Haltenuten (21) eingesetzt sind,
wobei zumindest eine der Schaufeln (27), vorzugsweise alle Schaufeln (27), an ihrer
einem Nutgrund (35) der Haltenut (21) zugewandten Schaufelfußunterseite (33) eine
Ausnehmung (37) aufweist bzw. aufweisen, deren Boden (59) zumindest teilweise gegenüber
dem Nutgrund (35) der Haltenut (21) schräg angestellt ist und in der jeweils ein keilförmiges
Spannelement (47) zum Anpressen des Schaufelfuß (31) an die Tragflanken (23) angeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass in jeder Ausnehmung (37) ein Federelement (55) vorgesehen ist, dessen Federkraft
längs der Haltenut (21) auf das betreffende keilförmige Spannelement (47) einwirkt,
dass die Ausnehmung (37) von einer ersten Seitenwand (39) und einer der ersten Seitenwand
(39) gegenüberliegenden zweiten Seitenwand (41) begrenzt ist,
wobei das Federelement (55) sich einerseits an der ersten Seitenwand (39) und andererseits
an einem stumpfen Ende (51) des keilförmigen Spannelements (47) abstützt und dass
Mittel vorgesehen sind, mit denen sich das keilförmige Spannelement (47) für die vorspannfreie
Montage der Schaufel (27) in der Haltenut (21) temporär in eine Position verschieben
lässt, in welcher der Schaufelfuß (31) vorspannfrei in der Haltenut (21) sitzt.
2. Schaufelkranz (44) nach Anspruch 1,
bei dem das Federelement (55) als Tellerfederpaket ausgebildet und in der ersten Seitenwand
(39) eine Öffnung (57) vorgesehen ist, durch welche beide sich ein am stumpfen Ende
(51) des keilförmigen Spannelements (47) angeordneter Zylinderstift (53) hindurch
erstreckt.
3. Schaufelkranz (44) nach Anspruch 1 oder 2,
bei dem das Mittel ein in der zweiten Seitenwand (41) angeordnetes Gewindeloch (63)
umfasst, in welche von außen eine Montageschraube (65) zum Verschieben des keilförmigen
Spannelements (47) zur ersten Seitenwand (39) hin einschraubbar ist.
4. Schaufelkranz (44) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
bei dem die Schaufeln (27) jeweils mittels eines zwischen einer Schaufelfußunterseite
(33) und einem der Schaufelfußunterseite (33) zugewandten Nutgrund (35) der Haltenut
(21) angeordneten blechförmigen Sicherungselement (43) gegen ein Verschieben längs
der Haltenut (21) gesichert sind, indem dessen Enden seitlich am Schaufelträger (46)
anliegen.
5. Schaufelkranz (44) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei dem das keilförmige Spannelement (47) zumindest teilweise hohl ausgebildet ist.
6. Verdichter (18) für eine stationäre Gasturbine (10) mit zumindest einem Schaufelkranz
(44) nach einem der vorangehenden Ansprüche.
1. Blade ring (44) for an axial turbomachine, comprising a blade carrier (46) having
a number of retaining grooves (21) - having support flanks (23) - for blades (27)
and a corresponding number of blades (27), the blade roots (31) of which, which are
configured in a manner corresponding to the retaining grooves (21), are inserted into
the retaining grooves (21),
wherein at least one of the blades (27), preferably all of the blades (27), has or
have, on the blade root underside (33) thereof facing toward a groove base (35) of
the retaining groove (21), a recess (37), the base (59) of which is at least partially
obliquely inclined with respect to the groove base (35) of the retaining groove (21)
and in which there is arranged in each case a wedge-shaped clamping element (47) for
pressing the blade root (31) against the support flanks (23),
characterized
in that each recess (37) is provided with a spring element (55), the spring force of which
acts along the retaining groove (21) on the respective wedge-shaped clamping element
(47),
in that the recess (37) is delimited by a first side wall (39) and a second side wall (41)
located opposite the first side wall (39),
wherein the spring element (55) is supported on the one hand on the first side wall
(39) and on the other hand on an obtuse end (51) of the wedge-shaped clamping element
(47), and
in that provision is made of means with which, for mounting the blade (27) in the retaining
groove (21) without prestress, the wedge-shaped clamping element (47) can be displaced
temporarily into a position in which the blade root (31) sits in the retaining groove
(21) without prestress.
2. Blade ring (44) according to Claim 1,
in which the spring element (55) is in the form of a disk spring assembly and an opening
(57) is provided in the first side wall (39), through both of which a cylindrical
pin (53) arranged at the obtuse end (51) of the wedge-shaped clamping element (47)
extends.
3. Blade ring (44) according to Claim 1 or 2,
in which the means comprises a threaded hole (63), which is arranged in the second
side wall (41) and into which a mounting screw (65) can be screwed from the outside
to displace the wedge-shaped clamping element (47) toward the first side wall (39).
4. Blade ring (44) according to one of Claims 1 to 3,
in which a plate-like securing element (43) arranged between a blade root underside
(33) and a groove base (35) of the retaining groove (21) facing toward the blade root
underside (33) secures each of the blades (27) against displacement along the retaining
groove (21), in that the ends thereof bear laterally against the blade carrier (46).
5. Blade ring (44) according to one of Claims 1 to 4,
in which the wedge-shaped clamping element (47) has an at least partially hollow form.
6. Compressor (18) for a stationary gas turbine (10) having at least one blade ring (44)
according to one of the preceding claims.
1. Couronne ( 44 ) d'aubes pour une turbomachine axiale comprenant un support ( 46 )
d'aubes ayant un certain nombre de rainures ( 21 ) de retenue - ayant des flancs (
23 ) de support - d'aubes ( 27 ) et un nombre correspondant d'aubes ( 27 ), dont les
emplantures ( 31), réalisées de manière correspondante aux rainures ( 21 ) de retenue,
sont insérées dans les rainures ( 21 ) de retenue,
dans laquelle au moins l'une des aubes ( 27 ), de préférence toutes les aubes ( 27
), a ou ont, du côté ( 33 ) inférieur de l'emplanture d'aubes, tourné vers un fond
( 35 ) de la rainure ( 21 ) de retenue, un évidement ( 37 ), dont le fond ( 59 ) est
incliné, au moins en partie, par rapport au fond ( 35 ) de la rainure ( 21 ) de retenue
et dans lequel respectivement un élément ( 47 ) de serrage cunéiforme est disposé
pour presser l'emplanture ( 31 ) d'aubes sur les flancs ( 23 ) de support,
caractérisée en ce qu'il est prévu dans chaque évidement ( 37 ) un élément ( 55 ) de ressort dont la force
de ressort s'applique le long de la rainure ( 21 ) de retenue à l'élément ( 47 ) de
serrage cunéiforme correspondant,
en ce que l'évidement ( 37 ) est délimité par une première paroi ( 39 ) latérale et par une
deuxième paroi ( 41 ) latérale opposée à la première paroi ( 39 ) latérale, l'élément
( 55 ) de ressort s'appuyant, d'une part, sur la première paroi ( 39 ) latérale et,
d'autre part, sur une extrémité ( 51 ) tronquée de l'élément ( 47 ) de serrage cunéiforme,
et
en ce qu'il est prévu des moyens par lesquels l'élément ( 47 ) de serrage cunéiforme peut,
pour le montage sans contrainte de l'aube ( 27 ) dans la rainure ( 21 ) de retenue,
être mis temporairement dans une position dans laquelle l'emplanture ( 31 ) d'aubes
est assise sans contrainte dans la rainure ( 21 ) de retenue.
2. Couronne ( 44 ) d'aubes suivant la revendication 1,
dans laquelle l'élément ( 55 ) de ressort est constitué en paquet de ressorts à disque
et il est prévu, dans la première paroi ( 39 ) latérale, une ouverture ( 57 ) dans
laquelle passent deux broches ( 53 ) cylindriques montées à l'extrémité ( 51 ) tronquée
de l'élément ( 47 ) de serrage cunéiforme.
3. Couronne ( 44 ) d'aubes suivant la revendication 1 ou 2,
dans laquelle le moyen comprend un taraudage ( 63 ) ménagé dans la deuxième paroi
( 41 ) latérale et dans lequel, de l'extérieur, une vis ( 65 ) de montage peut être
vissée pour faire aller l'élément ( 47 ) de vissage cunéiforme vers la première paroi
( 39 ) latérale.
4. Couronne ( 44 ) d'aubes suivant l'une des revendications 1 à 3,
dans laquelle les aubes ( 27 ) sont empêchées de se déplacer le long de la rainure
( 21 ) de retenue au moyen d'un élément ( 43 ) de sécurité, en forme de tôle, disposé
entre un côté ( 33 ) inférieur de l'emplanture d'aube et un fond ( 35 ) de la rainure
( 21 ) de retenue, tourné vers le côté ( 33 ) inférieur de l'emplanture de l'aube,
par le fait que l'extrémité de l'élément ( 43 ) s'applique latéralement au support
( 4 6 ) d'aube.
5. Couronne ( 44 ) d'aubes suivant l'une des revendications 1 à 4,
dans laquelle l'élément ( 47 ) de serrage cunéiforme est constitué de manière creuse,
au moins en partie.
6. Compresseur ( 18 ) pour une turbine ( 10 ) à gaz fixe ayant au moins une couronne
( 44 ) d'aubes suivant l'une des revendications précédentes.