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(11) |
EP 1 862 593 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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02.11.2016 Patentblatt 2016/44 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.10.2011 Patentblatt 2011/42 |
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Anmeldetag: 31.05.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum Erfassen des Zustands von Linienbauwerken
GPS aided continuous route survey system with multi sensors
Système d'exploration de tracé commandé par GPS et continu doté d'un système sensoriel
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
01.06.2006 DE 102006026048
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.12.2007 Patentblatt 2007/49 |
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Patentinhaber: Arkil A/S |
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6100 Haderslev (DK) |
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Erfinder: |
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- Niessen, Jürgen
28357 Bremen (DE)
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Vertreter: Eisenführ Speiser |
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Patentanwälte Rechtsanwälte PartGmbB
Johannes-Brahms-Platz 1 20355 Hamburg 20355 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 582 632 WO-A-01/90738
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WO-A-00/61419 DE-A1- 4 340 254
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- JOURNAL OF APPLIED GEOPHSICS 43, 2000 vol. 'Road evaluation with ground penetrating
radar', Seite 119-138
- ENGINEERING TECHNICS PRESS, 2003, ISBN 04-94644-51-2 DOI: Using GPR on railways to
identify frost susceptible areas
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erfassen des Zustands von Linienbauwerken
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, und eine Vorrichtung zum Durchführen dieses
Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 17.
[0002] Unter einem Linienbauwerk wird in diesem Zusammenhang ein sich im Wesentlichen in
einer Länge, insbesondere einer Fahrtrichtung erstreckendes Bauwerk, wie beispielsweise
ein Gleisweg, eine Strasse, eine Brücke, ein Tunnel, ein Deich oder dergleichen verstanden.
[0003] Die Inspektion von Linienbauwerken wie beispielsweise Gleiswegen ist zur Sicherstellung
der Betriebssicherheit in der laufenden Nutzung und zur Qualitätsüberwachung nach
erfolgten Umbau- oder Reparaturmaßnahmen eine wichtige Messaufgabe. Unter Gleiswegen
sollen in diesem Zusammenhang die direkten Gleisanlagen, d.h. Schwellen, Schienen
und Schienenbefestigungselemente, der Gleisunterbau, in der Regel bestehend aus Schotterbett
und Planumsschutzschicht, sowie das darunter und seitlich liegende Bodenumfeld bzw.
Erdreich und bauliche oder natürliche Strukturen, die in das Profil des Gleisfahrwegs
hineinragen oder dazu benachbart sind, verstanden werden. Neben den üblichen, in zeitlich
regelmäßigen Abständen durchgeführten Inspektionsvorgängen, welche Verschleißerscheinungen
oder durch den Betrieb hervorgerufene Schädigungen aufdecken sollen, hat die Qualitätssicherung
nach Neubau oder Umbau eine erhebliche Bedeutung gewonnen.
[0004] Im Zuge der zunehmenden Beanspruchung von Gleiswegen durch hohe Fahrgeschwindigkeiten
der Züge und stark frequente Nutzung der Gleiswege wird es in naher Zukunft erforderlich
werden, die Zeitintervalle, in denen eine regelmäßige Inspektion durchgeführt wird,
erheblich zu verkürzen, um die Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen.
Aufgrund der durch höhere Achslasten und Fahrgeschwindigkeiten erheblich gestiegenen
Beanspruchungen der Gleiswege ist es erforderlich, bei der Inspektion von Gleiswegen
weitergehende Analysen durchzuführen, um sich abzeichnende Schädigungen im Gleis-
oder Schwellenbereich oder im Bereich des Gleisbettes oder Unterbaus erkennen und
beheben zu können, bevor diese eine starke Beschädigung des Gleiswegs verursachen
und folglich kostenintensive Reparaturen nach sich ziehen. Es ist aus wirtschaftlichen
Gründen wünschenswert, die Anzahl der Inspektionen zu verringern und die Inspektion
in einem kurzen Zeitraum durchzuführen, um den durch die Inspektion verursachten Nutzungsausfall
des Gleiswegs möglichst kurz zu halten.
[0005] Schließlich ist es für heutige und zukünftige Inspektionsaufgaben erforderlich, die
bei der Inspektion gewonnenen Ergebnisse möglichst schnell in einer solchen Weise
aufzubereiten, dass Schäden rasch erkannt und behoben werden können. Diese rasche
Erkennung und Zuordnung muss in einem weit verzweigten Streckennetz mit hoher Präzision
erfolgen können.
[0006] Aus
EP 1 420 113 A2 ist ein Messwagen bekannt, der über ein Gleis bewegt werden kann und an dem ein Laserscanner
montiert ist, mit dem das Bettungsprofil einer Schotterbettung eines Gleises abgetastet
werden kann, um überschüssigen oder fehlenden Schotter zu orten. Hierzu wird in diskreten
Abständen ein Querschnittprofil des Schotterbetts abgetastet und mit einem Soll-Querschnittsprofil
verglichen, um auf diese Weise Abweichungen des Ist-Werts vom Soll-Wert zu ermitteln.
Das Verfahren weist den Nachteil auf, dass nur eine oberflächliche Inspektion eines
einzelnen, die Qualität des Gleisweges beeinflussenden Faktors vorgenommen wird und
zudem die Auswertung der Daten im Zusammenhang mit dem integrierten Wegsensor aufwendig
ist und die nachträgliche Zuordnung von Schotterbettfehlem eine aufwendige nachträgliche
Datenverarbeitung erfordert.
[0007] Aus
JP 200 506 20 34 A ist ein Messverfahren zur Überprüfung der Höhe und des Verlaufs von Gleisen bekannt,
bei dem Prismen an den Gleisen befestigt werden und durch einen Laser abgetastet werden.
Das Verfahren weist den Nachteil auf, dass es zwar einzelne Streckenabschnitte, in
denen es installiert ist, zuverlässig inspizieren kann, jedoch eine schnelle Inspektion
über weite Streckenbereiche entweder zeitlich zu aufwendig oder zu kostenintensiv
ist aufgrund der erforderlichen aufwendigen Montage des Systems an den Schienen.
[0008] Aus
EP 1 120 493 A2 ist ein Verfahren zur Untersuchung des Zustands des Oberbaus von Schienenwegen bekannt,
bei dem durch Eindrücken eines Probenrohres in den Oberbau und eine Gammastrahlungsuntersuchung
die Dichte des Oberbaus schichtweise bestimmt wird. Das Verfahren weist den Nachteil
auf, dass es eine schnelle Untersuchung des Gleiswegs nicht ermöglicht und zudem nur
isolierte Parameter über den Zustand des Gleiswegs ermittelt.
[0009] Aus
WO 01/90738 A2 ist es bekannt, eine Wirbelstrom-Prüfsonde entlang einer Schiene zu führen und das
Signal der Sonde ortsabhängig aufzuzeichnen. Zur Ortsbestimmung wird eine GPS-Einheit
verwendet. Das Verfahren weist den Nachteil auf, dass es lediglich einen einzelnen
Parameter zur Bestimmung des Zustands einer Schiene erfasst und zudem nur Schäden
im oberflächennahen Bereich von verlegten Schienen und Weichenbauteilen detektiert
werden können.
[0010] Aus
DE 43 40 254 C2 ist schließlich ein Verfahren zur Erfassung des Zustandes des Oberbaus, Unterbaus
und Untergrundes von Eisenbahngleisen bekannt, bei dem mittels einer Sende- und Empfangsantenne
eines Georadarsystems der Untergrund unterhalb der Gleise erfasst wird. Das Verfahren
ermöglicht eine verhältnismäßig schnelle Analyse des Bodenbereichs unterhalb von Gleisen,
ist jedoch noch weiter verbesserungsfähig.
[0011] So besteht ein Bedarf für ein Verfahren, bei dem eine Analyse von Linienbauwerken
wie Gleiswegen, insbesondere des Gleisbetts und Bodenbereichs unterhalb und seitlich
des Gleises, möglich ist, ohne dass punktuelle Aufschlüsse erforderlich sind.
[0012] Weiterhin besteht ein Bedarf dahingehend, das Verfahren so weiterzubilden, dass eine
schnellere und präzisere Erfassung des Zustands des Linienbauwerks, insbesondere des
Unterbaus von Gleiswegen möglich ist.
[0013] Es besteht weiterhin ein Bedarf für ein Analyseverfahren für Linienbauwerke, bei
dem eine Zuordnung der Messdaten zu Ortungsdaten in präziserer Form erfolgen kann.
[0014] Weiterhin besteht ein Bedarf für ein Analyseverfahren für Linienbauwerke, bei dem
die gemessenen Daten solcherart aufbereitet werden, dass die geologischen Schlichten
und etwaige, kritische geologische Strukturen sowie Fehlstellen im Gleisunterbau schneller
erfasst und zugeordnet werden können.
[0015] Weiterhin besteht ein Bedarf für ein Verfahren, welches in der Lage ist, die Betriebssicherheit
eines Linienbauwerks umfassend innerhalb eines kurzen Untersuchungszeitraums zu prüfen
und zu dokumentieren.
[0016] Diese Aufgaben werden gemäß der Erfindung mit einem Verfahren nach Anspruch 1 und
eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 17 gelöst.
[0017] Erfindungsgemäß umfasst die Abtastvorrichtung zumindest eine Sensorvorrichtung, die
mittels einer Antennenvorrichtung mit einen elektrischen Dipol eine elektromagnetische
Schwingung erzeugt, und die mittels eines Hohlleiters, dessen Querschnittsfläche sich
quer zur Ausbreitungsrichtung der elektromagnetischen Schwingung vom Dipol zu einer
Austrittsöffnung hin vergrößert, die elektromagnetische Schwingung an die Umgebungsluft
koppelt.
[0018] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass zwar mit üblichen Radarantennen eine
Abbildung von Bereichen eines Linienbauwerks wie des Unterbaus von Gleiswegen möglich
ist, die Radarantenne hierzu jedoch möglichst nahe an die Oberfläche des Linienbauwerks,
wie des Gleisbetts herangeführt werden muss und selbst dann die Abbildungsqualität
für eine hochauflösende Analyse nicht ausreichend ist. Der geringe Abstand zwischen
Linienbauwerk, insbesondere Gleisbettoberfläche und Antenne verursacht jedoch erhebliche
Sicherheitsrisiken bei Kollision mit etwaigen Gegenständen im Bereich des Linienbauwerks.
Zudem ist es beispielsweise erforderlich, die Radarantenne im Bereich bestimmter Gleisanlagen,
beispielsweise Weichen oder Bahnübergängen, hoch zu setzen. Dies erfolgt nach dem
Stand der Technik durch manuelle Betätigung einer Hebevorrichtung, wodurch die Fahrtgeschwindigkeit
des Messzuges erheblich vermindert wird.
[0019] Indem man eine Antennenvorrichtung mit einem solchen Hohlleiter verwendet, kann der
Abstand zwischen Linienbauwerk, insbesondere Gleisbett und Antenne erhöht werden und
hierdurch einerseits eine Luftankopplung erreicht werden, wodurch größere Abstände
zwischen Antenne und Boden möglich werden und hierbei die Sicherheit der Vorrichtung
auch bei schnellen Fahrgeschwindigkeiten des Messwagens sichergestellt werden. Die
spezielle Antennenanordnung stellt einerseits eine ausgeprägte Richtcharakteristik
bereit, sodass die elektromagnetische Schwingung in einer Richtung mit einem geringen
Öffnungswinkel ausgesendet wird. Die erfindungsgemäße Antennenvorrichtung kann eine
oder mehrere solcher Antennenvorrichtungen mit Hohlleiter aufweisen: Die Antennenvorrichtungen
können senkrecht in Richtung des Bodens abstrahlen oder gegenüber der Senkrechten
geneigt sein, um in einer schrägen Richtung in den Boden hinein zu messen, beispielsweise
um von seitlich unterhalb eines Gleises zu messen oder die Bodenbereiche seitlich
vom Gleis zu messen. Es hat sich für die Vermessung von Gleis- wegen gezeigt, dass
insbesondere eine mittig zwischen den beiden Gleissträngen angeordnete Antennenvorrichtung
mit senkrechter Abstrahlrichtung eine besonders günstige Erfassung des Unterbaus von
Gleiswegen ermöglicht. Die Antennenvorrichtung mit Hohlleiter kann in einem sicheren
Höhenabstand oberhalb des Gleises angeordnet werden, so dass Kollisionen mit sonstigen
Gleisanlagen, Bauteilen oder Fremdkörpern ausgeschlossen werden können.
[0020] Bei einer ersten vorteilhaften Fortbildung ist es bevorzugt, dass die Abtastvorrichtung
mit einer weiteren Sensorvorrichtungen das Linienbauwerk abtastet, wobei die weitere
Sensorvorrichtung vorzugsweise nach einem unterschiedlichen Messverfahren als die
Antennevorrichtung arbeitet. Hierdurch wird eine Multisensorvorrichtung im erfindungsgemäßen
Verfahren eingesetzt, welche zumindest zwei, vorzugsweise mehr als zwei Sensorvorrichtungen
umfasst, insbesondere Sensorvorrichtungen, die mit unterschiedlichen Messverfahren
arbeiten. Hierdurch wird es bei hochpräziser örtlicher Zuordnung der unterschiedlichen
Messergebnisse möglich, eine differenzierte Darstellung des untersuchten Linienbauwerks
zu erhalten.
[0021] Insbesondere ist es bevorzugt, wenn mit der Antennenvorrichtung ein Gleisunterbau
und Boden im Bereich zwischen Schienen und vorzugsweise auch unter diesen Schienen
abgetastet wird. Die Abtastung dieses Bereichs mittels der Antenne ermöglicht bei
Vermessung von Gleiswegen eine sichere Beurteilung des besonders wichtigen Bereichs
zwischen und unter den Schienen.
[0022] Weiterhin ist es bevorzugt, dass die Antennenvorrichtung im Radarfrequenzbereich
arbeitet. Der Radarfrequenzbereich beinhaltet Frequenzen, die sowohl eine differenzierte
Darstellung geologischer Schichten ermöglichen als auch eine ausreichende Eindringtiefe
in den untersuchten Bodenbereich aufweisen.
[0023] Das erfindungsgemäße Verfahren kann weiter fortgebildet werden, indem die geographische
Position durch ein satellitengestützes Ortungssystem ermittelt wird. Hierdurch wird
die Kombination einer Radarvermessung des Untergrundes von Gleiswegen mit einer satellitengestützten
Ortung, beispielsweise mittels GPS, bereitgestellt und somit einerseits eine genaue
Standortbestimmung und andererseits eine schnelle Datenauswertung erzielt.
[0024] Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die Daten des satellitengestützen Ortungssystems
mit den Daten einer Streckendatenbank zur Ortsbestimmung und/oder mit einem Dopplerradar
zur Geschwindigkeitsbestimmung abgeglichen werden. Die Genauigkeit derzeit verfügbarer
Satelliten-Navigationssysteme ist für viele Anwendungsfälle bei der Erfassung von
Gleiswegzuständen nicht ausreichend, um eine rasche Lokalisierung aufgefundener Fehlstellen
zu ermöglichen. Ein Streckennetz wie beispielsweise für Gleiswege, Straßenführungen
oder dergleichen verfügbar, mit seinen exakten Daten bezüglich Richtungen, Radien,
Verzweigungen und Längen einzelner Streckenabschnitte ist in den Streckennetzen vieler
Länder in einer Streckendatenbank abgelegt. Bei Abgleich der durch Satellitennavigation
erhaltenen Daten mit den Daten einer solchen Streckendatenbank kann die Genauigkeit
der Positionsbestimmung erheblich gesteigert werden. Dies kann beispielsweise erfolgen,
indem aus den durch Satellitennavigation erhaltenen Daten typische charakteristische
Daten der Streckendatenbank berechnet werden und durch Vergleich der berechneten Daten
mit den in der Streckendatenbank gespeicherten Daten eines zuvor eingeschränkten Streckenbereichs
eine exakte Standortbestimmung erfolgen. Als Abgleich wird hierbei verstanden, dass
mit dem Satelliten-Orfungssystem bestimmte Positionen und Positionsverschiebungen
mit den Gleiswegen des Streckendatennetzes verglichen werden und anhand aufgefundener
Kongruenzen bzw. Ähnlichkeiten eine exakte Positionsbestimmung erfolgt.
[0025] Mittels eines zusätzlichen oder alternativen Abgleichs der durch Satellitennavigation
erhaltenen Positionsdaten mit den relativen Daten eines Dopplerradars oder den absoluten
Daten einer Streckendatenbank kann die Genauigkeit der Navigation erheblich verbessert
werden und somit eine Genauigkeit von bis zu einem Meter erzielt werden. Unter Abgleich
soll in diesem Zusammenhang verstanden werden, dass einerseits die mit dem Dopplerradar
ermittelte Geschwindigkeit bzw. daraus errechnete Distanz mit derjenigen des Satellitennavigationssystems
verglichen wird und ein Abweichungsfaktor bestimmt wird und dieser Abweichungsfaktor
als Korrekturwert der mit dem Satellitennavigationssystem erhaltenen Daten verwendet
wird. Des weiteren kann mittels der Dopplerradar-Daten ein Streckenabschnitt oder
Zeitraum überbrückt werden, in dem kein Satellitenempfang möglich ist, beispielsweise
in Tunnels. In diesem Fall wird eine Extrapolation der bisherigen, gefahrenen Richtung
anhand der Dopplerradardaten vorgenommen und der aktuelle Standort berechnet.
[0026] Vorzugsweise werden die mit der Antennenvorrichtung ermittelten Daten mit Referenzdaten
vorbekannter geologischer Schichtzusammensetzungen, die in einer Referenzdatenbank
abgelegt sind, mittels einer digitalen Datenverarbeitung verglichen und bestimmten
geologischen Schichtzusammensefizungen zugeordnet.
[0027] Bei einer ausreichenden Auflösung der mit der Radarvorrichtung ermittelten Daten
geben typische geologische Schichtzusammensetzungen ein charakteristisches Radarsignal
ab, weiches auf die konkrete Schichtzusammensetzung der gemessenen Schicht schließen
lässt. Hierbei kann eine erhebliche Differenzierung erfolgen und beispielsweise ein
Schotterbett aus neuem Schotter mit scharfen Kanten von einem Schotterbett aus altem
Schotter mit abgerundeten Kanten und verschmutztem Schottergestein unterschieden werden.
Dieser Aspekt der Erfindung geht das Problem an, dass eine Auswertung der Daten über
lange Streckenabschnitte nur durch aufwendige Analyse durch einen Fachmann für jeden
einzelnen Quer- bzw. Längsschnitt erfolgen kann und somit sehr zeitaufwendig ist.
Verschiebungen von geologischen Schichten oder Veränderungen geologischer Schichten,
wie beispielsweise Hohlraumbildungen oder Flüssigkeitseindringungen können auf diese
Weise erst nach langer Auswertungszeit erkannt werden. Dieser Nachteil kann erheblich
verringert werden, wenn anhand von Referenzdaten ein Vergleich und eine Zuordnung
der gemessenen Daten mit vorbekannten geologischen Schichtzusammensetzungen erfolgt
Auf diese Weise kann die Auswertung sich darauf beschränken, Unregelmäßigkeiten in
erkannten geologischen Schichten aufzusuchen und unerkannte geologische Schichten
zu untersuchen bzw, den Verlauf der bekannten geologischen Schichten zu verfolgen.
Diese Untersuchungsmaßnahmen verursachen erheblich weniger Zeitaufwand als die Einzelanalyse
mit Zuordnung und Prüfung jeder einzelnen mit der Radarvorrichtung ermittelten Daten.
[0028] Der Vergleich und die Zuordnung mittels digitaler Datenverarbeitung kann durch Vergleich
der Radardaten in bestimmten Flächenabschnitten oder Volumenabschnitten mit den in
der Referenzdatenbank abgelegten Daten unter Berücksichtitung eines bestimmten Toleranzbereichs
erfolgen, um auf diese Weise eine Zuordnung der Schichtzusammensetzung vorzunehmen.
Die automatische Identifikation der geologischen Schichtstruktur ermöglicht eine wesentlich
schnellere Auswertung der erhaltenen Messdaten und somit eine schnellere Auffindung
möglicher kritischer Schichtstrukturen, Schichtstrukturveränderungen oder Fehlstellen
in den Schichtstrukturen.
[0029] Dabei ist es besonders bevorzugt, dass die Zuordnung durch eine Visualisierung der
Schichtstrukturen aus den gemessenen Radardaten und einen Vergleich dieser Schichtstrukturen
mit den zuvor aus Radardaten visualisierten Schichtstrukturen geologischer Schichten
mit vorbekannter Schichtzusammensetzung erfolgt. Diese Visualisierung ermöglicht einem
Benutzer der Vorrichtung, der nicht zwangsläufig ein Radarfachmann sein muss, Unregelmäßigkeiten
in bekannten Schichten oder ungünstige Schichtzusammensetzungen auf einfache Weise
zu erkennen sowie sich ändernde Verläufe von Schichtstrukturen sofort zu erkennen.
[0030] Weiterhin ist es bevorzugt, dass die Schichten in zweidimensionalen Schnittansichten,
insbesondere Quer- und Längsschnitten durch bzw. entlang des Gleiswegs, auf einer
Bildausgabevorrichtung angezeigt werden und die Schichtzusammensetzungen durch vorzugsweise
genormte Symbole oder Flächenausfüllungen visualisiert werden. Auf diese Weise wird
dem Benutzer des erfindungsgemäßen Verfahrens eine Darstellung der Messdaten zur Verfügung
gestellt, die eine schnelle, nachvollziehbare Auswertung ermöglicht.
[0031] Es ist weiterhin bevorzugt, dass während des Datenerfassungsvorgangs mit der Antennenvorrichtung
das Oberflächenprofil oder Abschnitte des Oberflächenprofils des Gleiswegs mittels
einer Laserabtastvorrichtung abgetastet wird, vorzugsweise mittels senkrecht zur Fahrbewegung
des Messwagens oszillierendem Abtasten durch den Laserstrahl. Dies ermöglicht es,
beispielsweise bei der Vermessung von geschotterten Gleiswegen, dass fehlender oder
überschüssiger Schotter detektiert wird und dient so einer Qualitätsüberwachung der
Gleiseinbettung. Insbesondere kann so eine dreidimensionale Ansicht des Oberflächenprofils
ermittelt werden, die eine umfassende Bewertung des Schotterbettungsprofils erlaubt.
[0032] Weiterhin ist es bevorzugt, wenn während des Datenerfassungsvorgangs mit der Antennenvorrichtung
die Umgebung und/oder die Oberfläche des Linienbauwerks mittels einer digitalen Bilderfassungsvorrichtung
erfasst wird. Durch diese Fortbildung wird einem Benutzer einerseits die Zuordnung
bestimmter Daten des ermittelten Datensatzes zu bestimmten Örtlichkeiten erleichtert
und auf diese Weise die Auswertungsmöglichkeit verbessert. Weiterhin können mit dieser
Fortbildung ergänzende Daten bereitgestellt werden, die für die Erfassung des Zustands
des Linienbauwerks maßgeblich sind.
[0033] Dabei ist es weiterhin bevorzugt, dass mit der digitalen Bilderfassungsvorrichtung
die Fahrdrahteinrichtungen oder Teile der Fahrdrahteinrichtungen des Gleiswegs, die
Oberfläche und der Fahrkantenbereich beider Schienenstränge des Gleiswegs, und/oder
die Oberfläche der Schwellen und/oder einer festen Fahrbahntrasse aufgezeichnet werden.
[0034] Diese Fortbildung der Erfindung verbessert den Nachteil bekannter Verfahren dahingehend,
dass ein Inspektionsverfahren für Gleiswege bereitgestellt wird, bei dem zugleich
auch eine umfassende Bilderfassung mehrerer relevanter Untersuchungsbereiche erfolgt.
Es können so Beschädigungen des Fahrdrahtes des Gleiswegs anhand einer Auswertung
der digitalen Bilddaten erkannt werden. Zudem können Ausbrüche, Risse oder Verschleißbereiche
in der Oberfläche oder im Fahrkantenbereich der Schienenstränge erfasst und dargestellt
werden. Dies wird vorzugsweise durch senkrechte oder leicht schräge Aufnahmerichtung
auf die Oberfläche der Schienenstränge mittels zweier einzelner digitaler Bilderfassungseinrichtungen
vorgenommen, die vorzugsweise jeweils von innen schräg auf die Schienenstränge gerichtet
sind. Auf diese Weise kann insbesondere der Verschleißzustand der Fahrkanten ermittelt
werden und gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen zur Verlängerung der Standzeit
der Schiene oder zur Behebung starker Verschleißerscheinungen vorgenommen werden.
Weiterhin ermöglicht diese Fortbildung einerseits die leichtere Zuordnung von Fehlstellen,
die mittels einer Radar- oder Laseruntersuchung detektiert worden sind, zu einer bestimmten
Stelle entlang des Gleiswegs, da diese anhand der zugleich erfassten Bilddaten besser
aufgefunden werden kann. Dies kann einerseits ein besseres Zurechtfinden eines Benutzers
innerhalb der untersuchten Umgebung anhand der zusätzlichen Bilddaten oder eine direkte
Zuordnung der Bilddaten zu den Radardaten oder Laserabtastdaten erlauben.
[0035] Andererseits ermöglicht diese Fortbildung des Verfahrens auch, dass neben der Radar-
oder Laseruntersuchung eine differenzierte zusätzliche Untersuchung sicherheitsrelevanter
Merkmale aus der Umgebung und/oder der Oberfläche des Gleiswegs erfolgt. Auf diese
Weise kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eine zeitgleiche Erfassung relevanter
Radar- oder Laserdaten und relevanter Bilddaten erfolgen, die eine umfassende Beurteilung
des Zustands des Gleiswegs erlaubt. Die digitale Bilderfassungsvorrichtung kann dabei
beispielsweise mit einer zeilenabtastenden Videokamera erfolgen. Weiterhin kann die
digitale Bilderfassung durch in diskreten Abständen aufgenommene digitale Einzelbilder
erfolgen, deren Abstand vorzugsweise so gewählt ist, dass sich anhand der aufgenommenen
Bildausschnitte eine lückenlose Abbildung des Gleiswegs ergibt. Vorzugsweise werden
mehrere digitale Bilderfassungsvorrichtungen verwendet, insbesondere digitale Video-
oder Fotokameras, die versetzt zueinander und/oder in unterschiedlichen Ausrichtungen
relevante Ausschnitte der Umgebung und/oder des Gleiswegs erfassen.
[0036] Schließlich eignet sich diese Fortbildung auch für die Analyse fester Fahrbahntrassen.
Diese sind typischerweise aus Beton gefertigt und werden zunehmend für Hochgeschwindigkeitsfahrtrassen
verwendet. Für solche Trassen werden Schwellen aus Beton verwendet. Bei diesem Material
ist es erforderlich, in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung auf Risse durchzuführen,
was in komfortabler Weise durch eine digitale Bilderfassung der Oberfläche der Bauteile
erfolgen kann. Dabei kann vorzugsweise eine digitale Bildauswertung erfolgen, die
die Risse automatisch detektiert und markiert.
[0037] Die digitale Bilderfassung kann weiter fortgebildet werden, indem mit der digitalen
Bilderfassungsvorrichtung die Befestigungselemente der Schienen an den Schwellen aufgezeichnet
werden und vorzugsweise durch eine digitale Bildauswertung automatisch auf Vorhandensein
und richtige Lage geprüft werden. Befestigungselemente zwischen Schiene und Schwelle
können sich lockern oder durch Vandalismus gelockert oder sogar entfernt werden. Eine
Überprüfung dieser Befestigungselemente in regelmäßigen Abständen ist erforderlich
und kann vorzugsweise mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgen. Hierbei ist es,
wie zuvor beschrieben, bevorzugt, mittels digitaler Bildauswertung eine automatische
Detektion einer eventuellen Lockerung oder eines Fehlens dieser Befestigungselemente
zu detektieren und anzuzeigen.
[0038] Gemäß eines weiteren Aspekts der Erfindung wird das eingangs genannte Verfahren oder
die zuvor beschriebenen Verfahrensfortbildungen weiter fortgebildet, indem mit der
Antennenvorrichtung, der digitalen Bilderfassungsvorrichtung und/oder der Laserabtastvorrichtung
die Wandung eines Tunnels untersucht wird. Die Führung von Gleiswegen durch Tunnels
hat im Zuge der Trassenmodemisierung zunehmend Bedeutung gewonnen. In diesem Zusammenhang
ist es erforderlich, auch die Wandung von Tunnels, d.h. Tunneloberbau, Ulmen in regelmäßigen
Abständen zu prüfen, um lockeres Gestein oder Feuchtigkeit zu detektieren. Weiterhin
ist es nach dem Bau eines Tunnels zur Bauabnahme oftmals vorteilhaft, diese Parameter
zu überprüfen und die Felsdicke zu ermitteln. Dies kann mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren in vorteilhafter Weise ausgeführt werden, indem mit der Antennenvorrichtung
die Wandung des Tunnels untersucht wird. Hierzu muss die Antennenvorrichtung zumindest
eine Antenne aufweisen, die entsprechend zur Tunnelwand ausgerichtet ist. Vorzugsweise
umfasst die Antennenvorrichtung mehrere Antennen, insbesondere Radarantennen die vorzugsweise
in senkrechter Richtung zur Tunnelwandung messen.
[0039] Es hat sich dabei überraschend herausgestellt, dass mit der erfindungsgemäßen Antennenvorrichtung
mit Hohlleiter auch eine beabstandet durchgeführte Abtastung der Tunnelwandung durchgeführt
werden kann und hierbei die Tunnelwandoberfläche dargestellt und ein Reliefnachweis
geführt werden kann. Auf diese Weise können Ausbrüche, vorstehende Bauelemente oder
Versatze in der Tunnelwandung erfasst werden, was mit bisher bekannten Methoden nicht
in einer vertretbaren Zeitspanne möglich war.
[0040] Das erfindungsgemäße Verfahren kann hinsichtlich aller erfindungsgemäßer Verfahrensaspekte
und -fortbildungen weiter fortgebildet werden, indem die mit der Antennenvorrichtung
und/oder der digitalen Bilderfassungsvorrichtung und/oder der Laserabtastvorrichtung
gemessenen Daten durch eine digitale Datenauswertung analysiert werden und hierbei
Schichtgrenzen und/oder Fehlstellen durch Vergleich mit Referenzdaten und/oder durch
Vergleichen der lokalen gemessenen Daten mit einem über einen bestimmten Umgebungsbereich
gemittelten Daten und/oder durch Vergleichen benachbarter Daten oder Datenbereiche
identifiziert und markiert werden.
[0041] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können so insbesondere gleichzeitig während einer
einzigen Messfahrt eine Reihe unterschiedlicher Messdaten ermittelt werden, beispielsweise
Radarmessdaten zur Inspektion des Unterbaus des Gleiswegs, Bildmessdaten zur Inspektion
der Oberfläche des Oberbaus des Gleiswegs, des Fahrdrahtes sowie der Umgebung und
laserermittelte Messdaten zur Überprüfung der Lage von Gleis und Schwellen oder des
Schotterbetts. Die Auswertung dieser Daten muss oftmals in kurzer Zeit erfolgen und
die Auswertungszeit kann maßgeblich reduziert werden, wenn von der bekannten manuellen
Begutachtung der Daten abgegangen wird und eine automatische Analyse durch Vergleich
mit Referenzdaten vorgenommen wird. Hierbei kann entweder ein Vergleich lokaler Daten
mit gemittelten Daten erfolgen, um Abweichungen vom gemittelten Normalzustand zu detektieren.
[0042] Weiterhin kann das erfindungsgemäße Verfahren hinsichtlich aller Aspekte und Fortbildungen
fortgebildet werden, indem jede automatisch oder manuell erkannte Fehlstelle in eine
von mindestens zwei Gruppen einsortiert wird und diese Gruppen die zu ergreifenden
Maßnahmen zur Behebung der Fehlstelle charakterisieren. Dies ermöglicht eine schnelle
Übersicht über den gesamten Zustand eines Linienbauwerks und verbessert die Koordinierung
von ReparaturmaHnahmen erheblich. Insbesondere ist diese Fortbildung vorteilhaft,
wenn das erfindungsgemäße Inspektionsverfahren im Zusammenhang mit unmittelbar folgenden
Reparaturmaßnahmen, gegebenenfalls sogar unmittelbar angekoppelt an den Messwagen,
eingesetzt wird, um eine schnelle Entscheidung über die Art und Weise der Reparatur
einer Fehlstelle zu treffen. Die Einsortierung in die Gruppen erfolgt dabei anhand
des Ausmaßes bzw. der Art und Weise der erkannten Fehlstelle und den aus zuvor durchgeführten
Reparaturen bekannten Maßnahmen, die zur Behebung einer solchen Fehlstelle erforderlich
sind. Unter Maßnahme kann hierbei auch eine präventive Bearbeitung verstanden werden,
die die Standzeit des Gleiswegs oder Teilen davon erhöhen soll.
[0043] Bei einer besonders vorteilhaften Verfahrensfortbildung werden die Messdaten der
Radarvorrichtung, der Laserabtastvorrichtung und/oder der Bilderfassungseinrichtung
einander für einen Messbereich zugeordnet und in eine Datenbank zusammengeführt und
es wird eine Messdatenaussage gebildet, die aus zumindest zwei dieser Datensätze zusammengesetzt
ist. Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren mögliche gleichzeitige Erfassung von
Messdatensätzen mittels unterschiedlicher Messverfahren ermöglicht nicht nur eine
Verkürzung der für die Inspektion erforderlichen Zeit, sondern erlaubt es auch, die
Messdaten einer gemeinsamen Betrachtung zu unterziehen und hierdurch weitergehende
Erkenntnisse aus den solcherart kombinierten Messdatensätzen zu gewinnen. So können
oftmals Analysen aus einem Messdatensatz mit Hilfe eines anderen Messdatensatzes verifiziert
werden. Des Weiteren erlaubt die Kombination mehrerer Messdatensätze die vollumfängliche
Bewertung von Fehlstellen, beispielsweise, indem die oberflächlichen Abmessungen eines
Risses aus den Bilderfassungsdaten und die Tiefe des Risses aus den Laserabtastdaten
oder den Radarmessdaten gewonnen wird.
[0044] Schließlich besteht eine weitere wichtige Verfahrensfortbildung darin, dass zumindest
zwei Messungen an einem Ort oder in einem Bereich zeitlich versetzt zueinander durchgeführt,
die Messdaten aus den zwei zeitlich versetzt zueinander durchgeführten Messungen mittels
einer digitalen Datenverarbeitung geographisch übereinstimmenden Positionen zugeordnet
werden, miteinander verglichen werden, wobei vorzugsweise Unterschiede zwischen den
Messdaten aus den zwei zeitlich versetzt zueinander durchgeführten Messungen automatisch
markiert werden. So können durch wiederholte Inspektion eines Gleiswegs die bei einer
aktuellen Messung aufgenommenen Daten durch die exakte Positionsbestimmung mit den
entsprechenden Daten einer vorherigen Messung verglichen werden und auf diese Weise
Veränderungen, die zwischen den beiden Messungen erfolgt sind, erfasst werden. Die
so detektierten Fehlstellen bzw. Veränderungen können in Bilddarstellungen visualisiert
und hervorgehoben werden. Auf diese Weise wird einerseits ein Monitoring, also eine
zeitversetzte Mehrfachkontrolle des Gleiswegs, ermöglicht, was die Beobachtung eines
Schadensfortschritts erlaubt, um den richtigen Zeitpunkt für Reparaturmaßnahmen zu
bestimmen. Weiterhin können die Ergebnisse einer einfachen manuellen Nachkontrolle
am Bildschirm oder in einem Ausdruck unterzogen werden, um zu entscheiden, ob Maßnahmen
zur Behebung der Fehlstelle/Veränderung getroffen werden müssen bzw. um eine Beschreibung
der erfassten Fehlstelle/Veränderung vorzunehmen. Des Weiteren können die mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung aufgenommenen Daten mit zu anderen Zeitpunkten aufgenommenen
Fremddaten abgeglichen werden, sofern diese ebenfalls über eine ausreichend genaue
Positionsinformation verfügen.
[0045] Dabei können insbesondere die zeitlich versetzten Messungen an einem Ort jeweils
Messdaten aus zumindest zwei unterschiedlichen Messverfahren umfassen. So wird ein
Monitoring mit differenzierten Messdaten für verschiedene Eigenschaften des Linienbauwerks
ermöglicht.
[0046] Insbesondere eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren zum Erfassen des Zustands
von Deichbauten wobei das Messfahrzeug auf der Deichkrone fährt und mittels zumindest
einer an einem Auslegerarm montierten Antennenvorrichtung der Zustand des Deichs vor
und/oder hinter der Deichkrone erfasst wird.
[0047] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Erfassen des Zustands
von Linienbauwerken, insbesondere Gleiswegen, umfassend: eine an einem Messfahrzeug
befestigte Abtastvorrichtung zum Vermessen des Gleiswegs, eine zentrale Datenspeichervorrichtung
zum Speichern der von der Abtastvorrichtung erfassten Messdaten, und eine Navigationsvorrichtung
zum Ermitteln der geographischen Position der Abtastvorrichtung entlang des Gleiswegs
bei der die Abtastvorrichtung eine Antennenvorrichtung mit einem elektrischen Dipol
zur Erzeugung einer elektromagnetischen Schwingung und einen Hohlleiter zur Kopplung
der Schwingung an die Umgebungsluft umfasst, dessen Querschnittsfläche sich quer zur
Ausbreitungsrichtung der elektromagnetischen Schwingung vom Dipol zu einer Austrittsöffnung
hin vergrößert.
[0048] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann fortgebildet werden nach den Ansprüchen 18
bis 33. Diese fortgebildeten Vorrichtungen weisen Merkmale auf, die sie insbesondere
dafür geeignet machen, zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und seiner
Fortbildungen verwendet zu werden. Zu den Ausführungsformen, spezifischen Merkmalen,
Varianten und Vorteilen der Merkmale dieser Vorrichtungen und Vorrichtungsfortbildungen
wird auf die vorangegangene Beschreibung zu den entsprechenden Verfahrensmerkmalen
verwiesen.
[0049] Schließlich ist ein weiterer Aspekt der Erfindung die Verwendung einer zuvor beschriebenen
Vorrichtung, um damit den Zustand von Deichbauten oder den Zustand von Fahrwegen,
insbesondere Straßen, zu erfassen. Es hat sich überraschend herausgestellt, dass die
erfindungsgemäße Vorrichtung insbesondere gut dafür geeignet sind, um sich anbahnende
Schäden im Bereich von Deichbauten und Fahrwegen im Vorfeld zu erfassen, beispielsweise
indem beginnende Unterspülungen detektiert werden. Das erfindungsgemäße Verfahren
kann dabei zum Erfassen des Zustands von Deichbauten fortgebildet werden, indem es
mittels eines Auslegearms mit daran montierten Radarantennen den Zustand des Deichs
vor und hinter der Deichkrone erfasst und auf diese Weise sowohl die Deichsubstanz
unmittelbar unter der Deichkrone mit Hilfe der direkt in Messfahrzeugnähe installierten
Radarantennen erfasst werden als auch die Deichsubstanz im Bereich des Fußes des Deichs,
indem entsprechend Radarantennen am Auslegearm in diesem Bereich angeordnet werden.
[0050] Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird anhand der
Figuren beschrieben. Es zeigen:
Figur 1: Eine schematische Seitenansicht eines Messfahrzeugs mit einer daran montierten
erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, und
Figur 2: Einen schematischen Datenflussplan für den Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0051] Bezug nehmend auf Figur 1 ist an einem Messfahrzeug 10 ein sich in Fahrtrichtung
erstreckender Auslegarm 21 mit daran befestigtem Querausleger 22 montiert.
[0052] Am äußeren Ende des Längsauslegers 21 ist eine Antennenvorrichtung mit Hohlleiter
30 befestigt, die in senkrechter Richtung nach unten abstrahlt und zwischen zwei Schienensträngen
11,12, auf denen der Messwagen 10 rollt, hindurchmisst. Am Querausleger 22 sind zwei
Radarantennen 31,32 angeordnet. Die in Fahrtrichtung links liegende Radarantenne 31
misst am linken Schienenstrang 11 seitlich vorbei, die in Fahrtrichtung rechts liegende
Radarantenne 32 misst am rechten Schienenstrang 21 seitlich vorbei.
[0053] Die Antennenvorrichtung mit Hohlleiter 30 misst bis zu 4m in Erdreich und Unterbau
unterhalb der Gleisstränge 11,12 hinein und erlaubt somit eine Auswertung dieses Erdreichs,
des Unterbaus und des Oberbaus, d.h. der Schwellen und des Schotterbetts des Gleiswegs.
Die Radarantennen 31,32 messen im typischen Frequenzbereich bis zu 4m in den Unterbau
und das Erdreich hinein, bei besonders abgestimmten Frequenzbereichen auch noch tiefer,
und erlauben eine Auswertung von Ober-, Unterbau und Erdreich in diesem seitlichen
Bereich. Die Radarmessung kann bei Geschwindigkeiten bis zu 200km/h mit einer horizontalen
Auflösung erfolgen, die Fehlstellen ab einer Größe von einigen Metern erkennbar macht.
[0054] Im Bereich hinter den beiden vorderen Laufrädern 13,14 des Messwagens 10 ist eine
Laserabtastvorrichtung 40 angeordnet, welche das Schotterprofil abtastet und mit einem
Sollprofil vergleicht, um auf diese Weise überschüssigen oder fehlenden Schotter zu
detektieren. Die Abtastung kann ebenfalls bei Geschwindigkeiten bis zu 200km/h erfolgen.
[0055] Des weiteren sind zwischen den beiden Laufradsätzen 13,14 bzw. 15,16 des Messwagens
10 mehrere digitale Zeilenkameras 50,51,52 angeordnet, welche die Oberfläche des Gleiswegs
aufnehmen. Hierunter sind zwei digitale Zeilenkameras 50,52, welche auf den Schienenkopf
im Bereich der Fahrkante gerichtet sind und diesen mit einer Auflösung von 0,1 x 0,5mm
aufnehmen. Diese Aufnahmen ermöglichen einen sogenannten "Head Check" und die Detektion
von Kantenausbrüchen im Bereich der Fahrkante. Weiterhin werden Schweißstellen und
Isolierstöße erfasst.
[0056] Eine weiterer Satz digitaler Zeilenkameras 51 ist auf die Gleiswegoberfläche im mittleren
Bereich gerichtet und erlaubt es, eine feste Fahrbahn 17 sowie die Schwellen 18 auf
Risse zu untersuchen. Hierzu wird ein Kamerasatz 51 eingesetzt, der aus vier digitalen
Zeilenkameras besteht, die Risse mit einer Breite von 0,1mm oder mehr erfassen können.
Von dem Kamerasatz 51 sind jeweils zwei Zeilenkameras pro Schiene angeordnet, die
in Fahrtrichtung links und rechts von dieser Schiene die Fahrbahn- und Schwellenoberfläche
erfassen.
[0057] Schließlich befinden sich an der Frontseite des Messwagens noch weitere digitale
Zeilenkameras 60,61, die auf Schwenk- und Neigeköpfen montiert sind und dazu dienen,
dass Gleisumfeld, das Oberleitungssystem und den Zustand der seitlichen Entwässerung
zu erfassen. Diese Zeilenkameras können manuell oder automatisch bedient werden oder
mit einer festen Achsausrichtung eingesetzt werden.
[0058] Auf dem Dach des Messwagens 10 ist eine GPS-Antenne 70 angeordnet, die mit einem
GPS-Verarbeitungsgerät 71 gekoppelt ist. Die Daten des GPS-Verarbeitungsgeräts werden
mit den Daten eines Radinkrementalgeber 72 abgeglichen, um hierdurch eine Genauigkeit
von 1m bei der Bestimmung der Position des Messwagens zu erzielen.
[0059] Die Messdaten der Radarantennen 30-32, des Laserabtastsystems 40, der digitalen Zeilenkameras
50-52 und 60-61 und der Positionsdaten aus der GPS-Einheit 70,71 und dem Radinkrementalgeber
72 werden einem zentralen Speicherungs- und Auswertungsrechner 90 zugeführt.
[0060] Die Verarbeitung der Daten wird anhand von Figur 2 beschrieben.
[0061] In Figur 2 sind symbolisch eine Radarvorrichtung 130 mit mehreren Radarantennen,
eine Laserabtastvorrichtung 140, eine digitale Bilderfassungsvorrichtung 150 zur Beobachtung
der Oberfläche einer festen Fahrbahntrasse und der Schwellen, eine digitale Bilderfassungsvorrichtung
zur Erfassung des Fahrleitungsdrahtes des Gleiswegs, eine digitale Bilderfassungsvorrichtung
zur Erfassung der Umgebung 161 und ein inkrementaler Weggeber 172 zur Erfassung der
Umdrehungsanzahl und Drehstellung eines Rades des Messwagens schematisch abgebildet.
Diese Messdatenerfassungselemente 130,140,150,160,161 und 172 geben ihre Messdaten
über eine Eingangsschnittstelle zu einer ersten Datenverarbeitungsstation 200 innerhalb
einer zentralen Datenverarbeitungseinrichtung 190.
[0062] Die erste Datenverarbeitungsstation 200 empfängt weiterhin Daten von einer GPS-Antenne
170 über die Laufzeitsignale zu bestimmten Satelliten. Innerhalb der ersten Datenverarbeitungsstation
200 werden die von der GPS-Antenne empfangenen Signale mit den Daten des Inkrementalgebers
172 und den in einer Speichereinheit 210 abgespeicherten Streckennetzdaten abgeglichen,
um auf diese Weise den Standort des Messwagens auf 1m genau zu bestimmen.
[0063] Hiernach werden die Daten zu einer zweiten Datenverarbeitungsstation 220 weitergeleitet.
In der zweiten Datenverarbeitungsstation 220 werden die Messdaten der einzelnen Messerfassungseinrichtungen
mit den in einer zweiten Speichervorrichtung 230 abgespeicherten Referenzdaten verglichen.
Die in der zweiten Speichervorrichtung abgespeicherten Referenzdaten stellen typische
Messwerte, wie beispielsweise Grauwerte oder Grauwertverläufe für bekannte Zuordnungswerte
dar, wobei unter Zuordnungswerten beispielsweise die Verschleißbreite im Bereich der
Laufkante einer Schiene oder bestimmte Bodenarten oder Gleisunterbauarten, beispielsweise
verschmutzter oder neuer Schotter oder dergleichen zu verstehen sind.
[0064] Die Verarbeitung der Messdaten in der zweiten Datenverarbeitungsstation 220 ermöglicht
daher die Zuordnung bestimmter Schichteigenschaften oder Oberflächeneigenschaften
zu den gewonnenen Messdaten. Die so zugeordneten Eigenschaften werden durch einen
Visualisierungsparameter den Messdaten im identifizierten Bereich zugeordnet und können
auf diese Weise durch manuelle Datenauswertung oder bei einer Visualisierung der Messdaten
auf einem Bildschirm oder in einem Ausdruck entsprechend hervorgehoben oder abgebildet
werden.
[0065] In der zweiten Datenverarbeitungsstation 220 erfolgt weiterhin eine Auswertung der
Messdaten im Hinblick auf etwaige Fehlstellen. Dies kann auf verschiedene, bekannte
Weisen erfolgen. So kann beispielsweise ein Einzeimesswert mit einem Mittelwert der
Messwerte in seiner Umgebung verglichen werden und bei Abweichung des Einzelmesswerts
von diesem Mittelwert um einen bestimmten Betrag eine Fehlstelle an der Stelle des
Einzelmesswerts erkannt werden. Auf diese Weise können beispielsweise Risse in den
Messdaten einer Oberfläche der festen Fahrbahntrasse erkannt werden oder Unterspülungen
im Unterbau des Gleisbetts aus den Radarmessdaten erkannt werden.
[0066] Aus der zweiten Datenverarbeitungsstation 220 werden die so parametrierten Messdaten
an eine dritte Datenverarbeitungsstation 240 geleitet. In der dritten Datenverarbeitungsstation
240 wird anhand der Parameter der Messdaten aus einem dritten Datenspeicher 250, der
einen Maßnahmenkatalog beinhaltet, jeder aufgefundenen Fehlstelle eine Maßnahme zugeordnet,
die zum Erhalt der Streckensicherheit bzw. zur Verlängerung der Standzeit der Strecke
getroffen werden muss bzw. soll.
[0067] In der dritten Datenverarbeitungsstation 240 können weiterhin Messdaten aus unterschiedlichen
Messwertaufnehmern miteinander verglichen werden, um auf diese Weise beispielsweise
anhand der durch Laserabtastung gewonnen Oberflächenprofildaten und der durch digitale
Bilderfassung gewonnen Bilddaten einer Untersuchungsstelle einen Rückschluss auf die
Tiefe eines Risses oder die Ausrichtung einer Verschleißfläche zu gewinnen. Grundsätzlich
können in der dritten Datenverarbeitungsstation 240 die Daten aller Messwertaufnehmer
für einen beliebigen Untersuchungsort einander zugeordnet werden, um auf diese Weise
eine umfassende Beurteilung eines Untersuchungsortes zu ermöglichen. Weiterhin können
in der dritten Datenverarbeitungsstation die Messdaten aus einer früheren Messung
gespeichert werden und mit den Messdaten der aktuellen Messung verglichen werden.
Auf diese Weise kann ein Monitoring des Gleiswegs erfolgen, um den Fortschritt von
Fehlstellen zu erfassen und den rechtzeitigen Zeitpunkt für eine Wartungs- oder Reparaturmaßnahme
zu bestimmen.
[0068] Die Messdaten werden in parametrierter und aufbereiteter Weise an einen Bildschirm
weitergeleitet, um auf diesem Bildschirm eine Visualisierung für einen Benutzer vorzunehmen.
Der Benutzer kann hierzu auf dem Bildschirm Längs- oder Querprofile des untersuchten
Gleiswegs einblenden und zugleich ein Oberflächenbild und ein Oberflächenprofil dieses
Gleiswegs an der entsprechenden Stelle abrufen und darstellen. Weiterhin können die
geografischen Positionsdaten für die untersuchte Stelle abgerufen werden und zum besseren
Zurechtfinden Bilder der Umgebung dieses Orts eingeblendet werden.
[0069] Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
somit durch einmaliges Abfahren eines Gleiswegs eine umfassende Beurteilung des Gesamtzustands
des Oberbaus, der Unterbaus und des Gleisstrangs sowie der Fahrbahntrasse und der
Schwellen selbst möglich. Die Messwertaufnehmer sind ausgebildet, um bei Geschwindigkeiten
oberhalb von 50km/h zu messen, eine Reihe von Messwertaufnehmern kann bei Geschwindigkeiten
bis 200km/h messen. Die Datenaufbereitung erlaubt eine Differenzierung und Identifizierung
von Fehlstellen durch digitale Bildauswertung und Zuordnung von Messdaten aus verschiedenen
Messsystemen für eine Untersuchungsstelle und ermöglicht einem Benutzer daher, eine
schnelle Erkennung von Fehlstellen oder Veränderungen im Bereich eines Gleiswegs.
[0070] Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
weiterhin nach mehrmaligem Abfahren eines Gleiswegs eine umfassende Beurteilung von
Veränderungen des Gesamtzustands des Oberbaus, der Unterbaus und des Gleisstrangs
sowie der Fahrbahntrasse und der Schwellen selbst möglich, um auf diese Weise ein
Monitoring mit einer automatisierten Unterscheidung zwischen sich rasch ändernden
Fehlstellen und stabilen Fehlstellen oder Beschädigungen zu treffen.
1. Verfahren zum Erfassen des Zustands von Linienbauwerken, mit den Schritten:
- Abtasten des Linienbauwerks mittels einer an einem Messfahrzeug (10) befestigten
Abtastvorrichtung,
- Übertragen und Speichern der von der Abtastvorrichtung erfassten Daten zu bzw. in
einer zentralen Datenspeichervorrichtung (90), und
- Ermitteln der geographischen Position der Abtastvorrichtung entlang des Linienbauwerks,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastvorrichtung zumindest eine Sensorvorrichtung umfasst, die mittels einer
Antennenvorrichtung mit einen elektrischen Dipol eine elektromagnetische Schwingung
erzeugt, und dass die Antennenvorrichtung mittels eines Hohlleiters, dessen Querschnittsfläche
sich quer zur Ausbreitungsrichtung der elektromagnetischen Schwingung vom Dipol zu
einer Austrittsöffnung hin vergrößert, die elektromagnetische Schwingung an die Umgebungsluft
koppelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Abtastvorrichtung ermittelten Daten mit Referenzdaten (230) vorbekannter
geologischer Schichtzusammensetzungen, die in einer Referenzdatenbank (230) abgelegt
sind, mittels einer digitalen Datenverarbeitung verglichen und bestimmten geologischen
Schichtzusammensetzungen zugeordnet werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastvorrichtung mit einer weiteren Sensorvorrichtung das Linienbauwerk abtastet,
wobei die weitere Sensorvorrichtung vorzugsweise nach einem unterschiedlichen Messverfahren
als die Antennenvorrichtung arbeitet.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antennenvorrichtung im Radarfrequenzbereich arbeitet.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mit der Abtastvorrichtung, insbesondere der Antennenvorrichtung, ein Gleisunterbau
und Boden im Bereich zwischen Schienen und vorzugsweise auch unter diesen Schienen
abgetastet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass während des Datenerfassungsvorgangs mit der Abtastvorrichtung, insbesondere der Antennenvorrichtung,
das Oberflächenprofil oder Abschnitte des Oberflächenprofils des Linienbauwerks mittels
einer Laserabtastvorrichtung (40) abgetastet wird, vorzugsweise mittels senkrecht
zur Fahrbewegung des Messwagens oszillierendem Abtasten durch den Laserstrahl.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass während des Datenerfassungsvorgangs mit der Abtastvorrichtung, insbesondere der Antennenvorrichtung,
die Umgebung und/oder die Oberfläche des Linienbauwerks mittels einer digitalen Bilderfassungsvorrichtung
(50 - 52, 60, 61) erfasst wird.
8. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass mit der digitalen Bilderfassungsvorrichtung
- die Fahrdrahteinrichtungen oder Teile der Fahrdrahteinrichtungen eines Gleiswegs,
- die Oberfläche und der Fahrkantenbereich beider Schienenstränge dieses Gleiswegs,
und/oder
- die Oberfläche der Schwellen (51) dieses Gleiswegs und/oder einer festen Fahrbahntrasse
aufgezeichnet werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass mit der digitalen Bilderfassungsvorrichtung (51) Befestigungselemente von Schienen
an Schwellen eines Gleiswegs aufgezeichnet werden und vorzugsweise durch eine digitale
Datenauswertung automatisch auf Vorhandensein und richtige Lage geprüft werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4, 6 und/oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass mit der Radarvorrichtung, der digitalen Bilderfassungsvorrichtung und/oder der Laserabtastvorrichtung
die Wandung eines Tunnels untersucht wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 und/oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Radarvorrichtung und/oder der digitalen Bilderfassungsvorrichtung gemessenen
Daten durch eine digitale Datenauswertung analysiert werden und hierbei Schichtgrenzen
und/oder Fehlstellen durch Vergleich mit Referenzdaten und/oder durch Vergleichen
der lokalen gemessenen Daten mit einem über einen bestimmten Umgebungsbereich gemittelten
Daten und/oder durch Vergleichen benachbarter Daten oder Datenbereiche identifiziert
und markiert werden.
12. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass jede automatisch oder manuell erkannte Fehlstelle in eine von mindestens zwei Gruppen
(250) einsortiert wird und diese Gruppen die zu ergreifenden Maßnahmen zur Behebung
der Fehlstelle charakterisieren.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4, 6 und/oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Messdaten der Radarvorrichtung, der Laserabtastvorrichtung und/oder der Bilderfassungseinrichtung
einander für einen Messbereich zugeordnet und in eine Datenbank zusammengeführt werden
und eine Messdatenaussage gebildet wird, die aus zumindest zwei dieser Datensätze
zusammengesetzt ist.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Messungen an einem Ort zeitlich versetzt zueinander durchgeführt,
die Messdaten aus den zwei zeitlich versetzt zueinander durchgeführten Messungen mittels
einer digitalen Datenverarbeitung geographisch übereinstimmenden Positionen zugeordnet
werden, miteinander verglichen werden, wobei vorzugsweise Unterschiede zwischen den
Messdaten aus den zwei zeitlich versetzt zueinander durchgeführten Messungen automatisch
markiert werden.
15. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass die zeitlich versetzten Messungen an einem Ort jeweils Messdaten aus zumindest zwei
unterschiedlichen Messverfahren umfassen.
16. Verfahren zum Erfassen des Zustands von Deichbauten, mit den Merkmalen nach einem
der vorhergehenden Ansprüche 1-15, wobei das Messfahrzeug auf der Deichkrone fährt
und mittels zumindest einer an einem Auslegerarm montierten Antennenvorrichtung der
Zustand des Deichs vor und/oder hinter der Deichkrone erfasst wird.
17. Vorrichtung zum Erfassen des Zustands von Linienbauwerken, insbesondere Gleiswegen,
umfassend:
- eine an einem Messfahrzeug (10) befestigte Abtastvorrichtung zum Vermessen des Gleiswegs,
- eine zentrale Datenspeichervorrichtung (90) zum Speichern der von der Abtastvorrichtung
erfassten Messdaten, und
eine Navigationsvorrichtung zum Ermitteln der geographischen Position der Abtastvorrichtung
entlang des Gleiswegs, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastvorrichtung eine Antennenvorrichtung mit einem elektrischen Dipol zur Erzeugung
einer elektromagnetischen Schwingung und einen Hohlleiter zur Kopplung der Schwingung
an die Umgebungsluft umfasst, dessen Querschnittsfläche sich quer zur Ausbreitungsrichtung
der elektromagnetischen Schwingung vom Dipol zu einer Austrittsöffnung hin vergrößert.
18. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch,
gekennzeichnet durch eine Referenzdatenbank (230), in der Referenzdaten (230) vorbekannter geologischer
Schichtzusammensetzungen abgelegt sind, und eine digitale Datenverarbeitungsvorrichtung
zum Vergleichen der mit der Abtastvorrichtung ermittelten Daten mit den Referenzdaten
und zum Zuordnen einer bestimmten geologischen Schichtzusammensetzung.
19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17-18,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastvorrichtung zumindest eine weitere Messvorrichtung umfasst, deren Messverfahren
vorzugsweise unterschiedlich zu der Antennenvorrichtung ist.
20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17-19,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antennenvorrichtung so ausgebildet und angeordnet ist, dass der Gleisunterbau
und Boden im Bereich zwischen den Schienen und vorzugsweise auch unter den Schienen
abgetastet wird.
21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17-20,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antennenvorrichtung eine elektromagnetische Schwingung im Radarfrequenzbereich
erzeugt.
22. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17-21,
gekennzeichnet durch ein satellitengestütztes Ortungssystem (70, 71) zum Ermitteln der geographischen
Position.
23. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch,
gekennzeichnet durch eine Speichervorrichtung zum Speichern einer Streckendatenbank (210) und/oder eine
Dopplerradarvorrichtung zur Geschwindigkeitsbestimmung, zum Abgleich der Daten des
satellitengestützen Ortungssystems.
24. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17-23,
gekennzeichnet durch eine Laserabtastvorrichtung (40) zum Abtasten des Oberflächenprofils oder von Abschnitten
des Oberflächenprofils des Gleiswegs, wobei die Laserabtastvorrichtung vorzugsweise
ausgebildet ist, um mittels senkrecht zur Fahrbewegung des Messwagens oszillierendem
Laserstrahl abzutasten
25. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17-24,
gekennzeichnet durch eine digitale Bilderfassungsvorrichtung (50 - 52, 60, 61) zum Erfassen der Umgebung
und/oder der Oberfläche des Gleiswegs.
26. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass die digitale Bilderfassungsvorrichtung (60, 61; 50-52) ausgebildet ist, um
- die Fahrdrahteinrichtungen oder Teile der Fahrdrahteinrichtungen des Gleiswegs,
- die Oberfläche und der Fahrkantenbereich beider Schienenstränge des Gleiswegs und/oder
- die Oberfläche der Schwellen (51) und/oder einer festen Fahrbahntrasse aufzuzeichnen.
27. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17-26,
gekennzeichnet durch eine digitale Bilderfassungsvorrichtung (51), die ausgebildet ist, um die Befestigungselemente
der Schienen an den Schwellen aufzuzeichnen und durch eine digitale Datenauswertungsvorrichtung zum Prüfen der Befestigungselemente auf
Vorhandensein und richtige Lage.
28. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17, 24 und/oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennenvorrichtung, die digitale Bilderfassungsvorrichtung und/oder die Laserabtastvorrichtung
zum Untersuchen der Wandung eines Tunnels ausgebildet ist.
29. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17 oder 25,
gekennzeichnet durch eine digitale Datenauswertungsvorrichtung zum Analysieren der mit der Antennenvorrichtung
und/oder der digitalen Bilderfassungsvorrichtung gemessenen Daten und zum Identifizieren
und Markieren von Schichtgrenzen und/oder Fehlstellen durch Vergleichen mit Referenzdaten und/oder durch Vergleichen der lokalen gemessenen Daten mit einem über einen bestimmten Umgebungsbereich
gemittelten Daten und/oder durch Vergleichen benachbarter Daten oder Datenbereiche.
30. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17,25 und/oder 25,
gekennzeichnet durch
- eine Speichervorrichtung zum Speichern eines mit der Antennenvorrichtung und/oder
der digitalen Bilderfassungsvorrichtung und/oder der Laserabtastvorrichtung zu einem
ersten Zeitpunkt gemessenen ersten Datensatzes und
- eine digitale Datenauswertungsvorrichtung zum Zuordnen der daten des ersten und
eines mit der Antennenvorrichtung und/oder der digitalen Bilderfassungsvorrichtung
und/oder der Laserabtastvorrichtung zu einem zweiten Zeitpunkt erfassten zweiten Datensatzes
zu übereinstimmenden geographischen Positionen und zum Vergleichen des ersten und
zweiten Datensatzes.
31. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass die digitale Datenauswertungsvorrichtung zum Identifizieren und Markieren von Unterschieden
im ersten und zweiten Datensatz ausgebildet ist.
32. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17-31,
gekennzeichnet durch eine digitale Datenverarbeitungsvorrichtung zum Einsortieren jeder automatisch oder
manuell erkannten Fehlstelle in eine von mindestens zwei Gruppen (250), welche die
zu ergreifenden Maßnahmen zur Behebung der Fehlstelle charakterisieren.
33. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17-32
gekennzeichnet durch eine zentrale Datenspeichervorrichtung, in der die Messdaten der Radarvorrichtung,
der Laserabtastvorrichtung und/oder der Bilderfassungseinrichtung für einen Messbereich
zusammengeführt werden und digitale Datenverarbeitungsvorrichtung zum Bilden einer
Messdatenaussage, die aus zumindest zweien dieser Datensätze zusammengesetzt ist.
34. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 17-33 zum Erfassen
des Zustands von Deichbauten.
35. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17-33 zum Erfassen des Zustands
von Fahrwegen, insbesondere Strassen.
1. Method for recording the condition of line constructions with the steps:
- scanning the line construction by means of a scanning device attached to a measuring
vehicle (10),
- transferring and storing the data recorded by the scanning device to or in a central
data storage device (90), and
- determining the geographical position of the scanning device along the line construction,
characterised in that the scanning device comprises at least one sensor device that creates an electromagnetic
oscillation by means of an antenna device with an electric dipole, and that the antenna
device links the electromagnetic oscillation to the ambient air by means of a hollow
conductor, the cross-sectional area of which increases at right angles to the direction
of propagation of the electromagnetic oscillation from the dipole to an outlet opening.
2. Method according to claim 1,
characterised in that the data determined with the scanning device are compared with reference data (230)
of previously known geological layer compositions that are filed in a reference database
(230), by means of digital data processing and allocated to certain geological layer
compositions.
3. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the scanning device scans the line construction with a further sensor device, wherein
the further sensor device preferably works according to a different measuring method
from the antenna device.
4. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the antenna device works in the radar frequency range.
5. Method according to one of the preceding claims, characterised in that a track sub-structure and base in the area between rails and preferably also under
these rails is scanned with the scanning device, in particular the antenna device.
6. Method according to one of the preceding claims, characterised in that during the data recording process with the scanning device, in particular the antenna
device, the surface profile or sections of the surface profile of the line construction
is scanned by means of a laser scanning device (40), preferably by means of scanning
oscillating perpendicular to the travel movement of the measuring car by the laser
beam.
7. Method according to one of the preceding claims, characterised in that during the data recording process with the scanning device, in particular the antenna
device, the surroundings and/or surface of the line construction is recorded by means
of a digital image acquisition device (50 - 52, 60, 61).
8. Method according to the preceding claim,
characterised in that
- the contact wire apparatus or parts of the contact wire apparatus of a track,
- the surface and the running edge area of both sections of rail of this track and/or
- the surface of the sleepers (51) of this track and/or a fixed carriageway
are recorded with the digital image acquisition device.
9. Method according to one of the preceding claims 7 or 8, characterised in that attachment elements of rails to sleepers of a track are recorded with the digital
image acquisition device (51) and automatically checked for presence and correct position,
preferably by a digital data evaluation.
10. Method according to one of the preceding claims 4, 6 and/or 7,
characterised in that the walls of a tunnel are examined with the radar device, the digital image acquisition
device and/or the laser scanning device.
11. Method according to one of the preceding claims 4 and/or 7,
characterised in that the data measured with the radar device and/or the digital image acquisition device
are analysed by a digital data evaluation and thus layer boundaries and/or defects
are identified and marked by comparison with reference data and/or by comparing the
local measured data with data averaged over a certain surrounding area and/or by comparing
adjacent data or data areas.
12. Method according to the preceding claim,
characterised in that each automatically or manually detected defect is sorted into one of at least two
groups (250) and these groups characterise the measures to be taken to remedy the
defect.
13. Method according to one of the preceding claims 4, 6 and/or 7,
characterised in that the measurement data from the radar device, the laser scanning device and/or the
image acquisition apparatus are allocated to one another for a measurement range and
merged into a database, and a measurement data report composed of at least two of
these data sets is produced.
14. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that at least two measurements are taken at a location time-staggered in relation to one
another, the measurement data from the two measurements taken time-staggered in relation
to one another are allocated by means of a digital data processing of geographically
concurring positions, are compared with one another, wherein preferably differences
between the measurement data from the two measurements taken time-staggered in relation
to one another are automatically marked.
15. Method according to the preceding claim,
characterised in that the time-staggered measurements at a location each comprise measurement data from
at least two different measuring methods.
16. Method for recording the condition of dyke constructions with the features according
to one of the preceding claims 1 - 15, wherein the measuring vehicle travels on the
top of the dyke and the condition of the dyke in front of and/or behind the top of
the dyke is recorded by means of at least one antenna device mounted on a radial arm.
17. Device for recording the condition of line constructions, in particular tracks, comprising:
- a scanning device attached to a measuring vehicle (10) for surveying the track,
- a central data storage device (90) for storing the measurement data recorded by
the scanning device, and
- a navigation device for determining the geographical position of the scanning device
along the track, characterised in that the scanning device comprises an antenna device with an electric dipole for creating
an electromagnetic oscillation and a hollow conductor for linking the oscillation
to the ambient air, the cross-sectional area of which increases at right angles to
the direction of propagation of the electromagnetic oscillation from the dipole to
an outlet opening.
18. Device according to the preceding claim,
characterised by a reference database (230) in which reference data (230) of previously known geological
layer compositions are filed, and a digital data processing device for comparing the
data determined with the scanning device with the reference data and for allocating
a certain geological layer composition.
19. Device according to one of the preceding claims 17 - 18,
characterised in that the scanning device comprises at least one further measuring device, the measuring
method of which is preferably different to the antenna device.
20. Device according to one of the preceding claims 17 - 19,
characterised in that the antenna device is configured and arranged so that the track sub-structure and
base in the area between the rails and preferably also under the rails is scanned.
21. Device according to one of the preceding claims 17 - 20,
characterised in that the antenna device creates an electromagnetic oscillation in the radar frequency
range.
22. Device according to one of the preceding claims 17 - 21,
characterised by a satellite-supported location system (70, 71) for determining the geographical position.
23. Device according to the preceding claim,
characterised by a storage device for storing a section database (210) and/or a double radar device
for determining the speed, to match the data of the satellite-supported location system.
24. Device according to one of the preceding claims 17 - 23,
characterised by a laser scanning device (40) for scanning the surface profile or sections of the
surface profile of the track, wherein the laser scanning device is preferably configured
to scan by means of a laser beam oscillating perpendicular to the travel movement
of the measuring car.
25. Device according to one of the preceding claims 17 - 24,
characterised by a digital image acquisition device (50 - 52, 60, 61) for recording the surroundings
and/or the surface of the track.
26. Device according to the preceding claim,
characterised in that the digital image acquisition device (60, 61; 50 - 52) is configured to record:
- the contact wire apparatus or parts of the contact wire apparatus of the track,
- the surface and running edge area of both sections of rail of the track and/or
- the surface of the sleepers (51) and/or a fixed carriageway.
27. Device according to one of the preceding claims 17 - 26,
characterised by a digital image acquisition device (51) which is configured to record the attachment
elements of the rails to the sleepers and by a digital data evaluation device to check
the attachment elements for presence and correct position.
28. Device according to one of the preceding claims 17, 24 and/or 25,
characterised in that the antenna device, the digital image acquisition device and/or the laser scanning
device is configured to examine the walls of a tunnel.
29. Device according to one of the preceding claims 17 or 25,
characterised by a digital data evaluation device for analysing the data measured with the antenna
device and/or the digital image acquisition device and for identifying and marking
layer boundaries and/or defects by comparing with reference data and/or by comparing
the local measured data with data averaged over a certain surrounding area and/or
by comparing adjacent data or data areas.
30. Device according to one of the preceding claims 17, 25 and/or 25,
characterised by
- a storage device for storing a first data set measured at a first point in time
with the antenna device and/or the digital image acquisition device and/or the laser
scanning device and
- a digital data evaluation device for allocating the data of the first and a second
data set recorded with the antenna device and/or the digital image acquisition device
and/or the laser scanning device at a second point in time to concurring geographical
positions and for comparing the first and second data sets.
31. Device according to the preceding claim,
characterised in that the digital data evaluation device is configured for identifying and marking differences
in the first and second data set.
32. Device according to one of the preceding claims 17 - 31,
characterised by a digital data processing device for sorting each automatically or manually detected
defect into one of at least two groups (250) which characterise the measures to be
taken to remedy the defect.
33. Device according to one of the preceding claims 17 - 32,
characterised by a central data storage device in which the measurement data of the radar device,
the laser scanning device and/or the image acquisition device for a measuring range
are merged, and a digital data processing device for producing a measurement data
report which is composed of at least two of these data sets.
34. Use of a device according to one of the preceding claims 17 - 33 for recording the
condition of dyke structures.
35. Use of a device according to one of claims 17 - 33 for recording the condition of
travel ways, in particular roads.
1. Procédé pour détecter l'état de voies ferrées, comportant les étapes suivantes :
- balayage de la voie ferrée au moyen d'un dispositif de balayage fixé à un véhicule
de mesure (10),
- transfert et mémorisation des données enregistrées par le dispositif de balayage
vers ou éventuellement dans une mémoire de données centrale (90), et
- détermination de la position géographique du dispositif de balayage le long de la
voie ferrée,
caractérisé en ce que le dispositif de balayage comprend au moins un dispositif capteur qui produit au
moyen d'un dispositif d'antenne avec un dipôle électrique une oscillation électromagnétique
et le dispositif à antenne couple l'oscillation électromagnétique à l'air ambiant
au moyen d'un conducteur creux dont la surface en coupe transversale s'agrandit transversalement
à la direction d'extension de l'oscillation électromagnétique du dipôle à une ouverture
de sortie.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les données enregistrées avec le dispositif de balayage sont comparées, au moyen
d'un traitement de données numérique, à des données de référence (230) de compositions
de couches géologiques préalablement connues, qui sont stockées dans une base de données
de référence (230) et sont associées à des compositions de couches géologiques déterminées.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de balayage balaie avec un autre dispositif capteur la voie ferrée,
dans lequel l'autre dispositif capteur opère de préférence selon un processus de mesure
différent de celui du dispositif à antenne.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif à antenne opère avec une plage de fréquences radar.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, avec le dispositif de balayage, en particulier le dispositif à antenne, on balaie
l'infrastructure de la voie et le sol dans la zone comprise entre les rails et de
préférence aussi en dessous de ces voies.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, au cours de l'opération d'enregistrement des données avec le dispositif de balayage,
en particulier le dispositif à antenne, on balaie le profil supérieur ou des sections
du profil supérieur de la voie ferrée au moyen d'un dispositif de balayage à laser
(40), de préférence par balayage oscillant perpendiculairement au déplacement du véhicule
de mesure par le rayon laser.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, au cours du processus d'enregistrement de données avec le dispositif de balayage,
en particulier le dispositif à antenne, on enregistre l'environnement et/ou la surface
de la voie ferrée au moyen d'un dispositif numérique d'enregistrement d'images (50-52,
60, 61).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moyen du dispositif numérique d'enregistrement d'images sont enregistrés :
- des dispositifs de caténaire ou des parties des dispositifs de caténaire d'une voie
ferrée,
- la surface et la zone des côtés de roulement des deux files de rails de cette voie
ferrée, et/ou
- la surface des traverses (51) de ladite voie ferrée et/ou d'un tracé de voie fixe.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 7 ou 8,
caractérisé en ce qu'au moyen du dispositif numérique d'enregistrement d'images (51) sont enregistrés des
éléments de fixation de rails sur les traverses d'une voie ferrée et leur présence
et position correcte sont contrôlées automatiquement de préférence par une analyse
numérique des données.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 4, 6 et/ou 7, caractérisé en ce que la paroi d'un tunnel est examinée au moyen du dispositif radar, du dispositif numérique
d'enregistrement d'images et/ou du dispositif de balayage par laser.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 4 et/ou 7, caractérisé en ce que les données mesurées avec le dispositif radar et/ou le dispositif numérique d'enregistrement
d'images sont analysées par une évaluation numérique des données et, à cette occasion,
des interfaces entre des couches et/ou des défauts sont identifiés au moyen d'une
comparaison avec des données de référence et/ou d'une comparaison des données mesurées
localement avec des données moyennées sur une zone environnante déterminée et/ou d'une
comparaison entre des données voisines ou des plages de données voisines, et sont
repérées.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que chaque défaut détecté automatiquement ou manuellement est rangé dans un parmi au
moins deux groupes (250) et lesdits groupes caractérisent les mesures à prendre pour
éliminer le défaut.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 4, 6 et/ou 7, caractérisé en ce que les données de mesure du dispositif radar, du dispositif de balayage par laser et/ou
du dispositif d'enregistrement d'images sont associées entre elles pour une plage
de mesure et sont acheminées vers une base de données, et une information sur les
données de mesure est générée, laquelle est formée par au moins deux de ces enregistrements
de données
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins deux mesures sont effectuées sur un même lieu en étant décalées dans le temps,
les données résultant de ces deux mesures effectuées de manière décalée dans le temps
sont associées à des positions coïncidant géographiquement au moyen d'un traitement
de données numériques, sont comparées entre elles, de préférence les différences entre
les données de mesure, résultant des deux mesures effectuées de manière décalée dans
le temps, étant marquées automatiquement.
15. Procédé selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que les mesures décalées dans le temps sur un lieu comprennent dans chaque cas des données
de mesure résultant d'au moins deux procédés de mesure différents.
16. Procédé pour détecter l'état de digues, comportant les caractéristiques selon l'une
quelconque des revendications précédentes 1 à 15, selon lequel le véhicule de mesure
circule sur le couronnement de la digue et l'état de la digue devant et/ou derrière
le couronnement de la digue est détecté au moyen d'au moins un dispositif à antenne
monté sur une élinde.
17. Dispositif pour détecter l'état d'ouvrages de lignes ferroviaires, en particulier
des voies ferrées, comportant :
- un dispositif de balayage, fixé à un véhicule de mesure (10), pour mesurer la voie
ferrée,
- une mémoire de données centrale (90) pour stocker les données de mesure enregistrées
par le dispositif de balayage, et
- un dispositif de navigation pour déterminer la position géographique du dispositif
de balayage le long de la voie ferrée, caractérisé en ce que le dispositif de balayage comprend au moins un dispositif capteur qui produit au
moyen d'un dispositif à antenne avec un dipôle électrique une oscillation électromagnétique
et le dispositif à antenne couple l'oscillation électromagnétique à l'air ambiant
au moyen d'un guide d'ondes dont la surface en coupe transversale s'agrandit transversalement
à la direction d'extension de l'oscillation électromagnétique du dipôle à une ouverture
de sortie.
18. Dispositif selon la revendication précédente,
caractérisé par une base de données de référence (230) dans laquelle sont stockées des données de
référence (230) relatives à des compositions de couches géologiques préalablement
connues, et un dispositif numérique de traitement de données pour comparer les données
enregistrées avec le dispositif de balayage avec les données de référence et les associer
à une composition de couche géologique déterminée.
19. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17 à 18, caractérisé en ce que le dispositif de balayage comprend au moins un dispositif de mesure supplémentaire,
dont le procédé de mesure est de préférence différent de celui du dispositif à antenne.
20. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17 à 19, caractérisé en ce que le dispositif à antenne est configuré et disposé de manière à balayer l'infrastructure
de la voie et le sol dans la zone entre les rails et, de préférence aussi, en dessous
desdits rails.
21. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17 à 20, caractérisé en ce que le dispositif à antenne génère une oscillation électromagnétique dans la plage des
fréquences du radar.
22. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17 à 21, caractérisé par un système de localisation (70, 71) assisté par satellite pour déterminer la position
géographique.
23. Dispositif selon la revendication précédente,
caractérisé par un dispositif de mémoire pour stocker une base de données des lignes de chemin de
fer (210) et/ou un dispositif à radar Doppler pour déterminer la vitesse, en vue de
l'alignement avec les données du système de localisation par satellite.
24. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17 à 23, caractérisé par un dispositif de balayage par laser (40) pour balayer le profil superficiel ou des
tronçons du profil superficiel de la voie ferrée, le dispositif de balayage par laser
étant configuré de préférence pour balayer avec un rayon laser oscillant perpendiculairement
au déplacement du véhicule de mesure.
25. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17 à 24, caractérisé par un dispositif numérique d'enregistrement d'images (50 - 52, 60, 61) pour enregistrer
l'environnement et/ou la surface de la voie ferrée.
26. Dispositif selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que le dispositif numérique d'enregistrement d'images (60, 61, 50 - 52) est configuré
pour enregistrer :
- des dispositifs de caténaire ou des parties des dispositifs de caténaire d'une voie
ferrée,
- la surface et le côté de roulement des deux files de rails d'une voie ferrée, et/ou
- la surface des traverses (51) de ladite voie ferrée et/ou un tracé de voie fixe.
27. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17 à 26, caractérisé par un dispositif numérique d'enregistrement d'images (51) qui est configuré pour enregistrer
les éléments de fixation des rails sur les traverses d'une voie ferrée et par un dispositif
d'analyse des données numériques pour contrôler la présence et la position correcte
des éléments de fixation.
28. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17, 24 et/ou 25,
caractérisé en ce que le dispositif à antenne, le dispositif numérique d'enregistrement d'images et/ou
le dispositif de balayage par laser sont configurés pour examiner la paroi d'un tunnel.
29. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17 ou 25, caractérisé par un dispositif numérique de traitement des données pour analyser les données mesurées
avec le dispositif à antenne et/ou le dispositif numérique d'enregistrement d'images,
et pour identifier et marquer les interfaces entre les couches et/ou des défauts au
moyen d'une comparaison avec des données de référence et/ou d'une comparaison des
données mesurées localement avec des données moyennées sur une zone environnante déterminée
et/ou d'une comparaison entre des données voisines ou des plages de données voisines.
30. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17, 25 et/ou 25,
caractérisé par :
- un dispositif de mémoire pour stocker un premier enregistrement de données mesurées
à un premier instant avec le dispositif à antenne et/ou le dispositif numérique d'enregistrement
d'images et/ou le dispositif de balayage par laser, et
- un dispositif d'analyse des données numériques pour associer les données du premier
enregistrement de données et d'un deuxième enregistrement de données, relatif à des
positions géographiques coïncidentes, enregistrées à un deuxième instant avec le dispositif
à antenne et/ou le dispositif numérique d'enregistrement d'images et/ou le dispositif
de balayage par laser, et pour comparer le premier enregistrement de données avec
le deuxième enregistrement de données.
31. Dispositif selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que le dispositif d'analyse des données numériques est configuré pour identifier et marquer
les différences dans le premier et le deuxième enregistrement de données.
32. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17 à 31, caractérisé par un dispositif numérique de traitement de données pour ranger chaque défaut détecté
automatiquement ou manuellement dans un parmi au moins deux groupes (250) qui caractérisent
les mesures à prendre pour éliminer le défaut.
33. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 17 à 32, caractérisé par une mémoire de données centrale, dans laquelle sont réunies les données de mesure
du dispositif radar, du dispositif de balayage par laser et/ou du dispositif d'enregistrement
d'images pour une plage de mesure, un dispositif de traitement des données numériques
pour générer une information sur les données de mesure, laquelle est formée par au
moins deux de ces enregistrements de données.
34. Utilisation d'un dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes
17 à 33 pour détecter l'état des digues.
35. Utilisation d'un dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes
17 à 33 pour détecter l'état des voies de circulation, en particulier les routes.


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