[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Lockenstab mit einem Griffbereich und einem
erhitzbaren Arbeitsbereich gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Lockenstäbe sind hinlänglich bekannt (siehe
DE 19527111), wobei zum Erzeugen der Locken zunächst die Haarspitzen einer abgeteilten Haarsträhne
mit einer Lockenzange erfasst und anschließend die Strähne um den Lockenstab bzw.
Lockenzange aufgewickelt wird. Anschließend müssen einige Sekunden abgewartet werden,
bis alle. Haare der Haarsträhne erhitzt sind. Dabei erreichen die inneren Haare jedoch
eine höhere Temperatur und sind dadurch der thermischen Belastung länger ausgesetzt
als die äußeren Haare. Nach dem Erhitzen der Haare werden diese vom Lockenstab abgezogen.
Anschließend wird der Lockenstab beispielsweise von einer Benutzerin abgelegt, wobei
der erhitzte Arbeitsbereich noch eine Temperatur von bis zu 230°C und mehr aufweisen
kann, was insbesondere bei empfindlichen Unterlagen bzw. Ablageflächen zu Beschädigungen
derselben und gegebenenfalls sogar zu einer Brandgefahr führen kann.
[0003] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich daher mit dem Problem, für einen Lockenstab
der gattungsgemäßen Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich nicht
nur durch ein verbessertes Frisierergebnis, sondern zugleich auch durch eine sichere
Handhabung auszeichnet.
[0004] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0005] Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, einen erhitzbaren
Arbeitsbereich eines Lockenstabes zweiteilig auszubilden, nämlich aus einem ersten
Teil und einem, das erste Teil zumindest bereichsweise koaxial umgebenden zweiten
Teil, wobei zur Erzeugung von Locken Haare auf dem ersten Teil aufgewickelt und zusammen
mit diesem in das zweite Teil eingeschoben werden können. Das erste und zweite Teil
sind dabei vorzugsweise zylinderförmig ausgebildet, wobei das zweite Teil zusätzlich
in der Art einer Röhre und unter Umständen mit Längsnuten, ausgebildet ist. Durch
das zweite, das erste Teil umgebende Teil, kann der Prozess der Lockenbildung beschleunigt
und zugleich das Frisierergebnis erheblich verbessert werden, da durch das zweite
Teil eine gleichmäßige Erwärmung der zu lockenden Haare möglich ist. Das zweite Teil
bildet hierbei eine Art Wärmeisolierung nach außen sowie eine Möglichkeit zur Wärmerückstrahlung,
wodurch nicht nur die direkt in Kontakt mit dem ersten Teil stehenden Haare erwärmt
werden, sondern auch die anderen auf dem ersten Teil aufgewickelten Haare, da das
zweite Teil die vom ersten Teil ausgestrahlte Wäre zurückwirft. Von weiterem besonderen
Vorteil ist, dass durch das äußere zweite Teil ein Ablegen des Lockenstabs selbst
auf temperaturempfindlichen Unterlagen problemlos möglich ist, da bei eingefahrenem
ersten Teil kein direkter Kontakt des erhitzten ersten Teils mit der Unterlage befürchtet
werden muss. Neben dem verbesserten Frisierergebnis ist somit mit dem erfindungsgemäßen
Lockenstab auch eine sichere Handhabung vereinfacht möglich.
[0006] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist zumindest
das erste Teil beheizbar. Um das erste Teil werden die zu lockenden Haare aufgewickelt
und müssen dementsprechend erhitzt werden, wobei eine Heizeinrichtung zum Erhitzen
des ersten Teils analog zu Heizeinrichtungen bisherigen Lockenstäbe ausgebildet werden
kann. Optional kann zusätzlich noch das zweite Teil beheizbar sein, wodurch der lockenbildende
Effekt verstärkt und zugleich die Temperaturbelastung für das Haar reduziert werden
kann, da insbesondere die innenliegende und damit in direktem Kontakt mit dem ersten
Teil stehenden Haare nicht solange einer erhöhten Temperatur ausgesetzt werden müssen.
Alternativ zur Beheizung des zweiten Teils kann dieses selbstverständlich auch lediglich
in der Art einer Wärmeisolierung oder einer Wärmereflexionsfläche ausgebildet sein,
so dass die eigentliche Beheizung der Haare zum Formen der Locken ausschließlich über
das erste Teil erfolgt, während das zweite Teil lediglich die Funktion der Wärmereflexion
bzw. der Wärmeisolierung erfüllt, dadurch aber ebenfalls zu einer Reduzierung der
Temperaturbelastung der zu lockenden Haare beiträgt, da sich insbesondere die äußeren
Haare schneller erwärmen und somit der lockenbildende Prozess insgesamt verkürzt werden
kann.
[0007] Zweckmäßig weist das zweite Teil zumindest eine Längsnut zur Aufnahme von Haaren
beim Einschieben des ersten Teils in das zweite Teil auf oder aber das zweite Teil
ist zur Aufnahme von Haaren konisch geformt bzw. besitzt eine aufgeweitete, insbesondere
trompetenartige, Öffnung. Zur Aufnahme der zu lockenden Haare zwischen dem ersten
Teil und dem koaxial dazu liegenden äußeren zweiten Teil ist nicht nur eine gewisse
radiale Höhe eines zwischen dem ersten Teil und dem zweiten Teil gelegenen Ringraums
erforderlich, sondern zusätzlich auch die Möglichkeit, die Haare in auf dem ersten
Teil aufgewickelten Zustand zusammen mit dem ersten Teil in das zweite Teil einfahren,
insbesondere einschieben, zu können. Durch die zumindest eine Längsnut im zweiten
Teil ist es möglich, das erste Teil mit den darauf aufgewickelten Haaren vollständig
in das zweite Teil einzuschieben, wobei die Haare über die Längsnut nach außen geführt
sind. Alternativ ist es auch denkbar, dass das zweite Teil eine vergrößerte Öffnung
aufweist, die ein Einführen der Haare erlaubt, wobei diese dann üblicherweise so auf
das erste Teil des Arbeitsbereichs aufgewickelt werden müssen, dass ihre freien Enden
benachbart zum Griffbereich des Lockenstabes liegen.
[0008] In einer weiteren alternativen Ausführungsform ist denkbar, dass das zweite Teil
Lamellen aufweist, die längsverschieblich gelagert und/oder elastisch ausgebildet
sind, so dass sie den Haaren beim Einschieben des ersten Teils in den zweiten Teil
ausweichen können. Die Längsverschiebbarkeit der zumindest einen Lamelle ist insbesondere
in Richtung des Griffbereichs gegeben, wobei die elastische Ausbildung ein Ausweichen
der einzelnen Lamellen in Umfangsrichtung ermöglichen soll. Eine elastische Ausbildung
der einzelnen Lamellen kann beispielsweise durch eine entsprechende Kunststoffauswahl
oder ein Zusammensetzen einzelner Lamellen aus mehreren Lamellensegmenten erzielt
werden.
[0009] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung ist
das zweite Teil ausschließlich auf einer dem ersten Teil zugewandten Innenseite beheizt,
wobei auf einer Außenseite zusätzlich optional eine Wärmeisolierung angeordnet ist.
Ist das zweite Teil ebenfalls beheizt, so verkürzt dies den Lockenbildungsprozess
erheblich und reduziert dadurch die Temperaturbelastung für die zu lockenden Haare,
wobei ein Beheizen des zweiten Teils vorzugsweise ausschließlich auf der dem ersten
Teil und damit den Haaren zugewandten Innenseite erfolgt, so dass erstens keine unnötige
Heizenergie nach außen in die Umgebung abgegeben wird und sich dadurch auch die Außenseite
des zweiten Teils nicht unnötig erwärmt und insbesondere eine Gefährdung für temperaturempfindliche
Unterlagen beim Ablegen auf denselben schafft. Eine Wärmeisolierung auf der Außenseite
des zweiten Teils kann beispielsweise durch eine entsprechende Kunststoffbeschichtung
erfolgen oder aber durch eine zumindest bereichsweise hohle Ausbildung des zweiten
Teils, so dass in diesem eine wärmeisolierende Luftkammer vorgesehen ist.
[0010] Zweckmäßig ist das erste Teil manuell, pneumatisch, elektrisch oder hydraulisch relativ
zum zweiten Teil verfahrbar. In einer einfachen Ausführungsform ist dabei an ein manuelles
Verschieben des ersten Teils in das zweite Teil gedacht, wobei bei gehobenen Ausstattungslinien
auch eine elektromotorische Verstellung mittels eines entsprechenden und am Griffbereich
angeordneten Schalters denkbar ist. Insbesondere ist hierbei auch vorstellbar, dass
das erste Teil automatisch in das zweite Teil eingefahren wird, sofern der Lockenstab
nicht mehr benutzt wird, was beispielsweise über einen Bewegungssensor erfasst werden
kann. Denkbar ist auch, dass das erste Teil ausschließlich dann ausfährt, sofern hierfür
ein entsprechender am Griffbereich angeordneter Schalter gedrückt wird, so dass nach
einem Loslassen dieses Schalters das erste Teil automatisch in das zweite Teil zurückfährt
und dadurch eine gefahrlose Ablage des Lockenstabes möglich ist.
[0011] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0012] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0013] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0014] Dabei zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- einen Lockenstab mit einem zweiteiligen Arbeitsbereich, wobei in einer ersten Darstellung
ein erstes Teil des Arbeitsbereichs ausgefahren und in der zweiten Darstellung dieses
in das zweite Teil des Arbeitsbereichs eingefahren ist,
- Fig. 2a
- ein zweites Teil mit Längsnuten,
- Fig. 2b
- ein zweites Teil mit einer trichterförmigen Öffnung,
- Fig. 3a
- ein zweites Teil mit längsverschieblichen Lamellen,
- Fig. 3b
- ein zweites Teil mit querbeweglichen Lamellen,
- Fig. 4
- einen erfindungsgemäßen Lockenstab mit der Haarzange,
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung durch das erste Teil des Lockenstabes gemäß der Figur 4 entlang
der Schnittebene V-V,
- Fig. 6
- eine weitere mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lockenstabes mit einem
Schiebeschalter zum Aus- und Einfahren des ersten Teils,
- Fig. 7
- ein Lockenstab gemäß einer anderen Ausführungsform mit drehbarem und geschlitztem
zweiten Teil,
- Fig. 8
- eine Frontansicht auf den Lockenstab gemäß der Fig. 9,
- Fig. 9
- ein Lockenstab mit drehbarem zweiten und fest mit dem Griffbereich verbundenen ersten
Teil.
[0015] Entsprechend den Figuren 1, 4 und 6 weist ein erfindungsgemäßer Lockenstab 1 einen
Griffbereich 2 sowie einen erhitzbaren Arbeitsbereich 3 auf. Der Arbeitsbereich 3
ist dabei erfindungsgemäß zweiteilig ausgebildet, nämlich aus einem ersten Teil 4
und einem, das erste Teil 4 zumindest bereichsweise koaxial umgebenden zweiten Teil
5, wobei zur Erzeugung von Locken Haare 6 auf dem ersten Teil 4 aufwickelbar und zusammen
mit diesem in das zweite Teil 5 einfahrbar sind. Das zweite Teil 5 ist dabei röhrenartig
ausgebildet.
[0016] Ein Locken von Haaren 6 erfolgt dabei wie folgt: Zunächst werden die Haare 6 auf
das erste Teil 4, was zudem beheizbar ist, aufgewickelt und beispielsweise zu Beginn
des Aufwickelvorgangs mittels einer Haarzange 7 (vgl. Figur 4) fixiert. Nach dem Aufwickeln
der Haare 6 auf das erste Teil 4 wird dieses in das zweite Teil 5 eingeschoben, wobei
dann die Haare 6 erhitzt und damit gelockt werden. Nach Beendigung des lockenbildenden
Prozesses kann das erste Teil 4 wieder aus dem zweiten Teil 5 herausgefahren, insbesondere
herausgeschoben werden, um dann die Haare 6 vom ersten Teil 4 abzuziehen.
[0017] Durch die Ausbildung des erfindungsgemäßen Lockenstabes 1 mit seinem zweiteiligen
Arbeitsbereich 3 können insbesondere die Temperaturbelastung für die zu lockenden
Haare 6 reduziert und zugleich die Sicherheit in Bezug auf die Handhabung des Lockenstabes
1 gesteigert werden. Die Reduzierung der Temperaturbelastung resultiert dabei in einem
verkürzten Heizprozess, da die Haare 6 aufgrund des in das zweite Teil 5 einfahrenden
ersten Teils 4 schneller erhitzt werden können und dadurch deutlich kürzer der erhöhten
Temperatur von bis zu 230° ausgesetzt werden müssen.
[0018] Bei bisherigen aus dem Stand der Technik bekannten Lockenstäben mussten insbesondere
die innenliegende und damit in direktem Kontakt mit dem ersten Teil 4 stehende Haare
6 eine deutlich höhere Temperaturbelastung ertragen, da ein zufrieden stellendes Frisierergebnis
ausschließlich dann erreicht wurde, wenn auch die außenliegenden Haare 6 die erforderliche
Temperatur erreicht hatten, was jedoch eine gewisse Zeit in Anspruch nahm. Durch das
erfindungsgemäße zweite Teil 5 ist eine Erwärmung dieser äußeren Haare 6 deutlich
schneller möglich, insbesondere sofern das zweite Teil 5 zusätzlich zumindest auf
einer dem ersten Teil 4 zugewandten Innenseite beheizt ist. Die erhöhte Sicherheit
in Bezug auf die Handhabung wiederum resultiert daraus, dass das zweite Teil 5 zumindest
an seiner Außenseite eine deutlich geringere Temperaturerhöhung aufweist als das erste
Teil 4, insbesondere dann, wenn das zweite Teil 5, sofern dieses beheizbar ist, ausschließlich
auf einer dem ersten Teil 4 zugewandten Innenseite beheizt ist und/oder sofern das
zweite Teil 5 auf einer Außenseite zusätzlich eine Wärmeisolierung 8 aufweist. Die
Wärmeisolierung 8 kann dabei beispielsweise durch eine zumindest bereichsweise hohle
Ausbildung des zweiten Teils 5 realisiert werden oder aber durch eine Kunststoffbeschichtung
an der Außenseite des zweiten Teils 5. Durch die geringere Temperatur auf der Außenseite
des zweiten Teils 5 kann dieses gefahrlos auf einer selbst temperaturempfindlichen
Unterlage abgelegt werden, da ein direkter Kontakt des vergleichsweise heißen ersten
Teils 4 mit der Unterlage nicht zu befürchten ist. Dies kann insbesondere dann gewährleistet
werden, sofern das erste Teil 4 automatisch in das zweite Teil 5 einfährt, wenn der
Lockenstab 1 nicht mehr benutzt wird. Dies kann beispielsweise ein nicht näher beschriebener
Bewegungssensor erfassen.
[0019] Alternativ ist auch bei einem manuellen Verstellen des ersten Teils 4 eine Feder
denkbar, so dass zum Frisieren das erste Teil 4 mittels beispielsweise eines Schiebeschalters
9 (vgl. Figur 6) in ausgefahrener Stellung gehalten werden muss, so dass bei einem
Loslassen des Schiebeschalters 9 das erste Teil 4 automatisch in das zweite Teil 5
zurückfährt. In gleicher Weise kann selbstverständlich auch ein elektrischer Schalter
vorgesehen sein, der ausschließlich in gedrücktem Zustand das erste Teil 4 elektromotorisch
ausfährt, wonach bei einem Loslassen des Schalters das erste Teil 4 wieder automatisch
in das zweite Teil 5 zurückverfahren wird. Eine Erfassung der Stellung des ersten
Teils 4 relativ zum zweiten Teil 5 kann beispielsweise mittels einer Lichtschranke
im Geräteinneren, durch eine Bewegungsmessung oder durch einen Druckschalter, der
beim Erreichen der Endstellung gedrückt wird, erfolgen. Bei einem derartigen Druckschalter
wird somit ein elektrischer Kontakt beim Erreichen der Endstellung geschlossen.
[0020] Wie bereits den Figuren 1, 4 und 6 zu entnehmen ist, ist ein Außendurchmesser des
ersten Teils 4 deutlich geringer als ein Innendurchmesser des zweiten Teils 5, so
dass in dem dazwischenliegenden Ringraum die zu lockenden Haare 6 genügend Platz finden.
[0021] Betrachtet man die Figur 2a, so kann man erkennen, dass das zweite Teil 5 mehrere
Längsnuten 10 zur Aufnahme von Haaren 6 beim Einschieben des ersten Teils 4 in das
zweite Teil 5 aufweist, wogegen gemäß der Figur 2b das zweite Teil 5 eine aufgeweitete
Öffnung 11 besitzt. Insgesamt kann selbstverständlich das zweite Teil 5 auch konisch
ausgebildet sein, wobei es sich zum Griffbereich 2 hin verjüngt.
[0022] Gemäß den Figuren 3a und b weist das zweite Teil 5 Lamellen 12 auf, die längsverschieblich
gelagert sind (vgl. Figur 3a) oder aber so elastisch ausgebildet sind, dass sie den
Haaren 6 beim Einschieben des ersten Teils 4 in das zweite Teil 5 in Umfangsrichtung,
das heißt in Querrichtung der Lamellen 12, ausweichen können, wie dies gemäß der Figur
3b dargestellt ist.
[0023] Gemäß der Figur 4 ist am ersten Teil 4 die Haarzange 7 angeordnet, die zur Fixierung
der Haare 6 zu Beginn des Wickelvorgangs verwendet wird, wobei gemäß der Figur 5 im
Querschnitt eine Vertiefung 13 erkennbar ist, in welche die Haarzange 7 eingreift.
Generell ist selbstverständlich auch eine drehbare Ausbildung des ersfen Teils 4 relativ
zum Griffbereich 2 denkbar.
[0024] Fig. 7 zeigt einen Lockenstab 1 gemäß einer anderen Ausführungsform, der ein fest
mit dem Griffbereich 2 verbundenes erstes Teil 4 und ein drehbares zweites Teil 5
besitzt. Das zweite Teil 5 weist dabei zumindest einen Längsschlitz 14 auf, der ein
Einfädeln der Haare 6 erlaubt. Das zweite Teil 5 kann relativ zum ersten Teil 4 verdreht
werden und ermöglicht so ein Aufwickeln der Haare 6 zwischen dem ersten und dem zweiten
Teil 4,5. Fig. 8 zeigt eine Frontansicht des Lockenstabes 1 gemäß der Fig. 7, bei
der deutlich wird, dass das zweite Teil 5 nur einen gewissen Umfangsbereich des ersten
Teils 4 abdeckt.
[0025] Selbstverständlich ist auch die kinematische Umkehr denkbar, bei der das erste Teil
4 drehbar und das zweite Teil 5 fest mit dem Griffbereich 2 verbunden ist, wie dies
gemäß der Fig. 9 gezeigt ist. Das Bewegen des ersten oder zweiten Teils 4,5 kann insbesondere
elektromotorisch erfolgen. Der Lockenstab 1 gemäß den Figuren 8 und 9 weist zudem
eine Lockenzange 15 zum Fixieren der Haare 6 auf dem ersten Teil 4 auf. Die Lockenzange
15 ist dabei in üblicher Form vom Griffbereich 2 aus zu bedienen.
[0026] Bei den Figuren wurden oftmals auch nicht direkt sichtbare, da verdeckte, Linien
grafisch dargestellt, um insbesondere auch verdeckte Bereiche besser erkennen zu können.
[0027] Mit dem erfindungsgemäßen Lockenstab 1, lässt sich nicht nur die Temperaturbelastung
für die zu lockenden Haare 6 reduzieren, sondern auch ein deutlich sicherer Umgang
mit dem Lockenstab 1 erreichen, da insbesondere bei eingefahrenem ersten Teil 4 eine
Gefährdung einer Unterlage nahezu ausgeschlossen werden kann.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Lockenstab
- 2
- Griffbereich
- 3
- Arbeitsbereich
- 4
- erstes Teil
- 5
- zweites Teil
- 6
- Haare
- 7
- Haarzange
- 8
- Wärmeisolierung
- 9
- Schiebeschalter
- 10
- Längsnut
- 11
- Öffnung
- 12
- Lamelle
- 13
- Vertiefung
- 14
- Längsschlitz
- 15
- Lockenzange
1. Lockenstab (1) mit einem Griffbereich (2) und einem erhitzbaren Arbeitsbereich (3),
wobei
- der Arbeitsbereich (3) zweiteilig ausgebildet ist, nämlich aus einem ersten Teil
(4) und einem, das erste Teil (4) zumindest bereichsweise koaxial umgebenden zweiten
Teil (5),
- zur Erzeugung von Locken, Haare (6) auf das erste Teil (4) aufwickelbar und mit
diesem in das zweite Teil (5) einfahrbar sind, und
- der erste Teil (4) eine Haarzange (7) zur Fixierung der Haare (6) zu Beginn des
Wickelvorgangs aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass am ersten Teil (4) eine Vertiefung (13) zur Aufnahme der Haarzange (7) vorgesehen
ist.
2. Lockenstab nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest das zweite Teil (5) röhrenartig ausgebildet ist.
3. Lockenstab nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest das erste Teil (4) beheizbar ist.
4. Lockenstab nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das zweite Teil (5) zumindest eine Längsnut (10) zur Aufnahme von Haaren (6) beim
Einschieben des ersten Teils (4) in das zweite Teil (5) aufweist, oder
- dass das zweite Teil (5) zur Aufnahme von Haaren (6) beim Einschieben des ersten Teils
(4) zumindest bereichsweise konisch geformt ist oder eine aufgeweitete Öffnung (11)
besitzt.
5. Lockenstab nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Teil (5) Lamellen (12) aufweist, die längsverschieblich gelagert und/oder
elastisch ausgebildet sind, so dass sie den Haaren (6) beim Einschieben des ersten
Teils (4) in das zweite Teil (5) ausweichen können.
6. Lockenstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Teil (5) ausschließlich auf einer dem ersten Teil (4) zugewandten Innenseite
beheizt ist.
7. Lockenstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Teil (5) auf einer Außenseite eine Wärmeisolierung (8) aufweist.
8. Lockenstab nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Teil. (5) zumindest bereichsweise hohl und/oder an einer Außenseite aus
Kunststoff ausgebildet ist.
9. Lockenstab nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Teil (4) manuell, pneumatisch, elektrisch oder hydraulisch relativ zum
zweiten Teil (5) verfahrbar ist.
1. Hair curling iron (1) having a handle area (2) and a heatable working area (3),
wherein
- the handle area (3) is embodied in two parts, namely a first part (4) and a second
part (5) coaxially surrounding the first part (4) at least in regions,
- in order to produce curls, hair (6) can be wound onto the first part (4) and can
be inserted herewith into the second part (5), and
- the first part (4) has hair tongs (7) for fixing the hair (6) at the start of the
winding process,
characterised in that
a depression (13) for receiving the hair tongs (7) is provided on the first part (4).
2. Hair curling iron according to claim 1,
characterised in that
at least the second part (5) is embodied like a tube.
3. Hair curling iron according to claim 1 or 2,
characterised in that
at least the first part (4) can be heated.
4. Hair curling iron according to one of claims 1 to 3,
characterised in that
- the second part (5) has at least one longitudinal groove (10) for receiving hair
(6) when the first part (4) is inserted into the second part (5), or
- the second part (5) is formed conically at least in regions for receiving hair (6)
when the first part (4) is inserted or has an extended opening (11).
5. Hair curling iron according to one of claims 1 to 3,
characterised in that
the second part (5) has plates (12), which are mounted to be longitudinally displaceable
and/or are embodied to be elastic so that they can spread the hair (6) when the first
part (4) is inserted into the second part (5).
6. Hair curling iron according to one of the preceding claims,
characterised in that
the second part (5) is heated exclusively on an inner side facing the first part (4).
7. Hair curling iron according to one of the preceding claims,
characterised in that
the second part (5) has a thermal insulation (8) on an outer side.
8. Hair curling iron according to claim 7,
characterised in that
the second part (5) is embodied to be hollow at least in regions and/or made of plastic
on an outer side.
9. Hair curling iron according to one of the preceding claims,
characterised in that
the first part (4) can be moved manually, pneumatically, electrically or hydraulically
relative to the second part (5).
1. Fer à friser (1) comprenant une partie de préhension (2) et une partie de travail
(3) pouvant être chauffée,
- la partie de travail (3) étant réalisée en deux parties, à savoir en une première
partie (4) et une deuxième partie (5) entourant axialement la première partie (4)
au moins par sections,
- les cheveux (6), pour produire des boucles, étant enroulables sur la première partie
(4) et pouvant être rentrés avec celle-ci dans la deuxième partie (5), et
- la première partie (4) présentant une pince à cheveux (7) pour la fixation des cheveux
(6) au début de l'opération d'enroulage,
caractérisé en ce
qu'un approfondissement (13) est ménagé sur la première partie (4) pour loger la pince
à cheveux (7).
2. Fer à friser selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'au moins la deuxième partie (5) est réalisée en forme de tube.
3. Fer à friser selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
qu'au moins la première partie (4) peut être chauffée.
4. Fer à friser selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
- que la deuxième partie (5) présente au moins une rainure longitudinale (10) pour loger
les cheveux (6) lors de l'insertion de la première partie (4) dans la deuxième partie
(5), ou
- en ce que la deuxième partie (5) est formée de manière conique au moins par sections
pour loger les cheveux (6) lors de l'insertion de la première partie (4) ou en ce
qu'elle possède une ouverture élargie (11).
5. Fer à friser selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
que la deuxième partie (5) présente des lamelles (12) qui sont logées de manière coulissante
en longueur et/ou sont réalisées de manière élastique, de sorte que les cheveux (6)
peuvent dévier lors de l'insertion de la première partie (4) dans la deuxième partie
(5).
6. Fer à friser selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la deuxième partie (5) est chauffée uniquement sur un côté intérieur tourné vers
la première partie (4).
7. Fer à friser selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la deuxième partie (5) présente une isolation thermique (8) sur un côté extérieur.
8. Fer à friser selon la revendication 7,
caractérisé en ce
que la deuxième partie (5) est réalisée en matière plastique au moins par sections, de
manière creuse et/ou sur un côté extérieur.
9. Fer à friser selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la première partie (4) est déplaçable manuellement, pneumatiquement, électriquement
ou hydrauliquement par rapport à la deuxième partie (5).