[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Profilsystem zur Montage mit Bauelementen.
[0002] Es sind Profile bekannt (
DE 10 2004 008 831 B4), die aus einer langen Bahn aus wasser- und feuchtigkeitsdichtem Material bestehen.
Diese Bahn weist in Längsrichtung verschiedene Sollknickstellen auf. Dadurch kann
die Bahn treppenstufenförmig geknickt werden. Die dort beschriebene Bahn wird verwendet,
um Dämmplatten, die auf der Außenseite einer Gebäudewand angebracht sind, und die
sich unterhalb des Bodenniveaus befinden, nach oben abzudichten. Dabei wird eine erste
Fläche der Bahn an der Gebäudewand befestigt. Eine zweite Fläche, die durch ein Abknicken
entsteht, überdeckt die Dämmplatte an deren oberer Kante und eine dritte Fläche, die
durch ein Abknicken der zweiten Fläche entsteht, wird mit der Außenfläche der Dämmplatte
verbunden. Dadurch wird die Dämmplatte gegen ein Eindringen von Feuchtigkeit von oben
geschützt.
[0003] Aus der
DE 20 2010 005 381 U1 ist es bekannt, auf eine Dämmplatte direkt eine feuchtigkeitsabdichtende Schicht
aufzubringen, zumindest auf der Seite, die die Außenseite der Dämmplatte darstellt,
wenn diese an der Wand montiert ist. Weiterhin erstreckt sich diese feuchtigkeitsabdichtende
Schicht auf der Unterkante der Wärmedämmplatte und weist dort noch einen weiteren
Überhang auf, der unterhalb der Wärmedämmplatte mit der Wand verbunden werden kann.
Diese Dämmplatte soll insbesondere eine Dämmplatte sein, die im Sockelbereich des
Hauses angebracht wird. Durch diese Feuchtigkeitsabdichtung soll verhindert werden,
dass Feuchtigkeit von unten in die Dämmplatte eindringen kann.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Möglichkeit vorzuschlagen,
mit der Bauelemente gegen von unten aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der vorliegenden Erfindung durch ein Profilsystem nach Anspruch
1 gelöst. Dieses Profilsystem ist vorgesehen zur Montage mit Bauelementen. Die Elemente
des Profilsystems bestehen aus einem wasser- und feuchtigkeitsdichten Material. Das
Profilsystem weist dabei Elemente auf, die derart vorgeformt sind, dass sich an eine
erste Fläche, die nach der Montage des Elementes zumindest im Wesentlichen senkrecht
verläuft, eine zweite Fläche anschließt, die davon senkrecht abgeht. Diese zweite
Fläche verläuft damit nach der Montage des Elementes zumindest im Wesentlichen horizontal.
Die Breite dieser zweiten Fläche entspricht zumindest im Wesentlichen der Dicke des
Bauelementes. An diese zweite Fläche schließt eine dritte Fläche an, die zu der zweiten
Fläche zumindest im Wesentlichen senkrecht verläuft. Diese dritte Fläche ist an der
Außenseite des Bauelementes befestigbar. In dem Profilsystem sind zumindest erste
und zweite Elemente vorhanden, wobei die ersten Elemente gerade verlaufen und wobei
die zweiten Elemente in deren Längsrichtung abgewinkelt sind.
[0006] Diese Abwinklung der zweiten Elemente in deren Längsrichtung ist vorzugsweise rechtwinklig.
Damit lässt sich dieses Element im Zusammenhang mit Bauelementen verwenden, die rechtwinklig
montiert werden. Dies betrifft beispielsweise Mauerecken mit einem Winkel von 90°.
[0007] Die Bauelemente können Steine sein, mit denen beispielsweise für ein Gebäude ein
Keller gemauert wird. Hierbei kann es sich insbesondere um Kalksandsteine handeln,
die üblicherweise eine Dicke von 17,5 cm haben können. Selbstverständlich kann es
sich auch um Steine aus einem anderen Material und/oder mit anderen Abmessungen -
insbesondere mit einer anderen Dicke - handeln. Die Bauelemente können auch Dämmplatten
sein. Insbesondere kann es sich dabei um Dämmplatten handeln, die den unteren Abschluss
eines Wärmedämmsystems bilden. Insbesondere liegen die untersten dieser Dämmplatten
unterhalb des Bodenniveaus. Es kann sich daher bei den Dämmplatten um Perimeter-Dämmplatten
handeln.
[0008] Indem die Flächen der Elemente senkrecht zueinander orientiert sind, können die Elemente
abdichtend über die erste Fläche und die dritte Fläche auf jeweils einer senkrechten
Fläche eines Bauelementes befestigt werden. Die zweite Fläche befindet sich dann unterhalb
der Unterkante bzw. Unterseite des Bauelementes.
[0009] Bei der Montage von Dämmplatten an einer Wand stehen die Dämmplatten mit ihrer Unterkante
auf dieser zweiten Fläche auf.
[0010] Vorteilhaft sind die Elemente des Profilsystems dann bereits mit ihrer ersten Fläche
an der Mauer befestigt. Die Elemente sind dabei vorteilhaft derart formstabil, dass
diese die
[0011] Wärmedämmschicht - zumindest betreffend die unterste Reihe der Wärmedämmelemente
- soweit stützend tragen können, dass diese mit einem Kleber flächig an der Wand befestigt
werden können. Es geht dabei insbesondere um das Abstützen der Wärmedämmelemente bis
der Kleber abgebunden hat. Wenn der Kleber der untersten Reihe der Wärmedämmplatten
abgebunden hat, werden die Wärmedämmplatten, die oberhalb dieser untersten Reihe montiert
werden, durch diese unterste Reihe der Wärmedämmplatten stützend gelagert.
[0012] Die Elemente des Profilsystems werden dabei mit der Außenseite der ersten Fläche
an der Außenseite der Wand befestigt.
[0013] Dies erfolgt insbesondere durch Verkleben. Dieses Verkleben kann beispielsweise mittels
Bitumen erfolgen. Sowohl die Elemente des Profilsystems selbst sowie auch die Wärmedämmplatten
lassen sich somit durch Verkleben an der Außenseite der Mauer befestigen. Es ist also
insbesondere nicht notwendig, in diesem Bereich Löcher zu bohren, um Einschlagdübel
zu befestigen für die Klemmrosetten, mit denen die Wärmedämmplatten oberhalb des Bodenniveaus
üblicherweise zusätzlich zum Kleber an einer Hauswand befestigt werden. Vorteilhaft
müssen dabei also unterhalb des Bodenniveaus keine Löcher in eine feuchtigkeitsabdichtende
Beschichtung auf der Wand eingebracht werden. Es hat sich gezeigt, dass durch derartige
Löcher Feuchtigkeit in die Wärmedämmung sowie auch in die Wand einziehen kann, obwohl
die Wärmedämmung bzw. die Wand im Übrigen feuchtigkeitsdicht abgedichtet ist.
[0014] Sofern Befestigungsmittel wie Einschlagdübel verwendet werden, ist es vorteilhaft,
diese zuerst einzubringen und anschließend vollflächig mit einer feuchtigkeitsisolierenden
Schicht zu überstreichen.
[0015] Bei der Montage von Dämmplatten erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Außenwand
des Gebäudes mit einer feuchtigkeitsdichten Beschichtung versehen ist, so dass keine
Feuchtigkeit von der Wand in die Wärmedämmung eindringen kann. Ebenso erweist es sich
als vorteilhaft, wenn die Außenseite der Wärmedämmung noch mit einer feuchtigkeitsdichten
Abdeckung versehen wird. Diese feuchtigkeitsdichte Abdeckung wird dann vorteilhaft
mit der dritten Fläche der Elemente verbunden, so dass die Wärmedämmung dann insgesamt
feuchtigkeitsdicht umhüllt ist. Gerade in dieser Kombination erweist es sich als sinnvoll,
wenn die Befestigung der Elemente des Profilsystems durch Verkleben erfolgt.
[0016] Bei der Montage von Steinen erweist es sich als vorteilhaft, dass durch entsprechende
Elemente des Profilsystems Steine, die in der Mauer in einer Reihe angeordnet sind,
vollständig nach unten abgedichtet werden können. Sofern vor der Montage der nächsten
Reihe von Steinen wieder Elemente des Profilsystems angeordnet werden, wird die nächste
Reihe von Steinen ebenfalls wieder gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt.
[0017] Hierbei können sowohl die erste als auch die dritte Fläche mit ihrer jeweiligen Innenseite
mit der Wand verklebt werden.
[0018] Die Elemente können so montiert werden, dass diese sich in ihrer Längsrichtung flächig
überlappen. Dadurch kann vorteilhaft vermieden werden, dass Stoßkanten entstehen an
den Rändern von Elementen des Profilsystems, wenn diese ohne eine derartige Überlappung
aneinander anschließend montiert werden. Erfahrungsgemäß ist es schwierig, derartige
Stoßkanten zuverlässig auf deren voller Länge abzudichten. Insofern erweist es sich
als vorteilhaft, wenn die Elemente so montiert werden können, dass diese sich flächig
überlappen. Die feuchtigkeitsdichte Abdichtung der überlappenden Flächen gegeneinander
ist deutlich einfacher herzustellen.
[0019] Dieses Überlappen kann so ausgeführt werden, dass eine vollständige Reihe von Elementen
des Profilsystems vollflächige in einer anderen Reihe von Elementen des Profilsystems
einliegt bzw. aufliegt. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, die Elemente des
Profilsystems besonders gut gegeneinander abzudichten.
[0020] In diesem Zusammenhang erweist es sich auch als vorteilhaft, als Bestandteil des
Profilsystems Elemente vorzusehen, die besonders gefertigt sind für eine Montage in
einer Ecke. Ohne ein solches Element müssten im Bereich der Ecken aneinander anstoßende
Elemente gegeneinander abgedichtet werden.
[0021] Hier erweisen sich die zweiten Elemente als sinnvoll, die in deren Längsrichtung
abgewinkelt sind.
[0022] Bei der Ausgestaltung des Profilsystems nach Anspruch 2 verlaufen die erste Fläche,
die zweite Fläche und die dritte Fläche treppenstufenförmig zueinander.
[0023] Dies erweist sich insofern als vorteilhaft, wenn eine Abdichtung erfolgen soll, wenn
bereits eine oder mehrere erste Reihen von Bauelementen montiert sind.
[0024] Wenn eine Mauer bereits teilweise erstellt wurde, können die Elemente zunächst entweder
auf der Innenseite oder der Außenseite der Mauer befestigt werden. Diese Befestigung
erfolgt mit der ersten Fläche. Anschließend kann die nächste Reihe von Steinen montiert
werden, indem diese auf die zweite Fläche aufgesetzt werden. Daran anschließend kann
die dritte Fläche an den neu montierten Steinen verbunden werden.
[0025] Es ist dann möglich, vor der Montage der nächsten Reihe von Steinen wieder eine Reihe
von Elementen des Profilsystems anzubringen, um die Reihen der Steine gegeneinander
abzudichten gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Dabei erweist es sich als vorteilhaft,
dass die Reihe von Elementen des Profilsystems bereits an der bereits montierten Wand
befestigt ist, wenn die nächste Reihe von Steinen aufgesetzt wird.
[0026] Außerdem erweist es sich hierbei als vorteilhaft, dass die Steine von der Seite der
ersten Fläche her seitlich eingesetzt werden können und nicht von oben in ein U-förmiges
Profil "eingefädelt" werden müssen. Dies ist in der Handhabung einfacher.
[0027] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 3 bilden die erste Fläche, die zweite Fläche
und die dritte Fläche ein U-förmiges Profil. Die ersten Elemente des Profilsystems
sind weiterhin unterteilt in eine erste Gruppe von ersten Elementen und in eine zweite
Gruppe von ersten Elementen. Die Breite der zweiten Flächen der ersten Gruppe von
ersten Elementen ist der Breite der zweiten Flächen der zweiten Gruppe von ersten
Elementen derart zugeordnet, dass die Breite der zweiten Flächen der Elemente der
zweiten Gruppe von ersten Elementen einschließlich der Wandstärke der ersten sowie
der dritten Fläche dieser Elemente gerade der lichten Breite der zweiten Fläche der
Elemente der ersten Gruppe der ersten Elemente in dem U-förmigen Profil entspricht.
[0028] Dadurch wird erreicht, dass die ersten Elemente des Profilsystems immer gerade paarweise
abdichtend und sich flächenmäßig überlappend aneinander anschließen können. Vorteilhaft
wird es dadurch möglich, das Profilsystems umlaufend abdichten zu können.
[0029] Die Elemente der zweiten Gruppe können vollflächig abdichtend in die Elemente der
ersten Gruppe eingesetzt werden. Die lichte Breite der Elemente der zweiten Gruppe
entspricht dabei den Abmessungen der Bauelemente.
[0030] Die Elemente sind insoweit formstabil, als dass diese nicht bei der Montage geknickt
und die einzelnen Flächen der Elemente in der jeweiligen Stellung gehalten werden
müssen. Die Zuordnung der Elemente in dem System ergibt dennoch die Möglichkeit, das
Profil umlaufend abgedichtet montieren zu können.
[0031] Die zweiten Elemente können so ausgestaltet sein, dass diese im Querschnittprofil
entweder der ersten Gruppe der ersten Elemente oder der zweiten Gruppe der ersten
Elemente entsprechen. An diese zweiten Elemente (Eckprofile) schließt sich bei dieser
Ausgestaltung jeweils ein Element der anderen Gruppe der ersten Elemente an, indem
diese anschließenden Elemente wieder flächenmäßig überlappend mit dem zweiten Element
montiert werden.
[0032] Die zweiten Elemente können auch so ausgestaltet sein, dass diese an einem Ende im
Querschnittprofil der ersten Gruppe der ersten Elemente und an ihrem anderen Ende
im Querschnittprofil der zweiten Gruppe der ersten Elemente entsprechen.
[0033] Das U-förmige Querschnittprofil hat den Vorteil, dass dieses besonders gut für die
unterste Reihe von Bauelementen verwendet werden kann. Dies gilt sowohl für die unterste
Reihe von Steinen, die eine Mauer bilden sowie auch für die unterste Reihe von Dämmelementen.
Die Elemente des Profilsystems bilden dann unter dieser untersten Reihe eine abgedichtete
Rinne. Durch diese Rinne kann verhindert werden, dass Feuchtigkeit von unten aufsteigen
kann.
[0034] Durch die Zuordnung der Querschnittprofile der ersten Gruppe der ersten Elemente
und der zweiten Gruppe der ersten Elemente wird vorteilhaft erreicht, dass diese flächig
anliegend in dem Überlappungsbereich ineinander liegend montiert werden können. Vorteilhaft
erfolgt bei der ineinander liegenden Montage der Elemente keine Spreizung / Verformung
von Elementen. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn alle Elemente denselben U-förmigen
Querschnitt mit identischen Abmessungen hätten. In diesem Fall würden von dem "innenliegenden"
Element entsprechende Kräfte auf das äußere Element übertragen, so dass dessen erste
und dritte Fläche nach oben hin nach außen weggedrückt würden. Es wäre dann schwierig,
diese Flächen abdichtend an dem Bauelement zu befestigen.
[0035] Anspruch 4 betrifft ein Profilsystem, bei dem die erste Fläche, die zweite Fläche
und die dritte Fläche ein U-förmiges Profil bilden. Die ersten Elemente sind derart
ausgestaltet, dass die Breite der zweiten Fläche an einem Ende der ersten Elemente
der Breite der zweiten Fläche an dem anderen Ende der ersten Elemente derart zugeordnet
ist, dass die lichte Breite der zweiten Fläche an diesem einen Ende der ersten Elemente
der Breite der zweiten Fläche der ersten Elemente an dem anderen Ende zuzüglich der
Wandstärke der ersten sowie der dritten Fläche entspricht.
[0036] Die Ausgestaltung nach Anspruch 4 unterscheidet sich von der Ausgestaltung nach Anspruch
3 dadurch, dass bei der Ausgestaltung nach Anspruch 3 zwei Gruppen von ersten Elementen
in dem System vorhanden sein müssen. Die Elemente der ersten Gruppe von ersten Elementen
wird derart montiert, dass diese Elemente in einem Teilbereich ihrer Länge in den
Elementen der zweiten Gruppe von ersten Elementen einliegen.
[0037] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 4 gibt es nur eine Sorte von ersten Elementen
in dem System. Diese sind so ausgestaltet, dass diese an einem Ende in ihren Abmessungen
der ersten Gruppe von ersten Elementen gemäß Anspruch 3 entspricht und an ihrem anderen
Ende in ihren Abmessungen der zweiten Gruppe von ersten Elementen gemäß Anspruch 3.
[0038] Dadurch können auch diese Elemente der ersten Gruppe so montiert werden, dass diese
in einem Teilbereich ihrer Länge ineinander liegen. Dadurch lässt sich wieder eine
Abdichtung erreichen, wie sie im Zusammenhang mit Anspruch 3 bereits beschrieben wurde.
[0039] Bei Anspruch 4 erweist es sich als vorteilhaft, dass die Vielfalt an verschiedenen
Teilen im Profilsystem reduziert wird.
[0040] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 4 können die Elemente so dimensioniert sein,
dass die "innenliegenden" Teile dieser Elemente im montierten Zustand eine umlaufend
geschlossene Rinne bilden.
[0041] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 5 weisen die Elemente zumindest auf zumindest
einer Seite der ersten und der dritten Fläche eine Beschichtung aus einem Material
auf, das bei Umgebungstemperaturen fest ist und das unter Wärmeeinwirkung flüssig
wird. Durch dieses Verflüssigen unter Wärmeeinwirkung lässt sich dieses Material bei
der Montage soweit verflüssigen, dass dieses Material eine Klebeverbindung eingeht,
die zumindest nach dem Aushärten wasser- und feuchtigkeitsdicht ist.
[0042] Um die Wand oder die Fläche der Dämmelemente insgesamt abzudichten, können diese
in an sich bekannter Weise beispielsweise mit Bitumen überstrichen werden. Diese Bitumenschicht
bildet dann mit den dritten Flächen wieder eine entsprechend abgedichtete Fläche aus.
[0043] Insbesondere wird es damit möglich, die Elemente an den Bauelementen zu befestigen
(zu verkleben), die durch diese Elemente abgedichtet werden sollen.
[0044] Soweit bereits eine Wand errichtet worden ist, an der eine Wärmedämmung angebracht
werden soll, wird es damit ebenfalls möglich, die Elemente des Profilsystems an der
Wand zu verkleben. Dies gilt insbesondere für die Reihe von Elementen des Profilsystems,
die die untersten Platten der Wärmedämmung tragen und hinsichtlich von unten eindringender
Feuchtigkeit abdichten sollen. Vorteilhaft ist diese Wand dann bereits mit einer feuchtigkeitsdichten
Beschichtung versehen. Diese feuchtigkeitsdichte Beschichtung kann beispielsweise
Bitumen sein. Es ist dann möglich, die Elemente des Profilsystems an der Wand zu befestigen,
indem diese mit ihrer ersten Fläche in die noch nicht verfestigte Bitumenschicht eingedrückt
werden, so dass mit dem Aushärten der Bitumenschicht die Elemente des Profilsystems
befestigt sind.
[0045] Sofern die Außenseite der ersten Fläche mit dem Material gemäß Anspruch 5 beschichtet
ist, kann eine besonders gute Befestigung der Elemente des Profilsystems sowohl in
mechanischer Hinsicht als auch hinsichtlich der Feuchtigkeitsdichte erreicht werden.
[0046] Nach der mechanischen Befestigung der Elemente des Profilsystems an einer bestehenden
Mauer vor der Anbringung einer Wärmedämmung bilden diese Elemente zugleich die Träger
für die untersten Platten der Wärmedämmung. Diese untersten Platten der Wärmedämmung
werden in die U-förmigen Profile "hineingestellt" und dadurch sowohl mechanisch von
unten gestützt als auch hinsichtlich eindringender Feuchtigkeit abgedichtet.
[0047] Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Wärmedämmplatten bei der Montage zum Mauerwerk
hin verklebt werden für eine mechanische Befestigung. Die Verklebung kann beispielsweise
mittels Bitumen erfolgen. Dieser Bitumen geht eine gute Verbindung ein mit der bereits
zur Abdichtung auf die Mauer aufgebrachten Bitumenschicht. Außerdem bewirkt dieser
Bitumen-Kleber nochmals eine Feuchtigkeitssperre zwischen der Mauer und der Wärmedämmschicht.
[0048] Vorteilhaft wird die Wärmedämmung - zumindest soweit die Wärmedämmung sich unterhalb
des Erdreichs befindet - mit einer feuchtigkeitsdichten Abdichtung versehen. Diese
feuchtigkeitsdichte Abdichtung kann wiederum eine Bitumenschicht sein. In diese Bitumenschicht
werden dann auch die dritten Flächen der Elemente des Profilsystems mit eingebunden.
[0049] Es ist weiterhin möglich, noch einen zusätzlichen Schutz - beispielsweise in der
Ausgestaltung der an sich bekannten Noppenbahn - vorzusehen, mit dem die Wärmedämmung
zusätzlich mechanisch geschützt wird beim Wiederauffüllen und Verdichten des Erdreiches.
[0050] Vorteilhaft sind auch die zweiten Flächen mit einer entsprechenden Beschichtung versehen,
um bei zwei ineinander liegenden Rinnen eine vollflächige Verklebung und damit eine
optimale Abdichtung erreichen zu können.
[0051] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 6 weist das Profilsystem weiterhin Bodenelemente
auf, bei denen sich an die dritte Fläche eine vierte Fläche anschließt, die parallel
zur dritten Fläche verläuft und entlang von deren Oberkante mit der dritten Fläche
verbunden ist. An diese vierte Fläche schließt sich eine fünfte Fläche an, die nach
der Montage eine Wärmedämmung stützend trägt. An diese fünfte Fläche schließt wiederum
eine sechste Fläche an, die von der fünften Fläche derart abgeht, dass diese an der
Außenseite der Wärmedämmung befestigbar ist.
[0052] Diese Bodenelemente des Profilsystems weisen damit im Wesentlichen im Querschnitt
die Form eines "W" auf.
[0053] Der Querschnitt lässt sich auch so beschreiben, dass dieser durch zwei zumindest
im Wesentlichen U-förmige, parallel verlaufende Kanäle gebildet wird, die nach oben
offen sind und bei denen einer der Schenkel des einen U-förmigen Kanals unmittelbar
an einen der Schenkel des anderen U-förmigen Kanals angrenzt. Dabei sind diese aneinander
angrenzenden Schenkel der U-förmigen Profile entlang von deren Oberkante miteinander
verbunden.
[0054] Die zweite Fläche und die fünfte Fläche können dabei "koplanar" in dem Sinne verlaufen,
dass die jeweilige Basis der beiden U-förmigen Kanäle hinsichtlich der Höhe auf einem
Niveau liegt. Dies ist dann der Fall, wenn die Unterkante der untersten Elemente der
Wärmedämmung waagrecht verläuft in der Ebene der Unterkante der untersten Reihe von
Steinen der Mauer.
[0055] Dadurch, dass die beiden unmittelbar flächig aneinander angrenzenden Schenkel der
U-förmigen Profile aus zwei separaten Flächen bestehen, die lediglich entlang von
deren oberer Kante miteinander verbunden sind, lassen sich die Bodenelemente in ihrer
Länge überlappend positionieren. Damit lassen sich auch die Bodenelemente so positionieren,
dass diese flächig miteinander verbunden werden können. Dadurch entsteht eine gute
und dichte Verbindung. Dies gilt wiederum insbesondere gegenüber einer Anordnung,
bei der die Bodenelemente aneinander anstoßen und dann entsprechend Stoßkanten abgedichtet
werden müssten.
[0056] Hierbei können die Elemente wiederum so ineinander liegen, dass eine in sich geschlossene
Rinne in einer anderen Rinne liegt. Durch ein vollflächiges Verkleben dieser Rinnen
wird wiederum eine gute Abdichtung erreicht.
[0057] Es ist dabei ebenso ersichtlich, dass es - anders als in Anspruch 1 beschrieben -
bei der Ausgestaltung nach Anspruch 6 nicht zwingend notwendig ist, die dritte Fläche
an der Außenseite der Mauer zu befestigen. Es zeigt sich, dass auch eine Abdichtung
gegeben ist, wenn die erste Fläche auf der Innenseite der Mauer befestigt wird und
die sechste Fläche auf der Außenseite der Wärmedämmung.
[0058] Der Verlauf der fünften Fläche ist vorteilhaft dem Verlauf der Unterkante der untersten
Reihe der Wärmedämmelemente angepasst. Wenn diese Unterkante beispielsweise schräg
verläuft, damit die Dicke der Wärmedämmung zum untersten Punkt hin kontinuierlich
abnimmt, ist es vorteilhaft, wenn der Verlauf der fünften Fläche ebenfalls dieser
Schräge entspricht.
[0059] Die Bodenelemente des Profilsystems in der Ausgestaltung nach Anspruch 6 können -
entsprechend der Ausgestaltung nach Anspruch 7 - so ausgeführt sein, dass die Bodenelemente
unterteilt sind in eine erste Gruppe von Bodenelementen und in eine zweite Gruppe
von Bodenelementen. Bei allen Bodenelementen bilden die erste Fläche, die zweite Fläche
und die dritte Fläche ein U-förmiges Profil. Die Breite der zweiten Flächen der Elemente
der ersten Gruppe von Bodenelementen ist zur Breite der zweiten Flächen der Elemente
der zweiten Gruppe von Bodenelementen derart zugeordnet, dass die Breite der zweiten
Flächen der Elemente der zweiten Gruppe von Bodenelementen zuzüglich der Wandstärke
der ersten sowie der dritten Fläche dieser Elemente gerade der lichten Breite der
zweiten Fläche der Elemente der ersten Gruppe der Bodenelemente entspricht. Weiterhin
ist bei den Elementen der zweiten Gruppe von Bodenelementen die Breite der Verbindung
der dritten Fläche zur vierten Fläche derart, dass die dritte Fläche sowie die vierte
Fläche der Elemente der zweiten Gruppe der Bodenelemente die dritte Fläche sowie die
vierte Fläche der Elemente der ersten Gruppe von Bodenelementen mitsamt der Verbindung
der dritten Fläche zur vierten Fläche übergreifen, wenn ein Element der zweiten Gruppe
der Bodenelemente in ein Element der ersten Gruppe der Bodenelemente eingelegt ist.
Weiterhin ist die Breite der fünften Flächen der Elemente der ersten Gruppe von Bodenelementen
zur Breite der fünften Flächen der Elemente der zweiten Gruppe von Bodenelementen
derart zugeordnet, dass die Breite der fünften Flächen der Elemente der zweiten Gruppe
von Bodenelementen zuzüglich der Wandstärke der vierten sowie der sechsten Fläche
dieser Elemente gerade der lichten Breite der fünften Fläche der Elemente der ersten
Gruppe der Bodenelemente entspricht.
[0060] Damit lassen sich durch zwei Gruppen von Bodenelementen, die sich hinsichtlich der
Abmessungen im Querschnitt unterscheiden wie in Anspruch 7 beschrieben, auch bei den
Bodenelementen die Elemente der zweiten Gruppe in die Elemente der ersten Gruppe einlegen.
Damit wird es vorteilhaft wieder möglich, die Bodenelemente in ihrer Länge zumindest
teilweise überlappend anzuordnen, so dass diese wiederum flächig verbunden werden
können.
[0061] Vorteilhaft ist es dabei, wenn die Elemente so ineinander liegen, dass diese jeweils
umlaufend eine in sich geschlossene Rinne bilden. Es wird dann eine besonders gute
Abdichtung erreicht.
[0062] Es ist dabei ersichtlich, dass bei den Elementen der ersten Gruppe der Bodenelemente
die dritte Fläche sowie die vierte Fläche flächig unmittelbar miteinander verbunden
sein können. Das bedeutet, dass diese beiden Flächen bei der ersten Gruppe der Bodenelemente
einstückig ausgeführt sein können. Es ist ersichtlich, dass die Elemente der zweiten
Gruppe der Bodenelemente dennoch in den Elementen der ersten Gruppe der Bodenelemente
einliegen können.
[0063] Es ist weiterhin ersichtlich, dass anstatt der ersten Gruppe und der zweiten Gruppe
von Bodenelementen wiederum auch Bodenelemente in dem Profilsystem vorhanden sein
können, die an ihrem einen Ende der Ausgestaltung der Bodenelemente der ersten Gruppe
entsprechen und an ihrem anderen Ende der Ausgestaltung der Bodenelemente der zweiten
Gruppe. Die Verhältnisse bei den Bodenelementen sind dann entsprechend den Verhältnisse
bei den ersten Elementen des Profilsystems nach dem Anspruch 4 im Verhältnis zu den
ersten Elementen des Profilsystems nach Anspruch 3.
[0064] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 8 befindet sich in der Kante der Verbindung der
ersten Fläche und der zweiten Fläche eine U-förmige Ausbuchtung, deren einer Schenkel
eine Forstsetzung der zweiten Fläche bildet und deren anderer Schenkel mit seiner
oberen Kante direkt an die erste Fläche anschließt.
[0065] Bei dieser Ausgestaltung erweist es sich als vorteilhaft, dass die ersten Elemente
waagrechte "Leisten" ausbilden, die horizontal verlaufen und aus den horizontalen
Mauerfugen herausstehen. Die Elemente des Profilsystems werden dabei so angeordnet,
dass die "Leisten" aus der Mauer in das Gebäudeinnere hervorstehen.
[0066] Dadurch wird vorteilhaft erreicht, dass auch ein Aufsteigen von Feuchtigkeit in der
Innenputzschicht vermieden werden kann, sofern der Innenputz nicht so dick aufgetragen
wird, dass er die "Leiste" überdeckt.
[0067] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Verputzen erleichtert wird, weil die
"Leisten" vorhanden sind, gegen die das Verputzen einfacher ausgeführt werden kann
als dies bei einer Wand ohne derartige Putzleisten der Fall ist.
[0068] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
dabei:
- Fig. 1:
- eine Kombination zweier Längselemente eines Profilsystems,
- Fig. 2:
- eine Kombination eines Eckelements mit einem daran anschließenden Längselement eines
Profilsystems,
- Fig. 3:
- eine Ausgestaltung eines Längselementes mit zwei unterschiedlichen Enden,
- Fig. 4:
- eine weitere Ausgestaltung eines Längselementes,
- Fig. 5:
- eine Ausgestaltung eines unteren Elementes
- Fig. 6:
- eine Ausgestaltung eines mit dem unteren Element nach Figur 5 korrespondierenden Elementes
und
- Fig. 7:
- eine Ausgestaltung von Elementen des Profilsystems in Verbindung mit der Aufbringung
eines Innenputzes auf die Wand.
[0069] Figur 1 zeigt eine Kombination zweier Längselemente 1 und 2 eines Profilsystems.
Es ist dabei zu sehen, dass die beiden Längselemente 1, 2 jeweils U-förmig ausgestaltet
sind.
[0070] Die Abmessungen der beiden Längselemente 1, 2 sind dabei derart, dass diese ineinander
liegend montiert werden können.
[0071] Die dargestellten Längselemente 1 und 2 können jeweils Bestandteil eines Profilsystems
sein, das zur Montage mit Bauelementen vorgesehen ist. Diese Bauelementen können Steine
sein oder auch Platten eines Wärmedämmverbundsystems.
[0072] Die Elemente des Profilsystems bestehen aus einem wasser- und feuchtigkeitsdichten
Material. Dieses Material kann beispielsweise ein Gummiwerkstoff oder auch ein geeigneter
und entsprechend langzeitstabiler Kunststoff sein.
[0073] Diese Bestandteile dieses Profilsystems werden mit den Bauelementen zusammen montiert.
Die Elemente des Profilsystems verhindern durch Ihren Aufbau und die Art ihrer Montage,
dass Feuchtigkeit in den Bauelementen aufsteigen kann derart, dass die Feuchtigkeit
von einem Bauelement in ein darüber montiertes Bauelement weiter aufsteigen kann.
[0074] Die Elemente des Profilsystems sind derart vorgeformt, dass sich an eine erste Fläche
3, die zur zumindest im Wesentlichen senkrechten Montage vorgesehen ist, eine zweite
Fläche 4 anschließt, die davon senkrecht abgeht.
[0075] Die Breite dieser zweiten Fläche 4 entspricht zumindest im Wesentlichen der Dicke
eines Bauelementes. Ein solches Bauelement kann beispielsweise ein Kalksandstein oder
ein anderer Stein sein, der beispielsweise eine Dicke von 17,5 cm haben kann. Derartige
Steine werden verwendet, um Kellermauern zu errichten. Es ist ersichtlich, dass bei
Verwendung von Steinen mit anderer Dicke auch die Abmessungen des Elementes 2 entsprechend
anders sein können.
[0076] An diese zweite Fläche 4 schließt sich eine dritte Fläche 5 an, die zu der zweiten
Fläche 4 zumindest im Wesentlichen senkrecht verläuft.
[0077] Diese dritte Fläche 5 ist an der Außenseite des Bauelementes befestigbar. Vorteilhaft
erfolgt dies mittels einer Verklebung. Dies erweist sich insofern als vorteilhaft,
weil dadurch diese Fläche geschlossen bleibt und nicht beispielsweise von einem Dübel,
einer Schraube oder einem Nagel durchdrungen werden muss.
[0078] Das dargestellte Längselement 2 bildet mit anderen Längselementen identischer Abmessungen
eine zweite Gruppe von Elementen des Profilsystems. Hierzu gibt es eine erste Gruppe
von Elementen des Profilsystems, die aus dem Längselement 1 sowie anderen Längselementen
mit identischer Abmessung zum Längselement 1 bestehen.
[0079] Die lichte Breite der zweiten Flächen 6 in dem U-förmigen Profil der Elemente 1 der
ersten Gruppe zur Breite der zweiten Flächen 4 der Elemente 2 der zweiten Gruppe sind
einander derart zugeordnet, dass die Breite der zweiten Flächen 4 der Elemente 2 der
zweiten Gruppe einschließlich der Wandstärke der ersten (3) sowie der dritten (5)
Fläche dieser Elemente 2 gerade der lichten Breite der zweiten Fläche 6 der Elemente
1 der ersten Gruppe in dem U-förmigen Profil entspricht.
[0080] Dadurch wird vorteilhaft erreicht, dass die Elemente 2 der zweiten Gruppe in den
Elementen 1 der ersten Gruppe einliegen können, ohne dass die Elemente dabei verformt
werden.
[0081] Dadurch wird es insbesondere möglich, dass sich die Elemente 1 und 2 so montieren
lassen, dass diese sich in ihrer Länge teilweise überlappen. Dabei können die Elemente
in dem Bereich, in dem sie sich überlappen, wasser- und feuchtigkeitsdicht miteinander
verbunden werden. Dies kann beispielsweise erfolgen, indem diese Elemente 1 und 2
in diesem Teilbereich mittels Bitumen oder ähnlichem miteinander verklebt werden.
Der Bitumen kann dabei vor dem Zusammenfügen der Elemente aufgebracht werden. Es ist
auch möglich, dass die Elemente 1 und 2 entsprechend mit Bitumen beschichtet sind.
Die Elemente 1 und 2 lassen sich dann zusammenstecken. Durch anschließendes Erwärmen
können die Bitumenschichten verflüssigt werden. Beim anschließenden Abkühlen verbinden
sich die Bitumenbeschichtungen miteinander, so dass eine wasser- und feuchtigkeitsdichte
Verbindung entsteht.
[0082] Soweit wegen der breiten Abmessungen der zweiten Fläche der Elemente der ersten Gruppe
ein gewisser seitlicher Abstand zu dem Bauelement besteht, kann dieser mit Bitumen
ausgefüllt werden, so dass insgesamt wieder eine gute Abdichtung erreicht wird.
[0083] Es ist auch eine Montageweise möglich, bei der Elemente der zweiten Gruppe "auf Stoß"
aneinander gefügt werden. Die Elemente der ersten Gruppe werden dann als Verbindungselemente
zu den Elementen der zweiten Gruppe verwendet, indem diese Elemente der ersten Gruppe
mit einem ersten Teil ihrer Länge ein Element der zweiten Gruppe überdecken und mit
dem anderen Teil ihrer Länge das benachbarte Element der zweiten Gruppe. Dadurch wird
insgesamt wieder eine gute Abdichtung erreicht, bei der die Elemente insgesamt dicht
an den Bauelementen anliegen. Hierbei bilden sowohl die Elemente der ersten Gruppe
umlaufend eine geschlossene Rinne sowie auch die Elemente der zweiten Gruppe. Diese
Rinnen sind so gegeneinander versetzt, dass die Stoßkanten der Elemente der beiden
Rinne gegeneinander versetzt sind.
[0084] Figur 2 zeigt eine Kombination eines Eckelements 201 mit einem daran anschließenden
Längselement 2 eines Profilsystems.
[0085] Es ist ersichtlich, dass in dem dargestellten Ausführungsbeispiel das Eckelement
201 hinsichtlich der lichten Breite der Basis des U-förmigen Profils so dimensioniert
ist, dass die Längselemente 2 in diesem Eckelement 201 einliegen können. Insofern
entsprechen diese Eckelemente in ihren Abmessungen den Elementen der ersten Gruppe,
die im Zusammenhang mit Figur 1 erläutert wurden.
[0086] Die Eckelemente 201 haben vorzugsweise einen Winkel von 90°. Damit können dann die
entsprechenden Winkel realisiert werden, die bei Gebäuden oder sonstigen Mauerwerken
üblicherweise auftreten.
[0087] Wie im Zusammenhang mit Figur 1 beschrieben wird durch dieses Eckelement 201 erreicht,
dass die Elemente des Profilsystems auch im Eckbereich in ihrer Länge überlappen.
Dadurch entstehen vorteilhaft keine Stoßkanten, die entlang der Kanten abgedichtet
werden müssten.
[0088] Figur 3 zeigt eine Ausgestaltung eines Längselementes 301 mit zwei unterschiedlichen
Enden 302 und 304. Dieses Längselement entspricht an seinem einen Ende den Abmessungen
der Elemente der ersten Gruppe entsprechend der Darstellung der Figur 1. Dies betrifft
das Ende 302 des Längselementes 301. An seinem anderen Ende 304 entspricht dieses
Längselement 301 den Elementen der zweiten Gruppe entsprechend der Darstellung der
Figur 1. Insgesamt bildet dieses Längselement 301 wieder ein U-förmiges Profil.
[0089] Die Breite der zweiten Fläche 306 an dem Ende 302 ist der Breite der zweiten Fläche
(in Darstellung der Figur 3 verdeckt und daher nicht zu sehen) an dem anderen Ende
304 derart zugeordnet, dass die lichte Breite der zweiten Fläche 306 in dem U-förmigen
Profil an diesem einen Ende 302 der Breite der zweiten Fläche an dem anderen Ende
304 einschließlich der Wandstärke der ersten (303) sowie der dritten (305) Fläche
entspricht.
[0090] Die erste und die dritte Fläche sind an dem Ende 302 mit den Bezugsziffern 307 und
308 versehen.
[0091] Dadurch wird es möglich, die Längselemente so auszugestalten, dass lediglich eine
Sorte von Längselementen in dem Profilsystem vorhanden ist. Diese Längselementen lassen
sich fortlaufen ineinander liegend zu einem U-förmigen Profil anordnen und miteinander
verbinden.
[0092] Figur 4 zeigt eine weitere Ausgestaltung eines Längselementes, bei der das Längselement
in seinem Querschnitt treppenstufenförmig ausgestaltet ist. Das Längselement ist mit
der Bezugsziffer 401 bezeichnet, die erste, die zweite und die dritte Fläche mit den
Bezugsziffern 402, 403 und 404.
[0093] Figur 5 zeigt eine Ausgestaltung eines Bodenelementes, das für die Aufnahme einer
Reihe von Mauersteinen sowie einer Reihe von Dämmplatten vorgesehen ist. Die Dämmplatten
sollen dabei direkt flächig an der Wand angebracht werden. Es ist zu sehen, dass dieses
Bodenelement aus zwei U-förmige Kanälen besteht, die parallel verlaufen.
[0094] Dieses Bodenelement 501 entspricht betreffend den linken U-förmigen Kanal einem Längselement
der Darstellung der Figur 1 mit einer ersten Fläche 502, einer zweiten Fläche 503
und einer dritten Fläche 504. Weiterhin schließt sich bei dem Bodenelement 501 an
die dritte Fläche 504 eine vierte Fläche 506 an, die parallel zur dritten Fläche 504
verläuft und entlang von deren Oberkante mit der dritten Fläche 504 eine Verbindung
505 aufweist.
[0095] An diese vierte Fläche 506 schließt eine fünfte Fläche 507 an, die parallel zur zweiten
Fläche 503 verläuft.
[0096] Vorteilhaft verläuft diese fünfte Fläche 507 zumindest im Wesentlichen koplanar zur
zweiten Fläche 503. Dadurch lässt sich erreichen, dass die Unterkante der Wärmedämmschicht
zumindest im Wesentlichen auf demselben Niveau liegt wie die Unterkante der Mauer.
[0097] An diese fünfte Fläche 507 schließt eine sechste Fläche 508 an, die von der fünften
Fläche 507 senkrecht abgeht.
[0098] Dadurch lässt sich aus diesen Bodenelementen eine untere Reihe von Dichtelementen
mit zwei parallel verlaufenden U-förmigen Kanälen errichten. Der eine der Kanäle bildet
die unterste Schicht des Mauerwerks. Wenn die Mauer errichtet ist, ist das Bodenelement
entsprechend stabil gehalten. Wenn weiterhin das Bodenelement selbst stabil genug
ist hinsichtlich der Materials und der Wandstärken kann nachfolgend die anzubringende
Wärmedämmschicht bereits bei der Montage stützend durch die Bodenelemente gehalten
werden. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn der Kleber der Wärmedämmelemente noch
nicht abgebunden hat. Die Wärmedämmelemente lassen sich somit in einfacher Weise gegen
ein Abrutschen sichern.
[0099] Figur 6 zeigt eine Ausgestaltung eines mit dem Bodenelement 501 nach Figur 5 korrespondierenden
Elementes 601. Es ist zu sehen, dass die Flächen 504, 505 und 506 zu einer Fläche
602 vereint sind.
[0100] Die lichten Weiten der beiden U-förmigen Kanäle sind hinsichtlich der Breiten wiederum
so ausgeführt, dass das Bodenelement 501 mit seinen beiden U-förmigen Kanälen jeweils
in einem dieser U-förmigen Kanäle des Bodenelementes 601 einliegen kann. Die Flächen
504, 505 und 506 der Bodenelementes 501 übergreifen dann die Fläche 602. Insgesamt
lassen sich somit die Bodenelemente 501 und 601 wieder in einem Teilbereich ihrer
Länge ineinander liegend montieren, so dass insgesamt eine gute Abdichtung entsteht.
[0101] Somit lassen sich also - entsprechend der obigen Darstellung im Zusammenhang mit
den Längselementen - auch die Bodenelemente unterteilen in eine erste Gruppe von Bodenelementen
und in eine zweite Gruppe von Bodenelementen. Die erste Fläche, die zweite Fläche
und die dritte Fläche bilden jeweils ein U-förmiges Profil, wobei die Breite der zweiten
Flächen der Elemente der ersten Gruppe von Bodenelementen zur Breite der zweiten Flächen
der Elemente der zweiten Gruppe von Bodenelementen einander derart zugeordnet sind,
dass die Breite der zweiten Flächen der Elemente der zweiten Gruppe von Bodenelementen
zuzüglich der Wandstärke der ersten sowie der dritten Fläche dieser Elemente gerade
der lichten Breite der zweiten Fläche der Elemente der ersten Gruppe der Bodenelemente
in dem U-förmigen Profil entspricht.
[0102] Weiterhin ist bei der zweiten Gruppe von Bodenelementen die Breite der Verbindung
der dritten Fläche zur vierten Fläche derart, dass die dritte Fläche (504) sowie die
vierte Fläche (504) der Elemente der zweiten Gruppe der Bodenelemente mitsamt der
Verbindung 505 der dritten Fläche 504 mit der Fläche 506 die dritte Fläche (602) sowie
die vierte Fläche (602) der Elemente der ersten Gruppe von Bodenelementen mitsamt
deren Verbindung der dritten Fläche zur vierten Fläche übergreifen, wenn ein Element
der zweiten Gruppe der Bodenelemente in ein Element der ersten Gruppe der Bodenelemente
eingelegt ist
[0103] Außerdem ist die Breite der fünften Flächen der Elemente der ersten Gruppe von Bodenelementen
zur Breite der fünften Flächen der Elemente der zweiten Gruppe von Bodenelementen
derart einander zugeordnet ist, dass die Breite der fünften Flächen der Elemente der
zweiten Gruppe von Bodenelementen zuzüglich der Wandstärke der vierten sowie der sechsten
Fläche dieser Elemente gerade der Breite der fünften Fläche der Elemente der ersten
Gruppe der Bodenelemente entspricht.
[0104] Figur 7 zeigt eine Ausgestaltung von Elementen des Profilsystems in Verbindung mit
der Aufbringung eines Innenputzes auf die Wand.
[0105] Dieses Bauteil ist als U-förmiges Profil dargestellt. Es ist ersichtlich, dass eine
entsprechende Putzleiste auch bei den anderen Elementen des Profilsystems angebracht
werden kann.
[0106] Dadurch lassen sich die Elemente wieder so kombinieren, dass die Elemente 501 eine
geschlossene Rinne bilden sowie auch die Elemente 601. Die Elemente 501 liegen in
den Elementen 601 ein. Dabei sind diese Rinnen derart gegeneinander versetzt, dass
die Stoßkanten der einzelnen Rinne nicht übereinander liegen sondern versetzt sind.
Dadurch kann durch eine vollflächige Verklebung der beiden ineinander liegenden Rinnen
eine besonders gute Abdichtung erreicht werden.
[0107] Das Profil nach Figur 7 wird dabei unterhalb jeder Reihe von Steinen in einer Mauer
eingebracht. Vorteilhaft erfolgt dieses Einbringen wieder in Kombination mit Elementen
der Darstellung nach Figur 8.
[0108] Es ist zu sehen, dass die Abmessungen der Elemente 701 und 801 zueinander derart
sind, dass die Elemente 701 in den Elementen 801 einliegen können.
[0109] Bei der Montage wird dabei vorteilhaft die Wand 805 so weit aufgebogen, dass die
Putzleiste 701 von den entsprechenden Bestandteilen 802, 803 und dem entsprechenden
außenliegenden Teil der Fläche 804 umgriffen wird.
[0110] Dadurch können die Elemente 701 und 801 wieder in einem Teilbereich ihrer Länge ineinander
liegen. Vorteilhaft entsteht dadurch auch eine durchgehende Putzleiste in jeder horizontalen
Mauerfuge, in die entsprechende Elemente des Profilsystems eingebracht sind.
[0111] Dadurch kann vorteilhaft verhindert werden, dass Feuchtigkeit in der Putzschicht
aufsteigt und von dort in die Mauersteine eindringt.
1. Profilsystem zur Montage mit Bauelementen, wobei die Elemente des Profilsystems aus
einem wasser- und feuchtigkeitsdichten Material bestehen und wobei Elemente des Profilsystems
derart vorgeformt sind, dass sich an eine erste Fläche (3), die zur zumindest im Wesentlichen
senkrechten Montage vorgesehen ist, eine zweite Fläche (4) anschließt, die davon senkrecht
abgeht, wobei die Breite dieser zweiten Fläche (4) zumindest im Wesentlichen der Dicke
eines Bauelementes entspricht, wobei sich an diese zweite Fläche (4) eine dritte Fläche
(5) anschließt, die zu der zweiten Fläche (4) zumindest im Wesentlichen senkrecht
verläuft und die an der Außenseite des Bauelementes befestigbar ist, wobei in dem
Profilsystem zumindest erste und zweite Elemente vorhanden sind, wobei die ersten
Elemente (2) gerade verlaufen und wobei die zweiten Elemente (201) in deren Längsrichtung
abgewinkelt sind.
2. Profilsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Profilsystem Elemente (401) vorhanden sind, bei denen die erste Fläche (402),
die zweite Fläche (403) und die dritte Fläche (404) treppenstufenförmig zueinander
verlaufen.
3. Profilsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Profilsystem Elemente vorhanden sind, bei denen die erste Fläche (7; 3), die
zweite Fläche (6; 4) und die dritte Fläche (5; 8) ein U-förmiges Profil bilden, wobei
die ersten Elemente weiterhin unterteilt sind in eine erste Gruppe von ersten Elementen
(1) und in eine zweite Gruppe von ersten Elementen (2), wobei die Breite der zweiten
Flächen (6) der ersten Gruppe von ersten Elementen (1) der Breite der zweiten Flächen
(4) der zweiten Gruppe von ersten Elementen (2) derart zugeordnet ist, dass die Breite
der zweiten Flächen (4) der Elemente (2) der zweiten Gruppe von ersten Elementen einschließlich
der Wandstärke der ersten (3) sowie der dritten (5) Fläche dieser Elemente (2) gerade
der lichten Breite der zweiten Fläche (6) der Elemente (1) der ersten Gruppe der ersten
Elemente in dem U-förmigen Profil entspricht.
4. Profilsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Profilsystem Elemente (301) vorhanden sind, bei denen die erste Fläche, die
zweite Fläche und die dritte Fläche ein U-förmiges Profil bilden, wobei die Elemente
(301) derart ausgestaltet sind, dass die Breite der zweiten Fläche (306) an einem
Ende (302) der Elemente (301) der Breite der zweiten Fläche an dem anderen Ende (304)
der Elemente (301) derart zugeordnet ist, dass die lichte Breite der zweiten Fläche
(306) in dem U-förmigen Profil an diesem einen Ende (302) der Elemente (301) der Breite
der zweiten Fläche der Elemente (301) an dem anderen Ende (304) einschließlich der
Wandstärke der ersten (303) sowie der dritten (305) Fläche entspricht.
5. Profilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente zumindest auf zumindest einer Seite der ersten und der dritten Fläche
eine Beschichtung aus einem Material aufweisen, das bei Umgebungstemperaturen fest
ist und das unter Wärmeeinwirkung soweit flüssig wird, dass dieses Material eine Klebeverbindung
eingeht, die zumindest nach dem Aushärten wasser- und feuchtigkeitsdicht ist.
6. Profilsystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Profilsystem weiterhin Bodenelemente (501) aufweist, bei denen sich an die dritte
Fläche (504) eine vierte Fläche (506) anschließt, die parallel zur dritten Fläche
(504) verläuft und entlang von deren Oberkante mit der dritten Fläche (504) eine Verbindung
(505) aufweist, wobei sich an diese vierte Fläche (506) eine fünfte Fläche (507) anschließt,
die nach der Montage eine Wärmedämmung stützend trägt, wobei sich an diese fünfte
Fläche (507) wiederum eine sechste Fläche (508) anschließt, die von der fünften Fläche
(507) derart abgeht, dass diese an der Außenfläche der Wärmedämmung befestigbar ist.
7. Profilsystem nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenelemente unterteilt sind in eine erste Gruppe von Bodenelementen und in
eine zweite Gruppe von Bodenelementen, bei denen die erste Fläche, die zweite Fläche
und die dritte Fläche ein U-förmiges Profil bilden, wobei die Breite der zweiten Flächen
der Elemente der ersten Gruppe von Bodenelementen zur Breite der zweiten Flächen der
Elemente der zweiten Gruppe von Bodenelementen derart einander zugeordnet ist, dass
die Breite der zweiten Flächen der Elemente der zweiten Gruppe von Bodenelementen
zuzüglich der Wandstärke der ersten sowie der dritten Fläche dieser Elemente gerade
der lichten Breite der zweiten Fläche der Elemente der ersten Gruppe der Bodenelemente
entspricht, wobei weiterhin bei der zweiten Gruppe von Bodenelementen die Breite der
Verbindung der dritten Fläche zur vierten Fläche derart ist, dass die dritte Fläche
sowie die vierte Fläche der Elemente der zweiten Gruppe der Bodenelemente die dritte
Fläche sowie die vierte Fläche der Elemente der ersten Gruppe von Bodenelementen mitsamt
der Verbindung der dritten Fläche zur vierten Fläche übergreifen, wenn ein Element
der zweiten Gruppe der Bodenelemente in ein Element der ersten Gruppe der Bodenelemente
eingelegt ist, wobei weiterhin die Breite der fünften Flächen der Elemente der ersten
Gruppe von Bodenelementen zur Breite der fünften Flächen der Elemente der zweiten
Gruppe von Bodenelementen derart einander zugeordnet ist, dass die Breite der fünften
Flächen der Elemente der zweiten Gruppe von Bodenelementen zuzüglich der Wandstärke
der vierten sowie der sechsten Fläche dieser Elemente gerade der lichten Breite der
fünften Fläche der Elemente der ersten Gruppe der Bodenelemente entspricht.
8. Profilsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass sich in der Kante der Verbindung der ersten Fläche und der zweiten Fläche eine U-förmige
Ausbuchtung befindet, deren einer Schenkel eine Forstsetzung der zweiten Fläche bildet
und deren anderer Schenkel mit seiner oberen Kante direkt an die erste Fläche anschließt.