GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine meißelnde Handwerkzeugmaschine gemäß dem
Oberbegriff nach Anspruch 1 und wie aus der
CH 662 978 A5 bekannt.
[0002] Eine weitere meißelnde Handwerkzeugmaschine ist z.B. aus der
US 5,111,890 bekannt. Ein pneumatisches Schlagwerk hat einen Erregerkolben, der permanent von
einem Motor längs einer Achse reziprok bewegt ist. Eine Luftfeder koppelt einen als
Kolben ausgebildeten Schläger an die Bewegung des Erregerkolbens an. Das Schlagwerk
soll abschalten, wenn der Schläger anstelle auf einen Zwischenschläger zu schlagen
in einen Anschlag läuft. Hierfür sind Belüftungsöffnungen vorgesehen, welche der Schläger
an dem Anschlag anliegend freigibt. Die Luftfeder wird über die Belüftungsöffnungen
belüftet und damit deaktiviert. Sobald der Schläger wieder über die Belüftungsöffnungen
geschoben ist, beginnt das Schlagwerk erneut zu schlagen. Der Schläger kann bereits
durch einen Rückprall von dem Anschlag ausreichend zum Verschließen über die Belüftungsöffnungen
zurückgleiten. In diesem Fall erfolgt nachteiligerweise kein automatisches Deaktivieren
des Schlagwerks.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
[0003] Die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 hat eine Werkzeugaufnahme
zum Haltern eines meißelnden Werkzeugs. Ein pneumatisches Schlagwerk der Handwerkzeugmaschine
hat einen Schläger, einen Erreger und ein Führungsrohr. Der Schläger ist zum Ausüben
von Schlägen in Schlagrichtung auf das Werkzeug ausgelegt. Der Erreger ist motorgetrieben.
Der Schläger ist an die reziproke Bewegung des Erregers mittels einer Luftfeder angekoppelt.
Der Schläger ist anliegend an dem Führungsrohr längs einer Arbeitsachse geführt. Der
Schläger ist bei einer Bewegung zwischen einer Schlagstellung und dem Erreger mit
einer konstanten Führungslänge an dem Führungsrohr geführt und bei Überschreiten der
Schlagstellung in Schlagrichtung ist die Führungslänge verringert. Die Handwerkzeugmaschine
ist mit einer Schrägführung versehen, in welche den Schläger nach Überschreiten der
Schlagstellung eingeführt ist und welche den Schläger gegenüber der Arbeitsachse verkippt.
[0004] Während des Arbeitsbetriebs fliegt der Schläger in Schlagrichtung bis zu der Schlagstellung
und schlägt dort auf das Werkzeug oder einen Zwischenschläger (Döpper). Falls der
Anwender mit der Handwerkzeugmaschine nicht arbeitet, d.h. das Werkzeug nicht an einen
Untergrund presst, kann der Schläger über die Schlagposition hinausgleiten. Die axiale
Führung des Schlägers wird gezielt reduziert, um eine Schrägstellung des Schlägers
gegenüber der Arbeitsachse zu provozieren. Die Schrägstellung kann ein Hängenbleiben
des Schlägers fördern, um das Abschalten des Schlagwerks zu begünstigen. Der Schläger
läuft in die Schrägführung erst nach Überschreiten der Schlagstellung ein. Der Schläger
gelangt spätestens mit einem axialen Anschlag in die Schrägführung. Der normaler Weise
während der Arbeitsbetriebs sorgsam koaxial zu der Arbeitsachse geführte Schläger
wird gezielt gekippt. Das Kippen hemmt die Bewegung des Schlägers und begünstigt das
Liegenbleiben in einer Stellung zum Abstellen des Schlagwerks, z.B. hinter den Belüftungsöffnungen.
[0005] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass Belüftungsöffnungen zum Belüften der Luftfeder
vorgesehen sind. Die Belüftungsöffnungen sind derart angeordnet sind, dass der Schläger
die Luftfeder gegenüber den Belüftungsöffnungen isoliert, wenn der Schläger in Schlagrichtung
vor der Schlagstellung ist, und andernfalls die Belüftungsöffnungen freigibt. Die
Luftfeder kann somit vorzugsweise belüftet werden, sobald der Schläger über die Schlagstellung
hinausgleitet.
[0006] Die Schrägführung kann eine zu der Arbeitsachse weisende, radiale Lagerfläche und
der Schläger eine die Lagerfläche kontaktierende, radiale Gleitfläche aufweisen. Eine,
vorzugsweise genau eine, der Lagerfläche oder Gleitfläche ist asymmetrisch zu der
Arbeitsachse ausgebildet. Die Schrägführung bewirkt eine resultierende Kraft in einer
Winkelrichtung auf den Schläger, welche mangels einer Drehsymmetrie nicht kompensiert
ist. In Folge kippt der Schläger. Der Schläger ist dabei vorteilhafterweise mit seinem
in Schlagrichtung hinteren Ende in dem Führungsrohr geführt.
[0007] Die Lagerfläche oder die Gleitfläche kann unter nur einer Winkelrichtung einen in
radialer Richtung vorstehenden Vorsprung aufweisen. Ein Achse der Lagerfläche oder
eine Achse der Gleitfläche kann zu der Arbeitsachse parallel versetzt oder gegenüber
der Arbeitsachse verkippt sein.
[0008] Der Schläger kann einen Kolben und einen Stößel aufweisen. Der Kolben schließt in
dem Führungsrohr die pneumatische Kammer ab und ist von dem Führungsrohr zwangsgeführt.
Der Stößel ist in Schlagrichtung nach dem Kolben und bildet die Schlagfläche, welche
auf den Zwischenschläger oder das Werkzeug aufschlägt. Der Stößel kann einen geringeren
Durchmesser als der Kolben aufweisen und ist vorzugsweise nicht von dem Führungsrohr
geführt. Die Schrägführung führt den Stößel, sofern der Schläger über die Schlagstellung
vorgerückt ist. Die Unterteilung des Schlägers in Kolben und Stößel ist nur hinsichtlich
ihrer Funktion bzw. Geometrie zu verstehen. Kolben und Schläger sind ein monolithischer
Körper; Kolben und Schläger können nicht voneinander getrennt oder zueinander verschoben
werden.
[0009] Der Stößel kann eine zu der Achse des Kolbens asymmetrische ausgebildete Radialfläche
aufweisen. Ein Mittelpunkt der Kontur der Radialfläche liegt nicht auf der Achse.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0010] Die nachfolgende Beschreibung erläutert die Erfindung anhand von exemplarischen Ausführungsformen
und Figuren. In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- einen Bohrhammer in Schlagstellung
- Fig. 2
- einen Detailansicht von Fig. 1
- Fig. 3
- einen Querschnitt in der Ebene III-III von Fig. 2
- Fig. 4
- den Bohrhammer in einer Leerlaufstellung
- Fig. 5
- eine Detailansicht von Fig. 4
- Fig. 6
- eine Querschnitt in der Ebene VI-VI von Fig. 5
- Fig. 7
- einen beispielhaften Schläger des Bohrhammers
- Fig. 8
- einen beispielhaften Prellbock des Bohrhammers
[0011] Gleiche oder funktionsgleiche Elemente werden durch gleiche Bezugszeichen in den
Figuren indiziert, soweit nicht anders angegeben.
AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
[0012] Fig. 1 zeigt als Beispiel einer meißelnden Handwerkzeugmaschine schematisch einen
Bohrhammer
1. Der Bohrhammer
1 hat eine Werkzeugaufnahme
2, in welche ein Schaftende
3 eines Werkzeug, z.B. eines des Bohrmeißels
4, eingesetzt werden kann. Einen primären Antrieb des Bohrhammers
1 bildet ein Motor
5, welcher ein Schlagwerk
6 und eine Abtriebswelle
7 antreibt. Ein Anwender kann den Bohrhammer
1 mittels eines Handgriffs
8 führen und mittels eines Systemschalters
9 den Bohrhammer
1 in Betrieb nehmen. Im Betrieb dreht der Bohrhammer
1 den Bohrmeißel
4 kontinuierlich um eine Arbeitsachse
10 und kann dabei den Bohrmeißel
4 in Schlagrichtung
11 längs der Arbeitsachse
10 in einen Untergrund schlagen. Das Schlagwerk
6 und vorzugsweise die weiteren Antriebskomponenten sind innerhalb eines Maschinengehäuses
12 angeordnet.
[0013] Das Schlagwerk
6 ist ein motorgetriebenes, pneumatisches Schlagwerk
6. Ein Erreger
13 und ein Schläger
14 sind in dem Schlagwerk
6 längs der Arbeitsachse
10 beweglich geführt. Der Erreger
13 ist über einen Exzenter
15 oder einen Taumelfinger an den Motor
5 angekoppelt und zu einer periodischen, linearen Bewegung längs der Arbeitsachse
10 gezwungen. Eine Luftfeder gebildet durch eine pneumatische Kammer
16 zwischen Erreger
13 und Schläger
14 koppelt eine Bewegung des Schlägers
14 an die Bewegung des Erregers
13 an. Der Schläger
14 kann direkt auf ein hinteres Ende des Bohrmeißels
4 aufschlagen oder mittelbar über einen im Wesentlichen ruhenden Zwischenschläger
17 einen Teil seines Impuls auf den Bohrmeißel
4 übertragen.
[0014] Beim Abbau einer Wand oder eines Untergrund, d.h. im Arbeitsbetrieb, drücken der
Anwender oder das Gewicht des Bohrhammers
1 den Bohrmeißel
4 und den Zwischenschläger
17 entgegen der Schlagrichtung
11 an einen Anschlag
18. Die Arbeitsstellung des Bohrmeißels
4 und des Zwischenschlägers
17 ist hierdurch vor dem Schlag definiert. Der Schläger
14 trifft somit in einer definierten Position (nachfolgend Schlagstellung, Fig. 1) längs
der Arbeitsachse
10 auf den Zwischenschläger
17. Der Schläger
14 bewegt sich während des Arbeitsbetriebs in Schlagrichtung
11 nur bis zu der Schlagstellung. Entgegen der Schlagrichtung
11 ist die Bewegung des Schlägers
14 durch die Luftfeder und den Erreger
13 begrenzt.
[0015] Der Anschlag
18 ist beispielsweise durch einen ringförmigen Prellbock
19 gebildet, der zwischen dem Schläger
14 und dem Zwischenschläger
17 angeordnet ist. Der Prellbock
19, insbesondere der Hohlraum, ist vorzugsweise rotationssymmetrisch und koaxial zu der
Arbeitsachse
10 ausgebildet. Der koaxial zu der Arbeitsachse
10 geführte Zwischenschläger
17 kann sich entgegen der Schlagrichtung
11 an dem Prellbock
19 für die Schlagstellung abstützen. Das rückwärtige Ende des Zwischenschlägers
17 mit der Schlagfläche
20 tritt dabei vorzugsweise in den Hohlraum des Prellbocks
19, beispielsweise gelangt die Schlagfläche
20 wenigstens bis zu der in Schlagrichtung
11 vorderen Seite des Prellbocks
19. Der Prellbock
19 beinhaltet vorzugsweise einen axial beweglichen Metallring
21, welcher entgegen der Schlagrichtung
11 an einem elastischen Gummiring
22 zum Dämpfen des Rückprall des Zwischenschlägers
17 anliegt.
[0016] Der Anwender kann den Arbeitsbetrieb beenden, indem er/sie das Werkzeug von der Wand
oder dem Untergrund abhebt. Das Schlagwerk
6 soll automatisch abschalten, da Schläge nun nicht mehr auf den Bohrmeißel
4 in die Wand eingeleitet sondern in der Werkzeugaufnahme
2 aufgefangen werden müssen. Der Schläger
14 wird durch Belüften der pneumatischen Kammer
16 von dem Erreger
13 entkoppelt. Der Motor
5 kann sich somit weiterdrehen, ohne dass Schläge erzeugt werden. Der Bohrhammer
1 geht automatisch in einen Leerlaufbetrieb über. Der Schläger
14 kann bei dem abgehobenen Werkzeug
4 in Schlagrichtung
11 über die Schlagstellung hinausgleiten, die nun einnehmbaren Stellung (z.B. Fig. 3)
werden zusammenfassend als Leerlaufstellung bezeichnet. Das Belüften der pneumatischen
Kammer
16 ist an das Einnehmen der Leerlaufstellung gekoppelt, daher soll der Schläger
14 bei abgehobenen Werkzeug
4 möglichst in der Leerlaufstellung verweilen.
[0017] Der beispielhafte Schläger
14 besteht aus einem Kolben
23 und einem Stößel
24. Der Kolben
23 schließt mit einer Stirnfläche
25 die pneumatische Kammer
16 in Schlagrichtung
11 druckdicht ab. Im Arbeitsbetrieb ist der Schläger
14 durch ein Führungsrohr
26 koaxial zu der Arbeitsachse
10 zwangsgeführt. Die Führung erfolgt durch eine Mantelfläche
27 des Kolbens
23, welche bündig an einer zylindrischen, inneren Führungsfläche
28 des Führungsrohrs
26 anliegt. Die Achse
29 des Kolbens
23, welche die Achse des Schlägers
14 vorgibt, liegt auf der Arbeitsachse
10. Ein Durchmesser
30 des Kolbens
23 ist bis auf ein geringes Spiel für die Gleitbewegung gleich dem Innendurchmesser
der Führungsfläche
28. Das Spiel ist typischerweise geringer als 0,1 mm. Einem Verkippen des Schlägers
14 gegenüber der Führungsfläche
28 wird durch das Verhältnis von der geführten Länge
31 (Abmessung längs der Arbeitsachse
10) der Mantelfläche
27 zu Durchmesser 30 des Kolbens
23 entgegengewirkt. Die geführte Länge
31 oder Führungslänge ist vorzugsweise wenigstens ein Viertel, z.B. wenigstes die Hälfte
des Durchmessers
30. Die Mantelfläche
27 kann längs der Arbeitsachse
10 durch Nuten
32 oder andere Strukturen unterbrochen sein, wie bei dem dargestellten Schläger
14. Wesentlich für die Führungslänge
31 sind die längs der Arbeitsachse
10 am weitesten voneinander entfernten Flächenabschnitte, die auf dem sich an den Schläger
14 anschmiegenden Zylinder, d.h. der Führungsfläche
28, liegen.
[0018] Die Schlagfläche
33 des Schlägers
14 ist an den Durchmesser des Werkzeugs
4 angepasst und typischerweise kleiner als der Durchmesser
30 des Schlägers
14 und seiner die Luftfeder abschließenden Stirnfläche
25. Eine ringförmige Schulter
34 bildet einen Übergang des Kolbens
23 auf den Stößel
24. Der Stößel
24 ist ein im Wesentlichen zylindrischer Grundkörper, welcher koaxial zu der Achse
29 des Kolbens
23 ist. Der Grundkörper bildet den Großteil der Radialfläche
35 des Stößels
24. Ein oder mehrere Ringnuten können in den Grundkörper eingebracht sein. Die Stirnfläche
des Stößels
24 bildet die Schlagfläche
33, welche senkrecht auf der Achse
29 liegt. Die Schlagfläche
33 ist vorzugsweise rotationssymmetrisch und koaxial zu der Achse
29. Beim Schlag, d.h. in Schlagstellung, liegt die Schlagfläche
33 zentrisch auf der Arbeitsachse
10. Der Schlag kann mit minimalen Verlusten und mit minimalen Quer- und Radialkräften
in den Zwischenschläger
17 eingeleitet werden. Der Zwischenschläger
17 hat vorzugsweise ebenfalls eine zu der Arbeitsachse
10 koaxiale und senkrechte Schlagfläche
20.
[0019] Die Radialfläche
35 des Stößels
24 ist asymmetrisch zu der Arbeitsachse
10 ausgebildet. Bei dem in dem Querschnitt in Fig. 3 beispielhaft und überzeichnet dargestellten
Stößel
24 steht in einer einzigen Winkelrichtung radial ein Zahn
36 vor. Mangels eines weiteren Zahns bei 180 Grad, zwei weiteren Zähnen bei 120 Grad
und 240 Grad oder einen größeren unter äquidistanten Winkeln angeordneten Zähnen fehlt
der Radialfläche
35 eine Drehsymmetrie. Die auf den Zwischenschläger
17 aufschlagende Schlagfläche
33 ist dennoch rotationssymmetrisch oder zumindest drehsymmetrisch. Beispielsweise ist
die Stirnfläche des Stößels
24 etwas größer als die Schlagfläche
20 des Zwischenschlägers
17, wodurch der Zahn
36 keinen Einfluss auf die Schlagfläche
33 nimmt.
[0020] Die Höhe
37, gemessen zu der Achse
29 des Schlägers
14, des Zahns
36 kann bis zwischen 5 % und 20 % größer als der Außenradius
38 des Stößels
24 sein. Der Außenradius
38 ist die radiale Abmessung des im Wesentlichen zylindrischen Grundkörpers, z. B. der
Abstand der Radialfläche
35 zu der Achse
29 abseits des Zahns
36.
[0021] Der Stößel
24 kann mit mehreren Zähnen versehen sein, ohne dass diese dem Stößel
24 eine Drehsymmetrie verleihen. Beispielsweise ist über einen Winkelbereich von wenigstens
180 Grad um die Arbeitsachse
10 kein Zahn vorgesehen. Ein Querschnitt senkrecht zu der Achse
29 durch den Stößel
39 zeigt eine Fläche, deren Mittelpunkt oder Schwerpunkt außerhalb der Achse
29 liegt.
[0022] Der Leerlaufbetrieb wird durch radiale Belüftungsöffnungen
40 erreicht, welche nur geöffnet sind, wenn der Schläger
14 in Schlagrichtung
11 über die Schlagstellung in die Leerlaufstellung hinausgleitet (Fig. 4). Bei der beispielhaft
dargestellten Ausführungsform werden die Belüftungsöffnungen
40 durch die die pneumatische Kammer
16 abschließende Stirnfläche
25 des Schlägers
14 gesperrt bzw. geöffnet. Die Stirnfläche
25 liegt knapp vor den Belüftungsöffnungen
40, wenn der Schläger
14 in der Schlagstellung ist, und die Stirnfläche
25 liegt in Schlagrichtung
11 hinter den Belüftungsöffnungen
40, wenn der Schläger
14 in der Leerlaufstellung ist. Über die Belüftungsöffnungen
40 kann die von dem Erreger
13 in der pneumatischen Kammer
16 bewegte Luft zu wenigstens großem Teil ein- und ausströmen. Der Erreger
13 kann den Schläger
14 nicht mehr ansaugen, wodurch dieser in einer Stellung nach der Schlagstellung liegen
bleibt.
[0023] Die strenge Zwangsführung des Schlägers
14 durch das Führungsrohr
26 ist auf den Arbeitsbetrieb begrenzt. Die Führungsfläche
28 endet im wesentlichen jenseits der Schlagstellung. Ein Rand
41 der Führungsfläche
28 ist etwa an der axialen Position des Rands der Mantelfläche
27 für den in der Schlagstellung befindlichen Schläger
14. Der Kolben
23 und dessen Mantelfläche
27 stehen in Schlagrichtung
11 über die Führungsfläche
28 hinaus, wenn der Schläger
14 die Schlagstellung überfährt und sich in der Leerlaufstellung befindet. Die Führungslänge
31 verkürzt sich dabei wenigstens um die Distanz
42, um die der Schläger
14 die Schlagstellung überfahren hat. Die an die Führungsfläche
28 in Schlagrichtung
11 angrenzende Innenfläche
43 hat einen größeren Durchmesser
44 als der Kolben
23. Vorzugsweise erhöht sich der Durchmesser um wenigstens 0,5 mm und vorzugsweise um
höchstens 5 mm. Der überstehende Teil der Mantelfläche
27 ist daher nicht oder mit deutlich größerem Spiel geführt. Der Schläger
14 kann gegenüber der Arbeitsachse
10 verkippen.
[0024] Der Schläger
14 kann vorzugsweise wenigstens soweit in Schlagrichtung
11 über die Schlagstellung hinausrücken, dass die Mantelfläche
27 mit weniger als der Hälfte ihrer Länge
31 an der Führungsfläche
28 anliegt. Beispielsweise kann sich der Schläger
14 um wenigstens die Hälfte der Führungslänge
31, d.h. der Länge
31 der Mantelfläche 27, in Schlagrichtung
11 über die Schlagstellung hinausbewegen. Bei dem beispielhaft dargestellten Kolben
23 ist bereits eine geringe Distanz
42 ausreichend. Die etwa in der Mitte der Mantelfläche
27 angeordnete Nut
32 unterteilt die Mantelfläche
27 in einen vorderen Abschnitt und einen hinteren Abschnitt
45. Der Kolben
23 muss nur um eine Distanz
42 gleich der Länge des hinteren Abschnitts
45 versetzt werden, um die Führung wie gewünscht zu verringern.
[0025] Der Schläger
14 wird in Schlagrichtung
11 von dem Prellbock
19 gestoppt. Die ringförmige Schulter
34 des Schlägers
14 stützt sich an dem Prellbock
19 ab. Der Stößel
24 taucht in den Hohlraum ein und schiebt dabei gegebenenfalls den Zwischenschläger
17 aus dem Hohlraum heraus. Der Schläger
14 kann aufgrund des Prellbocks
19 nicht vollständig aus Führungsfläche
28 austreten, vorzugsweise bleibt mindestens ein Zehntel der Länge
31 der Mantelfläche
27 an der Führungsfläche
28 anliegend. Der Schläger
14 kann durch den Zwischenschläger
17 sicher in die Schlagstellung zurück gedrückt werden.
[0026] Der Stößel
24 ist während des Arbeitsbetriebs ungeführt. Die koaxiale Ausrichtung des Schlägers
14 erfolgt nur durch die Führung des Kolbens
23 an der Führungsfläche
28 des Führungsrohr
26. Bei der Leerschlagstellung, zumindest beim Anliegen des Schlägers
14 am Prellbock
19, ist auch der Stößel
24 geführt. Der Stößel
24 wird, im Gegensatz zu dem Kolben
23, auf einer zu der Arbeitsachse
10 geneigten Bahn geführt. Die schräge Führung erfolgt durch des Stößels
24 Radialfläche
35, welche an der Innenfläche
46 des ringförmigen Prellbocks
19 gleitet. Die beispielsweise zylindrische Innenfläche
46 ist koaxial zu der Arbeitsachse
10. Wenigstens der asymmetrisch in radialer Richtung vorspringende Abschnitt, z.B. der
Zahn
36, ist durch die Innenfläche
46 geführt. Der Zahn
36 hat eine Höhe
37, welche in radialer Richtung von der Achse
29 des Schlägers
14 gemessen wird. Die Höhe
37 ist etwas größer als ein Innenradius
47 der Innenfläche
46. Der Stößel
24 wird entsprechend der Differenz der Höhe
37 zu dem Innenradius
47 senkrecht zu der Achse
29 versetzt. Der noch teilweise in dem Führungsrohr
26 liegende Schläger
14 kippt gegenüber der Arbeitsachse
10.
[0027] Der Stößel
24 kann an einer steifen, unnachgiebigen Innenfläche
46 des Prellbocks
19 bei der Leerschlagstellung geführt sein. Die Innenfläche
46 kann beispielsweise durch eine Stahlring
48 des Prellbocks
19 gebildet sein. Der Innenradius
47 ist hierbei wenigstens so groß, wie das Mittel der Höhe
37 des Zahns
36 und des Außenradius
38. Bei der beispielhaft dargestellten Ausführungsform bildet der elastische Gummiring
21 wenigstens einen Teil der oder die gesamte Innenfläche
46. Der Innenradius
47 kann geringer sein als das Mittel der Höhe
37 des Zahns
36 und des Außenradius
38 des Stößels
24. Der Gummiring wird durch den Zahn
36 in radialer Richtung stärker gequetscht als in die diametral gegenüberliegende Winkelrichtung
(vgl. Fig. 6). Hierdurch ergibt sich eine resultierende Kraft, welche den Stößel
24 in die diametral gegenüberliegende Winkelrichtung auslenkt und den Schläger
14 gegenüber der Arbeitsachse
10 kippt.
[0028] Eine weitere Ausgestaltung des Schlagwerks
6 hat einen Schläger
14 gemäß der Fig. 7. Der Kolben
23 definiert die Achse
29 des Schlägers
14 und sorgt für dessen Zwangsführung in dem Führungsrohr
26 koaxial zu der Arbeitsachse
10. Der Stößel
49 ist ein im Wesentlichen zylindrischer Körper, dessen Längsachse
50 gegenüber der Achse
29 des Schlägers
14 gekippt ist, um eine Asymmetrie seiner Radialfläche
51 gegenüber der Arbeitsachse
10 zu bewirken. Der Prellbock
19 ist koaxial und symmetrisch zu der Arbeitsachse
10 ausgebildet. Der Innenradius
47 des Prellbocks
19 ist derart gewählt, dass die Radialfläche
51 des Stößels
24 an der Innenfläche
46 anliegt. Ein Außenradius
52 des Stößels
24 ist beispielsweise gleich oder etwas größer als der Innenradius
47. Das Verkippen ergibt sich durch die gekippte Achse Längsachse
50 des Stößels
49.
[0029] Der die Schlagfläche
33 bildende Teil der Stirnfläche
25 ist vorzugsweise senkrecht und koaxial zu der Achse
29 des Schlägers
14 ausgebildet. Der Schlag des Schlägers
14 erfolgt somit zentral auf der Arbeitsachse
10. Beispielsweise ist die Stirnfläche elliptisch und der kleinere Radius ist gleich
dem Radius der kreisförmigen Schlagfläche
33.
[0030] Eine weitere Ausgestaltung des Schlagwerks
6 sieht vor, den Schläger
14 mit einer rotationssymmetrischen Radialfläche
53 des Stößels
39 zu versehen (Fig. 8). In diesem Fall ist die Innenfläche
54 des Prellbocks
19 asymmetrisch zu der Arbeitsachse
10. Beispielsweise hat der Gummiring
55 an einer Stelle einen größeren Schnurdurchmesser
56.