(19)
(11) EP 2 606 171 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.11.2016  Patentblatt  2016/44

(21) Anmeldenummer: 11741566.1

(22) Anmeldetag:  08.08.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D06F 58/22(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2011/063598
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2012/022642 (23.02.2012 Gazette  2012/08)

(54)

WÄSCHEBEHANDLUNGSGERÄT MIT FLUSENFILTER

LAUNDRY TREATMENT DEVICE COMPRISING A LINT FILTER

APPAREIL DE TRAITEMENT DU LINGE ÉQUIPÉ D'UN FILTRE À PELUCHES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 20.08.2010 DE 102010039603

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.06.2013  Patentblatt  2013/26

(73) Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72) Erfinder:
  • GRUNERT, Klaus
    13465 Berlin-Reinickendorf (DE)
  • HEYDER, Reinhard
    13403 Berlin (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 146 000
US-A- 4 720 925
US-A- 4 227 315
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Wäschebehandlungsgerät, insbesondere ein Wäschetrocknungsgerät, das mindestens einen Flusenfilter aufweist, wobei von dem Flusenfilter Abreinigungsflüssigkeit eines Prozessluft-Flusenfilters aufnehmbar ist.

    [0002] Ein solches Wäschebehandlungsgerät geht hervor aus der WO 2010/028992 A1.

    [0003] Aus der Schrift US-Patent 4,227,315 geht eine Filtereinheit hervor, welche an eine Abluftleitung eines Abluft-Wäschetrockners anschließbar ist. Die Filtereinheit enthält einen Flusenfilter, um Flusen aus der Abluft aufzufangen.

    [0004] Die Schriften US-Patent 4,720,925 und EP 2 146 000 A1 betreffen jeweils einen Wäschetrockner, in welchem ein Flusenfilter zum Auffangen von Flusen aus strömender Prozessluft vorgesehen ist.

    [0005] Die Schrift WO 2010/028992 A1 offenbart einen Trockner umfassend eine Trockenkammer zum Aufnehmen eines feuchten Gutes und eine Prozessluftführung zum Zuführen von Prozessluft in die Trockenkammer und zum Abführen von Prozessluft aus der Trockenkammer, welche Prozessluftführung eine Wärmequelle zum Aufheizen der Prozessluft vor ihrem Eintritt in die Trockenkammer und eine Wärmesenke zum Abkühlen der Prozessluft nach ihrem Austritt aus der Trockenkammer, sowie einen zwischen der Trockenkammer und der Wärmesenke angeordneten ersten Flusenfilter zum Auffangen von Flusen aus der Prozessluft aufweist, welchem eine erste Reinigungseinrichtung zugeordnet ist. Diese erste Reinigungseinrichtung weist einen Sammler für eine Flüssigkeit, eine an den Sammler angeschlossene erste Spülleitung, ein in dieser ersten Spülleitung befindliches erstes Kontrollorgan und einen an die erste Spülleitung angeschlossenen ersten Verteiler zum Verteilen von durch die erste Spülleitung geförderter Flüssigkeit auf den ersten Flusenfilter und zum Aufnehmen aufgefangener Flusen von dem ersten Flusenfilter, eine erste Ableitung zum Ableiten der Flüssigkeit mit den aufgenommenen Flusen von dem ersten Flusenfilter zu dem Sammler umfasst. Von dem ersten Flusenfilter abgespülte Flüssigkeit wird in eine entnehmbare Filterkammer oder in einen entnehmbaren Filterbeutel geleitet. Die Filterkammer oder der Filterbeutel sind für eine Reinigung bzw. Entsorgung der darin zurückgehaltenen Flusen usw. entnehmbar. Ein Nutzer muss also die Filterkammer oder den Filterbeutel regelmäßig entleeren und reinigen oder ersetzen, um einen ordnungsgemäßen Betrieb des Trockners sicherzustellen. Dazu kann der Nutzer selbsttätig die Befüllung mit Flusen überprüfen und/oder typischerweise in einer Bedienungsanleitung niedergeschriebenen Entleerungsintervalle einhalten. Jedoch ist eine solche Entleerung vergleichsweise fehlerbehaftet, so dass es insbesondere bei einem häufigen Gebrauch des Trockners zu einem Überlaufen der Filterkammer oder des Filterbeutels kommen kann.

    [0006] Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine Befüllung automatisch zu erfassen und ab einem vorbestimmten Befüllungsgrad einen Hinweis an den Nutzer auszugeben. Eine solche Ausgestaltung ist jedoch kostenaufwändig.

    [0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise zu vermeiden und insbesondere eine preiswerte und sichere Möglichkeit einer Verräumung von Flusen usw. bereitzustellen.

    [0008] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind insbesondere den abhängigen Patentansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung entnehmbar.

    [0009] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Wäschebehandlungsgerät, aufweisend einen Flusenfilter, wobei von dem Flusenfilter Abreinigungsflüssigkeit eines Prozessluft-Flusenfilters aufnehmbar ist, und wobei der Flusenfilter ein Lebensdauer-Flusendepot darstellt, welches dazu vorgesehen ist, die in ihm abgelagerten Flusen über die Lebensdauer des Wäschebehandlungsgeräts zu speichern, so dass keinerlei Handlungen zur Entleerung des Flusendepots durchgeführt werden müssen.

    [0010] Unter einem Lebensdauer-Flusendepot kann insbesondere ein Depot für Flusen verstanden werden, welches dazu vorgesehen ist, die in ihm abgelagerten Flusen und anderen Fremdpartikel (Haare usw.) über die Lebensdauer des Wäschebehandlungsgeräts zu halten oder zu speichern. Das Lebensdauer-Flusendepot ist somit nicht dazu vorgesehen, regelmäßig entleert zu werden.

    [0011] Die Verwendung des Lebensdauer-Flusendepots weist den Vorteil auf, dass ein Endnutzer keine Handlungen zur Entleerung des Flusendepots mehr durchführen muss. Zudem bedarf es auch keiner Sensorik zur Befüllungsmessung, so dass das Wäschebehandlungsgerät besonders preiswert ausgestaltbar ist.

    [0012] Der Flusenfilter, welcher das Lebensdauer-Flusendepot darstellt bzw. als ein solches vorgesehen oder ausgestaltet ist, kann auch als ein Lebensdauer-Flusendepot angesehen werden, welches eine Filterfunktion aufweist. Das Lebensdauer-Flusendepot kann dann mindestens einen Filterbereich aufweisen.

    [0013] Erfindungsgemäß ist von dem Flusenfilter Abreinigungsflüssigkeit eines Prozessluft-Flusenfilters aufnehmbar. Der Prozessluft-Flusenfilter kann insbesondere in einem Prozessluftkanal eines Wäschetrocknungsgeräts angeordnet sein und einen Großteil der von der Wäsche abgegebenen Flusen usw. zurückhalten, wobei diese Flusen abreinigbar sind.

    [0014] Es ist eine Weiterbildung, dass der Flusenfilter für einen Gerätetechniker (Kundendiensttechniker usw.) zugänglich ist, z.B. um es für den unwahrscheinlichen Fall einer Überfüllung zumindest teilweise von den Flusen usw. entleeren zu können. Jedoch ist das Wäschebehandlungsgerät nicht dazu vorgesehen oder eingerichtet, dass das Lebensdauer-Flusendepot einem Endnutzer ohne weitere Maßnahmen (Verwendung von Werkzeug usw.) zugänglich ist. Es kann somit auch eine Weiterbildung sein, dass das Lebensdauer-Flusendepot nicht werkzeuglos zugänglich ist.

    [0015] Es ist eine Ausgestaltung, dass der Flusenfilter bzw. das Lebensdauer-Flusendepot ein Aufnahmevolumen von mindestens ca. vier Litern, insbesondere von mindestens ca. fünf Litern aufweist. Es hat sich gezeigt, dass dieses Aufnahmevolumen üblicherweise ausreicht, um die während einer typischen Lebensdauer eines Wäschebehandlungsgeräts, insbesondere Wäschetrocknungsgeräts, von dem Flusenfilter zurückgehaltenen Flusen, Haare und andere Fremdpartikel aufzunehmen und einen normalen Betrieb zu gewährleisten.

    [0016] Es ist noch eine Ausgestaltung, dass der Flusenfilter in einer Bodengruppe des Wäschebehandlungsgeräts untergebracht ist. So kann der Flusenfilter besonders effektiv verstaut werden, ohne dass er andere Funktionselemente behindert.

    [0017] Es ist noch eine weitere Ausgestaltung, dass von dem Flusenfilter Abreinigungsflüssigkeit eines abreinigbaren Wärmetauschers aufnehmbar ist. Dabei wird Flüssigkeit, insbesondere Kondensat, auf den Wärmetauscher gespült, um daran haftende Fremdkörper (Flusen, Haare usw.) abzureinigen. Die dann flusenbehaftete (Abreinigungs-)Flüssigkeit gelangt in den Flusenfilter. Durch den Flusenfilter gefilterte Flüssigkeit kann weiter abfließen, z.B. zu einer Pumpe. Die Pumpe kann die gereinigte Flüssigkeit beispielsweise in einen Sammelbehälter oder Spülbehälter pumpen, dessen Inhalt wiederum zum Spülen oder Abreinigen des Wärmetauschers verwendet werden kann, wie z.B. grundsätzlich in WO 2010/028992 A1 offenbart.

    [0018] Jedoch kann der Flusenfilter auch mit von dem Wärmetauscher während eines normalen Trocknungsbetriebs herabtropfender kondensierter Flüssigkeit (Kondensat) befüllt werden.

    [0019] Es ist eine besonders kompakte Ausgestaltung, dass der Flusenfilter unterhalb des abreinigbaren Wärmetauschers untergebracht ist. So braucht kein dedizierter Fluidkanal von dem Wärmetauscher zu dem Flusenfilter vorgesehen zu werden, sondern die Flüssigkeit kann direkt von dem Wärmetauscher in den Flusenfilter tropfen.

    [0020] Es ist ferner eine Ausgestaltung, dass der Flusenfilter eine Höhe aufweist, welche zweieinhalbmal, insbesondere mindestens fünfmal, insbesondere mindestens siebenmal, geringer ist als eine Breite des Flusenfilters. Durch diese flache Bauform ist ein Platz in dem Wäschebehandlungsgerät besonders gut ausnutzbar. Insbesondere für normal hohe Wäschebehandlungsgeräte kann ein Flusenfilter vorteilhaft sein, dessen Höhe mindestens fünfmal, insbesondere mindestens siebenmal, geringer ist als eine Breite des Flusenfilters. Für höhere Wäschebehandlungsgeräte, insbesondere Wäschebehandlungsgeräte, welche auf einen Untersatz-Sockel aufgesetzt sind bzw. einen solchen aufweisen, kann der Flusenfilter vorzugsweise eine Höhe aufweisen, welche nur zweieinhalbmal geringer ist als eine Breite des Flusenfilters.

    [0021] Es ist auch eine Ausgestaltung, dass der Flusenfilter zumindest bereichsweise antimikrobiell ausgestaltet ist. Dadurch kann eine mögliche Zersetzung der Flusen und ein damit einhergehender Geruch unterdrückt werden.

    [0022] Es ist eine spezielle Ausgestaltung, dass der Flusenfilter zumindest bereichsweise eine Oberfläche mit Kupfer, Silber und/oder Bronze aufweist. Diese ist besonders langlebig und effektiv antimikrobiell wirksam.

    [0023] Es ist noch eine Ausgestaltung, dass das Wäschebehandlungsgerät ein Wäschetrocknungsgerät (Wäschetrockner oder Waschtrockner usw.) ist, insbesondere ein mit einer Wärmepumpe ausgestattetes Wäschetrocknungsgerät.

    [0024] Der Flusenfilter kann ein Filtergewebe (z.B. ein Vlies) aufweisen und/oder ein starres Filtermaterial (z.B. perforiertes bzw. mit Löchern versehenes Blech usw.). Der Flusenfilter kann auch ein Sieb sein.

    [0025] In der folgenden Figur wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels schematisch genauer beschrieben. Dabei können zur Übersichtlichkeit gleiche oder gleichwirkende Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sein.

    [0026] Die Figur zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht ein Wäschebehandlungsgerät in Form eines Wärmepumpen-Wäschetrockners 1. Der Wärmepumpen-Wäschetrockner 1 weist eine drehbare Wäschetrommel 2 auf, in welcher zu trocknende Wäsche (o.Abb.) zur Trocknung untergebracht werden kann. Die Wäsche wird von warmer Prozessluft überströmt oder durchströmt, welche als feucht-warme Prozessluft L aus der Wäschetrommel 2 austritt und durch einen Prozessluft-Flusenfilter 3 zu einer Kondensationseinheit in Form eines Wärmetauschers geführt wird. Der Wärmetauscher ist hier als ein Verdampfer 4 einer Wärmepumpe ausgestaltet. Bei einem Durchtritt der feucht-warmen Prozessluft L durch den Verdampfer 4 kondensiert diese aus und tropft als Kondensat K von dem Verdampfer 4 in einen darunter angeordneten Flusenfilter 5 ab. Der Flusenfilter 5 ist dazu in oder sogar unterhalb einer Bodengruppe angebracht. Die nun wieder trockenere Prozessluft L wird weiter zu einer Heizung, z.B. einem Verflüssiger einer Wärmepumpe, geführt (o.Abb.) und von dort aus wieder in die Wäschetrommel 2 geleitet.

    [0027] Die zu trocknende Wäsche gibt während eines Trocknungsablaufs außer Wasser auch Flusen, Haare usw. F ab, welche von der Prozessluft L mitgeführt werden. Ein Großteil der Flusen F usw. wird von dem Prozessluft-Flusenfilter 3 zurückgehalten, wodurch dessen Strömungswiderstand wächst. Ein geringerer Anteil der Flusen F, insbesondere ein feinerer Anteil, gelangt bis zu dem Verdampfer 4 und setzt sich an dessen Oberfläche ab. Dadurch kann ein Wirkungsgrad des Verdampfers 4 erniedrigt werden.

    [0028] Um sowohl den Prozessluft-Flusenfilter 3 als auch den Verdampfer 4 von den Flusen usw. F zu reinigen, können diese gleichzeitig oder einzeln mit Flüssigkeit, insbesondere Kondensat K (ggf. mit einer Beimischung von Frischwasser), bespült werden, welches beispielsweise durch ein schnelles Entleeren eines höherliegenden Sammelbehälters oder Spülbehälters (o.Abb.) bereitgestellt wird. Das Kondensat K trifft somit schwallartig auf den Prozessluft-Flusenfilter 3 und/oder den Verdampfer 4 und reißt die dort vorhandenen Flusen usw. F mit, wie durch die zugehörigen Pfeile angedeutet. Das dann flusenbehaftete Kondensat K gelangt ebenfalls in den Flusenfilter 5.

    [0029] Das in dem Flusenfilter 5 vorhandene Kondensat K tritt durch den Flusenfilter 5 unter Zurücklassung der Flusen usw. F hindurch und kann weiter zu einer Pumpe (o.Abb.) fließen, welche das weitgehend flusenfreie Kondensat K zu einem Abfluss oder zurück in den Sammelbehälter pumpen kann.

    [0030] Der Flusenfilter 5 ist als ein Lebensdauer-Flusendepot ausgestaltet oder vorgesehen, d.h., dass von ihm aufgenommene oder zurückgehaltene oder in ihm vorhandene oder abgesetzte Flusen usw. F für die Lebensdauer des Wärmepumpen-Wäschetrockners 1 in ihm verbleiben. Somit braucht der Flusenfilter 5 nicht entnommen und gereinigt oder ausgewechselt zu werden. Auch wird keine Sensorik benötigt, um einen vollen Flusenfilter 5 zu detektieren.

    [0031] Der Flusenfilter 5 kann beispielsweise als ein starrer Filter oder als ein Sieb ausgestaltet sein, z.B. in Form eines perforierten Metall- oder Kunststoffblechs. Der Flusenfilter 5 kann alternativ ein Filtergewebe (Vlies usw.) aufweisen, das von einem starren Träger gehalten wird. In der gezeigten Ausführung weist der Flusenfilter 5 eine starre Wanne 5a auf, in deren Boden und in ggf. in deren Seitenwände mehrere Löcher 5b eingebracht sind, durch welche das Kondensat K abfließen kann. Die Wanne 5a kann an ihrer Innenseite oder Oberseite mit einem Filtergewebe ausgekleidet sein. Die Löcher 5b dienen dann nicht einem Zurückhalten der Flusen F, sondern insbesondere einem guten Durchlass für das gereinigte Kondensat K (wie durch die Tropfen angedeutet) bei einer ansonsten guten Tragwirkung für das Filtergewebe. Alternativ können die Löcher 5b so dimensioniert sein, dass die Wanne 5a als solches die gewünschte Filterwirkung zeigt.

    [0032] Der Flusenfilter 5 weist ein Aufnahmevolumen von mindestens ca. vier bis fünf Litern, vorzugsweise von fünf bis sieben Litern auf. Es hat sich nämlich überraschenderweise gezeigt, dass ein solches Volumen in den allermeisten Fällen für einen störungsfreien Betrieb über die gesamte Lebensdauer ausreicht. Dabei ist festgestellt worden, dass die Flusen usw. F durch die wiederholte Befeuchtung mit dem Kondensat K erheblich kompaktieren und dennoch die Filterfunktion des Flusenfilters 5, insbesondere seine Durchlässigkeit für das Kondensat K nicht wesentlich beeinträchtigen.

    [0033] Um den Platz in dem Wärmepumpen-Wäschetrockner 1, und insbesondere in oder unterhalb der Bodengruppe besonders gut auszunutzen, weist der Flusenfilter 5 bevorzugt eine geringe Höhe auf, insbesondere eine Höhe, welche mindestens fünfmal, insbesondere mindestens siebenmal, geringer ist als eine Breite des Flusenfilters 5.

    [0034] Es ist besonders vorteilhaft, wenn der Flusenfilter 5 eine Höhe h in einem Bereich von ca. 15 mm bis ca. 20 mm aufweist.

    [0035] Um eine Bildung von Mikroorganismen (Bakterien, Pilzen usw.) in den abgelagerten Flusen usw. F zu unterdrücken, z.B. um eine Geruchsentwicklung zu vermeiden, ist der Flusenfilter 5 zumindest bereichsweise antimikrobiell ausgestaltet, speziell an seiner die Flusen usw. F kontaktierenden Innenwand. Die antimikrobielle Ausgestaltung kann beispielsweise eine antimikrobielle Beschichtung sein, insbesondere aufweisend Kupfer, Silber und/oder Bronze.

    [0036] Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt. Das Wäschetrocknungsgerät kann insbesondere ein Wäschetrockner oder ein Waschtrockner sein.

    Bezugszeichenliste



    [0037] 
    1
    Wärmepumpen-Wäschetrockner
    2
    Wäschetrommel
    3
    Prozessluft-Flusenfilter
    4
    Verdampfer
    5
    Flusenfilter
    5a
    Wanne
    5b
    Löcher
    F
    Flusen
    K
    Kondensat
    L
    Prozessluft
    h
    Höhe



    Ansprüche

    1. Wäschebehandlungsgerät (1), aufweisend mindestens einen Flusenfilter (5), wobei von dem Flusenfilter (5) Abreinigungsflüssigkeit (K) eines Prozessluft-Flusenfilters (3) aufnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Flusenfilter (5) ein Lebensdauer-Flusendepot darstellt, welches dazu vorgesehen ist, die in ihm abgelagerten Flusen über die Lebensdauer des Wäschebehandlungsgeräts (1) zu speichern, so dass keinerlei Handlungen zur Entleerung des Flusendepots durchgeführt werden müssen, wobei von dem Flusenfilter (5) Abreinigungsflüssigkeit (K) einer abreinigbaren Kondensationseinheit in Form eines Wärmetauschers (4) aufnehmbar ist und der Flusenfilter (5) unterhalb der abreinigbaren Kondensationseinheit (4) untergebracht ist.
     
    2. Wäschebehandlungsgerät (1) nach Anspruch 1, wobei der Flusenfilter (5) ein Aufnahmevolumen von mindestens vier Litern aufweist.
     
    3. Wäschebehandlungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Flusenfilter (5) in einer Bodengruppe des Wäschebehandlungsgeräts (1) untergebracht ist.
     
    4. Wäschebehandlungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Flusenfilter (5) eine Höhe (h) aufweist, welche mindestens zweieinhalbmal, insbesondere mindestens fünfmal, insbesondere mindestens siebenmal, geringer ist als eine Breite des Flusenfilters (5).
     
    5. Wäschebehandlungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Flusenfilter (5) zumindest bereichsweise antimikrobiell ausgestaltet ist.
     
    6. Wäschebehandlungsgerät (1) nach Anspruch 5, wobei der Flusenfilter (5) zumindest bereichsweise eine Oberfläche mit Kupfer, Silber und/oder Bronze aufweist.
     
    7. Wäschebehandlungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Wäschebehandlungsgerät (1) ein Wäschetrocknungsgerät ist, insbesondere ein mit einer Wärmepumpe ausgestattetes Wäschetrocknungsgerät.
     


    Claims

    1. Laundry treatment device (1), having at least one lint filter (5), wherein cleaning liquid (K) of a process air lint filter (3) can be captured by the lint filter (5), characterised in that the lint filter (5) represents a service-life lint repository, which is provided to store the lint deposited inside it over the service life of the laundry treatment device (1), so that no actions for emptying the lint repository need to be performed, wherein cleaning liquid (K) of a cleanable condensation unit in the form of a heat exchanger (4) can be captured by the lint filter (5) and the lint filter (5) is accommodated below the cleanable condensation unit (4).
     
    2. Laundry treatment device (1) according to claim 1, wherein the lint filter (5) has a capture volume of at least four litres.
     
    3. Laundry treatment device (1) according to one of the preceding claims, wherein the lint filter (5) is accommodated in a base module of the laundry treatment device (1).
     
    4. Laundry treatment device (1) according to one of the preceding claims, wherein the lint filter (5) has a height (h), which is at least two and a half times, in particular at least five times, in particular at least seven times smaller than a width of the lint filter (5).
     
    5. Laundry treatment device (1) according to one of the preceding claims, wherein the lint filter (5) is embodied, at least in sections, so as to be antimicrobial.
     
    6. Laundry treatment device (1) according to claim 5, wherein the lint filter (5) has, at least in sections, a surface with copper, silver or bronze.
     
    7. Laundry treatment device (1) according to one of the preceding claims, wherein the laundry treatment device (1) is a laundry drying device, in particular a laundry drying device equipped with a heat pump.
     


    Revendications

    1. Appareil de traitement de linge (1) présentant au moins un filtre à peluches (5), du liquide de nettoyage (K) d'un filtre à peluches d'air de processus (3) pouvant être réceptionné par le filtre à peluches (5), caractérisé en ce que le filtre à peluches (5) représente un dépôt de peluches à vie, lequel est ménagé pour stocker les peluches déposées dans lui au cours de la durée de vie de l'appareil de traitement de linge (1), de sorte qu'aucune action de vidage du dépôt de peluches ne doit être exécutée, du liquide de nettoyage (K) d'une unité de condensation pouvant être nettoyée, ménagée sous forme d'un échangeur de chaleur (4), pouvant être réceptionné par le filtre à peluches (5), et le filtre à peluches étant placé en dessous de l'unité de condensation (4) pouvant être nettoyée.
     
    2. Appareil de traitement de linge (1) selon la revendication 1, le filtre à peluches (5) présentant un volume de réception d'au moins quatre litres.
     
    3. Appareil de traitement de linge (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, le filtre à peluches (5) étant placé dans un groupe de fond de l'appareil de traitement de linge (1).
     
    4. Appareil de traitement de linge (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, le filtre à peluches (5) présentant une hauteur (h) qui est au moins deux fois et demie, notamment au moins cinq fois, notamment au moins sept fois plus petite qu'une largeur du filtre à peluches (5).
     
    5. Appareil de traitement de linge (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, le filtre à peluches (5) étant équipé au moins en partie de manière antimicrobienne.
     
    6. Appareil de traitement de linge (1) selon la revendication 5, le filtre à peluches (5) présentant au moins en partie une surface munie de cuivre, d'argent et/ou de bronze.
     
    7. Appareil de traitement de linge (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'appareil de traitement de linge (1) étant un appareil de séchage de linge, notamment un appareil de séchage de linge équipé d'une pompe à chaleur.
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente