[0001] Die Erfindung betrifft eine Türöffnereinrichtung mit einem elektrisch betätigbaren
Türöffner und mit einer mit diesem zusammenwirkenden Entriegelungseinrichtung.
[0002] Im folgenden werden zunächst einige Begriffsdefinitionen gegeben:
Der Begriff "Türöffner" ist in der vorliegenden Anmeldung zu verstehen als "fernbetätigbare
Arretiereinrichtung für eine Tür und/oder für ein Fenster". Die Fernbetätigung erfolgt
vorzugsweise elektrisch, kann aber auch anders, z. B. hydraulisch, pneumatisch oder
dergleichen erfolgen. Die Arretiereinrichtung weist eine fernbetätigbare Sperreinrichtung
und eine Türöffnerfalle auf. Das abtriebsseitige Sperrglied der Sperreinrichtung wirkt
mit der Türöffnerfalle mittelbar oder unmittelbar zusammen und schaltet die Türöffnerfalle
in eine Sperrschaltung und eine Freigabestellung. Sperrstellung bedeutet, dass die
Türöffnerfalle blockiert ist und die Tür daher nicht geöffnet werden kann. Freigabestellung
bedeutet, dass sie freigegeben ist und die Tür geöffnet werden kann.
[0003] Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass unter Türöffner nicht nur der Öffner einer
Tür, sondern auch eines Tores, eines Fensters und/oder einer anderen Verschlusseinrichtung
mit bewegbar gelagertem Flügel verstanden wird. Das heißt unter dem Begriff Tür wird
in der vorliegenden Anmeldung auch ein Tor, ein Fenster und/oder eine andere Verschlusseinrichtung
mit bewegbar gelagertem Flügel verstanden. Bei dieser Tür in diesem Sinne kann es
sich um eine Tür in einem Gebäude handeln, in entsprechender Weise jedoch auch um
eine Tür in einem Fahrzeug, z.B. Kraftfahrzeug. Ferner aber sei noch klarstellend
darauf hingewiesen, Türöffner bedeutet nicht, dass ein Aggregat zum Antrieb der Öffnungsbewegung
der Tür vorgesehen sein muss; ein solches Aggregat kann als Zusatzeinrichtung allerdings
vorgesehen sein.
[0004] Unter dem Begriff Flügel oder Türflügel wird in der vorliegenden Anmeldung ein Drehflügel
und/oder ein Schiebeflügel bestehend aus einem oder mehreren solcher Flügel verstanden.
Es kann sich auch um eine nicht begehbare vergleichbare Verschlussvorrichtung im Bau-
oder Möbelbereich handeln, so zum Beispiel auch um eine Rauchschutzklappe.
[0005] Unter dem Begriff Schlossfalle wird in der vorliegenden Anmeldung die mit der Türöffnerfalle
zusammenwirkende federnd gelagerte Falle verstanden. Sie kann aber grundsätzlich auch
starr gelagert sein. Sie muss nicht - kann aber - in Verbindung mit einem Schloss
angeordnet sein. Bei federnd gelagerten Schlossfallen kann vorzugsweise eine Schräge
an der Schlossfalle so ausgebildet sein, dass beim Schließen der Tür die Türöffnerfalle
federnd eingefahren wird, wenn unmittelbar vor der Schließlage der Tür die Schräge
am Türrahmen in Anlage kommt. In der Schließlage fährt die Schlossfalle sodann unter
Federwirkung in die Aufnahme des Türöffners, die Türöffnerfalle hintergreifend.
[0006] Unter Riegel werden Riegelelemente verstanden, die über eine Stelleinrichtung, vorzugsweise
flügelseitig bewegbar gelagert sind. In der Verriegelungsstellung greifen sie in,
vorzugsweise rahmenseitig stationär angeordnete Aufnahmen eines Schließblechs ein.
Vorzugsweise hintergreifen sie das Schließblech. Die Stelleinrichtung zur Betätigung
der Riegel kann ein, vorzugsweise flügelseitig angeordnetes Schloss sein, welches
über einen Schlüssel betätigbar ist.
[0007] Der an sich bekannte Aufbau eines Türöffners ist z.B. in der
DE 42 29 239 C1 beschrieben. Die Sperreinrichtung ist bei diesem Türöffner als eine elektromechanische
Einrichtung ausgebildet, bestehend aus einer Hebeleinrichtung und einem Elektromagneten.
Die aus einem einarmigen Hebel und einem zweiarmigen Hebel zusammengesetzte Hebeleinrichtung
greift bei diesem bekannten Türöffner unmittelbar an der als Schwenkfalle ausgebildeten
Türöffnerfalle an. Die Hebeleinrichtung wird über den Elektromagneten im Bestromungsfalle
arretiert, so dass die Türöffnerfalle also bei unbestromtem Elektromagneten freigegeben
ist. Dieser bekannte Türöffner funktioniert somit nach dem sogenannten Ruhestromprinzip;
im Unterschied zu dem ebenfalls bekannten Arbeitsstromprinzip, bei dem die Freigabestellung
bei bestromtem Elektromagneten und die Sperrstellung bei nicht bestromtem Elektromagneten
vorliegt.
[0008] Eine weitere gattungsgemäße Türöffnereinrichtung ist aus der
DE 1 251 178 B bekannt.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Türöffnereinrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die leicht zu handhaben und einfach im Aufbau
ist.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.
[0011] Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass die vorgeschlagene Entriegelungseinrichtung
auch an bereits vorhandenen Türöffnern nachrüstbar ist, wobei die Entriegelungseinrichtung
an drei Baugruppen des Türöffners angreifen kann, so dass zahlreiche Ausführungsvarianten
möglich sind. Es kann vorgesehen sein, dass die Entriegelungseinrichtung als eine
von dem zugeordneten Türöffner separate Einrichtung ausgebildet ist, die außerhalb
des Türöffners angeordnet und/oder als Zusatzeinrichtung des Türöffners ausgebildet
ist.
[0012] Durch die vorgeschlagene Magneteinrichtung der Entriegelungseinrichtung sind keine
mechanischen Eingriffe in den Türöffner nötig, so dass ein einfacher und kostengünstiger
Aufbau möglich ist.
[0013] Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass in der Entriegelungsstellung der Entriegelungseinrichtung
die Magneteinrichtung auf den Anker bzw. den Sperrhebel bzw. die Türöffnerfalle magnetisch
einwirkt, indem sie diese magnetisch anzieht oder magnetisch abstößt.
[0014] Die Magneteinrichtung ist weiterhin relativ zum Türöffner bewegbar gelagert und die
Betätigungseinrichtung der Entriegelungseinrichtung weist eine mechanische Übertragungseinrichtung
auf, die Schub- und/oder Zugkräfte überträgt, um die Magneteinrichtung durch eine
Verlagerung ihrer Position zu schalten.
[0015] Besonders vorteilhafte Ausführungen ergeben sich, wenn die Magneteinrichtung der
Entriegelungseinrichtung als Permanentmagneteinrichtung ausgebildet ist. Es sind aber
auch Ausführungen vorgesehen, bei denen die Magneteinrichtung der Entriegelungseinrichtung
als Elektromagneteinrichtung ausgebildet ist. Die Permanentmagneteinrichtung kann
bevorzugt sein, weil sie zum Betrieb keine Hilfsenergie benötigt und/oder weil bereits
mit Permanentmagneten kleiner Abmessung hohe Magnetkräfte erzielbar sind. Der Permanentmagnet
kann beispielsweise aus einem Neodym-Eisen-Bor-Magnetwerkstoff mit der Magnetisierung
von N42 und einer Haftkraft von 40 N ausgebildet sein. Die obere Einsatztemperatur
des besagten Magnetwerkstoffs liegt bei 80 °C. Durch die Verwendung eines Permanentmagnets
ist es weiter möglich, die sogenannte Curie-Temperatur des Magnetwerkstoffs auszunutzen,
um eine durch Temperatureinwirkung betätigbare Entriegelungseinrichtung zu schaffen.
Die Curie-Temperatur markiert den Phasenübergang des magnetischen Materials in seine
paramagnetische Hochtemperaturform. Die magnetische Eigenschaft verschwindet oberhalb
der materialspezifischen Curie-Temperatur, unterhalb dieser Temperatur erlangt das
Material seine magnetischen Eigenschaft wieder zurück. Wenn also der Türöffner durch
die magnetische einwirkende Einrichtung entriegelt ist, wird der Türöffner im Brandfall
durch Verlust der Magnetkraft infolge Überschreitung der Curie-Temperatur verriegelt
(Brandschutztür). Wenn der Türöffner durch die magnetische einwirkende Einrichtung
verriegelt ist, wird der Türöffner durch Verlust der Magnetkraft infolge Überschreitung
der Curie-Temperatur entriegelt (Fluchttür).
[0016] Weiter kann vorgesehen sein, dass die Entriegelungseinrichtung als eine von dem Türöffner
separate Baueinheit ausgebildet ist. Die Entriegelungseinrichtung kann beispielsweise
als Nachrüstbausatz ausgebildet sein.
[0017] In einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass die Entriegelungseinrichtung
angrenzend an den Türöffner montierbar ist. In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung
kann vorgesehen sein, dass die Magneteinrichtung auch in der Entriegelungsstellung
außerhalb des Türöffners verbleibt oder in der Entriegelungsstellung in den Türöffner
eingreift.
[0018] Die Magneteinrichtung kann berührungslos mit dem Anker bzw. dem Sperrglied bzw. der
Türöffnerfalle zusammenwirken.
[0019] Der Türöffner kann ein Gestell aufweisen, auf dem die Türöffnerfalle, die Sperreinrichtung
und die elektrische Schalteinrichtung gelagert ist und die Entriegelungseinrichtung
kann separat von dem Gestell gelagert sein.
[0020] Es kann vorgesehen sein, dass die Entriegelungseinrichtung als ein Schaltgetriebe
mit Druckschalter ausgebildet ist.
[0021] Es kann vorgesehen sein, dass der Türöffner als Pendeltüröffner ausgebildet ist,
wobei die Türöffnerfalle als ein in beide Öffnungsrichtungen der Pendeltür betätigbares
Rastelement ausgebildet ist.
[0022] Der Türöffner kann auch als Türöffner eines Standflügels einer zweiflügligen Tür
ausgebildet sein und die Entriegelungseinrichtung kann eine mechanische Übertragungseinrichtung
aufweisen, über die die Magneteinrichtung der Entriegelungseinrichtung und gleichzeitig
mindestens ein Riegel des Standflügels betätigbar ist.
[0023] Die mechanische Übertragungseinrichtung kann von Hand oder über eine mit oder ohne
Hilfsenergie arbeitende Stelleinrichtung bewegbar ausgebildet sein. Es kann vorgesehen
sein, dass die mit oder ohne Hilfsenergie arbeitende Stelleinrichtung als eine
- mechanische Stelleinrichtung und/oder
- elektrische Stelleinrichtung und/oder
- elektromechanische Stelleinrichtung und/oder
- magnetische Stelleinrichtung und/oder
- hydraulische Stelleinrichtung und/oder
- pneumatische Stelleinrichtung und/oder
- unter Temperatureinwirkung wirkende Stelleinrichtung ausgebildet ist. Die mechanische
Stelleinrichtung kann beispielsweise ein Federwerk oder ein Gewichtsantrieb sein.
Die elektromechanische Stelleinrichtung kann durch einen Elektromagneten oder durch
einen Elektromotor angetrieben sein. Die elektromechanische Stelleinrichtung kann
weiter ein Getriebe aufweisen. Das Getriebe kann vorteilhafterweise selbsthemmend
ausgebildet sein. Es ist aber auch möglich, dass das Getriebe stabile Totpunktlagen
aufweist, in denen es ohne äußere Krafteinwirkung verharrt. Ein Schubkurbelgetriebe
weist beispielsweise zwei Totpunktlagen auf. Bei senkrechter Anordnung der Schubkurbel
sind unter Einbeziehung der Schwerkraft die "6-Uhr-Position" und die "12-Uhr-Position"
stabile Totpunktlagen, bei denen das Drehmoment an der Schubkurbel Null ist. Es ist
auch möglich, statt dessen ein selbsthemmendes Getriebe einzusetzen, das beispielsweise
einen Schneckentrieb aufweist. Die elektrisch betriebene Stelleinrichtung kann weitere
Wirkprinzipe umfassen, die mit dem Begriff
[0024] "elektromechanisch" nicht abgedeckt sind, zum Betrieb jedoch elektrische Hilfsenergie
erfordern. Die durch Temperatureinwirkung betätigbare Stelleinrichtung kann beispielsweise
einen Bimetall-Biegestab oder dergleichen aufweisen oder einen Ausdehnungskörper aus
intumeszentem Material aufweisen, der sich bei Überschreiten einer Grenztemperatur
aufbläht.
[0025] Ausdrücklich sei auch darauf hingewiesen, dass für Türen und für Fenster jeweils
entsprechende Ausführungen vorgesehen sind, d. h. die Erfindung ist keineswegs nur
auf Türen begrenzt, sondern in gleicher Weise auf Fenster gerichtet. Entsprechende
Anforderungen für den Wärmeschutz und für den Einbruchschutz bestehen nämlich für
Türen und für Fenster.
[0026] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Tür mit einer erfindungsgemäßen Türöffnereinrichtung;
- Fig. 2.1
- einen Türöffner nach dem Stand der Technik mit einem Entriegelungshebel im gesperrten
Zustand;
- Fig. 2.2
- den Türöffner in Fig. 2.1 im entsperrten Zustand;
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Türöffnereinrichtung mit drei Schnittstellen
für die Einwirkung der Entriegelungseinrichtung;
- Fig. 4.1
- ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Türöffnereinrichtung in einer
Seitenansicht;
- Fig. 4.2
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 4.1 in der Ansicht von hinten;
- Fig. 4.3
- einen Ausschnitt der Türöffnereinrichtung in Fig. 41 im entsperrten Zustand;
- Fig. 4.4
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 4.1 im gesperrten Zustand;
- Fig. 5.1
- ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Türöffnereinrichtung in einer
Seitenansicht;
- Fig. 5.2
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 5.1 in der Ansicht von hinten;
- Fig. 6.1
- ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Türöffnereinrichtung im gesperrten
Zustand;
- Fig. 6.2
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 6.1 im entsperrten Zustand;
- Fig. 6.3
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 6.1 und 6.2 mit Blick auf die Türöffnerfalle;
- Fig. 7
- eine Pendeltür mit einem vierten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Türöffnereinrichtung;
- Fig. 7.1
- die Pendeltür in Fig. 7 in, teilweise geöffnet, in einer ausschnittsweisen Draufsicht;
- Fig. 7.2
- die Pendeltür in Fig. 7.2, geschlossen;
- Fig. 7.3
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 7 im gesperrten Zustand;
- Fig. 7.4
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 7 im entsperrten Zustand;
- Fig. 7.5
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 7.3 und 7.4 mit Blick auf die Türöffnerfalle;
- Fig. 7.6
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 7.3 in der Seitenansicht;
- Fig. 7.7
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 7.4 in der Seitenansicht;
- Fig. 8
- eine zweiflüglige Tür mit einem fünften Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Türöffnereinrictung;
- Fig. 8.1
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 8 in einer Teilschnittansicht;
- Fig. 8.2
- die Türöffnereinrichtung in Fig. 8.1 mit Blick auf die Türöffnerfalle.
[0027] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Tür mit einem an einem ortsfesten
Türrahmen 2 an Türbändern 3 angeschlagenen Türflügel 1. Der Türflügel 1 ist als Anschlag-Drehflügel
ausgebildet. Er weist ein Schloss 1 s auf, das einen flügelseitig angeordnete Riegel
1sr aufweist, der über das Schloss 1s betätigbar ist. Ferner ist eine federnd gelagerte
Schlossfalle 10 vorgesehen. Der Riegel 1 sr kann vorzugsweise als Schubriegel ausgebildet
sein. Der Riegel 1 sr greift in der in Figur 1 dargestellten Verriegelungsstellung
in ein am Türrahmen 2 stationär angeordnetes Schließblech 2sb ein, d.h. in Riegelaufnahmen
des Riegelblechs 1sb.
[0028] Die Schlossfalle 10 wirkt mit einer am Türrahmen 2 angeordneten elektrischen Türöffnereinrichtung
20 zusammen, indem sie in der Schließstellung der Tür die Türöffnerfalle der Türöffnereinrichtung
20 hintergreift.
[0029] Das Schloss 1 s weist einen Türgriff 1 g und ein Schlüsselloch 1sl auf, durch das
beispielsweise ein Zylinderschloss betätigbar ist. Der Türgriff 1 g wirkt mit der
Schlossfalle 10 und das über einen Schlüssel betätigbare Zylinderschloss wirkt mit
dem Riegel 1sr zusammen. Der Riegel 1sr sowie die Schlossfalle 10 sind aufgrund ihrer
mechanischen Kopplung synchron betätigbar. Durch Betätigung des Türgriffs 1 g ist
die Schlossfalle 10 aus dem Eingriff der Türöffnerfalle bringbar. Durch Betätigung
des Schlosses 1 s über einen Schlüssel ist der Riegel 1 sr aus dem Eingriff des Schließbleches
2sb bringbar. Um den Riegel 1 sr wieder in Riegeleingriff mit dem Schließblech 2sb
zu bringen, wird das Schloss vorzugsweise ebenfalls über den Schlüssel in Gegenrichtung
betätigt. Die federnde Schlossfalle 10 kommt jeweils automatisch wieder in Eingriff
mit der Türfalle der Türöffnereinrichtung 20, wenn der Türflügel 1 geschlossen wird,
da die federnde Schlossfalle 10 eine mit der Türöffnerfalle zusammenwirkende Betätigungsschräge
aufweist.
[0030] Die elektrische Türöffnereinrichtung 20 ist im Türrahmen 2 vorzugsweise versenkt
angeordnet. Bei der Türöffnereinrichtung 20 kann es sich um einen elektrischen Arbeitsstromtüröffner
handeln, der im bestromten Zustand die Türöffnerfalle freigibt und so das Öffnen des
Türflügels 1 ermöglicht, sofern nicht der Türflügel 1 über den Riegel 1sr verriegelt
ist. Der Grundaufbau der Türöffnereinrichtung 20 kann herkömmlich sein, d. h. ein
Aufbau, wie z.B. in der eingangs zitierten
DE 42 29 239 C1 beschrieben.
[0031] Ein Türöffner nach dem Stand der Technik ist in den Fig. 2.1 und 2.2 dargestellt.
Der Türöffner 200 weist eine Türöffnerfalle 200f auf, die durch einen drehbar im Gehäuse
des Türöffners 200 gelagerten Wechsel 200w sperrbar ist. Zwischen dem Wechsel 200w
und dem Gehäuse ist eine Rückstellfeder 200wr angeordnet, die den Wechsel 200w in
die Sperrstellung zurückstellt. Der Wechsel 200w wirkt mit einem Anker 200a zusammen,
der zusammen mit einem als Druckankermagnet ausgebildeten Elektromagneten 200e eine
elektrische Schalteinrichtung für den Wechsel 200w bildet. In der Sperrstellung des
Ankers 200a hintergreift der Wechsel 200w eine Nase des Ankers und ist dadurch in
der Sperrstellung fixiert. Der Anker 200a wird durch einen als Druckanker ausgebildeten
beweglichen Spulenkern 200ek in die Freigabestellung gebracht, wobei der Wechsel 200w
außer Eingriff mit dem Anker 200a kommt.
[0032] Zum manuellen und zugleich stromlosen Entsperren des Türöffners 200 ist bei diesem
herkömmlichen Türöffner ein etwa im Mittelpunkt gelagerter zweiarmiger Entsperrhebel
200h vorgesehen, der an seinem einen Endabschnitt eine Griffkerbe und an seinem anderen
Endabschnitt ein Drehlager für eine Entsperrstange 200s aufweist. Die Entsperrstange
200s greift an ihrem freien Endabschnitt am Anker 200a so an, dass durch Verschwenken
des Entsperrhebels 200h der Anker 200a von der Sperrstellung in die Freigabestellung
bringbar ist. Der Entsperrhebel 200h ist mit einer Kugelrast ausgebildet, die in der
Freigabestellung einrastet.
[0033] Fig. 3 zeigt das Grundprinzip der erfindungsgemäßen Türöffnereinrichtung 20, die
mit einer Entriegelungseinrichtung 20be zusammenwirkt, wobei drei Schnittstellen für
die Einwirkung der Entriegelungseinrichtung 20be eingezeichnet sind. Die Türöffnereinrichtung
20 in Figur 3 weist eine elektrische Schalteinrichtung 20sa, eine Sperreinrichtung
20sp und eine Türöffnerfalle 20f auf, die im Wirkfluss der Türöffnereinrichtung 20
hintereinander angeordnet sind. Die Schalteinrichtung 20sa ist durch eine Betätigungseinrichtung
20b betätigbar, wobei es sich beispielsweise um einen elektrischen Schalter handeln
kann, der zwischen einer elektrischen Energiequelle und der Schalteinrichtung 20sa
angeordnet ist. Bei der Schalteinrichtung kann es sich beispielsweise um die in Fig.
2.1 und 2.2 beschriebene Schalteinrichtung handeln, gebildet aus dem Elektromagnet
200e, dem Spulenkern 200ek und dem Anker 200a.
[0034] Mit der Türöffnereinrichtung 20 wirkt in Figur 3, wie gesagt, eine Entriegelungseinrichtung
20be zusammen, die im Wirkfluss mit der Schalteinrichtung 20a oder der Sperreinrichtung
20sp oder der Türöffnerfalle 20f verbunden ist. Diese drei Alternativen sind in Figur
3 eingezeichnet.
[0035] Ferner ist in Figur 3 gezeigt, dass die Türöffnerfalle 20f im Wirkfluss mit der Schlossfalle
10 verbunden ist, d.h. mit der Schlossfalle 10, wie oben beschrieben, zusammenwirkt.
[0036] Die in Fig. 3 dargestellten Wirkflüsse sind nicht notwendigerweise in eine Richtung
gerichtet. Beispielsweise kann die Türöffnerfalle 20f oder die Schlossfalle 10 auch
auf die Sperreinrichtung 20f zurückwirken und sie in die Freigabestellung bringen,
sofern die Schalteinrichtung 20a das ermöglicht.
[0037] Die Schalteinrichtung 20sa schaltet die Sperreinrichtung 20sp, so dass in einer ersten
Schaltstellung die Türöffnerfalle 20f arretiert ist und die Schlossfalle bei geschlossener
Tür hält und dass in einer zweiten Schaltstellung die Türöffnerfalle 20f freigegeben
ist und die Türöffnerfalle 20f freigegeben ist und die Schlossfalle 20f nicht hält,
so dass die Tür geöffnet werden kann. Über die Entriegelungseinrichtung 20be kann
die Schalteinrichtung 20sa entriegelt werden, indem der Anker der Schalteinrichtung
in einer Wirklosstellung durch die Entriegelungseinrichtung 20be gehalten wird, so
dass die Türöffnerfalle 20f unabhängig von der Schaltstelle der Schalteinrichtung
20sa freigegeben ist.
[0038] Die Ausgestaltung der Entriegelungseinrichtung 20be mit einer Permanentmagneteinrichtung
ermöglicht einen besonders einfachen konstruktiven Aufbau, der insbesondere toleranzunempfindlich
sein kann und/oder nachträglich am Türöffner angebracht werden kann.
[0039] Die Fig. 4.1 bis 4.4 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Türöffnereinrichtung, bei dem die Entriegelungseinrichtung mit dem Anker 20a des Elektromagneten
der Schalteinrichtung zusammenwirkt.
[0040] Die Entriegelungseinrichtung ist durch einen Permanentmagnet 220pm gebildet, der
mit einer Schubstange 22s verbunden ist.
[0041] Als Türöffnereinrichtung 20 ist ein elektrisch betriebener Türöffner vorgesehen,
der als wesentliche Komponenten einen Elektromagneten, einen Anker 20a und eine Türöffnerfalle,
ggf. mit zwischen der Türöffnerfalle und dem Anker 20a zwischengeschaltetem Sperrhebel,
den sogenannten Wechsel, wie weiter oben beschrieben, aufweist. Der Anker 20a ist
im Falle des Ausführungsbeispiels in einem Randabschnitt des Türöffners angeordnet,
so dass er zum Entriegeln durch den von außen herangeführten Permanentmagneten 220pm
betätigbar ist. Der zur Betätigung des Türöffners vorgesehenen Permanentmagnet 220pm
ist auf der Schubstange 22s angeordnet und mittels eines in dem dargestellten Fall
als Schiebeelement ausgebildeten Betätigungsknopfes 22b von Hand betätigbar (siehe
Fig. 4.1). Die Schubstange 22s ist im Wesentlichen als ein Blechstreifen aus weichmagnetischem
Material mit abgekanteten Aufnahmeabschnitten 22a ausgebildet (siehe Fig. 4.3, 4.4),
auf dem der Permanentmagnet 220pm durch Magnetkraft haftet. Der Permanentmagnet 220pm
ist durch ein Gehäuse 22g überdeckt. Weil der Permanentmagnet 220pm nicht starr, sondern
beweglich auf der Schubstange 22s montiert ist, sind Lagetoleranzen des Permanentmagnets
220pm unkritisch. Der mögliche Verschiebeweg des Permanentmagnets 220pm ist durch
das Gehäuse 22g begrenzt, das mit der Schubstange 22s starr verbunden sind. Der Permanentmagnet
220pm weist eine quaderförmige Form auf und ist beispielsweise aus einem Neodym-Eisen-Bor-Magnetwerkstoff
mit der Magnetisierung von N42 und einer Haftkraft von 3,8 kg ausgebildet. Die obere
Einsatztemperatur des besagten Magnetwerkstoffs liegt bei 80 °C. Die Schubstange 22s
ist hinter dem Schließblech 2sb angeordnet und durch das Schließblech 2sb optisch
verdeckt. An der Schubstange 22s ist eine in den Figuren nicht dargestellte Kugelrast
angeordnet, die die Schubstange 22s in zwei definierten Endlagen gegen unbeabsichtigtes
Verstellen fixiert.
[0042] Der Betätigungsknopf 22b ist durch ein Verbindungselement 22v mit der Schubstange
22s verbunden (Fig. 4.2). Der Betätigungsknopf 22b durchgreift mit einem rückseitigen
Führungsabschnitt eine rechteckförmige Führungsausnehmung in dem Schließblech 2sb
und greift mit zwei zylinderförmigen Fortsätzen in Durchgangslöcher der Schubstange
22s ein. Das Verbindungselement 22v und der Betätigungsknopf 22b sind durch Befestigungsschrauben
lösbar miteinander verbunden.
[0043] Die Fig. 4.3 und 4.4 zeigen das Zusammenwirken des Permanentmagneten 220pm mit dem
Türöffner im Einzelnen.
[0044] Fig. 4.3 zeigt die Türöffnereinheit 20 im entriegelten Zustand. Der Permanentmagnet
220pm liegt in der dargestellten Entriegelungsstellung in Figur 4.3 mit einer Stirnseite
an dem Gehäuse des Türöffners an oder nahezu an und steht jedenfalls in dieser Stellung
in magnetischem Kontakt mit dem Anker 20a des Türöffners. Der Anker 20a ist gegen
die Kraft einer Ankerfeder 20af in seine Entriegelungsstellung geschwenkt, bei der
er einen zwischen dem Anker und der Türöffnerfalle geschalteten internen Sperrhebel
des Türöffners, zum Beispiel einen sogenannten Wechsel, freigibt (in dem in Fig. 4.3
und 4.4 dargestellten Ausführungsbeispiel nicht dargestellt). Dieser mit der Türöffnerfalle
des Türöffners zusammenwirkende Sperrhebel, ein sogenannter Wechsel gibt in dieser
Stellung die Türöffnerfalle frei.
[0045] Fig. 4.4 zeigt die Türöffnereinheit 20 im verriegelten Zustand. Der zwischen dem
Permanentmagnet 220pm und dem Anker 20a ausgebildete Luftspalt ist so groß, dass die
Federkraft der Ankerfeder 20af den Anker 20a in seine Verriegelungsstellung schwenkt,
in der auch der interne Sperrhebel, ein sogenannter Wechsel des Türöffners verriegelt
ist, so dass die Türöffnerfalle wieder verriegelt ist.
[0046] Entsprechende weitere Ausführungsbeispiele mit als Permanentmagnet ausgebildeten
Entriegelungseinrichtungen 220 sind vorgesehen, bei denen ein den Anker schaltender
manueller Einstellhebel des Türöffners randseitig am Türöffnergehäuse angeordnet ist
und der Permanentmagnet mit diesem Einstellhebel zusammenwirkt, entsprechend wie dies
in den Figuren 4.3 und 4.4 für das Zusammenwirken von Anker und Permanentmagnet gezeigt
ist.
[0047] Die Fig. 5.1 und 5.2 zeigen nun ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Verriegelungseinrichtung
gleich, wie vorstehend beschrieben, ausgebildet ist, jedoch mit dem Unterschied, dass
die Schubstange 22s mit einem elektrischen Antrieb zusammenwirkt. In diesem Fall bildet
also ein elektrischer Antriebsmotor die Entriegelungseinrichtung 220. Der elektrische
Antriebsmotor weist einen Elektromotor 220em und ein Getriebe 220g auf. Der Abtrieb
des Getriebes 220g greift über das Verbindungselement 22v an der Schubstange 22s an.
[0048] Das Getriebe 220g kann beispielsweise als ein Schubkurbelgetriebe ausgebildet sein,
wobei die Kurbel mit dem Abtrieb des Elektromotors 220em verbunden ist und die Drehachse
der Kurbel vorteilhafterweise waagerecht angeordnet ist. Bei dieser bevorzugten Anordnung
weist das Schubkurbelgetriebe zwei Totlagen auf ("6 Uhr" und "12 Uhr"), in denen die
Schubstange 2sb bei abgeschaltetem Elektromotor 220em verbleibt. Die Handbetätigung
der Schubstange 22s über den Betätigungsknopf 22b ist nach wie vor möglich. Es kann
weiter vorgesehen sein, auf den weiter oben beschriebenen Elektromagnet des Türöffners
zu verzichten und statt dessen den Türöffner sowohl kurzzeitig als auch im Dauerbetrieb
durch den beschriebenen elektrischen Antrieb zu entriegeln bzw. zu verriegeln.
[0049] Weiter ist es möglich, das Getriebe 220g als ein selbsthemmendes Getriebe auszubilden,
beispielsweise als ein Schneckengetriebe. In diesem Fall kann der Betätigungsknopf
entfallen, da die Schubstange 2sb durch das selbsthemmende Getriebe gesperrt ist.
[0050] Bei gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Figuren 5.1 und 5.2 abgewandelten Ausführungsbeispielen
kann auch vorgesehen sein, dass die Antriebsaggregate mit den elektromotorischen Antrieben
220em durch Elektromagnete oder andere zum Beispiel nicht elektrische Antriebsaggregate
ersetzt sind.
[0051] Weiter kann die Betätigung der Schubstange 2sb mittels Schließzylinder vorgesehen
sein, so dass die Betätigung nur durch berechtigte Personen möglich ist.
[0052] Die Fig. 6.1 bis 6.3 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Türöffnereinrichtung.
[0053] Die Türöffnereinrichtung 20 weist einen Türöffner auf, von dem in den Fig. 6.1 und
6.2 der Anker 20a und die Türöffnerfalle 20f im Einzelnen dargestellt sind. An der
dem Anker 20a zugewandten Schmalseite des Türöffners ist eine Betätigungseinrichtung
20bd mit einem Permanentmagnet 220pm angeordnet. Der Permanentmagnet 220pm ist mit
dem Abtrieb eines Schaltgetriebes 20bs (Fig. 6.2) verbunden, das mittels eines Druckschalteres
20bd schaltbar ist, der das Schließblech 2sb bzw. ein Montageblech des Türöffners
durchgreift. Das Schaltgetriebe kann vorteilhafterweise als ein räumliches Schaltkurvengetriebe
aufgebaut sein, wie es beispielsweise aus Kugelschreibern bekannt ist. Die Schaltkurve
ist auf dem Umfang eines zylindrischen Stiftes angeordnet. Durch fortwährendes Niederdrücken
des Druckschalteres 20bd nimmt das Schaltgetriebe 20bs eine untere Position, in der
der Permanentmagnet 220pm außer Eingriff mit dem Anker 20a ist und eine obere Position,
in der der Permanentmagnet 220pm im Eingriff mit dem Anker 20a ist, ein. Es ist aber
auch möglich, anstelle eines Schaltgetriebes ein kontinuierlich verstellbares Getriebe
vorzusehen, beispielsweise ein Schraubspindelgetriebe mit vorzugsweise großer Steigung.
In diesem Falle kann anstelle des Druckschalteres ein Drehknopf vorgesehen sein. Anstelle
eines ohne Werkzeug bedienbaren Drehknopfes kann auch ein mit einem Werkzeug bedienbares
Drehelement vorgesehen sein, beispielsweise mit einem Schlitz oder Kreuzschlitz für
Betätigung mit einem Schraubendreher.
[0054] Die Fig. 7 bis 7.7 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Türöffnereinrichtung.
[0055] Fig. 7 zeigt eine Pendeltür mit einem in zwei Richtungen um eine Schließstellung
pendelnden Türflügel 1.
[0056] In diesem Fall ist der Türöffner 20 als ein Pendeltüröffner ausgebildet, der eine
dachkantförmige Türöffnerfalle 20f aufweist, die in eine zum Dachkant kongruente stirnseitige
Schließblech-Ausnehmung des Türflügels 1 oder in eine federnde Schlossfalle mit einer
zum Dachkant kongruenten Ausnehmung eingreift. Wie in den Fig. 7.3 bis 7.7 gezeigt,
ist vorgesehen, die Türöffnerfalle 20f bei Bedarf durch einen Permanentmagneten 220pm
einer Entriegelungseinrichtung an der Rückwand des Türöffners festzulegen, so dass
die Türfalle unabhängig von der Schaltstellung des Elektromagneten der Schalteinrichtung
des Türöffners entriegelt ist. Der Türflügel 2 kann somit in beide Öffnungsrichtungen
geschwenkt werden, vorzugsweise frei schwingen. Wenngleich die Türbänder 3 als Pendeltürbänder
ausgebildet sein können, die den Türflügel 1 in eine definierte Nulllage stellen,
so sind doch einander gegenüberstehende Magnetpaare vorgesehen, um den Türflügel zusätzlich
mit Magnetkraft in der Nulllage zu fixieren. Die Magnetpaare sind jeweils aus einem
rahmenseitigen Permanentmagnet 2pm und einem türseitigen Permanentmagnet 1pm gebildet,
die einander gegenüberstehend so angeordnet sind, dass stirnseitig unterschiedliche
Magnetpole einander gegenüberstehen, so dass beide Permanentmagnete sich anziehen.
Es können beispielsweise zwei Magnetpaare vorgesehen sein, die im oberen und unteren
Abschnitt der Pendeltür angeordnet sind.
[0057] Die Fig. 7.3 und 7.4 zeigen den Aufbau zur Betätigung des Permanentmagneten 220pm
der Entriegelungseinrichtung. Zur Betätigung des Permanentmagneten 220pm weist die
Entriegelungseinrichtung einen als zweiarmigen Hebel ausgebildeten Entsperrhebel 200h
auf. Er ist in dem dargestellten Fall von der Frontseite des Türöffners betätigbar.
An seinem freien Endabschnitt weist er eine Griffkerbe und an seinem dem Elektromagneten
zugewandten Endabschnitt einen Lagerstift auf, der in einem Langloch eines Koppelglieds
200hk geführt ist. Das Koppelglied 200hk ist mit dem Permanentmagnet 220pm starr verbunden.
Das Koppelglied kann auch einstückig mit dem Permanentmagnet 220pm verbunden sein.
Um eine gesonderte Magnetführung einzusparen, kann zumindest der dem Permanentmagnet
220pm zugewandte Gehäuseabschnitt des Türöffners aus weichmagnetischem Material ausgebildet
sein.
[0058] In der Sperrstellung des Türöffners ist der Permanentmagnet 220pm außer Eingriff
mit der Türöffnerfalle 20f (Fig. 7.3). In der Freigabestellung des Türöffners ist
der Permanentmagnet 220pm im magnetischen Eingriff mit der Türöffnerfalle 20f. Die
Türöffnerfalle 20f kann aus weichmagnetischem Material ausgebildet sein. Es kann aber
auch vorgesehen sein, die Türöffnerfalle 20f aus nichtmagnetischem Material auszubilden
und in dem hinteren Abschnitt, der dem Permanentmagnet 220pm zugewandt ist, einen
Permanentmagnet vorzusehen, der magnetisch so gepolt ist, dass er von dem Permanentmagnet
220pm angezogen wird.
[0059] Fig. 8 zeigt eine zweiflügelige Tür mit einem Gehflügel 1fg und einem Standflügel
1fs, der durch ein Riegelgestänge 1rg feststellbar ist, das bei festgestelltem Standflügel
1fs in kopf- und fußseitige Schließbleche 2sb eingreift.
[0060] Eine am Standflügel 1fs angeordnete Türöffnereinrichtung 20 weist eine Entriegelungseinrichtung
mit einer mechanischen Übertragungseinrichtung auf, über die eine Magneteinrichtung
der Entriegelungseinrichtung betätigbar ist.
[0061] Die Türöffnereinrichtung 20 ist in den Fig. 8.1 und 8.2 im Einzelnen dargestellt.
Ein Permanentmagnet 220pm der Entriegelungseinrichtung wirkt zum Entriegeln und Sperren
des Türöffners bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wie Fig. 8.1 zeigt, mit einem
Anker 20a des Türöffners zusammen. Der Permanentmagnet 220pm ist wie weiter oben in
den Figuren 4 beschrieben, mit einer Schubstange 22s verbunden, die mit dem Riegelgestänge
1 rg so bewegungsverbunden ist, dass der Türöffner entriegelt ist, wenn das Riegelgestänge
1 rg außer Eingriff mit den kopf- und fußseitigen Schließblechen 2sb ist und dass
der Türöffner gesperrt ist, wenn das Riegelgestänge 1 rg im Eingriff mit den kopf-
und fußseitigen Schließblechen 2sb ist (siehe Fig. 8).
Bezugszeichenliste
[0062]
- 1
- Türflügel
- 1pm
- türseitiger Permanentmagnet
- 1s
- Schloss
- 1fg
- Gehflügel
- 1fs
- Standflügel
- 1rg
- Riegelgestänge
- 1sr
- Riegel
- 1g
- Türgriff
- 1sl
- Schlüsselloch
- 2
- ortsfester Türrahmen
- 2pm
- rahmenseitiger Permanentmagnet
- 2sb
- Schließblech
- 3
- Türband
- 10
- federnde Schlossfalle
- 20
- Türöffnereinrichtung
- 20a
- Anker
- 20af
- Ankerfeder
- 20b
- Betätigungseinrichtung
- 20bd
- Druckschalter
- 20be
- Entriegelungseinrichtung
- 20bs
- Schaltgetriebe
- 20f
- Türöffnerfalle
- 20sa
- Schalteinrichtung
- 20sp
- Sperreinrichtung
- 22a
- Aufnahmeabschnitt
- 22b
- Betätigungsknopf
- 22g
- Magnetgehäuse
- 22s
- Schubstange
- 22v
- Verbindungselement
- 200
- Türöffner nach dem Stand der Technik
- 200a
- Anker
- 200e
- Elektromagnet
- 200ek
- Spulenkern
- 200f
- Türöffnerfalle
- 200h
- Entsperrhebel
- 200hk
- Koppelglied
- 200s
- Entsperrstange
- 200w
- Wechsel
- 200wr
- Rückstellfeder
- 220
- Entriegelungseinrichtung
- 220em
- elektrischer Motor
- 220g
- Getriebe
- 220pm
- Permanentmagnet
1. Türöffnereinrichtung
mit einem elektrisch betätigbaren Türöffner (20) und mit einer mit diesem zusammenwirkenden
Entriegelungseinrichtung (20be),
wobei vorgesehen ist,
- dass der elektrisch betätigbare Türöffner (20) eine Türöffnerfalle (20f), eine Sperreinrichtung
(20sp) mit mindestens einem als Sperrhebel oder Sperrschieber oder Sperrkolben ausgebildeten
Sperrglied und eine elektrische Schalteinrichtung (20sa) mit Elektromagnet (200e)
und Anker (20a) aufweist,
wobei das Sperrglied zwischen dem Anker (20a) und der Türöffnerfalle (20f) geschaltet
ist und der Anker (20a) mit dem Sperrglied derart zusammenwirkt, dass in einer ersten
Schaltstellung der elektrischen Schalteinrichtung (20sa) die Türöffnerfalle (20f)
gesperrt wird und in einer zweiten Schaltstellung der elektrischen Schalteinrichtung
(20sa) die Türöffnerfalle (20f) freigegeben wird,
- dass die Entriegelungseinrichtung (20be) eine Magneteinrichtung und eine die Magneteinrichtung
derart steuernde Betätigungseinrichtung aufweist, dass in einer Entriegelungsstellung
der Entriegelungseinrichtung (20be) die Magneteinrichtung auf den Anker (20a) der
elektrischen Schalteinrichtung (20sa) des Türöffners oder auf das Sperrglied (20sp)
des Türöffners oder unmittelbar auf die Türöffnerfalle (20f) des Türöffners derart
einwirkt, dass die Türöffnerfalle (20f) unabhängig von der Schaltstellung der elektrischen
Schalteinrichtung (20sa) des Türöffners freigegeben wird, und dass in einer Wirklosstellung
der Entriegelungseinrichtung (20be) die Magneteinrichtung nicht im Sinne einer Freigabe
der Türöffnerfalle (20f) einwirkt,
wobei vorgesehen ist,
a) dass die Magneteinrichtung der Entriegelungseinrichtung (20be) einen Permanentmagneten
(220pm) oder einen Elektromagneten aufweist.
b) dass in der Entriegelungsstellung der Entriegelungseinrichtung (20be) die Magneteinrichtung
auf den Anker (200a) bzw. den Sperrhebel (200w) bzw. die Türöffnerfalle (20f) magnetisch
einwirkt, indem sie diese magnetisch anzieht oder magnetisch abstößt.
c) dass die Magneteinrichtung relativ zum Türöffner (20) bewegbar gelagert ist und
die Betätigungseinrichtung der Entriegelungseinrichtung (20be) eine mechanische Übertragungseinrichtung
(22s) aufweist, die Schub- und/oder Zugkräfte überträgt, um die Magneteinrichtung
durch eine Verlagerung ihrer Position zu schalten.
2. Türöffnereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mechanische Übertragungseinrichtung (22s) von Hand oder über eine mit oder ohne
Hilfsenergie arbeitende Stelleinrichtung bewegbar ist.
3. Türöffnereinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stelleinrichtung einen Elektromotor (220em) aufweist.
4. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Entriegelungseinrichtung (20be) als eine von dem Türöffner separate Baueinheit
ausgebildet ist.
5. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Entriegelungseinrichtung (20be) angrenzend an den Türöffner montierbar ist.
6. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Magneteinrichtung auch in der Entriegelungsstellung außerhalb des Türöffners
verbleibt oder in der Entriegelungsstellung in den Türöffner eingreift.
7. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Magneteinrichtung berührungslos mit dem Anker (20a) bzw. dem Sperrglied (200w)
bzw. der Türöffnerfalle (20f) zusammenwirkt.
8. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Türöffner ein Gestell aufweist, auf dem die Türöffnerfalle (20f), die Sperreinrichtung
und die elektrische Schalteinrichtung gelagert ist und dass die Entriegelungseinrichtung
(20be) separat von dem Gestell gelagert ist.
9. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die mechanische Übertragungseinrichtung als ein Schaltgetriebe (20bs) mit Druckschalter
(20bd) ausgebildet ist.
10. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Türöffner als Pendeltüröffner ausgebildet ist, wobei die Türöffnerfalle (20f)
als ein in beide Öffnungsrichtungen der Pendeltür betätigbares Rastelement ausgebildet
ist.
11. Türöffnereinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Türöffner als Türöffner eines Standflügels (1fs) einer zweiflügligen Tür ausgebildet
ist und die Entriegelungseinrichtung (20be) eine mechanische Übertragungseinrichtung
aufweist, über die die Magneteinrichtung der Entriegelungseinrichtung (20be) und gleichzeitig
mindestens ein Riegel des Standflügels (1fs) betätigbar ist.
1. Door opening device
having an electrically operable door opener (20) and having an unlocking device (20be)
interacting with this,
wherein it is provided that
- the electrically operable door opener (20) has a door opening latch (20f), a locking
device (20sp) having at least one locking member formed as a locking lever or locking
slide or locking piston and an electrical switching device (20sa) having an electromagnet
(200e) and an armature (20a),
wherein the locking member is switched between the armature (20a) and the door opening
latch (20f) and the armature (20a) interacts with the locking member in such a way
that the door opening latch (20f) is locked in a first switching position of the electrical
switching device (20sa) and the door opening latch (20f) is released in a second switching
position of the electrical switching device (20sa),
- the unlocking device (20be) has a magnet device and an actuating device controlling
the magnet device in such a way that, in the unlocking position of the unlocking device
(20be), the magnet device acts on the armature (20a) of the electrical switching device
(20sa) of the door opener or on the locking member (20sp) of the door opener or directly
on the door opening latch (20f) of the door opener in such a way that the door opening
latch (20f) is released regardless of the switching position of the electrical switching
device (20sa) of the door opener and, in an non-operating position of the unlocking
device (20be), the magnet device does not release the door opening latch (20f),
wherein it is provided that
a) the magnet device of the unlocking device (20be) has a permanent magnet (220pm)
or an electromagnet,
b) in the unlocking position of the unlocking device (20be), the magnet device acts
magnetically on the armature (200a) or the locking lever (200w) or the door opening
latch (20f) by magnetically pulling this or magnetically pushing this away,
c) the magnet device is mounted moveably with respect to to the door opener (20) and
the actuation device of the unlocking device (20be) has a mechanical transfer device
(22s) which transfers thrust and/or tensile forces in order to switch the magnet device
by shifting its position.
2. Door opening device according to claim 1,
characterised in that
the mechanical transfer device (22s) is able to be actuated by hand or by means of
an adjusting device which works with or without auxiliary power.
3. Door opening device according to claim 2,
characterised in that
the adjusting device has an electric motor (220em).
4. Door opening device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the unlocking device (20be) is formed as a unit which is separate from the door opener.
5. Door opening device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the unlocking device (20be) is able to be mounted adjacent to the door opener.
6. Door opening device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the magnet device also remains outside the door opener in the unlocking position or
engages with the door opener in the unlocking position.
7. Door opening device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the magnet device interacts with the armature (20a) or the locking member (200w) or
the door opening latch (20f) in a contact-free manner.
8. Door opening device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the door opener has a frame, on which the door opening latch (20f), the locking device
and the electrical switching device are mounted, and the unlocking device (20be) is
mounted separately from the frame.
9. Door opening device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the mechanical transfer device is formed as a gearbox (20bs) having a push button
(20bd).
10. Door opening device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the door opener is formed as a swing door opener, wherein the door opening latch (20f)
is formed as a latching element which is able to be actuated in both opening directions
of the swing door.
11. Door opening device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the door opener is formed as a door opener of a passive leaf (1fs) of a two-leaf door
and the unlocking device (20be) has a mechanical transfer device, by means of which
the magnet device of the unlocking device (20be) and at the same time at least one
bolt of the passive leaf (1fs) is able to be actuated.
1. Dispositif d'ouverture de porte
avec une gâche électrique (20) et avec un dispositif de déverrouillage (20be) interagissant
avec celui-ci,
moyennant quoi il est prévu
- que la gâche électrique (20) comprend un pêne (20f), un dispositif de blocage (20sp)
et au moins un élément de blocage conçu comme un levier de blocage ou un coulisseau
de blocage ou un piston de blocage et un dispositif de commutation électrique (20sa)
avec un électro-aimant (200e) et une ancre (20a),
l'élément de blocage étant branché entre l'ancre (20a) et le pêne (20f) et l'ancre
(20a) interagissant avec l'élément de blocage de façon à ce que, dans une première
position de commutation du dispositif de commutation électrique (20sa), le pêne (20f)
soit bloqué et, dans une deuxième position de commutation du dispositif de commutation
électrique (20sa), le pêne (20f) soit libéré,
- que le dispositif de déverrouillage (20be) comprend un dispositif magnétique et
un dispositif d'actionnement contrôlant le dispositif magnétique de façon à ce que,
dans une position de déverrouillage du dispositif de déverrouillage (20be), le dispositif
magnétique agisse sur l'ancre (20a) du dispositif de commutation électrique (20sa)
de la gâche ou sur l'élément de blocage (20sp) de la gâche ou directement sur le pêne
(20f) de la gâche de façon à ce que le pêne (20f) soit libéré indépendamment de la
position de commutation du dispositif de commutation électrique (20sa) de la gâche,
et à ce que, dans une position inactive du dispositif de déverrouillage (20be), le
dispositif magnétique n'agisse pas dans le sens d'une libération du pêne (20f),
moyennant quoi, il est prévu
a) que le dispositif magnétique du dispositif de déverrouillage (20be) comprend un
aimant permanent (220pm) ou un électro-aimant,
b) que, dans la position de déverrouillage du dispositif de déverrouillage (20be),
le dispositif magnétique agit magnétiquement sur l'ancre (200a) ou sur le levier de
blocage (200w) ou le pêne (20f), grâce au fait qu'il attire ou repousse magnétiques
ceux-ci,
c) que le dispositif magnétique est logé de manière mobile par rapport à la gâche
(20) et le dispositif d'actionnement du dispositif de déverrouillage (20be) comprend
un dispositif de transmission mécanique (22s) qui transmet des forces de poussée et/ou
de traction, afin de commuter le dispositif magnétique par un décalage de sa position.
2. Dispositif d'ouverture de porte selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de transmission mécanique (22s) peut être déplacé manuellement ou par
l'intermédiaire d'un dispositif de commande fonctionnant avec ou sans énergie auxiliaire.
3. Dispositif d'ouverture de porte selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le dispositif de commande comprend un moteur électrique (220em).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de déverrouillage (20be) est conçu comme une unité séparé de la gâche.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de déverrouillage (20be) peut être monté à proximité de la gâche.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif magnétique reste également dans la position de déverrouillage hors de
la gâche ou s'emboîte dans la gâche dans la position de déverrouillage.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif magnétique interagit sans contact avec l'ancre (20a) ou l'élément de
blocage (200w) ou le pêne (20f).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la gâche comprend un châssis sur lequel le pêne (20f), le dispositif de blocage et
le dispositif de commutation électrique sont logés et en ce que le dispositif de déverrouillage (20be) est logé séparément du châssis.
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de transmission mécanique est conçu comme une transmission (20bs) avec
pressostat (20bd).
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la gâche est conçue comme une gâche battante, le pêne (20f) étant conçu comme un élément
d'encliquetage pouvant être actionné dans les deux directions d'ouverture de la porte
battante.
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la gâche est conçue comme une gâche stationnaire (1fs) d'une porte à deux battants
et le dispositif de déverrouillage (20be) comprend un dispositif de transmission mécanique
par l'intermédiaire duquel le dispositif magnétique du dispositif de déverrouillage
(20be) et simultanément au moins un verrou du battant stationnaire (1fs), peuvent
être actionnés.